Warum eigentlich Fort?

Akt I


„Ein Hindernis für das rationale Denken, soweit es so etwas überhaupt gibt, ist die Kontinuität, denn ihretwegen ist es reine Einbildung, wenn wir glauben, wir könnten irgend etwas aus dem Geflecht aller existierenden Dinge herauspicken und darüber nachdenken. Es ist nicht verwunderlich, daß die Philosophie mit ihren falschen oder eingebildeten Unterscheidungen und ihren deshalb ebenso falschen oder eingebildeten Problemen immer noch so ratlos ist, wie sie es schon vor ein paar Jahrtausenden war." - Charles Fort

 


1. Von der Antike in die Aufklärung

Im Lauf verschiedener Zeiten haben verschiedene Wirklichkeitsmodelle dominiert.
Und jedes mal kam es dabei zu gesellschaftlichen, religiösen und politischen Umwälzungen.
Am Beginn stehen die Sumerer. Oder waren es überhaupt die Sumerer?
In der Türkei finden sich Hochkulturen die über 5000 Jahre älter sind. Doch seltsamerweise werden solche Dinge ignoriert – ausgeschlossen ...

Unsere offizielle Geschichtsschreibung beginnt mit den Sumerern. Von dort über Kriege und Grenzverschiebungen, über weitere Hochkulturen in die griechische Antike. Die Geburtsstunde der klassischen Epoche. Zweifelsohne waren die Griechen, ihr Denken, ihre Philosophie, Politik oder ihre Naturwissenschaften Vorläufer aller später folgenden „westlichen“ Gemeinschaften und deren Entwicklung. Zwar verstehen wir heute zB. den Begriff 'Demokratie' nicht so wie die „alten“ Griechen, aber die Idee kam von dort.

Aber natürlich haben die Griechen auch nur auf schon vorhandenes Material der (z.B.) Sumerer, Ägypter oder der Babylonier zurück gegriffen und dies irgendwie in ihrer Kultur verarbeitet. Möglicherweise liegen die Ursprünge solcher "Erfindungen" viel weiter in einer Vergangenheit, über die wir nur bruchstückhaftes Wissen und phantastische Erzählungen haben. Und deshalb gelten die Griechen (als Mittler und Bindeglied) als direkte Vorläufer.


Zuerst beeinflusste die griechische Kultur den Islam, dessen Hochzeit zwischen dem 9. und 15. Jahrhundert lag, und von Wissenschaft und Spiritualität getragen wurde. Von dort über Italien zurückkehrend begann die westliche Renaissance. Dies war die Geburtsstunde der Welt, die wir heute kennen.

Diese neue Freiheit, anfangs noch der Kunst, schuf Genies, deren Ideen so avantgardistisch waren, dass manche erst im 20. Jahrhundert umgesetzt werden konnten. Und sie gebar ihre eigenen Vordenker. Leitsätze der Philosophie und Logik schränkten den Raum der bislang vorherrschenden Kirchen und deren Machtbereich immer weiter ein.


„Cogito Ergo Sum!“ - René Descartes (1596–1650, frz. Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler)

Neue Techniken, wie der Buchdruck verhalfen den unterdrückten Völkern zu eigener Identität. Die Idee der Epochen entstand. Dies deswegen, weil jeder Zeitabschnitt neue künstlerische oder wissenschaftliche Veränderungen brachte.

Bis zum ausgehenden 19. Jahrhundert, dem Jahrhundert der ersten westlichen Industrialisierung, gab es den Humanismus, den Barock, die Klassik, die Romantik, den Realismus und den Naturalismus. Dies waren die Hauptströmungen, neben denen sich andere richtungsweisende Unterströmungen bildeten. So entfaltete sich die Kunstrichtung des Klassizismus neben der Epoche der Romantik, die auf die, nach bestimmten mathematischen Kriterien konstruierte, griechische Baukunst aufbaute. Als Beispiel sei hier nur der goldene Schnitt erwähnt. Überhaupt stützte sich das westliche Denken auf griechische Vorbilder, wie Aristoteles oder Platon, die schon maßgeblich die Islamische Kultur beeinflusst hatten.
Das griechische Ideal wurde zum Ideal der neuen Zeiten. Und bestimmte weitestgehend den „Kurs“ unserer Zukunft. Die Industrialisierung kam mit den gewaltigsten Änderungen, auf allen möglichen Ebenen. Den bis dahin oft in Leibeigenschaft gehaltenen und unterdrückten Menschen bot sich, durch die neugeschaffenen Produktionen, Gewinne und damit Klassenwechsel. Wissen, was bis dahin nur einigen wenigen zugänglich war wurde in neu-geschaffenen Schulen zentralistisch verbreitet. Allgemein rückte der Mensch als Produktionsfaktor und Konsument mehr in den Mittelpunkt des Geschehens.

Doch die Löhne waren karg und das Leben blieb schwer. Wohnungen Mangelware, oft teilten sich 20 Leute ein Zimmer. Ärztliche Versorgung, sofern man davon sprechen konnte, war überteuert und kaum vorhanden. Gesellschaftlicher Stand definierte sich immer noch über die, im ausgehenden Mittelalter von Thomas von Aquin bestimmten Sichtweisen – Geld und Herkunft. Gleichberechtigung oder Vergütung definierte sich durch die Legitimation der Macht. Andererseits war es aber auch eine fruchtbare Zeit für gesellschaftliche Veränderungen. Anfangs des 19. Jahrhunderts wurde die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte (Déclaration des Droits de l'Homme et du Citoyen) formuliert, die als Grundlagentext für die Rechtsgleichheit gelten sollte. Allerdings schloss diese Frauen überhaupt nicht mit ein. Einige Jahre später forderte Olympe de Gouges (1748-1793) darauf die volle rechtliche, politische und soziale Gleichberechtigung aller Geschlechter mit ihrer Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin (Déclaration des droits de la femme et de la citoyenne).

Erste soziale Einrichtungen, wie Kindergärten, wurden geschaffen, oft nur als Notunterkunft. Die Besitzlosen und Leibeigenen, das Proletariat, überschwemmten die Städte in der Hoffnung auf Arbeit. Kriminalität, Dreck, Krankheiten und Verelendung gehörten zum normalen Stadtbild. Das Gefüge der Familie begann zu zerbrechen. Alteingefahrene Strukturen waren extremsten Veränderungen unterworfen.

Noch waren zukünftige Strukturen kaum erkennbar, aber Veränderung war täglich da. Eisenbahnen erlaubten nun Transporte in Geschwindigkeiten, die nicht nur bislang unerreichbar schienen, sondern schufen die abenteuerlichsten Theorien über Geschwindigkeiten und die Haltbarkeit des menschlichen Körpers. Neue Wissenschaften wurden gegründet. Messvorgänge und Experimente, der Gebrauch der Waage oder des Teleskops. Beweisbarkeit von Hypothesen, Theorien über Stoffe und Stoffumwandlungen sollten helfen die Welt zu definieren. Es war auch eine Aufbruchszeit.

Aber vieles musste zurück gelassen werden …


2. Die neue alte Welt

Eine neue Zeit brachte auch andere Sichtweisen auf die Wirklichkeit. Und das erforderte Definitionen. So entstand im Zeitraum zwischen 1848 und 1890 (diese Zeitangaben variieren) die Epoche des Realismus. Geprägt wurde dieser Begriff von Jules Champfleury durch seine Aufsatzsammlung mit dem Titel Le réalisme (1857). Realismus war der Versuch mit den gefundenen Werkzeugen die Welt objektiv zu beobachten und zu beschreiben. Und es gab (und gibt) unzählige Spielarten davon.
Während in der Romantik eine Abwendung von der Antike und von klassischen Vorbildern zu beobachten war nahm der Realismus den in der Klassik vertretenen Kurs wieder auf. Gerade in der Kunst war der romantische Unterton spürbar.


„Die romantische Poesie ist eine progressive Universalpoesie. Ihre Bestimmung ist nicht bloß, alle getrennte Gattungen der Poesie wieder zu vereinigen, und die Poesie mit der Philosophie und Rhetorik in Berührung zu setzen.“ - Friedrich Schlegel (1772-1829, Athenäums-Fragment 116)

Und so beschränkte sich die Kunst im Realismus nicht nur auf die bloße Beschreibung der Wirklichkeit - sie versuchte diese künstlerisch wiederzugeben. Anfangs durfte der Autor oder Erzähler dabei sogar nicht erkennbar sein. Dramatik und Epik waren die vorherrschenden Literaturen. So fanden sich die Tragödien des Euripides, die Komödien des Aristophanes, die römischen Satiren, die Novellen und Schwänke des späten Mittelalters und der Renaissance, die Dramen Shakespeares und die barocken Schelmenromane. Aber auch die ersten Vertreter des psychologischen Romans, darunter Madame de La Fayette, Henry Fielding und Samuel Richardson. Dabei wurden 'seelische' Vorgänge realistisch dargestellt.
Realismus wird deshalb auch als die Epoche der Literatur bezeichnet.


Schwierigkeiten bei der Verwendung der Begriffe „realistisch“ und „Realismus“ ergeben sich aus ihrer Doppeldeutigkeit. Zum einen bezeichnet dies eine eine Kunstströmung des 19. Jahrhunderts, welche sich dem Alltag sowie der Gesellschaft widmete und dabei auch politisch motiviert war. Deshalb waren gesellschaftliche Verhältnisse sowie deren Widersprüche und Konflikte häufig Themen realistischer Kunst. Dem gegenüber steht das „realistische“ eines dargestellten Gegenstandes, Themas oder einer Idee. Mit der Erfindung der Photografen entstand der Foto-Realismus, der beides in sich vereinigte.


3. Philosophisches Tohuwabohu

Im Lauf der Geschichte wurden so verschiedene Kunstströmungen als „Realismus“ oder „realistisch“ bezeichnet. Allgemein ging es um die Realismusfrage, ob das Sein das menschliche Bewusstsein oder ob das Bewusstsein das Sein bestimmt (Primat des Objekts oder des Subjekts).

Der deutsche Theoretiker des Realismus Julian Schmidt (1818-1886) forderte in seiner Zeitschrift 'Die Grenzboten', dass die Dichter die Wirklichkeit zwar beschreiben sollten, aber keine metaphysischen (spirituellen) Spekulationen machen sollten. Er legte Wert auf die Darstellung der Schönheit der Welt und der 'Poesie in der Wirklichkeit'. Hingegen wurden sozialkritische Themen als hässlich und unpoetisch ausdrücklich abgelehnt. Was zu einem verzerrten und beschönigten Blick auf die Welt führte, obwohl sich die sozialen Probleme infolge der Industrialisierung weiter verschärften. Probleme, die das Vertrauen in den technischen Fortschritt erschütterten. So wurden spätere Vertreter des Realismus dahingehend von einem starken Pessimismus beeinflusst.
Dies war die Grundlage für Denkrichtungen wie den Determinismus. Hier wurde die Auffassung vertreten, dass alle Ereignisse durch Vorbedingungen eindeutig festgelegt sind. Besonders in den neu geschaffenen Naturwissenschaften fanden sich viele Anhänger. Dies kann man damit erklären, dass die Wissenschaften der Versuch waren dem immateriellen Glauben der bislang dominierenden Kirchen etwas „Handfestes“, eine materiell beweisbare Überzeugung entgegenzustellen.
Der Determinismus nimmt an, dass der Mensch ein Produkt der Evolution ist und seine Handlungen würden einzig von den physiologischen Prozessen seines Körpers bestimmt. Eine Geisteshaltung, die im beginnenden 20. Jahrhundert von der Theorie des Behaviorismus erweitert und später im Existenzialismus ihren derzeitigen Höhepunkt finden sollte. Bedingtheit, Tragik, Unumgänglichkeit, Pessimismus – Fatalismus!


„Die Welt ist die Äußerung einer unvernünftigen und blinden Kraft; in ihr zu leben heißt leiden.“Arthur Schopenhauer (1788-1860, Philosoph)

Der spätere Realismus hatte deutliche Züge des schon im 17. Jahrhundert entstandenen Naturalismus. Eine Denkrichtung, die einen der Grundsteine unserer heutigen Wissenschaften legen sollte. Hier wurde die sichtbare Natur und ihre (bislang wahrgenommenen) Verflechtungen zur Ursache und zur Norm aller Erscheinungen erklärt. Und es fand sich eben dort die Motivation sich von übernatürlichen Phänomenen im religiösen Sinne abzugrenzen.

Ein so verstandener Naturalismus lehnte damit die Existenz von Wundern und übernatürlichen Wesen ab. Der Unterschied zwischen beiden Denkrichtungen, deren beider Grundlagen die Poetik war, wird darin deutlich, dass der Naturalismus versucht die äußere Wirklichkeit zu erfassen und zu beschreiben; der Realismus im Gegensatz dazu die inneren Wahrheiten auf den Kulissen der äußeren Welt. So zeigte der positive Realismus zum Beispiel ein Idealbild subjektiver menschlicher Autonomie. Besonders im deutschen Realismus wurde gerne das Leben des Bürgertums behandelt, aber verklärt, hochgelobt. Es sollte keine Kritik an der Gesellschaft bzw. am Milieu sein, sondern eine Ästhetisierung und damit eine Verklärung (Idealisierung).
Der Naturalismus sah die (deterministischen) Bedingungen unter denen Menschen lebten ohne Beschönigung. Deshalb waren die elenden Lebensumstände des Proletariats ein beliebtes Thema in den Texten der Naturalisten. Allerdings wurden diese Lebensumstände mit der Bedingtheit durch Vererbung und sozialem Milieu erklärt. Und man glaubte, dass man das Verhalten der Menschen daraus berechnen kann.


Bezeichnend war aber auch, dass naturalistische Vertreter sich über das Proletariat erhöhten, Der englische Begriff 'Royal' oder Königlich stand vielen so legitimierten Wissenschaftszweigen und ihren Institutionen voran. Ein neuer „Adel“ war geboren worden. Und der Zugang zu diesen Institutionen stand nicht jedem offen. Denn die Mitgliedschaft versprach nicht nur gesellschaftliches Ansehen, sondern auch Macht. Und die Mächtigen profitierten von diesen neuen Mächten. Ob es technische Erfindungen waren oder wissenschaftliche Doktrinen (Lehrsätze). Beförderungsmittel, Waffen oder neue Glaubenssätze – die Welt wurde erneut erobert!

Und zwar vorwiegend auf der Grundlage des Positivismus, der von Auguste Comte (1798–1857) und seinen Nachfolgern im 19. Jahrhundert zu einem weltumspannenden Ansatz in den Geisteswissenschaften ausgebaut wurde. Der Positivismus übernahm einige der Forderungen des Naturalismus. So wurde alles Transzendente (Übersinnliche) ausgeschlossen und die „positiven“ Befunde beschränkten sich auf Ergebnisse, die im Experiment unter vorab definierten Bedingungen einen erwarteten Nachweis erbracht wurden.

Der Institutionalisierte Positivismus strebte sogar Positivismus als Religionsersatz an. Dies kam nicht von ungefähr, denn der Positivismus hatte bis ins 20 Jahrhundert größten Einfluss in den Naturwissenschaften. Diesen teilte er sich mit den Empiristen. Vertreter des klassischen Empirismus gingen von einer (streng) materiellen Außenwelt aus, die auf die Sinnesorgane einwirkt und (so) im menschlichen Bewusstsein Erkenntnisprozesse in Gang setzt. Einvernehmlich mit dieser Überzeugung formulierte in der gleichen Zeit der Dialektische Materialismus sein Bekenntnis zur materiellen Außenwelt als dem Ausgangspunkt aller Prozesse (der Erkenntnisprozesse wie auch der historischen Prozesse). Bedeutend für den Materialismus war natürlich die Entwicklung der naturwissenschaftlichen Auffassung von Materie.

Und diese wurde wurde immer komplizierter und unsicherer.

Das absolut mechanistische Weltbild, welches im Laplaceschen (1749-1827, frz. Mathematiker, Physiker und Philosoph) Determinismus seinen Ausdruck fand, wurde im 20. Jahrhundert von der Quantenmechanik abgelöst. Auch der Erkenntnisspezifische Raum wurde durch die bisher nur empirisch eingesetzte Mathematik erweitert. Anstatt auf der Basis von Sinnesdaten die Wirklichkeit zu erfassen, sollten nun Formeln die Wirklichkeit beschreiben … Nach dem Philosophen Karl Popper (1902-1994) hat die Erfahrung vor allem eine kritisierende Funktion für Theorien und Überzeugungen (Fallibilismus). Diese Position wurde Kritischer Rationalismus genannt und verneinte Wissensvermehrung aus Einzelbeobachtungen. Die bislang letzte dieser Varianten ist der
Konstruktive Empirismus. Hier wird erkannt, dass Wissenschaft keine Aktivität im Sinne einer Entdeckung der Wahrheit ist, sondern vielmehr nur eine Konstruktion.


4. Die moderne Aufgeklärtheit

Gemeinhin werden diese Denkweisen als 'Materialismus' bezeichnet.
Ob „Erkenntnistheoretisch“ oder „Praktisch“. Ihr zugehörig: die (vielleicht meisten heutigen) Wissenschaftler, Politiker, Dozenten, Agnostiker, Skeptiker und eben alle, deren Vorstellungskraft auf die (derzeitigen!) "Errungenschaften" der (vorherrschenden) etablierten Sichtweise begrenzt ist.
All dies hat unser heutiges Wirklichkeitsbild mitgeformt. Und wird nicht in Frage gestellt.


Doch von welcher Wirklichkeit sprechen wir hier überhaupt?

"Die größte vermeintliche Sicherheit ist nur eine vergängliche Verkleidung des Abgründigen. Wir alle existieren auf dünnem Eis."- Charles Fort

Es ist allgemein bekannt, dass der Mensch tatsächlich nur einen kleinen Teil der Wirklichkeit überhaupt erfassen kann, bedingt nicht nur durch seine Sinne, sondern vor allem auch durch seine Wahrnehmungsmöglichkeiten. Diese jedoch werden eingeengt durch psychologische Konditionierungen oder gesellschaftliche Konditionen. Und natürlich die Schulweisheiten.
Die „reine Wissenschaftsidee“ wird heutzutage schnell verwechselt mit den angeblichen Errungenschaften der pragmatischen Wirtschaftswissenschaft. Und Opfer bleiben weitestgehend unberücksichtigt oder werden einfach hingenommen. Die Tatsache, das neue Energiequellen (die fast täglich entdeckt werden – (Algenenergie, Kalte Fusion, Schwarzlichtenergie, etc.) nicht zum Einsatz kommen werden, - solange der industrielle Adel durch Lobbyismus und Korruption Druck auf die Verantwortlichen auszuführen fähig ist – sollte uns allen zu denken geben.
Wie sagte der Chemiker und Nobelpreisträger Kary Mullis so treffend:


„Science is being practiced by people who are dependent on being paid for what they are going to find out.“
(Wissenschaft wird von Menschen gemacht, die darauf angewiesen sind für das bezahlt zu werden, was sie herauszufinden haben.)

Und Fort ermahnt uns:

"Wird das, was heute konventionell gelehrt wird, in der Zukunft so schwachsinnig erscheinen wie den heutigen Orthodoxien die Ausdünstungen vergangener Systeme?“


 

 

 

"Die Wissenschaft des 19. Jahrhunderts verstand sich zwar als 'systematische Common Sense', aber tatsächlich beruhte sie auf Descartes' Grundsatz, alles zu bezweifeln, was es zu bezweifeln gab, und im übrigen zu hoffen, daß der verbleibende Rest dann die 'Wahrheit' wäre.

Sie wollte ohne die Begriffe Wille und Ziel auskommen.

Damals hatte das auch weiter keine Nachteile für die jungen Wissenschaften der Physik, Biologie oder Psychologie. Heute aber zeigen sich die bedenklichen Folgen solcher Blindheit."
- Colin Wilson; Das Okkulte (The Occult - Faculty X); März Verlag 1982



"Wir stoßen auf Daten, und wir interpretieren sie in Übereinstimmung mit unserem Pseudo-Maßstab.
Im Augenblick leiden wir nicht an den Täuschungen des Absolutismus, der einige Positivisten des neunzehnten Jahrhunderts in den Himmel versetzt haben mag.

Wir sind Intermediaristen, aber irgendwo lauert der Verdacht, daß wir uns eines Tages verhärten könnten, daß wir Dogmen entwickeln, unsere Freizügigkeit beschneiden und uns zu Über-Posivitisten entwickeln könnten. Im Augenblick fragen wir nicht, ob etwas vernünftig oder absurd ist, weil wir erkennen, daß Vernünftigkeit und Absurdität nichts weiter bedeuten als Übereinstimmung oder fehlende Übereinstimmung mit einem Maßstab.

Jeder Maßstab muß aber eine Täuschung sein - wenn auch natürlich keine absolute -, die eines Tages von einer fortgeschritteneren Quasi-Täuschung ersetzt werden wird. Die Wissenschaftler der Vergangenheit übten sich im Positivismus und fragten, ob dies oder jenes vernünftig oder unvernünftig sei.

Wenn wir der Sache auf den Grund gehen, erkennen wir, daß sie sich auf Maßstäbe wie Newtonismus, Daltonismus, Darwinismus oder Lyellismus bezogen. Aber sie haben geschrieben und gesprochen und gedacht, als könnten sie über reale Vernunft und reale Unvernunft urteilen."
- Charles Fort

Akt II


"Wir sind keine Realisten. Wir sind keine Idealisten. Wir sind Intermediaristen - daß nichts real ist, aber auch nichts irreal: daß alle Phänomene nur Näherungen auf dem einen oder anderen Weg zwischen dem Realen und dem Irrealen sind.

Also:

Daß unsere ganze Quasi-Existenz ein Zwischenzustand ist zwischen Eindeutigkeit und Nichtexistenz, zwischen Realheit und Irrealheit.

Wie das Fegefeuer, glaube ich."


"
Der Prozeß, den wir "Erklären" nennen, ist nur ein lokaler Aspekt universeller Assimilation. Es sieht wie Materialismus aus, aber der Intermediarist besteht darauf, daß keine Interpretation des sogenannten Immateriellen in Begriffen des sogenannten Materiellen rationaler sein kann als eine Interpretation des "Materiellen" in Begriffen des "Immateriellen". Weder das Materielle noch das Immaterielle können die Quasi-Existenz für sich allein beanspruchen. Es gibt nur Annäherungen von der einen oder anderen Seite."

(Diese und alle nachfolgenden Zitate sind Charles Forts 'Book Of The Damned' entnommen oder es ist explizit anders angegeben.)


1. Ein wenig vertiefend, doch weit darüber hinaus

Was macht unsere Wirklichkeit aus?
Zuallererst natürlich unsere sinnlichen Erfahrungen. Und dann die Erkenntnisse, die wir daraus gewinnen. Bei Autos, Katzen oder Nebel fällt es uns leicht. Doch schon Dinge wie die Sterne, unsere Sonne oder Wolken sind zwar beobachtbar, aber nicht mehr so leicht verifizierbar.

Wie ist es erst mit Elektrizität, Magnetismus oder der Gravitation? -  Erscheinungen, die nicht mehr direkt wahrgenommen werden können, sondern nur mit Zuhilfenahme spezieller Erfindungen. Oder abstrakte Gegenstände, wie Musik, Werteklassen, Arten oder Institutionen?
Wie steht es mit mathematischen Gegenständen, wie virtuellen Zahlengrößen oder einfachen Grundmengen? Wie sieht es mit der mathematischen Behauptung der 'Einsteinschen' Raum-Krümmung aus? Oder mit Allgemeinbegriffen, wie Rot, Warm oder Frieden?


Der Realismus des 19. Jahrhunderts glaubte, dass die realistische Position dadurch bestimmt wäre, wie diese Dinge behandelt werden, - wie sie in den Objektbereich mit einbezogen werden.
Abstraktheit war für den Realismus, der von Ausschmückungen „lebte“, kein sonderlich großes Problem. Allerdings für den Empirismus.
Und was ist die Farbe „Rot“, wenn sie nicht durch menschliche Augen betrachtet wird?
Welchen Sinn macht dann noch die Definition von „Warm“? Oder die Krümmung des Raums. – Eine abweichende Krümmung kann nur funktionieren wenn es eine Gerade gibt. Hat schon mal jemand von der Geraden des Raums gehört? Allerdings deuten neueste Sichtungen von Astronomen dahin, das schwarze Löcher quadratisch ausgerichtet sind ...
Gibt es Relativität überhaupt, wenn es keine festen Bezugspunkte gibt? Was, wenn Dinge nicht angezogen sondern abgestoßen werden? Mathematische Grundrechnungen – gibt es überhaupt zwei absolut identische Gegenstände die addiert oder subtrahiert werden könnten?
Wie kann das Licht der Sonne warm sein, wenn im Weltraum nichts ist, das als Wärmeträger verwendet werden kann?

 

"Wenn die Sonne und die Planeten ein System bilden, das ungeheuer weit von allem anderen, was existiert, entfernt ist, was regelt dann die Bewegungen und wieso wird der Mechanismus nicht abgebremst? Die Astronomen sagen, die Planeten bewegten sich immer weiter, und das ganze System werde nicht gebremst, weil der Weltraum leer sei und weil es dort "absolut" nichts gebe, was die sich bewegenden Körper aufhalten könne. (...)

Astronomen sagen dies in ihren Büchern am Anfang. Später vergessen sie es dann. Später, wenn etwas anderes einer Erklärung bedarf, erzählen sie eine andere Geschichte. Sie erklären das Zodiakallicht mit Hilfe von ungeheuren Mengen von Materie im Weltraum. In ihren Kapiteln über Meteore erwähnen sie Millionen Tonnen von meteorischem Staub, der jedes Jahr aus dem Weltraum auf die Erde fällt." - (Charles Fort, 'Lo')


Doch tatsächlich bewegen wir uns hier in vorher definierten und abstrakten Räumen. Kategorien, deren Wirklichkeit abhängig von erdachten Messbereichen ist.
Wie definiert sich ein Meter? - Ein Meter ist die Strecke, die das Licht im Vakuum während der Dauer von 1/299792458 Sekunden zurücklegt. Beeindruckend, wenn immer noch darüber nachgedacht wird ob Licht überhaupt eine Geschwindigkeit hat. Aber Abweichungen werden mit quantenmechanischen Effekten weg erklärt. Wo ist die Messlatte für Lüge und Wahrheit? Für Schein und Sein?


Im Wissenschaftlichen Realismus, eine „realistische“ Position in der Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, wurde behauptet, dass eine erkennbare Wirklichkeit existiert. Und dass diese  unabhängig vom menschlichen Denken ist. Die Bestätigung einer wissenschaftlichen Theorie  begründet die Annahme, dass diese Wirklichkeit so aussieht, wie diese Theorie das aussagt.

„Alle äußere Wahrnehmung also beweist unmittelbar etwas Wirkliches im Raume, oder ist vielmehr das Wirkliche selbst, und insofern ist also der empirische Realismus außer Zweifel.“ - Immanuel Kant (1724-1804, Philosoph; über den empirischen Realismus)

Das Wirklichkeit im Auge des Betrachters entsteht - wäre hier wohl eher angebracht. Und die Wahrnehmungen dieses Auges sind anthropomorph - geformt durch den Menschen.

Gut, kann man argumentieren, wir sind eben Menschen und deshalb müssen wir die Welt auch als Menschen und für den Menschen definieren. Und sicher ist das auch so. Aber es zeigt auch unsere Unzulänglichkeit die Wirklichkeit realistisch wahrzunehmen und beurteilen zu können. Was bedeuten dann deterministische Sichtweisen? Oder empirische?
Physikalische Gesetze sind Gesetze die, von aus Menschen beobachteten Erscheinungen auf diesem Planeten, abgeleitet wurden. Nebenbei – funktionieren sie nur unter Idealbedingungen –  und die  Resultate ergeben wertmäßig nur Annäherungen an das Ideal des Gesetzes. Und würden diese Gesetze auch auf anderen Planeten funktionieren? Vielleicht. Vielleicht nicht. Vielleicht auch nur in diesem Sonnensystem? Aber nähern wir uns dem Herz unserer Milchstraße, wo die äußeren Rahmenbedingungen erheblich schwieriger gestaltet sind?

Oder, - würde unsere Erde sich nur ein paar hundert Meter im All verschieben, könnten wir vielleicht unsere "exakten" und "konkreten" physischen und chemischen Gesetze völlig neu definieren … Wie kompliziert wäre es, wenn sich das "Universum" wirklich um die Erde drehte?
Und welche Bedeutung hat eine Bedeutung? Und ist das alles überhaupt wichtig?

Positivistisch gesprochen, durchaus. Denn die Wahrnehmung der Wirklichkeit erschafft auch unsere Möglichkeiten und Begrenzungen diese beurteilen und bewerten zu können.

Eine Beurteilung, wie die kirchliche und wissenschaftliche Isolation der Erde.
Dieser entsprechend konnte (oder durfte) es lange Zeit keine interstellare Raumfahrt oder außerirdische Besucher geben. Die  Räume zwischen den Sternen waren einfach zu groß.
Doch, - waren die Räume zu groß oder unsere  Möglichkeiten und Vorstellungen diese überwinden zu können? Vor wenigen Jahren noch war unsere technische Begrenzung der „Stand aller Dinge“.

Heute mutmaßt die Quantenphysik über Wurmlöcher, Überlichtgeschwindigkeiten, Hyperräume oder Raumfalten. Die etablierte Raumfahrt träumt von Generationsraumschiffen, sogar von „Warp“ (Hyperlicht)-Raumschiffen. Und steht nicht vor jeder materiellen Entdeckung eine Idee, - ein immaterieller Gedankengang? Und was wissen wir wirklich über die technischen Möglichkeiten potentieller außerirdischer Zivilisationen?
Absolut gar nichts! Aber die Zeiten und ihre Sichtweisen ändern sich.


"Die Illusionen früherer Zeitalter nennen wir primitive Ignoranz oder Aberglauben und sind stolz darauf, sie zerstört zu haben; dabei bemerken wir nicht, dass wir unser eigenes Verblendungssystem erfunden haben."


So galt Conrad Röntgen (1845-1923) lange Zeit als Spinner und Trickser, später dann als Revoluzzer -
und heutzutage allgemein als Entdecker gefährlichster Strahlungen ...
Wie lange? Bis wir sie entschärfen oder als Teil eines neuen Größeren erkennen können?

Oder Tiere.
Den höher organisierten Tieren, wie Hunden, Katzen, Schweinen oder Kühen, wird eine Intelligenz von 3-4 jährigen menschlichen Kindern zugeschrieben. Aber sind bei einer anderen Rasse menschliche Wertesysteme nicht völlig fehl am Platz? Können wir eine uns fremde Intelligenz damit erfassen und beurteilen?

Unsere Bezugsmöglichkeit ist der Mensch. Aber der Mensch verfügt nicht über derartig stark ausgeprägte Sinne und Instinkte. Hat eine völlig andere Raum-Orientierung. Wir können weder im Infrarot-Bereich sehen wie eine Katze, noch können wir den Raum mit Hilfe unseres Geruchssinns erfassen. Über andere mögliche Fähigkeiten können wir nur spekulieren, denn diese liegen außerhalb unseres Erfassungsbereiches.

Aber hätten wir einen anderen Körper, - dann hätten wir auch andere Wahrnehmungen. Und würde dann das menschliche Bezugssystem auf uns noch anwendbar sein? Wir täuschen uns dabei selbst. Leben wird interpretiert als der kooperative Zusammenschluss von Mikroorganismen zu einer Einheit. Und was ist dann diese Einheit? Dasselbe wie jede Definition, wie jede Messlatte -  der Versuch einer Abgrenzung.

So, wie wir allein im Weltall sind, sein müssen. Oder sogar - die Krone der Schöpfung.


2. Charles Fort und die moderne Ketzerei

Die phänomenale Welt ...
Irgendwann war die Erde rund. Mit Hilfe des Christentums dann wieder flach.
Dann war sie wieder rund. Irgendwann durfte nichts aus dem Himmel fallen. Dann durfte etwas fallen, aber es musste Eisenoxide beinhalten. Heute sind Meteoriten allgemein akzeptiert. Aber auch nicht alle.
Viele Dinge galten über lange Zeit als verdammt, bis sie von der Orthodoxie (Rechtsgläubigkeit) wieder erlöst wurden.
Und man kann nun denken, dass neue Erkenntnisse dafür verantwortlich sind. Und in gewisser Weise mag das für einiges auch zutreffen. Aber das Haupthindernis sind festgefahrene Denkstrukturen, die schon in der Antike entstanden, im Realismus wiedergekäut und im heutigen Materialismus ihren Höhepunkt fanden.
Dinge wurden offiziell „zugelassen“ und damit etabliert. Andere jedoch ausgeschlossen, verdammt oder sogar ignoriert. Dies deswegen weil die betreffende Epoche entweder daran kein Interesse zeigte oder sie nicht mit bisherigen Theorien erklären, annektieren (in Besitz nehmen) und damit in ihr Glaubenssystem assimilieren (einverleiben) konnte.
Viele Erscheinungen oder Phänomene der Wirklichkeit werden bis heute einfach geleugnet oder lächerlich gemacht.


Und das von einer Wissenschaft, die ihre Grundlagen auf ebenso theoretische Konstrukte stützt, wie die aller Glaubenssysteme. Denn, was ist letztendlich überhaupt beweisbar?


Einem, dem diese Widersprüchlichkeiten auffielen, war der amerikanische Autor Charles Fort. Fort lebte in einer Zeit, die vom Positivismus der Wissenschaften durchdrungen war. Statt jedoch alles  hinzunehmen, begann er zu hinterfragen.
Er verbrachte seine Lebenszeit damit wissenschaftliche Publikationen vom 17. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert zu lesen und stieß dabei auf Erstaunliches. Phänomene, die nicht angepasst werden konnten, wurden verdreht bis sie ins Muster des jeweiligen Zeitgeistes hineinpassten oder sie wurden totgeschwiegen. Zeugenaussagen wurden ins Lächerliche gezogen oder ignoriert.
Die "Wissenschaften" taten alles, damit ein angeblich bewiesenes Weltbild und damit der jeweilige Zeitgeist nicht in Frage gestellt werden konnte und durfte. Ein Phänomen, das bis heute zu beobachten ist.

Denn was ist dann das Schulwissen? Wer bestimmte was wichtig und lehrenswert ist? Und wer kann die dann dargestellten Fakten überhaupt noch verifizieren? Oder will hier (eine Schattenmacht?) jemand, dass bestimmte Dinge im Dunkeln bleiben? Und dafür nur scheinbar etablierte Dinge Zugang in die Köpfe der Schüler finden … ?


Warum zum Beispiel gibt es bei den Gesprächen zwischen der "Mondlandungs-Crews" und der Bodenstation keine zeitliche Verzögerung, obwohl sie doch 350-400,000 km von einander entfernt waren (oder 1.25-1.4 Lichtsekunden)?

"Irgendwo ist etwas am Werke, das Geheimnisse umbringen will. Vielleicht immer und vielleicht doch nicht immer kann man es in alltäglichen Begriffen beschreiben. Wenn leuchtende Dinge, die wie Vögel fliegen, die Aufmerksamkeit der Menschen erregen, dann taucht ein Mr. Cammell auf und behauptet, er hätte eine leuchtende Eule gefunden."

U.F.O.s sind hierfür ein gutes Beispiel dafür.
In erster Linie handelt es sich hier nur um unerklärliche Erscheinungen am Himmel. Und trotzdem werden sofort reflexartig Gegenpositionen konstruiert.

Es war die Venus oder der Jupiter, chinesische Laternen, Sumpfgase, Halluzinationen, Hochstapelei oder Leute, die einfach geistig noch nicht reif genug sind 'Dinge' zu erkennen oder sogar auseinanderzuhalten. Ihnen, den Zeugen derartiger Phänomene, wird, von der Konventionalität (auf Übereinkünfte beruhend), schlicht der "gesunde Menschenverstand" einfach abgesprochen!

Und die "etablierte" Presse oder die von Werbung bezahlten Konzern-Medien zerreißen sich darüber dann noch frohlockend ihr Sündenbock-Maul!

"Die sicherste und einfachste und faulste alle Erklärungen ist der Vorwurf der Hochstapelei." - (Charles Fort, 'Lo!')

Und wenn 2 oder mehr Menschen ein solches Erlebnis haben?

"Kollektive Halluzinationen ist ebenfalls eins der täuschenden Etiketten, mit deren Hilfe die Konventionalisten sich ums Nachdenken herumdrücken."

Also UFOs - Unbekannte und Fliegende Objekte. Angeblich sind über 95 Prozent der Sichtungen erklärbar. Erklärbar. Was heißt das? Das man weiß, das andere Dinge für diese Erscheinungen verantwortlich sind? - Oder, - dass man sich 'nur vorstellen' kann, dass andere Dinge auch dafür verantwortlich sein könnten?

Dann ist diese Aussage, dass so-und-so-viel Prozent erklärbar seien, unsinnig. Und Augenwischerei.

Doch Fort interessierte sich nicht nur für Dinge am Himmel, obwohl er dafür eine gewisse Berühmtheit erlangte, sondern für alles was die Wissenschaft ausschloss. Er war der erste der einen Zusammenhang zwischen Poltergeistaktivitäten und Jugendlichen herstellte. Und zwar aufgrund von Daten, die er aus wissenschaftlichen Publikationen sammelte, kategorisierte und veröffentlichte.
Informationen, die diese Wissenschaft entweder als isolierte Geschehnisse betrachtete oder einfach als Fiktion abtat (trotz wissenschaftlicher Untersuchungen) oder einfach unterschlug.

Und damit wie Aussätzige ausschloss; verbannte und verdammte!



3. Die Handlung ist fiktiv aber der Rahmen ist realistisch

Heutzutage spricht man nicht mehr über Feen oder Kobolde; - man spricht über die "Aliens",  - von Außerirdischen Besuchern. Und man spricht über das Phänomen der Entführungen menschlicher Wesen durch diese ...
Doch wer nimmt so etwas schon ernst? - Im besten Fall allein die Betroffenen.

Oder "Gläubige" und "Spinner" ...
Die "etablierten Medien" schweigen sich jedenfalls darüber aus, und, wie kann es auch anders sein? Oder sie  ziehen diese Fälle, wenn sie überhaupt einmal Erwähnung finden, zu gerne ins Lächerliche. Ohne Gegenbeweise und nur aufgrund von Behauptungen!
Ich vermute, dass man sich mit so einer Einstellung einfach besser fühlt. Und für diese Einstellung  spricht schließlich auch, dass diese Fälle zwar auftreten, oder aufzutreten scheinen, aber halt so selten, dass man sich doch eigentlich gar nicht darum zu kümmern braucht. - Das „gehört“ einfach nicht zu „unserer“ Wirklichkeit!


Dies bedeutet aber auch, dass wir in einer Wirklichkeit leben, die mehr als nur die Begrenztheit durch unsere Sinne vorzuweisen hat. Dogmen (Glaubenskonstrukte), Augenwischerei, Täuschungen, Leugnungen und Behauptungen sind die unsichtbaren Mauern, die uns, mit etablierten Konventionen geschmückt, unser heutiges Wirklichkeitsbild präsentieren.

Und unsere Ausgangslage ist schlechter denn je – denn wie viele der Behauptungen können (ohne spezielles Fachwissen) überhaupt noch hinterfragt oder verifiziert werden?

Und ist jedes Fachwissen denn tatsächlich mehr als eine Doktrin?
Eine Doktrin ist ein System von Ansichten und Aussagen die von sich glaubt den Anspruch auf allgemeine Gültigkeit zu besitzen. Fort verstand die Wissenschaft als ein sich selbst definierendes Glaubenskonstrukt.


„Alle Versuche, Organisationen, Systeme und logische Ordnungen aufzubauen, manche dem Ideal näher als andere, aber alle nur Zwischenstufen zwischen Ordnung und Unordnung, müssen an ihren Beziehungen zu äußeren Kräften scheitern. Sie alle sind Versuche, Vollständigkeit zu erlangen.“

Und sich damit oder dadurch abzugrenzen!

Ist es dann nicht vielmehr der Versuch sich durch solche Definition von Vorgängern und Nebenbuhlern abzuheben? - Diese Aussage umschließt die ganze Ideen der Existenz sogenannter Epochen.
Steht denn nicht alles zu allem in Beziehung? Geht nicht eins aus dem anderen hervor?

Dies war die Lebensweisheit Charles Forts – Wir leben nicht in einer absoluten und klar abgegrenzten Welt. Im Gegenteil, denn alles wird durch seine Beziehungen definiert. Eine Hand ist ein Teil des Armes, des Körpers, eines Menschen, der menschlichen Rasse, der Fauna dieses Planeten, aller Planeten, Teil des Sonnensystems und dieser Galaxie. Man könnte hier ebenso gut aus sozialer, politischer oder medizinischer Sicht argumentieren. Oder anhand eines Beipackzettels einer beliebigen Arznei.

Alles steht mit allem in Verbindung, und deshalb ist jede Abgrenzung Willkür und künstlich. Was wäre das auch für eine Wissenschaft, die zwar 'Rot' und 'Orange' zulässt, aber 'Gelb' verneint?


"Alles Wissen basiert auf Erfahrungen und Aussagen von Augenzeugen, aber das moderne Weltbild ist in den meisten von uns so tief verwurzelt, dass wir eher unseren Geisteszustand anzweifeln, als wissenschaftliche Autoritäten in Frage stellen würden." - (Michell/Rickard, Phenomena, A Book Of Wonders')

Ich werde jetzt einige dieser „verdammten“ Daten beleuchten.
Da gibt es zB. Göbekli Tepe. Gefunden in der Türkei. Höchstwahrscheinlich inmitten der (europäischen?) Steinzeit gebaut, also schon über 11000 (Elftausend!) Jahre alt. Relativ kurz nach der letzten Eiszeit. Und schon das Produkt einer sogenannten Hochkultur.
Weder die Erbauer noch der Zweck dieser gigantischen Anlage sind bekannt. Nicht einmal mit welcher Technik hier konstruiert und gebaut wurde. Der Zweck solcher gewaltiger Bauten wird immer mit religiös oder astronomisch angegeben.
Und Religion funktioniert immer gut. Für die Astronomie-Behauptung  braucht es speziellere Begründungen. Ist dann komplizierter zu erklären. Und wer von uns kann schon das Gegenteil solcher Behauptungen beweisen?


Astronomie - die alten Sumerer wussten schon, das der Uranus grün ist.
Eine Tatsache, die uns unsere Raumsonden bestätigten. Doch woher hatten die Sumerer vor 6000 Jahren dieses Wissen? Interessiert das überhaupt Irgendwen?
Das gleiche mit den Dogon oder den Mayas und noch vielen vielen anderen. Ihr Wissen wurde einfach ignoriert und nur die astronomischen Triumphe wurden auch gefeiert, die die zugelassenen und anerkannten Gefolgsleute, der neue Adel der heute etablierten Denkdoktrin, ableisten durften.


Nebenbei bemerkt Fort, dass auch hier natürlich nur die Treffer gezählt wurden und die Fehlschüsse dann, ganz im Sinne des Siegers, der die Geschichtsschreibung beherrscht, ignoriert wurden.
Das erklärt natürlich so manches. Oder - seit wann weiß man eigentlich wirklich, dass die Erde rund ist?


"Wenn niemand nachsieht oder überprüft, was die Astronomen uns erzählen, haben sie die Freiheit, uns zu erzählen, was immer sie uns erzählen wollen."

Und ich vermute mal, das gilt für jeden Wissenschaftszweig.

Da gibt es die nette Geschichte von den Marsmonden …
Also, da war 'Jonathan Swift' und 'Gullivers Reisen' und noch war kein Teleskop weit und breit, dass uns einen grünen Uranus präsentieren könnte. Und Swift ließ seinen Helden immer wieder heroisch Schiffbruch erleiden; und ihn manchmal sogar verzweifelt allein auf dem Meer herumtreiben; und ihn zum Mars hochschauen; und - der Gute muss verdammt gute Augen gehabt haben - die beiden Begleiter des Mars ansehen. Nicht nur das - er lieferte prompt dann auch noch ihre Größe und ihre Umlaufbahnen zurück - der gute Gulliver …

Über Hundert (150!) Jahre später "erfand" man dann ein Teleskop, dass diese beiden Begleiter für jedes andere menschliche Auge auch sichtbar machte, und - dieses bestätigte absolut Swifts Angaben. Deswegen heißen die Dinger seit damals auch 'Phobos' und 'Deimos' - Furcht und Schrecken, - denn der Schrecken der guten Augen eines Jonathan Swift stellte immerhin über eine relativ lange Zeit die damaligen Teleskop-Funktionen locker in den Schatten.
Wieso lernt man so etwas eigentlich nicht auch in der Schule?


"Aber es gab noch nie eine Erklärung, die nicht auch selbst einer Erklärung bedurft hätte."

Oder die Pyramiden von Ägypten. - Alles nur Grabkammern! Nur wurde in keiner Pyramide jemals ein, von den alten Ägyptern mumifizierter, Körper gefunden. - Alles nur Grabräuber!
Oder wurde hier konstruiert, was passend zeitgemäß zu passen hatte?

Und was nicht sein durfte kriminell unterschlagen ...

Oder Nazca, Abydos, Tiahuanaco oder Puma Punku.
Oder die unterirdischen Städte Kappadokiens oder die Gruft von Ptah-Hotep -
Alles nur Religion!
Oder eventuell doch - alles nur Astronomie! Wie könnte denn es auch anders sein ... ?

Ich meine die Forschungen eines Karel Drbal sollten uns hier mehr als nur beeindrucken.

Oder das die Sumerer schon ein Schriftsystem vorzuweisen hatten, das, ohne den Umweg über einfache Begrifflichkeiten, gleich mit abstrakten Figuren und Bestimmbarkeiten loslegte. Ohne Vorläufer, denn die Idee von Vorläufern bestimmter Hochkulturen wird, etabliert, einfach nicht unterstützt.

Sollte dies alles nicht der Wissenschaft zu denken geben? Oder wenigstens für ein wenig Verwirrung sorgen?
Mit Sicherheit nur solange dann, bis man sich eine "alles befriedigende" Theorie ausdenkt, die in die gängigen (und möglicherweise völlig falschen!) etablierten (aber gelehrten) Sichtweisen eingefügt werden kann. Annektion und Assimilation. Kein Hinterfragen.

"Die größte vermeintliche Sicherheit ist nur eine vergängliche Verkleidung des Abgründigen. Wir alle existieren auf dünnem Eis." - (Charles Fort, 'Lo!')

Offizielle Erklärungen für Unerklärtes sind nur Vermutungen, die in unser derzeitiges Vorstellungs- bzw. Verständnisschema zu passen scheinen.

"Lüge, Seemannsgarn, Schwindel, Irrtum - welches spezifische Gewicht hat eine Lüge, und wie kann ich sie von allem anderen trennen?
Das könnte man nur anhand eines Maßstabs tun, aber ich habe noch nie von einem Maßstab gehört - sei es in der Religion, in der Philosophie, in der Wissenschaft oder in Fragen der Hauswirtschaft -, den man nicht beliebigen Erfordernissen hätte anpassen können.
Wir definieren Maßstäbe anhand unserer Vorurteile, wir brechen jedes Gesetz, wenn es uns nützlich erscheint, und ziehen als Ausrede für den Gesetzbruch ein anderes Gesetz heran, das angeblich höher stehe und wichtiger sei.
Unsere Schlussfolgerungen sind die Produkte von Senilität oder Unfähigkeit oder Leichtgläubigkeit, und wir argumentieren von ihnen aus rückwärts zu den Voraussetzungen.
Dann vergessen wir, was wir getan haben, argumentieren von den Voraussetzungen aus und reden uns ein, wir hätten dort begonnen." - (Charles Fort, 'Lo!')

Diese Ausführung lässt uns mit mehr Fragen zurück, als die Naturwissenschaften bereit (oder fähig) sind zu beantworten.
Revolutionäre, wie Charles Fort, geben uns die Möglichkeit ein wenig tiefer in dieses Schweigen einzudringen ...
Und das ist gut so.

Di

15

Okt

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Do

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