Mi

16

Aug

2017

Immer wieder Frösche und nicht nur in den Baumkronen

Auch Bedeutsamkeit mag erst im Auge des Betrachters entstehen

Eine vielleicht nützliche Einleitung

Dies ist der dritte Teil einer Serie über seltsame Manifestationen oder manifestierte Phantome, wie immer man das auch
(nach dem Studium der vorherigen beiden Teile) beurteilen mag.

Im
ersten Teil wurde auf Veränderungen in der menschlichen Psyche, die gewandelte Wahrnehmung der vorgefundenen Realität, aber auch auf die unerwartete und überraschende, Entwicklung bisher scheinbar brachliegender (bzw. latenter) Fähigkeiten hingewiesen. Einige, der geschilderten Ereignisse, bewirkten, dem Anschein nach, nur momentane (oder zeitlich begrenzte) Veränderungen, andere hingegen schienen sogar das psychische Erleben lebenslang zu erweitern; und jeweils beeinflussten sie das eigene und das soziale Erleben und Geschehen. Im Hintergrund zeigten sich dabei oft traumatische Erlebnisse, aber auch wieder eine völlig unbeteiligte Unschuld (wenn so etwas überhaupt möglich ist). Ausgelöst wurde diese Begebenheiten, interessanterweise, größtenteils oft durch (so genannte) glückliche oder unglückliche Umstände, die, wie zu-fällig, auch gewalttätigen Charakter haben konnten; - nichtsdestotrotz damit irgendwie das weitere Schicksal der Betroffenen „formten“.

Im zweiten Teil fanden sich dann, neben wunderlichen Ansichten über Zahlensysteme, ebenfalls phantastische Ereignisse, die anscheinend „in gleicher oder ähnlicher Weise“ oft auch wieder durch traumatische „Erlebnisse“ ausgelöst wurden. Wir konnten auch sehen, dass Mathematik, um zu besonderen Ergebnissen zu gelangen, abgesprochene Grundlagen verwendet. Und zwar solche, die nicht im gesamten Universum Allgemeingültigkeit besitzen müssen. So schlau sie sich auch anhören mögen.
Es fanden sich auch Hinweise auf besondere“ Orte und auf bestimmte psychische (bzw. psychoaktive) Zustände, die sich bestenfalls noch mit (Massen-) Suggestionen oder Halluzinationen „erklären“ ließen .., würde man eine „rationale“ Erklärung anstreben.
Ich halte das für ein Vorgreifen, da sich
niemand über die Mechanismen im Klaren ist, die derartige Vorgänge auslösen. Ein solcher Vorgang (also die Präsentation einer doch eiligen Auslegung) ließe sich auch als Augenwischerei bezeichnen. - Oder schlimmer: als bewusste Täuschung!
Ich finde den Umgang mit jeder Art von 'Erklärungen' zugegebenerweise ... schwierig. Ich komme später noch einmal ausführlicher hierauf zurück.

Im zweiten Teil fanden sich auch weitere Indizien, die möglicherweise dafür argumentierten, dass der beobachtende Mensch (ob nun direkt betroffen oder nicht), also der Zeuge solcher Geschehnisse, sich mit einem (bisher ausgeblendetem) neuen Aspekt unserer Wirklichkeit konfrontiert sah: dem beabsichtigten/unbeabsichtigten „Spiel“ wildgewordener anormaler, vielleicht übersinnlicher Kräfte. - Kräfte, deren Realität und Ursprung womöglich allein in der unwirklichen Welt des Vermutbaren zu verorten scheint ... - Zumindest strikt von der, die Deutungshoheit beanspruchenden, als „Normalität“ herrschenden, Sichtweise mehr oder minder vollständig ausgeblendet wird.
Allerdings zumindest nur so lange die auftretenden Phänomene sich nicht vielleicht auch irgendwie als ein Medienereignis „ausschlachten“ lassen. - Und auch dann nur unter dem Beistand offiziell abgesegneter, psychologisch schubladengetreuer Gemeintäter, die im günstigsten Fall vielleicht gerade einmal über statistische Second-Hand Kenntnisse derartiger Erscheinungen verfügten und trotzdem meinten darüber formulieren und auch urteilen zu können.
Wir haben etwa über Gerichtsprozesse gehört oder fantasievolle „beruht auf Tatsachen“-Filme ...
Aber es fanden sich auch unabhängigere Zeugnisse.


Unsere, eine ganz andere oder eine erweiterte Wirklichkeit?

Wo-wer-auch-immer vermeint die Wirklichkeit derartiger Ereignisse
aus zweiter Hand ermitteln und bewerten zu können, - für die betroffenen Personen bilden sie (zeitlich begrenzt) einen „neuen“, bisher so nicht erlebten, Aspekt der Realität! Das gilt es zu berücksichtigen.

Was uns, als zusätzliche Beobachter, die Dinge in ein Vorher, ein Nachher und in den Zeitraum der „Heimsuchungen“ unterscheiden lässt.
Was jedoch ihren „Ursprung“ angeht, sind wir nicht nur auf menschliche Zeugnisse, bzw. fototechnisches Licht- oder Audiomaterial, angewiesen, sondern auch auf eigene oder fremde Spekulationen hierüber. - Diesen Umstand werde ich mir einen Augenblick selbstgefällig zunutze machen. Also noch einmal gefragt, was geschieht denn:
Wenn ein Baum im Wald umfällt, aber niemand da ist um das zu hören?

Der normalen Logik folgend gehen wir davon aus, dass der umstürzende Baum dabei ein Geräusch machte, gemacht haben „muss“ … Aber wirklich sicher“ können wir uns jedoch erst dann wähnen, wenn wir dafür auch ein Zeugnis (in welcher Form auch immer) auftreiben können ... So funktioniert es eben.
Dabei sollte es uns natürlich noch zu Bedenken geben inwieweit die gemachten Zeugnisse überhaupt vertrauensvoll und verwertbar sein können? Denn auch hier sind wir wieder nur auf Vermutungen oder Spekulationen, letztlich auf das Vertrauen der Quelle gegenüber, angewiesen.


Spekulationen, noch mehr Fragen und ein Haufen Klügelei

Wir „
wissen“, dass viele Dinge einem bestimmten Lauf zu folgen scheinen, - wenn sie dabei beobachtet werden. Mit dieser „Kenntnis“ bewaffnet lassen sich viele Geschehnisse einordnen, abgrenzen oder ausschließen. Außer sie „berühren“ Ereignisse, die der gängigen Logik mit der Unmittelbarkeit von Beziehungen außerhalb der erfassbaren (und meist sowieso nicht verifizierbaren) Vorfälle ihre Grenzen aufzeigt: Das Glück des folgenden Tages, nach dem zu-fälligen Fund eines vierblättrigen Kleeblattes, kann, beispielsweise, durch die (ebenso zu-fällig) günstige Entwicklung beeinflussbarer Umstände (außerhalb der eigenen Grenzziehungen) beschrieben werden. Und manchmal fallen die Würfel einfach „richtig“, nicht wahr?

Doch was hat bestimmte Dinge an diesem,
eben irgendwie „erfolgreichen“, Tag denn beeinflusst? Und was kann so eine Beeinflussung ausgelöst haben? Das „gefundene“ Kleeblatt?

Mal angenommen
man kam nun an eben diesem Tag an einem ganz bestimmten Geschäft vorbei, welches jedoch an eben diesem Tag „normalerweise“ geschlossen hat, nur um zu entdecken, dass sich nicht nur jemand Verantwortliches darin aufhält, sondern man vielleicht sogar dort das bisher nur „ersehnte Gut tatsächlich käuflich erlangen kann; was bisher ziemlich „unmöglich“ war, denn der Zeitpunkt des Aufenthaltes in diesem Teil der Stadt fiel bislang immer in eine (für den Erwerb der speziellen Sache) ungünstige Zeit ... Reines Glück, nicht wahr?
Doch um solche „Glücksmomente nun irgendwie zu beeinflussen, müssten die Dinge schon vor dem zu-fälligen Fund des Kleeblattes angestoßen worden sein. Und ebenso sicher war das auch nur ein höchst hypothetisches Beispiel – und doch kennt wohl jeder von uns solche „unglaublichen“ Momente.

„Nothing is like anything/everything else“

- Peter Hammill; White Dot


Und wie-auch-immer man zu solchen Momenten stehen mag, sie
geben dem (doch eigentlich belanglosen) Zu-fall ein weitere Eigenschaft, nämlich die der Bedeutsamkeit!
Eine solche Eigenschaft muss nicht zwangsläufig auch eine persönliche Komponente beinhalten, kann uns aber einen Hinweis auf die unsichtbaren (oder nicht beachteten) Verstrickungen einer möglicherweise fatalistischen, aber Natürlich gesetzmäßig geordneten und doch absolut chaotischen Realitäten unserer uns umgebenden Wirklichkeitsmuster oder Strukturen geben.
Etwas zu „
geben“ geschieht zumeist in einem Willensakt. Verwirrend? Das hat (auch) mit der Anwendung „unserer“ Sprache zu tun. Aber vielleicht auch nicht nur ...

Was ich damit ersichtlich zu machen versuche ist, dass die Suche nach dem Ursprung so mancher „Vorfälle“ wohl im Dunkel von Zeit und Raum zu finden sein mag. Unsere Unkenntnis um das Auftreten derartiger (und auch paranormaler) Erscheinungen (oder deren funktionale Gesetzmäßigkeiten) dürfte es uns schwer machen die „Bedeutung“ des niedergekommenen Augenblickes festzumachen. Weil wir eben nicht wissen wie es „funktioniert“.
Ist es nicht irgendwie auch fatalistisch alles mit dem Hinweis auf seinen mechanischen Charakter abzutun? Doch es finden sich allenthalben „
Experten“ für jeden Hinweis ...
Und noch einmal: Jedes Zeugnis wird von Menschen gemacht!


Auf der Suche nach festem Grund

Anscheinend sicher gab es Dinosaurier, die Eier legten. „
Wir“ haben solche gefunden.
Was nun vermutlich den Ursprung eines Huhns „erklären“ könnte. Aber wo ist dieser Moment fixiert? Wo und wann wurde aus einer Form eine andere Form? Und wie konnte sie als Übergang zu einer weiteren Form überleben? Letzteres ist eine Frage, die nicht den Funden (oder der Aufmerksamkeit) der heutigen Wissenschaft entspricht. Es ist wie mit der Behauptung, dass die Pyramiden Grabkammern seien, - denn noch niemals ist eine Zwischenform entdeckt worden!

Man könnte jetzt auch
über die möglicherweise geänderte Ernährung, der möglichen Partnerbindung zum Erhalt der neuen Form, der Möglichkeit als unfertige Form zu überleben oder die (daraus resultierende) Opferbereitschaft spekulieren. Und doch (sagt uns die Beobachtung) produziert die Natur allein zur Arterhaltung und Verbreitung immer massenhaft.
Verschwenderisch, so scheint es …
Zwischenformen sollten also ebenso massenhaft gefunden werden. -

Aber sie
existieren bestenfalls in den Sumerischen, den Ägyptischen oder den Griechischen Sagen und den meist schon vergessenen Geschichten anderer Völker, sie existierten in der Vorstellungswelt der „Alten“. Und diese Zwischenformen, … nun ja, die Sphinx oder die Zentauren sollten den meisten geläufig sein … Und das ist nichts was die „Wissenschaft als Hinweis interessieren würde. Es wurden zwar (in wirklichen Ägyptischen Gräbern) massenhaft tierische Knochen gefunden, aber die waren (seltsamerweise) mit anderen Arten vermischt. Zusätzlich waren sie bis zur Unkenntlichkeit geschreddert oder auf andere Art und Weise unkenntlich gemacht worden. Man könnte meinen, dass die an Wiedergeburt glaubenden Ägypter darin sichergehen wollten, dass diesen Lebewesen jedenfals ein solches niemals widerfährt
Reine Spekulation, aber ich glaube niemand hat das wirklich mal dahingehend untersucht.

Fakten hören nicht zu existieren auf, nur weil man sie ignoriert.“

- Aldous Huxley


Und entgegen allen wissenschaftlichen Behauptungen (der Darwin-Gläubigen), fanden sich bislang stets nur „fertige“ Formen. Zumindest unter den komplizierter gestalteten Lebensformen. -
So, als wenn das erste Huhn schon fertig als Huhn auf die Welt kam …
Natürlich wird das „
Schnabeltier“ jetzt gerne aus der Argumentationskiste gekramt, …, aber auch dieses Tier pflanzt sich nur unter Schnabeltieren fort und ändert (durch Reproduktion) nichts an seiner (in seiner evolutionären Nische erfolgreichen?) vorgefundenen Form.

Erwartungsgemäß (und wenig überzeugend) kramen die Evolutions-Jünger nun die Mikro- und die Makroevolution hervor, und ebenso erwartungsgemäß damit die ungeheuren Zeitspannen einer ebenso möglichen Veränderung oder einer schlussendlichen Mutation
Doch die Frage bleibt:
Wenn es denn so stattfand - wo sind all die „unfertigen“ Zwischenformen?
Bislang existieren sie
nirgendwo als Beweis einer Hundert Jahre alten Evolutions-Annahme.
Ebenso wenig wie eventuelle (
aber nach menschlicher Logik durchaus logische) Bindeglieder.

Da gibt es diese märchenhafte Geschichte von den riesigen Wasserreptilien, die aus unbekannten Gründen an Land „gingen“, um sich dann dort, wunderbarerweise, irgendwie in eine kleine „Spitzmaus“ zu „verwandeln“, und das auch nur um daraufhin wieder in das Wasser zurückzukehren, um dann heute (evolutionär gesprochen: schlussendlich) als gewaltiger heutiger Wal in den Ozeanen zu leben …
Das scheint jetzt fast zu einfach, oder? - Und diese Spitzmaus gilt dazu (im Umkreis der Gläubigen) sogar noch als gemeinsamer Vorfahre nahezu aller heutigen Säugetiere.


Bekenntnisse

Das,
was man findet, das, worüber man Zeugnis ablegt und das, was man letztlich daraus macht. Und zwar solange, bis irgendwann mal wieder etwas scheinbar Passenderes“ gefunden wird und eine neue Geschichte dazu gesponnen wird. Solange bis …
Aber jede dieser Geschichten wird uns als „absolut“ und begründet präsentiert, so, als spiegele sie tatsächlich die Objektivität aller Erscheinungen und zugestandener Logik zurück.

Absolut bemerkenswert scheint mir, an eben diesem Narrativ, dass man zwar viele komplette Arten findet, innerhalb dieser Geschichte, aber eben keine wirklichen Bindeglieder. Und trotzdem scheint sich niemand auch wirklich daran zu stören. Gute soziale Konditionierung eben.
Also wird auch nicht verifiziert oder grundsätzlich in Frage gestellt.

Übrigens, - woran die
Wissenserschaffer die obige Geschichte „festmachen“ ist, dass diese „Maus“ und ein heutiger Wal scheinbar den selben Knochen besitzen sollen. Die physischen Dimensionen werden jetzt mal einfach und schlicht, für den Erhalt dieser „Theorie“, ignoriert. Und, - diese Maus“ nutzte diesen speziellen Knochen halt in ihrer Mauskonstruktion und der Wal eben als Wal.

Aber da ist doch diese (für menschliche Augen) doch scheinbar so auffällige Ähnlichkeit dieser beiden Knochen, …, - das muss doch etwas bedeuten … - Und - muss es das wirklich?
Auch
das ist nur eine anthropomorphe Interpretation aufgrund eines Zeugnisses.


Auf was für Ähnlichkeiten würde ein außerirdischer Betrachter wohl schauen? Wonach würde der suchen, um Ähnlichkeiten festzumachen?

Vom äußeren Eindruck einmal abgesehen, - wissen
manche Forscher anscheinend tatsächlich nicht, dass wir (wohl) alle von einem Planeten stammen (zumindest hier geboren wurden und uns in und zu diesen äußeren Formen entwickelt haben) und der Ideen-Topf der Natur oft nicht nur zu einer doppelten oder dreifachen Verwendung der gleichen scheinbaren Form benutzt wurde?
Oder sie blenden diesen Fakt einfach aus? -

Und selbst die Ideen-Ressourcen der (irdischen) Natur mögen irgendwann einmal erschöpft sein. - Zumindest unter immer wieder kehrenden Bedingungen in den schon abgesteckten Territorien; wobei die Natur so etwas (vermutlich) nicht einmal als Wiederholungen wahrnimmt, sondern schlicht die Programme der Formenvielfalt nutzt und munter weiter drauflos produziert.

Und das kann dann wohl ebenso auch für die Farbgestaltung, die Oberflächenbeschichtung, die Verhaltensmuster oder die Genetischen Strukturen gelten, die scheinbar „allem“ auf diesem Planeten zugrunde liegen. Damit ist auch (oder gerade) die organische Schicht unseres Planeten gemeint, von der wir, zugehörig, nur einen relativ kleinen Teil ausmachen. (1)


Whatever next? They will be telling us the Moon Landings were real?!?

Im Gegensatz dazu ist die „
Evolutionstheorie“ (mit all ihren Prinzipien und Einschränkungen) aber immerhin doch von einem Menschen erdacht worden (!), der glaubte damit den „Schlüssel“ für die Veränderung (NICHT den Ursprung! - aber vielleicht glaubte er DAS auch?) der vorgefundenen Arten „gefunden“ zu haben. Was für ein „Glück“, nicht wahr? …

In dieser Zeit gab es in den verschiedensten Wissenschaftsabzweigungen eifrige Goldsucher auf den Spuren des Absoluten. Zumindest, was man sich damals so darunter vorgestellt hat. Nur wenige sind dabei auch tatsächlich fündig geworden. Und manche auf „seltsame“ und höchst hinterfragenswürdige Art und Weise: Die Struktur des DNS-Codes (die Doppel-Helix) wurde, beispielsweise, erst unter LSD-Einfluss „erkannt“. Und das Atom-Modell ist dem „Entdecker“ in einem Traum erschienen. Die Reihe ließe sich sich fast unendlich fortsetzen.
Ähnliche Erscheinungen sind
auch aus der Religion bekannt, führten sogar zur Bildung der heute größten Kirche (In diesem Zeichen wirst du siegen) ...
Worin genau denn unterscheiden sich solcherart gemachte "Offenbarungen" von (vieleicht ebenso manipulierten?) "Eingebungen" ... ? Ich glaube bisher kommt niemand auf die Idee die Quellen für jede Art von erlebter Inspiration einmal genauer zu untersuchen. Ich vermute, dieses Feld wird weitestgehend der "Philosophie" überlassen, mit der Annahme, dass der Urheber dafür ganz bestimmt in unserem eigenen Hirn zu vermuten ist ... Und? - Ist er das wirklich? Wir wissen auch das nicht. - Wir können auch hier wieder nur spekulieren ... Aber zurück.

Andere Suchen hingegen liefen ins völlige Leere oder genießen Heutzutage eine Art Scheinexistenz, auch aufgrund ihrer ständigen Reklame (auch in Schulen) für Fördergelder und na klar der finanzkräftigen Lobby, die sich für einen beträchtlichen Teil der schon fast überall wahrgenommenen Korruption verantwortlich zeichnen kann.
So etwas wird dann gern als „Wettbewerb“ bezeichnet. Und frei genannt
Und genügend Leute fallen darauf rein!
Genug jedenfalls, um diese Machtstrukturen weiter zu unterstützen.


Mit der „empirischen menschlichen Logik und der verzweifelten Suche nach Zusammenhängen jedoch scheint es (wie schon im letzten Teil ausführlich angemerkt) nicht so wirklich zu klappen: Doch falls an einigen Punkten die Präzision (bzw. die Vorhersage) auffällig abweicht, muss diese eben der Verallgemeinerung weichen. - Wenn es denn der besonderen, der unterstützten und deshalb hervorgehobenen Theorie dienlich sein mag, und vice versa.
Man könnte sich jetzt fragen, warum denn wohl bei „Empire“ und „empirisch“ der gleiche Wortstamm zugrunde gelegt wurde, obwohl „Empirie“ doch nur auf den geistigen Schatz der Erfahrungen deutet?

Vielleicht auch deshalb wirken so viele „Erklärungen“ so künstlich kreiert und unfertig? Und das sind sie auch, wie uns eine Wissenschaft aus dem Jahr 3000 eindringlich klarmachen würde. Jedoch ist damit sicher auch noch nicht das endgültige Ende erreicht worden. - Dann kommt nämlich noch die Wissenschaft des Jahres 4000 und so weiter und so fort ...

Doch, wie-auch-immer …
wer weiß denn schon ob wir alle nicht (und alles und immer!) nur Zwischenformen auf dem Weg von irgendwo nach irgendwann sind? - Ich zumindest möchte das nicht bestreiten.

Aber ich persönlich glaube bis Heute nicht, dass unsere Vorfahren Affen gewesen sein sollen, so nett das auch in einigen Ohren klingen mag. Es spricht auch vieles gegen diese Annahme.
Eins davon ist die Existenz der heutigen Affen.
Und s
chaut man dann noch in die Vermächtnisse der „Alten“, so erklingen dort ganz andere Töne aus dem Nebel des Vergangenen. Und vielleicht sind es auch nicht nur fantasievolle und phantastische Kindergeschichten“? Immerhin überliefern einige dieser Erzählungen uns sogar einen Grund, weshalb es Menschen (in dieser Form) auf diesem Planeten überhaupt gibt.

Eines Tages werden wir vielleicht sogar das Ausblenden, die Dummheit oder auch die aufgesetzte Arroganz messen können.
Doch manchmal sind Geschichten eben nur Geschichten.
Diesen Schuh kann sich nun jeder anziehen


Why is it that the so called "experts" state that there were no advanced civilizations before 5000 BC when evidence is discovered to support there was?

Was aber
hat das jetzt mit dem eigentlichen Thema, den „übernatürlichen“ Erscheinungen, Geschehnissen und den manifestierten Phantomen zu tun? Nun, abgesehen von dem Zweifel, den derartige Interpretationen und die optierten Vorkommnisse begleiten, kommt auch die (beobachtbare) Tatsache, dass alles im Laufe der Zeit nur als eine temporäre Erscheinung ausgemacht werden kann.
Und viele der bisher geschilderten (übernatürlichen) Begebenheiten scheinen auch irgendwie auffällig „unfertig zu sein. -

Aber damit wollte ich auch auf einen anderen Aspekt von Zeugnissen und deren Einordnungen hinweisen: Den von Interessen gestützten Betrug! Was ich kurz erläutern möchte:

Als einprägsames Beispiel
für einen solchen Betrug kann uns hier der „Piltdown Man“ dienen, der verknüpft ist mit so großen“ wissenschaftlichen Namen, wie Charles Dawson, Teilhard de Chardin, Julian Huxley (der Bruder von Aldous), u.a.

Und natürlich war
auch diese „Entdeckung“ eng verbunden mit den ideologischen Ansichten der dabei beteiligten Verschwörer. Chardin etwa hoffte so, die (von ihn unterstützte) Dawin'sche Evolutionstheorie mit der (offensichtlich widersprüchlichen) Kirchlichen Anschauung zu befrieden. Huxley hatte da ganz andere Dinge im Kopf, was vermutlich auch etwas mit den Machenschaften seines Vaters zu tun haben könnte. Zumindest boten Huxley Juniors Ideen einen ähnlichen Nährboden für rassistische Handlanger, wie gewisse Ansichten, die im angehenden 20. Jahrhundert sehr populär waren, und einen hohen Blutzoll einforderten. Und was „festgeschriebene“ Geschichte angeht, erfahren wir auch nicht alles in unseren Schulen. Und das sicher auch nicht grundlos ...

Doch wo beginnt nun der Betrug? Vielleicht schon allein in einer Behauptung, die sich auf (aus der Zeit herausgegriffene) Indizien (also: flüchtige Beweise) stützt? Oder erst in einer auf bestimmte Zeugnisse folgenden Erklärung bestimmter Spielarten von vermeintlich gesehenen Zusammenhängen?


Ein Zwischenspiel:
Antworten machen dich unfrei, Fragen belasten die anderen!" (2)

Doch was ist diese Wirklichkeit" denn? Ist sie objektiv zu erfassen? Oder besteht sie gänzlich nur aus subjektiven Erscheinungen? Vielleicht ist sie ja tatsächlich so, wie sie uns in den MSM oder in augenscheinlich klug gemachten TV-Sendungen präsentiert wird?
Ich vermute jeder würde diese letzte Frage mit gewisse Einschränkungen (für die meist auch nur Second-Hand
Beweise" vorliegen) verneinen. Was soll das alles" denn ansonsten auch?

Was würde beispielsweise denn passieren, wenn (jetzt mal politisch gedacht) Kiew damit aufhören würde den Donbass und die verbündeten Stadtstaaten anzugreifen? - Der
Krieg" (von dem "unsere Leitmedien schwadronieren) wäre damit sofort beendet! Komisch oder?
Was wird uns darüber in den MSM erzählt? Wer ist nochmal der wirkliche Aggressor?
Und bislang werden auch immer noch bestimmte Kräfte, die dort immer noch aktiv sind, fast gänzlich (für den Zuschauer, Zuhörer, Leser) ausgeblendet oder wissentlich verschwiegen! - Das lässt an Willkür senken ...
Aber kein Thema für die MSM, den da ist anscheinend noch das offiziell scheinbar gewünschte Narrativ; und die USA liefern dann auch noch ein wenig Munition für ... ja, für WAS eigentlich?!? Um Bruder (Schwestern) Kriege zu schüren? Für die Schwarze Erde oder andere Resourcen? Für
strategische" Positionen? Ja, dürfen die denn sowas überhaupt? Wer hat sie dazu legitimiert? Doch wen interessiert das schon, und das seit Jahrzehnten ...
Oder, wenn die ungewolt (?)
geschleusten" Afrikaner damit mal aufhörten sich selber in Seenot zu begeben?
Ist dann nicht jede
Rettung" ein eigentlich abgekartetes Spiel?
Warum scheinen Menschenrechte immer  nur für eine Seite zu gelten?
Oder Russland hat angeblich doch die Wahl in den USA gehackt, dabei aber wohl gleichzeitig die "Foundation" der "Pay for Play"-Gegnerin des heutigen US-Präsidenten mit Millionen von Dollars gesponsert; - mit welchem zu erwarteten Ergebnis noch gleich?
Oder die unumstrittene Tatsache, dass unser Planet (auch ohne die Einwirkung von Menschen) alle Tausend Jahre (oder so) mal wärmer oder kälter wird. Warum gab es noch den Namen
Grönland"? Aber Heute ist ja alles ganz, ganz anders, nicht wahr. Wir müssen da nur den CO2-Zertifikat Verkäufern zuhören ...
Oder ist da jeder Zusammenhang nur keiert? Falls ja, zu welchem Zweck denn?
Und dann kommt völlig unschuldig der
Bundestrojaner" daher und versucht sich im Meer der Meinungen als Rettungsschwimmer" zu postulieren. Oh, nicht?
Beliebt auch der Konflikt" zwischen Alt-Rechts und Ctrl (Strg)-Links ...
Oder überhaupt das Konfliktpotential zwischen angeblich verfeindeten Lagern.
Und alle wollen doch immer nur
das Beste" für Menschheit und Planet?
Man könnte auch durchaus einmal darüber nachdenken, ob da nicht jemand von profitiert, die Seiten (meist sogar öffentlich) so gegeneinander auszuspielen. (?)


Es gäbe, gerade heutzutage, noch eine Menge solcher, doch fragwürdiger,
Erscheinungen" zu beobachten. (3)
Und man kann es drehen und wenden wie man will:


"Wenn "Verantwortung" gleichbedeutend mit "Haftung" wäre, gäbe es kaum einen Politiker auf dieser Welt. Deshalb wurde auch der irreführende Begriff "politische Verantwortung" kreiert."

Doch das ist hier kein politischer Text, auch wenn manche Zusammenhänge (von verschiedenen Spielarten der Manipulation in Wissenschaft, wie in der Politik) scheinbar unübersehbar sind. Manche der Narrative werden scheinbar auf
Teufel-komm-raus!" unterstützt, was noch zu (bislang) unabsehbaren Folgen führen wird.

Und müssen also Dinge so wahrgenommen werden, wie das derzeit
vorherrschende" Diktat der Meinungen (das Dogma, die Doktrin, das unterstützte Narrativ, etc.) es uns weismachen will? Sicher nicht.
Oder gibt es so eine Manipulation gar nicht? Alles nur Humbug oder noch Dämlicheres?
Warum dann werden bestimmte Alternativen zumeist ausgeblendet oder einfach übergangen?
Vielleicht nur weil bestimmte Dinge eben so zu sein haben wie „man sie haben will?
Oder weil es oft bequemer erscheint; weil man die Dinge eben so kennt?

Doch, wie-auch-immer:

Man sollte jedenfals versuchen auch hier immer skeptisch zu bleiben, und auch nach der möglich zugrunde liegenden Absicht der Mitwirkenden zu schauen. (!!!)
Ende des Zwischenspiels und jetzt bloß keine Störung verursachen, denn ...


Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom (und treiben meist auch nur an der Oberfläche)

Unsicherheit scheint das wesentlichste Merkmal der angenommenen Sicherheit zu sein. -
Gerade im Dunstkreis von wissenschaftlich in Zweifeln gezogenen Phänomenen.
Aber,
das ignoriere ich jetzt auch mal einfach, und wende mich stattdessen völlig spekulativ den Phantomen und damit wieder dem Problem des Ursächlichkeit mancher, der beobachteten (oder erlebten) Phänomene zu:

So scheinen wir, in den wenigsten Fällen bestimmte Erscheinungen absolut sicher bestimmten Auslösern zuordnen zu können. Während in einigen Fällen die Ereignisse in alten Häusern „spielten, wo die Phantome sogar an den Ort „gebunden“ zu sein schienen, wurden sie in anderen Fällen wohl eher durch die menschliche Komponente (oft verbunden mit einem vorausgegangenen traumatischen Geschehen) erst ausgelöst. Sogar Ortswechsel waren den Betroffenen nun zum Teil möglich. Auch schien es manchmal einfach der falsche Ort zur falschen Zeit zu sein. Doch der direkte Urheber dieser (oft eskalierenden) Phänomene bleibt im Dunkeln. Das einzige Verbindungsglied in all diesen Ereignissen ist und bleibt der Mensch! -
Als Betroffener oder als Beteiligter, sowie als außenstehender Zeuge.


Manche der Vorfälle wirkten wie zentriert um einen (oder mehrere, zumeist jüngere) Menschen.
Junge Menschen
nun, bis zur körperlichen Reife, bieten für eine etwaige Beeinflussung (von was-oder-wem-auch-immer) oft die besten Voraussetzungen: Die gesellschaftliche Hypnose ist in ihnen noch nicht verfestigt, hrend diese in älteren Menschen hingegen zumeist schon (gewissermaßen) wie ein Schutzwall gegen jedwege Art unbekannter und verfremdender Ansprüche funktioniert.
Dazu kommt die Gesellschaftlich erzogene (zumeist westliche) Zentrierung auf die eigene Person, die gezielte Ablenkung und die (gewünschte?) Unachtsamkeit, sowie das Heraushalten, bestimmten Geschehnissen gegenüber.

Jegliche Verifizierbarkeit der gesellschaftlichen Behauptungen und Erscheinungen geht auch mit den Glaubensvorstellungen der beinhaltenden Kultur konform. - Und wird über weitere Behauptungen gelehrt. - Siehe hierzu: Der hypnotisierte Hypnotiseur

Die womöglich gesunde Ungewissheit der Jüngeren gegenüber der Gewissheit“ der sie umgebenden „Welt, und gegenüber den bestimmenden sozialen Strukturen, sowie dem Deutungsanspruch der jeweiligen Kultur, in die sie (vielleicht nur) zu-fällig hinein geboren wurden ...
Vieles ist
für junge Menschen noch „offen“ und weniges ist wirklich erprobt und verstanden.


Wie ein Frosch im heißen Wasser

Die Gefühle, Gedanken und Empfindungen junger Menschen sind, im Gegensatz von Langzeitrezipienten dieser Einflüsse, noch in kaum eine „Schablone“ gepresst worden, um, beispielsweise, die totale gesellschaftliche Anpassung zu erzwingen. Und wenn doch, verfügen junge Menschen meist auch über eine gute Portion Widerstand gegen „Gebote“, soziale Konzessionen und weit verbreitete „allgemein gültige Lehrmeinungen.

Ein Widerstand, der vielleicht
schon bald der Konformität weichen muss, wenn die „Abenteuer“ des Lebens sich auf den Feierabend, die Wochenenden und den jährlichen Urlaub reduzieren werden. Gerade die Fantasie (und die sich daraus ergebenen Möglichkeiten) bietet sich wie ein Einfallstor jeglichen Vorstellungen (aber leider auch interessensgesteuerten Einflüssen) an …

Obwohl die heutige Politik (
und damit die diese unterstützende Gesellschaft) eine Menge tut, um dieser Unschuld einen Riegel vorzuschieben: Technische Geräte, frühsexuelle Erfahrungen und andere Abhängigkeiten bieten wiederum der finanziellen Unmoral einen schier unerschöpflichen Vorrat an fantasielosen Ablenkungen und Beschränkungen. Doch das ist ein anderes Thema für eine vielleicht andere Zeit.

Durch die Hinführung an eine konforme Wirklichkeit und deren künstliche Wichtigkeiten könnten aber viele paranormale Talente damit auch einfach schon im Absatz vernichtet werden. - Oder die Chance zu ihrer Entwicklung, durch die unfreiwillige Annahme einer künstlich produzierten Kontinuität, drastisch einschränken …

Doch
wie wir lernen konnten widersetzt sich das Phänomenale und „Übersinnliche“ immer wieder dem fantasielosen, theoretisch indoktrinierten wissenschaftlichen Beschauer!
Aber was ist
dahingehend schon wirklich wünschenswert? -
Auch im Hinblick auf eine scheinbar „funktionierende“ Gesellschaft.
Wir sollten skeptisch bleiben.

Vielleicht zum Glück (und ebenso velleicht - im Namen eines Vierblättrigen Kleeblattes gesprochen) werden jedoch manche der Phänomene von Menschen aller Altersgruppen wahrgenommen, auch wenn sie im Beisein von Kindern und Jugendlichen vermehrt aufzutreten scheinen
Und was uns hier generell interessiert sind die eigentlichen Vorkommen.

Und einmal „ausgelöst“ scheinen sich manche der Phänomene auch noch zu verändern, sich sogar noch zu entwickeln - oft bis zu einer bedauerlichen Eskalation der Geschehnisse. Es scheint so, als würden sie von einer psychischen Energie der beteiligten Menschen, wie auch dem Ort des Geschehens, irgendwie gefüttert oder genährt werden.

Die Nativen Bewohner der heutigen VSA sprachen von
Orten, wo die Geister ihrer Vorfahren wohnten. Viele Paranormale Berichte, Europäischen Sagen und Fabeln erzählen von Spukgeschehen auf Friedhöfen (Plätzen ihrer Verstorbenen), aber auch von einsamen gespenstischen Orten ...
Immer wieder auch finden sich auch in den Erzählungen heilige Stellen und das Sakrileg der Entweihung. Aber auch gewaltsames, vergangenes Treiben, was die möglicherweise unbefriedeten Seelen nicht loslassen kann, wie immer das auch zu verstehen ist …


Ausgesuchte Ankerplätze an den Gestaden der Zeit

Worum mag es sich dabei tatsächlich handeln? Um eine besondere Qualität von Gedanken, Gefühlen und Empfindungen? Sind es gar natürliche Energien, die sich stets von den Fantasien der Menschen nährten und weiterhin ernähren? Oder eher willentlich gebündelte und kanalisierte Energien, wie wir sie bei Gebeten, exklusiven Wünschen oder besonderen Formen der Hingabe vermuten können? Oder handelt es sich doch um unbefriedete Erlebnisse, die über Jahrhunderte bestimmten Energien als eine Art Anker dienen? - Eine Vorstellung, die oft über Geistergeschichten transportiert wird: Emanationen, die noch Jahrhunderte später irgendwie einen Eingang in „ausgesuchte (oder für ein solches Erlebnis irgendwie bereite) Gemüter finden, um dort (und damit!) ihr gespenstisches Treiben veranstalten zu können.

Aber auch wenn es sich vielleicht nur um Auswirkungen unserer eigenen Psyche handeln sollte, sind solche Fragen keineswegs irrelevant, denn die Erscheinungen berühren auch die Wahrnehmung außenstehender Personen ….

Interessanterweise gelingt es mancher Erscheinung dabei oft eine erstaunliche Auswahl von Formen oder Personen zu produzieren, manchmal damit auch Brücken in eine (oft unbekanntere) Vergangenheit zu schlagen. Um dann jede Rolle zu spielen, derer sie (an diesem Ort? Zu dieser Zeit?) habhaft werden kann. -
So scheinen
einige fast vergessene Geschichten und Personen der Vergangenheit, für wenigstens einer kurze Zeitspanne, eben dadurch dem allgemeinen Vergessen zu entgehen. - Auch wenn sich eigentlich niemand wirklich an sie erinnert


Doch ein Anker muss auch befestigt werden

Was auch immer dahinter steckt, - es benötigt offenkundig Menschen zur Umsetzung (oder Manifestation) des oft (für uns weitgehend) unverständlichen Geschehens. Wobei anfangs der betroffene Mensch eventuell nur als ein Rezipient zur Energieumwandlung benötigt wird; als eine Art Energie-übersetzender Generator oder Transformator; später jedoch auch als Akteur, als Zeuge oder sogar als Opfer.

Sind diese Kräfte (worin immer sie nun begründet sind) intelligent, in dem Sinne wie wir Intelligenz verstehen können, als unabhängige Entitäten, die (auf eine ihnen allein eigene Art und Weise) vernünftig und verständig zu handeln fähig sind? Die Wissenschaft verneint so etwas - also wäre es denn überhaupt möglich?
Oder sind es im Gegenteil eher (
sozusagen) paranormale Tretminen, die an den verschiedensten Orten „schlummern“, um bei erfolgreichem Kontakt zu „erwachen“ und mit der Hilfe menschlicher Medien zu eskalieren?
Und weshalb finden solche Ereignisse überhaupt statt? Was löst diese angenommenen Kräfte ursprünglich aus?
Fragen, über deren Beantwortung wir auch nur wieder spekulieren können.

Jede Berührung
mit solchen Themen kann an sich schon eine Täuschung sein.
Aber solche Fragen geben uns vielleicht einen Eindruck, mit was wir es hier zu tun haben könnten ...

Ein weiterer interessanter Punkt bei diesen Phänomenen ist der Umgang mit
angeblich gesicherten physikalischen Gesetzen. Beispielsweise, wenn Gegenstände sich durch geschlossene Fenster bewegen oder Dinge von der Zimmerdecke „regnen“. Oder wenn Dinge, bei Beachtung, plötzlich Feuer „fingen“ ...

Wofür werden, mit Informationen überfütterte, aber irgendwie doch immer bedeutungsloser gemachte, Menschen mit diesen scheinbar unerklärlichen Bedeutsamkeiten konfrontiert? Ist es ein Ausgleich? Oder gar eine Hilfestellung? Ein Überlebensinstinkt? Oder ein Hinweis?
Aber diese Ereignisse geschahen auch schon in Zeiten, wo der Mensch noch nicht so belanglos der Welt gegenüber stand. - Sie sind also kein spezielles Merkmal der Psyche eines heutigen, „zivilisatorisch bearbeiteten“ Menschen.
Und diese Ereignisse zeichnen sich aber durch eine fast gänzliche „Unkontrollierbarkeit“ aus.

Also, falls es sie gibt, sind diese Kräfte dem Menschen an sich gegenüber wohlgesonnen oder stehen sie ihm eher gleichgültig oder sogar feindlich gegenüber? Wenn sie einerseits unkontrollierbar sind, andererseits aber doch irgendwie existieren, wirft das zwangsläufig die Frage auf: Sind wir denn mehr als nur Nutzvieh“ für derartige Emanationen? - Ob von „Außen“ produziert, oder von uns selbst?

Und wenn wir die Urheber sind, handelt es sich dabei möglicherweise um bislang ungenutzte und vielleicht sogar schöpferische Kräfte, die bei derartigen gefühls- und fantasiebelasteten Situationen manchmal einfach ausrasten bzw. sich zu manifestieren suchen? Das mag nicht auf alle geschilderten Ereignisse zutreffen. - Und doch ähneln sich die beobachtbaren Phänomene und ihre Beschreibungen weltweit.

Schildern die Zeugnisse solcher Geschehnisse zum Teil vielleicht (oft gewalttätige) Ausdrucksformen unserer (im sozialen Leben) nicht-beachteten Fantasien, die anderweitig nicht ausgelebt werden können?

Doch warum richten sich dann manche der Phänomene auch gegen ihre ihre möglichen Verursacher oder Medien? Handelt sich dabei vielleicht einfach um latente Kräfte, deren Beherrschung wir schon lange verloren glaubten, - so lange, bis wir ihre Nutzung (und ihre Existenz) schließlich vergessen haben.
Darauf könnte die „Unkontrollierbarkeit“ hindeuten.

Aber vielleicht
sind es ja doch NUR psychische Täuschungen, Halluzinationen und Suggestionen?
Oder gelogen, aus welchen Gründen auch immer? Dagegen sprechen allerdings die gesellschaftlichen Konsequezen, die unabhängigeren Zeugen solcher Vorfälle und die Ablehnung, die diesen Phänomenen schon seit der Kindheit zuteil wird.

Wir wissen
das alles nicht! Wir können tatsächlich nur spekulieren ...!
Und skeptisch beobachten:

Greta Alexander aus Illinois, USA, verstarb 1998 mit 66 Jahren. Sie war Jahre vorher von einem Blitz getroffen worden. Dieses Erlebnis entwickelte scheinbar paranormale (psychische) Fähigkeiten in ihr. Sie wurde bekannt, als sie der Polizei dabei half vermisste Personen erfolgreich aufzufinden. Nach ihren eigenen Angaben konnte sie Ereignisse verfolgen, die 100 Meilen (ca. 160 km) entfernt geschahen. Auch vermochte sie einige Geschehnisse in der Vergangenheit und in der Zukunft verfolgen.

- AP


Eine hölzerne Maria-Statue „überlebte“ den ansonsten vollständigen Brand der Corpus Christi Kirche in Limerick, Irland. Heutzutage kann die Statue als 'schwarze Madonna von Moyross', geschützt in einem Glaskasten, besichtigt werden.

- Ireland on Sunday


„Unerklärliche Ereignisse sind nur das – unerklärlich – und in ihrer Natur auch nicht um jeden Preis paranormal.“

- The Anomalist


Warum Hochtemperatur-Supraleiter funktionieren, wissen wir selbst nicht.”

- Johannes Georg Bednorz, deutscher Physiker erhielt 1987 den Nobelpreis für Physik



Etwas ist auf jeden Fall solange unerklärt, bis es irgendwann erklärt ist.
Welchen Wert einige heutige Erklärungen tatsächlich haben, werden spätere Generationen zu überdenken haben. Auch den Kontext, in dem sie gemacht wurden.


Schauen Sie, wofür die zivilisierte Menschheit unserer Tage ihre Zeit und ihre Möglichkeiten aufwendet, und Sie sehen, dass sie nichts anderes verdient, als sie hat.“

- G.I. Gurdjieff


Was unsere Interpretationen angeht, so halte ich sie freilich auch selbst eher für Vorschläge, für ein unsicheres Tasten und vor allem für Denkanstöße.

- Charles Fort

 

Vieles, dass wir oftmals als selbstverständlich lernen, - hinnehmen, annehmen und weitergeben, scheint zwar im Lauf der Jahrhunderte irgendwie erfolgreich hingebogen, reduziert, spezialisiert, verallgemeinert, mechanisiert und automatisiert geworden zu sein, nichtsdestotrotz lässt mich die Ähnlichkeit der beschriebenen Phänomene und die Zeugnisse der erlebten Erfahrungen darüber tatsächlich an ein gemeinsames menschliches Potential denken …



Wenn der Weise auf den Mond zeigt, dann sieht der Narr nur den Finger

Bedeutet der Himmel vielleicht doch irgendetwas?

Da ich, im Rahmen dieser Texte, oft schon auf persönliche Erinnerungen, Erlebnisse und Stellungnahmen zugegriffen habe, folgt hier eine weitere autobiographische Geschichte.
Diese bewegt sich an der Grenze zu einer möglichen Täuschung. Aber diese Täuschung nahm eine beachtliche Zeit für sich in Anspruch und der Raum, den sie einnahm, war von mir auch nicht freiwillig gewählt worden Weiter existiert weder ein physikalischer „Beweis“ für mein folgendes Erlebnis, noch die zugesprochene Möglichkeit, dass es „auf irgendeine reale Art und Weise auch tatsächlich „wahr“ sein könnte. Das Erlebte, oder die Geschichte, existierte“ bislang lediglich in meiner Erinnerung ...
Ist sie lediglich“ eine Projektion meiner Fantasie? Falls ja, zu welchem Zweck?
Aber
lest selbst und bildet euch eine eigene Meinung darüber:

Es
geschah um das Jahr 2000. Ich habe in dieser Zeit noch in Hamburg gewohnt. In dem Außenbezirk Fuhlsbüttel, um genauer zu sein. Hamburg verfügt zwar über eine recht beachtliche Infrastruktur, ich habe trotzdem vieles einfacher mit dem Fahrrad erledigt. Oft war etwa der Weg aus der Innenstadt mit dem Fahrrad schneller und leichter zu bewältigen als der mit Bahn, Bus und Wartezeiten. Speziell nachts.
Sicher gab es auch Autos. Aber ich mag Autos nicht sonderlich.

Ich war
an diesem Tag mit dem Fahrrad in Eppendorf gewesen, wo ich dann den Abend mit einem Freund verbrachte. Da ich am nächsten Tag arbeiten musste (meine Firma war auch in Fuhlsbüttel) machte ich mich irgendwann spät auf, um nicht noch die ganze Nacht zu vertrödeln. So nett es auch war.
Also
fuhr ich los.

Und natürlich benutzte ich auch so gut es ging den Alsterwanderweg, fernab der Autos, aber manchmal muss man zwangsläufig wieder zurück auf die mit Autos befahrenen Straße wechseln. Doch Nachts sind hier kaum Autos unterwegs. Der Weg nach Fuhlsbüttel führt durch Alsterdorf.
Und auf diesem Weg geschah
dann etwas Seltsames … -

Ich radelte auf der
Bebelallee durch Alsterdorf, als ich in der Höhe Alsterdorfer Straße plötzlich das dringende Gefühl“ bekam, es wäre absolut „nötig jetzt und hier anzuhalten …
Dieser „Ruf“ kam von einem älteren Haus, auf der linken Straßenseite, dass, wie die meisten Häuser in dieser Gegend von einem Zaun und wenigen Metern Garten, mit einer Menge hoher Bäume, umgeben war. Mittlerweile war es sicherlich auch schon nach Mitternacht und es gab für mich keinen vernünftigen Grund gerade hier und jetzt anzuhalten. -
Doch d
ieses keinen Aufschub duldende Gefühl“ zog mich zu eben diesem Haus hin ...

Ich kämpfte einen Augenblick mit dieser Vorstellung, denn der nächste Morgen war auch dringlich, aber endlich blieb ich dann (auch neugierig) vor der Einfahrt des Hauses stehen.
Von hier hatte ich einen guten Blick auf den Hinterhof des Hauses. Auf der linken Seite vom Haus befand sich eine Garage, die
geschlossen war. Davor ein kleiner Platz, eine kleine Steintreppe, die vermutlich zur Küche des Hauses führte. Zumindest ein kleinerer Hinterausgang. Der offizielle Eingang war von meiner Position nicht zu sehen. Das Haus hatte zwei Stockwerke, einen Keller und einen Boden. Wie alt das Haus war vermag ich nicht zu schätzen, aber es war eines dieser Villen-Häuser, die man oft in der Nähe der Alster, aber auch vermehrt außerhalb von Hamburg, finden kann.

Es war kein Licht zu sehen.
Das Haus selber war, umgeben von großen Tannen, im typischen „Hamburg-Stil“ mit rotem Backstein erbaut worden. Dieser Backstein wird seit Jahrhunderten von Hamburg importiert und verbaut. Speziell in den 1920er Jahren gab es eine erneute Renaissance dieses Baumaterials, bei dem sich eine Menge Architekten und Künstler beim Bau verschiedenster Gebäude austoben konnten. Doch jetzt und hier verstärkte der rote Backstein nur den Schatten und den Eindruck von Dunkelheit.

Ich stand bestimmt 5 Minuten verwirrt da und starrte auf das Haus und fragte mich,
was mich eigentlich dazu gebracht hatte mitten in der Nacht vor einem wildfremden Haus herumzulungern.
Und dann, als mein Blick zurück zur Treppe kam, „
geschah“ etwas …
Und was nun geschah war in keinster Weise unheimlich oder irgendwie erschreckend, es war … überraschend und plötzlich. - Es kam einfach völlig unerwartet ...

Zuerst sah ich Schatten,
wie Kinder, die Treppe hoch huschen und gleich darauf wieder hinunter. Ich konnte anfangs keine klaren Konturen ausmachen. Aber die Tür wurde sichtbar geöffnet und sofort schon wieder geschlossen. Das „Geschehen wirkte anfangs noch abwegig komisch“ und irgendwie auch „falsch“ auf mich. Und Alles geschah in einer beachtlichen Geschwindigkeit.
Immer mehr Schattenmenschen bewegten sich nun auf der kleinen Treppe, aber auch im Garten. Dann „sah“ ich dass einige der Personen ältliche Kleidung trugen. Ich konnte sogar Anzüge und Freizeitkleidung unterscheiden. Es war, als wenn ich irgendwie durch die Zeit sehen konnte. Klingt sicher albern. Und alles schien so rasend schnell zu geschehen. Ich konnte kaum Einzelheiten ausmachen.
Meine Gefühle wurden in keinster Form von all dem Unwirklichen um mich herum „berührt“.
Es geschah ganz einfach.


Zeit verging spürbar, und immer noch ging es hektisch die Treppe auf und nieder. Und dann war plötzlich keine Garage mehr da. Und der Platz war jetzt ein Beet. Ich sah Sträucher, Blumen und Erde. Und dann war da ein Rasen und ich „sah darauf spielende Kinder. Schattenkinder. Und auch die Steintreppe war jetzt verschwunden, trotzdem huschten weiter Schatten, wie eilig, um das Haus herum. Ich „sah große Pferdekutschen kommen um wieder zu verschwinden. Alles ging nun in einer Schnelligkeit vor sich, dass ich kaum die einzelnen Veränderungen mehr festhalten konnte.
Es war als ob ein Sturm aus
zeitlicher Bewegung um mich herum (bzw. vor meinen Augen) toste, ohne mich jedoch darin mit einzubeziehen. Ich war nur ein Beobachter dieses weiter rasenden Geschehens. Und es war überhaupt kein Laut zu vernehmen, das ganze Geschehen spielte sich in einer unglaublichen Lautlosigkeit ab. Und plötzlich war da nur noch ein großes Feld mit einigen Bäumen und dann stand ich wieder an der Einfahrt des dunklen Hauses und alles war wie zuvor. Die Garage, die Steintreppe, der gepflasterte Platz.

Irgendwie „
wusste“ ich, dass es nun Zeit war wieder zu gehen. Das „es“, was immer „es“ auch war, jetzt beendet und vorbei war ...
Angeschlagen und absolut verwirrt ging ich zu meinem Fahrrad, dass ich auf der anderen Straßenseite an einer Straßenlaterne angeschlossen hatte. Wie in einem tranigen Traum fuhr ich dann nach Hause.
Es war
nach Zwei als ich dort ankam. Natürlich schliefen alle schon.

Ich bin gegen Mitternacht aus Eppendorf losgefahren, eher vorher, - der Weg braucht vielleicht eine halbe Stunde, eher weniger, - dann war ich mehr als eine Stunde bei diesem Haus gewesen! Subjektiv eingeschätzt hätte ich die beim Haus verbrachte Zeit mit höchstens einer Viertelstunde Alles dort geschah so rasend schnell …

Ich habe häufig an dieses Erlebnis
zurück denken müssen. Auffällig für mich war dieser unpersönliche Charakter des unwirklichen Geschehens. Es geschah einfach. Ohne Angst, ohne Schrecken und ohne irgendeine Moral.

Ich fragte mich ebenso häufig welcher Art d
ieser „Ruf eigentlich gewesen war, der mich zum sofortigen Anhalten nötigte, - aber ich habe überhaupt keine Antwort darauf.
Ich erinnere mich nur an eine
besondere Dringlichkeit.

Und ich glaube mir
wurde Zeit“ gezeigt. Und damit einhergehende Veränderung.
Klingt schon wieder albern, aber so war es.
Ich war einen kurzen Moment
außerhalb einer Zeit, die aber nicht einmal die meine war!
Wie ich schon sagte, auf diesem Weg geschah etwas
Seltsames


Oder wird solange das Blau vom Himmel gelogen bis alles einheitlich Grau ist?

In dieser Zeit lernte ich einige (für mich) erstaunliche Dinge. Neben all meinen Hobbys beschäftigte ich mich seit langer Zeit ernsthaft mit den Möglichkeiten, dem Grund des Da-Seins und den (materiellen, religiösen und spirituellen) Ausdrücken des Menschen an sich.
Ich lernte viel über Spaltungen, Gewahrsein, Wahrnehmungsbereitschaft und -bekundungen. Das Sehen in Drei Dimensionen, etwa, aber auch vieles andere mehr, dessen ich mir seltenst gewahr war. - Fähigkeiten, die zumeist ungenutzt brach in uns herumliegen und so am Prozess des eigentlichen Lebens kaum mehr teilhaben können; ja, immer mehr in Vergessenheit geraten.

Und drei Dinge haben mich richtig beeindruckt: Zuerst die Tatsache jeden winzigen, vielleicht nur reflektierenden oder sogar automatisch reagierenden Impuls mit dem Wert der Gesamtheit „Ich“ zu bezeichnen, was (wenn man tatsächlich mal nicht aufpasst!) zu absolut katastrophalen Situationen führen kann.
Dann die späte Einsicht, dass ich, obzwar offenkundig ein Mensch voller Fragezeichen, viel zu oft Antworten erhielt,
speziell solche, wo ich einsehen musste, dass ich allein für die Frage selber noch lange nicht reif genug oder bereit war.
Und schließlich noch die Erkenntnis, dass kaum ein Mensch wirklich selber zu denken scheint; zumeist präsentiert sich das
gewöhnliche" Denken als eine mechanische Reaktion, die als eigene" Bibliotheken die zeitlebens angesammelten Vorurteile und Second-Hand Fantasien (oder das Gerede anderer) nutzt und eigentlich mehr über das Gefühl funktioniert als auf der Fähigkeit unabhängigerer Überlegungen (was dann auch einen gewissen Abstand vorraussetzt) zu strukturieren ...

Nicht mehr als intellektuelle Klügelei für den Moment der Beifallsklatscher. - Eine Art "sich-selbst" präsentierende Verstandeshurerei, - denke ich ...
Eine Freundin nannte es mal: "Den Augenblick zu überzeugen" ...
Sinnlos
es Geschnatter, solange kein wirkliches Verständnis für den Gehalt einer (infragegestellten, zu untersuchenden und möglicherweise auch zu beurteilenden) Sache an sich aufgebaut wurde (bzw. überhaupt ein Versuch hierzu begonnen wurde). - Aber für einen kurzen Moment steht man in so einer Art "Rampenlicht"! -
Und man erlebt das scheinbar ewig währende Problem des "goldenen Kalbs" und der ach so wandelbaren Beifallklatscherei und der kurzlebigen Anhängerschaft. -  ... Eine Falle, in der sich gerade heute noch viele Menschen verfangen!

Menschen, die sich zunehmend mehr oder minder freiwillig der Apathie des Konsums hingeben oder gleich unterwerfen, unter dem Deckmantel (
oder der Rechtfertigung) des alternativlosen Diktats des angeblichen Wettbewerbs …
Irgendwo lauert dann (Zufriedenheit hervorrufend und Verantwortlichkeit abgebend) der Machtanspruch eines alles-regelnden imaginären Marktes. Oder aber auch gar nicht.
Wen so etwas interessiert; einige meiner eigenen Gedanken dazu könnt ihr hier nachlesen.
Doch da ist noch etwas:

Kein Wissen wird irgendwie nützlich sein, wenn man es nicht versteht, in einen Kontext einzuordnen weiß oder meistbietend verkaufen kann!

Denkt mal darüber nach, was wir mit all dem in uns eingeführten „Wissen“ eigentlich wirklich anfangen sollen? Zu vieles davon ist eine reine Täuschung!


Und wem kann man dann eigentlich noch trauen?

Alle Menschen sind Täuscher und können getäuscht werden!
Alle Menschen haben den Drang sich (auf wessen Kosten auch immer) zu profilieren!
Alle Menschen wollen Macht ausüben, wobei der Zweck die Mittel heiligt!

Und so weiter und so fort ...

Aber das sind nur platte Unterstellungen, die zumeist von Personen getätigt werden, die versuchen damit ein bestimmtes Narrativ zu beweisen (oder sich selber zu profilieren). Doch alle diese Behauptungen sind zu bestimmten Zeiten auch durchaus berechtigt, - zu anderen Zeiten jedoch nur teilweise und zu ganz anderen Zeiten überhaupt nicht.

Also alles Quatsch?
Sicher auch nicht. Würden wir etwa das Attribut '
potentiell' (oder 'denkbar') in die gemachten Behauptungen einführen, würden wir uns den Aussagen einer vermutlichen, aber relativen, Wahrheit sicher leichter annähern können.

Genauer betrachtet könnte sich eine jede Behauptung (wie am Beispiel der „Evolutionstheorie“) durchaus relativieren lassen: Alle Menschen sind Lügner! - Also auch die, die Jahrhunderte oder Tausende von Kilometern voneinander entfernt leben und lebten und trotzdem ähnliche oder gleiche Erfahrungen machten!
Da gibt es kein Problem damit. - Zumindest nicht solange ihre Aussagen mit der „offiziellen“ Anschauung und Deutung konform gehen … Aber wer sagt uns jetzt eigentlich, dass das nicht auch alles Lügner sind?

Bei einem Verkehrsunfall, der von Zehn verschiedenen Personen beobachtet wurde kommt es manchmal zu 11 verschiedenen Zeugenaussagen. Und dabei spielt die Lüge sogar eine eher untergeordnete Rolle … Und wir alle haben auf die eine oder andere Art schon Erfahrungen mit Lügen und Lügnern machen müssen. Es lohnt sich sicher für jeden Leser an dieser Stelle hier sich einige eigene Gedanken über das eigentliche grundsätzliche Wesen der Lüge zu machen ...

Doch wie nun weiter? Hier stehen wir vielleicht, vor dem gewaltigen Abgrund der getäuschten Wahrnehmungen, der Grundsätzlichkeiten und der Zweckmäßigkeiten, während der Wind der automatisch erzeugten Ungewissheit uns die inneren Ohren mit analog oder digital produziertem Mediengeschnatter lautstark umbrausen mag. Oder doch fast hilflos vor sich hin treibende Opfer im gewaltigen Sog der gemachten Realitätsstrudel , eingestrickt in die Netze der Selbstgefälligkeit und der ewigen Lüge ...
Oder auch nicht. Denn da ist auch Land in der Ferne: Lo!

Wir wissen, dass alle Erfahrungen (aufgezeichnet oder nicht) in irgendeiner Form von Menschen gemacht worden sind; auch (oder gerade) als beschreibende und beurteilende Beobachter. Jedes Zeugnis, ob mit der Zuhilfenahme technischer oder anderer Ressourcen ist von menschlichen Sinnen abhängig.
Ebenso von deren Interpretationen.
Und diesen mag durchaus eine Agenda zugrunde liegen oder eine Ablenkung (oder eine mögliche Gefahr, ein Geschäft oder vielleicht ein Theaterspiel) ... - Eine objektivere Einordnung des Beschriebenen kann später durchaus auch in einem gänzlich anderen und bedingt unvoreingenommenen Kontext geschehen.
Wenn man sich Zeit zu einer Reflexion des Geschehenen nimmt.
Und doch kann auch vieles (
unabhängig von einer Vorverurteilung oder Agenda) schon im Vorfeld an dem einfachen Verstehen einer bestimmten Beobachtung so scheitern, dass man unfähig wird das Beobachtete in Worten auszudrücken.
Vielleicht auch einfach, weil es dafür
noch keine Worte gibt?

Denn in erster Linie ist der Beobachter von seinem eigenen Verständnis (was aus dem gesammelten und verarbeitenden Wissen, aber auch dem Leben selber, erwächst) abhängig.
Und natürlich dem „gewachsenen“ gemeinsamen Zeichenvorrat des schulischen, beruflichen und sozialen Umfeldes.

Was würde zum Beispiel geschehen, wenn ein Ägyptischer Pharao mit einem metallenen Fluggerät konfrontiert wird und dieses Erlebnis auch beschreiben soll?
Klingt phantastisch? Das ist aber so (
oder so ähnlich) tatsächlich geschehen und wurde im sogenannten Tulli-Papyrus für die Nachwelt erhalten. -
Wir können uns heutzutage seine damaligen Schwierigkeiten vorstellen, wenn wir zugrundelegen, dass er keine Fluggeräte kannte und
solch eine Beobachtung ihm, seinem Verstehen nach, allein mit seinen Göttern zu verbinden möglich war. - Mit der klitzekleinen Schwierigkeit, nämlich, dass er ja auch irgendwie dazu gehörte

Aber all das führt zu der Annahme, dass:
Nicht jeder auch ein Lügner ist, und manchmal fehlen einem schlicht die Worte ... !

Natürlich berührt eine solche Annahme die verschiedensten Bereiche, wie die Ethnologie, die Soziologie, die Metaphysik, die Spiritualität und besonders die Religionen.
Und natürlich den einzelnen Menschen und sein spezielles Verständnis der Wirklichkeit.

D
enn anstatt dieses Nicht-Verstehen (im Falle der Sichtung des Pharaos aber eigentlich auch jeder Religion) nur als „vergeistigte“ Sammelpunkte oder Rechtfertigungen gegenüber „unverstandenen“ Erscheinungen verallgemeinernd zu propagieren (wie es heutzutage immer wieder gern gemacht wird), sollte vielleicht auch einmal einfach bedacht sein, dass bestimmtes Wissen auch nicht jedem (und zu jeder Zeit) zugänglich sein sollte, darf und konnte. Punkt.
Manches Wissen wurde (und wird) wie ein Schatz gehütet, denn man wusste (und weiß), dass andere damit eine Menge anzufangen wüssten ...
Und das galt
es (und gilt es bis heute noch) zu verhindern!
Glücklicherweise“ betrifft so eine Vorsicht jedoch nur wenige Personen.


Manchmal war
beispielsweise (für die verständigen Wissenden, aber ebenso auch für korrupte Unrechtssysteme) jede Umschreibung oder Unkenntlichmachung bestimmter Informationen oder einer direkten Deutung auch ein Schutz vor unerwünschten Zugriffen.
Einer der Vorgänger unserer heutigen Verschlüsselung.

Im „Osten“ wurden solche Dinge anscheinend ganz anders geregelt. Beispielsweise wurde dafür Sorge getragen, dass eine bestimmte Person auch erst über eine bestimmte Auffassungsgabe und genug eigenes Verständnis verfügte, damit sie präsentiertes Wissen (praktischer, theoretischer oder emotionaler Natur) einzuordnen wusste, auch um es dem eigenen Verstehen hinzufügen zu können.
Der Unterschied? Im „
Westen“ übergibt man bestenfalls einen Schlüssel, im „Osten“ jedoch letztendlich (soweit es auch funktioniert hat, also auch bestenfalls) den gesamten Inhalt des Safes ...
Und das
hängt auch (aber nicht nur, wie unschwer einzusehen sein sollte) mit dem weiter oben schon angesprochenen ungleichen Verhältnis von Wissen und Verstehen zusammen.

"Was wir zu mühelos erringen, achten wir zu niedrig."

- Orpheus


Da gibt es die nette Geschichte von dem Mullah und dem sprechenden Papagei.
Sie ist eine gute Demonstration für dieses Ungleichgewicht.


Ich persönlich glaube, dass Menschen grundsätzlich keine Lügner sind, aber von ihrem Rollenverhalten (und äußeren Einflüssen) zu oft in einen Anschein gezwungen werden, den sie wiederum, wie ihr eigenes Sein (oder Bild) immerzu glauben vor anderen Personen rechtfertigen zu müssen, damit das gewünschte Bild korrekt übertragen wird ... Reines Wunschdenken, aber keine Lüge. Und gute Konditionierung.

Doch wie-auch-immer, ob als
Zeugnis eines Unfalls, als Zeugnis einer phantastischen Begegnung oder sogar als Zeugnis einer vertrauten, alltäglichen Beschäftigung; – wir haben jeden Grund hier skeptisch zu sein!

Besonders
in dem ungewöhnlichen und ungewohnten Umfeld der Phänomene, da das Paranormale nicht unbedingt zu den Dingen gehört, mit denen wir uns täglich umgeben. Problematischer ist es da für Menschen, die damit direkt, offen und persönlich konfrontiert werden und gar keine Möglichkeit zum Ausweichen haben.
Solche Fälle sind selten, aber zum Teil bestens von unabhängigen Zeugen dokumentiert.
Problematisch (
für mich) wird es erst dort, wo man sich an einer Erklärung des Unerklärlichen versucht. Nicht, dass ich eine solche Forschung ablehne, im Gegenteil.

Doch jede Erklärung scheint (ob sie eine Lüge ist oder eine Vermutung oder sogar eine Indizien-belastete wissenschaftlich unterstützte Theorie) im Grunde doch nicht mehr zu sein, als der Aufruf zu einer momentanen Gedanklichen Verschwörung gegen den vermeintlichen Status Quo
Manchmal durchaus hilfreich, doch viel zu oft auch nur intellektuell produzierter Mist, der im ungünstigsten Fall aus jedem Kontext gerissen wurde, nur um den allgemeinen Anschein formen zu können … Ich persönlich nehme jedenfalls den Hinweis als gegeben an, dass auf diesem, unserem Planeten seit etwa 500 Jahren einfach zu viel intellektuell anmutender Mist angehäuft wurde und immer noch wird!

Jeder noch so richtige, aber auch selbstgerechte, überheblich absolute Deutungsanspruch auf die Endlichkeit der Wirklichkeit (oder der Teile) hat sich letztendlich dem Laufe der Zeit ergeben müssen. Wo sind die sicher blutig umkämpften „Wahrheiten“ der Menschen von vor 10 000 Jahren heute? Wahrheiten, die, würden sie heute gefunden werden, sicherlich schwierig zu verstehen wären. - Wie auch ihr Wert für einige der Menschen der damaligen Zeit. Falls wir dieses überhaupt noch nachvollziehen könnten. Aber für einen kurzen Moment mögen diese Wahrheiten unter einigen Menschen, vielleicht sogar Gruppen oder Reichen triumphiert haben. - Mit ihren Erklärungen des Seienden, mit ihren Deutungen des Universums. Und, wo sind sie nun?

Eines der unwandelbarsten Geheimnisse des Universums ist möglicherweise, dass alles nur im beständigen Wandel begriffen werden kann!
Aber Erklärungen sollten auch nicht mehr als Vorschläge sein.

Vielleicht sollte man deswegen jede Erklärung, die vermeint absolute Deutungshoheit für sich zu beanspruchen, die von sich selber behauptet zeitlos zu formulieren oder Allgemeingültigkeit zu besitzen, eher doch der Lüge zurechnen?
Solche "Erklärungen" finden sich in "Bauernweisheiten" ebenso, wie in wissenschaftlichen Elaboraten.
Immer wieder ist Skeptik das Gebot des Augenblicks.
Doch nicht alles davon ist auch grundsätzlich falsch, aber auch nicht ales ist richtig oder irgendwie nützlich ... (!)

„How can I tell that the road signed to hell doesn't lead up to heaven?“

- Peter Hammill, The Comet, The Course And The Tail


Wir sollten das Vertrauen dahingehend nicht verlieren. Denn auch nicht alles ist auch Lüge. -
Obgleich das derzeitige Mediengeschreibsel und Getröte uns hier möglicherweise immer unsicherer darüber werden lässt. Vertrauen in den eigenen Skeptizismus ist unbedingt angebracht!
Und Heute, denn wir leben nur im Heute!

Und nicht jeder ist ein ständiger Lügner. Und auch nicht jeder sagt immer die Wahrheit.
Und oftmals fehlt einfach die Sprache zu einer konstruktiven Beschreibung.
Wie bei unserem Pharao.
Doch das Alles kann in einem entsprechenden Kontext bewertet werden.
Alle Dinge können überhaupt erst in einem Kontext bewertet werden, auch um Zusamenhänge erst sichtbar machen zu können. - Und hier gilt es viele Anschauungen zu betrachten und Handlungen zu verfolgen: historische, ethnologische, soziologische, ethologische, physikalische, chemische, psychologische und viele andere mehr. Sogar zukünftige.

Und jetzt,
zumindest, sollte jeder für sich selbst entscheiden können auch für was ein beliebiges Zeugnis wert sein kann. - In nahezu jeder „Beweiskette“ - (speziell im Bereich der ungeklärten und verleugneten Phantome) ist die Zeugenaussage bislang das angreifbarste und damit schwächste Glied!
Es kann sich also durchaus als vorteilhaft erweisen auch hier sehr skeptisch zu sein ...

 


Zurück im „Absoluten Anderswo"


Die folgenden Geschichten richten sich auf eine bestimmte und häufig beobachtete Komponente bei „Poltergeist“-Erscheinungen, - dem Angriff auf Personen!
Die folgende Geschichte „bewegt" sich teilweise auch an der metaphysischen Grenze zwischen den von „Außen“ und von „Innen“ ausgelösten Vorfällen. Und wirft auch eine Menge neuer Fragen auf. Deshalb nenne ich sie:


Alles Ciryl Penny, oder was?

Mayanub oder Der erste Schauer

Die erste dieser Geschichten spielt im Jahr 1955. Auf einer Australischen Farm in Mayanup, die einem Bill Hack gehörte und von ihm und seiner Frau bewohnt und geleitet wurde, begannen sonderbare Dinge zu geschehen. Alles begann in einem, von der Aboriginalen Familie Smith bewohnten Nebengebäude. Die Smiths, das waren Gilbert Smith, seine Frau Jean und ihre Sieben Kinder. -
Acht Nächte hindurch fielen Ei-große Steine auf das Gebäude und seine umittelbare Umgebung herunter. Diese Ereignisse wurden von 30 Nachbarn bezeugt. Es gab keine Erklärung. Niemand konnte den „Schuldigen“ für die Steine ausfindig machen. Auch der Aborigin Cyril Penny war in diesen Acht Tagen auf der Farm.

In dem Versuch dem „unsichtbaren Steinewerfer“ auf die Spur zu kommen, wurde um das Grundstück eine Absperrkette gezogen. Das erwies sich als ergebnislos. Die Steinschauer wurden, davon unbeeindruckt, fortgesetzt und betrafen nun (aber nicht Hauptsächlich) die ganze Farm. Die Hacks pflügten nun eine Sperrzone, als beobachtbare Grenzlinie, um das gesamte Farmhaus herum, doch es konnte, während die Schauer das Nachts trotzdem weiter andauerten, absolut kein fremder oder nicht-zugehöriger Fußabdruck darauf gefunden werden.

Auch die „geworfenen“ Steine waren merkwürdig: Einige waren so heiß, dass man sie überhaupt nicht berühren konnte, während andere Steine unnatürlich langsam durch die Luft „flogen“, wieder andere fielen in den Räumen des Hauses selber, sie schienen sich (nach Zeugenaussagen) direkt unter den Zimmerdecken zu „materialisieren“, Frau Hack beobachtete ein kleines, rundes, hell leuchtendes „Etwas“, dass sich, dabei eineinhalb Meter über dem Boden schwebend, aus den Hügeln kommend auf das Farmhaus zu bewegte. (3)
Hack war nun überzeugt, dass ihm (und der Farm) kein menschlicher Scherzbold diesen „Streich“ spielte.

Er konsultierte einen "Geisterseher", namens Sammy Miller, einen anderen Eingeborenen.
Dieser „fand nun heraus“, dass die Angriffe (oder „Störungen“, wie er es ausdrückte) von dem derzeit kranken Vater von Jean Smith verursacht wurden. Ihr Vater befand sich nach einem Herzanfall, den er auf dem Grundstück der Hacks erlitt, in einem Krankenhaus. Miller prognostizierte das mit dem ungewissen Ausgang dieser Krankheit auch das Ende der „Störungen“ in Verbindung stehen würde.
Mir ist nicht bekannt, wie der sich der Verlauf der Krankengeschichte entwickelt, aber nach Acht Tagen (oder besser: Nächten) endete das Phänomen schließlich wieder. (...)


Pumphrey oder Der wandernde Geist

Nur um sich Zwei Jahre später, 1957, in Pumphrey, fast 140 km entfernt, zu wiederholen.

Dieses Mal geschahen die Vorfälle auf dem Grundbesitz von Alan Donaldson, einem anderen Australischen Farmer. Doch diesmal schienen sich die Phänomene auf den jetzt dort lebenden Arbeiter Cyril Penny direkter zu fokussieren, gerade so, als sei ihm der Spuk dorthin gefolgt.

Über 70 Personen bezeugten die erneuten Steinschauer, die Sechs Tage und Nächte anhielten.
Die Schauer, die generell alle 20 Minuten stattfanden und etwa 2 Minuten anhielten, konzentrierten sich wieder auf von die von Einheimischen bewohnten Gebäude. Auch hier war das „Verhalten“ der Steine ähnlich merkwürdig. Doch dieses Mal wurden auch Personen getroffen und verletzt. Die Größe der Steine wird zwischen Kieselsteinen und 5 kg schweren Brocken bezeugt. Manche schienen dem Boden entgegen zu schweben, andere fielen „normal“ und mit dumpfen Geräuschen. Wenige rollten noch fort, nachdem auf sie den Boden trafen.

Wie schon in Mayanup fielen sie auch innerhalb der Gebäude. Donalsdons Söhne bauten mit Vier weiteren Zeugen ein Zelt auf, in dem sie beobachten konnten, wie die Steine „durch“ das Zeltdach hindurch fielen und den, extra mit weißen Tüchern ausgelegten, Boden bald schon bedeckten. Das Zeltdach, welches man später sorgfältig untersuchte, erwies sich als makellos.

Nach Sechs Tagen beschlossen die, scheinbar im Mittelpunkt der Geschehens stehenden Zwei Aboriginalen Familien (eine davon war Ciryl Pennys), in ein 16 km entferntes Camp umzuziehen, doch der Spuk folgte ihnen auch dorthin. Also kehrten sie wieder nach Pumphrey zurück. Nach einem Gespräch mit den Stammesältesten entschied sich Penny mit seiner Familie diesen Distrikt endgültig zu verlassen.
Das war auch das Ende des Spukgeschehens in Pumphrey. (...)

Nun scheint es so, dass wir Ciryl Penny als den irgendwie Schuldigen dieser Ereignisse ausmachen können.
Aber ist er das auch wirklich? - Waren es tatsächlich seine (wie auch immer gearteten) Kräfte, die zum Auslöser dieser Geschehnisse wurden?
Vieles mag darauf hindeuten. - Doch vielleicht wäre das, in diesem Fall, etwas zu einfach.
Die Geschichte ist nämlich noch nicht zu ende …


Boyup Brook oder Ein neues Familienmitglied

Ebenfalls 1957 begannen ähnliche Spukphänomene, diesmal in Boyup Brook, welches nur 14 km von Mayanup entfernt liegt, auf der Dickson Farm.

Dickson, ein Nachbar der Hacks, war selbst ein Zeuge der Ereignisse von Mayanup gewesen Er hatte die Hack Farm in der vom Spuk betroffenen Zeit wiederholt besucht und die unerklärlichen Steinschauer mit eigenen Augen gesehen. Doch nun, 2 Jahre später schien es, als hätte er damit auch dieses „Etwas“ auf sich und seine Familie aufmerksam gemacht …
Die nun auftretenden Phänomene fokussierten sich nicht auf Einheimische, sondern auf seinen 11jährigen Sohn Harvey und auf den Kuhstall der Farm.

Und wieder gab es Schauer von Steinen, außerhalb des Hauses und auch innerhalb. Doch diesmal blieben die Steine nicht einfach „ruhig“ liegen, sondern sie erhoben sich wieder vom Erdboden, vor den erstaunten Augen von Zeugen, um bis zum Dach des Hauses hoch zu schweben, wo sie erneut herab fielen.
Auch Hocker erhoben sich und Schaufeln sprangen auf dem Grundstück umher. Ein 20-Liter Fass (samt Inhalt) wurde in die Luft gehoben, umkreiste drei Mal das Farmhaus bevor es schließlich zu Boden stürzte und zerbarst.
Besucher (oder andere Zeugen) sahen Ziegelsteine, Flaschen, Kartoffeln, Spaten, Besen und Steine „aus dem Nichts“ herabfallen.

Auffallend, in diesem Poltergeist-artigen Geschehen war das seltsame Verhalten des jungen Harvey.
Obwohl er oft im Mittelpunkt der Phänomene stand, schien ihn das Geschehen selber kaum zu berühren. -
So saß er während eines Steinschauers im Wagen, bei geöffneten Fenstern und erklärte, dass ihn das alles gar nichts anginge. Und: „Mir egal, wenn es endet.“ oder „Das alles kümmert mich nicht.“
Vielleicht weil er „wusste“ das niemand dabei wirklich zu schaden kam?

Und kommt. Denn der „Spuk“ dauert bis heute an.
Ein Schild mit der Aufschrift „Haunted House“ oder „Spukhaus“ ziert heute die Einfahrt des Farmgeländes, damit Besucher wissen, was sie möglicherweise dort erwartet.
Vierzig Jahre später sagte Harvey Dickson in einem Interview, dass sich die „Tätigkeiten“ von „Onkel Bobby“ (das ist der Name, den die Familie dem Spuk gab) im Lauf der Zeit geändert hatten. Während Gegenstände immer noch durch die Luft flogen sei nun manchmal das Geräusch ankommender „Phantomautos“ zu hören, zusammen mit knirschenden Kies und dem Schlagen von Autotüren.
Schritte in den Korridoren, sich „selbst“ entzündende Feuerstellen und unsichtbare Personen sind nun die Begleiter dieser Familie, die das Geschehen eher locker nimmt.
Es wurde auch die Gestalt einer Frau beobachtet, die Kleidung aus den 1940er Jahren trug.
Und vielleicht ist dies auch ein Hinweis?



Wie das Leben so (zwischen) spielt

Eine verloren geglaubte Katze namens Pwdi kehrte nach 2 Jahren Abwesenheit wieder zu ihrer Pflegefamilie nach Newquay, Mid Wales zurück, - nur um am folgenden Tage von einem Auto überfahren zu werden. (News of the World)

Auf seinem Camping-Trip verletzte sich der Taxifahrer Keith Evans bei einem Autounfall so schwer, dass er, alleine geblieben, wohl gestorben wäre. Das Unglück ereignete sich nämlich mitten in der Great Victoria Wüste, über 300 km von der nächsten Ortschaft entfernt. Zu seinem Glück kam rein zu-fällig ein Einheimischer vorbei. Aborigines sind wohl bekannt für ihre Kenntnisse in der Heilkunde und dem Gebrauch besonderer Kräuter. Doch diesmal benötigte er diese Kenntnisse gar nicht. Der Aborigine zückte schlicht sein Smartphone und rief den Notfalldienst an, der dann auch rechtzeitig zur Stelle war. (Daily Mail)

Als die Polizei die Wohnung von Elene Georghe, 46, öffnete, nachdem sie von Nachbarn alarmiert wurde, fanden sie nur noch die Asche der Frau in ihrem Armsessel vor. Die Frau schien zwar verbrannt zu sein, aber weder der Sessel, noch die anderen Möbelstücke zeigten irgendwelche Spuren von Verbrennungen. Das geschah in Bukarest in Rumänien. (Evenimentul zilei)

In Hamburg (Wandsbek-Gartenstadt) stieg ich in die vollbesetzte U-Bahn (oder in diesem Streckenabschnitt noch: Hochbahn). Draußen tobte ein ungemütlicher, kalter und feuchter, Hamburg-typischer Wind und es hagelte. Ich setzte mich in die Mitte des Abteils auf einen noch freien Platz, holte mein Buch heraus und begann zu lesen. Plötzlich „landeten“ einige Hagelkörner auf meinem Buch. Ich sah mich um. Die Türen waren schon geschlossen, ebenso wie auch die Fenster. Auch an der Decke war keine Öffnung auszumachen. Bemerkenswert scheint mir noch zu erwähnen, dass andere Fahrgäste, die ebenso von den Hagelkörner getroffen wurden (man sah ihre Reaktionen), dem Umstand jedoch keine weitere Beachtung zu schenken schienen, dass es in der geschlossenen Bahn hageln konnte … Sie wischten das Eis „automatisch“ einfach fort. Anhand der Flugbahn abgeschätzt schienen die Eiskörner direkt aus dem großen Fenster neben mir zu kommen. Was natürlich „unmöglich“ war, denn es war ja gewissermaßen in die Bahnwand versiegelt und damit abgedichtet worden. Das „Phänomen“ hörte, mit dem Eintritt in den U-Bahntunnel schlagartig wieder auf. (autobiografisch)

Der Angler Roy McGurty aus Dundee, Schottland ersteigerte bei einer Auktion eine Kiste mit altem Anglergerätschaften. Als er Zuhause den Inhalt inspizierte, stellte er zu seine Überraschung fest, dass die Gegenstände in altes Zeitungspapier eingewickelt waren, welches das Datum des 18. Septembers 1944 aufwies. - Das war der Tag, an dem Roy McGurty in eben dieser Stadt geboren worden war. (Daily Star)

Im Jahr 1963 brachte die Firma Hasbro eine Substanz auf den Markt, die „Flubber“ genannt wurde. Als sich aber herausstellte, dass das Material bei Kindern Hautausschläge hervorrief, wurde der Verkauf schnell wieder eingestellt. Es wurde ein Rückruf gestartet, um das aus Kautschuk, Öl und Mineralien herbestellte klebrige Polymer wieder vom Markt zu bekommen. Vom Markt schien nicht das Problem, eher von diesem Planeten, denn es verweigerte alle Versuche es wieder loszuwerden. Man versenkte es im Meer, aber es kam rasch wieder an die Wasseroberfläche und begann zurück zu den Stränden zu treiben. Man versuchte es zu verbrennen, aber es ließ sich nicht verbrennen. Schließlich vergrub man es unter einem Parkplatz, nahe des Hasbro Geländes auf Rhode Island. Doch das Zeug blieb nicht unten. An heißen Tagen kam es immer wieder hoch und drückte sich sogar durch den Asphalt hindurch. Der Rest der Geschichte ist voll von wilden Verschwörungen und den Behauptungen Hasbros diese Substanz (dem neuen Image gerecht, doch) umweltfreundlich entsorgt zu haben …

In West-Australien untersuchte die Polizei den Sturz eines merkwürdigen, Ei-förmigen „Kanisters“, der in Muchea, auf eine Farm „aus dem Himmel“ herab gefallen war. Der verantwortliche Inspektor Dennis Perich gab zu Protokoll, dass es sich bei dem untersuchten Gegenstand weder um Weltraumschrott handele, noch um irgendein ein radioaktives Material. Was den Fall noch merkwürdiger machte, war, dass sich der „Kanister“, während der Untersuchungen, einfach „in Luft“ auflöste. Der Farmer, der den Gegenstand ursprünglich fand, war in der Lage gewesen vorher noch etwas von dem Material zu sammeln: Er beschrieb es als eine grüne, dick schleimige Substanz, die Blasen warf. (AFP)

In Peruiga, Italien, wurde die Anklage auf Betrug gegen Moerno Bracci abgewiesen. Bracci, der mit Blinden arbeitete, hatte selbst sein Augenlicht, während eines schweren Autounfalls 5 Jahre vorher, verloren. Er beschloss den Katholischen Wallfahrtsort Lourdes in Frankreich zu besuchen. Dies geschah an einem 13.Dezember, woraufhin er tatsächlich sein Augenlicht zurück erlangte. Dieser Tag ist als Feiertag der „heiligen Lucia“ gewidmet, die auch als der Schutzpatron der Blinden gilt. (The Star)

Der Farmer Eldon Fergusson flog, zusammen mit einem Freund, in einer gemieteten Cessna von Quebec nach Neufundland. Zumindest hatten sie das vor, als plötzlich eine Explosion die Front des Flugzeuges völlig zerstörte. Fergusson wurde herausgeschleudert, stürzte über Eineinhalb Kilometer in die Tiefe. Doch war er der einzige Überlebende dieses Fluges, denn sein Fall wurde von einer Schneewehe sanft abgefangen. Er landete völlig unverletzt. (Daily Mail)

Nachdem der damalige Schachweltmeister Viktor Kochnoi starb, wurde sein zuvor begonnenes Spiel mit dem Großmeister Geza Maroczy mit der Hilfe eines Mediums zu Ende gespielt. (Guardian)

Gloria Daniels, eine ältere Dame, arbeitete, zusammen mit einem jungen Nachbarsjungen, gerade in ihrem Garten, als sie „aus dem Nichts“ plötzlich von einer Tomate getroffen wurde. Dann wurde auch der Junge getroffen. Mehr als 30 Tomaten fielen so „geradewegs aus dem blauen, klaren Himmel“ über einen relativ langen Zeitraum direkt in diesen Garten hinein. Freunde, Nachbarn und auch die herbeigerufenen Medien begannen nach den Urhebern für diese Attacke zu suchen, fanden aber nichts. Der Reporter, der dies hier berichtete, wurde auch von einer dieser Tomaten getroffen. (Calvert County Recorder)

Dr. James LeFanu beschrieb den „seltsamen“ Fall einer Patientin: Die Frau, eine Akademikerin, war blind von Geburt. Die Blindheit hatte sie jedoch mit einer besonderen, zusätzlichen Begabung ausgestattet, - sie konnte große Gegenstände in ihrem Weg, wie Laternenpfähle, irgendwie „ausmachen“ oder erfassen. An einem Tag, sie war wieder auf dem Weg zur Arbeit, stellte sie fest, dass ihr besonderer Sinn nicht funktionierte. Sie realisierte sofort, dass etwas mit ihr nicht stimmte, und suchte einen Neurochirurg auf, der ein Meningiom (ein Geschwulst der Hirnhäute) diagnostizierte. Das Meningiom, dass sich auf den Frontallappen ihres Gehirns gebildet hatte, wurde chirurgisch entfernt. Der Extra-Sinn stellte sich daraufhin umgehend wieder ein. (Sunday Telegraph Magazine)


„Wir“, das klingt so nach Pluralis Majestatis


Warum diese kurzen Zwischentexte? Nun, abgesehen davon, dass sie möglicherweise sehr unterhaltsam sind, geben sie gleichfalls auch einen kurzen Blick auf eine Welt frei, die wir, aufgrund der Nichtbeachtung und mangelnder (Hin) ein-sicht in das Wesen scheinbar zu-fällig auftretender Phänomene den verschiedensten Beweggründen zuordnen, in den seltensten Fällen unserem eigenen Leben oder den direkten Folgen mancher unserer Lebensweisen!

Und hat nicht jeden von uns irgendwann einmal der Zweifel „gepackt“: - Ob das schon ALLES ist? Ob da nicht noch mehr zu finden ist? Und was existiert eigentlich hinter den Erscheinungen? Und – gibt es (für uns derzeit nicht wahrnehmbare) unsichtbare Verbindungen, die von der heute vorherrschenden Wissenschaft gar nicht entdeckt werden will oder kann? - Letztlich, gibt es Magie oder Gott oder höhere Wesen? - Ist da eine Bedeutung im Leben, existiert ein freier Wille oder folgt alles einem unabdingbaren Plan? Und manchmal glauben wir auch, vielleicht berauscht vom Kuss unseres Liebsten oder erfüllt von der Berg- und Talfahrt des Lebens, dass es eine Antwort darauf gibt. Fernab jeglichem Fatalismus ...


Aber im „realen, “ den Arbeitstag und die Lebenszeit beanspruchenden, „Leben“ findet sich dafür kaum oder gar keine Zeit mehr. Flüchtige Spuren am Strand oder Träume, erfüllt mit dem lustvollen Erleben der Kindheitsversprechungen und des unbändigen Verlangens zu Entdecken und zu Verstehen.
Verloren auf immer?


Doch gelegentlich kehren diese Augenblicke oder Verbindungen zurück. Wenn der Künstler für einen kurzen Moment eins wird mit seiner Schöpfung; wenn der Fahrtwind und die Geschwindigkeit für eine Zeit das Fahrzeug und den Fahrer vereint, oder den Geschmack mit dem Probierenden, die Kleidung mit dem sie Tragenden, den Jäger mit seinem Opfer oder den Suchenden mit einer Antwort …

Augenblicke innerer Offenbarungen“, so beschrieb Blackwood diese Zustände, die uns an eine Wirklichkeit ermahnen, die diese auch hätte sein können, wenn nur nicht …
Doch angepasste und „integrierte“ Erwachsene sollten solche Verbindungen oder auch nur solche „unproduktiven“ Gedanken wohl tunlichst vermeiden. Warum? Weil die wenigsten gelernt haben hier noch die Kontrolle zu behalten. Und weil eigentlich niemand ein Interesse an zweifelnden, die Umstände hinterfragenden und womöglich widersprechenden Menschen hat. -
Zumindest niemand, der dem Bestreben und den Träumen einer (scheinbar doch unbegrenzten und temporären) Nützlichkeit dient. So scheinen viele der „Träume“ heutzutage eine materielle Grundlage besitzen zu müssen, um als Träume (und nicht als Spinnerei) überhaupt erlaubt und gültig zu sein. - Ein Kind würde dies wahrscheinlich völlig anders beurteilen.

Diese Texte (wie auch die angeführten längeren Geschichten) beschreiben den Ein-Bruch des Ungewöhnlichen in das angeblich funktionierende und kaum mehr zu überraschende Leben, dass (die eigene Verantwortung ablehnend) vertrauensvoll (oder Gott-ergeben) in die Hände von Wissenschaft, Politik und anderen Entscheidern gelegt wurde.
Und oft kommen die Ereignisse dieser Texte aus völlig unerwarteten Richtungen und es kommt vielleicht noch seltsamerweise auch immer wieder zu Verbindungen. Denn scheinbar handelt es sich dabei doch um völlig unterschiedliche Erscheinungen. - Auch wenn wir glauben von Zeit zu Zeit Muster ausmachen zu können. Und was wäre, wenn alle diese Ereignisse nicht zu-fällig entstehen bzw. entstanden sind?
Ich behaupte, dass sie nicht nur mit „uns“, sondern auch untereinander verlinkt sind!

Die Westliche Zivilisation war immer so außergewöhnlich klug, dass sie stets nur sich selbst geglaubt hat; dementsprechend sind sämtliche „ungewöhnlichen“ bzw. dem Glauben des Westens nicht gefällige oder angepasste Geschichtsschreibungen (und die religiös gefärbten Erzählungen der Völker, von einer Zeit lange vor unserer jetzigen), sofern sie nicht angepasst oder assimiliert werden konnten, stets in den abstrakten Raum der „menschlichen“ Fantasie verwiesen worden. Teilweise sicherlich auch durchaus zurecht, - aber alle? - Indus-Talische „Träumereien“ etwa, die von interplanetarischen Reisen erzählten, von Bomben, die ganze Städte vernichteten und deren „Echo“ den Menschen und den Tieren (lange Zeit später noch) das Fleisch am eigenen Körper abtötete und abfallen ließ, auch die Pflanzenwelt (im Wirkspektrum der Bombe) völlig auslöschte, oder von fliegenden Schiffen, die sich mit harten Lichtstrahlen bekämpften ... Tausende von Jahren vor „unseren“ Entdeckungen, beziehungsweise vor den Zeiten, wo wir uns so etwas überhaupt vorzustellen fähig waren ...

Und eben dieses winzige Problem begegnet uns heutzutage mit fast allen unüblichen und außergewöhnlichen Berichten, oder den Zeugenaussagen davon, ebenso.
Denn der, an den Glauben des Westens angepasste, also der „westlich orientierte“, Mensch wird brav alles in Frage stellen, nur nicht die, ihm von Kindesbeinen indoktrinierten Glaubensvorstellungen. - Die Manipulation durch eine „gesellschaftlich induzierte Hypnose“.(5)
Denn wo unterscheidet sich noch eine längst nicht mehr überprüfbare „Wissenschaft“ von den Behauptungen „religiöser“ oder „metaphysischer“ Priester und anderer Schwätzer?

Doch mittlerweile hat nun die Wissenschaft ihre eigene Mystik geschaffen: Den „neuen Okkultismus“ der möglichen und kaum vorhersehbaren Wahrscheinlichkeiten! - Das verwirrende Spiel der sich gleichzeitig produzierenden Elektronen, die Wiederkehr der Unregelmäßigkeiten und Unwägbarkeiten und natürlich die unkontrollierbaren Erscheinungen einer geistlosen, mechanischen und zu-fälligen Wirklichkeit, was sie uns Jahrhundertelang als Status Quo verkaufen wollten.
Aber ein Gutes findet sich (quantentechnisch gesprochen) in all dem: Das neue Okkulte ist letztlich so unsicher, dass dabei so gut wie alles möglich wird. Wartet es ab. Auch die Wissenschaft wird sich dieser Erkenntnis irgendwann stellen müssen.

Doch, dass solche neuen „Erkenntnisse“ nun auch auf potentielle „Außerirdische“ (die ja irgendwie auch den Weltraum durchqueren müssten), Spukphänomene (mit all den beobachteten und der heutigen Physik widersprechenden Materialisationen) oder eine (von technischer Seite bis heute) unerklärliche Vergangenheit von, praktisch aus dem Nichts entstandenen, Hochzivilisationen (oder auf was-auch-immer) angewendet werden würde, … ???

So findet sich im (oben schon angedeuteten) Sanskrit-Epos Mahabharata die Beschreibung des außergewöhnlichen Unterganges und die Zerstörung von Städten und Menschen (durch streitende Götter) in Worten, die uns an die Effekte und die Folgen von heutigen Atombombenexplosionen denken lassen können ...
Aber alles „nur“ archaische Fantasien?
Es werden Explosionen beschrieben, die „heller als tausende Sonnen“ waren. Es wird von Körpern berichtet, die von der Gewalt dieser Entladungen bis zur Unkenntlichkeit verbrannt waren. Und es wird berichtet, dass diejenigen, die die Katastrophen unmittelbar überlebten, schon nach kurzer Zeit ihre Haare und ihre Fingernägel verloren, die sich vom Körper lösten. Auch war jegliche Nahrung in den betroffenen Gebieten kontaminiert („vergiftet“) und ungenießbar geworden. Heute würden wir wahrscheinlich von den Folgen einer Atombombe und der späteren radioaktiven Verseuchung sprechen. Vergleichsfälle finden sich, außer in den ältesten Überlieferungen (oder Fantasien) der Menschheit sonst nirgendwo. - Und die „Fantasie“ der Schreiber dieser Epen wusste auch noch von im Weltraum fliegenden Schiffen (Mutter- und Zubringerschiffen) der Götter zu erzählen. Von schwebenden Wolkenstädten. Oder von den erstaunlichen Strahlenwaffen dieser Wesen, die Menschen und Tiere über gewaltige Entfernungen töten konnten.

Bei Ausgrabungen in Mohenjo-Daro (Pakistan) wurden verglaste Gebäude und Gegenstände entdeckt, aber auch Skelette und Bodenproben, die (bis heute noch) radioaktiv belastet sind.
Und immer finden sich auch „Wissenschaftler“, die derartige Funde verharmlosen und sogar rundheraus als nicht-existent ablehnen. Und ebenso sicher ist, dass all das wieder nur Fantasie und letztlich reiner „Zu-Fall“ ist!?

„Wir werden die Existenz bei ihren Fröschen packen."

Und wie steht es dann mit all den anderen „gängigen“ Wahrheiten und „empirischen“ Beweisen? Was ist „Falsifikation“ oder sogar ein nicht zu widerlegender Gegenbeweis wert, wenn es keine genügend starke Lobby gibt oder der zu benennende Punkt keine Unterstützung erfährt?
Eine ungeschriebene (aber angeblich offizielle) Doktrin, welche die Beurteilung unserer eigenen Wahrnehmung auf das „Erlaubte“ einschränkt und reduziert, und (trotz mehr oder minder verlässlich funktionierenden Menschenverstandes) diese SOGAR unwidersprochen in Frage stellen kann.
Und wie steht es denn im Grunde mit ALLEM, was die Aufrechterhaltung eines bestimmten, abgesonderten Weltbildes unterstützt und predigt?

Ich meine, dass nicht nur solche „archaischen Fantasien“ unbedingt überdenkenswert sind, sondern alles bis heute erlebte. Und dies nicht nur aber gerade im Hinblick auf unsere, doch, ungewisse und bedeutungsvoll einseitig konstruierte Vergangenheit und unsere angeblich darauf aufbauenden Gesellschaften, deren Erfahrungsmöglichkeiten, deren Verständnis- und Verantwortungsregelungen …
Wir sollten die Zeit finden „uns“ selbst und „unsere Wahrheiten“ zu hinterfragen.

Wir leben gewissermaßen in einer „uns vorgesetzten Wirklichkeit“, in der wir jede direkt Teilnahme ablehnen oder sie uns (meist Parlamentarisch oder anderweitig lobbyistisch-demokratisch indoktriniert) schon fort genommen wurde.
Unstimmigkeiten und Absprachen wohin man auch schaut. In den Wissenschaften, in den Religionen, der Politik, den offiziell unterstützten Philosophien, den Neo-liberalismus praktizierenden Psychologien und dem seltsam fordernden Anspruch von (oft einfach ungenannten) Interessen …

Was würde geschehen, wenn „die Wissenschaft“ eine Möglichkeit bekäme das Potenzial des Menschen (und damit meine ich auch oder gerade das Paranormal Mögliche) tatsächlich zu entwickeln?
Ich spreche jetzt nicht von genetischen „Verbesserungen“, sondern von einer absolut anderen Gestaltung und Interpretation der vorhandenen Erscheinungen, über Prozesse, die in einer völlig anders gearteten und gestalteten Erziehung gipfeln könnten, über scheinbar verloren gegangene Fähigkeiten, die nicht länger unterdrückt, sondern gezielt wieder beachtet, entwickelt und gefördert werden, wo Worte wie Freiheit und Verantwortung durchaus auch wieder einen Sinn bekommen …

Doch ist nicht schon alles (irgendwie von irgendwem und irgendwann einmal) geregelt worden?
Das ist es. Und um es humorvoll mit Charles Fort zu sagen:

Fast alle Menschen sind Hypnotiseure. Die richtige („proper“) Autorität hat dafür zu sorgen, dass der richtige Glaube übernommen wird, so dass die Leute auch das Richtige glauben."

So eine „Richtigkeit“ hat aber immer auch etwas von Vorgaben oder Erwartungen, also von Einschränkungen:

„Jede Wissenschaft ist ein verstümmelter Tintenfisch. Wenn die Tentakel (von Zeit zu Zeit) nicht gestutzt werden, könnten sie sich vortasten und mit beunruhigenden Dingen in Berührung kommen. Dem Gläubigen ist die Kontemplation einer Wissenschaft gleichbedeutend mit dem Verweilen in der Gegenwart des Guten, Wahren und Schönen. Aber was echte Ehrfurcht in ihm weckt, das ist die Verstümmelung. Für unseren verkrüppelten Intellekt ist nur das Gestutzte verständlich, weil das Ungestutzte zu allen möglichen Dingen Fühler ausstreckt.“

Ein bisher kaum beachtetes Problem. Ich denke, dass vielleicht auch Gurdjieff's Ideen dazu ein wenig erhellend wirken können:

„Freiheit ist eine Million Mal mehr wert als [politische] Befreiung. Der freie Mensch ist selbst in Sklaverei der Meister seiner Selbst.“
„Vom Zeitpunkt unserer Zeugung an leben wir von geborgter Zeit.“

Also, - echte Veränderungen sind heute sicher noch nicht in Vorbereitung, dafür schlafen wir noch zu tief, - aber vielleicht schon Übermorgen …?
Wann immer das auch sein soll.



Wo sind die Geister eigentlich, wenn sie mal nicht da sind?

Eine Freundin sagte mir mal, dass sie (sie arbeitete als Arbeitstherapeut in Krankenhäusern und auch privat) den nahenden Tod einer Person riechen konnte. Ich habe keinen Grund daran zu zweifeln, erstens vertraue ich ihr, zweitens wurde mir diese „Seltsamkeit“ auch von anderen bestätigt und ich hörte über eine Menge Fälle und auch zukünftige. Klingt ein wenig gruselig, aber vielleicht ist diese Fähigkeit nicht einmal sonderlich außergewöhnlich oder aufregend, wenn man genau weiß, worauf man zu achten hat. Wir bevorzugen scheinbare Sicherheit, nicht wahr?

Eine andere Merkwürdigkeit findet sich in außergewöhnlichen Situationen: Von Zeit zu Zeit erleben wir eigentümliche oder komische Momente, in denen uns diese befremdlichen Augenblicke direkt „anzuspringen“ scheinen … Ja, es scheint gerade so, als wenn diese Momente nur auf einen „gewartet“ haben; - oder jedenfalls auf eine Person, die an diesem Ort zu dieser Zeit eine passende Rolle einzunehmen fähig ist. Oft Situationen, die uns mit dem Gefühl von Unsicherheit zurücklassen, aber auch mit der Ahnung von etwas größerem, was außerhalb von uns existieren mag.
Manchmal mag der Auslöser hierfür eine bestimmte Situation sein oder eine getroffene Entscheidung, ein anderes Mal eine vielleicht nicht übersehbare Lage, eine unerwünscht aufgedeckte „Wahrheit“, eine Erinnerung an eine nie stattgefundene Zukunft oder auch ein 4-blättriges Kleeblatt - oder eben der scheinbare Zu-Fall ,,, oder was-auch-immer.
Die Beschreibungen sind schier endlos.

„Wenn alles zusammenhängt, dann lässt sich bestenfalls etwas fiktiv aus der Verkettung aller Phänomene herausgreifen.“

Doch was hier „ins Spiel“ kommt scheinen (gezielte?) Prozesse zu sein, die sich mit schon bestehenden Ereignissen verbinden. Wobei jeder Prozess auch ein Ereignis ist und vice versa.
Und mehr: Es scheint sich um parallel stattfindende Geschehnisse zu handeln, die (aufgrund der nun entstandenen Verbindung) zeitweise gemeinsame Erscheinungen hervorrufen und die Geschichte der verknüpften Personen und/oder Phänomene beeinflussen:

Da gab es den Süd-Afrikanischen Astronomen Daniel du Toit, der in einem Vortrag erklärte, dass das Leben nur eine Folgerung zulässt, nämlich, dass der Tod uns jederzeit und überall erwischen kann („strike at any time“). - Nach dem Vortrag setzte er sich und lutschte ein Pfefferminzbonbon, an dem er sich verschluckte und erstickte …

Im Jahre 1883 verließ Henry Ziegland seine langjährige Freundin. Sie nahm das sehr schwer – sie erhängte sich. Ihr Bruder schwor Ziegland für ihren Tod zur Rechenschaft zu ziehen. Er fand ihn und erschoss ihn, dachte er zumindest. Im Glauben jemanden kaltblütig umgebracht zu haben, nahm er sich selber das Leben.
Doch seine „rächende“ Kugel hatte Ziegland nur an der Wange gestriffen und sich dann in einen nahen Baum hinein gebohrt.
Jahre später beschloss Ziegland eben diesen Baum zu beseitigen. Und er hatte die brilliante Idee dies mit Dynamit zu bewerkstelligen. Die Explosion zerriss nicht nur den Baum, auch die Kugel wurde herausgeschleudert. - Sie bohrte sich in den Kopf, der Jahre vorher von dem Bruder der unglücklichen Freundin als Ziel auserkoren war. Und die Rache war doch vollendet worden …

König Umberto der Erste von Italien beschloss am 28. Juli des Jahres 1900 in einem Restaurant in der Stadt Monza zu speisen. Zu seiner Verwunderung stellte sich der Besitzer des Restaurants als sein genaues Ebenbild heraus, und auch sein Name war Umberto. Auch die Frauen der beiden Männer hatten dieselben Namen. Das Restaurant eröffnete an dem Tag an dem Umberto zum König gekrönt wurde. Am nächsten Tag waren beide tot, - erschossen in zu-fälligen Schießereien …

Das letzte Beispiel wurde auch von Charles Fort humorvoll dokumentiert:
Am 26. November 1911 wurden Drei Männer an dem Mord an Sir Edmund Berry für schuldig befunden und zum Tode durch den Strang verurteilt. Man erhängte sie auf dem Greenberry Hill in London. Die Namen der Drei Männer waren Green, Berry und Hill …

Daraus ergeben sich neue Fragen an die (dem Menschen mögliche) Fantasie: denn inwieweit sind diese Geschehnisse möglicherweise doch nur Interpretationen unserer Vorstellungen? Sind es gemeinsame Halluzinationen vom Prozess und dem Ereignis? - Also mechanische bedeutungslose Begebenheiten, die erst in einer späteren Bewertung Sinn ergeben mögen? Was ist dann dieser „Sinn“?

Solche Phänomene nennt man Synchronizitäten, Koinzidenzen, Parallelitäten oder „seltsame Gleichzeitigkeiten“.

Das beschreibt zeitlich und/oder räumlich zusammen fallende Ereignisse, die scheinbar in keiner direkten Verbindung zueinander stehen oder standen, nun aber beginnen sich zu verknüpfen, zu vermischen und dann gemeinsam (meist für nur eine kurze Zeitspanne) zu entwickeln. Der Unterschied zu einem bloßen, quantitativen oder mechanisch auftretenden Zu-Fall ist die hervorgehobene Qualität der dabei neu entstehenden Bedeutsamkeit. Und diese Bedeutsamkeit kann nicht nur ungewöhnliche Sichtweisen und Veränderungen hervorbringen, sie kann in Bereiche vorstoßen, die der gewöhnlichen Schau meist vorenthalten bleiben.

Doch was genau hat sie zu so einem (bedeutungsschwangeren) Moment zusammengeführt? Und was kann eigentlich einen solchen Moment auslösen?
Eine Antwort darauf mag aus einer eher unerwarteten Richtung kommen:

Es gibt eine Geschichte in der CG Jung und S Freud, in einer Bibliothek sich treffend, in einen Streit verfallen. (6)
Beide saßen in dieser Bibliothek und stritten lautstark, als auf einem der emotionalen Höhepunkte des Streits „etwas“ in der Bibliothek („in einem Bücherschaft“) explosionsartig knallte. Jung sagte daraufhin triumphierend: „Und dies bestätigt meine Theorie und deshalb sage ich voraus, dass dieses Phänomen sich in den nächsten Minuten wiederholen wird!“ Was (zur Verblüffung Freuds) tatsächlich auch geschah.

Was wusste Jung? Und was ist diese Substanz dieser Fantasie, wenn man damit auf die (scheinbar) doch angeblich beständige Wirklichkeit sogar physisch einwirken kann?
Solche Geschehnisse, die uns im zweiten Teil (Poltergeister) öfters begegneten.

Um die Eingangsfrage dieses Kapitels aufzugreifen, wage ich jetzt die Behauptung, dass während bestimmter Zeiten anscheinend nicht nur unsere Fähigkeiten ab und zu „schlafen“ müssen …
Aber zu vieles ist schon im Dunkel des Vergessens versunken.

Dementsprechend kann ein Großteil der heutigen Menschheit sein Potential nur noch bedingt ausschöpfen. Von einigen Erfahrungen sind die meisten (speziell die „zivilisierten“) Menschen gnadenlos abgeschnitten worden!

„Es ist leichter die Menschen zu täuschen, als sie davon zu überzeugen, dass sie getäuscht worden sind.“

- Mark Twain, US-Schriftsteller


Mama, da sind Monster unter meinem Bett


Schon seit langer Zeit „spukt“ die Idee herum, das bestimmte Erscheinungen mit Gegenständen oder den von „Unerklärlichkeit“ betroffenen Orten verbunden sind. Viele Literaten und andere Künstler haben sich diese Thematik zunutze gemacht, um solche Ideen unter ihren Lesern und Kritikern zu verbreiten.

„Die Mehrheit der gewöhnlichen Bevölkerung versteht nicht, was wirklich geschieht. Und sie versteht nicht einmal, daß sie es nicht versteht“ 

- Noam Chomsky, Kommunikationswissenschaftler

Und scheinbar existieren solche Gegenstände und Orte tatsächlich. Oder aber auch nicht. -
Doch möglicherweise existieren Zeiten, Dinge und Räume (bzw. die Kombination davon), die es erleichtern könnten bestimmte „Fähigkeiten“ in bestimmten Menschen zu aktivieren ...

Beispiele dafür fanden sich im ersten Teil. Dort wird das faszinierende Geschehen um das Phänomen des Fremdsprachen-Akzent-Syndroms (FAS, Foreign Accent Syndrome) berichtet.

Doch was wäre, wenn das FAS nun gar keine brachliegenden oder bislang unbekannten Begabungen im Menschen aktiviert, sondern nichts anderes ist, als ein Rückfall in die Fähigkeiten vorheriger Leben? Ich glaube ein solcher Gedankengang ist bisher (meines Wissens nach) noch nirgendwo bisher formuliert oder erforscht worden. Und es wäre für Regressionsforscher, die dem Vorhandensein vorheriger Reinkarnationen nicht ablehnend gegenüber stehen, bestimmt spannend ihre Aktivitäten auf das FAS auszuweiten. Und wenn „frühere Leben“ (und damit bestimmte Fähigkeiten) teilweise re-aktiviert werden könnten, wie steht es dann mit anderen Dingen? Gedanken oder „Geist“? Das angehende 20. Jahrhundert (das war kurz nach dem Mittelalter) stand solchen Mutmaßungen teilweise noch offen gegenüber …

Allerdings könnte auch die Idee, dass sich Menschen selbst für die Phänomene auf irgendeine Art und Weise verantwortlich „zeichnen“, sich als ziemlich unzulänglich herausstellen, möglicherweise aber auch als nicht völlig falsch. Das mag solange gelten, solange bis wir (eines Tages vielleicht) den Kontext der wirklichen Erscheinungen verstehen können. Und zu vieles mag tatsächlich nur in der Vorstellungswelt der (immer noch) kindlichen Fantasie „angesiedelt“ sein …
Wir werden sehen. Noch können wir fragen.

Wo bekommen frisch gezeugte „Lebewesen“ ihren „Seelenstoff“ her?
Und wohin verschwindet der, nach dem physischen Tod?
Warum kann das „Ich“ in einigen speziellen Momenten, wie bei Nah-Tod Erfahrungen, scheinbar losgelöst vom physischen Körper existieren und trotzdem Wahrnehmungen sammeln, über Ereignisse, die doch unmöglich zu erlangen waren (Koma, Operation, NDE,etc,)?
Wie können Wirklichkeits-Teilchen an zwei verschiedenen Orten zur selben Zeit existent sein?

Und warum können materielle Objekt andere materielle Objekt scheinbar, unter bestimmten Bedingungen, widerstandslos durchdringen?

Eigentlich erzählt uns die sogenannte etablierte Physik doch immer wieder, dass in einem abgeschlossenen System nichts „verloren gehen“ kann, - und man verweist uns dann auf die, von Griechischen Klüglern erfunden, vier sichtbaren „Elemente“: Feuer, Luft, Erde und Wasser. Wer sich davon noch nicht recht überzeugen lässt, dem werden dann noch die „Aggregatzustände“: fest, flüssig und gasförmig präsentiert. Und um letzte Zweifel zu beseitigen wird dann noch Einstein herausgekramt, nämlich das die sichtbare Materie doch letztendlich nichts anderes ist, als die eine oder andere Form von Energie. Und wem das immer noch ungenügend ist, der bekommt es mit dem (unergründlichen) Wirken der Quantenmechanik, dem „neuen Okkulten“ zu tun, und hier ist nun noch so gut wie alles möglich. Und, wie „Gottes Wege“, ebenso unüberschaubar …

Doch ursprünglich waren solche Vorstellungen (und späteren „Theorien“), wie jede ausgedachte oder praktische Erfindung auch, ganz am Anfang - doch auch nichts anderes als nur reine Idee, - Gedankengänge, also „Geist“ …


Jede Idee, Erfindung oder Realisation von Irgendetwas war zu Beginn ihrer „Schöpfung“ nichts als eine virtuelle, aber geistige Imagination. Nur wenige Forscher haben die materielle Existenz von ALLEM so bedingungslos vertreten, wie GI Gurdjieff. Und Gurdjieff „erdachte“ sich (obwohl er stets darauf verwies, dass es sich nicht um eigene Erfindungen, sondern um Teile eines uralten und überlieferten Wissens der Menschheit handelte) eine Kosmologie, die sich in ihren Gesetzmäßigkeiten, ihren Äußerungen, ihrer Physik, Chemie, Biologie, Psychologie, etc. streng von den Glaubensmodellen der heutigen Wissenschaften unterschied, und trotzdem genauso gut erklärte und funktionierte. In einigen Dingen vermutlich sogar deutlich präziser und, entwicklungstechnisch gesprochen, auch wesentlich vernünftiger wirkte. Aber, wer will (oder KANN) hier schon urteilen?

Tatsächlich aber ist eine Alternative erst dann als Gegenvorschlag überhaupt präsent, wenn diese auch die gleiche Behandlung, die unbeeinflusste Aufmerksamkeit und den scheinbaren Widerspruch, erfährt, wie die als bisher angenommene.

Doch ist so etwas heutzutage (außer in kleinen Gruppen) wohl gar nicht mehr möglich, dafür ist die Arroganz, das Blendwerk und die Hypnose von fehlender Grundlagenforschung meiner Meinung nach schon viel zu weit fortgeschritten. Ich werde im Vierten Teil das oben Gesagte (oder diese Festellung) noch präzisieren. Bis dahin: Für Gurdjieff waren Gedanken ebenso materiell wie eine Karotte oder ein Stern - und dahingehend zeitlich und räumlich einzustufen, mess- und sogar wiegbar … Bisher haben wir noch keine Möglichkeit solche Behauptungen anders als im Geist nachzuprüfen. Sokrates wäre sicher höchst erfreut darüber. Aber, wie so oft, - der Beobachter beeinflusst mal wieder hier.

Und manchmal scheint es, wenn man sich all das Ungesagte, Unbekannte und hypothetisch Formuliert vor Augen führt, dass das „gängige“ Weltbild, was uns angeblich von der „objektiven Wissenschaft“ präsentiert wird, nicht mehr ist, als ein Sammelsurium von (Macht und Ideologien geleiteten) Interessen. Kurz, sich uns als eine Art dogmatischer Rechthaberei präsentiert, als eine Doktrin voller Behauptungen, Unwahrheiten, nicht-Assimilierbarem und unfähig mit dem Ballast und dem Abfall der Jahrhunderte umzugehen. Und mit dem grundsätzlichen Widerspruch!

Wir sollten den reinen Wissenschaftsglauben niemals mit der praktischen Nutzung der Natur (und ihren Eigenschaften) verwechseln. Das eine ist einfach abgeschaut und (vergleichend) nachgebaut, das andere ist nur ein höchst theokratisches Konzept. Das Problem mit der Wirklichkeit.

Aber was ist diese Wirklichkeit?
So „weiß“, beispielsweise, die New York Times in ihrer Ausgabe vom 7. Februar 1961:

„Wenn die Wahrheit über die fliegenden Scheiben Allgemeingut wird – und sie wird es eines Tages – dann wird die Wirkung auf die, die sie bisher als Unsinn erklärten, wahrhaft schockierend sein. Dieser Schock kann so groß sein, dass er die Regierungen auf unserer Welt stürzt und sie ein Chaos hinterlassen, bis neue Führer gefunden werden, die imstande sind, die Welt mit einer vollkommen neuen Lebensaufgabe zu leiten.“

Das letztliche Problem ist, wie eigentlich immer: - Wer weiß?
Und Gedanken sind irgendwann letztlich messbar, - denn es ist Geist! - Was ist mit Gedanken unter dem Eindruck der eigenen Präsenz? Sind das vielleicht Geister? Zumindest sind es Emanationen.

Und wer ahnt auch nur, wie lange solcherart Emanationen getrennt von „physischen“ Körpern und unabhängig existieren könnten? Und ob und überhaupt? Bis zum heutigen Tag scheint „die Wissenschaft“ kein gängiges Konzept zu finden, was eigentlich unter „Leben“ verstanden werden kann. Im Gegenteil.
Immer neue Funde in „Grenzbereichen“ verkomplizieren den doch so einfachen Blick des angehenden 20. Jahrhunderts weiter und weiter. Und verschieben dankbar die Grenzen des physischen Todes.

Doch bislang wird die mathematische Teilmenge des „Lebens, so wie wir es ausdrücken“ als hinlänglich gegeben angesehen, und immer seltener lässt sich diese theoretische Ansicht in der Praxis halten.

Eines Tages werden wir, vielleicht, die Natur, die scheinbar leblosen Gesteine, die Berge oder den Sand der Wüsten, mit ganz anderen Augen schauen. Und wir kurzlebige Geschöpfe werden unsere Aufmerksamkeit den Sternen zuwenden und möglicherweise sogar unseren eigenen Planeten mit ganz anderen Augen betrachten lernen …


Befremdliche, sonderbare Angreifer


Von der Willkür von Grenzziehungen


Schon als Kind haben dunkle, fremde Orte, unbekannte Personen oder schlicht: von eigenen (oder anderen) produzierte Fantasien Schattenspiele in uns Ängste und Unsicherheiten hervorgerufen.
Was geschieht am Rande unseres Blickfeldes? Versteckt sich dort etwas im Dunkel? Lauert irgendwo etwas, dass nur auf einen unbedachten Augenblick wartet, um sich an uns heranzumachen? Wo ist nur der beruhigende Lichtschalter?

Doch die, mit solchen Vorstellungen erfahreneren, „Erwachsenen“ wussten immer wieder uns uns zu beruhigen und uns auf den wild gewordenen Fluss erschrockener Gefühle und auf das Geschwätz sich-selbst-verlorener Gedanken hinzuweisen. - Auf den ängstlichen „Geist“, der auf vielleicht eine Lange Zeitspanne der (scheinbar) unnütz gewordenen Überlebensinstinkte zurück schaut und diese (wie die verschwenderischen Äpfel im Herbst) vielleicht trotzdem einfach weiterhin produziert?

Und danach finden wir uns auch in den Räumen des „Bekannten“ und „Erforschten“, des Ungefährlichen, wieder, - und schon ist alles (meistens) dann auch wieder gut. Der scheinbare Albdruck ist dem Traum der Beruhigung gewichen und wir „erwachen“ wieder zu einer uns bekannten Wirklichkeit ...
Und tatsächlich tauchen solche „unwirklichen“ Schattengestalten, die uns im Traum oder bis nach Hause verfolgen oder sich dort schon eingeschlichen haben, in der bekannten und „etablierten“ Welt doch auch fast gar nicht auf. - Gefahren für den Menschen kommen hier meist vom Menschen selber!

Hier finden sich „Tyrannen“, „Räuber“, „Mörder“ und etliche andere Begriffe, die im Hirn spezieller „Menschen“ entstanden und bis zum heutigen Tag um ihre Existenzberechtigung streiten. - Aber allen diesen sind wohl die wenig erstrebenswerten Attribute „Gier“, „Gewalt“, „Unmäßigkeit“ und „Selbstsucht“ zuzuordnen.

So, wie die Überlebensinstinkte sich behaupten, so behauptet sich auch die vor-zivilisatorische Seite des Menschen, die vermeint mit genügendem Druck oder mit ausreichend Gewalt ließe sich die Wirklichkeit ihren (kurzfristigen) Wünschen gemäß unterordnen und sogar formen.
Ist Politik heute wirklich mehr, als der Streit um Grenzlinien?

Doch fanden sich auch (wenig beachtet) im Laufe der Geschichte wiederholt seltsame Phantome, unerklärliche Schatten, die den Weg der Menschen zu ihrem Zuhause verfolgten, oder sich dort schon eingeschlichen hatten.
Und einige dieser „Schatten“ begannen sogar, diese so verfolgten, Menschen zu attackieren.
Phantome, die uns zeigen könnten, dass unsere Angst vor der Dunkelheit nicht immer ein Produkt der Fantasie – oder des fiebrigen „Geistes“ ist, sondern, dass manchmal wirklich gefährliche Mächte in den Schatten lauern können …

Die Grenze zwischen Genie und Wahnsinn wird als „schmal“ beschrieben (7), wie steht es dann eigentlich mit der Grenze zwischen der angenommenen Wirklichkeit und dem Übernatürlichen?
Und als wie „stabil“ wird sich diese Grenzlinie erweisen im Ränkespiel der Schatten, der Vernunft und der erklärten Wirklichkeit?
Und was ist das dann für eine Wirklichkeit, in der sich solche Erscheinungen einfach miteinander vermischen können?
Schatten mögen „verschwinden“ wenn Licht auf sie gerichtet wird, aber um den Blick auf das nun Schattenlose zu klären bedarf es vermutlich einer gänzlich anderen Sichtweise.


Träume sind … manchmal auch Hinweise


Im Jahr 1830 lebte und arbeitete ein Pfarrer, namens Perring, in einer dörflichen Pfarrgemeinde, die heute ein Teil von London ist. In dieser Zeit war es nur ein kleines Randdorf.
Perring hatte seinen ältesten Sohn verloren und er bestattete den Jungen (der starb mit 17 Jahren) in den Gewölben seiner Kirche. Alles ging seinen Gang. Doch schon kurze Zeit später begann das Merkwürdige. Zwei Nächte nach dem Begräbnis hatte der Pfarrer einen merkwürdigen Traum.

In diesem Traum sah er seinen Sohn im nun blutbefleckten Leichentuch, mit einem Gesicht von unsagbaren Schmerzen erfüllt. Er hörte ihn bitten, er möge kommen und ihn verteidigen, denn etwas – oder jemand – wollte ihn nicht in Frieden ruhen lassen!

Der Pfarrer schob diesen Traum, aus dem er schweißgebadet erwachte, dem plötzlichen Verlust seines Sohnes und seiner eigenen Niedergeschlagenheit zu und ignorierte ihn. Vergrub sich stattdessen in sein Tagewerk und vertraute auf Gott, dass er das richtige tat.

Doch der Traum wiederholte sich. Wieder bat ihn „sein Sohn“ eindringlich seinen Körper vor der Entweihung zu schützen, - denn etwas war gerade dabei seinen Körper zu entweihen, ihm Gewalt anzutun …
Und der Pfarrer begann zu zweifeln. - Seinen eigenen Zustand, in den er geriet, beschrieb er als irgendwo zwischen „Wahnsinn und der Weisheit der Offenbarung“. Das Traumgeschehen, die scheinbare Stimme seines Sohnes aus dem Grab heraus, ließ ihn jedoch nicht wieder los. Also traf er die Entscheidung dem merkwürdigen Traum nachzuspüren ...

Früh am nächsten Morgen machte er sich auf den Weg zum Haus eines Angestellten, des Verwalters, der die Kirchen- und Gewölbeschlüssel verwahrte, nur um zu erfahren, dass gerade der Hauptschlüssel für das Gewölbe zu-fällig zerbrochen war und zum Schmied zur Reparatur gebracht werden musste. Der Verwalter gab den Hinweis, dass es nur einige Tage dauern würde, doch der Pfarrer, immer unsicherer über die mögliche Gefahr hinter dem Traumgebilde, besorgte sich bei dem Schmied, zum Schrecken des Vikars, eine Brechstange. Der Verwalter bestand nun darauf die weiteren Handlungen des Pfarrers zu begleiten.

Mit einem schweren Hammer wurden die Schrauben, die Scharniere und die restlichen Befestigungen der Gewölbetür beseitigt und die beiden Männer gingen in das Innere des Raumes hinein. Dieser Augenblick wurde als „feierlich“ beschrieben, eine „Feierlichkeit, die mit Ehrfurcht vermischt war“ …
Der „von Schrecken geplagte“ Vater eilte sofort zum Sarg seines Sohnes.

Der Sarg war aus der Aussparung der Wand, in die die Särge gebettet wurden, herausgerissen worden. Er lag nun auf dem Ziegelboden und der Sargdeckel lag lose darauf, doch war jede Schraube der Halterung entfernt worden. Der Körper des Sohnes lag im Sarg, eingehüllt in das Leichentuch, dass aber im Kopfbereich dunkle Blutflecken aufwies.
Sofort begannen die Männer den Leichnam zu untersuchen. - Der Kopf war nach hinten gekippt worden, der Kiefer war ausgerenkt worden und hing „mit dem grässlichsten Ausdruck von Grauen“ schlaff auf der Brust. Alle seine Zähne waren verschwunden! - Dem Blut nach waren sie, kurz nach der Bestattung schon, mit Gewalt herausgezogen worden.

Der Übeltäter wurde schnell gefunden. Es handelte sich um den Sohn des Verwalters, der der Zahnarzt und Barbier des Dorfes war, aber wohl auch als Leichenbestatter arbeitete, denn er besaß die Zweitschlüssel zu dem Gewölbe. Der Sohn des Pfarrers hatte zeitlebens außergewöhnlich schöne Zähne gehabt und der Sohn des Verwalters hoffte mit diesen Zähnen einen beträchtlichen Gewinn in seinem Geschäft erzielen zu können.
Das Geschehen wurde in der Öffentlichkeit heruntergespielt. Der Pfarrer, gezeichnet von dem Erlebten beschloss die Pfarrgemeinde zu verlassen. Er ließ sich als Soldat anwerben.
Der Verwalter wurde umgehend versetzt, verstarb jedoch rasch danach.


Verwirrend? Warum hatte der Zahnarzt den Ort seiner Machenschaften nicht wieder hergerichtet? War der Sarg zu schwer für den einzelnen Mann? Und wer schickte dem Vater diese Träume? Oder waren dies „unbewusste“ Warnungen über Geschehnisse, von denen er doch überhaupt nichts wissen konnte? Und so seltsam geht es weiter …


Hexerei und Heiligkeit sind die einzigen Realitäten (8)

Marie Mesmin, eine arme Haushälterin und Pförtnerin, machte im Jahr 1907, mit 52 Jahren, eine erneute Wallfahrt nach Lourdes. Von dort brachte sie eine der dort verkauften, also nicht ungewöhnlichen, Gipsstatuetten mit zurück. Diese Statuetten werden dort, im Andenken der „Heiligen Jungfrau der Grotte“, verkauft. - Diese war der 14-jährigen Bernadette Soubirous am 11. Februar 1858 in dieser Grotte unweit von Lourdes erschienen. Durch spontane Wunderheilungen wurde diese Stätte weltberühmt.

Und Marie Mesmin war auch nicht irgendwer. 1905 war sie (ebenfalls in Lourdes) schon von einer schweren Krankheit geheilt worden, worin sie allein Gottes Macht und Wirken sah. Sie hatte auch Visionen und erlangte durch ihre Hellsichtigkeit eine gewisse Berühmtheit. Bis heute.
Im Jahr 1902 sagte sie:

„Wenn ihr wüsstet, was geschehen wird, wäret ihr in Angst und Schrecken. Es kommt ein Krieg, wie man einen solchen noch nie erlebt hat. Bis zu fünfzig Jahren werden alle Männer in den Krieg ziehen müssen. Ich sehe, wie große Vögel Feuer auf die Städte fallen lassen. Es wird außer Krieg auch Pest und andere, gänzlich unbekannte Krankheiten geben, von denen die Ärzte nichts wissen. Es kommen große Erdbeben, und Berge werden sich bewegen. Es kommt Hungersnot und Revolution; man wird sich verstecken müssen. Es kommt der Tag, wo die Reichen ebenso leiden wie die Armen, wo das Geld nichts mehr wert sein wird.“

Und unmittelbar nach dem ersten Weltkrieg wusste sie:


„Es kommt noch eine Prüfungszeit, die schrecklich sein wird. Gott wird die Menschen sieben, und jene, die nichts hören und nichts verstehen wollen, werden inmitten dieser Plagen zugrunde gehen. Es gibt Leute, die auf einen von Gott gesandten König hoffen, der die Ordnung wieder herstellen soll. Ist das möglich bei der schlechten Gesinnung, die überall herrscht? Bevor ein König kommen kann, muss die Welt vollständig anders geworden sein, und nur große Strafen werden diese vollständige Umwandlung zustande bringen.“

Madame Mesmin erwarb also dieses Bildnis der „Jungfrau“ und stellte es in ihrer Küche auf. Während ihrer täglichen Gebete bemerkte sie plotzlich, dass Tränen aus den Gipsaugen der Statuette kamen und ihre Gipswangen herunter rollten ...
Doch der Priester, dem sie das Wunder umgehend meldete, war nicht davon überzeugt und riet ihr mit niemandem darüber zu sprechen. Trotzdem (oder gerade deswegen) verbreitete sich diese Nachricht unter den Gläubigen, und Pilger kamen aus ganz Frankreich und sogar aus fremden Ländern, um das Wunder zu erleben.

Das führte zu seltsamen Vorwürfen und Angriffen. - 1920 wurde das folgende Geschehen ein Fall für das Strafgericht von Bordeaux, in dem die Verteidigung den Vorwurf der Hexerei (oder vielleicht besser: des psychischen Angriffs unter dem Namen der Hexerei) vorbrachte.

Als bekannt wurde, dass diese Tränen sogar Kranke heilten, erhöhte sich, sehr zum Unwillen der Kirche, der Zustrom der Pilgernden. Diese „Tränen“ konnten von jedem eingesammelt werden. Ein Kassierer der Nationalen Versicherungsgesellschaft gab vor Gericht zu Protokoll, dass er selbst ein kleines Glas voll der Tränen gesammelt hatte. Er sagte auch, dass, wenn ein größeres Glas gebracht wurde, auch das neue Glas bis an den Rand mit Tränenflüssigkeit gefüllt wurde.

Eine Flasche, voll dieser angeblichen Tränenflüssigkeit, wurde in das örtliche Kloster geschickt; dort von der skeptischen Vorgesetzten „Mutter“ an einen Chemiker weitergeleitet, der die Flüssigkeit untersuchte.
Es stellte sich (für ihn und seine Prüfmethoden) als einfaches Wasser ohne Salz- und Schleimanteile heraus. Das aber sind beides Dinge, die man (zumindest) in menschlichen Tränen findet und erwartet.
Das führte zum Verdacht der Hochstapelei.

Die Statuette wurde daraufhin, auf Befehl des Erzbischofs, in das Kloster gebracht, womit das Phänomen der Tränen auch unmittelbar wieder aufhörte.
Marie Mesmin ersetzte nun die fehlende Statuette mit einer Reproduktion der „Santissima Maria Bambina“ von Mailand, die sie ebenfalls in ihrer Küche aufstellte. - Und das Wunder begann sich alsbald zu wiederholen: Tränen flossen erneut, diesmal aus emaillierten Augen ...

Es wurden Vermutungen gemacht, dass die Feuchtigkeit der Küche (die sich im Keller des Hauses befand) eine Kondensation auf den jeweiligen Standbildern hervorrief, aber das allein konnte den üppigen Wasserfluss nicht ausmachen oder erklären. Und letztlich hätten auch andere Gegenstände in der Küche betroffen sein müssen. Dem war aber nicht so.

Die Besitzer des Hauses, verärgert über den ständigen (und wachsenden) Pilgerandrang kündigten Marie Mesmin das Mietverhältnis. Sie kam woanders unter, ihre „Wunder“-Reproduktion aber wurde von gläubigen Anhängern in einer extra eingerichteten Hauskapelle ausgestellt.
Doch die Tränen blieben diesmal aus. -
Allerdings hatte sich nur die „Natur“ des Wunders geändert: statt Tränen zu „weinen“ umgab das Bildnis nun ein „seltsamer und entzückender Duft“, der sich, wie ein Parfum, im herangereichten Stoff verfing.

Während des folgenden 1. Weltkrieges waren Bilder und Tücher, die diesen „himmlischen Duft“ trugen, unter den Soldaten und an der Front sehr gefragt. Sogar ein umfangreicher Handel mit diesen „frommen Objekten“ begann sich zu entwickeln. Das wiederum geschah unter der Leitung eines syrischen Priesters (Archimandrit Saboungi, Generalvikar der Diözese Sidon, Doktor der Philosophie und Theologie von Rom), der in Frankreich durch den Krieg gestrandet war.

Drei Jahre später überwarf sich Marie Mesmin mit dem Priester. Sie beschuldigte ihn sogar mit den Luciferianern (einer Sekte Satans, die diesen als Lichtgestalt verehrt) zu paktieren, sie geistig zu attackieren und zu quälen. Saboungi begab sich, aufgrund dieser Anschuldigungen, daraufhin in das 200km entfernte Nantes.
Marie Mesmin behauptete nun weiter, dass sie (aufgrund ihrer hellseherischen Fähigkeiten) des Nachts seine blutigen Riten und Schwarzen Messen verfolgen könnte, ja auch Silhouetten seiner möglichen Opfer sah …

"Von Nantes aus verfolgte Sapounghi mich ständig. Er hat versucht, mich verrückt zu machen. Er schickte mir mörderische Gedanken gegen jeden. Er produzierte eine magnetische Kraft in mir. Ich weiß, dass er, als er in meinem Haus war, schwarze Magie praktizierte. Er tat das Blut von Kröten und anderen Tieren in einen Kelch, und er stellte diesen Kelch zwischen die Brüste einer Wachspuppe, die eine nackte Frau repräsentierte."

Hilfe bekam sie von einem Kleriker aus Bordeaux, der vermeinte ihre Anfälle seien einem, von Saboungi gesandten, mit Hexerei erzeugten Dämon zuzuschreiben. Mit der Erlaubnis des Kardinal-Erzbischofs begann er mit einem Exorzimus. Er bezeugte, dass der Dämon, gefoltert von heiligem Wasser, durch ihren Mund, um den Tod des Mannes bat, der ihn geschickt hatte.

Das machte die Runde!

Im Kreis der Gläubigen verbreitete sich die Ansicht, dass Saboungi Leid und Tod (speziell auf seine Feinde) brachte. Aufgestachelt davon entschlossen sich vier Männer (M.de Floris; Makler, M.Cardon; Polizeiinspektor, M.Berton; Dirigent und M.Parantel: Bankkassierer), im Glauben keine Hilfe von der ungläubigen Justiz zu erhalten, den „bösen“ Praktiken des Syrischen Priesters ein Ende zu setzen. Sie gingen heimlich nach Nantes, überfielen Saboungi, fesselten ihn an sein Bett und verprügelten ihn mit einem Holzpaddel, einer Hundepeitsche und einem Autoreifenschlauch, der mit Blei gefüllt war.
Dann durchsuchten sie das Zimmer nach Beweisen seiner nächtlichen Hexerei und fanden, neben einem menschlichen Schädel, eine Wachsfigur, die „alle Anzeichen des satanischen Umgangs“ trug, mit dem Marie Mesmin gefoltert worden war …

Mme. Mesmin, die nichts von den Machenschaften der Männer ahnte, wurde, genau in dem Augenblick, als man den Priester zerschlagen und blutend in seinem Zimmer fand, Hunderte Kilometer von Bordeaux entfernt, unerklärlicherweise von ihrem Leiden erlöst.
Man kann nun alles Mögliche spekulieren ...

Damit begann auch der Gerichtsprozess. Der Priester klagte gegen seine „ungerechtfertigten“ Angreifer.
Die Verteidigung brachte viele Zeugen vor, neben Marie Mesmin, die die Verletzungen durch Saboungis Hexerei bestätigten. Auch wurden Dr. Rochas und dessen überzeugenswerte Experimente (9) zitiert, was das Gericht aber wohl nicht sonderlich beeindruckte. Zumindest nicht hinsichtlich des gewalttätigen Übergriffs: Die vier Männer wurden zu jeweils drei Monaten Gefängnis, wegen „unprovoziertem Angriff“ auf den Priester, verurteilt. - Letztlich wurde das Urteil aber so formuliert, um das Hexenproblem (der damaligen Wissenschaft gegenüber) doch eher unbestimmt zu lassen:

„Dass es beim derzeitigen Stand der Wissenschaft nicht sicher ist, ob die Verletzungen, über die Marie Mesmin klagt, tatsächlich durch die Missetaten des Abbe Saboungi verursacht wurden und ob ihr Leben wirklich in Gefahr war.“

In den Protokollen wurde jedoch festgehalten, dass Mme. Mesmin von „unsichtbaren Angreifern“ gebissen wurde, die gut dokumentierte Zahnabdrücke in ihrem Gesicht hinterließen.
Das Gericht fuhr fort:

Dass es andererseits nicht sicher ist, dass die von den Angeklagten angewandten Mittel von der Natur waren, dem Leiden, das sie fühlte, ein Ende zu machen. -
Wir haben also in der Rechtssache Bordeaux keine gerichtliche Entscheidung über die Validierung (rechtsgültige Entscheidung) der Wirklichkeit der Hexerei zu treffen, sondern die respektvolle Anhörung, die ihr gegeben wurde, und das unverbindliche Urteil führt uns zu der Erwartung, dass dies in der Zukunft entschieden werden wird.“



(…) - Bislang wird Hexerei eher offiziell ignoriert, totgeschwiegen, lächerlich gemacht oder als Grund für psychische Unangepasstheit genommen. Von einer gerechten Aufarbeitung habe ich noch niemals etwas gehört, im Gegenteil. Ständig werden die Schubladen mit angeblich bekannten Namen beschrieben; und in diesen verschwindet das Unbekannte, Ungewollte oder nicht-Assimilierbare eben.
Aber so eine Zukunft kann auch eine lange Zeit noch entfernt sein, nicht wahr? Und was ist nicht verhältnismäßig? Relativität etwa?

Legt man nun Marie Mesmins eigene paranormale Fähigkeiten zugrunde, die sich bislang eher im hellseherischen Bereich manifestierten, aber vielleicht auch bei den tränenden Statuetten, addiert dazu eine gehörige Portion psychoaktiver Ablehnung, die sie dem Syrischen Priester entgegen brachte, und ruft man sich die Manifestationen und Materialisationen früherer Berichte hier, wie etwa der der Anneliese Michel oder des Cideville Poltergeistes noch einmal in Erinnerung, dann wäre es auch durchaus denkbar, dass Marie Mesmin diesen Angriffen durch „sie selbst“ ausgesetzt war ...
Und der Priester, der vielleicht nur als eine Art persönlicher Katalysator wirkte, wirklich unschuldig war ...
Rein hypothetisch gesprochen.

Was aber, wenn der persönliche Grund wegfällt?
Was, wenn solcherart Attacken unpersönlicher Natur sind?


Terror aus dem Nichts oder Alles in Ordnung, Louie

Anfang November 1927 geschah auf der Camdenbrücke (Federal Street Bridge) in New Jersey etwas Rätselhaftes, ja Gespenstisches … - Fünf Personenwagen und ein Bus der Stadt wurden von unsichtbaren Angreifern „beschossen“. Glücklicherweise wurden dabei (anfangs) keine Menschen verletzt.
Windschutzscheiben wurden zerschmettert und Karosserien beschädigt.

Das rief die Polizei auf den Plan, die sofort einen Amokläufer vermutete, der mit einer Waffe auf die vorbeifahrenden Autos schoss. … Das Problem, das sich nach der Untersuchung der Autos ergab war, dass nicht nur keine Kugeln (oder andere Projektile) gefunden werden konnten, auch die Beschädigungen der Karosserien wiesen keine, für Schusswaffen typische, Einschläge (Geometrien und Gehäuse) auf. - Und auch der Standort des Angreifers konnte einfach nicht ermittelt werden …

Es wurde eine größere Untersuchung eingeleitet, um dem „Schützen“ auf die Spur zu kommen, vermutlich da eines der Opfer, der ehemalige Staatssekretär Albert S. Woodruff, immer noch prominent genug war und deshalb genügend Einfluss dahingehend gelten machen konnte.

Bei der folgenden Untersuchung der Behörden wurde der Polizeiinspektor John J. Rodgers, auf dem Weg die Brücke zu inspizieren, zweimal von dem unsichtbaren Angreifer getroffen und schwer im Rücken verletzt. Ein Schuss verfehlte sein „Ziel“. Doch dieses Mal wurden die Inspektoren fündig: Keine Kugel, sondern ein seltsamer, blauer Marmor war in den Körper des Beamten eingedrungen.
Allerdings stellte sich nun die Frage, wie ein solches Geschoss so beschleunigt werden konnte, in einen menschlichen Körper so tief einzudringen und ihn derartig zu verletzen …, vor allem – aus was für einer Entfernung? - Denn es war wieder kein Angreifer auszumachen …
Bei der Untersuchung des dritten Schusses stellte man eine beachtliche Delle im Stahlgeländer der Brücke fest, und das, obwohl der Schuss den Stahl offensichtlich nur gestreift hatte.

Eine erweiterte Suche, die diesmal auch die Häuser der Umgebung einschloss, brachte auch keinen Hinweis auf den Täter. Was also tun?

Offiziell gab die Polizei bekannt, trotz der nachweisbaren Verletzung des Polizeiinspektors durch ein Marmor-Projektil, dass die Beschädigungen der Fahrzeuge und die Verletzung des Polizisten durch Pistolenkugeln entstanden waren, und zwar mit einem Kaliber 22 oder 25. - Und dies, obwohl (außer dem Marmor) keine weiteren Geschosse gefunden werden konnten. Eine gängige Praxis mit dem nicht-Erklärbaren und nicht-Assimilierbaren umzugehen. Die Reduktion auf angeblich Bekanntes. Die Lüge der Behauptung.

Doch die Angriffe hörten deswegen nicht auf. Das betroffene Gebiet wurde sogar größer.

Personenwagen, Taxis und Busse wurden weiter zur Zielscheibe des unbekannten Angreifers, aber auch Straßenlaternen. Insgesamt wurden diesmal 11 Fahrzeuge angegriffen. Zeugen sagten übereinstimmend aus, dass überhaupt keine Schüsse zu hören waren. Und wieder wurden keine Kugeln gefunden. Und ebenso keine Spur des Angreifers. Verwirrender war, dass man nicht einmal einen Ort finden konnte, von dem die (angeblich gezielten) Attacken ausgingen.

Während die Behörden noch versuchten Erklärungen zu finden, wurde das attackierte Gebiet schon wieder ausgedehnt. Dieses Mal fanden die Angriffe an den verschiedensten Orten statt, doch immer innerhalb der Umgebung von Camden. In Cramer Hill wurde ein Geschäft (Gottlob Mayers) angegriffen: Das unauffindbare Projektil zersprengte die Tafelglastür des Ladens. Man einigte sich zwar darauf das der Angriff von außerhalb des Geschäftes geschehen sein musste, fand aber auch nach gründlichster Inspektion im Inneren kein Geschoss. Es sah aus, als hätte sich das Geschoss einfach in „dünne Luft“ aufgelöst. Zeugenaussagen bestätigten auch hier, dass kein Schuss zu hören gewesen war, geschweige davon, dass ein Angreifer gesichtet werden konnte.

Kein Angreifer, keine Geräusche und auch keine Kugeln. Und auch scheinbar keine persönliche Absicht. - Die Attacken wirkten wie zufällig ausgewählt. Man sprach von der bewussten Verbreitung von Terror und von Chaos. Doch auch hierfür gab es keine Beweise …
War es der selbe Angreifer? Oder war es nun ein Nachahmer? Das ganze Geschehen war rätselhaft.
Es konnten einfach keine Schuldigen und auch keine zufriedenstellenden Erklärungen für die Angriffe gefunden werden.

Ähnlich Attacken gab es in Collingswood und in Lindenwood. Und auch hier das gleiche Bild: Keine Geräusche und keine Kugeln. - Doch nach einigen der vielen Angriffe wurden merkwürdige andere Geschosse gefunden: vernickelte Schrauben … und wieder blauer Marmor.

Nun vermutete man, dass der Angreifer entweder mit einer Art Hochleistungs-Luftpistole oder mit einer großen Schleuder die Attacken ausführte. Doch um was es sich dabei handeln könnte war nicht bekannt, denn so eine Luftpistole oder eine, eine derartige Kraft über große Distanzen entwickelnde, Schleuder gab es (nach Meinung der Behörden) nicht. Und die bloße Menge an Zerstörung widersprach dem auch. Oder die unbekannte Waffe verfügte über einen besonders entwickelten Schalldämpfer. Doch da war immer noch das Problem mit der Entfernung.

Man verhaftete einen kleinen Jungen, der das Pech hatte in der Nähe (zumindest) der Brücke zu wohnen, doch scheiterten die Behörden an der Frage: Wie denn dies alles anzurichten dem Jungen überhaupt möglich gewesen sein könnte? …  Man war verzweifelt. - Der gespenstische Schütze konnte jeden und jederzeit angreifen.
Niemand war mehr sicher.
Und es breitete sich Panik in der Bevölkerung aus. Zwar gab es keine Todesopfer, doch manche glaubten, dass dies nur noch eine Frage der Zeit war. Die Menschen hatten Angst ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen. Die Brücke wurde nun gänzlich gemieden. Jedem Hinweis wurde nachgegangen.
War es noch der ursprüngliche Angreifer oder doch ein Nachahmer?
Und wie konnte ein Nachahmer die Kugeln und Geschosse auch so einfach verschwinden lassen?
Wie war es dem Täter überhaupt möglich den Nachforschungen der Polizei immer wieder auszuweichen?
War es ein Einzelgänger oder waren es mehrere Täter?
Was man sich auch ausdachte, - jede „Spur“ verlief ins Nirgendwo.

Dann kam ein Hinweis von zwei jungen Frauen, deren Schlafzimmerfenster frühmorgens von von einer Kugel durchbohrt worden war. Diesmal war es wirklich eine Kugel, denn sie wurde am Tatort gefunden. Und sie hatte das Kaliber 32 …
Beide Frauen bezeugten einen sehr hochgewachsenen fremden Mann mit einer Pistole gesehen zu haben, der auf der Straße vor ihrem Haus lauerte und zu ihrem Fenster hoch starrte. Als er ihrer gewahr wurde lief er mit außergewöhnlicher Geschwindigkeit davon. Und als er die Ecke des Hauses erreichte, hörten sie ihn sagen:
„Es ist alles in Ordnung, Louie.“
Nachforschungen über „Louie“ oder den hochgewachsenen Fremden blieben ergebnislos, ebenso über die Waffe. Man konnte nicht einmal die Richtung bestimmen, von wo aus der Schuss auf das Fenster abgegeben worden war.
Ich nehme an, es herrschte eine allgemeine emotional geladene Unsicherheit und Verwirrung.
Die Wut und die Panik unter der hiesigen Bevölkerung jedenfalls wuchs. Jetzt hatte man auch ein (mögliches, aber meiner Meinung nach wenig wahrscheinliches) Bild des Angreifers. Und er hatte einen Komplizen bekommen ... Man glaubte an etwas Fassbares.

1928 hörten die Angriffe so plötzlich auf, wie sie begonnen hatten.
Bis heute sind die Geschehnisse von 1927 in der Umgebung von Camden ein ungelöstes Rätsel.

 

 

 





Wird fortgesetzt ...

 

 



Einige Anmerkungen oder Ergänzungen

Alle Zitate, die nicht gesondert bezeichnet wurden, stammen von Charles Hoy Fort.

(1) Anhänger der Freud'schen Unterdrückungslehre für vielschichtige Ausdrucksformen im Reizverhalten zum späteren, möglichen Paarungsgeschehen dürften beim Anblick der Form einer Kirsche (ebenso vermutlich) unter Schamesröte erblassen. Es ist für den eingeschränkten Sucher einfach Formen in ihrem Zweck zu entfremden, wenn er sich dabei den Versuchungen seiner eigenen Fantasie ausgesetzt sieht. Behaupte ich jetzt einfach mal so. Und das meine ich auch mit einem anthropomorphen Weltbild.

(2) Ein Zitat aus der TV-Serie „Prisoner", die eine fiktive Welt der absoluten Kontrolle präsentieren soll.
Aber davon ist unsere Wirklichkeit bestimmt noch weit entfernt.

(3) "Nicht nur Deutsche schauen weg. Alle Europäer, alle Hedonisten, die hoffen, daß es irgendwie weitergeht, ohne selbst einen Finger dafür zu rühren, ohne sich korrekt zu informieren, die einfach die Verantwortung an unfähige, sich dem Verrat an Europa und an anderen Regionen verpflichteten Politikern deligieren! Mittäter durch pure Passivität. Und wenn sie irgendein Boulevardblatt durchgeblättert haben, fühlen sie sich ausreichend informiert und das genügt ihnen."
- "Loup" im Contra-Magazin (zwar ein Kommentar zu Syrien, aber passt schon, irgendwie ...)
 

(4) Wir sprechen heutzutage bei derartigen Erscheinungen von „Orbs“. Diese Erscheinungen sind oft für die Beobachter unsichtbar, finden sich aber auf gemachten Fotos in erstaunlicher Anzahl wieder. Oft können sie auch direkt beobachtet werden. In einigen Gegenden ist von Irrlichtern die Rede, wenn es zu solchen Erscheinungen kommt, gerade in sumpfigen oder morastigen Umgebungen. Auch die interessante Frage, ob, und in wie weit, das Phänomen der Kugelblitze mit dem Orb-Phänomen in Beziehung steht, kann nicht hinreichend geklärt werden. Das liegt auch an der unterschiedlichen Bewertung dieser beiden (vielleicht nicht einmal so unterschiedlichen) Phänomene in den Augen der heutigen Wissenschaft. Orbs können hell leuchtend, aber auch durchsichtig beobachtet werden, in verschieden Größen. Wie auch Kugelblitzen scheint dem Orb-Phänomen etwas „intelligentes“ anzuhaften. Das erklärt sich aus dem sonderbaren Verhalten dieser beiden Phänomene, das weltweit bezeugt wurde.

(5) Charles Tart, US-Professor für Psychologie in Waking Up: Overcoming the Obstacles to Human Potential (1986)

(6) Diese Geschichte findet sich in vielen Büchern (Colin Wilson, Pauwels & Bergier, Illuminatus! und mehr) über sogenannte Paranormale Geschehnisse. Ich glaube die Geschichte wurde von CG Jung überliefert.

(7) Von wem eigentlich? Von „Spezialisten“ und „Experten“, die diese Grenze selber beschritten und vielleicht auch überschritten haben, um wieder umzukehren und uns davon zu berichten? Oder wieder nur eine „selbstgefällige“, alte Geschichte zur Wahrung der derzeitigen Ansichten und der "gegebenen" gesellschaftlichen Ordnung?


(8) Arthur Machen; Der große Gott Pan (1890): „Hexerei und Heiligkeit sind die einzigen Realitäten. Die Magie rechtfertigt sich durch ihre Kinder; sie essen Brotkrusten und trinken Wasser mit einem tieferen Genuss, als ein Epikureer in je empfinden kann.
→ Epikur, griechischer Philosoph. Lehrte von dem Ziel des Glücks durch ein Leben der materiellen Freuden und der Lust des Daseins,    sowie der Freiheit von Schmerz und Unruhe.
→ Heute: Genussmensch

(9) Albert de Rochas hatte in einem (damals) bekannten Buch über "Die Exteriorisation der Sensibilität" Experimente vorgelegt hatte, die zeigen, dass das Ankleben von Stiften an ein Wachsbild einer Person ähnliche Wunden auf dem Individuum selbst hervorbringen kann

 

Mi

31

Mai

2017

Von Fröschen und von Prinzen

„Even the wolf can learn, 
even the sheep can turn, 
even the frog become at last the prince.“

- Peter Hammill, Lost and Found (Over 1976)


Von Verwandlungen und Mutationen


Die unwirklich Kranke

Es war mitten in einem Familienstreit. Unsere Familie lebte verstreut in Deutschland, aber teilweise auch in den Vereinigten Staaten von Amerika. Und natürlich ging es um Geld; oder es ging um Erbschaften, präziser ausgedrückt. Jeder, der so etwas, direkt beteiligt oder nicht, erlebt hat, weiß vielleicht um die Ungerechtigkeiten und die Hilflosigkeit solch temporären Exzessen gegenüber. In dieser Zeit habe ich, als Jugendlicher, meine Aufgabe darin gesehen Schlichtung voranzutreiben. Seltsam, wenn man jetzt daran zurückdenkt …

Mir ging es hauptsächlich um meine Großmutter, die, aufgrund dieser Entwicklungen, fernab meines Teils der Familie in ein Altersheim verfrachtet worden war. Ungerechterweise, wie ich mir sicher war. Ich besuchte sie so oft es mir möglich war. Da ich zu dieser Zeit zwar ziemlich mittellos war, Bahnverbindungen aber noch erschwinglich und das „Trampen“ ein fester Bestandteil unserer Jugend-„Kultur“ war, gelang mir das auch relativ häufig. Und eben in diesem Altersheim geschah dann etwas für mich Außergewöhnliches:

Die älteren Leute (zumeist Frauen) fanden sich, neben dem obligatorischen Fernsehgerät, in kleinen Gruppen zusammen. Als Jugendlicher erlebt man sich unter „alten“ Menschen als ziemlich deplatziert, gewissermaßen sogar als Eindringling oder Außenseiter, aber das ist nur ein eingeschränktes und subjektives Erleben. Denn, legt man erst einmal diese Vorurteile beiseite und öffnet sich dem ein wenig, hört man vielleicht erstaunliche Dinge und Sichtweisen über Erlebnisse von der nicht aufgezeichnetenoffiziellen“ Vergangenheit. So erging es mir. Und Vergangenheit war für diese Damen ein bedeutsames und folgenschweres Thema mir damals unbegreiflicher Wichtigkeit.

Und da war eine bestimmte Frau. Ich weiß ihren Namen heute nicht mehr, aber sie schien wesentlich jünger zu sein als die anderen. Und sie beteiligte sich jedes Mal an diesen Gesprächen, sofern ich mich korrekt erinnere. Diese Gespräche handelten (für mein Verständnis) grundsätzlich nur von drei Hauptthematiken: Der Deutsche Kaiser und ihre Jugend, ... die (schon gelebte, also bewältigte, und daher wohl auch schon bessere) Vergangenheit im Allgemeinen und … Krankheiten ...
Dieser letzte Punkt war mir durchaus verständlich, denn alte Menschen leiden häufiger und hingebungsvoller unter dem fortschreitenden Verfall der inneren Organisation des eigenen Körpers.
Und da war diese Frau

Von den älteren wurde sie gern belächelt, und irgendwie nicht für „voll“ genommen. Ich konnte mir anfangs keinen Reim darauf machen. Bis es zu einer Erklärung kam: Eines Tages, während der zahllosen Gespräche über Krankheiten, beklagte sich diese Frau über Hautausschläge. Aber niemand ging auf sie ein. Normalerweise wurden Krankheiten lang und breit diskutiert, ausgebreitet, über mögliche Ursachen gerätselt und Ratschläge gegeben. Doch nichts dergleichen geschah. Eine andere Frau beklagte, dass sich Wasser in ihrem Bein sammele und sie nun mit Medikamenten „vollgestopft“ werden würde. Und Ärzte. Ärzte, sowieso

Aber die Reaktion dieser jüngeren Frau gegenüber erschien mir absolut unrichtig, also konfrontierte ich meine Großmutter und die anderen Frauen mit ihrem (meiner Meinung nach falschem) Verhalten, als diese (kurz) nicht gegenwärtig war. Ich weiß es noch wie Heute, denn die Reaktion der alten Damen war (für mich) absolut seltsam: Sie erklärten mir ernsthaft, dass diese Person keine „echten“ Krankheiten hätte und sie jede Woche mit einer neuen Geschichte ankäme. Lustigerweise (oder auch nicht) mit einer Krankheit, mit der sich eine der anwesenden Damen kurz vorher selbst zu plagen hatte. Und ja, es gäbe ein Wort für derartige Leute, nämlich „Hypochonder“. Das müsse man alles nicht so ernst nehmen, beruhigten sie mich, mit einer Weisheit, die Jahrzehnte umfasste und mir absolut unbegreiflich war. Zumindest, bis ich meine Großmutter zwei Wochen später dann wieder besuchte …

Dieselben Gespräche über Vergangenes und Krankheiten. Kaffee, Tee und Kekse wurden herumgereicht. Und dann begann die jüngere Frau (deren Hautausschlag sich wieder zurückgebildet hatte) über ihre Beine zu klagen, in denen sich nun Wasser ansammele, und sie nun vom Arzt deswegen behandelt werden würde … Diese Bemerkung brachte mir nickende, wissende und lächelnde Gesichter ein. Was ich anfangs gar nicht verstand, bis ich mich an die Gespräche von vor zwei Wochen erinnerte. Ich fragte meine Großmutter dann, wie lange diese, wohl eingebildeten, Krankheitenfunktionieren“ würden? Und sie sagte, aber so sind alte Leute manchmal eben, dass sie „alle Naselang“ mit neuen Krankheiten ankäme. So, als wollte sie (wie die anderen) ebenso krank sein, um mitreden zu können. Oder suchte sie einfach nur Akzeptanz? Und dann kam etwas biblisches, so mit Glauben und Wünschen und so. Aber bei der geschähe halt alles im Kopf.
Für mich jedoch hatte sich die Sicht auf eine völlig andere Seite der Wirklichkeit geöffnet …

Ich kann nicht behaupten, dass es sich hierbei um ein „Schlüsselerlebnis“ gehandelt hat; vielleicht schon irgendwie, denn ich verstand, dass auch andere, diesmal auch echte, Menschen (also nicht nur die, in irgendwelchen Geschichten) mit dem Unheimlichen und Unerklärlichen konfrontiert werden können.
Es war auch so etwas wie: Ich war irgendwie nicht mehr alleine!

Bis zur Reife geschieht im Leben des Heranwachsenden viel im eigenen Erleben. Erlebtes scheint sich kompromissloser, direkter und konkreter auszudrücken, von Mitleid bis zum eigenen Schmerz. Dazu kommen streitende Gedanken und Gefühle und dann die Anpassung an gewünschte Konditionen, und auch der Widerstand dagegen; … was alles sicherlich auch zur späteren, möglichen Reifung beiträgt.
Und möglicherweise ist man gerade deshalb auch in dieser Zeit so offen für Manipulationen jeder Art ... (?)
Schule und Straße sind oft die wichtigsten äußeren Begleiter, neben dem Schutz des Elternhauses, sofern man das Glück eines irgendwie funktionierenden Elternhauses besitzt oder besaß. Für viele, die ich kannte, war es nur die Straße ...

Nun lässt sich sicherlich eine Menge über die willentlich, gewünschten oder nur neugierigen „Tastversuche“ schreiben, sich der Wirklichkeit anzunähern, ein jeder auf seine/ihre individuell vorgegebene Art und Weise. Ebenso über Zwang oder Zu-Fall, oder was noch immer. Oder über Verwandlungen. Aber das führt zu weit fort. Oder auch nicht. Wir werden sehen …

Das Thema „Hypochonder“ war sehr faszinierend. Fanden sich doch hier Menschen, die Kraft ihrer Vorstellung (Wunsch? Willen?) metamorphe Veränderungen ihres Körpers bewirken konnten.
Was für eine Macht?!
Und was wäre, wenn diese Menschen diese Macht nutzen würden, um sie nicht länger destruktiv gegen den eigenen Körper zu richten und damit temporären Schaden zu bewirken?
Was wäre ihnen möglich?
Und was war das überhaupt für eine Macht?
Ich beschloss weiterzuforschen.

 

Parapsychologie“ war etwas, was mich seit jeher anzog. Denn diese schien, neben absonderlichen Geschichten, auch den vertrauten Abdruck von wissenschaftlicher Forschung (und damit schon irgendwie auch Legitimation) zu besitzen. Aber, was wusste ich damals schon? Auch Verständnis ist etwas, das erst reifen muss.


Ein erster Kontakt

Und, - Unerklärliches hatte mich mein ganzes Leben schon begleitet. Das erste, an das ich mich erinnere, geschah, als ich 6 Jahre alt war. Wir waren gerade umgezogen und ich lag einschläfernd in meinem abgedunkelten, aber eigenen, Zimmer. Als plötzlich Lichter an der Wand erschienen. Taghell, von innen heraus leuchtend und grün! Laser waren in dieser Zeit bestenfalls Teil irgendwelcher Raumfahrt-Geschichten. Und für so etwas hatte ich zu dieser Zeit überhaupt kein Interesse. Und auch gesehen hatte ich nie zuvor derartiges. - Und es machte mir Angst! Eingeschaltetes Licht „vertrieb“ diese grünen Lichter, doch nur bis zum wieder-ausschalten. Und ich rannte zu meiner Mutter. Ich wollte hier nicht schlafen. Etwas war in „meine“ Welt eingedrungen, etwas, was meine Mutter nur meiner lebhaften Kinderphantasie zuschrieb. Doch ich tauschte sofort das Zimmer mit meinem älteren Bruder, den so etwas offenkundig überhaupt nicht beeindruckte.
Aber ich hatte so entsetzliche Angst vor diesen Lichtern, die eigentlich einfach (und völlig harmlos) nur an der Wand der Mansarde erschienen waren. Und die sich (auch noch) von "anderem" Licht ebenso einfach wieder „verscheuchen“ ließen ...

Und vermutlich würde ich meiner Mutter durchaus recht geben, was meine Phantasie angeht, hätte ich solche Phantome niemals wieder gesehen. (!) Doch traten solche Phänomene (in den verschiedensten Gestalten und Ausdrucksformen) immer wieder in mein Leben ein. Oft auch beobachtet von anderen, die darüber Zeugnis ablegen konnten … Dazu später mehr.

Eier, die immer kompliziertere Eier herstellen, um ihren Fortbestand zu sichern“

Paraspychologische Schriften waren immer schon „seltsam“ anziehend und interessant für mich. Es war fesselnde, coole Literatur, auch weil sie behauptete sich auf real stattgefundene Fälle zu stützen. Und ich vermute, neben der Spannung hoffte ich auch dadurch Erklärungen und nicht nur für meine eigenen Erlebnisse zu bekommen.
Stattdessen aber vertieften die Rätsel sich nur mehr und mehr.

Hier, eine kleine Auswahl: Von Verstorbenen, die zuletzt noch Kontakt mit den Lebenden suchten. Von Gliedmaßen, die einem nicht gehören. Oder von Gliedmaßen, die man verlor, und trotzdem weiterhin spürt. Photomethoden, die eben diese Gliedmaßen zeigen, obwohl sie (in unserer Wirklichkeit) scheinbar definitiv nicht mehr nachweisbar sind. Geschichten über Heiler, die Menschen von fern oder durch einfache Handauflegung gesunden lassen konnten. Eindrücke, die nach dem Verlassen bestimmter Orte, sich nicht verflüchtigen. Tabletten, mit Gar-Nichts drin, die zur Heilung benutzt werden. Wo nur der Wunsch „der Vater des Gedankens“ zu sein scheint. Wo der Berg zum Propheten kommt. Menschen, die sich verirrten und denen ein Weg „gezeigt“ wurde. Gedankenübertragungen, speziell unter Zwillingen, aber auch unter sich nahe stehenden Menschen. „Heilige“ Orte, die aber an unsichtbaren Geraden verlaufend, Europa von Norden nach Süden durchziehen. Emanationen, die den Geruch der Jahrhunderte schwängern. Orte, an denen „Dinge“ geschehen. Tunnelsysteme, die mehrere Stockwerke umfassend, scheinbar von und für Kindergrößen geschaffen wurden. Dinge, am Himmel und auf oder unter der Erde. Und immer sind wohl Menschen an diesen Erscheinungen beteiligt. Oftmals nur als Zeugen. - Wundersames und Unerklärtes. Eine neue Welt, gefüllt mit seltenen Absonderlichkeiten. Und das war auch nur eine kleine Auswahl.
Sind es alles nur Lügen oder „alte Geschichten“ oder aber vielleicht durch die Zeit tropfende Geschehnisse?

Ist es die menschliche Phantasie, die hier (manchmal durchaus überraschende) Zusammenhänge kreiert, oder kommen wir irgendwie in Kontakt mit dem bisher Unbekannten unseres möglichen Erfahrungsraumes? Und warum passiert so etwas oft nur innerhalb bestimmter Zeiten, nur bestimmten Menschen und scheint (auch Aufgrund der Unvorhersehbarkeit) jegliche „normale“ Überprüfung schlichtweg damit abzulehnen?
Und ich habe bisher noch nichts gelesen, was Hypochonder, Heiler, den uns eigenen „inneren Doktor“ oder die Wirkung von Placebos erklären könnte ...
Was wissen wir wirklich, was nicht nur auf Behauptungen, Anpassungen oder Theorien balanciert?

Wir „wissen“ (oder glauben zu wissen) das es im Weltraum eiskalt und größtenteils völlig leer ist. Wir „wissen“ aber auch, dass Licht und Wärme Trägerstoffe benötigen, um sich selbst zu transportieren. Trotzdem scheint und wärmt die Sonne. Oder Meteoriten, die auf einer sich drehenden fortbewegenden Erde, innerhalb eines sich ebenfalls fortbewegenden Sonnensystems, wie gezielt bestimmte wiederkehrende Orte in bestimmten Ländern bombardieren. Ist so etwas, mit unserem heutigen „Wissen“, überhaupt möglich?
Oder sind es letztlich die Erscheinungen, die Phantome, die unsere echte Wirklichkeit bestimmen?

Und könnten wir es „sehen", wäre die Wahrnehmung solcher Erscheinungen auch nur auf den Apparat bzw. die gegenwärtige Achtsamkeit, sowie die derzeitige Konstruktion unserer Augen beschränkt.
Heutige Wissenschaft glaubt zu wissen, dass der menschliche Körper zur einen Hälfte aus Kleinstorganismen besteht, ein weiteres Viertel ist der (leere) Raum zwischen den Atomen, und das letzte Viertel bekommt dann einen Namen und einen Pass, mit dem es seine individuelle Lebenszeit, je nach Sozialisation und Geburtsort, bestreitet. Und wenn wir wirklich aus dem Meer gekommen sind, warum nur sind wir denn nicht lieber einfach dort geblieben? Haben sich unsere Voraussetzungen damit tatsächlich irgendwie verbessert? Im Hinlick auf was?!?

Eigentlich doch ganz passabel, dass unsere Augen oftmals nicht mehr als die äußere Erscheinung als grundsätzliche Realitätserfahrung annehmen … So können schon oberflächliche Betrachtungen und Vermutungen spielerisch Zufriedenheiten herstellen.

Doch was, wenn solche Grenzen sich verflüchtigen, wenn Erscheinungen in den alltäglichen Erfahrungsbereich eindringen, für die die „normale“ Wahrheit (oder auch Logik) bisher noch keinen Platz hat?
Ist eine solche Wahrheit mehr als ein bestimmter Blick auf die verschiedenen Aspekte der Wirklichkeiten, und auch mehr als nur eine Prognose augenblicklicher Wahrscheinlichkeiten?

Mehr als nur … Phantome?


Dann musste ich pinkeln, doch als ich wieder zurück kam, da lag ich immer noch schlafend im Bett

Etwas, was wir uns als Menschheit fragen sollten … Etwas, dem wir nicht nur in technischer Hinsicht gegenüberstehen: Wo beginnen unsere Grenzen und wie viel davon beruht auf wissentlicher oder unwissentlicher Täuschung?
Oder auf, durch bestimmte Einflüsse, gesetzte (und dadurch reduzierte) Wachsamkeit?
Wie viel davon ist durch Manipulation bestimmter Daten, durch einseitiges Verständnis oder durch hypnotisch anmutende Vorgaben sichtbar geworden oder verloren gegangen?
Konfrontiert mit einer „objektiven“ Realität sind wir bislang scheinbar immer nur auf „subjektive“ Annahmen angewiesen.
Oder auf „zeitgemäße“ Behauptungen und Auslegungen.
Letztlich aber auf Zeugenaussagen.!
Auch deshalb noch etwas mehr „Autobiographie“ ...


Im freien Fall

Ein anderes, mir unerklärliches, Ereignis geschah in meinen frühen Jugendjahren.
Da war ein Mädchen. Nicht die Liebe des Lebens möglicherweise, aber ich war doch schwer verliebt. Also nutzte ich jede Gelegenheit (nach der Schule) irgendwie Zeit mit ihr zu verbringen. Und eines Tages, wir waren am Nachmittag mal wieder mit ihrem Hund unterwegs, zeigte sie mir einen komischen Ort, gleich hinter dem Haus ihrer Eltern, aber schon im anreichenden Industriegebiet. Es war ein, von einer hohen Hecke umschlossener, Rasenplatz. Klein und, über den eigentlichen Verwendungszweck bin ich bis heute im Unklaren ... Man musste sich durch den Zaun zwängen, um diesen Ort zu erreichen. Aber hier wurde sogar irgendwie gemäht, das war auch auffällig

Doch es ist lange her, und die Zeit trübt so manches Detail.
Dieser Ort erschien mir auch, wie eine kleine geschützte Oase inmitten der hektischen Großstadt. Und es war ein warmer, sonniger Tag. Wir legten uns auf das Gras und beobachteten wie die Wolken vorüberzogen ...

Und plötzlich geschah etwas! Ich wurde (wie soll ich das beschreiben?) in den Himmel „gezogen“ ... -
Die Wolken näherten sich erstaunlich schnell und ich konnte immer mehr Einzelheiten erkennen. Ich spürte nichts körperliches, konnte aber trotzdem irgendwie „sehen“ …

Alles ging sehr schnell. Und in einer schon großen Höhe wendete sich dann die Sicht.

Ich konnte nach unten „blicken“ und sah all die bekannten Häuser von oben, die Autos, die großen Straßen, aber auch uns, ich sah mich dort liegend, diesen Ort, sie, den Hund, die Hecke, und es „riss“ mich immer weiter nach oben. Alles wurde rasend schnell immer kleiner. - Und dann diese Angst! Denn da war nichts, wo man sich mehr festhalten konnte. Oder steuern, oder irgendwie irgendeine Einwirkung auf diesen reißenden „Sog“ haben konnte.
Und die Angst wurde so entsetzlich und gewaltig, dass ich nur Augenblicke später in meinen Körper zurück „gerissen“ wurde. Der restliche Tag verging wie in einem zähflüssigen Tran. Ich war so benommen von diesem Geschehen, dass meine Freunde, die ich an diesem Tag noch sah, behaupteten, ich hätte wie ein „Roboter“ gewirkt …

Wieder nur „blühende“ Phantasie? Ich habe gesehen, was ich gesehen habe, das kann ich beschwören!  -
Aber was nutzt das schon?

In dieser Zeit hatte ich nichts mit übernatürlichen Dingen „am Hut“. Ich war ein großer Sciencefiction-Fan und las begierig alles, was ich davon in die Finger bekommen konnte. Mein Bruder und ich hatten nämlich auf dem damals noch vorhandenen Sperrmüll, über 500 Perry Rhodan Romane gefunden. Von Nr.1 ab … und alles in der Erstauflage! Was seinerzeit aber überhaupt keine Bedeutung hatte.
Und der SciFi-„Stoff“ war absolut faszinierend, hatte ich so etwas bestenfalls bisher im Fernsehen gesehen: Die neugierige Menschheit auf dem Weg zu den Sternen! Darin waren sicherlich auch viele Kinderträume verstrickt und all diese Möglichkeiten für eine wünschenswerte Zukunft …

Ich glaube ich trug einige dieser Romane immer mit mir herum, wie kleine Kinder ihre Puppen oder Teddybären. Und zu meinem Erstaunen wurde die Literatur auch von Schulkameraden gelesen, mit denen ich mich dann sehr schnell befreundete.
Dann gab es da noch die Musik (die immer irgendwie wichtig schien), die Schule, andere Freunde und … Mädchen.
Ein ganz normaler Teenager, vermute ich.
Aber was ist eigentlich schon wirklich normal?

Viele Jahre später dann hatte ich ein „ähnliches“ Erleben. In dieser Zeit begann ich mich aber schon für U.F.O.s, Mystik und Magie zu interessieren, und, modischerweise, dann natürlich auch für Meditation.

 

Ich bin ein sehr lebhafter Mensch, der sich zu allem möglichen gern äußert, war dort „wo der Bär tanzte“, hatte viele Freunde, - aber mit „Stille“ hatte ich nicht wirklich viel zu schaffen. Ehrlich gesagt, ich verstand so etwas einfach nicht. Für mich, der zwar mit sich selbst gern diskutierte, war es, eher vielleicht, wie Kurt Tucholsky Herrn Wendriner sagen ließ: „Wenn ich in mich selbst hineinhorche, ist da niemand da, der antwortet. Und das macht mir Angst.“
So, oder so ähnlich ...

Und ich war gerne allein mit dem „Außen“ verbunden, das war „die ganze Welt“, so glaubte ich damals. Doch, wie schon gesagt, manches Verständnis muss erst reifen …
Auf Drängen einiger Freunde besuchte ich also dann auch einen Kurs für Meditation, wo uns gleich zu Beginn angeraten wurde uns, bei jeder der folgenden Übungen, doch einfach „fallen zu lassen“.

Und das passierte – ich „fiel“ - tatsächlich; - mit der gleichen Hilflosigkeit, in der gleichen Schutzlosigkeit, mit der gleichen Angst; ich fiel einfach … körperlos - in das so erschreckend wirkende Dunkle ...
Und musste, sehr zum Erschrecken des Meditation-Leiters, in meinen Körper zurück „genötigt“ werden. Zumindest wurde es mir so erzählt.

Ich werde im folgenden Text (noch) keine möglichen Berührungspunkte meiner Erlebnisse mit, beispielsweise, Nah-Tod-Erfahrungen suchen. Ich denke auch, dass so etwas, erst einmal, so gar nicht möglich ist. Auch wäre der Versuch „Erklärungen“ hierfür anzubieten schon im Ansatz zum Scheitern verurteilt. Sicher lassen sich – irgendwie – immer mathematische „Schnittmengen“ aus dem, von scheinbarer Logik und 10 Fingern gefertigten, Zauberhut hervorziehen, doch könnte „irgendetwas“ als Erklärung herangezogen werden, wenn letztlich ALLE Phänomene (beobachtbar oder auch nicht!) aus der gleichen Quelle resultieren mögen? Bei einer (jeweiligen) Erklärung kommt es auf den (abgegrenzten) Bereich an, in dem sie wirksam werden soll. Und existiert denn wirklich irgendetwas absolut unabhängig von „äußeren“ Einflüssen? Ist so etwas möglich? Oder anders gefragt: Wo ist die Realität bei einer beliebigen Grenzziehung?

Das Feld der scheinbaren „Objektivität“ haben wir mit solchen Fragen sicher schon mit „Sieben-Meilen-Stiefeln“ und auch nicht sonderlich erfolgreich hinter uns zurück gelassen. Deshalb konzentriert sich der folgende Text auf das „Subjektive“ und Unbekannte. Das, was bislang von der Forschung meist nur „im Dunklen“ betrieben wurde (wenn überhaupt, und wenn dann auch Abseits des Mainstreams) und uns nicht nur an der bisherigen Wahrnehmung unserer „Welt“ (und die Darlegung bzw. die Interpretation derselben) zweifeln lassen könnte, sondern uns auch durchaus phantastische Möglichkeiten zubilligt.

Doch, - wo sind diese Möglichkeiten heutzutage?
War es Vernachlässigung (wie Gurdjieff vermeint), die zu unserer heutigen Situation geführt hat?
Oder die, immer wieder unterdrückte, Furcht vor dem Unbekannten?
Oder sind wir (die Menschheit) hier (auf diesem Planeten) einfach nicht mehr erwünscht, wie Charles Fort (in einigen seiner Texte) durchblicken lässt?
Sind wir gar Besitz?
Wo ist eigentlich der „kosmisch reale“ Unterschied zwischen Mikro- und Makro-Evolution, im Bezug zu zeitlich unbegrenzter Neu-Ordnung?
Verfügen wir denn heutzutage noch über die „evolutionären“ Möglichkeiten unserer (längst im Nebel der Zeit oder in Spukgeschichten verschwundenen) Vorfahren?
Oder sind wir von unseren Gewohnheiten (gerade scheinbarer Autorität gegenüber) so eingenommen, dass wir grundsätzlich eingrenzen, aussperren und vernachlässigen müssen?

Sicher scheint jedoch, dass bestimmte Entwicklungen (gerade in den Augen der herrschenden „Klasse“) einfach nicht erwünscht sein können. Außer, - zu deren eigenem Machterhalt, sowie hinsichtlich ihres zukünftigen „Spielraums“.
Und ebenso sicher wird das folgende Material, gerade hinsichtlich der bisher „offiziell“ getroffenen und „etabliert“ angenommenen Grenzen des Mensch-Seins, für die Beantwortung dieser Fragen keine Antworten bereithalten, ausgenommen, vielleicht nur, die der eigenen Phantasie

Zumindest haben wir mit solchen Fragen etwas berührt, was der heutigen Psychologie einen gänzlich anderen Ansatz erlaubt. Der folgende Autor gibt dazu einige nachdenkenswerte Überlegungen ...

 

Hier muss unbedingt festgehalten werden, dass alle psychologischen Systeme oder Lehren, sowohl jene, welche offen existieren, als auch jene, welche versteckt oder hinter einem Deckmantel bestanden, sich in zwei Hauptkategorien einteilen lassen:

Erstens: in die Systeme, welche den Menschen studieren, so wie er ist – so wie sie ihn antreffen – oder so wie sie annehmen oder sich einbilden, dass er sei. Die moderne „wissenschaftliche“ Psychologie oder was unter diesem Namen bekannt ist, gehört zu dieser Kategorie.

 

Zweitens: in die Systeme, welche den Menschen studieren – nicht vom Standpunkt dessen, was er ist oder zu sein scheint, sondern im Hinblick darauf, was er werden kann, das heisst, vom Standpunkt seiner möglichen Evolution.“

- P.D.Ouspensky, Autor und Lehrer des 4.Weges; The Psychology of Man's Possible Evolution (1951); dtsch. Edition Plejaden

 

Und sicherlich leben wir unter künstlich geschaffenen Bedingungen, die uns auch den Blick versperren mögen auf eine Welt der natürlichen, aber vielleicht auch übersinnlichen, Ursachen. Es ist eine bemerkenswerte Tatsache, dass wir anstatt unserem eigenen Verstand (oder unseren eigenen Augen) zu vertrauen, uns stattdessen bequemerweise lieber auf Erklärungen oder ebenso künstlich geschaffene Autoritäten verlassen. - Wir sollten akzeptieren, dass ein Erklärungsmodell ebenso gut wie ein anderes ist, wenn man sich die dafür benötigten Indizien und Beweise zurecht schaufelt ...
Dieses Manuskript ist auch ein Plädoyer für Unvoreingenommenheit.

Und während sich dieser Text noch mit dem parallelen Zusammentreffen ungewöhnlicher Ereignisse befasste, mit bedeutsamen, aber unerklärlichen Überlebenden, mit Ereignissen, die zu seltsamen Veränderungen von Gewohnheiten führten und mit dem zu-fälligen Ausbruch spontaner („wilder“) Talente, erwünschter oder auch nicht, versucht nun das Folgende diese Verwirrung noch zu vergrößern. Letztlich werden wir tatsächlich unfähig sein, den Mensch auf eine imaginäre „Menschlichkeit“ zu reduzieren, denn die Grenzlinien zwischen dem Möglichen, dem Tatsächlichen und dem Zukünftigen müssten dann generell neu gezogen werden. Und die eben genutzten Begriffe werden ein Synonym für ungenutzte, bislang latente Möglichkeiten, über die vielleicht jeder von uns verfügen kann. Und es eventuell auch schon tut, und zwar ohne sich dessen gewahr zu sein? Dies ist gewissermaßen eine Fortsetzung ...


Warum kann Gott dem Menschen vergeben, dem Teufel aber nicht?

Warum
nur haben die, vielleicht, meisten Menschen solche Schwierigkeiten mit dem Unbekannten?


Wenn ich ... (etwas) ... aufgrund meiner akzeptierten Fälle beharrlich ablehne, dann stimme ich einerseits mit etwas überein; und es hat ja andererseits auch jeder Mensch das Bedürfnis, irgend etwas abzulehnen - jeder, der etwas glaubt oder irgend etwas akzeptiert, hat das Bedürfnis, etwas anderes als albern, übertrieben, falsch, böse, unmoralisch oder kurz als Tabu zu sehen.“

 

Viele Menschen lehnen das Paranormale, das Unerklärliche, das bislang Unbekannte energisch ab, wenn es sie irgendwie selbst betreffen könnte, und zwar solange sie sich nicht auf „sicherem Boden“ diesen Phänomenen gegenüber wähnen. Nur wenige unter uns sind tatsächlich so abgebrüht, abgestumpft oder aber mutig genug, sich dem „Paranormalen“ alleine entgegen zu stellen. Doch warum nur erfüllt uns, schon oder gerade, als Kinder allein die Vorstellung den Raum mit einem (möglichen) Geist zu teilen mit nackter Furcht?
Ist das auch ein Teil der Zivilisation, also unserer Erziehung?
Und solange solche Geschichten nur anderen passieren, scheinen sie im Roman, im TV oder im Kino auch eine recht große Anziehungskraft und Faszination auszuüben.

Geistererzählungen oder Spukgeschichten sollte man sicherlich nicht in der mit vielen Menschen besetzten U-Bahn lesen,dann eher schon unter „geeigneteren“ Begebenheiten, allein um deren „Wirkung“ ein wenig auszureizen
Das hat sicher auch etwas mit Achtung dieser Literaturgattung gegenüber zu tun.

Da gab es etwa mal eine nette Gruselgeschichte von Ambrose Bierce. Sie handelte von einer Wette darüber, eine bestimmte Spukgeschichte ganz alleine zu lesen. Die bedachten Voraussetzungen hierfür waren 3 einsame Tagesmärsche durch einen dunklen Wald bis hin zu einer völlig abgelegenen Hütte ohne elektrischen Strom, und nur ein Kerzenstummel, der gerade für eine halbe Nacht, zum Lesen des Dokuments, ausreichen konnte
Prima Voraussetzungen um der Phantasie ein wenig mehr „freien Lauf" zu lassen.  :)

Aber, das ist ja auch nur eine Geschichte, nicht wahr?
Aber was ist denn keine Geschichte?!?

Wie-auch-immer, heutzutage sind wir ja schlauer. Statistisch „passieren“ die meisten Geistererscheinungen nämlich nicht in der Nacht, und schon gar nicht zur „Geisterstunde", sondern zwischen drei und vier Uhr am Nachmittag ...
Also, bloß die Augen auf beim Einkauf!, - denn vielleicht ist das betreffende Kaufhaus gar nicht mit „richtigen" Menschen gefüllt …
Aber auch schon die Statistische Chance einem Geist überhaupt zu begegnen ist schon als äußerst gering einzuschätzen.


Der seltsame Besucher

Die nun folgende Geschichte handelt in einer Zeit vor dem gezwungenen Auszug meiner Großmutter.
Sie enthält eine scheinbare „Begegnung“ ist dabei aber auch irgendwie enttäuschend kurz.
Ich war zu diesem Zeitpunkt 15 Jahre alt.
Meine Mutter hatte, auch aufgrund des frühen Todes meines Vaters, die Gewohnheit entwickelt meinen Bruder und mich, bei jeder sich bietenden Gelegenheit (das bedeutet neben Schulferien und längeren Feiertagen auch manches Wochenende) zu unseren Großeltern auszuquartieren. Dies ging aber nur solange gut, bis mein Bruder, als er 10 oder 11 wurde, begann ein recht unberechenbares Verhalten uns und der „Welt" im Allgemeinen gegenüber zu demonstrieren. Ab da war es dann halt nur noch ich allein.

Unsere Großeltern hatten sich an der Küste Nordfrieslands ein altes Bauernhaus passabel renoviert, was nicht nur ausreichend Platz für Besuche bot, zusätzlich auch als Stützpunkt für die Ferien (es lag nahe Dagebüll und damit den Nordfriesischen Inseln, wenige Kilometer von Dänemark und nahe einer größeren Deutschen Kleinstadt, die gute Einkaufsmöglichkeiten bot. Und auch Westerland war nur eine Bahnstation entfernt) hervorragend geeignet.
Das Haus selber lag nur wenige Hundert Meter von den Ruinen des 'kleinen Bommelhofes' entfernt,
von dem die „Einheimischen“ wilde Geschichten über den kleinen Kobold 'Nis Puk' zu berichten wussten, der dort seine Streiche trieb.
Das Haus der Großeltern bestand zur einen Hälfte nur aus Scheune. Der andere, bewohnte, Teil bestand aus zwei Etagen. Die Beschreibung der Räume dient zum Verständnis des folgenden Geschehens.

Das Erdgeschoss hatte vier größere Räume, von denen drei als Schlafräume genutzt wurden. Diese befanden sich im hinteren Teil des Hauses. Es ist dort ein Brauch, dass, obwohl es einen Haupteingang gibt, die Häuser zumeist über die Küche betreten werden. Hier war es nicht anders. Darauf folgte das riesige Wohnzimmer, dahinter ein Flur, durch welchen (außer man nutzte den Haupteingang) die Schlafräume erreichbar waren. Der Gästeraum befand sich außen, die inneren beiden Räume wurden von den Großeltern genutzt.
Es gab eine Küche mit Speisekammer und ein Bad, wo sich auch der Aufstieg zum „Dachboden“ befand. Dieser hatte nur drei Räume. Es gab einen kleinen, weiteren Schlafraum und zwei größere Räume. Im ersten lagerte sich all das Zeugs, was meine Großeltern über die Jahre mitschleppten und wohl einen Teil ihres früheren Lebens ausmachte. Jeder, vermute ich, kennt so etwas. Es „roch“ nach Alter und … Zeit, … sofern so etwas möglich ist …
Der hintere, kleinere Raum war nur bedingt zu begehen. Das lag auch an der Zeit.
Stockwerke werden durch Stützbalken und Bohlen gehalten, ebenso Böden. Und der Boden dieses Raumes war nur noch an den Seiten zugängig, wo meine Großmutter ihr Eingekochtes und Eingelegtes bunkerte. Wir wurden immer wieder vor dem leichtfertigen Zutritt zu diesem Raum gewarnt.
Und dieser Raum befand sich direkt über dem Gästezimmer.

Meine Großeltern besaßen zwei Hunde, unzählige Katzen, das nächste Haus war vielleicht 500 Meter entfernt und ansonsten gab es Kühe, Jungbullen, Gräben (die man endlos entlang wandern konnte), Schilf, Reet und Felder. In der Ferne konnte man die Deiche ausmachen, die zum Schutz vor Fluten errichtet waren. Die so „umdeichten“ Gebiete wurden Kooge genannt. Vielleicht ist jemand noch 'Der Schimmelreiter' ein Begriff?
Der spielte in einem Nachbars-Koog …
Mein Großvater war seit Jahren bettlägerig. Seine Tage (bis zu seinem Tod) verbrachte er mit dem Lesen immer derselben Western- und Soldatenromane. Aber es schien im nie langweilig zu sein.
Also kümmerte sich meine Großmutter um alles. Von den Tieren bis zum Besuch. Vom Einkauf bis zur Reinigung. Von den Ernten (wo auch gerne der Besuch öfter mal dran glauben musste) bis zur Verarbeitung und dem Essen machen. Sie war eine starke Frau. Sie regelte alles.

Ich bin praktisch zur Hälfte auch dort aufgewachsen.
Es war nett dort, wenn es nicht fast immer so furchtbar langweilig war …
Zur nächsten „großen“ Ferienzeit beschloss ich einen Freund dorthin mitzunehmen. Mit 15 ist man ja schon so erwachsen. Wir wurden im obligatorischen Gästezimmer einquartiert.
Wir verbrachten sehr angenehme Tage, radelten nach Dänemark, gingen Schwimmen, spielten mit den Hunden und was man so als 15jähriger so macht, damit es nicht langweilig ist.
Bis zu seiner verfrühten Abreise. Und das ist die Geschichte:

Wir lagen des Nachts lange wach und erzählten uns Geschichten der Großstadt und all der uns bewegenden Dinge, als (es war gegen 1 Uhr) seltsame Geräusche zu vernehmen waren. Anfangs achteten wir nicht weiter darauf, denn alte Häuser haben die „Angewohnheit“ zu knarren und zu ächzen. Das hat mich schon zu leicht als Kind getäuscht. Und was ist schon ein Uhr Nachts auf dem Lande, wo die Leute mit der Abenddämmerung den Tag beschließen? Wir hatten Ferien und das ging uns alles nichts an.

Doch dann hörten wir Schritte über uns. Schwere, lang anhaltende Schritte! - Just aus diesem Raum, dessen Zugang uns, mehr oder minder, untersagt war! Das war eigentlich gar nicht möglich!
Mein Großvater pendelte bestenfalls zwischen Bett, Waschbecken (welches sich in seinem Schlafraum befand; er und meine Großmutter schliefen in getrennten Räumen) und dem angrenzenden Badezimmer. - Und meine Großmutter schlief. Wir konnten ihre Atemgeräusche hören, denn alle drei hinteren Zimmer waren nur durch doppelseitige Zugangstüren verbunden.
Und ein Fremder konnte es auch nicht sein, denn dann hätten die Hunde sofort angeschlagen. Einer der beiden Hunde schlief im Raum meiner Großmutter, gewissermaßen also direkt an unserer Tür; der andere im Wohnzimmer, welches Verbindung zum Eingang durch die Küche hatte, aber auch zur Scheune. Die Küche war der einzige Ort, von dem man die Scheune vom Haus aus betreten konnte. Alle anderen Zugänge waren draußen. Und dieser andere Hund hatte sogar ein Polizeitraining gehabt, denn sie war ein ehemaliger Polizeihund, den sich meine Großeltern extra gekauft hatten.
Aber keiner der Hunde regte sich! Und dann diese (recht lauten) Schritte!

Ich habe niemals zuvor und auch nicht später etwas „Unheimliches“ in diesem Haus erlebt, in dem ich eine große Zeit meines Lebens verbrachte. Aber, da ging jemand in diesem Raum!
Hin und her.
Wir machten das Licht an. - Jetzt konnte man sogar sehen, wie sich die Decke unter dem Gewicht des Gehers eindrückte. Es war absolut unheimlich. Aber wir gestanden uns natürlich die Angst nicht zu, denn es musste ja schließlich eine logische Erklärung dafür geben, nicht wahr? Wir beide hatten „die Hosen gestrichen voll“, wie man so sagt. Aber das hätten wir niemals zugegeben.
Ein Dieb konnte es nicht sein, gerade wegen der Hunde. Und auch wegen diesem Raum. - Diese „Person“ schien es nur darauf angelegt zu haben in diesem Raum, dort wo es keine tragenden Dielenbretter mehr gab, wie sinnlos einfach nur hin und her zu marschieren ...

Ich weiß nicht mehr, wie wir den Rest der Nacht verbrachten oder wann es aufhörte, aber am nächsten Morgen fragten wir sofort meine Großeltern danach. Doch die wussten von nichts. -
Das typische „Phantasie“ Geschwätz und die Vermutung, dass wir sicherlich nur einen Marder gehört hatten, der sich auf den Dachboden „verirrt“ hatte …
Aber wir hatten die schweren Schritte nicht nur gehört, wir hatten sie auch gesehen! Und das war kein Marder, - das war ein Mensch gewesen! Oder zumindest etwas, dessen Gangart mit der eines Menschen zum Verwechseln ähnlich war. Am nächsten Wochenende reiste mein Freund schon ab, denn seine Eltern sagten, dass sie den Rest der Ferien anderweitig verplant hätten. Das kam sehr überraschend, und so verbrachte ich den Rest der Ferien allein, mit meinen Großeltern, den Hunden, den Katzen und … diesem Haus. Und natürlich mit meiner „blühenden“ Phantasie …
Aber, wie schon geschrieben, dies war das einzige Mal, wo dort etwas derartiges geschah.
Doch der Schrecken und die Angst vor dem Nicht-fassbaren blieben noch eine lange Zeit.
Und das war es.

Und es war, wie bei vielen „Kontakten“ mit dem Unbekannten: Angst beherrschte das Denken und Handeln. Wir hätten nachschauen können, nicht wahr? Wir hätten unseren Mut zusammennehmen können und und überzeugen was da wirklich vorging. Doch - immer wieder diese lähmenden Ängste ... Und sie finden sich auch schon bei kleinen Kindern, die sich einer möglichen Bedeutung derartiger Geschehnisse noch gar nicht „bewusst“ sind: Dann, wenn etwas „Fremdes“ ungefragt und uneingeladen in die eigene Sphäre eindringt!

Wir sollten uns fragen, ob diese Ängste vor dem Unerklärlichen völlig irrational sind?
Und ob da tatsächlich nichts anderes zu finden ist, außer Täuschung, - Illusionen und Halluzinationen?
Könnten es Erinnerungen (an Erinnerungen) sein, die an einst reale, schreckliche Vorkommnisse gemahnen, die Menschen vor langer, langer Zeit zugestoßen sind? Gewissermaßen Geschehnisse deren Schrecken nun als Spukgeschichten, Ungewissheiten und unsichtbare Mahnungen immer noch „durch die Zeit tropfen“?
Und dass diese Schrecken eigentlich niemals ein Ende fanden?

Es gibt viele Belege darüber, dass diese „Entitäten“ (was immer man sich jetzt auch darunter vorstellen mag) seit langer Zeit mit uns existieren. Räume und Zeiten wechselten, aber die, uns oft unverständliche, Ausdrucksform schien häufig Muster aufzuweisen.
Wobei der Gedanke nicht unberücksichtigt werden kann, dass es sich bei ALLEN diesen anscheinend doch verschiedenen Manifestationen, vom Incubus über die Vorhersagen der Astrologie, von Spontaner Selbstentzündung bis zum U.F.O.-Phänomen, um Materialisationen oder Funktionen des Menschlichen Geistes handeln mag.

Dem steht die Vermutung entgegen, dass wir auf diesem Planeten (oder im Weltall) vielleicht doch nicht so alleine sind, wie es uns Politik, Wissenschaft und Kirche seit undenklichen Zeiten suggerieren.

Eine andere, auch mögliche Spekulation vermeint zwischen diesen beiden Darstellungen sogar Verbindungen auszumachen. Dementsprechend wären Religion oder Magie (aber auch Wissenschaft!) so etwas wie Mittler zwischen den Kräften des Unsichtbaren und der (bislang) fassbaren Wirklichkeit. Und alles würde sich damit von Menschlichen Wünschen und Vorstellungen ableiten lassen. Agnostiker, Atheisten, Positivisten und Materialisten müssen bei solchen Überlegungen allerdings noch eine Weile zurückstehen, denn sie alle werden, notwendigerweise, darauf warten müssen, dass die eingeschränkte und schwerfällige Wissenschaft ihre freundliche Aufmerksamkeit (und ihre immer neu zu kreierenden Sensoren und Theorien) auch auf das (heute noch abgelehnte und) bislang Unfassbare auszurichten gedenkt.

Doch wo kann schon eine solche Grenzlinie gezogen werden und womit lässt sie sich rechtfertigen?
Bestenfalls am gegenwärtigen Verständnis und der Zustimmung bzw. Annahme oder der Ablehnung bzw. Ausgrenzung, jedenfalls der Verarbeitung „erklärerischer“ Denkmodelle. Gurdjieff nannte so etwas treffend „Herumklügeln“ und wer kann sich davon schon ausschließen? Ich sicher nicht.
Die „Subjektivität“ kann sich damit, so oft sie möchte, unter dem Deckmantel der „Objektivität“ präsentieren, letztlich wird auch hier nur ein wenig Licht helfen können ...
Deshalb wenden wir uns nun einem Phänomen zu, das weltweit beobachtet und zu ausreichend Bestürzung, Angst und Schrecken führte und immer noch führt, Ein Phänomen, für das es bis heute keine „erfolgreicheErklärung gibt: Poltergeister!

Lösungsvorschläge, die über eine Behandlung von Wahnsinn, Täuschung und Manipulationen hinaus reichen, sind „irgendwie“ produzierte „natürliche“ Wirkungen, Exorzisten und letzten Endes dann Abbruchunternehmen ...
Fort wies darauf hin, dass in den (von ihm untersuchten Fällen) immer Heranwachsende in das Geschehen involviert waren. Das kann ich aus eigener Erfahrung nur unterstreichen. - Also auch hier vermögen wir eine Verbindung zum Menschlichen Geist zu sehen. Dieses Phänomen ist meist zeitlich und räumlich begrenzt und scheinbar Personengebunden ...


Die neue Wohnung

Die folgende Geschichte ereignete sich allerdings nachdem ich schon den Schritt zum Erwachsensein mehr oder minder erfolgreich absolviert hatte…
Und ich berichte auch nur Bruchstücke. Denn eine Gesamtdarstellung würde vermutlich ein eigenes Buch benötigen. Auch handelt diese Geschichte nicht von Poltergeistern im „Klassischen Sinne“, - oder aber vielleicht doch. Vielleicht ein wenig. Oder von eskalierenden Hirngespinsten.
Entscheidet am besten doch selbst.

Ich war zu dieser Zeit zumindest schon alt genug um meinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, und dies schon seit mehreren Jahren. Und dann zog ich in eine neue Wohnung ein. Es war eine Neubau-Wohnung. Und sie war in der Nähe meiner engsten Freunde, das traf sich gut. - Eigentlich waren wir nur durch einen kurzen Fußweg und eine große Straße voneinander getrennt.
Die neue Wohnung hatte zwar nur ein Zimmer, war aber sehr geräumig, zumindest was den Wohnbereich anging. Küche und Badezimmer waren zweckdienlich komprimiert worden. Der Wohnraum, der auch als Schlafzimmer fungierte, war quadratisch. Eine Seite war reine Fensterfront, die mir auch den Zugang zur Terrasse gab.
Da ich sehr gerne (und sehr laut) Musik hören mag, hatte ich das Klingelsystem dahingehend verändert, dass, wenn jemand klingelte, im Raum ein Fahrradlicht hell zu leuchten begann. Funktioniert tadellos, da so ein Licht auch nur mit schwachem Strom angetrieben wird. Die Tür zwischen dem Wohnraum und dem Flur hatte ein großes Wellglas-Fenster. Zwischen Wohnraum und Küche befand sich nur ein Vorhang.

Ich erinnere mich noch gut, wie es begann …
Das Schreiben (aber auch das Zeichnen) war mir schon immer ein hilfreiches Werkzeug, nicht nur um Geschehenes irgendwie festzuhalten oder es zu beschreiben, auch um meine Gedanken zu ordnen und zu disziplinieren. Und an diesem Nachmittag schrieb ich. Auf einer alten Schreibmaschine, die ich von einer Freundin bekommen hatte.
Der Wohnraum, in dem ich mich befand, war durch ein großes Regal geteilt. Auf der linken Seite das Bett, der Teiler, rechts die Sessel und die Couch und dann die gewaltige Fensterfront.
Ich saß auf der Couch (die Fensterfront befindet sich nun links), hatte mir laut Musik angemacht, aber Kopfhörer aufgesetzt. Von hier aus konnte man nun direkt in die kleine Küche schauen.
Was ich aber nicht tat, denn ich schrieb.

Und während ich meine Gedanken vorantrieb, um nicht den Rahmen des Ausgedachten zu „sprengen“, was viel zu oft geschieht, nahm ich eine Bewegung in der Küche wahr …
Aus den Augenwinkel sah ich eine große. grau-braune Katze vom geöffneten Küchenfenster auf die Spüle springen. Ich nahm den Kopfhörer ab, stand unmittelbar darauf auf, um nachzusehen. Doch zu meinem Erstaunen war dort gar nichts. Nur eine Täuschung, sagte ich mir. Schulterzucken, irgendwelche Entschuldigungen, Ablenkungen, und das war es. Eigentlich.
Später am Tag berichtete ich dann meiner Nachbarin von diesem „Vorfall“. Und sie sagte, das sei wirklich komisch, denn sie hatte schon seit mehreren Tagen eine große grau-braune Katze auf ihrer Terrasse (direkt neben meinem Küchenfenster) beobachtet. Also, sei sie vielleicht doch da gewesen, aber wieder herausgesprungen? Doch das war nicht möglich, denn ich hatte die Küche daraufhin im Auge behalten. War einfach eine seltsame Situation, so etwas passiert doch.

Meine Nachbarin war älter als ich, um die 30, und das, was man als normal, spießig oder gut angepasst wahrnehmen könnte. Sie hatte einen guten Job und war mit einem Mann verlobt, der sich, aufgrund seiner Arbeit zurzeit, in der Schweiz aufhielt. Ich habe ihn nie kennengelernt. Und sie hielt sich selber für so eine Art „Medium“. Und sie glaubte auch, dass solcherart „Kontakte“ in ihrer Familie von Generation zu Generation „weitergereicht“ würden. Ich selber, schon gelehrsamer Anhänger jeder Art von Absonderlichkeit und Magie, war absolut fasziniert von ihren Geschichten. Obwohl, man ist ja modischerweise, auch immer skeptisch. Dafür gibt es einfach zu viele Dummbratzen und Wichtigtuer, und viel zu viele Geschichten. Aber es war faszinierend. Sie legte Karten und schaute einem auf die Hände, was sie wiederum zu vielen neuen Geschichten anregte. Und – sie glaubte, dass etwas mit ihrer Wohnung nicht „stimmte“ …

Das einzige, was ich bisher „bemerkte“ war, dass meine Wohnung es mir auf irgendeine Weise schwer erträglich machte ganz allein zu sein. Manchmal war es fast kaum zu ertragen allein dort die Nacht zu verbringen. Eine Gefühl, das ich dem Umstand meiner Trennung von meiner vorigen Partnerin zuschrieb und deshalb auch weitestgehend ignorierte. Aber immer wurde dieser Zustand begleitet von einer Stille, die sich "auf das Zimmer legte", was jedes noch so leise Geräusch unnatürlich laut hervorzuheben schien.
Das war zwar komisch, konnte andererseits aber auch "sonstwas" sein ...
Von einer anderen Nachbarin bekam ich dann einen Vogel, einen Wellensittich, geschenkt. Mitsamt dem Käfig. Sie selber hatte eine ganze Handvoll von denen und glaubte wohl, dass ich damit auch gut klar käme. Und fast gleichzeitig brachte mir meine Ex auch meine Katze (die sie vorher nicht rausrücken wollte) zurück. Jetzt hatte ich also einen Vogel und eine Katze. Und dann überschlugen sich die Ereignisse.

Meine Nachbarin kam völlig verängstigt eines Morgens, irgendwann in den folgenden Tagen, zu mir und berichtete von seltsamen Lichtern, die die ganze Nacht ihre zugezogenen schweren Vorhänge beleuchteten. Drei tanzende Lichter. Und ihr Kühlschrank hatte sich ebenfalls abgeschaltet und sie war völlig verzweifelt. In gerade dieser Nacht war ich nicht zuhause gewesen. Und ich wusste ehrlich auch nicht, wie ich darauf reagieren sollte. Aber sie war so stark mitgenommen, dass sie an diesem Tag nicht zur Arbeit ging. Was sehr ungewöhnlich für sie war.

Und dann „spürte“ auch ich eine „Veränderung“ … es war, als ob sich die Grundstimmung des Hauses irgendwie, aber schlagartig, verändert hatte. Und nicht nur die des Hauses. Der Vogel und die Katze begannen sich so komisch zu verhalten, dass sogar Besuch darauf aufmerksam wurde. Ich wurde sogar darauf angesprochen, dass Freunde, die mich besuchten, oft das Gefühl hätten, sie würden beim Verlassen des Hauses verfolgt werden. Eine Furcht, die sich erst in den für sie vertrauten Umgebungen wieder legte. Was sie verfolgte vermochten sie nicht zu bestimmen, aber es war, als wäre eine weitere Präsenz anwesend, die (irgendwie) einen persönlichen Zweck zu verfolgen schien …
Mittlerweile war das Gefühl des „Alleinseins“ (nicht der Einsamkeit!) so extrem, das ich manchmal Nachts (oder Morgens) um Vier auf die große Straße „flüchtete“, nur, um etwas Lebendiges um mich herum zu haben. Es klingt sicher dämlich und es ist schwer dieses Gefühl von Allein-Sein zu beschreiben. Denn ich war ja nicht wirklich allein. Neben meinen Tieren war ich auch nur eine Wand von, dieser, meiner Nachbarin getrennt. Aber dieses Gefühl war – wieder – vermischt mit einer unsäglichen Hilflosigkeit und Schutzlosigkeit und – mit Angst. Solche Gefühle stellen sich seltsamerweise schnell bei bestimmten Vorstellungen oder bezeichneten Erlebnissen ein ...

Man könnte jetzt einfach annehmen, dass sich die Situation immer weiter „hochgeschaukelt“ hatte und alles nun nicht mehr als bedeutungslose Ereignisse waren, die allein in der Phantasie zu bedeutsamenZeichen“ mutierten …
Nehmen wir den Vogel und die Katze als Beispiel. Katzen schlafen lange und gerne. Das ist in ihrer Natur. Aber was, wenn ein Pfiff des Vogels die Katze (aus dem Schlaf heraus!) blitzartig dazu animierte meine Nachbarin aggressiv anzufallen und ein weiterer Pfiff sie dann nicht nur einfach wieder stoppte, sondern sie sich friedlich zusammenrollte und weiterschlief? Als wäre nichts vorgefallen. Und alles absolut ruckartig. Das Verhalten dieser beiden Tiere hatte etwas „Abgesprochenes“, ich weiß nicht, wie ich das anders beschreiben sollte ... Und es geschahen immer komischere Dinge, manche albern, manche absolut unwirklich. Und ich kann das nicht alles erzählen. Vermutlich ist das Geschehen, welches sich unablässig abspulte, von ausgeräumten Schubladen bis zum verwüsteten Bett, für einen Außenstehenden so gar nicht richtig nachvollziehbar. Aber irgendwann beginnt man selber in solchen fragwürdigen Momenten am eigenen Verstand zu verzweifeln. Man beginnt (nicht nur) sich und seine eigenen Handlungen mehr und mehr in Frage zu stellen. Nicht vorhandene Grenzen verschoben sich ständig ... Und es gab nichts, wie es irgendwie wieder zum Anhalten gebracht werden konnte! Diese Hilflosigkeit potenzierte nur die Angst.

Es war mittlerweile Winter. Eines Morgens klingelte meine Nachbarin völlig aufgelöst und bat mich mit in ihre Wohnung zu kommen. Sie sagte sie sei morgens von der ungewöhnlichen Kälte (nicht von den Geräuschen!) aufgewacht und habe ihre Wohnung so vorgefunden: Die Terrassentür stand sperrangelweit auf, auch der Kühlschrank, das Eisfach war völlig abgetaut und die Küche „schwamm“. Ihre Vorhänge waren zur Hälfte heruntergerissen. Nichts fehlte. Sie selbst war völlig abgedreht und meinte nur immerzu, dass etwas passieren würde. Und sie bat mich in der nächsten Nacht mit ihr zu sein. Aber sie verschloss alles und ging zur Arbeit.
In dieser Woche starb ihr Vater. Ebenfalls in dieser Woche beobachtete ich zweimal fremde Menschen, die von der Terrasse in meine Wohnung hinein starrten. Den einen konnte ich stellen. Ich drohte ihm mit der Polizei, wenn ich ihn nochmals erwischen würde. Was sollte ich sonst tun? Ich bin kein Schläger. Und doch. - Das weitere Geschehen nahm immer mehr Traumartige Züge an. Alles schwebte wie unwirklich an mir vorbei. Ich war zwar mitten im Geschehen, aber seltsamerweise auch irgendwie in einer passiven Beobachterrolle gefangen. Und - es wurde einfach zu viel für mich, schätze ich. Alle meine Sinne waren auf - GEFAHR!!! - eingestellt worden, extrem "überwach" und stetig auf der Suche nach dem, auch nur kleinsten, Vermerk, was endlich auch den entgültigen Beweis (für diese Überreizung) liefern würde.

Meine Nachbarin verbrachte die Woche bei ihrer Mutter. Währenddessen entschied ich mich den Vogel wieder zurückzugeben, denn ich hielt dieses merkwürdige „Zusammenspiel“ der beiden Tiere einfach nicht mehr aus. Längst hatte sich die Stimmung in ein ständiges Aneinanderreiben, in manchmal offene Gereiztheit verändert. Auch schon kleine, nebensächlich entstandene Geräusche konnten ganze Bedeutungssymphonien komponieren. Meine Nerven lagen immer mehr „blank“.
An dieser Stelle im Leben angekommen hätte ich als „Zeuge der Wirklichkeit“ sicherlich rein nichts mehr getaugt. Koinzidenzen, Parallelitäten oder Synchronisationen, was immer das Wort wäre, geschahen so häufig, dass ich mir bald vorkam, wie ein unfreiwilliger Teilnehmer an einem Spiel, dessen Regeln so etwas wie maßlose unsichtbare Diktate waren, die nur bestraften und verunsicherten, niemals aber bestätigten. Und das "Spiel" laugte mich einfach aus. Allerdings war die Katze nun davon nicht mehr betroffen. Alles schien sich auf mich, oder auf diesen räumlichen Punkt, dieses Haus, in dem wir uns befanden, zu konzentrieren. Oft fürchtete ich allein den Gedanken in diese Wohnung zurückzukehren. Nicht wissend, was mich diesmal wieder erwarten würde ...

Ein anderes Mal, es war mitten in der Nacht, als ich von Geräuschen aufgeschreckt wurde. Es war Winter, wie schon gesagt, und alle Fenster waren verschlossen. Doch meine Vorhänge bewegten sich heftig und wie von selbst! Da war kein Zug, kein Wind, - aber sich ruckartig bewegende Vorhänge … Angst ist nicht mehr das Wort der Wahl, was ich hier erlebte. Ich war in innerer Panik! Und da war nichts, kein Knopf, kein Irgendwas, mit dem ich all das wieder einfach ausschalten konnte!
Ich war nicht mehr vor oder hinter dieser „Welle“, die dabei war mich zu „verschlingen“, ich war ein Teil von ihr und damit scheinbar völlig ihren verrückten Richtungen ausgeliefert. Ich rannte fast hysterisch aus der Wohnung hinaus.

Aber das „Leben“ ging weiter, so oder so. Doch die merkwürdigen Zu-Fälle ebenso.
Meine Nachbarin hatte nun einen weiblichen Mitbewohner, weil sie es einfach nicht mehr allein dort aushielt. Und sie sagte, dass sie in wenigen Wochen schon in die Schweiz ziehen würde. Und dann konnte sie alles hinter sich lassen und neu beginnen.

Eines anderen Tages, ich hatte Freunde zu Besuch, fiel das Gespräch (das immer öfter sich nur noch um Merkwürdiges drehte) auf ein bestimmtes Bild, das ich an der Wand hatte. Dieses Bild war von einer Freundin gemalt worden, die zu dieser Zeit unter einer heftigen Situation (psychischer Natur) zu leiden hatte. Ein Freund fragte, ob er sich das Bild mal genauer anschauen konnte, doch bevor er es berührte fiel, genau dieses Bild, von der Wand, ihm vor die verdutzten Füße, und der Rahmen zerbrach dabei. Verlöschende Kerzen und Personen, die sich hinter der Well-Glas Tür bewegten, schufen an diesem Abend eine sehr unangenehm angespannte Atmosphäre. Mir wurde sogar vorgeworfen dafür verantwortlich zu sein.

Am darauf folgenden Tag erhielt ich wieder Besuch, diesmal von einem Freund, der die Geschichten des vorigen Tages gehört hatte und meine Version kennenlernen wollte, denn er konnte das alles nicht so recht glauben. Kann ich gut verstehen. Und so setzten wir uns auf die Sessel, die vor dem Sofa standen, die Fensterfront ist auf der rechten Seite, und ich erzählte ihm, so ehrlich und umfassend wie möglich, von dem Irrsinn, der mich in dieser Wohnung, seit mehreren Monaten, im „Griff“ hielt. Es gab einige unheimliche Momente, doch am Schluss lockerte sich das Gespräch. Tatsächlich war es so: als unser Gespräch die Ebene von unheimlich zu interessant, und von dort zu lustig interessant zu wechseln schien, gerade in dem Augenblick, als man glaubte wieder ein wenig tiefer durchatmen zu können, da schlug etwas mit solch gewaltiger Wucht und einem unglaublichen Krachen zweimal gegen die Fensterfront, so, dass wir beide augenblicklich völlig panisch in Deckung gingen ...
Ich habe meinen Freund noch niemals vorher so bleich gesehen.

Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt. Ich zog dann auch aus. Aber bevor das geschah gingen meine Nachbarin und ich zum lokalen Grundbuchamt, um herauszufinden wo wir da eigentlich gewohnt haben. Nun, das Haus, das wir beide kurzzeitig unser Zuhause nannten, war einige Jahre vor unserem Einzug auf einem plattgemachten Judenfriedhof gebaut worden.
Und das war es.

Wenn diese Ereignisse (und das war nur eine Auswahl) tatsächlich so geschehen sind, stellen sich damit auch einige neue Fragen:
Trifft es möglicherweise nur bestimmte Menschen, weil sie für derartige Einflüsse „empfänglicher“ sind als als andere?
Ist diese „Empfänglichkeit“ eine besondere Eigenschaft oder ist sie latent in jedem Menschen vorhanden, bedarf aber „besonderer Momente?
Könnte es dann sein, dass unsere „Verwicklung“ in die „äußere“ Welt und all ihre Anforderungen uns den Blick für derartige „innere“ Ereignisse versperrt?
Dass wir uns, gewissermaßen damit selber aussperren?
Oder sogar instinktiv schützen?


Der Frosch und der Rand des Brunnens

Ich habe in früheren Texten des öfteren die Vermutung geäußert, dass unsere gemeinsame Realität nur deswegen so „existiert“, weil wir diese in unserer vergessenen „Gott -ähnlichkeit“, aufgrund unserer, wie auch immer entstandenen, Gewohnheiten, täglich (oder auch in jedem Augenblick) auf die fast-gleiche Art und Weise reproduzieren. Dahingehend liegt die Vermutung nahe, dass sich überlappende Gewohnheiten auf ähnliche oder entsprechende Weise formulieren würden, und augenblicklich auftretende, einschneidend radikale Veränderungen ziemlich unmöglich machen würden … Auch Unfälle und andere scheinbar „plötzlich“ auftretende Katastrophen sind dabei beachtenswert. Soweit eine mögliche Logik.

Neil Gaiman, ein britischer Autor, schrieb in seinem 'Sandman-Zyklus' einmal eine Geschichte, die in diesem Zusammenhang zu denken geben könnte. Aber unsere Welt ist ja schon so voller Geschichten, und doch, - Geschichten bestimmen den „Gang der Dinge“, ob sie sich auf „wahre“ Begebenheiten stützen oder auf Erzählungen aus zweiter oder dritter Hand, ob sie fiktiv sind, einer Agenda dienen, ob es sich dabei um verifizierbares Material oder eben nicht handelt … Letztlich bleibt es uns selbst überlassen ihre „Richtigkeit“ und auch ihre „Echtheit“ zu bewerten; diese hinzunehmen, anzuzweifeln oder gar abzulehnen. Wir haben oft die Möglichkeit einen Blick vom Brunnenrand zu tun, manchmal sogar aus eigener Erfahrung. Doch solche Erfahrungen sind immer auch subjektiv getrübt, von Wunschdenken, inneren Sammlungen von Vorurteilen bzw. Wertzensuren, von Ungenauigkeiten und Täuschungen; ebenso von Erwartungen und dem „Regelmaß“, aber, vielleicht in der dichtesten Fülle: von Zusammenhängen und Geschichten konstruierender Phantasie! - Also sollten wir auch entscheiden, ob uns ein solcher Blick diese Mühe wert sein kann.
Hier eine Geschichte, die diese „Grau-Zonen“ verdeutlicht:


Irrwitz in der U-Bahn

Es war an einem lauen Sommerabend, und ich befand mich in der Bahn, um Freunde zu besuchen. Diese wohnten nur wenige Stationen entfernt, aber die Fahrt umfasste eine lange Strecke. Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht einen Fensterplatz aufzusuchen, da ich solche Zeit gerne mit Lesen verbringe. Es war, wie es eben in der Bahn ist, Leute schwatzten miteinander, andere saßen alleine da, einige standen herum. Doch dann, nach dem nächsten Umsteigepunkt (auf andere Bahnen und Busse), geschah etwas sehr „Merkwürdiges“, - die Temperatur im Abteil fiel rapide runter. Es wurde richtig „kalt“, so dass ich meine Jackenärmel (mechanisch) herunter krempelte. Dabei fiel mein Blick auf das Abteil. Die Türen waren verschlossen und nirgendwo war ein Fenster geöffnet worden. Aber die Mitreisenden, - und das war wirklich seltsam, hatten alle Aktivitäten, wie das Reden miteinander oder das ständige Schauen auf andere Gesichter, völlig eingestellt. Ja, einige schienen sogar jetzt zu schlafen. Andere starrten nur vor sich hin. Und mir war so kalt, dass meine Zähne klapperten! Wieder andere schienen hiervon überhaupt nicht betroffen zu sein, und ich sagte mir, dass hier etwas an meiner Phantasie „drehte“ und dass, das alles irgendwie ja auch normal sein konnte, - und solange diese anderen nicht davon „betroffen“ waren …. Es dauerte keine zwei weitere Haltestellen, bis auch der Mensch mir direkt gegenüber (als letzter der Mitreisenden im Abteil) seine Augen zumachte und entspannt in sich zusammensackte. Da sprang ich auf und, an der nächsten Haltestelle, verließ ich so schnell es ging diese Bahn. Ich war zwar einige Stationen vor meinem eigentlichen Ziel ausgestiegen, beschloss aber den Restweg (auch hinsichtlich der jetzt wieder warmen Sommernacht) zu Fuß zu gehen. Das „erlebte“ Ereignis lässt sich (subjektiv für mich) am Besten mit einem „Saugen“ vergleichen. Ich „fühlte“ mich, als ob irgendetwas mir, in diesem Abteil, sämtliche Wärme aus dem Körper gesaugt hätte.

Aber
was davon war wirklich und nicht nur Teil eines vielleicht überspannten Gemüts?
Was wieder zurück zu der Frage führt, wie bloße Vorstellungen eine derartige Einwirkung auf die wahrgenommene Wirklichkeit haben können?
Und inwieweit unsere Wahrnehmungen dann noch tatsächlich etwas mit der (nicht überein gekommenen) Wirklichkeit zu tun haben?
Wie viel davon befindet sich, beginnt oder endet, im reinen subjektiven Erleben?

Die sicherste und einfachste und faulste alle Erklärungen ist der Vorwurf der Hochstapelei.“

Hiermit endet vorerst einmal der autobiographische Teil.
Es finden sich noch genügend andere Geschichten ...
Und damit treten wir nun einen Schritt weiter hinein, in den unbegrenzten Bereich des Wunderlichen, des „Wunders“. In die Welt des Paranormalen ...
Dieser Bereich, in dem (bisher entsprechende) Naturgesetze scheinbar einfach durchbrochen oder ignoriert werden oder (bislang) unwandelbare Realitäten sich zu anderen (vielleicht sogar neuen) Strukturen und Ereignissen formen. Unter Einwirkung des Menschen oder auch gar nicht.
Das sei dahingestellt.

Vielleicht mag es ja auch genügen, sich zu einer gewissen Zeit an einem bestimmten Ort aufzuhalten?

Vor fast 2000 Jahren lebte der Anwalt und Senator Gaius Plinius Caecilius Secundus, auch Plinius der Jüngere genannt, in Oberitalien. Bekannt wurde er durch die 'Plinius-Briefe', ein Zeugnis für das damalige Leben und Denken in führenden Kreisen Roms. Und natürlich wegen seiner Schilderung des Ausbruchs des Vesuvs im Jahr 79. Und bestimmt noch viel viel mehr.
Zwar war er bekannt für die
Exaktheit seiner Historischen Schriften, allerdings wird die folgende Geschichte nur seiner Phantasie zugeschrieben:


Die vermutlich erste überlieferte Geistergeschichte der Welt

In Athen gab es ein großes Haus, in dem man in der Nacht Eisen klirren und Ketten rasseln hörte. Es erschien ein Gespenst, ein alter Mann, abgemagert, mit langem Bart und struppigen Haaren. An den Beinen trug er Fußfesseln, an den Händen Ketten, die er schüttelte. Die Bewohner des Hauses durchwachten grausige Nächte; die Schlaflosigkeit führte zu Krankheiten und bei zunehmender Angst zum Tod. Schließlich wurde das Haus zur Vermietung ausgeschrieben, falls es jemand in Unkenntnis jener Schrecknisse kaufen oder mieten wollte.
Es kam der Philosoph Athenodorus nach Athen, las das Angebot und nachdem er den Preis gehört hatte, erkundigte er sich, da er ihm verdächtig niedrig vorkam, erfuhr alles und mietete es trotzdem, ja umso mehr. Sobald es zu dämmern begonnen hatte, ließ er sich im vorderen Teil des Hauses ein Lager bereiten, verlangte Schreibtafeln, Griffel, eine Lampe; seinen Geist, die Augen und seine Hand konzentrierte er aufs Schreiben, damit ihm sein unbeschäftigtes Hirn nicht Trugbilder, von denen er gehört hatte, und unwirkliche Schreckbilder vorgaukle.

Am Anfang herrschte Stille der Nacht wie überall, hierauf wurde Eisen zusammengeschlagen und Ketten bewegt; jener hob die Augen nicht, sondern fasste sich ein Herz und ließ den Geist stärker sein als die Ohren. Dann wuchs das Getöse, kam näher und wurde schon wie auf der Schwelle und schon wie innerhalb des Hauses gehört. Er blickte auf, sah und erkannte das ihm beschriebene Gespenst. Es stand da und winkte mit dem Finger gleich einem Rufenden. Dieser dagegen deutet ihm mit der Hand, ein wenig zu warten und wandte sich wieder den Wachstafeln und dem Griffel zu. Jenes klirrte mit den Ketten über dem Haupt des Schreibenden. Er sah es wieder auf dieselbe Weise, wie vorher, winken, ohne zu verweilen hob er das Licht auf und folgte. jenes ging mit langsamen Schritt gleichsam von Ketten beschwert. Nachdem es in den Hof des Hauses abgebogen war, verschwand es plötzlich und verließ den Begleiter. Nachdem er allein gelassen worden war, legte er Pflanzen und zusammengeraffte Blätter als Kennzeichen auf den Platz.

Am nächsten Tag wandte er sich an die Behörde und ersuchte, dass man jenen Platz aufgraben lasse. Es wurden in Ketten gelegte und umwundene Gebeine gefunden, die der von der Zeit und der Erde verweste Leichnam nackt und zerfressen in den Ketten zurückgelassen hatte. Die Gebeine wurden gesammelt und auf Staatskosten bestattet. Nachdem die Totengeister in feierlicher Form bestattet worden war, war das Haus fortan frei von Geistererscheinungen.



Dämonen und das gespielte Böse

Im Januar 1949 führten Katholische Priester in Cottage City, in Maryland, USA, einen Exorzismus an einem Jungen durch. Der Junge wurde unter den Pseudonymen „
Roland Mannheim“ oder „Roland Doe“ bekannt. Es wird erzählt, dass der Junge im Schlafzimmer seiner Großmutter tropfende Geräusche hörte, worauf das Bild „Christus“ an der Wand erschien. Als er seinen Eltern davon berichtete, hörten auch sie weitere Geräusche. Ein Kratzen drang durch die Bodenbretter. -
Ein Phänomen, dass sich über längere Zeit jeden Abend zwischen Sieben und Mitternacht wiederholte. Ob der Junge v
on „boshaften Geistern“ besessen war, ob er an einer Geisteskrankheit litt oder an sexuellem Missbrauch ist bis heute „logischerweise“ umstritten. Auch besteht der Verdacht (wie in eigentlich ALLEN solchen Vorfällen), dass er die Vorgänge selbst fabriziert hatte. Die Ereignisse wurden dokumentiert, als Buch veröffentlicht und letztlich auch als Film: The Haunted Boy: The Secret Diary of the Exorcist.

Die „
Vorfälle“ begannen nach dem Tod seiner Tante, einer „Spiritistin“, die ihn im Gebrauch des Ouija-Brettes unterwies. Die Vorfälle selber wurden von vielen Menschen bezeugt. Haushaltsgegenstände und Möbel sollen sich „von selbst“ bewegt haben. Etwas, dem wir in späteren Geschichten über 'Poltergeist' Ereignisse immer wieder begegnen werden. Ein wesentlicher Punkt ist, dass dieser Fall genügend Spielraum für bestimmte Überlegungen lässt, denn er ist nicht an einem bestimmten Ort gebunden und das Geschehen manifestiert sich um die Person des Jungen. Während der Exorzismen, die im Alexian Brothers Krankenhaus im Süden von St. Louis stattgefunden haben, soll der Junge Bettfedern (die aus Stahl) aus dem Bett, auf das er fixiert wurde, herausgerissen und den exorzierenden Priester damit angegriffen haben. Die Exorzismen mussten, wegen derartigen Situationen, mehrmals wiederholt werden. Auch wird berichtet das die Matratze, auf der er lag, dabei heftig durchgeschüttelt wurde und sich Worte und Zeichen auf seiner Haut materialisierten. Die Exorzismen wurden von insgesamt 48 Menschen beobachtet.

„Obwohl sie nicht häufig sind, sind Exorzismen notwendig, um die Dämonen auszutreiben." und „Fälle von echtem "Besitz" können nicht durch die Psychiatrie erklärt werden."


Das zumindest meinen die Christlichen Akademiker Terry D. Cooper, Professor für Psychologie, und Cindy K. Epperson, Professor für Soziologie ...

Und obwohl das
tatsächliche Geschehen bis heute im Dunklen liegt und von vielen eher skeptisch betrachtet wird, hat dieser Junge bis heute eine Menge von Geschichten, Büchern und Filmen inspiriert …
Doch hat dieser Fall einen Umstand, den ich bisher bewusst ausgelassen habe:
Die Existenz des Bösen! Existieren wirklich solche destruktiven Kräfte, unabhängig von rein anthropomorphen Blickpunkten und fernab jeder religiösen Bewegung und Romantik?
Das würde nämlich bedeuten, dass, wenn es sich hierbei nicht um „
psychische“ Manipulationen und Ausdrucksformen der einen eigentlichen Welt handelt, ebenso auch gegensätzliche und vergleichende Kräfte existieren können.

Wobei wir berücksichtigen sollten, dass wir eines Tages vielleicht tatsächlich auf eine
völlig andersartig ausgerichtete Intelligenz stoßen mögen, die eine solche Argumentation komplett gegenstandslos werden lassen kann …


Der Feuerteufel

Im bisher ruhigen
La Corneuve, einem Vorort von Paris, brachen im Jahr 1907 nacheinander dreißig mysteriöse Brände aus. Mehrere Häuser und Nebengebäude, aber auch abseits stehende Scheunen, wurden dabei vollständig zerstört. Die Serie der Brände begann mit einem Blitzeinschlag auf der Rue de I'Abreuvoir. Trotz des sich schnell ausbreitenden Flammen konnte das Feuer rasch wieder gelöscht werden.
Für alle darauf folgenden Brände konnte keine Erklärung gefunden werden.

Einen Tag später traf es zwei freistehende Schuppen und ein Nachbarhaus, das über 100 Meter entfernt lag. Die Gebäuden verbrannten vollständig.
Den Tag darauf brannte der Keller des ersten Hauses.
Am nächsten Tag wurde es seltsam. Ein Nachbar, Monsieur Scillier, der sein Brot aus dem Esszimmer holen wollte, stand plötzlich einem brennenden Tisch gegenüber. Danach schossen wiederholt Flammen aus einem nahen Schrank.
In den nächsten zwei Tagen wurden Flammen beobachtet, die zwischen Häusern hin und her sprangen. Dabei wurde eine Schachtel mit Messern so verbrannt, dass nichts als die Klingen übrig blieben. Fünfundzwanzig Zeugen beobachteten wie ein Regenschirm plötzlich und grundlos in Flammen aufging.

Feuer war in dieser Zeit sehr gefürchtet, richtete es, erst einmal
außer Kontrolle geraten, großen Schaden an und sorgte für gewaltige Verluste. Zufälliges und unerklärliches Feuer erfüllte die Menschen mit purem Entsetzen. Feuerwehrbeamte reagierten dementsprechend schnell, wenn irgendwo ein Brand gemeldet wurde.
Während eines solchen Brandes war einer der Feuerwehrmänner dabei mögliche brennbare Gegenstände vom Brandort zu entfernen. Als er einen alten Hut aus dem Fenster schleudern wollte ging dieser, noch im Flug, in Flammen auf, berührte dabei die Vorhänge , die sofort Feuer fingen und auch verbrannten.

 

Erst eine Woche später beruhigte sich die Lage wieder. Das letzte gemeldete Feuer entstand im Garten zwischen den zwei hauptsächlich betroffenen Gebäuden. Diese beiden Gebäude waren fast gänzlich von den immer wieder auftretenden Feuern zerstört worden.

„Die Treppen in beiden Häusern zerfallen zu Staub. Bei der geringsten Berührung verwandeln sie sich in einen hellen kristallinen Staub.“

- liest es sich in einem Zeitungsbericht in der Pariser Matin

 

Während man das erste Feuer dem Blitzeinschlag zuschreiben konnte, blieben die folgenden neunundzwanzig Brände ein Rätsel. Viele glaubten, dass hier ein böser Poltergeist sein Unwesen getrieben hatte …

Warum es sich hierbei um einen 'Poltergeist' gehandelt haben soll, ist mir nicht einleuchtend. Weder wurden „
typische“ Geräusche beschrieben, noch wurden ähnliche Phänomene gemeldet, die mit einem Einwirken eines solchen „Wesens“ für „gewöhnlich“ zusammentreffen, abgesehen von den spontan auftretenden Bränden. Aber vielleicht sprechen wir dabei auch nur von einem gefährlichen und teuren Schabernack? Tun wir das?


Der Esther Cox Poltergeist

Das Jahr ist 1878. Die Geschichte geschah in Amherst, Nova Scotia, eine der drei Seeprovinzen Kanadas. Es ist die Geschichte der damals 19-jährigen Esther Cox. Das folgende Geschehen ist von vielen Menschen bezeugt worden, die teilweise auch direkt darin involviert waren.
Es begann mit einer versuchten Vergewaltigung.

Esther Cox lebte mit ihren zwei Zwillingsgeschwistern, ihrer verheirateten Schwester mitsamt Ehemann, deren zwei Kindern, sowie dem Bruder des Ehemanns ihrer Schwester friedlich in einem kleinen Landhaus in der Princess Street in Amherst.
Zusätzlich zu den Familienmitgliedern wurde gelegentlich ein Zimmer im Haus vermietet.

Zu der Zeit, als die Poltergeist-Phänomene begannen, wohnte dort ein Mann namens Walter Hubbell. Er dokumentierte die Geschehnisse täglich und veröffentlichte später das Buch '
The Great Amherst Mystery', in dem er die Geschichte des Esther Cox Poltergeists ausführlich erzählt.

Der Friede wurde abrupt gebrochen, als ein Schuster, namens Bob MacNeal, über Esther herfiel und versuchte sie zu vergewaltigten. Esther entkam. Und obwohl sie nur einige kleinere Verletzungen davontrug, schien die Gewalttätigkeit, die ihr entgegengebracht wurde, nun
irgendwie weitere Gewalt zu produzieren. Diesmal aber nicht von Menschlichen Wesen …

Der Schrecken begann, als die Schwestern Esther und Jennie, die ein gemeinsames Bett teilten, in der Nacht panisch schrien, dass „
etwas“ oder „jemand“ unter ihrer Bettdecke war. Wobei Esther nur an eine Maus dachte. Die Suche danach war erfolglos und der Rest der Nacht verging friedlich. Bis zur nächsten Nacht. Wieder weckten Esther und Jennie die anderen durch ihr Geschrei. Dieses Mal glaubten sie Geräusche zu hören, die aus einer verschlossenen Schachtel unter ihrem Bett kamen. Die Schachtel wurde hervorgeholt, doch beim Versuch sie zu öffnen „sprang“ diese von selbst im Raum umher, um an einer Wand zu zerschellen. - Was das Geschrei und die Panik der beiden Schwestern nur noch vergrößerte.

In der dritten Nacht, nach der versuchten Vergewaltigung, ging Esther früh zu Bett, da sie über Fieber klagte. Ihre später zu Bett gehende Schwester fand sie in einem erbärmlichen Zustand vor. Esther selber glaubte, dass sie im Sterben lag. Ihre Haut war am ganzen Körper hellrot und sichtlich aufgequollen. Ihre herbeigerufene ältere Schwester versuchte sie zu beruhigen, aber Esther begann nun Atemnot und Erstickungsanfälle zu bekommen. Die anderen Mitbewohner, die sich auch im Zimmer versammelt hatten, beobachteten ungläubig, wie Esthers Körper sich rötete, dabei mehr und mehr anschwoll und immer heißer wurde. Sie zitterte dabei, als ob sie fror. Ihre Augen wölbten sich hervor und sie hatte das „
Gefühl“ sie würde aus ihrer immer stärker gedehnten Haut herausplatzen. Plötzlich gab es einen ohrenbetäubender Donner, der den ganzen Raum erschütterte. Danach noch drei weitere „Explosionen“ direkt unter ihrem Bett, woraufhin Esthers Schwellung umgehend zurückging und sie in einen tiefen Schlaf fiel.
Doch die Erholung war nur kurz. Vier Nächte später wiederholten sich diese schrecklichen Ereignisse - Esthers unerklärliche Schwellung und Folter endeten wieder nur durch die donnernden Geräusche vom Bett. Um diesen unheimlichen Geschehnissen etwas entgegenzusetzen, bat Daniel, der Ehemann ihrer Schwester, den Arzt des Dorfes, Dr. Carritte, um Hilfe. Bei seinen Untersuchungen wurde auch er Zeuge einiger der erschreckendsten Ereignisse.

Dr. Carritte, wohl anfangs mehr an dem medizinischen Symptomen interessiert, saß an Esters Bett, als er bemerkte, wie das Kissen unter ihrem Kopf hervorgezogen wurde, ohne dass jemand dabei sichtbar war! Er sah, wie ihre Bettwäsche durch unsichtbare Hände durch das Zimmer geworfen wurde, während gleichzeitig laute Klopfgeräusche unter dem Bett ertönten. Er konnte aber keine Ursache dafür ermitteln. Auch seine Versuche den „
Unsichtbaren“ die Kissen oder das Bettzeug wieder zu entreißen waren ergebnislos ... Und dann hörte der Arzt ein kratzendes Geräusch, wie ein Metallwerkzeug, das in Gips schabt ... Auf die Wand über Esthers Bett war die Botschaft „geschrieben“ worden:
ESTHER COX, DU WIRST DURCH MICH STERBEN!
(„you are mine to kill!“)

Just dann zerbarst der Putz an der Wand. Teile fielen dem Arzt vor die Füße. Nach zwei Stunden war das Haus dann still.
Dr. Carritte, sichtlich erschüttert, kehrte am nächsten Tag zurück und wurde abermals Zeuge weiterer Spuk-Attacken bzw. unerklärter Manifestationen. Esther berichtete dem Arzt über einen Angriff durch einen Holzscheit im Keller. Als beide daraufhin den Keller untersuchen wollten, wurden sie von durch die Luft fliegenden Kartoffeln bombardiert.
Wieder in ihrem Zimmer verabreichte der Arzt der geplagten Esther ein Beruhigungsmittel. Doch kaum hatte er dies getan, fingen die explosionsartigen Donnerschläge wieder an. Nur schienen sie nun vom Haus aus auf das Dach hinauf gewandert zu sein. Und obwohl absolut keine Ursache für diese Geräusche feststellbar war, konnte man den Lärm noch in ein paar hundert Metern Entfernung hören.

Tage später erkrankte Esther an Diphtherie. Während ihrer Genesung zog sie zu einer anderen Schwester. In dieser Zeit gab es keine ungewöhnlichen Vorkommnisse, keine Angriffe oder sonst irgendetwas …
Doch gleich nach ihrer Rückkehr in das Haus ihrer Schwester, begann alles wieder von vorne.

Oder es wurde sogar noch viel schlimmer:
Gegenstände flogen umher. Unerklärliche Feuer entstanden um das Haus herum. Messer und Gabeln wurden durch das Haus geschleudert speziell auf aus Holz gearbeitete Gegenstände, Türen und Fenster ebenso. Brennende Streichhölzer fielen von „
irgendwoher“ auf die Betten hinab und entzündeten dort kleinere Feuer. Möbel bewegten sich von selbst, drehten sich um sich selbst oder krachten lautstark in die Wände. Esther wurde mit unsichtbaren Tritten und Schlägen attackiert, wobei Abdrücke von Fingern auf ihrem Gesicht erschienen. Stecknadeln erschienen aus dem Nichts und wurden in Esthers Gesicht gedrückt. Ein Taschenmesser wurde einem Nachbarjungen aus der Hand gerissen und in den Rücken von Esther gestochen.

In der Hoffnung dem Spuk abermals entgehen zu können zog Esther zu verschiedenen Bekannten und Nachbarn, doch diesmal folgte der „
Geist“ ihr.

Eines Sonntags besuchte Esther einen Baptisten Gottesdienst. Dort saß sie in einer der hinteren Bänke. - Sobald der Gottesdienst begann hallten lautes Klopfen und lautes Gelärme durch die ganze Kirche. Die Geräusche, die aus der Vorderseite der Kirche zu kommen schienen wurden sogar noch lauter und intensiver, als die Predigt begann. Der Prediger musste die Predigt letztlich abbrechen.
Erst als Esther die Kirche verließ verstummten die Laute …
Esther hatte mehrmals versucht dem unsichtbaren Verfolger zu entkommen, ergebnislos, denn er folgte ihr fortan, wohin sie auch ging.

Und so kam sie schließlich wieder nach Hause zurück. Nichts hatte sich verbessert.

In dem Versuch wenigstens ihre Familie vor dem böswilligen und destruktiven Einfluss zu schützen, versuchte sie Arbeit bei einem nahe gelegenen Bauernhof zu finden. Doch als die Scheune des Hofes niederbrannte, wurde sie vom Bauern, der von den Geschichten um Ester Cox gehört hatte, der Brandstiftung bezichtigt. Sie wurde zu einer viermonatigen Haft verurteilt, obwohl mehrere Zeugen aussagten, dass sie mit dem Feuer nichts zu tun hatte. Doch schon nach einem Monat wurde sie, aufgrund öffentlicher Unterstützung, wieder freigelassen.
Und das war der Wendepunkt!
Nachdem sie aus dem Gefängnis frei kam, schien die Poltergeist Aktivität einfach zu vergehen.
Es gab zwar noch kleinere Vorfälle, und auch nur für eine kurze Zeit, und dann hörte das unheimliche Geschehen völlig auf.

Dr. Carritte schrieb an einen Kollegen:
„Ehrlich skeptische Personen wären bei all diesen Geschehnissen bald überzeugt, dass es in diesem Fall keinen Betrug oder irgendwelche Täuschungen gab. Würde ich den Fall in den medizinischen Zeitschriften veröffentlichen, wie Sie vorschlagen, würde mir niemand glauben. Ich vermute, dass ich selbst solche scheinbaren Wunder niemals geglaubt hätte, wenn ich sie nicht mit eigenen Augen gesehen hätte.“

Esther Cox heiratete später zwei Mal und hatte zwei Söhne. Sie starb erst im Jahr 1912 im Alter von 53 Jahren.
Das Buch '
The Great Amherst Mystery' wurde nach ihrem Tod veröffentlicht.
Es beinhaltete eine eidesstattliche Erklärung von 16 Zeugen der schrecklichen Ereignisse von Amherst.



Im diesem „Fall“ war der Ausgangspunkt zwar mit dem Wohnhaus der Familie verbunden, doch der Spuk konzentrierte sich später mehr und mehr auf die Person der Esther Cox, deren schreckliches „Erlebnis“ ja auch den Ausgangspunkt für die späteren Erscheinungen, die sich um sie herum manifestierten, zu bilden schien. Ein Phänomen, dem wir noch öfter begegnen werden.
Ein weiteres Beispiel für solche Personenbezogenen Ereignisse. Dieses Mal eines, das zeitlich und räumlich näher lokalisiert ist. - Und ebenfalls eine weitreichend dokumentierte Geschichte. Weil eben diese Geschichte aber (
von offizieller Seite: Es kann nicht sein, was nicht sein darf!) als völlig strittig dar- und hingestellt wird, habe ich hierzu einige (wie ich glaube weiterführende) Links gesetzt. Das mag jedem Interessierten helfen, sich eine eigene Meinung über das recht seltsame Geschehen zu bilden.

Einige,
nicht an diesem Fall beteiligte Zweifler, vermuten bis heute nur eine Überreaktion der, bei Anneliese Michel möglicherweise gar nicht diagnostizierten, Epilepsie. Hierüber gibt es verschiedene Behauptungen und Darstellungen.
Ob (
eine mögliche) Epilepsie allerdings zu einem Verständnis fremder Sprachen oder der Unterscheidung zwischen geweihtem und ungeweihtem Wasser führen kann, bleibt dabei (von Seiten der Wissenschaft natürlich wieder einmal) völlig offen.
Außer man legt dem Geschehen eine andere mögliche Annahme zugrunde: das Vorhandensein nichtkörperlicher dämonischer Existenzen, die sich in menschlichen Körpern manifestieren können. -
Während der Exorzismen sprachen verschiedene „
Dämonen“ durch Anneliese. Einer, namens Valentin Fleischmann war ein, bis zu dem Zeitpunkt dieses Exorzismus, (mehr oder minder)ein völlig unbekannter Pfarrer, der aber wohl tatsächlich im 16. Jahrhundert in Ettleben gewirkt hatte.
Oder aber es existiert ebenso die weitere Möglichkeit, dass der
wirkliche Erfahrungsraum (und damit auch die Möglichkeiten) des Menschen noch nicht einmal ansatzweise erfasst worden sind.
Und vielleicht widersprechen sich diese beiden Möglichkeiten gar nicht.
Vielleicht kann das eine erst durch das andere bedingt werden ...?

Das Geschehen um Anneliese Michel lässt einen zweifeln:
Ist das „
Böse“ nur eine Metapher oder ist es eine immanente Präsenz?
Oder sind der Teufel und seine Dämonenbrut
wirklich vorhandene Entitäten – oder - sind sie wieder nur eine weitere Entschuldigung für Fehlverhalten und Unwissenheit?
Doch, wie-auch-immer ...
Das Verstehen und Sprechen häufig
kulturfremder Sprachen ist ein Phänomen, dass möglicherweise im Zusammenhang mit dem „Foreign Accent Syndrome“ wiederzufinden ist.
Dieses Phänomen tritt zumeist nach Unfällen auf, kann aber durchaus auch andere Ursachen haben. Auch die Folgen solcher Geschehnisse begrenzen sich nicht auf den plötzlichen „
Erwerb“ und das Verständnis einer fremden Sprache. Anschauliche Beispiele sind hier zu finden.
Und es gibt, soweit mir bekannt ist, auch keine „
offizielle“ und vergleichende Forschung dahingehend.


Anneliese Michel soll schließlich an Unterernährung gestorben sein. Bei ihrem Tod wog sie nur noch 31 Kilogramm. Der Umstand, dass, neben den Priestern, kein Arzt konsultiert wurde, hat zu heftigen Vorwürfen geführt, so dass die Eltern und auch einige der beteiligten Priester verklagt und verurteilt worden sind.
Die folgenden Geschehnisse wurden, mit dem Aufmacher „
Nach einer wahren Geschichte“, ebenfalls verfilmt. Obwohl die im Film dargestellten Ereignisse sich nur oberflächlich an das tatsächlich dokumentierte Geschehen anlehnen, wurde „Der Exorzismus der Emily Rose“ ein weltweiter Kinoerfolg. Doch wen interessiert an Hollywood schon mehr als die reine Unterhaltung?
Ein weiterer Film, diesmal aus Deutscher Produktion, „
Requiem“, nahm sich ein Jahr darauf den Ereignissen an. Dieser Film orientierte sich näher am dokumentierten Geschehen.

Und dies ist die, diesen Filmen zugrunde liegende, Geschichte.


Gott setze ich an die erste Stelle meines Lebens (Anna Elisabeth Michel)

Anna Elisabeth (Anneliese) Michel wurde als viertes Kind der Familie Michel geboren und wuchs in dem Weinort Klingenberg am Bayerisch-Fänkischen Main, streng Katholisch-gläubig, auf. Sie wird als ein freundliches, intelligentes und sehr hilfreiches Mädchen beschrieben, das sehr fromm und auch sehr direkt war. Aber nicht viel über sich selbst sprach. Deshalb auch galt sie als introvertiert.
Andere beschrieben sie als lebenslustig und bemerkten, dass sie gerne gesellschaftlich mit Mitschülern, Freunden und Bekannten verkehrte … - Aber
ein Moment ist ... oder sind nicht alle Momente!
Sie wird oft als Verteidiger der Schwächeren beschrieben.
Wenig bekannt ist, dass Anneliese, neben den Heimsuchungen, auch teilweise
stigmatisiert war, dass heißt, dass sie die Wundmale Christi an ihrem Leibe trug. Bis zu ihrem Tod, mit 23 Jahren, hatte sie 67 mal den „großen Exorzismus“ der Katholischen Kirche durchlebt.
Sie wird heute noch von vielen als Heilige verehrt.

 

Pater Ernst Alt und Anneliese Michel

 

Im Herbst 1968, kurz vor ihrem 16. Geburtstag, begannen, während des familiären Mittagessens, Annelieses Hände sichtbar anzuschwellen. Und sie rief:
„Ich habe schwarze Hände! Erlöser, vergib mir! Ich sehe teuflische Gesichter an den Wänden. Sie haben jeweils sieben Kronen und sieben Hörner. Sie springen hier auf dem Boden herum. Könnt ihr sie nicht sehen?!?“

 

Nach einer schweren Lungenerkrankung und Rippenfellentzündung erholte sich Anneliese in einem Sanatorium für Tuberkulose-Patienten in Mittelberg. Dort hat sie viel gebetet. Ihr späteres Ziel war Religionslehrerin zu werden. Nach ihrer Genesung kehrte sie zu ihrer Ausbildung am Gymnasium in Aschaffenburg zurück, wo es am Ende ihrer Abiturs zu einem weiteren (epileptischen?) Anfall kam, aufgrund dessen sich ihr Sprechen und Gehen stark einschränkte. Ihre Mutter glaubte, dass Anneliese damals begann sich vor irgend etwas zu fürchten, und beschreibt diese Erfahrung, als den Anfang des Leidensweges.

Bei einer Pilgerung zum Wallfahrtsort Engelberg erschien ihr die Gottesmutter. Diese fragte Anneliese, ob sie dazu bereit sei, sich für die deutsche Jugend, aber auch für Deutschland aufzuopfern. Die Gottesmutter gab ihr eine Bedenkzeit, dann sollte Anneliese nach Engelberg zurückkehren, um der Gottesmutter ihre Entscheidung mitteilen. Anneliese willigte bei der zweiten Erscheinung in Engelberg, gegen den Rat ihrer Mutter, in freier Entscheidung ein, die kommenden Leiden für die Jugend Deutschlands und für ihr deutsches Vaterland anzunehmen und sich als Sühne aufzuopfern.
In welche Richtung solch ein Opfer zielen sollte, was dessen Wirkung war und ob es in „
heiligen“ Augen auch ausreichen sollte, ist angesichts der heutigen Zustände in Deutschland schwer nachzuvollziehen. Aber über den sorgsam gepflegten Schuldkult und ähnliches habe ich mich schon hier ausgelassen.

Anneliese „
begegnete“ scheinbar auch Christus selbst, der den Auftrag seiner Mutter bestätigte:
„Der Erlöser sagte: Du wirst viel an der Stelle der Anderen leiden und dieses Leid wirst du jetzt tragen. Dein Leiden und deine Trauer dienen mir dazu, die Seele zu retten.“

- Aus dem Tagebuch von Anneliese Michel

 

Während eines Anfalls, der von Freundinnen bezeugt wurde, veränderten die blauen Augen Annelieses sich zu tiefem Schwarz, wieder schwollen die Hände beachtlich an und ihr Körper verfiel in heftige Zuckungen. Als dies wurde ärztlich beobachtet. Vermutlich wurde in dieser Zeit auch die Diagnose der Epilepsie gemacht.
Sie schloss das Abitur schon ein Jahr früher erfolgreich ab.
Während ihrer Studienzeit beklagte sie sich über ein „Klopfen“, dass ohne scheinbare Ursache, immer wieder in ihrem Zimmer erklang. Schon bald begann auch der Rest der Familie von dem Klopfen belästigt zu werden. Es kam mal vom Boden, mal aus dem Schrank oder auch von der Zimmerdecke. Als die fromme Familie darauf zu beten begann, begann Annelieses Veränderung. Mit hasserfüllten Augen reagierte sie auf die Gebete und ihr Gesicht verzog sich zu den schrecklichsten Grimassen. Gemeinsame Gebete erwiesen sich mehr und mehr als unmöglich und ihr körperlicher Zustand verschlechterte sich zusehends. Und nun begann sie zusätzlich auch über angstauslösende Erscheinungen zu klagen. Doch nicht nur (
für andere) Unsichtbares jagte ihr Furcht ein, auch das Zusammensein mit ihrem Priester, und späteren Exorzisten, Arnold Renz.
Im September 1973 schilderte sie diese Eindrücke einem Arzt, der dies als beginnende paranoide Psychose deutete.

Die Hilflosigkeit der Familie Annelieses Zustand gegenüber wuchs, und sie wurde nicht nur immer wieder zu häufig wechselnden Ärzten geschickt, die Familie öffnete sich jedem, der Hilfe anbot. Und das waren auch „Experten“ in spirituellen Dingen oder in Besessenheit. Einer dieser beschrieb Anneliese als ein nettes , streng religiösen Mädchen, das beklagte ihr eigenes „ich“ verloren zu haben. Und immer wieder berichtete sie von teuflische Gesichtern …
Und i
rgendwann begann Anneliese geweihte Gegenstände heftig von sich wegzustoßen.
Ihr Zimmer füllte sich mit dem Geruch von Verbranntem und von Gülle.
Trotzdem studierte sie erfolgreich weiter. Ein Teil von ihr ignorierte das unerklärliche Geschehen, dessen Mittelpunkt sie war. Ihre Freunde beschrieben sie als fröhlich und sie suchte stets die Gesellschaft anderer Leute. Sie hatte sogar einen festen Freund, namens Peter.
Peter nun glaubte daran, dass es eine Erklärung für all diese Geschehnisse gab und hoffte, dass irgendwann ein Arzt diese seltsame Krankheit heilen könnte. Er blieb bis zu ihrem Tod bei Anneliese, obwohl auch er später häufig ein Opfer ihrer feindseligen Attacken wurde.

Im November 1973 begab sich Anneliese dann in Behandlung an der Universitäts-Nerven- und Poliklinik. Hier wurde ihr die Diagnose einer „neurotischen Depression mit Entwicklungscharakter“ gestellt. Ein EEG-Befund gab einen Hinweis auf eine Hirnschädigung im linken Schläfenlappenbereich, was, obwohl nicht bewiesen, medizinisch gesehen, der wahrscheinliche Ausgangspunkt ihrer Anfälle war. Diese Annahme stellte sich später als falsch heraus, wurde aber, auch auf Grund der Unwissenheit der Ärzte solchen Phänomenen gegenüber medikamentös weiter verfolgt.

Und Annelieses Zustand verschlimmerte sich nun rapide. Neben den Teufelsgrimassen begann sie Urteile zu hören, Richtersprüche über ihr eigenes Leben. Oft bedrohten diese Stimmen sie oder zwangen sie zu scheinbar konfusen Handlungen oder auch in unmenschliche Rollenspiele.

Zwar beruhigten sich solche „Phasen“ auch wieder, jedoch wurde sie auch immer wieder erneut attackiert.
In den ruhigeren Zeiten konnte Anneliese dann wieder zu „sich“ kommen und studierte (eine Zeitlang immerhin) erfolgreich weiter.
In dieser Zeit war sie in Behandlung bei verschiedenen Psychiatern, doch niemand verstand, was hier eigentlich passierte. Und weil der Verdacht auf Epilepsie bestand, wurde sie auch dahingehend mit Medikamenten behandelt, was aber (den Phänomen gegenüber völlig) wirkungslos blieb.
Einige Ärzte wiesen darauf hin, dass „Besessenheit“ nicht mit Medikamenten bekämpft werden könne, was die Hilflosigkeit und Verzweiflung der Familie nur noch mehr steigerte.
Im Jahr 1973 wandten sich die Eltern dann an den örtlichen Bischof mit der Bitte um einen Exorzismus, um die „
dämonische Besessenheit“ zu vertreiben.
Dies wurde zwar abgelehnt, mit dem Hinweis auf weitere ärztliche Betreuung, dennoch war Anneliese unter ständiger Fürsorge von Priestern, die sich des Falles annahmen.

Ernst Alt, Pfarrer in Ettleben, hatte, nach eigenem Bekunden, Anneliese eine Einweisung in eine Nervenklinik angeraten, was aber für ihre Eltern völlig inakzeptabel war, da sie befürchteten, dass ihr dadurch die Karriere als Lehrerin verschlossen bleibt.

Im Juli 1975 wurde dann trotzdem ein Exorzismus zur „Probe“ durchgeführt (
Exorzismus probativus), um kirchliche „Gewissheit“ in diesem Fall zu erlangen, wie weiter vorgegangen werden kann. Dabei werden vom Exorzisten keine Gesten oder Geräusche gemacht. Der ganze Vorgang spielt sich nur im Geist (bzw. der Vorstellung) des Exorzisten ab. Von hier aus gibt er unhörbar Befehle an den unerwünschten Geist oder Dämon. In diesem Fall „sagte“ der Pater: Wende dich ab von dieser Person und sag mir wer du bist.
Darauf reagierte Anneliese umgehend und mehrere „
Dämonen“ gaben sich zu erkennen.
Sie selbst sprang wütend auf und zerriss den Rosenkranz, was die Überzeugung des Paters bestärkte es hier mit einem destruktiven Geist zu tun zu haben.

Und sie entwickelte zeitweise so starke Körperkräfte, dass sie ihre Schwester „
wie eine Strohpuppe“ umher warf.
Oder sie zerquetschte einen Apfel mit einer Hand.
Sie sprang stundenlang ohne Erschöpfung an den Wänden oder auf der Treppe herum.
Dann begann sie ihren eigenen Urin zu trinken, vom Boden oder aus der Toilette, sich nackt im Kies zu rollen, Kälte zu suchen, um „
die Erwärmung ihres Körpers zu verhindern“. Sie verfluchte Priester in deren Gegenwart.
Sie verlor ihre Vorderzähne beim Versuch sich durch eine Wand hindurch zu beißen.
Sie biss toten Vögeln den Kopf ab, verspeiste Fliegen und Spinnen und kaute Kohlestücke.
Oft „
verwandelte“ sie sich auch in einen Hund, der tagelang unter den Tischen kroch und nur heulte und knurrte. Manchmal war sie so verkrampft, dass sie weder trinken, noch atmen konnte. An anderen Tagen wurde sie (nach Ansicht ihrer Mutter) vom Teufel verprügelt, auf den Bauch oder auf den Rücken geworfen, und zwar so heftig, dass Annelieses Körper mit blauen Flecken und Narben übersät war. Ihr Kopf war fast schwarz, ihre Augen zugeschwollen und kaum mehr sichtbar.
Wenn sie mal schlief, sah sie aus als wäre sie tot.
Versuche ihrer Mutter den Boden mit Kissen und Bettdecken zu belegen waren wirkungslos. Sie konnten nicht verhindern dass Anneliese von da an auf die ungeschützten Stellen geschleudert wurde. All dies schrieben Ärzte Annelieses erkrankter Psyche zu.

 

Annelieses Veränderung

 

Im Herbst 1975 gab dann der Bischof von Würzburg, Josef Stangl, die Genehmigung einen umfassenden Exorzismus durchzuführen. Diese Genehmigung kam mit einer ausdrücklichen Empfehlung dies auch zu tun. Die folgenden Exorzismen wurden von zwei Priestern, Ernst Alt und Arnold Renz, durchgeführt. Das meiste, was in diesen Sitzungen geschah, wurde auf Tonkassetten dokumentiert. Dies geschah mit der Einwilligung von Anneliese, damit die dort getroffenen Aussagen veröffentlicht und auf der ganzen Welt verbreitet werden konnten.
Ein weiterer Pater, Adolf Rodewyk, stand den Exorzisten mit Rat zur Seite.
Die Exorzismen wurden im Haus der Familie in Klingenberg durchgeführt.

Um welche Geister oder Dämonen es sich handelte, ihre Verwünschungen und Ausbrüche, ihre Aussagen und Behauptungen können in den oben angegebenen Quellen gefunden werden. Neben Abschriften des Gesagten, sind auch Ausschnitte der Tonband-Aufnahmen dort zu finden.
Ziemlich bedrückende und gruselige Dinge ...

Hier seien nur noch einige der Eindrücke der Beteiligten und einige Geschehnisse erwähnt.
Annelieses Stimme veränderte sich in diesen Sitzungen auf eine unangenehme Art und Weise. Sie verstärkte den Eindruck hier diabolischen Wesenheiten gegenüber zu stehen. Zischend, gurgelnd, schreiend, brüllend, anklagend, drohend kamen Worte aus ihrem Mund, die keiner „
normalen“ Person mehr zuzuordnen waren. Doch das war nicht alles. Sich von „allein“ bewegende Stühle, in der Luft „verharrende“ Kanister mit Weihwasser. Einmal trat Anneliese mit voller Kraft gegen ein mit Wasser gefülltes Glas, doch kein Wasser spritzte heraus. Möbel wurden verschoben und weitere Rosenkränze zerrissen. In einem gewalttätigen Ausbruch schlug Anneliese, mit ihrem Kopf, das Glas ihrer Zimmertürscheibe kaputt, doch zog sich dabei nicht die kleinste Verletzung zu.

„Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde …“

- betete Anneliese in der Nacht vor dem Fest der Himmelfahrt der Jungfrau Maria die ganze Nacht hindurch

Freunde wurden körperlich von ihr bedroht. Und wenn ihr Freund Peter zu Besuch kam, konnte Sie kaum sprechen. Sie tobte nur herum und wiederholte nur immer wieder: Ich habe so ein Herz aus Stein…
Trotz all der Umstände hielt Peter zu Anneliese. Er nahm sie sogar mit auf eine Reise, wo sie abermals eine Marienerscheinung hatte. Und wieder fragte die Erscheinung: „Es fügt meinem Herzen großes Leid zu, dass zu dieser Zeit sehr viele Seelen in die Hölle gehen. Man muss Buße tun für die Priester tun, die Jugend, und für dein Vaterland. Willst du die Buße tun für all die Seelen, damit so viele Menschen nicht in der Hölle sterben müssen? Oder willst du Buße tun für die Seelen, welche für die Ewigkeit verdammt sein werden?“
Obwohl diese Fragen Annelieses Familie entsetzte, vermutlich gerade im Hinblick auf die Ereignisse, die sich unaufhaltsam um sie herum abspielten, die Exorzismen und ihre leidende Tochter im Mittelpunkt des unwirklichen Geschehens, sagte Anneliese: „Wenn ich jetzt nicht tun werde, worum mich die Mutter Gottes bat, dann werde ich die Schuld dafür tragen, dass so viele Seelen in die Hölle kommen und für Ewig verdammt sein werden.“

„Manche haben keinen Funken des Glaubens mehr; die gehören mir!“
„Einige gibt es, die glauben nicht einmal, dass es mich gibt. Das sind meine Liebsten.“

- Luzifer, einer der Dämonen in Anneliese (20.10.1975)

 

So gingen die Exorzismen weiter. Es bedurfte der Kraft von drei Männern sie festzuhalten, wenn sie einen weiteren Tobsuchtsanfall bekam. Am stärksten reagierte Anneliese auf geweihtes Wasser.
Pater Renz, einer der Exorzisten, der als Missionar in China arbeitete, sprach sie auf chinesisch an, was sie einwandfrei verstand und darauf antwortete. Und noch etwas merkwürdiges, - die, von verschiedenen Dämonen (oder Persönlichkeiten), Besessene hatte offenbar eine Kenntnis von geheimen und verborgenen Dinge, auch Gedanken erlangt. So sagte Pater Renz des öfteren:
„Man konnte nichts vor ihr geheim halten, sie wusste einfach alles."

Und auch während der Exorzismen kam es wieder zu Marienerscheinungen.
Dieses Mal bei dem Versuch die Dämonen aus dem Körper des Mädchens zu vertreiben.
Sie kommt, sie kommt! Die große Dame!
Die Exorzisten zwangen die Dämonen, einer nach dem anderen, den Körper zu verlassen; doch letztlich scheiterte das Vorhaben an einem, vielleicht seltsamen, Umstand:
Während des Exorzismus vom 30. Dezember 1975 sagten die Dämonen, dass sie Annelieses Körper nicht verlassen können, weil es ihnen der Heiland nicht ermöglicht. Also ging es weiter …

Am 3. März 1976 (Aschermittwoch und Beginn der Fastenzeit) stellte Anneliese dann auch noch die Nahrungsaufnahme gänzlich ein, denn Stimmen hätten ihr das Essen verboten.
Ihr Zustand verschlechterte sich drastisch.
Sie begann stundenlang zu knien oder den Kopf auf den Boden zu schlagen.
Buße tun. Und was trieb sie noch an?

Doch Anneliese fühlte ein Ende des Leidens nahen. Sie sagte zu Pater Renz, dass der kommende Juli eine Veränderung bringen wird. Und sie sollte recht behalten.
Während ihres letzten Exorzismus, am 30. Juni 1976, bat Anneliese den Pater um Absolution, der Lossprechung ihrer Sünden. Um dem Mädchen ein wenig Schlaf zu geben befahl Pater Arnold den Dämonen zu nun Schweigen, und das geschah auch so.
Am 1. Juli schlief Anneliese ruhig im Bett ein und wachte nicht mehr auf.

Vielleicht starb sie an der Erschöpfung, dem unsäglichen Leid, der Auszehrung?
Vielleicht war sie schlicht verhungert?
Vielleicht wurde sie ein Opfer ihrer Teuflischen Visionen?
Der herbeigerufene Hausarzt war nicht in der Lage die Todesursache festzustellen.
Und nicht der „Teufel“ geriet ins Visier der Strafverfolger, sondern die, die ihn austreiben wollten.

Kurz darauf wurde eine Anklage gegen die Eltern und die beteiligten Priester ausgesprochen.
Und es begann ein Showmäßiger Strafprozess. Laut der Anklage war Anneliese verhungert, Zwar wies ihr Körper, der zwar ausgezehrt war, keine der charakteristischen Merkmale des Verhungerns auf, trotzdem war ihre Verweigerung der Nahrung „amtlich“ dokumentiert.
Und Anneliese war ja auch tot.
Ihre Eltern und die beiden Exorzisten wurden der fahrlässigen Tötung für schuldig befunden. Die Strafe war sechs Monate Haft auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.
Die offizielle medizinische Diagnose im Fall Anneliese Michel lautet:
„Paranoid-halluzinatorische Psychose bei Epilepsie auf dem Hintergrund besonderer psychosozialer Faktoren, wobei eine psychogene Identifizierung krankhafter Art mit der Rolle einer Besessenen gegeben war.“

Auch eine, von der Deutschen Bischofskonferenz eingesetzte, Kommission kam hinterher einhellig zu dem Schluss: „Anneliese Michel war nicht besessen!“

Spätere Untersuchungen, wie die des Schweizer Wissenschaftlers Dr. Theo Weber-Arma, zeigten jedoch auch auf, dass ein Großteil der Fakten (zumindest) im Gerichtsprozess verschwiegen bzw. gar nicht berücksichtigt wurde:

So wurde Anneliese Michel zwar drei Mal EEG-Tests unterzogen, aber bei allen Malen wurde eine Epilepsie ausgeschlossen, auch wenn später „offiziell“ das Gegenteil behauptet wurde.
Trotzdem wurde sie auf Epilepsie behandelt und bekam über Jahre die Medikamente, welche speziell nur für Epileptiker gedacht sind (Zentropil und Tegretol).
Eventuelle Nebenwirkungen wurden ebenso wenig berücksichtigt, wie die mögliche Tatsache, dass die hohe Konzentrationen dieser Medikamente und deren langfristige Einnahme (Langzeitwirkung und Summierungseffekt) schließlich zur Zerstörung des Körpers und dem Tod von Anneliese geführt haben könnten. Die Ärzte, die eine Fehldiagnose auf Epilepsie stellten und darauf das Mädchen falsch behandelten, wurden niemals zur Rechenschaft gezogen. Eine pathologische Veränderung im Schläfenlappenbereich ließ sich auch nicht feststellen.
Auch von den Tonband-Aufnahmen, die während der Exorzismen gemacht wurden, wurde natürlich keines als Beweismittel anerkannt oder öffentlich gemacht. All das kam viel später.

Dr. Weber-Arma sagte:
„Es ist kein Epilepsie-Symptom den Kopf mit einer solchen Geschwindigkeit nach links und nach rechts zu schütteln, dass alle den Eindruck haben, einen Film in beschleunigter Geschwindigkeit zu sehen.“

Im folgenden Jahr wurde, aufgrund einer „himmlischen“ Botschaft über die Unversehrtheit ihres Körpers (an die Leiterin des Allgäuer Kinderheims), der Leichnam von Anneliese Michel wieder ausgegraben. Der Körper soll jedoch alle normalen Erscheinungen von Verwesung gezeigt haben …, - sagen die einen. Andere wiederum bestreiten das. - Einer der damaligen Bestatter soll sich kurz vor seinem Tod zu Frau Michel begeben haben, um ihr mitzuteilen, dass er diese Lüge nicht mehr länger ertragen könne. Die Staatsanwaltschaft habe ihn dazu gezwungen, die Unwahrheit zu sagen! - Annelieses Körper sei unverwest!


Auch in diesem Fall verbleibt, wie bei etlichen anderen auch, vieles im Dunkel des Wunschdenkens, der Linienförmigkeit und der Spekulationen. Und alles darin bewegt sich irgendwo zwischen dem religiösen Glauben, dem Übernatürlichen, dem Erkrankten und den Ketten der Konvention …

„Für den 'Besessenen' selbst ist die Deutung seiner Symptome als 'Besessenheit' eine einfache Antwort auf komplexe Probleme. Sie müssen sich nicht mit den komplexen Ursachen von Ängsten, Befindlichkeitsstörungen oder Süchten auseinandersetzen. Stattdessen schieben sie die Verantwortung für das eigene Leben und die eigene Gesundheit auf dunkle Mächte, gegen die man selbst nichts ausrichten kann.“

- Bernd Harder, Sprecher der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung der Parawissenschaften (Gwup)

 

Was nun auch immer hier die Wahrheit gewesen sein mag; von offizieller Seite gab es stets das Bemühen den Eindruck zu erwecken, dass es sich bei den geschilderten Ereignissen um nur Folgen überschaubarer und kontrollierbarer Geschehnisse gehandelt hätte. Gerade in einer Zeit, wo Derartiges mediale Unruhe erwecken konnte, war man bemüht den Rahmen des Natürlichen und Normalen (zwar mit einigen Fragezeichen, aber „etablierter“ Anschauung gemäß) präsentieren zu können.
Das Übersinnliche hatte, weitestgehend, darin keinen Platz.

Spekulationen - Von Exorzismen, Psychokineten, Quanten und Dämonen

Es muss uns klar sein, dass die heutige Wissenschaft nicht nur kaum Interesse an diesen Phänomenen hat, sondern, dass die Untersuchung derselben auch kaum unterstützt wird. Über neunzig Prozent der Wissenschaftler werden von der Industrie gesponsert, will heißen, dass es sich dabei um subventionsgestützte Forschung dreht, die praktische Anwendungsziele verfolgt. Wobei natürlich Rahmenbedingungen gesetzt und Vorgaben gemacht wurden. Die verbliebenen „
freien“ Forscher teilen sich die Gebiete, die sich von der philosophischen Metaphysik bis zur quantenmechanischen Elementarphysik erstrecken. Parapsychologie, Spiritualität oder Grundsatzforschung (und damit meine ich das Infragestellen der bisherigen wissenschaftlichen Sichtweise) sind, außer sie sind interessehalber privat finanziert, eher Randerscheinungen.

Als ein ernstzunehmender Ansprechpartner für „
übernatürliche“ Erscheinungen sieht sich die Katholische Kirche. Allerdings kann dieser Kirche, - und nicht nur aus dem Blick der etablierten Wissenschaften oder dem Rauch der Scheiterhaufen, auch (oder gerade) eine selbstschützende voreingenommene Sichtweise derartigen Phänomenen gegenüber unterstellt bzw. (freundlich ausgedrückt) nicht abgesprochen werden.
Der Tod der Studentin Anneliese Michel
, die nach einer Serie von Kirchlich orchstrierten Exorzismen starb, trägt bis heute sicher auch nicht zu einem aufgeschlossenen Umgang damit bei.

Das weltliche und abschliessende Urteil einer „
Fahrlässigen Tötung“ kann sicherlich auf eine krasse Falscheinschätzung hindeuten, - zumindest in einer, von tatsächlichen paranormalen Erscheinungen heimgesuchten und letztlich tödlichen Situation; offenbart jedoch sichtbar auch die Institutionelle Hilflosigkeit einem (für den Außenstehenden meist unerklärlichen) Spukgeschehen gegenüber. -

Verurteilungen und eine unangenehme Medienaktivität, Teufelsaustreibungen und Hokuspokus, Infragestellungen, Abschätzungen und der Glaube an sich; - und was gilt dann als
objektiver" Beweis?
Und was kann nicht in Frage gestellt werden, allemal, wenn die darüber urteilenden Personen bestenfalls Material aus zweiter oder dritter Hand in ihre Überlegungen einbeziehen können?
Und dann noch das, „
was-die-Leute-so-reden“ …
Verständlich, dass die Kirche in Deutschland, seit diesem Richterspruch, versucht sich seitdem verstärkt diesen Phänomenen mit Abstand und Vorsicht (
wenn überhaupt noch) anzunähern.

Allerdings musste das
Erzbistum Paderborn zugeben, dass es noch in den Jahren 2000 bis 2008 drei Fälle von „kirchlich begleitetem“ Exorzismus gegeben habe. Scheinbar wurden 200 Anfragen gestellt, von denen 18 ernsthaft geprüft wurden. Angeblich mit Zustimmung von Bischof Walter Mixa, dem früheren Bischof von Eichstätt und Bischof von Augsburg. Die Bistümer Eichstätt, Würzburg und München beeilten sich klarzustellen, dass immerhin sie in den vergangenen Jahren keine „großen Exorzismen“ genehmigt hätten. Und es wurde gezielt auf die Hilfe von Psychologen verwiesen.

„Es handelt sich lediglich um eine Abfolge von Gebeten, mit denen der Exorzist Gott um Hilfe und um Befreiung vom Bösen bittet.“
Das weiß Ägidius Engel, der Paderborner Bistumssprecher. Er nennt die von Spukphänomenen betroffenen „seelisch höchst notleidende Menschen“, denen "unter Umständen mit einem Exorzismus geholfen werden kann".

Exorzismus wird nicht nur seit über 2000 Jahren von der Kirche praktiziert, sogar deren Gründer Jesus hat schon (
laut den Evangelien) Dämonen ausgetrieben. Und schließlich könne ja auch nur Gott vom (selbstgeschaffenen?) Teufel befreien, denn alles andere wäre „Aberglaube und Schamanismus“.
Zusätzlich konsultiert die Kirche heutzutage Ärzte und Psychologen konsultiert, die den Verdacht auf eine psychische Störung enthärten müssen. Folgende Exorzismen werden dann unter ärztlicher Aufsicht und Kontrolle durchgeführt.

„99 Prozent derjenigen, die meinen, vom Teufel besessen zu sein, sind psychisch krank.“
Das weiß Jörg Müller, Psychotherapeut und Pater aus Freising, der dem „Münchner Kreis“ angehört, einer Deutschlandweit ziemlich einmaligen Anlaufstelle von Theologen, Psychologen und Ärzten. Hier können, von übersinnlichen Erscheinungen, betroffene Menschen „fachkundigen Rat“ suchen. Immerhin.

In vielen der aufgenommenen Fälle war es angeblich zum sexuellen Missbrauch in der Kindheit gekommen, daraus resultierende Angstzustände, Stimmungsumschwünge und Stress. Inwiefern diese Angaben der Realität entsprachen bzw. Freudschen Wunschvorstellungen, Behauptungen oder sogar Unterstellungen, lässt sich für mich nicht verifizieren. Es klingt auf-jeden-Fall immer annehmbar und im Fall der Anneliese Michel war tatsächlich ein sexueller Übergriff erfolgt.

Müller schildert den Fall einer Witwe, die glaubte dass ihr verstorbener Mann im Haus herumspukt.
Gegenstände fielen von den Wänden und im Haus waren laute Poltergeräusche zu hören.
Nun hat dieser Müller eine eigene Ansicht über diese Erscheinungen. Er war sich nämlich sicher, dass nicht ihr Mann dahintersteckt, sondern die Psyche (
was immer das jetzt auch sein soll) der betroffenen Frau selbst.

„Unsere Psyche ist zu unglaublichen Leistungen fähig."

wusste Müller wieder - und zwar habe sich später dann herausgestellt, dass die Witwe, „
Kraft ihrer geistigen Energie“ diese paranormalen Erscheinungen selbst hervor gerufen habe
Nach einer Psychotherapie wurde die Energie auf eine „normale“ Ebene umgelenkt, vermutlich wurden ebenfalls ihre Wahrnehmungen beeinflusst, aber letztendlich hat der Spuk im Haus nachgelassen.

Ich denke, wir haben hier einen ähnlichen Fall, wie den zum Beginn dieses Textes beschriebenen Hypochonders. Allerdings bleibt offen ob und wie diese Phänomene tatsächlich „
erschaffen“ wurden. War sie wirklich fähig (wie auch Anneliese Michel) kurzzeitig paranormale Erscheinungen innerhalb der doch von physikalischen Gesetzen bestimmten Wirklichkeit zu erzeugen? Falls ja, - wäre es doch hochinteressant WIE das geschah! Und verfügen wir möglicherweise ALLE (bislang meist latent) über solche Fähigkeiten? Was könnte DAS für die menschliche Evolution bedeuten?
Und was würde DAS für die Medizin und alle anderen (
scheinbar gesicherten) Wissenschaften bedeuten?

Könnte man sich jetzt sicher fragen ...
Doch stattdessen wird das Verhalten und Erleben der Frau von den behandelnden Ärzten auf eine „
normale Stufe“ zurück gebracht ...

Und die Fähigkeit, die für einige sinnlos und nicht kanalisierbar scheint, versiegt wieder.
Hier erheben sich die Fragen: Was ist der Mensch mehr, als durch soziale Anpassung erworbenes Verständnis, ein Name und ein durch Reproduktion erworbener Körper?
Was ist der Mensch mehr, als ein zumeist unbewusst funktionierender Spiegel der Puzzleartig die irgendwie bearbeiteten Geschehnisse der umgebenden Welt reflektiert?

Wenn der Begriff „
Normalität“ auftaucht, gerade im sozialen Bereich, dann meint er nicht die Möglichkeiten des Menschen, die sich aus dem Training seiner ungenutzten Ressourcen entwickeln können, sondern er meint schlicht „Unauffälligkeit“. Menschen werden solange „therapiert“, bis sie wieder unauffällig genug sind, um einfach in der Menge zu verschwimmen. - Stagnation, Anpassung und Regeln bestimmen den Dienst am Staat. Treiben, Unabhängigkeit und Freiheit vermutlich den an der Menschheit ...

Und bestimmt hat jeder schon von Quantenphysik gehört. Mathematisch (anhand 10-14 Fingern) gesehen sprechen wir hier von Wahrscheinlichkeiten, die sich aus rechnerischen Möglichkeiten ergeben, - oder für uns damit sichtbar werden. Diese „Welt der Quanten“ erschließt sich uns alleine durch vergleichende Beobachtungen und durch mathematische Operationen. Quanten- und Elementarphysiker stellten bei aufwendigen Rechenkunstücken fest, dass innerhalb bestimmter Ergebnisse in den langen Nachkommazahlen immer wieder sich wiederholende Zahlenfolgen zu finden waren, die, wie gesetzmäßig, regelmäßig in den Gleichungsergebnissen auftauchten. Sogenannte Itterationen. Konzentriert man sich nun nur auf diese und versucht sie graphisch darzustellen, kommen verdammt hübsche Bilder, sogenannte Fraktale, heraus, die wiederum „realen“ Erscheinungsformen ähneln.

Warum beispielsweise nicht den gefundenen Wert einer mathematischen Gleichung immer wieder durch durch die anfängliche Gleichung teilen? Ergibt wunderbare Itterationen und ebenso wunderbare, sich immer wiederholende, Bildchen. Ein Ketzer, der hierbei an Willkür denkt ...


Man glaubte also „hier“ einer weiteren Spur zu den unsichtbaren Gesetzen des Universums folgen zu können. Tatsächlich können solche „Ordnungen“ oder Muster praktisch fast überall beobachtet werden. Aber sie sind halt nicht so leicht zu erfassen, wie die bisher unformulierbare Schwerkraft, und sie verhalten sich auch nicht unbedingt empirisch.
Und da gibt es dann die Mathematik, die Ähnlichkeit mit Genauigkeit verwechselt, aber immerhin zur künstlichen Annäherung zu genügen scheint. Zumindest für die Befürworter derartiger Taschenspieler-Tricks. Aber ist sie doch bisher die genaueste Beschreibungsform, die uns zur Verfügung steht, mag man einwenden. Sie, und der Glaube, dass irgendwo zwei völlig identische Einheiten existieren mögen, die man getrost zusammenzählen kann, um endlich einmal ein stimmiges Ergebnis zu erreichen …

„Das Gegenteil von schlecht muss nicht gut sein – es kann noch schlechter sein.“

-Paul Watzlawick, österreichisch-amerikanischer Kommunikationswissenschaftler, Psychotherapeut, Soziologe, Philosoph und Autor

 

Zu Bedenken dabei ist, dass wir uns hier wieder nur im, vom heutigen Menschen beobachteten und interpretierten, „Raum“ bewegen. Und „richtig“, „informiert“ oder „falsch“ ist, wie so oft, nur abzählbar an Hand der Stier-Tänzer. - Und wer, wenn er/sie ehrlich argumentiert, kann man sich davon ausschließen?
Und wir bewegen uns in einem kompliziert anmutenden Bereich der möglichen Wahrscheinlichkeiten, die vermutete Gesetzmäßigkeiten in dem (
hungrig geöffneten) Rachen der Unsicherheit produziert. Bis heute gibt es keine „Erklärung“ über, zum Beispiel, das gleichzeitige Auftreten von „Photonen“ oder das endgültige Schicksal der gebeutelten Katze Schrödingers.
Aber darauf zielt das Spiel der möglichen Beschreibung des bislang Unsichtbaren auch gar nicht ab. Hingegen öffnet man damit virtuelle Tore zur Phantasie …

Ob diese Itterationen und der Raum zwischen den speziell hervorgehobenen Zahlen tatsächlich eine hilfreiche Ergänzung zur Formulierung des Unsichtbaren sein können, oder ob man dabei völlig „
auf dem Holzweg“ ist, und nur als Entschuldigung für das Außer-Acht-lassen bestimmter Offensichtlichkeiten (bzw. alternativer Sichtweisen, die schon lange vorher auf andere grundlegende Dinge hingewiesen haben, aber generell von der „offiziellen“ Sichtweise ausgeschlossen wurden; und ja, ich spreche hier von spiritueller Forschung) genutzt wird, um im günstigsten Fall auch noch die Unsicherheit zu relativieren, bleibt dahingestellt.

Jeder, der sich solchen Themen widmet, und versucht nicht sklavisch den, bisher bestenfalls hypothetisch formulierten, Gedankengängen als „
Weisheit aller Dinge“ zu folgen (was ja auch viel zu unsicher wäre), ist hiermit aufgerufen die Beziehung des Irrealen mit dem Möglichen (und damit meine ich nicht das praktisch Mögliche) zu untersuchen. Vielleicht ist ein angestrebtes Resultat dann wirklich mit der Realität übereinstimmend? Fragt sich nur – welcher eigentlich?

Was wäre, beispielsweise, wenn jede Erscheinung (
oder „reale“ Wahrnehmung) im Grunde immer aus drei Grundkräften „rekrutiert“ werden würde? Wenn 'Schwarz-Weiß' kein Gegensatz mehr darstellt, sondern nur eine Verbindung, mithilfe einer noch unbekannten Kraft, die diesen beiden scheinbaren Extremen genauso konträr gegenübersteht?
Und ich vermute mal, das „Grau“, ebenso wenig wie „Bunt“ oder "Leer" hier die Antwort ist …

Triaden anzunehmen, anstatt Dualitäten, könnten den Erfahrungsbereich (
gerade auch im sozialen Sichtbereich) beträchtlich erweitern. Und wenn man dann noch die Möglichkeit anerkennt, das jede „Aktion“ im sichtbaren (oder im unsichtbaren) Bereich von Schwingungen getragen wird, die sich im Ausdruck, aber nicht in der Mechanik verändern … Und es tatsächlich Möglichkeiten gibt in diesen Schwingungsprozess einzugreifen, ohne die Hauptschwingung zu zerstören oder destruktiv zu regulieren, und den Überblick über die Folgeprozesse zu verlieren. - Wenn man erkennt, dass jede Schwingung schon natürlich vorhandene „Brüche“ beinhaltet, die scheinbar bislang unserer Wahrnehmung und den dicken Büchern der Wissenschaftlern entgangen sind, dann sind wir schon mitten im Bereich der Häretiker, der spirituellen Spinner und der Doktrinen.
Trotzdem scheinen immer mehr Menschen zu begreifen, dass man die Welt nicht einfach zwischen nur zwei Extremen einordnen und diskutieren kann.

Es kommt sicher nicht ungefähr, dass auch unsere Computer zu Beginn nur binäre Prozesse verstanden und verarbeiteten. Der nächste Schritt waren Bedingungen, die Prozesse auswählten, einschränkten, erweiterten und (
unter neuen Bedingungen) abbrachen, fortführten oder ausbauten.
Mittlerweile gibt es Maschinen, die hypothetische Strukturen anhand
vorgegebener Daten und Spielräume erfassen, darzustellen und zu entwickeln vermögen. Hier spielen quantenmechanische Resultate (aber auch prognostizierte Gesetzmäßigkeiten) den Ratgeber für die verschiedensten Auslegungs-Modelle, - so etwas, wie, wissenschaftliches Herumgerate (Indikatoren), Prophezeiungen (Prognosen) und ein ordentlicher Hauch Schamanismus (Theorien).
Aber, wie sagte schon Charles Fort so treffend:

„Wer könnte nicht ein preisgekrönter Schütze werden, wenn immer nur die Treffer notiert werden?“

Und wir alle wissen wie weit solcherart geschaffene „
Erklärungsmodelle“ über prognostizierte zukünftige Entwicklungen mit der „realen“ Wirklichkeit konfliktiv kollidieren können.
Eine vielleicht bald lebensnotwendige Frage ist hier, ob der Quanten-Schmetterling den Sturm auslösen wird, bevor er davon träumte ein Mensch zu sein, oder bevor der Mensch, der den Schmetterling träumte, den Weg aus der Traumwelt wieder heraus finden kann?
Doch zurück zum Thema.

Bis hierher erschien es, als wäre der menschliche Geist (
oder die „paranormale Komponente“) als Verursacher der weiter oben geschilderten Phänomene verantwortlich zu machen.
Wie-auch-immer diese über- (
oder unter- , oder was ganz anderes?) sinnlichen Phänomene in die reale Welt hinein produziert werden können …
Doch was wäre, wenn solche Energien von „
Außen“ in den Geschehnissen erzeugt werden?
Wenn also der menschliche Geist im wahrscheinlichsten Fall als Aufhänger und womöglich als Tongeber funktioniert, aber nicht dafür verantwortlich ist?
Dies stellt die Frage nach bisher zumeist unsichtbaren Entitäten, die irgendwie gemeinsam (
vielleicht (s.o.) nur zeitweilig?) mit uns zusammen eine Koexistenz auf diesem Planeten führen.
Geister? Dämonen? Dimensionsgänger? Zeitreisende? Außerirdische? Und was nicht noch alles hier als ungesicherte Möglichkeit dafür herhalten könnte...

Ernstzunehmende (?) Wissenschaftler spekulieren derweil ebenso ernsthaft darüber, ob solche Erscheinungen möglicherweise vielleicht nicht alle aus derselben Quelle kommen könnten?
Ich gebe zu, ich habe so etwas ähnliches auch gedacht, aber eine der möglichen Konsequenzen wäre zwangsläufig unsere universelle Isolation aufgeben zu müssen, und wer hat daran schon ein Interesse?

Aber gerade die Quantenphysik, mit allen ihren „
Prinzipien“ von Unsicherheit und mathematischen Un- aber Regelmäßigkeiten, malt uns hier die Bilder offener Pforten zu gedachten anderen (vielleicht nur durch eine winzige Schwingung getrennten) „Dimensionen“, in denen schier alles möglich wäre. (…) Aber funktioniert das auch hier, auf dieser Erde?

„Als Physiker, also als Mann, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, nämlich der Erforschung der Materie diente, bin ich sicher frei davon, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden.
Und so sage ich Ihnen nach meiner Erforschung des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich!
Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Atoms zusammenhält.
Da es aber im ganzen Weltall weder eine intelligente, noch eine ewige Kraft gibt, so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewussten, intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund der Materie! Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre!
Da es aber Geist an sich allein ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen angehört, müssen wir zwingend Geistwesen annehmen."


Das sagte Max Planck im Jahre 1929, während einer Rede im Harnack-Haus. Nun sollte noch angefügt werden, dass die Westliche Denkweise die Begriffe „
Bewusstsein“ und „Wahrnehmung“ ziemlich austauschbar benutzt, da unsere „aufgeklärte“ Zivilisation, in ihrer „Entwicklung“ immer nur den Blick auf die äußere und sichtbare Welt gerichtet hat, die sie für den Verursacher aller Erscheinungen hält. Gut, teilweise wissen wir es heutzutage besser (oder anders); trotzdem „begründen“ sich die maßgeblichen und etablierten Wissenschaften auf solcherart Wahrnehmung und Interpretation der Wirklichkeit. Die Wissenschaft der „Seele“, also die "Psychologie", lehnt die Existenz derselben vehement ab, und glaubt in ihren Untersuchungen, Beobachtungen und Schlussfolgerungen sich allein auf die mechanische Abläufe (Erleben und Verhalten unter künstlichen Bedingungen) von (bislang angenommenen) Funktionsprinzipien stützen zu können. Oder die Funktionsmedizin im Allgemeinen. Das Interesse an einem wirklich normal entwickelten Menschen, und das schließt ebenso vergangene, heutige und zukünftige Möglichkeiten mit ein, ist mehr und mehr in den Hintergrund getreten; hat einer, zumeist zweckdienlichen "Spezialisierung" ihren Platz geräumt und wird bestenfalls noch von religiösen oder spirituellen Bestrebungen heimgesucht.

So wird, von der etablierten Studiengemeinschaft der Wissenschaft, die Existenz von einem „
Etwas“, dass ein Interesse an der Aufrechterhaltung und Gesundung des Körpergeschehens hat, zwar zwangsläufig unterstützt (da man keine Erklärung für eine "göttliche" Agenda unterstützt und eigentlich nur theoretische DNS-Programme und unverständlicherweise wirkende Pacebos anzubieten hat) , aber als unabhängige Idee schlicht abgelehnt.
Und trotzdem arbeiten unsere inneren Regulatoren, produzieren, sortieren und heilen, ohne äussere Anstöße oder äussere Vorbereitungen. Mit einer Regelmäßigkeit, einer Sorgfalt und einer Genauigkeit (
und einer Selbstverständlichkeit), die sich jedem noch so erfahrenen Menschen-Doktor entzieht. Es scheint, als wäre ein zweiter Körper im Menschen aktiv, dessen Wirkungsfeld (und Spielraum) die "physische Ebene" darstellt.

Menschen in tiefen Meditationen, aber auch in psychokinetischen Experimenten, beschreiben sogar eine Trennung solcher verschiedener „Körper“ ... Was natürlich (auch bislang) völlig unbewiesen und unbeobachtbar ist. Deswegen wählt die derartig ausgerichtete „Forschung“ auch den „Weg des geringsten Widerstandes“, - und der ist Unglaube, Verleugnung und Abgrenzung.
Wenn dieses unsichtbare Wesen in unserer Existenz aber nun doch (und vielleicht sogar eigenständig) existiert, und ich spreche hier nicht von Empfindungen, Gefühlen oder Gedanken, denn das sind wahrscheinlich nur Produkte des physischen Körpers, wäre die Existenz immaterieller Lebensformen (die wir nur unter „günstigen“ Umständen und Momenten überhaupt wahrnehmen können) so abwegig? "Geisterscheinungen"?
Die Quantenphysik, die mittlerweile schon den Status des Mittelalterlichen Okkultismus erreicht hat, lässt hier viele Möglichkeiten für zukünftigen Spielraum offen ..., aber auch noch mehr Platz für noch mehr Fragen.

Ähnlichkeiten ersetzen empirische Wiederholungen, genau ...

Eine Theorie (
in der „modernen“ Wissenschaft), um damit mal anzufangen, hat solange eine (oder ihre spezielle) Berechtigung, so lange sie nicht (auf eine akzeptierte Weise) widerlegt ist. Nennt sich "Falsifizierungs"-Methode und ist unter anderem mit dem Namen des Wissenschaftstheoretikers Karl Popper verbunden.
Natürlich gilt so etwas nur bedingt (
oder überhaupt nicht) auf dem weiten Forschungsfeld der Spiritualität, der Paranormalen Phänomene, der Religiösen Erscheinungen, wiederholter Sichtungen (bislang) unbewiesener oder (bislang) erfolgreich abgestrittener Vorkommnisse, seien es Geistererscheinungen, lebendige Frösche, nicht identifizierte andere fliegende Objekte oder prähistorisch anmutende Monster ... Aus irgendeinem Grund werden derartige „Phantome“ ausgeschwiegen, mit Lächerlichkeiten überzogen, Zeugen werden ignoriert oder mit Drohungen zum Schweigen gebracht. Es herrscht eine Lobby des Stillschweigens hierüber. Man glaubt sich einer großen Verschwörung gegenüber zu sehen; - Wissenschaft, die einerseits predigt für alles offen zu sein, verschließt bei diesen Phänomenen ganz schnell und artig (?) die Augen. Die Folge ist, dass solcherart Phänomene dann auch aus der „offiziellen“ Geschichtsschreibung getilgt bzw. nur am Rande als Kuriositäten erwähnt werden.

Und das betrifft viele Bereiche der Wissenschaften. Dinge haben, auf die eine oder andere Weise, heutzutage materiell pragmatisch zu sein.
Nützlich ist, beispielsweise, das Verhalten (
und Erleben) von Menschen unter künstlichen Bedingungen zu studieren und daraus Regeln abzuleiten und Muster zu erstellen, die unterstützen andere Menschen unter späterer Zuhilfenahme dieser „Logik“ in ihrem Verhalten zu beeinflussen.
Die Auseinandersetzung mit
Achtsamkeit und Bewusstheit sind einige der vielen Probleme der heutigen „nützlichen“ Psychologie, die von einigen (extrem materiell messbar ausgerichteten) Wissenschaften zwar immer noch als unsichtbarer „Hokus Pokus“ abgelehnt, nichtsdestotrotz gerne und wiederholt genutzt, wird.

Dementsprechend unnütz ist, den Raum des menschlichen (
oder tierischen) Bewusstseins zu ermessen, brachliegende, bisher sporadisch auftretende und unkontrollierbare Fähigkeiten zu aktivieren und dem Einzelnen damit die Möglichkeit zu geben einen neuen Platz in einer neuen Welt zu gestalten, wo die alten Werte (auf Grund und als Ergebnis einer solchen Forschung) schließlich gänzlich neu überdacht und interpretiert werden müssten.
Die Möglichkeiten solch einer Forschung wären schier grenzenlos für das Individuum.
Leider treten solche Phänomene räumlich oder zeitlich begrenzt auf. Das bedeutet auch, dass sie scheinbar meist im Unsichtbaren operieren ...

Doch was für eine Offenbarung für die heutige Physik, die auf der Jagd nach immer kleineren Materiepartikeln, nun mit den verschiedenen Auslegungen der Quanten“
mechanik“ jetzt auch im Unsichtbaren offenbar mal wieder ein paar Punkte sammeln kann.
Denn was solche quantentheoretischen Denkmodelle noch alles für zukünftige Voraussagen, Statistiken oder Hypothesen bedeuten mögen, ist bisher kaum bis in die Vorstellungswelt der Rezipienten eines solchen Denkens vorgedrungen. Wenn was
dran ist ...
Denn eines Tages stellt man vielleicht fest, dass diese spezielle Katze niemals vorher existiert hat oder zumindest nun einfach verschwunden ist …

Wir sollten immer bedenken, dass die reine Wissenschaftsidee an sich so gut wie NICHTS mit der praktisch anwendbaren Wissenschaft zu tun hat, - und wenn dann nur, wenn deren Nützlichkeit bezeugt und bewiesen werden kann. Finanziell gesehen hilft da schon die Wahrscheinlichkeit einer solchen Beurteilung. Und - so etwas kann, anhand von möglich beeinflussenden Faktoren, die im künstlichen Wechselspiel zu-, mit- oder gegeneinander stehen, ja
mathematisch ausgedrückt werden.

Doch Mathematik ist bestenfalls auch NUR eine Repräsentation der sichtbaren Wirklichkeit.
Das betrifft natürlich auch das zu erwartende Ergebnis, wie immer es auch ausfallen mag …, - unsere chaotisch anmutende Welt bietet hier fast endlose unerwünschte Einflussmöglichkeiten.
Mathematik ist eine übersetzende Sprache, ein Hilfsmittel und NICHT die Wirklichkeit, die sie nur repräsentiert bzw. darzustellen versucht.
Mathematik ist eine künstliche geschaffene „
Brücke“ für den menschlichen Geist immaterielle Ausdrücke tatsächlichen Begebenheiten zuzuordnen. Wo im Raum auch immer diese Ausdrücke in der relativen Zeit festgemacht werden können - und von wem auch immer. - Mathematik hat keine andere Korrelation mit der Wirklichkeit bzw. der Tatsächlichkeit.

In der „
funktionierenden“ theoretischen Mathematik müssen Bezüge schon in der scheinbar einfachsten Rechnung relativierbar sein: 1+1=2 Jeder glaubt das zu wissen.
Aber das Ergebnis kann falsch sein. Warum?
Nun, die Wirklichkeit (
mit der wir bis jetzt konfrontiert sind) lässt keine zwei völlig identischen Erscheinungsformen zu, - es gibt sie, - nach unserem bisherigen Wissensstand, einfach nicht.
Also gibt es auch keine zwei identischen Äpfel, Menschen, Tiger oder Planeten oder was-auch-immer.
Das „
korrekte“ Ergebnis wäre dann 1,xxx bzw. 2,xxx. (!)
Und so etwas funktioniert auch nur unter der
Voraussetzung, dass man die Grösse, das Gewicht, die Schale, die Kerne, das Partikelvolumen, etc. eines (1) Apfels bestimmen kann. Ansonsten arbeitet man mit ungefähren Mengen.
Das bedeutet, dass in der (uns umgebenden) Wirklichkeit Eins (1) und Eins (1) niemals Zwei (2) ergeben kann und wird.
Außer, man relativiert eben großzügig …

 

Als ein anderes Beispiel nehmen wir einen Staubsauger. Ohne Strom.
Oder eine Tasse. Ohne Flüssigkeit.
Oder ein Lebewesen. Ohne Leben.
Nun würde 1+1 ein grundsätzlich neues 1 erschaffen keine 2. -
Dies wäre eine „reale“ Funktion ….

Doch würden wir nun zugrundelegen, dass das gesamte Universum letztlich durch die Zahl „1“ repräsentiert werden kann (
alles ist Eins), dann muss zwangsläufig auch jede mathematische Zahl (bzw. der Wert jedes Operators) kleiner sein, als diese „1“ …
Verwirrend? Doch, wo soll die Mathematik denn ansetzen um wenigstens den pragmatischen Schein zu wahren?
Dinge funktionieren. Doch das
WIE ist höchst theoretisch.
Aber Mathematik hat irgendwie doch immer recht, nicht wahr?
Es kommt nur auf den vorausgesetzten Ausgangspunkt an ...

Also wurden (
TPTB) in der Vermittlung solcher Logik strenge Auflagen geschaffen, um gleich die „Spreu vom Weizen“ zu trennen. Was nicht immer gelingt, offensichtlich.
Deswegen werden hier eine Menge Subventionen, Geldmittel, Überzeugungen, aber auch Einseitigkeit, Verbohrtheit, Ignoranz, Suggestion, Anlagen und Versprechen auf zukünftige Macht (
in Form von Positionen, Jobs, sozialen Stellungen, etc.) investiert oder auch Drohungen ausgesprochen, eben um nur etablierte“ Weltbilder zu fördern, zumindest sie im Ursprung nicht in Frage zu stellen. Und Macht korrumpiert den Korrupten. Und wir lernen die „Spezialisten“ zu bejubeln.

Man kann mit Recht sagen, dass die heutigen Schulen nicht mehr lehren zu lernen, sondern schlicht einseitig indoktrinieren. Dargestellt (
bzw. „gelehrt“) werden meist nur noch „offiziell unterstützte“ oder „politisch“ gewünschte Meinungen und Ansichten über die Wirklichkeit. So gab mir meine Geschichtsdozentin den Ratschlag (im Hinblick auf die fragwürdige Geschichte Ägyptens) mich lieber auf das zu konzentrieren, was man glaubt zu wissen, und nicht auf das, was man eben nicht weiß, … gerade im Hinblick auf etwaige Prüfungen auch ein durchaus pragmatischer Gedankengang. Vor der Abschlussprüfung in Psychologie hatten wir (einige Studenten und ich) eine angeregte Diskussion über die persönliche pädagogische und psychologische Ausrichtung der uns unterrichtenden Lehranstalt, speziell auch die der Prüferin. Diese Diskussion brachte uns Einsichten, die uns letztlich allen halfen die Prüfung erfolgreich zu absolvieren.
Wie frei ist ein Wissenschaftler in seiner Arbeit, wenn diese durch ein (staatliches oder privates) Unternehmen finanziert wird?

Wissenschaft, also das, was sich selber dahingehend als „
legitim“ bezeichnet, lehnt, beispielsweise, das spirituelle Vorhandensein von Nah-Tod-Erfahrungen (mit all den möglichen Folgen) grundsätzlich ab, und „erklärt“ diese als materielle Reflexion der Vorstellungen, als Halluzinationen. Vielleicht dann so eine Art von „Scrying“ …?  Oder eben

simple Missinterpretationen bzw. missverstandene eigene Einschätzung von Sinn-, Gefühl- oder Denkstrukturen oder projizierenden Erinnerungsinhalten; - „Falsch“-Beurteilungen einer. doch eigentlich, ordinären Realität ...

 

Ebenso abgelehnt wird die Vorstellung des Vorhandenseins unsichtbarer (bislang) nicht erfassbarer Mächte, die Einfluss auf die (akzeptierte) materielle Welt nehmen können. Im Gegenteil zu einer wirklichen Forschung, die derartige Phänomene vorurteilsfrei zumindest offenlässt und auf weitere zukünftige Erkenntnisse hoffen mag, bis eine Forschung dahingehend einsetzt und weitere Sichtweisen zulässt, werden solche Erscheinungen prinzipiell abgestritten, ignoriert, ausgeschlossen und die Verkünder derselben bis zur Lächerlichkeit verdammt. Oder Schlimmeres.
Es gibt die Ansicht, das Erkenntnisse ohne Bewusst-Sein gar nicht möglich sind ...

Generell wird versucht „
nicht zu erklärendes“ dem „allgemein akzeptierten“, aber auch nur angenommenen Weltbild unterzuordnen. - Angenommen in einer Zeit, wo die Vordenker der heutigen Akzeptanz noch alles in materiellen Begriffen zu erklären suchten; sicher auch, um damit dem jahrhundertelang einengenden Griff und der Bevormundung der westlichen Religionen zu entkommen.
Bis heute wird rational jede Forschung solchen Gedanken untergeordnet.
Doch das ist keine Wissenschaft – das ist Ideologie!

„Our scientific power has outrun our spiritual power. We have guided missiles and misguided men.“

- Martin Luther King, Jr.


„Subjectivity is the only thing that we know is objectively real.“

- Alan Moore


Und wie könnten uns Mathematik, mit all den Formelhaften Statistiken, oder die wissenschaftliche Ignoranz paranormalen Phänomenen generell gegenüber, helfen speziell den Zugang oder die Möglichkeiten des menschlichen Geistes zu erfassen und zu erweitern?
Gibt es da überhaupt ein Interesse?
Die „
Transpersonale Psychologie“ versucht sich erstmals tatsächlich an solchen Gedanken. Doch bislang ist die Idee der Verhaltensforschung bzw. der Verhaltensmanipulation eine weiterhin finanziell gesicherte Pragmatik. Wie kommt das nur? :)

Und wir tappen immer noch im Dunkel, ob Phänomene, wie Poltergeister, von quantentechnisch möglichen Geistern (
möglicherweise auch oder gerade) durch menschliche Rezipienten ausgelöst werden, vom bewussten/unbewussten menschlichen Geist (mit der Hilfe bislang brachliegender Fähigkeiten) oder etwas völlig anderes …


Es geht um diesen Moment, Hier und Jetzt, alles andere, ob vorher oder ob nachher, ist reine Spekulation!


Der Cideville Poltergeist

Es begann im Winter 1850 in Frankreich, genauer in der Normandie. Es begann in der kleinen Stadt Cideville in Nord-Frankreich, gelegen in der Region Seine-Inférieure, als der Pater (
Curé), der dortigen Gemeinde, zu einem Krankenbesuch kam und mit einer seltsamen Geschichte konfrontiert wurde.
In der Gegend gab es nämlich einen Schäfer, dem unterstellt wurde die gottlosen Praktiken der Zauberkundigen zu zelebrieren. Jemand, der als „
weiße Hexe“ wohl bekannt war in dieser Gegend.
Der Kranke nun hatte sich von diesem Schäfer behandeln lassen. Der Pater riet ihm natürlich zu einem promovierten, ausgebildeten Arzt zu gehen. Der Schäfer wurde einige Tage darauf verhaftet, wegen Ausübung des Heilberufes ohne gültige Lizenz. Es wurde von der Gemeinde angenommen, dass der Pater den Fall zur Anzeige gebracht hatte und das folgende Geschehen die Rache des Zauberers dafür war. Am 25. November 1850 suchte der rachsüchtige Schäfer die zwei Schüler Paters auf und berührte sie (
magisch?) am Rücken. Am nächsten Tag, den 26. November nahmen die Poltergeistaktivitäten ihren Anfang. Aber das ist nur eine Version.

„Wenn er sich in meine Angelegenheiten einmischt, werde ich mich in seine einmischen und er wird seine Schüler verlieren.“

Insgesamt 34 Beteiligte waren Zeugen der Poltergeist-Phänomene in und um das Pfarrhaus. (
Einige Berichte sprechen sogar von 42 Zeugen) Darunter waren Prominente, wie der Marquis von Mirville, aber auch Physiker und Polizisten.
Öffentlich bekannt (
also außerhalb der Kirchengemeinde) wurde das Geschehen, als ein Schäfer namens Felix Thorel den Dorfpater von Cideville, Pater Jean Tinel, wegen Verleumdung vor Gericht brachte. Dieser hatte ihn als Hexer bezeichnet und ihm die Schuld an den befremdlichen Belästigungen gegeben, die das Pfarrhaus heimsuchten. Vielleicht nicht grundlos ...
Aber trotz intensiver Nachforschungen und Bemühungen konnte auch dieser Fall nie zufriedenstellend aufgeklärt werden.

Tatsächlich hatte Pater Tinel Schüler in seinem Haus, die, meist aus vornehmeren Familien kommend, als Priester-Anwärter (
Akolyten) von ihm ausgebildet wurden. Während dieser Zeit begannen sich um die zwei Schüler, Gustave Lemonnier (12) and Bunel (14) merkwürdige Phänomene zu manifestieren. Lautes Klopfen, rhythmisches Trommeln, sich scheinbar von selbst bewegendes Mobiliar, schwebende Schreibpulte; Steine und Messer flogen durch die Luft, starke Winde brausten durch das Haus, Kissen und Bettdecken wurden den Schlafenden immer wieder (von unsichtbaren Händen) fort gerissen.

Die ersten Attacken begannen am 26. November und waren anfangs einzig auf den jüngeren Gustave konzentriert. Messer, Bürsten, ein Bratspieß und das Gebetbuch flogen durch die berstenden Fensterscheiben. Alle möglichen Gegenstände begannen „
wie von selbst“ herumzufliegen.
Gustave selbst wurde von einigen dieser attackiert; einem Schuh und einem Leuchter. Zugleich wurde er mehrfach von einer schwarzen Hand ins Gesicht geschlagen, die sichtbar daraufhin im Schornstein verschwand.
Die nächsten zwei Wochen wurde er, auffällig für andere, von einer menschenähnlichen Gestalt verfolgt, die nur mit einer Bluse bekleidet war. Zeugen hielten sie für ein Gespenst, aber wiesen auch darauf hin, dass diese Gestalt nur knapp 40 cm groß war.
Einmal wurde der Junge von einer unsichtbaren Gewalt am Bein gepackt und hochgehoben, worauf Bunel geweihtes Wasser verspritzte und damit den gewalttätigen Spuk umgehend beendete.
Dann hörte man die Stimme eines weinenden Kindes: „
Verzeihung, Barmherzigkeit“.
Doch trotz all dieser beunruhigenden Ereignisse wollten weder Bunel noch Gustave das Pfarrhaus verlassen. Scheinbar wurde angenommen, dass eine der Arbeitsanforderungen für Priester der Kampf mit den bösen Mächten ist.

Klopfen, oft wie ohrenbetäubende Hammerschläge, dröhnte jeden Tag ab 17:00 Uhr durch das Haus. Seltsamerweise reagierte das Klopfen auf menschliche Ansprache. Auch von Zeugen. Mal wurde es leiser, mal lauter oder klopfte auf Bitte oder Befehl im Takt zu bestimmten, derzeit bekannteren, Melodien.
Dort, wo Gustave die geisterhafte Gestalt gesehen hatte, wurden Nägel in den Boden geschlagen. Einer davon wurde umgehend so heiß, dass er rot aufglühte.
Der Schäfer Thorel hatte sich währenddessen, angeblich, mit seinem magischen Erfolg gerühmt und er behauptete, dass wenn er erneut einen der Jungen berühren würde, würden die Möbel tanzen und die Fenster zerbrechen. Er suchte (
zu diesem Zweck) das Pfarrhaus auf, wurde aber von den Schülern als die sie verfolgende, geisterhafte Gestalt wiedererkannt und der Pater zwang den Schäfer unter panischen Stockschlägen zu einer Entschuldigung.
Als am nächsten Tag tatsächlich die Fenster zerbrachen, wie vom Schäfer prophezeit, schien der Schuldige klar. Und als Thorel erneut im Pfarrhaus auftauchte schien gewiss, dass der Schäfer nun auch versuchen würde den Pater zu berühren und zu verzaubern …

Thorel, der inzwischen seine Arbeit verloren hatte, brachte die Angelegenheit vor Gericht. Er klagte Pater Tinel der Verleumdung an, da dieser ihn als Hexer bezichtigte.
Poltergeister haben Menschen in Krankenhäuser gebracht, oder in die Irrenanstalt, doch diese Geschichte endete im Gerichtssaal ...

Die gesetzlichen Schwierigkeiten begannen, weil die Schüler behauptet hatten, dass das Phantom mit der Bluse eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit dem Stadtbekannten Felix Thorel, hätte. Bunel berichtete, dass Gustave, nach einer "
nervösen Attacke", bei einem Treffen mit Thorel umgehend das Bewusstsein verlor. Diese Behauptungen, sowie der Umstand, dass Thorel selber seine Kräfte als Zauberer gerühmt hatte, schienen nun auch vor Gericht für seine Schuld zu sprechen.
Und - alle Zeugen der Ereignisse beschrieben die erlebten Ereignisse als übernatürlich.

Hier ein Beispiel; die Zeugenaussage von Monsieur Raoul Robert de St. Victor:
„Vor einer Woche ging ich wieder in das Pfarrhaus und war ganz alleine mit den Kindern und einer älteren Hausangestellten. Ich setzte die beiden Jungen in je ein Fenster in dem Zimmer in der oberen Etage, blieb selbst draußen, aber so, dass ich all ihre Bewegungen beobachten konnte. Sie hätten sich außerdem gar nicht bewegen können, ohne das Risiko einzugehen, hinauszufallen; und ich hörte dann Raps (Schläge) in dem Zimmer, die so ähnlich klangen, als wenn sie von einem Hammer erzeugt wären. Ich ging hinauf ins Zimmer und sah einen der Kinderschreibtische auf mich zukommen - ohne irgendeine sichtbare Kraft, die ihn schob; wie auch immer, ich sah es nicht in dem Moment, als es losging. Ich bin überzeugt davon, dass die Kinder nichts damit zu tun hatten, denn sie standen immer noch still an den Fenstern. Als ich eines Tages mit dem Bürgermeister im Pfarrhaus war, hörte ich laute Schläge, wie sie nicht von den Kindern erzeugt werden können.“

Das Gericht folgerte, dass die Ursache der Phänomene nicht aufgeklärt werden kann und somit unbekannt bleibt.
Die Klage Felix Thorels wurde abgewiesen. Da er öffentlich damit geprahlt hatte der Verantwortliche für die Phänomene zu sein - damit gleichzeitig auch „
bewies“ ein „Hexer“ zu sein. So konnte Thorel dem Pater nicht den Vorwurf machen, ihn fälschlich als Hexer bezichtigt zu haben.
Der Gerichtsprozess kann
hier nachgelesen werden.

Und damit endeten auch die Vorfälle im Pfarrhaus.
Die Eltern von Gustave und Bunel holten einige Wochen später ihre Kinder wieder zu sich und sie entbanden den Pater von seiner Fürsorge für die Kinder.
Jedoch soll es später, bei einem der Jungen zu Hause, zu erneuten Vorfällen gekommen sein.

Von Nichts kommt auch nichts

Der Mottenmann

1961 fuhr eine Frau aus West-Virginia mit ihrem Vater auf der Route 2 entlang, als eine graue Gestalt, größer als ein Mensch, mit runden, rot-glühenden Augen (die Gestalt war für „menschliche“ Begriffe kopflos, die Augen befanden sich auf der Brust des Wesens) und großen Schwingen vor ihnen auf der Straße landete. Die so erschreckten Personen sahen, dass die Schwingen so gewaltig waren, dass sie die Breite der Straße überspannten. Im nächsten Moment schwang sich das Wesen gerade hoch in die Luft und verschwand … für einige Jahre, zumindest …

Diese Ereignisse geschahen um die kleine, am Ohio-Fluss gelegene, Stadt Point Peasant.
Auch dieses Ereignis wurde schließlich von Hollywood (auf typisch verfälschte, allein auf den Hauptdarsteller konzentrierte Weise), mehr schlecht als, den von Zeugen berichteten Vorgängen, gerecht, verfilmt, … - das ist leider ein recht erfolgreicher Trend (auch in den medialen Nachrichten), den die meisten Konsumenten widerspruchslos (ohne eigene Recherche) einfach „schlucken“. - Sehr nützlich für die „Erziehung“ von „freien“ Bürgern, die ihr „Weltbild“ anhand schon gefertigter Agenden in das „eigene“ Denken projiziert bzw. produziert bekommen, und so etwas dann auch noch als „Freiheitannehmen ... Völlig anderes Thema, also ... zurück ...

Zwar wurden, seit dieser ersten „Begegnung“ 1961, dort immer wieder Sichtungen von Riesenvögeln oder Riesen-Schmetterlingen gemeldet, aber erst 1966 wurden die Erscheinungen (und die Ereignisse) so konzentriert (oder traten so intensiviert auf), dass sie letztlich auch ein Medienereignis wurden. Ich will hier nicht auf die einzelnen Geschehnisse eingehen, denn diese sind (außerhalb Hollywoods!) so gut dokumentiert, dass sich jeder ein eigenes Bild davon machen kann. Es begann mit einer „Engel“-Sichtung und endete ein Jahr darauf mit dem tragischen Zusammenbruch der Rickety Suspension Brücke …
Über 13 Monate waren die Einwohner der Stadt der geballten Wucht paranormaler Phänomene ausgesetzt. Im Zentrum der Ereignisse stand zwar der „Mottenmann“, aber von Spuk, U.F.O.s, MIBs, den Sichtungen eigenartiger Kreaturen, Drohungen und Prophezeiungen, bis zu körperlichen Attacken war alles vertreten. Eine ähnliche Bündelung derartiger Phänomene findet sich, meines Wissens nach, nur auf der, in Utah gelegenen, Skinwalker Ranch.

Was aber die Ereignisse, rund um die Sichtungen des „Mottenmannes“, für diesen Text interessant macht, ist, dass es in dieser, oft bedrohlichen, Atmosphäre von Spannung und Ungewissheit, des Unheimlichen und Übersinnlichen ebenfalls zu Poltergeisterscheinungen kam. Und zwar an den unterschiedlichsten Orten innerhalb Point Peasants.
Plötzlich (und grundlos) nicht mehr funktionierende Telefone und Fernseher, fliegende Bälle aus Licht (sog. „Orbs“; oft auf Fotografien erst bemerkbar, oft nicht), eigenartige Gerüche ohne sichtbare Ursache, merkwürdige Geräusche, wie andauerndes Piepen, lautes Klopfen an den Wänden oder das Geschreie von (nicht vorhandenen) Babys. Türen oder Schränke begannen „von selbst“ sich zu öffnen oder zu schließen, aber auch Möbel wurden von „unsichtbaren“ Händen gerückt oder oft auch „einfach“ in die Luft gehoben.

Dokumentationen dieser Zeugnisse finden sich zahlreich, wie oben schon erwähnt; was diesen Fall aber möglicherweise anders macht, als alle die schon oben erwähnten, ist nicht nur, dass eine ganze Stadt davon betroffen war, sondern, dass diese Phänomene hauptsächlich in einer irgendwie „konstruierten“ Atmosphäre der Anspannung, - nicht der persönlichen Betroffenheit, - stattfanden.
Was aber letztlich auch nicht wirklich abschätzbar ist.

Im Nachhinein betrachtet, schienen die Phänomene etwas, wie eine sich entladene „psychoaktive“ Welle von Gedanken und Gefühlen, die, mit der Hilfe der menschlichen Phantasien und Ängste, Wege fanden sich in der, nun gemeinsam geteilten, Wirklichkeit zu manifestieren; derartig vielfältig traten sie auf. Diese „Welle“ erfasste viele verschiedene Menschen und innerhalb eben dieser spannungsgeladenen Atmosphäre begannen die Erscheinungen sich zu intensivieren.
Die oben erwähnte „Engels“-Erscheinung, mit der diese „Welle“ ausgelöst wurde, wurde übrigens von einem Kind berichtet, welches die geflügelte „Kreatur“ im Garten des heimatlichen Hauses sah ...

Aber vielleicht war ein solches Geschehen zugleich auch ein „Magnet“, der auf derartige Phänomene wirkte? Auch schon die Legenden der dort einheimischen Ureinwohner berichten von seltsamen fliegenden Geschöpfen …, und spukhaften Erscheinungen …

Vielleicht war es einfach wieder an der Zeit dafür … ?


Das Pfarrhaus von Borley

Das Pfarrhaus von Borley, gelegen in der Grafschaft von Essex, wurde 1863 für den Pfarrer Henry Dawson Ellis Bull gebaut. Angeblich auf dem Boden eines mittelalterlichen Klosters.
Mit dem Einzug der Pfarrersfamilie (er, seine Frau und 14 Kinder) begann der Spuk.
Nächtliche Schritte, eindringliches Klopfen und Glockengeläut rissen die Bewohner Nacht um Nacht aus ihrem Schlaf. Flüsternde Stimmen, deren Ursache eben sowenig auszumachen war, wie die Verursacher der anderen Geräusche, begleiteten diese Vorkommnisse …
Es folgten Attacken unsichtbarer Angreifer auf eine der Töchter, aber auch Manifestationen von Gestalten mit großen Hüten und von Nonnen. Wirklich zu Schaden kam niemand in dieser Zeit, aber Nervosität und Anspannung begleiteten den Alltag.

Im Jahr 1892 übernahm ein Sohn des Pfarrers, Harry Bull, das Pfarrhaus und verwaltete die Pfarrstelle bis 1927.
Verschiedene Zeugen berichteten von kopflosen Männern im Garten und von Geisterkutschen, die manchmal des Nachts lautstark vorfuhren. Abgeschlossene Türen standen jeden Morgen wieder offen. Und wieder Sichtungen von Nonnen.
1929 begannen die Phänomene zu eskalieren: Laute Geräusche und sich „von alleine“ bewegende Möbel und andere Gegenstände; Kieselsteine, Medaillen und Schlüssel tauchten „wie aus dem Nichts“ auf. Auf einer der Medaillen war der Kopf des „heiligen Ignatius“ eingeprägt. Sich „aus dem Nichts“ formende Umrisse menschlicher Gestalten wurden bezeugt. Unter Zweien von diesen bildete sich das Wort „Roma“ an der Wand …

Ich weiß nicht, ob die Familie Bull zu diesem Zeitpunkt noch immer in dem Pfarrhaus lebte; im Jahr darauf (zwischen 1930 und 1935) übernahm jedenfalls der Pfarrer Lionel Algernon Foyster die Pfarrstelle und damit auch das Pfarrhaus. Foyster hatte eine Frau, Marianne, und eine Tochter, Adelaide.
Und wieder begannen unerklärliche Schritte durchs Haus zu hallen. Und wieder Stimmen; doch dieses Mal riefen die Stimmen gezielt den Namen der Frau, Marianne. Und auch sie wurde von einem unsichtbaren Angreifer, während des Schlafs, attackiert. Dieses Mal war der Angriff aber so heftig, dass sie dabei erhebliche Verletzungen erlitt. Morgendliche Botschaften, an den Wänden, und auf zerrissenen Papierfetzen, meist unleserlich, doch die lesbaren waren wie ein Schrei nach Hilfe.
Und wieder an die Frau des Pfarrers gewandt: „Marianne, hole Hilfe“ und „Ich möchte nicht sterben, ohne zu bereuen“!

 

 

Nachdem in einem unbenutztem Zimmer ein Feuer (an der Wandleiste) ausgebrochen war, dass gelöscht wurde, fiel „aus dem Nichts“ ein Feuerstein von der Größe eines Hühnereis zu Boden.
Die Phänomene traten so gehäuft auf, dass Foyster sich nun zu einem Exorzismus des Hauses entschloss. - Mit dem Ergebnis, dass die dabei Anwesenden vor, „
aus dem Nichts“, auf sie herab fallenden Steinen flüchten mussten …

1937 wurden die Geschehnisse Gegenstand des Interesses der „
Nationalen Versuchsanstalt für psychische Forschung“. Harry Rice, der Gründer dieser Vereinigung schaltete eine Zeitungsanzeige, in der er nach Personen suchte, die unter Beobachtung eine Zeit in diesem Haus verbringen wollten. Schließlich wurden (unter 200 Interessierten!) 40 ausgewählt.
Eine der Ausgewählten, die ehemalige Oxford Studentin Ellice Howe, bezeugte „
sich von selbst“ bewegende Gegenstände in den Räumen. Auch sie und die anderen Teilnehmer hörten die unerklärlichen Geräusche. Ein anderer Teilnehmer A.B. Campell, ein Commander der British Broadcasting Corporation, wurde in einem abgeschlossenen Raum von einem, von „irgendwem geschleuderten“ Stück Seife am Kopf verletzt. Ohne ersichtlichen äußeren Grund fiel die Temperatur manchmal um bis zu 6 Grad Celsius, und nur in einigen Räumen, herab. Die Phänomene wurden von vielen Teilnehmern bezeugt; das „Experiment“ war also ein voller Erfolg. Doch, wie konnte es nun weitergehen?

1939 brannte das Pfarrhaus bis auf die Grundmauern nieder. Obgleich sich nur eine Person, in der Nacht des Brandes, in dem Gebäude aufhielt (
der neue Besitzer Captain Gregson), wurden zwei fremde Personen gesehen, die das Gebäude verließen (vor dem Brand). Auch ein junges Mädchen wurde, in dieser Nacht, von mehreren Zeugen am Fenster des Obergeschosses gesehen (während des Brandes). Das Feuer vernichtete das Haus fast vollständig.

Das Gebäude war nun verbrannt. Doch die Geschichte ist damit nicht beendet …

Anwohner und andere Zeugen hörten immer wieder, wie die geisterhaften Kutschen mit lautem Galopp an dem ehemaligen Pfarrhaus (
und Kloster?) vorbeizogen.
Im Krieg, der nun große Teile der Welt erfasste, war es für den Luftschutz absolut erforderlich, dass bestimmte Gebiete absolut verdunkelt waren. Doch ständig mussten Wachen zu dem ausgebrannten Pfarrgebäude geschickt werden, die nachforschen sollten, warum die Fenster dort manchmal des Nachts erleuchtet waren. Jedoch ergebnislos.
1943 wurden die Überreste des Pfarrhauses endgültig abgerissen und der Boden ausgebaggert. Dabei wurde ein weiblicher Schädel gefunden und religiöser Schmuck.
1961 wurde eine weitere Untersuchung des Bodens anberaumt, doch Autoscheinwerfer, Kamerablitze und selbst Fackeln versagten am Abend bei dem Versuch das Gelände auszuleuchten.
Die weitergehende Untersuchung musste jeweils auf den folgenden Tag verschoben werden.

Und damit ist die Geschichte eigentlich zu Ende. Eigentlich, denn die seltsamen Funde und die noch seltsameren Vorgänge, in und um das ehemalige Pfarrhaus zog nun auch die Spiritisten an.
Und die „
ermittelten“ in Séancen die folgende Geschichte:
Im 17. Jahrhundert lebte eine junge Nonne, namens Marie Lairre, in einem Kloster in Le Havre.
Dieses verließ sie und kam an jenen Ort, nachdem sie irgendwie dazu gebracht worden war den Waldgrafen von Borley zu heiraten. Wohl nicht der Netteste, denn dieser erwürgte sie (
am 17. Mai 1667) in einem Gebäude, dass sich genau dort befand, wo später das Pfarrhaus entstehen sollte. Ihre Leiche wurde im Keller dieses Gebäudes vergraben. Den Rest der Geschichte kennen wir schon …

Auch diese Geschichte enthält, neben dem Fakt, dass die Phänomene nicht personenbezogen waren, ein neues Element (
das auch bei einer meiner eigenen Erzählungen, weiter oben, durchschimmert), nämlich (vorausgesetzt die spirituellen „Ermittlungen“ waren nicht nur eine Geschichte ...) - die damals „moderne“ Einstellung den Tod sündenfrei begehen zu müssen, Abbitte für das sündige Leben zu leisten und letztlich das Gewesene zu bereuen. - Todesbereitschaft mit priesterlichem Einverständnis und Segen, gewissermaßen … So ein Satz mag heutzutage überheblich, ja arrogant, klingen, war damals aber (und ist es auch teilweise heute noch) ein fester Bestandteil des Lebens frommer, kirchlich-gläubiger Menschen. - Für einige konnte und kann so der eigene Tod zu einem, für sie fast, unlösbaren Problem werden … Und damit zu einem Grund zu einem anhaltenden Spukgeschehen. Ein Wirken, auch nach dem physischen Tod ...

 

Und ob „Marie“ jemals den kirchlichen Segen erfahren hat und auf einem kirchlich geweihtem Grund beerdigt wurde? - Diese nie befriedigte Suche nach einem Frieden, der ihr mit dem gewalttätigen Tod verwehrt wurde; - der Gedanke entbehrt nicht einer gewissen Logik …
Aber was erklärt dann diese Attacken auf offenkundig Unschuldige?
Und wäre dieses Geschehen
dann auch so etwas, wie aus den räumlichen und zeitlichen „Fugen“ geratene spirituelle Energie?

Doch was ist Logik schon wert, wenn es dabei um das Paranormale geht? … ?


Von sich bewegenden Särgen und rastlosen Toten

Schon im 18. Jahrhundert hatten sich die Walronds, eine wohlhabende Pflanzerfamilie, die in Christ Church auf der Karibikinsel Barbados lebte, eine Familiengruft eingerichtet. Die unterirdische, gemauerte Gruft, nahe dem Eingang des Christ-Church-Friedhofs an der Oistins-Bucht im Süden der Insel gelegen, war nach außen mit einer massiven Marmorplatte verschlossen; man sagt, dass sie damit eher einer Festung glich als einer Grabstätte, aber wie-auch-immer. Die Beisetzungen fanden, mit einer Ausnahme, jeweils in Bleisärgen statt. Die Tradition derartige Särge zu verwenden kommt wohl aus dem Mittelmeerraum und dem Nahen Osten Europas. Hier ist eigentlich nur zu vermerken, dass Blei sehr schwer ist und nicht nur gegenüber Radioaktivität, sondern auch gegenüber Magneteinwirkungen, völlig resistent ist …

1807, mit dem Tode von Thomasina Goddard, ein Mitglied der Familie, begann die erste von vielen Bestattungen in dieser Gruft. Sie war die einzige Peron, die dort in einem Holzsarg bestattet wurde.
Ein Jahr darauf übernahm die Familie Chase den Grabplatz. Im selben Jahr starb eine ihrer Töchter, Mary Anna Maria Chase, und wurde ebenfalls dort beigesetzt.
Am 6. Juli 1812 (
4 Jahre später) wurde Dorcas Chase, die ältere Schwester von Mary, in der Gruft beigesetzt. Als der Sarg in die Gruft getragen wurde bot sich den Sargträgern ein seltsamer Anblick: Der Sarg Marys befand sich in der, seiner ursprünglichen Position entgegengesetzten, Ecke. Der Sarg von Mrs. Goddard lehnte aufrecht gegen eine Seitenwand …

Bleiverkleidete Särge zu bewegen bedarf einiger Anstrengung. Ebenso auch Holzsärge. Und die Gruft war die letzten vier Jahre verschlossen gewesen. Es fand sich kein Zeichen eines Einbruchs oder einer Schändung. Man stellte (
ohne großes Aufheben davon zu machen) die beiden Särge an ihre ursprünglichen Plätze zurück. Ebenso wurde auch Dorcas´ Sarg an die ihm zugedachte Stelle gestellt. Die Gruft wurde wieder verschlossen. Die schwere Marmorplatte verschloss das Ganze . Die Schuld an dem ungehörigen Vorfall wurde den schwarzen Arbeitern unterstellt, die bei der Beisetzung Marys geholfen hatten.
Als am 9. August 1812 Thomas Chase, der Vater der beiden, zu Grabe getragen wurde, befanden sich die vorhandenen drei Särge unverändert an ihrem Platz.

Vier Jahre später, am
am 25. September 1816, wurde die Gruft für die Beisetzung des kleinen Samuel Brewster Ames, eines nahen Verwandten, wieder geöffnet. - Die vier, bisher vorhandenen, Särge standen völlig durcheinander! Und wieder wurden die schwarzen Arbeiter bezichtigt etwas damit zu tun zu haben; diese jedoch wiesen jede Schuld für das Geschehen weit von sich. Die abergläubischen Ehrfurcht, mit der sie (traditionsbedingt?) Toten begegneten, schloss sie als Verdächtige tatsächlich auch aus. Die Schwarzen selber hielten diese Untat für das Wirken böser Geister an diesem Ort.
Also, - da keine rationale Erklärung gefunden werden konnte und da auch kein Schuldiger auszumachen war, stellte man alle Särge wieder an ihren, für sie vorgeschriebenen Platz und verschloss wiederum den Eingang …

Schon am 17. November des gleichen Jahres wurde die Familiengruft erneut geöffnet, diesmal, um einen weiteren Verwandten (
auch ein Samuel Brewster), der zunächst auf einem anderen Friedhof beerdigt wurde, hierher umzubetten.
Mittlerweile aber waren die seltsamen Vorgänge in der Gruft schon ein reges Gesprächsthema geworden und lockten viele Schaulustige und Neugierige an, die sich zur erneuten Graböffnung einfanden. Und sie wurden auch nicht enttäuscht. - Alle Särge waren wild durcheinander geschoben, und der von Mrs. Goddard war sogar auseinandergebrochen! Die Leichen selber waren unberührt.

Eine gründliche Untersuchung der Gruft wurde eingeleitet, verlief jedoch ohne Ergebnis.
Die Gruft war vier Meter lang und zwei Meter breit. Sie war mit harten, zementierten Blöcken aus Korallenkalk ausgemauert, die zur Hälfte In den Boden eingelassen waren. Bei der erneuten Überprüfung zeigte sich, dass die Wände, der Boden und die Decke fest und stabil waren. Auch Hohlräume konnten nicht ausgemacht werden. Dennoch war (
zum dritten Mal!) etwas Unerklärliches und Lästerliches geschehen. Ein Sakrileg für gläubige Menschen! - Und es fand sich wieder keine irgendwie vernünftige Erklärung für das Geschehen.

Erklärungen“, oder besser Vermutungen, fanden sich natürlich zuhauf, doch jedes Mal fehlte der rational schlüssige Beweis.
Einige Wissenschaftler vermuteten, beispielsweise, unterirdische Wasserflüsse, die die Särge bewegten. Nur wurde nirgends auch nur der kleinste Tropfen Wasser entdeckt. Weder die Grabstätte noch die Särge zeigten auf irgend eine Art Anzeichen von Wasserspuren.
Andere Wissenschaftler vermuteten dann lokale Erdbeben; doch seismische Aktivität, auf ein so kleines Gebiet konzentriert, welche zwar die Särge bewegt, sogar beschädigte, die Gruft an sich aber unversehrt liess, ist nicht recht vorstellbar. Alsdann wurde vermutet, dass die Bewegungen der Särge durch bestimmte Schwerkraftverlagerungen der Erde oder durch gyroskopische Kräfte, also durch die Achsendrehung der Erde selbst, ausgelöst wurden. Natürlich wieder nur zentriert auf diese eine Familiengruft. Klingt nicht einmal möglich. Waren aber sicher gutgemeinte Ansätze von damaliger Wissenschaft. - Denn, - in einer scheinbar materiell erfassbaren Welt müssen eben auch materiell messbare Erklärungen herhalten. - Vor allem dann, wenn das unbekannte Phänomen rational selber nicht erfassbar scheint ... - Dann müssen eben vermeintlich bekannte Erscheinungen zu irgendwie logischen, aber nicht verifizierbaren, Erklärungen kombiniert werden können. Aber letztlich war es bestenfalls kluges Geschwätz, nichts weiter. Man kam dem Phänomen
damit zumindest nicht auf die Spur.
Dann wurden elektromagnetische oder bislang noch unbekannte Strahlenwellen favorisiert …
Aber auch Vampire und Werwölfe kamen ins Spiel der Gedanken, ebenso wie überirdische Manifestationen erst kürzlich Verstorbener. - Oder Gase, die dem frisch verstorbenen entwichen und nun von bösartigen Geistern „
geritten“ wurden. Überhaupt würde das Blei den Verwesungsprozess ungünstig beeinflussen können ….
Sogar eine Freimaurer-Verschwörung rund um diese Familiengruft wurde thematisiert.
Kurz, – man hatte absolut keine Ahnung was da passierte!

Die Särge wurden jedenfalls an „
ihre“ Positionen zurückgestellt; der Sarg von Mrs. Goddard wurde weitestgehend repariert und dann an eine Wand gelehnt.
Um zukünftiges Eindringen bestmöglich auszuschließen wurde die schwere Marmorplatte nun in ein Zementbett eingelassen und damit zusätzlich versiegelt.
Während der nächsten drei Jahre wurde die Familiengruft so etwas, wie eine Touristenattraktion für Barbados. Die Geschichte der sich-bewegenden Särge verbreitete sich mehr und mehr.

Am 17. Juli 1819 wurde die Gruft erneut geöffnet um Thomasina Clarke zu bestatten.
Nicht nur fand sich eine ansehnliche Menschenmenge (
Hunderte von Schaulustigen) ein, auch Viscount Combermere, der Gouverneur von Barbados persönlich kam mit zwei Regierungsbeamten offiziell zur Bestattung. Vermutlich waren die Vorfälle bis in Regierungskreise vorgedrungen.
Auch die Toten haben ein Recht in Frieden zu liegen! wusste dann der aufgebrachte Gouverneur auch lautstark und aufgebracht (in Erwartung des unvermeidlich Kommenden?) zu verkünden. Steinmetze begannen die schwere Marmorplatte aus dem Zementbett zu lösen, die dann von mehreren Sklaven (gab es damals sogar offiziell) zur Seite geschoben wurde.
Und obwohl doch die Gruft mit Platte und Zement versiegelt war, war drinnen alles wild durcheinander geworfen. Nur der, an die Wand gelehnte, Sarg von Mrs. Goddard stand immer noch da, wo man ihn zurück gelassen hatte.

Das nun wurde zu einer persönlichen Angelegenheit für Gouverneur Combermere!
Er wachte persönlich darüber, dass die Särge ordentlich und an ihren Plätzen wieder aufgestellt wurden. Und er vermeinte auch sicherstellen zu können, dass ein weiteres unbefugtes Eindringen in die Grabstätte (
denn wie sollte man die unerklärliche Randale sonst erklären?) auf jeden Fall verhindert werden musste. Zu diesem Zweck wurde die schwere Marmorplatte zwar erneut in Zement verschlossen, doch dieses Mal wurden die persönlichen Siegel des Gouverneurs selber und anderer Persönlichkeiten in den feuchten Zement mit hinein gepresst. - Nächstes Mal würde man die Bruchstelle schon finden!
Vorher aber liess er den Boden der Gruft noch mit feinem Sand bedecken, - der Täter würde bei seinem nächsten Einbruch sicher nicht Spurenlos bleiben!

Im Jahr darauf liess der Gouverneur die Grabstätte wieder öffnen.
Warum dies passierte scheint strittig. - Einige Quellen behaupten, dass der öffentliche Druck auf die Regierung so groß wurde, so dass eine politische Entscheidung hierüber gefällt wurde; andere Quellen behaupten, dass in der Grabstätte seltsame Geräusche gehört wurden und dies zu der Öffnung führte. Wie-auch-immer.
Am 18. April 1820 begaben sich Gouverneur Combermere, sein Sohn Nathan Lucas, sein Sekretär Major J. Finch, Mr. R. Bowcher Clark, Mr. Rowland Cotton und der Christ Church Reverend Thomas Orderson gemeinsam auf den Friedhof. Begleitet wurden sie dabei von einer Gruppe „
abergläubischer und furchtsamer schwarzer Arbeiter“.

Die Überprüfung des Zements und der eingelassenen Siegel zeigte keine Beschädigungen. Auch rundherum war der Grabplatz intakt. Die Marmorplatte wurde frei gemacht und beiseite geschoben. Das kratzende Geräusch, dass damit entstand, wurde durch einen der Bleisärge verursacht, der (
unverständlicherweise von innen) gegen die Marmorplatte drückte. Der feine Sand zeigte keine Spuren eines potentiellen Eindringens.
Doch auch die übrigen Särge waren in einem chaotischen Zustand: Der kleinere Sarg Marys war scheinbar quer durch den Raum geschleudert worden, und das mit einer Wucht, die den Korallenkalk der getroffenen Wand beschädigt hatte. Die anderen Särge lagen wie zufällig verstreut im Raum herum.
Nochmal, - im Sand waren keinerlei sichtbare Spuren zu finden.

Das war zuviel! Gouverneur Combermere befahl umgehend die Verlegung der Toten auf einen friedvolleren Friedhof und schloss damit die Grabstätte offiziell.

"Ich untersuchte die Wände und jeden Teil des Gewölbes und fand alles im alten Zustand vor. Ein Steinmetz klopfte vor meinen Augen den Boden Stück für Stück mit seinem Hammer ab, und alles war fest. Ich muss gestehen , für die Bewegungen dieser Bleisärge keine Erklärung zu haben. Diebe hatten zweifellos nicht ihre Hand im Spiel, und falls es sich um einen Streich handelte, hätten zu viele in das Geheimnis eingeweiht werden müssen, um dieses wirklich geheim zu halten; und was die Schwarzen betrifft, schließt ihre abergläubische Furcht vor den Toten und allem, was zu ihnen gehört, jede Beteiligung ihrerseits aus. Ich weiß nur, dass es geschah und ich es mit eigenen Augen gesehen habe!"

- Nathan Lucas, der Sohn des Gouverneurs

 
Auch diese Geschichte enthielt ein neues Element: Dieses Mal gab es keine wahrnehmbare Beteiligung spezieller lebender oder toter Menschen an den immer wiederkehrenden Erscheinungen. War es also der Ort, der die Phänomene auslöste?
Oder war es vielleicht gar Voodoo-Zauberei? Der kärgliche Versuch das christliche Eindringen in die barbadische Kultur damit aufzuhalten? Damit?!? … Zumindest wäre
das dann eine ziemlich langwierige Operation (über Jahre) und auf nur einen Ort konzentrierte Aktion gewesen.
Oder war es vielleicht doch
wieder von Menschen begangene Gewalt?
In zwei Särgen in der Chase-Familiengruft lagen kleine Kinder: Samuel Brewster Ames und Mary Chase ...
Dorcas Chase beging Selbstmord, was immer der wirkliche Grund dafür war. Damals kursierten Gerüchte, dass, weil ihr eigener Vater ihr sexuell nachstellte, sie sich zu Tode gehungert hat ...

Aber vielleicht hat das Phänomen der sich-bewegenden Särge ja auch niemals stattgefunden? Stattdessen war es nur eine kuriose Geschichte der Freimaurer, die von Lord Combermere und seinen Logenbrüdern in Umlauf gebracht worden war … ?
Doch warum und zu welchem Zweck?

Die Grabstätte ist bis auf den heutigen Tag ungenutzt. Was immer auch in der Gruft der Chase Familie geschah bleibt ungeklärt. Bis heute ein Geheimnis ...
Vielleicht einer der vielen Orte, die für die heutige Wissenschaft ganz spannend sein könnten?
Ich persönlich glaube das nicht, - weil mehr als ein paar quantenmechanische Ungewissheiten werden dabei nicht herumkommen. Vielleicht ein wenig seltsame Strahlung, die man aber (
noch) nicht einordnen kann (wohin denn auch?).
Aber vielleicht ein paar neue Rechenaufgaben, ja, vielleicht …

Der Moment, wenn der Mensch träumt er sei ein Chaos-verstehender Schmetterling.
Vielleicht könnte man hier auch schon bei der Raupe anfangen oder noch früher und sich fragen ob derartige Phänomene (
Poltergeister, Spuk, „Paranormales“ im allgemeinen, etc,) schon von vornherein (von irgendetwas, - denn eine Entwicklung lässt sich nur schwer abstreiten) mit eingeplant waren? Also auch Teil des Entwurfes unseres Universums waren?
Aber Pläne existieren doch
nur auf anthropomorpher Ebene. - Zumindest nach „wissenschaftlich vorherrschender“ Logik, der die meisten von uns auf irgendeine Art aufgesessen sind. Diese aber sollten sich zumindest, nach bisheriger Lektüre dieses Textes, fragen, ob die „menschliche“ (und derzeitige!) Sichtweise auf die umgebende Realität, und deren bisherige Interpretation, die einzig letztendlich gültige zu sein hat bzw. sein muss? - Oder ob da nicht willentlich vernachlässigt und ausgeschlossen wird, zugunsten von bestehenden Ansichten, Dogmas, Vorstellungs- und Glaubensmodellen?

Besser wir warten damit noch, bis sich das Wissen (
und die technischen oder magischen Möglichkeiten) dem Verständnis darüber ein wenig mehr angenähert hat. - Vielleicht irgendwann sogar in praktischen Bereichen. - Aber auch das ist nur meine persönliche Meinung. -
Keine wirkliche Überzeugung.
Zumindest solange werden
derartige Phänomene kein Bereich unserer Wirklichkeit sein können!
Das ist meine Überzeugung.
Die Wissenschaft mag sich scheinbar ändern, aber ihre Geschichten bleiben irgendwie doch immer die gleichen …
Und wer weiß, was die Zukunft uns noch alles bringen mag?

 

Wenn ein Baum im Wald umfällt, aber niemand da ist um das zu hören

Und während ich mich hier weiter (
scheinbar oft auch ungerechtfertigt) über „die Wissenschaft“ auslasse, sollte man sich im Klaren darüber sein, dass die reale Annahme derartiger Phänomene vielleicht nur so groß sein kann, wie, in etwa, der tatsächliche Zuspruch „der Wissenschaft im allgemeinen“ gering sein mag gegenüber der propagierten „Tatsache“ der „menschengemachten Klimaveränderung“. Vielleicht also hängt alles nur von irgendwelchen Umständen ab ...
In diesem Text beziehe ich mich auf öffentliche und für jedermann zugängliche Verlautbarungen, Veröffentlichungen und Quellennachweise, in Form von Büchern, Reden oder Artikeln.
Und sicher habe ich nicht einmal die Oberfläche des Themas dabei auch nur angekratzt, meine aber trotzdem einen verbindlichen Kontext aus Ausflüchten, Wegducken, Ignorieren und Abstreiten, gerade bei denen, die entweder dafür bezahlt werden oder einiges dabei zu verlieren haben, ausmachen zu können. Gerade im sozialen Umfeld, was sich auch auf das Ansehen, die Stellung und die „
Glaubwürdigkeit“ des Einzelnen bezieht …

Aber, es ist wie bei diesem „
menschlich“ verursachten Klimageschehen, - letztlich baut alles auf Annahmen auf. Und in diesem Kontext bleibt uns nur die Poltergeistphänomene oder anderer Spuk, beispielsweise, als Teil unserer Realität (worauf das sich auch immer gründen mag) anzunehmen, - oder die Zeugen solcher Erscheinungen als Lügner (worauf sich das auch immer gründen mag) abzulehnen und damit natürlich auch das Phänomen an sich. - Solange solche Phänomene nicht in den Erfahrungsbereich des persönlichen Erlebens eindringen, scheint es nur allzu leicht sich ein Urteil aus Zweiter-Hand darüber zu gestatten.
Tatsächlich sind diese Geschehnisse sehr dünn gesät, nichtsdestotrotz aber, für die Betroffenen, absolut intensive und unerklärliche Erlebnisse …
Und solange deren Existenz verneint wird, wird es auch kein wirkliches Interesse an deren Aufarbeitung geben können. Das gilt es immer zu bedenken.

Doch wie-auch-immer, damit werden Betroffene, Beteiligte, Interessierte und Befürworter solcher Erscheinungen leben müssen. Tatsache scheint, dass „
unser“ Verständnis davon, was die „Wissenschaft“ zu Suchen hat bzw. womit sie sich zu beschäftigen hat bzw. wie Dinge betrachtet oder interpretiert werden, immer mehr im pragmatischen Bereich angesiedelt wird. Der Fakt, dass unser Staubsauger „irgendwie“ zu funktionieren scheint, der Fakt, dass sich Menschen damit auseinandersetzten dieses „Wunder“ geschehen zu lassen, der Fakt, dass es dicke Bücher über die Klügeleien dieser Menschen zu diesem Phänomen des funktionierenden Staubsaugers gibt, täuscht uns über die wirklich vorhandene Tatsache hinweg, dass dieses Funktionieren (das WARUM, das WIE und das WOFÜR) nur eine Auflistung bekannter ähnlicher Funktionsweisen darstellt und ansonsten reine Theorie ist!

Nun sollte man sich ebenfalls vergegenwärtigen, dass eine „
Theorie“ auch das beste ist, was eine derartig gestaltete Wissenschaft anzubieten hat, - also etwas, was sich (im Kontext und nach Meinung vieler) als „realitätsfähig“ erweisen kann ...
Aber, ob, beispielsweise, Strom tatsächlich so gestaltet ist, wie uns von „
Wissenden“ weisgemacht wird bzw. was die „wissenschaftlich fundierte“ Theorie darüber weiß, bleibt bis zum heutigen Tag dahingestellt. Letztlich beurteilen wir (oder bilden uns das zumindest ein) die Wirklichkeit mit der Hilfe unserer Sinne. Anders konstruierte Lebensformen würden den Schwerpunkt ihrer Wirklichkeitserfassung und damit späterer Untersuchungen und Beschreibungen vermutlich gänzlich anders gewichten.
Arrogant ist es, an dieser Stelle, das „
menschliche“ Erfassungsvermögen (so es denn überhaupt existiert) als den letztendlich logischen Schwerpunkt für die Wirklichkeitskonstruktion anzunehmen.

Und das ist ein Problem dem sich der Intermediarist und der Anomalist viel zu oft gegenüber sehen: Der unbedingten Einschränkung bestimmter (
oder unbestimmter) Phantome in geschlossene (aber auch nur erdachte) Begrifflichkeiten, die für sich in Anspruch nehmen (aufgrund der Lobbyartigkeit von Gemeinschaften) temporäre, aber angeblich gültige (!), Erklärungen und Denkmodelle als Positionen für das immer subjektiv beurteilende Wirklichkeitsgeschehen aufbieten zu müssen; künstlich konstruierte Grenzen setzt und allgemein den (bisher recht erfolgreichen) Versuch unternahm die Glaubenskonstrukte unserer Vorfahren mit Theorien aus der (ebenso konstruierten) Wissenschaftswelt zu vertreiben und zu ersetzen. Ein Punkt, der (bei denen, die nicht einmal nachprüfen können, ob wir tatsächlich auf einer Kartoffel leben) manchen Andersdenkenden ziemlich sauer aufstoßen lässt, denn das „wissenschaftliche“ Gehabe nimmt dabei mehr und mehr religiöse Züge an, - aber auch philosophische:

Die künstliche Bestimmung einer behaupteten Position zwischen erdachten Extremen als angeblich (
tatsächlich nur mit der Hilfe bestimmter Überlegungen und Formeln) verifizierbarer Fixpunkt; - sind wir also damit bei der eingeschränkten und etablierten Sicht der Wirklichkeitsbetrachtung angekommen.
Und tatsächlich scheint einiges überhaupt nur zu „
existieren“, weil anderes, nicht „passendes“, davon ausgeschlossen wurde. Jeder hat sicherlich den, im Volksmund geschätzten, aber vielleicht nicht reiflich überlegten, Sinnspruch gehört, nachdem die Wirklichkeit zugunsten der Theorie zurechtgebogen werden kann … Vermutlich alles eine Frage der subjektiven Annahme und des allgemeinen Fürwahrhaltens.

Denn, - wehe denen, die sich als Ketzer und Häretiker, als Zweifler am „
reinen Glauben“ erweisen! Zu Beginn wird man wohl einfach nicht mehr auf Partys eingeladen, dann beginnt eine Kampagne (um ideologisches Geschwätz und Glaubensrichtlinien), danach muss der „Ungläubige“ schon um seinen Ruf und seinen Beruf bangen, und schließlich beginnt (wie in wohl jedem Organismus, der auf nicht wegzuleugnende bzw. unverdauliche Nahrung trifft) die Ausscheidung. Und danach? Der Kompost, vielleicht? Als „gutes Beispiel“ für Irrlehren und „schlechte Gefolgschaft“ …?
Der „
logische“ Aussatz einer dekadenten und überzüchteten Meinungs-haltung (auch als Dogma bekannt), die (vermutlich am liebsten) niemanden neben sich akzeptieren möchte, gleichzeitig aber auch nicht müde wird zu betonen, dass es niemals eine freiere Gedankenwelt, als die derzeitige, in der bekannten (und anerkannten) Geschichte und überhaupt "jemals" vorher gegeben habe ...

Eine reine Behauptung und geschichtliche Unterstellung, die aber mag, in einigen Fällen, vielleicht und durchaus ihre Berechtigung finden, zumindest solange man in vorgefertigten Bahnen operiert, sich an vorgegebene Doktrinen hält und allgemein das bestehende (
pragmatisch und praktisch orientierte) Wissenschaftsgebäude nicht schon an den Wurzeln in Zweifel zieht. Bestenfalls erreicht der temporär Aussätzige märtyrerhaft den Rang eines Grenzwissenschaftlers. Vielleicht nicht in diesem, möglicherweise aber im nächsten, Leben ... Früher waren die subtilen Grenzziehungen der Gedankenfreiheit sicherlich auch nur auf bestimmte Spielbereiche beschränkt. Das hat 

wohl immer etwas mit Selbstschutz, Deutungshoheit und Machterhalt zu tun.
Bis zu den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden in den USA noch unerwünschtes Gedankengut inhaftiert und öffentliche Bücherverbrennungen angeordnet.
Das erinnert an die Hexenverfolgungen? Und sicher auch nicht grundlos.
Aber heutzutage ist doch alles ganz anders, oder nicht?

Wie man beobachten kann ist dem tatsächlich so: Heutzutage beschränkt man sich nur noch zumeist darauf den ideologischen Gegner einfach kaltzustellen
, ohne publikumswirksame Steinigung oder Verbrennung. Immerhin. Aber der "öffentliche" Pranger ist beibehalten worden. Die System- und Kapital"hörigen" Medien können hier eine gewaltige, ja, zentrale, Rolle einnehmen. Heutzutage erschallt der Ruf des Geldes ein wenig lauter und aufdringlicher, als noch vor wenigen Jahrzehnten. Auch deshalb findet sich der größte Teil der Wissenschaftler als Zeitarbeiter im praktisch verwertbaren Bereich des scheinbaren "Nutzens". Andere Forschung, auch in Problematiken der mathemat