Mi

31

Mai

2017

Von Fröschen und von Prinzen

„Even the wolf can learn, 
even the sheep can turn, 
even the frog become at last the prince.“

- Peter Hammill, Lost and Found (Over 1976)


Von Verwandlungen und Mutationen


Die unwirklich Kranke

Es war mitten in einem Familienstreit. Unsere Familie lebte verstreut in Deutschland, aber teilweise auch in den Vereinigten Staaten von Amerika. Und natürlich ging es um Geld; oder es ging um Erbschaften, präziser ausgedrückt. Jeder, der so etwas, direkt beteiligt oder nicht, erlebt hat, weiß vielleicht um die Ungerechtigkeiten und die Hilflosigkeit solch temporären Exzessen gegenüber. In dieser Zeit habe ich, als Jugendlicher, meine Aufgabe darin gesehen Schlichtung voranzutreiben. Seltsam, wenn man jetzt daran zurückdenkt …

Mir ging es hauptsächlich um meine Großmutter, die, aufgrund dieser Entwicklungen, fernab meines Teils der Familie in ein Altersheim verfrachtet worden war. Ungerechterweise, wie ich mir sicher war. Ich besuchte sie so oft es mir möglich war. Da ich zu dieser Zeit zwar ziemlich mittellos war, Bahnverbindungen aber noch erschwinglich und das „Trampen“ ein fester Bestandteil unserer Jugend-„Kultur“ war, gelang mir das auch relativ häufig. Und eben in diesem Altersheim geschah dann etwas für mich Außergewöhnliches:

Die älteren Leute (zumeist Frauen) fanden sich, neben dem obligatorischen Fernsehgerät, in kleinen Gruppen zusammen. Als Jugendlicher erlebt man sich unter „alten“ Menschen als ziemlich deplatziert, gewissermaßen sogar als Eindringling oder Außenseiter, aber das ist nur ein eingeschränktes und subjektives Erleben. Denn, legt man erst einmal diese Vorurteile beiseite und öffnet sich dem ein wenig, hört man vielleicht erstaunliche Dinge und Sichtweisen über Erlebnisse von der nicht aufgezeichnetenoffiziellen“ Vergangenheit. So erging es mir. Und Vergangenheit war für diese Damen ein bedeutsames und folgenschweres Thema mir damals unbegreiflicher Wichtigkeit.

Und da war eine bestimmte Frau. Ich weiß ihren Namen heute nicht mehr, aber sie schien wesentlich jünger zu sein als die anderen. Und sie beteiligte sich jedes Mal an diesen Gesprächen, sofern ich mich korrekt erinnere. Diese Gespräche handelten (für mein Verständnis) grundsätzlich nur von drei Hauptthematiken: Der Deutsche Kaiser und ihre Jugend, ... die (schon gelebte, also bewältigte, und daher wohl auch schon bessere) Vergangenheit im Allgemeinen und … Krankheiten ...
Dieser letzte Punkt war mir durchaus verständlich, denn alte Menschen leiden häufiger und hingebungsvoller unter dem fortschreitenden Verfall der inneren Organisation des eigenen Körpers.
Und da war diese Frau

Von den älteren wurde sie gern belächelt, und irgendwie nicht für „voll“ genommen. Ich konnte mir anfangs keinen Reim darauf machen. Bis es zu einer Erklärung kam: Eines Tages, während der zahllosen Gespräche über Krankheiten, beklagte sich diese Frau über Hautausschläge. Aber niemand ging auf sie ein. Normalerweise wurden Krankheiten lang und breit diskutiert, ausgebreitet, über mögliche Ursachen gerätselt und Ratschläge gegeben. Doch nichts dergleichen geschah. Eine andere Frau beklagte, dass sich Wasser in ihrem Bein sammele und sie nun mit Medikamenten „vollgestopft“ werden würde. Und Ärzte. Ärzte, sowieso

Aber die Reaktion dieser jüngeren Frau gegenüber erschien mir absolut unrichtig, also konfrontierte ich meine Großmutter und die anderen Frauen mit ihrem (meiner Meinung nach falschem) Verhalten, als diese (kurz) nicht gegenwärtig war. Ich weiß es noch wie Heute, denn die Reaktion der alten Damen war (für mich) absolut seltsam: Sie erklärten mir ernsthaft, dass diese Person keine „echten“ Krankheiten hätte und sie jede Woche mit einer neuen Geschichte ankäme. Lustigerweise (oder auch nicht) mit einer Krankheit, mit der sich eine der anwesenden Damen kurz vorher selbst zu plagen hatte. Und ja, es gäbe ein Wort für derartige Leute, nämlich „Hypochonder“. Das müsse man alles nicht so ernst nehmen, beruhigten sie mich, mit einer Weisheit, die Jahrzehnte umfasste und mir absolut unbegreiflich war. Zumindest, bis ich meine Großmutter zwei Wochen später dann wieder besuchte …

Dieselben Gespräche über Vergangenes und Krankheiten. Kaffee, Tee und Kekse wurden herumgereicht. Und dann begann die jüngere Frau (deren Hautausschlag sich wieder zurückgebildet hatte) über ihre Beine zu klagen, in denen sich nun Wasser ansammele, und sie nun vom Arzt deswegen behandelt werden würde … Diese Bemerkung brachte mir nickende, wissende und lächelnde Gesichter ein. Was ich anfangs gar nicht verstand, bis ich mich an die Gespräche von vor zwei Wochen erinnerte. Ich fragte meine Großmutter dann, wie lange diese, wohl eingebildeten, Krankheitenfunktionieren“ würden? Und sie sagte, aber so sind alte Leute manchmal eben, dass sie „alle Naselang“ mit neuen Krankheiten ankäme. So, als wollte sie (wie die anderen) ebenso krank sein, um mitreden zu können. Oder suchte sie einfach nur Akzeptanz? Und dann kam etwas biblisches, so mit Glauben und Wünschen und so. Aber bei der geschähe halt alles im Kopf.
Für mich jedoch hatte sich die Sicht auf eine völlig andere Seite der Wirklichkeit geöffnet …

Ich kann nicht behaupten, dass es sich hierbei um ein „Schlüsselerlebnis“ gehandelt hat; vielleicht schon irgendwie, denn ich verstand, dass auch andere, diesmal auch echte, Menschen (also nicht nur die, in irgendwelchen Geschichten) mit dem Unheimlichen und Unerklärlichen konfrontiert werden können.
Es war auch so etwas wie: Ich war irgendwie nicht mehr alleine!

Bis zur Reife geschieht im Leben des Heranwachsenden viel im eigenen Erleben. Erlebtes scheint sich kompromissloser, direkter und konkreter auszudrücken, von Mitleid bis zum eigenen Schmerz. Dazu kommen streitende Gedanken und Gefühle und dann die Anpassung an gewünschte Konditionen, und auch der Widerstand dagegen; … was alles sicherlich auch zur späteren, möglichen Reifung beiträgt.
Und möglicherweise ist man gerade deshalb auch in dieser Zeit so offen für Manipulationen jeder Art ... (?)
Schule und Straße sind oft die wichtigsten äußeren Begleiter, neben dem Schutz des Elternhauses, sofern man das Glück eines irgendwie funktionierenden Elternhauses besitzt oder besaß. Für viele, die ich kannte, war es nur die Straße ...

Nun lässt sich sicherlich eine Menge über die willentlich, gewünschten oder nur neugierigen „Tastversuche“ schreiben, sich der Wirklichkeit anzunähern, ein jeder auf seine/ihre individuell vorgegebene Art und Weise. Ebenso über Zwang oder Zu-Fall, oder was noch immer. Oder über Verwandlungen. Aber das führt zu weit fort. Oder auch nicht. Wir werden sehen …

Das Thema „Hypochonder“ war sehr faszinierend. Fanden sich doch hier Menschen, die Kraft ihrer Vorstellung (Wunsch? Willen?) metamorphe Veränderungen ihres Körpers bewirken konnten.
Was für eine Macht?!
Und was wäre, wenn diese Menschen diese Macht nutzen würden, um sie nicht länger destruktiv gegen den eigenen Körper zu richten und damit temporären Schaden zu bewirken?
Was wäre ihnen möglich?
Und was war das überhaupt für eine Macht?
Ich beschloss weiterzuforschen.

 

Parapsychologie“ war etwas, was mich seit jeher anzog. Denn diese schien, neben absonderlichen Geschichten, auch den vertrauten Abdruck von wissenschaftlicher Forschung (und damit schon irgendwie auch Legitimation) zu besitzen. Aber, was wusste ich damals schon? Auch Verständnis ist etwas, das erst reifen muss.


Ein erster Kontakt

Und, - Unerklärliches hatte mich mein ganzes Leben schon begleitet. Das erste, an das ich mich erinnere, geschah, als ich 6 Jahre alt war. Wir waren gerade umgezogen und ich lag einschläfernd in meinem abgedunkelten, aber eigenen, Zimmer. Als plötzlich Lichter an der Wand erschienen. Taghell, von innen heraus leuchtend und grün! Laser waren in dieser Zeit bestenfalls Teil irgendwelcher Raumfahrt-Geschichten. Und für so etwas hatte ich zu dieser Zeit überhaupt kein Interesse. Und auch gesehen hatte ich nie zuvor derartiges. - Und es machte mir Angst! Eingeschaltetes Licht „vertrieb“ diese grünen Lichter, doch nur bis zum wieder-ausschalten. Und ich rannte zu meiner Mutter. Ich wollte hier nicht schlafen. Etwas war in „meine“ Welt eingedrungen, etwas, was meine Mutter nur meiner lebhaften Kinderphantasie zuschrieb. Doch ich tauschte sofort das Zimmer mit meinem älteren Bruder, den so etwas offenkundig überhaupt nicht beeindruckte.
Aber ich hatte so entsetzliche Angst vor diesen Lichtern, die eigentlich einfach (und völlig harmlos) nur an der Wand der Mansarde erschienen waren. Und die sich (auch noch) von "anderem" Licht ebenso einfach wieder „verscheuchen“ ließen ...

Und vermutlich würde ich meiner Mutter durchaus recht geben, was meine Phantasie angeht, hätte ich solche Phantome niemals wieder gesehen. (!) Doch traten solche Phänomene (in den verschiedensten Gestalten und Ausdrucksformen) immer wieder in mein Leben ein. Oft auch beobachtet von anderen, die darüber Zeugnis ablegen konnten … Dazu später mehr.

Eier, die immer kompliziertere Eier herstellen, um ihren Fortbestand zu sichern“

Paraspychologische Schriften waren immer schon „seltsam“ anziehend und interessant für mich. Es war fesselnde, coole Literatur, auch weil sie behauptete sich auf real stattgefundene Fälle zu stützen. Und ich vermute, neben der Spannung hoffte ich auch dadurch Erklärungen und nicht nur für meine eigenen Erlebnisse zu bekommen.
Stattdessen aber vertieften die Rätsel sich nur mehr und mehr.

Hier, eine kleine Auswahl: Von Verstorbenen, die zuletzt noch Kontakt mit den Lebenden suchten. Von Gliedmaßen, die einem nicht gehören. Oder von Gliedmaßen, die man verlor, und trotzdem weiterhin spürt. Photomethoden, die eben diese Gliedmaßen zeigen, obwohl sie (in unserer Wirklichkeit) scheinbar definitiv nicht mehr nachweisbar sind. Geschichten über Heiler, die Menschen von fern oder durch einfache Handauflegung gesunden lassen konnten. Eindrücke, die nach dem Verlassen bestimmter Orte, sich nicht verflüchtigen. Tabletten, mit Gar-Nichts drin, die zur Heilung benutzt werden. Wo nur der Wunsch „der Vater des Gedankens“ zu sein scheint. Wo der Berg zum Propheten kommt. Menschen, die sich verirrten und denen ein Weg „gezeigt“ wurde. Gedankenübertragungen, speziell unter Zwillingen, aber auch unter sich nahe stehenden Menschen. „Heilige“ Orte, die aber an unsichtbaren Geraden verlaufend, Europa von Norden nach Süden durchziehen. Emanationen, die den Geruch der Jahrhunderte schwängern. Orte, an denen „Dinge“ geschehen. Tunnelsysteme, die mehrere Stockwerke umfassend, scheinbar von und für Kindergrößen geschaffen wurden. Dinge, am Himmel und auf oder unter der Erde. Und immer sind wohl Menschen an diesen Erscheinungen beteiligt. Oftmals nur als Zeugen. - Wundersames und Unerklärtes. Eine neue Welt, gefüllt mit seltenen Absonderlichkeiten. Und das war auch nur eine kleine Auswahl.
Sind es alles nur Lügen oder „alte Geschichten“ oder aber vielleicht durch die Zeit tropfende Geschehnisse?

Ist es die menschliche Phantasie, die hier (manchmal durchaus überraschende) Zusammenhänge kreiert, oder kommen wir irgendwie in Kontakt mit dem bisher Unbekannten unseres möglichen Erfahrungsraumes? Und warum passiert so etwas oft nur innerhalb bestimmter Zeiten, nur bestimmten Menschen und scheint (auch Aufgrund der Unvorhersehbarkeit) jegliche „normale“ Überprüfung schlichtweg damit abzulehnen?
Und ich habe bisher noch nichts gelesen, was Hypochonder, Heiler, den uns eigenen „inneren Doktor“ oder die Wirkung von Placebos erklären könnte ...
Was wissen wir wirklich, was nicht nur auf Behauptungen, Anpassungen oder Theorien balanciert?

Wir „wissen“ (oder glauben zu wissen) das es im Weltraum eiskalt und größtenteils völlig leer ist. Wir „wissen“ aber auch, dass Licht und Wärme Trägerstoffe benötigen, um sich selbst zu transportieren. Trotzdem scheint und wärmt die Sonne. Oder Meteoriten, die auf einer sich drehenden fortbewegenden Erde, innerhalb eines sich ebenfalls fortbewegenden Sonnensystems, wie gezielt bestimmte wiederkehrende Orte in bestimmten Ländern bombardieren. Ist so etwas, mit unserem heutigen „Wissen“, überhaupt möglich?
Oder sind es letztlich die Erscheinungen, die Phantome, die unsere echte Wirklichkeit bestimmen?

Und könnten wir es "sehen", wäre die Wahrnehmung solcher Erscheinungen auch nur auf den Apparat bzw. die gegenwärtige Achtsamkeit, sowie die derzeitige Konstruktion unserer Augen beschränkt.
Heutige Wissenschaft glaubt zu wissen, dass der menschliche Körper zur einen Hälfte aus Kleinstorganismen besteht, ein weiteres Viertel ist der (leere) Raum zwischen den Atomen, und das letzte Viertel bekommt dann einen Namen und einen Pass, mit dem es seine individuelle Lebenszeit, je nach Sozialisation und Geburtsort, bestreitet. Und wenn wir wirklich aus dem Meer gekommen sind, warum nur sind wir denn nicht lieber einfach dort geblieben? Haben sich unsere Voraussetzungen damit tatsächlich irgendwie verbessert? Im Hinlick auf was?!?

Eigentlich doch ganz passabel, dass unsere Augen oftmals nicht mehr als die äußere Erscheinung als grundsätzliche Realitätserfahrung annehmen … So können schon oberflächliche Betrachtungen und Vermutungen spielerisch Zufriedenheiten herstellen.

Doch was, wenn solche Grenzen sich verflüchtigen, wenn Erscheinungen in den alltäglichen Erfahrungsbereich eindringen, für die die „normale“ Wahrheit (oder auch Logik) bisher noch keinen Platz hat?
Ist eine solche Wahrheit mehr als ein bestimmter Blick auf die verschiedenen Aspekte der Wirklichkeiten, und auch mehr als nur eine Prognose augenblicklicher Wahrscheinlichkeiten?

Mehr als nur… Phantome?


Dann musste ich pinkeln, doch als ich wieder zurück kam, da lag ich immer noch schlafend im Bett

Etwas, was wir uns als Menschheit fragen sollten … Etwas, dem wir nicht nur in technischer Hinsicht gegenüberstehen: Wo beginnen unsere Grenzen und wie viel davon beruht auf wissentlicher oder unwissentlicher Täuschung?
Oder auf, durch bestimmte Einflüsse, gesetzte (und dadurch reduzierte) Wachsamkeit?
Wie viel davon ist durch Manipulation bestimmter Daten, durch einseitiges Verständnis oder durch hypnotisch anmutende Vorgaben sichtbar geworden oder verloren gegangen?
Konfrontiert mit einer „objektiven“ Realität sind wir bislang scheinbar immer nur auf „subjektive“ Annahmen angewiesen.
Oder auf „zeitgemäße“ Behauptungen und Auslegungen.
Letztlich aber auf Zeugenaussagen.!
Auch deshalb noch etwas mehr „Autobiographie“ ...


Im freien Fall

Ein anderes, mir unerklärliches, Ereignis geschah in meinen frühen Jugendjahren.
Da war ein Mädchen. Nicht die Liebe des Lebens möglicherweise, aber ich war doch schwer verliebt. Also nutzte ich jede Gelegenheit (nach der Schule) irgendwie Zeit mit ihr zu verbringen. Und eines Tages, wir waren am Nachmittag mal wieder mit ihrem Hund unterwegs, zeigte sie mir einen komischen Ort, gleich hinter dem Haus ihrer Eltern, aber schon im anreichenden Industriegebiet. Es war ein, von einer hohen Hecke umschlossener, Rasenplatz. Klein und, über den eigentlichen Verwendungszweck bin ich bis heute im Unklaren ... Man musste sich durch den Zaun zwängen, um diesen Ort zu erreichen. Aber hier wurde sogar irgendwie gemäht, das war auch auffällig

Doch es ist lange her, und die Zeit trübt so manches Detail.
Dieser Ort erschien mir auch, wie eine kleine geschützte Oase inmitten der hektischen Großstadt. Und es war ein warmer, sonniger Tag. Wir legten uns auf das Gras und beobachteten wie die Wolken vorüberzogen ...

Und plötzlich geschah etwas! Ich wurde (wie soll ich das beschreiben?) in den Himmel „gezogen“ ... -
Die Wolken näherten sich erstaunlich schnell und ich konnte immer mehr Einzelheiten erkennen. Ich spürte nichts körperliches, konnte aber trotzdem irgendwie „sehen“ …

Alles ging sehr schnell. Und in einer schon großen Höhe wendete sich dann die Sicht.

Ich konnte nach unten „blicken“ und sah all die bekannten Häuser von oben, die Autos, die großen Straßen, aber auch uns, ich sah mich dort liegend, diesen Ort, sie, den Hund, die Hecke, und es „riss“ mich immer weiter nach oben. Alles wurde rasend schnell immer kleiner. - Und dann diese Angst! Denn da war nichts, wo man sich mehr festhalten konnte. Oder steuern, oder irgendwie irgendeine Einwirkung auf diesen reißenden „Sog“ haben konnte.
Und die Angst wurde so entsetzlich und gewaltig, dass ich nur Augenblicke später in meinen Körper zurück „gerissen“ wurde. Der restliche Tag verging wie in einem zähflüssigen Tran. Ich war so benommen von diesem Geschehen, dass meine Freunde, die ich an diesem Tag noch sah, behaupteten, ich hätte wie ein „Roboter“ gewirkt …

Wieder nur „blühende“ Phantasie? Ich habe gesehen, was ich gesehen habe, das kann ich beschwören! Aber was nutzt das schon?

In dieser Zeit hatte ich nichts mit übernatürlichen Dingen „am Hut“. Ich war ein großer Sciencefiction-Fan und las begierig alles, was ich davon in die Finger bekommen konnte. Mein Bruder und ich hatten nämlich auf dem damals noch vorhandenen Sperrmüll, über 500 Perry Rhodan Romane gefunden. Von Nr.1 ab … und alles in der Erstauflage! Was seinerzeit aber überhaupt keine Bedeutung hatte.
Und der SciFi-„Stoff“ war absolut faszinierend, hatte ich so etwas bestenfalls bisher im Fernsehen gesehen: Die neugierige Menschheit auf dem Weg zu den Sternen! Darin waren sicherlich auch viele Kinderträume verstrickt und all diese Möglichkeiten für eine wünschenswerte Zukunft …

Ich glaube ich trug einige dieser Romane immer mit mir herum, wie kleine Kinder ihre Puppen oder Teddybären. Und zu meinem Erstaunen wurde die Literatur auch von Schulkameraden gelesen, mit denen ich mich dann sehr schnell befreundete.
Dann gab es da noch die Musik (die immer irgendwie wichtig schien), die Schule, andere Freunde und … Mädchen.
Ein ganz normaler Teenager, vermute ich.
Aber was ist eigentlich schon wirklich normal?

Viele Jahre später dann hatte ich ein „ähnliches“ Erleben. In dieser Zeit begann ich mich aber schon für U.F.O.s, Mystik und Magie zu interessieren, und, modischerweise, dann natürlich auch für Meditation.

 

Ich bin ein sehr lebhafter Mensch, der sich zu allem möglichen gern äußert, war dort „wo der Bär tanzte“, hatte viele Freunde, - aber mit „Stille“ hatte ich nicht wirklich viel zu schaffen. Ehrlich gesagt, ich verstand so etwas einfach nicht. Für mich, der zwar mit sich selbst gern diskutierte, war es, eher vielleicht, wie Kurt Tucholsky Herrn Wendriner sagen ließ: „Wenn ich in mich selbst hineinhorche, ist da niemand da, der antwortet. Und das macht mir Angst.“
So, oder so ähnlich ...

Und ich war gerne allein mit dem „Außen“ verbunden, das war „die ganze Welt“, so glaubte ich damals. Doch, wie schon gesagt, manches Verständnis muss erst reifen …
Auf Drängen einiger Freunde besuchte ich also dann auch einen Kurs für Meditation, wo uns gleich zu Beginn angeraten wurde uns, bei jeder der folgenden Übungen, doch einfach „fallen zu lassen“.

Und das passierte – ich „fiel“ - tatsächlich; - mit der gleichen Hilflosigkeit, in der gleichen Schutzlosigkeit, mit der gleichen Angst; ich fiel einfach … körperlos - in das so erschreckend wirkende Dunkle ...
Und musste, sehr zum Erschrecken des Meditation-Leiters, in meinen Körper zurück „genötigt“ werden. Zumindest wurde es mir so erzählt.

Ich werde im folgenden Text (noch) keine möglichen Berührungspunkte meiner Erlebnisse mit, beispielsweise, Nah Tod-Erfahrungen suchen. Ich denke auch, dass so etwas, erst einmal, so gar nicht möglich ist. Auch wäre der Versuch „Erklärungen“ hierfür anzubieten schon im Ansatz zum Scheitern verurteilt. Sicher lassen sich – irgendwie – immer mathematische „Schnittmengen“ aus dem, von scheinbarer Logik und 10 Fingern gefertigten, Zauberhut hervorziehen, doch könnte „irgendetwas“ als Erklärung herangezogen werden, wenn letztlich ALLE Phänomene (beobachtbar oder auch nicht!) aus der gleichen Quelle resultieren mögen? Bei einer (jeweiligen) Erklärung kommt es auf den (abgegrenzten) Bereich an, in dem sie wirksam werden soll. Und existiert denn wirklich irgendetwas absolut unabhängig von „äußeren“ Einflüssen? Ist so etwas möglich? Oder anders gefragt: Wo ist die Realität bei einer beliebigen Grenzziehung?

Das Feld der scheinbaren „Objektivität“ haben wir mit solchen Fragen sicher schon mit „Sieben-Meilen-Stiefeln“ und auch nicht sonderlich erfolgreich hinter uns zurück gelassen. Deshalb konzentriert sich der folgende Text auf das „Subjektive“ und Unbekannte. Das, was bislang von der Forschung meist nur „im Dunklen“ betrieben wurde (wenn überhaupt, und wenn dann auch Abseits des Mainstreams) und uns nicht nur an der bisherigen Wahrnehmung unserer „Welt“ (und die Darlegung bzw. die Interpretation derselben) zweifeln lassen könnte, sondern uns auch durchaus phantastische Möglichkeiten zubilligt.

Doch, - wo sind diese Möglichkeiten heutzutage?
War es Vernachlässigung (wie Gurdjieff vermeint), die zu unserer heutigen Situation geführt hat?
Oder die, immer wieder unterdrückte, Furcht vor dem Unbekannten?
Oder sind wir (die Menschheit) hier (auf diesem Planeten) einfach nicht mehr erwünscht, wie Charles Fort (in einigen seiner Texte) durchblicken lässt?
Sind wir gar Besitz?
Wo ist eigentlich der „kosmisch reale“ Unterschied zwischen Mikro- und Makro-Evolution, im Bezug zu zeitlich unbegrenzter Neu-Ordnung?
Verfügen wir denn heutzutage noch über die „evolutionären“ Möglichkeiten unserer (längst im Nebel der Zeit oder in Spukgeschichten verschwundenen) Vorfahren?
Oder sind wir von unseren Gewohnheiten (beispielsweise: scheinbarer Autorität gegenüber) so eingenommen, dass wir grundsätzlich eingrenzen, aussperren und vernachlässigen müssen?

Sicher scheint jedoch, dass bestimmte Entwicklungen (gerade in den Augen der herrschenden „Klasse“) einfach nicht erwünscht sein können. Außer, - zu deren eigenem Machterhalt, sowie hinsichtlich ihres zukünftigen „Spielraums“.
Und ebenso sicher wird das folgende Material, gerade hinsichtlich der bisher „offiziell“ getroffenen und „etabliert“ angenommenen Grenzen des Mensch-Seins, für die Beantwortung dieser Fragen keine Antworten bereithalten, ausgenommen, vielleicht nur, die der eigenen Phantasie

Zumindest haben wir mit solchen Fragen etwas berührt, was der heutigen Psychologie einen gänzlich anderen Ansatz erlaubt. Der folgende Autor gibt dazu einige nachdenkenswerte Überlegungen ...

 

Hier muss unbedingt festgehalten werden, dass alle psychologischen Systeme oder Lehren, sowohl jene, welche offen existieren, als auch jene, welche versteckt oder hinter einem Deckmantel bestanden, sich in zwei Hauptkategorien einteilen lassen:

Erstens: in die Systeme, welche den Menschen studieren, so wie er ist – so wie sie ihn antreffen – oder so wie sie annehmen oder sich einbilden, dass er sei. Die moderne „wissenschaftliche“ Psychologie oder was unter diesem Namen bekannt ist, gehört zu dieser Kategorie.

 

Zweitens: in die Systeme, welche den Menschen studieren – nicht vom Standpunkt dessen, was er ist oder zu sein scheint, sondern im Hinblick darauf, was er werden kann, das heisst, vom Standpunkt seiner möglichen Evolution.“

- P.D.Ouspensky, Autor und Lehrer des 4.Weges; The Psychology of Man's Possible Evolution (1951); dtsch. Edition Plejaden

 

Und sicherlich leben wir unter künstlich geschaffenen Bedingungen, die uns auch den Blick versperren mögen auf eine Welt der natürlichen, aber vielleicht auch übersinnlichen, Ursachen. Es ist eine bemerkenswerte Tatsache, dass wir anstatt unserem eigenen Verstand (oder unseren eigenen Augen) zu vertrauen, uns stattdessen bequemerweise lieber auf Erklärungen oder ebenso künstlich geschaffene Autoritäten verlassen. - Wir sollten akzeptieren, dass ein Erklärungsmodell ebenso gut wie ein anderes ist, wenn man sich die dafür benötigten Indizien und Beweise zurecht schaufelt ...
Dieses Manuskript ist auch ein Plädoyer für Unvoreingenommenheit.

Und während sich dieser Text noch mit dem parallelen Zusammentreffen ungewöhnlicher Ereignisse befasste, mit bedeutsamen, aber unerklärlichen Überlebenden, mit Ereignissen, die zu seltsamen Veränderungen von Gewohnheiten führten und mit dem zu-fälligen Ausbruch spontaner („wilder“) Talente, erwünschter oder auch nicht, versucht nun das Folgende diese Verwirrung noch zu vergrößern. Letztlich werden wir tatsächlich unfähig sein, den Mensch auf eine imaginäre „Menschlichkeit“ zu reduzieren, denn die Grenzlinien zwischen dem Möglichen, dem Tatsächlichen und dem Zukünftigen müssten dann generell neu gezogen werden. Und die eben genutzten Begriffe werden ein Synonym für ungenutzte, bislang latente Möglichkeiten, über die vielleicht jeder von uns verfügen kann. Und es eventuell auch schon tut, und zwar ohne sich dessen gewahr zu sein? Dies ist gewissermaßen eine Fortsetzung ...


Warum kann Gott dem Menschen vergeben, dem Teufel aber nicht?

Warum
nur haben die, vielleicht, meisten Menschen solche Schwierigkeiten mit dem Unbekannten?


Wenn ich ... (etwas) ... aufgrund meiner akzeptierten Fälle beharrlich ablehne, dann stimme ich einerseits mit etwas überein; und es hat ja andererseits auch jeder Mensch das Bedürfnis, irgend etwas abzulehnen - jeder, der etwas glaubt oder irgend etwas akzeptiert, hat das Bedürfnis, etwas anderes als albern, übertrieben, falsch, böse, unmoralisch oder kurz als Tabu zu sehen.“

 

Viele Menschen lehnen das Paranormale, das Unerklärliche, das bislang Unbekannte energisch ab, wenn es sie irgendwie selbst betreffen könnte, und zwar solange sie sich nicht auf „sicherem Boden“ diesen Phänomenen gegenüber wähnen. Nur wenige unter uns sind tatsächlich so abgebrüht, abgestumpft oder aber mutig genug, sich dem „Paranormalen“ alleine entgegen zu stellen. Doch warum nur erfüllt uns, schon oder gerade, als Kinder allein die Vorstellung den Raum mit einem (möglichen) Geist zu teilen mit nackter Furcht?
Ist das auch ein Teil der Zivilisation, also unserer Erziehung?
Und solange solche Geschichten nur anderen passieren, scheinen sie im Roman, im TV oder im Kino auch eine recht große Anziehungskraft und Faszination auszuüben.

Geistererzählungen oder Spukgeschichten sollte man sicherlich nicht in der mit vielen Menschen besetzten U-Bahn lesen,dann eher schon unter „geeigneteren“ Begebenheiten, allein um deren „Wirkung“ ein wenig auszureizen
Das hat sicher auch etwas mit Achtung dieser Literaturgattung gegenüber zu tun.

Da gab es, beispielsweise,  mal eine nette Gruselgeschichte von Ambrose Bierce. Sie handelte von einer Wette darüber, eine bestimmte Spukgeschichte ganz alleine zu lesen. Die bedachten Voraussetzungen hierfür waren 3 einsame Tagesmärsche durch einen dunklen Wald bis hin zu einer völlig abgelegenen Hütte ohne elektrischen Strom, und nur ein Kerzenstummel, der gerade für eine halbe Nacht, zum Lesen des Dokuments, ausreichen konnte
Prima Voraussetzungen um der Phantasie ein wenig mehr „freien Lauf" zu lassen.  :)

Aber, das ist ja auch nur eine Geschichte, nicht wahr?
Aber was ist denn keine Geschichte?!?

Wie-auch-immer, heutzutage sind wir ja schlauer. Statistisch „passieren“ die meisten Geistererscheinungen nämlich nicht in der Nacht, und schon gar nicht zur „Geisterstunde", sondern zwischen drei und vier Uhr am Nachmittag ...
Also, bloß die Augen auf beim Einkauf!, - denn vielleicht ist das betreffende Kaufhaus gar nicht mit „richtigen" Menschen gefüllt … Aber auch schon die Statistische Chance einem Geist überhaupt zu begegnen ist schon als äußerst gering einzuschätzen.


Der seltsame Besucher

Die nun folgende Geschichte handelt in einer Zeit vor dem gezwungenen Auszug meiner Großmutter.
Sie enthält eine scheinbare „Begegnung“ ist dabei aber auch irgendwie enttäuschend kurz.
Ich war zu diesem Zeitpunkt 15 Jahre alt.
Meine Mutter hatte, auch aufgrund des frühen Todes meines Vaters, die Gewohnheit entwickelt meinen Bruder und mich, bei jeder sich bietenden Gelegenheit (das bedeutet neben Schulferien und längeren Feiertagen auch manches Wochenende) zu unseren Großeltern auszuquartieren. Dies ging aber nur solange gut, bis mein Bruder, als er 10 oder 11 wurde, begann ein recht unberechenbares Verhalten uns und der „Welt" im Allgemeinen gegenüber zu demonstrieren. Ab da war es dann halt nur noch ich allein.

Unsere Großeltern hatten sich an der Küste Nordfrieslands ein altes Bauernhaus passabel renoviert, was nicht nur ausreichend Platz für Besuche bot, zusätzlich auch als Stützpunkt für die Ferien (es lag nahe Dagebüll und damit den Nordfriesischen Inseln, wenige Kilometer von Dänemark und nahe einer größeren Deutschen Kleinstadt, die gute Einkaufsmöglichkeiten bot. Und auch Westerland war nur eine Bahnstation entfernt) hervorragend geeignet.
Das Haus selber lag nur wenige Hundert Meter von den Ruinen des 'kleinen Bommelhofes' entfernt,
von dem die „Einheimischen“ wilde Geschichten über den kleinen Kobold 'Nis Puk' zu berichten wussten, der dort seine Streiche trieb.
Das Haus der Großeltern bestand zur einen Hälfte nur aus Scheune. Der andere, bewohnte, Teil bestand aus zwei Etagen. Die Beschreibung der Räume dient zum Verständnis des folgenden Geschehens.

Das Erdgeschoss hatte vier größere Räume, von denen drei als Schlafräume genutzt wurden. Diese befanden sich im hinteren Teil des Hauses. Es ist dort ein Brauch, dass, obwohl es einen Haupteingang gibt, die Häuser zumeist über die Küche betreten werden. Hier war es nicht anders. Darauf folgte das riesige Wohnzimmer, dahinter ein Flur, durch welchen (außer man nutzte den Haupteingang) die Schlafräume erreichbar waren. Der Gästeraum befand sich außen, die inneren beiden Räume wurden von den Großeltern genutzt.
Es gab eine Küche mit Speisekammer und ein Bad, wo sich auch der Aufstieg zum „Dachboden“ befand. Dieser hatte nur drei Räume. Es gab einen kleinen, weiteren Schlafraum und zwei größere Räume. Im ersten lagerte sich all das Zeugs, was meine Großeltern über die Jahre mitschleppten und wohl einen Teil ihres früheren Lebens ausmachte. Jeder, vermute ich, kennt so etwas. Es „roch“ nach Alter und … Zeit, … sofern so etwas möglich ist …
Der hintere, kleinere Raum war nur bedingt zu begehen. Das lag auch an der Zeit.
Stockwerke werden durch Stützbalken und Bohlen gehalten, ebenso Böden. Und der Boden dieses Raumes war nur noch an den Seiten zugängig, wo meine Großmutter ihr Eingekochtes und Eingelegtes bunkerte. Wir wurden immer wieder vor dem leichtfertigen Zutritt zu diesem Raum gewarnt.
Und dieser Raum befand sich direkt über dem Gästezimmer.

Meine Großeltern besaßen zwei Hunde, unzählige Katzen, das nächste Haus war vielleicht 500 Meter entfernt und ansonsten gab es Kühe, Jungbullen, Gräben (die man endlos entlang wandern konnte), Schilf, Reet und Felder. In der Ferne konnte man die Deiche ausmachen, die zum Schutz vor Fluten errichtet waren. Die so „umdeichten“ Gebiete wurden Kooge genannt. Vielleicht ist jemand noch 'Der Schimmelreiter' ein Begriff?
Der spielte in einem Nachbars-Koog …
Mein Großvater war seit Jahren bettlägerig. Seine Tage (bis zu seinem Tod) verbrachte er mit dem Lesen immer derselben Western- und Soldatenromane. Aber es schien im nie langweilig zu sein.
Also kümmerte sich meine Großmutter um alles. Von den Tieren bis zum Besuch. Vom Einkauf bis zur Reinigung. Von den Ernten (wo auch gerne der Besuch öfter mal dran glauben musste) bis zur Verarbeitung und dem Essen machen. Sie war eine starke Frau. Sie regelte alles.

Ich bin praktisch zur Hälfte auch dort aufgewachsen.
Es war nett dort, wenn es nicht fast immer so furchtbar langweilig war …
Zur nächsten „großen“ Ferienzeit beschloss ich einen Freund dorthin mitzunehmen. Mit 15 ist man ja schon so erwachsen. Wir wurden im obligatorischen Gästezimmer einquartiert.
Wir verbrachten sehr angenehme Tage, radelten nach Dänemark, gingen Schwimmen, spielten mit den Hunden und was man so als 15jähriger so macht, damit es nicht langweilig ist.
Bis zu seiner verfrühten Abreise. Und das ist die Geschichte:

Wir lagen des Nachts lange wach und erzählten uns Geschichten der Großstadt und all der uns bewegenden Dinge, als (es war gegen 1 Uhr) seltsame Geräusche zu vernehmen waren. Anfangs achteten wir nicht weiter darauf, denn alte Häuser haben die „Angewohnheit“ zu knarren und zu ächzen. Das hat mich schon zu leicht als Kind getäuscht. Und was ist schon ein Uhr Nachts auf dem Lande, wo die Leute mit der Abenddämmerung den Tag beschließen? Wir hatten Ferien und das ging uns alles nichts an.

Doch dann hörten wir Schritte über uns. Schwere, lang anhaltende Schritte! - Just aus diesem Raum, dessen Zugang uns, mehr oder minder, untersagt war! Das war eigentlich gar nicht möglich!
Mein Großvater pendelte bestenfalls zwischen Bett, Waschbecken (welches sich in seinem Schlafraum befand; er und meine Großmutter schliefen in getrennten Räumen) und dem angrenzenden Badezimmer. - Und meine Großmutter schlief. Wir konnten ihre Atemgeräusche hören, denn alle drei hinteren Zimmer waren nur durch doppelseitige Zugangstüren verbunden.
Und ein Fremder konnte es auch nicht sein, denn dann hätten die Hunde sofort angeschlagen. Einer der beiden Hunde schlief im Raum meiner Großmutter, gewissermaßen also direkt an unserer Tür; der andere im Wohnzimmer, welches Verbindung zum Eingang durch die Küche hatte, aber auch zur Scheune. Die Küche war der einzige Ort, von dem man die Scheune vom Haus aus betreten konnte. Alle anderen Zugänge waren draußen. Und dieser andere Hund hatte sogar ein Polizeitraining gehabt, denn sie war ein ehemaliger Polizeihund, den sich meine Großeltern extra gekauft hatten.
Aber keiner der Hunde regte sich! Und dann diese (recht lauten) Schritte!

Ich habe niemals zuvor und auch nicht später etwas „Unheimliches“ in diesem Haus erlebt, in dem ich eine große Zeit meines Lebens verbrachte. Aber, da ging jemand in diesem Raum!
Hin und her.
Wir machten das Licht an. - Jetzt konnte man sogar sehen, wie sich die Decke unter dem Gewicht des Gehers eindrückte. Es war absolut unheimlich. Aber wir gestanden uns natürlich die Angst nicht zu, denn es musste ja schließlich eine logische Erklärung dafür geben, nicht wahr? Wir beide hatten „die Hosen gestrichen voll“, wie man so sagt. Aber das hätten wir niemals zugegeben.
Ein Dieb konnte es nicht sein, gerade wegen der Hunde. Und auch wegen diesem Raum. - Diese „Person“ schien es nur darauf angelegt zu haben in diesem Raum, dort wo es keine tragenden Dielenbretter mehr gab, wie sinnlos einfach nur hin und her zu marschieren ...

Ich weiß nicht mehr, wie wir den Rest der Nacht verbrachten oder wann es aufhörte, aber am nächsten Morgen fragten wir sofort meine Großeltern danach. Doch die wussten von nichts. -
Das typische „Phantasie“ Geschwätz und die Vermutung, dass wir sicherlich nur einen Marder gehört hatten, der sich auf den Dachboden „verirrt“ hatte …
Aber wir hatten die schweren Schritte nicht nur gehört, wir hatten sie auch gesehen! Und das war kein Marder, - das war ein Mensch gewesen! Oder zumindest etwas, dessen Gangart mit der eines Menschen zum Verwechseln ähnlich war. Am nächsten Wochenende reiste mein Freund schon ab, denn seine Eltern sagten, dass sie den Rest der Ferien anderweitig verplant hätten. Das kam sehr überraschend, und so verbrachte ich den Rest der Ferien allein, mit meinen Großeltern, den Hunden, den Katzen und … diesem Haus. Und natürlich mit meiner „blühenden“ Phantasie …
Aber, wie schon geschrieben, dies war das einzige Mal, wo dort etwas derartiges geschah.
Doch der Schrecken und die Angst vor dem Nicht-fassbaren blieben noch eine lange Zeit.
Und das war es.

Und es war, wie bei vielen „Kontakten“ mit dem Unbekannten: Angst beherrschte das Denken und Handeln. Wir hätten nachschauen können, nicht wahr? Wir hätten unseren Mut zusammennehmen können und und überzeugen was da wirklich vorging. Doch - immer wieder diese lähmenden Ängste ... Und sie finden sich auch schon bei kleinen Kindern, die sich einer möglichen Bedeutung derartiger Geschehnisse noch gar nicht „bewusst“ sind: Dann, wenn etwas „Fremdes“ ungefragt und uneingeladen in die eigene Sphäre eindringt!

Wir sollten uns fragen, ob diese Ängste vor dem Unerklärlichen völlig irrational sind?
Und ob da tatsächlich nichts anderes zu finden ist, außer Täuschung, - Illusionen und Halluzinationen?
Könnten es Erinnerungen (an Erinnerungen) sein, die an einst reale, schreckliche Vorkommnisse gemahnen, die Menschen vor langer, langer Zeit zugestoßen sind? Gewissermaßen Geschehnisse deren Schrecken nun als Spukgeschichten, Ungewissheiten und unsichtbare Mahnungen immer noch „durch die Zeit tropfen“?
Und dass diese Schrecken eigentlich niemals ein Ende fanden?

Es gibt viele Belege darüber, dass diese „Entitäten“ (was immer man sich jetzt auch darunter vorstellen mag) seit langer Zeit mit uns existieren. Räume und Zeiten wechselten, aber die, uns oft unverständliche, Ausdrucksform schien häufig Muster aufzuweisen.
Wobei der Gedanke nicht unberücksichtigt werden kann, dass es sich bei ALLEN diesen scheinbar verschiedenen Manifestationen, vom Incubus über die Vorhersagen der Astrologie, von Spontaner Selbstentzündung bis zum U.F.O.-Phänomen, um Materialisationen oder Funktionen des Menschlichen Geistes handeln mag.

Dem steht die Vermutung entgegen, dass wir auf diesem Planeten (oder im Weltall) vielleicht doch nicht so alleine sind, wie es uns Politik, Wissenschaft und Kirche seit undenklichen Zeiten suggerieren.

Eine andere, auch mögliche Spekulation vermeint zwischen diesen beiden Darstellungen sogar Verbindungen auszumachen. Dementsprechend wären Religion oder Magie (aber auch Wissenschaft!) so etwas wie Mittler zwischen den Kräften des Unsichtbaren und der (bislang) fassbaren Wirklichkeit. Und alles würde sich damit von Menschlichen Wünschen und Vorstellungen ableiten lassen. Agnostiker, Atheisten, Positivisten und Materialisten müssen bei solchen Überlegungen allerdings noch eine Weile zurückstehen, denn sie alle werden, notwendigerweise, darauf warten müssen, dass die eingeschränkte und schwerfällige Wissenschaft ihre freundliche Aufmerksamkeit (und ihre immer neu zu kreierenden Sensoren und Theorien) auch auf das (heute noch abgelehnte und) bislang Unfassbare auszurichten gedenkt.

Doch wo kann schon eine solche Grenzlinie gezogen werden und womit lässt sie sich rechtfertigen?
Bestenfalls am gegenwärtigen Verständnis und der Zustimmung bzw. Annahme oder der Ablehnung bzw. Ausgrenzung, jedenfalls der Verarbeitung „erklärerischer“ Denkmodelle. Gurdjieff nannte so etwas treffend „Herumklügeln“ und wer kann sich davon schon ausschließen? Ich sicher nicht.
Die „Subjektivität“ kann sich damit, so oft sie möchte, unter dem Deckmantel der „Objektivität“ präsentieren, letztlich wird auch hier nur ein wenig Licht helfen können ...
Deshalb wenden wir uns nun einem Phänomen zu, das weltweit beobachtet und zu ausreichend Bestürzung, Angst und Schrecken führte und immer noch führt, Ein Phänomen, für das es bis heute keine „erfolgreicheErklärung gibt: Poltergeister!

Lösungsvorschläge, die über eine Behandlung von Wahnsinn, Täuschung und Manipulationen hinaus reichen, sind „irgendwie“ produzierte „natürliche“ Wirkungen, Exorzisten und letzten Endes dann Abbruchunternehmen ...
Fort wies darauf hin, dass in den (von ihm untersuchten Fällen) immer Heranwachsende in das Geschehen involviert waren. Das kann ich aus eigener Erfahrung nur unterstreichen. - Also auch hier vermögen wir eine Verbindung zum Menschlichen Geist zu sehen. Dieses Phänomen ist meist zeitlich und räumlich begrenzt und scheinbar Personengebunden ...


Die neue Wohnung

Die folgende Geschichte ereignete sich allerdings nachdem ich schon den Schritt zum Erwachsensein mehr oder minder erfolgreich absolviert hatte…
Und ich berichte auch nur Bruchstücke. Denn eine Gesamtdarstellung würde vermutlich ein eigenes Buch benötigen. Auch handelt diese Geschichte nicht von Poltergeistern im „Klassischen Sinne“, - oder aber vielleicht doch. Vielleicht ein wenig. Oder von eskalierenden Hirngespinsten.
Entscheidet am besten doch selbst.

Ich war zu dieser Zeit zumindest schon alt genug um meinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, und dies schon seit mehreren Jahren. Und dann zog ich in eine neue Wohnung ein. Es war eine Neubau-Wohnung. Und sie war in der Nähe meiner engsten Freunde, das traf sich gut. - Eigentlich waren wir nur durch einen kurzen Fußweg und eine große Straße voneinander getrennt.
Die neue Wohnung hatte zwar nur ein Zimmer, war aber sehr geräumig, zumindest was den Wohnbereich anging. Küche und Badezimmer waren zweckdienlich komprimiert worden. Der Wohnraum, der auch als Schlafzimmer fungierte, war quadratisch. Eine Seite war reine Fensterfront, die mir auch den Zugang zur Terrasse gab.
Da ich sehr gerne (und sehr laut) Musik hören mag, hatte ich das Klingelsystem dahingehend verändert, dass, wenn jemand klingelte, im Raum ein Fahrradlicht hell zu leuchten begann. Funktioniert tadellos, da so ein Licht auch nur mit schwachem Strom angetrieben wird. Die Tür zwischen dem Wohnraum und dem Flur hatte ein großes Wellglas-Fenster. Zwischen Wohnraum und Küche befand sich nur ein Vorhang.

Ich erinnere mich noch gut, wie es begann …
Das Schreiben (aber auch das Zeichnen) war mir schon immer ein hilfreiches Werkzeug, nicht nur um Geschehenes irgendwie festzuhalten oder es zu beschreiben, auch um meine Gedanken zu ordnen und zu disziplinieren. Und an diesem Nachmittag schrieb ich. Auf einer alten Schreibmaschine, die ich von einer Freundin bekommen hatte.
Der Wohnraum, in dem ich mich befand, war durch ein großes Regal geteilt. Auf der linken Seite das Bett, der Teiler, rechts die Sessel und die Couch und dann die gewaltige Fensterfront.
Ich saß auf der Couch (die Fensterfront befindet sich nun links), hatte mir laut Musik angemacht, aber Kopfhörer aufgesetzt. Von hier aus konnte man nun direkt in die kleine Küche schauen.
Was ich aber nicht tat, denn ich schrieb.

Und während ich meine Gedanken vorantrieb, um nicht den Rahmen des Ausgedachten zu „sprengen“, was viel zu oft geschieht, nahm ich eine Bewegung in der Küche wahr …
Aus den Augenwinkel sah ich eine große. grau-braune Katze vom geöffneten Küchenfenster auf die Spüle springen. Ich nahm den Kopfhörer ab, stand unmittelbar darauf auf, um nachzusehen. Doch zu meinem Erstaunen war dort gar nichts. Nur eine Täuschung, sagte ich mir. Schulterzucken, irgendwelche Entschuldigungen, Ablenkungen, und das war es. Eigentlich.
Später am Tag berichtete ich dann meiner Nachbarin von diesem „Vorfall“. Und sie sagte, das sei wirklich komisch, denn sie hatte schon seit mehreren Tagen eine große grau-braune Katze auf ihrer Terrasse (direkt neben meinem Küchenfenster) beobachtet. Also, sei sie vielleicht doch da gewesen, aber wieder herausgesprungen? Doch das war nicht möglich, denn ich hatte die Küche daraufhin im Auge behalten. War einfach eine seltsame Situation, so etwas passiert doch.

Meine Nachbarin war älter als ich, um die 30, und das, was man als normal, spießig oder gut angepasst wahrnehmen könnte. Sie hatte einen guten Job und war mit einem Mann verlobt, der sich, aufgrund seiner Arbeit zurzeit, in der Schweiz aufhielt. Ich habe ihn nie kennengelernt. Und sie hielt sich selber für so eine Art „Medium“. Und sie glaubte auch, dass solcherart „Kontakte“ in ihrer Familie von Generation zu Generation „weitergereicht“ würden. Ich selber, schon gelehrsamer Anhänger jeder Art von Absonderlichkeit und Magie, war absolut fasziniert von ihren Geschichten. Obwohl, man ist ja modischerweise, auch immer skeptisch. Dafür gibt es einfach zu viele Dummbratzen und Wichtigtuer, und viel zu viele Geschichten. Aber es war faszinierend. Sie legte Karten und schaute einem auf die Hände, was sie wiederum zu vielen neuen Geschichten anregte. Und – sie glaubte, dass etwas mit ihrer Wohnung nicht „stimmte“ …

Das einzige, was ich bisher „bemerkte“ war, dass meine Wohnung es mir auf irgendeine Weise schwer erträglich machte ganz allein zu sein. Manchmal war es fast kaum zu ertragen allein dort die Nacht zu verbringen. Eine Gefühl, das ich dem Umstand meiner Trennung von meiner vorigen Partnerin zuschrieb und deshalb auch weitestgehend ignorierte. Aber immer wurde dieser Zustand begleitet von einer Stille, die sich "auf das Zimmer legte", was jedes noch so leise Geräusch unnatürlich laut hervorzuheben schien.
Das war zwar komisch, konnte andererseits aber auch "sonstwas" sein ...
Von einer anderen Nachbarin bekam ich dann einen Vogel, einen Wellensittich, geschenkt. Mitsamt dem Käfig. Sie selber hatte eine ganze Handvoll von denen und glaubte wohl, dass ich damit auch gut klar käme. Und fast gleichzeitig brachte mir meine Ex auch meine Katze (die sie vorher nicht rausrücken wollte) zurück. Jetzt hatte ich also einen Vogel und eine Katze. Und dann überschlugen sich die Ereignisse.

Meine Nachbarin kam völlig verängstigt eines Morgens, irgendwann in den folgenden Tagen, zu mir und berichtete von seltsamen Lichtern, die die ganze Nacht ihre zugezogenen schweren Vorhänge beleuchteten. Drei tanzende Lichter. Und ihr Kühlschrank hatte sich ebenfalls abgeschaltet und sie war völlig verzweifelt. In gerade dieser Nacht war ich nicht zuhause gewesen. Und ich wusste ehrlich auch nicht, wie ich darauf reagieren sollte. Aber sie war so stark mitgenommen, dass sie an diesem Tag nicht zur Arbeit ging. Was sehr ungewöhnlich für sie war.

Und dann „spürte“ auch ich eine „Veränderung“ … es war, als ob sich die Grundstimmung des Hauses irgendwie, aber schlagartig, verändert hatte. Und nicht nur die des Hauses. Der Vogel und die Katze begannen sich so komisch zu verhalten, dass sogar Besuch darauf aufmerksam wurde. Ich wurde sogar darauf angesprochen, dass Freunde, die mich besuchten, oft das Gefühl hätten, sie würden beim Verlassen des Hauses verfolgt werden. Eine Furcht, die sich erst in den für sie vertrauten Umgebungen wieder legte. Was sie verfolgte vermochten sie nicht zu bestimmen, aber es war, als wäre eine weitere Präsenz anwesend, die (irgendwie) einen persönlichen Zweck zu verfolgen schien …
Mittlerweile war das Gefühl des „Alleinseins“ (nicht der Einsamkeit!) so extrem, das ich manchmal Nachts (oder Morgens) um Vier auf die große Straße „flüchtete“, nur, um etwas Lebendiges um mich herum zu haben. Es klingt sicher dämlich und es ist schwer dieses Gefühl von Allein-Sein zu beschreiben. Denn ich war ja nicht wirklich allein. Neben meinen Tieren war ich nur eine Wand von, beispielsweise meiner Nachbarin getrennt. Aber dieses Gefühl war – wieder – vermischt mit einer unsäglichen Hilflosigkeit und Schutzlosigkeit und – mit Angst.

Man könnte jetzt einfach annehmen, dass sich die Situation immer weiter „hochgeschaukelt“ hatte und alles nun nicht mehr als bedeutungslose Ereignisse waren, die allein in der Phantasie zu bedeutsamenZeichen“ mutierten …
Nehmen wir den Vogel und die Katze als Beispiel. Katzen schlafen lange und gerne. Das ist in ihrer Natur. Aber was, wenn ein Pfiff des Vogels die Katze (aus dem Schlaf heraus!) blitzartig dazu animierte meine Nachbarin aggressiv anzufallen und ein weiterer Pfiff sie dann nicht nur einfach wieder stoppte, sondern sie sich friedlich zusammenrollte und weiterschlief? Als wäre nichts vorgefallen. Und alles absolut ruckartig. Das Verhalten dieser beiden Tiere hatte etwas „Abgesprochenes“, ich weiß nicht, wie ich das anders beschreiben sollte ... Und es geschahen immer komischere Dinge, manche albern, manche absolut unwirklich. Und ich kann das nicht alles erzählen. Vermutlich ist das Geschehen, welches sich unablässig abspulte, von ausgeräumten Schubladen bis zum verwüsteten Bett, für einen Außenstehenden so gar nicht richtig nachvollziehbar. Aber irgendwann beginnt man selber in solchen fragwürdigen Momenten am eigenen Verstand zu verzweifeln. Man beginnt (nicht nur) sich und seine eigenen Handlungen mehr und mehr in Frage zu stellen. Nicht vorhandene Grenzen verschoben sich ständig ... Und es gab nichts, wie es irgendwie wieder zum Anhalten gebracht werden konnte! Diese Hilflosigkeit potenzierte nur die Angst.

Es war mittlerweile Winter. Eines Morgens klingelte meine Nachbarin völlig aufgelöst und bat mich mit in ihre Wohnung zu kommen. Sie sagte sie sei morgens von der ungewöhnlichen Kälte (nicht von den Geräuschen!) aufgewacht und habe ihre Wohnung so vorgefunden: Die Terrassentür stand sperrangelweit auf, auch der Kühlschrank, das Eisfach war völlig abgetaut und die Küche „schwamm“. Ihre Vorhänge waren zur Hälfte heruntergerissen. Nichts fehlte. Sie selbst war völlig abgedreht und meinte nur immerzu, dass etwas passieren würde. Und sie bat mich in der nächsten Nacht mit ihr zu sein. Aber sie verschloss alles und ging zur Arbeit.
In dieser Woche starb ihr Vater. Ebenfalls in dieser Woche beobachtete ich zweimal fremde Menschen, die von der Terrasse in meine Wohnung hinein starrten. Den einen konnte ich stellen. Ich drohte ihm mit der Polizei, wenn ich ihn nochmals erwischen würde. Was sollte ich sonst tun? Ich bin kein Schläger. Und doch. - Das weitere Geschehen nahm immer mehr Traumartige Züge an. Alles schwebte wie unwirklich an mir vorbei. Ich war zwar mitten im Geschehen, aber seltsamerweise auch irgendwie in einer passiven Beobachterrolle gefangen. Und - es wurde einfach zu viel für mich, schätze ich. Alle meine Sinne waren auf - GEFAHR!!! - eingestellt worden, extrem "überwach" und stetig auf der Suche nach dem, auch nur kleinsten, Vermerk, was endlich auch den entgültigen Beweis (für diese Überreizung) liefern würde.

Meine Nachbarin verbrachte die Woche bei ihrer Mutter. Währenddessen entschied ich mich den Vogel wieder zurückzugeben, denn ich hielt dieses merkwürdige „Zusammenspiel“ der beiden Tiere einfach nicht mehr aus. Längst hatte sich die Stimmung in ein ständiges Aneinanderreiben, in manchmal offene Gereiztheit verändert. Auch schon kleine, nebensächlich entstandene Geräusche konnten ganze Bedeutungssymphonien komponieren. Meine Nerven lagen immer mehr „blank“.
An dieser Stelle im Leben angekommen hätte ich als „Zeuge der Wirklichkeit“ rein nichts mehr getaugt. Koinzidenzen, Parallelitäten oder Synchronisationen, was immer das Wort wäre, geschahen so häufig, dass ich mir bald vorkam, wie ein unfreiwilliger Teilnehmer an einem Spiel, dessen Regeln so etwas wie maßlose unsichtbare Diktate waren, die nur bestraften und verunsicherten, niemals aber bestätigten. Und das "Spiel" laugte mich einfach aus. Allerdings war die Katze nun davon nicht mehr betroffen. Alles schien sich auf mich, oder auf diesen räumlichen Punkt, dieses Haus, in dem wir uns befanden, zu konzentrieren. Oft fürchtete ich allein den Gedanken in diese Wohnung zurückzukehren. Nicht wissend, was mich diesmal wieder erwarten würde ...

Ein anderes Mal, es war mitten in der Nacht, als ich von Geräuschen aufgeschreckt wurde. Es war Winter, wie schon gesagt, und alle Fenster waren verschlossen. Doch meine Vorhänge bewegten sich heftig und wie von selbst! Da war kein Zug, kein Wind, - aber sich ruckartig bewegende Vorhänge … Angst ist nicht mehr das Wort der Wahl, was ich hier erlebte. Ich war in innerer Panik! Und da war nichts, kein Knopf, kein Irgendwas, mit dem ich all das wieder einfach ausschalten konnte!
Ich war nicht mehr vor oder hinter dieser „Welle“, die dabei war mich zu „verschlingen“, ich war ein Teil von ihr und damit scheinbar völlig ihren verrückten Richtungen ausgeliefert. Ich rannte fast hysterisch aus der Wohnung hinaus.

Aber das „Leben“ ging weiter, so oder so. Doch die merkwürdigen Zu-Fälle ebenso.
Meine Nachbarin hatte nun einen weiblichen Mitbewohner, weil sie es einfach nicht mehr allein dort aushielt. Und sie sagte, dass sie in wenigen Wochen schon in die Schweiz ziehen würde. Und dann konnte sie alles hinter sich lassen und neu beginnen.

Eines anderen Tages, ich hatte Freunde zu Besuch, fiel das Gespräch (das immer öfter sich nur noch um Merkwürdiges drehte) auf ein bestimmtes Bild, das ich an der Wand hatte. Dieses Bild war von einer Freundin gemalt worden, die zu dieser Zeit unter einer heftigen Situation (psychischer Natur) zu leiden hatte. Ein Freund fragte, ob er sich das Bild mal genauer anschauen konnte, doch bevor er es berührte fiel, genau dieses Bild, von der Wand, ihm vor die verdutzten Füße, und der Rahmen zerbrach dabei. Verlöschende Kerzen und Personen, die sich hinter der Well-Glas Tür bewegten, schufen an diesem Abend eine sehr unangenehm angespannte Atmosphäre. Mir wurde sogar vorgeworfen dafür verantwortlich zu sein.

Am darauf folgenden Tag erhielt ich wieder Besuch, diesmal von einem Freund, der die Geschichten des vorigen Tages gehört hatte und meine Version kennenlernen wollte, denn er konnte das alles nicht so recht glauben. Kann ich gut verstehen. Und so setzten wir uns auf die Sessel, die vor dem Sofa standen, die Fensterfront ist auf der rechten Seite, und ich erzählte ihm, so ehrlich und umfassend wie möglich, von dem Irrsinn, der mich in dieser Wohnung, seit mehreren Monaten, im „Griff“ hielt. Es gab einige unheimliche Momente, doch am Schluss lockerte sich das Gespräch. Tatsächlich war es so: als unser Gespräch die Ebene von unheimlich zu interessant, und von dort zu lustig interessant zu wechseln schien, gerade in dem Augenblick, als man glaubte wieder ein wenig tiefer durchatmen zu können, da schlug etwas mit solch gewaltiger Wucht und einem unglaublichen Krachen zweimal gegen die Fensterfront, so, dass wir beide augenblicklich völlig panisch in Deckung gingen ...
Ich habe meinen Freund noch niemals vorher so bleich gesehen.

Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt. Ich zog dann auch aus. Aber bevor das geschah gingen meine Nachbarin und ich zum lokalen Grundbuchamt, um herauszufinden wo wir da eigentlich gewohnt haben. Nun, das Haus, das wir beide kurzzeitig unser Zuhause nannten, war einige Jahre vor unserem Einzug auf einem plattgemachten Judenfriedhof gebaut worden.
Und das war es.

Wenn diese Ereignisse (und das war nur eine Auswahl) tatsächlich so geschehen sind, stellen sich damit auch einige neue Fragen:
Trifft es möglicherweise nur bestimmte Menschen, weil sie für derartige Einflüsse „empfänglicher“ sind als als andere?
Ist diese „Empfänglichkeit“ eine besondere Eigenschaft oder ist sie latent in jedem Menschen vorhanden, bedarf aber „besonderer Momente?
Könnte es dann sein, dass unsere „Verwicklung“ in die „äußere“ Welt und all ihre Anforderungen uns den Blick für derartige „innere“ Ereignisse versperrt?
Dass wir uns, gewissermaßen damit selber aussperren?
Oder sogar instinktiv schützen?


Der Frosch und der Rand des Brunnens

Ich habe in früheren Texten des öfteren die Vermutung geäußert, dass unsere gemeinsame Realität nur deswegen so „existiert“, weil wir diese in unserer vergessenen „Gott -ähnlichkeit“, aufgrund unserer, wie auch immer entstandenen, Gewohnheiten, täglich (oder auch in jedem Augenblick) auf die fast-gleiche Art und Weise reproduzieren. Dahingehend liegt die Vermutung nahe, dass sich überlappende Gewohnheiten auf ähnliche oder entsprechende Weise formulieren würden, und augenblicklich auftretende, einschneidend radikale Veränderungen ziemlich unmöglich machen würden … Auch Unfälle und andere scheinbar „plötzlich“ auftretende Katastrophen sind dabei beachtenswert. Soweit eine mögliche Logik.

Neil Gaiman, ein britischer Autor, schrieb in seinem 'Sandman-Zyklus' einmal eine Geschichte, die in diesem Zusammenhang zu denken geben könnte. Aber unsere Welt ist ja schon so voller Geschichten, und doch, - Geschichten bestimmen den „Gang der Dinge“, ob sie sich auf „wahre“ Begebenheiten stützen oder auf Erzählungen aus zweiter oder dritter Hand, ob sie fiktiv sind, einer Agenda dienen, ob es sich dabei um verifizierbares Material oder eben nicht handelt … Letztlich bleibt es uns selbst überlassen ihre „Richtigkeit“ und auch ihre „Echtheit“ zu bewerten; diese hinzunehmen, anzuzweifeln oder gar abzulehnen. Wir haben oft die Möglichkeit einen Blick vom Brunnenrand zu tun, manchmal sogar aus eigener Erfahrung. Doch solche Erfahrungen sind immer auch subjektiv getrübt, von Wunschdenken, inneren Sammlungen von Vorurteilen bzw. Wertzensuren, von Ungenauigkeiten und Täuschungen; ebenso von Erwartungen und dem „Regelmaß“, aber, vielleicht in der dichtesten Fülle: von Zusammenhängen und Geschichten konstruierender Phantasie! - Also sollten wir auch entscheiden, ob uns ein solcher Blick diese Mühe wert sein kann.
Hier eine Geschichte, die diese „Grau-Zonen“ verdeutlicht:


Irrwitz in der U-Bahn

Es war an einem lauen Sommerabend, und ich befand mich in der Bahn, um Freunde zu besuchen. Diese wohnten nur wenige Stationen entfernt, aber die Fahrt umfasste eine lange Strecke. Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht einen Fensterplatz aufzusuchen, da ich solche Zeit gerne mit Lesen verbringe. Es war, wie es eben in der Bahn ist, Leute schwatzten miteinander, andere saßen alleine da, einige standen herum. Doch dann, nach dem nächsten Umsteigepunkt (auf andere Bahnen und Busse), geschah etwas sehr „Merkwürdiges“, - die Temperatur im Abteil fiel rapide runter. Es wurde richtig „kalt“, so dass ich meine Jackenärmel (mechanisch) herunter krempelte. Dabei fiel mein Blick auf das Abteil. Die Türen waren verschlossen und nirgendwo war ein Fenster geöffnet worden. Aber die Mitreisenden, - und das war wirklich seltsam, hatten alle Aktivitäten, wie das Reden miteinander oder das ständige Schauen auf andere Gesichter, völlig eingestellt. Ja, einige schienen sogar jetzt zu schlafen. Andere starrten nur vor sich hin. Und mir war so kalt, dass meine Zähne klapperten! Wieder andere schienen hiervon überhaupt nicht betroffen zu sein, und ich sagte mir, dass hier etwas an meiner Phantasie „drehte“ und dass, das alles irgendwie ja auch normal sein konnte, - und solange diese anderen nicht davon „betroffen“ waren …. Es dauerte keine zwei weitere Haltestellen, bis auch der Mensch mir direkt gegenüber (als letzter der Mitreisenden im Abteil) seine Augen zumachte und entspannt in sich zusammensackte. Da sprang ich auf und, an der nächsten Haltestelle, verließ ich so schnell es ging diese Bahn. Ich war zwar einige Stationen vor meinem eigentlichen Ziel ausgestiegen, beschloss aber den Restweg (auch hinsichtlich der jetzt wieder warmen Sommernacht) zu Fuß zu gehen. Das „erlebte“ Ereignis lässt sich (subjektiv für mich) am Besten mit einem „Saugen“ vergleichen. Ich „fühlte“ mich, als ob irgendetwas mir, in diesem Abteil, sämtliche Wärme aus dem Körper gesaugt hätte.

Aber
was davon war wirklich und nicht nur Teil eines vielleicht überspannten Gemüts?
Was wieder zurück zu der Frage führt, wie bloße Vorstellungen eine derartige Einwirkung auf die wahrgenommene Wirklichkeit haben können?
Und inwieweit unsere Wahrnehmungen dann noch tatsächlich etwas mit der (nicht überein gekommenen) Wirklichkeit zu tun haben?
Wie viel davon befindet sich, beginnt oder endet, im reinen subjektiven Erleben?

Die sicherste und einfachste und faulste alle Erklärungen ist der Vorwurf der Hochstapelei.“

Hiermit endet vorerst einmal der autobiographische Teil.
Es finden sich noch genügend andere Geschichten ...
Und damit treten wir nun einen Schritt weiter hinein, in den unbegrenzten Bereich des Wunderlichen, des „Wunders“. In die Welt des Paranormalen ...
Dieser Bereich, in dem (bisher entsprechende) Naturgesetze scheinbar einfach durchbrochen oder ignoriert werden oder (bislang) unwandelbare Realitäten sich zu anderen (vielleicht sogar neuen) Strukturen und Ereignissen formen. Unter Einwirkung des Menschen oder auch gar nicht.
Das sei dahingestellt.

Vielleicht mag es ja auch genügen, sich zu einer gewissen Zeit an einem bestimmten Ort aufzuhalten?

Vor fast 2000 Jahren lebte der Anwalt und Senator Gaius Plinius Caecilius Secundus, auch Plinius der Jüngere genannt, in Oberitalien. Bekannt wurde er durch die 'Plinius-Briefe', ein Zeugnis für das damalige Leben und Denken in führenden Kreisen Roms. Und natürlich wegen seiner Schilderung des Ausbruchs des Vesuvs im Jahr 79. Und bestimmt noch viel viel mehr.
Zwar war er bekannt für die
Exaktheit seiner Historischen Schriften, allerdings wird die folgende Geschichte nur seiner Phantasie zugeschrieben:


Die vermutlich erste überlieferte Geistergeschichte der Welt

In Athen gab es ein großes Haus, in dem man in der Nacht Eisen klirren und Ketten rasseln hörte. Es erschien ein Gespenst, ein alter Mann, abgemagert, mit langem Bart und struppigen Haaren. An den Beinen trug er Fußfesseln, an den Händen Ketten, die er schüttelte. Die Bewohner des Hauses durchwachten grausige Nächte; die Schlaflosigkeit führte zu Krankheiten und bei zunehmender Angst zum Tod. Schließlich wurde das Haus zur Vermietung ausgeschrieben, falls es jemand in Unkenntnis jener Schrecknisse kaufen oder mieten wollte.
Es kam der Philosoph Athenodorus nach Athen, las das Angebot und nachdem er den Preis gehört hatte, erkundigte er sich, da er ihm verdächtig niedrig vorkam, erfuhr alles und mietete es trotzdem, ja umso mehr. Sobald es zu dämmern begonnen hatte, ließ er sich im vorderen Teil des Hauses ein Lager bereiten, verlangte Schreibtafeln, Griffel, eine Lampe; seinen Geist, die Augen und seine Hand konzentrierte er aufs Schreiben, damit ihm sein unbeschäftigtes Hirn nicht Trugbilder, von denen er gehört hatte, und unwirkliche Schreckbilder vorgaukle.

Am Anfang herrschte Stille der Nacht wie überall, hierauf wurde Eisen zusammengeschlagen und Ketten bewegt; jener hob die Augen nicht, sondern fasste sich ein Herz und ließ den Geist stärker sein als die Ohren. Dann wuchs das Getöse, kam näher und wurde schon wie auf der Schwelle und schon wie innerhalb des Hauses gehört. Er blickte auf, sah und erkannte das ihm beschriebene Gespenst. Es stand da und winkte mit dem Finger gleich einem Rufenden. Dieser dagegen deutet ihm mit der Hand, ein wenig zu warten und wandte sich wieder den Wachstafeln und dem Griffel zu. Jenes klirrte mit den Ketten über dem Haupt des Schreibenden. Er sah es wieder auf dieselbe Weise, wie vorher, winken, ohne zu verweilen hob er das Licht auf und folgte. jenes ging mit langsamen Schritt gleichsam von Ketten beschwert. Nachdem es in den Hof des Hauses abgebogen war, verschwand es plötzlich und verließ den Begleiter. Nachdem er allein gelassen worden war, legte er Pflanzen und zusammengeraffte Blätter als Kennzeichen auf den Platz.

Am nächsten Tag wandte er sich an die Behörde und ersuchte, dass man jenen Platz aufgraben lasse. Es wurden in Ketten gelegte und umwundene Gebeine gefunden, die der von der Zeit und der Erde verweste Leichnam nackt und zerfressen in den Ketten zurückgelassen hatte. Die Gebeine wurden gesammelt und auf Staatskosten bestattet. Nachdem die Totengeister in feierlicher Form bestattet worden war, war das Haus fortan frei von Geistererscheinungen.



Dämonen und das gespielte Böse

Im Januar 1949 führten Katholische Priester in Cottage City, in Maryland, USA, einen Exorzismus an einem Jungen durch. Der Junge wurde unter den Pseudonymen „
Roland Mannheim“ oder „Roland Doe“ bekannt. Es wird erzählt, dass der Junge im Schlafzimmer seiner Großmutter tropfende Geräusche hörte, worauf das Bild „Christus“ an der Wand erschien. Als er seinen Eltern davon berichtete, hörten auch sie weitere Geräusche. Ein Kratzen drang durch die Bodenbretter. -
Ein Phänomen, dass sich über längere Zeit jeden Abend zwischen Sieben und Mitternacht wiederholte. Ob der Junge v
on „boshaften Geistern“ besessen war, ob er an einer Geisteskrankheit litt oder an sexuellem Missbrauch ist bis heute „logischerweise“ umstritten. Auch besteht der Verdacht (wie in eigentlich ALLEN solchen Vorfällen), dass er die Vorgänge selbst fabriziert hatte. Die Ereignisse wurden dokumentiert, als Buch veröffentlicht und letztlich auch als Film: The Haunted Boy: The Secret Diary of the Exorcist.

Die „
Vorfälle“ begannen nach dem Tod seiner Tante, einer „Spiritistin“, die ihn im Gebrauch des Ouija-Brettes unterwies. Die Vorfälle selber wurden von vielen Menschen bezeugt. Haushaltsgegenstände und Möbel sollen sich „von selbst“ bewegt haben. Etwas, dem wir in späteren Geschichten über 'Poltergeist' Ereignisse immer wieder begegnen werden. Ein wesentlicher Punkt ist, dass dieser Fall genügend Spielraum für bestimmte Überlegungen lässt, denn er ist nicht an einem bestimmten Ort gebunden und das Geschehen manifestiert sich um die Person des Jungen. Während der Exorzismen, die im Alexian Brothers Krankenhaus im Süden von St. Louis stattgefunden haben, soll der Junge Bettfedern (die aus Stahl) aus dem Bett, auf das er fixiert wurde, herausgerissen und den exorzierenden Priester damit angegriffen haben. Die Exorzismen mussten, wegen derartigen Situationen, mehrmals wiederholt werden. Auch wird berichtet das die Matratze, auf der er lag, dabei heftig durchgeschüttelt wurde und sich Worte und Zeichen auf seiner Haut materialisierten. Die Exorzismen wurden von insgesamt 48 Menschen beobachtet.

„Obwohl sie nicht häufig sind, Exorzismen notwendig sind, um die Dämonen auszutreiben." und „Fälle von echtem Besitz können nicht durch die Psychiatrie erklärt werden."


Das zumindest meinen die Christlichen Akademiker Terry D. Cooper, Professor für Psychologie, und Cindy K. Epperson, Professor für Soziologie ...

Und obwohl das
tatsächliche Geschehen bis heute im Dunklen liegt und von vielen eher skeptisch betrachtet wird, hat dieser Junge bis heute eine Menge von Geschichten, Büchern und Filmen inspiriert …
Doch hat dieser Fall einen Umstand, den ich bisher bewusst ausgelassen habe:
Die Existenz des Bösen! Existieren wirklich solche destruktiven Kräfte, unabhängig von rein anthropomorphen Blickpunkten und fernab jeder religiösen Bewegung und Romantik?
Das würde nämlich bedeuten, dass, wenn es sich hierbei nicht um „
psychische“ Manipulationen und Ausdrucksformen der einen eigentlichen Welt handelt, ebenso auch gegensätzliche und vergleichende Kräfte existieren können.

Wobei wir berücksichtigen sollten, dass wir eines Tages vielleicht tatsächlich auf eine
völlig andersartig ausgerichtete Intelligenz stoßen mögen, die eine solche Argumentation komplett gegenstandslos werden lassen kann …


Der Feuerteufel

Im bisher ruhigen
La Corneuve, einem Vorort von Paris, brachen im Jahr 1907 nacheinander dreißig mysteriöse Brände aus. Mehrere Häuser und Nebengebäude, aber auch abseits stehende Scheunen, wurden dabei vollständig zerstört. Die Serie der Brände begann mit einem Blitzeinschlag auf der Rue de I'Abreuvoir. Trotz des sich schnell ausbreitenden Flammen konnte das Feuer rasch wieder gelöscht werden.
Für alle darauf folgenden Brände konnte keine Erklärung gefunden werden.

Einen Tag später traf es zwei freistehende Schuppen und ein Nachbarhaus, das über 100 Meter entfernt lag. Die Gebäuden verbrannten vollständig.
Den Tag darauf brannte der Keller des ersten Hauses.
Am nächsten Tag wurde es seltsam. Ein Nachbar, Monsieur Scillier, der sein Brot aus dem Esszimmer holen wollte, stand plötzlich einem brennenden Tisch gegenüber. Danach schossen wiederholt Flammen aus einem nahen Schrank.
In den nächsten zwei Tagen wurden Flammen beobachtet, die zwischen Häusern hin und her sprangen. Dabei wurde eine Schachtel mit Messern so verbrannt, dass nichts als die Klingen übrig blieben. Fünfundzwanzig Zeugen beobachteten wie ein Regenschirm plötzlich und grundlos in Flammen aufging.

Feuer war in dieser Zeit sehr gefürchtet, richtete es, erst einmal
außer Kontrolle geraten, großen Schaden an und sorgte für gewaltige Verluste. Zufälliges und unerklärliches Feuer erfüllte die Menschen mit purem Entsetzen. Feuerwehrbeamte reagierten dementsprechend schnell, wenn irgendwo ein Brand gemeldet wurde.
Während eines solchen Brandes war einer der Feuerwehrmänner dabei mögliche brennbare Gegenstände vom Brandort zu entfernen. Als er einen alten Hut aus dem Fenster schleudern wollte ging dieser, noch im Flug, in Flammen auf, berührte dabei die Vorhänge , die sofort Feuer fingen und auch verbrannten.

 

Erst eine Woche später beruhigte sich die Lage wieder. Das letzte gemeldete Feuer entstand im Garten zwischen den zwei hauptsächlich betroffenen Gebäuden. Diese beiden Gebäude waren fast gänzlich von den immer wieder auftretenden Feuern zerstört worden.

„Die Treppen in beiden Häusern zerfallen zu Staub. Bei der geringsten Berührung verwandeln sie sich in einen hellen kristallinen Staub.“

- liest es sich in einem Zeitungsbericht in der Pariser Matin

 

Während man das erste Feuer dem Blitzeinschlag zuschreiben konnte, blieben die folgenden neunundzwanzig Brände ein Rätsel. Viele glaubten, dass hier ein böser Poltergeist sein Unwesen getrieben hatte …

Warum es sich hierbei um einen 'Poltergeist' gehandelt haben soll, ist mir nicht einleuchtend. Weder wurden „
typische“ Geräusche beschrieben, noch wurden ähnliche Phänomene gemeldet, die mit einem Einwirken eines solchen „Wesens“ für „gewöhnlich“ zusammentreffen, abgesehen von den spontan auftretenden Bränden. Aber vielleicht sprechen wir dabei auch nur von einem gefährlichen und teuren Schabernack? Tun wir das?


Der Esther Cox Poltergeist

Das Jahr ist 1878. Die Geschichte geschah in Amherst, Nova Scotia, eine der drei Seeprovinzen Kanadas. Es ist die Geschichte der damals 19-jährigen Esther Cox. Das folgende Geschehen ist von vielen Menschen bezeugt worden, die teilweise auch direkt darin involviert waren.
Es begann mit einer versuchten Vergewaltigung.

Esther Cox lebte mit ihren zwei Zwillingsgeschwistern, ihrer verheirateten Schwester mitsamt Ehemann, deren zwei Kindern, sowie dem Bruder des Ehemanns ihrer Schwester friedlich in einem kleinen Landhaus in der Princess Street in Amherst.
Zusätzlich zu den Familienmitgliedern wurde gelegentlich ein Zimmer im Haus vermietet.

Zu der Zeit, als die Poltergeist-Phänomene begannen, wohnte dort ein Mann namens Walter Hubbell. Er dokumentierte die Geschehnisse täglich und veröffentlichte später das Buch '
The Great Amherst Mystery', in dem er die Geschichte des Esther Cox Poltergeists ausführlich erzählt.

Der Friede wurde abrupt gebrochen, als ein Schuster, namens Bob MacNeal, über Esther herfiel und versuchte sie zu vergewaltigten. Esther entkam. Und obwohl sie nur einige kleinere Verletzungen davontrug, schien die Gewalttätigkeit, die ihr entgegengebracht wurde, nun
irgendwie weitere Gewalt zu produzieren. Diesmal aber nicht von Menschlichen Wesen …

Der Schrecken begann, als die Schwestern Esther und Jennie, die ein gemeinsames Bett teilten, in der Nacht panisch schrien, dass „
etwas“ oder „jemand“ unter ihrer Bettdecke war. Wobei Esther nur an eine Maus dachte. Die Suche danach war erfolglos und der Rest der Nacht verging friedlich. Bis zur nächsten Nacht. Wieder weckten Esther und Jennie die anderen durch ihr Geschrei. Dieses Mal glaubten sie Geräusche zu hören, die aus einer verschlossenen Schachtel unter ihrem Bett kamen. Die Schachtel wurde hervorgeholt, doch beim Versuch sie zu öffnen „sprang“ diese von selbst im Raum umher, um an einer Wand zu zerschellen. - Was das Geschrei und die Panik der beiden Schwestern nur noch vergrößerte.

In der dritten Nacht, nach der Vergewaltigung, ging Esther früh zu Bett, da sie über Fieber klagte. Ihre später zu Bett gehende Schwester fand sie in einem erbärmlichen Zustand vor. Esther selber glaubte, dass sie im Sterben lag. Ihre Haut war am ganzen Körper hellrot und sichtlich aufgequollen. Ihre herbeigerufene ältere Schwester versuchte sie zu beruhigen, aber Esther begann nun Atemnot und Erstickungsanfälle zu bekommen. Die anderen Mitbewohner, die sich auch im Zimmer versammelt hatten, beobachteten ungläubig, wie Esthers Körper sich rötete, dabei mehr und mehr anschwoll und immer heißer wurde. Sie zitterte dabei, als ob sie fror. Ihre Augen wölbten sich hervor und sie hatte das „
Gefühl“ sie würde aus ihrer immer stärker gedehnten Haut herausplatzen. Plötzlich gab es einen ohrenbetäubender Donner, der den ganzen Raum erschütterte. Danach noch drei weitere „Explosionen“ direkt unter ihrem Bett, woraufhin Esthers Schwellung umgehend zurückging und sie in einen tiefen Schlaf fiel.
Doch die Erholung war nur kurz. Vier Nächte später wiederholten sich diese schrecklichen Ereignisse - Esthers unerklärliche Schwellung und Folter endeten wieder nur durch die donnernden Geräusche vom Bett. Um diesen unheimlichen Geschehnissen etwas entgegenzusetzen, bat Daniel, der Ehemann ihrer Schwester, den Arzt des Dorfes, Dr. Carritte, um Hilfe. Bei seinen Untersuchungen wurde auch er Zeuge einiger der erschreckendsten Ereignisse von allen.

Dr. Carritte, wohl anfangs mehr an dem medizinischen Symptomen interessiert, saß an Esters Bett, als er bemerkte, wie das Kissen unter ihrem Kopf hervorgezogen wurde, ohne dass jemand dabei sichtbar war! Er sah, wie ihre Bettwäsche durch unsichtbare Hände durch das Zimmer geworfen wurde, während gleichzeitig laute Klopfgeräusche unter dem Bett ertönten. Er konnte aber keine Ursache dafür ermitteln. Auch seine Versuche den „
Unsichtbaren“ die Kissen oder das Bettzeug wieder zu entreißen waren ergebnislos ... Und dann hörte der Arzt ein kratzendes Geräusch, wie ein Metallwerkzeug, das in Gips schabt ... Auf die Wand über Esthers Bett war die Botschaft „geschrieben“ worden:
ESTHER COX, DU WIRST DURCH MICH STERBEN!
(„you are mine to kill!“)

Just dann zerbarst der Putz an der Wand. Teile fielen dem Arzt vor die Füße. Nach zwei Stunden war das Haus dann still.
Dr. Carritte, sichtlich erschüttert, kehrte am nächsten Tag zurück und wurde abermals Zeuge weiterer Spuk-Attacken bzw. unerklärter Manifestationen. Esther berichtete dem Arzt über einen Angriff durch einen Holzscheit im Keller. Als beide daraufhin den Keller untersuchen wollten, wurden sie von durch die Luft fliegenden Kartoffeln bombardiert.
Wieder in ihrem Zimmer verabreichte der Arzt der geplagten Esther ein Beruhigungsmittel. Doch kaum hatte er dies getan, fingen die explosionsartigen Donnerschläge wieder an. Nur schienen sie nun vom Haus aus auf das Dach hinauf gewandert zu sein. Und obwohl absolut keine Ursache für diese Geräusche feststellbar war, konnte man den Lärm noch in ein paar hundert Metern Entfernung hören.

Tage später erkrankte Esther an Diphtherie. Während ihrer Genesung zog sie zu einer anderen Schwester. In dieser Zeit gab es keine ungewöhnlichen Vorkommnisse, keine Angriffe oder sonst irgendetwas …
Doch gleich nach ihrer Rückkehr in das Haus ihrer Schwester, begann alles wieder von vorne.

Oder es wurde sogar noch viel schlimmer:
Gegenstände flogen umher. Unerklärliche Feuer entstanden um das Haus herum. Messer und Gabeln wurden durch das Haus geschleudert speziell auf aus Holz gearbeitete Gegenstände, Türen und Fenster ebenso. Brennende Streichhölzer fielen von „
irgendwoher“ auf die Betten hinab und entzündeten dort kleinere Feuer. Möbel bewegten sich von selbst, drehten sich um sich selbst oder krachten lautstark in die Wände. Esther wurde mit unsichtbaren Tritten und Schlägen attackiert, wobei Abdrücke von Fingern auf ihrem Gesicht erschienen. Stecknadeln erschienen aus dem Nichts und wurden in Esthers Gesicht gedrückt. Ein Taschenmesser wurde einem Nachbarjungen aus der Hand gerissen und in den Rücken von Esther gestochen.

In der Hoffnung der Spuk abermals zu entgehen, zog Esther zu verschiedenen Bekannten und Nachbarn, doch diesmal folgte der „
Geist“ ihr.

Eines Sonntags besuchte Esther einen Baptisten Gottesdienst. Dort saß sie in einer der hinteren Bänke. - Sobald der Gottesdienst begann hallten lautes Klopfen und lautes Gelärme durch die ganze Kirche. Die Geräusche, die aus der Vorderseite der Kirche zu kommen schienen wurden sogar noch lauter und intensiver, als die Predigt begann. Der Prediger musste die Predigt letztlich abbrechen.
Erst als Esther die Kirche verließ verstummten die Laute …
Esther hatte mehrmals versucht dem unsichtbaren Verfolger zu entkommen, ergebnislos, denn er folgte ihr fortan, wohin sie auch ging.

Und so kam sie schließlich wieder nach Hause zurück. Nichts hatte sich verbessert.

In dem Versuch wenigstens ihre Familie vor dem böswilligen und destruktiven Einfluss zu schützen, versuchte sie Arbeit bei einem nahe gelegenen Bauernhof zu finden. Doch als die Scheune des Hofes niederbrannte, wurde sie vom Bauern, der von den Geschichten um Ester Cox gehört hatte, der Brandstiftung bezichtigt. Sie wurde zu einer viermonatigen Haft verurteilt, obwohl mehrere Zeugen aussagten, dass sie mit dem Feuer nichts zu tun hatte. Doch schon nach einem Monat wurde sie, aufgrund öffentlicher Unterstützung, wieder freigelassen.
Und das war der Wendepunkt!
Nachdem sie aus dem Gefängnis frei kam, schien die Poltergeist Aktivität einfach zu vergehen.
Es gab zwar noch kleinere Vorfälle, und auch nur für eine kurze Zeit, und dann hörte das unheimliche Geschehen völlig auf.
Dr. Carritte schrieb an einen Kollegen:

„Ehrlich skeptische Personen wären bei all diesen Geschehnissen bald überzeugt, dass es in diesem Fall keinen Betrug oder irgendwelche Täuschungen gab. Würde ich den Fall in den medizinischen Zeitschriften veröffentlichen, wie Sie vorschlagen, würde mir niemand glauben. Ich vermute, dass ich selbst solche scheinbaren Wunder niemals geglaubt hätte, wenn ich sie nicht mit eigenen Augen gesehen hätte.“

Esther Cox heiratete später zwei Mal und hatte zwei Söhne. Sie starb erst im Jahr 1912 im Alter von 53 Jahren.
Das Buch '
The Great Amherst Mystery' wurde nach ihrem Tod veröffentlicht.
Es beinhaltete eine eidesstattliche Erklärung von 16 Zeugen der schrecklichen Ereignisse von Amherst.



Im diesem „Fall“ war der Ausgangspunkt zwar mit dem Wohnhaus der Familie verbunden, doch der Spuk konzentrierte sich später mehr und mehr auf die Person der Esther Cox, deren schreckliches „Erlebnis“ ja auch den Ausgangspunkt für die späteren Erscheinungen, die sich um sie herum manifestierten, zu bilden schien. Ein Phänomen, dem wir noch öfter begegnen werden.
Ein weiteres Beispiel für solche Personenbezogenen Ereignisse. Dieses Mal eines, das zeitlich und räumlich näher lokalisiert ist. - Und ebenfalls eine weitreichend dokumentierte Geschichte. Weil eben diese Geschichte aber (
von offizieller Seite: Es kann nicht sein, was nicht sein darf!) als völlig strittig dar- und hingestellt wird, habe ich hierzu einige (wie ich glaube weiterführende) Links gesetzt. Das mag jedem Interessierten helfen, sich eine eigene Meinung über das recht seltsame Geschehen zu bilden.

Einige,
nicht an diesem Fall beteiligte Zweifler, vermuten bis heute nur eine Überreaktion der, bei Anneliese Michel möglicherweise gar nicht diagnostizierten, Epilepsie. Hierüber gibt es verschiedene Behauptungen und Darstellungen.
Ob (
eine mögliche) Epilepsie allerdings zu einem Verständnis fremder Sprachen oder der Unterscheidung zwischen geweihtem und ungeweihtem Wasser führen kann, bleibt dabei (von Seiten der Wissenschaft natürlich wieder einmal) völlig offen.
Außer man legt dem Geschehen eine andere mögliche Annahme zugrunde: das Vorhandensein nichtkörperlicher dämonischer Existenzen, die sich in menschlichen Körpern manifestieren können. -
Während der Exorzismen sprachen verschiedene „
Dämonen“ durch Anneliese. Einer, namens Valentin Fleischmann beispielsweise, war ein, bis zu dem Zeitpunkt des Exorzismus, völlig unbekannter Pfarrer, der aber tatsächlich im 16. Jahrhundert in Ettleben gewirkt hatte.
Oder aber es existiert ebenso die weitere Möglichkeit, dass der
wirkliche Erfahrungsraum (und damit auch die Möglichkeiten) des Menschen noch nicht einmal ansatzweise erfasst worden sind.
Und vielleicht widersprechen sich diese beiden Möglichkeiten gar nicht.
Vielleicht kann das eine erst durch das andere bedingt werden ...?

Das Geschehen um Anneliese Michel lässt einen zweifeln:
Ist das „
Böse“ nur eine Metapher oder ist es eine immanente Präsenz?
Oder sind der Teufel und seine Dämonenbrut
wirklich vorhandene Entitäten – oder - sind sie wieder nur eine weitere Entschuldigung für Fehlverhalten und Unwissenheit?
Doch, wie-auch-immer ...
Das Verstehen und Sprechen häufig
kulturfremder Sprachen ist ein Phänomen, dass möglicherweise im Zusammenhang mit dem „Foreign Accent Syndrome“ wiederzufinden ist.
Dieses Phänomen tritt zumeist nach Unfällen auf, kann aber durchaus auch andere Ursachen haben. Auch die Folgen solcher Geschehnisse begrenzen sich nicht auf den plötzlichen „
Erwerb“ und das Verständnis einer fremden Sprache. Anschauliche Beispiele sind hier zu finden.
Und es gibt, soweit mir bekannt ist, auch keine „
offizielle“ und vergleichende Forschung dahingehend.


Anneliese Michel soll schließlich an Unterernährung gestorben sein. Bei ihrem Tod wog sie nur noch 31 Kilogramm. Der Umstand, dass, neben den Priestern, kein direkt Arzt konsultiert wurde, hat zu heftigen Vorwürfen geführt, so dass die Eltern und auch einige der beteiligten Priester verklagt und verurteilt worden sind.
Die folgenden Geschehnisse wurden, mit dem Aufmacher „
Nach einer wahren Geschichte“, ebenfalls verfilmt. Obwohl die im Film dargestellten Ereignisse sich nur oberflächlich an das tatsächlich dokumentierte Geschehen anlehnen, wurde „Der Exorzismus der Emily Rose“ ein weltweiter Kinoerfolg. Doch wen interessiert an Hollywood schon mehr als die reine Unterhaltung?
Ein weiterer Film, diesmal aus Deutscher Produktion, „
Requiem“, nahm sich ein Jahr darauf den Ereignissen an. Dieser Film orientierte sich näher am dokumentierten Geschehen.

Und dies ist die, diesen Filmen zugrunde liegende, Geschichte.


Gott setze ich an die erste Stelle meines Lebens (Anna Elisabeth Michel)

Anna Elisabeth (Anneliese) Michel wurde als viertes Kind der Familie Michel geboren und wuchs in dem Weinort Klingenberg am Bayerisch-Fänkischen Main, streng Katholisch-gläubig, auf. Sie wird als ein freundliches, intelligentes und sehr hilfreiches Mädchen beschrieben, das sehr fromm und auch sehr direkt war. Aber nicht viel über sich selbst sprach. Deshalb auch galt sie als introvertiert.
Andere beschrieben sie als lebenslustig und bemerkten, dass sie gerne gesellschaftlich mit Mitschülern, Freunden und Bekannten verkehrte … - Aber
ein Moment sind nicht alle Momente!
Sie wird oft als Verteidiger der Schwächeren beschrieben.
Wenig bekannt ist, dass Anneliese, neben den Heimsuchungen, auch teilweise
stigmatisiert war, dass heißt, dass sie die Wundmale Christi an ihrem Leibe trug. Bis zu ihrem Tod, mit 23 Jahren, hatte sie 67 mal den „großen Exorzismus“ der Katholischen Kirche durchlebt.
Sie wird heute noch von vielen als Heilige verehrt.

 

Pater Ernst Alt und Anneliese Michel

 

Im Herbst 1968, kurz vor ihrem 16. Geburtstag, begannen, während des familiären Mittagessens, Annelieses Hände sichtbar anzuschwellen. Und sie rief:
„Ich habe schwarze Hände! Erlöser, vergib mir! Ich sehe teuflische Gesichter an den Wänden. Sie haben jeweils sieben Kronen und sieben Hörner. Sie springen hier auf dem Boden herum. Könnt ihr sie nicht sehen?!?“

 

Nach einer schweren Lungenerkrankung und Rippenfellentzündung erholte sich Anneliese in einem Sanatorium für Tuberkulose-Patienten in Mittelberg. Dort hat sie viel gebetet. Ihr späteres Ziel war Religionslehrerin zu werden. Nach ihrer Genesung kehrte sie zu ihrer Ausbildung am Gymnasium in Aschaffenburg zurück, wo es am Ende ihrer Abiturs zu einem weiteren (epileptischen?) Anfall kam, aufgrund dessen sich ihr Sprechen und Gehen stark einschränkte. Ihre Mutter glaubte, dass Anneliese damals begann sich vor irgend etwas zu fürchten, und beschreibt diese Erfahrung, als den Anfang des Leidensweges.

Bei einer Pilgerung zum Wallfahrtsort Engelberg erschien ihr die Gottesmutter. Diese fragte Anneliese, ob sie dazu bereit sei, sich für die deutsche Jugend, aber auch für Deutschland aufzuopfern. Die Gottesmutter gab ihr eine Bedenkzeit, dann sollte Anneliese nach Engelberg zurückkehren, um der Gottesmutter ihre Entscheidung mitteilen. Anneliese willigte bei der zweiten Erscheinung in Engelberg, gegen den Rat ihrer Mutter, in freier Entscheidung ein, die kommenden Leiden für die Jugend Deutschlands und für ihr deutsches Vaterland anzunehmen und sich als Sühne aufzuopfern.
In welche Richtung solch ein Opfer zielen sollte, was dessen Wirkung war und ob es in „
heiligen“ Augen auch ausreichen sollte, ist angesichts der heutigen Zustände in Deutschland schwer nachzuvollziehen. Aber über den sorgsam gepflegten Schuldkult und ähnliches habe ich mich schon hier ausgelassen.

Anneliese „
begegnete“ scheinbar auch Christus selbst, der den Auftrag seiner Mutter bestätigte:
„Der Erlöser sagte: Du wirst viel an der Stelle der Anderen leiden und dieses Leid wirst du jetzt tragen. Dein Leiden und deine Trauer dienen mir dazu, die Seele zu retten.“

- Aus dem Tagebuch von Anneliese Michel

 

Während eines Anfalls, der von Freundinnen bezeugt wurde, veränderten die blauen Augen Annelieses sich zu tiefem Schwarz, wieder schwollen die Hände beachtlich an und ihr Körper verfiel in heftige Zuckungen. Als dies wurde ärztlich beobachtet. Vermutlich wurde in dieser Zeit auch die Diagnose der Epilepsie gemacht.
Sie schloss das Abitur schon ein Jahr früher erfolgreich ab.
Während ihrer Studienzeit beklagte sie sich über ein „Klopfen“, dass ohne scheinbare Ursache, immer wieder in ihrem Zimmer erklang. Schon bald begann auch der Rest der Familie von dem Klopfen belästigt zu werden. Es kam mal vom Boden, mal aus dem Schrank oder auch von der Zimmerdecke. Als die fromme Familie darauf zu beten begann, begann Annelieses Veränderung. Mit hasserfüllten Augen reagierte sie auf die Gebete und ihr Gesicht verzog sich zu den schrecklichsten Grimassen. Gemeinsame Gebete erwiesen sich mehr und mehr als unmöglich und ihr körperlicher Zustand verschlechterte sich zusehends. Und nun begann sie zusätzlich auch über angstauslösende Erscheinungen zu klagen. Doch nicht nur (
für andere) Unsichtbares jagte ihr Furcht ein, auch das Zusammensein mit ihrem Priester, und späteren Exorzisten, Arnold Renz.
Im September 1973 schilderte sie diese Eindrücke einem Arzt, der dies als beginnende paranoide Psychose deutete.

Die Hilflosigkeit der Familie Annelieses Zustand gegenüber wuchs, und sie wurde nicht nur immer wieder zu häufig wechselnden Ärzten geschickt, die Familie öffnete sich jedem, der Hilfe anbot. Und das waren auch „Experten“ in spirituellen Dingen oder in Besessenheit. Einer dieser beschrieb Anneliese als ein nettes , streng religiösen Mädchen, das beklagte ihr eigenes „ich“ verloren zu haben. Und immer wieder berichtete sie von teuflische Gesichtern …
Und i
rgendwann begann Anneliese geweihte Gegenstände heftig von sich wegzustoßen.
Ihr Zimmer füllte sich mit dem Geruch von Verbranntem und von Gülle.
Trotzdem studierte sie erfolgreich weiter. Ein Teil von ihr ignorierte das unerklärliche Geschehen, dessen Mittelpunkt sie war. Ihre Freunde beschrieben sie als fröhlich und sie suchte stets die Gesellschaft anderer Leute. Sie hatte sogar einen festen Freund, namens Peter.
Peter nun glaubte daran, dass es eine Erklärung für all diese Geschehnisse gab und hoffte, dass irgendwann ein Arzt diese seltsame Krankheit heilen könnte. Er blieb bis zu ihrem Tod bei Anneliese, obwohl auch er später häufig ein Opfer ihrer feindseligen Attacken wurde.

Im November 1973 begab sich Anneliese dann in Behandlung an der Universitäts-Nerven- und Poliklinik. Hier wurde ihr die Diagnose einer „neurotischen Depression mit Entwicklungscharakter“ gestellt. Ein EEG-Befund gab einen Hinweis auf eine Hirnschädigung im linken Schläfenlappenbereich, was, obwohl nicht bewiesen, medizinisch gesehen, der wahrscheinliche Ausgangspunkt ihrer Anfälle war. Diese Annahme stellte sich später als falsch heraus, wurde aber, auch auf Grund der Unwissenheit der Ärzte solchen Phänomenen gegenüber medikamentös weiter verfolgt.

Und Annelieses Zustand verschlimmerte sich nun rapide. Neben den Teufelsgrimassen begann sie Urteile zu hören, Richtersprüche über ihr eigenes Leben. Oft bedrohten diese Stimmen sie oder zwangen sie zu scheinbar konfusen Handlungen oder auch in unmenschliche Rollenspiele.

Doch solche „Phasen“ beruhigten sich immer wieder. Anneliese kam wieder zu „sich“ und studierte erfolgreich weiter. Doch auch immer wieder wurde sie attackiert.
Zu dieser Zeit war sie in Behandlung bei verschiedenen Psychiatern, doch niemand verstand, was hier eigentlich passierte. Und weil der Verdacht auf Epilepsie bestand, wurde sie auch dahingehend mit Medikamenten behandelt, was aber wirkungslos blieb.
Einige Ärzte wiesen darauf hin, dass „Besessenheit“ nicht mit Medikamenten bekämpft werden könne, was die Hilflosigkeit und Verzweiflung der Familie nur noch mehr steigerte.
Im Jahr 1973 wandten sich die Eltern dann an den örtlichen Bischof mit der Bitte um einen Exorzismus, um die „
dämonische Besessenheit“ zu vertreiben.
Dies wurde zwar abgelehnt, mit dem Hinweis auf weitere ärztliche Betreuung, dennoch war Anneliese unter ständiger Fürsorge von Priestern, die sich des Falles annahmen.

Ernst Alt, Pfarrer in Ettleben, hatte, nach eigenem Bekunden, Anneliese eine Einweisung in eine Nervenklinik angeraten, was aber für ihre Eltern völlig inakzeptabel war, da sie befürchteten, dass ihr dadurch die Karriere als Lehrerin verschlossen bleibt.

Im Juli 1975 wurde dann trotzdem ein Exorzismus zur „Probe“ durchgeführt (
Exorzismus probativus), um kirchliche „Gewissheit“ in diesem Fall zu erlangen, wie weiter vorgegangen werden kann. Dabei werden vom Exorzisten keine Gesten oder Geräusche gemacht. Der ganze Vorgang spielt sich nur im Geist (bzw. der Vorstellung) des Exorzisten ab. Von hier aus gibt er unhörbar Befehle an den unerwünschten Geist oder Dämon. In diesem Fall „sagte“ der Pater: „Wende dich ab von dieser Person und sag mir wer du bist.
Darauf reagierte Anneliese umgehend und mehrere „
Dämonen“ gaben sich zu erkennen.
Sie selbst sprang wütend auf und zerriss den Rosenkranz, was die Überzeugung des Paters bestärkte es hier mit einem destruktiven Geist zu tun zu haben.

Und sie entwickelte zeitweise so starke Körperkräfte, dass sie ihre Schwester „
wie eine Strohpuppe“ umher warf.
Oder sie zerquetschte einen Apfel mit einer Hand.
Sie sprang stundenlang ohne Erschöpfung an den Wänden oder auf der Treppe herum.
Dann begann sie ihren eigenen Urin zu trinken, vom Boden oder aus der Toilette, sich nackt im Kies zu rollen, Kälte zu suchen, um „
die Erwärmung ihres Körpers zu verhindern“. Sie verfluchte Priester in deren Gegenwart.
Sie verlor ihre Vorderzähne beim Versuch sich durch eine Wand hindurch zu beißen.
Sie biss toten Vögeln den Kopf ab, verspeiste Fliegen und Spinnen und kaute Kohlestücke.
Oft „
verwandelte“ sie sich auch in einen Hund, der tagelang unter den Tischen kroch und nur heulte und knurrte. Manchmal war sie so verkrampft, dass sie weder trinken, noch atmen konnte. An anderen Tagen wurde sie (nach Ansicht ihrer Mutter) vom Teufel verprügelt, auf den Bauch oder auf den Rücken geworfen, und zwar so heftig, dass Annelieses Körper mit blauen Flecken und Narben übersät war. Ihr Kopf war fast schwarz, ihre Augen zugeschwollen und kaum mehr sichtbar.
Wenn sie mal schlief, sah sie aus als wäre sie tot.
Versuche ihrer Mutter den Boden mit Kissen und Bettdecken zu belegen waren wirkungslos. Sie konnten nicht verhindern dass Anneliese von da an auf die ungeschützten Stellen geschleudert wurde. All dies schrieben Ärzte Annelieses erkrankter Psyche zu.

 

Annelieses Veränderung

 

Im Herbst 1975 gab dann der Bischof von Würzburg, Josef Stangl, die Genehmigung einen umfassenden Exorzismus durchzuführen. Diese Genehmigung kam mit einer ausdrücklichen Empfehlung dies auch zu tun. Die folgenden Exorzismen wurden von zwei Priestern, Ernst Alt und Arnold Renz, durchgeführt. Das meiste, was in diesen Sitzungen geschah, wurde auf Tonkassetten dokumentiert. Dies geschah mit der Einwilligung von Anneliese, damit die dort getroffenen Aussagen veröffentlicht und auf der ganzen Welt verbreitet werden konnten.
Ein weiterer Pater, Adolf Rodewyk, stand den Exorzisten mit Rat zur Seite.
Die Exorzismen wurden im Haus der Familie in Klingenberg durchgeführt.

Um welche Geister oder Dämonen es sich handelte, ihre Verwünschungen und Ausbrüche, ihre Aussagen und Behauptungen können in den oben angegebenen Quellen gefunden werden. Neben Abschriften des Gesagten, sind auch Ausschnitte der Tonband-Aufnahmen dort zu finden.
Ziemlich bedrückende und gruselige Dinge ...

Hier seien nur noch einige der Eindrücke der Beteiligten und einige Geschehnisse erwähnt.
Annelieses Stimme veränderte sich in diesen Sitzungen auf eine unangenehme Art und Weise. Sie verstärkte den Eindruck hier diabolischen Wesenheiten gegenüber zu stehen. Zischend, gurgelnd, schreiend, brüllend, anklagend, drohend kamen Worte aus ihrem Mund, die keiner „
normalen“ Person mehr zuzuordnen waren. Doch das war nicht alles. Sich von „allein“ bewegende Stühle, in der Luft „verharrende“ Kanister mit Weihwasser. Einmal trat Anneliese mit voller Kraft gegen ein mit Wasser gefülltes Glas, doch kein Wasser spritzte heraus. Möbel wurden verschoben und weitere Rosenkränze zerrissen. In einem gewalttätigen Ausbruch schlug Anneliese, mit ihrem Kopf, das Glas ihrer Zimmertürscheibe kaputt, doch zog sich dabei nicht die kleinste Verletzung zu.

„Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde …“

- betete Anneliese in der Nacht vor dem Fest der Himmelfahrt der Jungfrau Maria die ganze Nacht hindurch

Freunde wurden körperlich von ihr bedroht. Und wenn ihr Freund Peter zu Besuch kam, konnte Sie kaum sprechen. Sie tobte nur herum und wiederholte nur immer wieder: „Ich habe so ein Herz aus Stein…
Trotz all der Umstände hielt Peter zu Anneliese. Er nahm sie sogar mit auf eine Reise, wo sie abermals eine Marienerscheinung hatte. Und wieder fragte die Erscheinung: „Es fügt meinem Herzen großes Leid zu, dass zu dieser Zeit sehr viele Seelen in die Hölle gehen. Man muss Buße tun für die Priester tun, die Jugend, und für dein Vaterland. Willst du die Buße tun für all die Seelen, damit so viele Menschen nicht in der Hölle sterben müssen? Oder willst du Buße tun für die Seelen, welche für die Ewigkeit verdammt sein werden?“
Obwohl diese Fragen Annelieses Familie entsetzte, vermutlich gerade im Hinblick auf die Ereignisse, die sich unaufhaltsam um sie herum abspielten, die Exorzismen und ihre leidende Tochter im Mittelpunkt des unwirklichen Geschehens, sagte Anneliese: „Wenn ich jetzt nicht tun werde, worum mich die Mutter Gottes bat, dann werde ich die Schuld dafür tragen, dass so viele Seelen in die Hölle kommen und für Ewig verdammt sein werden.“

„Manche haben keinen Funken des Glaubens mehr; die gehören mir!“
„Einige gibt es, die glauben nicht einmal, dass es mich gibt. Das sind meine Liebsten.“

- Luzifer, einer der Dämonen in Anneliese (20.10.1975)

 

So gingen die Exorzismen weiter. Es bedurfte der Kraft von drei Männern sie festzuhalten, wenn sie einen weiteren Tobsuchtsanfall bekam. Am stärksten reagierte Anneliese auf geweihtes Wasser.
Pater Renz, einer der Exorzisten, der als Missionar in China arbeitete, sprach sie auf chinesisch an, was sie einwandfrei verstand und darauf antwortete. Und noch etwas merkwürdiges, - die, von verschiedenen Dämonen (oder Persönlichkeiten), Besessene hatte offenbar eine Kenntnis von geheimen und verborgenen Dinge, auch Gedanken erlangt. So sagte Pater Renz des öfteren:
„Man konnte nichts vor ihr geheim halten, sie wusste einfach alles."

Und auch während der Exorzismen kam es wieder zu Marienerscheinungen.
Dieses Mal bei dem Versuch die Dämonen aus dem Körper des Mädchens zu vertreiben.
Sie kommt, sie kommt! Die große Dame!
Die Exorzisten zwangen die Dämonen, einer nach dem anderen, den Körper zu verlassen; doch letztlich scheiterte das Vorhaben an einem, vielleicht seltsamen, Umstand:
Während des Exorzismus vom 30. Dezember 1975 sagten die Dämonen, dass sie Annelieses Körper nicht verlassen können, weil es ihnen der Heiland nicht ermöglicht. Also ging es weiter …

Am 3. März 1976 (Aschermittwoch und Beginn der Fastenzeit) stellte Anneliese dann auch noch die Nahrungsaufnahme gänzlich ein, denn Stimmen hätten ihr das Essen verboten.
Ihr Zustand verschlechterte sich drastisch.
Sie begann stundenlang zu knien oder den Kopf auf den Boden zu schlagen.
Buße tun. Und was trieb sie noch an?

Doch Anneliese fühlte ein Ende des Leidens nahen. Sie sagte zu Pater Renz, dass der kommende Juli eine Veränderung bringen wird. Und sie sollte recht behalten.
Während ihres letzten Exorzismus, am 30. Juni 1976, bat Anneliese den Pater um Absolution, der Lossprechung ihrer Sünden. Um dem Mädchen ein wenig Schlaf zu geben befahl Pater Arnold den Dämonen zu nun Schweigen, und das geschah auch so.
Am 1. Juli schlief Anneliese ruhig im Bett ein und wachte nicht mehr auf.

Vielleicht starb sie an der Erschöpfung, dem unsäglichen Leid, der Auszehrung?
Vielleicht war sie schlicht verhungert?
Vielleicht wurde sie ein Opfer ihrer Teuflischen Visionen?
Der herbeigerufene Hausarzt war nicht in der Lage die Todesursache festzustellen.
Und nicht der „Teufel“ geriet ins Visier der Strafverfolger, sondern die, die ihn austreiben wollten.

Kurz darauf wurde eine Anklage gegen die Eltern und die beteiligten Priester ausgesprochen.
Und es begann ein Showmäßiger Strafprozess. Laut der Anklage war Anneliese verhungert, Zwar wies ihr Körper, der zwar ausgezehrt war, keine der charakteristischen Merkmale des Verhungerns auf, trotzdem war ihre Verweigerung der Nahrung „amtlich“ dokumentiert.
Und Anneliese war ja auch tot.
Ihre Eltern und die beiden Exorzisten wurden der fahrlässigen Tötung für schuldig befunden. Die Strafe war sechs Monate Haft auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.
Die offizielle medizinische Diagnose im Fall Anneliese Michel lautet:
„Paranoid-halluzinatorische Psychose bei Epilepsie auf dem Hintergrund besonderer psychosozialer Faktoren, wobei eine psychogene Identifizierung krankhafter Art mit der Rolle einer Besessenen gegeben war.“

Auch eine, von der Deutschen Bischofskonferenz eingesetzte, Kommission kam hinterher einhellig zu dem Schluss: „Anneliese Michel war nicht besessen!“

Spätere Untersuchungen, wie die des Schweizer Wissenschaftlers Dr. Theo Weber-Arma, zeigten jedoch auch auf, dass ein Großteil der Fakten (zumindest) im Gerichtsprozess verschwiegen bzw. gar nicht berücksichtigt wurde:

So wurde Anneliese Michel zwar drei Mal EEG-Tests unterzogen, aber bei allen Malen wurde eine Epilepsie ausgeschlossen, auch wenn später „offiziell“ das Gegenteil behauptet wurde.
Trotzdem wurde sie auf Epilepsie behandelt und bekam über Jahre die Medikamente, welche speziell nur für Epileptiker gedacht sind (Zentropil und Tegretol).
Eventuelle Nebenwirkungen wurden ebenso wenig berücksichtigt, wie die mögliche Tatsache, dass die hohe Konzentrationen dieser Medikamente und deren langfristige Einnahme (Langzeitwirkung und Summierungseffekt) schließlich zur Zerstörung des Körpers und dem Tod von Anneliese geführt haben könnten. Die Ärzte, die eine Fehldiagnose auf Epilepsie stellten und darauf das Mädchen falsch behandelten, wurden niemals zur Rechenschaft gezogen. Eine pathologische Veränderung im Schläfenlappenbereich ließ sich auch nicht feststellen.
Auch von den Tonband-Aufnahmen, die während der Exorzismen gemacht wurden, wurde natürlich keines als Beweismittel anerkannt oder öffentlich gemacht. All das kam viel später.

Dr. Weber-Arma sagte:
„Es ist kein Epilepsie-Symptom den Kopf mit einer solchen Geschwindigkeit nach links und nach rechts zu schütteln, dass alle den Eindruck haben, einen Film in beschleunigter Geschwindigkeit zu sehen.“

Im folgenden Jahr wurde, aufgrund einer „himmlischen“ Botschaft über die Unversehrtheit ihres Körpers (an die Leiterin des Allgäuer Kinderheims), der Leichnam von Anneliese Michel wieder ausgegraben. Der Körper soll jedoch alle normalen Erscheinungen von Verwesung gezeigt haben …, - sagen die einen. Andere wiederum bestreiten das. - Einer der damaligen Bestatter soll sich kurz vor seinem Tod zu Frau Michel begeben haben, um ihr mitzuteilen, dass er diese Lüge nicht mehr länger ertragen könne. Die Staatsanwaltschaft habe ihn dazu gezwungen, die Unwahrheit zu sagen. - ANNELIESE sei unverwest!


Auch in diesem Fall verbleibt, wie bei etlichen anderen auch, vieles im Dunkel des Wunschdenkens, der Linienförmigkeit und der Spekulationen. Und alles darin bewegt sich irgendwo zwischen dem religiösen Glauben, dem Übernatürlichen, dem Erkrankten und den Ketten der Konvention …

„Für den 'Besessenen' selbst ist die Deutung seiner Symptome als 'Besessenheit' eine einfache Antwort auf komplexe Probleme. Sie müssen sich nicht mit den komplexen Ursachen von Ängsten, Befindlichkeitsstörungen oder Süchten auseinandersetzen. Stattdessen schieben sie die Verantwortung für das eigene Leben und die eigene Gesundheit auf dunkle Mächte, gegen die man selbst nichts ausrichten kann.“

- Bernd Harder, Sprecher der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung der Parawissenschaften (Gwup)

 

Was nun auch immer hier die Wahrheit gewesen sein mag; von offizieller Seite gab es stets das Bemühen den Eindruck zu erwecken, dass es sich bei den geschilderten Ereignissen um nur Folgen überschaubarer und kontrollierbarer Geschehnisse gehandelt hätte. Gerade in einer Zeit, wo Derartiges mediale Unruhe erwecken konnte, war man bemüht den Rahmen des Natürlichen und Normalen (zwar mit einigen Fragezeichen, aber „etablierter“ Anschauung gemäß) präsentieren zu können.
Das Übersinnliche hatte, weitestgehend, darin keinen Platz.

Spekulationen - Von Exorzismen, Psychokineten, Quanten und Dämonen

Es muss uns klar sein, dass die heutige Wissenschaft nicht nur kaum Interesse an diesen Phänomenen hat, sondern, dass die Untersuchung derselben auch kaum unterstützt wird. Über neunzig Prozent der Wissenschaftler werden von der Industrie gesponsert, will heißen, dass es sich dabei um subventionsgestützte Forschung dreht, die praktische Anwendungsziele verfolgt. Wobei natürlich Rahmenbedingungen gesetzt und Vorgaben gemacht wurden. Die verbliebenen „
freien“ Forscher teilen sich die Gebiete, die sich von der philosophischen Metaphysik bis zur quantenmechanischen Elementarphysik erstrecken. Parapsychologie, Spiritualität oder Grundsatzforschung (und damit meine ich das Infragestellen der bisherigen wissenschaftlichen Sichtweise) sind, außer sie sind interessehalber privat finanziert, eher Randerscheinungen.
Ein Ansprechpartner für „
übernatürliche“ Erscheinungen ist die Katholische Kirche. Allerdings kann auch dieser, und nicht nur aus dem Blick der etablierten Wissenschaften, eine voreingenommene Sichtweise derartigen Phänomenen gegenüber unterstellt und zugesprochen werden. Und der Tod der Studentin Anneliese Michel (s.o.), die nach einer Serie von Exorzismen starb, trägt bis heute sicher nicht zu einem aufgeschlossenen Umgang damit bei.

Fahrlässige Tötung“ deutet auf eine krasse Falscheinschätzung einer, von paranormalen Erscheinungen heimgesuchten, letztlich tödlichen Situation hin. Verurteilungen und eine unangenehme Medienaktivität, Teufelsaustreibungen und Hokuspokus, Infragestellungen, Abschätzungen und der Glaube an sich; - und was gilt als Beweis?
Aber was kann nicht in Frage gestellt werden, allemal, wenn die darüber urteilenden Personen bestenfalls Material aus zweiter oder dritter Hand in ihre Überlegungen einbeziehen können?
Und dann noch das, „
was-die-Leute-so-reden“ …
Verständlich, dass die Kirche in Deutschland, seit diesem Richterspruch, versucht sich seitdem verstärkt diesen Phänomenen mit Abstand und Vorsicht (
wenn überhaupt noch) anzunähern.

Allerdings musste, beispielsweise, das
Erzbistum Paderborn zugeben, dass es in den Jahren 2000 bis 2008 drei Fälle von „kirchlich begleitetem“ Exorzismus gegeben habe. Scheinbar wurden 200 Anfragen gestellt, von denen 18 ernsthaft geprüft wurden. Angeblich mit Zustimmung von Bischof Walter Mixa, dem früheren Bischof von Eichstätt und Bischof von Augsburg. Die Bistümer Eichstätt, Würzburg und München beeilten sich klarzustellen, dass immerhin sie in den vergangenen Jahren keine „großen Exorzismen“ genehmigt hätten. Und es wurde gezielt auf die Hilfe von Psychologen verwiesen.

„Es handelt sich lediglich um eine Abfolge von Gebeten, mit denen der Exorzist Gott um Hilfe und um Befreiung vom Bösen bittet.“

Ägidius Engel, der Paderborner Bistumssprecher, nennt die so betroffenen „
seelisch höchst notleidende Menschen“, denen unter Umständen mit einem Exorzismus geholfen werden kann.
Exorzismus wird nicht nur seit über 2000 Jahren von der Kirche praktiziert, sogar deren Gründer Jesus hat schon (
laut den Evangelien) Dämonen ausgetrieben. Und schließlich könne ja auch nur Gott vom (selbstgeschaffenen?) Teufel befreien, denn alles andere wäre „Aberglaube und Schamanismus“.
Zusätzlich konsultiert die Kirche heutzutage Ärzte und Psychologen konsultiert, die den Verdacht auf eine psychische Störung enthärten müssen. Folgende Exorzismen werden dann unter ärztlicher Aufsicht und Kontrolle durchgeführt.

„99 Prozent derjenigen, die meinen, vom Teufel besessen zu sein, sind psychisch krank.“

Weiß Jörg Müller, Psychotherapeut und Pater aus Freising, der dem „Münchner Kreis“ angehört, einer Deutschlandweit ziemlich einmaligen Anlaufstelle von Theologen, Psychologen und Ärzten. Hier können, von übersinnlichen Erscheinungen, betroffene Menschen „fachkundigen Rat“ suchen. Immerhin.

In vielen der aufgenommenen Fälle war es angeblich zum sexuellen Missbrauch in der Kindheit gekommen, daraus resultierende Angstzustände, Stimmungsumschwünge und Stress. Inwiefern diese Angaben der Realität entsprachen bzw. Freudschen Wunschvorstellungen, Behauptungen oder sogar Unterstellungen, lässt sich für mich nicht verifizieren. Es klingt auf-jeden-Fall immer annehmbar und im Fall der Anneliese Michel war tatsächlich ein sexueller Übergriff erfolgt.

Müller schildert den Fall einer Witwe, die glaubte dass ihr verstorbener Mann im Haus herumspukt.
Gegenstände fielen von den Wänden und im Haus waren laute Poltergeräusche zu hören.
Nun hat dieser Müller eine eigene Ansicht über diese Erscheinungen. Er war sich nämlich sicher, dass nicht ihr Mann dahintersteckt, sondern die Psyche (
was immer das jetzt auch sein soll) der betroffenen Frau selbst.

„Unsere Psyche ist zu unglaublichen Leistungen fähig."

wusste Müller wieder - und zwar habe sich später dann herausgestellt, dass die Witwe, „
Kraft ihrer geistigen Energie“ diese paranormalen Erscheinungen selbst hervor gerufen habe
Nach einer Psychotherapie wurde die Energie auf eine „normale“ Ebene umgelenkt, vermutlich wurden ebenfalls ihre Wahrnehmungen beeinflusst, aber letztendlich hat der Spuk im Haus nachgelassen.

Ich denke, wir haben hier einen ähnlichen Fall, wie den zum Beginn dieses Textes beschriebenen Hypochonders. Allerdings bleibt offen ob und wie diese Phänomene tatsächlich „
erschaffen“ wurden. War sie wirklich fähig (wie auch Anneliese Michel) kurzzeitig paranormale Erscheinungen innerhalb der doch von physikalischen Gesetzen bestimmten Wirklichkeit zu erzeugen? Falls ja, - wäre es doch hochinteressant WIE das geschah! Und verfügen wir möglicherweise ALLE (bislang meist latent) über solche Fähigkeiten? Was könnte DAS für die menschliche Evolution bedeuten?
Und was würde DAS für die Medizin und alle anderen (
scheinbar gesicherten) Wissenschaften bedeuten?

Könnte man sich jetzt sicher fragen ...
Doch stattdessen wird das Verhalten und Erleben der Frau von den behandelnden Ärzten auf eine „
normale Stufe“ zurück gebracht ...

Und die Fähigkeit, die für einige sinnlos und nicht kanalisierbar scheint, versiegt wieder.
Hier erheben sich die Fragen: Was ist der Mensch mehr, als durch soziale Anpassung erworbenes Verständnis, ein Name und ein durch Reproduktion erworbener Körper?
Was ist der Mensch mehr, als ein zumeist unbewusst funktionierender Spiegel der Puzzleartig die irgendwie bearbeiteten Geschehnisse der umgebenden Welt reflektiert?

Wenn der Begriff „
Normalität“ auftaucht, gerade im sozialen Bereich, dann meint er nicht die Möglichkeiten des Menschen, die sich aus dem Training seiner ungenutzten Ressourcen entwickeln können, sondern er meint schlicht „Unauffälligkeit“. Menschen werden solange „therapiert“, bis sie wieder unauffällig genug sind, um einfach in der Menge zu verschwimmen. - Stagnation, Anpassung und Regeln bestimmen den Dienst am Staat. Treiben, Unabhängigkeit und Freiheit vermutlich den an der Menschheit ...

Und bestimmt hat jeder schon von Quantenphysik gehört. Mathematisch (anhand 10-14 Fingern) gesehen sprechen wir hier von Wahrscheinlichkeiten, die sich aus rechnerischen Möglichkeiten ergeben, - oder für uns damit sichtbar werden. Diese „Welt der Quanten“ erschließt sich uns alleine durch vergleichende Beobachtungen und durch mathematische Operationen. Quanten- und Elementarphysiker stellten bei aufwendigen Rechenkunstücken fest, dass innerhalb bestimmter Ergebnisse in den langen Nachkommazahlen immer wieder sich wiederholende Zahlenfolgen zu finden waren, die, wie gesetzmäßig, regelmäßig in den Gleichungsergebnissen auftauchten. Sogenannte Itterationen. Konzentriert man sich nun nur auf diese und versucht sie graphisch darzustellen, kommen verdammt hübsche Bilder, sogenannte Fraktale, heraus, die wiederum „realen“ Erscheinungsformen ähneln.

Warum beispielsweise nicht den gefundenen Wert einer mathematischen Gleichung immer wieder durch durch die anfängliche Gleichung teilen? Ergibt wunderbare Itterationen und ebenso wunderbare, sich immer wiederholende, Bildchen. Ein Ketzer, der hierbei an Willkür denkt ...


Man glaubte also „hier“ einer weiteren Spur zu den unsichtbaren Gesetzen des Universums folgen zu können. Tatsächlich können solche „Ordnungen“ oder Muster praktisch fast überall beobachtet werden. Aber sie sind halt nicht so leicht zu erfassen, wie die bisher unformulierbare Schwerkraft, und sie verhalten sich auch nicht unbedingt empirisch.
Und da gibt es dann die Mathematik, die Ähnlichkeit mit Genauigkeit verwechselt, aber immerhin zur künstlichen Annäherung zu genügen scheint. Zumindest für die Befürworter derartiger Taschenspieler-Tricks. Aber ist sie doch bisher die genaueste Beschreibungsform, die uns zur Verfügung steht, mag man einwenden. Sie, und der Glaube, dass irgendwo zwei völlig identische Einheiten existieren mögen, die man getrost zusammenzählen kann, um endlich einmal ein stimmiges Ergebnis zu erreichen …

„Das Gegenteil von schlecht muss nicht gut sein – es kann noch schlechter sein.“

-Paul Watzlawick, österreichisch-amerikanischer Kommunikationswissenschaftler, Psychotherapeut, Soziologe, Philosoph und Autor

 

Zu Bedenken dabei ist, dass wir uns hier wieder nur im, vom heutigen Menschen beobachteten und interpretierten, „Raum“ bewegen. Und „richtig“, „informiert“ oder „falsch“ ist, wie so oft, nur abzählbar an Hand der Stier-Tänzer. - Und wer, wenn er/sie ehrlich argumentiert, kann man sich davon ausschließen?
Und wir bewegen uns in einem kompliziert anmutenden Bereich der möglichen Wahrscheinlichkeiten, die vermutete Gesetzmäßigkeiten in dem (
hungrig geöffneten) Rachen der Unsicherheit produziert. Bis heute gibt es keine „Erklärung“ über, beispielsweise, das gleichzeitige Auftreten von „Photonen“ oder das endgültige Schicksal der gebeutelten Katze Schrödingers.
Aber darauf zielt das Spiel der möglichen Beschreibung des bislang Unsichtbaren auch gar nicht ab. Hingegen öffnet man damit virtuelle Tore zur Phantasie …

Ob diese Itterationen und der Raum zwischen den speziell hervorgehobenen Zahlen tatsächlich eine hilfreiche Ergänzung zur Formulierung des Unsichtbaren sein können, oder ob man dabei völlig „
auf dem Holzweg“ ist, und nur als Entschuldigung für das Außer-Acht-lassen bestimmter Offensichtlichkeiten (bzw. alternativer Sichtweisen, die schon lange vorher auf andere grundlegende Dinge hingewiesen haben, aber generell von der „offiziellen“ Sichtweise ausgeschlossen wurden; und ja, ich spreche hier von spiritueller Forschung) genutzt wird, um im günstigsten Fall auch noch die Unsicherheit zu relativieren, bleibt dahingestellt.

Jeder, der sich solchen Themen widmet, und versucht nicht sklavisch den, bisher bestenfalls hypothetisch formulierten, Gedankengängen als „
Weisheit aller Dinge“ zu folgen (was ja auch viel zu unsicher wäre), ist hiermit aufgerufen die Beziehung des Irrealen mit dem Möglichen (und damit meine ich nicht das praktisch Mögliche) zu untersuchen. Vielleicht ist ein angestrebtes Resultat dann wirklich mit der Realität übereinstimmend? Fragt sich nur – welcher eigentlich?

Was wäre, beispielsweise, wenn jede Erscheinung (
oder „reale“ Wahrnehmung) im Grunde immer aus drei Grundkräften „rekrutiert“ werden würde? Wenn 'Schwarz-Weiß' kein Gegensatz mehr darstellt, sondern nur eine Verbindung, mithilfe einer noch unbekannten Kraft, die diesen beiden scheinbaren Extremen genauso konträr gegenübersteht?
Und ich vermute mal, das „Grau“, ebenso wenig wie „Bunt“ oder "Leer" hier die Antwort ist …

Triaden anzunehmen, anstatt Dualitäten, könnten den Erfahrungsbereich (
gerade auch im sozialen Sichtbereich) beträchtlich erweitern. Und wenn man dann noch die Möglichkeit anerkennt, das jede „Aktion“ im sichtbaren (oder im unsichtbaren) Bereich von Schwingungen getragen wird, die sich im Ausdruck, aber nicht in der Mechanik verändern … Und es tatsächlich Möglichkeiten gibt in diesen Schwingungsprozess einzugreifen, ohne die Hauptschwingung zu zerstören oder destruktiv zu regulieren, und den Überblick über die Folgeprozesse zu verlieren. - Wenn man erkennt, dass jede Schwingung schon natürlich vorhandene „Brüche“ beinhaltet, die scheinbar bislang unserer Wahrnehmung und den dicken Büchern der Wissenschaftlern entgangen sind, dann sind wir schon mitten im Bereich der Häretiker, der spirituellen Spinner und der Doktrinen.
Trotzdem scheinen immer mehr Menschen zu begreifen, dass man die Welt nicht einfach zwischen nur zwei Extremen einordnen und diskutieren kann.

Es kommt sicher nicht ungefähr, dass auch unsere Computer zu Beginn nur binäre Prozesse verstanden und verarbeiteten. Der nächste Schritt waren Bedingungen, die Prozesse auswählten, einschränkten, erweiterten und (
unter neuen Bedingungen) abbrachen, fortführten oder ausbauten.
Mittlerweile gibt es Maschinen, die hypothetische Strukturen anhand
vorgegebener Daten und Spielräume erfassen, darzustellen und zu entwickeln vermögen. Hier spielen quantenmechanische Resultate (aber auch prognostizierte Gesetzmäßigkeiten) den Ratgeber für die verschiedensten Auslegungs-Modelle, - so etwas, wie, wissenschaftliches Herumgerate (Indikatoren), Prophezeiungen (Prognosen) und ein ordentlicher Hauch Schamanismus (Theorien).
Aber, wie sagte schon Charles Fort so treffend:

„Wer könnte nicht ein preisgekrönter Schütze werden, wenn immer nur die Treffer notiert werden?“

Und wir alle wissen wie weit solcherart geschaffene „
Erklärungsmodelle“ über prognostizierte zukünftige Entwicklungen mit der „realen“ Wirklichkeit konfliktiv kollidieren können.
Eine vielleicht bald lebensnotwendige Frage ist hier, ob der Quanten-Schmetterling den Sturm auslösen wird, bevor er davon träumte ein Mensch zu sein, oder bevor der Mensch, der den Schmetterling träumte, den Weg aus der Traumwelt wieder heraus finden kann?
Doch zurück zum Thema.

Bis hierher erschien es, als wäre der menschliche Geist (
oder die „paranormale Komponente“) als Verursacher der weiter oben geschilderten Phänomene verantwortlich zu machen.
Wie-auch-immer diese über- (
oder unter- , oder was ganz anderes?) sinnlichen Phänomene in die reale Welt hinein produziert werden können …
Doch was wäre, wenn solche Energien von „
Außen“ in den Geschehnissen erzeugt werden?
Wenn also der menschliche Geist im wahrscheinlichsten Fall als Aufhänger und womöglich als Tongeber funktioniert, aber nicht dafür verantwortlich ist?
Dies stellt die Frage nach bisher zumeist unsichtbaren Entitäten, die irgendwie gemeinsam (
vielleicht (s.o.) nur zeitweilig?) mit uns zusammen eine Koexistenz auf diesem Planeten führen.
Geister? Dämonen? Dimensionsgänger? Zeitreisende? Außerirdische? Und was nicht noch alles hier als ungesicherte Möglichkeit dafür herhalten könnte...

Ernstzunehmende (?) Wissenschaftler spekulieren derweil ebenso ernsthaft darüber, ob solche Erscheinungen möglicherweise vielleicht nicht alle aus derselben Quelle kommen könnten?
Ich gebe zu, ich habe so etwas ähnliches auch gedacht, aber eine der möglichen Konsequenzen wäre zwangsläufig unsere universelle Isolation aufgeben zu müssen, und wer hat daran schon ein Interesse?

Aber gerade die Quantenphysik, mit allen ihren „
Prinzipien“ von Unsicherheit und mathematischen Un- aber Regelmäßigkeiten, malt uns hier die Bilder offener Pforten zu gedachten anderen (vielleicht nur durch eine winzige Schwingung getrennten) „Dimensionen“, in denen schier alles möglich wäre. (…) Aber funktioniert das auch hier, auf dieser Erde?

„Als Physiker, also als Mann, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, nämlich der Erforschung der Materie diente, bin ich sicher frei davon, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden.
Und so sage ich Ihnen nach meiner Erforschung des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich!
Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Atoms zusammenhält.
Da es aber im ganzen Weltall weder eine intelligente, noch eine ewige Kraft gibt, so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewussten, intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund der Materie! Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre!
Da es aber Geist an sich allein ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen angehört, müssen wir zwingend Geistwesen annehmen."


Das sagte Max Planck im Jahre 1929, während einer Rede im Harnack-Haus. Nun sollte noch angefügt werden, dass die Westliche Denkweise die Begriffe „
Bewusstsein“ und „Wahrnehmung“ ziemlich austauschbar benutzt, da unsere „aufgeklärte“ Zivilisation, in ihrer „Entwicklung“ immer nur den Blick auf die äußere und sichtbare Welt gerichtet hat, die sie für den Verursacher aller Erscheinungen hält. Gut, teilweise wissen wir es heutzutage besser (oder anders); trotzdem „begründen“ sich die maßgeblichen und etablierten Wissenschaften auf solcherart Wahrnehmung und Interpretation der Wirklichkeit. Die Wissenschaft der „Seele“, beispielsweise, die Psychologie, lehnt die Existenz derselben vehement ab, und glaubt in ihren Untersuchungen, Beobachtungen und Schlussfolgerungen sich allein auf die mechanische Abläufe (Erleben und Verhalten unter künstlichen Bedingungen) von (bislang angenommenen) Funktionsprinzipien stützen zu können. Oder die Funktionsmedizin im Allgemeinen. Das Interesse an einem wirklich normal entwickelten Menschen, und das schließt ebenso vergangene, heutige und zukünftige Möglichkeiten mit ein, ist mehr und mehr in den Hintergrund getreten; hat einer, zumeist zweckdienlichen "Spezialisierung" ihren Platz geräumt und wird bestenfalls noch von religiösen oder spirituellen Bestrebungen heimgesucht.

So wird, von der etablierten Studiengemeinschaft der Wissenschaft, die Existenz von einem „
Etwas“, dass ein Interesse an der Aufrechterhaltung und Gesundung des Körpergeschehens hat, zwar zwangsläufig unterstützt (da man keine Erklärung für eine "göttliche" Agenda unterstützt und eigentlich nur theoretische DNS-Programme und unverständlicherweise wirkende Pacebos anzubieten hat) , aber als unabhängige Idee schlicht abgelehnt.
Und trotzdem arbeiten unsere inneren Regulatoren, produzieren, sortieren und heilen, ohne äussere Anstöße oder äussere Vorbereitungen. Mit einer Regelmäßigkeit, einer Sorgfalt und einer Genauigkeit (
und einer Selbstverständlichkeit), die sich jedem noch so erfahrenen Menschen-Doktor entzieht. Es scheint, als wäre ein zweiter Körper im Menschen aktiv, dessen Wirkungsfeld (und Spielraum) die "physische Ebene" darstellt.

Menschen in tiefen Meditationen, aber auch in psychokinetischen Experimenten, beschreiben sogar eine Trennung solcher verschiedener „Körper“ ... Was natürlich (auch bislang) völlig unbewiesen und unbeobachtbar ist. Deswegen wählt die derartig ausgerichtete „Forschung“ auch den „Weg des geringsten Widerstandes“, - und der ist Unglaube, Verleugnung und Abgrenzung.
Wenn dieses unsichtbare Wesen in unserer Existenz aber nun doch (und vielleicht sogar eigenständig) existiert, und ich spreche hier nicht von Empfindungen, Gefühlen oder Gedanken, denn das sind wahrscheinlich nur Produkte des physischen Körpers, wäre die Existenz immaterieller Lebensformen (die wir nur unter „günstigen“ Umständen und Momenten überhaupt wahrnehmen können) so abwegig? "Geisterscheinungen"?
Die Quantenphysik, die mittlerweile schon den Status des Mittelalterlichen Okkultismus erreicht hat, lässt hier viele Möglichkeiten für zukünftigen Spielraum offen ..., aber auch noch mehr Platz für noch mehr Fragen.

Ähnlichkeiten ersetzen empirische Wiederholungen, genau ...

Eine Theorie (
in der „modernen“ Wissenschaft), um damit mal anzufangen, hat solange eine (oder ihre spezielle) Berechtigung, so lange sie nicht (auf eine akzeptierte Weise) widerlegt ist. Nennt sich "Falsifizierungs"-Methode und ist unter anderem mit dem Namen des Wissenschaftstheoretikers Karl Popper verbunden.
Natürlich gilt so etwas nur bedingt (
oder überhaupt nicht) auf dem weiten Forschungsfeld der Spiritualität, der Paranormalen Phänomene, der Religiösen Erscheinungen, wiederholter Sichtungen (bislang) unbewiesener oder (bislang) erfolgreich abgestrittener Vorkommnisse, seien es Geistererscheinungen, lebendige Frösche, nicht identifizierte andere fliegende Objekte oder prähistorisch anmutende Monster ... Aus irgendeinem Grund werden derartige „Phantome“ ausgeschwiegen, mit Lächerlichkeiten überzogen, Zeugen werden ignoriert oder mit Drohungen zum Schweigen gebracht. Es herrscht eine Lobby des Stillschweigens hierüber. Man glaubt sich einer großen Verschwörung gegenüber zu sehen; - Wissenschaft, die einerseits predigt für alles offen zu sein, verschließt bei diesen Phänomenen ganz schnell und artig (?) die Augen. Die Folge ist, dass solcherart Phänomene dann auch aus der „offiziellen“ Geschichtsschreibung getilgt bzw. nur am Rande als Kuriositäten erwähnt werden.

Und das betrifft viele Bereiche der Wissenschaften. Dinge haben, auf die eine oder andere Weise, heutzutage materiell pragmatisch zu sein.
Nützlich ist, beispielsweise, das Verhalten (
und Erleben) von Menschen unter künstlichen Bedingungen zu studieren und daraus Regeln abzuleiten und Muster zu erstellen, die unterstützen andere Menschen unter späterer Zuhilfenahme dieser „Logik“ in ihrem Verhalten zu beeinflussen.
Die Auseinandersetzung mit
Achtsamkeit und Bewusstheit sind einige der vielen Probleme der heutigen „nützlichen“ Psychologie, die von einigen (extrem materiell messbar ausgerichteten) Wissenschaften zwar immer noch als unsichtbarer „Hokus Pokus“ abgelehnt, nichtsdestotrotz gerne und wiederholt genutzt, wird.

Dementsprechend unnütz ist, den Raum des menschlichen (
oder tierischen) Bewusstseins zu ermessen, brachliegende, bisher sporadisch auftretende und unkontrollierbare Fähigkeiten zu aktivieren und dem Einzelnen damit die Möglichkeit zu geben einen neuen Platz in einer neuen Welt zu gestalten, wo die alten Werte (auf Grund und als Ergebnis einer solchen Forschung) schließlich gänzlich neu überdacht und interpretiert werden müssten.
Die Möglichkeiten solch einer Forschung wären schier grenzenlos für das Individuum.
Leider treten solche Phänomene räumlich oder zeitlich begrenzt auf. Das bedeutet auch, dass sie scheinbar meist im Unsichtbaren operieren ...

Doch was für eine Offenbarung für die heutige Physik, die auf der Jagd nach immer kleineren Materiepartikeln, nun mit den verschiedenen Auslegungen der Quanten“
mechanik“ jetzt auch im Unsichtbaren offenbar mal wieder ein paar Punkte sammeln kann.
Denn was solche quantentheoretischen Denkmodelle noch alles für zukünftige Voraussagen, Statistiken oder Hypothesen bedeuten mögen, ist bisher kaum bis in die Vorstellungswelt der Rezipienten eines solchen Denkens vorgedrungen. Wenn was
dran ist ...
Denn eines Tages stellt man vielleicht fest, dass diese spezielle Katze niemals vorher existiert hat oder zumindest nun einfach verschwunden ist …

Wir sollten immer bedenken, dass die reine Wissenschaftsidee an sich so gut wie NICHTS mit der praktisch anwendbaren Wissenschaft zu tun hat, - und wenn dann nur, wenn deren Nützlichkeit bezeugt und bewiesen werden kann. Finanziell gesehen hilft da schon die Wahrscheinlichkeit einer solchen Beurteilung. Und - so etwas kann, anhand von möglich beeinflussenden Faktoren, die im künstlichen Wechselspiel zu-, mit- oder gegeneinander stehen, ja
mathematisch ausgedrückt werden.

Doch Mathematik ist bestenfalls auch NUR eine Repräsentation der sichtbaren Wirklichkeit.
Das betrifft natürlich auch das zu erwartende Ergebnis, wie immer es auch ausfallen mag …, - unsere chaotisch anmutende Welt bietet hier fast endlose unerwünschte Einflussmöglichkeiten.
Mathematik ist eine übersetzende Sprache, ein Hilfsmittel und NICHT die Wirklichkeit, die sie nur repräsentiert bzw. darzustellen versucht.
Mathematik ist eine künstliche geschaffene „
Brücke“ für den menschlichen Geist immaterielle Ausdrücke tatsächlichen Begebenheiten zuzuordnen. Wo im Raum auch immer diese Ausdrücke in der relativen Zeit festgemacht werden können - und von wem auch immer. - Mathematik hat keine andere Korrelation mit der Wirklichkeit bzw. der Tatsächlichkeit.

In der „
funktionierenden“ theoretischen Mathematik müssen Bezüge schon in der scheinbar einfachsten Rechnung relativierbar sein: 1+1=2 Jeder glaubt das zu wissen.
Aber das Ergebnis kann falsch sein. Warum?
Nun, die Wirklichkeit (
mit der wir bis jetzt konfrontiert sind) lässt keine zwei völlig identischen Erscheinungsformen zu, - es gibt sie, - nach unserem bisherigen Wissensstand, einfach nicht.
Also gibt es auch keine zwei identischen Äpfel, Menschen, Tiger oder Planeten oder was-auch-immer.
Das „
korrekte“ Ergebnis wäre dann 1,xxx bzw. 2,xxx. (!)
Und so etwas funktioniert auch nur unter der
Voraussetzung, dass man die Grösse, das Gewicht, die Schale, die Kerne, das Partikelvolumen, etc. eines (1) Apfels bestimmen kann. Ansonsten arbeitet man mit ungefähren Mengen.
Das bedeutet, dass in der (uns umgebenden) Wirklichkeit Eins (1) und Eins (1) niemals Zwei (2) ergeben kann und wird.
Außer, man relativiert eben großzügig …

 

Als ein anderes Beispiel nehmen wir einen Staubsauger. Ohne Strom.
Oder eine Tasse. Ohne Flüssigkeit.
Oder ein Lebewesen. Ohne Leben.
Nun würde 1+1 ein grundsätzlich neues 1 erschaffen keine 2. -
Dies wäre eine „reale“ Funktion ….

Doch würden wir nun zugrundelegen, dass das gesamte Universum letztlich durch die Zahl „1“ repräsentiert werden kann (
alles ist Eins), dann muss zwangsläufig auch jede mathematische Zahl (bzw. der Wert jedes Operators) kleiner sein, als diese „1“ …
Verwirrend? Doch, wo soll die Mathematik denn ansetzen um wenigstens den pragmatischen Schein zu wahren?
Dinge funktionieren. Doch das
WIE ist höchst theoretisch.
Aber Mathematik hat irgendwie doch immer recht, nicht wahr?
Es kommt nur auf den vorausgesetzten Ausgangspunkt an ...

Also wurden (
TPTB) in der Vermittlung solcher Logik strenge Auflagen geschaffen, um gleich die „Spreu vom Weizen“ zu trennen. Was nicht immer gelingt, offensichtlich.
Deswegen werden hier eine Menge Subventionen, Geldmittel, Überzeugungen, aber auch Einseitigkeit, Verbohrtheit, Ignoranz, Suggestion, Anlagen und Versprechen auf zukünftige Macht (
in Form von Positionen, Jobs, sozialen Stellungen, etc.) investiert oder auch Drohungen ausgesprochen, eben um nur etablierte“ Weltbilder zu fördern, zumindest sie im Ursprung nicht in Frage zu stellen. Und Macht korrumpiert den Korrupten. Und wir lernen die „Spezialisten“ zu bejubeln.

Man kann mit Recht sagen, dass die heutigen Schulen nicht mehr lehren zu lernen, sondern schlicht einseitig indoktrinieren. Dargestellt (
bzw. „gelehrt“) werden meist nur noch „offiziell unterstützte“ oder „politisch“ gewünschte Meinungen und Ansichten über die Wirklichkeit. So gab mir meine Geschichtsdozentin den Ratschlag (im Hinblick auf die fragwürdige Geschichte Ägyptens) mich lieber auf das zu konzentrieren, was man glaubt zu wissen, und nicht auf das, was man eben nicht weiß, … gerade im Hinblick auf etwaige Prüfungen auch ein durchaus pragmatischer Gedankengang. Vor der Abschlussprüfung in Psychologie hatten wir (einige Studenten und ich) eine angeregte Diskussion über die persönliche pädagogische und psychologische Ausrichtung der uns unterrichtenden Lehranstalt, speziell auch die der Prüferin. Diese Diskussion brachte uns Einsichten, die uns letztlich allen halfen die Prüfung erfolgreich zu absolvieren.
Wie frei ist ein Wissenschaftler in seiner Arbeit, wenn diese durch ein (staatliches oder privates) Unternehmen finanziert wird?

Wissenschaft, also das, was sich selber dahingehend als „
legitim“ bezeichnet, lehnt, beispielsweise, das spirituelle Vorhandensein von Nah-Tod-Erfahrungen (mit all den möglichen Folgen) grundsätzlich ab, und „erklärt“ diese als materielle Reflexion der Vorstellungen, als Halluzinationen. Vielleicht dann so eine Art von „Scrying“ …?  Oder eben

simple Missinterpretationen bzw. missverstandene eigene Einschätzung von Sinn-, Gefühl- oder Denkstrukturen oder projizierenden Erinnerungsinhalten; - „Falsch“-Beurteilungen einer. doch eigentlich, ordinären Realität ...

 

Ebenso abgelehnt wird die Vorstellung des Vorhandenseins unsichtbarer (bislang) nicht erfassbarer Mächte, die Einfluss auf die (akzeptierte) materielle Welt nehmen können. Im Gegenteil zu einer wirklichen Forschung, die derartige Phänomene vorurteilsfrei zumindest offenlässt und auf weitere zukünftige Erkenntnisse hoffen mag, bis eine Forschung dahingehend einsetzt und weitere Sichtweisen zulässt, werden solche Erscheinungen prinzipiell abgestritten, ignoriert, ausgeschlossen und die Verkünder derselben bis zur Lächerlichkeit verdammt. Oder Schlimmeres.
Es gibt die Ansicht, das Erkenntnisse ohne Bewusst-Sein gar nicht möglich sind ...

Generell wird versucht „
nicht zu erklärendes“ dem „allgemein akzeptierten“, aber auch nur angenommenen Weltbild unterzuordnen. - Angenommen in einer Zeit, wo die Vordenker der heutigen Akzeptanz noch alles in materiellen Begriffen zu erklären suchten; sicher auch, um damit dem jahrhundertelang einengenden Griff und der Bevormundung der westlichen Religionen zu entkommen.
Bis heute wird rational jede Forschung solchen Gedanken untergeordnet.
Doch das ist keine Wissenschaft – das ist Ideologie!

„Our scientific power has outrun our spiritual power. We have guided missiles and misguided men.“

- Martin Luther King, Jr.


„Subjectivity is the only thing that we know is objectively real.“

- Alan Moore


Und wie könnten uns Mathematik, mit all den Formelhaften Statistiken, oder die wissenschaftliche Ignoranz paranormalen Phänomenen generell gegenüber, helfen speziell den Zugang oder die Möglichkeiten des menschlichen Geistes zu erfassen und zu erweitern?
Gibt es da überhaupt ein Interesse?
Die „
Transpersonale Psychologie“ versucht sich erstmals tatsächlich an solchen Gedanken. Doch bislang ist die Idee der Verhaltensforschung bzw. der Verhaltensmanipulation eine weiterhin finanziell gesicherte Pragmatik. Wie kommt das nur? :)

Und wir tappen immer noch im Dunkel, ob Phänomene, wie Poltergeister, von quantentechnisch möglichen Geistern (
möglicherweise auch oder gerade) durch menschliche Rezipienten ausgelöst werden, vom bewussten/unbewussten menschlichen Geist (mit der Hilfe bislang brachliegender Fähigkeiten) oder etwas völlig anderes …


Es geht um diesen Moment, Hier und Jetzt, alles andere, ob vorher oder ob nachher, ist reine Spekulation!


Der Cideville Poltergeist

Es begann im Winter 1850 in Frankreich, genauer in der Normandie. Es begann in der kleinen Stadt Cideville in Nord-Frankreich, gelegen in der Region Seine-Inférieure, als der Pater (
Curé), der dortigen Gemeinde, zu einem Krankenbesuch kam und mit einer seltsamen Geschichte konfrontiert wurde.
In der Gegend gab es nämlich einen Schäfer, dem unterstellt wurde die gottlosen Praktiken der Zauberkundigen zu zelebrieren. Jemand, der als „
weiße Hexe“ wohl bekannt war in dieser Gegend.
Der Kranke nun hatte sich von diesem Schäfer behandeln lassen. Der Pater riet ihm natürlich zu einem promovierten, ausgebildeten Arzt zu gehen. Der Schäfer wurde einige Tage darauf verhaftet, wegen Ausübung des Heilberufes ohne gültige Lizenz. Es wurde von der Gemeinde angenommen, dass der Pater den Fall zur Anzeige gebracht hatte und das folgende Geschehen die Rache des Zauberers dafür war. Am 25. November 1850 suchte der rachsüchtige Schäfer die zwei Schüler Paters auf und berührte sie (
magisch?) am Rücken. Am nächsten Tag, den 26. November nahmen die Poltergeistaktivitäten ihren Anfang. Aber das ist nur eine Version.

„Wenn er sich in meine Angelegenheiten einmischt, werde ich mich in seine einmischen und er wird seine Schüler verlieren.“

Insgesamt 34 Beteiligte waren Zeugen der Poltergeist-Phänomene in und um das Pfarrhaus. (
Einige Berichte sprechen sogar von 42 Zeugen) Darunter waren Prominente, wie der Marquis von Mirville, aber auch Physiker und Polizisten.
Öffentlich bekannt (
also außerhalb der Kirchengemeinde) wurde das Geschehen, als ein Schäfer namens Felix Thorel den Dorfpater von Cideville, Pater Jean Tinel, wegen Verleumdung vor Gericht brachte. Dieser hatte ihn als Hexer bezeichnet und ihm die Schuld an den befremdlichen Belästigungen gegeben, die das Pfarrhaus heimsuchten. Vielleicht nicht grundlos ...
Aber trotz intensiver Nachforschungen und Bemühungen konnte auch dieser Fall nie zufriedenstellend aufgeklärt werden.

Tatsächlich hatte Pater Tinel Schüler in seinem Haus, die, meist aus vornehmeren Familien kommend, als Priester-Anwärter (
Akolyten) von ihm ausgebildet wurden. Während dieser Zeit begannen sich um die zwei Schüler, Gustave Lemonnier (12) and Bunel (14) merkwürdige Phänomene zu manifestieren. Lautes Klopfen, rhythmisches Trommeln, sich scheinbar von selbst bewegendes Mobiliar, schwebende Schreibpulte; Steine und Messer flogen durch die Luft, starke Winde brausten durch das Haus, Kissen und Bettdecken wurden den Schlafenden immer wieder (von unsichtbaren Händen) fort gerissen.

Die ersten Attacken begannen am 26. November und waren anfangs einzig auf den jüngeren Gustave konzentriert. Messer, Bürsten, ein Bratspieß und das Gebetbuch flogen durch die berstenden Fensterscheiben. Alle möglichen Gegenstände begannen „
wie von selbst“ herumzufliegen.
Gustave selbst wurde von einigen dieser attackiert; einem Schuh und einem Leuchter. Zugleich wurde er mehrfach von einer schwarzen Hand ins Gesicht geschlagen, die sichtbar daraufhin im Schornstein verschwand.
Die nächsten zwei Wochen wurde er, auffällig für andere, von einer menschenähnlichen Gestalt verfolgt, die nur mit einer Bluse bekleidet war. Zeugen hielten sie für ein Gespenst, aber wiesen auch darauf hin, dass diese Gestalt nur knapp 40 cm groß war.
Einmal wurde der Junge von einer unsichtbaren Gewalt am Bein gepackt und hochgehoben, worauf Bunel geweihtes Wasser verspritzte und damit den gewalttätigen Spuk umgehend beendete.
Dann hörte man die Stimme eines weinenden Kindes: „
Verzeihung, Barmherzigkeit“.
Doch trotz all dieser beunruhigenden Ereignisse wollten weder Bunel noch Gustave das Pfarrhaus verlassen. Scheinbar wurde angenommen, dass eine der Arbeitsanforderungen für Priester der Kampf mit den bösen Mächten ist.

Klopfen, oft wie ohrenbetäubende Hammerschläge, dröhnte jeden Tag ab 17:00 Uhr durch das Haus. Seltsamerweise reagierte das Klopfen auf menschliche Ansprache. Auch von Zeugen. Mal wurde es leiser, mal lauter oder klopfte auf Bitte oder Befehl im Takt zu bestimmten, derzeit bekannteren, Melodien.
Dort, wo Gustave die geisterhafte Gestalt gesehen hatte, wurden Nägel in den Boden geschlagen. Einer davon wurde umgehend so heiß, dass er rot aufglühte.
Der Schäfer Thorel hatte sich währenddessen, angeblich, mit seinem magischen Erfolg gerühmt und er behauptete, dass wenn er erneut einen der Jungen berühren würde, würden die Möbel tanzen und die Fenster zerbrechen. Er suchte (
zu diesem Zweck) das Pfarrhaus auf, wurde aber von den Schülern als die sie verfolgende, geisterhafte Gestalt wiedererkannt und der Pater zwang den Schäfer unter panischen Stockschlägen zu einer Entschuldigung.
Als am nächsten Tag tatsächlich die Fenster zerbrachen, wie vom Schäfer prophezeit, schien der Schuldige klar. Und als Thorel erneut im Pfarrhaus auftauchte schien gewiss, dass der Schäfer nun auch versuchen würde den Pater zu berühren und zu verzaubern …

Thorel, der inzwischen seine Arbeit verloren hatte, brachte die Angelegenheit vor Gericht. Er klagte Pater Tinel der Verleumdung an, da dieser ihn als Hexer bezichtigte.
Poltergeister haben Menschen in Krankenhäuser gebracht, oder in die Irrenanstalt, doch diese Geschichte endete im Gerichtssaal ...

Die gesetzlichen Schwierigkeiten begannen, weil die Schüler behauptet hatten, dass das Phantom mit der Bluse eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit dem Stadtbekannten Felix Thorel, hätte. Bunel berichtete, dass Gustave, nach einer "
nervösen Attacke", bei einem Treffen mit Thorel umgehend das Bewusstsein verlor. Diese Behauptungen, sowie der Umstand, dass Thorel selber seine Kräfte als Zauberer gerühmt hatte, schienen nun auch vor Gericht für seine Schuld zu sprechen.
Und - alle Zeugen der Ereignisse beschrieben die erlebten Ereignisse als übernatürlich.

Hier ein Beispiel; die Zeugenaussage von Monsieur Raoul Robert de St. Victor:

„Vor einer Woche ging ich wieder in das Pfarrhaus und war ganz alleine mit den Kindern und einer älteren Hausangestellten. Ich setzte die beiden Jungen in je ein Fenster in dem Zimmer in der oberen Etage, blieb selbst draußen, aber so, dass ich all ihre Bewegungen beobachten konnte. Sie hätten sich außerdem gar nicht bewegen können, ohne das Risiko einzugehen, hinauszufallen; und ich hörte dann Raps (Schläge) in dem Zimmer, die so ähnlich klangen, als wenn sie von einem Hammer erzeugt wären. Ich ging hinauf ins Zimmer und sah einen der Kinderschreibtische auf mich zukommen - ohne irgendeine sichtbare Kraft, die ihn schob; wie auch immer, ich sah es nicht in dem Moment, als es losging. Ich bin überzeugt davon, dass die Kinder nichts damit zu tun hatten, denn sie standen immer noch still an den Fenstern. Als ich eines Tages mit dem Bürgermeister im Pfarrhaus war, hörte ich laute Schläge, wie sie nicht von den Kindern erzeugt werden können.“


Das Gericht folgerte, dass die Ursache der Phänomene nicht aufgeklärt werden kann und somit unbekannt bleibt.
Die Klage Felix Thorels wurde abgewiesen. Da er öffentlich damit geprahlt hatte der Verantwortliche für die Phänomene zu sein - damit gleichzeitig auch „
bewies“ ein „Hexer“ zu sein. So konnte Thorel dem Pater nicht den Vorwurf machen, ihn fälschlich als Hexer bezichtigt zu haben.
Der Gerichtsprozess kann
hier nachgelesen werden.

Und damit endeten auch die Vorfälle im Pfarrhaus.
Die Eltern von Gustave und Bunel holten einige Wochen später ihre Kinder wieder zu sich und sie entbanden den Pater von seiner Fürsorge für die Kinder.
Jedoch soll es später, bei einem der Jungen zu Hause, zu erneuten Vorfällen gekommen sein.

Von Nichts kommt auch nichts

Der Mottenmann

1961 fuhr eine Frau aus West-Virginia mit ihrem Vater auf der Route 2 entlang, als eine graue Gestalt, größer als ein Mensch, mit runden, rot-glühenden Augen (die Gestalt war für „menschliche“ Begriffe kopflos, die Augen befanden sich auf der Brust des Wesens) und großen Schwingen vor ihnen auf der Straße landete. Die so erschreckten Personen sahen, dass die Schwingen so gewaltig waren, dass sie die Breite der Straße überspannten. Im nächsten Moment schwang sich das Wesen gerade hoch in die Luft und verschwand … für einige Jahre, zumindest …

Diese Ereignisse geschahen um die kleine, am Ohio-Fluss gelegene, Stadt Point Peasant.
Auch dieses Ereignis wurde schließlich von Hollywood (auf typisch verfälschte, allein auf den Hauptdarsteller konzentrierte Weise), mehr schlecht als, den von Zeugen berichteten Vorgängen, gerecht, verfilmt, … - das ist leider ein recht erfolgreicher Trend (auch in den medialen Nachrichten), den die meisten Konsumenten widerspruchslos (ohne eigene Recherche) einfach „schlucken“. - Sehr nützlich für die „Erziehung“ von „freien“ Bürgern, die ihr „Weltbild“ anhand schon gefertigter Agenden in das „eigene“ Denken projiziert bzw. produziert bekommen, und so etwas dann auch noch als „Freiheitannehmen ... Völlig anderes Thema, also ... zurück ...

Zwar wurden, seit dieser ersten „Begegnung“ 1961, dort immer wieder Sichtungen von Riesenvögeln oder Riesen-Schmetterlingen gemeldet, aber erst 1966 wurden die Erscheinungen (und die Ereignisse) so konzentriert (oder traten so intensiviert auf), dass sie letztlich auch ein Medienereignis wurden. Ich will hier nicht auf die einzelnen Geschehnisse eingehen, denn diese sind (außerhalb Hollywoods!) so gut dokumentiert, dass sich jeder ein eigenes Bild davon machen kann. Es begann mit einer „Engel“-Sichtung und endete ein Jahr darauf mit dem tragischen Zusammenbruch der Rickety Suspension Brücke …
Über 13 Monate waren die Einwohner der Stadt der geballten Wucht paranormaler Phänomene ausgesetzt. Im Zentrum der Ereignisse stand zwar der „Mottenmann“, aber von Spuk, U.F.O.s, MIBs, den Sichtungen eigenartiger Kreaturen, Drohungen und Prophezeiungen, bis zu körperlichen Attacken war alles vertreten. Eine ähnliche Bündelung derartiger Phänomene findet sich, meines Wissens nach, nur auf der, in Utah gelegenen, Skinwalker Ranch.

Was aber die Ereignisse, rund um die Sichtungen des „Mottenmannes“, für diesen Text interessant macht, ist, dass es in dieser, oft bedrohlichen, Atmosphäre von Spannung und Ungewissheit, des Unheimlichen und Übersinnlichen ebenfalls zu Poltergeisterscheinungen kam. Und zwar an den unterschiedlichsten Orten innerhalb Point Peasants.
Plötzlich (und grundlos) nicht mehr funktionierende Telefone und Fernseher, fliegende Bälle aus Licht (sog. „Orbs“; oft auf Fotografien erst bemerkbar, oft nicht), eigenartige Gerüche ohne sichtbare Ursache, merkwürdige Geräusche, wie andauerndes Piepen, lautes Klopfen an den Wänden oder das Geschreie von (nicht vorhandenen) Babys. Türen oder Schränke begannen „von selbst“ sich zu öffnen oder zu schließen, aber auch Möbel wurden von „unsichtbaren“ Händen gerückt oder oft auch „einfach“ in die Luft gehoben.

Dokumentationen dieser Zeugnisse finden sich zahlreich, wie oben schon erwähnt; was diesen Fall aber möglicherweise anders macht, als alle die schon oben erwähnten, ist nicht nur, dass eine ganze Stadt davon betroffen war, sondern, dass diese Phänomene hauptsächlich in einer irgendwie „konstruierten“ Atmosphäre der Anspannung, - nicht der persönlichen Betroffenheit, - stattfanden.
Was aber letztlich auch nicht wirklich abschätzbar ist.

Im Nachhinein betrachtet, schienen die Phänomene etwas, wie eine sich entladene „psychoaktive“ Welle von Gedanken und Gefühlen, die, mit der Hilfe der menschlichen Phantasien und Ängste, Wege fanden sich in der, nun gemeinsam geteilten, Wirklichkeit zu manifestieren; derartig vielfältig traten sie auf. Diese „Welle“ erfasste viele verschiedene Menschen und innerhalb eben dieser spannungsgeladenen Atmosphäre begannen die Erscheinungen sich zu intensivieren.
Die oben erwähnte „Engels“-Erscheinung, mit der diese „Welle“ ausgelöst wurde, wurde übrigens von einem Kind berichtet, welches die geflügelte „Kreatur“ im Garten des heimatlichen Hauses sah ...

Aber vielleicht war ein solches Geschehen zugleich auch ein „Magnet“, der auf derartige Phänomene wirkte? Auch schon die Legenden der dort einheimischen Ureinwohner berichten von seltsamen fliegenden Geschöpfen …, und spukhaften Erscheinungen …

Vielleicht war es einfach wieder an der Zeit dafür … ?


Das Pfarrhaus von Borley

Das Pfarrhaus von Borley, gelegen in der Grafschaft von Essex, wurde 1863 für den Pfarrer Henry Dawson Ellis Bull gebaut. Angeblich auf dem Boden eines mittelalterlichen Klosters.
Mit dem Einzug der Pfarrersfamilie (er, seine Frau und 14 Kinder) begann der Spuk.
Nächtliche Schritte, eindringliches Klopfen und Glockengeläut rissen die Bewohner Nacht um Nacht aus ihrem Schlaf. Flüsternde Stimmen, deren Ursache eben sowenig auszumachen war, wie die Verursacher der anderen Geräusche, begleiteten diese Vorkommnisse …
Es folgten Attacken unsichtbarer Angreifer auf eine der Töchter, aber auch Manifestationen von Gestalten mit großen Hüten und von Nonnen. Wirklich zu Schaden kam niemand in dieser Zeit, aber Nervosität und Anspannung begleiteten den Alltag.

Im Jahr 1892 übernahm ein Sohn des Pfarrers, Harry Bull, das Pfarrhaus und verwaltete die Pfarrstelle bis 1927.
Verschiedene Zeugen berichteten von kopflosen Männern im Garten und von Geisterkutschen, die manchmal des Nachts lautstark vorfuhren. Abgeschlossene Türen standen jeden Morgen wieder offen. Und wieder Sichtungen von Nonnen.
1929 begannen die Phänomene zu eskalieren: Laute Geräusche und sich „von alleine“ bewegende Möbel und andere Gegenstände; Kieselsteine, Medaillen und Schlüssel tauchten „wie aus dem Nichts“ auf. Auf einer der Medaillen war der Kopf des „heiligen Ignatius“ eingeprägt. Sich „aus dem Nichts“ formende Umrisse menschlicher Gestalten wurden bezeugt. Unter Zweien von diesen bildete sich das Wort „Roma“ an der Wand …

Ich weiß nicht, ob die Familie Bull zu diesem Zeitpunkt noch immer in dem Pfarrhaus lebte; im Jahr darauf (zwischen 1930 und 1935) übernahm jedenfalls der Pfarrer Lionel Algernon Foyster die Pfarrstelle und damit auch das Pfarrhaus. Foyster hatte eine Frau, Marianne, und eine Tochter, Adelaide.
Und wieder begannen unerklärliche Schritte durchs Haus zu hallen. Und wieder Stimmen; doch dieses Mal riefen die Stimmen gezielt den Namen der Frau, Marianne. Und auch sie wurde von einem unsichtbaren Angreifer, während des Schlafs, attackiert. Dieses Mal war der Angriff aber so heftig, dass sie dabei erhebliche Verletzungen erlitt. Morgendliche Botschaften, an den Wänden, und auf zerrissenen Papierfetzen, meist unleserlich, doch die lesbaren waren wie ein Schrei nach Hilfe.
Und wieder an die Frau des Pfarrers gewandt: „Marianne, hole Hilfe“ und „Ich möchte nicht sterben, ohne zu bereuen“!

 

 

Nachdem in einem unbenutztem Zimmer ein Feuer (an der Wandleiste) ausgebrochen war, dass gelöscht wurde, fiel „aus dem Nichts“ ein Feuerstein von der Größe eines Hühnereis zu Boden.
Die Phänomene traten so gehäuft auf, dass Foyster sich nun zu einem Exorzismus des Hauses entschloss. - Mit dem Ergebnis, dass die dabei Anwesenden vor, „
aus dem Nichts“, auf sie herab fallenden Steinen flüchten mussten …

1937 wurden die Geschehnisse Gegenstand des Interesses der „
Nationalen Versuchsanstalt für psychische Forschung“. Harry Rice, der Gründer dieser Vereinigung schaltete eine Zeitungsanzeige, in der er nach Personen suchte, die unter Beobachtung eine Zeit in diesem Haus verbringen wollten. Schließlich wurden (unter 200 Interessierten!) 40 ausgewählt.
Eine der Ausgewählten, die ehemalige Oxford Studentin Ellice Howe, bezeugte „
sich von selbst“ bewegende Gegenstände in den Räumen. Auch sie und die anderen Teilnehmer hörten die unerklärlichen Geräusche. Ein anderer Teilnehmer A.B. Campell, ein Commander der British Broadcasting Corporation, wurde in einem abgeschlossenen Raum von einem, von „irgendwem geschleuderten“ Stück Seife am Kopf verletzt. Ohne ersichtlichen äußeren Grund fiel die Temperatur manchmal um bis zu 6 Grad Celsius, und nur in einigen Räumen, herab. Die Phänomene wurden von vielen Teilnehmern bezeugt; das „Experiment“ war also ein voller Erfolg. Doch, wie konnte es nun weitergehen?

1939 brannte das Pfarrhaus bis auf die Grundmauern nieder. Obgleich sich nur eine Person, in der Nacht des Brandes, in dem Gebäude aufhielt (
der neue Besitzer Captain Gregson), wurden zwei fremde Personen gesehen, die das Gebäude verließen (vor dem Brand). Auch ein junges Mädchen wurde, in dieser Nacht, von mehreren Zeugen am Fenster des Obergeschosses gesehen (während des Brandes). Das Feuer vernichtete das Haus fast vollständig.

Das Gebäude war nun verbrannt. Doch die Geschichte ist damit nicht beendet …

Anwohner und andere Zeugen hörten immer wieder, wie die geisterhaften Kutschen mit lautem Galopp an dem ehemaligen Pfarrhaus (
und Kloster?) vorbeizogen.
Im Krieg, der nun große Teile der Welt erfasste, war es für den Luftschutz absolut erforderlich, dass bestimmte Gebiete absolut verdunkelt waren. Doch ständig mussten Wachen zu dem ausgebrannten Pfarrgebäude geschickt werden, die nachforschen sollten, warum die Fenster dort manchmal des Nachts erleuchtet waren. Jedoch ergebnislos.
1943 wurden die Überreste des Pfarrhauses endgültig abgerissen und der Boden ausgebaggert. Dabei wurde ein weiblicher Schädel gefunden und religiöser Schmuck.
1961 wurde eine weitere Untersuchung des Bodens anberaumt, doch Autoscheinwerfer, Kamerablitze und selbst Fackeln versagten am Abend bei dem Versuch das Gelände auszuleuchten.
Die weitergehende Untersuchung musste jeweils auf den folgenden Tag verschoben werden.

Und damit ist die Geschichte eigentlich zu Ende. Eigentlich, denn die seltsamen Funde und die noch seltsameren Vorgänge, in und um das ehemalige Pfarrhaus zog nun auch die Spiritisten an.
Und die „
ermittelten“ in Séancen die folgende Geschichte:
Im 17. Jahrhundert lebte eine junge Nonne, namens Marie Lairre, in einem Kloster in Le Havre.
Dieses verließ sie und kam an jenen Ort, nachdem sie irgendwie dazu gebracht worden war den Waldgrafen von Borley zu heiraten. Wohl nicht der Netteste, denn dieser erwürgte sie (
am 17. Mai 1667) in einem Gebäude, dass sich genau dort befand, wo später das Pfarrhaus entstehen sollte. Ihre Leiche wurde im Keller dieses Gebäudes vergraben. Den Rest der Geschichte kennen wir schon …

Auch diese Geschichte enthält, neben dem Fakt, dass die Phänomene nicht personenbezogen waren, ein neues Element (
das auch bei einer meiner eigenen Erzählungen, weiter oben, durchschimmert), nämlich (vorausgesetzt die spirituellen „Ermittlungen“ waren nicht nur eine Geschichte ...) - die damals „moderne“ Einstellung den Tod sündenfrei begehen zu müssen, Abbitte für das sündige Leben zu leisten und letztlich das Gewesene zu bereuen. - Todesbereitschaft mit priesterlichem Einverständnis und Segen, gewissermaßen … So ein Satz mag heutzutage überheblich, ja arrogant, klingen, war damals aber (und ist es auch teilweise heute noch) ein fester Bestandteil des Lebens frommer, kirchlich-gläubiger Menschen. - Für einige konnte und kann so der eigene Tod zu einem, für sie fast, unlösbaren Problem werden … Und damit zu einem Grund zu einem anhaltenden Spukgeschehen. Ein Wirken, auch nach dem physischen Tod ...

 

Und ob „Marie“ jemals den kirchlichen Segen erfahren hat und auf einem kirchlich geweihtem Grund beerdigt wurde? - Diese nie befriedigte Suche nach einem Frieden, der ihr mit dem gewalttätigen Tod verwehrt wurde; - der Gedanke entbehrt nicht einer gewissen Logik …
Aber was erklärt dann diese Attacken auf offenkundig Unschuldige?
Und wäre dieses Geschehen
dann auch so etwas, wie aus den räumlichen und zeitlichen „Fugen“ geratene spirituelle Energie?

Doch was ist Logik schon wert, wenn es dabei um das Paranormale geht? … ?


Von sich bewegenden Särgen und rastlosen Toten

Schon im 18. Jahrhundert hatten sich die Walronds, eine wohlhabende Pflanzerfamilie, die in Christ Church auf der Karibikinsel Barbados lebte, eine Familiengruft eingerichtet. Die unterirdische, gemauerte Gruft, nahe dem Eingang des Christ-Church-Friedhofs an der Oistins-Bucht im Süden der Insel gelegen, war nach außen mit einer massiven Marmorplatte verschlossen; man sagt, dass sie damit eher einer Festung glich als einer Grabstätte, aber wie-auch-immer. Die Beisetzungen fanden, mit einer Ausnahme, jeweils in Bleisärgen statt. Die Tradition derartige Särge zu verwenden kommt wohl aus dem Mittelmeerraum und dem Nahen Osten Europas. Hier ist eigentlich nur zu vermerken, dass Blei sehr schwer ist und nicht nur gegenüber Radioaktivität, sondern auch gegenüber Magneteinwirkungen, völlig resistent ist …

1807, mit dem Tode von Thomasina Goddard, ein Mitglied der Familie, begann die erste von vielen Bestattungen in dieser Gruft. Sie war die einzige Peron, die dort in einem Holzsarg bestattet wurde.
Ein Jahr darauf übernahm die Familie Chase den Grabplatz. Im selben Jahr starb eine ihrer Töchter, Mary Anna Maria Chase, und wurde ebenfalls dort beigesetzt.
Am 6. Juli 1812 (
4 Jahre später) wurde Dorcas Chase, die ältere Schwester von Mary, in der Gruft beigesetzt. Als der Sarg in die Gruft getragen wurde bot sich den Sargträgern ein seltsamer Anblick: Der Sarg Marys befand sich in der, seiner ursprünglichen Position entgegengesetzten, Ecke. Der Sarg von Mrs. Goddard lehnte aufrecht gegen eine Seitenwand …

Bleiverkleidete Särge zu bewegen bedarf einiger Anstrengung. Ebenso auch Holzsärge. Und die Gruft war die letzten vier Jahre verschlossen gewesen. Es fand sich kein Zeichen eines Einbruchs oder einer Schändung. Man stellte (
ohne großes Aufheben davon zu machen) die beiden Särge an ihre ursprünglichen Plätze zurück. Ebenso wurde auch Dorcas´ Sarg an die ihm zugedachte Stelle gestellt. Die Gruft wurde wieder verschlossen. Die schwere Marmorplatte verschloss das Ganze . Die Schuld an dem ungehörigen Vorfall wurde den schwarzen Arbeitern unterstellt, die bei der Beisetzung Marys geholfen hatten.
Als am 9. August 1812 Thomas Chase, der Vater der beiden, zu Grabe getragen wurde, befanden sich die vorhandenen drei Särge unverändert an ihrem Platz.

Vier Jahre später, am
am 25. September 1816, wurde die Gruft für die Beisetzung des kleinen Samuel Brewster Ames, eines nahen Verwandten, wieder geöffnet. - Die vier, bisher vorhandenen, Särge standen völlig durcheinander! Und wieder wurden die schwarzen Arbeiter bezichtigt etwas damit zu tun zu haben; diese jedoch wiesen jede Schuld für das Geschehen weit von sich. Die abergläubischen Ehrfurcht, mit der sie (traditionsbedingt?) Toten begegneten, schloss sie als Verdächtige tatsächlich auch aus. Die Schwarzen selber hielten diese Untat für das Wirken böser Geister an diesem Ort.
Also, - da keine rationale Erklärung gefunden werden konnte und da auch kein Schuldiger auszumachen war, stellte man alle Särge wieder an ihren, für sie vorgeschriebenen Platz und verschloss wiederum den Eingang …

Schon am 17. November des gleichen Jahres wurde die Familiengruft erneut geöffnet, diesmal, um einen weiteren Verwandten (
auch ein Samuel Brewster), der zunächst auf einem anderen Friedhof beerdigt wurde, hierher umzubetten.
Mittlerweile aber waren die seltsamen Vorgänge in der Gruft schon ein reges Gesprächsthema geworden und lockten viele Schaulustige und Neugierige an, die sich zur erneuten Graböffnung einfanden. Und sie wurden auch nicht enttäuscht. - Alle Särge waren wild durcheinander geschoben, und der von Mrs. Goddard war sogar auseinandergebrochen! Die Leichen selber waren unberührt.

Eine gründliche Untersuchung der Gruft wurde eingeleitet, verlief jedoch ohne Ergebnis.
Die Gruft war vier Meter lang und zwei Meter breit. Sie war mit harten, zementierten Blöcken aus Korallenkalk ausgemauert, die zur Hälfte In den Boden eingelassen waren. Bei der erneuten Überprüfung zeigte sich, dass die Wände, der Boden und die Decke fest und stabil waren. Auch Hohlräume konnten nicht ausgemacht werden. Dennoch war (
zum dritten Mal!) etwas Unerklärliches und Lästerliches geschehen. Ein Sakrileg für gläubige Menschen! - Und es fand sich wieder keine irgendwie vernünftige Erklärung für das Geschehen.

Erklärungen“, oder besser Vermutungen, fanden sich natürlich zuhauf, doch jedes Mal fehlte der rational schlüssige Beweis.
Einige Wissenschaftler vermuteten, beispielsweise, unterirdische Wasserflüsse, die die Särge bewegten. Nur wurde nirgends auch nur der kleinste Tropfen Wasser entdeckt. Weder die Grabstätte noch die Särge zeigten auf irgend eine Art Anzeichen von Wasserspuren.
Andere Wissenschaftler vermuteten dann lokale Erdbeben; doch seismische Aktivität, auf ein so kleines Gebiet konzentriert, welche zwar die Särge bewegt, sogar beschädigte, die Gruft an sich aber unversehrt liess, ist nicht recht vorstellbar. Alsdann wurde vermutet, dass die Bewegungen der Särge durch bestimmte Schwerkraftverlagerungen der Erde oder durch gyroskopische Kräfte, also durch die Achsendrehung der Erde selbst, ausgelöst wurden. Natürlich wieder nur zentriert auf diese eine Familiengruft. Klingt nicht einmal möglich. Waren aber sicher gutgemeinte Ansätze von damaliger Wissenschaft. - Denn, - in einer scheinbar materiell erfassbaren Welt müssen eben auch materiell messbare Erklärungen herhalten. - Vor allem dann, wenn das unbekannte Phänomen rational selber nicht erfassbar scheint ... - Dann müssen eben vermeintlich bekannte Erscheinungen zu irgendwie logischen, aber nicht verifizierbaren, Erklärungen kombiniert werden können. Aber letztlich war es bestenfalls kluges Geschwätz, nichts weiter. Man kam dem Phänomen
damit zumindest nicht auf die Spur.
Dann wurden elektromagnetische oder bislang noch unbekannte Strahlenwellen favorisiert …
Aber auch Vampire und Werwölfe kamen ins Spiel der Gedanken, ebenso wie überirdische Manifestationen erst kürzlich Verstorbener. - Oder Gase, die dem frisch verstorbenen entwichen und nun von bösartigen Geistern „
geritten“ wurden. Überhaupt würde das Blei den Verwesungsprozess ungünstig beeinflussen können ….
Sogar eine Freimaurer-Verschwörung rund um diese Familiengruft wurde thematisiert.
Kurz, – man hatte absolut keine Ahnung was da passierte!

Die Särge wurden jedenfalls an „
ihre“ Positionen zurückgestellt; der Sarg von Mrs. Goddard wurde weitestgehend repariert und dann an eine Wand gelehnt.
Um zukünftiges Eindringen bestmöglich auszuschließen wurde die schwere Marmorplatte nun in ein Zementbett eingelassen und damit zusätzlich versiegelt.
Während der nächsten drei Jahre wurde die Familiengruft so etwas, wie eine Touristenattraktion für Barbados. Die Geschichte der sich-bewegenden Särge verbreitete sich mehr und mehr.

Am 17. Juli 1819 wurde die Gruft erneut geöffnet um Thomasina Clarke zu bestatten.
Nicht nur fand sich eine ansehnliche Menschenmenge (
Hunderte von Schaulustigen) ein, auch Viscount Combermere, der Gouverneur von Barbados persönlich kam mit zwei Regierungsbeamten offiziell zur Bestattung. Vermutlich waren die Vorfälle bis in Regierungskreise vorgedrungen.
Auch die Toten haben ein Recht in Frieden zu liegen! wusste dann der aufgebrachte Gouverneur auch lautstark und aufgebracht (in Erwartung des unvermeidlich Kommenden?) zu verkünden. Steinmetze begannen die schwere Marmorplatte aus dem Zementbett zu lösen, die dann von mehreren Sklaven (gab es damals sogar offiziell) zur Seite geschoben wurde.
Und obwohl doch die Gruft mit Platte und Zement versiegelt war, war drinnen alles wild durcheinander geworfen. Nur der, an die Wand gelehnte, Sarg von Mrs. Goddard stand immer noch da, wo man ihn zurück gelassen hatte.

Das nun wurde zu einer persönlichen Angelegenheit für Gouverneur Combermere!
Er wachte persönlich darüber, dass die Särge ordentlich und an ihren Plätzen wieder aufgestellt wurden. Und er vermeinte auch sicherstellen zu können, dass ein weiteres unbefugtes Eindringen in die Grabstätte (
denn wie sollte man die unerklärliche Randale sonst erklären?) auf jeden Fall verhindert werden musste. Zu diesem Zweck wurde die schwere Marmorplatte zwar erneut in Zement verschlossen, doch dieses Mal wurden die persönlichen Siegel des Gouverneurs selber und anderer Persönlichkeiten in den feuchten Zement mit hinein gepresst. - Nächstes Mal würde man die Bruchstelle schon finden!
Vorher aber liess er den Boden der Gruft noch mit feinem Sand bedecken, - der Täter würde bei seinem nächsten Einbruch sicher nicht Spurenlos bleiben!

Im Jahr darauf liess der Gouverneur die Grabstätte wieder öffnen.
Warum dies passierte scheint strittig. - Einige Quellen behaupten, dass der öffentliche Druck auf die Regierung so groß wurde, so dass eine politische Entscheidung hierüber gefällt wurde; andere Quellen behaupten, dass in der Grabstätte seltsame Geräusche gehört wurden und dies zu der Öffnung führte. Wie-auch-immer.
Am 18. April 1820 begaben sich Gouverneur Combermere, sein Sohn Nathan Lucas, sein Sekretär Major J. Finch, Mr. R. Bowcher Clark, Mr. Rowland Cotton und der Christ Church Reverend Thomas Orderson gemeinsam auf den Friedhof. Begleitet wurden sie dabei von einer Gruppe „
abergläubischer und furchtsamer schwarzer Arbeiter“.

Die Überprüfung des Zements und der eingelassenen Siegel zeigte keine Beschädigungen. Auch rundherum war der Grabplatz intakt. Die Marmorplatte wurde frei gemacht und beiseite geschoben. Das kratzende Geräusch, dass damit entstand, wurde durch einen der Bleisärge verursacht, der (
unverständlicherweise von innen) gegen die Marmorplatte drückte. Der feine Sand zeigte keine Spuren eines potentiellen Eindringens.
Doch auch die übrigen Särge waren in einem chaotischen Zustand: Der kleinere Sarg Marys war scheinbar quer durch den Raum geschleudert worden, und das mit einer Wucht, die den Korallenkalk der getroffenen Wand beschädigt hatte. Die anderen Särge lagen wie zufällig verstreut im Raum herum.
Nochmal, - im Sand waren keinerlei sichtbare Spuren zu finden.

Das war zuviel! Gouverneur Combermere befahl umgehend die Verlegung der Toten auf einen friedvolleren Friedhof und schloss damit die Grabstätte offiziell.

"Ich untersuchte die Wände und jeden Teil des Gewölbes und fand alles im alten Zustand vor. Ein Steinmetz klopfte vor meinen Augen den Boden Stück für Stück mit seinem Hammer ab, und alles war fest. Ich muss gestehen , für die Bewegungen dieser Bleisärge keine Erklärung zu haben. Diebe hatten zweifellos nicht ihre Hand im Spiel, und falls es sich um einen Streich handelte, hätten zu viele in das Geheimnis eingeweiht werden müssen, um dieses wirklich geheim zu halten; und was die Schwarzen betrifft, schließt ihre abergläubische Furcht vor den Toten und allem, was zu ihnen gehört, jede Beteiligung ihrerseits aus. Ich weiß nur, dass es geschah und ich es mit eigenen Augen gesehen habe!"

- Nathan Lucas, der Sohn des Gouverneurs

 
Auch diese Geschichte enthielt ein neues Element: Dieses Mal gab es keine wahrnehmbare Beteiligung spezieller lebender oder toter Menschen an den immer wiederkehrenden Erscheinungen. War es also der Ort, der die Phänomene auslöste?
Oder war es vielleicht gar Voodoo-Zauberei? Der kärgliche Versuch das christliche Eindringen in die barbadische Kultur damit aufzuhalten? Damit?!? … Zumindest wäre
das dann eine ziemlich langwierige Operation (über Jahre) und auf nur einen Ort konzentrierte Aktion gewesen.
Oder war es vielleicht doch
wieder von Menschen begangene Gewalt?
In zwei Särgen in der Chase-Familiengruft lagen kleine Kinder: Samuel Brewster Ames und Mary Chase ...
Dorcas Chase beging Selbstmord, was immer der wirkliche Grund dafür war. Damals kursierten Gerüchte, dass, weil ihr eigener Vater ihr sexuell nachstellte, sie sich zu Tode gehungert hat ...

Aber vielleicht hat das Phänomen der sich-bewegenden Särge ja auch niemals stattgefunden? Stattdessen war es nur eine kuriose Geschichte der Freimaurer, die von Lord Combermere und seinen Logenbrüdern in Umlauf gebracht worden war … ?
Doch warum und zu welchem Zweck?

Die Grabstätte ist bis auf den heutigen Tag ungenutzt. Was immer auch in der Gruft der Chase Familie geschah bleibt ungeklärt. Bis heute ein Geheimnis ...
Vielleicht einer der vielen Orte, die für die heutige Wissenschaft ganz spannend sein könnten?
Ich persönlich glaube das nicht, - weil mehr als ein paar quantenmechanische Ungewissheiten werden dabei nicht herumkommen. Vielleicht ein wenig seltsame Strahlung, die man aber (
noch) nicht einordnen kann (wohin denn auch?).
Aber vielleicht ein paar neue Rechenaufgaben, ja, vielleicht …

Der Moment, wenn der Mensch träumt er sei ein Chaos-verstehender Schmetterling.
Vielleicht könnte man hier auch schon bei der Raupe anfangen oder noch früher und sich fragen ob derartige Phänomene (
Poltergeister, Spuk, „Paranormales“ im allgemeinen, etc,) schon von vornherein (von irgendetwas, - denn eine Entwicklung lässt sich nur schwer abstreiten) mit eingeplant waren? Also auch Teil des Entwurfes unseres Universums waren?
Aber Pläne existieren doch
nur auf anthropomorpher Ebene. - Zumindest nach „wissenschaftlich vorherrschender“ Logik, der die meisten von uns auf irgendeine Art aufgesessen sind. Diese aber sollten sich zumindest, nach bisheriger Lektüre dieses Textes, fragen, ob die „menschliche“ (und derzeitige!) Sichtweise auf die umgebende Realität, und deren bisherige Interpretation, die einzig letztendlich gültige zu sein hat bzw. sein muss? - Oder ob da nicht willentlich vernachlässigt und ausgeschlossen wird, zugunsten von bestehenden Ansichten, Dogmas, Vorstellungs- und Glaubensmodellen?

Besser wir warten damit noch, bis sich das Wissen (
und die technischen oder magischen Möglichkeiten) dem Verständnis darüber ein wenig mehr angenähert hat. - Vielleicht irgendwann sogar in praktischen Bereichen. - Aber auch das ist nur meine persönliche Meinung. -
Keine wirkliche Überzeugung.
Zumindest solange werden
derartige Phänomene kein Bereich unserer Wirklichkeit sein können!
Das ist meine Überzeugung.
Die Wissenschaft mag sich scheinbar ändern, aber ihre Geschichten bleiben irgendwie doch immer die gleichen …
Und wer weiß, was die Zukunft uns noch alles bringen mag?

 

Wenn ein Baum im Wald umfällt, aber niemand da ist um das zu hören

Und während ich mich hier weiter (
scheinbar oft auch ungerechtfertigt) über „die Wissenschaft“ auslasse, sollte man sich im Klaren darüber sein, dass die reale Annahme derartiger Phänomene vielleicht nur so groß sein kann, wie, in etwa, der tatsächliche Zuspruch „der Wissenschaft im allgemeinen“ gering sein mag gegenüber der propagierten „Tatsache“ der „menschengemachten Klimaveränderung“. Vielleicht also hängt alles nur von irgendwelchen Umständen ab ...
In diesem Text beziehe ich mich auf öffentliche und für jedermann zugängliche Verlautbarungen, Veröffentlichungen und Quellennachweise, in Form von Büchern, Reden oder Artikeln.
Und sicher habe ich nicht einmal die Oberfläche des Themas dabei auch nur angekratzt, meine aber trotzdem einen verbindlichen Kontext aus Ausflüchten, Wegducken, Ignorieren und Abstreiten, gerade bei denen, die entweder dafür bezahlt werden oder einiges dabei zu verlieren haben, ausmachen zu können. Gerade im sozialen Umfeld, was sich auch auf das Ansehen, die Stellung und die „
Glaubwürdigkeit“ des Einzelnen bezieht …

Aber, es ist wie bei diesem „
menschlich“ verursachten Klimageschehen, - letztlich baut alles auf Annahmen auf. Und in diesem Kontext bleibt uns nur die Poltergeistphänomene oder anderer Spuk, beispielsweise, als Teil unserer Realität (worauf das sich auch immer gründen mag) anzunehmen, - oder die Zeugen solcher Erscheinungen als Lügner (worauf sich das auch immer gründen mag) abzulehnen und damit natürlich auch das Phänomen an sich. - Solange solche Phänomene nicht in den Erfahrungsbereich des persönlichen Erlebens eindringen, scheint es nur allzu leicht sich ein Urteil aus Zweiter-Hand darüber zu gestatten.
Tatsächlich sind diese Geschehnisse sehr dünn gesät, nichtsdestotrotz aber, für die Betroffenen, absolut intensive und unerklärliche Erlebnisse …
Und solange deren Existenz verneint wird, wird es auch kein wirkliches Interesse an deren Aufarbeitung geben können. Das gilt es immer zu bedenken.

Doch wie-auch-immer, damit werden Betroffene, Beteiligte, Interessierte und Befürworter solcher Erscheinungen leben müssen. Tatsache scheint, dass „
unser“ Verständnis davon, was die „Wissenschaft“ zu Suchen hat bzw. womit sie sich zu beschäftigen hat bzw. wie Dinge betrachtet oder interpretiert werden, immer mehr im pragmatischen Bereich angesiedelt wird. Der Fakt, dass unser Staubsauger „irgendwie“ zu funktionieren scheint, der Fakt, dass sich Menschen damit auseinandersetzten dieses „Wunder“ geschehen zu lassen, der Fakt, dass es dicke Bücher über die Klügeleien dieser Menschen zu diesem Phänomen des funktionierenden Staubsaugers gibt, täuscht uns über die wirklich vorhandene Tatsache hinweg, dass dieses Funktionieren (das WARUM, das WIE und das WOFÜR) nur eine Auflistung bekannter ähnlicher Funktionsweisen darstellt und ansonsten reine Theorie ist!

Nun sollte man sich ebenfalls vergegenwärtigen, dass eine „
Theorie“ auch das beste ist, was eine derartig gestaltete Wissenschaft anzubieten hat, - also etwas, was sich (im Kontext und nach Meinung vieler) als „realitätsfähig“ erweisen kann ...
Aber, ob, beispielsweise, Strom tatsächlich so gestaltet ist, wie uns von „
Wissenden“ weisgemacht wird bzw. was die „wissenschaftlich fundierte“ Theorie darüber weiß, bleibt bis zum heutigen Tag dahingestellt. Letztlich beurteilen wir (oder bilden uns das zumindest ein) die Wirklichkeit mit der Hilfe unserer Sinne. Anders konstruierte Lebensformen würden den Schwerpunkt ihrer Wirklichkeitserfassung und damit späterer Untersuchungen und Beschreibungen vermutlich gänzlich anders gewichten.
Arrogant ist es, an dieser Stelle, das „
menschliche“ Erfassungsvermögen (so es denn überhaupt existiert) als den letztendlich logischen Schwerpunkt für die Wirklichkeitskonstruktion anzunehmen.

Und das ist ein Problem dem sich der Intermediarist und der Anomalist viel zu oft gegenüber sehen: Der unbedingten Einschränkung bestimmter (
oder unbestimmter) Phantome in geschlossene (aber auch nur erdachte) Begrifflichkeiten, die für sich in Anspruch nehmen (aufgrund der Lobbyartigkeit von Gemeinschaften) temporäre, aber angeblich gültige (!), Erklärungen und Denkmodelle als Positionen für das immer subjektiv beurteilende Wirklichkeitsgeschehen aufbieten zu müssen; künstlich konstruierte Grenzen setzt und allgemein den (bisher recht erfolgreichen) Versuch unternahm die Glaubenskonstrukte unserer Vorfahren mit Theorien aus der (ebenso konstruierten) Wissenschaftswelt zu vertreiben und zu ersetzen. Ein Punkt, der (bei denen, die nicht einmal nachprüfen können, ob wir tatsächlich auf einer Kartoffel leben) manchen Andersdenkenden ziemlich sauer aufstoßen lässt, denn das „wissenschaftliche“ Gehabe nimmt dabei mehr und mehr religiöse Züge an, - aber auch philosophische:

Die künstliche Bestimmung einer behaupteten Position zwischen erdachten Extremen als angeblich (
tatsächlich nur mit der Hilfe bestimmter Überlegungen und Formeln) verifizierbarer Fixpunkt; - sind wir also damit bei der eingeschränkten und etablierten Sicht der Wirklichkeitsbetrachtung angekommen.
Und tatsächlich scheint einiges überhaupt nur zu „
existieren“, weil anderes, nicht „passendes“, davon ausgeschlossen wurde. Jeder hat sicherlich den, im Volksmund geschätzten, aber vielleicht nicht reiflich überlegten, Sinnspruch gehört, nachdem die Wirklichkeit zugunsten der Theorie zurechtgebogen werden kann … Vermutlich alles eine Frage der subjektiven Annahme und des allgemeinen Fürwahrhaltens.

Denn, - wehe denen, die sich als Ketzer und Häretiker, als Zweifler am „
reinen Glauben“ erweisen! Zu Beginn wird man wohl einfach nicht mehr auf Partys eingeladen, dann beginnt eine Kampagne (um ideologisches Geschwätz und Glaubensrichtlinien), danach muss der „Ungläubige“ schon um seinen Ruf und seinen Beruf bangen, und schließlich beginnt (wie in wohl jedem Organismus, der auf nicht wegzuleugnende bzw. unverdauliche Nahrung trifft) die Ausscheidung. Und danach? Der Kompost, vielleicht? Als „gutes Beispiel“ für Irrlehren und „schlechte Gefolgschaft“ …?
Der „
logische“ Aussatz einer dekadenten und überzüchteten Meinungs-haltung (auch als Dogma bekannt), die (vermutlich am liebsten) niemanden neben sich akzeptieren möchte, gleichzeitig aber auch nicht müde wird zu betonen, dass es niemals eine freiere Gedankenwelt, als die derzeitige, in der bekannten (und anerkannten) Geschichte und überhaupt "jemals" vorher gegeben habe ...

Eine reine Behauptung und geschichtliche Unterstellung, die aber mag, in einigen Fällen, vielleicht und durchaus ihre Berechtigung finden, zumindest solange man in vorgefertigten Bahnen operiert, sich an vorgegebene Doktrinen hält und allgemein das bestehende (
pragmatisch und praktisch orientierte) Wissenschaftsgebäude nicht schon an den Wurzeln in Zweifel zieht. Bestenfalls erreicht der temporär Aussätzige märtyrerhaft den Rang eines Grenzwissenschaftlers. Vielleicht nicht in diesem, möglicherweise aber im nächsten, Leben ... Früher waren die subtilen Grenzziehungen der Gedankenfreiheit sicherlich auch nur auf bestimmte Spielbereiche beschränkt. Das hat 

wohl immer etwas mit Selbstschutz, Deutungshoheit und Machterhalt zu tun.
Bis zu den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden in den USA noch unerwünschtes Gedankengut inhaftiert und öffentliche Bücherverbrennungen angeordnet.
Das erinnert an die Hexenverfolgungen? Und sicher auch nicht grundlos.
Aber heutzutage ist doch alles ganz anders, oder nicht?

Wie man beobachten kann ist dem tatsächlich so: Heutzutage beschränkt man sich nur noch zumeist darauf den ideologischen Gegner einfach kaltzustellen
, ohne publikumswirksame Steinigung oder Verbrennung. Immerhin. Aber der "öffentliche" Pranger ist beibehalten worden. Die System- und Kapital"hörigen" Medien können hier eine gewaltige, ja, zentrale, Rolle einnehmen. Heutzutage erschallt der Ruf des Geldes ein wenig lauter und aufdringlicher, als noch vor wenigen Jahrzehnten. Auch deshalb findet sich der größte Teil der Wissenschaftler als Zeitarbeiter im praktisch verwertbaren Bereich des scheinbaren "Nutzens". Andere Forschung, auch in Problematiken der mathematischen und methodischen Ermittlung der wissenschaftlichen "Basis" ,wird (von privaten und staatlichen Ausnahmen abgesehen) auch gar nicht mehr finanziert. Denn eine solche Forschung (auch die paranormale) „rechnet sich zumeist einfach nicht mehr für die Kapitalgeber (und das meint auch die Staaten), die überzeugt sind sich, in ständigem Wettstreit um irgendwelche anvisierten, potentiellen oder bestehenden Marktanteile, dem "Markt" (das meint das sich im Umlauf befindliche potentiell noch zu erheischende Kapital) entsprechend, "bewegen" zu müssen …
Leider bestmmt das Geld (in einer unfassbaren Größenordnung) heutzutage die meisten Interessen.

„Verschwörungstheorie“ und „Verschwörungstheoretiker“ sind mediale und politische Kampfbegriffe, mit denen die Mainstreammedien im Auftrag der herrschenden Eliten alternative Erklärungen zu Ereignissen unterdrücken, über die sie selbst aus Gründen des Machterhalts die Deutungshoheit beanspruchen.

- Dok, propagandaschau


Doch auch oft genug verschwinden oder versterben immer noch andersdenkende Forscher, Zeugen oder scheinbar unbeteiligte Menschen auf mysteriöse Weisen. Ein weites und ergiebiges Feld für Spekulationen und "Verschwörungstheorien". Welcher Zusammenhang hier auch immer geknüpft werden kann, - zumindest ist es auffällig was mancherorts geschieht. Und sollte eigentlich auch öffentliche Erwähnung finden, kann man jetzt meinen ...
Seltsamerweise wird so etwas aber meist "übersehen" von dem "öffentlichen Interesse" ... Einige solcher Informationen finden nur Randinteresse in den MSM oder werden schlicht gar nicht erwähnt. Manches Mal werden bestimmte Ereignisse auch in völlig entstellten Zusammenhängen präsentiert. Das kann zu der völligen Vertauschung der Täter/Opfer Rollen führen. Streitigkeiten über "Patente" finden oft dann einen schnellen Abschluss, wenn einer der Parteien das Geld ausgeht. Bei ungebührlichem Verhalten können Subventionen rasch und ersatzlos gestrichen werden. Verleumdungskampagnen können sich (bei all den aufgeführten Beispielen und bei noch vielen mehr) dabei auch als sehr hilfreich erweisen. Mithife solcher Umstände kann ein gewaltiger Druck auf den Einzelnen erzeugt werden.

Es gibt viele Formen und Arten von Einschränkungen oder Zensur in "unserer", angeblich selbstgewählten, ach, so freien Welt; ...
oder "Von der Freude als Steuerdepp für die Finanzierung von Parasiten kaputtgehen zu dürfen" ...

 

Politik ist die Unterhaltungsabteilung der Rüstungsindustrie.“

- meint Frank Zappa, leider schon verstorbener Musiker

 

Und da sind vermutlich nur wenige, und zumeist wohl irgendwie unabhängige, Forscher, die einem solchen äußeren Druck standhalten können und trotzdem weiterhin für ihre (als vielleicht schon öffentlich verleumdeten und als abwegig gezeichneten) Ideen streiten. Hier ist einer davon …
Und ob seine Ideen nun richtig sind oder auch nicht, mit der heutigen Forschung dürfte es noch eine ganze Weile dauern, bis man auch nur annäherungsweise in den Bereich einer vorurteilsfreien Beurteilung, beispielsweise
hierüber, gelangen wird. Glücklicherweise hat er (durch Publikationen, Beziehungen,aber auch durch öffentliche und private Unterstützung) schon eine Menge Leute mit seinen Ideen beeindrucken können. Aber das kann nicht jeder. Und dabei steht nicht einmal die Frage nach „richtig“ oder „falsch“ im Vordergrund.


Sitzt ein Pferd auf dem Baum und strickt sich ein Fahrrad, kommt der Wärter vorbei und sagt: "Hier ist Grillen verboten!"; sagt das Pferd: "Wieso, ist doch erst sieben Uhr?" (*)

Welche Form hat eigentlich das komplette Universum?

Wie im letzten Kapitel (ein wenig kompliziert) dargelegt, ist eines der großen Probleme der „übersinnlichen“ Erscheinungen demnach die öffentlich „verordnete“ Missachtung derselben. Wenn also niemand davon wirklich betroffen ist und die Informationen darüber auch meist nur aus zweiter und dritter Hand weitergereicht werden, werden solche Erscheinungen, von „Experten“ und Medien vor der Öffentlichkeit, nur allzu gerne ins Lächerliche gezogen oder sogar grundsätzlich abgestritten. Dazu wird oft der, doch mit der „Aufklärung“ vertriebene, „Gestank des Aberglaubens“ wieder zelebriert, stimmungsgeladen propagiert und wenig subtil über die Opfer und Zeugen derartiger Ereignisse ausgeschüttet. So etwas vertreibt Nachahmer, die mit den abenteuerlichsten, aber eben nicht etablierten, Behauptungen nur kurzzeitigen Ruhm zu erhaschen vermeinen. Eine ungerechte Unterstellung, die das Geschehen brutal herunterspielt und die Betroffenen und Opfer als ruhmsüchtige Lügner und Narren hinstellt. Zusätzlich werden sie auch noch als Sündenböcke benutzt, als Rechtfertigung für Jahrtausende der Dunkelheit, der Magie und der (unpragmatischen) Irrwege …
Und es ist doch immer gut die Lacher auf seiner Seite zu wissen.

So ein Verhalten ist im weitesten Sinne unproduktiv und fördert es, dass sich die Erforschung dieser Phänomene keinen Schritt bewegt. Ähnliches ist in vielen „
paranormalen“ Bereichen zu finden, die Zeugen oder Beteiligten schrecken davor zurück solch einem „Benehmen“ ausgesetzt zu werden. Und das ist vorhersagbar. - Grundlose Ablehnung und Anfeindungen solcher Phänomene finden sich zahlreich, gerade unter gläubigen Anhängern, aber auch den „Vertretern“, der „zwar wissenschaftlichen, aber immerhin etablierten,“ Wirklichkeitskonstruktion.
"Grundlos" ist dabei nur eine temporäre, und vielleicht nicht zu haltende, Behauptung, denn möglicherweise spielen in diesem Gebaren auch Ängste und Erinnerungen an eine Zeit weniger gefestigter Glaubenssätze eine tragende Rolle?
Wofür sonst (außer man folgt dem scheinbaren Konsens und glaubt damit die Beifallklatscher schon auf seiner Seite zu wissen) dieses Verhalten? Was gilt es zu verlieren (oder in Frage gestellt zu sehen) wenn solche Geschehnisse, vorurteilsfrei, untersucht werden? Was ist im schlimmsten, anzunehmenden Fall denn zu befürchten? Und warum diese nicht enden wollende Ausgrenzung?

"We have to remember that what we observe is not nature in itself, but nature exposed to our method of questioning."

- Werner Heisenberg; deutscher Wissenschaftler und Nobelpreisträger; Begründer der Quantenmechanik, formulierte die nach ihm benannte Unschärferelation

 

Ich denke das ist erst einmal genug Stoff für weitere Überlegungen und eigene Nachforschungen. Es war meine Absicht in diesem Text speziell auf das Phänomen der Poltergeister einzugehen. Natürlich kann auch ich keine Einordnung dieser nicht-etablierten Phänomene in das gewaltige Feld der schon-etablierten Phänomene machen, - Erklärungen sind temporäre Erkenntnismauern, aber ich habe versucht dem Leser einen Überblick in das, oftmals völlig unerklärliche, Geschehen zu geben. Dass ich dabei einiges nur „anreißen“ konnte ist bedingt durch die Komplexität des Auftretens und die Vielfalt des Phänomens. Weiterhin war es mir (wie in vielen meiner Texte) wieder ein vergnügliches Anliegen die Engstirnigkeit offizieller Sichtweisen aufzuzeigen und darauf hinzuweisen, dass das Wirklichkeitsbild, dass wir heutzutage als das „unsere“ zu bezeichnen gelernt haben auch nur ein künstliches Konstrukt darstellt und wir letztlich doch alle „nur mit Wasser kochen“ … Das Problem ergibt sich aber dann, wenn bestimmte Erfahrungen aus der uns-umgebenden Wirklichkeit keine Einordnung in gängige Glaubenssysteme finden und die Betroffenen sogar abgekanzelt und ausgelacht werden. Und ich habe nach dem Zweck einer derartigen Isolation dieser Erscheinungen gefragt.

Was-auch-immer der ablehnend geneigte und/oder skeptische Leser für sich (
und zum Verständnis dieses Phänomens) daraus gewinnen mag …
Ich hoffe zumindest in einigen Dingen zum weiteren Nachdenken darüber angeregt zu haben.
Zum Abschluss noch eine kleine
Liste von Poltergeisterscheinungen.
Das ist nur eine kleine Auswahl und ich habe mich auf einen Link beschränkt. Im Netz finden sich zu allen aufgeführten Fällen eine Menge mehr Informationen.

Sind es tatsächlich nur Geschichten von Ruhm-heischenden Lügnern oder existieren wirklich immer noch „
Dinge zwischen Himmel und Erde“ von denen unsere Wissenschaft nicht nur keine Ahnung hat (oder haben will), sondern sie generell abstreitet und auch schon bei der bloßen Erwähnung sie sogleich ins Absurde verweist?
Macht euch einfach ein eigenes Bild davon ...

Der Ashy Murphy Poltergeist

 

Der Battersea Spuk (Elan Road)

Der Bayswater Poltergeist

Der Beauport Poltergeist

Der Bell Witch Poltergeist

Der Bingen Poltergeist

Der Black Monk House Poltergeist

Der
Buddhist Poltergeist In Arizona

Der Centrahoma Poltergeist

Der Cheadle Poltergeist

Der Clinton Avenue Poltergeist

Der Dagg-Shawville Poltergeist

Der Danny Cobb Poltergeist

Der Teufel von Hjalta-stad

Der Don Decker Poltergeist

Das Spukgeschehen um Donna Ayres

Das Spukgeschehen um Doris Bither

Der Enfield Poltergeist

Der Enniscorthy Poltergeist (John Street)

Der Gaspar Poltergeist

Der Glenburn-Paisley Poltergeist

Der Hoffman Poltergeist

Der Hornsey Coal Poltergeist

Der Humpty Doo Poltergeist

Der Jaboticabal Poltergeist (Indianapolis)

Das Spukgeschehen um Jackie Hernandez

Der Matthew Manning Poltergeist (Poltergeist Boy)

Der Moffitt Family Poltergeist

Der Moreno Valley Poltergeist

Der New Tredegar Poltergeist

Der Parson Family Poltergeist (The Flat Rock Haunting)

Der Puerto Montt Poltergeist

Der Rhondda Street Poltergeist

Der Rochdale Poltergeist

Der Rosenheim Poltergeist

Der Rutherglen Poltergeist

Der Salmon Street Poltergeist

Der Smurl Spuk

Der South Shields Poltergeist

Der St.Osyth, Essex Poltergeist (The Cage)

Der Stratford Spuk

Der Sumatra Poltergeist

Der Surrency Poltergeist

Der Tina Resch Poltergeist

 


Dies ist der zweite Teil einer Serie über den Menschen und über mögliche (
vielleicht latent in ihm schlummernde), bislang ungenutzte Fähigkeiten. Im ersten Teil wurden merkwürdige, meist geistige, Veränderungen, beispielsweise, durch Unfälle ausgelöst und auch seltsame Fähigkeiten beschrieben.

Und das war es.

 

 

 

 



Und ein Nachwort

 

Charles Fort vermeinte seinerzeit, dass die schiere Zahl der Phänomene, aufbereitet, zusammengefasst und vorgelegt, die Wissenschaft möglicherweise dazu bringen kann, den selbstgefälligen Blick einmal auf eine andere, phänomenale, Sicht zu lenken; nun, er hat einerseits sicherlich nicht mit einer Welt gerechnet, in der Menschen an der reinen Flut von täglichen Informationen zu ertrinken drohen, und andererseits konnte das auch damals niemanden wirklich beeindrucken, der sein Wohlwollen von gesellschaftlicher Präsentation und wissenschaftlicher Abgrenzungen abhängig machte. Heutzutage ist die Aufmerksamkeitsspanne viel zu schnell erschöpft, um längeren Ausführungen noch folgen zu können. Kurz und knapp lautet ein gängiger „Trend“. Und man braucht nicht einmal mehr eine Aussage zu haben. Und eindeutig Stellung beziehen kann ganz unvorteilhaft sein. Nicht jeder, aber immer mehr. Auch Twitter beugt sich derzeit der „Meinungsfreiheit“. Wider ein Zeichen unserer immer häufiger ausgelaugten Zeit. Oberflächlichkeit und Körperkultur. Und jeder muss wieder (körperlich) jung sein. Und überhaupt ist es unglaublich wichtig sich schnell verlebenden „Trends“ zu folgen, solange die Aufmerksamkeit noch mitspielt  …

Hier aber mit ist eine große Gefahr für die Zukunft unserer Rasse (
also die Menschen, klar) verbunden: Die heute "gängigen" Wirtschaftsformen (fast allesamt Varianten des Neo-Liberalismus bzw. des "Raubtier-Kapitalismus") erschöpfen nicht nur die Ressourcen oder die davon immer mehr überforderten Menschen, sondern auch die Flora und Fauna unseres Planeten insgesamt. Und irgendwann wird auch der ganze hochgeschossene Schrott aus dem Erd-nahen Orbit wieder in unsere schon teilweise radioaktiv und andersweitig verseuchten Plastik-Ozeane fallen, und nicht nur dorthin ... Überhaupt wird uns noch vieles um die Ohren fliegen!


Also werden eifrig Sündenböcke ausgemacht, die helfen den schon-angerichteten Schaden (
und die öffentliche Aufmerksamkeit) auf vorbereitete Nebenschlachtfelder zu verlagern. - CO2, beispielsweise,  - ein ausgemachtes Pflanzenwachstum-Gas. Aber die unzähligen Schadstoffe, die die Chemie in den abstrusesten Verbindungen in unsere Natur pumpt, die Schwermetalle, die Leichtmetalle, die zahllosen Gifte, die für das Kapital auf unsere Felder gesprüht werden oder sich bereits in den Körpern der Erde und der Lebewesen ansammeln, die werden irgendwie fast gänzlich ignoriert … oder in irgendwelchen Statistiken versteckt ... Und die Beispiele, über die damit hinweg getäuscht wird, sind beinahe endlos … Jahrhundertelang "schmissen" Kultur nach Kultur ihren Müll einfach in die Meere. Und Müll wird immer noch (wie Öl oder andere Gifte) fast bedenkenlos in den Weltmeeren versenkt (oder auf ihnen verbrannt). Radioaktive Abwässer kaputter oder unsicherer Kernkraftwerke würzen das zubereitete Menü noch etwas ... Und ebenso bedenkenlos werden weiterhin Fische  in Unmengen dem Lebensraum Meer entnommen; Ungleichgewichte der bislang sich gegenseitig stützenden Populationen, werden vermutlich dabei als "Kollateralschäden" irgendwo vermerkt, aber auch billigend in Kauf genommen. Hierbei verendende Korallenriffe werden einfach (für die Öffentlichkeit "klar" sichtbar) einem aufbereiteten Nebenschlachtfeld, der "Globalen Erwärmung", zugeschrieben ...
Das heutige Kapital (dessen kurzfristige Interessen und Machenschaften) muss geschützt werden, - scheinbar um jeden Preis. Und i
ch nehme an, dass gezielte Verdummung einer dieser "Preise" ist ...
Sehr begehrenswert.

Und trotzdem das alles wohlbekannt ist, werden wir immer wieder irgendwie dazu gebracht nur den, gerade aktuellen, anstehenden „
Trends“ zu folgen; sogar unsere Sprache einzuschränken, umzudeuten oder auch immer träger und unauffälliger zu werden, damit man ja nicht in irgendein ideologisches Kreuzfeuer gerät … Natürlich sagt ein „Trend“ auch, dass Sport ein Selbstzweck ist. Ein anderer bevorzugt lieber die Mikrowelle ... Ein dritter möchte, dass nur den Informationen der Massenmedien vertraut wird ...
Wer da noch den gesunden Überblick behält?

Wenige Denkweisen (oder kapitalistisch orientierte Weltanschauungen) schaffen schon mit solchen Illusionen (oder Behauptungen) viele hörige und kritiklos angepasste Systemlinge. Nur wenige verfügen über ganz viel und Viele über ganz wenig; und dass in einem Ausmaß, wie es vorher vielleicht gerade mal in Diktaturen oder Monarchien möglich war. Und es geschieht einfach nichts! Die Dinge laufen einfach weiter, die Entschuldigungen türmen sich, einem zweiten Babel gleich, hoch in den Himmel hinauf, Smartphones ersetzen den Spiegel, den Partner und die eigenen Kinder, und die Hälfte der Welt schreit nach Gerechtigkeit, die im tauben Gedröhn der "Trendmaschinen" ungehört verhallen muss, während Insekten und Fische an Plastik und Giften leise vor sich hin krepieren und den noch verbleibenden Tieren auch der letzte Zufluchtsort gnadenlos zugemüllt wird ... Familien werden zerissen und nötigenfalls auch noch gegeneinander ausgespielt und aufgehetzt...
Findet das niemand merkwürdig? Diese Teilnahmslosigkeit? Dieses "Geschehenlassen"?
Aber heute geschieht ja angeblich fast ALLES nur noch auf „
freiwilliger“ Basis.
Zumindest sagt man uns das …

Aber wir sollten wohl schließlich auch:

"Demokratie nicht mehr als Volksherrschaft begreifen,"
sondern lediglich als Ordnungsrahmen für "konkurrierende Interessen und Ideen, die in einem Wettstreit nach Mehrheiten streben“

- das meint Norbert Lammert von der CDU und Präsident des Deutschen Bundestages


"Der autoritäre Mitläufer glaubt, dass Personen in Autoritätspositionen das Recht haben nach ihren eigenen Regeln zu leben, und dass Lügen, Betrügen, Stehlen und Morden in hohen Positionen daher mit einem Achselzucken toleriert werden kann.
Auch sie selbst beteiligen sich freiwillig an denselben Lügen, Betrügen, Stehlen und Morden, wenn es ihnen als notwendig zum Schutz ihres Status Quo präsentiert wird."

- und das meint Laura Knight-Jadczyk; nach Wiki:
She is a batshit insane blogger and crank, who calls herself a „scientific mystic and PaleoChristian Shaman“

 

... Leute gibt’s …

Also, - ich bezweifle, dass allein die Darlegung und Auflistung (oder auch Aufbereitung) zahlreicher paranormaler Ereignisse irgendwen heutzutage mit irgend etwas noch wirklich sonderlich beeindrucken kann.
Ich glaube wir haben das Staunen verlernt. Wir sind von der phantasielosen, kaum verdaulichen, Nahrung der Ideen des Kapitalismus nicht nur übersättigt worden, sondern wir sind dabei zu verfetten. Wir haben verlernt zu "sehen", dass der Mensch drei grundsätzliche Nahrungsarten benötigt: Zuerst die materielle Nahrung, die der Aufnahme aller vom Körper benötigter Stoffe dienlich ist. Dann die Luft, die wir atmen, die (beschäftigt euch einmal mit östlichen Meditationsformen) als Nahrung für unsere Gefühle dient. Und (tief durchatmen) die Eindrücke, die (und nicht nur!) durch unsere "gängigen" Sinne erfasst, wahrgenommen, aufgenommen und verarbeitet werden. Ohne die Aufnahme einer dieser unterschiedlichen Nahrungsarten würde ein Mensch unweigerlich sterben.

Hier gilt es nicht nur ein Gleichgewicht zu wahren, sondern auch dafür Sorge zu tragen, dass diese verschiedenen Nahrungsformen in natürlicher, sauberer und ehrlicher Form verarbeit werden. Bei der körperlichen Nahrung, und vielleicht auch bei der Luft, scheint das den meisten Menschen auch "geläufig" zu sein ... Aber das gilt ebenso auch für unsere Eindrücke! Das soll keine Lehrstunde werden, aber doch eine Erinnerung an vergessenes, bzw. heutzutage nicht mehr beachtetes, Wissen. Wir erleben tagtäglich, was unnatürliche,verschmutzte und verlogene Eindrücke in der menschlichen "Psyche" hervorzubringen fähig sind. Jede Zivilisation ist mit solchen Eindrücken auf die eine oder auf eine ganz andere Art "verschmutzt". Oftmals so heftig, dass schon mancher den Zugang zur Natur dabei völlig verloren hat. Oder sich Ideologien verschreibt, die Menschen, die sich au
ßerhalb dieser Ideologien positionieren, als "Kollateralschäden" oder als Opfer rechtferigt. Das kann die eigene Familie betreffen, aber auch ganze Nationen.

Diese verschmutzten Eindrücke finden sich heute in Worten, wie "Indoktrination", "Politik", "Religion" oder "Egoismus", aber auch schon auf der Reklametafel um die Ecke oder in der Rechthaberei des Nachbarn oder auch der eigenen. Man muss nur ein wenig die Augen für solcherart Eindrücke geöffnet haten. Die überall sprie
ßende Spezialisierung verliert mehr und mehr den Blick für das Gesamte. Und vieles davon ist auch gern genommen oder sogar gewollt, um das unverantwortliche Treiben mit der Natur (und mit uns selber) widerstandslos weiter "geschehen" zu lassen ...
Können wir uns denn überhaupt noch eine Welt vorstellen, in der diese drei Nahrungsarten den wirklichen Erfordernissen der möglichen Entwicklung der Natur (und all ihrer Erscheinungsformen) tatsächlich gerecht wird?
Können wir noch die Möglichkeiten abschätzen, die sich aus einer derartigen Entwicklung ergeben könnten?
Können wir die Möglichkeiten erkennen, die sich für uns (und die Natur) dabei ergeben können?
Auch Träume brauchen Nahrung.

Und manchmal brechen diese latenten, unterdrückten Möglichkeiten
vielleicht einfach aus uns heraus.
Manchmal genügt schon eine Situation emotionaler oder körperlicher Gewalt dafür.
Manchmal braucht es einen ernormen Schub der, irgendwie gerichteten, Vorstellungskraft dafür.
So scheint es.
Doch manchmal bewirkt so ein Ausbruch leider (immer noch) auch genau das Gegenteil.
Was immer man sich darunter nun vorstellen mag.

Ich werde diese Gedanken im nächsten Teil aufgreifen und weiterentwickeln.

Von vielen Dingen sind wir einfach durch Zeit, Vorstellung, Wissen, Verstehen, aber auch "Können", getrennt.
Eines der Probleme für "Spuk", "Geister" oder "Paranormales im Allgemeinen" heutzutage scheint, dass sie einerseits nicht länger Teil des sprachlichen (oder sozialen) Umgangs sind, stattdessen oft als Prügelknaben für die eigene Unwissenheit herhalten müssen, und andererseits, dass der Mensch seinen eigenen Erlebnissen nicht mehr vertraut.
Oder das ist alles überhaupt kein Problem, denn das alles ist eh nur eine Ansammlung von Lüge und Hochstapelei. - Von der Politik über die Religion bis zur Struktur des eigenen Verstehens ... Wo ist da die Grenze der Täuschung?
Letztlich aber muss das jeder für sich selbst entscheiden können!

Das war es.





(*) "Wisse, oh Prinz ..." (Oder PrinzIn - völlig "gendergerecht")
Das ist ein Spruch, den ich irgendwo im Internet gelesen habe und so nett fand, dass ich ihn gleich aufschrieb. Den Autor habe ich dabei (zu meinem möglichen Leidwesen) nicht mit vermerkt. Falls das ein Problem darstellt (wie bei allem anderen auch!), bitte ich sich einfach bei mir zu melden. Das gilt natürlich für alle hier verwendeten "Dinge" ... Danke. Im übrigen glaube ich, dass der gewählte Text genau das ausdrückt, was "unsere Welt" (also die Westliche) heutzutage so auszeichnet: Wir nehmen eine Gleichung, und teilen das Ergebnis durch den Anfang. Das tun wir immer wieder, bis es uns zu anstrengend wird. Dann machen wir diese Operation zu einer mathematischen Formel und präsentieren sie der Welt. Und zwar so, als wenn jetzt irgend etwas damit ausgesagt werden kann ... Eines der vielen Probleme von scheinbaren "Ähnlichkeiten", - wir kennen die Worte (oder glauben immerhin dies in einem gemeinsamen Zeichenvorrat einordnen zu können), - doch die objektiv vergleichende Wirkungsweise von einem Verständnis darüber muss sich wohl eher auf einem anderen Planeten abspielen ... (Das meint nicht, dass sie hier nicht auch gelebt werden kann!) Einem nicht vorbereiteten Verständnis zufolge (bzw. einer bestimmten Annahme folgend) "müssen" die Ägypter die "Zahl" Pi gekannt haben, - und wir treffen hier nicht nur auf eine möglicherweise zufällige Übereinstimmung mit unseren heutigen kuriosen Rechensystemen ... Alles auf (schon bekannte oder auch künstlich produzierte) Ähnlichkeiten zu reduzieren hilft "uns" immerhin dabei den Frosch vom Teller unterscheiden zu können, nicht wahr? Demzufolge könnten die Ägypter weder die "Zahl" Pi gekannt haben, noch die Pyramiden selbst in Auftrag gegeben haben. - Entscheidend ist dabei, dass wir überhaupt keine Ahnung davon haben, ob diese Menschen auch nur ansatzweise der heute vorherrschenden "Logik" gefolgt sind oder nicht. Behauptungen sind eine Sache, ... die "Intelligenz" und die "unwillkürliche" Formung der Natur eine ganz andere ... Dazu paart sich die Unwissenheit zugern mit der Arroganz (und diese mit der Macht), um der ganzen Sache auch noch einen gewichtigen Ausdruck (und Abdruck) zu verleihen (temporär gesprochen). Und kann es denn ein anderes (auch logisches) mathematisches Umschreiben der Wirklichkeit geben? - Dann kann der (oben erwähnte) Spruch auch als eine Art Zen-Meditation über den Zustand unserer "Geläufigkeiten" und "Gängigkeiten" genutzt werden. Andererseits: - "das Recht auf Dummheit gehört zu den Werkzeugen der Entwicklung der Persönlichkeit." (Oder so ähnlich) Doch was ist, wenn man sich eines Tages dazu entscheidet diese Maske der Persönlichkeit einmal abzulegen, um das bislang darunter versteckte eigene Gesicht zu finden? Und was, - wenn da längst kein Gesicht mehr zu finden ist, nur noch die Spuren der Abdrücke der Jahrein Jahraus getragenen Maske? Wo soll man dann noch suchen? (...) "Vom Königreich des Geistes zum Sklaventum des Körpers!" -
Endet die menschliche Geschichte in einer immerwährenden Knechtschaft und Abhängigkeit (
von-was-auch-immer)? Das muss so nicht sein! Und mit "Geist" meine ich nicht das "geläufige" Denken, sondern eher das, was man unter der Fähigkeit zur "Kognition" verstehen kann ... Dort ist noch eine Menge neues Land zu entdecken und irgendwann sicher auch zu kultivieren. Aber das ist nicht möglich, wenn die Wahrnehmung (oder die Achtsamkeit) schon an den ersten künstlich behaupteten Mauern der eingeschränkten Vorstellungskraft versagt ... Vielleicht gibt es dahinter wirklich dann gefährliche Tiger (oder Fahrräder strickende Pferde), vielleicht aber auch nicht; - wir werden es niemals "wissen", wenn wir uns nicht auf die Suche nach diesem Unbekannten machen ... Vielleicht finden wir gar ein anderes Königreich. Eines, dass sogar unser natürliches Erbe ist ... ? Wie kann man das nur wissen ... ? Aber vielleicht sind "Poltergeistphänomene" nur ein erster, unkontrollierter Ausdruck, dieser Königreiche? Was wäre, wenn wir die "Macht"
besäßen den Ablauf der Geschehnisse zu kontrollieren? Heutzutage pure ScienceFiction oder was-auch-immer, ich weiß ... Und ich weiß auch, dass das als "normal" akzeptierte und etablierte Geschehen heutzutage, jedenfalls größtenteils, sich als nicht sehr hilfreich dabei gestaltet ... Und dann die "Babylonische Sprachverwirrung" ... Doch ich weiß auch, dass die Geschichte sicher nicht so enden muss. - Denn ich bin derzeit auf der verzweifelten Suche nach dem einen Schuh, den ich mir jetzt anziehen werde ...

 

 


Und es gäbe sicher noch viel viel mehr zu allem möglichen zu sagen, - aber dies ist weder jetzt der Ort noch ist hier die Zeit dafür.
Und das war es nun aber wirklich.

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Sa

31

Dez

2016

Nichts hat mit Allem zu tun (und vice versa)

Der folgende Text teilt sich themenabhängig in drei große Abschnitte ein: Die bestehende Situation, der Nahe Osten und die mögliche zukünftige Gestaltung. Da diese Thematiken aber übergreifend sind, habe ich sie willentlich nicht voneinander getrennt. Und ich habe auch keine wirklich grundlegenden Kenntnisse über diese, hier behandelten, Themen, sehe mich selber nur in der Rolle des Beobachters des Geschehens, der auf der Suche nach kuriosen Anomalien nicht umhin kam, diese Entwicklungen auch mit zu beachten und (nach langem Zögern) auch zu dokumentieren. Was der Aktualität des Textes sicherlich förderlich war.
Verlinkungen finden sich in den Texten bzw. gaaaanz am Ende dieses „Elaborats“. :)
Viele Begriffe habe ich zudem in „Anführungszeichen“ gesetzt oder
kursiv ausgezeichnet; dies ist der Semantik geschuldet, in der Ausdrucksweisen zu Bedeutungen oder gar Sinnbildern mutieren können. Dieser Fakt soll dahingehend auch als Hinweis verstanden werden!
Allerdings könnte man auch zu der Einsicht gelangen, dass eigentlich JEDER Text in Abführungszeichen gesetzt werden müsste ...
Gleichzeitig möchte ich damit bestimmte "Dinge" hervorgehoben sehen.

Dieser Text hat kein Anrecht auf einen absoluten Wahrheitsanspruch, findet sich aber durchaus als subjektive Stellungnahme der Position eines interessierten Zeitzeugen oder eben eines Beobachters. Es ist ein langer Text, zweifelsohne, aber doch nur eine gedrängte Beschreibung, bzw. ein kurzer Einblick, in den heutzutage vorherrschenden politischen Wahnsinn. Oder beidseitige Ahnungslosigkeit über „Glaubwürdigkeiten“.
Was immer man jetzt darunter auch verstehen möchte ...



1. Akt (Eine kurze Einführung):

Täuschungen, die durch immer neue Täuschungen ersetzt werden


Die ansprechende Logik gnadenloser Zuweisungen, aber auch irgendwie endgültiger Rechtfertigungen. – Zwischen Heimat und Flucht:
Manchmal will man einfach nur noch von hier weg; und manch anderes mal ist es doch auch der schönste Ort, den man sich vorstellen kann … !

Einige Menschen bemerken, vielleicht gerade aufgeschreckt, dass der derzeitige politisch-orientierte Narrativ der „
Willkommenskultur“ in Deutschland in empfindlicheren (und bisher doch zumeist eher konformen) Nervenstrukturen zu Reaktionen führen kann (oder schon geführt hat), die offensichtlich bis zu einer Verleugnung der scheinbar im Grundsatz-etablierten Anschauungen reichen. Von Verweigerungen, über Rechthaberei und wie-auch-immer legitimierten Drohungen bis hin zu nackter Gewalt. Meinungsfreiheit wird unter Abrede gestellt und Doktrinen und Dogmas bestimmen einmal mehr das politische Gesundheitssystem.
'Heile Welt für Dummies', und davon scheint es ja immer mehr zu geben …


„Erstaunlich!“ entfuhr es Didaktylos. „Heute morgen wusste ich noch nicht einmal, dass ich in Gefahr bin.“ Er lehnte sich zurück.
„Das Leben in dieser Welt ist wie der Aufenthalt in einer Höhle“, verkündete er.
„Was wissen wir schon von der Realität? Von der wahren Natur des Existierenden sehen wir nichts weiter als verwirrende und seltsame Schatten, vom unsichtbaren und doch blendend hellen Licht der absoluten Wahrheit an die Höhlenwand projiziert, und wir haben die Möglichkeit, jene Schemen zu deuten, ihnen eine Botschaft zu entnehmen, aber wir Höhlenbewohner, die wir nach Weisheit streben, rufen doch nur voller Ignoranz:  „Und jetzt missgestaltetes Kaninchen“ - das ist meine Lieblingsfigur!“

- Terry Pratchett (Small Gods, 1992, Victor Gollancz Ltd.; dtsch. Einfach Göttlich, Goldmann)



Der nun folgende Text dient nicht zur Agitation, Propaganda von, oder zur Einflussnahme auf, politische „Gegebenheiten“ oder gar zur Manipulation von irgendwie schon „überzeugter“ Meinungen. -
Er soll schlicht als Anschauungsmaterial, über (meines Erachtens) fundamentale Unsicherheiten, dienen und dabei vielleicht ungewohnte Fragen aufwerfen und (sofern überhaupt möglich) neurale Zusammenhänge konstruieren, diese zu stimulieren und dadurch vielleicht erst sichtbar werden zu lassen.
Das ist meine alleinige Hoffnung. - Letztendlich bleibt uns allen aber wohl nur das projizierte Schattenspiel des „Kaninchens“ vorbehalten, und die Gewissheit, das eine politische Blindheit manchmal durchaus als eine "kulturelle Bereicherung" zu sehen sein mag …
Aber das mag auch jeder für sich selbst entscheiden.


2. Akt:

Zur Agenda politischer Kausalitäten


Heute projizieren sich Worte, wie: „Wertegemeinschaft, Kultur oder Identität“, aber auch „Scham oder Schuld“, - bislang in Deutschland ein gern genommenes und extrem beliebtes „
Schmierfett für die Achsen der Autorität“ (*1), welche sich, unter der derzeitigen Wählerflucht, zu ausgelassener Propaganda (für fast jeden Mist) hinreißen lassen. Vielleicht, unmöglicherweise, um letztlich nur dem Wählerwillen bestimmend zu gehorchen? - (?) -
Vom Volk gewählte Protagonisten verkommen zudem zu Randerscheinungen, die sich nur noch der „Obrigkeit“ gegenüber verpflichtet sehen, nicht dem, sie gewählten, Volk. Oder wenn, dann nur teilweise und sehr sortiert. - Und natürlich dem Geld! Auch deshalb kann man sagen, dass, wenn man gewisse politische Äußerungen verstehen (oder wenigstens einordnen) will, man einfach nur dem Fluss des Geldes zu folgen braucht …
Aber für ideologisch Verdächtige scheint
das wesentlich zu kurz zu greifen. -
Und wo wäre
unterschiedlich orientierte Politik ohne die „Ideologie“?

Doch schon einige dieser „renommierten“ Ideologien kommen Verschwörungen gleich ... Beispielsweise vertreten gewisse Gemüter tatsächlich die Ansicht, dass schon kultivierte Menschen, unter bestimmten Umständen, mit „
unbeschriebenen Blättern“ gleichgesetzt werden können, auf die sich nun beliebig Europäisch-kulturelle Zeichen setzen lassen. Eine solche (und eigentlich auch dumme) Einschätzung der schon gelebten Wirklichkeit findet sich wirklich. Und zuhauf! - Dabei werden Opfer und Täter, wie unbedenklich, in ein und dieselbe Maschinerie gezwängt, was natürlich zwangsläufig zu Ausbrüchen und demzufolge zu kriminellen Aktivitäten führt. Wobei „kriminell“ erwartungsgemäß als ein kulturell beanstandbares Wort zu verstehen ist, ist doch eine solche Aktivität eben manchmal nicht von den Gesetzen oder Erwartungen anderer Länder an ihre (bisherige) Bevölkerung gedeckt.

Und es betrifft ja auch nicht jeden. Wie sollte es auch? Selbst in politisch „entwickelteren“ Ländern, wie Deutschland, hält sich die Mehrheit aus den Entscheidungen über das Wohl (oder Unwohl) des Landes weitestgehend heraus. Und das liegt nicht unbedingt nur am der Parlamentarischen Verwaltungsform der Obrigkeit, sondern größtenteils wohl schlicht an der gewohnten Hörigkeit.
Was also kann man also von „
unbeschriebenen Blättern“ erwarten, deren bisheriges staatliches
Nichtvorhandensein von ansonsten strengen Reglements religiöser Machtstrukturen abhing?
Vom größten Teil davon - zumindest keine Einmischung!

Richtig befremdlich aber wird es, wenn politische Ideologien versuchen das Garn der Geschichte zu spinnen. -
Und zwar alleinig verschrieben der Darbietung ignoranter Vertuschung mächtiger Interessen.
Oder wie anders sollte man es bezeichnen, wenn vorsätzlich kriegerische Angriffe, unter verschwörerisch fadenscheinigen Begründungen, Millionen von Menschen töten, ihre Heimat zerbomben und die finanziell bessergestellten Flüchtlinge in die (auch nur) kapitalistisch orientierten Hände von Schleuserbanden treiben?


„Ist der Feind bekannt, dann hat der Tag Struktur.“

 - das wusste auch schon der bekannte Kabarettist Volker Pispers

 

Ebenso sicher tragen auch wir eine Verantwortung für die so entstandenen Situationen, dass wir uns sogar einem großen Vorwurf aussetzen müssen, - denn, haben wir nicht (und nicht erst) seit Jugoslawien eigentlich nur dämlich in irgendeine Glotzen gestarrt, um auf „offizielle“ Interpretationen des Welt-“Geschehens“ zu warten? - Anstatt uns, beispielsweise selber, auf die Suche nach Hintergründen für die nicht-legalisierten Angriffskriege zu machen. Und Partei zu ergreifen!
Und als diese fadenscheinigen Beweggründe, die allesamt von den NATO-Alliierten provoziert wurden, publik gemacht wurden, haben wir dann irgendwann Wiedergutmachung für, wenigstens erstmal, Jugoslawien eingefordert? Nein. Und wie auch? Und von wem?
Um fair zu bleiben, betrifft das jetzt wahrscheinlich nur einige von uns, andere werden sich vermutlich dabei überhaupt nicht einmal angesprochen fühlen. Wie auch? - Aber macht das heutzutage so beliebte Handy-starren die Situation auch nur einen Punkt hier besser, - oder anders?
Hat uns das Fernsehen, das Internet, die Obrigkeit schon so verblöden und versteinern lassen, dass wir wirklich nur noch auf die Schwächsten einschlagen können? - Anstatt die Wut auf die wirklich Verantwortlichen zu lenken!

Sollten wir den „
ersten Stein“ jetzt einfach an die „Flüchtlinge“, die „Migranten“, die „Neu-Ankömmlinge“ weiterreichen, weil wir uns von der Lethargie und Apathie so schändlich haben verraten und einvernehmen lassen? Und damit sämtliche Verantwortung in die Hände von heutzutage geradezu austauschbaren Parteien gelegt haben?

Schuld und Schande“ … reines Schmierfett. Und es wirkt!
Es wirkt seit Generationen prima, … zumindest beim Deutschen Volk.
Erinnert sich eigentlich noch jemand was direkt vor dem „Flüchtlingsansturm 2015“ in Europa passierte? Nur einige wenige, denke ich. Und wie hing das alles damals zusammen?
Auch deshalb ein kleiner Rückblick:
Es gab zu dieser Zeit ein großes Trara um Griechenland. - Die Deutsche Regierung hatte es durchgesetzt, das die Griechische Regierung ihre Bevölkerung in einer (in Demokratisch geführten Ländern) nie gesehenen Art und Weise gängelte und geißelte. Das nannte man dann „Austerität, gemeint ist damit eine strenge Haushaltspolitik, die zu Gunsten der Gläubiger erschaffen wurde und die, dem betroffenen Land, die Staatskontrolle (über die Finanzen) weitestgehend entzog. Findet bis heute (unter verschiedenen Namen) noch Anwendung.
Und angesichts dieser Einschneidungen in das Griechische Leben, den bevorstehenden Kürzungen in fast jedem sozialen Bereich, von der lebenswichtigen Arznei bis zur Rente, begingen mehrere Griechische Menschen offen Selbstmord, was die Mainstream-Presse der „freien“ Welt
(und sogar einige Deutsche Politiker) zum Anlass nahm Deutschlands finanziell orientierten Druck auf die EU (und damit auf Griechenland) auf bitterste Weise zu hinterfragen.

Niemand will sich gerne an so etwas erinnern, verständlicherweise. Und all das geschah im besten Glauben an die ideologische Unbedingtheit (heute: Alternativlosigkeit) der Neu-Liberalen Auslegung des heutzutage vorherrschenden Kapitalismus. Züchtigung im Namen der ach so gerechten Gläubiger! In einer Welt, in der das meiste Geld ungedeckt ist, und sowieso nur noch virtuell existiert, forderte die Deutsche Regierung Griechische „
Bankenrettungen“ bzw. weitere Geldzahlungen vom Kauf (nicht nur) Deutscher Rüstungsartikel abhängig machen zu können. Was die Griechische Regierung auch tatsächlich tat; - sie beugte sich dem Druck, und letztlich geschah das auch genau so ... Bis heute wird immer weiter gerüstet.
Allerdings dürfte hier auch die Furcht vor dem unberechenbaren Verhalten seitens des NATO-"Partners" Türkei
(wegen der ständigen zahlreichen Grenzverletzungen) eine gewichtige Rolle spielen.

Die zahlungsunfähige Regierung Griechenlands kaufte mit den neuen Schulden Deutsche Rüstungsgüter.
Mit solchen "Deals" sanierte Deutschland seine Exporte und trieb zahlungssäumige Schuldner (meist Süd-Europäische Staaten, solche, die sich auch dem "Euro"-Geldsystem angeschlossen hatten) immer mehr in die Abhängigkeit vom Bankensektor und dementsprechend in immer gewaltigere Schulden. Die Anleihenmärkte reagierten entsprechend und so manche Staatsanleihen wurden immer weniger tragfähig. Oder belastbar.

Oh, und sicher hatten wir auch noch all die Kriege, an denen Deutschland sogar zum Teil direkt mit beteiligt war, aber gerade in den „seriösen“ Mainstream-Medien muss man lernen auch Prioritäten zu setzen … Also begann die Hetze gegen die korrupten und „
faulen“ Griechen in den Deutschen Mainstream-Medien.
Ich vermute, Selbsterhöhung ist auch nur ein weiterer Aspekt der Sündenbock-Politik.

Heute ist man schlauer: So kamen (und kommen) in Griechenland höchstens zehn (10!) Prozent der „
Anleihen“ tatsächlich beim Griechischen Staat (für Infrastrukturen, Medizinische Versorgung, Renten, Soziale Leistungen, etc.) an. Der Rest der Geldes über neunzig (90!) Prozent wurde (und wird weiterhin) für die bestehenden (und auch dadurch immer weiter anschwellenden) Schulden Griechenlands verwendet und landet zum größten Teil (mit Zins und Zinseszins) gleich wieder bei den Deutschen Gläubigern. Während also Griechenland auseinanderfiel machte der Deutsche Staat auch noch gute Geschäfte als Mittler dieses „Deals“ …
Somit dienten diese, an Griechenland geflossenen, „Rettungs-Gelder“ gewissermaßen nur zur Stabilisierung des „etablierten“ Europäischen Banken-Geldsystems bzw. zur weiteren Sanierung desselben.
Das Griechische Volk bekam so gut wie nichts davon zu sehen. Auch der Versuch einer gerechteren Politik änderte nichts daran ... -
Kosten“ ist schließlich ein Wort der finanziell anhängigen Strukturen!
Griechenland, in dieser Situation, erscheint wie eine Schlange, die gezwungen scheint sich selbst zu verzehren. - Ein Kreislauf, der sich nicht (ohne eine mittlere finanzielle Katastrophe für das Geldsystem oder ander Banken) durchbrechen lässt. Doch jedes weitere Geld für diese angeblichen „
Griechenland-Rettungen“ versorgte weiterhin nur das untereinander abhängige Schuldensystem der Banken. Aber bei solchen Themen halten sich die renommierten „etablierten“ Mainstream-Medien ebenfalls sehr bedeckt. Warum bloß?

Und warum hoffte Griechenland eigentlich zu Beginn des EU-Fiaskos, trotz der verhängnisvollen eigenen finanziellen Lage (die von Griechenlands Goldman-Sachs Beratern „blendend“ verheimlicht wurde), genau wie andere, wirtschaftsstärkere Länder, auch am Euro oder der Europäischen Union mitverdienen zu können?
Sind doch selber schuld!“ → Und das Bild Deutschlands war nach dem öffentlich gemachten Griechenland-Desaster nun richtig katastrophal in der Welt!

Und - wann war es das letzte Mal, wo Deutschland auf eine solch hingebungsvolle Weise das Geschehen in Europa diktiert hatte? Genau – Schuld, Schande und … Sühne! -
Der böse Österreicher, der ein ganzes Deutsches Volk, das ihm natürlich völlig unfreiwillig folgte, zum Krieg und allem Bösen verführte … ! Und dann all die Geschichten über zwar längst vergangene Gräueltaten, aber nichtsdestotrotz immer noch aktuell genug sie immer wieder hoch zuhalten … Schuldproteste, die sich Jahrzehntelang auf ihrem Weg bis ins Kleinhirn hoch hangelten, bekamen plötzlich nicht nur politisches Interesse. Kapitalistische Ideologien standen kurzfristig menschlichen Werten gegenüber. - Im Schwedischen Parlament, beispielsweise, begannen schon Diskussionen über den Wert von Geld im Verhältnis zum Wert eines einzelnen Menschen …

Doch bevor jedoch die Stimmung jetzt vollends kippen konnte geschah „
das Wunder“ ...

Manch einer nennt dieses „Wunder“ die Fortführung und baldige Vollendung des Hooton-Plans: - „
Von Affen, Menschen und Schwachköpfen“. - Nicht nur England und Frankreich, - selbst die USA, wo ein großer Teil der Einwanderer aus Deutschland stammte, nahmen lange Zeit ein geeinigtes und handelndes Deutschland (nicht nur) auf politischer Ebene als Bedrohung wahr.
Vielleicht erwähne ich hier aber auch nur eine fast vergessene und seit langer Zeit schon abgenutzte Verschwörungstheorie?

Während die USA, das „nicht verzichtbare Land“, sich bis heute immer noch die größte Armee der Welt leisten, waren hingegen Frankreichs und Englands imperiale Weltansprüche längst schon auf politische Rangeleien um Ressourcen in den ehemaligen „Kolonien“ reduziert worden. Eine Situation, die manchen Deutschen Politiker zum Nachfragen angeregt haben kann, nämlich, ob es nicht Zeit wäre, dass Deutschland sich wieder stärker in die Belange anderer Länder einmischen sollte … Jedoch, - so ist es uns von den „Think-Tanks“ aus den USA klargemacht worden: Nicht und niemals mit Russland, denn dann sehen wir (die USA) unsere eigenen Felle wegschwimmen und das wollen wir, unter der Drohung eines neuen Weltkriegs (zumindest unter dem Friedensnobelpreisträgers Obama), so gar nicht! -

Dann lieber „Freihandelsabkommen“, wie TTIP oder TPP, die den USA weitaus größere Aussichten auf wirtschaftliche Drangsalierungen zugestehen können. Und eigentlich ist die Welt ja auch groß genug, nicht wahr? Oder auch nicht: Im Augenblick, beispielsweise, vertritt die Deutsche Bundeswehr schon die Rohstoffansprüche Frankreichs in Afrika. Und auch in Ländern, wo selbst die Russen „das Handtuch geworfen“ haben … Und Deutschland ist zusätzlich einer der führenden Waffenexporteure der Welt. Auch noch.
Was kann eigentlich noch schief gehen?


3. Akt:

Wer bleibt da noch übrig?

Georg Schramm brachte es bei zahlreichen seiner Auftritte als „Oberstleutnant Sanftleben“ gezielt auf den Punkt: Deutschland kann eigentlich keine großen Kriege mehr, denn es fehlt dafür das nötige Menschenmaterial!
Heutzutage würde, laut seiner Rechnung, gerade mal einer „
für den Hof“ übrigbleiben. Also, um „mehr Verantwortung in der Welt“ zu übernehmen, wie einige führende Politiker scheinbar so verlockend, und, den Regeln einer zumindest mir obskuren Logik folgend, von sich geben, bedarf es dazu dann (natürlich) auch mehr Menschen.
Und dann geschah das „Wunder“ ... Und eine Stimme sprach:

Willkommen!

Keine miese Presse mehr zu Griechenland. Zumindest keine mehr sonderlich laute und störende!
Und vielleicht habt ihr auch gelesen, dass Deutschlands Bevölkerung wieder am Wachsen ist?
Nach Jahren des Stillstandes …, hinsichtlich kommender „
Verantwortung in der Welt“ ...

Und zu verdanken haben wir es allein dem Wunder: Beispielsweise dem gesetzwidrigen Bruch mit sämtlichen Asyl-Abkommen durch die derzeitige Bundeskanzlerin Deutschlands und ihrer willfährigen Kumpanei. Sie sprach den Kommenden, ungefragt, ein „
Willkommen“ aus. Und plötzlich - (in etwa: scheinbar aus dem Nichts heraus!) drängelten sich Flüchtlinge, Migranten und Asylsuchende durch die Grenzzäune Europas. Und Politik und Medien erklärten sie sofort zu unbeschriebenem Papier und öffneten in einer beispiellosen Art und Weise die Arme, und zwar so weit, dass anfangs wirklich auch jeder durchschlüpfen konnte. Zugleich erklärten uns die Politiker, mit der schreib-kräftigen Unterstützung ihrer „seriösen“ Meinungsverteiler, den Mainstream-Medien, dass es sich natürlich bei ALLEN um nichts als reine Flüchtlinge handeln würde. Was sich ebenso natürlich als reine Propaganda für das „Gutmenschentum“ oder besser, als Lüge herausstellte. Oder man muss den Begriff inhaltlich so weit überdehnen, bis er eben wieder passt. Aber Semantik lässt viele Spielarten zu, wie wir noch sehen werden.

Und auch sofort war die Industrie mit dabei. Gewinne winkten! Ja, es bildete sich in Deutschland 4.0 sogleich eine eigene Asylindustrie, die am Anfang noch von Tausenden bereitwilligen und ehrenamtlichen Deutschen unterstützt wurde. Kostenlose Hilfskräfte, die die Lasten schulterten und lediglich dafür bedankt werden wollten. Was für eine coole Situation! Politische Parteien sahen ihre Chance gekommen sich mit ideologisch sozialen Wertigkeiten, beispielsweise bei der Wohnungsvergabe oder dem Häuserbau ein wenig gesünder zu stoßen. - Und der Staat, jahrelang aufs Sparen bedacht, gerade der eigenen Bevölkerung gegenüber, begann der beste Sponsor dieser „neuen“ Industrie zu werden. Wie aus dem Nichts floss mit einem Mal das, bisher scheinbar nicht vorhandene, Geld heraus und es war geradezu eine Lust diesem Treiben zuzusehen.
Doch wieder fielen Schatten auf die Deutschen, und nicht nur auf diese ...

Nicht nur, dass Deutsche im Nachteil zu den Neu-Ankömmlingen enteignet oder in die Obdachlosigkeit gebracht wurden … Tatsächlich wusste ein Teil der Neu-Ankömmlinge so gar nichts mit der hiesigen europäischen, aus Zeiten der „Aufklärung“ gewachsenen, Kultur anzufangen. Es kam (und kommt), bis auf den heutigen Tag, immer wieder zu geltenden Rechtsbrüchen. Von Raubüberfällen und Gewaltattacken, über Vergewaltigungen bis zum Mord und Terror. Doch, seltsamerweise, im Gegensatz zu besorgten Bürgern, die ängstlich waren ihre Sitten und Gebräuche verrohen oder gar abgeschafft zu sehen, wurden (und werden) diese Rechtsbrüche scheinbar von der Politik mit einer Art von Wohlwollen aufgenommen. Zumindest weitestgehend von der etablierten Politik und der, von ihr bereitgestellten, Justiz; aber gerade von den Mainstream-Medien, für die, im Hinblick auf die Neu-Ankömmlinge, Worte, wie: Schuld, Scham und Sühne wieder schweres Gewicht erlangten. -
Nur dieses Mal wurde der Spieß derartig ausgerichtet, dass er nur diejenigen verletzte, die der nun herrschenden Meinungsvielfalt entgegentraten und diese, wie auch ihre angeblichen Bereicherungen, wagte in Frage zu stellen …

Fragen, wie: "
Wer finanziert oder finanzierte eigentlich die Terroristen?" "Oder, woher beziehen sie ihre Waffen? Speziell im Nahen Osten." "Und wer kauft ihnen das, temporär annektierte, Erdöl ab?" "Und von welchem Geld?", fielen in den gewaltigen Schlund der medialen Nichtbeachtung. - Gerade dann, wenn Indizien oder Beweise, für bestimmte, beobachtete und aufgezeichnete, Aktivitäten von proklamierten Feindbildern demonstriert wurden, aber nicht mit der, von den Mainstream-Medien und der Politik, postulierten Propaganda konform gingen.
Man folgte lieber dem erwünschten Narrativ.

Und es begann die Zeit des Verharmlosens, des Lügens und des Verschweigens.
Staatlich verordnete und subventionierte Meinungsbildung wurde sogar kostenpflichtig und verpflichtend.
„Politische“ Deutsche "Gegner" wurden, ideologisch zwingend, kaltgestellt, verleumdet und sogar, vielleicht als Zeichen der Bundesdeutschen Rechtschaffenheit, mit Geldbußen bestraft oder ins Gefängnis gesteckt.

Politisch hörige, aber immer auch bestimmt seriöse, Medien verloren Zuschauer und Leser, weil sie einseitig immer nur das Gleiche berichteten. Manche Menschen warfen diesen Medien vor „
gleichgeschaltet zu sein, was diese wiederum dazu anregte ihre Kommentarfunktionen auszuschalten und danach selbstherrlich über ihre eigentlichen Zielgruppen herzuziehen, sie an den Pranger zu stellen und sogar zu beschimpfen. Vorgeführt von der ahnungslosen Politik („damit hat ja niemand gerechnet“) bewegte sich die Meinungsfreiheit nur noch in erlaubten Grenzen. Ja, Orwell hatte es orakelt, es kam der Neu-sprech: Wörter wurden zu Bedeutungen stilisiert und Bedeutungen zu unerwünschten Bestimmungen. Es ging (wie schon Kissinger, lange vorher, erkannt hatte) soweit, dass man dem „normalen“ Deutschen Bürger die Mündigkeit, bezüglich politischer Umsicht bzw. politischen Überblicks, kurzerhand absprach bzw. aberkannte. Andersdenkende wurden hemmungslos auf übelste Weise abgekanzelt und beschimpft. Und einige wenige Wörter erlangten wieder Kampfstatus. Ob es sich dabei um Kritik am Verhalten der Neu-Ankömmlinge handelte oder um die biologisch „bewiesene“ Tatsache der Zwei-Geschlechtlichkeit. - Alles wurde von jetzt an politisch bestimmt und gesellschaftlich „geregelt“.

Von einigen wirklich ungezügelten Politikern wurden Deutsche, die vielleicht wirklich nur besorgt waren um die Zukunft Deutschlands, als „
Unzufriedene“, „Spalter“ oder „Hetzer“ bezeichnet, mit der Aufforderung, dass, wenn es ihnen „hier nicht passen täte“, sie doch gern ihre Heimat auch einfach verlassen könnten! Und tschüss! - Hauptsache es herrschte erst mal wieder Ruhe im Karton! Die Politik würde das schon regeln! Und alles weitere wird sich dann auch finden...

Dachten sich auch bürgerliche Gruppierungen, die mehr oder minder erfolgreich versuchten auf diese Mißstände hinzuweisen. Erstaunlicherweise, obwohl sie ihre Kräfte sogar zu einer politischen Einheit bündeln konnten, wurden sie von den schon etablierten Parteien nicht als frische Erneuerung der diskussionsbereiten Demokratie angenommen, - oder als Ausdruck eines neuen Volkswillens angesprochen, sondern schändlich verlacht und verhöhnt. - Die Tröge der Macht dürfen eben nicht
jedem Hergelaufenen zugänglich sein, nicht wahr? Und ich persönlich zweifle auch, denn wenn erst einmal kräftig davon genascht werden darf, ob dann Ideologien oder Ideale noch mehr als eine untergeordnete Rolle spielen werden?
Vielleicht ist dies auch nur mein Misstrauen in die korrupten Institutionen im Allgemeinen? -
Aber sicher ist es die Beobachtung jener Parteien, die nicht nur mit ihrer Herkunft brachen, zugunsten von temporären Sponsoren, sondern die sich auch nicht scheuen ihren ehemaligen Feindbildern nun in aller Freundschaft zuzuprosten. Oder sich ihre Feste von denen ausstatten zu lassen … oder, darüber hinaus, heute zwar ihr altes Kinderspielzeug zu verstecken versuchen, aber trotzdem glauben dem Bürger vorzuschreiben, wie dessen Kinder (noch vor der sexuellen Reife) mit Sexualität umzugehen haben …

Aber noch mehr erstaunlich ist es, dass schon eine grundsätzliche Beurteilung der neuen politischen Partei AFD und ihres Leitsatz-Programms genügen täte, um schnell einzusehen, dass Menschen immer wieder bereit sind gegen ihre eigentlich eigenen Interessen zu wählen. Andererseits machen Deutsche Wähler dies wohl schon solange, dass es vielleicht zu einer „lieben Angewohnheit“ geworden ist …
Und da sind natürlich auch noch die voll-glaubwürdigen Wahlversprechungen …

Hier eine Expertin:

„Man kann sich nicht darauf verlassen, daß das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt, und wir müssen damit rechnen, daß das in verschiedenen Weisen sich wiederholen kann.“

 


Abgesehen von dem (gerechteren?) Umgang mit dem Deutschen Volk, könnten bestimmte politische Richtungen durchaus auch von den finanziellen Zielvorgaben dieser neuen Partei profitieren. Und ebenfalls erstaunlich ist, dass so etwas von vielen Menschen als Alternative zum Vorigem gesehen, angeblich verstanden und letztlich gewählt wird.
Nun, halten wir es mit den Blinden und der Zukunft: Wir werden sehen!
Immerhin sollen auch Probleme angegangen werden, die von anderen Parteien als „
schützenswert“ erachtet werden. Abgesehen davon, mal ernsthaft, wie viel schlechter kann man es denn NOCH machen? Aber, das ist, hinsichtlich auf eine etwaige Zukunft, bestimmt auch ziemlich blauäugig" gedacht.

Zwischen staatlich legitimierten Raubzügen und Fahnen, die im meist selbst fabriziertem Wind herumflattern


4. Akt:

Oh, ich weiß – einer geht noch ... (!)

Doch zurück zum Thema.
Während die Unzufriedenheit in Deutschland politische Gestalt annahm, mussten andere europäische Länder schon mit den, immer mehr, gewalttätigen Folgen der Dublin-Rechtsbrüche kämpfen. Einige votierten für Obergrenzen beim Zuzug, andere riskierten lieber EU-Strafzahlungen. Die baldige Folge war, dass, außer Deutschland, immer mehr europäische Länder ihre Grenzen schlossen oder, aufgrund des extremen Zulaufs, schließen mussten. Was die Deutsche Bundeskanzlerin nicht sonderlich zu beeindrucken schien.

Aber ein weiteres Mal wurde sie von einer, für sie nicht vorhersehbaren, Nebensächlichkeit, namens Wirklichkeit, überrascht, - denn nicht nur innerhalb Deutschlands wuchs die Opposition gegen ihre Politik. Auch Europaweit fanden sich immer mehr Kontrahenten zusammen. - Die Deutschen Medien versuchten solche „Trends“ lieber weiter, politisch hörig, zu ignorieren und setzten vorzugsweise mehr auf
Feindbilder, in der Hoffnung, dadurch ihren Unterstützern, der Politik bzw. der derzeitigen Regierung, meist kommentarlos, weiter den Rücken zu stärken.

Unbewiesene Behauptungen wechselten sich im Trans-Atlantischen Diskurs mit den frechsten Lügen ab. Unterstellungen wurden schnell wie Beweise behandelt; und brachte den offiziellen Unterstützern dieser Art „Journalismus“ ebenso schnell die Bezeichnung „
Lügenpresse“ ein.
Was diese natürlich vehement abstritten. Doch die Medien sahen ihre Funktion scheinbar nicht länger in der Funktion einer „
Vierten Macht“, der Politikkontrolle, gegeben, sondern in der eigenen Deutungshoheit und der Meinungsbildung, zum alleinigen Zweck der bestehenden Politik. Und da gab es lange Zeit auch keine Diskussion mehr darüber. Zumindest nicht in den hörigen Medien.
Die schon erwähnten Kommentarfunktionen blieben auch weiterhin deaktiviert – und die renommierten, „etablierten und seriösen“ Medien rückten nun auch inhaltlich immer weiter vom Volk, ihren eigentlichen Kunden, den zahlenden Zuschauern und Lesern, fort:

„Natürlich sind wir Elite. Wir sinds einfach. Wir sind hochgradig gebildet. Wir haben einen Lebensstandard… wo man jetzt nicht unbedingt bedroht ist durch Entwicklungen der Globalisierung…“

So tönte es im Deutschlandradio. Und selbst der derzeit amtierende Bundespräsident vermeinte auszumachen, dass die Probleme heutzutage sicherlich nicht bei den (den Lebensstil diktierenden oder beherrschenden) Eliten zu suchen sind, sondern allein beim nicht-verständigen Volk …
Abgehobenheit und Abgrenzung als Zeichensetzung (bzw. Legitimation) für das eigene, schon zu weit abgerückte „Klassen“-Bewusstsein?
Oder nur herbeigeredete Propaganda, die den Tanz um den, bislang generösen, goldenen politischen Stier weiter rechtfertigt?

Unangenehme politische Themen wurden weiter ignoriert, verschwiegen oder der politischen Agenda „gerecht“ serviert und bis heute ist es mehr als fraglich, welche Rolle Medien und ihre Journalisten bei der Unterstützung und Entfesselung von Aufständen oder Kriegen einnehmen (oder einnahmen)? - Auch oder gerade bei aktuellen „Bürgerkriegen“.
Und was sind eigentlich „
Fake“-News?

Einige Medien folgten (und folgen bis heute) offen einer strengen Agenda, um jegliche Aktionen von
Trans-Atlantischen Bündnispartnern kritiklos zu befürworten: „Bild dir deine Meinung!
Die Bundeskanzlerin, opportunistisch gegenüber sämtlich relevanten Wahlthematiken, die potentielle Wähler zur Wahlurne bringen könnte, meinte:

Dazu bin ich damals in der DDR nicht froh gewesen, dass das Volk dann was zu sagen hatte …“

Die „Trans-Atlantiker“ sind so ein „Elite-Club“, indem sich Politiker und Journalisten gemeinschaftlich die Hände reichen, freundschaftlich sich gegenseitig unterstützend, ganz im Sinne der Agenda des „großen Bruders“. Und dass, sowohl, angeblich, die „Bild“-Zeitung, wie auch der „Spiegel“, mit CIA-Geldern zur Trans-Atlantischen Meinungsmache gegründet und aufgebaut wurden, auch das ist keine Verschwörungstheorie. Und so etwas hat natürlich auch Folgen ...


Eine zwischenspielerische, erste kurze Unterbrechung ...

Kann Dummheit eigentlich Schmerzen verursachen? Dummheit scheint manches mal aufgrund von erblich bedingten Beschädigungen oder einfach des Mangels an Intelligenz angeboren zu sein. Manchmal wird sie aber auch erst später, durch Vernachlässigung einer umfassenderen (aber interessensorientierten und dementsprechend spezialisierten) Bildung, gefördert. Wir kennen hier Wortformeln, wie: „den Überblick verlieren“, wenn man in einer offenkundig zwanghaften, aber doch eingeschränkten, Einschätzung gewisser Glaubensvorstellungen, Denkweisen bzw. Ideologien oder auch bestimmter Situationen „gefangen“ zu sein scheint. Dummheit kann sich deshalb viel zu leicht auch auf ideologisch beeinflusste „Fakten“ erweitern, speziell dann, wenn hohe Summen von Geld dabei Anwendung finden. Bei einfacher gestrickten Gemütern kann eine derartige Indoktrination zu Verblendung, Verrohung und sogar offener Gewalt gegenüber so „ausgezeichneten“ Sündenböcken (bzw. ihr Besitztum, ihre Treffpunkte, etc.) führen, da durch die, vorher eingepasste, Auslegung Selbst-Verantwortlichkeit leichtfertig (zu Gunsten einer beliebigen Gruppenzugehörigkeit) relativiert werden kann. Das ist häufig dann der Fall, wenn naheliegende Fakten (aus welchen Gründen auch immer) verkannt oder ins Gegenteil verkehrt werden, um vielleicht nur deren gegensätzliche Aspekte in die ideologisierte Weltanschauung hinein zu konstruieren. Aber auch dann, wenn man die Verantwortung an ein scheinbar höher positioniertes Machtgefüge (es kann sich dabei, beispielsweise, schon um ein Treffen oder eine einfache Demonstration handeln) abgibt, um im scheinbaren Schutz dieser, zumeist speziell konstruierten, Werte, Maßstäbe und Weltanschauungen, temporär zu folgen. Solange, bis diese „Aufmerksamkeit“ sich dankenswerterweise auf eine andere Absonderlichkeit ausrichtet, bzw. ausgerichtet wird. Der Sinn und Zweck solcher, die Verantwortlichkeit abgebenden, Gruppierungen, oder sogar gewisser politischer Parteien, reduziert sich möglicherweise damit auf Statussymbole und künstliche Schönheitsideale, die vermischt wurden mit austauschbaren, aber immer willfährigen, Protagonisten.
Aber, - man „darf“ es sich ja auch niemals zu einfach machen, gerade bei der Verteilung der größten Kuchenstücke …
Menschen, wie Timothy Leary oder Robert Anton Wilson halten Dummheit kurzum für eine neurologische Erkrankung. G.I.Gurdjieff würde wahrscheinlich eher auf die Aspekte einer massenhaften Hypnose hinweisen, mit daraus resultierenden psychotischen Ausdrücken …
Doch, wie-auch-immer, … Die Antwort, auf die Frage scheint mir persönlich 'Nein!' zu sein. - Dummheit verursacht keine Schmerzen. Höchstens wahrscheinlich anderen.


Und dazu … In eigener Sache

Ich selber, beispielsweise, bin ein Anhänger und Unterstützer von Fortean'schen und Anomalistischen Ideen, der Versuch der Kreation eines Intermediaristen. Sozusagen.
Das macht mich offenkundig dumm gegenüber „Real-Politischen“ Ansätzen und Abwägungen. Nicht nur, weil ich vieles davon für unvernünftig halte, sondern weil es schlicht mit meinem Weltbild kollidiert. Das ist eine Warnung!
Bisher habe ich doch tatsächlich geglaubt, dass das menschliche Herz auf der linken Seite schlägt, die Nieren sich im Beckenraum befinden, der Himmel manchmal blau und die Sonne gelb ist, Löwe und Lamm ein religiöses Paar bildeten, unser Sonnensystem sich niemals in einer vermuteten Mitte befindet oder die Anzahl der mitfahrenden Personen im Auto, bei Kennedys Ermordung, keinen Schwankungen unterliegt.
Einige unter euch dürften realisieren, dass ich mich hier nicht auf einen ehemaligen Südafrikanischen Präsidenten beziehe: „Play it again Sam!“ - Doch niemals in Casablanca ...

Können wir also der Wirklichkeit und ihren Erscheinungen gegenüber jemals sicher sein?
Für den Intermediaristen käme eine überzeugende Antwort auf diese Frage einer Erklärung gleich. Eine Erklärung aber scheint nicht mehr zu sein, als die Positionierung einer Meinung zwischen erdachten Extremen. Ein kurzfristiges Schattengebilde, eingewebt in hervorgehobene zeitliche Umstände, die in dieser Positionierung einen flüchtigen Ausdruck gefunden zu haben scheinen; welcher sich, bei späterer Betrachtung, in völlig anderen Darstellungen und Zusammenhängen wiederfinden lässt …

Jede Positionierung kann dementsprechend eine erfundene Erklärung sein, die sich (dem jeweiligen Betrachter) jedoch als manifestierte (meist aus einen anderen, willkürlich herausgerissenen Zusammenhang aber als gültige) Beweisführung anpreist. Wobei nicht einmal die Positionierung hinreichend erklärbar wäre, ebenso wie es sinnlos erscheint die Gültigkeit für die gesetzten absoluten Endpaare (oder scheinbaren Gegensätze), zwischen denen die Position gesetzt wurde, zu überprüfen.
Relatives „Gut“ und relatives „Böse“, beispielsweise … „Richtig“ und „Falsch“ … „Links“ oder „Rechts“ ...
Es sind nichts als Produkte des menschlichen Geistes (oder seiner Vorstellungskraft), die hier zur „Beweisführung“ in einen scheinbaren Mittelpunkt (bzw. in die betreffende Position) gerückt wurden. - Abstraktheit als absurder Kleber von Facetten geistiger Splitterprodukte ...
Und , ich persönlich würde auch diese Frage wieder mit 'Nein' beantworten. Wir können nicht sicher sein.

Diese Begriffe 'wirklich' und 'sicher' sollen in diesem Elaborat als Synonyme, für 'mit-weniger-Zweifeln-behaftet' oder als 'wahrscheinlich', in einem fatalistischen Sinne, verstanden werden. - Was aber weder eine zeitliche, räumliche, weder eone politische, religiöse noch eine spirituelle Instanz zwanhsläufig voraussetzt … - Dementsprechend weitgehend von eurem Vorstellungsvermögen oder eurem kritischen Verstand abhängig bleibt!
Beginnen wir nun uns weiter vor zu tasten ...

 

 

5. Akt:

Aus dem Dunkel (
Schwarz) der Knechtschaft durch blutige (Rot) Kämpfe in dass strahlende güldene (Gold) Licht der Freiheit

Und richten wir unsere Aufmerksamkeit nun auf die heutige Deutsche Bevölkerung.
Zur einen Hälfte seit über 70 Jahren unter Trans-Atlantischer Bündnis-Fremdkontrolle stehend, zur anderen letztendlich den Verlockungen, Behauptungen und Versprechungen der Westlichen Reklame erlegen ... Nur wenige, im Osten, wie im Westen, haben ansatzweise überhaupt bemerkt, dass Bananen kein Teil eines freiheitlichen und gerechten Menschenrechts sein müssen ... Deutschland ist bis zum heutigen Tag immer noch von den Interessen der West-Mächte besetzt und die Politik fügt sich dem, souverän.

„Deutschland ist das einzige Land, wo Mangel an politischer Befähigung den Weg zu den höchsten Ehrenämtern sichert.“

- Carl von Ossietzky, Journalist, Autor und Pazifist

 

Aber auch schon Bananen sind verteidigungswerte Ressourcen, nicht wahr?
Deutsche Werte (abgesehen vom obligatorischen FFS) wurden stillschweigend republikanisch orientierten Finanzvertretern übergeben (und FFS der Konsumindustrie). Aber dies alles natürlich alles unter dem Deckmantel, bzw. im Namen (oder im nicht-hinterfragten Einklang mit) der Demokratischen Grundverordnungen. -
Und so klang es aus dem Nietzsch'en Abgrund zurück: - Die individuelle Stimme war unversehens nicht mehr als ein schales Echo in einem Universum irgendwelcher mächtiger Lobbyzugehörigkeiten. Und dann noch dies:

 

Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, Die eine will sich von der andern trennen; Die eine hält, in derber Liebeslust, Sich an die Welt mit klammernden Organen; Die andere hebt gewaltsam sich vom Dust zu den Gefilden hoher Ahnen.

- J.W. Goethe, Faust 1. Teil


In der einen Seele stets Obrigkeitshörig und verbissen darauf bedacht (im Blick der Anderen) nicht im falschen Licht zu erscheinen; angepasst an vorgefertigte und (von-wem-auch-immer) oktroyierte Maßstäbe, den Kopf immer schön im Wind haltend und unaufhörlich nur das Zeug nachplappernd, was ihnen, als korrekte Unanfechtbarkeit und unbedingte Wichtigkeit, eigentlich unaufhörlich, als „eigene“ Legitimation und damit auch größtenteils erfolgreich „verkauft“ worden ist …
Und in der anderen Seele das Aufmerken, dass scheinbar Dinge nicht das zu sein scheinen, was uns (vom-wem-auch-immer) ständig vorgemacht wird, ja, sogar nicht mehr „wünschenswert“ und auch irgendwie falsch ablaufen ... - Und das keine Wahl bisher daran wirklich etwas geändert hat. Im Gegenteil!
Die Obrigkeit stopft sich weiter die eigenen Taschen voll und auf den schon rissigen Straßen herrschen zumeist nur noch Handys, Abgestumpftheit, Ödnis, Teilnahmslosigkeit, Korruption, Monopole, Reklame, Konsum, Kriminalität und Schulden.
Im liberalistischen Neo-Licht der Ablenkung und des ewig währenden Genusses: Reiche werden immer reicher, und Armut wird statistisch zur Gewohnheit gerechnet. Und wenn, beispielsweise, Armut kritisch thematisiert wird, dann wird der statistische Satz einfach so weit verändert, dass „Masse“ zu Randerscheinungen mutieren kann. Schöne neue Welt! Doch hierzu später mehr.

Und selbst die Politik, die schon Milliarden in ihre eigene Profil-Werbung investieren muss, bemerkt (wenn auch langsam), dass eigentlich niemand sie mehr so richtig für voll (und der Belange des Staates verantwortlich gegenüber) nimmt; und dies gilt auf nationaler, aber gerade auf internationaler Ebene. Das ist bedenklich, aber offenkundig:
Die Mitspieler in diesem Fiasko sind zu willigen Marionetten mutiert, die, nur um (mal wieder) einen Augenblick der Aufmerksamkeit zu erlangen, bereit sind jegliche (vormals idealisierte, gelebte und unterstützte) Werte zu verraten; doch auf jeden Fall diese in Frage zu stellen …

An was kann der heutige Deutsche sich denn noch festhalten, was ihm bei nächster Gelegenheit (von-wem-auch-immer) nicht einfach „legal“ aus der Hand gerissen wird?
Wir könnten nun mit dem Lohn beginnen, uns über die Rente bis zu den abstrusen Gehältern von „Managern“ und Politikern vorarbeiten, nur um festzustellen, dass ein System der gegenseitigen Abhängigkeit, wenn der Eigner (das Volk) keinen Anteil daran hat, zu einer Straßen-räuberischen Ausbeutung verkommen muss. Wo die Raubritter dominieren ...

Es gibt eine alte Redensart:
Nur zwei Arten von Menschen kümmern sich nicht um Gesetze;
die, die sie machen, und die, die sie brechen!

 

Aber hier schüttelt der träge Deutsche ungläubig den Kopf und glaubt dann doch lieber den angeblichen Versprechen des US-amerikanischen Raubtier-Kapitalismus, dass nämlich aus dem Tellerwäscher tatsächlich einmal ein Millionär erwächst … Schlimmer, – er glaubt die Lüge, dass es für jeden und von überall aus auch erreichbar sein soll.
So wird er sich nicht daran stoßen, dass die Gewinne des einen unabänderlich die Verluste des anderen sein müssen.

„Die Vorstellung, daß eine Regierung lügen könnte, geht nicht leicht in die Köpfe der Deutschen ein. Die angeborene Achtung, die sie vor der gesetzmäßigen Autorität haben, bringt sie dazu, sich allem unterzuordnen, was von ihr ausgeht.“

-André François-Poncet – Französischer Botschafter im „3. Reich“ und Hoher Kommissar Frankreichs in Deutschland von 1949 bis 1953

 

Der vielleicht gewünschte Deutsche träumt von der Weltmeisterschaft der Fußballs und der Deutschen Exporte und fragt sich ernsthaft, warum denn wohl andere Staaten nicht dasselbe tun können … oder, … aufgrund des schon bestehenden Wettbewerbs, nicht wenigstens mithalten könnten?
Viel zu viele Augen sind der Tatsache der Kapitalistischen Ausgrenzung und Ausbeutung gegenüber fast völlig verschlossen. Doch immerhin spricht die „Obrigkeit“ jetzt schon offen über Gewaltanwendungen und den damit verbundenen Rohstoffinteressen in anderen Ländern, zur Erlangung oder dem Schutz derselben. Das sollte ein Anreiz zum eigenen Denken sein können.

„Aber wenn das so weitergeht, besteht dann nicht die Gefahr der Revolution?“
Er sah mich verstört an, und sagte: „Oh nein, Revolution ist polizeilich verboten!“
Da begriff ich zum ersten Mal die schreckliche Bereitschaft der Deutschen sich beherrschen zu lassen.

- (um 1920), Die Autobiographie von John G. Bennett, Witness: The Story of a Search, 1962; dtsch. Ahorn Verlag

 

Der Sozialwissenschaftler Sebastian Kurtenbach hat, bei der Erforschung der Ursachen von Armut, festgestellt, dass Menschen, die in ärmeren Vierteln leben, sich eher an die dort gegebenen Verhältnisse anpassen, anstatt sich von dort fortzuentwickeln. Anpassung an scheinbar „Bestehendes“ oder "Gegebenes". - Und auch dadurch haben immer mehr Menschen immer weniger Chancen!
Aber das tangiert den Deutschen Bürger höchstens peripher, - eingelullt in die „Heile Welt“ der Alternativlosigkeiten

So träumen viele, kapitalistisch indoktrinierte, Menschen (und nicht nur die Deutschen!) den Traum des unbegrenzten (und ungehinderten) Zugangs zu allen Ressourcen, von der Unabhängigkeit und des unaufhaltsamen Aufstiegs derartig „befreiter“ Gesellschaften. Und übersehen dabei großzügig all die damit verbundenen Abhängigkeiten!

Was würde es denn wohl bedeuten, wenn andere Staaten ebenso exzessiv exportieren könnten, wie Deutschland zur Zeit? Und was würde das für Deutschlands jetzige Wirtschaftsmacht bedeuten? Und wieder wird ebenso großzügig darüber hinweg gesehen, dass mit so einem System nur die gegenseitige Abhängigkeit (und Verschuldung) steigen muss; oder dass eben nicht alle gleichzeitig an die „Futtertröge“ können. Und dass der Traum der Gleichzeitigkeit nur eine Lüge ist, solange Steigerungen ins Extreme getrieben werden und ungerechte Verteilung den Kampf gegen die Armut führt: So müssen (solange das System es bedingt) einige immer zurückbleiben, und das sind nun mal die meisten, und zuerst natürlich auch immer die schwächsten …
Alles andere wäre ja auch sowas wie … Sozialismus ... Und wer will das schon? - In Griechenland regieren, beispielsweise, doch Sozialisten. Und? Das Land ist pleite! -
Immerhin, vielleicht auch letztlich erst gemacht worden ...?


6. Akt:

Ein Blick über die Hollywood-Kulissen ist manchmal sehr ernüchternd

Dank dem US-amerikanischen Imperialismus ist heutzutage fast jede Gesinnung oder Stimme irgendwie käuflich. Doch was ist schon Schein und was ist schon Sein? Nur zwei, jederzeit, austauschbare Begriffe? Hollywood ist grenzenlos! Doch, was steckt hinter dem ganzen Blendwerk? Und wofür existiert es überhaupt? Und wir, wo stehen wir? ...

Wenn wir ehrlich vor den großen Spiegel des Gewissens treten würden und uns dieses heutige, konsumgeformte, Abziehbild eines Menschen betrachten, vielleicht wären wir manchmal ehrlich genug uns einzugestehen, dass wir das eigentlich gar nicht länger wissen können …
Dass „andere“ uns Leit-Ideale, Richtungen, Richtlinien und Meinungen zugeschrieben haben, denen wir mehr oder minder willig gefolgt sind. Immer bedacht dabei auch „korrekt“ zu wirken, - denn wenigstens die tägliche Maske sollte dabei nicht verrutschen. Doch das Tragische ist, dass hinter den meisten Masken scheinbar einfach keine eigenen Gesichter mehr zu finden sind …

Deutschland geht es gut.“

Doch, nicht nur die Brücken, die Wege, die Pfade und die Straßen verrotten im Land, sie zerfallen auch im Inneren des Deutschen. Geld scheint für vieles da zu sein, aber was ist eine gesunde Seele wert im Gegensatz zu einem habgierigen Raubrittertum, das sich selbst zu subventionieren fähig ist? Was ist noch verhältnismäßig?

Hier einige neuere Zahlen. - Kriechen und gehorchen soll das „Pack“ und ja nicht widersprechen! Und schon gar nicht den Blick frech heben … oder klagen und herum jaulen, wie ein dummer Köter!
Banken müssen eben gerettet werden und das Bargeld hat aus der Hand des willigen oder unwilligen Konsumenten zu verschwinden, so oder so: Experten, mit ihren gekauften Expertisen, können die Welt nun in den politisch gewollten Staub treten; da kann der getretene Köter jetzt ruhig aufjaulen, denn da ist gar keine Lobby mehr da. Nicht einmal mehr Genossenschaften. Die „sozialen“ Parteien haben längst die käuflichen Seiten gewechselt …

Deutschland geht es gut.“

Und wenn sich der, politisch oder gesellschaftlich ungerecht behandelt fühlende „Jauler“ auch noch in Peinlichkeiten verstrickt, kann man genüsslich mit dem virtuellen Finger der, immer gerne herbei springenden, Mainstream-Medien auf ihn zeigen oder ihn anderweitig erniedrigen - und der Lächerlichkeit der opportunistischen Masse preisgegeben, ... das macht es umso einfacher! -
Und so hoffte die Politik unerwünschte Klager, Kritiker und Unzufriedene auszugrenzen, zurechtzustutzen, sie aus dem Kreis der hörigen „Normalen“ auszuschließen, sie in ihrer Andersartigkeit anzuprangern …
Andersartigkeit … Nicht normal … Ein schrecklicher Gedanke, der manch einen in die scheinbare Zusammengehörigkeit und das Einverständnis verschiedener Gruppen und Ideologien fliehen liess, oder letztlich in den Schutz der eigenen vier Wände, was aber heutzutage allerdings auch keine Sicherheit mehr darstellt.

Aber ideologische Gegner sollten doch schon im Ansatz kaltzustellen sein: - Immer neue Regelungen sollten politische Rechtschaffenheit und bindendes Demokratieverständnis veranschaulichen. Banden und Clowns jagten durch die Straßen! ...
Und Gesinnungsmaschinen begannen ihre schwerfällige und mühselige Arbeit aufzunehmen die „Spreu vom Weizen“ zu trennen, und auch (oder gerade) politische Denunzianten erfreuten sich einer immer größer werdenden Gruppenzusammengehörigkeit …

Deutschland geht es gut.“

Der Ideen, Mittel und Wege derartiger Ausgrenzung sind (von offizieller Seite und bis zum heutigen Tag) kaum Grenzen gesetzt. Weder moralische noch scheinbar vernünftige.
Im Gegenteil wird vieles sogar bereitwillig unterstützt und gefördert, weil es als gutes schlechtes Beispiel herhält oder mögliche Konkurrenz fernhält. Ebenso sicher aber auch wirksame Gegenspieler auf den Plan ruft. Und damit nützliche Feindbilder produziert.
Man kann es drehen und wenden, wie man mag:
Das Miteinander ist verräterisch, korrupt und letztlich zu teuer geworden! Was dem einen nützlich erscheint, mag dem anderen Schaden zufügen und ein dritter wird, mitbeeinflusst von den Entscheidungen, seine eigenen Wege einschlagen – je nach den gegebenen Lücken und den daraus resultierenden Möglichkeiten, und das schließt logischerweise Gesetze mit ein. Und die Ebene der Entscheidungsträger tut da weiterhin ihr möglichstes ...

„Deutschland geht es gut.“


7. Akt:

Ich glaube nur an Tatsachen

Welch ein Glück doch nun, dass wir alle unterschiedliche Nasen haben.
Das hat jetzt zweifelsohne mit den Ausdrucksformen, aber auch mit der Fähigkeit Gerüche (überhaupt) wahrzunehmen und sie darauf folgend auch unterscheiden zu können, zu tun.

 

Wir müssen zwar dem wahrgenommenen „Geruch“ nun nicht unbedingt auch folgen, aber dieser mag eine direkte Folge eines vorherigen Geschehens sein. - Nichts hat mit Allem eine unwirkliche Partnerschaft geschaffen, und schließlich ist es nur noch eine Frage der Alternativlosigkeit und des Glaubens: Besorgen wir uns einfach einige Flöten und singen dann (zur Beruhigung?) mal wieder einige althergebrachte Weihnachtslieder ...

Oder sagt man jetzt „Winterlieder, abgestimmt zur Ehre, der wieder aufsteigenden Sonne, des schon baldig sich nähernden Frühlings“ … ?
Ich mein, es könnte sich ja jemand auch wirklich daran stören, dass traditionelle Bräuche als Kampfbegriffe der Politik und des Kapitals benutzt, ausgeblendet und deklassiert werden … ?
Müssen wir uns das gefallen und uns damit einfach abfinden lassen? Ist das eine heutig verordnete „Tatsache“? In etwa so real, wie die kulturelle „Magie“ der Schockstarre potentieller Störer beim Anblick von Blockflöten?
Oder nurmehr auch nur eine Behauptung, eine Hoffnung, Vermutung, Ansicht oder ein Fürwahrhalten? Letztlich ist es Wunschdenken.
Und wenn die Magie der Weihnachtsflöten nicht ausreichen sollte, kann man sich den kommenden Wahnsinn ja auch einfach mit "einer Armlänge Abstand" vom Leib und Leben seiner selbst, den betroffenen Menschen oder den Liebsten halten. So einfach, nicht wahr? Wie immer öfter nähren solche Aussagen den Un-Glauben an die Vernunft, und nicht nur an den der verantwortlichen Personen. Und irgendjemand hat die ja auch in ihre Positionen gebracht ...
Die richtigen Leute mit den richtigen Ideen zum richtigen Zeitpunkt.
Aber das war alleine bestimmt nur der gute Glaube. - Allerdings auch über Jahre?!??
Nach all dem, was eine solche Politik schon angerichtet hat, und sicherlich noch anrichten wird?
Wohl bekommts.

Aber, das hat doch alles nichts mit uns zu tun, nicht wahr?
in beliebig hervorgehobenes Glaubenskonstrukt stützt sich, zur eigenen Rechtfertigung, sowie zur „legitimierten Beweisführung“ seiner selbst, auf eine, nach dem jeweiligen Ermessen selektierte, Auswahl von verschiedenen, willkürlich hervorgekramten, Tatsachen: Bevorzugt mal diese, vernachlässigt mal eine andere und schließt manchmal eine dritte gar aus. Und vice versa.

Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute es am Ende glauben, man kann die Lüge so lange behaupten, wie es dem Staat gelingt, die Menschen von den politischen, wirtschaftlichen und militärischen Konsequenzen der Lüge abzuschirmen.
Deshalb ist es von lebenswichtiger Bedeutung für den Staat, seine gesamte Macht für die Unterdrückung abweichender Meinungen einzusetzen.
Die Wahrheit ist der Todfeind der Lüge, und daher ist die Wahrheit der größte Feind des Staates.

- Joseph Goebbels, Reichsminister für Propaganda im 3.Reich

 

Wir wissen ja inzwischen ALLE, dass die Gefahr, im lieblichen Kultur-Land „Europa“, von aggressiven Kaffeefiltertüten überrannt (und getötet) zu werden, im Namen der Wahrheit nicht nur niemals heruntergespielt werden würde, sondern, wie, verglichen mit anderweitigen (und andersartigen) Problemattacken kultureller und (mehr-oder-minder) unaufgeklärter und unterrichteter Spielarten destruktiven Charakters und weiterer Missverständnisse misslungener politischer Umorganisation und erzwungener Anpassung, nicht mehr darstellt, als eine, von der Machtseite aus gesehen, politisch nicht-gelungene Indoktrination. Man muss hierzu nur zeitweise den „seriösen“ Medien lauschen … Alles hat mit Nichts zu tun.

Und seltsamerweise handelt es sich dabei auch nur um, zweckdienlich konstruierte, relative Gesamtmengen, um den (wenn auch nur möglicherweise vorhandenen) virtuellen Spielraum der Behauptungen und Abstrafungen, um gesinnungstechnisch (und wenigstens behauptete, also potentiell vorhandene) Negierungen herum, damit, in den Raum der quantenmechanischen Unwirklichkeit und Nebenbedeutung zu befördern:
Denn, entweder hat „Nichts“ tatsächlich nichts mit „Allem“ zu tun …
Oder aber, „Alles“ hat mit „Allem“ zu tun.
Wobei beide Extreme auch nur unzulängliche Ausdrucksformen begrenzter menschlicher Vorstellungskraft und Logik darstellen.
Das ist jetzt ein Quantenphysikalischer Moment.

Die simplere Logik wäre in etwa folgende: Wenn, beispielsweise, Nichts etwas mit Religion zu tun hat, dann zeigt der Umkehrschluss, dass Religion nichts mit Etwas zu tun hat. Prima.
Enorm hilfreich und weiterführend.
Aber bedeutet das nicht auch, mathematisch gedacht, dass 'Nichts' als imaginäre „Größe“ möglicherweise so gar nicht existent ist? Und wie steht es da mit 'Alles'?
Und wie steht es dahingehend mit der Religion? Oder mit Politik? Oder mit allen anderen augedachten Untermengen, deren Abgrenzungen allein der Phantasie zu unterliegen scheinen?

Würde das nun nicht bedeuten zusammenhängende Phänomene aus der Gesamtheit der Erscheinungen zu isolieren? Ihnen jegliche Bezugspunkte, Verhältnisse und (für diese) überlebensnotwendigen Verbindungen abzusprechen? Oder anders formuliert:
Was ist eine Idee ohne Befürworter?

„Die Herde muss beieinander gehalten werden, um sie möglichst geschlossen treiben zu können“

Auf den Deutschen Straßen tobte weiterhin der Mob. Und Politiker forderten weiterhin Deutsche Menschen („die, die zufällig schon länger hier leben“) dazu auf, nicht nur auf ihre angestammten Traditionen zu verzichten, sondern (wenn ihnen also „das alles nicht passt) sogar ihre angestammte Heimat, zugunsten der Neu-Ankömmlinge und deren mitgebrachten Traditionen, zu verlassen ...
Kriminalität explodierte und Statistiken mussten ständig „bereinigt“ werden.
Parallelgesellschaften und „No-Go“-Zonen wurden immer offensichtlicher.
Dankbarkeit überschlug sich mit Respektlosigkeit. Vermutlich alles kein Problem, wenn nur der oberflächliche Eindruck stimmig bliebe, und andererseits, wenn es nicht immer mehr Menschen als Problem wahrnehmen würden:

„Der syrische Politologe erklärt weiter, dass unter den Kriegsflüchtlingen sich nicht nur Opfer der Gewalt, sondern auch viele Täter, ja sogar zahlreiche Islamisten befänden.

Diese vorwiegend jungen Männer im Alter von 14 bis 20 Jahren würden die Kultur der Gewalt, auch die gegenüber Frauen, mit sich aus Nahost nach Deutschland bringen.“ (*2)

Und während sich die Opferberge der Politik immer weiter auftürmen, lehnte diese, obligatorisch, jegliche Verantwortung für ihre eigenen Taten ab:

Ist mir egal, ob ich schuld am Zustrom der Flüchtlinge bin, nun sind sie halt da.“,
sagte die Bundeskanzlerin, und wusste auch noch folgendes:
Deutschland geht es gut und das ist ein Grund zur Freude.

Fragt man sich ernsthaft für wen denn eigentlich?
Aber sie fand und findet durchaus auch Unterstützer für ihre Behauptung:

 

„Das beste Deutschland, das wir jemals hatten“

- wusste dann ein anderes Regierungsmitglied, ein ehemaliger DDR-Pfarrer

 

Ist so ein Verhalten ein Ausdruck von Blindheit, Sturheit oder dem Verfolgen einer bislang eher unsichtbaren Direktive?

„Es wird erzählt, dass Macht korrumpiert, aber es liegt eigentlich näher an der Wahrheit, dass Macht die Korrumpierbaren anzieht. Menschen mit gesundem Urteilsvermögen werden gewöhnlich von anderen Dingen als Macht angezogen.“ und
Die Menschen halten zu sehr an ihren Dogmen und Vorurteilen fest, und denken nur, dass ihre Gegner dogmatisch sind! Aber wir alle brauchen Kritik. Kritik ist das einzige bekannte Gegenmittel gegen Irrtum.

- David Brin, NASA-Berater, Physik Professor und Science Fiction Autor

 

Es erscheint wie ein verrufenes Geisterhaus, indem es gar nicht spukt ...
Die Geschichte der „unbeschriebenen Blätter“ war jedenfalls auch nur eine (wohl anfangs gut gemeinte) Geschichte. Denn tatsächlich waren alle Neu-Ankömmlinge schon auf die eine oder andere Weise in ihren Heimatländern kultiviert worden. Und neue Zeichen ließen sich nur schwerlich auf den schon reichlich vollgekritzelten Zetteln unterbringen.
Aber, da die Schamanen der westlichen Wirtschaftsreligionen eine Überalterung der hiesigen Bevölkerung auszumachen oder zu orakelten meinten, wurde auch der Glaube populär, frisches Blut in die Rentensystem einzuspritzen, allgemein verbreitet. Vampirtechnisch gesehen handelt es sich hierbei wohl um so eine Art Verjüngungskur. Den Blick zu eben diesem Thema jetzt kurz mal in Richtung Japan zu lenken ist vermutlich ebenso beschwerlich, wie zu aufwendig? Zusätzlich kommt erschwerend dazu, dass, erneut angetreten durch die Entwicklungen auf dem Gebiet der KI, die Automatisierung immer schneller voranschreitet. Immer mehr wird von immer weniger Menschen produziert. Doch vielleicht vermag hier jemand eine Lösung in den unbegleiteten „Ankerkindern“ zu vermuten?
Im Kapitalismus ist das Vorhandensein von Arbeitskräften von den Anforderungen und den Bedürfnissen der jeweiligen Industrie abhängig! Der Trend geht seit Jahrzehnten in Richtung Rationalisierung, Robotisierung oder schlimmer. Wohin mit all den vielen übriggebliebenen Menschen, die derzeit die Sozialsysteme verstopfen? Auch der US-Tellerwäscher braucht einen Job, bevor er sich zum US-Millionär aufschwingen kann ...

Daraus resultierende Massenarbeitslosigkeit konnte (und kann), wie selbstverständlich, auch totgeschwiegen, ignoriert oder populistisch „verteufelt“ werden.
In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts sprach man noch von „freigesetztem menschlichen Potential“, und glaubte eine, sehr romantische, spirituell künstlerische und von Individualismus und Hedonismus geprägte, Zukunft, für den nächsten Schritt der Menschheit, vorauszusehen. Nun, was den Hedonismus betrifft, haben einzelne Individuen tatsächlich einige wohlbetuchte „Schritte“ machen können. Geschätzt befindet sich das meiste Kapital auf diesem Planeten in der Hand von knapp 70 Menschen. Andererseits befinden sich viele der heutigen Machtpotentiale seit Jahrhunderten immer noch im Besitz der gleichen Leute. Eine wirkliche Entwicklung hat nicht stattgefunden. Aber eine Machtpotenzierung.

Doch zurück zu einer Gesellschaft, in der der Wahnsinn jegliches Gespür für andere Wirklichkeiten zu verdrängen schien, und ideologische Übergriffe fester Bestandteil der Gesellschaftsunordnung werden sollten. Denn neben der (wieder aufgenommenen) Unterstützung von archaischen Glaubensmodellen, die Europa seit der Zeit der Aufklärung versuchte, mehr oder minder erfolgreich,abzulegen, beispielsweise das Recht auf Atheismus, begann jede noch so kleine Gruppierung Glaubenskonstrukte zu kreieren und diese durch ausgewählte „wissenschaftlich“ orientierte Statistiken zu untermauern, bzw. auf angebliche Mängel (die der eigenen Agenda dienlich waren) hinzuweisen und diese zu publizieren. Das damit auch bestehende Werte, Gebräuche und Lebensweisen in Frage gestellt wurden, schien niemanden dabei wirklich ernsthaft zu interessieren. Und die es interessierte waren eben nur Neider, Nörgler oder eben politisch Unerwünschte.

Und da war sie plötzlich wieder, - die belanglose Wirklichkeit … !
Unerwartet (zumindest für die politisch korrekt Animierten) kamen die Geschlechterverteilungen ins Ungleichgewicht. Und ich spreche hier nicht von 256 erdachten Geschlechtskonstrukten mit all ihren speziellen Erfordernissen und ihren eigentümlich ausgestatteten Toiletten, ich spreche von den Neu-Ankömmlingen.
Während nämlich die hörigen Medien weiter Propaganda über ankommende Familien trommelten und dementsprechend ausgewählte Bilder präsentierten, überraschte die Wirklichkeit mit der Tatsache, dass der größte Teil der Neu-Ankömmlinge nur aus Vertretern des männlichen Geschlechts bestand. Und (welcher Statistik man jetzt immer glauben möchte) auch die Geschichte von „ausgebildeten Fachkräften“ verkam immer mehr zu einer reinen Luftnummer. Genauso, wie vorher auch schon, … der angebliche Fachkräftemangel.

Aber da ist ja immer noch die demographisch prognostizierte Überalterung ...

Letztlich war auch das nur das kapitalistische Experiment eines weiteren versuchten Lohndrucks, seitens des Kapitals: Ausgebildete Fachkräfte in Deutschland sind nämlich nicht billig.
Aber nur wenige Menschen sahen hier Zusammenhänge. War es Vertuschung, Ahnungslosigkeit, blinder Glaube, Zeitmangel, fehlende Orientierung oder nur weitere „allgemeine“ Verwirrung?
Ich denke heute ist man da schon etwas klüger geworden.

Oder auch nicht. Die derzeit regierende Deutsche Staatsverwaltung nimmt diese Verwirrung gern zum Anlass Deutschlands erneute Kriegsbereitschaft vorzustellen, Teile des eigenen Volkes zu beschimpfen und zu denunzieren oder irgendwelche, von einer erwünschten Agenda gestützte, und gesponserte, Projekte voranzutreiben.

 

Womit die hörige Medienlandschaft, die diese Politik massiv unterstützt, sich populistische Hoffnungen hinsichtlich ihres, immer stärker werdenden, Zuschauer- und Leserschwundes zu machen hoft. Jede noch so blöde Idee, sogar, wenn sie den eigenen wissenschaftlichen Erkenntnissen, wie die erdachte Geschlechterteilung, widersprach, wurde nicht hinterfragt, sondern blindlings und unrecherchiert, unterstützt. Dem wirklichen politischen und gesellschaftlichen Diskurs wurde (und wird) weiterhin beharrlich ausgewichen. Obwohl auch hier immer häufiger Zugeständnisse gemacht werden, wurde bis dahin (verzweifelt) das politische Schiff auf dem eingeschlagenen Kurs gehalten. Erinnerungen an andere Schiffe und an Eisberge wurden geäußert, aber als provokativ, heuchlerisch und realitätsfern abgekanzelt.

Eines dieser Projekte betraf die Neu-Ankömmlinge, die Geflüchteten, die Opfer scheinbar unverständlicher Kriege und bestimmt diktatorischer Despoten, die Schwachen und Getretenen, kurz: die Unterstützungswerten! - Also unterstützte die Politik auch die erwünschten Inhalte der etablierten und hörigen Medien. Eine Hand wäscht schließlich die Trans-Atlantische andere. Fragt mal einfach nach, wo denn, beispielsweise, der derzeitige Regierungssprecher bekanntlich vorher beschäftigt war …
Aber das geht schon so lange so zu.
Viel zu lange. Und es ist politisch nicht korrekt hier von Korruption zu sprechen. Klar?!?
Ob es sich nun um Sanktionen bestimmten Ländern gegenüber, Mauscheleien mit den Medien, der Chemieindustrie, der Rüstungsindustrie, der Automobilindustrie oder mit wem auch immer handelt; es ist politisch auch nicht gewollt – oder wenn, dann eben gerade!
Und es soll inzwischen in Brüssel ja auch mehr Lobbyisten als Abgeordnete geben …

Womit wir eigentlich auch wieder bei dem Einfluss „unsichtbarer“ Mächte (wie den Trans-Atlantikern, den Bilderbergern oder den Illuminaten) angekommen wären, oder bei dem verschwörerischen „Hooton-“ oder auch dem „Kaufmann-Plan“. Allerdings bezweifle ich persönlich (wenn es denn so wäre) eine intelligente Umsetzung derartiger Überlegungen. Intelligent wäre (wieder nur meiner Meinung nach) gewesen (zu einer friedlicheren Durchmischung der Kulturen) an vorderster Front Unmengen von (in zahlreichen Kulturen eher unerwünschten) Frauen zu postieren. Dann Familien. Und erst dann die Männer ...
Aber vielleicht setzt man lieber auf Gewalt? Oder das ist eine Luftnummer?

Sichtbar jedenfalls pumpte die Politik Unmengen von (bislang nicht verfügbarem?) Geld in die Ideen des „neuen Blutes“ und in die Politische Korrektheit zur Unterstützung derselben.
Während immer mehr Menschen, - nämlich jene, die „schon länger in Deutschland lebten“, immer häufiger einer scheinbar unaufhaltsamen, neuen Gewaltwelle begegneten, dabei viel zu oft zu Schaden kamen, ihre Besitztümer, ihre Bleibe oder manchmal ihr Leben verloren, blühten andere Bereiche der extra neugeschaffenen Asylindustrie unter dem wohlwollenden Blicken der „renommierten“ Politiker ...
Und einige kleinere Opfer müssen bei einem so aufwendig unterstützten Kapitalistischen Projekt (mit all seinen extravaganten Subventionen) ja auch billigend in Kauf genommen werden dürfen, nicht wahr?
Und wer etwas dagegen zu sagen hat – und sei es auch nur um der Sorge Ausdruck zu verleihen – ist ein unerwünschter Oppositioneller und Realitätsverweigerer! So einfach ist das!
Also werden die Neu-Ankömmlinge weiter getätschelt, während gegen Deutsche mit harter Hand vorgegangen wird. Wobei hier bislang noch nicht einmal die Frage der Haftpflicht zureichend geklärt ist.
Die erste Folge des Krieges um die „Wahrheit“ - die Freiheit der Meinung - ist längst schon zum Treppenwitz der ehemaligen DDR verkommen. Ebenso wie die Gesinnungs- Stasi.

Gott verfolgt die Schuld der Väter an den Söhnen und Enkeln

Doch über allem lastet immer noch die vergangene Schuld, bis in die letzte Generation, und die befremdliche Bereitschaft zur Sühne für Taten, an denen man selber niemals beteiligt war ...
Aufgrund dieses „Schmierfetts“, wahrscheinlich, gibt es tatsächlich Leute, die eine neue Gesinnungspolizei als förderlich und dahingehend auch als unterstützenswert erachten.
Die zukünftig immer mehr einzuschränkende Freiheit des Wortes gibt ihnen aber vermutlich nur temporäre Verdauungsprobleme. Und - viele Befürworter dessen sind, - aus gewählten Gründen natürlich, - auch Entscheidungsträger … - Wer hätte jetzt damit gerechnet?


8. Akt:

Ein kurzes Zwischenspiel

Irgendwann, zwischen den 11, und dem 20. Jahrhundert unserer Zeitrechnung, kam der Islamische Volks-“Held“ Mullah Nassr-Eddin (Nassruddin, Hodscha, Nassreddin; das ist der, der jede beliebige menschliche Maske tragen kann und, unwissenderweise, als der „Islamische Till Eulenspiegel“ tituliert wird) auf einen typisch Islamischen Markt, wo er einen Papagei bemerkte, der zum unverschämten Preis von 10 Dinare zum Verkauf angeboten wurde. Das erregte den Missmut des Mullahs und so ging er zum Händler um ihn um eine Erklärung zu ersuchen.
„Warum ist dein Papagei so teuer?“ fragte er.
„Weil er sprechen kann!“ kam sogleich die Antwort, die des Mullahs Ärger über den Papagei nur noch steigerte.
Also begab er sich nach Hause, und suchte sich dort einen Truthahn, doppelt so groß, wie der Papagei. Nahm diesen dann, und einen kleinen Holzstand, kehrte zum Markt zurück und positionierte sich direkt neben dem Papageien-Händler. - Dann machte er ein Schild mit der Aufschrift: Nur 20 Dinare!
Und natürlich dauerte es nicht lange, bis die ersten Neugierigen kamen und fragten:
„Warum ist dein Truthahn denn so teuer?“
„Er ist schließlich auch doppelt so groß, wie der Papagei nebenan.“ gab der Mullah zur Antwort.
„Oh,“ sagten die Leute, „wie dumm doch der Mullah ist. Der Papagei ist doch nur deshalb so teuer, weil er auch sprechen kann ...“
„Einen Moment!“ rief da der Mullah, „Mein Truthahn kann etwas, was der Papagei nicht kann! Er kann nämlich denken!“


Und die Moral von der Geschicht' …?

"Wie viel Geld wird heutzutage in die Ausbildung von sprechenden Papageien investiert, ohne dabei zu berücksichtigen, wie wertvoll erst ein denkender wäre …."


9. Akt:

Und weiter gehts

Und das wirft zwangsläufig jetzt auch andere Fragen auf: Denn, wer hat so etwas letztlich zugelassen? Der Wähler, der nur noch „Einheitsparteien“ wahrnimmt? Oder gar der Nicht-Wähler? Oder bestanden schon vorher (verschwörungstheoretische) Direktiven und jede (hörige und unterstützte) Partei war aufgefordert an solchen Plänen festzuhalten? Um das um jeden Preis? Oder war es das Kapital, das teilweise schon heute erkennt einen Fehler mit unterstützt zu haben? Oder diente es nur dem Machterhalt bestimmter Gruppen? War es das Generationen-übergreifende Schuldbekenntnis oder war es ideologische Verblendung? Wie-auch-immer, manche der Folgen der Entscheidungen, die zu bestimmten Ereignissen führten, waren fatal!

Wichtiger wäre heute die Frage, ob es (im Hinblick auf die Zukunft mit all den noch offenen Auswirkungen) überhaupt wünschenswert war, solche Entscheidungen zu treffen? Oder sogar richtig war? Und warum dann und wofür?

Und, dies betrifft sowohl die Gesinnungspolizei, wie auch die geöffneten Grenzen, das viel zu oft respektlose Verhalten der Neu-Ankömmlinge oder auch das derer Befürworter. Aber auch viele andere Entscheidungen, die zu den Gunsten weniger durchgesetzt wurden: Gab es denn eine Wahl zwischen „Alles“ oder „Nichts“? Gab es überhaupt eine Wahl? Oder war „alles“ alternativlos?

Ich persönlich denke irgendwelche, vielleicht vermutliche bzw. wahrscheinliche Antworten (in diesem System gegenseitiger Abhängigkeiten), werden uns letztlich auch nicht wirklich zufrieden stellen können. Denn, sicherlich handelt es sich bei diesen beiden immer wieder beschworenen Begriffen um sogenannte Extreme, oder sogar um Absolute Begrifflichkeiten (auch wenn das jetzt eigentlich einen Widerspruch in sich selber darstellt, aber nichtsdestotrotz ...), welche wir so auf unserem Planeten, losgelöst von bedingenden Beziehungen (bisher) noch nicht einmal antrafen, oder vielleicht auch nur noch nicht bemerkt, haben. Alles und Nichts. -
Wir sprechen damit bislang von völlig hypothetischen Dingen oder philosophischen Begrifflichkeiten. Und da ist immer noch die Wirklichkeit, deren derzeitiges Wirken immer unkontrollierbarer zu werden droht. Unsere „Aufmerksamkeit“ scheint ja nicht unbedingt etwas zu sein, was dauerhaft der Sphäre des „Willens“ untergeordnet ist. Dementsprechend mag sie aus-schweifender Trägheit ebenso verpflichtet sein, wie intellektueller Bequemlichkeit.
Aber natürlich sind auch (vermutete) andere Richtungsentscheidungen vorstellbar.
Wenigstens vorstellbar …

Da ist die Richtung der ewig korrekten Gutmenschen und der unkritischen Beifallklatscher, der Interpreten der erdachten Gefühlshoheiten und der Duseleien ...
In dieser (intellektuellen?) Richtung werden manche Dinge scheinbar nur selten hinterfragt, denn ideologisch postulierte Agenden ziehen einen, wohl sehr schweren und auch undurchsichtigen, Vorhang eilig über die nackte Wirklichkeit; und jede Verallgemeinerung dient scheinbar jetzt nur noch dem Beweis des Blickfelds der eigenen Vorurteile und Verschwörungstheorien. Alle, die nicht so denken wie ich, sind jetzt alle doof!

Und letztlich, … kann hiervon niemand ausgenommen werden!
Dummheit, Gewalt und Gier scheinen auf unserem Planeten immer noch viel weiter verbreitet zu sein, als Vernunft, Menschlichkeit oder als Intelligenz. Aber auch das ist lediglich eine Behauptung.
Was dem einen nützlich oder auch richtig erscheint, - und sei es nur zur Bestätigung des eigenen Weltbildes, - kann für einen anderen schlichtweg einer Katastrophe gleichkommen.
Auf der Suche nach einer Wahrheit sollten deshalb unbedingt auch der chronologische Faktor (und mögliche oder wahrscheinliche) räumliche Umstände und Folgen berücksichtigt werden.
Aber ist das jetzt zu Rücksichtslos? Möglicherweise nicht, denn die Zeit bewegt sich eben nicht zurück, sondern geradewegs in die Zukunft! Die Vergangenheit lässt sich auf unterschiedlichsten Wegen betrachten und bewerten. Und die Zukunft ist etwas, mit dem wir leben müssen!
Wenigstens hier sollte ein Konsens sein. Oder gibt es auch daran etwas zu deuten?

Und wer von „Menschlichkeit“ faselt, sollte auch bereit sein auf das eigene Mit-Volk zu schauen, und was hier angerichtet wurde und wird. Taschengeld, Armut und Tafeln wäre eine gelungene Kombination von Wörtern zur eigenen Recherche, um einige willkürlich gewählte Beispiele herauszugreifen. - Brennende Autos, besetzte Häuser, Asylanten, Links-"Autonome" und Antifa, aber auch Umweltzerstörung, wären ebenso erfolgversprechend, hinsichtlich der Wahrnehmung von Lichtblicken hinter den von ideologischen Postern eingekleisterten Mauern. Aber, das ist, hinsichtlich der geringen Verbreitung von Intelligenz (aber der großen Verbreitung von Schmierkomödien), vermutlich zu viel verlangt. Wie viel leichter ist es da, im Schutz der Gruppenverantwortung, das "Recht" radikal in die eigenen Hände zu nehmen ….
Aber sagt mir, was ist der Unterschied zwischen Gästen, Flüchtlingen, Asylanten, Migranten und Siedlern? Und was passiert, wenn sich die Lage in kriegerischen Ländern wieder beruhigt?
Müssen wir dann auf „unsereFacharbeiter auch wieder verzichten? (…)
Was ist mit „rechter“ Gewalt? Was ist mit „linker“ Gewalt? Oder -
was ist mit der Gewalt, die durch kapitalistische Grundsatzforderungen ausgeübt wird -
staatlich verordneten Repressalien, sozusagen?
Ja, wo ist da denn die Grenze? (*3)

„ … und die neue Hoffnung entfachte, dass man von der leeren, leuchtenden Narrheit, die man so oft mit Gott verwechselt hatte, eine Antwort erhalten möge, oder vom Entsetzlichen, das so gern mit der Göttlichkeit identifiziert wird - von der geballten, drohenden Faust, die so oft angebetet wurde.“

- Charles Hoy Fort (New Lands, 1925; dtsch. Neuland, Zweitausendeins)

 

Unangenehm anmutende Fragen, scheinbare Belanglosigkeiten, unbedachte Äußerungen, wie auch berechtigte Kritik; - viel zu hastig reagieren Befürworter aller Konventionen auf die, in extremen Spielfeldern überantworteten, oder in Gruppen gemeinschaftlich gezogenen, künstlich erdachten Grenzen. Viel zu eilig werden „rote Linien“ geschaffen, die, um ihrer Existenzberechtigung Willen, leider auch viel zu schnell nach Feindbildern oder Sündenböcken Ausschau halten. - Und, damit wir uns hierbei auch klar verstehen, - Beifallklatscher für derartige, aus der Kontrolle geratene Mechanismen, finden sich auf allen Seiten!
Sündenböcke, als wenn jede Ideologie eine Entschuldigung für ihre Existenz benötigt? Nun, vielleicht nur, oder gerade dann, wenn manches sich zu verselbstständigen beginnt? Wenn Rechthaberei sich zur Bequemlichkeit gesellt, um Gewalt, als letztes Mittel der Überzeugung aus dem Hut zu zaubern?
Wenn die Sprache, das Miteinander, verstummt, um solcherart Überzeugung „genügend“ Raum zum „Überzeugen“ zu geben?
Damit, anstatt des offenen Erfahrungs- oder Meinungsaustausches, eher Steine geschmissen oder Autos angezündet werden können? Viel zu oft trifft es dabei auch Unbeteiligte …
Da gibt es den alten Spruch:
„Wer allem gegenüber offen ist, der kann nicht ganz dicht sein!“
Und jeder kann sich den Schuh anziehen, ...

Und kann heute noch jemand behaupten, dass bestimmte Ereignisse nicht stattgefunden haben? Oder, dass bestimmte Sorgen unberechtigt wären? Oder das Deutsche unberechtigt Angst haben?
Ist Faustrecht der Trumpf gegen die Freiheit der „eigenen“ Meinung?
Oder die Rückbesinnung auf etablierte, westliche Traditionen und die vorgeschobene Ignoranz der „gebildeten“ Schichten? - Hier bietet die „alternativlose“ Kanzlerin dahingehend eine (wie-auch-immer funktionelle) Alternative an, - mit Urheberrechtsverletzungen und christlich-gefärbter Hausmusik gegen die Angst!

„Ich weiß, dass es Sorgen vor dem Islam gibt“, wusste Merkel, und: „Wie viele christliche Weihnachtslieder kennen wir denn noch und wie viel bringen wir denn unseren Kindern und Enkeln noch bei? Dann muss man eben mal ein paar Liedzettel kopieren und einen, der Blockflöte spielen kann mal bitten“

 

Das Leben kann so einfach sein. Eine (zumindest für die derzeitige Kanzlerin) wohl erstrebenswerte, fast archaische, aber kulturelle Reminiszenz, die bislang erfolgreich im Strom des gewünschten Konsums unterzugehen drohte; ... durchaus eine Bereicherung für Bereicherer, ob gewünscht oder nicht. Hier ist also eine Vorgabe. -
Oder ist auch das wieder nur Ablenkung?

Und - wo beginnt eigentlich Naivität?
Ist, beispielsweise, ein „Gutmensch“ naiv, wenn er oder sie von einer ungewissen Besorgnis der Zukunft gegenüber erfasst wird? Oder ein „besorgter Bürger“ wenn er ahnt, dass diese ankommenden Menschen nicht grundlos versuchen auch ein Stück ihres Heimatplaneten, wenigstens temporär, und in Frieden, zu erlangen? Oder ist es naiv zu hinterfragen wo denn die wirkliche Schuld für Schleuser und Kriege zu suchen ist? Ein kurzer Ausflug in den nächsten Supermarkt sollte alle diese Fragen zur vollsten Zufriedenheit aller beantworten. Man sollte dabei sein Augenmerk zusätzlich zur angebotenen Nahrung auch auf die Verpackungen richten. Zumeist bestehen diese (vollständig oder teilweise) aus ein und demselben Grundmaterial: Öl!

„Der Irrsinn ist bei Einzelnen etwas seltenes - aber bei Gruppen, Parteien, Völkern, Zeiten die Regel.“

- Friedrich Nietzsche (Jenseits von Gut und Böse, 1886); Deutscher Philosoph und Klassischer Philologe

 

Einige der Neu-Ankömmlinge fliehen nicht vor brennenden Häusern oder blutrünstigen, eingekauften Söldnerarmeen, die sich für Geld bereitwillig jeder Ideologie und jedem Interesse verkaufen, sondern „einfach“ vor der imperialistischen Ausdehnung der westlichen Interessen, die in ihren Ländern Hunger, Armut und Zerstörung hinterlassen hat. Sie fliehen vor korrupten Strukturen, die dem eigenen Volk den Zugriff auf die eigenen Ressourcen mit Faustrecht verweigert, nur um dem westlichen Kapitalismus (für einen Anteil der Beute) Tür und Tor zu öffnen. Sie fliehen vor westlichen Handelsverträgen und deren Folgen. Und sie fliehen vor der Ausbeutung in eben jenen Supermarkt, in dem wir nach Antworten auf naive Fragen suchten. Es klingt verrückt, aber das kapitalistische Deutschland ist ein einziger Supermarkt, ob die Waren derzeit zum Verkauf stehen oder nicht, macht dabei keinen Unterschied. Das Bindeglied unterschiedlichster Waren (oder Rohstoffe) ist ihr nützlicher und möglicher Verkaufswert.
Und westliche Staaten haben es sich zur Tradition gemacht die Zugangswege zu diesen zu kontrollieren. Dies gilt gleichermaßen für Währungen, Dienstleistungen oder dem „Angebot“ der Produkte des Supermarktes.
Nur wenige Multinationale „Mutter“-Konzerne erstellen die augenscheinlich unterschiedliche Produktpalette, mit der Hilfe unzähliger „Tochter“-Unternehmen. Gerade einmal Zehn Konzerne kontrollieren die Verbreitung der Produkte und deren Vertrieb.
Die Gewinnspannen sind ebenso gigantisch, wie die Ausbeutung der betroffenen Länder.

 

„Aufrechterhaltung des freien Welthandels und des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt im Rahmen einer gerechten Weltwirtschaftsordnung.“

- Volker Rühe, CDU-Verteidigungsminister, 1992, in den Verteidigungspolitischen Richtlinien (VPR)

 

So werden, beispielsweise, Überschüsse von Nahrung, Jahr für Jahr, vernichtet, da ansonsten nicht zu „beherrschende“ Schwankungen im Aktienmarkt unerwünschte Preisgefälle verursachen könnten. Da muss man schon auf „Nummer Sicher“ gehen.
Und nein, der Überschuss wird auch niemals in die hungernden Länder (aus denen ironischerweise viele der Produkte stammen) zurückgebracht.
Und in den meisten dieser Länder, die sich keine Selbstversorgung „leisten“ können, liegt die eigene Landwirtschaft in Trümmern, während die dortigen, gekauften Politiker jeglichen westlichen Imperialismus durchwinken.
Von westlicher Industrie verursachte Naturkatastrophen in diesen Ländern werden von westlichen Gerichten entschieden. Die Gerichte der betroffenen Länder werden, wenn kein genügender internationaler Druck erzeugt werden kann, einfach ignoriert. Von diesen Staaten erlassene Gesetze, (spätere Versuche der Ausbeutung entgegenzuwirken) können meist locker durch schon bestehende „Handels“-Abkommen ausgehebelt werden, und es können sogar Schadensersatzklagen (wieder vor westlichen Gerichten) eingereicht werden, wenn das involvierte Unternehmen einen möglichen zukünftigen Kapitalverlust auch nur wittert.

Doch wo kein Abkommen greift, und trotzdem Interessen da sind, ist der Weg zum Faustrecht nicht mehr weit. In solchen Ländern tauchen dann entweder westliche Soldaten auf, die mit Waffengewalt für die „Befreiung“ dieser Interessen sorgen, oder schlagkräftige, unzufriedene „Regime“-Gegner, die eine gewisse Zeit genügend Unruhe veranstalten, so dass die westliche Meinungsindustrie in aller Ruhe und Oberflächlichkeit ihre (nicht vorhandene) Gesprächsbereitschaft verdeutlichen kann. Und was bedarf es dann noch mehr, als willfährige Fürsprecher, die mit Zweideutigkeiten und Lügen gefüttert, die Interessen der Industrie als politische Statements verkaufen, und so der (bislang illegalen) Einmischung in souveräne Angelegenheiten einen legitimen Anstrich verpassen?
Ein solchart gelungener Coup wird in der westlichen Welt dann als „Befreiungskrieg“ gefeiert. Und zusätzlich (immer gern genpmmen!), stehen „wir“, hinterher wieder einmal mehr, der so-und-so-vielten Reinkarnation des bösesten aller bösen Bösewichte der westlichen Zeitgeschichte gegenüber. - Es ist wie zu Weihnachten: Alle Jahre wieder …

Denn der Oberböseste war der Mann, der ALLEINE ein ganzes Land hypnotisierte, dann die ganze Welt in einen Krieg stürzte, unzählige Menschen auf die miesesten Arten und Weisen ums Leben brachte, den Deutschen (nach dem Krieg) eine General-Amnesie verpasste und zusätzlich auch noch die Weltherrschaft anstrebte ...
Ich glaube da, wo immer er hin ausatmete, fielen die Fliegen gleich schon tot von der Wand, denn diese Bösartigkeit konnte doch ganz bestimmt kein anständiges Lebewesen lange ertragen …

Dass er von der westlichen Industrie mit Waren und Geld unterstützt wurde, und eigentlich England, Frankreich und Polen eine eher provozierend unrühmliche Rolle in diesem (seinem) Krieg spielten, nun ja, das glauben auch nur einige heutige Historiker. Es ist wie beim Klimawandel. Es gibt doch immer Unzufriedene mit der doch richtigen und etablierten Wahrheit. - Und wer Gründe hat, wer braucht da noch die Wahrheit?
Und Gründe können schnell gefunden werden. Also solche, die einen in Frieden weiterschlafen lassen können. Denn „wir“ sind schließlich auch die „Guten“, nicht wahr?

Und wir, die Guten, haben Bündnispartner, denen wir hilfreich unter die Arme greifen. Andere hingegen, die unsere Lebensweise der kolonialen Industrie-Expansion nicht zu schätzen wissen, und sich auch von Bildern von Dagobert Duck (Uncle Scrooge) nicht beeindrucken lassen, werden von uns eben nicht unterstützt. So einfach ist das wieder.
Oder manchem Unwilligen (wie der EU) wird ein wenigZwang“ verpasst oder manchmal muss auch der „Arm von Ländern umgedreht“(*3) werden, um sie an ihre freiwillige Teilnahme und Mitarbeit zu erinnern ...
Und in bestimmten Ländern muss man eben auch mal auf den Tisch hauen!
So etwas rechtfertigt schließlich dann jede unserer Handlungen, auch noch in Syrien, nicht wahr? ...

Und was haben mächtige Staaten, wie die USA, beispielsweise, mit der UNO oder dem Völkerrecht denn auch wirklich "am Hut" bzw. zu schaffen?!??
Es gibt vielleicht eben doch verzichtbare und "unverzichtbare" Menschen. Man muss nur daran glauben.

„Völkerrecht? Ich rufe besser meinen Rechtsanwalt an, das hat er mir noch nicht erklärt.“

- George W. Busch, Dezember 2003, Ex-Präsident der USA

 

Und gleich noch ein wenig mehr „Verschwörungstheorie“: ...
Da gab es 2007 diese Liste der Sieben Länder (*4), von denen bislang aber nur Sechs, zwar nicht in der geplanten Reihenfolge, aber erfolgreich abgearbeitet werden konnten. Und das, trotz des beginnenden, ansatzweise gelungenen und fortschreitenden „Frühlings“-Wetters …
2007 war auch zufällig das Jahr, indem die Bedrohung und das Unverständnis gegenüber Russland einen ersten medialen Höhepunkt erreichte. Und wie viele sind darauf eingeschwenkt worden? Nur mit medialen Behauptungen? - Gute Dressur eben. Pawlows Hunde sitzen sabbernd auf einer Wolke. Irgendwie zufrieden wirkend.
Doch zurück zur Liste.
Im Siebten Land gab es ein besonderes Interesse, denn man hatte einem Verbündeten versprochen den Zugang für seine Gasressourcen in den Mittelmeer-Raum durch eben dieses Land zu gewährleisten. Das bedeutete: Keine teure Sammlung, Ladung und Verschiffung von Gas mehr. - Eine Pipeline für Katar sollte die Lösung sein. Aber Syrien war zusätzlich natürlich auch noch ein Verbündeter des ach so bösen Russland, und damit gegen die imperialistischen Interessen Westlicher Magnaten ausgerichtet. So die Behauptung der Interessensgemeinschaften.

Nun weigerte sich dieses Siebte Land, Syrien, aber, auf dieses Anliegen einzugehen, denn es hatte Pläne mit einem eigenen Bündnispartner eine solche Pipeline zu realisieren. Keine wirklich gute Entscheidung, wie sich bald zeigen sollte. Denn die Interessen der Industrie sind sehr mächtig und ihr Arm reicht weit.

Wir wissen heute, dass JEDER Krieg, der von den Vereinigten Staaten (der größten europäischen Kolonie) „vom Zaun gebrochen“ wurde, mit Hilfe von Lügen oder Aktionen unter „Falscher Flagge“ geschah. Korea, Vietnam, Jugoslawien, Irak und die Ukraine seien hier nur als leicht recherchierbare Beispiele genannt. Vielleicht eine schlechte Angewohnheit, die aus den Kriegen gegen die amerikanische Urbevölkerung herrührt? Eine unrühmliche Tatsache ist, dass die USA jeden vereinbarten Vertrag mit der nativen Bevölkerung gebrochen haben. Auch das lässt sich nicht allzu schwer recherchieren. Aber vielleicht gibt auch noch so etwas, wie Gerechtigkeit, was auch immer darunter noch zu verstehen ist.

 

Wir sind jetzt ein Imperium. Und wenn wir handeln, dann erschaffen wir unsere eigene Realität. Und während ihr diese Realität studiert – so akribisch ihr wollt – dann handeln wir erneut und erschaffen eine neue Realität, die ihr auch wieder studieren könnt. Und so funktioniert es. Wir sind die Handelnden der Geschichte…und euch, euch allen, bleibt nur das Studium dessen was wir tun!“

- Karl Rove, Berater und stellvertretender Stabschef von US-Ex-Päsident George W. Bush

 

Im Namen der Freiheit (wie früher: im Namen der Liebe Jesu') wurden (und werden weiterhin) Millionen von Menschen getötet, gefoltert, vergewaltigt; ihren Gütern und ihrer Heimat beraubt.
Und Mörderbanden (sprich: Söldner, Aufständische oder Rebellen) wurden eingekauft, die die letzten Unwilligen mit Waffengewalt zu überzeugen suchten. Oder gar unwillige Regimes verdrängen konnten. Afghanistan war ein Traumland für gedungene Mörder. Aber auch Saudi-Arabien und Katar (das Gas-Land) standen dem nicht viel nach. Und – die beiden letztgenannten waren auch noch Verbündete der USA (Und gute Handelspartner der Deutschen Rüstungsindustrie).
Mit eigenen Interessen zwar, aber immerhin doch irgendwie Verbündete …

Afghanistan diente jahrzehntelang hervorragend als Pufferstaat zwischen den westlichen Staatsgrenzen und dem Block China, Indien, Iran und Pakistan, sowie Russland. In den frühen 80er Jahren des letzten Jahrhunderts führten die Intervention der Sowjetunion, der Kommunismus, der fundamentale Islamismus, zahlreiche Völkerrechtsbrüche, die CIA, die UNO und die massive Unterstützung der Mudschaheddin durch die USA, zu einer gewaltigen Katastrophe für dieses, bis dahin auch schon westlich orientierte, Land. Es war die Geburtsstunde von al-Qaida (Basis, Fundament, aber auch Liste) und Osama bin-Laden, die, von der CIA ausgebildet und mit Waffen versorgt, den erfolgreichen Guerilla-Kampf gegen die Sowjets aufnahmen.

„Die Jagd nach dem Sündenbock ist die einfachste.“

- Dwight D. Eisenhower, Ex-General und Ex-Präsident der USA

 

Eine der größten Verschwörungen seitens westlicher Regierungen ist die Behauptung, „es gebe keine Verschwörungen der Regierungen“. Die, irgendwie, absurdeste Verschwörungstheorie von allen, scheint mir jedoch ist die „offizielle“ Geschichte der US-Regierung, betreffend die Ereignisse am 11. September 2001 zu sein. Wo, ein schon kranker bin-Laden aus einer Höhle in Afghanistan heraus, mit seinen 19 (meist Saudi-Arabischen) Amateuren, die damals die, bis zu diesem Zeitpunkt beste, fähigste und teuerste Luftwaffe der Welt, ohne Verbindung zu Mittelsmännern, einfach und effektiv ausschalteten oder ebenso wirksam umgingen. -
Und damit den zweiten „behaupteten“ Angriff auf „Gottes auserwähltes Land“ startete!

Osama bin-Laden galt fortan als beliebter Hauptdarsteller in diversen, von der CIA produzierten, Videos. Er musste aber auch als Sündenbock für alle möglichen Unterstellungen herhalten, schaffte es dabei aber niemals auf die offizielle Liste der Attentäter von 911 … Zumindest nicht auf die vom FBI veröffentlichte. Er wurde zwar mit anderen Attentaten „amtlich“ in Verbindung gebracht, aber eben nicht für 911, was aber wiederum die Legitimation für spätere nicht-legitimierte US-Kriege im Nahen Osten (angefangen mit Afghanistan) war, und natürlich auch für seine spätere, medienwirksam aufbereitete, angebliche Liquidierung ...

„Als nächstes wird der Staatsmann billige Lügen erfinden, die die Schuld der angegriffenen Nation zuschieben, und jeder Mensch wird glücklich sein über diese Täuschungen, die das Gewissen beruhigen. Er wird sie eingehend studieren und sich weigern, Argumente der anderen Seite zu prüfen. So wird er sich Schritt für Schritt selbst davon überzeugen, dass der Krieg gerecht ist und Gott dafür danken, dass er nach diesem Prozess grotesker Selbsttäuschung besser schlafen kann.“

- Mark Twain, 1916, The Mysterious Stranger; dtsch. Der Geheimnisvolle Fremde

In Syrien hatte das „personifizierte Unheil“ einen Namen: Baschar Hafiz al-Assad!
Assad war ein gelernter Augenarzt, der in London studierte, bislang ohne militärische Intentionen.
Nach dem Tod seines Vaters (und seines Bruders) übernahm er dessen verschrieene Regierung. Seine Regierung war westlich orientiert und Religionen jeder Art konnten sich unter seiner Regierung fortan nun frei entfalten. Er galt als Reformer und förderte schon 2001 den ersten, wohl echten, „Frühling“ der Redefreiheit in Syrien. Allerdings drohte (nach Jahren der Unterdrückung, durch die Herrschaft seines Vaters) dieser „Frühling“ schnell „aus dem Ruder zu laufen“. Assad hielt trotzdem weiter an seinen Reformanstrengungen fest und ersetzte die, unter seinem Vater herrschende, Parteielite mit neuen Gesichtern. 2009 lehnte er den Bau der Pipeline Katars zu Gunsten Russlands ab. (*5) 2011 schossen Sniper auf Demonstranten, bis heute wird vermutet, dass diese schon von ausländischen Kräften (zum Zweck der Legitimation eines möglichen späteren Regierungswechsels) eingesetzt wurden. Auch auf Grund des unsicheren Umgangs mit immer neuen radikalen Kräften wurde ein Jahr darauf, 2012, eine neue Verfassung erarbeitet, die in wesentlichen Teilen demokratischer war, als alles, was wir uns unter diesem Begriff vorstellen mögen, bzw. "unsere" Politiker dulden. Allerdings wurde die Macht des Präsidenten nicht angetastet, was die bewaffnete "Opposition" als Rechtfertigung, und zum Anlass, nahm den Krieg gegen die Syrische Bevölkerung (damals noch US-unterstützt) blutig fortzuführen. Denn Souveränität kann durchaus zum Problem werden, wenn es Interessen gibt ...

Die, von dem US-amerikanischen Auslands-Geheimdienst CIA und anderen Kräften gefertigte, „Frühlings“-Bestrebung, 2011, fand in vielen, eher islamisch geprägten oder orientierten, Ländern durchaus Anklang, (*6) wurde aber zumeist schnell mit den dortigen tatsächlichen Reformbestrebungen vermischt.
Afghanistan lag dank der US-amerikanischen Terrorlüge nun in Trümmern und war zu dieser Zeit (8 Jahre später) immer noch nicht befriedet. Hingegen war der Drogenabsatz und -vertrieb (unter der „freien“ Welt) um mehr als Neunzig (90!) Prozent, im Gegensatz zur Taliban-Regierung (3%), angewachsen. Ein Zustand, der in der westlichen Welt nicht nur mit Achselzucken, sondern auch von hilflosen Entschuldigungen begleitet wurde und wird. (*7) Gleichzeitig überboten sich die westlichen Medien darin, dem (nicht mehr regierenden) Taliban die Schuld auch dafür zu geben. Die Tatsache, dass die CIA ihre ausländischen Interventionen seit Jahrzehnten mit Drogengeld deckte, ist selbst schon bei Wikipedia nachlesbar. Dies gibt der Mainstream-Presse jedoch keinen weiteren Hinweis. Auch Fotos von, die Opium-Ernte bewachenden, NATO-Soldaten nicht. (*8)

"Der Bürgerkrieg in Syrien ist eine seit 2011 andauernde, bewaffnete Auseinandersetzung verschiedener Gruppen, die mit fortschreitender Dauer zunehmend unter Beteiligung internationaler Mächte stattfindet, die eigene ethno-religiöse, wirtschaftliche und geopolitische Interessen verfolgen." weiß Wikipedia.
Und gleich am Anfang waren auch (wieder einmal) mehrere "Sniper" beteiligt, bevor der Konflikt dann endlich zufriedenstellend eskalierte ...
Es ist wie mit den angeblich "gefundenen" Terror-Ausweisen, manche Bilder (oder Abläufe) gleichen sich auf eine so rudimentäre Art und Weise, dass mancher nicht umhin kommt hier (auch) ein "Hollywood"-Script zu vermuten ...
Aber, was solls? Solange es brav geschluckt wird.


10. Akt:

Alles, was nicht für uns ist, muss dann gegen uns sein. Oder so ähnlich.

In Syrien spielte sich daraufhin eine der größten kriegerischen Katastrophen unserer Zeit ab. Durch die ständige Einmischung der westlichen Welt in souveräne Länder, unter welcher Agenda oder welchem Deckmantel auch immer, wurden, besonders im Nahen Osten, etliche Regierungen gestürzt und Millionen von Menschen (auch Aufgrund von westlichen Sanktionen) verhungerten, wurden Obdachlos, Heimatlos oder gleich tot gebombt. Entscheidend dafür war die Geschichte zweier (angeblich entführter) Flugzeuge, die es wider aller Logik schafften, drei Wolkenkratzer zu zerstören und gleich zu Staub zerfallen zu lassen. Dies, und ein anonym gefundener Ausweis, „legitimierte“ die USA scheinbar dazu, die Welt in ihre Kriege zu lügen …

Deshalb noch einmal zurück.
Nach dem Jahrelangen, ergebnislosen Kampf der Sowjets in das („für sie extra bereitete“) Afghanistan (*9), der Milliardenschweren Unterstützung eingekaufter, und äußerst erfolgreicher Söldner (Osama bin-Laden und al-Qaida), begann 2003 die Invasion der US-Amerikaner im Irak.
Und natürlich wurde zu jeder, noch so unhaltbaren Behauptung gegriffen, um diesen (mittlerweile zweiten) Überfall zu rechtfertigen. Und wenn man Beifallklatscher, wie die hörige Medienlandschaft oder die heutige Bundeskanzlerin der BRD, auf seiner Seite weiß, dann sollte ein solches Unternehmen eigentlich ein Selbstgänger sein ...

“Wir haben die Lösung, und meistens macht sie Peng!”

- Torsten Sträter,Pressesprecher der deutschen Waffenlobby


Doch eine der Behauptungen nach der anderen erwies sich als eklatante Lüge: Da war keine Verbindung zu dem, von den USA in Afghanistan selbstgeschaffenen, Terrornetzwerk; da gab es keine Massenvernichtungswaffen (mehr?), weil diese wahrscheinlich im von den USA angezettelten 8-jährigen Krieg des Irak gegen den Iran, der sich ungefähr 20 Jahre früher, von dem von den USA ins Amt geputschten, „Shah von Persien“ befreien konnte, schon aufgebraucht wurden. - Der dadurch erschwerte Zugang zum Öl ist eine Tatsache, die die USA dem Iran bis heute verübelt.
Und selbst der Brutkasten-Horror (die „Brutkastenlüge“), der doch den ersten Überfall der USA (1991) legitimieren konnte, stellte sich im Nachhinein als Inszenierung einer PR-Agentur heraus: Die Tochter des Kuwaitischen Botschafters in den USA erschien, sich als Kuwaitische Krankenschwester ausgebend, vor dem Human Rights Caucus im Repräsentantenhaus und erzählte eine herzzerreißende Geschichte über die Grausamkeit und Unmenschlichkeit der Irakischen Armee, speziell ihres „Regime“-Führers … (*10) Die Medien nahmen diese Geschichte (wie alle anderen auch) dankbar auf, und verbreiteten sie (natürlich auch) ungeprüft weiter. Und dann wurde laut und einvernehmlich auf allen Kanälen für den Krieg getrommelt, wie nach fast jeder US-amerikanischen Lüge. (*11)

Nicht nur für den Irak bedeutete dies den Anfang vom Ende. Die gesamte Nahost-Region ging in Flammen auf. Neue Lügen vernichteten Libyen und schnell geriet auch Syrien in Aufruhr. Für die USA schien es mit einem Mal gar keine Rolle mehr zu spielen, mit oder gegen wem man kämpfte, solange es nur zweckdienlich war. Das bedeutete auch, dass die, noch zuvor in Afghanistan bekämpfte (ja, doch der eigentliche Grund für diesen Krieg waren!) selbstgeschaffene Terrororganisation al-Qaida, in Libyen und Syrien nun ein willkommener Partner war. - Bei dem angestrebten Ziel den demokratisch gewählten Staatspräsidenten Syriens, Assad, aus dem politischen Weg zu schaffen. Und wieder war keine Behauptung zu dumm oder möglicherweise entsprechend fabriziert, um dieses Ziel zu erreichen. Wir erinnern uns, dass es ursprünglich doch nur um eine Pipelineverbindung zwischen Katar und dem Mittelmeer-Raum ging. - Halt quer durch Syrisches Staatsgebiet. Und das wollte Assad nicht.

Jedoch geriet der, vom CIA angestoßene „arabische Frühling“, der immer mehr Länder aufbrachte, auch immer mehr außer Kontrolle … (*12)

Während die USA beständig mehr Geld und Waffen lieferten, um immer mehr Söldner bzw. „Aufständische“ bzw. „Rebellen“ zu unterstützen, wobei Katar und Saudi-Arabien bekannterweise ordentlich mitmischten, geschahen zwei weitere, unangenehme Dinge: Die unterstützten Kämpfer begannen eigene Pläne zu entwickeln und der erneute Angriffskrieg der USA, gegen ein weiteres souveränes Land, entwickelte sich zu einem Politikum.

Natürlich wurden medientechnisch alle Register gezogen, um ein Fiasko, wie damals im Vietnam-Krieg, zu vermeiden. Söldnertruppen wurden ständig umbenannt, Angriffe des US-Militärs auf zivile Objekte, sogar auf lebensnotwendige Objekte, wie Wasserreservoirs und Kraftwerke, Syriens, wurden verschwiegen oder, wenn es doch bekannt wurde, heruntergespielt. Experten und „Think-Tanks“ tauchten aus dem Nichts auf, die nicht nur den angeblichen Überblick über sämtliche historischen und aktuellen Geschehnisse vorweisen konnten, sondern, ganz im Sinne der Propaganda, Assad und seine Regierung mit den übelsten Vorwürfen bewarfen und mit den „satanischsten“ Geschehnissen in Verbindung brachten. - Wobei die marodierenden Söldnertruppen mehr und mehr zu einer Art parlamentarischer Opposition mediengerecht herausgearbeitet wurden, deren einziges Ziel war, sich dem. schon von den USA ausgemachten, Übel entgegen zu stemmen, und, gerechterweise, nur für die Befreiung des, vom Syrischen Volk selbstgewählten „Regimes“, einzustehen. Zum entgültigen Beweis dafür setzten einige von ihnen sich dann sogar extra (für die Beifallklatschenden und völlig unbewiesen-närrischen West-medien) weiße Helme auf! -

 

Aber völlig unverständlicherweise, für den linientreuen Westlichen Mainstream, bekamen diese gewalttätigen und fremdländischen Söldner keinen Zugang zum Syrischen Parlament …

„Unsere Aufgabe besteht darin, den Leuten nicht das zu geben, was sie wollen, sondern darin, was wir entscheiden, das sie haben sollten.“

- Richard Salent, ehemaliger Präsident der CBS News

 

Hier könnte ich noch über den, von den USA provozierten, Georgien-Krieg berichten, über den, von den USA provozierten, Libyen-Krieg, über die, von den USA provozierte, Entstehung und weitergehende Unterstützung des „Islamischen Staates“ (IS, ISIS, ISIL oder Daesh), über den, von den USA finanzierten, Putsch in der Ukraine oder über den, von dem USA-Verbündeten Saudi-Arabien geführten, Jemen-Krieg, der in den renommierten, etablierten und hörigen Mainstream-Medien (seltsamerweise?) fast gar kein Echo erzeugt(e), - aber all das würde zu weit führen!
Ich glaube die Konzentration auf die Vorfälle im Syrien-Konflikt bieten genug Spielraum, um sich wenigstens ein ungefähres Bild zu machen.

Ansonsten steht jedem die Möglichkeit einer weiterführenden Recherche offen:

Man muss sich aber, wie auch bei allen Themen rund um das Fortean'sche Spektrum, dem Paranormalen bzw. dem Anomalistischen Ideengut, keine künstlichen Grenzen gefallen lassen. Bestimmte „Dinge“ sind von bestimmten Interessen erwünscht, vielleicht weil sie noch harmlos wirken, vielleicht aus anderen, spekulativen Gründen; andere jedoch werden vehement abgelehnt, ignoriert, verschwiegen oder bis aufs Letzte bekämpft … „Folge dem Geld“, ist immer ein erster, meist funktionierender, und guter Rat. Sicherlich auch (oder gerade) im Syrien-Konflikt. Der nächste Schritt ist die Suche nach anderen, irgendwie auch profitablen, Interessen. Aber man sollte nach allen Seiten dafür offen sein:

Durch eine eigene und unabhängige Recherche kann man sich nicht nur die verschiedenen Positionen einprägen, man kann sich auch irgendwann eine weitgehend unabhängige Meinung bilden.
Glaube nichts! Verifiziere im Rahmen der Möglichkeiten!

Man stößt dabei (im Fall Syriens) auf erstaunliche Geschichten, die niemals Eingang in die sorgfältig ausgewählten Berichte der Mainstream-Medien finden: Berichte der Söldner, und wie sie in die Ausbildungslager und Kampfzonen gerieten. Einige waren zum Tode Verurteilte, – Mörder oder was-auch-immer in Saudi-Arabien dieses Urteil rechtfertigte, die damit den Steinen, dem Beil oder dem Strick entgingen; andere waren Idealisten, die dem Islamischen Faschismus anhingen. Einige wurden gegen Bezahlung von ihre eigenen Eltern verkauft, und wieder andere waren schon lange Teil der Islamischen Terrorkonstrukte. Aber recherchiert selbst.
Man findet Aufzeichnungen und Berichte von „Rebellen“, die durch die Terrorcamps der Jihadisten indoktriniert wurden, in denen sie von US-amerikanischen, Britischen, Israelischen, Saudischen Ausbildern für den Kampf gegen Assads „Regime“ angeleitet und trainiert wurden. Keine gute Presse, denn die Presse selber betont immer wieder, dass es sich in Syrien doch um einen „Bürgerkrieg“ handelt. Glaubt nichts davon. Macht euch einen eigenen Kopf.

Sie kauen die Nachrichten so zurecht, wie sie glauben, dass die Menschen sie in Dosen vertragen, nachvollziehen und dieser Nachricht folgen können.“

- Peter Bartels, Ex-Bild

 

Bis zum heutigen Tage sind diese angeblichen „Rebellen“ bewaffnet und scheuen jeden parlamentarischen Weg, um möglicherweise das Volk damit auf ihre Seite zu ziehen. Denn bis heute scheint der Großteil der Syrischen Wähler hinter ihrem gewählten Präsidenten zu stehen. Sehr zum Ärgernis der westlichen Politik, die liebend gern einen Machtumschwung durch die Medien herbeireden möchte ...
Aber auch hier ist die Belanglosigkeit namens Realität wieder am Wirken:
Der Westlich angepasste Bürger bekommt immer mehr Probleme die, teilweise echt unverdaulichen, Agenden und Szenarios, die beispiellose Einseitigkeit, der (mittlerweile umbenannten) Lügenpresse (bzw. der Leit-Medien) zu schlucken.

Das führte zu einem, für die Deutsche Politik, eigentlich ungewohnten Bild - Bürgerversammlungen in den Straßen - Ausdrucksformen einer ersten Unzufriedenheit …
Nicht nur die, ihre Wähler Jahrzehntelang ignorierende, Politik merkte auf. - Auch die Hofberichterstatter der (sich selbst erhobenen) Eliten beginnen auf dem Zahnfleisch zu kauen, denn ihre Leitung hat, wie es immer auffälliger wurde, immer nur die Sackgassen schöngeschrieben und die Machtlosigkeit des Bürgers gegenüber der Politik und der Finanzwelt demonstriert. Und sie haben bewusst ignoriert, vertuscht und gelogen!
Zugunsten von Geld, politischen Vorgaben und einer erdachten und künstlich geförderten Unterwerfungs- Disziplin.

Eine dieser vielen Lügen sind die „Syrischen Rebellen“, die einen angeblichen Bürgerkrieg führen.
Wie oft ist „aufgeflogen“ oder klargestellt worden, dass diese „Rebellen“ einen Glaubenskrieg führen, in dem sie Menschen auf unglaubliche und verachtenswerte Weise erniedrigen, demütigen oder einfach abschlachten?
Wie oft ist darauf verwiesen worden, dass es sich dabei größtenteils gar nicht um echte Syrer handelt?
Wie oft, dass der Zusammenhalt derartiger Gruppen nur aus Wunschdenken und der Unterstützung radikaler Gesinnungen in den USA, Katar und Saudi-Arabien besteht?
Wie oft sind die Verbrechen dieser „Rebellen“ an der echten Syrischen Bevölkerung von den „Leit-Medien“ diskutiert worden?
Wie oft ist die Unterstützung dieser Schlächter von Ländern, wie den USA, Saudi-Arabien, Katar, aber auch Israel und der Türkei thematisiert worden?
Wie oft ist klargestellt worden, dass die Menschen nicht vor irgendwelchen erdachten Fass-Bomben flüchten, die in den Köpfen von Propagandisten gezündet wurden, sondern vor eben diesen „Rebellen“ und ihren Glaubenskonstrukten?
Wie oft ist klargestellt worden, dass niemand ein Interesse daran haben kann die eigene Bevölkerung, die sich (für die „Eliten“ unverständlich) immer noch hinter ihren Staatspräsidenten stellt, mit Bomben und Gasattacken sinnloserweise anzugreifen? (*13) Und das schon gar nicht vor den Augen der Welt!
Wie oft ist denen aufgefallen, dass die eigenen Propagandalügen nicht mehr greifen?
Oder steht man über all diesen Fragen, bar jeder Logik?
Die Lügenpresse (die nun zur „Lückenpresse“ verharmlost wurde) hat hier vielleicht einige schlaue Kommentare, aber keine Antworten.

Inzwischen wüten die „Rebellen“ weiter im Namen ihres Glaubens, im Namen der USA und Saudi-Arabiens und dem Ziel (als zumeist Fremdländer) die Syrische Regierung zu stürzen. Und, erschreckender weise, formieren sich, in diesen Tagen, Tausende von indoktrinierten „Flüchtlingen“ auf den Straßen Londons, um für Syrien ein (Sunnitisches) Kalifat (mit Hilfe des Britischen Militärs) einzufordern. - Geht es noch?

Mittlerweile soll Katar nun, wie auch die Türkei, durch Vermittlung Russlands, die Unterstützung der bewaffneten Kämpfer eingestellt haben. Das lässt hoffen.

Um die, mittlerweile doch eher schlechte, Propaganda der „Rebellen“ ein wenig aufzuhellen, gegen das „Dunkel“ unerwünschter Sichtweisen, besonders nachdem sich der beständige Austausch der Kampfnamen der verschiedenen Gruppierungen auch als wenig zweckdienlich herausgestellt hatte (vielleicht von der Hoffnung getragen, dass Beobachter den Überblick verlieren mögen?), und auch immer mehr investigative Forscher, die längst unbestreitbaren Zusammenhänge zwischen den USA und den „Aufständischen“, veröffentlichten, wurde der Kampf-Begriff „moderat eingeführt.
Dies aber auch, um bestimmte Gruppierungen von anderen Gruppierungen künstlich abzugrenzen oder überhaupt abgrenzen zu können. Das erwähnte Problem des Überblicks …

Nun gab es also weiterhin bewaffnete, aber „moderate“, Mörderbanden, die den Westlichen Zielen möglicherweise angenäherter (und gehorsamer) agierten. Was letztlich auch ein Irrtum war ...
Moderat bedeutet „gemäßigt“.
Und gemäßigt wiederum bedeutet „maßvoll“ oder „ausgeglichen“ ...
Doch die Frage ist: Gemäßigt gegenüber wem?
Denn es wurden weiterhin Geschichten von Syrischen Bürgern erzählt, die berichten, dass eben diese „Gemäßigten“ sich sehr ungemäßigt gegenüber der dortigen Zivilbevölkerung verhielten. - Von Erniedrigungen und Folterungen berichteten sie, bis zum Kopf abschlagen. Von Alten über vergewaltigten Frauen bis hin zu Kindern. Und es wurden Massengräber gefunden, im Irak, wie auch in Syrien. Und nur in Gebieten, die von diesen „moderaten“ Halsabschneidern beherrscht und „verwaltet“ worden waren ...

Aber mittlerweile hatten nicht nur der Westen oder der IS eine eigene Propaganda-Abteilung, die „moderaten Rebellen“ auch. Wie auch viele ihrer anderen Spießgesellen. (*14)
Ein eigenes Kapitel wären da die, durch Westliches (UK & mehr) Geld geschaffenen, sogenannten "White Helmets", oder, wie sie sich selbst nennen: der (selbsternannte und sehr suspekte) "Syrische" Zivilschutz. Die Taten dieser privaten Organisation sind zahlreich (meist von diesen selbst) wohldokumentiert und werfen mindestens ebenso viele Fragen auf.
Aber immerhin konnte sich die Westliche, mehrheitlich unkritsche Propaganda, über deren Selbstdarstellungen, sogar für eine "Oskar" Nominierung dieser Gruppe verantwortlich zeichnen. So funktioniert Propaganda. - Und "Propaganda" ist das Gericht, dass die Mainstream-Medien täglich servieren. Wir sollen es nur widerstandslos schlucken ...

Aber manchmal landete, neben extra zurechtgemachten Kinderbildern oder anderen Filmchen, auch das eine oder andere peinliche Video in den sozialen Netzwerken. Beispielsweise eines, das zeigte, wie sich die Darsteller zur Repräsentation eines erfolgten Auto-Bombenangriffes auf die eigens dafür vorbereitete Straße legten ...
Und das ist nicht lustig! - Denn die Mainstream-Medien präsentieren Ausschnitte solcher Videos als angebliche "Facts" oder Beweise für ihre unzähligen temporären Agendas ... Hier noch einiges mehr. Aber bildet euch einfach eine eigene Meinung! - Nichts ist je so sicher, wie es vorgemacht wird bzw. im Augenblick erscheint.
Kritik ist angebracht.

Die Lügenmaschinerie ging erwartungsgemäß an solche Veröffentlichungen heran: Sie wurden meist totgeschwiegen, als Gegen-Propaganda verkauft oder (wenn das ganze Lügen wirklich vergeblich war) ab und zu eine Ermahnung losgelassen. Natürlich kam es niemals, im Gegensatz zu den „Taten“ des unerwünschten Assad-“Regimes“, zu einer Verurteilung dieser „Handlungen“. Wären sie wahr, müsste das Volk ihn doch hassen. Oder übersehe ich etwas?
Die fabrizierten Kinderbilder hingegen waren meist immer medientechnisch ein „Hit“!

Und anstatt den wirklich gemäßigten Weg der friedlichen Opposition zu gehen (was durchaus möglich war und, dank Assad, immer noch ist), benutzten diese „Rebellen“ weiterhin tödliche Waffen, die sie immer gern auf Andersdenkende oder Andersgläubige richteten, die immer wieder als menschliche Schutzschilde herhalten mussten.
Weshalb scheinbar bedingungslose Gewalt? Und das bis heute ...
Sahen oder sehen sie keine andere Möglichkeit für den Gewinn ihrer Sache? Und noch einmal: Warum muss die Syrische Bevölkerung diese „Rebellen“ fürchten, geben sie doch vor nur für die Befreiung eben dieser einzutreten? - Oder kann es vielleicht sein, dass nur wenige (westliche) Interessen überhaupt diese Leute im eigenen Land haben wollen? Und: Was wollen sie eigentlich wirklich dort? - Ist es denn nicht so, dass die Mehrheit der Bevölkerung immer noch, und das seit Jahren, hinter dem derzeitigen Regenten steht? Was-auch-immer der Westen davon halten mag.
Doch das ist nicht gut für die rechthaberische Agenda der Politik und der Mainstream-Medien. Aber auch hier bahnen sich Änderungen an ...

„Die Dummen kennen die Fakten, die Klugen die Zusammenhänge“, ereiferte sich, der im Duo auftretende, Alleinunterhalter Heinz Strunk, der auch bereits mal einen Fernsehpreis gewann, und damit wohl schon auch glaubte über eine hörbare (und vertretbare) Meinung, der Öffentlichkeit gegenüber, zu verfügen, und präsentierte „seine Zusammenhänge“: „Die „Kotelett-Deutschen“, jene also mit den „schlechten Genen in Verbindung mit Faulheit und einer generellen Verweigerungshaltung“ sollten einfach gegen die gut gebildeten Flüchtlinge getauscht (…) werden.“ Warum gebe ich so einem offenkundigen Stumpfsinn hier eine Stimme? Ganz einfach, weil genügend Leute, nach ebenso genügender Indoktrination, derartiges als ihre angeblich eigene Meinung verkaufen. Vielleicht um zu gefallen; vielleicht um einen Konsens (innerhalb ihrer Gruppe) zu wahren; vielleicht um ihre Hörigkeit und Anpassung zu demonstrieren; vielleicht auch nur, um sich irgendwie dadurch abzugrenzen? Und vielleicht fällt ja jemandem etwas dazu ein ...

Aber zurück zu Syrien und dem Schaden, den solches Schubladendenken, solche Blindheit, aber auch Gewissenslosigkeit, dort anrichtete und immer noch anrichtet. Sollten nicht die zu Wort kommen, die darunter am meisten zu leiden haben? Am aufgezwungenen Krieg, an den Sanktionen und Repressalien Westlicher Interessen und an den Westlichen Bombardements und den Sunnitischen Söldnern?
Wo steht das Syrische Volk wirklich?

„Ich spürte es war wichtig mit zahlreichen Personen und Gruppen zu sprechen, einschliesslich Religionsführer, humanitäre Arbeiter, Flüchtlinge und Verantwortliche aus der Regierung und den Kommunen.“

„Aber sie stellten eine Frage: 'Warum ist es, dass die Vereinigten Staaten, seine Alliierten und andere Länder, Unterstützung den Terrorgruppen gewähren und ihnen Waffen liefern, wie Al-Nusra, Al-Kaida und ISIS, die hier vergewaltigen, entführen, foltern und die syrische Bevölkerung töten?' Kinder, Männer, Frauen und Menschen allen Alters.“

- Tulsi Gabbard, demokratische Kongressabgeordnete von Hawaii nach einem Besuch in Aleppo 2017

 

Oder die echten Kriegsflüchtlinge?
Es deutet alles darauf hin, dass (im Gegensatz zur Westlichen Propaganda) die meisten nicht unter irgendwelchen Bombardierungen gelitten haben, sondern unter der Besetzung und der Gewalt durch ausländische Jihadisten, unter der Herrschaft ihrer "Scharia" und unter der Unmöglichkeit diese Situation ändern zu können. Viele dieser Flüchtlinge leiden an einer schweren psychotischen Störung, die als „
Syndrom von Ost-Aleppo“ bekannt geworden ist ...
West-Aleppo, über das in den Mainstream-Medien kaum ein Wort verloren wird, war ständig unter der Kontrolle Assads bzw. der Syrischen Armee. Hier konnten, wenn die „Rebellen“ nicht einmal wieder etwas kaputt sprengten oder mit Raketen Hospitäler, Schulen oder Wohnhäuser beschossen, die Bewohner frei ihren Beschäftigungen nachgehen. Auch nicht richtig gut für die Westliche Propaganda oder die gewünschte Meinungseinfalt.

 

In der vergangenen Woche sprach ich mit einer westlichen Journalistin, die wirklich aus Aleppo berichtet hat, und diese vermittelte ein ganz anderes Bild von dem, was dort vor sich ging. Sie führte Videointerviews mit Dutzenden von Einwohnern, und diese sprachen davon, wie sie von den „Rebellen“ als Geiseln gehalten und ausgehungert wurden, von denen viele Waffen benützten, die von den Vereinigten Staaten von Amerika angeblich an „Gemäßigte“ geliefert worden waren.“

- Ron Paul, US-amerikanischer Arzt und Politiker

 

Die Bewohner des, nun von Jihadisten befreiten, Ost-Aleppo, berichten, dass al-Nusra die dort herrschende Terrorgruppe war, und dass die Bewohner von diesen ständig gedemütigt, gefoltert, getötet. oder als menschliche Schutzschilde benutzt wurden ...
Aber sind es nicht ... – laut den Westlichen Mainstream-Medien nur – Freiheitskämpfer? (!)
Und auch legitime Rebellen? (!)
Und sie sind doch – die legale Opposition? (!)
Das wurde uns von unseren Leit-Medien doch immer wieder bestätigt.
Nicht wahr?
Andererseits ist es ja auch nicht schwierig Unerwünschtes einfach immer weiter zu verschweigen ...


„Was Sie heute in den Köpfen der Menschen finden, das ist oft gar nicht mehr die Realität, sondern eine von den Medien konstruierte, hergestellte Wirklichkeit.“

- Elisabeth Noelle-Neumann, Gründerin des Umfrageinstitutes Allensbach

 

 

Wenn man manche der Ursprünge dieser sogenannten „Rebellen“ betrachtet, dann stellt man fest, dass viele, ja die meisten, gar nicht einmal aus diesem (zukünftig zu „befreienden“) Land stammen. Einige, beispielsweise, sind (wie schon weiter oben erwähnt) nur dort, weil ihnen in ihrem Heimatland (aufgrund welcher Vergehen auch immer) die Todesstrafe gedroht hat. Ihr Entscheidungsspielraum war vermutlich entsprechend gering. Es ist schließlich wohl auch wesentlich leichter Leid zu bringen, als es zu ertragen. Nun ja.
Andere wiederum haben sich anwerben lassen, es sind Söldner. Ausgebildet in speziellen Trainingscamps, die vom ehemaligen Jugoslawien bis in die USA reichen.
Hat sich wenigstens mal irgendjemand darüber gewundert, wie diese „Rebellen“ so einfach und so zweckdienlich die Angriffsländer oder auch nur die Angriffspunkte wechseln können? Und wieso?

Zweckdienlich waren diese Leute nicht nur von Bosnien bis Afghanistan, sondern gerade vorher erst in Libyen und ja, nun auch in Syrien. - Und seien wir ehrlich, wer von uns hat seine Regierung nicht schon mal „zum Teufel“ gewünscht, weil (meist vorher verborgene) Missstände sichtbar wurden, die nun auf eine unangenehme Konfrontationen abzielten?
Aber andere Länder haben andere Regierungen. Und es scheint, dass jede Regierung auch ein Spiegelbild der Menschen ihres Landes ist. -
Oder warum ist selbst die Deutsche Politik obrigkeitshörig? Oder korrupt? Weil wir es auch sind? Weil wir genau so gekauft wurden oder ebenso damit begannen uns aus der Verantwortung zu stehlen? Weil wir auch immer hofften, dass „andere“ die Schmutzarbeit für uns erledigen?

Nun, in Syrien scheint es soweit geklappt zu haben. Nun, - bis zum 30. September 2015 zumindest , denn bis dahin konnten die USA dort schalten und walten, wie es ihnen gefiel. Ohne große Gegenwehr. Und sie konnten in Ruhe (versehentlich) zivile Einrichtungen bomben, Feindbilder aufbauen und „Aufständische“ bewaffnen. Anders-staatliche Söldner einkaufen und diese ausbilden.
Oder noch mehr bomben, - Bomben schmeißen war immer prima. Und es war eine Zeit, in der der IS florierte!
Diese ist nun vorbei.

 

„Wo immer ich auch hinging, jede Person, die ich angesprochen habe, ich habe ihnen diese Frage gestellt, und ohne Zögern hat man gesagt:,Es gibt keine gemäßigten Rebellen.“ und „Wer sind denn diese gemäßigten Rebellen, von denen immer wieder gesprochen wird? Ungeachtet der Namen dieser Gruppierungen sind die stärksten Kämpfergruppen auf syrischem Boden die Al-Nusra, Al Qaida oder der IS. Das ist ein Fakt.“

- Tulsi Gabbard, demokratische Kongressabgeordnete von Hawaii nach einem Besuch in Aleppo 2017


Wenn man in die Geschichte der USA zurück blickt, scheint die Unterstützung anders-staatlicher Söldner schon vor der Periode des Regimes von Jimmy Carter begonnen zu haben. Aber wie schon gesagt: eigene Recherche ist äußerst hilfreich! Und nur zur Anregung – in den USA gibt es genau zwei Parteien, die vom Mainstream gestützt werden. - Diese Parteien unterscheiden sich inhaltlich nicht sehr überzeugend, höchstens in ihren schwankenden Vorstellungen von industrieller Macht und Religion.
Wir sollten uns verdeutlichen, dass es einen Unterschied zwischen Republiken und Demokratien gibt!
Vielleicht habt ihr auch davon gehört, dass in den Vereinigten Staaten von Amerika ALLE Präsidenten (bis auf einen) verwandt und verschwägert sind/waren? - Das bedeutet, dass dort EINE Familie seit einigen Jahrhunderten durchregiert … Soviel zur Demokratie USA.

Vielleicht haben die Philosophen Recht, wenn sie sagen, dass keine Löffel existieren, aber das führt zu der Frage, warum es die Vorstellung von Suppe gibt.

- Terry Pratchett (The Thief of Time, 2001, Transworld Publishers; dtsch. Der Zeitdieb, Goldmann)

 

Vielleicht ist aber diese Verbindung der Präsidenten nicht mehr als nur ein weiterer Zu-Fall?
Nun, … allerdings haben „mächtige“ Leute auch mächtige Ansprüche … und mächtige Möglichkeiten! -
Und wiederum so gesehen - vielleicht doch kein Zu-Fall?
Einige dieser mächtigen Leute vertreten „ihre“ Ansprüche ziemlich rechthaberisch und das sogar in ihnen fremden Ländern; und immer mit der festen Gewissheit zu wissen, was gut für dieses fremde Land ist. Oder eben auch nicht! Im Hintergrund ist, deutlich sichtbar, der Schatten des US-Militärs im Bild …, beständig drohend ...
Und sie vertreten diese Ansprüche oft mit dem Recht der Faust. Und ein anderes Wort für Anspruch ist hier „Interesse“. Doch das ist bestimmt jetzt „alles“ nur eine weitere Verschwörungstheorie, bestimmt ...
Oder glaubt wirklich irgend jemand, dass es in Deutschland irgendwie anders ist?

Einer der höchsten Kabale-Mitglieder, der hinter den Gräueltaten in Syrien und anderswo stand, Bischof Javier Echevaria, der Kopf der faschistischen Organisation Opus Dei des Vatikans, wurde letzte Woche getötet, nachdem er versucht hatte, die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA umzustoßen, sagen Pentagon-Quellen. Der Vatikan sagt, er starb eines natürlichen Todes.

- Benjamin Fulford, angeblicher Verschwörungstheoretiker und Autor

 

Das hier ist aber keine "Verschwörungstheorie": Während die Mainstream-Medien weiterhin unbewiesene Anschuldigungen gegen die Syrische Armee und gegen deren Verbündete vortrugen, dabei (s.o.) die Zivilbevölkerung West-Aleppos fast gänzlich ignorierte und pathetisch über die sich verschlechternde, humanitäre Lage in Ost-Aleppo schwadronierte, stießen die Russische und die Syrische Armee im letzten Bunker der „Rebellen“ auf Militärs der NATO und Saudi Arabiens. (*15)
Die Mainstream-Medien schwiegen dröhnend darüber!


„Niemand sollte jedoch ernsthaft erwarten, dass es zu einem Thema wie Syrien eine einzige Wahrheit gibt, die allgemeine Gültigkeit hat und unumstößlich ist, auch wenn dieser Wunsch nachvollziehbar ist.“

- Jörg Wellbrock, Autor

 

Zum Erinnerung, der Sunnitische Staat Katar hätte durchaus ein Interesse gehabt, eine Gas-Pipeline quer durch Syrien zu legen. Mit so einer Pipeline kann man sich umständliches Verschiffen sparen und man hat Kontakt zu ganz anderen (z. T. noch potentiellen) Kunden. Das Pech für Katar war, dass sich Syrien weigerte diese Idee zu unterstützen, und stattdessen lieber mit Russland Geschäfte machen wollte. Oder die Türkei, einst ein enger Freund der syrischen Regierung: In Syrien finden sich Gebiete, die von der Türkei als heiliges Territorium angesehen werden. Und man würde einiges dafür geben diese zu erlangen. Auch das ist eine Sunnitische Forderung.
Syrien (wie auch Afghanistan) war ein Staat, der sich nicht nur vielen Religionen gegenüber öffnete, sondern auch dem „westlichen“ Lebensstil. Was wiederum echten Sunnitischen Diktaturen, wie Saudi-Arabien, durchaus ein Dorn im Auge war und ist … Und dann das Öl, das Grundwasser, das Gas, die Währungen, die Religionen, die gewünschte Politik … Interessen, wohin man schaut. Und jeder glaubt (gerade mit dem Recht der Faust!) Ansprüche darauf zu erheben. Und das sind nur einige davon.

Oh, und dann waren da noch viele Vorwürfe über Folterungen und Fass-Bomben in den renommierten Medien. Doch auch Stimmen jenseits der Mainstream-Medien bildeten sich Meinungen zu solchen Vorwürfen und recherchierten selbst. (*16) Es ist wirklich erstaunlich, wer dazu alles eine subjektive Meinung vertritt. Meistens ohne dabei auch anwesend gewesen zu sein. Manchmal mag das auch nicht unbedingt nötig sein, wenn man die Zusammenhänge erkennen will. Einiges wirkt, gerade aus der Ferne betrachtet, umso zusammenhängender.
Bei wilden Gerüchten und unbewiesenen Behauptungen wäre es allerdings besser, wenn wenigstens eine zuverlässige und objektivere Quelle vor Ort wäre. Oder man folgt, wie der Mainstream in blindem Zutrauen, den Vorgaben der, vom Britischen Geheimdienst gesponserten, Ein-Mann-Show aus London … Versucht mal zu recherchieren, wen diese Fass-Bomben Geschichte als Quelle hat. Es wird euch (nach dem Lesen dieses Textes) sicherlich nicht mehr sonderlich erstaunen.

Man sollte sich niemals nur einseitig informieren und es ist gut auch unbequeme Fragen zu stellen. (*17) Und es gibt sicher nicht nur eine Wahrheit. Vieles hat sich kompliziert entwickelt. Doch immer gibt es Ineressen ...
Nur niemand fragt das Syrische Volk dazu. Und wenn doch einmal, wurden die Antworten, soweit sie nicht in den gewünschten Kontext passten, auch nicht allzu ernst genommen.

Ich vermute die politische und Mainstream Schlussfolgerung ist einfach: Wenn diese Leute genau so leicht zu bescheißen sind wie ihre eigene Bevölkerung (also wir!), dann kann auch nicht viel mit ihnen los sein. - Schnell wird, beispielsweise, die Propaganda-Maschine angeworfen und eine Hitler-Reinkarnation nach der anderen verlässt die düsteren Gedankenwege der vorherrschenden Elite-Interessen. Wie viele dieser Reinkarnationen sind euch (über die „freie Meinungspresse“) bis heute davon schon begegnet? Ist das nie jemandem seltsam erschienen?
Komisch, ja, - aber nicht seltsam?

Wie-auch-immer, diese Propaganda teilte ganz einfach die Welt auf. In die „Guten“ (oder Willigen), dass sind die, die die gewünschten Interessen unterstützen und die „Bösen“, die das nicht wollen. Denen unterstellt man dann einfach eigene (selbstgerechte und menschenverachtende) Interessen. Und wer anderes als ein „Gutmensch“ handelt denn schon aus Edelmut oder Barmherzigkeit? Eben. Und ebenso sicher hat bestimmt auch jeder Spieler in diesem Spiel irgendwelche Interessen, es ist nur entscheidend, dass sie andere Interessen, die gezielte (und berechtigte!) Interessen unterstützen, nicht gefährden bzw. in ihren Interessen zu beschneiden versuchen.
Ich glaube fast jeder Betroffene würde versuchen diesem (wie-auch-immer provozierten) Wahnsinn zu entkommen und zu entfliehen.
Aber nicht wirklich jeder kann sich das auch leisten!
Und nicht jeder ist auch wirklich ein Syrer!
Oh, - und auch nicht jeder ist auch wirklich ein Flüchtling!

 

Flüchtling“ - dieser Begriff ist heutzutage sicherlich semantisch hinterlegt und - ebenso bestimmt - unglaublich dehnbar … Und dieser dehnbare Begriff eignet sich (für jeden „Gutmenschen“) nun wunderbar, um ein Sammelsurium von Gründen für die etwaige (und persönliche) Flucht eines möglichen Betroffenen (oder seiner Familie) herbei zu folgern.
Und so ein Denken ist für bestimmte Personen wiederum auch durchaus profitabel: Denn wofür sollten mächtige Interessen auch Wohlgefallen und Zuneigung für ohnmächtige Bevölkerungen haben?
Außer vielleicht, - es lässt sich damit etwas verdienen! - Gewinnorientierung, sozusagen …
Da kommt die Asylindustrie. Und mehr!

Hat hier noch jemand einen Überblick? - Und ja, es geht noch komplizierter:

Denn für strittige Themen gibt es (wohlbezahlte) Experten und ihre Expertisen
Diese reichen von der Mehlschwitze bis zur Astrologie. Also vom Fundamentalismus bis zur Metaphysik. Von philosophischen „Was-wäre-wenn-Geschichten“ bis zu militärischen Nötigungen.
Und was ihre Befähigung angeht? Nun, Stephen King, beispielsweise, der hat mal ein Buch über einen Horror-Clown geschrieben. Und schon ist ein möglicher Experte für Clowns geboren …

Aber, seien wir ehrlich: wer hat in dieser, immer komplizierter gemachten Welt, noch den Überblick (oder überhaupt eine veröffentlichbare Meinung), wenn er/sie/oder was-auch-immer nicht zu-fällig ein „Experte“ oder ein „Spezialist“ in irgendeiner der offiziell (mehr-oder-minder) anerkannten Denksportarten ist, die im Trainingsraum der beglaubigten (und Lobbymäßig unterstützten) Meinungseinfalt ehrwürdige Verrenkungen in schon vorexerzierten Turnschablonen (natürlich mit abschließendem Beifallskundgebungen) zur Zufriedenheit der (derzeit bereitgestellten und irgendwie auch) anerkannten, jeweiligen Priesterschaft absolvieren. Woraus folgt:
Auch der beste Facharbeiter arbeitet schließlich nur nach Vorgaben!

Und wahrscheinlich findet sich auch (fast immer) ein Ort, der für zwiespältige oder unorthodoxe (vielleicht sogar zeitweise umsichtige) Denkvorgänge genutzt werden kann, ... überraschenderweise sogar, im eigenen Kopf. - Sofern eine derartige Nutzung überhaupt im Anspruch vorhanden sein mag, bzw. den geistigen Verbund derartiger Direktiven nicht zu stark strapaziert. - Womöglich aber schon einhergeht mit Auflösungserscheinungen und dem (viel zu oft)
hilflosen Einverständnis zu allen scheinbar etablierten Selbstverständlichkeiten
Jeder Verbund (oder Gemeinschaft) ist nun mal so eine Art Kooperation von spezialisierten und weniger spezialisierten, aber miteinander verbündeten Parteilichkeiten, sowie gewürzt mit einer Menge Überzeugungskraft, um den gedanklichen Leim wenigstens, (mit was-für-Argumenten-auch-immer) hoffnungsvoll und bestrebt hier das Richtige zu tun, zusammenzutrocknen.

Anders herum gedacht können damit jetzt Außenseiter wunderbar in die Position von Sündenböcken manövriert werden: Es gibt kein Recht auf Faulheit. fühlte sich der ehemalige Bundeskanzler Deutschlands, Gerhard Schröder, berufen zu verlautbaren. Eine Botschaft, für den „Rand der Gesellschaft“, für den „Nutzlosen“ und Abgehängten, ihnen, den letzten Rest von Hoffnung der Illusion, an der möglichen Teilnahme im Kapitalismus der Raubtiere, auch noch zu nehmen ...
Fressen und Gefressen werden!“ oder wie drückte es der ehemalige Verkehrsminister Franz Müntefering aus: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen! Es ist ein Allgemeinplatz, dass viele der heutigen Politiker, vor ihrer politischen Laufbahn, noch niemals in ihrem Leben gearbeitet haben. Also, - was ist denn mit denen, die noch nie gearbeitet haben? Und nun fleißig vom politischen Rahm schöpfen?
Oder, ist die Definition dessen, was „
Arbeit“ im Eigentlichen ist, auch wieder Expertenwissen? - Mal schauen, was wir heute wieder wie zu denken haben … ?
Ein zustimmendes Nicken, eine gegenseitige Bestätigung und die Gewissheit:
Die da oben haben immer recht …
Und dann, ... dann sitzt es auch!
Und wie sagte Martin Schultz, der Ex-Präsident des EU-Parlaments doch so treffend:
„Es ist nicht die Philosophie der EU, dass der Pöbel über sein Schicksal bestimmen kann.“

Und das funktioniert in der Neo-Liberalen Phantasie mancher heutiger Politiker
genau so!

Eine sehr unzufrieden erscheinende Situation: Richtigkeit als Wegweiser zur Richtungslosigkeit!
Aber was hat auch schon einen letztlichen Absolutheitsanspruch?
Vielleicht doch nur das beständige, aber latent vorhandene, ständige „Gegenteil“? - Das wäre verdächtig nihilistisch und vermutlich auch in keinster Form konstruktiv ...
Das Latschen auf vorgetreten Pfaden, dass uns scheinbar ziemlich lange in einer Art von Genuss und Selbstgefälligkeit hat existieren lassen, muss der Anwartschaft auf angeblich berechtigte Unsicherheit weichen. Relativität ist auch nur eine Orientierung (ebenso wie die darauf folgende Platzierung) zwischen irgendwelchen erdachten Extremen. Ungewissheit folgt dem Mantra des neuen Okkulten: Mit keiner physikalisch existierenden Brille kann die Unschärferelation deutlicher sichtbar gemacht werden, als mit möglichen (und erdachten) Zahlenfolgen; Logik verweist den Nörgler auf die hintersten Plätze des Zuschauerraumes: An nicht-vorhandenen Geraden beugt sich demütig der Raum der Macht menschlicher Mathematik; oder, dass die Gesamtmenge aller vorhandenen Dinge schließlich auch nur die Teilmenge einer noch größeren Unordnung darstellen muss … Und das ist sicherlich nicht mehr nur politisch oder mathematisch, sondern philosophisch oder sogar hochgradig religiös!
Aber "chaotisch" ist etwas nur solange, bis wir eine scheinbar mögliche (für menschliche Erfahrungen verständliche) organisierte Struktur zu entdecken vermögen ... - "Ordnung" schaffen ...

Der Aufschrei nach vor-denkenden und damit auch führenden „Experten“ wird immer eigentümlicher, doch die bisherigen Verlautbarungen, auf eine solche Forderung, scheinen immer nur bei schönem Wetter Gehör zu finden bzw. wenn es auch zu einem Einverständnis mit den Expertenantworten kommt. Und die Politik erfindet dazu so komplizierte Ausdrücke, dass man zu der Meinung gelangen könnte, diese Antworten sind auch gar niemals als Lösungsvorschläge gemeint gewesen. Alles unerwünschte ist nun „postfaktisch“. Das bedeutet soviel, wie: 'nicht mehr von Tatsachen gestützt'. Sicherlich ein weiterer, bedeutender/unbedeutender Ausdruck der Meinungsvielfalt. Aber er täuscht über das Wesentliche hinweg: Der Unfähigkeit der bestehenden Situation bzw. der Wirklichkeit historisch gerecht werden zu können!
Vorzugsweise belehrt man den Bürger mit Scheinwissen und Halbwahrheiten und zwingt ihm lieber (in der Egalität) die gefährlichsten Momente und Situationen auf. Im Namen des „Neu-sprech“ (Politikersprech, Polizeisprech, Besorgtsprech, ... , Konformsprech, Schönsprech, Gutsprech, Verbotsprech, etc.), der Politischen "Korrektheit" (oder auch nicht) , sowie der der Relativität … Ein vermutlich doch eher überholtes Konzept …

Wenn ich vom größten Betrug am Wähler spreche (...), dann meine ich das Spiel des Bundeskanzlers mit den Ängsten der Menschen vor Krieg und Terror.“

- Angela Merkel, 13.09.2002


„Das Motiv, mit dem wir an diese Dinge herangehen, muss sein: Wir haben so vieles geschafft – wir schaffen das! Wir schaffen das, und dort, wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden, muss daran gearbeitet werden.“

- Angela Merkel, 31.08.2015

 

Als wenn wirklich irgendwo ein Plan existieren würde ...
2003 (damals noch in der Opposition) machte sich die heutige Bundeskanzlerin auf den Weg in die USA, um einen Angriff auf die derzeitige Deutsche Regierung (mit der Unterstützung von US-Medien) auszuführen. (*18) Sie stellte sich bedingungslos auf die Seite des Bush-Regimes und unterstützte den nicht-legitimierten Irak-Krieg in Wort und Bild, wofür sie, ohne zu Zögern, die damalige Bundesregierung öffentlich diskreditierte. Solche Aktionen brachten ihr später das Attribut „Amerikahörig zu sein“ ein. Heute jedoch versucht sie, politisch korrekt natürlich, diese Fakten zu leugnen. (*19) Doch das Internet „vergisst“ nur wenig.
Zumindest bis zum heutigen Tag … Und das war längst nicht alles, was diese Dame antrieb.
Und zu den „Flüchtlingen“ weiß sie auch noch:

„ (...) es sind sehr, sehr viele, und es bedarf einer Ordnung, das ist überhaupt keine Frage. Und jetzt will ich vielleicht noch einmal deutlich machen: Es liegt ja nicht in meiner Macht, es liegt überhaupt in der Macht keines Menschen aus Deutschland, wie viele zu uns kommen.“

Politiker können stundenlang schwätzen ohne wirklich dabei etwas zu sagen. Sie ergehen sich in Allgemeinplätzen und verdammen diskussionslos andersgeartete Meinungen oder Anschauungen als „populistisch“, da sie scheinbar in ihren eigenen, ebenso populistischen, Überzeugungen annehmen, den Großteil der Wähler mit ihrem Gequatsche lang genug blenden zu können, damit der nächste Gang zur Wahlurne nicht (schon wieder) zu einem Fiasko verkommt
Verständlicherweise, denn jede Positionierung macht auch angreifbar!
Und so können die meisten heutigen politischen Zitate vielleicht so manches Poesiealbum bereichern, oder einige Unzufriedene füttern, aber viel mehr auch nicht.

Das mag jetzt harmlos klingen, enthält aber eine relativ große Gefahr, denn die (möglicherweise) fälschliche Vermutung, dass hinter dem Allgemeinplatz-Geschwätz auch eine wirkliche Aussage steht, ist virtuelle Nahrung für ideologische Spinnereien. Gerade solche Vermutungen verschieben das Gefühl von eigener Verantwortung. Deshalb schrieb ich 'relativ', denn solch Geschwätz ist viel zu leicht ideologisch zu relativieren. Dass, einer, wenigstens im Kopf, nun scheinbar nicht mehr alleine mit seinen „überzeugten“ Vermutungen dasteht ...
Heutige Politik, die eigentlich den Angelegenheiten und den Rechten des eigenen Volkes dienen sollte, ist zu einer Art narzisstischer Selbstdarstellung verkommen.

Solcherart Narzissmus färbt fröhlich den Verrat, den Egoismus und die Gier; und die Resultate davon fließen, - politisch korrekt, - geradezu in die eigenen Taschen, die, schon von selbstgeschaffenen Diäten ausgebeult, gar nicht mehr groß genug sein können. Und - es geht immer zu Lasten oder dem Nachteil von irgendetwas oder irgendwem …
Im Übrigen lenkt ein solches Geschwätz ebenfalls hervorragend von bestimmten, sich wie rein zu-fällig gebildeten, „Unwetterfronten“ ab, denn ist es nicht soviel wichtiger über die verschiedenen Aspekte des schönen Wetters zu verbalisieren, und das möglicherweise bevorstehende Unwetter zu ignorieren?
Täuschung ist allgegenwärtig und kaum einer nennt es beim Namen!

„Der Kampf gegen Fake News und falsche Meinungen ist ein Kampf für die Wahrheit der Regierenden.“

- Norbert Häring; TruLies, Fake News und der überaus heldenhafte Kampf von Heiko Maas


Ein anderes. neu-deutsch eingebürgertes Wort für Täuschung ist „Fake“. In einschlägigen Wörterbüchern auch als „Fälschung“, „Irritation“, „Schwindel“, „fingieren“ oder auch als „verschleiern“ bekannt. Man kann es, politsch korrekt, nun einfach mit eine „falsche Meinung haben“ übersetzen. Und auf dem scheinbaren ersten Blick hat eine derartige „Täuschung“, oberflächlich betrachtet, wohl auch nicht viel mit der „Wahrheit“ zu tun. Hat sich aber, und nicht erst seit dem Angriff der Vietnamesischen Fischerboote auf US-Militärschiffe, der ja auch in der Wirklichkeit niemals stattfand, als trefflicher (einseitiger) Kanal für politische Kommunikation (und Agitation) mit dem gemeinen Volk entwickelt. Mainstream-Medien, „Think-Tanks“ und Propaganda-Agenturen sind dabei sehr hilfreich vorgegangen. - Zumindest für die politische „Elite“. Der Kontakt zum Volk ist dabei, im besten Fall nur noch „populistisch“, zumeist auf der Strecke geblieben …
Demoktatiezerstörer!
Nein, nicht das, was ihr jetzt vielleicht denkt …

„Die (Wiener Polizeibeamte) erklärten mir, dass Frauen nach 20 Uhr nicht mehr alleine auf die Straße gehen sollten." Und weiter: "Sie rieten mir, die Haare anders zu färben und mich weniger aufreizend zu kleiden. Indirekt heißt das, dass ich selbst schuld bin – eine Frechheit!“

- Nur ein weiteres Opfer


11. Akt:

Bretter vor dem Kopf, die die Welt bedeuten!

Ist es, beispielsweise, wirklich Fremdenfeindlichkeit, wenn man von den gewählten Volksvertretern verantwortungsbewusstes Handeln im Bezug auf die Neu-Ankömmlinge, gerade den Auswirkungen und den derzeitigen „Ergebnissen“ der bisherigen Politik, wie auch dem Benehmen zahlreicher Zuwanderer, gegenüber, einfordert?
Ist dies nicht ein Ausdruck einer freien Gesellschaft, die die Grenzen ihres Gemeinwesens vor, mitunter scheinbar unverantwortlichen, Entscheidungen zu schützen versucht?

Ist das nicht legitimes Recht auf Schutz?
Wo ist der Respekt vor dem Deutschen Gemeinwesen?
Und gibt es so etwas überhaupt?
Und wofür steht eigentlich noch der Wert kultureller Eigenarten?

Physiker, wie die Deutsche Bundeskanzlerin, die versuchen eine potentielle Masse zu beschreiben, können dies tun, und zwar unter Zuhilfenahme einer speziell für physikalische Phänomene konstruierten Sprache.
Dabei halten sie es für unnötig auch darauf zu verweisen, dass, bedingt durch den menschlichen Körper, Erfahrungen und Vorstellungskräfte (die nur unter bestimmten Bedingungen arbeiten und wirken), die möglichen physikalischen Erfahrungen dahingehend entsprechend beeinflussen müssen, bzw. dementsprechend auch nur begrenzt funktionieren.
Eine solche „Sprache“ ist nicht wissenschaftsübergreifend. Sie ist für bestimmte Erfordernisse angefertigt worden, was bedeutet, dass eine andere Wissenschaft dieselben Begriffe verwenden kann, diese jedoch ihren Anforderungen entsprechend interpretiert.
G.I.Gurdjieff hat dieses Phänomen trefflich verdeutlicht, als er verschiedenen Wissenschaftszweigen den Begriff „Mensch“ vorlegte, und jede um eine allgemeingültige Definition bat, entsprechend den Vorgaben und Sichtweisen ihrer speziellen Wissenschaft. (
*20)

„Ein Hindernis für das rationale Denken, soweit es so etwas überhaupt gibt, ist die Kontinuität, denn ihretwegen ist es reine Einbildung, wenn wir glauben, wir könnten irgend etwas aus dem Geflecht aller existierenden Dinge herauspicken und darüber nachdenken. Es ist nicht verwunderlich, dass die Philosophie mit ihren falschen oder eingebildeten Unterscheidungen und ihren deshalb ebenso falschen oder eingebildeten Problemen immer noch so ratlos ist, wie sie es schon vor ein paar Jahrtausenden war.“

- Charles Hoy Fort, (Lo!, 1931; dtsch. Zweitausendeins)


Aber, ob es sich jetzt um physikalische, biologische, chemische, psychische oder philosophische Beurteilungen handeln mag, ist hier nicht wirklich von Bedeutung. Aber der Fakt, dass jede Wissenschaft lediglich einen Teilaspekt, der wahrgenommenen Erfahrungen durch die Relevanz der „eigenen“ Sichtweise und der Sprache, zu demonstrieren fähig ist, schon. Für Biologen ist die übergeordnete Manifestation (und die zielgerichtete Kreation) „lebendiger“ Energie, über doch eigentlich ungeordnete Zellen eines „Lebewesens“, immer noch eines der größten Geheimnisse, - wenn es sie denn überhaupt interessiert ... Oder Psychologen (Seelenwissenschaftler), die dem, irgendwie auch politisch unkorrekten, Thema der „Seele“ ausweichen müssen, reduzieren ihre Wissenschaft, politisch korrekt, auf das Erleben und das Verhalten in künstlichen und schon kreierten Gemeinschaften. Beispiele, um hinter das Geheimnis „Mensch“ zu kommen, finden sich zahllose.
Bis heute dürfte es also fast unmöglich sein zu bestimmen was eine „Masse“ von „Menschen“ oder eine „Gemeinschaft“ im Gesamtbild letztlich ausmacht.
Eine solche wissenschaftlich unterstützte Endlichkeit zu akzeptieren, hieße einem Papagei die Freiheit zugunsten nachgeplapperter Worte und des Käfigs vorzuenthalten!
Auch
das kann „Kultur“ sein ...
Oder es sind „Gebräuche“, wie sinnvoll oder sinnlos sie auf dem zweiten oder dritten Blick auch erscheinen mögen.

Definieren sich Gemeinschaften über Kultur?
Und sind zusammenhängende Gemeinschaften grundsätzlich künstlichen Ursprungs?
Und was ist ihre natürliche Berechtigung?


Entstanden Gebräuche nicht erst dann, als der erste Einzeller „entdeckte“, dass Gemeinschaften erhebliche Vorteile bei Nahrungsbeschaffung und Ausdehnung mit sich brachten?
Als immer komplexere Lebensformen die Gemeinschaft als Schutzraum, aber auch als Machtareal, für sich erfanden?
Als Gesetze geformt wurden, die den Erhalt der Gemeinschaft nach Innen und nach Außen gewährleisten und rechtfertigen konnten? Als „Kultur“ entstand?
Und dann, als Kultur daraufhin eine individuelle Seele „gebar“, um sich von anderen Kulturen abgrenzen zu können, Individualität gebar?
Oder als Individualität ein Zeichen der Gemeinsamkeit der Gemeinschaft zu bilden begann? Definiert sich Kultur nicht durch die „typischen“ Ausdrucksformen einer Gemeinschaft innerhalb einer abgegrenzten Zeitspanne und an einem bestimmten Ort?

Oder sind wir alle nur Träume von eigentlich unbelebten Bakterienkulturen, die sich irgendeiner vom Zweck gelösten „Sinn-Frage“ hinzugeben suchen? Träume einer überheblichen Degeneration?
Wirklichkeiten als Treibgut an den Stränden der Unwirklichkeit …
Wir stoßen mit solchen Fragen allzu bald schon an die Grenzen unserer „legitimen“ Erwartungen und „etablierten“ Annahmen.

Gesetzmäßigkeiten“ mögen nichts anderes zu sein, als beobachtete Wiederholungen von Erscheinungen innerhalb künstlich geschlossener (abgegrenzter, nicht ausgegrenzter!) Systeme. Interpretationen dieser beobachteten Wiederholungen werden (je nach Dogma, Lobby, Zeitgeist, Akzeptanz, angeblicher Glaubwürdigkeit, Hörigkeit, etc.) als „gesetzmäßig“ bezeichnet.
Was allerdings voraussetzt, dass eine Erscheinung auch folgerichtig und in den Grenzen der Erwartung „arbeitet“. Anderenfalls müssen Anpassungen vorgenommen werden.
Und man beachte folgendes: Propaganda oder Hypnose kann erst dann als erfolgreich angesehen werden, wenn die Gehirne der Rezipienten der Manipulation keinen Widerstand mehr entgegen setzen können und, letztlich das eigene Denken als destruktiv verurteilen und am Ende sogar ablehnen.

„Erst wenn die Kriegspropaganda der Sieger Einzug gefunden hat in die Geschichtsbücher der Besiegten und von der nachfolgenden Generation geglaubt wird, kann die Umerziehung als wirklich gelungen angesehen werden.“

- Walter Lippmann (1889-1974), US-amerikanischer Journalist, Chefredakteur der New York World

 

Und Fragen, die heute auch direkt an die Politik weitergeleitet werden können: Wo beginnt Täuschung und wo endet Manipulation? - Zwischen der Selbstverleugnung bis hin zur Selbstaufgabe?
Funktionieren Dinge, weil wir die kosmischen Gesetze (dahingehend) entschlüsselt haben, oder weil wir manchmal aufmerksam genug waren Wiederholungen zu beobachten?
Manche Dinge scheinen jedenfalls zu funktionieren. Und dies vielleicht auch nur, weil wir der Intelligenz der Natur (die ja nach landläufiger Meinung nur zu-fällig arbeitet und anstatt einfach auseinanderzufallen, - ebenfalls nur scheinbar, - ein Interesse entwickelt hat, immer kompliziertere Körper mit immer komplexeren Möglichkeiten zu kreieren) Dinge abschauten und begannen vergleichend auf andere Dinge Einfluss zu nehmen ...

Niemand hat jemals Strom gesehen, und dennoch sind Millionen Schriften darum verfasst worden; Apparate entwickelt worden, um dieses unsichtbare Phänomen zu transzendieren. Oder Atome und andere „kleinste Teilchen“ für deren „Beweis“ die Nachkommastellen der vorläufigen Ergebnisse umständlicher mathematischer Rechnungen herhalten müssen.
Oder Gravitation. Oder der menschlichen „Geist“.
Aber die Vorstellungskraft des heutigen und „zivilisierten“ Menschen scheint zu eingeengt, um ohne „allgemeingültige“ Worte auszukommen, auch wenn die Suchpfade dahingehend immer „speziell“ begrenzt werden.

Das ist nur solange ein scheinbarer Widerspruch bis man gewählt hat, welchem unsichtbaren (oder möglicherweise nur in der Sprache der Mathematik überhaupt fassbaren) Gott man dem Vorzug geben möchte. Physikalische Unfassbarkeit scheint eines der Wesensmerkmale solch uneingeschränkter Behauptungen und daraus resultierender Macht zu sein. Oder einer vorgeblichen Macht, denn jede heutige Anwendungsmöglichkeit oder Theorie bedingt sich auch wieder nur durch Ausgrenzungen von weiteren Möglichkeiten. Aber immerhin: Der Tellerrand dreht sich doch!
Manchmal wenigstens.

Eine Illusion ist es, einen Teil als unabhängig vom umgebenden Ganzen zu studieren!
Und – die Illusion wird perfekt, wo sie zur Realität erhoben wird!
Und so etwas geschieht mit eigentlich allen Interessen.
"Alexander Dobrindt (CSU), Minister für Verkehr und Digitale Infrastruktur, forderte in einem Strategiepapier, Daten mit Sachen gleichzustellen, um sie als Eigentum zuzuweisen."

Damit wir uns nicht missverstehen: Flüchtige und Flüchtlinge sind zwei paar Schuhe. Und Flüchtlingen sollte geholfen werden. Aber, wenn die Entscheidung darüber die kulturelle Rechtsstaatlichkeit beugt, ist es eine Entscheidung, die vom ganzen Volk mitgetragen werden sollte! Hat jetzt was mit Demokratie zu tun.

So, das war ein (nur) kurzer Ausflug, in die Welt der zeitweiligen Eigentümer von herumirrenden Geschichten, der Blinden, der Verständigen, der Verleumder, der Abnicker, der Beifallklatscher, der Verneiner, der Lügner und der Besserwisser …
Aber, wir haben doch alle auch einen eigenen Kopf, nicht wahr?

12. Akt:

Über Entrüstung und Empörung; über Friede, Freude und über Eierkuchen


„Es ist eine Frage der Ehre, die ebenso wie der Märtyrerkult zu den Säulen der arabisch-islamischen Kultur gehört, dass man sich von Ungläubigen nicht vorschreiben lässt, wie und wo man leben soll. Eine Berlinerin, die sich seit Monaten in der Flüchtlingshilfe engagiert, bringt es auf den Punkt: "Sie finden, dass wir ihnen dankbar sein sollten, dass sie zu uns kommen."“

- Henryk Broder, Kolumnist in Welt Online


Unterwerfungen unter Glaubenssysteme sind nicht nur in Islamischen Ländern gesellschaftliche und politische Tragpfeiler. Letztlich dienen sie lediglich dem Erhalt künstlicher Eliten, die es, durch bestimmte Vorgehensweisen, erreichten, sich, auf mit Macht strukturierten Positionen, temporär zu etablieren. Wobei die beherrschte Zeitspanne relativ lang, aber auch kurz sein kann. Manche Positionen fielen mit der schier übermächtigen Konkurrenz; andere begannen, vielleicht mit den politischen Mächten oder anderen Teilen der Industrie konspirierend, schnell nach möglichen Ankerpunkten Ausschau zu halten, um ihre Stellung auszubauen; wieder andere hatten einfach den Vorteil in schon bestehende Prozesse mit einbezogen oder in die „richtige“ Familie hineingeboren zu werden.
Die Reichen leben auf den Kosten der Armen und die Verteilung von Wohlstand ist durch die, angeeigneten, Eigentumsrechte in jeder Politischen Auslegung (Staat) von Zwängen begleitet.


In der Zwischenzeit weiden, sowohl die Rezipienten derartiger Willkürlichkeiten, als auch die potentiellen Sündenböcke zukünftiger Begehrlichkeiten, die "Schlafwandler", meist zufrieden auf den Feldern des einvernehmlichen Konsens und der temporären Billigung, in scheinbar alltäglichen Beschäftigungen, wie auch in gesellschaftlichen Unauffälligkeiten verstrickt. (*21)

Sorge bereitet uns auch die Gewalt: in U-Bahnhöfen oder auf Straßen, wo Menschen auch deshalb angegriffen werden, weil sie schwarze Haare und eine dunkle Haut haben.“

- J. Gauck, 2012, Bundespräsident

 

„Einen Zug besteige ich seit Silvester auch nicht mehr. Das Warten, das Umsteigen an einem Bahnhof, das halte ich nicht mehr aus.“

- Wieder nur ein weiteres Opfer

 


Ironischerweise existiert im Verbund dieser „Schlafwandler“ die Kondition (oder das Programm) des Wegschauens (zumindest bis es an die eigene Nasenspitze reichen mag), und diese ist dann auch zugleich die finale Wegmarke für jede noch so angemessen oder unangemessen, nötig oder unnötig produzierte Grenzziehung: Bis hierher und nicht weiter! Oder – die absolut verdummende Behauptung, dass etwas „mit Nichts“ zu zu tun haben könnte ...
Die Auslegung derartiger Sichtweisen wird zum Sprachrohr elitärer, etablierter politischer Klugscheißerei: „Willkommenskultur ist der beste Schutz vor Terroristen.“

- Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen, 15.11.2015


Ganz besonders vor solchen, die allein die Existenz bestimmter Staaten schon als "böse" interpretieren ...
Nun, Indoktrination findet man eben in jeder menschlichen Gemeinschaft. Erwünschte oder unerwünschte Beeinflussung hängen wieder nur vom Blickfeld der jeweiligen Unterstützer bzw. Kritiker ab.

Beständiges Hinweisen auf Politisch „nicht korrekte“, also unerwünschte, Reaktionen seitens der besorgten Bürger und das Einschläfern der Diskussionen als Form der Krisenbewältigung. Und selbstverständlich immer nur gegen „rechte“ Gewalt! Während die sogenannte „Antifa“ durch fortgesetzte „linke“ Attacken gegen (von ihnen) unerwünschte Politiker, die Polizei, selektierte Bürger oder deren Eigentum zu prunken glaubt. Und dabei immerhin zumeist noch medial ignoriert wird ...

Links und Rechts als unterstützte Zündschnüre für einen potentiellen Bürgerkrieg?
Erwünschtes und Unerwünschtes?
Links und Rechts als rote politische Linien?
Doch was passiert eigentlich, wenn solcherart „rote Linien“ nicht mehr einfach ignoriert werden?

Man kann wohl feststellen, dass die Politik der Grenzenlosigkeit Männer in das Land mit seiner Willkommenskultur ließ, die etwas anderes als Schutz suchten.“

- Nach dem Berlin Anschlag - Frank Wahlig, SWR-Hauptstadtkorrespondent


Und wenn nun damit jemandem etwas total „gegen den Strich geht“? (Nicht, dass das jetzt von mehr als relativer Bedeutung wäre …) Aber wenn man sich das ganze politisch, eigentlich unverantwortliche, Geschehen und dessen Auswirkungen einfach nicht mehr gefallen lassen will? Wenn mal jemand den Mund „aufmacht“? - Wie schnell sieht man sich dann selber politisch verdächtigen, aber „erwünschten“, Fingerzeigern gegenüber?
Und da war sie wieder, die Wirklichkeit ...

Wenn ihr das nächste mal wen von „Rechts“ oder „Links“ schwatzen hört, erinnert euch an diese Worte: Rechts im Saal der Französischen Nationalversammlung von 1798 fanden sich all jene Leute, die aus Profit- und Machtgründen den demokratischen Grundsatz der Gleichwertigkeit aller Menschen (also den der Aufklärung) verneinten!
Daher kommen diese beiden Begriffe.
Was immer man heute auch damit glaubt zu verstehen
!

Doch wieso wurden dieses Mal viele Menschen der Wirklichkeit gewahr?
War es der Terror? - Oder die Beständige Verschärfung der Situation? Die lehrerhaften Abmahnungen an die Besorgten oder der revoltierende Restverstand? -

„Egal ob sicher oder nicht, diese Alöcher machen unser Land unsicher und weil deren Land schon in der Scheiße drin ist, dürfen wir sie nicht zurückschicken sondern müssen sie aushalten und von unserem Geld ernähren bis unser Land auch so in der Scheiße ist wie deren ihr Land.

Und wenn die ganze Welt in der Scheiße ist, dann wird die NWO-Flagge gehisst.“

- Fazonettli als Antwort au Turtle in der Epoch-Times vom 23.12.2016

→  “NWO“ bezeichnet den, von Papa Bush populär gemachten, Begriff der „New World Order“, - eine neue Weltordnung, unter der Vorherrschaft der Vereinigten Staaten von Amerika. … Exklusionismus ... - Ein nicht so alter amerikanischerTraum!


Beflügelt, vielleicht, durch den Wind des Terrors, der nun auch in Deutschland angekommen ist, oder durch neu entstandene politische Untiefen, wagt sich nun so mancher aus der politisch korrekten Deckung heraus ...
Fragen wie: Kann Offenheit Terror säen?, wurden laut. Besonders dann, wenn der Terror nicht nur politisch, sondern fundamentalistisch religiös motiviert ist?
Aber, lasst euch sagen, dass es in vielen Islamischen Ländern da gar keinen Unterschied gibt!
Politik und Religion sind dort kaum trennbar.

Und es wurde immer windiger für die politischen Abnicker und Mitläufer: Plötzlich war es wieder möglich auch die Lügen über die medial offizielle" Islamische Propaganda zu diskutieren, über verblendete Männer und Frauen (und 256 andere Geschlechter) und sogar die über (immer gern wieder genutzten) Kinder! - Kinder, die immer öfter als Beispiele, für irgendeine Agenda, herhalten mussten. Lebendig oder tot, was spielte das schon für eine Rolle, wenn es den erwünschten Effekt erzielen konnte? - Und zwar von allen Seiten!

So viele verschiedenen Wahrheiten werden derzeit über die Vorstellungen produziert – und damit angeblich auch schon irgendwie legitimiert". - Fernab jeglicher Wirklichkeitswahrnehmung, gefangen im Konstrukt der „eigenen“ Überzeugungen … - Und: Gibt es denn dann überhaupt noch einen Unterschied?
Und was sind jetzt eigentlich „Ungläubige“?

Dabei ist es einfach wahr: Es sind Merkels Tote. Wenn jemand Bundeskanzler ist, dann trägt sie oder er die oberste Verantwortung für die Organe des deutschen Staates – und diese haben, wir waren in den vergangenen Tagen Zeugen fast stündlicher Enthüllungen, in einem Masse versagt wie seit Langem nicht mehr. Wo war Merkel? Es ist ein Wahnsinn offenbar geworden – und doch hat er Methode: Am Ende muss man gar Angela Merkel, die deutsche Bundeskanzlerin, in Schutz nehmen, weil nicht bloß sie allein für diese Toten verantwortlich ist, sondern eine ganze Generation von weltfremden Politikern, die sich berauschen ließen von den günstigen Winden der Geschichte.“

- Nach dem Berlin Anschlag - Markus Somm, Chefredakteur der Basler Zeitung


Dass man, von offizieller Seite, sogar dazu aufgefordert wird der eigenen Kulturerhaltung bloß keine größere Beachtung mehr zukommen zu lassen, damit unerwünschtes Benehmen und Verhalten die Dunstkreise der Deutungen nicht vernebelt? Wenn das doch bisher einvernehmlich gewohnte Einverständnis, dem scheinbar Fremden (und den „netten“ Moslems) gegenüber, kommentarlos der Unsicherheit preisgegeben wird? (*22)

Oder, wenn sich der Blick, der bislang auf territoriale Interessensgruppen konzentriert scheint, der Tatsache weichen muss, dass wir nicht nur zum ersten Mal in der menschlichen Geschichte zeitlich und räumlich ZUGLEICH existieren – eine Gelegenheit, der wir (temporär gesprochen) NIEMALS wieder begegnen mögen - , sondern auch die Wahrnehmung EINER Welt, aus der Apperzeption der vorgetäuschten Befindlichkeiten, heraus-simuliert wird. Aber so steht Bruder steht gegen Bruder, – Schwester gegen Schwester und eigentlich Jeder gegen Jeden. - Hat fast etwas religiöses Unverständliches, würde allerdings, in einem (erdachten) intergalaktischen Zoo, kaum mehr sonderliche Unsicherheiten auslösen. - Denn es könnten sicherlich, - selbst nur im Beisein eines einzigen irdischen Regenwurmes, sonderbare Erinnerungen an ungenutzte Chancen (und an seltsam verschwendete Begehrlichkeiten heimatlicher Eigentümlichkeiten) erweckt werden.
Alles, um nur nicht alleine zu stehen ... Doch ist dafür noch zu früh oder vielleicht schon zu spät?

Wir leben mit vielen Illusionen! Oder haben gelernt, damit zu leben ...
Gleichartigkeit von Menschen vor Gesetzen. Oder die menschliche Rasse, als Ganzes. - Wobei „Menschlichkeit“ nirgendwo und überall definiert wird. Dabei werden ethnische oder kulturelle Komplikationen bzw. Entwicklungen, negative Mutationen oder sonstige ungünstigere Bedingungen schlicht ignoriert und auf materielle Erscheinungen reduziert. Das wäre eine große Chance für potentielle außerirdische Eroberer, denn – was schon so aussieht wie ein Mensch, - muss dann auch ein Mensch sein. Was immer das jetzt auch ist.
Aber, wofür so weit abschweifen?!?

Warum ermutigt man Menschen, dass sie aus ihren Heimatländern fliehen und somit entwurzelt in Deutschland ankommen? Warum hilft man den Menschen vor Ort nicht oder hat ihnen nicht rechtzeitig geholfen?“

- Imad Karim, libanesisch-deutscher Regisseur, Drehbuchautor und Fernsehjournalist


Auch in der Biologie sind gerade hochkomplexe Lebewesen (wie der Mensch oder andere Säugetiere) gegen primitive Bakterien und Viren, die sich auf Eroberung eines komplexen Wirtskörpers spezialisiert haben, oftmals nahezu chancenlos. Komplexität ist für das Überleben offenbar weniger bedeutend als Spezialisierung auf eine Aufgabe. -
Oder vermag gerade doch erst die Komplexität eine einheitliche Angriffsfläche zu verhindern?

Eine andere Illusion ist die durch erdachte Isolierung gefertigte Andersartigkeit oder sogar Einzigartigkeit. Sie bedingt natürlich ein unabhängiges System, welches sich von „äußeren“ Einflüssen und sogar durch gezielte (oder unbedachte) Rassentrennung und unabhängig, gegründet und entwickelt hat. Wie soll so etwas in der Wirklichkeit geschehen können? Wir ALLE sind nur Teile eines größeren Ganzen und niemals unabhängig. - Weder im Denken, noch in unseren Gefühlen oder unseren Körperempfindungen. -
Wir ALLE sind Produkte unserer Welt, Spiegelbilder und letztlich vielleicht auch nur Puzzle-Teile!

„Trauer und Mitgefühl. Nichts sonst jetzt!“ twitterte Grünen-Chefin Katrin Göring-Eckardt nach dem Terroranschlag von Berlin. Und das könnte diesen grünen" Moralaposteln und Schreibtischtätern so passen. -
Reden wir doch mal öffentlich über ihre Mitverantwortung für die Unsicherheiten des Bürgers, die andauernde Kriminalität und die bestehende Terrorgefahr in Deutschland!
(*23)

Die gleiche Göring-Eckardt glänzte schon früher mit Aussagen, welche nicht nur absolute Blindheit den tatsächlichen Problemen der Deutschen Bürgern (Wählern?) gegenüber präsentierten, sondern wohl auch größtenteils außerhalb ihrer eigenen (politischen?) Doktrin angesiedelt waren:
„Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich drauf!“
Die meisten anderen Menschen jedoch wohl eher nicht ... (*24)
Brauchen wir auch dafür den Zuwachs?

Wir haben sicher alle von den Leitsätzen „grüner“ Politik gelesen, die von den politischen "Vordenkern" dieser Partei bei vielen Gelegenheiten lautstark skandiert wurden:
Deutschland verrecke! oder Deutschland, Du mieses Stück Scheiße! (*25)

Es ist sicherlich auch ein interessantes Phänomen, dass die meisten terroristischen Anschläge nicht gegen Westlich etablierte Herrschaftsstrukturen gerichtet werden. Warum eigentlich nicht?
Und wo beginnt "Terror" dann? Und was dann ist ein „Gefährder“?

Erstens darf kein Zusammenhang hergestellt werden zwischen dem Terrorattentat von Berlin und der massenhaften Migration nach Deutschland, von Nordafrika, Arabien oder Afghanistan. Zweitens darf kein Zusammenhang hergestellt werden zwischen dem terroristischen Attentäter und dem Islam. Drittens darf kein Zusammenhang hergestellt werden zwischen der Willkommenskultur für Migranten und dem eklatanten Versagen der deutschen Sicherheitsbehörden.

Wer solche Zusammenhänge trotzdem herstellt, wird bestraft: durch Denunziation als Rassist, Rechtspopulist, im verschärften Fall sogar als Faschist. Die Strafe wird vollzogen von Großmedien, vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen, vom öffentlich-rechtlichen Radio, von Tages- und Wochenzeitungen. Deutschlands Journalisten haben einen neuen Berufszweig entdeckt: den des moralischen Scharfrichters.“

- Nachdem Berlin Anschlag – Frank.A. Meyer, Gastautor achgut.com, schreibt für den Züricher Sonntags-Blick


„Was will man gegen Heuchler machen? Es ist ja alles gesagt, und wir nehmen zur Kenntnis, dass es das Wichtigste zu sein scheint, dem uns unterstellten Hass keinen Raum zu geben, wenn es sein Muss mit falschen Behauptungen und offener Lüge.“

- Nach dem Berlin Anschlag - Götz Kubitschek, deutscher Kleinverleger, Publizist und politischer Aktivist


und lange schon vorher:
„Wer jetzt noch verharmlost, wer jetzt noch nach Entschuldigungen sucht, der (hat sich) von der Gemeinschaft aller Bürger isoliert.“

- Helmut Schmidt, Ex-Bundeskanzler und Ex-SPD-Regierungschef

 


Verharmlosen? Wer würde denn „so etwas" tun wollen ... ?

Völlig unschuldig, also, (bzw. über jeden Verdacht erhaben) veröffentlichte die Schwesterpartei der Merkel-Partei, die CSU, einen Werbe-Spot, in dem sie alle Hartz-IV Empfänger werbetechnisch als „Schmarotzer“ titulierte ...
Keine Verharmlosung, im Gegenteil: Dies ist eine Beleidigung für etwa 6 Millionen Bundesbürger!
Mag man, vielleicht, jetzt denken ...
Aber die Leipziger Staatsanwaltschaft sah das völlig anders. Sie nahm von einer Verfolgung der, daraufhin entstandenen, Anzeige Abstand und zwar mit der Begründung:

Die Urheber des Spots haben lediglich einen aus ihrer Sicht bestehenden Unwert eines nicht individuell aufgeschlüsselten Kollektivs und seiner sozialen Funktion bekundet.“

Aus ihrer Sicht“, „bestehenden“, „Unwert“, „bekundet“???
Dünnes Eis, wahrlich. Wie leicht ließe sich diese dumme Argumentation für noch dümmere Attacken verwenden, bis hin zur religiösen Verdammung oder sogar der Völker-Hetze? - Natürlich wird hier mit zwei verschiedenen Maßen gemessen. Natürlich wird hier jemand in Schutz genommen. Und? Sollte uns das nicht auch zu denken geben?
Oder, wenn es nur schon "Wahl-Gequatsche" war, an welche Wähler ging diese Botschaft?

Unter dem Druck einer derartig gespaltenen, aber immer freigebigen, Bevölkerung beschlossen einige dieser „Flüchtlinge“ bzw. Neu-Ankömmlinge, dass es nicht nur vorteilhafter, sondern irgendwie auch gesünder sein mochte, ihren Urlaub in dem Land zu verbringen, aus dem sie, wegen der Bedrohung von Leib und Leben, doch erst geflüchtet waren. Nachrichten, die auch den „unbesorgten“ Bürger immerhin zu weiterem Nachdenken anregen kann; die aber von den Mainstream-Medien, der Politik oder den hörigen Mitläufern wieder nur verschwiegen, ignoriert oder heruntergespielt werden. Vom vernebelten Neo-Liberalismus dringt immerhin noch der Fahnenschwenker des Kapitalismus in die Dämmerung der sich immer wieder erneuernden gedanklichen Gezeiten, hindurch: Irgendjemand verdient doch auch immer daran! - Ein irgendwie wohl beruhigender Gedanke …
Und sei es jetzt nur das Reisebüro.
Und auch wenn es der einfache Deutsche Bürger wohl letztlich nicht ist. Der Gutmensch kann sich die angestaubten Schultern klopfen. Schwarz, Grün, Rot, Gelb, Gold, - Blau?


13. Akt:


Willige Sklaven sind die beste Garantie zur Erhaltung und Sicherung der Macht

Eingeklemmt zwischen grüner Kriegshetzerei und der linken Rettung der Welt, wie sie sie verstehen ...
Doch was nützen einem solche „grünen“ Ideen, wenn man einerseits weder etwas gegen brennende Autos unternimmt, andererseits den größten Umweltverschmutzer, die Kriegsmaschinerie, dankbar für seine großzügigen Spenden, unterstützt, vielleicht nur: weil einem kurzfristig noch irgendeine Rechtfertigung für solch ein Handeln eingefallen ist, was die möglichen Wähler vielleicht noch eine Zeitlang beruhigt hält. (?)
Wirklichkeiten im Wandel des selbstsüchtigen Postengeschachers ...
Man kann es semantisch drehen und wenden, wie man möchte!
Wie schon oft, wenn etwas, beispielsweise,  nicht nur völkerrechtswidrig, sondern sogar noch „an den Haaren“ herbei gelogen wurde … - Jugoslawien, ... Der Nahe Osten kann ganze Arien hiervon singen!

Aber, was (dem einen) logisch erscheint, – muss dann (für den anderen) auch schon richtig sein?
Das wäre dann eine gesinnungstechnische Diktatur!
Unter dem Deckmantel von Sittenlehre und Moralphilosophie ...
Schöne neue Welt, nicht wahr?

Während besonders die Grünen und die SPD daran arbeiten die Meinungsfreiheit immer weiter einzuschränken, sogar, mit der immer willfährigen CDU, die Idee eines „Wahrheitsministeriums“ zu verwirklichen suchen, nehmen selbsternannte „Gutmenschen“ und „Antifaschisten“ das Gesetz in die eigenen Hände. Diese Gutmenschen demonstrieren ihr Rechts- und Realitätsverständnis gerne in politischen Versammlungen, in Gesetzesvorschlägen, im Internet oder in den etablierten, renommierten Mainstream-Medien. Die „Antifa“, scheinbar so etwas wie die Schlagtruppe der neuen links-grünen „Gutmensch“-Politik, übernimmt den Kampf „auf der Straße“. Zu ihren Zielen gehören politische Gegner, Demonstranten (das bedeutet auch Sympathisanten), Parteizentralen und sogar Polizeibeamte, sowie deren Dienststellen. Und natürlich sind sie vermummt! In Berlin laufen derzeit schon Anträge der „Grünen“, die das Vermummungsverbot wieder rückgängig machen wollen. Einige Mitglieder dieser „Antifa“ (lässt sich alles recherchieren!) wurden (und werden?) wahrscheinlich in einigen Deutschen Großstädten sogar extra als „Gegendemonstranteneingekauft, wenn unliebsame Versammlungen „besorgter“ Bürger der Politik (mal wieder) als politisch zu missliebig erschienen. Doch die Vermutung liegt nahe, dass, nachdem dieses Geschehen (immerhin mal) bis zu den Mainstream-Medien vorgedrungen war, und die Politik einsehen musste, dass sie das Gewaltpotential dieser Truppe völlig unterschätzt hatte, man nun mehr und mehr nun auch von dieser Idee Abstand nimmt. Die, eigenmächtig handelnde, „Antifa“ bewegt sich zwischen Farbbeutel-Attacken und körperlicher Gewalt gegen Andersdenkende. Aber deren Aktionen werden, da sie scheinbar den „Gutmensch“-Flair besitzen, von der Politik bislang weitestgehend ignoriert oder eben belohnt.

Die offenkundige Zwiespältigkeit dieses Denkens wurde, ebenfalls in Berlin, in der Frage: Besetzte Häuser gegen Raum für Neu-Ankömmlinge hervorragend demonstriert. Am Ende brannten zum größten Teil die Autos unbeteiligter Anwohner. Und die Häuser wurden nicht geräumt.
Eine kleine, gewalttätige Truppe, die mit politischer Unterstützung (Berlin ist links-grünes Territorium) ihren kleinen Faschismus ausleben kann. Aber so etwas zu behaupten ist in keinem Fall politisch korrekt, wie jeder Bürger annehmen kann. Aber jetzt nicht unbedingt auch muss ...

 

 

(*26)
(*26)



Wenn nun diese Politik, die zu immer größerer Verdrossenheit führt, langsam aber sicher abgewählt wird, werden auch die zahlreichen Geldflüsse, die dieses Treiben legalisieren, ebenso langsam aber sicher, verstopfen. Und das bedeutet, dass die „etablierte“ Politik zusätzlich zur Deutungshoheit und Meinungsbildung, auch ihre Handlanger, die Mainstream-Medien, als Sprachrohr verlieren wird, und damit auch gewaltigen Einfluss. Manch einer „ernährt“ bis heute sein/ihr Denken, aber auch das des (öffentlichen?) Gewissens, von den Strategien dieser Stütze.

Im Rahmen der „Willkommenskultur“ wachen zum Unglück der etablierten Parteien immer mehr Menschen politisch auf, was zu einer massenhaften Abwanderung bei eben diesen Parteien führt, hin zu einer angepriesenen „Alternative“, die, bei näherer Betrachtung, jedoch den gleichen Gottheiten des Kapitalismus huldigt, denen schon die heutigen „christlichen“ und „sozialen“ Parteien massenhaft Opfergaben darbrachten.
Die Sorge um die Europäische (und gerade auch die Deutsche) Identität, die Kultur und auch die Wertegemeinschaft der Aufklärung treiben immer mehr Menschen fort von der Alternativlosigkeit der populistischen Entscheidungen der derzeitigen Bundeskanzlerin.

"Alternativlosigkeit", ob es dabei um sie selber geht, um den Irak-Krieg oder die Atomkraft, um den (obwohl im Koalitionsvertrag extra verankerten und groß medial angepriesenen, aber nie stattgefundenen) Abzug der US-Atombomben, um billigeres Geld für die Wohlhabenderen, um die stetige Senkung der Renten, um die SPD-Mehrwertsteuer, um die ewigen Bankenrettungen oder um das Bild der Deutschen Politik während der Griechenland-Krise, die immer noch lange nicht gelöst ist. Immer schlug sie sich auf die Seite der potentiellen Wählerschaft, angetrieben vom geräumigen Zugpferd des Kapitals. Immer fand sich genug Platz um gewisse „Soldaten“ nach „Troja“ einzuschleusen. Alternativlos.
Bis eben jetzt! Und das waren nur einige willkürlich herausgesuchte Beispiele ...

Besorgte Menschen glauben, dass die Neu-Ankömmlinge, oder Einwanderer, den kulturellen und sittlichen Gebräuchen der sie aufnehmenden Gesellschaft verpflichtet sind. Und nicht umgekehrt, wie die Bundeskanzlerin und die ihr hörige Politik zu glauben scheint.
Diese Menschen bestehen darauf, dass es nicht fremdenfeindlich oder gar rassistisch ist, wenn man berechtigte Kritik an den Zuwanderern äußert, gerade im Hinblick auf kriminelles Verhalten, aber auch auf die Verleugnung und Ablehnung bestehender Werte, bis zu geltenden Gesetzen!
Sicher sollte es ein Entgegenkommen geben, aber es muss beiderseits geschehen.

Und diese Menschen haben es auch satt, dass ihre Gutmütigkeit derart ausgenutzt wird, dass, beispielsweise, gegen Deutsche GEZ-Verweigerer die volle Härte des Gesetzes zum Tragen kommt, die Neu-Ankömmlinge hingegen mit jeder Entschuldigung bedacht werden und letztlich nur noch mit Samt-Handschuhen angefasst werden. Und während diese Menschen sich buchstäblich den „Arsch aufreißen“ oder von ihrer kläglichen Rente nicht einmal das tägliche Mittagessen sichern können, werden sie, rechthaberisch, sogar in den extra eingerichteten Tafeln, von den fürsorglich ausgestatteten Zuwanderern, zum Teil sogar gewalttätig. Verdrängt. Eine unhaltbare Situation, die gerade am Eskalieren ist:

Der Asylindustrie laufen die freiwilligen Helfer davon, den Mainstream-Medien die Zuschauer und Leser, und der Politik die willigen Wähler. Und die Respektlosen fordern Respekt ein!

Vergewaltigungen, Morde, Ehren-Morde, Raubüberfälle und terroristische Vereinigungen reihen sich Tag für Tag in das „normale“ Geschehen Deutschlands mit ein. Und wehe dem, der sich daran stört, oder der berechtigte Kritik daran äußert: Haben wir es doch hier mit andersartigen Kulturen zu tun und außerdem auch noch mit „unbeschriebenen Blättern“, die nur, wie begierig, auf unsere „eigens ausgelegte“ Zeichensetzung warten. Aber dies wohl auch nur, wenn der angepasste Deutsche sich bereit sieht diese in der jeweiligen Heimatsprache und entsprechend den dortigen Gesetzen, zu vermitteln …
Der politischen Korrektheit entsprechend, versteht sich von selbst. (*27)

Doch, wo soll das einmal alles hinführen?
Glaubt tatsächlich irgendjemand, dass sich solche Kulturen, wie die meisten Deutschen jahrelang konditioniert, einfach, am besten von Heute auf Morgen, zu willigen Konsum-Sklaven entwickeln können, die sich der eigenen Kulturverleugnung ebenso bereit zeigen, wie ihr bisheriges Leben im Tausch für tägliche Abgestumpftheit, einigen wenigen bunten Glasperlen, einigen abendlichen Sitcoms, einem gefüllten Kühlschrank, einer gefüllten Garderobe und einer allabendlichen Talk-Show, kurzerhand aufzugeben? Das ist wieder nur Wunschdenken!
Aber, das sind auch Werte. Wenn auch vielleicht nicht unbedingt erstrebens- oder verteidigungswert ...
Das sollte jeder für sich entscheiden können.

Besteht die reale Hoffnung der Politik, dass der Bürger dies alles einfach weiter schluckt, oder ist es doch wahrscheinlicher, dass irgendwann das große Kotzen beginnt?
Noch können große Teile des Bürgertums mit Scham, Schuld, Schande und Sühne ruhiger bzw. zurückgehalten werden. Aber die Unzufriedenheit gärt. Und was geschieht, wenn der letzte Rest Vertrauen bröckelt? Wenn der „deutungshohe“ Mainstream sich als das herausstellt, was er im Grunde nur ist: eine Stimme unter vielen …!
Oder wenn das unkontrollierbare Geschehen die Nasenspitzen der noch Schweiger und Verleugner erreicht?

Durch das politische Ausspielen unterschiedlicher Realitäts-Wahrnehmungen scheint schon ein kleiner Bürgerkrieg in Deutschland stattzufinden. - Angeheizt durch die politischen Weltbilder, aber auch durch die kulturellen und religiösen Unterschiede, die Religionsauslegungen der Neu-Ankömmlinge; durch die politische Weltlage, die politischen Lügen, die Verharmlosungen und die politischen und finanziellen Interessen. (
*28) Gegenseitige Schuldzuweisungen und diverse Ausgrenzungen schaffen ein Klima der (bisher erfolgreich unterdrückten, politisch unkorrekten) Aggression.
Und Angst! - Angst um das bisher Erreichte. Und vielleicht auch nur um das Recht zu beanspruchen an nichts glauben zu müssen, Atheist sein zu dürfen ...
Diese (und andere) Freiheiten lernten wir für uns zu beanspruchen, seit der Zeit der Aufklärung.

Und jetzt erwartet man ernsthaft, dass die Zuwanderer derartige, ihnen kulturfremde, Eigenarten einfach (mal so eben) übernehmen, verinnerlichen und leben?
Bei einigen Tausend wäre so ein Gedanke eher realistisch als bei den jetzigen Millionen. Also, wo soll das hinführen?
Wo wird das hinführen? - Die, hier anerkannten, haben auch teilweise noch zukünftigen Familiennachzug. Und wie soll es mit denen dann funktionieren, wenn es mit den hier schon seit Generationen lebenden eigentlich nicht vollständig gelingt? Im Moment haben wir einen Krieg der Ideologien - bald schon einen der Kulturen?


14. Akt:

Und wer ist letztendlich verantwortlich zu machen für Parallel-Gesellschaften, kriminelle Aktivitäten oder (selbst von der Polizei) nicht mehr begehbare Wohnbezirke?

Ignoranz und Leugnung dessen werden nicht ewig funktionieren …
(*29)
Einige geben die Schuld der Bundeskanzlerin oder auch dem Bundespräsidenten. Für ihre Tourneen durch Afrika und Asien, mit dem großen Werbefeldzug für Fachkräfte und spätere Rentenversorger. - Andere wiederum behaupten, dass diese Menschen schon lange auf dem Weg nach Europa waren. Das glaube ich persönlich nicht, denn Libyen fiel erst mit dem Tode Gaddafis 2011 auseinander. Und bis dahin hatte er Einreisewillige nach Europa bislang immer erfolgreich an der Überquerung des Mittelmeers gehindert. - Das wären also nochmal 4 volle Jahre bis zum Grenzsturm im Sommer 2015! Diese lange Zeitspanne erscheint so nicht einleuchtend ...

„Gaddafi hat zwar mehrfach betont, er wolle für die Europäer nicht den "Polizisten spielen", andererseits forderte er bei dem Treffen von der Europäischen Union fünf Milliarden Euro für seine Bemühungen verlangt, Flüchtlinge an der Überfahrt in EU-Staaten zu hindern.“

Das war 2010.
Oh, und DAS war 2014!


Und tatsächlich gab es Aufgrund der sich ständig verschlimmernden Situation im Nahen Osten schon in dieser Zeit zahlreiche Länder, die Sammellager für eben diese Flüchtlinge eingerichtet hatten. Die größten waren Libanon, Jordanien, Türkei, aber auch andere Gastländer. Bereits im Frühling 2015 begannen Europäische Länder versprochene Gelder für diese Flüchtlingslager zu kürzen oder ganz einzusparen. Dies geschah trotz der Mahnrufe der dortigen Länder, von Nah Ost-Experten oder der Hilfsorganisationen, die, im Gegensatz zu Europa, das Problem nicht nur ernst nahmen, sondern schon eine menschliche Katastrophe voraussahen. (
*30)

Denn schon im Jahr 2014 waren die Flüchtlingszahlen rasant ansteigend. Und, nur nebenbei, nicht jeder konnte sich eine solche Flucht nach Europa auch leisten. Realistisch wäre davon auszugehen, dass, neben den Wirtschaftsimmigranten und Glücksjägern nur wenige echte Schutzbedürftige den Weg nach Europa fanden. Die wirkliche Katastrophe hat die Ärmsten in diesen Ländern getroffen.
Soweit es Deutschland betrifft, muss die Regierung Merkel die Verantwortung für die Repressalien dem Deutschen Volk gegenüber, für die Zwietracht, die Kriminalität, die Verdrängung und für die, aufgrund ihrer Handlungen an den Inlands- und Auslandsgrenzen, eingetretenen Terroranschläge übernehmen. Europaweit natürlich ALLE Politiker, die diese Rechtsbrüche mit unterstützt haben.
Das erscheint gerecht. - Aber, wer bestimmt schon letztlich, was eigentlich „gerecht“ ist? (
*31)

Die bewusste und zielgerichtete Manipulation der Verhaltensweisen und Einstellungen der Massen ist ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Gesellschaften. Organisationen, die im Verborgenen arbeiten, lenken die gesellschaftlichen Abläufe. Sie sind die eigentlichen Regierungen in unserem Land. Wir werden von Personen regiert, deren Namen wir noch nie gehört haben. Sie beeinflussen unsere Meinungen, unseren Geschmack, unsere Gedanken. Doch das ist nicht überraschend, dieser Zustand ist nur eine logische Folge der Struktur unserer Demokratie.“

- Edward Louis Bernays (Propaganda, 1928, „Vater“ der Public Relations und wichtiger Spin-Doctor)



15. (und letzter) Akt:

Zirkelschlüsse und Gute Vorsätze


Kaffee regt an, weil er eine anregende Wirkung hat ....
Die Bibel ist Gottes Wort, denn es steht geschrieben: Alle Schrift ist von Gott gegeben ...
Die Erde existiert seit ca. 4.6 Milliarden Jahren. Passen wir es mal an und sagen es sind 46 Jahre. Dann wären wir Menschen erst seit 4 Stunden auf der Erde. Unsere “industrielle Revolution” begann vor einer (1!) Minute und in dieser Zeit haben wir schon über 50% der Wälder auf der Erde zerstört.
Woraus folgt:
Dies ist die beste aller Welten …! (*32 )

Sie sagen im Land der Blinden wäre der Ein-äugige König. Das ist nicht wahr!
Er ist kein König - er ist ein Zyklop, - ein Monster!
Sie sagen Niemand sei eine Insel; und dann sagen sie, dass unser Zuhause unsere Festung sei …

Und man will ja auch keine Führer oder Könige – vielleicht will man heute lieber Monster?
Vielleicht weil man von sich auf andere schließt?
Und Dummheit ist vermutlich wirklich eine der grundsätzlichsten Freiheiten zur Entwicklung der Persönlichkeit, denn jeder sollte das Recht auf eigene Fehler haben können. (
*33)


Deutschland geht es gut.“



Während sich in Bundesdeutschen Strafanstalten kriminelle Neu-Ankömmlinge im eigenen Blut oder der eigenen Scheiße wälzen, bzw. diese kulturell gehaltvoll (und politisch völlig korrekt) an die Zellenwände schmieren oder auf die Justizbeamten schleudern, werden der Politik, der Justiz und der Polizei scheinbar insgesamt keine großen Hoffnungen mehr zugestanden, diese, auch durch sie, entstandene Schieflage noch irgendwie zu beheben.

Es gärt im Volk! Zuviel ist viel zu schnell geschehen, und die Verantwortlichen „glänzten“ mit Verallgemeinerungen, Ignoranz, Herunterspielen, Lügen und falschen Schuldzuweisungen.
Es ist schon zu viel Vertrauen verspielt worden!

Die Polizei beruft sich zwar auf das ihr zugesicherte Gewaltmonopol, doch immer mehr private Bürgerwehren oder auch Privatpersonen fühlen sich aufgerufen für die bedrohten Menschen selber einzustehen, vielleicht, weil sie das Versagen des Staates als Ganzes wahrnehmen ...

Und es entstehen immer öfter gefährliche Situationen. Während die Polizei kategorisch (und auf Druck der Politik) weiter die Kriminalität der Neu-Ankömmlinge und von Ausländern zu verschweigen versucht, werden, nach dem Bekanntwerden einer (mal wieder echt miesen) Straftat, von immer mehr Privatpersonen (auch sogenannten Promis) Fahndungsaufrufe herausgegeben und sogar Kopfgelder ausgelobt. Der Druck wächst, dass sich irgendetwas Grundlegendes ändern muss. - Und bald ist auch schon wieder Silvester.
Das Schutz suchen vor Schutzsuchenden bis hin zur Selbstjustiz. (
*34)
Es dürfte noch spannend werden ...

Allerdings bleibt auch die Frage, wie ein beladener LKW auf geringstem Platz, mit kräftiger Beschleunigung manövrieren konnte, an dort befindlichen Pollern und Verkehrszeichen unbeschadet vorbei raste, um seine mörderische Tat auszuführen, und auch dies, im unteren Bereich unverbeult und unverschmutzt, überstand?
Eine Antwort ist der nun fünfte, gefundene Ausweis ...
Und laut einer vielleicht bisher ungeschriebenen Regel ist der Besitzer auch tot!
Ja, es dürfte spannend werden.


Deutschland geht es gut.“


„Fanatisch verfolgt die Große Koalition ein Gesetzesvorhaben, das mehr Fragen aufwirft als beantwortet: Wenn die Verbreitung von Falschmeldungen strafbar sein soll, stehen dann Boulevard- und Regenbogenpresse auf der Abschussliste? Kommen Redakteure in den Knast, denen ein handwerklicher Fehler – die klassische „Zeitungsente“ – unterläuft? Ist Satire überhaupt noch möglich, wenn humorlose Anschwärzer den Witz nicht kapieren?“ (*35)


Vielleicht ist es politisch eben gehaltvoller der Abwehr eher unerwünschter „falscher“ Meinungen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, als dem eigenen Wähler?


Deutschland geht es gut.“


„Diese Arbeit ist nie beendet, und gerade in diesem Jahr haben wir den Sicherheitsbehörden viel neue Unterstützung gegeben. 2017 werden wir als Bundesregierung dort, wo politische oder gesetzliche Veränderungen nötig sind, schnellstens die notwendigen Maßnahmen in die Wege leiten und umsetzen.“ (*36)


Deutschland geht es gut.“


(
)


(*37)
(*37)

 



In der Urgeschichte, so hieß es allgemein, konnte man jene Menschen, die sich mit einem hungrigen Säbelzahntiger konfrontiert sahen, in zwei Gruppen einteilen: Die eine geriet in Panik und floh, während die andere ebenso gelassen wie dumm stehenblieb und Bemerkungen von sich gab wie "Was für ein hübsches Tierchen!" oder "Komm her, Miezekätzchen."

- Terry Pratchett (1986, The Light Fantastic; dtsch. Das Licht der Phantasie, Goldmann)

 



Und zum Schluss, damit wir den Glauben nicht ganz verlieren ...

Welcher Außerirdische würde sich wohl schon die USA als Landeplatz aussuchen, um sich selber ein vergleichendes Bild von den Menschen der Erde machen zu können? - Schaut doch mal hier und hier ...

Und das wars.




Zusätzliche Quellen und weiterführende Literatur ...

(*1)
Terry Pratchett (Small Gods, 1992, Victor Gollancz Ltd.; dtsch. Einfach Göttlich, Goldmann)
(*2) https://guidograndt.wordpress.com/2016/12/30/syrischer-politologe-koelner-silvesternacht-war-kulturell-verankerter-racheaktmit-sexueller-gewalt-gegen-frauen-wollen-orientale-die-ehre-des-europaeischen-mannes-beschmutzen/
(*3) In dieser Reihenfolge: https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/10/05/obama-vize-blamiert-merkel-usa-haben-eu-zu-sanktionen-gegen-russland-gezwungen/ und https://www.freitag.de/autoren/hans-springstein/der-us-praesident-hat-wieder-klartext-geredet
(*4) https://www.youtube.com/watch?v=wFixu8HDxOQ (← Wesley Clark, NATO 2007) und http://www.gegenfrage.com/friedensnobelpreistraeger-obama-machte-sieben-laender-platt/
(*5) http://www.wiwo.de/impressum/nutzungshinweise/blocker/?callback=%2Fpolitik%2Fausland%2Ffluechtlingskrise-ausloeser-allen-uebels%2F12310284-2.html
(*6) https://www.amazon.com/Left-Boom-Officer-Penetrated-Al-Qaeda/dp/125008136X/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&qid=1460603115&sr=8-1&keywords=Douglas+Laux&linkCode=sl1&tag=economiccom0e-20&linkId=456b6e3bb165ccb0815bef7a0106dad9 und
http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/politik-der-instabilitaet-geheimes-pentagon-papier-hat-die-us-regierung-die-terrormiliz-is-geschaffen_id_4707070.html
(*7) http://www.tagesschau.de/ausland/opium-afghanistan-101.html und
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/opium-rekordernte-in-afghanistan-13262075.html
(*8) https://www.zeitenschrift.com/news/amerikanische-marines-muessen-in-afghanistan-die-heroin-plantagen-der-taliban-bewachen und http://www.schweizmagazin.ch/nachrichten/ausland/24262-Zeuge-NATO-fliegt-Drogen-aus-Afghanistan-heraus.html und https://ansarulhaqq.wordpress.com/2010/07/28/drogenbaron-usa/
(*9) http://www.counterpunch.org/1998/01/15/how-jimmy-carter-and-i-started-the-mujahideen/
und https://www.radio-utopie.de/2014/10/16/in-1998-zensiertes-brzezinski-interview-die-russland-falle/
(*10) http://medien-luegen.blogspot.se/2012/08/die-syrische-brutkastenluge.html und
https://www.youtube.com/watch?v=5ee7z6cygrQ
(*11) https://www.heise.de/tp/features/Am-Anfang-stand-die-Luege-3428612.html
(*12) http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/politik-der-instabilitaet-geheimes-pentagon-papier-hat-die-us-regierung-die-terrormiliz-is-geschaffen_id_4707070.html
und https://www.welt.de/debatte/die-welt-in-worten/article13668813/Katar-geheimer-Motor-des-Arabischen-Fruehlings.html
(*13) http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-ein-video-zeigt-fassbomben-im-helikopter-a-1034920.html (Propaganda-Video?) und wegen Veto: http://www.csmonitor.com/World/Middle-East/2012/0706/Clinton-says-Russia-China-should-pay-price-over-Syria-video
(*14) https://www.youtube.com/watch?v=CRZyHUr9YWM und https://www.youtube.com/watch?v=CRZyHUr9YWM und https://www.youtube.com/watch?v=ev1t2o-Ihxg
(*15) http://www.epochtimes.de/politik/welt/festnahme-von-nato-offizieren-und-agenten-in-ost-aleppo-bestaetigt-syrischer-un-botschafter-gibt-namensliste-bekannt-a2004843.html und
https://www.youtube.com/watch?v=VwrYIuAvMPE
(*16) http://www.voltairenet.org/article187660.html und https://www.freitag.de/autoren/pia-rauschenberger/angst-vor-assads-fassbomben und https://www.kla.tv/6858
(*17) https://propagandaschau.wordpress.com/2016/12/27/nach-der-befreiung-von-ost-aleppo/
(*18) http://www.spiegel.de/politik/ausland/beitrag-in-us-zeitung-merkels-bueckling-vor-bush-a-237040.html und https://www.youtube.com/watch?v=izcpOXCyssg und → Der Irak-Krieg hat die USA über 3,5 Milliarden Dollar gekostet. Da hätten sie das Öl auch gleich legal kaufen können. Das hätte der Welt viele Menschenleben, Krüppel, Gewalt, Flüchtlinge, Lügen, Uran-Verseuchungen und Bomben erspart.
(*19) https://propagandaschau.wordpress.com/2016/07/28/pressekonferenz-angela-merkel-leugnet-dass-sie-den-irakkrieg-unterstuetzt-hat/ und
https://www.youtube.com/watch?v=Sv9iRyceolg

(*20) P.D.Ouspensky, In Search Of The Miracolous und http://www.gurdjieff.am/in-search/index.pdf
(*21) http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/bundesregierung-faelscht-armutsbericht und https://www.heise.de/tp/features/Armut-in-Deutschland-Keine-volle-Mahlzeit-im-reichen-Land-3582142.html
(*22) http://www.watergate.tv/2016/12/22/volker-hahn-deutschlands-untergang-sie-erwartet-jetzt-nichts-als-angst-und-unsicherheit/
(*23) http://de.europenews.dk/Do-22-Dezember-2016-Einwandererkriminalitaet-133700.html
(*24) http://www.aktive-patrioten.de/2016/12/25/bewaffnete-weihnachten/
(*25) https://www.bayernkurier.de/inland/8411-claudia-roth-auf-abwegen
(*26) https://2.bp.blogspot.com/-LG1spbG6IVs/WF6uPYlAlbI/AAAAAAAALlk/nzQNT4ZOYnkW3hOEdMzSz_30Of1gzNGWwCLcB/s400/Kamera_%25C3%259Cberwachung_Burka_Verbot.jpg und http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/kein-grenzschutz-aber-massenueberwachung-staedtebund-will-mehr-videoueberwachung-und-weniger-datenschutz-a2010216.html
(*27) https://revealthetruth.net/2016/12/26/warum-ist-denn-die-assad-familie-hafez-und-bashar-al-assad-so-lange-an-der-macht-in-syrien/ und http://www.hintergrund.de/201612014161/globales/kriege/aleppo-al-qaidas-niederlage-wird-begleitet-von-westlicher-propagandakampagne.html
(*28) http://www.epochtimes.de/politik/welt/terrorgruppen-vergiften-wasser-mit-diesel-syrische-hauptstadt-seit-drei-tagen-ohne-wasser-a2008826.html und http://unser-mitteleuropa.com/2016/12/30/christliche-nonne-nach-rueckkehr-aus-aleppo-westmedien-luegen-ueber-realitaeten-in-syrien/
(*29) https://www.welt.de/politik/deutschland/article160592749/Linke-Gewalt-ist-fuer-Rot-Rot-Gruen-kaum-der-Rede-wert.html
(*30) https://www.heise.de/tp/features/EU-Staaten-hatten-2015-fast-durchweg-Hilfen-fuer-syrische-Fluechtlinge-gekuerzt-3375668.html und https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/news/syrien-unhcr-schlaegt-alarm-das-geld-geht-aus-366.html und https://www.welt.de/politik/ausland/article147565321/EU-verspricht-Geld-fuer-Fluechtlinge-und-zahlt-nicht.html
(*31) http://www.eva-herman.net/terror-zukunft-in-deutschland-vertuschung-und-ueberwachung/ und http://www.danisch.de/blog/2016/12/26/umpolung/
(*32) https://philosophia-perennis.com/2016/12/25/tagesschau-verspottet-opfer-neu/
(*33) http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0160289613000470 und http://uhaweb.hartford.edu/BRBAKER/ und https://www.newscientist.com/article/mg22329830-400-brain-drain-are-we-evolving-stupidity/
(*34) http://www.focus.de/politik/deutschland/staatliches-gewaltmonopol-die-stimmung-ist-explosiv-polizei-warnt-vor-selbstjustiz-in-silvesternacht_id_6425311.html
(*35) https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2016/mit-allen-unfairen-mitteln/
(*36) https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/12/31/bundeskanzlerin-die-neujahrsansprache-von-angela-merkel-im-wortlaut/

(*37) http://1.bp.blogspot.com/-FZ_UERzqF_g/UaT6u2kMHbI/AAAAAAAABuU/6SChLySXZHU/s1600/Sean+leclaire+Titanic+cartoon3C-sunset.jpg

Die restlichen unbenannten Zitate sind zumeist den veröffentlichten Reden Deutscher Politiker entnommen worden. Sie sind leicht im Internet zu finden, da viele von ihnen schon eine, eher

traurige, Berühmtheit erlangt haben. Zitate (oder Auszüge davon) sind in kursiv vermerkt. Weitere Quellen sind direkt im Text verlinkt.
Aufgestellte Behauptungen lassen sich ebenso recherchieren.
Ignoranz nützt niemandem wirklich!


Und ganz zum Schluss

Wie schrieb schon Brecht so prophetisch:
Nach dem ersten punischen Krieg war Karthago noch mächtig, nach dem zweiten noch bewohnbar, nach dem dritten war es nicht mehr auffindbar.“
Seien wir also wachsam.

Doch,so mahnt uns auch Charles Fort in Lo!: Alle unsere Ansichten sind von relativer Wichtigkeit.“

Ich denke, dass Fort uns damit an den einen, größeren Kontext erinnern möchte, in dem letztlich all unsere Erfahrungen, Auffassungen, Einbildungen und Beschreibungen eingebettet sind – das all-umfassende „Eine“, das „Alles“ umschließt und zwingend beinhaltet. -
Wo gegenseitige Abhängigkeiten den möglichen zukünftigen Historiker zu eigenen Rückschlüssen führen mögen, außerhalb heute „vorherrschender“ Eingenommenheit ...

Und wir sollten uns ebenso klarmachen, dass es keine wirkliche Zahl gibt, die größer sein kann, als die schließlich alles zusammenführende Eins. - „
Alles“ andere sind nur Teile davon, Bruchstücke und Splitter …


"Die Wahrheit mag da draußen sein, aber die Lügen sind in deinem Kopf."

- Terry Pratchett


Sofern es denn eine solche, postulierte
Wirklichkeit überhaupt gibt, unabhängig von „menschlichen“ Formulierungen und Wegstrecken ... Aber bis das geklärt ist:


Wir werden mit dem Terror leben müssen.


Dann werden wir es schaffen, auch global unsere Werte und Interessen überzeugend zu vertreten.“



Der Amtseid ist eine politische Absichtserklärung und sonst gar nichts.


Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit.“


„Wir, die Grünen, müssen dafür sorgen, so viele Ausländer wie möglich nach Deutschland zu holen. Wenn sie in Deutschland sind, müssen wir für ihr Wahlrecht kämpfen. Wenn wir das erreicht haben, werden wir den Stimmenanteil haben, den wir brauchen, um diese Republik zu verändern.



„Die Eliten sind gar nicht das Problem, die Bevölkerungen sind im Moment das Problem!“


und ...


Deutschland geht es gut.




Und das wars jetzt wirklich!

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Di

08

Dez

2015

Ein kurzer Froschregen

Was ist von unseren heutigen Weltanschauungen, speziell im Bereich der Gesetzmäßigkeiten oder wissenschaftlicher Dogmen zu halten? Stimmen unsere historischen, biologischen, chemischen oder physikalischen Vorstellungen oder auch nur die Bilder, die wir von unserem Menschenbild haben? Unsere Wirklichkeitsvorstellung?
Hat ein Kleeblatt tatsächlich etwas mit Glück zu tun, sind bestimmte Tage Auslöser für unkontrollierbare Folgen und kommt weiße Hundescheiße vom Sirius?
Ich habe keine Ahnung.

Mit dem folgenden Text möchte ich einige meiner eigens gesammelten Daten zu verschiedenen Obskuritäten des phänomenalen Phantom-Kabaretts: Wirklichkeit präsentieren. Oder auch nur zu einigen Seltsamkeiten davon. Und jeder kann sich dann ein eigenes Bild davon machen! Vielleicht ist es hilfreich?
Wir brauchen keine Ahnung dafür.

Der folgende Text ist ein Text über menschliche Phänomene. Poetisch ausgedrückt, mag es sich im Folgenden einfach nur um Bilder handeln. Bilder, die möglicherweise am geltenden Wirklichkeitsbild ein wenig herumzerren …

Und man wird sich, beim Durchblättern der präsentierten Daten, sicherlich, ein um das andere Mal, die berechtigte Frage danach stellen, wie manche der dargelegten Dinge überhaupt möglich sein können. Aber das ist immer das Problem, wenn manche Geschehnisse zumeist außerhalb unserer ständigen Wahrnehmung positioniert und immer wieder nur als Einzelplatz oder als absolut rares Phänomen deklariert werden …
Da findet sich dann auch kaum ein offiziellerer Erklärer für verantwortlich.
Aber es gibt Worte, hinter denen immer wieder genug Platz zu sein schein
t.
Und wir sind doch alle auch 'nur' Menschen, nicht wahr?

Ich sollte vielleicht noch anmerken, dass die dargelegte Auswahl unkommentiert und einer beträchtlich größeren Sammlung entnommen wurde. Die Daten sind mit ungefähren Quellenangaben versehen.



1. Was möglicherweise davon zu halten ist …

Die Weisen unserer Stämme haben versucht, Gott in einem Gedicht zu entdecken, oder in dem wiederzufinden, was sie beim Menschen für Moralgefühl halten, oder auch auf steinernen Gesetzestafeln, die heute aufgrund höchst eigenartiger Versäumnisse nicht gleichzeitig in fünfzehn bis zwanzig Synagogen in Kleinasien und überall in Italien zur Schau gestellt werden.
- Charles Fort

Endlich haben wir nun eine vernünftige Erklärung für dieses aufsehenerregende Phänomen.
- Leopold Brandeis (ca. 1876)

Inzwischen sind wir Erklärungen gewöhnt, die selber erklärt werden müssen und dann nichts erklären.
- Michel/Rickard

Eine weitere Anpassung, ..., besteht darin, dass diese mit der Alten Dominante unvereinbare Geschichte mit der vertrauten Aura eines Märchens versehen wird. Indem man sie mit den üblichen Merkmalen des Fiktiven versieht, wird sie diskreditiert.
- Charles Fort

Mir scheint, Exklusionisten sind äußerst konservative Menschen. Sie verschließen sich nicht in erster Linie gegen alle Daten über Substanzen, die von außerhalb auf die Erde fallen, sondern verschließen sich gegen alle Daten, die nicht in ein System passen, das derartige Phänomene ausschließt …
- Charles Fort

... Bewunderung oder Verehrung, je nach dem Grad der eigenen Unerfahrenheit. Oder man bekommt eine Ahnung von fast unerträglicher Anmaßung und Unverschämtheit.
- Charles Fort

(Mr. Musgrave) sagt, er glaube selbst nicht an die (...) Geschichte, sei aber froh, die Idee in Umlauf gebracht zu haben, „denn dieses Wort steht gegen den gefährlichen, einschüchternden und falschen Eindruck, es sei der Teufel gewesen“.
- Charles Fort

Oder aber die geistig Erstarrten oder Sterbenden werden ihre Denkverbote bekräftigen, und der kalte Hauch ihrer Zensur wird unser Leben einengen und sogar auslöschen, bis es, ohne sich versündigt zu haben, ein Inbegriff von Materie ist, der die Bewegungsfreiheit geraubt wurde.
- Charles Fort

Religion ist der Glaube an ein höheres Wesen. - Wissenschaft ist der Glaube an eine höhere Verallgemeinerung.
- Charles Fort



2. Da gibt es jetzt gar kein Wort für – es passierte einfach …

Kein Wort dafür? Höchst ungewöhnlich. Wir könnten zwar Adjektive, wie glücklich oder zu-fällig, zur Illustration heranziehen, doch liefern uns diese kein wirkliches Erklärungsmodell.
Und muss alles erklärbar sein? Vielleicht zur Beruhigung, denn nichts ist je wirklich geklärt worden:
Und eigentlich könnten sie alle tot sein! In fast jedem Artikel wird von einem Wunder gesprochen.

Oft ist nur das Datum der jeweiligen Veröffentlichung des Artikels angegeben, manche Ereignisse mögen schon länger zurück liegen. Soweit es mir bekannt war habe ich darauf verwiesen.
Hier sind die Daten:


1997 - Eine japanische Frau (58) brach sich zwar einige Knochen, aber überlebte einen Sturz vom Mount Rishi, aus einer Höhe von 1220m oder 4000f (Star Edinburgh Eve News)

2007 – Ein Mädchen (1) fiel aus dem 12. Stockwerk eines Hochhauses in Israel ohne schwere Verletzungen. Möglicherweise hatten Stromkabel, ab dem 6. Stockwerk, den Fall gemindert (netzeitung.de)

2007 – Ein Mädchen (2) fiel aus dem 7. Stockwerk in Arthur Court in Battersea, London. Es zog sich Verletzungen am Kopf und an den Beinen zu (news.bbc.co.uk)

2008 – Ein Mädchen (3) fiel aus dem 5. Stockwerk eines Hauses in Bashkortostan. Sie hatte bei dem Sturz ein großes Kuscheltier dabei Der Sturz verursachte ihr nur Magenbeschwerden (rotabanner2.rian.ru)

2008 – Ein neugeborenes Kind fiel in Ahmadabad, Indien durch den Abort eines fahrenden Zuges direkt auf die Gleise. Die Mutter war auf der Toilette ohnmächtig geworden. Das Kind wurde zwei Stunden später unverletzt gefunden (edition.cnn.com)

2008 – Ein 18-Monate altes Kind fiel 3 Stockwerke in Brasilien in die Tiefe. Der Sturz wurde aber aufgehalten, weil sich die Windel in einem Sicherheitshaken verfing (pa.press.net)

2008 – Ein Mann (23) fiel 150m (500f) tief in eine stillgelegte Mine in Pennsylvania. Er brach sich dabei einige Knochen. Keine weiteren Angaben (edition.cnn.com)

2008 – Ein Postzusteller war glücklicherweise zur Stelle, als ein Mädchen (1) aus den zweiten Stock in Albany herabfiel. Er fing sie auf. Das Kind hatte keine Verletzungen (msnbc.nsb.com)

2009 – Eine Frau (60) stürzte mit ihrem Auto eine Klippe in Whitby, North Yorkshire über 30m hinab. Sie erlitt keine Verletzungen, das Auto war Totalschaden (telegraph.co.uk)

2009 – Ein Mann fiel mit seinem Auto von einer Klippe in North Devon. Er überlebte den 61m (200f) Sturz. Keine weiteren Angaben zu Alter und Verletzungen (news.bbc.co.uk)

2009 – Ein Mann (28) fiel über 3000m (10000f) in die Tiefe, nachdem sich sein Fallschirm nicht geöffnet hatte. Er wollte sich für das Hungarian Grand Prix qualifizieren. Er zog sich zwei Fakturen am Kopf zu (telegraph.co.uk)

2009 - Ein Mann, der einen anderen während des Skydiving in Russland filmen wollte, fiel 2000m (6000f) ohne Fallschirm in die Tiefe. Er brach sich das Rückgrat, aber überlebte (bbc.co.uk)

2009 – Ein Fensterputzer (21) fiel 6 Stockwerke von einer Bank in Wisconsin hinab. Er brach sich dabei sein linkes Bein (startribune.com)

2010 – Mann (36), überlebte fast unbeschadet einen Fall von 300m (1000f), von einem schottischen Berg, nahe des Ben Nevis (guardian.co.uk)

2010 – Ein Junge (6 Wochen) wurde bei 110 km/h aus einem fahrenden Auto auf der britischen M6 herausgeschleudert. Er trug keine Verletzungen davon (au.news.yahoo.com)

2010 – Ein Mädchen (2) fiel aus dem 9. Stockwerk des North Park Apartments in Southfield in einen Baum. Sie hat keine schweren Verletzungen erlitten (wxyz.com)

2010 – Ein Mädchen (12) fiel beim Spielen vom Dach eines 15-Stockwerkhauses in Manhattans West Village, New York. Sie verrenkte sich nur die Hüfte (uk.news.yahoo.com)

2010 – Ein Junge (15) überlebte den Sturz vom 16. Stockwerk (50m) aus den Proximity Apartments in Manakau City's Amersham Way. Er fiel vom Balkongeländer auf das Wellblech-Dach des Parkhauses. Er konnte schon am nächsten Tag das Krankenhaus eigenständig verlassen, das Wellblech-Dach muss ersetzt werden (stuff.co.nz)

2010 – Ein Fensterputzer (37) überlebte einen Fall von 150m von einem Wolkenkratzer in New York. Er fiel 47 Stockwerke und zog sich dabei Knochenbrüche und andere Verletzungen zu (netzeitung.de)

2010 – Ein Mädchen (10) überlebte einen Fall von 170m vom Wendelstein bei Bayrischzell. Das Kind hatte nur blaue Flecken (netzeitung.de)

2010 – Ein Mädchen (18 Monate) fiel aus dem 6. Stockwerk auf das Vordach eines Cafés. Sie hatte keine Verletzungen (bbc.co.uk)

2010 – Ein Mann (22) überlebte einen Fall von 39 Stockwerken von einem Manhattan Wolkenkratzer in ein parkendes Auto. Der Mann hatte schwere Verletzungen, das Auto war Totalschaden (aolnews.com)

2010 – Eine Frau (26) überlebte einen 11-Stockwerke Sturz in Halifax, mit zahlreichen Verletzungen und derben Knochenbrüchen (thechronicleherald.ca)

2011 – Eine Frau (in den 30ern) fiel in Buenos Aires 23 Stockwerke vom Hotel Crowne Plaza Panamericano hinab und landete auf dem Dach eines Taxis. Sie überlebte mit Verletzungen. Der Taxifahrer hatte sich nur wenige Augenblicke zuvor aus dem Taxi entfernt und konnte das Geschehen aus ca. 10m Entfernung beobachten (bbc.co.uk)

2011 – Ein Skydiver (26) überlebte mit einigen Quetschungen einen missglückten Flugversuch. Er stürzte aus 1000m Höhe in der Nähe von Grahamstown ab (dispatch.co.za)

2011 – Ein Mann (36) fiel beim Besteigen des Sgurr Choinnich Mor, Schottland 100m in die Tiefe. Er brach sich lediglich ein paar Rippen (spiegel.de)

2011 – Ein älterer chinesischer Mann fiel aus dem 10. Stockwerk. Er zog sich nur leichtere Verletzungen zu. Keine weiteren Angaben (telegraph.co.uk)

2012 – Ein Mann (19) fiel 400m vom Grubhörndl in Salzburg. Er hatte mehrere Knochenbrüche (diepresse.com)

2012 – Ein Mann (34) fiel in Sidney 8 Stockwerke (25m) tief. Er überlebte ohne einen Kratzer (smh.com.au)

2012 – Ein Fensterputzer (27) fiel in Winnipeg 8 Stockwerke hinunter. Er hatte keine Brüche, nur einen Knieschaden (winnipegfreepress.com)

2012 – Ein Mann (um die 40) fiel 55m in die Niagarafälle. Er hatte schwere Verletzungen. Dies ist der dritte bekannte Fall bei dem Menschen ohne Sicherheitsausrüstung diesen Sturz überleben (diepresse.com)

2013 – Ein Mann (80) fiel von einer Klippe, nachdem er sich einen Kampf mit einem hungrigen Bären geliefert hat. Der Mann, ein russischer Schafhirte, erlitt einige Kratzer und Bisswunden (huffingtonpost.com)

2013 – Ein Mann (19) fiel 100m tief und brach sich den Oberschenkelknochen. Dies geschah in Neuseeland auf dem Vulkan Ruapehu (stern.de)

2014 – Eine junge Frau (16) stürzte 1000m in Oklahoma in die Tiefe, nachdem ihr Fallschirm sich zwar geöffnet hatte, sie aber in eine Abwärtsspirale geriet. Sie zog sich einige Knochenbrüche zu (theguardian.com)

2014 – Ein Mann (33) fiel mit seinem Auto von einer Klippe nahe Brighton. Er fiel 24m (80f) und verletzte sich nur leicht (bbc.com)

2014 – Eine Frau (40) fiel mit ihrem Auto von einer Steilkante vom Staffelberg in Oberfranken 50m in die Tiefe. Sie verletzte sich nur leicht (focus.de)

2015 – Ein Mädchen (7) überlebte nicht nur einen Flugzeugabsturz in Kentucky, bei dem vier andere Personen getötet wurden, sondern informierte auch selber die Behörden davon. Keine weiteren Angaben (abcnews.go.com)



3. Hier gibt es wohl Worte, aber diese beschreiben diese Phänomene nicht einmal ansatzweise

Beispielsweise das, als FAS oder Foreign Accent Syndrome (Fremdsprachen-Akzent-Syndrom) bekannt gewordene Phänomen. Es wird behauptet, hierbei würde es sich um eine neurologische Erkrankung handeln, wobei es nur zu einer bloßen Änderung der Sprachmelodie des Erkrankten kommt. Und diese Veränderung würde dann von Bekannten oder irgendwie Außenstehenden halt als Akzent einer Fremdsprache interpretiert werden. Doch möglicherweise ist das Phänomen weitaus vielfältiger und umfassender … Oft wird nämlich eine ganz andere Sprache adaptiert ...

Eine Schwierigkeit ergibt sich für mich hier aus den künstlich gezogenen Grenzen in etwa: „Oh, beim diesjährigen Anti-Grippe-Cocktail haben wir diese Mutation doch tatsächlich gar nicht mitberücksichtigt. Das Problem war nämlich ein völlig anderes.“
Ständig müssen anscheinend irgendwelche Phänomene von irgendwelchen anderen vordergründig abgegrenzt werden, und dies vielleicht nur, damit wieder neue Wörter die Schulbücher füllen können. Oder, dass sich die Pharma-Industrie zufrieden die Geldbörsen streichelt … Und was wäre, wenn solche Phänomene tatsächlich nur Erscheinungen einer einzigen Quelle sind? Unverstandene Energiefixierungen?

Im Dezember 2015 wurde der Fall einer offenbar schizophrenen Frau bekannt, die durch das Wechseln ihrer Persönlichkeiten ihre Blindheit verlor. Was jetzt? War sie blind oder eigentlich dann doch nicht? Was ist dann eigentlich Blindheit? Ein physisches oder ein psychisches Phänomen?
So ein Geschehen mag vielleicht an eine „Wunderheilung“ aus Lourdes erinnern, wo ein blinder Mann, trotz verknotetem Hauptsehnervs und fehlenden Nervenzellen, nach drei-tägigem Aufenthalt dort, plötzlich sehen konnte. Etwas, was er sein Leben lang nicht konnte. Und die Mißstände waren damit noch lange nicht behoben. Diese sollen sich allerdings innerhalb eines halben Jahres zu biologisch funktionierenden Augen umgebildet haben – soweit die damals behandelnden Ärzte … Im Grunde handelt es sich um ein Phänomen, das den merkwürdigen, oben vorangestellten Überlebenden ähnelt: waren es alles nur glückliche Zu-Fälle, waren es gar Wunder oder sollten wir vielleicht die sogenannten Grenzen unseres Schulwissenschaftlichen Wirklichkeitsbildes einfach ein wenig lockerer sehen? Denn - was wäre, wenn unsere Möglichkeiten der Wirklichkeit gegenüber bedeutend gewaltiger wären?
Fluch – oder Fähigkeit?

In den nun folgenden Fällen scheint es simpler zu sein: – erst geschieht etwas – und daraufhin etwas anderes … Das mag jetzt vielleicht albern klingen; wir werden sehen ...
Häufig scheinen traumatische Kopfverletzungen einen Teil des Grundmusters zu bilden.
Hier sind die Daten:



2007 – Ein Tscheche (17) fiel nach einem Autounfall, bei dem er sich schwer am Kopf verletzte, ins Koma, aus dem er fließend Englisch sprechend wieder erwachte (dailymail.co.uk)

2009 – Eine US-Amerikanerin (47), ein Farmerin aus Colorado, wurde nach einer Hirnverletzung zu einer Spezialistin für Mathematik, Kunst und Gedichte. Sie sagt, dass nun sie Farben hören und Geräusche sehen kann. Auch hierfür gibt es ein Wort: Acquired Savant Syndrom, übersetzt so etwa: Erworbene Inselbegabung ... (dailymail.co.uk)

2010 – Eine Engländerin (59) wurde in Rumänien, wo sie sich aufhielt, in einem Autounfall schwer verletzt. Die Meldung sagt sie sei bewusstlos gewesen, kein Koma. Sie erwachte mit einem rumänischen Akzent (dailymail.co.uk)

2010 – Eine Kroatin (13) fiel ins Koma, aus dem sie Deutsch sprechend erwachte. Es wird kein Grund für das Koma genannt (telegraph.co.uk)

2010 – Eine Neuseeländerin (59) sprach „über Nacht“ plötzlich mit einem walisischen Akzent. Kein Trauma oder Verletzungen (telegraph.co.uk)

2010 – Eine Engländerin (49) sprach nach schweren Migräneanfällen mit einem französischen Akzent. Sie verlor deswegen ihren Job als Verkäuferin (dailymail.co.uk)

2010 – Ein Schotte (39) fiel nach einem Autounfall ins Koma, aus dem er mit einem polnischen Akzent sprechend erwachte (breakingnews.heraldscotland.com)

2010 – Eine Engländerin (35), aus Deutschland emigriert, sprach nach schweren Migräneanfällen mit einem chinesischen Akzent (telegraph.co.uk)

2011 – Eine US-Amerikanerin aus Oregon sprach nach einem Zahnarztbesuch mit einem irischen Akzent. Dieser Fall ist oft von den MSM aufgegriffen worden (spokesman.com)

2011 – Das Datum der Meldung: Serbischer Junge (3) sprach von einem Tag zum anderen perfektes Englisch, aber lest selbst!

2012 – Ein Engländer (81) fiel nach einem Schlaganfall ins Koma, aus dem er fließend Walisisch sprechend wieder erwachte (telegraph.co.uk)

2012 – George Michael, ein früherer „Star“, leidet unter Pneumonie. Diese Krankheit liess ihn wochenlang ins Koma fallen, aus dem er mit einem West Country Akzent wieder erwachte. Was immer man sich jetzt auch darunter vorstellen mag (telegraph.co.uk)

2012 – Eine Engländerin (40) sprach nach mehreren schweren Anfällen mit einem französischen Akzent (mirror.co.uk)

2013 – Eine Engländerin aus East Sussex sprach nach einem Schlaganfall mit einem „nördlichen“ Akzent. Keine näheren Angaben (bbc.co.uk)

2013 – Ein US-Amerikaner (61), bekannt geworden als Longbow oder Florida Mann, erwachte eines Tages, ohne Erinnerung an sich oder sein vorheriges Leben, fließend Schwedisch sprechend. Er wurde Monate später von seiner Schwester identifiziert (npr.org)

2014 – Das ist nur der Zeitpunkt des Artikels, das tatsächliche Geschehen hat sich viel früher zugetragen; in Kurzform: Nativer Ureinwohner Amerikas wacht auf fließend Russisch sprechend, aber in der Geschichte ist noch viel mehr zu holen – lest es selbst!

2014 – Ein Engländer (25) fiel nach einem Autounfall ins Koma, aus dem er (nicht nur) fließend Französisch sprechend erwachte, er hielt sich selber für eine ganz andere Person (focus.de)

2014 – Ein Australier (22) fiel nach einem Autounfall ins Koma, aus dem er fließend Mandarin sprechend wieder erwachte. (mirror.co.uk)

2015 – Eine Chinesin (94) fiel nach einem Schlaganfall ins Koma, aus dem sie (nicht nur) fließend Englisch sprechend wieder erwachte, sie verlor auch die Fähigkeit Chinesisch zu sprechen (nypost.com)

2015 – Wieder nur das Datum der Veröffentlichung des Artikels, das Geschehen spielte sich in den 70ern des letzten Jahrhunderts ab: Eine Hypnose offenbart erstaunliche Dinge – lest selbst!


Hier war schon einiges echt seltsam, aber es wird noch seltsamer:

Ein kurzer Gurdjieff'scher Augenblick:
Im Jahr 2011 wurde im
Personality and Social Psychology Bulletin eine Studie der Hong Kong Polytechnic University veröffentlicht. In dieser Studie wurde auf die Veränderung von Persönlichkeiten mit dem Erwerb neuer Sprachen hingewiesen: Andere Sprachen vermittelten nicht nur ein neues Sprachverhalten, durch die nun gelernten, neu hinzu gekommenen, sprachlichen Ausdrucksformen, sondern diese können das gesamte Persönlichkeitsbild einer Person umstrukturieren. Es wird angedeutet, dass eine Persönlichkeit keine feste (Kultur-) Struktur ist, wie es im Existenzialismus oft vorgeturnt wird, sondern im Gegenteil ständigen Fixpunktverlagerungen ausgesetzt ist, die zu einer völligen Umschichtung vorher gelebter Interessen, Werte und auch der Wahrnehmung führen kann. Und zwar während des Praktizierens einer anderen Sprache (scientificamerican.com)

1994 – Ein US-Amerikaner wurde durch das Telefon hindurch von einem Blitz getroffen. Dies löste eine Out of Body-Erfahrung (OBE) aus. Zeitweilig außerhalb seines Körpers, glaubte er Menschen, Orte oder Dinge nun auch energetisch wahrnehmen zu können. Später entwickelte er eine unbedingte Neigung zu klassischer Piano-Musik, nur um festzustellen, dass er dieses Instrument fast vollständig beherrschte. Er hatte kurzfristig Klavierunterricht im Alter von Sieben Jahren, verlor aber schnell das Interesse daran (wivb.com)

2002 – Ein US-Amerikaner wurde vor einer Bar in Tacoma, Washington von zwei Unbekannten angegriffen und schwer am Kopf und an den Nieren verletzt. Nach diesem Ereignis begann er die Welt in geographischen Mustern wahrzunehmen . Dies führte ihn, nach einem drei-jährigen Trauma, in ein umfassendes Verständnis von höherer Mathematik. Wissenschaftler bezeichnen seine erlangte Gabe schlicht als Genie (komonews.com)

2008 – Eine Engländerin (32) erwachte eines Morgens und mit einem Gedächtnisverlust, der die gesamten letzten 17 Jahre umfasste. Sie erkannte weder ihren 11-jährigen Sohn, noch die inzwischen fortgeschrittenen Technologien, wie ihr Handy (nymag.com)

2009 – Ein Engländer (70), der vorher mit argen Augenproblemen zu kämpfen hatte, hatte, nach einem Schlaganfall, seine Augenschärfe zurück erlangt, die nun der eines 20-jährigen entsprechen würde. Er braucht keine Brille mehr, die er mehr als 50 Jahre tragen musste (telegraph.co.uk)

2009 – Eine Frau (M.P.), keine näheren Angaben, erlitt einen Schlaganfall, der ihr die Fähigkeit nahm zu lesen. Auch hierfür existiert ein Ausdruck: Wort Blindheit. Allerdings verlor sie damit die Fähigkeit zum Schreiben von Worten nicht (gizmodo.com)

2009 – Ein Engländer (23), der außerhalb eines Southend Clubs, angegriffen und dabei schwer am Kopf verletzt wurde, fiel als Folge davon zwei Wochen in ein tiefes Koma. Er begann nach dem Erwachen unter ständigen Dèjá-Vu-Erlebnissen zu leiden, die ihn an der Realität, wie er sie kannte, zweifeln ließen. Später stellten sich Stimmen ein, die ihm verborgene Dinge über ihm völlig fremde Menschen offenbarten, aber auch zukünftige Geschehnisse. Mit diesen neugewonnenen Fähigkeiten ausgestattet, begann er eine Karriere als psychisches Medium (ibtimes.co.uk)

2012 – Ein US-Amerikaner (40) erlitt während des Tauchens in einem Schwimmpool eine Gehirnerschütterung bei einem Unfall. Danach entwickelte er ein musikalisches Gespür, machte Karriere im Musikgeschäft und kann heute Acht verschiedene Instrumente spielen. Er hatte niemals etwas, in musikalischer Richtung, vorher erlernt (dailymail.co.uk)

2013 – Ein chinesischer Mann, der eine Woche ohne Schlaf in einem Internet-Café verbrachte, fiel vor Erschöpfung in ein Koma, aus dem er erst wieder erwachte, nachdem ihm seiner Angehörigen einige Geldscheine unter die Nase hielten (mysteriousuniverse.org)

2013 – Ein ungarischer Mann (43) entwickelte nach der Sichtung eines U.F.O.s die Fähigkeit Bilder zu malen. Seine Arbeiten umfassen methodische und surreale Gemälde. Er hatte niemals Kunst studiert oder anderweitig sich angeeignet. Bis zu diesem Ereignis arbeitete er als Gärtner (finelinemagazine.tumblr.com)

2013 – Eine Engländerin (39), die zwar zweisprachig aufgewachsen ist, verlor nach der Geburt ihres Kindes die Fähigkeit in Englisch zu kommunizieren. Sie musste zur Weiterbehandlung in ein Walisisches Krankenhaus eingeliefert werden, da sie sich nur noch auf walisisch verständigen konnte (spiegel.de)

2013 – Ein US-Teenager, der eigentlich Profi- Sportler werden wollte, erlitt einen schweren Sport-Unfall, bei dem er stark am Kopf verletzt wurde. Nach einem mehrwöchigen stationären Aufenthalt entwickelte er, vorher völlig unmusikalisch, die Fähigkeit Musik zu verstehen und Instrumente zu spielen. Er beherrscht zu diesem Zeitpunkt 13 Instrumente. Wissenschaftler vermuten ein verhindertes musikalisches Genie und glauben dies an seiner speziellen Epilepsie festmachen zu können, die auch bei anderen Musikern schon festgestellt wurde (stern.de)

2014 – Eine Französin (37) litt seit ihrem zweiten Lebensjahr unter schweren epileptischen Anfällen. Nachdem eine allopathische Methode eine Zeitlang recht erfolgreich wirkte, waren die Anfälle ab ihrem 18. Lebensjahr aber medikamentös nicht mehr kontrollierbar. Die Ärzte entschieden sich für eine Entfernung jenes Teils des rechten Schläfenlappens ihres Gehirns, der nach Meinung dieser Ärzte, maßgeblich für diese Anfälle verantwortlich war. Das Erstaunliche war, dass die Patienten nach diesem Eingriff eine Art von Hyper-Empathie entwickelte. Sie war aber nicht nur in der Lage Gefühle anderer wahrzunehmen, sondern konnte diese auch in andere Personen zu projizieren, und dass, obwohl, nach Meinung der Wissenschaft, eben jener Teil ihres Gehirns verlustig ging, der eigentlich für die Wahrnehmung und Beurteilung derartiger Gefühle überhaupt zuständig war (grenzwissenschaft-aktuell.de)

2015 – Ein Schweizer (39) entwickelte nach schweren Ohr-Problemen die Fähigkeit des luziden, oder „wachen“, Träumens in Verbindung mit außerkörperlichen Erfahrungen (braindecoder.com)



4. Die Welt der dogmatisierten Wissenschaft und andere Absonderlichkeiten

Da gibt es eine Geschichte über das Wettrüsten zweier Nationen, allerdings nicht nur im physikalischen, sondern auch im para-normalen Bereich. In den 50er – und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts trieben manche Vorstellungen über Wege zur psychischen Kriegsführung (und die Erforschung derselben) seltsame, und oftmals auch schreckliche Blüten. Willentliche oder ahnungslose Versuchspersonen wurden Krankheitserregern ausgesetzt, in psychotische Wahnwelten gedrängt oder mit Zuhilfenahme bewusstseinsverändernder Rauschgifte manipuliert. Das ist alles an anderer Stelle wohl dokumentiert. Für die Interessierten kann ich eine Forschungsreise über das Internet in diese Vergangenheit nur empfehlen. Allerdings kann die Grausamkeit, Gleichgültigkeit und Rücksichtslosigkeit, mit der zum Teil vorgegangen wurde, auch sehr erschreckend sein.

Das Ziel war wohl den Super-Soldaten, getreu dem Vorbild US-amerikanischer Comic-Protagonisten zu schaffen. Natürlich gab es zu diesem Zeitpunkt auch schon eine Art westlich orientierter wissenschaftlicher Methodik zur Erfassung scheinbar psychischer Phänomene, die Parapsychologie, doch deren Resultate waren, abgesehen von wirklichen Randerscheinungen (Hier und hier), bestenfalls fragwürdig und unbeständig. Wo also waren nun die Grenzen für das psychische Erleben wirklich zu suchen? Und mit welchen Mitteln konnten psychische Kräfte aktiviert werden? Und in wie weit war so etwas schließlich dann auch noch übertragbar?
Das Problem, abseits der physikalischen Gesetze ist, dass solche Phänomene meist sporadisch auftreten und sich damit bislang jeglicher wissenschaftlicher Kontrolle entziehen.

In der folgenden kurzen Geschichte befinden wir uns am Beginn der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts, mitten im kalten Krieg, der manchmal an seltsamen Orten, und oft auf grausame Weise, geführt wurde. Aufrüstung um jeden Preis, zur potentiellen Abschreckung des vermeintlichen Gegners, war der gängige Modus. Und ein Weg zu dieser Aufrüstung war auch gut dokumentierte, aber bislang nicht beherrschbare, psychische Gewalt. Und jede Seite versuchte sich auch hier eventuelle Vorteile zu sichern, mit welchen Mitteln auch immer …
Dies ist die Geschichte eines sowjetischen Versuchs, wohl um (übersinnliche) psychische Verbindungen und Aktivitäten über Entfernung nachzuweisen, was auch erfolgreich gelang. Zu diesem Zweck wurden zwei kleinere U-Boote bereitgestellt, von denen das eine mit zusätzlichen elektronischen Messgeräten bestückt wurde. Die Versuchsleiter nahmen vermutlich an, dass somit ein genügend großer und störfreier Raum, durch die physische Distanz der Schiffe unter den Bedingungen des sie umgebenden Wassers, geschaffen wurde. Und jetzt wird es heftig: Die Wissenschaftler nahmen in das, mit Messgeräten ausgerüstete, U-Boot eine große Anzahl von Hundemüttern auf, die gerade, oder kurze Zeit vorher, geworfen hatten. In das andere brachte man die entsprechenden Welpen. Und als die berechnete Position im Meer erreicht war, wurden die Mütter an die Messgeräte angeschlossen, so dass man ihre folgenden Reaktionen aufzeichnen konnte. Danach begann man im anderen Schiff die Welpen zu foltern und zu quälen, oft bis zum Tod.
Und tatsächlich konnten die Messgeräte heftigste psychische Reaktionen der distanziert platzierten Hundemütter aufzeichnen, die doch eigentlich gar nichts von dem Geschehen auf dem anderen U-Boot hätten wahrnehmen oder auch nur erahnen können. Zumindest nicht auf „normal zugänglichen“ Kanälen. Wie schon angedeutet, sind manche dieser alten Geschichten einfach nicht nett. Was immer damit auch zu beweisen war ...
Hier sind die Daten:

Washington State – Steven und Chris Pete, es gibt Menschen, die mit einer Schmerzunempfindlichkeit geboren werden. Man spricht von einer selten auftretenden Störung und nennt so etwas: Congenital Analgesia. Was für ein Wort (
bbc.co.uk)

Niederlande – Wim Hof, ein Mann, der fähig ist, mit Hilfe vom Meditation, selbst stärkste Kälte auszuhalten oder im Eiswasser zu schwimmen (
weirdnews.aol.com)

Indien – Rajmohan Nair, ein Mann, der absolut unempfindlich gegenüber Stromschlägen ist. Er kann Elektrizität durch seinen Körper leiten und damit beispielsweise eine Glühbirne zum Leuchten bringen (
weirdasianews.com)

China – Ma Xiangang, ein anderer Mann, der die gleiche elektrische Fähigkeit besitzt (
cracked.com)

London – Kim Nobel, eine Frau, die nicht nur künstlerisch tätig ist, sondern die auch viele unterschiedliche Persönlichkeiten in sich vereint, also eigentlich sehr krank ist. Das Erstaunliche: Jede ihrer Persönlichkeiten drückt sich künstlerisch völlig eigenständig aus. Man nennt so etwas: Dissociative Identity Disorder (DID) oder Dissoziative Identitätsstörung (
kimnoble.com)

Holland – Mirin Dajo, ein Mann, der nicht nur gegen Schmerzen unempfindlich war, sondern der sich auch Wunden zufügen konnte, die nicht bluteten. Er demonstrierte seine Fähigkeiten oft vor verblüfften Wissenschaftlern (
grenzwissenschaften-aktuell.de)

Kathmandu - Gautam Sapkota, ein nepalesischer Mann ist fähig mit Vögeln zu kommunizieren, indem er ihre Lautsignale verwendet. Er sagt von sich selber, dass er über 250 Wörter der Vogelsprache imitieren und anwenden kann (
reuters.com)

Weltweit – gibt es Menschen, die allein mit ihrer Anwesenheit Straßenlaternen zum Flackern oder zum Erlöschen bringen können. Man nennt so etwas: Streetlight Interference (SLI) oder Straßenlicht Störung (
theepochtimes.com)

Weltweit – gibt es Menschen, die einen derartig ausgeprägten Geschmackssinn haben, dass sie beispielsweise unterschiedliche Steine oder Kristalle unterscheiden können (
theatlantic.com)

Japan - Isao Machii, ein Mann mit schier übermenschlichen Körper-Reflexen. Er verwendet diese Fähigkeit vor Publikum, wo er beispielsweise einen Apfel mit einem Katana (japanisches Langschwert) in der Luft schält (
cracked.com)

Sollhull - Oscar Wrigley, ein Junge, der mit zwei Jahren schon den gleichen IQ, wie Albert Einstein oder Stephen Hawkins hatte, Nur 0,01% der Menschen sollen überhaupt einen IQ höher als 160 besitzen. Er wurde in das Gifted Children's Information Centre aufgenommen (
telegraph.co.uk)

Pennsylvania - Bob Milne, ein Ragtime Piano Musiker, kann simultan in seinem Kopf vier Symphonien gleichzeitig abspielen. Er beschreibt es als als einen drei-dimensionalen Flug in seinen Gedanken, wobei er die gleichzeitigen Vorgänge aus den unterschiedlichsten Perspektiven visualisieren kann (
dailygrail.com)


Kolumbien – Der vier Wochen alte Sohn von Ana Feria Santos kann nicht nur schon aufrecht gehen, sondern atmet Feuer aus. Nachbarn und Bekannte glauben, dass er den 'Teufel' im Leib hat. Seine bloße Gegenwart würde schon irrationale Angstzustände hervorrufen (
dailymail.co.uk)

Dänemark - Stig Severinsen, ein Mann, der den Rekord im Luftanhalten unter Wasser mit 22 Minuten hält. Der bisherige Rekordhalter konnte immerhin 20 Minuten und 10 Sekunden unter Wasser bleiben (
huffingtonpost.com)

Tennessee - Calvino Inman, ein junger Mann, der statt Tränenflüssigkeit Blut tränt. Aus Tennessee sind mehrere solcher Fälle bekannt geworden. Das nennt man: Haemolacria (
livescience.com)

Jemen - Saadiya Saleh wurde im Alter von 12, aufgrund einer unbekannten Krankheit, in ein Krankenhaus eingeliefert. Und die Ärzte staunten, als das Mädchen zu weinen begann, - denn es weinte statt Tränenflüssigkeit kleine Steine (
yourjewishnews.com)

Libanon -
Hasnah Mohamed Meselmani, eine Frau, die in ihrer Kindheit, genauer zwischen März und November 1996, einem seltsamen Phänomen ausgesetzt war. In dieser Zeit weinte das Mädchen nämlich keine Tränenflüssigkeit, sondern rasiermesserscharfe gläserne Kristalle, mit denen sich problemlos Papier schneiden liess (share-international.org)

Changchun - Dong Changsheng, ein chinesischer Kampfsportexperte zog nur mit seinen Augenlidern ein Auto am erstaunten Publikum vorbei. Dong hat eine 40-jährige Praxis in Kung Fu erworben, die ihn, nach eigenen Angaben, auch zu anderen ungewöhnlichen Dingen befähigt (
orange.co.uk)

Kaifeng - Ling Chunjiang, ebenfalls ein chinesischer Kampfsportexperte, kann, nur mit seinen Augenlidern, in der Minute bis zu 12 Kerzen auspusten. Er kann auch den Boden einer Flasche so zerschlagen, dass der Rest der Flasche unversehrt bleibt. Ling hat eine fast 30-jährige Praxis in Kung Fu (
ananova.com)

Weltweit – Forscher, die den Vogelflug studierten, fanden in den Augen der Vögel ein Protein 'Cryptochrome', welches den magnetischen Sinn der Vögel aktivieren soll. Auch Menschen haben dieses Protein in ihren Augen (
blogs.discovermagazine.com)

Australien - Concetta Antico, eine Frau, die Farben sehen kann, die andere nicht einmal auf Nachfragen sehen können. Sie sieht also Faben, die für die meisten Menschen unsichtbar sind. Das nennt man: Tetrachromacy (
bbc.com)

Weltweit – Eine Studie der Universität von Washington, unter
Dr. Vladimir J. Kefalov ergab, das alle Menschen, unter bestimmten Bedingungen, in der Lage sind infrarotes Licht wahrzunehmen, und damit im Dunkeln zu sehen. Ich kann diese Behauptung aus persönlicher Erfahrung bezeugen (grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.de)


Weltweit – Katzen (aber auch einige andere Tiere) nehmen, für Menschen normalerweise unsichtbares, ultraviolettes Licht wahr. Damit sind sie in der Lage Dinge zu sehen, die wir nicht sehen können, ergab eine britische Studie (discovery.com)

China, Nong Youhui, ein Junge, dessen Augen in der Dunkelheit glühen. Er selbst kann problemlos in den dunkelsten Räumen sehen (
wunderkabinett.co.uk)

Türkei - Esref Armagan, ein blinder Mann, der trotz seiner Blindheit nicht nur fähig ist Bilder mit Motiven zu malen, sondern diese auch (für unsere Wahrnehmung) in den korrekten Farben wiederzugeben (
xoomthetruth.blogspot.com)

Weltweit – Menschen, die unter verlorenen Gliedmaßen leiden, spüren die Anwesenheit derselben, oder oft auch Schmerzen in diesen, noch manchmal das ganze Leben lang. Beim Phänomen des Phantom Eye Syndrome (PES) jedoch berichten Betroffene nicht nur über Empfindungen, sondern auch über Wahrnehmungen. Es wird gewöhnlich über das Auftreten von Formen und Farben berichtet, aber auch von Schatten und sich seltsam bewegenden Gestalten. Mögliche Erinnerungen, oder Geister, die sich am normalen Sinneseindruck vorbei schleichen (
discovermagazine.com)

Indien - Vikas Panchal, ein Junge, der schon jahrelang eine bestimmte geistige Disziplin praktiziert, ist heute in der Lage mit verbunden Augen Fahrrad zu fahren, Bücher zu lesen oder Bilder zu sehen (
mirror.co.uk)

Saransk - Natasha Demkina, eine russische Frau ist seit ihrer Kindheit fähig die inneren Organe anderer Menschen (nicht ihre eigenen) zu sehen. Sie beschreibt diese Fähigkeit als einen Wechsel der Sichtweise. Aufgrund dieser Fähigkeit wurde sie von russischen Ärzten um Mithilfe bei speziellen Fälle gebeten. Ihre Krankheitserkennung erwies sich oft als akkurater, als die der diagnostizierenden Ärzte (
english.pravda.ru)

Los Angeles – Daniel Kish, ein Mann, der mit der Hilfe von Geräuschen die Umgebung wahrnehmen kann. Er schnalzt beispielsweise dazu mit der Zunge und der Klang vermittelt ihm, ob sich auf dem Weg vor ihm Personen befinden oder nicht. Man nennt so etwas: Echo Vision (
newscientst.com)


Blackpool - James Wannerton, ein Mann, der Worte schmecken kann, wie andere eine beliebige Nahrung. Man nennt so etwas Gustatory Auditory Synaesthesia oder Gustatorisch Auditive
Synästhesie. Wie gut, dass es Worte gibt, die einem schmecken können (dailymail.co.uk)

Indien - Pakkirappa Hunagundi, ein Mann der Steine, Kies und Schlamm isst, sogar süchtig danach sein soll. Die Wissenschaft scheint so etwas schon zu kennen, den sie spricht hierbei von einer seltenen Ess-Störung: PICA (The persistent eating of non-food items with no nutritional value), also Dinge zu essen, die eigentlich keinen Nährwert haben. Ich finde erstaunlich, dass seine Zähne scheinbar dabei nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden (
metro.co.uk)

Virginia - Teresa Widener, eine Frau, die der gleichen Leidenschaft des Steineverspeisens mehr als 20 Jahre lang frönte. Sie sagt, dass sie das Knirschen ihrer Zähne mag, nun denn (
dailymail.co.uk)

USA - Stephen Wiltshire, ein Mann, der nicht nur ein photographisches Gedächtnis besitzt, sondern auch jede Zeichnung oder Stadtansicht problemlos reproduzieren kann (
cracked.com)

USA – Kim Peek, ein autistischer Mann, der über ein nahezu perfektes Gedätchnis verfügt. Peek war die Inspiration für den Film 'Rain Man' (
cracked.com)

USA – Ein 64-jähriger Mann, der an Parkinson leidet, nimmt auch Phantom - (oder scheinbar einfach nicht vorhandene) Gerüche war. Das Erstaunliche ist, dass, wenn sich das Wetter auf eine bestimmte Weise ändert, auch die Intensität oder die Art des Geruches sich ändert. Und zwar bevor die Wetteränderung eintritt. Die behandelnden Ärzte glauben jedoch nicht, dass seine unglaublich präzisen Wettervorhersagen magischer Natur sind, sondern nur zeigen, wie sensitiv der Mann selbst auf feinste Veränderungen der Natur reagiert, sie umformt und deutet (
smithonianmag.com)

Nigeria - Alex Ikege, ein Mann, der angeklagt wurde Genitalien (oder die sexuelle Funktion) verschwinden lassen zu können. Die Ankläger waren Mohammed Assan, Abubakari Zaidu, Ahmed Lukman and Sadat Tahiru. Ikege ist für schuldig befunden worden (
peacefmonline.com)

USA - Dean Karnazes, ein Langstreckenläufer, der erstaunlicherweise ziemlich ausdauernd ist. So lief er während dreier Tage ohne Schlaf über 560km am Stück. Marathon-Läufe gehören zu seinen Spezialitäten (
cracked.com)


Und wenigstens eine Lektion sollten wir aus all dem mitnehmen können, dass, wenn wir das nächste Mal den Begriff 'Mensch' verwenden, wir so ehrlich sein sollten uns zuzugestehen, dass wir gar keine Ahnung haben, was sich hinter diesem Wort alles versteckt …

Das hier war nur eine bescheidene Auswahl, mit der ich nicht einmal in die wirklich phantastischen Bereiche der menschlichen Erfahrung eingedrungen bin.

Im übrigen bin ich dafür, dass „eine größere Annäherung an die Wirklichkeit“ keine Entschuldigung sein darf, für eine (bislang) derart gewaltige Vernachlässigung und Ignoranz gegenüber derselben und all ihren Erscheinungen an sich. Eine solche Ansicht mag im geregelten Verkehr der dogmatisierten und hochgejubelten Expertisen wohl immer noch ziemlich unerwünscht sein, gerade dort, wo die Wirklichkeit des Mikroskops, bzw. der speziell herausgegriffenen Bedingung, den Blick auf die eigentliche Gesamtsituation doch mehr und mehr zu verhindern scheint. Wald und Bäume. Das ist ähnlich, wie ein bestimmter Tag in einem bestimmten Monat, von dem nicht nur angeblich alle Leute wüssten, was sie damals just taten, sondern der, nach Meinung verschiedenster, felsenfest Überzeugter, mit den heutzutage geltenden physikalischen Gesetzen absolut und zweifelsfrei im Einklang stand; und so gar keine Unstimmigkeiten vorzuweisen hatte, und auch das nicht einmal im politischen Kontext. Ich nehme mal einfach an, dass es auch auf die Erzählweise bzw. die Darstellung ankommt, ob das Kind schon bald einschläft …

Gut, ich habe tatsächlich Schwierigkeiten mich an den Ablauf dieses speziellen Tages zu erinnern, aber ich mag auch den anderen Hypes im Mainstream nicht wirklich gerne zu folgen; habe mich dann aber später umso ausführlicher mit diesem Datum und den Ereignissen beschäftigt, und lernte (unter anderem), dass der Zu-Fall innerhalb bestimmter Erfordernisse ganz eigene Bedeutungen erlangen kann. Immerhin.
Aber jeder sollte eine Meinung haben können, wie auch immer diese entstanden sein mag. Genau deshalb sollten auch Ansichten (oder Dinge) nicht nur einen Wirklichkeitsanspruch aufgrund ihrer Beifallklatscher besitzen.
Oder nur aufgrund ihrer scheinbaren Verbreitung.
Das wars erst einmal.

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Mi

04

Nov

2015

Schweigen schafft Zustimmung oder die all-tägliche Hypnose

Der folgende Text bedarf sicherlich einer Erklärung oder einer Einleitung, denn er weicht, gewissermaßen, von all dem ab, was dem Intermediaristen sein gesicherter/ungesicherter Realitätsanspruch ist. Und natürlich, weil ich mit dem Begriff „Hypnose“ in vorausgegangenen Texten anscheinend so leichtfertig und großspurig um mich geworfen habe: Es ist für den Intermediaristen oder auch den Anomalisten nicht einfach, die Erscheinungen, Phänomene oder Phantome der Wirklichkeit zu konkretisieren. Dies ist ein Versuch.

Wirklichkeit, - ein großes Wort, mag für einige nichts als ein Wechselspiel von irgendwie zufälligen oder abhängigen, sporadisch oder regelmäßig auftretenden, Phantomen sein, Frösche gewissermaßen. Und für andere der materielle Beweis, festgemacht an den derzeitigen Verständnissen oder auch anhand gegebener Möglichkeiten. Wieder andere sehen hier nur gespiegelte Positionen oder Erscheinungen unserer Sinneswahrnehmungen.
Oder was auch immer … Das alles sind keine Widersprüche, bestenfalls andere Ansätze zur Erfassung gewisser Anzeichen ...
Doch kann es auch eine „wirklichere“ Wirklichkeit hinter solcherart Trugbildern geben? Und wie kann man sich da überhaupt jemals sicher sein?

Ich möchte hiermit das Gedankengut des kaukasischen Philosophen G.I. Gurdjieff vorstellen, der Zeit seines Lebens auf der Suche nach der Welt hinter ihren Erscheinungen war und wohl auch recht erfolgreich darin war. Wir werden sehen. Aber es wäre vermessen zu behaupten ich würde auch hier mehr tun, als einfach nur an der Oberfläche herumzukratzen. Doch es ist immerhin ein Abriss oder vielmehr ein flüchtiger Einblick in seine Ideen.

Dementsprechend ist es zusätzlich auch ein schwierig vermittelbares Thema, denn es handelt doch im Grunde von uns, unseren Einstellungen, unseren Sichtweisen, unserem „Leben“. Aber auch von Wachsein und Verantwortlichkeit, von Hoffnungslosigkeit, von Bedingtheit, Anpassung, Schlaf, Abhängigkeit und von Sklaverei. Von Konditionierung, Trance, Suggestion und Unfreiwilligkeit. Und von der Chance auf Hoffnung.

Und auch deshalb muss ich mit einer Warnung beginnen: Es werden eine Unzahl an Fragen gestellt, die derzeit vielleicht unmöglich zu beantworten sind; möge dies jeder für sich selbst entscheiden. Der folgende Text ist stellenweise ausgesprochen kompliziert strukturiert gehalten, schwer überschaubar, wiederholend, verwickelt, verwirrend, provozierend und extrem umständlich formuliert, - das ist eben so gewollt.
Eines der Hauptanliegen dieses Manuskriptes soll der Aufmerksamkeit gelten.
Und das erfordert eben auch Aufmerksamkeit!

Eine alternative Einleitung kann im zweiten Nachwort dieses Textes gelesen werden.




Akt I
Die Illusion wird perfekt, wo sie zur Realität erhoben wird

Wir werden eine Existenz bei ihren Fröschen packen.

Weise Männer haben es auf andere Weise versucht. Sie haben versucht, unser Dasein zu verstehen, indem sie nach den Sternen griffen oder sich den Künsten oder der Wirtschaft zuwandten. Aber wenn es eine tiefere Einheit aller Dinge gibt, dann spielt es keine Rolle, wo wir beginnen - mit den Sternen, mit dem Gesetz von Angebot und Nachfrage, mit Fröschen oder mit Napoleon Bonaparte. Wenn man einen Kreis ziehen will, dann kann man überall beginnen.
- Charles Fort, Da!

Und da auch ich irgendwo beginnen muss, beginne ich einfach mit einigen Fröschen …

Ist die Erde rund?
Höchstwahrscheinlich ist sie es nicht und war es nicht und wird es auch nie sein. -
Und warum nicht?
Erstens, weil sie keine Kugel ist und zweitens, weil runde (
oder perfekte) Formen in unserer Wirklichkeit scheinbar nur rechnerisch existieren. Sie mögen als Vektorrechnung eines Computerprogramms hypothetisch erzeugbar sein, aber in der uns umgebenden Wirklichkeit gibt es so etwas wohl einfach nicht.
Vermutlich handelt sich hierbei um ein Idealbild und gleichzeitig um eine Vereinfachung der Darstellung bestimmter Wahrnehmungen. Das gilt dann genau so für Quadrate, Kreise, Dreiecke, und so weiter. Es betrifft grundsätzlich Formen, welche, wie bestimmte Griechen glaubten, immer wiederkehrend und damit grundlegend (
und deshalb heilig) für unsere Wirklichkeit seien. Formen, die bald schon Einzug in unsere Schulbücher halten konnten. Doch sind es wohl eher nur abstrakte Simplifizierungen, gemäß der menschlichen Wahrnehmung, innerhalb einen gegebenen Zeitperiode. Und sicher teilweise auch heute noch.
Ist die Erde flach? Oder hohl? Oder überhaupt real?
Die Antwort auf diese Fragen, wie auf so vieles andere, hängt tatsächlich davon ab, welche Perspektive oder welchen Standpunkt man einnimmt. - Und ich meine das durchaus
auch in einem physikalischen Sinn. -
Ob wir (
in der Theorie) nun das gängige Atom-Modell der Physik nehmen, das Periodensystem der „Elemente“ der Chemie, das DNA-Doppelhelix Modell der Biologie, die Definition der Seele innerhalb der Psychologie, das Dinosaurierbild der Geschichtswissenschaften (Paläontologie, Geologie, etc.) oder die Formel zur Berechnung der Trigonometrie innerhalb der Mathematik, - es handelt sich in all diesen Fällen um bloße Verallgemeinerungen oder bildhafte Lügen-für-Kinder. Und es sind nur einige, willkürlich herausgegriffene, Beispiele, da ist noch viel mehr zu holen …
Wirklichkeit kann auf die unterschiedlichsten Weisen dargestellt und interpretiert werden.

Und kein Frosch hat je eine bestimmende Endgültigkeit erreicht, bestenfalls eine höhere Annäherung an diese. - Alles ist im steten Wandel der Neu-Formulierung, anhand des sich
ständig ändernden Verständnisses über das Universum und seiner Gliedmaßen begriffen. Die Mode der Mäntel mag sich ändern, das Bedürfnis nach Schutz und Wärme aber bleibt. - Durch unsere heutigen Möglichkeiten haben wir sogar die Fähigkeit verloren die Oberflächen von Stoffen messen zu können. Quak!

Im Endeffekt scheint es nur zwei Wirklichkeiten in der heutigen Wissenschaft zu geben: Dass nämlich ständige Veränderung
die einzig wirkliche Konstante im Universum ist und, dass alle Messeinheiten menschlichen Ursprungs und daher künstliche Festsetzungen sind!

Und spielt es dabei eine Rolle, ob sich 1 Meter als der etwa 40millionste Teil des Äquators definiert, oder durch 1.650.763,73 Wellenlängen der orangeroten Spektrallinie der Wellenlänge 605,78 nm des Kryptonisotops 86 im Vakuum, oder vielmehr als die Länge der Strecke, die das Licht im Vakuum während der Dauer von 1/299 792 458 Sekunde zurücklegt ... ? Ich denke ja, durchaus, denn .... sicher fällt der Wissenschaft bald schon wieder etwas Neues ein, um den im 18. Jahrhundert eingeführten und
künstlich festgesetzten Meter, als etwas anderes als den 10millionsten Teil der Entfernung vom Nordpol zum Äquator darzustellen, was er ursprünglich einmal gewesen sein soll. Warum ein solches? -
Weil man erkannt hatte, dass die Entfernungen auf der Erdoberfläche variabel sind; die Erde keine Kugel ist - und damit auch nicht rund

Die Tatsache aber bleibt bestehen, dass nicht nur die Maßeinheit Meter, und damit
alle davon ausgehenden Maße, nichts als künstliche erzeugte Festsetzungen oder vereinfachende Hilfsmittel zur Beschreibung der angenommenen Wirklichkeit darstellen. Die gleichen Beobachtungen ließen sich jetzt auch auf zeitliche, biologische, chemische, usw. Einheiten (oder Begrenzungen) ausdehnen.

Aber was ist denn diese Wirklichkeit? - Dass, was wir unter menschengemachten Bedingungen und dem temporär individuellem Verständnis, sowie der derzeitig herrschenden Deutungshoheit entsprechend artikulieren? Gesetzmäßigkeiten formulieren, die vielleicht nur auf dieser Erde unter diesen vorgefundenen Bedingungen überhaupt eine Rolle spielen? Und immer neu angepasst werden müssen … Und eine Menge solcher Erklärungskonstrukte scheinen allein der „Tatsache“ dienlich zu sein schon-Bestehendes nicht in Frage zu stellen!

Wenn wir gesagt bekommen, dass so-und-so-viele Sichtungen unbekannter Flugobjekte erklärbar sind, was bedeutet das wirklich? Dass Erklärungen möglich sind? Das wissen wir schon, falls wir den endlosen Plattitüden griechischer Philosophen oder den Debatten irgendwelcher Politik-Darsteller oder anderer Interessensgruppen irgendwann einmal in unserem Leben eine Zeit lang gefolgt sind … Aber werden solcherart gemachte Erklärungen damit auch gleichzeitig schon richtig?
Oder werden wir damit möglicherweise nur benutzt, bestimmten Behauptungen gegenüber Stellung zu beziehen, Einsicht zu zeigen oder eben auch nicht?
Ist dadurch, dass etwas scheinbar (in einem meist schon vorher bekannten oder vorgegebenen Kontext) erklärbar ist, auch damit schon die Wahrscheinlichkeit gegeben (oder um diese erweitert worden), dass es eben auch tatsächlich so stattgefunden hat?

Wir leben in einer Welt, in der die seltsamen Gesetze vom, beispielsweise, 'Feuerlaufen' oder von 'Spontaner Selbstentzündung' bislang keinen Zugang zu „unseren“ Schulbüchern gefunden haben.
Zwar werden solche Phänomene auch nicht generell abgestritten. Allerdings scheinen sie vollständig dem bislang anerkannten physikalischen Weltbild zu widersprechen ...
Auf der anderen Seite wird uns aber zugleich Glauben gemacht, diese Wissenschaft hätte die, unserem Wirklichkeitsanspruch genügenden und natürlich objektiv gültigen, Antworten oder Erklärungen bereit, um mit jedweder Pseudomaterie aufzuräumen.
Immerhin wissen wir heute, auch wenn wir das gewöhnlich ausblenden, dass wir eigentlich überhaupt nichts wissen, und dass alle gängigen Theorien auf Beeinflussung der beobachteten Phantome beruhen, auf Vermutungen, Unterstellungen und Zumutungen.
Aber Dinge funktionieren – und das ist kein Widerspruch.


Doch nicht nur Paranormales (was unter Laborbedingungen schwer nachweislich ist, da solche Phänomene eher sporadisch auftreten) macht der Wissenschaft heutzutage zu schaffen:
Als der EMDrive bekannt wurde, galt sein Erfinder als ein neuer 'Baron von Münchhausen', da die Wirkungsweise dieses Antriebs mit keiner der heute gängigen wissenschaftlichen Theorien beschrieben werden kann, - ja man eigentlich überhaupt keine Vorstellung davon besaß wieso das Ding machte, was es machte. Aber der Antrieb funktionierte trotzdem, was bei vielen Versuchen weltweit bestätigt wurde.
Nebenbei widerspricht seine Funktionsweise bzw. die damit erreichten Resultate der heute etablierten Physik. Die NASA drückte es dann so aus: „Die Testergebnisse zeigen, dass das RF-Resonanzkammer-Design, das als elektrisches Antriebssystem einzigartig ist, eine Kraft erzeugt, die keinem klassischen elektromagnetischen Phänomen zugeschrieben werden kann und daher möglicherweise eine Wechselwirkung mit dem virtuellen Plasma des Quantenvakuums darstellt.
Oder kurz gesagt – wir wissen nicht warum das Ding funktioniert, und haben auch keine Erklärung dafür. Die Ehrenrettung, - vielleicht – ein Sprung aus der bekannten Ordnung in das eher ungeregelte Chaos der Quantenmechanik … dem verborgenen Bereich, … dem Okkulten …


Möglichkeiten, Wahrscheinlichkeiten, Wirklichkeiten oder Phantastereien …

Und wie viele der paranormalen oder auch okkulten, Phänomene sind überhaupt mit den Möglichkeiten unseres Schulbuchwissens erklärbar? Oder im Einvernehmen?
Sind wir denn selbst erklärbar?
Oder wie wahrscheinlich wäre eine Hypothese, in welcher man nur nach Beweisführungen oder Indizien innerhalb abgesprochener Bereiche Ausschau hält, die diese aufgestellte Behauptung auch unterstützen; - alles andere, scheinbar momentan unpassende, außerhalb der eigentlichen Suche liegende – nichtsdestotrotz beeinflussende, aber einfach unerwähnt lässt und damit ignoriert? -
Für einfachere Gemüter dürfte eine solche Argumentation schlicht das Bollwerk gegen – oder die Brücke für Verallgemeinerung bilden! Der bestätigte Weg von der anfänglichen induzierten Gedankenspielerei bis zur beglaubigten Wirklichkeit. Möglicherweise ein Mangel bzw. ein Zuviel an Lobbyismus …

Dass das, was wir gemeinhin 'Denken' nennen, nichts als ein Phantom ist, eine Vorgabe von Interessen gar, in der sich 'Probleme' oder 'Konflikte' als unvollständige Ansichten positionieren, und sich als eine Zerrissenheit von Ablehnung, Zuneigung oder von Gleichgültigkeit den Fakten gegenüber präsentieren. Denken – nicht mehr als eine ständig wechselnde Positionierung, eingefangen in den Machtspielen von Wahrnehmungen und Ansichten, Ausdrücken und Deutungen, Einbildungen und Tagträumerei, … in der Fluktuation irgendwelcher, meist nicht oder nur schwer zu beeinflussender, Interessengemeinschaften oder Umstände …
Oder – was machte Gott eigentlich am achten Tag?

Aber vielleicht ist so eine Überlegung oder Behauptung nur einfach eine Frage der jeweiligen Perspektive, des vorherrschenden Standpunktes? - Doch solche Perspektiven mögen von unglaublich vielen Faktoren abhängig sein …
Beispielsweise kann das Geburtsland, ebenso wie der Geburtsort, eine unbedingte Stellung einnehmen; ebenso die Art der Erziehung, die Möglichkeiten und genutzten Momente, um bestimmte soziale Positionen anzustreben. Die Entsprechungen auf Grund der Annahme sich scheinbar selbst bestimmender (oder irgendwie entwickelter) Zivilisationen. - Die spezielle Entwicklung oder auch die Wirkungsweise einer jeweiligen Gesellschaft und deren Ziele für die Bevölkerung im Allgemeinen, wie auch für den Einzelnen im Besonderen. Das spezielle Geschlecht (bzw. die sexuelle Ausrichtung), auch oder gerade hinsichtlich vorherrschender religiöser oder gesellschaftlicher Ansichten. Konditionierungen, und damit die Vielfältigkeit, bzw. die Einseitigkeit, besonderer Ausgangssituationen, – was hier die derzeit (auch örtlich begrenzten) geltenden ethnischen, politischen, religiösen und sozialen Reviere meint. Die vorherrschende Dressur - die Bereitschaft (oder der Zwang) sich bestimmten Konditionierungen zu unterziehen und sich anzupassen, – dies betrifft den gewaltigen Bereich der gewollten oder zugelassenen Ansichten und Reglementierungen; – wobei gleichzeitig zu berücksichtigen ist, dass kriminelle Erscheinungen ebenso gebilligt werden müssen, denn auch Recht, Gesetz und Ordnung (oder die Vollstreckung derselben) unterliegen bestimmten Gesichtspunkten bzw. Kriterien, und sind damit (als Machtstruktur) auch veränderbar und sogar umkehrbar. Gleichwie die Nachahmungsbereitschaft innerhalb gezielter Rollengruppen – und damit auch der Spielcharakter, die derzeit geltenden Strukturen und Regeln, sowie deren Argumente. Spezielle körperliche, emotionale, kognitive oder soziale, aber ebenso geistige Einschränkungen, ebenso auch resultierende Möglichkeiten. Anerzogene und natürlich vorhandene Vorlieben und Abneigungen. Entwicklungsmöglichkeiten und Entfaltungsbereitschaft, auch über die bislang eingenommene Perspektive hinaus. Aber auch Blindheit gegenüber Notwendigkeiten, Einsichtsunfähigkeit oder Fixierung auf das eigene angemaßte Recht. Ebenso Bedürfnisse, - künstlicher oder existenzieller Natur. Und was nicht noch alles … Vielleicht sogar der Stand der Sterne zu einem kritischen Zeitpunkt …

Von all dem Zeug in unserem Kopf, das wir im Laufe der Jahre hingenommen haben, werden wir nicht nur konditioniert, sondern buchstäblich tyrannisiert.
Wir sollten ein Gefühl dafür bekommen, dass es egal ist, ob unsere Persönlichkeit jemandem imponiert oder nicht. Wen kümmert es? Das meinen wir mit Freiheit.

- Pir Vilayat Inayat Khan, Englischer Philosoph & Praktiker


Man sagt, dass bei einigen Leuten die Wahrnehmung der Wirklichkeit schon an der eigenen Nasenspitze enden würde. - Aber „man“ sagt vieles.
Man nimmt dabei einfach nur verschiedene Standpunkte ein ...
Und man auch sagt, dass solche Perspektiven (Standpunkte, Blickwinkel, Gesichtspunkte) unsere Wirklichkeit, oder unsere Interpretation derselben, durch das Denken bestimmen würden.
Dementsprechend würde eine Änderung einer Perspektive oder des Denkansatzes auch Einfluss auf die Wirklichkeit haben können. Ist dem so?

Bekanntermaßen bleibt ein Stuhl ein Stuhl, auch wenn ihm ein zweckentfremdetes Merkmal zugewiesen werden würde. Denn tatsächlich funktionieren Perspektiven in einem Kontext, einem Zusammenhang oder als eine Art in sich geschlossener Deduktion. Anders ausgedrückt, es herrscht hier eine stille Übereinkunft, dass ein Stuhl funktionell zu sein hat.
Damit ist ein Stuhl, in der europäisch geprägten Sichtweise, ein Gebrauchsgegenstand. Ein nützliches Ding, das sich zwar auch wunderbar zur Dekoration eignet oder auch als bloßes Ausstellungsstück, - gedacht aber zumeist in der Beziehung zu einem Tisch und einem Sitzenden. Andere Völker mögen dem ein Kissen vorziehen.
Oder nehmen wir einen Becher. - Einen Becher, der mit nichts gefüllt wird.
Ändern wir nun die Perspektive und damit den Zweck: Genau wie der Stuhl, auf den sich niemand setzt, wird (außer in einem künstlichen Aspekt) nun die Existenz des Bechers als „Becher“ sinnlos. Ein Kissen ist da als Gebrauchsgegenstand weitaus flexibler.
Und während die Sitzgelegenheit „Stuhl“, zeitlich betrachtet, beständig Metamorphosen vollzog, beispielsweise vom Hocker zum Sessel und zum Sofa, mussten sich zeitgleich andere Völker mit Kisten, Steinen oder Ästen begnügen. Aber man sagt ja auch, dass das nicht so schädlich für den Rücken sein soll.

Solcherart stille Absprachen und scheinbare Übereinkünfte werden von den meisten als gegeben hingenommen. Oder nicht einmal außergewöhnlich wahrgenommen. Würden wir unsere Aufmerksamkeit auf, beispielsweise, die Beseitigung oder die zukünftig absehbaren Folgen des Versuches der Beseitigung oder Aufbewahrung radioaktiven Reaktormaterials legen, sehe die Sache vermutlich schon anders aus.
Denn dann würden wir auch zeitliche Zusammenhänge und die räumlichen Folgen erkennen, sowie monetäre und momentane Interessen, und den Wirkungsbereich von Lobbyisten, vom Reklameschild über die Medien bis hinein in die Politik. Gleiches gilt nun ebenso für radioaktive Munition, wie für ein beliebig anderes, bisher ungelöstes Thema. Und ebenso für unsere persönliche Verantwortung dem allen gegenüber … bis sicherlich in die Zukunft unserer Kindes-Kindes-Kinder und noch weiter fort ...

So können Perspektiven zwar helfen Dinge auf eine verschiedene Art und Weise zu betrachten, andere Zusammenhänge sichtbar zu machen, - sie schaffen damit keine Wirklichkeiten – oder verändern diese ,– das tun Ideen, – aber sie können mithelfen unsere Beziehungen zur Wirklichkeit zu verändern.
Perspektiven können scheinbar neue Sichtweisen hervorheben und zeigen damit gelegentlich auf bislang vielleicht unsichtbare und neue Dinge, die in gewissen Kontexten sogar unerwünscht sein mögen, wären diese dazu fähig, bestimmte angebotene Grundglaubensmuster in Frage stellen.
Denn allen Glaubensstrukturen nun, - sie mögen hinsichtlich der unterschiedlichsten Wirklichkeitskonstruktionen eine „eigene“ Bedeutung erlangt haben oder noch nicht, – ist ein Merkmal gemein: der grundlegende Erhalt der eigenen Interpretation oder Sichtweise.
Das betrifft den unter irgendeiner Agenda publizierenden Journalisten oder Verleger, ebenso wie den Anweisungen folgenden Soldaten oder auch den Politiker, den Religionsstifter, den Religionsverweigerer, den Religionskritiker und den Religionsunterstützer, den Leser sogenannter wissenschaftlicher Veröffentlichungen oder politischer Feststellungen, den benutzbaren Spielball für weitere Meinungsinstrumentation … und viele andere mehr ...
Interessen werden zum Leiterhalt des Denkens und Fühlens benutzt und damit gleichzeitig geistige Räume geschaffen, die (soweit überhaupt möglich) zur Grundlagendiskussion über den jeweiligen Gegenstand bzw. die aufgestellte Behauptung genutzt werden könnten; - natürlich ebenso auch für neue Unterstellungen, Hypothesen oder andere mögliche Streitwerte.

Wir erleben fast täglich Pfusch, Einflussnahme, Korruption, Verfilzung oder Hörigkeit in fast jeder vom Menschen irgendwie organisierten Struktur. Dies reicht von der Revierbehauptung bis zur Durchsetzung oder Bewahrung des Profits oder anderweitiger Interessen, auch derer einzelner Personen. Und wir sind daran gewohnt (je nach temporärer Kondition) Annahmen zu folgen, wie solcher, dass Politik tatsächlich für Veränderungen steht, stehen kann oder stehen würde. Oder, dass Religionen wirklich Informationen über das „Leben“ nach dem physischen Tod besitzen würden, und dementsprechend auch zumindest eine Vorstellung davon hätten, wovon sie reden. Oder wir erleben das Festhalten an „Obrigkeitsordnungen“, denn „die wissen (angeblich doch) schon was sie tun“ … -
Solcherart konstruierte Akzeptanz scheint jedoch perspektivlos und derartige Zustimmungen sind vermutlich nichts als Antworten auf Fragen nach dem jeweiligen Machterhalt. Oder – wie unschuldig ist ein Richter? Alles nur Absprachen oder was? Und von wem mit wem?

Auch auf Grundlage derartiger Denkweisen könnte man außerdem argumentieren, dass die Bibel (oder die Thora, der Koran oder eigentlicher jeder angebliche Gesetzestext, inklusiver unserer heutigen Rechtsprechung) allein für Gläubige und Anhänger geschrieben wurde. Und wer das nicht glaubt? Ist halt nicht sein Buch. Such dir ein anderes! Wenn es denn so einfach wäre ... Wahnsinn mit Methode …
Die gute Nachricht ist, der Feind ist auf der Flucht! - Die weniger gute: er ist direkt hinter uns!
Oder noch schlimmer?

Es ist ratsam zu überlegen, ob gewisse Regeln möglicherweise nur in ihr künstliches Leben gebracht wurden, um eine bessere Akzeptanz zu erwirken, bzw. eine Anpassung, und ebenso, um späterhin eine Kontrolle über etwaige Regelverstöße vornehmen zu können. Kurz, sie sind zweckdienlich.

Denn wir kämpfen nicht gegen Menschen. Wir kämpfen gegen unsichtbare Mächte und Gewalten, gegen die bösen Geister, die diese finstere Welt beherrschen. - Epheser 6:12

Und damit bewegen wir uns mitten im Umfeld von Verschwörungen.
Verschwörungen, - von internen Abmachungen und Übereinkünften über Komplotte bis zum Umsturz etwaiger Organisationsformen, haben immer etwas mit vertraulichen Absprachen oder heimlichen Vorbereitungen zu tun. - Verschwörungstheoretiker, gewissermaßen …
Diese hingegen, die gemeinhin als Verschwörungstheoretiker bezeichnet werden, haben oder hatten gar keinen Einfluss auf die beobachteten daraus folgenden Ereignisse; im Gegenteil versuchen solche Personen eigentlich nur bestimmten verfolgten Prozessen irgendeine Logik (oder Methode) abzugewinnen. Aber auch Logik ist ein gewaltiges Wort, was von der Flut der Semantiker ebenso leicht in virtuelle Klos gespült werden kann, wie die Vorstellung der Erschaffung der Menschheit durch einen Ober-Gott; mit dem unterstellten Zweck, den dort platzierten Menschen gezielt niemals von einer bestimmten Frucht kosten zu lassen, da Ober-Gott selbst das von ihm eigens-geschaffene Paradies als etwas scheinbar durchaus Erstrebenswertes zu schätzen wissen lassen wollte. Und Logik kann somit auch eine Verbindung zur Heiligkeit aufweisen – immer abhängig von den mit-Tanzenden …
Im Grunde sind wir umgeben von Verschwörungen, heimlichen Absprachen und irgendwie entstandenen Geboten, Verboten und Gesetzen, das reicht vom Preis von Nahrungsmitteln über die Konfektionsgröße von Klamotten bis „hoch“ zu den politischen Entscheidungsträgern oder „gewichtigen“ Eurokraten und anderen hochdotierten Nichtsnutzern. - Wertekonstruktionen.
Jedoch ist das wohl nicht nur heutzutage und auch nicht nur ein kapitalistisch orientiertes Vorgehen. Und es bietet durchaus empirischen Spielraum … :)



Akt II
Ich erschaffe das Licht und mache die Finsternis, ich wirke Frieden und erschaffe das Böse. Ich, der Herr, tue alle diese Dinge - Jesaja 45:6-7

Wir sollten spätestens ab hier immer im Auge behalten, dass unsere Sprache mit Aphorismen, Nebenbedeutungen und Doppeldeutungen quasi überladen ist, und einzelne Worte oder ganze Sätze in einem bestimmten Kontext, oder aus diesem herausgerissen, geäußert, ganz andere, sogar gegensätzliche, Bedeutungen annehmen können. Das ist ein hinlänglich gern genutztes Mittel zur sogenannten Meinungsbildung, aber ebenso zur Einschränkung derselben, wenn beispielsweise Worte scheinbar nur in bestimmten Ausdrucksweisen oder Zusammenhängen zugelassen werden. 'Political correctness' ist so ein Zustand ...
Sprache selber, ist in sich kein schlüssiges Instrument und dadurch dementsprechend auch wunderbar und variabel einsetzbar. So mancher Sinn lässt sich allerdings erst aus dem umfassenden Tenor des Gelesenen, des Gehörten oder des Beobachteten erschließen. Immer, erwartungsgemäß, abhängig vom jeweiligen Verständnis des Rezipienten. Sprache ist, wie so vieles andere, nichts als ein organisiertes Konstrukt, ein Hilfsmittel, über welches wir unseren Kontakt zur Wirklichkeit begründen; beispielsweise durch Beziehungen, Beschreibungen, Bedeutungen und Autoritätsvorstellungen, aber auch durch Richtigstellungen, Rechtfertigungen oder Entschuldigungen. Es ist das Land der Wölfe, nicht wahr?

Am Rande des Kontrollierbaren zu spielen, das ist für mich ein absoluter Idealzustand.
- Peter Hammill, Prog-Musiker & Alltagsphilosoph


Doch vielleicht ist unser Da-Sein (und die damit einhergehenden Interpretationen) auch nur eine Frage der wahrgenommenen Auswahl oder der zu nutzenden Alternativen? - Anhand der Qualität, der Quantität bzw. der Akzeptanz der angebotenen Perspektiven? Oder sind diese vielleicht im Grunde gar nichts anderes als Rechtfertigungen für eigentlich unhaltbare Zustände? -
Die Notwendigkeit einer jedweden Regierungsform lässt sich sicherlich in den Extremen solcher politischen Ansichten, wie der des Anarchismus oder der der Diktatur, vermuten, denn ohne einen irgendwie gearteten hierarchisch geprägten Zwang wäre die Idee der Freiheit bzw. der Unbedingtheit des Individuums absolut hinfällig. Auch der Anarchismus setzt Prioritäten.
'Determination' ist hier ein Wort, das von Seiten so mancher Wissenschaft gewählt wird, um damit immer wieder bestimmte, sogenannte Beweisführungen zu unterstützen. Dinge haben so oder so zu sein … Andererseits werden chaotische Bezugsmodelle mehr und mehr in den Bereich des Fokus der Vorstellungen gerückt. Was unterscheidet nun Determination von, beispielsweise, 'Fatalismus'?
Ist eine solche Unterscheidung vielleicht nur in der behaupteten Darstellung (oder Perspektive) eines bestimmtes Begleitumstandes entstanden? Und gibt es hier eine „richtige“ oder eine „falsche“ Seite? Oder ist das alles nur Wortklauberei? - Wir werden sehen …

Man sagt, dass unsere Gedanken es sind, die unsere Realität erschaffen und nicht nur das! Man sagt, dass sogar einen Einfluss auf die biochemischen Abläufe in unserem Körper haben würden.
Aber man sagt vieles …
Jeder von uns wird von gedanklichen Projektionen (oder Vorstellungen) geführt, - ob es uns in die Gittermaschen der Sozialsysteme westlicher Staaten oder in deren Steuersysteme leitet, zu den verglasten Türmen Schottlands, in die Überreste eines lang schon vergessenen Tempels irgendwo in Tibet oder auf den Grund des Ozeans - Überall werden wir mit Perspektiven konfrontiert.
Und diese vermögen Ideen zu kreieren.

Dazu schauen wir noch einmal in die Bibel. - Da findet sich beispielsweise die Geschichte der jüdischen (oder göttlichen) Attacke auf die Stadt Jericho, und zwar mithilfe der hier schon erwähnten Bundeslade und noch einigen Posaunen:
Aber der HERR sprach zu Josua: Siehe da, ich habe Jericho samt seinem König und seinen Kriegsleuten in deine Hände gegeben. – Josua, 6:2

Und nicht nur diese:
Aber alles Silber und Gold samt dem ehernen Geräte soll dem HERRN geheiligt sein, dass es zu des HERRN Schatz komme. - Josua, 6:19
Also etwas zu Ober-Gottes Schatz hinzufügen?!? So ist doch wohl, aus einer kosmischen Perspektive gesehen, der gesamte Planet Erde, ja, das ganze Universum diese Schatzkammer? - Wenn Ober-Gott nun tatsächlich diese Realität erschuf, kann es ihm doch eigentlich auch ziemlich egal sein, in wessen Händen sich was temporär befindet. Wäre doch letztendlich eh alles seines ... oder etwa nicht? - Aber möglicherweise ist hier der Denkansatz fehlerhaft? Vielleicht sollte die Frage lauten: Was macht etwas „unheilig“ und für Ober-Gott dahingehend erneut erstrebenswert?
Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, da sie die Motten und der Rost fressen und da die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, da sie weder Motten noch Rost fressen und da die Diebe nicht nachgraben noch stehlen. - Matthäus, 6:19
Jesus hätte diese frühe jüdische Annektierung, vermutlich, ein wenig anders gesehen.
Doch wie-auch-immer … ich schweife ab.

Nach einer gewissen zeitlichen Vorbereitung hat dann der Klang dieser Posaunen (im Narrativ) auch tatsächlich die Festungswälle der Stadt zerstört:
Und die Mauer fielen um, und das Volk erstieg die Stadt, ein jeglicher stracks vor sich. Also gewannen sie die Stadt und verbannten alles, was in der Stadt war, mit der Schärfe des Schwerts: Mann und Weib, jung und alt, Ochsen, Schafe und Esel.- Josua, 6:20-21

Erst mit dem Fortschreiten der Fantasie, bestimmten Beobachtungen und den möglicherweise daraus resultierenden Ideen heutiger Erfinder konnte die Vorstellung, dass Klang derart mächtig (und zerstörerisch) auf umgebende Materialien einwirken kann, dann auch bestätigt werden. - So wurde, nach der Inspiration bestimmter Science Fiction Autoren, ein Gerät ersonnen und entwickelt, welches nur durch Klang Materie über räumliche Entfernungen transportieren kann.
Schallwellenkanonen werden heutzutage schon von bestimmten Ländern gezielt gegen Demonstrationen eingesetzt. Der technische Ausdruck für so etwas ist 'sonic warfare'.
Die Frage, die uns aber hier, stellvertretend für solcherart Anekdoten (oder OoPAs) kurz beschäftigen sollte, ist – wie kam eine solche Idee schon in dieser Zeit zu den Schreibern der Bibel? -
Haben sie vielleicht Derartiges miterlebt? -

Erwartungsgemäß lassen denkbare Antworten auf diese Frage auch neue Perspektiven und Ideen zu … und auch Spielraum für viele phantastische Möglichkeiten ...
Und müssen oder sollten solcherart Fragen denn immer im Rahmen eines schon beglaubigten Kontextes beantwortet werden können? Auch wenn damit riskiert wird bestehende Glaubensstrukturen in Frage zu stellen? Es gibt offensichtlich Dinge, an denen man nicht herumrütteln sollte … :)

Vor allem gilt es zu verstehen, dass der Schlaf, in dem der Mensch existiert, kein normaler Schlaf ist, sondern ein hypnotischer.
- Jean VayseeVers l'eveil à soi-même (deutsch im Sphinx Verlag, Basel 1985)


Doch sind die uns umgebenden scheinbar gefestigten Denkstrukturen vielleicht durch so etwas wie Grundprinzipien entstanden, die später durch das Leben individuell geschmiedet und damit dann auch irgendwie gerechtfertigt wurden? Oder sind es gar universelle Gesetzmäßigkeiten?
Oder besteht „unser“ Wissen aus nichts mehr als nur Behauptungen (oder temporären Überzeugungen), die das, was wir als Wirklichkeit wahrzunehmen glauben, nur interpretieren und dem folgend deren Möglichkeiten auch (gemäß bedingter Vorgaben) einzuschränken haben?
Und damit Komplizen werden bei der Gestaltung von immer neuen Dogmen?
Oder kann im Gegenteil so eine Struktur oder Perspektive tatsächlich gültig, wahr oder richtig sein – im unaufhörlichen Wechsel der Umstände und der Neu-Formulierungen?
Letztlich - sind nicht alle Antworten auf solche Fragen schon im Vorhinein beeinflusst?
So glauben folgerichtig bis heute Menschen, dass unser Planet rund, flach oder hohl ist.
Oder manche glauben, dass „etwas“ knallte, und wir, als Resultat davon, erst damit die heute anzutreffenden Räume, Strukturen und Muster des Weltraums beobachten und folglich auch beschreiben können … Die heutige Wissenschaft glaubt sich da sicher ...
Ist es also grundsätzlich möglich Dinge als „richtig“, „wahr“ oder „falsch“ zu bewerten?
Oder: in welchen möglicherweise fabrizierten und subjektiven Zusammenhängen entstehen solche Beweisführungen? Und für welches Verständnis und von wem?
Haben wir überhaupt diese Fähigkeit irgendetwas objektiv zu beurteilen? Oder betrifft es tatsächlich nur verstandesmäßig gefilterte, subjektive, künstliche und erfundene Produkte der menschlichen Vorstellungskraft?

Was früher als Geisteskrankheit galt, als Indiz dafür, dass jemand nicht mehr 'alle Tassen im Schrank' hat, scheint heutzutage an Hochschulen institutionalisiert, wo Lehrstuhlbesetzer verkünden, dass 'anything goes': Nichts ist mehr sicher und alles ist möglich, denn alles ist konstruiert, vom Geschlecht angefangen über die Wahrnehmung bis hin zur Realität! - Vergessen sind die alten Empiriker, die noch wussten, dass die Realität durch Sprache zwar beschrieben wird, aber nicht durch Sprache verändert oder gar geschaffen werden kann.
Was heute, teilweise, als "normal" angesehen wird, galt vor 20 Jahren noch als Irrsinn. Eine Wahnvorstellung, die von der breiten Mehrheit geteilt wird, bleibt dennoch eine Wahnvorstellung!



Akt III
Das grausamste Regime ist das der Gewöhnung und Anpassung

Alle bisher vorgestellten Gedankenmodelle gehen von irgendwie verantwortlich handelnden Personen aus, die tatsächlich zwischen alternativen Perspektiven oder auch verschiedenen Wertemodellen oder Denkansichten zu urteilen fähig sind - und dementsprechend auch für ihre Entscheidungen zur Rechenschaft gezogen werden können - aber ist dem auch so in der angenommenen Wirklichkeit?

So leben die Menschen während des Wachzustandes tatsächlich im Schlaf. (…) Sie wissen nicht, dass sie schlafen, und merken nicht, wie sie unwissentlich völlig reaktiv handeln, unter dem Einfluss der Träume und äußeren Kräfte, die ihren Verstand entstehen ließen, ihn steuern und mit seiner Hilfe sich ihrer, der Menschen, bedienen, ohne dass die Menschen es wissen und sich dessen bewusst sind. Sie leben unwissentlich im Schlaf und verstehen nicht, dass sie vor allem aufwachen müssen; um jeden Preis die Erweckung ihres Ichs erlangen müssen.
Zahlreiche alten Lehren, und besonders die Evangelien. Mahnen den Menschen, dass er erwache. Doch der wirkliche Sinn dieser Ideen ist selten verstanden, denn beim heutigen Menschen stößt die Einsicht in seine Lage auf sehr große Hindernisse.
Die Qualität des Alltagslebens, der Handlungen, der Bekundungen bleibt daher völlig reaktiv, und die drei großen grundlegenden Fähigkeiten, die ihm einen Sinn geben könnten, bestehen im Menschen nur als Widerschein; ein sich alle Augenblicke änderndes, bruchstückhaftes Bewusstsein (…) , eine zerstreute, unbeständige oder im Gegenteil auf irgendeinen „leidenschaftlichen“ Aspekt fixierte Aufmerksamkeit; und ein allemal schwacher Wille – oder Anwandlungen ohne Stetigkeit. Schließlich füllt sich die Szene mit verschiedenen Rollen, die aus einer gewohnten Ansammlung von Eigenschaften und Funktionen bestehen und nach Anzahl und Proportion für jeden charakteristisch sind; es sind Rollen, die sich fortgesetzt verändern, bald von irgendeiner Idee, irgendeinem zwanghaften Gefühl gefesselt sind und immer ohne direkte Beziehung bleiben zu dem, was ein beständiges und dauerhaftes Ich sein könnte.

- Jean Vaysse, ebd.


Es ist beobachtbar, dass sich Menschen in scheinbar gleichartigen Sozialstrukturen unterschiedlich entwickeln. Aber konstant in vorgefundenen bzw. vorgegebenen Rahmenbedingungen. Und damit entstehen dementsprechend die daraus resultierenden Möglichkeiten oder Beschränkungen. Es gibt dort Wünschenswertes, wie auch Unerwünschtes. Die Fähigkeit der Kritikbereitschaft bzw. die Annahme und Durchsetzung alternativer Sichtweisen stößt schon in vielen sozialen Revieren auf Probleme. Eines dieser Probleme ist sicherlich, dass Menschen mit unterschiedlichen Interessen, Bedürfnissen, Fähigkeiten oder Einschränkungen geboren werden. Ein anderes, und wie ich persönlich glaube schwerer wiegendes, ist die mangelnde zukünftig gemeinsame Zielvorgabe einer Gesellschaft an sich. Jede Ordnung bzw. jedes Regime stellt bestimmte Rangordnungen. Einige davon sind an die jeweilige „Klasse“ gebunden, in die man, mehr oder minder zufällig, hineingeboren wurde, und beschränken oder erweitern dementsprechend die Gelegenheiten innerhalb einer Rangfolge. Andere werden begünstigt durch bestimmte Umstände, beispielsweise Erziehung, Glück, Beziehung oder Korruption, - oder eben auch nicht.
Es gibt zahllose weitere Beispiele.
Was ich hiermit zum Ausdruck bringen möchte scheint mir bedeutend existenzieller: Das nämlich außerhalb der jeweiligen Gesellschaftsordnung keine erreichbare Bestimmung für das Individuum existiert! Dinge verändern sich eben und irgendwie bleibt alles doch irgendwie auch gleich? Ist so etwas überhaupt möglich?
Man beachte die Feinheiten ...
Aber vielleicht mag so etwas ja in einer anderen, möglicherweise ganz verschieden ausgerichteten, Gesellschaft als der unseren existieren …? Aber da mag es dann wieder entsprechend ähnlich beschaffen sein: Von „Oben“ diktierte Dinge werden möglicherweise ebenfalls dort wieder nur einfach hingenommen, und somit ist dann auch keine wirkliche Veränderung erreicht worden.
Doch ein gesellschaftlicher Umschwung, oder wenigstens ein Aufbegehren gegen bestehende, aber ungewollte, Zustände, scheint bei den meisten Angehörigen eines Systems erst da zu vermuten, wo diese letztlich den gewohnten persönlichen
Raum (der auf unterschiedlichste Weise definiert werden kann) zu verletzen scheinen. Vorher kriegt kaum einer wirklich 'den Arsch hoch'!
Nichts bewegt sich, - außer durch von Außen, bzw. vom System selber, indoktrinierte Verhaltensmaßregelungen.
Trotzdem (
oder gerade deswegen) stellt sich die Frage nach dem Sinn von alledem. Oder - wo zielt das eigentlich alles hin? Existiert überhaupt ein solches Ziel für eine bestehende Gesellschaft an sich oder wird hier nur (immer wieder) der eigene Misthaufen umgeschüttet?

Ich nehme an, dass wir überhaupt nicht wirklich denken; dass wir uns um Super-Magnete gruppieren, die ich als Dominanten bezeichne - in einem Zeitalter eine religiöse Dominante, und schon sprießen Klöster wie Pilze aus dem Boden, und der Scheiterhaufen und das Kreuz sind die Symbole dieser Ära: zu einer anderen Zeit eine materialistische Dominante, und sofort sprießen Laboratorien aus dem Boden, und Mikroskope, Teleskope und Schmelztiegel werden zu den Wahrzeichen dieser Zeit - dass wir nichts sind als Eisenfeilspäne und uns als solche um Magneten ordnen, die jeweils vorhergegangene Magnete ersetzen.

- Charles Fort, Das Buch der Verd
ammten

Die für ein existierendes System, eine bestehende Organisation oder auch Gesellschaft, maßgeblichen Ziele sind selbstverständlich in erster Linie die eigenen Interessen. Ob zum Schutz, zur Abwehr oder zur Aufrechterhaltung und Regulierung: Diese erfordern vom Einzelnen immer eine Anpassung an vorgegebene Regelwerke oder Bedingungen, aber auch Einordnung in bestimmte Erfordernisse bzw. die Einhaltung bestimmter Werte und Grundlagen. Dementsprechend verlangt die Aufrechterhaltung dieser geforderten Ordnung auch Wächter oder Kontrolleure, und zwar in sozialer, religiöser, politischer, oder wie-auch-immer gearteter Erscheinung. Und Bestrafer.
Im günstigsten Fall entwickelt sich aus diesen Vorgaben in der einzelnen Person eine Art Unauffälligkeit, eine Unterordnung, eine Konditionierung oder auch Dressur – eine Anpassung.

Und wie funktioniert so etwas dann in der Praxis?
Am bekanntesten dürfte hier die 'Klassische' Konditionierung sein, wobei austauschbare Reize bei Menschen oder Tieren gezielt abhängige Reaktionen hervorrufen. Funktioniert ähnlich wie in der Werbung oder in der Politik: Eine Behauptung wird dadurch „wahrer“, dass sie oft genug wiederholt wurde. Im späteren Verlauf (
eines eingespielten Experimentes) werden diese künstlich eingesetzten Reize dann vom Rezipienten als „völlig normal“ eingestuft, und das jeweilige Lebewesen reagiert dann seiner vorgegebenen Konditionierung entsprechend. Das kann das Klopfen an einer Haustür sein, ebenso wie die Stimme des Chefs, das Rufen eines Namens oder der Glaube, ein bestimmtes Waschmittel würde tatsächlich weißer waschen als alle anderen. Aber natürlich „wissen“ wir auch, dass weiß gar keine Farbe, sondern ein Lichtzustand ist. - Aber immer werden Erwartungen produziert.

Nicht anders verhält es sich mit der 'Operanten' oder 'Instrumentellen' Konditionierung, in der sich Mensch oder Tier auf eine speziellen bedingte Weise verhalten müssen, um eine Entlohnung (
nicht selten auch in negativer Form) zu erhalten. Das wird als konditionierte Reaktion bezeichnet und hat immer mit Belohnung bzw. mit Bestrafung zu tun.
Mit Hilfe dieser Methode wird nicht nur Ratten beigebracht, das sie, beispielsweise, mit dem Umlegen oder Drücken eines bestimmten Schalters auch bestimmte Ergebnisse zu erwarten haben, - auch wir Menschen (
oder Konsumenten) wissen schon, wie wir unsere Maschinen und Techniken, oder als virtuelles Beispiel: unser Geld, zu gebrauchen haben, damit ein erwünschtes Resultat erreicht wird.
Ebenso lernen wir über abgesprochene Lautsignale
(Sprache), die uns nun in instrumenteller Form (Schrift) scheinbar bislang verborgenes Wissen vermitteln kann.
Ob dieses so vermittelte Wissen nun sinnvoll ist oder nicht ist nicht die Frage, sondern ob es vielmehr zweckdienlich ist: die Belohnung liegt hier zum Beispiel in einem guten Zeugnis, wa
s zu (wenn man fleißig durchhält) einem guten Abschluss führen kann und das zu einer guten Ausbildung und das möglicherweise dann auch zu einem guten Job. Andererseits haben wir auch ganz schnell zu lernen, dass ohne Arbeit kein Geld verdient werden kann und dass der soziale Abstieg droht, wir gar anderen 'auf der Tasche liegen' könnten, und so zu einer ungewollten Belastung werden. - ...

Die Strickmuster derartiger Konditionierungen bauen auf
Was-wäre-wenn-Welten auf. So können wir mithilfe der operanten Methode darüber entscheiden, ob ein Sprung aus einer großen Höhe auf einen Asphaltboden vielleicht relativ gefahrlos wäre – oder eben auch nicht.
Es wird mit schon gemachten Erfahrungen operiert, ebenso mit gezielt eingesetzten Bedingungen; - es wird gelobt, eingeschüchtert, bestraft oder belohnt. Das Ziel ist eine erfolgreich umgesetzte Konditionierung. Was wäre, beispielsweise, wenn ich mich bewusst dafür entscheide, mich nicht so zu verhalten oder zu erleben wie alle anderen? Mit welchen Folgen müsste ich dann rechnen?

Zugleich ist es auch ein Lernen aus gemachten „Fehlern“: möchte beispielsweise eine Ratte dem alle 2 Sekunden stattfindenden Stromschlag entg
ehen, muss sie den entsprechenden Ort innerhalb ihrer Kiste aufsuchen oder den bedingten Schalter umlegen oder was-auch-immer ihre Experimentatoren nun zufrieden stellen mag, - denn auch diese handeln unter derselben Konditionierung. Jeder will irgendwen zufriedenstellen. Und natürlich gibt es auch immer wieder Leute, oder sogar Regierungen, die scheinbar einfach nicht aus Fehlern lernen wollen oder können. Aber, wie schon weiter oben bemerkt, nicht alle Lebewesen haben die gleichen Ausgangsfähigkeiten oder auch das gleiche Verstehen.

Nun wäre es sicher nicht nur zu
aufwendig und auch zu teuer jeden Menschen innerhalb eines organisierten Systems gezielt individuell zu konditionieren, sondern schlicht unmöglich.
Doch hier spielt den Konditionierern ein scheinbar natürlich vorkommender Umstand zu, nämlich die Macht der Gewohnheit: wenn nämlich auf einem vorher begrenzten Spielfeld gleichartige Bedingungen herrschen, wird damit nicht nur der Spielraum grundlegend eingeschränkt, sondern auch die Verhaltensweisen der Mitspieler.
Oder anders formuliert:
Stereotype erzeugen Stereotype! - Der Mensch als 'Gewohnheits-Tier' … und zwar im kognitiven, im emotionalen, im motorischen und im sozialen Umfeld, bei all seinen Betätigungen. ⇒ Bedingte Situation schaffen gleichartige oder doch ähnliche Verhaltensmuster bzw. Reaktionsschemata, und zwar in allen, dem Menschen zugänglichen Bereichen.

Könnten die Menschen ihre Lage wahrhaft sehen und sich dessen, was sie ist, bewusst werden, so wäre ihnen diese Einsicht unerträglich; sie würden sofort nach einem Ausweg suchen und ihn auch finden, denn es gibt einen Ausweg. Aber die Kraft und Verlockung der Einbildung, die sie in diesem Hypnosezustand hält, hindert die Menschen daran, das zu sehen, was Gurdjieff den »Schrecken der Situation« nennt.
-Jean Vaysse, ebd.

Und wir sollte
n uns jetzt klar machen, dass, solange wir solchen Bedingungen ausgesetzt und unterworfen sind, Begriffe wie 'Freiheit' oder'Unabhängigkeit' nichts als philosophische Hirngespinste sind, - senile Träumereien von verloren gegangenen Schafen



A
kt IV
Wer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen

- Klaus Klages, deutscher Gebrauchsphilosoph & Abreißkalenderverleger

Mit der gezielten Anwendung derartiger Methoden der Konditionierung lassen sich dann tatsächlich Voraussagen über mögliche spätere Verhaltensweisen bilden. Allerdings nur in einem relativen Umfang, denn der Bereich des Spielfeldes kann, wie auch bestimmte Einflüsse, beispielsweise der Kultur, der Ethnie, der Rebellion, der Fantasie oder dem bedeutsamen Zu-Fall, nur schwer eingegrenzt werden.

Bekannt wurden diese Techniken durch den kaukasischen Magier und Teppichhändler Georgij Ivanovič Gjurdžiev, besser bekannt als Georg Iwanowitsch Gurdjieff, der diese Ideen Anfang des 20. Jahrhunderts nach Europa brachte. Allerdings betonte er, dass diese Ideen aus einer Psychologie geschöpft waren, die schon seit
Tausenden von Jahren existieren würde, und keine Erfindung von ihm selber waren. Und er sah diese Konditionierungen als sich verselbstständigte Automatismen an, sogar als Zeichen eines Verlustes (einer durch Eigenverantwortung gebildeten Person), da der mehr und mehr durch-zivilisierte Mensch sich offenkundig weigerte diese Formen der Indoktrination tatsächlich wahrzunehmen oder überhaupt als Unfreiheit zu akzeptieren. - Im Gegenteil, sich stattdessen in immer gewagtere Abhängigkeiten hinein begab und zwar ohne auch diese jemals und irgendwie in Frage zu stellen! Ein interessierter Zuhörer der damaligen, mehr oder minder öffentlichen, Vorträge Gurdjieffs, namens Skinner, „entlieh“ sich diese Ideen und begründete damit den psychologischen Zweig des Behaviorismus. Aber das ist eine eigene Geschichte. Hierbei sollten wir uns aber immer vor Augen halten, dass dieser (spekulative) Zweig der Wissenschaft, die westliche Psychologie, gerade einmal an die Einhundert Jahre alt ist ...

Der Behaviorismus nun versteht den Menschen auf einer völlig mechanischen Ebene. Als lebendigen Roboter gewissermaßen (
eine Ansicht, die von Gurdjieff durchaus geteilt wurde), der re-aktiv programmiert wurde und immer nur als Teil eines Gesamtprozesses funktionierte, aber damit auch jedwege eigene Verantwortung für seine Taten von sich weisen konnte, denn er war/ist doch stets nur das Produkt seiner Sozialisation und damit ebenso immer ein Opfer der jeweiligen Umstände. Dementsprechend wäre die Beurteilung irgendeines Rechtsbruchs dann freilich auch nur noch eine Frage der jeweiligen Perspektive. Und was ist dann ein Richter? Ein Ideenbewahrer?
Oder wo würde wohl ein Behaviorist den
Verantwortlichen für einen politischen Auftragsmord suchen? Vielleicht bei seinem eigenen Vermieter? Oder in der Autowerkstatt seines Nachbarn? Oder bei Adam und Eva?
Ich finde die Vorstellung faszinierend, wie Behavioristen, wenn ihr Wirklichkeitsbild auf derart verantwortungsloser Maßgeblichkeit gründet, es schaffen damit sogar ihre eigenen Werke zu rechtfertigen, bzw. diejenigen anderer Wissenschaftler … :)
Vielleicht so etwas, wie eine Grundsatzdiskussion zwischen Vulkaniern ...

Wir erleben hier aber auch eine große Gefahr, - denn wir selber können uns von all diesen Erkenntnissen nicht länger ausschließen! Diese Erkenntnisse isoliert von uns, nur als theoretische Konstrukte zu betrachten, würde unsere Augen vor der Tatsache verschließen, dass wir alle gleicherma
ßen auch Teile solcher Verstrickungen sind. Und damit sind wir zwar unwissentlich manipulierte Opfer, aber im gleichen Maß auch Manipulatoren, denn wir spielen mit. Das System ist ein Selbstgänger, - aber lässt verständlicherweise auch einen Interpretationsspielraum zu: Wo in Deutschland nach Zeugen geschaut und nach höheren Autoritäten gerufen wird, wird in den USA frühzeitig schon ein Anwalt konsultiert. Andere Weltanschauungen gehen da vielleicht schon direkter zur Sache, aber offiziell immer gemäß den Spielregeln der jeweiligen Ordnung. So mögen emotionale Spiele wohl emotionale Gegenspiele herausfordern, bis sich das Verständnis hierüber ändern mag. Doch bis sich was ändert, wird die ab-und-zu noch antreffbare Kritikbereitschaft, bei bestimmten Rollenspielarten, höchstens noch durch die scheinbare Auswahl, innerhalb des angebotenen und aufbereiteten Sortiments, bei dem gewöhnlich erfolgenden täglichen oder wöchentlichen Einkauf (vielleicht) noch unter Verdacht gestellt … Aber das auch nur, wenn es denn nicht schon wieder unserer gewöhnlichen Aufmerksamkeit entgleitet.

Und dass wir nicht nur Opfer, sondern auch Täter sind, findet sich in dem Argument, dass wir scheinbar subjektiv bestehende „Gültigkeiten“ nicht hinterfragen, sondern diese auch noch, und meist frei jeglicher Kritik, einfach weiter verbreiten, als wenn es sich dabei um objektive Betrachtungen der Wirklichkeit handeln würde. - Verallgemeinerungen, Vereinfachungen, Halbwahrheiten, längst Überholtes aus der Schulzeit oder irgend etwas Flüchtiges aus den „Fach“-Medien oder den MSM, um nur einige Beispiele aufzuzeigen .... - Lügen-für-Kinder eben.
Das gilt dann ebenso für irgendwelche durch Interessen geleitete und gestützte politische oder religiöse Propaganda, für jede Diskussionsrunde im Internet, im Radio oder im TV - oder auch für die Behauptung, das ein Waschmittel existieren würde, das die Wäsche angeblich noch weißer wäscht (und nicht auch gleichzeitig färbt) …

So gesehen scheint es in vielen Positionen eher doch ratsamer sich auf den eigenen kritischen Verstand (und möglicherweise gemachte Vorerfahrungen) zu berufen (
und vorab unabhängig Informationen über ein bestimmtes Thema zu orten), als beliebigen geforderten Zuneigungen oder Abneigungen aufgrund von Behauptungen oder modisch dargestellten (temporären) Sichtweisen so mancher sich-selbst-propagierender Leitkultur zu entsprechen. Beispielsweise wäre es in manchem Fall zweifellos durchaus ratsamer, aber ebenso sicher immerhin überhaupt mal überlegenswert, anstatt irgendwelche potentiell auftretenden Krankheiten prophylaktisch mit Pharmainteressen gestützter Chemie allopathisch anzugehen, das sich jahrelang im Körper angesammelte Gift erst einmal loszuwerden, unter Zuhilfenahme einer gesunden Ernährung natürliche Abwehrkräfte zu stärken, um damit eine einigermaßen normale Gesundheit und Ausgangsposition wiederherzustellen.

Für Gurdjieff war das Gewahr-werden solcher Problematike
n nur ein weiterer Schritt für den nach Eigenverantwortung strebenden Menschen auf der Suche nach der Wirklichkeit hinter diesen Erscheinungen.
Für den Behavioristen war das Ziel mit der Erkenntnis dieser Automatismen schon erreicht.

Und Gurdjieff wusste noch etwas: Das nämlich die meisten unserer Gedanken, unserer Gefühle, ja unserer Körperempfindungen nichts als Produkte wechselnder äußerer Beziehungen sind. Sie spielen sich zwar in
einem scheinbar inneren Raum ab, und wir geben diesen Erscheinungen, wann immer wir ihrer gewahr werden, dann auch stolz die Attribute 'Ich' oder 'mein', aber sie stehen mit uns in der gleichen Beziehung, wie beliebige Werkzeuge innerhalb eines Werkzeugkastens; zusätzlich sind sie dabei auch größtenteils nur flüchtig, da die meisten Erlebnisse keinen wirklichen 'Eindruck' (oder eine länger reichende Erinnerung an diese) in uns zu hinterlassen scheinen.
Nun wäre es naheliegend anzunehmen, dass diese Analogie mit dem Begriff der 'Beliebigkeit' eine Unstimmigkeit aufweist, denn schließlich werden wir mit diesen 'Werkze
ugen (zum Denken, Fühlen und Empfinden), oder diesen Fähigkeiten, immerhin doch auch schon geboren …
Und das wäre wohl auch uneingeschränkt richtig, - würden
diese nicht beliebig und wahllos (und zwar ohne unsere bewussten Entscheidungen und sogar ohne Aufmerksamkeit!) in uns von zufälligen Umständen einfach ständig ausgetauscht, - also, wenn sie ihrer Entsprechung nach funktionieren würden. Dieses Nichtfunktionieren aber, ist ein typisches Zeichen des Schlafes, in dem wir uns, während unseres Wachzustandes vorfinden. Und in diesem Schlaf treffen wir Entscheidungen oder unterschreiben Verträge! Situationen, welche, im Nachhinein, auch oftmals sehr bedauerlich sind …
Das behavioristische Weltbild lässt uns selten eine wirkliche Wahl.

Manch einer nun
'mag' so etwas vielleicht gar nicht gern nicht 'hören' wollen, ein anderer 'sieht' hier keinen Platz für bestimmte, nicht nur ihm allein, 'logische'Betrachtungen, und wieder ein anderer 'vermeint', dass nichts von dem Gesagten 'gründlich' genug 'durchdacht' wurde, und möglicherweise deshalb sogar in einem völlig anderen Kontext 'bewertet' werden sollte, wenn überhaupt. Wieder ein anderer 'möchte' das alles als eine Erfindung 'abtun', die möglicherweise nur dem 'Zweck' der Zurschaustellung, der 'geistigen' Onanie oder der Plagiiere 'verfolgt' – und dass damit eigentlich 'nichts' davon wirklich 'real' ist, denn es existiert doch ein freier Wille … oder nicht?

Und ich möchte dem schon Gesagten noch eine weitere Ketzerei hinzufügen, und zwar dass das, was wir sorgloserweise als 'Ich' bezeichnen, nichts als variierende Teile von Persönlichkeitsgruppierungen sein mögen, die mit unabhängigen Interessen, Meinungen und Bedürfn
issen in uns 'existieren' und oftmals nicht einmal Kontakt zueinander haben (das heißt nur, dass wir keine Widersprüche
bemerken); aber sich immer als das Gesamtprodukt verstehen, in dem Augenblick, wo sie erscheinen (und Verträge unterschreiben können!), und, dass diese Gruppierungen oftmals Entscheidungen provozieren und produzieren, welche das tatsächliche Gesamtprodukt– den jeweiligen Menschen - , durch die (aus situationsbedingten Entscheidungen) entstandenen Folgen (wie diese unterschriebenen Verträge), in manchmal nur schwer wieder gutzumachende, Schwierigkeiten bringen kann. Die Faktoren, die eine derartige Situation bestimmen sind: der (sich meist nicht ändernde) Name des Menschen, sein (immer wahrnehmbarer, scheinbar stets gleicher) Körper und ein eingeschränkter Pool von bekannten Reaktionen, Einstellungen und Verhaltensweisen, erwachsen aus den Bedingungen der Gesellschaftsform (und Norm), in welcher der Mensch sich nach seiner Geburt und Reife vorfindet; … erworben durch Konditionierung, Nachahmung und Imitation derselben ...

Ich möchte an dieser Stelle ein kleines Experiment vorschlagen, das jeder an sich selber ausprobieren
kann: Legt dafür eure Hand aus der Sichtfläche eurer Augen, auf den Rücken beispielsweise. Die Hand sollte für diesen kurzen Moment nichts berühren. Ist das geschehen versucht nun eure Finger zu zählen, und zwar ohne diese dabei zu bewegen! Lasst eure Aufmerksamkeit in die einzelnen Finger hineingleiten. Spürt sie, nehmt ihre Position wahr, die Stellung zueinander und schließlich die Hand als Ganzes und diese dann
wiederum als den verlängerten Teil des Armes, als Teil des Körpers ...

Dieses Experiment kann ohne Probleme über den gesamten Körper ausgedehnt werden, auf die Gefühle und auch auf die Gedanken. Das ist jetzt nicht der Versuch ein beliebiges Stück Wirklichkeit in unsere Wahrnehmung zu integrieren, denn es handelt sich hierbei definitiv um einen Teil unseres eigenen Wahrnehmungsbereiches - unseres Körpers ... - Solch ein Augenblick transportiert unsere Wahrnehmungsfähigkeit (
und den speziell wahrgenommenen Teil) in das viel gerühmte und so oft schon vielfältig formulierte 'Hier-und-Jetzt', in unsere augenblickliche Gegenwart!
Und es kann uns nicht nur zeigen, dass wir tatsächlich unsere Wahrnehmungen lenken können; wir können gewissermaßen jede unserer Ausdrucksmöglichkeiten unserer (
verselbstständigten) Automatismen (das Empfinden, das Fühlen und das Denken) mit solch einer Ich-Bekundung versehen. Gleichzeitig mit diesem Erleben der gegenwärtigen Situation können wir bemerken, dass uns diese Bekundung in die Lage versetzt diese Automatismen (aber ebenso auch unsere Funktionen und Werkzeuge) einfach beim all-täglichen Geschehen zu beobachten.
Das heisst auch, dass wir eine Trennung erreicht haben.
'Wir' können damit wahrnehmen oder „sehen“, wie sich, beispielsweise, Gedanken unablässig in uns formulieren, und das meist
ohne irgendwelches Zutun unsererseits. Doch, was denkt eigentlich hier? Geschieht es wirklich „selbstständig“, oder ist es möglicherweise nur eine Reaktion auf eine gegebene Situation oder etwas anderes?
Hat der Behaviourismus doch recht und wir erleben schlicht nur re-aktiv?
Und wir können erfahren, ob etwas wirklich angenehm ist, oder eher nicht. Warum? Was bestimmt eine solche Entscheidung?
Oder wir erfahren augenblicksweise den Zustand unseres Körpers, mit all seinen Spannungen, Wünschen und Gewohnheitshandlungen … Und? Verhält er sich den Erfordernissen gerecht, ist er unnötig angespannt und sucht er oftmals nicht ständig nach Möglichkeiten gewisse Anstrengungen zu vermeiden? Warum ist das so? Und wer trifft hier überhaupt eine Auswahl?
All das sind Fragen nach den Mechanismen und der Hypnose, die unser all-tagliches Leben formen. Bedingte Vorstellungen, die wir mit viel zu vielen anderen Menschen teilen müssen. Der Psychologe Charles Tart schuf für dieses Phänomen den Ausdruck Konsensus-Trance, da es sich hier kenesfalls um einen individuell abgesonderten Zustand handelt, sondern im Gegenteil um ein Massenphänomen, das die Individualität des Einzelnen
in der Trance der Masse gewissermaßen auflöst. Rechtfertigungen für derartiges konnten wir schon weiter oben lesen ...

Mithilfe dieses einfachen Experiments könnten wir, wenn wir es unter den täglichen Bedingungen praktizieren, nicht nur einiges über uns selbst, unser tägliches Verhalten, herausbekommen, sondern vielleicht sogar einen Anteil an unserem eigenen Leben damit zurückgewinnen. - Gewissermaßen wieder mit dabei zu sein …, aber auch Abstand halten zu können, vom einvernehmenden Gang des Alltags. In jedem Fall erschafft es aber eine Anwesenheit und damit auch eine Gelegenheit. Wir könnten – für einige Augenblicke - einen Beobachterstatus erlangen, der uns die mechanischen Abläufe (Handlungen, Deutungen, Einbildungen) in unserem Leben aufzeigen kann. Jedoch ist dies eine sehr schwierige Aufgabe, denn es erfordert so etwas wie ein unabhängiges, sich selbst neutrales Gewahrsein, oder eben Wachsamkeit. Das Gegenteil der Konsensus-Trance, dem all-täglichen Schlafzustand.

Tragischerweise ist eine solche innere Aufmerksamkeit uns nicht anerzogen worden. Im Gegenteil scheint es (
bislang) wünschenswert zu sein die Wahrnehmung auf die sich in ständiger Wandlung befindliche Außenwelt zu richten. Und der Akteur, der Rezipient, aber gerade der Entscheidungsträger, wird damit fast gänzlich seiner inneren Möglichkeiten beraubt. Im eilenden Fluss der Veränderungen scheint keine Zeit für Reflexion oder Partizipation. Stattdessen gilt es Interessen, Meinungsvielfalt, Rollenspiele und verschwörerische nicht-zu-hinterfragende Gesetzmäßigkeiten zu verfolgen.
„Normalerweise“ bemerken wir unser Da-Sein in vielen unserer Lebens-Situationen einfach nicht, - denn Dinge scheinen einfach so zu geschehen ... - Stattdessen reagieren wir sozu
sagen automatisch (und dem jeweiligen Rollenspiel entsprechend) auf diese. Und das gilt nicht nur für scheinbar Bekanntes, sondern ebenso für neue Ideen, mit denen wir konfrontiert werden. Auch diese werden gewohnheitsmäßig einfach in alte, irgendwie vorhandene, Schubladen gestopft und mit dann mit irgendwelchen bekannten Namen versehen – und wir behaupten dann einfach wir kennten das schon, weil sich viele Dinge in ihrem Ausdruck schlicht zu ähneln scheinen; und bestärken damit wieder unsere Abhängigkeit von vorgegebenen und eingespielten Mustern und Glaubenskonstrukten.
Automatismen und Schlaf. Und wir operieren damit weit unter unseren Möglichkeiten!
Bei den meisten Entscheidungen sind wir nicht einmal anwesend!
Genau deshalb geschehen so viele Dinge, wie sie eben geschehen …

Denken, Fühlen, Empfindung – das Ich; unzulänglich formuliert handelt es sich hier um den Grund, warum Gurdjieff seine Philosophie den 4. Weg nannte. Mit dem Gewahr-werden dieser drei Funktionen in uns, gerade im alltäglichen Trott, könnten wir tatsächlich eine vierte Position einnehmen. Diese vermag uns auch zu helfen, uns an andere „wachere“ Situationen zu erinnern, an früher erfolgte Reaktionen und an vergangene liebgewonnene Momente, aber ebenso an den Spielraum und die Regeln oder die Erfordernisse. Allgemein kann es uns auf vergangene gemachte Erkenntnisse zurückgreifen lassen, um all dieses (
und noch vieles mehr) mit hinein in die die augenblickliche Wahrnehmung zu bringen. Und wir verfügen über einen gewaltigen Vorrat an Erinnerungen und damit tatsächlichen Möglichkeiten.
Dinge, die sonst eher dem Zu-Fall überlassen bleiben, ob sie in der gegebenen Situation auch tatsächlich reaktiviert wü
rden …

Nach Gurdjieffs Ideen existiert so etwas, wie das Unterbewusste, nicht.
Nur stärkere oder schwächere Eindrücke, eingebettet in „magnetischen“ Sammelpunkten, die unsere derzeitige Lage der Interessen bestimmen. Ein hypnotischer Schlaf. Und alles, was diesem derzeitigen Selbst-Bild nicht nützlich erscheint, wird von diesen Interessen (die oftmals nicht einmal unsere eigenen sind) einfach beiseite geschoben. Fällt dem „Vergessen“ anheim, ist aber nichtsdestotrotz (unter bestimmten Bedingungen) immer und jederzeit abrufbar vorhanden. Eine dieser Bedingungen ist die Verknüpfung dieser Merkmale mit bestimmten „realen“ Positionen (Fotos, beispielsweise), eine andere sind vom Leben selber erzeugten bedeutungstragenden Momente, die gleichsam Schocks in unserem Da-Sein aufschlagen. Doch wie-auch-immer, es sind Mahner, dass dort noch viel mehr ist, als der viel zu oft beschränkte Augenblick zuzulassen scheint.
Auch deswegen ist es notwendig sich dieser Situationen gewahr und damit aufmerksam dem Leben (und sich selbst) gegenüber zu werden ...

 

 

Akt V
Nimm das Verständnis des Orients und das Wissen des Westens – und dann suche


Wie wir sehen konnten basieren viele unserer „Wahrheiten“ auf sträflichen Vereinfachungen. Oftmals sind es auch nur Behauptungen vorgeblicher Wissen-schafteleien – und haben mit der Wirklichkeit nicht mehr zu tun, als irgendein beliebiges Schulbuch. Logik zerfällt im Gestammel der Semantiker und übrig bleiben Doktrinen und ein paar Lügen-für-Kinder: Die Erde ist rund, der Himmel ist blau, das Weltall unendlich und Wasser ist nicht mehr als H
²O … Und sicher könnten wir all das jetzt hinterfragen.
Doch wofür diese Simplifizierungen? Nun, … „man“ sagt, dass die meisten Menschen eben „einfach gestrickt“ seien, - und was liegt näher, als so eine Erkenntnis zu verallgemeinern und dann einfach zu verbreiten? - Auf deutsch heißt das 'jemanden für doof zu verkaufen' …
Aber man trifft auch auf wenig Widerstand und die allgemeine Bereitschaft, solche Erkenntnisse entweder zu ignorieren, oder sie als gegeben zu akzeptieren und hinzunehmen; - und „man“ sichert sich damit die Expertise, dass die Deutungshoheit nur mit Hilfe gezielter sozialer, politischer, wissenschaftlicher, religiöser oder was-auch-immer zertifizierter Anpassung erreicht werden kann, und auch darf. Und Anpassung an schon Bestehendes ist immer notwendige Voraussetzung.

Und dafür benötigt man auch halt Zertifikate oder Beglaubigungen. Beglaubigungen, die beweisen sollen, dass bestimmte angestrebte Positionen auch zu recht angestrebt und besetzt werden können.
Beglaubigungen adeln und es ist, zumindest in Deutschland, die Frage öffentlich geworden, ob tatsächlich alle Gesellschaftsschichten denselben Zugang zu höherer Bildung unter den gleichen Bedingungen nutzen können? Bislang ist die Antwort darauf ein 'Nein'. - Bevorzugungen (
oder sollte man hier sagen: Verschwörungen) und Willkür regeln diese Tatbestände, bis auf den heutigen Tag. Und mit welchem Ergebnis? Ist dadurch etwas verbessert worden?

Stellt euch Buddha, Krishna oder Jesus im gemeinsamen Gespräch über die Notwendigkeit von Religion mit einem promovierten (
und damit beglaubigten) Theologen vor, dann bekommt ihr eine Ahnung von der Geltung derartiger Beglaubigungen. Was der eine lebt, ist für den anderen bloße Theorie … - Wie schon weiter oben gesagt, - das System ist ein Selbstgänger.
Wir sollten deshalb lernen aufmerksam und skeptisch zu sein.

Und es ist eine große Ablenkung von uns selbst bzw. von der Wahrnehmung unserer tatsächlichen Situation, unserer Möglichkeiten und unserer Beschränkungen.
Aber in erster Linie des Erfassens unserer eigenen Verantwortung, - der Umwelt, dem „Nächsten“, insbesondere aber uns selbst gegenüber. Die Ablenkungen lullen uns ganz leise ein, in den Schlaf der Selbstgerechten, Pflichtlosen und Selbstvergessenen. Die Verantwortung dafür haben wir an der Garderobe gleich mit abgegeben ...

Eine gute Veranschaulichung der menschlichen Lage
Es gibt eine östliche Erzählung, die von einem sehr reichen Magier handelt, der sehr viele Schafe hatte. Nun war dieser Magier sehr geizig. Er wollte keinen Schäfer einstellen, noch wollte er die Weide, auf der seine Schafe grasten, mit einem Zaun umgeben.
Infolgedessen liefen die Schafe oft in den Wald, fielen in Abgründe, und vor allem liefen sie fort, weil sie wussten das der Magier ihr Fleisch und ihr Fell wollte, und ihnen dies nicht lieb war.

Schließlich fand der Magier ein mittel dagegen. Er hypnotisierte seine Schafe und suggerierte ihnen zuallererst, sie seien unsterblich und es geschehe ihnen kein leid dadurch das ihnen die haut abgezogen würde, sondern es sei im Gegenteil sehr gut und sogar angenehm für sie. Zweitens suggerierte er ihnen, dass er, der Magier, ein guter Herr sei, der seine Herde so liebe, dass er bereit sei, alles in der Welt für sie zu tun; und drittens suggerierte er ihnen, dass, wenn ihnen irgendetwas geschehen sollte, es nicht gerade jetzt geschehen werde, jedenfalls nicht am gleichen Tag, und das sie darum keinen Grund hätten, darüber nachzudenken. Ferner suggerierte der Magier seinen Schafen, dass sie überhaupt keine Schafe seien; einigen von ihnen suggerierte er, sie wären Löwen, anderen, sie wären Adler, wieder anderen, sie wären Menschen und wieder anderen sie wären Magier.

Und danach hatten alle seine Sorgen um die Schafe ein Ende. Sie liefen nie wieder weg, sondern warteten auf den tag, an dem der Magier ihr Fleisch und ihr Fell benötigen würde.

- G.I. Gurdjieff, Kaukasischer Philosoph & Praktiker.


In einer anderen Geschichte erzählt Gurdjieff, wie ein schon "Aufgewachter", ein sich von der „Hypnose“ befreiter Mensch einen Weg in das Gefängnis der Noch-Hypnotisierten grub, nur um festzustellen, dass die dort inhaftierten Männer und Frauen (
umgeben von allen materiellen "Annehmlichkeiten" des "zivilisierten" Lebens) schon so tief eingeschlafen, bzw. von ihren eigenen Träumen eingefangen waren, dass sie das Gefängnis nicht einmal mehr als Gefängnis wahrnahmen. Und deshalb natürlich auch keinen Grund sahen von dort zu flüchten bzw. in eine wache und eigenverantwortliche Welt überzuwechseln. Keinen Sinn darin sahen ihr Fleisch oder ihr Fell retten zu wollen …
Kann es denn eine andere Welt geben, als die die wir
zu kennen meinen?

Sooft Träume die Stelle der Wirklichkeit einnehmen, wann immer der Mensch sich für einen Löwen, einen Adler oder einen Magier hält, ist die Einbildungskraft am Werk.
-Jean Vaysse, ebd.


Wir Menschen bauen, nach den Ideen Gurdjieffs, unsere Vorstellungen, aber vielmehr unsere Erfahrungswerte, grundsätzlich anhand dreier grober Mechanismen auf:
Dem Denken, was den Fantasievorstellungen entspricht, dem Gefühlsleben, was dem Deutungsbereich entspricht, sowie dem physischen Körper, was aber nicht nur der sinnlichen Wahrnehmung (
dem Empfindungsbereich) entspricht, sondern auch den geregelten Prozessen zur Erhaltung und des Wachstums, sowie der Möglichkeit zur Reproduktion.
Somit funktionieren gewissermaßen drei unterschiedliche „Gehirne“ in uns, welche unser Da-Sein um die jeweiligen Perspektiven bzw. um die vorherrschend ausgerichteten Entsprechungen erweitern. Und Gurdjieff beschrieb die Orte, dieser Gehirne, im menschlichen Körper: So ist der Konzentrationspunkt des Körpers im Wirbelsäulenbereich zu suchen, der der emotionalen Erfahrungen im Sonnengeflecht und erst der der gedanklichen Ereignisse im Kopf. Hätte er recht, sollte uns so ein Vorfall auch gar nicht weiter beunruhigen.

(…), aber nichts ist wirklich endgültig geklärt, da es – vermutlich – im Quasi-Zustand nichts Wirkliches gibt. (…) Eine Unglaublichkeit steht gegen die andere, und die Dominante, die im Kopf des Lesers jeweilig die Vorherrschaft hat, bestimmt darüber, was vernachlässigt und was hervorgehoben wird. Und der Leser kann so gut oder schlecht für sich selbst denken wie ich.
- Charles Fort


Was immer Sie auch einem Menschen sagen, - er wird es auf seine Weise deuten, wird jede Idee auf die Stufe bringen, auf der er sich selbst befindet.
- G.I. Gurdjieff, Kaukasischer Eisenbahnarbeiter & Lehrer


Während sich, aufgrund solcher Sichtweisen und Erfahrungen, in östlichen Gemeinschaften spezielle spirituelle Pfade gründeten, wurde uns eine solche Erkenntnis (
bruchstückweise und auch nur sehr verhalten oder oberflächlich) erst mit der Entwicklung der heutigen Psychologie zuteil. Dabei zieht sie willkürliche Abgrenzungen: Kognition, Emotion und (fein- oder grob-) Motorik eingebettet in der jeweiligen Sozialisation ...
Nichtsdestotrotz bieten diese drei „Gehirne“ unserem Leben eine erstaunliche Fülle von Möglichkeiten, und sie sind gleichzeitig auch erstaunliche Fähigkeiten zur Bewältigung des inneren oder äußeren Lebens. Jedoch scheint ihre Arbeit, aufgrund bestimmter Bedingungen, wie Erziehung, Rollenverhalten, etc., aufs Gründlichste miteinander vermischt worden zu sein. - Wahrnehmungen werden schnell zu Deutungen oder zu Einbildungen; Träumereien zu Behauptungen, Interpretationen können die Wahrnehmungen beeinflussen, erweitern oder auch beschränken. Und so weiter und so fort. Diese Mechanismen, oder dieses scheinbar austauschbare Funktionieren, verhindert damit einen tatsächlichen Blick auf die Wirklichkeit oder auf unser eigenes Erleben.

Was diese Situation noch verschlimmert, ist der Fakt, dass es eigentlich doch jeder macht (
ohne es zu bemerken) und ein solches Gemisch daher sogar für normal angesehen wird, - vorausgesetzt natürlich, es wird überhaupt bemerkt.
Und das, obwohl Normalität wohl erst dann erreicht sein würde, wenn diese Funktionen voneinander getrennt operieren würden, bzw. wenn sie unabhängig voneinander funktionieren, aber aufeinander aufbauen könnten; den ihnen zuständigen Platz einnehmen könnten. Also wenn die Augen tatsächlich zum Sehen, Gedanken zum Denken und die Gefühle zum Bewerten einer wie-auch-immer gearteten Situation angewendet werden.
Die Gefährlichkeit dieser unbemerkten Vermischung ist die zusätzliche Annahme, es würde sich dabei um ein unabhängiges und
eigenes Erleben handeln, was es aber nur sehr bedingt sein kann, denn der „Stoff“ aus dem wir geformt wurden sind generell die anderen.
Diese Vermischung ist zivilisatorisch geschuldet.



Akt VI
Mit jedem Wort, dass du mir beigebracht hast, hast du mich zu einem Sklaven gemacht
- uralter Sufi Spruch

Theoretisch betrachtet könnte man jetzt meinen es ginge hierbei nur um die Annahme der Existenz einer geistigen anderen Welt oder einfach darum, mal wieder eine Pawlow‘sche Sau durchs Dorf treiben, in der Ahnung, dass der „Verantwortungsbewusste“ Bürger möglicherweise mal einen Moment von seinem Hamsterrad absteigen mag, um über die Anti-Ethik eines, sagen wir mal, Nietzsche oder Brecht, der Kirche, oder auch nur einer bestimmten politischen Partei, nachzusinnen … Oder vielleicht geht es dabei um die Unstimmigkeit der eiligen und bizarren Gegenwart, bei dem gleichzeitigen Verfall menschlicher und sozialer Werte; – oder um die Vorherrschaft irgendwelcher System-gestützter Medien gegenüber der Frage, warum die Götter (
wenn sie denn existieren) so etwas überhaupt haben zulassen können; - oder über die grundsätzlichen Wahl, sagen wir eines Zombies oder eines Vampirs, oder um die Entscheidungsfindung eines, auf künstlichem Weg erdachten und erschaffenen, Monsters? Oder darum, in eitler und selbstverliebter Manier, mit dem Finger auf irgendwelche, eilig bereitgestellten, Sündenböcke zu verweisen … und damit auch jede Schuld vorschnell von einem selbst ausschließen.
Oder vielleicht geht es um die offenkundig „von Gelächter verdeckte Unwissenheit“ und den, darüber brausenden, Sturmzug der Asischen Walküren zu den infernalischen Klängen einer Hammill'schen Oper, über niemals benutzten (
und deshalb auch nicht wirklich funktionellen) Schlachtfeldern? ( … )

Theoretisch. - Die Illustration von Aphorismen, aber auch die Vielfältigkeit der bedeutungsüberladenen Abstraktion zur Darlegung einiger, aus dem übergeordneten Kontext herausgegriffener, möglicherweise aber irgendwie doch realer Gesichtspunkte. - In e
inem Essay über den menschlichen Verstand wunderte sich John Locke schon im Jahre 1690, ob ein und dasselbe Objekt in den Vorstellungen verschiedener Menschen auch unterschiedliche Bilder hervorrufen kann.
Das Problem der Bedeutungen: Es ist eine Reduktion auf das gigantisch umfangreiche Gebiet der reaktiven und damit assoziativen Fantasie oder der Semantik. - Wer will, kann sich selbst, oder auch bestimmte Ansichten darin wiederfinden – oder eben auch nicht. Funktioniert ähnlich wie eine Astrologische Deutung. Alles bleibt letztendlich offen … auch die eigene Position oder eine angenommene Betroffenheit ...
Vielmehr ist es, wie mit jedem Inhalt von Poesie, sie kann Spuren oder Elemente von, beispielsweise, Wahrheit, Lüge oder Wirklichkeit beinhalten, aber die Suche bzw. das Finden ebensolcher hängt generell von der Perspektive oder dem jeweiligen gegenwärtigen Verständnis und der unmittelbaren Stimmung des Betrachters ab. Und steht damit scheinbar im Gegensatz zur Prosa, beispielsweise einer sorgfältigen und durchdachten Betriebsanleitung für ein beliebiges technisches Gerät oder einer wohlformulierten Arbeit zur Erreichung eines Doktorgrades ...

Womit ich nicht behaupten kann, dass zwischen diesen beiden Darreichungsformen letztlich tatsächlich eine wirkliche Unterscheidung vorgenommen werden kann oder ob so ein Unterfangen (
außer anhand künstlicher Kriterien) auch überhaupt möglich ist. Aber wir werden mit so einer Literatur täglich in den unterschiedlichsten Medien „bombardiert“. Wir sollten bedenken: Wenn eine solche Beeinflussung existiert, und uns so leicht „gefangennehmen“ kann: Scheinbar so stattgefundene Ereignisse, Meinungen und Austauschbarkeit, … was von diesem "Wissen" gehört dann überhaupt davon uns?
Kann man das denn überhaupt trennen? -
Hilfreich mag hier die Vorstellung eines totalen Gedächtnisverlustes sein, und die daraus resultierenden möglichen bzw. wahrscheinlichen Folgen …
Was bleibt da noch von der vorherigen Person übrig? Welche der oben angesprochenen „Gehirne“ (
Gurdjieff spricht von Zentren) sind wohl von einem solchen Gedächtnisverlust betroffen? Und ist das möglicherweise auch der Grund, dass einige Dinge dann trotzdem noch weiterhin ohne Komplikationen funktionieren? Wie tief ist eine solche Hypnose?

Doch die Sache kann noch weiter gehen: der Mensch kann sich von der Umgebung in der er lebt, von der Gesellschaft, den Umständen und selbst dem Wetter herausgefordert fühlen: alles, was ihm missfällt, erscheint ihm als Beeinträchtigung seiner selbst und ungerecht, unrechtmäßig oder falsch vor: alle haben unrecht, das schlechte Wetter ist im Unrecht; er allein hat recht.
- Jean Vaysse, Vers l'éveil à soi-même


Der Begriff „negative Gefühle“ meint alle Gefühle der Gewalt oder Depression: Selbstmitleid, Ärger, Argwohn, Furcht, Verdruss, Langeweile, Misstrauen, Eifersucht und so weiter. Gewöhnlich akzeptiert man den Ausdruck negativer Gefühle als völlig natürlich und sogar notwendig. Sehr häufig nennt man ihn „Offenheit“. Natürlich hat er nichts mit Offenheit zu tun; er ist lediglich ein Zeichen von Schwäche im Menschen, ein Zeichen schlechter Laune und der Unfähigkeit, seine Beschwerden für sich zu behalten. Der Mensch erkennt dies, wenn er dem zu widerstehen versucht, und lernt hieraus eine andere Lektion. Er erkennt, dass er in Bezug auf mechanische Reaktionen nicht reicht, sie zu beobachten, es ist notwendig, ihnen zu widerstehen, denn ohne ihnen zu widerstehen, kann man sie nicht beobachten. Sie geschehen so schnell, so gewohnheitsmäßig und so unmerklich, dass man sie nicht bemerken kann, wenn man nicht ausreichende Anstrengungen unternimmt, Widerstände für sie zu schaffen.
- Peter D. Ouspensky, Conscience (1979, deutsch Sphinx Verlag 1982)


Es ist schon komisch, wie manche „englische“ Wörter zu lesen sind?
Con-science oder Demo-crazy … Aber es sind nicht nur die Worte, die damit eine eigenartige Doppelbedeutung erlangen, vielmehr auch manche der Geschichten, die durch solche Worte überliefert werden. Doch ich greife vor.

Menschen unterscheiden sich nicht nur in ihrer Persönlichkeit, sondern auch in ihrem Charakter. Während ersteres auf die Einflussnahme zivilisatorischer Indoktrination und Manipulation zurückzuführen ist, besser, sich unter künstlichen Bedingungen gebildet hat, gehört der Charakter zu den Eigenarten, mit denen wir geboren wurden. Doch ob sich ein solcher Charakter auch tatsächlich entwickeln kann, hängt von vielen Bedingungen ab. Sicher auch von derzeitig herrschenden sozialen Strukturen, aber auch von geistigen, emotionalen oder körperlichen Voraussetzungen und glücklichen Rahmenbedingungen.
Manche haben eine Vorliebe für Musik, andere nicht; einige bestimmen die Umgebung anhand ihrer Formen, andere nach Farben oder sogar Gerüchen. Es werden bestimmte Dinge bevorzugt, andere rigoros abgelehnt oder spielen einfach keine Rolle. - Beispiele hierfür sind so zahlreich, wie … Sandkörner an einem beliebigen Urlaubsstrand.

Und ein weiteres gewichtiges Problem entsteht in dem Augenblick, wo wir nach einer grundsätzlichen Differenzierung zwischen der vorhandenen Person und ihrem eigentlichen Selbst (
Sein oder Wesen) suchen würden. Denn dann müssten wir uns eingestehen, dass wir uns eigentlich selbst gar nicht genug kennen, um so eine Unterscheidung überhaupt vornehmen zu können; und dass der Stoff unseres „Wissens“ hierüber oftmals nur auf Vermutungen, Einbildungen, Einflüsterungen oder Faulheit begründet wurde. - Sicher bemerken wir, manchmal, scheinbar immer wiederkehrende Handlungsweisen oder vermeinen sogar Grundmuster unserer Handlungen wahrnehmen zu können, - doch solange wir keine wirkliche Differenzierung vornehmen können, bleibt auch das nur eine Illusion. Welche Grundzüge würde das, was wir für unseren Charakter (oder auch: unsere Person) halten, in einer völlig veränderten Sozialisation einnehmen? Unter absolut veränderten Regeln und unbekannten Bedingungen? Wären wir dann immer noch derselbe Mensch oder möglicherweise jemand völlig anderes? Würden wir uns überhaupt darin dann noch selbst wiedererkennen können?



Akt VII
Lies! (das ist ein englisches Wort)

Viele Völker verloren im Beginn der Christianisierung große Teile ihrer Historie, die in Form von Gleichnissen, Göttergeschichten, Volksmärchen und Sagen über Jahrhunderte (oder länger) immer weitergereicht wurden. Die neuen Besatzer brachten zwar nun die Schrift mit, verweigerten den Einheimischen aber zugleich die alten Traditionen und die gottlose Niederschrift ihres Volksglaubens. Die Geschichte von Robin Hood, beispielsweise, wurde erst Hunderte Jahre später schriftlich festgehalten. Aber wovon handelte sie ursprünglich? Vom Kampf emigrierter Deutscher gegen den sich, repräsentiert durch die Normannen, immer weiter ausbreitenden Skandinavischen Einfluss? Oder war es eine Geschichte über den Überlebenskampf der Kelten gegen die sich immer gnadenloser und herrschsüchtiger durchsetzenden „christlichen“ Kirchen? - Wer vermag das heute noch zu sagen, wo die Zeugnisse uralter Zeiten zumeist nur noch aus Trümmern, Spukgeschichten und verwehter Zeit zu bestehen scheinen. Zum Glück für einige der Überlieferungen waren manche Völker in der Lage erfolgreich Widerstand zu leisten, eine Zeit lang wenigstens, zumindest manchmal solange, bis auch bei den Eroberern ein wenig geschichtliche Einsicht gekeimt sein mag. Oder sie sich einfach erfolgreicher anpassen konnten. Andere mussten dafür erst den Sand der Zeiten abschütteln, um, gewissermaßen, eine neue Renaissance zu erleben. Aber wie-auch-immer, die meisten Dinge sind nur flüchtige Erscheinungen. So ergeht es den Religionen, den Erfindungen, den Herrschern und ebenso auch ihren Palästen.

Wie kann man etwas verlieren, dass man niemals besessen hat?
- Peter Hammill, Songschreiber und Buchautor, The Sleepwalkers

Und heutzutage sind solche Geschichten, außer für die Aufrechterhaltung bestimmter Weltbilder, bestenfalls nur noch zur Unterhaltung existent. Wen interessiert denn auch wirklich, wie ein Chasarenkrieger, ein Maya-Priester oder ein sumerischer Gott-König tatsächlich getickt hat? Alles, was wir scheinbar wollen, ist eine, jeweils, gegenwärtige Vorstellung oder Einbildung davon, damit es in einem nachvollziehbaren Rahmen bleibt, … verständlicherweise.
Und davon profitiert nicht nur die heute herrschende Unterhaltungsindustrie, in all ihren Variationen und Schattenspielen. - Neben all den 2ter-Hand Helden, Schönheitskreationen, Supermenschen und Micky Mäusen, hat uns diese Industrie dankbar zusätzlich noch mit einer wahnwitzigen Wirklichkeit geprägt: Man kann uns glaubwürdig, falls irgendetwas überzeugend genug vorgetragen wird, oder den Deckmantel offizieller oder zumindest wissenschaftlicher Begründung zu besitzen scheint, tatsächlich „jede alte Geschichte erzählen“, wie Gurdjieff es so treffend formulierte. Denn selbst der eigene Verstand wird, für solche Annahmen, dann eben, zeitweilig sogar völlig, ausgeschaltet. Das geht von wissenschaftlichem Führ-wahr-halten über versenkte, aber bewaffnete „Passagierschiffe“ bis zu
einigen Fischerbooten, hin zu in Stahltürmen verschwundenen Aluminium-Flugzeugen oder auch zu seltsamerweise nicht überwachten, militärischen Hochsicherheitsanlagen, die auch einfach Flugzeuge verschlucken können. - Oder die rührseelige Geschichte einer Kuwaitischen Botschaftstochter über Irakische Baby-Fresser ...

Und weitere Fragen sind dann auch nicht mehr erwünscht! - Und natürlich kann jetzt jeder glauben, was er meint glauben zu müssen ...

Die Zahl solcher Geschichten, die ich in diesen Zusammenhängen erzählen könnte, wäre schier endlos. Und es sind Geschichten, die durchaus mehr-, als einseitig betrachtbar sind. Aber es sind auch Geschichten, hinter denen viel zu oft ein eindeutiges Interesse zu vernehmen ist: Denn schnell werden „offizielle“ Behauptungen dann zu angefeindeten „Verschwörungen“ … Oder vielleicht ist ja tatsächlich alles ganz harmlos? Und vielleicht wird eines Tages in den Geschichtsbüchern stehen, dass Robin Hood in Wirklichkeit ein Fuchs gewesen ist …

Wir sollten also sehr vorsichtig sein, denn wir bewegen uns mit all diesen Annahmen, oder akzeptierten Behauptungen, tatsächlich auf abgründig „dünnem Eis“. Eine „Errungenschaft“ unserer heutigen Welt ist zweifelsohne, dass wir zwischen Schein und Sein überhaupt nicht mehr zu unterscheiden wissen, also zwischen Dingen, die wirklich passiert sind, und Dingen, wie sie uns dann dazu (
oder hinterher) erzählt werden: „Ich denke, also bin Ich“ …
Das ist auch so eine Verschwörung.

Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das Gesagte nicht das Gemeinte. Wenn das, was gesagt wird, nicht stimmt, dann stimmen die Werke nicht. Gedeihen die Werke nicht, so verderben Sitten und Künste. Darum achte man darauf, dass die Worte stimmen. Das ist das Wichtigste von allem.
- Konfuzius


Ich vermute, das Gurdjieff auch aus solcherart Überlegungen heraus sagte, dass man nichts von seinen Ideen glauben solle; man solle sie für sich selbst ausprobieren, um dann für sich selber eine eigene Entscheidung über den jeweiligen Gegenstand zu erlangen.



Akt VIII
Persona oder das Gesicht der Zivilisation

Als Persona wurde ursprünglich eine (im antiken griechischen Theater von den Schauspielern verwendete) Maske bezeichnet, die die Rolle des Schauspielers ausdrücken sollte, aber auch verschiedene Stimmungen (
oder Gefühle), wie Zorn, Leid oder Freude. Das Wort Persona wurde aus dem Lateinischen: personare = hindurchtönen abgeleitet, und daher kommt auch der heute benutzte Begriff der Person. Daraus abgeleitet der Begriff der Persönlichkeit, was die individuelle Formung der jeweiligen Person bezeichnet.

Du siehst die Welt nicht so wie sie ist, du siehst die Welt so wie du bist.
- Mooji (Anthony Paul Moo-Young), ehemaliger Kunst- und heutiger Satsang-Lehrer


Eine der zentralen Ideen Gurdjieffs war, dass wir Menschen aus zwei grundsätzlichen Teilen bestehen: einerseits der Persönlichkeit, die ihre Eigenschaften durch Annahmen, Nachahmungen, Anpassungen und besondere Spezialisierungen erworben hat, also künstlicher Natur ist, und andererseits dem Wesen (
dem Sein), was solche Dinge, wie individuell ausgeprägte Neigungen (und Abneigungen), Fähigkeiten (und Unfähigkeiten), den Charakter und spezielle zukünftige Möglichkeiten, meint, also Strukturen, mit denen wir geboren wurden.
Die Analytische Psychologie hat diese Trennung ansatzweise ähnlich gesehen. Allerdings geht diese, mit ihren Haupt- oder minderwertigen Funktionsschemas, von verantwortlich handelnden, und damit auch beeinflussbaren, Menschen aus, eine Ansicht, die Gurdjieff vollständig ablehnte.
Solcherart automatische und assoziative Reaktionen, die aufgrund von vermuteten. oder größtenteils in dem Moment ihres Auftauchens nutzlosen, Einbildungen bestehen, und damit sogar unsere Lebenszeit verkürzen können, nannte Gurdjieff eine falsche Arbeit unserer Funktionen. Er betonte, dass eine Maschine für ihre Taten nicht verantwortlich sein kann, ein Mensch hingegen schon!
Und er betonte zudem die Pflicht der Eigenverantwortung, das Erfassen der eigenen Situation und damit auch die Möglichkeiten einer individuellen Entwicklung. Und damit erklärte er ein Wort vorweg, dass in der Mitte bis zum Ende des letzten Jahrhunderts eine gewisse Popularität erlangte: Transformation.
Die Tatsache, dass wir nur teilentwickelte, und unseren tatsächlichen Möglichkeiten gegenüber, ziemlich ignorante oder blinde Wesen sind, und eine Einsicht dahingehend, hat bei vielen Menschen eine tiefe Frage nach dem Sinn des Lebens entstehen lassen. Allerdings legte er Nachdruck auf den Umsatnd, dass die Möglichkeit sich zu einem ganzheitlichen Menschen zu entwickeln zwar existiere, aber er wies auch immer wieder auf die Gefahr hin, sich auf das zu verlassen, was eine zu-fällige und orientierungslose Hinwendung zur Sozialisation in der Person eines Menschen angerichtet hat, denn solcherart Irrungen führen allzuoft in Sackgassen oder in mentale Disaster.
Derartige Zustänande erkannte er als Folgen einer ungezielten Hypnose.

In Bereichen der heutigen Tiefenpsychologie wird die Persönlichkeit als derjenige Teil unseres Ichs bezeichnet, der für ein unauffälliges, also ein normatives, sozialverträgliches, Verhalten sorgt.
Entstanden durch Anpassung an beliebige Verhältnisse läuft diese Persona oder Maske auch schnell in Gefahr dies zu „Lasten der Individualität“ zu tun. Hier wird die Persona als eine Art Hülle des Ichs dargestellt, die von den Freud'schen Ideen eines Über-Ichs kontrolliert wird. Auch wird eine Zweiteilung des Menschen proklamiert: das „individuelle“ Ich und das (
künstlich erschaffene) „kollektive“ Ich (wie im Existenzialismus), dessen Funktionen unter anderem auch den Schutz des ersten beinhaltet. Und soweit sind diese Ideen gar nicht von denen Gurdjieffs entfernt.

Es scheint geradezu das Ziel unserer Gesellschaft zu sein, die Menschen der Verantwortung für ihr Leben und Handeln zu entheben. Der Weg der Transformation muss das genaue Gegenteil sein. Wohin er uns sonst auch führen mag, er muss uns zu freien, verantwortlichen Individuen machen, die fähig sind, ihr Leben im Einklang mit dem größten objektiven Wohl zu gestalten.
- John G. Bennett, Transformation (Coombe Springs Press 1978,; deutsch im Ahorn Verlag)


Die Annahme einer derartigen Hypnose ist nicht unbedingt auch freiwillig geschehen. Im Stadium der körperlichen Reifung lässt die Natur heranwachsende Menschen oft mit den Fragen nach der Herkunft, dem Sinn und dem Zweck des sie umgebenden Geschehens kollidieren. Abschwächende Begriffe, wie „Jugend–Revolte“ überziehen die Planlosigkeit der, in dieser Hypnose schon verfangenen, „Erwachsenen“. Ein „vernünftiger“ Plan wäre beispielsweise folgender: Man investiert, nach 10-14 Jahren zwangsindoktriniertem Glaubens an eine konstruierte Mathematik, nochmals 6 oder mehr Jahre seines Lebens in eine „weiterführende höhere“ Ausbildung derselben. Nun hat man, nach fast 20-jähriger Beeinflussung, genug in dieses Glaubenssystem investiert, um einen gefälligen Job anzustreben. Und kann nun auch als „Experte“ für „Mathematik“ auftreten.
Ein willkürlich ausgewähltes Beispiel, um die gesellschaftlich unterstützte Indoktrination oder Manipulation zu verdeutlichen. Wer würde, an diesem Punkt angelangt, die Basis, dieser Indoktrination, noch anzweifeln?
Oder eine "Experten-Meinung"?

Und das bedeutet nun nicht, was eigentlich auch egal ist, dass ich die Konstruktionen der Mathematik generell ablehne, obwohl sich einerseits tatsächlich keine absolut gleichartigen Dinge in unserem Universum (
bisher) finden lassen, außer mit Hilfe gröbster Einteilungen, Unterstellungen oder Vernachlässigungen, und andererseits schon der griechische Philosoph Plato zu bedenken gab, ob es denn, überhaupt und wirklich, eine größere Zahl, als die all-umfassende '1' geben kann, wenn doch alle Erscheinungen nur Teilaspekte davon sind ...
Das mag jeder für sich selber überlegen.

(…) - dass eine endgültige Aussage alle Dinge umfassen würde. Aber so reden Engel. Das Endgültige ist in der Quasi-Existenz unaussprechbar, weil das bloße Denken schon bedeutet, zugleich einzuschließen und auszuschließen und eben nicht endgültig zu sein.
- Charles Fort


Die Zeit, in den Schulen und ebenso im Studium, lassen einen Menschen zum Gefangenen innerhalb bestimmter Dogmas und Glaubenssätze werden, allerdings meist dies auch, ohne das er oder sie sich dessen überhaupt gewahr oder bewusst wird. Zusätzlich hinterlässt es den Glauben mit Hilfe des Gelernten auch besser oder effektiver teilnehmen zu können, was ja auch, mit gewissen Einschränkungen, richtig zu sein scheint.
Zumindest die Priester der bedingten Un-bedingtheit werden so eine Aussage mit im Wind nickenden Köpfen meinungslos zu billigen wissen. Aber das ist eben auch ein Weg der gesellschaftlichen Hypnose. Dort ist keine wirkliche Freiwilligkeit zu finden.

Es mag überraschen, aber seit über 300 Jahren diskutieren Wissenschaftler und Philosophen wo wohl der Unterschied zwischen der Klassifizierung einer Erscheinung und der wahrgenommenen Registrierung derselben zu suchen ist. Bis sie sich auf eine Sichtweise geeinigt haben wird man, beispielsweise, das Thermometer immer weiter über die subjektive Wahrnehmung von thermodynamischen Zuständen entscheiden lassen. Und dies, obwohl damit eher eine Frage der Qualität zugunsten der Quantität entschieden wird
. Dies ist eine Art von „Gleichmacherei“, die die Interessen des Individuums zugunsten einer scheinbaren Mehrheit (oder einer Reglementierung) einfach nicht berücksichtigt. Auch ein Teil der Hypnose.

John Bennett hat ein faszinierendes Buch über die Geschichte, das Wachstum und die Entwicklung der Menschen geschrieben (
Masters of Wisdom), in dem er vom üblichen Weg der kriegerischen Auseinandersetzungen, politischen Komplotte und sich ständig ändernder Grenzverschiebungen abweicht, und diese Entwicklungen nur anhand geistiger Veränderungen, Ideen, Religionen und resultierender Umwälzungen beschreibt. Sehr lesenswert.



Akt IX
Aber nicht alle Priester sind eben auch religiös …

Die öffentlich zugänglichen Medien betreiben, je nach Ausrichtung und Interesse, nicht nur politischen Ablasshandel oder Missionarstätigkeiten, sondern bieten auch (
von irgendwoher) beglaubigte Vorhersagen an, über das Wetter oder über aktuell sich entwickelnde Geschehnisse. Erfüllen damit, gewissermaßen, die Funktion, die früher weisen Menschen, Schamanen oder Orakeln vorbehalten war. In unseren Breiten werden ihre Darstellungen, scheinbar wie natürlich, mit einer behaupteten demokratischen und finanziell unterstützten Agenda ausgestreut. Sie arbeiten gemeinhin nicht unabhängig. Und sie präsentieren und verbreiten diese ideologisch und finanziell geprägten Wahrheiten und bieten dem Rezipienten damit auch oft schon Antworten auf bisher nicht einmal gestellte Fragen an, mit einer Art von Didaktik, die der wohl anrüchigste US-amerikanische Präsident so formulierte: „Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns!“ Meinungsmache eben.

Es gibt die Wirklichkeit, und an der ist nicht zu rütteln. Wahrheit aber, nämlich in Worten ausgedrückte Meinungen über das Wirkliche, gibt es unzählige, und jede ist ebenso richtig wie sie falsch ist.
- Hermann Hesse; Die Kunst des Müßiggangs


Es ist ein gewaltiges Schlachtfeld entstanden, auf dem sich die unterschiedlichsten Arten von Unterhaltung definieren: von der gleichgeschalteten Meinungslosigkeit bis zu realen Herrschafts- und Deutungsansprüchen … Und es ist eine Schlacht, nicht nur um unseren Geldbeutel oder die Kontrolle unserer Sinne, sondern auch um Weltanschauungen, Machtgrenzen und die Möglichkeiten zur Unterwerfung:
Wir müssen gelegentlich den Arm von Ländern umdrehen, die nicht das tun, was wir von ihnen wollen. Wenn es nicht die verschiedenen wirtschaftlichen oder diplomatischen oder, in einigen Fällen, militärische Druckmittel die wir haben, gäbe, wenn wir diese Dosis Realismus nicht hätten, würden wir auch nichts erledigt bekommen.“ Dieses Zitat entstammt dem Mund eines anderen, ebenso anrüchigen, US-amerikanischen Präsidenten, und soll uns wohl die Möglichkeiten echter demokratischer Verantwortung predigen … Denn auch Politiker sind gewissermaßen Priester und predigen eigentlich nur ihr Glaubenssystem oder ihr ihnen derzeitig geoffenbartes Weltverständnis. Und manche glauben bedingungslos an Deutungs- und Gewaltmonopole. Und es findet sich scheinbar auch immer eine Lobby- oder Interessensgemeinschaft, die so etwas auch unterstützt.
Was grundlegend missachtet wird ist, dass auch Dinosaurier schon Eier legten ...

Doch direkte Gewalt wird bislang vermieden, um Menschen gezielt zu bestimmten Sichtweisen oder auch zu gewissen Taten zu bewegen, denn künstlich erzeugte oder nicht aufgegriffene Bedürfnisse sind ein potentiell weitaus wirksamerer Richtungszeiger. So wird in den „westlich“ orientierten Ländern auffällig mehr produziert und weggeschmissen, als es den gleichzeitig dabei verhungernden Ländern gefallen mag; Länder, denen vom Glauben an sogenannte neoklassische „One-World“ Wirtschaftsordnungen zusätzlich diktiert wird, wie sie mit ihren Ressourcen, ja, mit ihrem Land und ihrer Bevölkerung, umzugehen haben. Ist das jetzt „ungerecht“ oder dient ein solches Verhalten nicht einer „höheren“ Glaubensordnung, welche die Frage nach dem „Eigentum-an-sich“ besser unberücksichtigt lässt? Denn, wem gehört unser Planet? Und auch damit wird Gewalt ausgeübt, eine Gewalt, die hilft im „Westen“ die Verkaufsregale zu füllen und den hier unerwünschten Schrott in den eigentlich hilfsbedürftigen Ländern abzuladen. Gleichzeitig wird aber verbreitet, wie „überholt“ doch Glaubenssysteme, wie das Indische Kastensystem, das gesellschaftliche Klassensystem oder die Vorstellung von besonders „erwählten“ Menschen, seien. Wir predigen Umweltschutz und hinterlassen in unserem Unmut Müllberge, kränkelnde Menschen, brennende Autos und verbrannte Länder …

All das ist Teil einer uralten Hypnose, deren Rechtfertigung der Eigenerhalt ist, aufgrund sich ständig wiederholender Reglementierungen und der Tatsache, das es den meisten sowieso egal ist, solange sie es nicht bemerken müssen bzw. es an ihrer ruhseeligen Existenz kratzt und sie scheinbar in Frieden gelassen werden.
Deswegen ist der Modus des Stillhalten eingeschaltet, bei gleichzeitiger Unauffälligkeit den Sorgen oder Bedürfnissen anderer gegenüber. Außer es wird von bestimmten Interessen temporär anders verordnet, wenn es augenblicklich zweckdienlich scheint. Und bei den meisten funktioniert dieser Modus tatsächlich auch großartig, denn man muss sich nicht einmal dafür entscheiden, es funktioniert wie im Schlaf ...
Und was interessieren überhaupt die Probleme anderer? Haben wir nicht genug eigene?
Ein anderes Wort für diese induzierten Vorstellungen bzw. für diesen gemeinschaftlichen Schlaf ist Konsensus-Trance.

Doch manchmal scheint da ein Licht zu sein: „Lehrbücher bedeuten Macht“
In einer deutschen Online-Zeitung bemängelt eine Wirtschaftskorrespondentin das priesterliche Verhalten vieler
Wirtschaftsprofessoren, denn diese würden doch eigentlich ihren Studenten in der Volkswirtschaftslehre nur ein Zerrbild der "realen" Wirklichkeit aufzeigen und lehren. Sie berichtete von einer Tagung des Netzwerkes Plurale Ökonomik, wo die Frage nach dem Inhalt moderner Lehrbücher diskutiert wurde. So gehöre es heutzutage „zu den Wundern der Mainstream-Ökonomie, dass noch immer die gleichen Lektionen erteilt werden, obwohl mehrere Finanzkrisen gezeigt haben, dass die Modelle nicht stimmen können.“

Auch hier geht es nur um Macht, und die erreichte Prägung entscheidet über die spätere Deutung.
Aber die Berichterstatterin bemängelt nicht, dass doch jegliche Annahme irgendeiner Behauptung im späteren Verlauf auch immer Macht für irgendjemanden oder irgendetwas bedeuten kann. Und damit werden 'richtig' oder 'falsch' zu Variablen in den Machtspielen der Indoktrination.



Akt X
Doch kaum jemand spricht darüber, was im Grunde nicht verwundern kann, denn das schönste Märchen gleitet unversehens in die Banalität ab, wenn die Realität ins Spiel kommt. - Michael Brückner, Journalist


Und was wäre, wenn wir derartige Probleme tatsächlich einmal ernst nehmen würden und persönlich angingen? Vermutlich würden wir schnell einsehen müssen, dass es davon nicht nur viel zu viele gibt, sondern, dass wir den allermeisten davon auch völlig machtlos, ja ohnmächtig, gegenüber stehen. Und Betrug und Abzocke kommt dann noch allerorten hinzu. Wir könnten sehen, dass zentralisierte Hilfsmethoden in hungernden Ländern zum endgültigen Verfall der meist recht kargen Landwirtschaft beitragen können, und daher eher schädlich als irgendwie nutzbringend sind. Auch das Umsteigen auf „westlich orientierte“ Produkte trägt nur zum Gewinn einiger weniger bei, währenddessen das Gros der dortigen Bevölkerung weiter (oder nun noch schlimmer) vor sich hinsiecht, auch weil sie nun nicht einmal mehr ihre eigenen Felder bebauen können. Wir erleben, dass Korruption weder vor politischen Gesinnungen, noch vor „humanen“ Hilfsorganisationen halt macht. Und, dass „christliche“ Werte, Menschlichkeit oder Moral eigentlich nur Auslegungen des jeweiligen Ermessens sind …

Ebenso können wir sehen, dass die Strukturen dieses Wahnsinns und Raubbaus nur möglich wurden, weil wir solange stillgehalten haben, in dem guten Glauben an anständige Politik und ehrenhafte Politiker. Und an den Glauben, tatsächlich eine Wahl zu haben.
Die Hypnose funktioniert.

Doch ein Lügengebilde nach dem anderen wurde, durch eine kurze Flut, vor unseren erstaunten, kurz erwachten, Augen, an den gewaltigen und bunten Strand der Vielfältigkeit gespült und, wenigstens für eine lapidare Zeitspanne, allen sichtbar gemacht. Den „westlichen“ Werten gemäß wurden dann erst die Gemeinschaften, dann die Familien und, gerade heute, die Wünsche und Gemeinsamkeiten der Völker auseinander gerissen und gegeneinander ausgespielt. - Diskriminierungen und Diffamierungen. - Kurzfristige Interessen beherrschen die Meinungen ebenso, wie das „öffentliche“ Gewissen.

'Machbarkeit' ist eines der Schlagworte moderner Predigten, obwohl wir uns doch eingestehen sollten, dass unsere Lebensweise, oder unsere Interpretation von Wissenschaft oder Politik, keinen Anspruch an Absolutheit besitzen kann. Nicht nur, weil es zumeist interessengeleitet und zweckgebunden ist, sondern weil die Basis dafür auf nichts, als auf jahrtausendealter Kontrolle, Gier und Macht gegründet ist. Unsere Machbarkeit nützt meist nur wenigen und schadet vielen!
Der künstliche Mantel der angeblichen Unabhängigkeit, Objektivität, Unvoreingenommenheit und Unbeeinflussbarkeit schützt heutzutage nicht mehr länger gegen den kalten Wind der rauen Wirklichkeit. Wem oder was kann in der heutigen Zeit denn noch unbedingtes Vertrauen entgegengebracht werden? Gibt es so etwas denn überhaupt? Ist denn nicht jedes Vertrauen im Grunde blind und eine Vergabe von eigener Verantwortung?
Der Wind, der durch die Löcher in diesem Mantel greift, ist vielleicht bei einigen wenigen schon spürbarer geworden und es wird hoffentlich auch immer ungemütlicher!
Denn, warum sehen wir solche Dinge erst, wenn wir von anderen darauf gestoßen werden?
Was macht uns so desinteressiert an Problemen, die unsere Haltung dem Leben gegenüber mit geschaffen hat?

Die zersplitterten Teile unseres Selbst sind allerdings nicht zufällig verstreut; sie sind vielmehr zielstrebig arrangierte Teile einer falschen Persönlichkeit, die Veränderungen und Stress zum Trotz erhalten bleibt.
- Charles Tart, Waking Up (deutsch 1988; O.W.Barth Verlag
)

Die Psychologie und Psychiatrie spricht hier von Verdrängungs- oder Abwehrmechanismen, die die widersprüchlichen Teile der Struktur unserer Persönlichkeit dämpfen und manchmal zu Verweigerungen und Fixierungen der Umwelt gegenüber führen können. Die heutige Wissenschaft hat eine Menge dieser Mechanismen aufgezeigt, isoliert und mit Namen versehen. Das geht von der Verdrängung über Lügen bis zur automatisierten Reaktionsbildung und noch vielem mehr.
Gurdjieff nannte diese Mechanismen einfach Puffer.

„Puffer“ ist ein Ausdruck, der eine besondere Erklärung erfordert. Wir kenne die Bedeutung der Puffer an den Eisenbahnwagen. Sie sind Einrichtungen, die die Stoßwirkung verringern, wenn Wagen aufeinanderfahren. Wenn es keine Puffer gäbe, würde der Stoß eines Wagens gegen einen anderen sehr unangenehm und gefährlich sein. Die Puffer verringern die Stöße und machen sie unbemerkbar. Genau die gleichen Einrichtungen können im Menschen gefunden werden. Sie sind nicht durch die Natur, sondern durch den Menschen, wenn auch unwillkürlich geschaffen. Der Grund ihres Vorhandenseins ist das Bestehen vieler Widersprüche im Menschen; widersprechender Meinungen, Gefühle, Sympathien, Worte und Handlungen. Wenn ein Mensch sein ganzes Leben hindurch alle Widersprüche fühlen würde, die in ihm sind, so könnte er nicht so ruhig leben und handeln, wie er jetzt lebt und handelt. Er würde eine dauernde Reibung, eine dauernde Unruhe spüren. (…) Wenn ein Mensch alle diese Widersprüche fühlte, dann würde er fühlen, was er wirklich ist. Er würde fühlen, dass er verrückt ist. Es ist für niemanden angenehm zu fühlen, dass er verrückt ist.
- Jean Vaysse, ebd.


Puffer bzw. Abwehrmechanismen funktionieren als Stoßdämpfer. Sie mildern die Widersprüche des Lebens und geben die psychischen Energien dann weniger spürbar an die Persönlichkeit weiter.
Für Gurdjieff war, nach Charles Tart, die detaillierte Aufarbeitung von Puffern nicht weiter interessant, denn, in der Übung, der von Gurdjieff vorgeschlagenen praktischen Selbst-Beobachtung, werden diese Mechanismen schon bald neutralisiert. Und in dieser Praxis geht es um Aufmerksamkeit, und zwar um eine solche Aufmerksamkeit, die im Gegensatz zu der sozialen Kondition (oder Hypnose) gleichzeitig nach Innen, wie nach Außen gerichtet wird.

Eine sehr schädliche Eigenart für den Menschen ist das Abgleiten in Tagträume, aber ebenso auch die Identifizierung: das Versinken in Worten, Ansichten oder Meinungen oder Rechthaberei. - Alles Dinge, die den natürlichen Platz der Ich-Wahrnehmung mit Träumen, Fantasien und Behauptungen überdecken, und uns selbst-vergessen machen.
Wir alle wissen, dass Worte mehrere Bedeutungen haben können, ebenso Ansichten und Meinungen. Trotzdem macht uns das Probleme. Gerade dann, wenn Dinge sich scheinbar nicht so darstellen, wie es uns gefällt, oder unseren angenommenen angewöhnten Einbildungen oder Erwartungen zu entsprechen scheinen. - Wir sollten im „Hinterkopf behalten“, dass es sich bei all dem nur um künstliche Strukturen oder „gemachte“ Konstruktionen handelt.
Und diese eigentlich auch beliebig austauschbar sind.
Trotzdem mag das erst gestern, flüchtig, Gelesene oder die automatisierte Reaktion auf eine angebotene Vorstellung oder die formulierte Meinung zu einem Thema den gleichen „Wert“ besitzen, wie ein langjähriges praktisches Studium? Aber auch das wird manchmal zu einem Problem …

Das Nicht-Wahrnehmen solcher Problematiken ist nach Gurdjieff ein typisches Zeichen von Schlaf.
Und die Aufrechterhaltung dieses unnötigen und unverantwortlichen Zustandes ist ein Zeichen einer Jahrelangen und recht erfolgreich durchgeführten Hypnose …

Sooft dieses Bild, an das er (der Mensch von sich selber) glaubt, bedroht ist, fühlt er sich bedroht, als wäre er selber das Bild; er reagiert sofort, um es zu verteidigen, genau wie ein Kind seine Puppe verteidigt.
- Jean Vaysse, ebd.


Gurdjieff schlug vor, diesen Automatismen, die uns in ihrem „Griff“ haben, nachzuspüren und sie damit auch für uns sichtbar zu machen, denn sie sind mit dem künstlichen Gesicht unserer Welt, der Persona oder der Persönlichkeit, verwoben, aber nicht mit dem tatsächlichen Wesen des Menschen. Dafür gilt es auch herauszufinden, welche Strukturen in uns künstlichen Ursprungs sind und mit welchen wir geboren wurden. Und das ist keine leichte Aufgabe.

Und es ist auch nun, wie leicht einsehbar ist, unnütz alle „unechten“ Eigenarten und Fähigkeiten grundsätzlich zu verdammen und zu eliminieren. Viele dieser Automatismen helfen uns tatsächlich dabei das eigene Leben zu meistern und zu vereinfachen. Nehmen wir beispielsweise die erworbene Fähigkeit des Autofahrens. Eine Fähigkeit, die mit der Hilfe der körperlichen Intelligenz gemeistert und automatisiert wurde, und nicht durch das wesentlich langsamere Denken, oder irgendeine gefühlsmäßige Deutung ersetzt werden kann. Und sie ist nützlich.
Der Punkt hier ist, den Weg zu finden, uns dieser Mechanismen zeitweilig wieder gewahr zu werden und damit einen Teil unseres eigenen Lebens zurück zu holen; diesen Teil, der in der Selbst-Vergessenheit gipfelte.



Akt XI
Das Leben ist nur dann wirklich wenn
«ICH BIN»
- G.I. Gurdjieff

Wir verwenden, leicht nachprüfbar, den Begriff 'Ich', wenn wir zum Beispiel unsere eigene Meinung darlegen oder einen aktiven Prozess beschreiben wollen, an dem wir teilnehmen oder den wir organisieren. Das Problem, auf das uns Gurdjieff nun aufmerksam macht, ist, dass wir selber (oder unsere Wahrnehmung von uns selber) an diesen Prozessen in der subjektiven Wirklichkeit meist vollständig unbeteiligt sind, und wir auch gar keine Vorstellung von diesem 'Ich' in uns haben. Wir bringen es mit bestimmten inneren, scheinbar immer wiederkehrenden, Abläufen in Verbindung oder mit unserem Namen oder letztlich mit unserem Körper, doch sind wir, in den Situationen, bei denen der Begriff angewendet wird, meistens nicht einmal in uns auch anwesend. - Dinge geschehen einfach; und da sie viel zu oft ohne unsere eigene Beteiligung geschehen, haben wir hinterher auch nur flüchtige oder gar keine Erinnerungen an diese Momente. Das liegt grundsätzlich daran, dass solche Erlebnisse, im Gegenteil zu (energiereichen) Schock-Situationen (positiver, negativer und neutraler Natur), keinen wirklichen Eindruck in uns hinterlassen können. Und so gehen große Teile unseres Lebens im stumpfen Bewältigen der angeblich augenblicklichen Erfordernisse einfach verloren.

Einfach dadurch, weil wir daran nicht beteiligt waren bzw. dass diese Bewältigungen automatisiert, jenseits unserer Selbst-Wahrnehmung, stattfanden. Im Schlaf, gewissermaßen ...

Beinahe der ganze Bereich unserer Neigungen und Abneigungen, fast all unsere Reaktionen der Lust und Unzufriedenheit, werden hauptsächlich von emotionalen und gefühlsmäßigen Gewohnheiten bestimmt; indem wir bestimmte Arten der Erfahrung vorziehen und uns andere unangenehm sind. Wir nehmen (gemeinhin) an, dass wenn wir Angenehmes und Unangenehmes erfahren, es tatsächlich unsere eigenen Gefühle betrifft, unsere eigenen Interessen, unsere eigenen Abneigungen. (…)
Ein weiteres Gefüge von Automatismen, die wir kaum bemerken, ist in unserem Denken anwesend. Die Weise, in der Menschen die Dinge sehen und sie verstehen; die Schlussfolgerungen, die sie von dem, was sie sehen und hören ziehen, sind nur selten ihre eigenen Urteile oder Einschätzungen der gegebenen Situation, Es sind fast immer automatisierte Formen des Denkens. (…)
Stehen wir einem bestimmten Gefüge gegenüber, so geben wir diesem einen Namen und werden dazu automatisiert, anzunehmen, nur weil wir es bei diesem Namen nennen, wir auch wissen, was es tatsächlich ist.

- John G. Bennett, britischer Ex-Geheimdienstchef und Mathematiker; Wie wir Dinge tun (Verlag Bruno Martin)


Um sich also in dem ganzen Wust wiederzufinden gilt es Echtes und Künstliches zu unterscheiden und eine Wahrnehmung für uns selbst zu entwickeln.
Doch was ist „echt“ und gehört wirklich zu uns? Dies kann jeder anhand von eigenen Begabungen festmachen, die ohne Zwang und langjährigem äußeren Druck in ihm vorhanden sind: Einige mögen es leicht finden sich in komplizierte Gedanken hineinzufinden, andere haben vielleicht eine mathematische Begabung, wieder andere können sich künstlerisch ausdrücken oder in praktischen Betätigungen, die für die meisten einer langen Übungszeit bedarf. Und so weiter und so fort: Manche Menschen nehmen die Welt in ihren Farben wahr, andere in ihren Formen; wieder andere anhand ihrer Ausdrucksmöglichkeiten, scheinbaren Veränderungen oder der Zusammenhänge und Widersprüche, oder auch in ihren Beschränkungen, und das sollte uns zu denken geben. Wir sind alle unterschiedlich veranlagt. Und letztlich wird dies auch jeder für sich selbst entscheiden müssen. Oder er holt sich äußere Hilfe hierfür. Es handelt sich offensichtlich um Talente und Möglichkeiten, zugleich aber auch um Restriktionen.
Eine Aufforderung, die vor langer Zeit über dem Eingang des Orakels von Delphi gestanden haben soll: „
Erkenne Dich Selbst!“, fiel bislang zumeist nur auf unfruchtbaren Boden.
Wir sollten
das wenigstens bemerken.

Bewusstseinsforschung ist grundsätzlich interdisziplinär. Heute ist es ein florierendes Unternehmen, das auch Neurowissenschaftler, Psychologen, Informatiker, Ärzte, Mathematiker und Physiker, mit Soziologen und Anthropologen zusammen, mit auf die Party lässt. Das Bewusstsein wird heutzutage in psychiatrischen und neurologischen Patienten untersucht, in nichtmenschlichen Tieren und gesunden menschlichen Freiwilligen (einschließlich Kleinkindern), mit Experimenten, die immer leistungsfähigere Methoden zur Erfassung, Analyse und verbundenen Daten auf viele verschiedene Arten bereitstellen, alle durch mächtige neue Theorien und Rechenmodelle zusammen geführt.
- Anil Seth, Herausgeber des Oxford Journal 'Neurowissenschaften des Bewusstseins' und Kodirektor des Sackler Centre for Con- sciousness


Bewusstseinsforschung? Ist nicht eigentlich das Problem derartiger Geisteswissenschaften, dass sie nicht den Menschen-an-sich studieren, sondern eine, durch verschiedenste Sozialisationen konditionierte und, durch diese Anpassung schon geprägte, re-aktive Kreatur?
Es also nicht mehr ist, als ein Studium der verschiedenen Masken.
Möglicherweise weicht die Psychologie deshalb, mit dieser Schuld der Künstlichkeit behaftet, dem Seelen-begriff so hartnäckig aus … ? :)

Ich möchte an dieser Stelle einen zweckmäßigen Test vorschlagen, der all das bereits Angesprochene, vom Schlaf und der Konditionierung bis zur scheinbaren Logik irgendwelcher Erklärungsmodelle, möglicherweise in einem wirklicheren und allemal praktischen Licht erscheinen lassen kann.
Oder es eben damit einfach verdeutlichen ...
Einen Test, der im Vierten Weg sehr populär wurde, weil er auf einfachste Weise das Unvermögen unserer Ich-Wahrnehmung und unserer Selbst-Erinnerung demonstriert. Und jeder, der sich einige Minuten Zeit dafür nimmt, kann diese Behauptung dann für sich selber entscheiden.

Zur Testvorbereitung benötigen wir lediglich etwas sich mechanisch Wiederholendes, hierbei kann es sich um einen blinkenden Cursor in einem Textverarbeitungsprogramm oder um eine beliebige Uhr handeln, auf der der Sekundenzähler sichtbar ist.
Zur Vorbereitung sollten wir die Wahrnehmung auf unseren Körper, unsere Gefühle und unser Denken richten. Und auf das Erleben dieser Gesamtheit: das eigene Ich unabhängig zu bemerken ....
Wenn wir nun einen Teil unserer Aufmerksamkeit beispielsweise auf den fortschreitenden Sekundenzeiger der Uhr richten und zugleich den anderen auf das Erleben des 'Ich bin hier und beobachte'; - und beides gleichzeitig für nur 2 Minuten versuchen zu halten, ohne uns von irgendetwas (und gerade von uns selbst!) dabei ablenken zu lassen ...


Und tatsächlich werden wir feststellen, dass eine Ablenkung stattfand. Tagträumerei und eine seltsame Zerstreuung verhinderten den Versuch. Und wir vergaßen uns selbst dabei, immer wieder. Wir müssen uns, wenn wir aufrichtig zu uns sind, eingestehen, dass wir diese geteilte Aufmerksamkeit einfach nicht halten können, nicht einmal für zwei Minuten. Und dies nicht nur, weil wir in dieser Forderung nicht geschult sind, sondern weil wir manipulativ zur Selbst-Vergessenheit erzogen worden sind. Eine künstliche Neigung, die uns oft genug in schädliche und gefährliche Situationen manövriert. Und wenn es schon für zwei Minuten nicht klappt, wie sieht es dann erst im Leben, das wir glauben zu
führen, aus?

"Mensch" wie stolz das klingt, allein wir müssen uns fragen, um welche Art von Mensch es sich handelt. Gewiss nicht um den Menschen, der sich über jede Lappalie entrüstet, banalen Dingen Beachtung schenkt und sich in alles um ihn her verwickeln lässt. Um sich zu Recht Mensch nennen zu können, muss man ein Mensch sein und "ein Mensch zu sein" ist nur möglich dank Selbsterkenntnis und Arbeit an sich selbst. - G.I. Gurdjieff


Nach der heutigen Neurowissenschaft des Bewusstseins sind derartige Neigungen von neuronalen Zuständen und Prozessen beeinflusst, und mache Neurowissenschaftler denken sich das Bewusstseins selbst als ein neuronales Phänomen. Im Grunde funktioniert unsere Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, sowie das Bewusstsein damit innerhalb neuraler Netzwerke, ähnlich solcher in der elektronischen Datenverarbeitung, aber unglaublich leistungsfähiger, unübersichtlicher, aber auch bedeutend aufnahmefähiger. In der nach Isolation der Phänomene strebenden materiellen Wissenschaftsdeutung herrscht das behavioristische Bild des 'Lebenden, sich selbst organisierten Automaten' vor; – und manche dieser Phänomene „existieren“ bestenfalls in den Abweichungen bedingter Gleichungen oder in immer wieder errechneten Iterationen. - Und dies anhand theoretischer Implikationen an vorher schon bestimmten, und damit eingegrenzten, Messgrundlagen.
Die tatsächliche Möglichkeit derartig isolierte, und theoretisch formulierte, Erscheinungen auch zu beweisen, wird entweder späteren Generationen überlassen, oder bleiben Glaubensvorstellungen bzw. Behauptungen, die sich lediglich auf mathematisch festgestellte Beobachtungen stützt. Spezielle Wissenschaften, wie die Kernphysik beispielsweise, vermuten sogar, dass sie dabei auf Wege zu stoßen, die die religiöse (
oder spirituelle) Suche nach dem göttlichen Urgrund, also der Suche in uns selber, weit in den Schatten stellen kann. „Gottes-Teilchen“ … Ich bezweifle das, denn diese Dinge existieren auch außerhalb von uns selber. Aber auch das ist nur eine Vermutung.
Aber die Idee neuraler Netzwerke ist doch nett, nicht wahr?

Doch können Phänomene jemals mehr sein, als spezielle Ausdrücke innerhalb irgendwie funktionierender Systeme? Oder, anders gefragt, ist denn nicht alles mit allem verwoben und daher jede Form von Spaltung (
oder Isolierung) eine, vielleicht menschliche, Illusion, die nur dem Vorhandensein künstlicher Grenzziehungen dienlich sein mag, um damit ein weiteres Erklärungsmodell über die eigentlich unbekannte Wirklichkeit zu liefern? - Je, nach derzeitigem Verständnis der wissenschaftlich an-erkannten Dinge, welche sich, wie wir wissen, auch noch im steten Wandel befindet, ohne dabei allerdings, erforderlicherweise, ihre eigenen Grundannahmen in Frage zu stellen, denn: „Wenn die Theorie nicht der Wirklichkeit entspricht, dann wird die Wirklichkeit eben der Theorie angepasst.“ Also wird passend gemacht, was derzeit zu passen scheint. Und ausgegrenzt, isoliert und befürwortet.

Wir sollten uns klar machen, dass wissenschaftlich erkannte Gesetzmäßigkeiten oder Isolierungen, die im günstigsten Fall eine höhere Annäherung an die Wirklichkeit versprechen, auch immer der besondere Ausdruck eines übergeordneten Beziehungssystems sind; und auch, dass wir mit veränderten Grundvoraussetzungen heutzutage eine ganz andere Wissenschaft hätten. Dass das vielleicht einer der Gründe ist, warum SETI und andere Organisation bisher ergebnislos den Himmel nach außerirdischen Strukturen, Mustern oder Zeichen absuchen, denn sie suchen nur nach bislang erkannten bzw. vermuteten Phänomenen. Diese Suche ist immer begrenzt von unserem (
sich auch weiter entwickelnden) Vorstellungen und Maschinen. Und wir haben überhaupt keine Vorstellung von einer völlig andersgearteten und trotzdem funktionierenden Wissenschaft. Aber wir haben die Literaturgattung von Science Fiction, die uns manchmal den einen oder anderen Tritt verpassen kann, - wir haben viel Fantasie. (…)

Dinge, die aus einem beliebigen Kontext herausgegriffen wurden, rauben uns oft den Blick für das Gesamtbild des beobachteten Phänomens. Und isolieren damit auch unsere Wahrnehmung.

Und dies gilt ebenso für uns selbst, wie für unser Erleben der Wirklichkeit als Mensch.
Und „Mensch“, ist das jetzt etwas besonderes?
Was sind eigentlich menschliche Erfahrungen?
Schauen wir dazu auf die Welt der Tiere; - eine Ameise zum Beispiel ist immer eine Ameise. Sie kann kein Fuchs sein, kein Elefant oder auch kein eingebildeter Drache. Sie ist von ihrem gesamten Sein eine Ameise. Und auch ihre Sozialstruktur ist nicht mit Einbildungen durchsetzt, im Gegensatz zu unserer, sondern mit Erfordernissen. Dementsprechend wird sie auch keine Persönlichkeit herausbilden können, die ihre Existenz als Ameise in den Zweifel zieht. Persönliche Strukturen werden erst da erkennbar, wo andersartige Bedingungen das Einzelwesen mit bedingten Vorbehalten konfrontieren. Aber eine Ameise wird deswegen nicht aufhören eine Ameise zu sein, sie wird weiter empfinden, wie eine Ameise empfindet. Das gleiche ließe sich für Löwen, Lämmer oder Wale sagen. Gurdjieff erkannte, dass jedes Lebewesen gemäß seiner Beschaffenheit funktioniert und lebt. Tiere, oder auch „primitiver“ lebende menschliche Stämme, sind von ihrem Wesen in einer denkbar günstigeren Ausgangslage.

In der „zivilisierten“ Welt haben wir viele Mängel dahingehend erwirkt: Einbildungen, Reglementierungen, Denkgewohnheiten, Masken und Rollen dominieren über unser Wesen, unser einfaches Mensch-sein, in einem Ausmaß, wie eben Künstlichkeit über das Natürliche triumphieren und bestimmen kann. Und es ist ärger, denn oft haben wir den Kontakt zu der Natur unseres Wesens schon fast vollständig verloren; allein die Prozesse und Bedürfnisse unseres Körpers scheinen noch an archaische Bindungen zu erinnern …
Wir sind nicht mehr sicher mit uns selbst oder bewusst.
Aber, in bestimmten Augenblicken ruft uns die Natur zurück. Manchmal durch schreckliche Erlebnisse, manchmal durch Liebe und durch vieles andere mehr. Und manchmal hören wir diese Stimmen. Leider meist erst durch Leid oder durch andere Menschen.
Und jetzt fragt euch selbst: Was sind wirklich menschliche Lebensbedingungen?

Ich habe nie großen Wert gelegt auf Dichterruhm, und ob man meine Lieder preiset oder tadelt, es kümmert mich wenig. Aber ein Schwert sollt ihr mir auf den Sarg legen; denn ich war ein braver Soldat im Befreiungskriege der Menschheit.
- Heinrich Heine, Reisebilder (Artemis & Winkler Verlag, 1969)

Menschheit, - auch so ein Wort … Dieses Wort sollte eigentlich die Fähigkeiten, Fertigkeiten, Möglichkeiten und Erfahrungen ALLER Menschen gemeinsam repräsentieren.
Vielleicht im Sinne eines Gustav Meyrink? – Die Erschaffung des
Einen Menschen …
Und wo immer man jetzt auch stehen mag, nach der Lektüre dieses Textes. ich denke, hier wurden viele Dinge angesprochen; Dinge, die uns angehen.
Ich glaube es ist gut, abseits von Sorge, Schmerz, Leid und Urlaub eine Zeit mit sich selbst zu verbringen, vielleicht auch nur, um endlich die Stimmen und Wünsche der eigenen Kindheit zu verstehen. Denn auch das waren Mahner gegen die Mechanisierung und Automatisierung des zukünftigen Lebens. Und einer von künstlichen Wertvorstellungen angefressenen Welt.
Und wir mögen zuhören können. Wir könnten erstaunliches hören.
Aber dafür muss auch jemand anwesend sein.

Und warum oder wofür in der Kindheit beginnen?
Nun, Gurdjieff würde vermutlich darauf hinweisen, dass damals unsere Balance zwischen 'Wissen' und 'Sein' noch wesentlicher ausgeglichener war. Heute überwiegt das 'Wissen' und eigentlich 'wissen' wir so gut wie überhaupt nichts mehr damit, für uns selbst, anzufangen. Alles scheint nurmehr dem Zu-Fall überlassen.
Also, was nützt uns so ein 'Wissen' dann?
Es pflegt unsere Unzulänglichkeiten und hebt uns ab von unserer eigenen Natur, die im bunten Gerangel des blendenden Scheins der "Zivilisation" auf der Strecke geblieben ist. Ist sie?
Noch besteht Hoffnung!

Denn Gurdjieff war nicht nur ein Mann, der jahrtausendealte Ideen weitergetragen hat, sondern er war auch ein Mahner.
Und machen wir, durch-zivilisierte Personen, einfach so blind weiter, wie bisher, dann wird uns das eines Tages auch noch die Lebensgrundlage kosten, die wir doch bestenfalls noch in unseren Urlauben oder Wochenenden überhaupt wahrnehmen können. Alles hat seinen Preis.
Warum nicht jetzt die Verantwortung übernehmen, wo wir sie am Ende doch tragen müssen? Niemand sonst wird diese Arbeit für uns erledigen!
Hoffen wir, dass wir wenigstens mit dabei sein können.




Wirklich weiterführende Literatur:

G.I. Gurdjieff:
All und Alles – (
nur wer mit Allegorien umgehen kann und den Science Fiction nicht schreckt)
Begegnungen mit bemerkenswerten Menschen

P.D. Ouspensky:
Auf der Suche nach dem Wunderbaren – / dazu gehört:
Die Psychologie der möglichen Evolution
Der Vierte Weg

J.G. Bennett:
Das Durchqueren des großen Wassers
Transformation
Ein anderes Bild Gottes

Aber auch:

Colin Wilson:
Das Okkulte
Die Seelenfresser

Charles Hoy Fort:
Wilde Talente

Alle anderen Empfehlungen können den entsprechenden Zitaten oder Inhalten entnommen werden.
Alle verwendeten Zitate von Charles Fort entstammen dem
Buch der Verdammten.
Ich möchte noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich die Benutzung von Zitaten, als Werbung für den entsprechend angegebenen Autor oder den veröffentlichenden Verlag verstehe.
Leider handelt es sich bei dem hier verwendeten Material (
oder den zitierten Autoren) meist nur um Ausnahme- oder Randerscheinungen, die wohl niemals das Gros der Leserschaft erreichen werden.
Und auch eben deshalb.


Jetzt aber soll, wer einen (Geld-)Beutel hat, ihn an sich nehmen, ebenso auch die Tasche;
und wer es nicht schon hat, der verkaufe seinen Mantel und kaufe dafür ein Schwert.

- Lukas 22:36-37

Und:
Es ist bezeichnend, dass, als man Schwerter zum Töten entwarf, man diesen die Form von Zungen gab.
– uralte Sufi-Weisheit.

Aber:
Wenn wir zugeben, dass es für jede Meinung, die wir äußerten, irgendwo ein Gegenargument gibt, sind wir Intermediaristen und keine Positivisten, nicht einmal bessere Positivisten als die anderen. Natürlich ist es denkbar, dass wir eines Tages systematisieren und dogmatisieren und uns weigern, in Betracht zu ziehen, dass man auch uns der Nichtbeachtung von Daten zeihen und uns vorwerfen könnte, wir hätten den Glauben an die Stelle der Annahmen gesetzt:

Dann, wenn wir ein umfassenderes System fänden, das keine unversöhnlichen Gegensätze anerkennt, wären wir bessere Positivisten. Solange wir nur Annahmen treffen, sind wir keine Positivisten, aber wir haben den Eindruck, dass die neue Dominante, auch wenn wir sie nur als eine weitere Versklavung ansehen, der Keim eines höheren Positivismus sein wird - und dass mit ihrer Hilfe eine neue Gruppe von Fixsternen in die Unendlichkeit erhoben werden wird - bis auch diese Ebene als Medium für die Rekrutierung von Fixsternen ausgespielt hat und einem neuen Medium weichen muss, das seinerseits das Absolute zu erschaffen versucht.
- Charles Fort


Das wars.

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Di

19

Mai

2015

Ein paar Gedanken zu mosaisch inspirierten Religionen (2)

Das Problem vom Ober-Gott mit dem Fleischverzehr

 

 

Der Genuss des Tierfleisches war bis zur Sintflut unbekannt; aber seit der Sintflut hat man uns die Fasern und die stinkenden Säfte des Tierfleisches in den Mund gestopft; wie man in der Wüste dem murrenden, sinnlichen Volk Wachteln vorwarf. Jesus Christus, welcher erschien, als die Zeit erfüllt war, hat das Ende wieder mit dem Anfang verknüpft, so dass es uns jetzt nicht mehr erlaubt ist, Tierfleisch zu essen.
Dieses Zitat stammt von dem „ heiligen Kirchenlehrer“ Hieronimus und findet sich im Adversus Jovinianum I, 18

Schauen wir uns einfach mal ein paar deutlich ältere Aussagen dazu an:
Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbringe, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt. - Lev 1.9
Weiß der Schreiber dieser Zeilen es wirklich? Und woher? -
Denn der Ober-Gott sprach doch noch früher zu den Menschen:

Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so. Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. - Mose 1:29-31


Es scheint nun so gewesen zu sein, dass die Israeliten vor der Zeitenwende (also den Jahrhunderten vor Jesus) nur wenig Fleisch verzehrten. So ist im ursprünglichen Schöpfungsbericht der Bibel eindeutig festgelegt, dass der Fleischkonsum gar nicht nicht zur Ordnung der Schöpfung gehörte (siehe Mose 1:29-34). Tatsächlich waren es doch die alten Priester, die solcherart Schriften bearbeitet und womöglich auch erst geschaffen hatten. Ihnen Sinn und Zweck eingaben …

Aber schon nach der Sintflut (siehe unten) folgte dann prompt (neue Zeiten – neue Wege?) die offizielle Erlaubnis zum Fleischverzehr und zwar angeblich vom Ober-Gott persönlich …
Nun sollte man aber auch wissen, dass der Fleischverzehr traditionell nur ein Bestandteil des priesterlichen Schlacht- und Opferkults war …


Die Verwirrung wächst, wenn der „Prophet“ Jeremia dann folgendes verkündet:
Ich aber habe euren Vätern an dem Tage, als ich sie aus Ägyptenland führte, nichts gesagt noch geboten von Brandopfern und Schlachtopfern; sondern dies habe ich ihnen geboten: ´Gehorcht meinem Wort, so will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein … - Jeremiah, 7:22


Diese Priester nun aber hatten ein Interesse am Fleischverzehr, nicht nur, weil sie sich so die besten Stücke zuschanzen konnten, und es war bequem so, sondern weil Tieropfer Teil ihres grausamen Herrschafts-Kultes im "alten" Israel waren.
Dazu kommt, dass es auch eine Machtdemonstration darstellt, - die Regentschaft des Menschen über das versklavte, geknechtete und niedere Tier! Natürlich standen viele recht-schaffende Leute und „Propheten“ gegen solche grausame Gewaltherrschaft auf. Jeremiah ist da nur einer von vielen, wie wir noch sehen werden …


Alles in allem können wir jetzt nur festhalten, dass der Ober-Gott bei seinen Entscheidungen und Aussagen scheinbar auch immer darauf bedacht war, diese späterhin auch widerrufen zu können. Oft das Gegenteil von dem zu behaupten, was er erst vorher von den Menschen forderte oder ihnen gebot.
Oder dass, was seine "Propheten" sagten ...

Es ist jetzt nur verwirrend, wenn man annimmt, dass hier keine Absicht dahintersteckt.
Und zwar menschliche, nicht göttliche ...

Die Sintflut war ein weltweites und zentrales Ereignis

 


Wer glaubt, dass sich Berichte über die Sintflut nur auf den Mittelmeerraum beschränken, oder auf die Geschichten in der Thora, irrt gewaltig. Solche Geschichten einer globalen Katastrophe wurden sowohl von den Chinesen, den Indern, den Azteken und auch den Skandinavier erzählt.

Am bekanntesten dürften, neben der Bibel, die sumerischen und babylonischen Überlieferungen gewesen sein (speziell das Gilgamesh-Epos), die zeitlich lange schon vor der mosaischen Version oder Darstellung entstanden. Nichtsdestotrotz waren sie sehr populär, und den Verfassern der Thora sicher auch bekannt. Und ob der Held nun Ut-Napishtim oder Ziusudra hiess … oder Noah, oder wie-auch-immer spielt dabei überhaupt keine Rolle.
Immer erhielt er den „göttlichen“ Auftrag bestimmte Dinge zu tun und zu veranlassen. Natürlich unterscheiden sich die Darstellungen der handelnden Personen und Gegebenheiten von Kultur zu Kultur.

Die Menschen, die aus Holz erschaffen wurden, werden durch eine Sitflut vernichtet. - Popol Vuh (ebd.)

 

Überlieferungen einer solchen Flutkatastrophe finden sich auch bei den Chinesischen Lolo, den Russischen Vogul, den Mexikanischen Huichol, den Neuseeländischen Mauri, den See-Dajak aus Borneo, den Kanadischen Cree, den Ost-afrikanischen Massai, den Indischen Andamen, den Peruanischen Huaro-chiri, den Französisch-Polynesischen Raiatea und bei den Vietnamesischen Bahnat. Ebenso auf der Osterinsel, den Fidschi-Inseln und sogar in Wales, England. Vermutlich ist aber auch das nur ein ungefährer Überblick.

Im folgenden soll es dabei nur um die biblische Version gehen.


So beauftragte der Ober-Gott den Noah verschiedene Tiere mit auf die, in kürzester Zeit hergestellte, Arche mitzunehmen, - denn er wollte "dass sie leben bleiben", wenn die große Sintflut kommt ...
Er führt den den Zweck des Auftrages auch noch genauer aus:
Und du sollst in die Arche bringen von allen Tieren, von allem Fleisch, je ein Paar, Männchen und Weibchen, dass sie leben bleiben mit dir. - Mose 6:19
Und er wird noch spezifischer:

Von allen reinen Tieren nimm zu dir je sieben, das Männchen und sein Weibchen, von den unreinen Tieren aber je ein Paar, das Männchen und sein Weibchen. Desgleichen von den Vögeln unter dem Himmel je sieben, das Männchen und sein Weibchen, um das Leben zu erhalten auf dem ganzen Erdboden. - Mose 7:2-3


Zwischendrin (zur Auflockerung) mal ein paar „Propheten“-Worte zu diesem Thema:
Ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer.
- Hosea 6:6

Ich habe keinen Gefallen am Blut der Stiere, Lämmer und Böcke ... Das Räucherwerk ist mir ein Gräuel.
- Jesaja 1:11:13

Ich aber habe euren Vätern an dem Tage, als ich sie aus Ägyptenland führte, nichts gesagt noch geboten von Brandopfern und Schlachtopfern, sondern dies habe ich ihnen geboten: Gehorcht meinem Wort, so will ich euer Gott sein und ihr sollt mein Volk sein.
- Jeremia 7:21-23

Ich bin euren Feiertagen gram und verachte sie und mag eure Versammlungen nicht riechen. Und wenn ihr mir auch Brandopfer und Speiseopfer opfert, so habe ich keinen Gefallen daran und mag auch eure fetten Dankopfer nicht ansehen. Tu weg von mir das Geplärr deiner Lieder; denn ich mag dein Harfenspiel nicht hören.
- Amos 5:21-23

Wer einen Ochsen schlachtet, gleicht dem, der einen Mann erschlägt. - Jesaja 66:3


Doch nach der Sintflut waren die eben erretteten Tiere mit einemal nur noch ein Mittel zum Zweck, denn plötzlich muss Noah (die überlebenden und aufwendig geretteten) Tiere für den Ober-Gott) verbrennen: "Und der HERR roch den lieblichen Geruch" … der verbrennenden Kadaver und soll Noah dafür sogar gesegnet haben. (Mose 8:21; 9:1)
Und er weiß nun folgendes zu verkünden:
Furcht und Schrecken vor euch sei über allen Tieren auf Erden und über allen Vögeln unter dem Himmel, über allem, was auf dem Erdboden wimmelt, und über allen Fischen im Meer; in eure Hände seien sie gegeben. Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich euch alles gegeben. Allein esst das Fleisch nicht mit seinem Blut, in dem sein Leben ist. - Mose 9:2-4
Schon irgendwie seltsam, nicht wahr? - Denn Gewalt erschafft auch immer neue Gewalt!
Kein Grund also, sich über die später folgenden Ereignisse aufzuregen. Aber das wusste er ja schon alles ...

Doch es gab auch eine Liste „privilegierter“ Tiere, welche weder geschlachtet, noch gegessen werden durften: Das Kamel, der Klippdachs, der Hase, das Schwein, Wassertiere ohne Flossen und ohne Schuppen, Adler, Habicht, Fischaar, Geier, Weihe, Rabe, Strauß, Nachteule, Kuckuck, Sperber, Kauz, Schwan, Uhu, Rohrdommel, Storch, Reiher, Häher, Wiedehopf, Schwalbe, geflügelte Tiere mit vier Füßen - mit Ausnahme von Arbe-, Solam-, Hargol- und Hagab-Heuschrecken, alle Tatzentiere wie Katzen oder Bären, Wiesel, Maus, Kröte, Gecko, Molch, Eidechse, Blindschleiche und Maulwurf - Mose 3:11:1-30


Tja, - wie soll sich der Gläubige nun verhalten?!?
Tatsächlich sind derart widersprüchliche Aussagen und zwiespältige Darstellungen wenig fördernd und überzeugend für den all-liebenden Ober-Gott …


Weil du gehorcht hast der Stimme deines Weibes und gegessen von dem Baum,
von dem ich dir gebot und sprach:
Du sollst nicht davon essen -, verflucht sei der Acker um deinetwillen!
Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang.
Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen.
Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist.
Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden. - Moses 3:17-19

"Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren (dem Acker!) dein Leben lang ...
und du sollst das Kraut auf dem Felde essen ..."



Eine schwierige Situation jetzt, - doch die „Lösung“ dafür kam schließlich dann zum „Christentum“, - in Form von Visionen des selbst-ernannten „Apostels“ und dessen An-hängern. Nämlich des Saulus, der dann angeblich zu irgendeinem "Paulus" wurde.
Ich werde versuchen das mal zu umschreiben:

Da gab es einen römischen Steuereintreiber namens Saulus, der aber jüdischer Abstammung war. Speziell die „Christen“ hatten es ihm angetan, und er verfolgte sie mit einer ihm eigenen Hartnäckigkeit …
Da sollte es nämlich einen Mann gegeben haben, dem man nicht nur Wunderdinge zusprach, sondern der nach seinem Tod sogar wieder auf Erden wandelte ... - Wer's denn glaubte?!?
Das war zumindest nichts für den kleinen jüdischen Steuereintreiber der doch nur versuchte das Recht der imperialen römischen Besatzermacht unter seinen Zeitgenossen durchzusetzen. (Allerdings soll dieser Saulus auch über gewisse magische Kräfte verfügt haben, will man den Schriften des „Neuen“ Testaments Glauben schenken) Und dass diese „Christen“, die Anhänger dieses Wundermannes, nicht sonderlich kooperativ mit einem Volksverräter umsprangen, fand er wohl auch nicht so wirklich prickelnd.


Und ob ihm dieser Umstand (so zwischen dem eigenen Volk zu stehen und der Besatzermacht) gewissensmäßig zu schaffen machte, ist nicht überliefert. Muss nicht schön gewesen sein überall (außer bei seinen Kollegen, und vielleicht auch von diesen?) angefeindet worden zu sein …
Wie-auch-immer … – auf einer seiner obligatorischen Reisen „traf“ er dann auf den jüngst zum „Himmel“ aufgefahrenen Jesus, der ihm nicht nur einen eigenen himmlichen „Telefon-Draht“ offerierte, sondern ihn auch noch zusätzlich zum einzig ausgesuchten „Apostel“ erklärte ...

Nun muss man aber wissen, dass dieser Jesus schon eine ganze Menge von „Aposteln“ und Verehrern hatte, und auf die Auswahl und Ausbildung der Erstgenannten auch schon eine ganze Menge von Lebenszeit verwendet hatte. Die Folge war dann natürlich auch eine Menge Stress mit diesen. Die wollten nämlich nicht so einfach die urplötzlich aufgetauchte Version des „einzigen“ Apostels schlucken.


Auch die „Christliche“ Gemeinde (die sogenannten Ur-Christen) stellten sich gegen Saulus und seine Behauptungen. Überhaupt machte dieser Saulus Dinge, die kein gläubiger Jude machte, - Jesus selber nicht getan hatte. Und klar, Saulus ist ja auch römisch erzogen worden, war kein jüdischer, sondern ein römischer Staatsbürger.
Aber Saulus, der sich jetzt Paulus nannte, war wohl nur mittelschwer beeindruckt von dem Widerstand, der sich ihm entgegenstellte, denn er hatte auf seinen Reisen schon eine eigene Anhängerschaft gesammelt, die er mit seiner Auslegung des Lebens und Todes Jesus' beeindrucken und bewegen konnte.

Doch als die Geschichte um diesen selbst-ernannten „Apostel“ der Ur-christlichen Gemeinschaft zu viel wurde, und sie beschlossen sich dieses offensichtlichen Falsch-Spielers zu entledigen, ging Saulus nun nicht los und telefonierte über seinen heißen Draht, sondern besann sich auf seine Position als römischer Staatsbürger und rief die Besatzermacht um seinen leiblichen Schutz an. Was auch hervorragend funktionierte.

Ich nehme mal an, dies war die Geburtsstunde der heutigen katholischen Kirche (und aller daraus folgenden), denn diese Kirche (wie auch andere, aber diese war die zweite und heute wohl die wichtigste) setzte die Irrlehren des Saulus (ohne den Konflikt mit den Lehren ihres angeblichen Gründers Jesus überhaupt zu registrieren!) einfach um.


So ist das Lamm Jesus (seit Saulus!) für uns alle denn am Kreuz gestorben für irgendwelche Sünden irgendeiner Menschheit, wir haben wieder Tempel und Priester bekommen und so weiter und so fort … Dinge, gegen die Jesus Zeit seines irdischen Lebens anstritt …
Die katholische Kirche tat, nicht nur in ihren Gründerjahren, dann noch ein paar Dinge hinzu, wie, das Jesus' Mutter Maria plötzlich ganz heilig wäre und sogar unbefleckt empfangen wurde, und noch vieles vieles mehr.
Spannend sich damit mal zu beschäftigen. - Primär- und Sekundärliteratur gibt es dazu mehr als überreichlich.


Und solche offensichtlich erfundenen Behauptungen, - wie die plötzliche Heiligkeit Marias, sind zurückblickend auch leicht zu begreifen, denn der angebliche Stammbaum ihres (vorher schon prophezeiten!) Sohnes bezog sich ja in Wirklichkeit auf den Stammbaum seines Ziehvaters. Dieser Stammbaum nun ließ sich zwar bis in die fernste jüdische Vergangenheit zurück verfolgen, aber Josef hatte ja nun wirklich nix mit Jesus' Zeugung zu tun …, also musste da was geschehen ... Doch dazu später mehr.
Auf jeden Fall war der Widerstand der Ur-Christen und der meisten anderen „Apostel“ mit der Zerstörung Jerusalems um das Jahr 70 vorbei. Und Saulus war in Rom. Und hieß nun überall Paulus.



Und eben dieser fachkundige Ex-Steuereintreiber und seine Verehrer wussten zum Thema Fleischverzehr:
Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird, das esst und forscht nicht nach, damit ihr das Gewissen nicht beschwert. Denn die Erde ist des HERRN und was darinnen ist. - Korinther 10:25-26
Das gefällt ganz bestimmt der GMO-Industrie, der Pharma-Industrie, der Gift- und Düngemittelindustrie, - oder anderen, einfach billig und blind-kaufenden Konsum-Anbetern …

Doch hier kam dann der Freifahrtsschein:

Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird; denn es wird geheiligt durch das Wort Gottes und Gebet. - Timotheus 4:4-5


Aber auch Petrus, einer der Original-“Apostel“ kam unter den Zwang des 'neuen Zeitgeistes' und „erhielt“ eine völlig neue Darstellung der Gebote Jesus' als Vision gereicht:
Ich "erblickte vierfüßige Tiere der Erde und wilde Tiere und kriechende Tiere und Vögel des Himmels. Ich hörte aber auch eine Stimme, die sprach zu mir: ´Steh auf, Petrus, schlachte und iss! ... Was Gott rein gemacht hat, das nenne du nicht verboten. - Apostelgeschichte 11:7-9

Tja, ob sein „Lehrer“ das auch so gesehen hätte? In den gnostischen Schriften, wie auch in den offiziellen Evangelien ist zumindest nichts davon erwähnt.
Damit werden viele heutige mosaisch interpretierte Kirchen statt zu Christlichen zu Saulianischen Kirchen. Denn sie folgen dessen Ideen und nicht denen ihres Gründers.


Und da Petrus von Jesus doch das „weltliche“ Reich übersprochen bekommen hatte, - und Petrus die Dinge jetzt auch so völlig anders sah, - und die katholische Kirche sich irgendwie als rechtsgültige „Erbin“ von Petrus ansieht …

Und zum Dank für dieses „Erbe“ haben sie ihn dann auch noch (verkehrt herum) gekreuzigt – ein Fakt, der jedem angehenden Satanisten zu denken geben sollte …


Und es erklärt uns zumindest, warum die katholische Kirche, bis auf den heutigen Tag, Schlachtereibetriebe im Süden Deutschlands segnet …

Wenn Gott befiehlt gehorcht das Böse

 


Es war die Zeit der großen Zählung …

Das Volk war aufgerufen, sich in die größeren Ortschaften zu begeben, um sich zählen und schätzen zu lassen.
Und viele folgten dem Ruf. - So auch ein schon deutlich älterer Mann mit seiner noch sehr jungen Frau (damals war das noch überhaupt kein Problem).

Der Mann hieß Josef und seine Frau Maria.
Gemeinsam, mit einem Esel als Transportmittel machten sie sich auf die beschwerliche Reise in die Ortschaft Bethlehem. Ihre Ehe war bislang kinderlos geblieben, doch nun erwartete seine Frau ein Kind. Es war zwar nicht von ihm, doch flüsterten seltsame Stimmen in ihm, die ihm erklärten, dass es das Kind seines Gottes war; ja, mit der Hilfe des heiligen Geistes in den jungfräulichen Leib seiner Frau gepflanzt worden war. Maria trug ein also heiliges Kind in ihrem Bauch. Eine nette Vorstellung.
Aber Josef war auch nur ein Mann …

Und als der Abend nahte und die kühlen Winde der Wüste immer spürbarer wurden, besannen die beiden sich darauf ein Lager für die Nacht zu suchen.
Doch sie mussten betroffen feststellen, dass auch viel zu viele andere dem Ruf gefolgt waren, und so war in ganz Bethlehem keine Unterkunft mehr zu finden.
Schlussendlich irrten sie von Rasthof zu Rasthof. Doch überall wurden sie immer nur aufs neue wieder abgewiesen.
Und dann ging es Josef zu weit.
„Jetzt werde ich es anders machen“, dachte er bei sich. Er fühlte in sich schon den Zorn brodeln, über die ständigen Abweisungen von sich und seiner Familie. Und als die nächste Ablehnung kam, platzte es aus ihm heraus:
„Warum nur weist auch ihr uns ab? Überall haben wir um Herberge angesucht ...“
„Tut mir auch leid“, sagte der so angesprochene, „aber seht – aufgrund der Zählungen ist hier nun mal alles voll. Jeder will die Nacht irgendwo bleiben, - tja, - und ihr seid ein wenig spät dran ...“
Das machte Josef nur zorniger.
„Und meine Familie? Seht ihr denn nicht, dass meine Frau hochschwanger ist?“
Der Mann schaute ihn verständnislos an. „Und? Kann ich was dafür?“
„Ich etwa?!?“ murmelte Josef verlegen.
Und dann schaute er sich auch endlich nach einer Scheune um …

Mythen sind in Wirklichkeit weder primitiv noch unwahr.
Sie sind vielmehr eine Art von Dichtung, die uns hilft die Welt sinnvoll zu machen, und unseren Platz in ihr zu bestimmen.
- Stephen Furrer, Unitarian Universalist



Sind Jesus und Ober-Gott ein und dasselbe Wesen?
Ich meine die Frage nicht metaphorisch, denn dann wären wir doch alle irgendwie Eins, - sondern so, wie die „christlichen“ Kirchen diese verstehen, nämlich, dass Jesus, der Mensch, nur die irdische Inkarnation eines allmächtigen Gottes ist …?
Und der sich, sozusagen damit (zumindest teilweise), selbst neu-geboren hat? -
Oder, dass Jesus gewissermaßen nur einen irdischen Aspekt des vorher noch Göttlichen darstellt?
Wie soll das aber zugehen, wenn doch die ganze Schöpfung vom Ober-Gott selber auch schon „geboren“ worden ist? Und damit wohl auch einen Aspekt des Göttlichen darstellt? - Dann ist Jesus vermutlich ein "neuer" göttlicher Aspekt, dieser doch irgendwie nicht-göttlichen, aber bestimmt göttlich erschaffenen, Welt …
Oder war Jesus nun ein Mensch? Obwohl er den göttlichen Funken (oder Aspekt) in sich trug? - War er gar der Papa selbst, ... in menschlicher Bekleidung? Oder war er vielleicht bloß eine "Laune" der Natur?!?

Ein manifestierter Ober-Gott, ein positiver Mutant oder doch „nur“ ein Mensch?
 
Die „Theologen“ und Religionsphilosophen, nicht nur der etablierten Kirchen, haben an diesem Punkt auch so ihre Schwierigkeiten, nicht nur ihr oder ich,  - verständlicherweise, wie man hier sehen kann ...

Ober-Gott hatte sich übrigens, nach dieser Annahme, schon einmal vorher aufgespalten und zwar ziemlich am Anfang der Geschichte, denn der Narrativ benötigte etwas halb-physikalisches, das auch schon über Wassern schweben konnte (die Erde war übrigens zu diesem Zeitpunk noch „wüst und leer“, was immer uns das jetzt auch sagen soll?). - Und das nämlich war der immer wieder nützliche „Heilige Geist“, der ja zu vielen Gelegenheiten auftauchte, und heutzutage sonderbarerweise einen gleichberechtigten Anteil an der „geheiligten“ Drei-Ein-Faltigkeit erlangt hat. Zu Recht?
Wer weiß? Immerhin war er (oder es?) scheinbar sogar mit an der Zeugung des irdisch-göttlichen „Sohnes“ beteiligt, vielleicht sogar als ausführbares Werkzeug (oder Kraft) direkt daran beteiligt …
Heute würden wir eine solche Handlung wohl  eine „künstliche Befruchtung“ nennen. Aber ich schätze es kommt immer darauf an welche „Techniken“, magischer, heiliger oder biologischer Natur oder Art, dem zugrunde liegen mögen, damit so etwas späterhin auch ordentlich Eindruck unter den Leuten schinden kann.
Und da wir damals nicht über solcherart technische Fähigkeiten verfügten, muss es den beteiligten Personen natürlich wie ein Wunder vorgekommen sein. Aber wer verfügte damals denn über solche Techniken? Vermutlich nur die „Götter“ … und na klar der Ober-Gott ... Aber ich schweife ab.


Jesus war geboren, der Heiland, der Heilsbringer, der Wundertäter, der König der Welt, der All-Liebende Sohn, das Lamm, der Alles-Verzeihende, der Gnadenbringer und Sündenwegnehmer, die Wundertüte, - das Licht der Welt … Doch was war da eigentlich vor ihm? ...
 
Wenn Christus sich als Weg des Heils, als Gnade und Wahrheit bezeichnet und behauptet, in ihm allein sei Zuflucht für die gläubigen Seelen, was haben dann die Menschen so vieler Jahrhunderte vor Christus getan? - Augustinus, Epist. 102:8

Weshalb war es notwendig, dass er erst in jüngster Zeit gekommen ist und nicht, bevor eine zahllose Menge von Menschen zugrunde ging? - Hieronymus, Epist. 133:9

Aber hierauf weiß das Matthäus-Evangelium zu sagen:
Jesus sagt: Ich preise dich, Vater und Herr des Himmels und der Erde, daß du solches den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart. - Matthäus 11:25

Tatsächlich?!?


Wenn die geheimen Wahrheiten also vor den Weisen verborgen, dafür aber den Unmündigen und Säuglingen ohne alle Beteiligung der Vernunft erschlossen sind, dann ist es besser, sich eifrig um Unvernunft und Unwissenheit zu bemühen. Und das ist die große Errungenschaft der Weisheit dessen, der auf Erden gewandelt ist: das Licht der Erkenntnis vor den Weisen verborgen und es den Unverständigen und den kleinen Kindern enthüllt zu haben. -  Makarios IV, 9)

Einer der vielen Gründe, die darauf hinzielten uns immer abgelenkter, unproduktiver und dümmer zu machen?!?
Und ob ihr es nun bewusst realisiert habt oder nicht – die Hypnose ist am Wirken!


Jesus', beispielsweise, legte großen Wert auf die Feststellung, dass alle Menschen einen Wert haben und dass keiner „geringer sei als ein anderer“ …
Natürlich hat es der Geschichtsschreibung nicht sonderlich geholfen, denn noch immer „überfiel Hitler alleine Polen“ oder „die Bushs den Irak“, aber es hat den Wert (und den Namen) der Darstellungsmöglichkeiten (Zurschaustellungen) des einzelnen, bisher in der Masse verschluckten, Individuums nicht nur unterstützt, sondern auch enorm erweitert.

Aber natürlich ist diese Idee dann, wie auch alles was nicht gehegt und gepflegt wird, negativ mutiert; und ihre Geschwüre präsentieren sich uns heute als Raubtier-Kapitalismus oder in Form eines Egoismus', der selbstzerstörend, sich nur noch um sich selber zu bemühen scheint. - Sondert sich damit auch immer mehr ab, - sich vom „Nächsten“ immer weiter entfernend, - schließlich und endlich irgendwann selbst-isoliert …

Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag ... Und also vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhete am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er machte - Mose 1:1-2
Wie wir nun sehen können, trägt auch das Nicht-Handeln Früchte. Und warum (zum Teufel!) ist dieses Gestrüpp (oder diese Wucherung!) nicht jetzt einfach auch verboten worden?!?


Ein weiterer bemerkenswerter, und viel zu oft auch unerwähnter, Fakt ist, dass in KEINEM Evangelium die Zerstörung Jerusalems (die ja von Jesus persönlich orakelt worden war) überhaupt Erwähnung findet.
„Experten“ sehen darin nun die Bestätigung, dass diese Schriften davor entstanden sein müssen.
Aber muss das so sein? -

Die erste christliche Kirche, die koptische Kirche, wurde schon um das Jahr 40 (im Vergleich dazu beispielsweise die katholische, - erst fast 300 Jahre später!) gegründet. Und wie man annimmt von einem „Apostel“, dem Markus, dem Evangelisten.
Es wird gesagt, Markus war der erste, der nach Ägypten ging, um die heilige Botschaft zu verkünden, die er schon niedergeschrieben hatte, und er war auch der erste, der die erste Kirche in Alexandria organisierte. - Eusebius, HE 2.16.1

In den Chroniken von Eusebius wird die Ankunft Markus' in Ägypten in das dritte Jahr der Regentschaft des römischen Imperators Claudius (41 – 54 n. Chr.) datiert. Tiberius Claudius Caesar Augustus Germanicus regierte als vierter römischer Kaiser und als (zwar nicht unmittelbarer, aber doch) Nachfolger von Tiberius Julius Caesar Augustus, der auch schon keine Verfolgungen gegen Christen unternahm, was die Verbreitung des Frühchristentums natürlich extrem begünstigte. Und in dessen Regentschaft der Tod Jesus' gefallen sein soll. Traditionell wird das Todesjahr Jesus' mit dem Jahr 33 (nach ihm selbst) angegeben. Auch die Geschichte der frühen koptischen Kirche siedelt ihre Begründung in diese Zeit, so schreibt Sawirus ibn al-Muqaffa (koptischer Bischof von Aschmunain in 'The History of the Patriarchs') über Markus' Ankunft in Alexandria:

Im fünfzehnten Jahr nach der Himmelfahrt Christi (ca. im Jahr 48), sandte der heilige Petrus den Markus, den Vater und Evangelisten, in die Stadt Alexandria, die frohe Botschaft (oder das Evangelium) zu bekennen.

Markus, den der Stress mit dem selbst-ernannten „Apostel“ Saulus vermutlich selbst einfach genervt hat ... Oder Petrus, der lange Zeit selber als offizieller Gegner von Saulus auftrat (und wahrscheinlich von dessen angeblichen Missions-Reisen auch schon gehört hatte) schickte Markus in ein noch von Saulus' Machenschaften weniger berührtes Gebiet …

Wie-nun-auch-immer - gehört damit das Evangelium des Markus (neben anderen „gnostischen“ Schriften) zum ältesten Zeugnis der christlichen Gemeinschaften.
Lange vor dem Fall Jerusalems!
Das gleiche gilt vermutlich auch für seine Schreiber-Kollegen Lukas und Matthäus, alleine das Machwerk von Johannes ist hier (angeblich erwiesenermaßen) auf ein wesentlich späteres Datum zu verweisen. Die drei erstgenannten Schriftdarsteller ähneln sich in ihrer dargelegten Überlieferung der Geschichten (wie auch viele der „gnostischen“ Schriften) um Jesus enorm. Natürlich kommt es auch immer wieder zu Anders- oder Besserwissereien. Schaut euch nur mal die handelnden Personen nach der „Auferstehung“ des „Messias“ an …   :)

Die „Ideen“ eines Saulus lassen sich in diesen drei Evangelien nicht ausmachen (außer man müht sich wirklich an der Semantik ab), im Gegensatz eben zum Johannes-Evangelium.
Dies zeigt nicht nur deutliche Einflüsse der Ansichten Saulus', sondern regelt (wie auch später der Koran) viele angebliche Begebenheiten nach einer eigenen Logik, und scheinbar mit einem gänzlich anderen Wissen um diese.
Selbst der Beginn der Schöpfungsgeschichte wird neu dargelegt:

Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott,  und das Wort war Gott.
Im Anfang war es bei Gott.  Alles ist durch das Wort geworden
und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. - Johannes 1:1–18
Nun ratet doch einmal, was das denn für ein Wort gewesen sein soll? - 'Kracks' vielleicht?
Oder 'Boooom'??? ...

Doch warum nun ist, zumindest wenigstens in diesem Evangelium, der Fall Jerusalems nicht dokumentiert?

Meine eigene Vermutung ist, dass am Ende des ersten Jahrhunderts (n. Chr.) Jerusalem (bzw. die Geschichte des jüdischen „Volkes“, von dem man sich ja zunehmend distanzierte) keine ernstzunehmende Rolle mehr spielte. Jerusalem war (wie vorausgesagt!) in Trümmern, die Ur-Christen größtenteils entweder vernichtet, oder in „alle-Winde-versprengt“, ebenso ihre "gnostischen" Ansichten - und überhaupt - das Leben spielte sich jetzt in Rom ab, fern des eigentlichen Ursprungsortes, den viele wohl auch nur noch aus den „alten“ Erzählungen kannten. Und, man musste sich „heutzutage“ doch mit ganz anderen Problemen herumschlagen, denn die ehemalige Besatzermacht war jetzt auch der, nicht immer wohlgesonnene, Ernährer und Erzeuger der „neuen“ Christen. Die Ideen des Saulus hatten schon sämtliche Facetten der Botschaft ihres ehemaligen Gründers infiltriert und okkupiert, und bei vielen auch Vergessen gemacht. Was hatte man also noch mit dem jüdischen Jerusalem zu schaffen?
Es war nun nicht mehr, als der Todesort ihres nun „für die Sünden der Menschheit“ gestorbenen legendären „Gründers“, und der Ort, an dem das (grausame, unwissende und nicht belehrbare) Volk der Juden geherrscht hatte. Mit dieser Vergangenheit wollte man nun scheinbar auch nichts mehr zu tun haben …

Diese Annahme erscheint mir durchaus gegeben, denn sieht man sich heutzutage einmal an, was, allein in Deutschland, nur 20 Jahre US-“Kultur“ und -Anspruch, nach dem zweiten „Welt“-Krieg, angerichtet haben: Vom „Zweiter-Hand“-Erleben bis zum demütigen Kniefall vor irgendwelchen Schaustellern, Barden, Kunstfiguren oder anderen Wichtigtuern. Hypnosen wirken eben - und ihre Wirklichkeit ist die beständige Wiederholung ….

Andererseits wurde - entsprechend den grausamen "Gesetzen" des eigentlich doch jüdischen Ober-Gottes - bis in spätere, nicht beteiligte, Generationen hinein, von der neu-gegründeten "christlichen" Katholischen Kirche scheinbar allzugern auch Sündenbockpolitik betrieben und damit die Distanz zum Judentum beständig vergößert. So rechtfertigte man sich mit der Neu-Belegung des Sonntags (anstatt des bei den Juden gebräuchlichen Samstags) als "heiliger Ruhetag" beim Konzil 321 n.Chr. folgendermaßen:

Zunächst schien es unwürdig zu sein, jenes hochheilige Fest nach dem Gebrauch der Juden zu feiern, die ihre Hände durch ihr gottloses Verbrechen befleckt haben und darum mit Recht als Menschen, auf denen Blutschuld lastet, mit Blindheit des Geistes geschlagen sind. Nichts soll uns also gemein sein mit dem verhassten Volke der Juden! - Eusebius von Cäsara (Vita Constantini et Oratio ad coetum sanctorum – Buch III


Ein derartiges Vorgehen, nun legalisiert durch die Katholische Kirche, sollte uns nicht nur die anti-semitischen Schriften eines Martin Luther erklären können, sondern auch den "christlichen" Hass, der die Juden Jahrtausendelang verfolgte - Die Kritiker, gefangen im jeweiligen Zeitgeist - aber auch handelnd in der (hypnotisch deduzierten) Annahme das Richtige zu tun und sich damit auf der gerechten (und damit auch der sicheren) Seite positioniert zu wissen. 

Das Judentum war (nun offiziell) mit einem Makel behaftet - es war "gebrandmakt" - für Taten, die einerseits nicht einmal beweisbar waren, außer durch bestimmte Behauptungen, aber auch nichts mit späteren folgenden Generationen zu tun hatten. Deutschland sollte in eine ähnliche Situation geraten, für die Schuld der Vorfahren Rechtfertigung zu suchen - oder dafür zu büßen - bis zum "jüngsten Tag" ...

Diese Schandtaten - Eure Schuld! Wer ist der Adressat dieser Anklage? Alle Deutschen? Auch der Knabe? Auch die Kinder und die noch nicht Geborenen eingeschlossen? Auch die Gegner Hitlers? Auch die von Hitler verfolgten Nichtjuden...?
Niemand bestreite die furchtbaren Verbrechen des Nationalsozialismus. Und unbestritten sei auch, dass Hunderttausende von Deutschen an diesen Verbrechen beteiligt waren und schwerste Schuld auf sich geladen haben. Aber genügt dieser Sachverhalt, um alle Glieder dieses Volkes .... rechtmäßig zu stigmatisieren, mit dem Vorwurf der Komplizenschaft an dem entsetzlichsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte zu entehren? ..
Wer aus Zuschauern ohne Weiteres Schuldige macht und von Zuschauerstaaten spricht, klagt letztlich alle Welt an. Der Finger von außen zeigt noch immer auf die Deutschen schlechthin. Und innen sprechen auch noch allzu viele Deutsche, als hätten sie eine kollektive Schuld mitzutragen, so dass alles, was sich der Verallgemeinerung widersetzt, als störend empfunden wird
- Konrad Löw,
Deutsche Schuld 1933 – 1945? Die ignorierten Antworten der Zeitzeugen (Olzog-Verlag)

Schuld scheint immer abhängig von dem Standpunkt, den man, aus welchen Gründen auch immer, einnimmt:

Man kann die Weltgeschichte nicht einseitig, nicht nur aus einem Blickwinkel heraus betrachten:
Kann ein Mann wirklich für alles verantwortlich gemacht werden, was Politiker anderer Länder in rund 30 Jahren für sich und ihre Nation entschieden haben, obwohl andererseits auch die ganze Welt Einfluss auf die Geschehnisse in Deutschland nahm?
Es gibt aber Beweise dafür, dass ausländische Unternehmen die Nationalsozialisten unterstützten, obwohl sich diese bereits im Krieg mit ihren eigenen Regierungen befanden, und dafür, was sie über den Holocaust gewusst, wie sie zugesehen, geschwiegen und davon profitiert haben.

Wieso wurde Hitlers Aufstieg nicht verhindert? Sein Buch Mein Kampf wurde schon Mitte der 1920er Jahre vertrieben, jeder der lesen konnte, wusste über seine Pläne Bescheid. Wieso wurde er toleriert? Wieso brachten ihn die Konservativen an die Macht?
Wieso schlossen die katholische Kirche und der Papst ein Konkordat mit Hitler? Wieso unterstützten viele ausländische Unternehmen Adolf Hitler mit Geld? Wieso wurde der deutsche Widerstand von den Alliierten nicht unterstützt? Wieso wurde Hitler durch die alliierte Außenpolitik gar noch ermuntert? Er hätte durch eine energische Reaktion bereits 1936 bei der Besetzung des Rheinlands gestoppt werden können und bei einer Kriegserklärung im Jahre 1938 wären die Alliierten zweifellos in einer militärisch günstigeren Lage als das Deutsche Reich gewesen. Das Ausland wusste bereits sehr früh über den Holocaust Bescheid. Wieso wurde er nicht verhindert? Wieso wurden die Gleise nach Auschwitz nicht bombardiert? Wieso verbot Stalin 1943 das von Pawel Sudoplatow geplante Attentat auf Hitler? Wieso geschah all dieses nicht?
- Michael Grandt, Zeitgeschichte sott.net (Interview)


"Gerechtigkeit", "Schuld", "Schande", "Verrat", etc. - immer wierder gern benutzte Behauptungen, um gewisse Bedeutungen zu induzieren - oder späterhin die Realität bestimmten Vorstellungen entsprechend zu formulieren und damit anzupassen.
Wahnvorstellungen? Wirklichkeit? Oder schlicht interessen-gesteuerte Hypnose?


Als nächstes wird der Staatsmann billige Lügen erfinden, die die Schuld der angegriffenen Nation zuschieben, und jeder Mensch wird glücklich sein über diese Täuschungen, die das Gewissen beruhigen.
Er wird sie eingehend studieren und sich weigern, Argumente der anderen Seite zu prüfen.
So wird er sich Schritt für Schritt selbst davon überzeugen, dass der Krieg gerecht ist und Gott dafür danken, dass er nach diesem Prozess grotesker Selbsttäuschung besser schlafen kann
. – Mark Twain (Der Geheimnisvolle Fremde)


Massenmedien wirken hier beispielsweise sehr überzeugend hinein, meist ohne gezielt besondere Dinge zu hinterfragen oder um diese einfach auszublenden, damit keine Ungereimtheiten ein scheinbar erwünschtes Bild aus dem extra fabrizierten Rahmen fallen lassen ...

Doch wer oder was verschafft sich nun tatsächlich Vorteile durch solcherart getätitgte Suggestionen?
Ist es die Politik, die um jeden Preis nach Machterhalt giert? Mit politischen Worten werden nachdrücklich Ansichten produziert, verneint oder unterstützt. Oder die Religionen? Hier passiert genau das Gleiche. - Aber geschieht so etwas nicht jederzeit und zwar weltweit - mit allen "durchsetzbaren" Interessen ...!

Sind der "Staatmann" oder der "Gottesmann" vielleicht auch nur Opfer? Dann sind es sicherlich die Massenmedien oder es finden sich andere Schuldige? -
Wir erleben schließlich ja jeden Tag auf's neue, wie Dinge "erklärt" oder zurechtgerückt werden ...
Aber gibt es wirklich "Schuldige"?!?

Und ist denn ein solcher "Hypnotiseur" auch tatsächlich irgendwie verantwortlich für seine Taten, - oder liegen dem auch nur scheinbar Überzeugungen, Vorstellungen, Wünsche oder Anweisungen zugrunde? - Ist ein solcher "Hypnotiseur" nicht selbst schon überzeugt worden, von seinen/ihren späteren Handlungen, und dementsprechend auch schon beeinflußt und damit unfrei?
Möglicherweise reagiert auch er/sie somit nur auf den "Druck" politischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, religiöser oder wie auch immer gearteter Interessen? - Und er/sie lässt sich drücken. -
Immer gemäß vorgegebener Möglichkeiten?
Oder ist es stets der 'Weg der geringsten Widerstandes', der eine "richtige" Seite produziert?

Number Two: Society...
Number Six: Yes, sir?
Number Two: Society is a place where people exist together.
Number Six: Yes, sir.
Number Two: That is civilization.
Number Six: Yes, sir.
NumberTwo: The lone wolf belongs to the wilderness!
Number Six: Yes, sir.
Number Two: You must not grow up to be a lone wolf!
Number Six: No, sir.
Number Two: It is my sworn duty to see that you do conform.  - The Prisoner, TV BBC


Tatsächlich findet ein solcher "hypnotischer" Prozess schon seit Menschengedenken statt - mögen sich auch die Umstände und Interessen geändert haben - der einzelne Mensch wird damit letztlich seiner eigenen Verantwortung (und damit seiner Möglichkeiten für diese, und dem Leben im Allgemeinen gegenüber, einzutreten) beraubt!
Ersatzweise werden ihm dann, angepasst an die jeweilige Zeitepoche oder dem vorherrschenden Zeitgeist, (meist schon bestehende) Gruppierungen, austauschbare Vorstellungen und gesellschaftliche Rollen oder weitere "Wichtigkeiten" zugewiesen, - mit der Einflüsterung, dass alles hier mit "rechten Dingen" zugeht und Zufriedenheit, Anstand und Anpassung das Maß aller Möglichkeiten sein soll, - und dann noch natürlich das unweigerlich folgende Paradies. :)
Wer entscheidet hier? -
Gesellschaft als Glaubenskonstrukt, das die Stimme des Einzelnen, außer unter extrem günstigen Bedingungen, fast unhörbar macht. Um damit nicht nur zeitlich unerwünschtes Gedankengut perfekt zu unterdrücken weiß, sondern auch mögliche Unwilligkeit oder Unerwartetes ...

Revierstreitigkeiten fördern allzuschnell Gewaltbereitschaft. Hörigkeit schafft sklavische Bedingungen.
Eigene Zufriedenheit macht blind für die Not der anderen. Austauschbarkeit reduziert das Selbstbewußtsein.
Schweigen unterstützt viel zu oft auch Unrecht. Und Zustimmung produziert und festigt Abhängigkeiten ...
Das mögen nun alles Allgemeinplätze sein, sicher ist das vielleicht so, -
aber der "menschliche" Aspekt scheint einer ungezügelten unsichtbaren Kontrolle gewichen zu sein!
Hypnotisieren hier nicht letztlich ebenfalls Hypnotisierte und schaffen eben damit "Fakten" und Realitäten?

Es scheint immer gut ein wenig Abstand von solch vorgeschriebenen und unfehlbaren "Überzeugungen" zu halten ...
Was richtig für den einen Standpunkt scheint, kann für einen anderen absolut falsch sein, nicht wahr?
Und für einen dritten wiederum völlig egal und ohne Bedeutung ...


Hier ein Beispiel, wie sich Interessen Jahrhundertelang behaupten können, obwohl es jedem offenstand sich von der Korrektheit derselben zu überzeugen:.
Das Johannes-Evangelium nämlich weiß Erstaunliches über den „Verrat“ an Jesus zu berichten …

Nun sollte man vorher wissen, dass das ganze „Ding“ eine möglicherweise schon lange vorher geplante Sache gewesen sein soll. Oder - mosaisch gesprochen war sie schon - vorherbestimmt! - Hinweise auf das spätere Geschehen durchziehen viele Anekdoten des „alten Testamentes“, aus denen man glaubt genau dies auch heraus zu lesen:

Denn nicht mein Feind beschimpft mich, dass würde ich ertragen. Nicht ein Mann, der mich hasst, tritt frech gegen mich auf; vor ihm könnte ich mich verbergen.
Nein, du bist es, ein Mensch aus meiner Umgebung, mein Freund und mein Vertrauter, mit dem ich, in Freundschaft verbunden, zum Haus Gottes inmitten der Menge gepilgert bin.
Der Feind legte Hand an Gottes Freunde. Er entweiht Gottes Bund. Glatt wie Butter sind seine Reden. Doch in seinem Herzen sinnt er auf Streit. Seine Worte sind linder als Öl und sind doch gezückte Schwerter. - Davids Psalm 55:13-15,21,22

Meine Feinde reden böse über mich: Wann stirbt er endlich, und wann vergeht sein Name? Besucht mich jemand, so kommen seine Worte aus falschem Herzen. Er häuft in sich Bosheit an, dann geht er hinaus und redet. Im Hass gegen mich sind sich alle einig.
Sie tuscheln über mich und sinnen auf Unheil: Verderben hat sich über ihn ergossen. Wer einmal daliegt, steht nicht mehr auf. Auch mein Freund, dem ich vertraute, der mein Brot aß, hat gegen mich geprahlt. Du aber, Herr, sei mir gnädig. Richte mich auf, damit ich ihnen vergelten kann. Daran erkenne ich, dass du an mir Gefallen hast, wenn mein Feind nicht über mich triumphieren darf. Weil ich aufrichtig bin, hältst du mich fest, und stellst mich vor dein Antlitz für immer. - Davids Psalm 41:6-13
Nun, schon seltsam, wenn ein Jesus (immerhin der Sohn, bzw. ein Aspekt des Ober-Gottes oder sogar Eins mit demselben) hier um Anerkennung und Gefallen betteln muss, nicht wahr?

Und das hier sind „kanonisierte“ Beispiele, also irgendwie auch „offizielle“ … - Doch, wie-auch-immer –
diese Texte handeln von einem, die zukünftige Situation beanstandenden Jesus, oder könnten von ihm handeln, - der sich darüber beschwert, dass ein ihm nahestehender Mensch, ein Vertrauter gar, vom Feind Ober-Gottes (den dieser ja selber erschaffen hatte!) „übernommen“ wird, einer, der gegen ihn „prahlte“ - und Ober-Gott soll ihm nun helfen, nach diesen vielen Schmähungen für Vergeltung zu sorgen …

Abstrakt, abstrakt …"Der Feind legte Hand an Gottes Freunde." ...?
Doch tatsächlich findet sich Jahrhunderte später bei Johannes die folgende Passage:

Es war aber einer unter seinen Jüngern, der zu Tische saß an der Brust Jesu, welchen Jesus liebhatte. Dem winkte Simon Petrus, dass er forschen sollte, wer es wäre, von dem er sagte. Denn derselbe lag an der Brust Jesu, und er sprach zu ihm: HERR, wer ist's?
Jesus antwortete: Der ist's, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er tauchte den Bissen ein und gab ihn Judas, Simons Sohn, dem Ischariot. Und nach dem Bissen fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was du tust, das tue bald!  
Das aber wusste niemand am Tische, wozu er's ihm sagte … - Johannes 13:24-27

"
Und nach dem Bissen fuhr der Satan in ihn." - Als ein Bonus für Saulus könnte man jetzt bedenken, dass diese Jünger (und späteren „Apostel“) vermutlich vielleicht wirklich nicht die hellsten Köpfe waren (so werden sie schließlich oft in der Bibel dargestellt, wofür nur?), - aber sie müssen in der römisch kontollierten, sowie der jüdischen Gemeinschaft über irgendeinen Status, bzw. über irgendwelche Sonderrechte verfügt haben, denn wie konnte sonst Petrus, später dann, einem römischen Soldaten der Besatzermacht einfach mal ein Ohr abschlagen, wenn auch das erst einmal Folgenlos für ihn blieb? -
Von seiner - Jahre später - erfolgten Kreuzigung abgesehen …

Andererseits wird uns in diesen „kanonisierten“ Texten verdeutlicht, dass das Ganze ein vorgeplantes Verbrechen, eine gewollte Angelegenheit – ein Schauspiel zum Zweck war!
Und jeder Mitwirkende musste seine ihm zugewiesene Rolle dabei erfüllen, sonst hätte es ja auch nicht so geklappt. Jesus also (der zugleich ja auch der Ober-Gott war) kannte damit auch schon den Ausgang des Geschehens und eigentlich wusste er auch genau, was er hier eigentlich tat!
Und was auf ihn zukam!

Warum (oder Wofür?) dann dieses alt- und neutestamentarische Gejammer? Und, folgt man dem Johannes-Evangelium, war es nicht Jesus selber, der dafür sorgte, dass, der, vorher vielleicht eher unwillige, Judas, nun mit der Hilfe „Satans“ soweit beeinflusst werden konnte, um „die Schrift zu erfüllen“?!?

Was ist jetzt „böse“? Jemanden zu Taten zu zwingen, die dieser vielleicht niemals aus eigenem Antrieb getan hätte? Oder jemand, der unter „Drogen- oder Satans-Einfluss“ (kann man jetzt sehen wie man will) Taten begeht, für die er letztlich nicht einmal selbst zur Verantwortung gezogen werden kann?
Denn wurde er hier doch nur auf ein gewolltes Ziel hin gesteuert!

Judas selber, sein bisheriges Leben oder seine noch mögliche Zukunft finden in dieser von Jesus begangenen Tat keinen Ausdruck. Heute würde man vermutlich von einem kriminellen Delikt sprechen, auch wenn die erfolgte Tat im Endeffekt zum Schaden des Angeklagten erfolgte. Aber der war ja auch jemand, der andere zu seinem eigenen Mord anstiftete!
Selbstmord aber ist, nach der Kirche, ein höchst sträfliches Vergehen, welches jemandem mit Sicherheit keinen Platz im Paradies garantiert.


Und nachdem alle Würfel scheinbar so fielen, wie sie fallen sollten, und aus den Trümmern des Erlebten sich die ersten Köpfe heraus streckten … Was tat der nun wieder erwachte Judas?

Nein, er ging mit seinen Silberlingen, die er im Rausch zugesteckt bekam, nicht etwa shoppen, - er gab sie auf dramatische Weise an die Geber zurück und brachte sich dann selber um!
Vielleicht ist die Geschichte des „Verräters“ Judas selber ein Verrat?
Vielleicht ist es die Geschichte vom treuesten Jünger, der mit so einer Liebe seinem „Herrn“ gegenüber erfüllt war, dass er dessen Leben und Leid am Ende über sein eigenes stellte?


Ist unsere Wirklichkeit im Grunde wahrlich vielleicht nichts anderes als eine hypnotisch induzierte Anschauung und Spiegelung jeweilig vorherrschender Macht-Strukturen? Und wird - je nach menschlichem Typus - entsprechend reflektiert?




Klopf Klopf..
Wer ist da?
Ich bin's, Jesus, lass mich rein...
Warum?
Ich bin gekommen, um dich zu retten
Vor was?
Vor dem, was ich dir antun werde,
wenn du mich nicht rein lässt

Noch mehr kirchlich verstandenes Chaos

 

 

Spielt es jetzt überhaupt eine Rolle, ob Judas ein Verräter war oder nicht?!?
Für die meisten, irgendwie europäisch beeinflussten, Menschen sicher längst nicht mehr. Für die Vergangenheit und die offiziellen Sichtweisen der Gläubigen hingegen schon. -
Denn so wirkt die suggestive Kraft der Vorformulierungen … Jahrtausendelang wurde Judas beschimpft, ausgegrenzt und verdammt, obwohl sich aus den gleichen kanonisiert „heiligen“ Büchern herauslesen lässt, dass er nur ein Opfer der Machenschaften Jesus' bzw. eines weitaus älteren Komplotts gewesen war.
Deshalb ist es gut, solche scheinbar archaischen Gedanken wieder neu zu beleben ...


Aber ich möchte auch noch einmal auf die im letzten Kapitel aufgeworfene Frage, nach der Identität des Jesus eingehen. War er, ob Aspekt oder Sohn, ein Teil des Ober-Gottes?
Oder ist er gar dasselbe Wesen, wie es uns in der „heiligen“ Drei-Ein-Faltigkeit suggeriert wird?

Wenn nämlich letzteres zutrifft, dann ist der Nächstenliebe-predigende Sohn (
der ja auch der Vater ist) genauso verantwortlich für das im alten Testament so genüsslich dargestellte Gemetzel an eigentlich Unschuldigen (manchmal brauchten sie wirklich nur temporär etwas anderes zu glauben …), sowie an allen Gewalttätigkeiten und Grausamkeiten, die in seinem Namen in den darauf folgenden Jahrtausenden begangen wurden und werden!

Muss ein ganz schön harter Kerl sein, wenn er bis zum heutigen Tag keine Veranlassung sieht wieder aufzutauchen … Es existiert nämlich der „Glaube“ (und auch Voraussagen!), dass er wieder erscheinen wird. Und viele Konflikte, gerade im Mittleren Osten, scheinen darauf eher zu spekulieren …

Doch wo kommt dieser „Glaube“ her?
Ich habe schon die auf die Tradition der sogenannten Propheten hingewiesen, angefangen bei Mose, durch Direkt-Kontakt göttliche Schwingungen in irdische Klänge umzuwandeln und zu übersetzen. Obwohl das oft nicht einmal nötig war. Häufiger konnten sogar Unbeteiligte solche Signallaute (in Form von sinnvollen Sätzen!) vernehmen. Aber die „Propheten“ bekamen halt öfter solche Mitteilungen (
die sie immerhin auch von ihrem normalen Denken zu unterscheiden gewusst haben müssen!), und diese handelten nicht nur von der Vergangenheit oder der Gegenwart, sondern auch von einer möglichen Zukunft. So wurden bestimmte Dinge als Warnungen gesagt, andere wiederum in ziemlich verwirrenden Bildern oder auch Visionen. Und diese anderen kündigten beispielsweise auch die Parusie, oder die Wiederkunft von Jesus an.

Diese Visionen möglicher Zukünfte wurden „Apokalypsen“ genannt. Eigentlich 'Enthüllungen' oder 'Offenbarungen' übersetzt, beschäftigten sich diese Schriften vornehmlich mit dem „Ende der Welt“.
Zumeist wurde in großartigen Bildern beschrieben, wie die Ungläubigen theatralisch zugrunde gerichtet werden, - ein vorher ausgewählter Haufen jedoch bedenkenlos dieses Drama überlebt.
Und wie bei vielen anderen Religionen wird, nach einer solchen Säuberung, nun eine, von unerwünschter Fremdverunreinigung bereinigte Welt angeboten, wo „Schokolade auf den Bäumen wächst“ und „bunte Smarties durch die Luft fliegen“ … Na ja, zumindest wo ab nun „Milch und Honig fließen“ soll ... :)


Und schon wieder Leiden, Gewalt, Grausamkeiten und Chancenlosigkeit. Doch immerhin sollte der Ober-Gott (
und auch damit sein Sohnemann) jetzt schon wissen, wie es dabei ausgehen wird ...
Und man kann mal überlegen, ob es denn tatsächlich diese Opfer geben muss, oder ob man nicht nur einen anderen Weg, eine andere Sprache, ein anderes Verständnis hätte wählen können, um diese Ungläubigen letztendlich doch noch zu missionieren? - Unterschiedliche Menschen begreifen nun mal eben auch Dinge unterschiedlich. Manche brauchen vielleicht einfach mehr Zeit als andere. Andere mögen auf Grund von sozialen Blickpunkten gar keine Chance gehabt haben.
Aber es wird gerichtet!

Aber wo ist hier das Problem, wenn doch „die Schrift erfüllt“ werden muss?
Vielleicht existiert ja auch bloß ein Zwang, - ein Gleichgewicht spiritueller Natur, – so, Himmel hier und Hölle da – herzustellen? Vielleicht ist es aber auch nur das Resultat priesterlicher (
und gesellschaftlicher) Indoktrination, dass so manchem (gerade als unschuldiges Kind) einen solchen Schrecken verpasst, dass der Wunsch einer allgemeinen Reinigung überhaupt erst entstehen kann?!?


Wie-auch-immer, - solche „Apokalypsen“ existieren bis heute. Und der Trend solche Geschichten voraus zu orakeln ebenso. Vermutlich gab es diesen Trend seit der Mensch anfing sich mit dem Wetter des morgigen Tages zu beschäftigen. Allerdings wurden solche Erzählungen in den Religionen sehr ernst genommen, auch da sie sie sich damit in der Lage sah beständigen Druck auf fremdländische, aber auch auf ihre eigenen Bürger aufzubauen. Denn wer will schon in irgendeine Hölle irgendeiner Religion verbannt sein? Es dürfte sich, in jedem Fall, um keine sonderlich begehrenswerte Situation handeln.

Und das wussten die Kirchen. Von Eiseskälte bis zu Feuerschlünden, von Folterungen, Verdammnis und Finsternis, von Heulen und Zähneklappern – das angebotene Programm war sehr umfangreich. Und es gab willige, ausführbare Dämonen, die unter der Herrschaft des gefallenen Engels Lucifero angeblich, jede Chance auf Qual und Misshandlung gerne an hilflose Opfer weitergaben. Und die, die da reinkamen, hatten es ja schließlich dann auch verdient! Oder nicht?


Also, diese „Apokalypsen“, … davon gab es eine ganze Menge um die Zeitenwende herum. Ich denke mal, sie waren irgendwie ziemlich populär. Heute kann man sie in Büchern über Apokryphe Schriften nachlesen. Apokryph bedeutet 'unecht'; - ich vermute aber eher, dass es sich hierbei um damals unerwünschtes Schriftgut handelte. Ich mein, was wäre wenn die Bibel erst im Jahre 2015 zusammengefasst worden wäre? Vermutlich hätten wir viele der unechten Schriften eben doch als echt aufgenommen ... So existieren, heute noch, sogenannte apokryphe (oder gnostische) Bekenntnisse in, beispielsweise, der koptischen Bibel.
Wichtig ist doch immer, wer die Deutungshoheit besitzt – und die Macht hat diese durchzusetzen!
Ein flüchtiger Blick in unsere heutige Welt dürfte da viele Entsprechungen finden ...


So ging es denn mit der gesamten „Bibel“ zu …
„Bibel“ nun heißt übersetzt so etwas, wie 'Papyrusrolle oder -staude“. - Oder 'Schriftrolle', wie wir heute sagen würden – und wird als das Buch der Bücher bezeichnet, weil diese Bibel angeblich die
Gesamtheit der von den christlichen Kirchen als offenbartes Wort Gottes betrachteten Schriften des Alten, sowie des Neuen Testamentes enthält.


Die so gut klingende Sache hat nur einen kleinen Schönheitsfehler – es existieren zur Zeit nämlich 4 verschiedene solche „Buchs der Bücher“. Als da wären die Hebräische Ausgabe, mit der alles anfing, dann, die griechische, in der das Neue Testament hinzukam, die lateinische Vulgata des Hieronymus, deren Altes Testament wieder aus dem hebräischen Original übersetzt ist, und schließlich die Bibel der Reformatoren. Wobei man die koptischen bzw. orthodoxen Bibeln dabei offiziell einfach unberücksichtigt lässt … und und und …

Also, ich persönlich finde es jetzt schon nicht leichr, mit einer solchen Auswahl, zwischen echt oder unecht zu unterscheiden …

Schauen wir uns das mal ein wenig genauer an: Die Hebräische, oder der Tanach, ist die Bibel des Judentums, im Grunde das alte Testament. Diese Schriften entstanden um das Jahr Tausend vor der Zeitenwende und wurden etwa 900 Jahre später kanonisiert.
Kanonisieren nun bedeutet etwas zu 'normen' oder anzugleichen, - „Richtmaß“ oder „Richtschnur“, aber auch etwas 'heilig zu sprechen'.
Das Christentum übernahm die Bücher des Tanachs und fügte eigene Schriften hinzu, die bis ins 3. Jahrhundert (n. Chr.) kanonisiert wurden. Diese Bücher sind heute als das Alte und das Neue Testament bekannt. Spätere Kirchen (oder Religionen) bauten dann auf diesen Büchern auf, auch wenn sie Übersetzungen „modernisierten“, oder Schwerpunkte oft anders verlagerten.

Im Grunde handelte es sich in allen Fällen, um Sammlungen herumgereichter oder irgendwie damals populärer Schriften, die dann zusammengefasst und abgesegnet wurden. Und das betraf längst nicht alle Schriften! Denn auch hier waren Interessen am Werk, die auf eine bestimmte Darstellung der Darlegungen viel Zeit und Aufwand verwendeten ...
Die wohl bekannteste und meistverbreiteste Version dieser so gesammelten Gedanken und Abenteuer entstand im Jahr 367 n. Chr. - die katholische Bibel!


Aber Schriften nun, die einen anderen Blick auf das Geschehen gestatteten, oder sogar andersgeartete Einblicke zuließen, wurden kurzerhand ausgeschlossen.
So waren viele davon auch bis zu den Funden der Essenischen Schriftrollen vom Toten Meer und auch danach noch ziemlich unbekannt. Mag es noch einige wenige („gnostische“) Gruppen gegeben haben, die solche Schriften über die folgenden Jahrtausende für wichtig genug erachteten, bekannter wurden sie erst mit der Entdeckung und Verbreitung nach 1947 bzw. 1956. Doch warum wurden (und werden) solche Schriften immer noch ausgeschlossen?

Das kann man an zwei Beispielen festmachen. Da kam nämlich auch ein Evangelium ans Tageslicht, welches die Lehren von Jesus in einem spirituellen Licht beleuchtete. - Spiritualität aber ist so etwas wie Mystik, - und von den Buchstabengetreuen Verfechtern kirchlicher Dogmen so gar nicht erwünscht – denn hier herrschte die Deutungshoheit!
Also wurden Evangelien, die derartige Unartigkeiten von sich gaben, wie in diesem Fall das Thomas-Evangelium, ausgeklammert und den apokryphen Schriften zugeordnet.
Und dies, obwohl manche dieser Schriften sogar älteren Datums sind, als die kanonisierten. Aber der Zweck heiligt nun mal die Mittel!

Ebenso verfahren wurde mit Evangelien, die das Bild eines ganz anderen Jesus zeigten …

 

Nun sollte man wissen, dass, vermutlich seit der Babylonischen Zeit, die Rolle der Frau als Frau heruntergesetzt und standardisiert worden war. Die Frau konnte nicht mehr als Sippenführer auftreten oder sogar als Prophet – diese Rollen waren allein Männern vorbehalten. Frauen wurden in die Rollen von Mitspielern oder Zuschauern verdrängt, und in den Helden-Rollen fanden sich nur die Männer.
Klar, wenn dann auch noch ein Männer-Klub über potentiell zugehörige Schriften zu entscheiden hat, dass bestimmte Dinge keine öffentliche Erwähnung finden sollten ... Es lebe die Deutungshoheit!

Wenn dann ein Evangelium auch noch behauptet, es wären der Jünger weitaus mehr (als die mystische Zahl 12) gewesen … und einige davon waren auch noch Frauen … speziell eine, die nun mit dem Helden der Saga, nämlich Jesus, auch noch verheiratet gewesen sein soll …
Nun, - so etwas bedarf wohl keiner weiteren Erläuterung.
Und so fand sich auch das Evangelium der Maria Magdalena, zusammen mit einem ganzen Haufen anderer Evangelien, - und vielen Apokalypsen, auf dem Haufen der unwichtigen-und-nicht relevanten Apokryphen Schriften wieder. - Vielleicht ganz gut davon mal gehört zu haben, - aber keinesfalls irgendwie bedeutend, für das, was man glauben soll bzw. … zu glauben hat!

Denn seit Babylon (und bis in die frühe Zeit des 20. Jahrhunderts) regelten allein die Männer, oder das Patriarchat, den Gang der Geschehnisse. Wenn euch beispielsweise mal jemand fragt, warum denn Männer so viele Erfindungen machten, fragt zurück: Welche Chance hatten die Frauen denn?
Und gerade in den Religionen hat das zu hässlichen Blüten geführt. Koran-Gläubige (obwohl darin davon nichts zu lesen ist) sorgen in einigen Ländern bis heute für eine Ganzkörper-Verkleidung ihrer Frauen. - Und wundern sich möglicherweise gleichzeitig über den Vitamin D-Mangel derselben …? So ganz grundlos ist die Sonne vielleicht doch nicht von ihrem Gott erschaffen worden?!?


Zu solchen Themen über die Rolle der Weiblichkeit wusste schon der christliche Heilige und Kirchenlehrer Thomas von Aquin (1225-1274) folgendes klarzustellen:
Die Frau ist ein Missgriff der Natur ... mit ihrem Feuchtigkeits-Überschuss und ihrer Untertemperatur körperlich und geistig minderwertiger ...eine Art verstümmelter, verfehlter, misslungener Mann ...die volle Verwirklichung der menschlichen Art ist nur der Mann.


Tja, was will man zu so einer „Weisheit“ noch sagen?
So etwas verdient 'heilig gesprochen' zu werden, nicht wahr?
Aber vielleicht war etwas anderes dafür viel entscheidender. - Dieser Thomas von Aquin machte sich nämlich eines Tages auch mal Gedanken über die „Freunde Gottes“ …

Das bedarf einer einleitenden Erklärung:
Um diese Zeit herum hatten die Tempel-Ritter, - ein Orden, der, wie heutzutage (nicht nur!) noch einige Moslems glauben, - auch glaubte, dass die Welt ein besserer und sicherer Ort wäre, wenn man alle Ungläubige aus ihr verbannt. So etwas glaubten damals viele Leute. Und diese, die das „Richtige“ glaubten bezeichnete man als Rechts-Gläubige. Alle anderen waren so etwas wie Untermenschen ... (Nur ein toter Indianer ist eben auch ein guter Indianer ...)


Und die erste Bastion war Jerusalem, das „heilige Land“, was auch sehr populär war, denn es wurde in dieser Zeit Krieg auf Krieg und Kreuzzug um Kreuzzug dafür geführt, - und viel Blut musste dafür fließen!

Und eines Tages hatten diese Tempel-Ritter es dann auch geschafft – Jerusalem war "befreit", - die Muselmannen vertrieben und die noch verbliebenen Juden geknechtet.

(Überhaupt waren Juden kein sehr populäres Volk, aber das mag auch an den Khazaren gelegen haben, die sich bis heute als Juden ausgeben, aber das ist eine andere Geschichte und führt zu weit weg. Vielleicht ein andermal?)

Diese Tempel-Ritter verwalteten eine ziemliche Zeit den Reichtum Jerusalems, und als der derzeitige (katholische!) Papst, weil ein neuer Krieg gegen Anders-Gläubige anstand, Geld brauchte, fragte er einfach mal bei den Tempel-Rittern nach. Diese jedoch, inspiriert von jüdischen Geschäftemachern und Traditionen, wollten dafür was haben, - nämlich eine zusätzliche Summe für das Leihen, oder Zinsen.
Zinsen für das Leihen von Geld? Das war in der christlichen Welt verpönt!
Warum? -
Hier galten seit Jahrhunderten andere Spielregeln:

So konnte ein christlicher Mann sich durchaus Geld (von einem, der es hatte) leihen, hatte dieses aber spätestens nach 7 Jahren wieder zurück zu zahlen. Gelang ihm dies nicht, so musste er zum Ausgleich dem Verleiher sein Gut, seine Familie, Knechte, Mägde, Tiere, etc. für 7 Jahre zur Verfügung stellen, wobei dieser nun versuchen konnte, in dieser Zeit, seine verliehenen Gelder wieder zu erwirtschaften. Gelang ihm das in einer kürzeren Zeit, auch gut.

Während dieser gesamten Sieben Jahre hatte der Geldgeber sich um das Wohl der angesprochenen Personen zu kümmern.
Spätestens nach diesen Sieben Jahren fiel der Besitz wieder zurück an den ursprünglichen Besitzer und zwar – unabhängig vom Ergebnis!

Zinsen waren also so gar nicht vorgesehen, - und nicht mal erlaubt. Denn dieses machten nur … die Juden oder Falsch-Gläubige.
Doch der Papst war in Bedrängnis. Vermutlich musste er mal wieder Macht demonstrieren oder auch nur andere Auslegungen geheiligter Darstellungen aus dem Lauf der Geschichte entfernt wissen … Wie-auch-immer, - er entschloss sich, dass 5% Zins eigentlich doch völlig in Ordnung waren. Und schon bald wurde es auch Gesetz. Das war die Stunde der Geldverleiher! Die Stunde des heutigen Banksystems!

Und Thomas von Aquin?
Nun, der dachte über die „Freunde Gottes“ nach … Also nahm er sich die Bibel zu Hilfe und stöberte darin herum, um diese zu finden. - Dabei fand er etwas Erstaunliches – es waren nämlich nicht nur alles auch Männer, nein, - es waren zumeist auch bedeutende Männer! Könige, Führer oder irgendwie (vor dem Normal-Volk) ausgezeichnete Männer, die einen Rang und einen Namen besaßen.
Wo also nach solchen Ausschau halten?
Die Idee von Thomas von Aquin war – bei denen zu schauen, die etwas besaßen, mächtigen Personen … Und der Mittler war - Geld! Also, - je mehr Geld (oder gekaufte Macht) jemand hatte, desto klarer war, - er musste (!) ein „Freund Gottes“ sein …

Schließlich war ja alles von Gottes Gnade abhängig oder wurde durch diese erst erwirkt ...
Schlaues Kerlchen, was?
Er war ja auch einer dieser „Freunde“, und wer will sich schon unter Wert verkaufen?


Und noch abschließend hier einige Momentaufnahmen solcherart Wert-Sichtigkeit:

1. Ökumenischer Konzil zu Nicäa 325 n. Chr.
(Unter Konstantin (288-337), Mithrasgläubiger, auf dem Sterbebett getauft)

Byzanz wird hier offiziell in Konstantinopel umbenannt.
Sklaven, die man beim Mundraub erwischt hatte sollte man ab jetzt glühendes Blei in die Mundhöhlen gießen.
Eltern wird es erlaubt, dass sie ihre Kinder in Notzeiten verkaufen dürfen.

Und -
die Wesenseinheit von Gottvater und Jesus!

2. Ökumenischer Konzil zu Konstantinopel 380 n. Chr.
(Unter Theodosius (347-395), Gewaltherrscher, einer von denen, weswegen der Zirkus in Rom so beliebt und gefürchtet war - und die damaligen Löwen so satt waren)

Die christliche Religion wird zur römischen Staatsreligion erhoben.
Alle „heidnischen Heiligtümer“ sollten jetzt gewaltsam zerstört werden.

Und - die Wesensgleichheit von Vater, Sohn und heiliger Geist!

(Nizänisch-konstantinopolinsches Glaubensbekenntnis = Dreieinigkeitslehre = Drei-Ein-Faltigkeit!)


3. Ökumenischer Konzil zu Ephesus 431 n. Chr.

(Unter Theodosius II. (408-450, Ost-Rom) und Valentianus (425-455, West-Rom) - Der als schwächlich geltenden Gewaltherrscher Theodosius II., hatte eine Schwester – die als „Jungfrau“ geltende Pulcheria (399-453). Aufwendiges Leben und Unterdrückungen prägten diese Zeiten.)

Das Konzil beschloss dass - die Verehrung der Maria als Mutter Gottes Reichsgesetz wurde!
(Theodosianischer Kodex
)

 


4. Ökumenischer Konzil zu Chalkedon 451 n.Chr.

(Offiziell einberufen von dem Byzantischen Kaiser Marcianus, wahrscheinlicher aber (so vermuten einige Theologen) geleitet von Pulcheria, der "Jungfräulichen", seiner Frau.)

Dieses Konzil verkündete - In der Person Jesu vereinigen sich die göttliche und menschliche Natur unvermischt und unzertrennlich!

(Chalzedonische Glaubensformel)

Und - die Wahrung der Einheit der Lehre wird, durch jederzeit mögliches Eingreifen, allein dem Papst übertragen!


(… - damit war der Papst jetzt letztlich auch der Chef über alles Weltliche …!)

5. Ökumenischer Konzil zu Konstantinopel 553 n.Chr.

Die „Ketzergesetze“ entstanden - Ketzer ist ein jeder, der christliche Dogmen leugnet!

 

Dies führte zu Zusammentreibungen Anders-Gläubiger und zu Zwangs-Taufungen.
Konstantin und Theodosius wurden heilig gesprochen.

Das Konzil beschloss - was rechtgläubig ist bestimmt ausschließlich, die vom heiligen Geist inspirierte, Kirchenführung!


Bis zum heutigen Tag tragen kirchliche Bischöfe einen Ring, der diese „Vermählung“ des Weltlichen mit der Kirche symbolisiert …
Dies war der Beginn der Verfolgung von Anders-, Un-, oder Falschgläubigen!



So, und das war dabei gerade mal nur ein kurzer Überblick ... da gibt es noch viel viel mehr!
Und wer jetzt immer noch Freude an weiteren solchen Geschichten hat, - eine interessante und wirklich gut recherchierte Site zu solchen Dingen (und weitere Gedanken!) findet ihr hier.

Und vielleicht gibt dieses Kapitel nun auch einigen Gläubigen die Möglichkeit zu sehen, dass ihr „Glaube“ letztlich - doch nicht so göttlich inspiriert wurde? ...

Bedenkt dieses -
Egal, was-auch-immer zum Beispiel Saulus und seine Spießgesellen über Heiligkeit schrieben. - Als sie das schrieben, da gab es die Bibel in der heutigen Form noch gar nicht!
Sie schrieben diese "Heiligkeit" nur ihren eigenen Worten und Schriften zu!

Einmal mehr in die Vergangenheit

 

 

Nehmen wir mal an, dass Jesus zurück zur Erde kommt. Die Parusie, die Wiederkunft ...
Dann wird es, laut gewisser Prophezeiungen, zur 'Auferstehung der Toten' kommen ... Doch, wie soll das gehen?
Die meisten sind nämlich schon längst eins geworden mit der Erde, von wilden Tieren und Vögeln gefressen, von Fischen oder von Würmern.
Was kann da wieder auferstehen?
Und w
elcher Jesus wird wiederkommen?

Der von Saulus oder doch ein anderer? Der, der Evangelien? Der, der Apokryphen?

Wenn Saulus recht hatte, und Jesus tatsächlich keinen Wert für seine schon extra ausgebildeten Apostel hatte, warum hat er dann bloß soviel Zeit mit ihnen verschwendet?

Statt solcher (wohl niemals beantworteter) Fragen kann man jetzt auch versuchen einfach mal herzhaft durch die Nase zu gähnen …


Was lehrt uns eigentlich Saulus über den Umgang mit Autoritäten? →

Jeder soll sich den bestehenden staatlichen Gewalten unterordnen.
Denn es gibt keine staatliche Macht, die nicht von Gott kommt; jede ist von Gott eingesetzt.
Wer sich also den Regierenden widersetzt, handelt gegen die von Gott eingesetzte Ordnung und wird dafür von ihm verurteilt werden.

Wer gut und richtig handelt, braucht die staatliche Macht ohnehin nicht zu fürchten; das muss nur, wer Böses tut.
Wollt ihr also ohne Angst vor Bestrafung leben, dann tut, was richtig und gut ist, und euer Verhalten wird Anerkennung finden.
Die öffentliche Gewalt steht im Dienst Gottes zum Nutzen jedes Einzelnen.
Wer aber Unrecht tut, muss sie fürchten, denn Gott hat ihr nicht ohne Grund die Macht übertragen, Strafen zu verhängen. Sie handelt im Auftrag Gottes, wenn sie alle bestraft, die Böses tun.
Es sind also zwei Gründe, weshalb ihr euch der staatlichen Macht unterordnen müsst: Zum einen ist es das drohende Urteil Gottes, zum anderen aber auch euer Gewissen.
Und weil die Vertreter des Staates ihren Dienst im Auftrag Gottes ausüben, zahlt ihr Steuern.
- Römer 13:1-6; und dies schrieb der gute Ex-Steuereintreiber im römischen Knast, während er auf seine Hinrichtung durch die römischen Autoritäten wartete; wer nun auch immer Ironie in dem hier zu erkennen vermag … :)

Also?

Unbedingte und nicht zu hinterfragende Gehorsamkeit! - Denn jedwede Herrschaftlichen sind ja schließlich vom Ober-Gott selbst eingesetzt worden – und macht diese daraufhin auf eine seltsame Art – bis heute - unantastbar …

Solcherart „geistige Errungenschaften“ oder Ideen, jahrhundertelang gepredigt, hinterlassen in fast jedem „Gläubigen“ (
ob schon offiziell abgesegnetes Gesetz oder auch nicht) einen bleibenden Ein-Druck. Ich nenne dies Hypnose.
Und es ist eine Hypnose, die von schon-Hypnotisierten betrieben wurde – und wird.
Und sie erschafft ein Konsensus-Streben das scheinbar „Richtige“ zu tun, - eine Art 'Trance', aus der das Ausbrechen immer schwerer und auch (
je nach Sozialisation) immer gefährlicher wird.
Und das Aufbegehren dagegen galt und gilt als Sünde, Verfehlung oder Vergehen.
Derartiges Für-wahr-halten hatte sicher auch einst die Ideen eines Thomas von Aquin inspiriert.

Aber Jesus ist doch für 'unsere Sünden' gestorben … ? Laut Saulus.
Klingt doch jetzt irgendwie auch nach einem Freifahrtschein für die Zukunft, nicht wahr?
Was ist so eine Sünde überhaupt?

Erklärungsmodelle sind hier so zahlreich, wie Felsbrocken im Asteroiden-Gürtel zwischen dem Mars und dem Jupiter ...
In erster Linie handelt es sich hierbei wohl um eine
Verfehlung oder um einen Verstoß gegenüber dem derzeit etablierten Glaubensmodell und dessen normativ festgelegten Glaubensansichten, Dogmas oder Geboten.
Also gegenüber temporär existierenden Autoritäten!
Und erinnert euch – in der kanonisierten Version der Bibel gibt es über 600 (!) solcher Gebote, auch wenn „Christen“ diese Tatsache gerne unerwähnt lassen ...

Verfehlung deutet andererseits aber auch auf ein Ziel hin, was für den so-Gläubigen wohl den schlussendlichen und erfolgreichen Einzug in das Paradies bedeutet …

Theologisch betrachtet handelt es sich bei der Sünde um eine persönliche Schuld, resultierend aus der (
möglicherweise) freien Entscheidung sich gegen den in der „Schöpfungsordnung und in der Wortoffenbarung erkannten Willen Gottes“ zu stellen.
Allerdings ist Sünde nicht nur persönliche Schuld, sondern, fatalistischerweise, auch persönliches Schicksal. Und das wiederum liegt an der „Ur-Sünde“ - jener so tragische Moment, in dem Adam und Eva zu sorglos mit einem Verbotshinweis umgegangen sind – und der (
nun von Generation auf Generation) vererbten Schuld dahingehend. Hier vermeint der kundige Theologe unsere Unwissenheit, unsere Sterblichkeit und den Ursprung unserer Begierden zu verorten. Allgemein hatten wir in diesem ungnädigen Moment die Gnade vom Ober-Gott verloren und damit das Anrecht auf den Zugang zum Paradies …

Dies nun wird von den verschiedenen mosaisch-inspirierten Religionen unterschiedlich gesehen, oder sogar total ignoriert.

Wie-auch-immer – es erklärt nicht für welche 'Sünden' Jesus (
nach Saulus Ansicht) denn nun eigentlich gestorben sein soll. Die Katholische Kirche schlägt im letztgenannten Fall jedoch ein kurzfristiges Untergluckern unter bzw. Nassmachen mit Wasser zur Heilung vor. -
Aber, das ist wie mit allen Wunder-Mitteln, die von irgendwelchen selbst-ernannten „Spezialisten“ verabreicht werden, - man überlegt sich später ernsthaft, ob das Wasser der dürstenden Zimmerpflanze nicht besser getan hätte …

Und Jesus selber lehrte nichts über eine angebliche Original-Sünde – so, warum (
oder zu welchem Zweck) existiert etwas derartiges dann in „christlichen“ Religionen?
Oder – was hat das Gefasel von Saulus eigentlich mit der Lehre von Jesus zu tun?


Aber, - der größte Sünden-Macher und Sündenbock ist ja nicht der Mensch, sondern der Satan!
Und der will ... ja … ja, was will der nun eigentlich?!?

Doch, ... wenn der Satan existiert, - warum verweigert er sich dann nicht einfach, beispielsweise, der Idee des Anti-Christen?!? - Denn, - wenn er (
wie so viele aufmerksame Bibel-Leser auch) schon über den Ausgang der „Schlacht zwischen Gut und Böse“ Bescheid weiß, und nur noch nicht realisiert hat, dass dies die effektivste Maßnahme wäre auf den ganzen (angeblich) folgenden Bullshit zu verzichten? -
Denn, -
wenn es keinen Anti-Christen gibt, gibt es auch keine Schlacht. Gibt es keine Schlacht, wird sich auch keine „göttliche“ Prophezeiung erfüllen, ergo … könnte dies sicherlich ein wesentlich leichterer Weg sein, um bestimmte Interessen durchzusetzen … ?
Warum hat er eigentlich noch rebelliert? Schweigen …

Wenn der Satan jedoch nun keine eigene unabhängige Willensbekundung in dieser Sache hat, dann muss er, wohl oder übel, hier dem Willen seines Schöpfers folgen. Und dann gab es vielleicht auch niemals eine echte Rebellion von Engeln? Und er war stets ein hilfreiches Werkzeug, so wie auch der „Heilige Geist“? -
Dann ist allein der Ober-Gott (
und damit auch jeder Aspekt von ihm!) für Jahrtausende währende Grausamkeiten, Vergewaltigungen, Raub, Mord und Totschlag, sowie für den irgendwie herbeigesehnten „Tag des Jüngsten Gerichts“ verantwortlich.
Aber, könnte man sich jetzt fragen, was soll das dann alles? -
Wenn der Ausgang der „Schlacht“ doch sowieso schon feststeht …


Und warum (
zum Teufel) ist der Ober-Gott eigentlich so besorgt, dass wir nicht an ihn glauben könnten? -
Warum (
oder zu welchem Zweck) will er uns so dringend im Himmel haben?

Ungläubigkeit ist ja das Programm für die Hölle - Was also ist so wichtig am mosaischen Himmel?
Geschehen dort Dinge, die wir einerseits nicht wissen können/sollen, für die er andererseits aber ständig frischen Nachschub benötigt? Und was geschieht mit der 'Freiheit' im Paradies, wenn er doch eine beträchtliche Anpassung hierfür verlangt?

Kann man nun sich dort den Kopf mit irgendwelchen Drogen zumachen?
Was ist mit Sex mit wildfremden anderen Seelen?
Kann man dort den ganzen Tag faulenzen?
Kann man mal eben auch auf anderen Ebenen herumschauen?
Oder einfach mal ein bisschen 'abspinnen'?
Kann man dort wirklich noch Spaß haben?
Was bedeutet ein Wort wie 'Spaß' dort überhaupt noch?

Dabei sollte (
gerade im Hinblick auf 'Spaß') zusätzlich noch bedacht werden, dass unser physischer Körper und dessen Interessen den physikalischen Bereich der Erde ja nicht verlassen, also, - was von „uns selber“ kommt letztlich eigentlich noch im Paradies an?
Und warum haben wir sterbliche Körper, wenn wir doch unsterbliche Seelen haben?
Wegen dem benötigten schnellen Nachschub vielleicht? Aber für was?!? -


Und was macht dieses Paradies eigentlich so attraktiv? - ...
Immerhin ist man dann nicht in der Hölle, um von irgendwelchen Dämonen gequält zu werden!
Das ist doch jetzt nur dumm.
Und wenn nun jemand da ist, so wie ich, der das alles auch nicht versteht, dann ist er/sie ein perfekter Kandidat für das „höllisch-reinigende“ Fegefeuer …
Ich meine, schaut euch doch nur mal in der Welt um – entweder wir leben schon mitten in der Hölle (bzw. auch im Himmel ...) – oder solche Geschichten sind nur nützlich für die Aufrechterhaltung irgendwelcher temporären Autoritäten und deren Interessen! -
Für Unterdrückung und Gehirnwäsche: Spukgeschichten und 'Lügen für Kinder' ... -

Fürchtet euch!!!


Im Jahre 1095 n. Chr. entschied der damalige Papst Urban II. (-
nun auch weltlicher Richter) den Beginn der Kreuzzüge. In dem von ihm verfassten Erlass, der päpstlichen Bulle: 'Terra Nullius', gab er den weltlichen Herrschern Europas das Recht Land in nicht-christlichen Gebieten zu beanspruchen!

Diese Richtlinie wurde 1452 von Papst Nikolaus V. noch einmal beträchtlich erweitert, und zwar in der Bulle: 'Romanus Pontifex', mit welcher nun, päpstlich völlig legal,
Krieg gegen alle Nicht-Christen ausgerufen werden konnte! -

„Nicht-Christen“ oder Menschen mit einem anderen Glauben waren jetzt so etwas, wie ungläubige, unzivilisierte Wilde, überflüssige primitive Untermenschen oder schlicht .. unerwünschtes Menschenmaterial.
Die „christlichen“ Herrscher behaupteten jetzt einfach, dass sich jedes Land diesem (
göttlich genehmigten) päpstlichen Erlass zu unterwerfen hatte ... - Andernfalls wurde es angefeindet, bedroht, angegriffen und (im günstigsten „christlichen“ Fall) besiegt und unterworfen!
Dieser Erlass begünstigte nun nicht nur den Krieg, sondern ebenfalls Plünderungen, Fremd-Kolonisationen, Folterungen und Sklaverei! - "Im Namen Gottes!"


Und was macht schon so ein bißchen Gemetzel denn auch aus?!? - Denn ...

Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.- Moses 5:5

Eifersüchtig? Auf was eigentlich oder auf wen?
Falsche (oder irgendwie andersgeartete) Götter existieren bestenfalls doch nur als Teil-Aspekt des einen Ober-Gottes, nicht wahr? Also sind es stets nur Interpretationen der unendlichen Vielfalt, - was also kann wirklich falsch an ihnen sein, wenn sie auch nur ein Teil der "göttlichen" Schöpfung sind?
Und – geschichtlich betrachtet – kommen die meisten von ihnen nicht einmal über längere Zeit in den zweifelhaften Genuss der Anbetung … Also, was soll das denn jetzt eigentlich? -
Und wer war nochmal der Schöpfer?!?


Doch wenden wir uns nun dem Beginn der römischen „Christenheit“ zu.
Obwohl dieser meiner Meinung nach mit der 'verfehlten' Beseitigung des ehemaligen römischen Steuereintreibers Saulus (
und seiner Flucht in römische Autorität) begann, denken Theologen heutzutage lieber dabei an den ebenso-römischen Kaiser Konstantin …
Und an eine Schlacht.
Konstantin wurde am Ende des zweiten Jahrhunderts n. Chr. geboren und er hatte Probleme. -
Das römische Reich wurde nämlich (
gemäß den Reformen des Vor-Kaisers Diokletian) unter vier Teilkaisern aufgeteilt, und Konstantin war nur einer von ihnen. Glücklicherweise hatte er in West-Rom nur einen Konkurrenten: Maxentius, den es zu bekämpfen galt, wollte er seine Macht ausdehnen. Und er wollte.
Und so kam es zur Schlacht - an der Milvischen Brücke vor den Toren Roms prallten die Heere der beiden Herrscher der weströmischen Reichshälfte aufeinander. Und es gab ein schlimmes Gemetzel, und Konstantin gewann. -
Maxentius war erfolgreich aus dem Weg geräumt worden!

Dieser Tag war der 29. Oktober des Jahres 312 n. Chr. ...
Und mit diesem Tag wurde eine christlich kirchliche Legende geboren:

An dem Nachmittag des Tages vor dieser Schlacht sah Konstantin plötzlich - ein Kreuz am Himmel.
Und er hörte diese Worte:
"In diesem Zeichen wirst du siegen!"

Und in dieser Nacht hatte Konstantin einen Traum. Ihm erschienen die griechischen Buchstaben Rho und Chi (P und X) – das sind die griechischen Anfangsbuchstaben des Namens "Christos" oder "Christus". Sofort befahl er seinen Soldaten diese Zeichen auf ihre Schilder zu malen und so gewappnet zogen sie in die siegreiche Schlacht.
Und als er sich dann noch geweigert haben soll den Sieg auf traditionelle Weise mit Opferungen an die römischen Götter zu feiern, wurde das als eine Bekehrung zum Christentum gesehen.

Historisch betrachtet hatte sich Konstantin, mit der Schlacht gegen Maxentius 312 in West-Rom, und bis 324 auch im Gesamtreich, als Alleinherrscher durchgesetzt. Schon im Jahr 313 garantierte die 'Mailänder Vereinbarung' im gesamten römischen Reich die Religionsfreiheit. - Damit war auch das noch einige Jahre zuvor verfolgte Christentum nun offiziell erlaubt.
Dieser (
von Konstantin angetriebene) Prozess wird die 'konstantinische Wende' genannt, denn das Christentum begann sich jetzt mehr und mehr zu etablieren und wurde 380 sogar zur römischen Staatsreligion. Unter Konstantin begann der Bau des ersten Petersdomes, sowie der der Lateranbasilika in Rom, der Bau der Grabeskirche in Jerusalem und des Trier Doms in Deutschland.
Das erste Konzil von Nicäa wurde von ihm 325 einberufen, um innerchristliche Streitigkeiten beizulegen. Dabei ging es hauptsächlich um die Frage, ob ob der in Jesus Christus verkörperte Logos (
der fleischgewordene Jesus) nun eher göttlich, gottähnlich oder anders als Gott, nämlich mehr Mensch sei …, aber es gab auch noch andere Gründe dafür …

Und, - es war der Siegeszug des Kreuzsymbols, dass sich heute in fast sämtlichen „christlichen“ Kirchen findet. Zumeist zusammen mit einer halbnackten, bedauernswerten, dort festgenagelten Menschengestalt, - und das war der Siegeszug des Saulus!

Nebenbei möglicherweise interessant ist, dass heutige Geschichtswissenschaftler annehmen, das Kreuzigungen mit Nägeln eher nicht zur römischen Gewohnheit gehörten, denn die Verurteilten wurden bevorzugt an freistehenden Stämmen festgebunden und dort den Vögeln überlassen, die dafür meist nur wenige Tage benötigten. Es gab nach dieser Ansicht auch nicht genug Holz für eine derartige Verschwendung von Baumaterialien. -
Und dass das 'Kreuz' eben nicht mehr war, - als ein aufrecht gestellter höherer Stamm … -
Auch das (
mal echt mal nicht) 'Grabtuch von Turin' zeigt einen eindeutig an einen einzelnen Stamm gebundenen Mann – Kein Konstantin-Kreuz.

 

Bis heute wird Konstantin von mehreren „christlichen“ Konfessionen (der orthodoxen, der armenischen und der koptischen Kirche), als "Heiliger" verehrt.
So gilt der 21. Mai als sein Gedenktag. Es ist nämlich der Tag seiner Taufe, - just einen Tag vor seinem Tod am Pfingstfest 337 …
Und seine Mutter (
die „heilige“ Helena, 249-330), kirchlich getauft, - will dann sogar noch die Reste des Kreuzes von Jesus gefunden haben … Irgendwie passend, nicht wahr?


Während der Zeit des römischen Imperiums war das erst spät entstandene Christentum eher eine Minorität. Allerdings war Göttervielfalt ein Teil der römischen Kultur. Polytheismus und Paganismus bestimmten das Gott-Bild der Römer. Der am weitesten verbreitete Kult in dieser Zeit war der Mithras-Kult, ein Sonnen-Kult.

Doch ein einzelner, alles für sich beanspruchender, Ober-Gott (
samt seiner Familie) wirkte auf die Römer wohl etwas befremdlich … und produzierte, logischerweise, Konflikte.
Um dem entgegenzuwirken befahl Konstantin die Grundprinzipien der römischen Religionen mit denen des Christentums zu verschmelzen – ein anderer Grund für das Konzil von Nicäa …

So wurden bestimmte biblische Ereignisse zu Feiertagen erklärt, und diese wurden dann auf bestimmte Kalendertage festgelegt, - am bekanntesten: Ostern oder Weihnachten.
Dies waren ursprünglich Pagan-Festlichkeiten. Der 25. Dezember, beispielsweise, ist der erste Tag des Frühlings; der Tag, an dem die Sonne aus ihrem 'Winterschlaf' erwacht und die Tage wieder länger werden. Aber nun auch der Geburtstag von Jesus ...
Die gesamte „christliche“ Religion hat ihre Wurzeln in Pagan- (
oder heidnischem) Kulturgut.

Und Jesus wird mit oft mit dem Licht, als Retter der Welt – der Sonne gleichgesetzt.
Genau wie Mithras.
Oder wie Horus, lange vor ihnen.
All diese „Personen“ taten Wunder, sind gekreuzigt worden, gestorben und nach 3 Tagen wieder auferstanden und alle hatten 12 Schüler. Warum immer wieder diese Zahlen? Warum die Kreuzigung, Tod und folgende Auferstehung?


Wenn man Bronze- oder Eisenstücke im Schutt findet, fragt man: Was waren das in alter Zeit für Werkzeuge? Wozu dienten sie? Aus den Waffen schließt man auf Kämpfe; aus den Verzierungen auf Handel. Man ersieht Verlegenheiten und Möglichkeiten aller Art.

Warum macht man es mit den Gedanken aus alten Zeiten nicht auch so?- Bertolt Brecht; Me-ti. Buch der Wendungen


Nun, es gibt die Vorstellung, dass bestimmte Ereignisse letztlich nur astronomische Erkenntnisse oder Begebenheiten symbolisieren. Und im Mittelpunkt steht immer die lebensspendende Sonne, die jeden Tag wiederaufersteht und jede Nacht erneut stirbt. Und sie zieht durch die 12 Sternzeichen, und ungefähr alle 2000 Jahre wechseln diese Zeichen sich ab …
Um den 21. Dezember jeden Jahres hat die Sonne ihren südlichsten Punkt erreicht und scheint für 3 Tage stillzustehen, um dann 'wiedergeboren' zu werden. Dieser Tag wird 'Wintersonnenwende' genannt. Drei Tage später - der Beginn des Frühlings eines neuen Jahres. Der 25. Dezember.
Der traditionelle Geburtstag gekreuzigter „Personen“ und Sonnengötter ...

In einigen Kulturen begann der Kalender in der Konstellation der 'Jungfrau' – also wurde die Sonne von einer Jungfrau geboren.
Die Sonne ist 'das Licht der Welt'.
Die Sonne erhebt sich am Morgen als 'Retter der Menschheit'.
Die Sonne trägt eine Korona oder Halo – eine 'Dornenkrone'.
Die Sonne kann 'auf dem Wasser gehen'.
Die Helfer, Anhänger, Jünger oder Schüler der Sonne sind die 12 Monate und die 12 Sternzeichen, welche die Sonne auf ihrem Weg passieren muss.
Das Symbol für diesen Weg ist das Kreuz.


Nun ist Mythos selber ein sehr vieldeutiges Wort, eigentlich heißt es ja nur eben dieses, nämlich 'Wort'. Es ist dann, genauer gesagt: 'Erzählung', 'Geschichte'; und in der Sprache, in der es aufgeladen worden ist – übrigens recht spät erst aufgeladen, keine selber archaische Angelegenheit –, heißt es dann: die Geschichten, die man erzählt von Göttern und Halbgöttern und den Unterirdischen.
Und das sind Geschichten, in denen nicht nur das Verhalten der Beteiligten festgelegt wird, sondern das aller ihrer Nachfahren und Nachfolger mit. Es wird geprägt in ‘jener’ Zeit, in der sich die Geschichten abgespielt haben, und später kann, ja muss man immer wieder hineinspringen in diese Muster.
So weit der Zwangscharakter der Sache. Aber das hat nicht nur Zwangscharakter. Denn Mythen werden nicht in einer verbindlichen und normativen Form erzählt, sondern in zahlreichen, zuletzt die Unendlichkeit erreichenden Formen; sie variieren, und sie versuchen, die Geschichten, die sie erzählen – durch die sie Geschichte blockieren –, auch zugleich, gemäß ihrer Variationen, wieder von diesem Zwang freizumachen.
- Klaus Heinrich, Das Floß der Medusa


Die gekreuzigte Sonne auf ihrem Weg durch die Equinoxen (
Tag- und Nachtgleichen) – in das Frühlingsequinox 'Ostern', wo sie letztlich vollständig wiedergeboren wird.
Ägyptische Pharaonen identifizierten sich im Leben mit dem Sonnengott Horus und im Tod mit dessen Vater Osiris. Der Falke Horus, der über seine Feinde triumphierte und den Thron, nach dem Tode Osiris', in Besitz nahm. Horus herrschte nun über die Lebenden, während sein Vater Osiris über das Totenreich herrschte. Beide galten als Aspekte einer einzigen Entität: „Ich und der Vater sind eins.“


Und damit wären wir beim 'Totenbuch der Ägypter' (oder auch „Papyrus des Ani“ genannt), der wahrscheinlichen Quelle der 10 'Gebote' des „jüdischen“ Volkes und vielem mehr.
Vor allem aber ist es die Geschichte des Horus …

Und wir sprechen hier über eine Zeit, die 3000 (!) Jahre vor der "Geburt" Jesus' anzusetzen ist ...

Horus, oder „
Iusa/Iao/Iesu/Iusha“ bzw. der „KRST“, wurde am 25. Dezember von der Jungfrau Isis-Meri (Maria?) geboren. Seine Geburt wurde durch einen Stern angekündigt und durch das Auftauchen von drei weisen Männern. Er war von königlicher Blutlinie.

Mit 12 lehrte er im Tempel, verschwand für 18 Jahre und wurde mit 30 getauft.
Und zwar von Anup, dem Täufer (Johannes?), im Fluss Eridanus bzw. Iarutana, dem heutigen Jordan.
Er hatte 12 Schüler, von denen 2 als „Zeugen“ bezeichnet wurden. Analog zu den 2 Johannes' des neuen Testaments. Ihre Namen waren Aan und Anup.
Er tat Wunder, trieb Dämonen aus und erweckte El-Azarus bzw. El-Osiris von den Toten.
Er ging auf dem Wasser.
Sein Beiname „Iusa“ bedeutete der 'immerwährende Sohn' des „Ptah“, des Vaters.
So wurde er das 'heilige Kind' genannt.
Er hielt eine „Bergpredigt“ und seine Anhänger schrieben diese nieder als „die Sprüche des Iusa“. Seine Verklärung geschah auf einem anderen Berg.
Er wurde zwischen 2 Dieben gekreuzigt, 3 Tage in einer Gruft beerdigt, und wiedergeboren.

Er wurde auch der „Weg“ genannt, die „Wahrheit“, das „Licht der Welt“, der „Messiah“, der „auserwählte Sohn des Gottes“, der „Sohn des Menschen“, der „gute Hirte“, das „Lamm des Gottes“, das „Wort, das zu Fleisch wurde“, etc.
Er war der „Fischer“. Seine Zeichen waren Fische, Löwe und das Lamm.
Er war gekommen „das Gesetz zu erfüllen“.
Ein anderer Beiname war „der KRST“ bzw. der „Gesalbte“.
Er war der Beginn eines „Tausendjährigen Reiches“.
Es steht geschrieben, dass er viele Inkarnationen vorher hatte.
Er entkam als Kind der Wut des Typhon, so wie Jesus der Wut des Herodes entkam.

Sein Haupt-Gegner war „Set“ (Seth) oder „Sata“ (Satan).
Set repräsentierte die 'Schlange der Nacht'.
Horus hingegen repräsentierte die 'goldene Sonne des Tages'.
Und so kämpften beide den immerwährenden Kampf um die Vorherrschaft des ewigen Tages oder der ewigen Nacht.
Licht gegen das Dunkel. (Gut gegen das Böse?)


Wem das jetzt ein wenig unheimlich vorkommt, dem sei angeraten sich einmal selbst in diese Materie zu vertiefen. Noch heute kann man in den Katakomben von Rom die Bilder von Horus und seiner jungfräulichen Mutter Isis bewundern ...
Isis, zusammen mit Osiris und Horus bildeten die 'Heilige Drei-Einigkeit' der Ägypter.
Was den Schluss nahelegt, dass zumindest einige der Wurzeln des „Christentums“ im alten Ägypten zu suchen sind.


Und nicht nur für das „Christentum“, sondern auch für sein Vorgänger-Modell.
Allerdings sind die folgenden Überlegungen bzw. Anweisungen im mosaischen Text (wie üblich) als Verbotsschilder deklariert, natürlich (im Kontext) unter Androhung härtester Sanktionen:

Ich habe kein Unrecht gegen Menschen begangen.

Ich habe keinen Gott gelästert.

Ich habe nicht getötet.

Ich habe niemandem ein Leid zugefügt.

Ich habe keine Unzucht getrieben.

Ich habe nicht gestohlen.

Ich war nicht habgierig

Ich habe nicht die Unwahrheit gesagt

Ich bin nicht aggressiv gewesen

Ich habe mich nicht aufgeblasen, .. - (frei nach) Sprüche 125; Das ägyptische Totenbuch

Das ägyptische Totenbuch ist eine Sammlung von „magischen“ Sprüchen, Beschwörungsformeln und Hymnen und bezieht sich, im Gegensatz zur mosaischen Darlegung, nicht auf das 'Hier-und-Jetzt', sondern auf das 'Leben nach dem Tod' und auf die Überwindung jenseitiger Gefahren. Gewissermaßen liefert es damit die Argumente für den Verbleib im Jenseits. Allerdings auch nur in einigen Teilen davon ...
Seit dem ' Neuen Reich' wurde es den Toten mit in das Grab gelegt.
Die Sprüche 125 (
um 1500 v. Chr.) werden heutzutage als „Negatives Sündenbekenntnis“ bezeichnet. Das Totenbuch war fundamental für den altägyptischen Totenglauben.


Ich persönlich halte es für unerheblich, ob diese Sprüche (
oder was-auch-immer) jetzt doch möglicherweise aus noch älteren Quellen entliehen wurden oder auch eben nicht. - Tatsächlich wurden viele der „göttlich inspirierten“ Abenteuer des "jüdischen" Volks direkt aus der sumerischen bzw. der babylonischen Literatur entnommen – abgeschrieben und mit neuen und „jüdischen“ Namen ersetzt - , so zumindest die allgemein „landläufige“ Ansicht von Geschichtswissenschaftlern und anderen „Experten“ …
Aber – Hey! - ihr könnt dies alles selbst nachprüfen und damit versuchen euch ein unabhängiges Bild – eine unbeeinflusste eigene Meinung – hiervon zu machen!
Sehr empfehlenswert ist natürlich das 'Gilgamesh Epos', denn schon hier kommt der „Gläubige“ schnell ins Staunen und Grübeln, was denn wohl jetzt eigentlich die Grundlage für so manches, alt-testamentarische biblische Ereigniss gewesen sein mag …


Doch nicht nur der Ursprung der biblischen Erzählungen des 'alten Testaments' wird von „offizieller Seite“ angezweifelt, sondern auch viele der darin enthaltenen Geschehnisse selber.
„Erfunden!“ ist eines der Wörter, mit dem viele Forscher und Archäologen den 'Exodus' der „Juden“ unter dem Massenmörder Mose aus Ägypten beschreiben.
Laut Auffassung der Universität von Tel Aviv würden 90 Prozent aller „Gelehrten“ damit konform gehen, und weshalb? Weil Grabungen in der Wüste Sinai, in welcher das „Volk Israels“ 40 (!) Jahre herumgeirrt sein soll, absolut ergebnislos verliefen!
Bis heute kein Beweis für ein derartiges Geschehen!
Und es existieren auch keine
schriftlichen oder archäologischen Belege, die auf die Existenz einer Gruppe von staatlichen Zwangsarbeitern schließen lassen könnten, die zur fraglichen Zeit im östlichen Nildelta beheimatet waren.



Allerdings, wie hier schon kurz erwähnt, mag dieser Geschichte ein historisches Vorbild zugrunde liegen, nämlich die Rebellion des Prinzen Mase-sa-ja, aus der Provinz Kusch, gegen den amtierenden Pharao Sethos II …
Abgespielt hätte sich das dann um das Jahr 1200 v. Chr.

"Gewaltig ist der Sieg. Leichen häufen sich. Auf die Heerführer der Gegner fallen Feuer. Und die Sieger schneiden vielen Besiegten Hände und Ohren ab und reißen ihnen die Augen heraus. Wer überlebt, fristet fortan ein Leben als Sklave." - Tempelinschrift über den Sieg des Mase-sa-ja über rebellische Aufrührer gegen den vorherigen Pharao Mer-ne-ptah (1213-1203)

Doch der dann darauf folgende, neue Pharao Sethos II. (1203-1198) schien dem Mase-sa-ja aber wohl nicht so richtig zu behagen, denn er organisierte einen Aufstand gegen ihn und beanspruchte als Gegenkönig (unter dem neuen Namen Amun-mase-sa) den Thron für sich selber.

Und seltsamerweise (oder auch nicht) berichten jüdische Sagen (aus dieser Zeitepoche), dass Mose in Äthiopien (oder Kusch) gelebt habe. Dort hatte er dann eine Kuschitin geheiratet, Krieg geführt und einen Streit mit dem Pharao gehabt, der einen Bruch beidseitiger Beziehungen zur Folge hatte.
Sowohl Sethos, wie auch Mase-sa-ja waren Prinzen mit Thronanspruch.
Beide lebten zeitweilig in Kusch, führten dort Kriege und beide erhoben sich gegen den Pharao.
So liegt es nahe anzunehmen, dass die Schreiber der biblischen Abenteuer sich auf tatsächliche Ereignisse stützten – einfach um eine solche Geschichte glaubwürdiger erscheinen zu lassen.

Die Haupt-Informationsquelle in dieser Zeit war wohl noch das Hörensagen, und – gewürzt mit ein paar verstreuten tatsächlichen Geschehnissen – trug dies sicherlich zur allgemeinen oder speziellen Verbreitung dieser fiktiven (oder auch nicht -) Geschichten bei.

Der Umsturz misslang. Der aufrührerische Prinz wurde, mitsamt seiner Anhänger, aus dem Land vertrieben. Viele wurden dabei getötet.
Das „jüdische Volk“ entstand?!?

Angeblich wurde der Pharao selbst, bei dessen Verfolgung, mitsamt seinem Heer im 'Roten Meer' vernichtet. -
Nach den 'Plagen', nun ein erneutes Fiasko für das ägyptische Volk.
Und natürlich lassen sich auch keine Aufzeichnungen hierüber finden ...
Die ägyptischen Pharaos begannen schon sehr früh Kanäle zu bauen – und Schleusen. Belege dafür finden sich hier.

Nichts ins Leere gießen

 

 

Dies aber wisse, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden; denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam, grausam, das Gute nicht liebend, Verräter, unbesonnen, aufgeblasen, mehr das Vergnügen liebend als Gott, die eine Form der Gottseligkeit haben, deren Kraft aber verleugnen. Und von diesen wende dich weg!
Denn von diesen sind die, die sich in die Häuser schleichen und lose Frauen verführen - die mit Sünden beladen sind, von mancherlei Begierden getrieben werden, immer lernen und niemals zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können.
- Timotheus 3:2


Der unverkennbar moralische Aspekt von Sünde - wer soll damit eigentlich angesprochen werden? …

Und solche sind euer etliche gewesen; aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesu und durch den Geist unseres Gottes. - 1. Korinther 6:11

Denn schon wirkt das „göttliche“ Management: – Freispruch durch den Beichtvater!
Oder durch die nachträgliche „christliche“ Taufe …


Im Jahr 1054 erlebten die „christlichen“ Kirchen eine traumatische Spaltung. Dies wird in der Kirchengeschichte als das „Große Schisma“ bezeichnet. Der theologische Streitpunkt, der zu der Aufspaltung der Kirchen führte, war die Verweigerung einer (der später östlich orthodoxen) Kirche, die katholische Doktrin der Erbsünde anzuerkennen und zu übernehmen.
Wie auch die Islamische, so lehnt die Orthodoxe Kirche die Vorstellung ab, dass der Mensch schuldig an den Sünden seiner Vorfahren geboren wurde.

Nach katholischer Doktrin eine Schuld, für die dann auch immer gebüßt werden muss.
Wir erinnern uns, dass so etwas nicht zur Lehre von Jesus gehörte.
So etwas ist dem Gedankengut von Saulus und seinen Anhängern entnommen.


„Sie haben nicht für das Fahrrad bezahlt.“, stellte der Sicherheitsmann fest.
„Das ist richtig und das werde ich auch nicht tun!“, antwortete die angesprochene Frau.
Der verwirrte Sicherheitsmann darauf: „ Aber Sie haben das Fahrrad zu bezahlen!“
Die Frau fragte: „Falls ich nicht für das Fahrrad zahle, ist das Stehlen?“
Der Sicherheitsmann antwortete: „Ja“.
Die Frau fragte weiter: „Und ist Stehlen eine Sünde?“
Der Sicherheitsmann antwortete: „Ja“.
Die Frau darauf: „Dann hat Jesus schon dafür bezahlt!“


Es sei noch betont, dass das Wort für Sünde und Schuld in allen großen Religionen dasselbe ist.
Und ob es sich dabei nur um einen Zu-Fall handelt?
Die obenstehende Geschichte zeigt uns beipielhaft, dass man nun praktisch jedes „Vergehen“ mit der Hilfe einer beliebigen Religion rechtfertigen kann. Oder durch einen „Glauben“ … Es kommt letztendlich nur auf die Darlegung an, und natürlich auf die bestehenden Machtverhältnisse.
Da fällt es mir leicht mich somit von allen moralischen Implikationen freizusprechen. :)

So wusste Johannes (ganz im Sinne von Saulus) zu berichten:
Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. - Johannes 3:16
Und wer würde, so nach seinem Tod, nicht schon ewig leben wollen?

Was jedoch auch nur diejenigen auf der „Rechten“ Seite meint, - denn:
Dann wird er seinerseits zu denen zu seiner Linken sagen: ‚Geht weg von mir, ihr, die ihr verflucht worden seid, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bereitet ist.' - Matthäus 25:41

Den Teufel und seine (gefallenen) Engel? - Gestalten, die vom Ober-Gott neben dem Schöpfungswunder Mensch platziert wurden, und durch üble Taten damit dann Jahrtausendelang auf den unschuldig herumirrenden Menschen haben Einfluss nehmen können, klingt jetzt nicht sehr schlau, ist aber vermutlich wieder eine dieser Unergründlichkeiten.
Aber natürlich waren sie ebenso sicher auch eine Herausforderung des „reinen“ Glaubens.
Insbesondere zu der Zeit, als von den mosaisch inspirierten Religionen noch gar nichts zu erkennen war ...
Aber die Bibel ist, wie vorher schon darlegt, auch kein wirklich „christliches“ Buch.

Aber da war ein Mann – Jesus – oder vielleicht war da ein Mann – Jesus – und der redete über das Ende der Welt, wie die damaligen Menschen, besonders die Mächtigen, es kannten – und das war denen bestimmt nicht sehr gefällig … Ein Aufwiegler, ein wirrer Kopf, der sich mit der bestehenden Religion auseinandersetzte, diese zu verändern suchte oder sogar teilweise verleugnete, - einer, der sich König nannte und zugleich einer, der jeglichen Machtanspruch von sich wies …
Klingt für mich nach einem klugen Kopf.
Klingt nach jemandem, der seine Position nutzte, um bestehendes in Frage zu stellen und dadurch auf Missstände aufmerksam zu machen suchte, – aber da war vielleicht etwas viel gefährlicheres in seinen Reden:

Und Jesus sagte zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder?

Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die erwarteten Früchte bringt.

Und wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschellen; auf wen der Stein aber fällt, den wird er zermalmen.

Als die Hohepriester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten, merkten sie, dass er von ihnen sprach. Sie hätten ihn gern verhaften lassen; aber sie fürchteten sich vor den Leuten, weil alle ihn für einen Propheten hielten.- Matthäus 21:42-46
Etwas Entsetzlicheres kann es für das „auserwählte“ Volk wohl kaum gegeben haben – den Alleinanspruch auf „ihren Gott“ zu verlieren … Allein schon ein solcher Gedanke …
Dieser Mann, und damit sein Denken, musste weg, egal wie... !

Übrigens glaubt die größte europäische Kolonie heutzutage von sich selber, dass dieser Kelch an sie weitergereicht wurde. So etwas nennt man gemeinhin 'Manifest Destiny' ... aber das ist eine eigene Geschichte ...


So, - was immer jetzt auch Saulus aus dieser Geschichte gemacht hat – heutzutage hängt dieser Mann – angenagelt – an einem scheinbar symbolischen Kreuz – und niemand – NIEMAND – kommt auf die Idee ihn da wieder herunterzunehmen. Warum eigentlich?

War das größte christliche Wunder nicht seine Auferstehung?
Warum wurde durch Saulus sein Leiden mehr in den Mittelpunkt gerückt als seine Befreiung?
Warum, wenn er doch (nach Saulus Ansicht) zusätzlich sogar auch noch für die Befreiung unserer Sünden gestorben ist?
Warum wird diesem Teil der Geschichte nicht mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit entgegengebracht wie dem Leiden?
Vielleicht … weil wir uns nicht wirklich befreit vorkommen? ...

Aber natürlich ist heute bestreitbar, dass es eine solche Person, namens Jesus, überhaupt gegeben hat, aber spielt das denn tatsächlich eine Rolle ...? 


Da hoben die Juden abermals Steine auf, um ihn zu steinigen.

Jesus sprach zu ihnen: Viele gute Werke habe ich euch gezeigt vom Vater; um welches dieser Werke willen wollt ihr mich steinigen?

Die Juden antworteten ihm und sprachen: Um eines guten Werkes willen steinigen wir dich nicht, sondern um der Gotteslästerung willen, denn du bist ein Mensch und machst dich selbst zu Gott.

Jesus antwortete ihnen: Steht nicht geschrieben in eurem Gesetz: »Ich habe gesagt: Ihr seid Götter«?

Wenn er die Götter nennt, zu denen das Wort Gottes geschah – und die Schrift kann doch nicht gebrochen werden –,

wie sagt ihr dann zu dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst Gott –, weil ich sage: Ich bin Gottes Sohn? - Matthäus 10:31-36


Der Name 'Jesus' kommt aus dem Lateinischen 'Jesu' – und der wiederum aus dem Griechischen 'Iēsous' – und der kommt aus dem Hebräischen 'Yeshua'. Und der aus dem Aramäischen, der eigentlichen Sprache, die Jesus seinerzeit gesprochen haben soll, … und das ist Jeschua oder Jeschu (ישוע ).
Das Wort 'Christus' (Χριστός - Christos) kommt aus dem Griechischen und bedeutet 'gesalbt', also der 'Gesalbte'. Es wurde für “höhergestellte” Personen, wie Könige oder Hohepriester, verwendet.
Das urprüngliche hebräische Wort war 'Messiah' (
im Aramäischen: Meschiah) -
Es handelt sich dabei nicht um einen Namen, sondern um einen Titel.
'Christus' ist die lateinische Version von 'Messiah'.

Aber da im “neuen Testament” Jesus oft genug als
"Christus" bezeichnet wird, wurde aus dem früheren Titel alsbald ein Eigenname für Jesus selber …
Er wird auch als
„Jesus von Nazaret(h)“ bezeichnet. - Die heutige Stadt Nazareth entstand vielleicht aber erst mehr als dreihundert Jahre nach dem Wirken Jesus in Palästina. Zur Zeit von Jesus war es scheinbar weniger als ein kleines Dorf.


Und es ist schon ein Kreuz mit diesem „heiligen“ Land, das eigentlich doch gar kein eigenes Land war.
Zumindest heißt es heutzutage wieder Israel.
Und die ehemaligen Palästinenser, vermutlich die einzigen