Mo

25

Jun

2018

Frösche, und nicht nur im Kopf

Einleitung


„Ein Mädchen, das im Wald der Urzeit verloren geht - sein großer Wert, mit dem sich kein Genie, kein König und kein Bezwinger von Königen heute messen könnte -

Dass Objekte sich in Gegenwart des Mädchens bewegt haben - Früchte sind von Bäumen heruntergefallen und neben ihm gelandet - Büsche haben sich geschüttelt und Beeren für es abgestreift - und dann die Nacht und die Kälte - Reisigbündel tanzten mit verflochtenen Zweigen um es herum - türmten sich auf - knisternde Flammen, die es wärmten -

Oder, dass bis auf den heutigen Tag die Bocksprünge von Stühlen und die Tänze von Sofas und die vermeintlichen Launen der Flammen Überreste einer Zusammenarbeit sind, die einstmals sogar die Bäume mitfühlend handeln ließ, wenn sich ein Kind im Wald verlaufen hatte.“

- Charles Fort; Wilde Talente (Wild Talents) - und alle anderen Zitate in dieser Einleitung ebenfalls



Dies ist der vierte Teil meiner Frosch-Serie.
Teil 1 handelte viel von merkwürdigen Zu-fällen und deren Folgen.
Teil 2 von Poltergeistern und anderen Spukgeschichten.
Teil 3 von Ahnungen, Bedeutungen und merkwürdigen Hausbewohnern. Und über den Wert von Zeugnissen. Und über seltsame Angreifer.
Und natürlich noch vieles mehr!

Teil 4 geht der vorläufigen Vermutung nach, dass viele dieser „Kräfte“ direkt mit der menschlichen Natur, aber auch der Imagination, verbunden wurden oder sind. Grob gesagt handelt es sich dabei um die Annahme, dass nicht das physische Atom (was-auch-immer das jetzt meint) – das sogenannte „kleinste physikalische Teilchen“ - die Grundlage für unsere sogenannte Wirklichkeit (und deren Beurteilung) bildet, sondern vielmehr vielleicht so etwas, wie „verdichtete psychische Energie“.
Etwas, was vorhandene Materie benutzt, aber möglicherweise auch erst entstehen lässt, zumindest oft nach kaum nachvollziehbarer Logik formt und verändert.

Offen bleibt, ob manche der bisher geschilderten Erscheinungen ihren Ursprung in „jenseitigen“ Gefilden" haben, oder ob sie möglicherweise teilweise oder sogar vollständig dem Kopf oder dem Wesen des Menschen (oder wem-immer) entsprungen sein mögen …
Wobei natürlich eine Kombination beider oder sogar der Einfluss anderer Sphären in „unsere“ ebenso möglich wäre. Letzteres würde aber eine klare "dimensionale" Trennung voraussetzen, was ich persönlich nicht für sehr wahrscheinlich halte, denn dafür scheinen die „Grenzen“ doch zu flüchtig. Oder es bleibt die Frage: was sind „Beweise“ oder „Zeugnisse“ wert, wenn sie „allgemein“ ignoriert werden, nur weil sie scheinbar in ein vorgegebenes Weltbild nicht assimiliert oder eingepasst werden können? - Noch nicht, ... vielleicht?


Doch vielleicht ist ja ALLES auch nur eine gewaltige Einbildung – eine „Matrix“ - ein „Holografisches Universum“?
Ein großer Traum des Wechselspiels personifizierter und unpersönlicher Erscheinungen von unbestimmten (aber sich artikulierenden und deshalb auch bemerkbaren) ungerichteten und vermuteten Energie- oder doch Materieprozessen?
Wirkungsvolle Unbedachtsamkeit, gewissermaßen …
Und doch so angefüllt mit Bedeutung.
Oder was charakterisiert in solch einer Welt eigentlich noch Liebe, „Bestimmung“ oder „Verantwortung“?
Illusorisch, wenn schließlich nichts wirklich existiert ...


Aber das sind letztlich nur Worte, nicht wahr? - Doch Worte (und ihre Magie) sind auch das Bindeglied unserer Vorstellungen zu „unseren“ Beschreibungen, Auslegungen oder den Argumenten für jede Art von Form, Struktur, Inhalt und der Relevanz der „sogenannten Wirklichkeit“.
Für manch einen mögen sie sogar das Letzte sein, was sie überhaupt noch haben.
Das sollte man beachten.
Und auch, dass, ob unser Da-sein nur eine „Matrix“ ist oder auch nicht, sich ungewöhnliche „Dinge“ immer mal wieder durch die gebräuchlichen Gewohnheiten hindurch brechen. Dies reicht von Sichtungen merkwürdiger „Tiere“, über scheinbar technische „Luftschiffe“ bis zu anderen unheimlichen „Begegnungen“ …


Was ist also mit der „sogenannten Wirklichkeit“? - Eine „objektive“ Beschreibung der Welt wäre nur solange gültig, solange man gezielt bestimmte unerwünschte, nicht assimilierbare (und subjektive) Erscheinungen daraus ausklammert.
Eingeschränkte, aber immerhin formulierbare Systeme.

Eine Prozedur, die schon seit Jahrtausenden immer wieder neue Weltbilder kreiert, unterstützt oder verdammt.
Und tatsächlich können wir uns weder über dem Sinn, dem Zweck, noch dem Grund aller Erscheinungen mehr als hypothetisch annähern. Wir sind beschränkt auf die Möglichkeiten der Spielarten der für Menschen derzeit wahrnehmbaren (oder zugänglichen) Sinneseindrücke. Aber wir wissen schon (auch durch unsere Maschinen), dass da eigentlich noch viel mehr ist.
Allgemein gesprochen nehmen wir vielleicht einen Bruchteil der möglichen Wirklichkeit überhaupt nur wahr …


Und viele Dinge scheinen sogar erst dann zu existieren, wenn wir unsere Aufmerksamkeit (und damit ein zumeist vom jeweiligen Zeitgeist hypnotisiertes und möglicherweise dadurch überhaupt erst existentes Blickfeld) darauf richten …
Denn, wie mögen wohl sprechende Maschinen auf, beispielsweise, ein Kind des Mittelalters gewirkt haben?
Oder Kobold- oder Poltergeisterscheinungen auf ein Kind der Moderne?
Oder was ist mit den Fähigkeiten oder Talenten, die den angeblich „normalen Maßstab“ für menschliche Wesen in einem solchen Maß übertreffen, dass man, bei Beobachtung der Häufigkeit, entweder an zu-fällige Mutationen glauben möchte – oder an einen gänzlich verschiedenen Zweig der Menschheit?

Aber vielleicht mag es sich, wie einige Religionen behaupten, dabei auch nur um meist verlorengegangene und manchmal wiedergefundene Fähigkeiten eines „anderen“, früheren Menschengeschlechtes handeln?

Fähigkeiten aber, die Jahrtausendelang nicht nur von den Religionen verfolgt und geächtet wurden. Wie wir in den anderen Texten schon sahen, treten viele der Phantome und andere Merkwürdigkeiten meist spontan auf, und verwirklichen sich oft auf eine unkontrollierbare Weise. Heutzutage. So scheint es zumindest.
Und anscheinend können auch nur wenige Menschen auf diese Phänomene tatsächlich über längere Zeit direkten (oder überhaupt einen) gerichteten Einfluss ausüben. Wenn überhaupt. Dazu kommt noch, dass im Geiste des Unverständnisses die „Experten“ derartiger Phänomene den tatsächlichen Urheber auch eher in „äußeren“ Bedingungen vermuten, so an-den-Haaren-herbeigezogen ihre Argumente auch daherkommen mögen, und selten im „Opfer“ oder den „Opfern“ selbst.

Jedoch - welche Regierung oder welchem herrschenden Glaubenssystem kann auch daran gelegen sein derart anspruchsvolle Kräfte zuzulassen (oder sogar zu unterstützen), die doch eigentlich, wären sie weiter verbreitet, jeglichen dominierenden Machtanspruch unbeherrschbar werden lassen könnten?
Man hat es daraufhin Jahrtausende mit Unterdrückung und der Furcht vor diesen (bisher) unkontrollierbaren Kräften versucht, mit Priesterlegionen, die weltliche Geschichten aus überweltlichen Regionen predigten, weltlich straften und weltlich verleumdeten; und es endete doch fast jedes mal wieder nur in Blut und Feuer, Zerstörung und ganz viel Rauch …

Man hat es dann mit Hypnose oder angeblicher Vernunft versucht (vermutlich aufgrund der schier unwahrscheinlichen Trefferquote) und ebenso mit der absoluten Hingabe an die verschiedenen Konventionen der sogenannten Wissenschaften. Was auch viel Kritik entstehen ließ.
Doch nichts half. Immer wieder brachen sich eigentlich doch unerwünschte Phänomene ihren eigenen Weg an das Licht des Tages. Und damit in die unerfreuliche Sichtbarkeit. -
Unkontrolliert. Unerwünscht. Unerklärt. Anstößig. Unzugänglich. Phantome.
Und sie werden bis heute weiter unterdrückt, - geleugnet, verlacht, in Spukgeschichten beerdigt oder ins Reich der Fabeln verwiesen.
Auch verständlicherweise. Irgendwie.

Charles Fort, der sein Leben diesen Kuriositäten des Lebens gewidmet hatte, vermutet:

„Die Phänomene kommen mir vor wie überlieferte Kräfte, die früher zur Zeit unserer primitiven Vorfahren noch weiter verbreitet waren. Die Fähigkeit, trockenes Laub mit dem Atem zum Brennen zu bringen, war früher sicherlich ein höchst wertvoller Zauber. Ich spekuliere, wie diese Gabe sich hat entwickeln können. Höchstwahrscheinlich waren die Menschen niemals intelligent genug, sich den Nutzen des Feuers vorzustellen, als der Nutzen des Feuers noch nicht allgemein bekannt war. Wenn wir uns unsere Existenz aber als ein Ganzes vorstellen - vielleicht als eine unter unzähligen Existenzen im Kosmos -, als einen sich entwickelnden Organismus, dann können wir uns vorstellen, dass in manchen Menschen automatisch eine Feuer erzeugende Kraft auftaucht, sobald dies für die Entwicklung des Phänomens "Mensch" notwendig scheint. Es sind also Feuerkünstler erschienen. Ich meine damit Menschen, die dem Wissen um das Feuer nicht ausweichen konnten, weil sie nichts dagegen tun konnten, dass sie Dinge in Brand gesteckt haben.


Ich stelle mir diese Feueragenten in Urzeiten als höchst wertvolle Glieder einer Gemeinschaft von Wilden vor: Wahrscheinlich sind sie zunächst als Missgeburten verachtet worden. Dann fanden sie Anerkennung und haben für ihre Dienste soviel verlangt, dass die Menschen lernen mussten, Stöcke zu reiben und ohne diese Spezialisten zurechtzukommen - damit wurden jene dann wieder unwichtig, und ihre Zahl nahm ab, so dass sie heute nur noch sehr selten vorkommen -, aber einige von ihnen werden dennoch von der Natur, gleichsam als Rückversicherung, am Leben erhalten, weil man nie wissen kann, ob wir nicht doch eines Tages wieder ins Urzeitliche zurückfallen und vergessen, wie man Feuer macht - woraufhin die Feuermacher wieder zu Ehren kommen und die Zivilisation sich abermals entwickeln kann - um wiederum von Kriegen und Korruption, Ärzten, Anwälten und anderen Gaunern, bestechlichen Richtern und feigen Geschworenen zerstört zu werden - worauf wieder ein neuer Abstieg beginnt, der womöglich erst kurz vor der Entwicklungsstufe eines Wurms sein Ende findet.“

Das war jetzt nicht unbedingt lustig. :)

Es gab und gibt auch andere (und wesentlich ältere) Glaubenssysteme als unser heutiges. Und manche bewahrten die Erinnerung an frühere Menschengeschlechter (oder an sonderbare oder besondere Wesen) in ihren Erzählungen auf. Ob sich dann die Religionen um diese Geschichten oder Erlebnisse bildeten, weiß ich ich nicht, kann es mir aber vorstellen. Und inwieweit sich das lediglich auf „unseren“ Planeten beschränken mag? Und ob es sich um „Besucher von Anderswo“ handelte oder um Jahrtausende (und vielleicht viel länger!) in „Zeit-Starre“ verharrende, frühere Menschenwesen, die, nach vernichtenden Katastrophen beispielsweise, zu geeigneten Zeiten der jeweilig dominierenden Menschheit ihre Aufwartung machten und ihre Hilfe anboten? -

Folgt man den alten Texten und Religionen scheinen beide Variationen durchaus möglich zu sein. Einerseits, wenn eine Einmischung einer extraplanetaren Kultur erfolgte, oder wenn ein Teil des Potentials scheinbar vergangener (und damit meine ich neben Wiedergängern, auch Gegenstände und sogar Fahrzeuge der früheren Kultur) Zivilisationen die Zeiten überdauerte – oder aber wenn die Macht existierte den psychischen Fluss in materielle Erscheinungen umzuleiten. Ganz ähnlich den Phänomenen, die wir bei Poltergeisterscheinungen beobachten könnten.


Der folgende Text konzentriert sich auf solche „außergewöhnlichen“ und bis heute, vielleicht zum Glück, unerklärten Fähigkeiten. (…) - Was durchaus auch bemerkenswert anmutet, denn jede „erklärte“ Erscheinung wurde und wird an einem künstlich erschaffenen Gedankengerüst des jeweils vorherrschenden und akzeptierten Denksystems „gemessen“, „abgewogen“, „definiert“ und „bestimmt“ werden müssen und dahingehend weitere Jahre oder Jahrzehnte wieder auf „Erlösung“ davon hoffen müssen, dass sich die geistige Dominanz dahingehend ändern mag, dass sie sich daraus auch wieder „befreien“ zu kann. Ist natürlich Unfug. Denn warum sollte irgendein Phänomen auf Erlösung hoffen wollen? - Aber:

Es scheint generell immer besser zu sein, für alle phänomenalen Möglichkeiten offen zu sein, das Wahrscheinliche vom Zu-fälligen zu trennen und es anhand der bekannten Wirklichkeit, also ALLER Phänomene, überhaupt erst zu beurteilen.
Wenn so etwas denn überhaupt nötig ist.

Doch kann ich mir durchaus vorstellen, dass so etwas in einer, solchen Erscheinungen offeneren Zukunft  gewichtig werden könnte. Denn hier betreten wir auch den Bereich unerklärlicher Wunderheilungen, seltsamster Krankheitsbilder und dem Wunsch (oder mit dem Gebet) Wünsche aus dem Unsichtbaren erfüllt zu bekommen.

Einerseits finden sich zwar bis heute Vorstellungen und sogar Anleitungen dazu, auch zur Entwicklung psychischer Fähigkeiten, in uralten Religionen und Schriften. Auch neuere Strömungen existieren, doch „stützen“ diese sich meist auf vorgebliches älteres Wissen. Andererseits könnte man vielleicht dahingehend annehmen, dass jemand (Besucher oder frühere Menschenwesen oder was-auch-immer) ein Interesse daran zeigt, dass die Menschheit den roten Faden in die „psychische“ Vergangenheit nicht verliert und immer wieder aufgreift?

Im Altertum gab es, und es gibt sie noch Heute, die Vorstellung eines „dritten“ Auges, dem (wir wissen es nicht besser -) unfassbare Eigenschaften zugeschrieben wurden: Gedankenübertragung, Beeinflussung von kinetischen Energien und damit auch der Gravitation oder der Heilung von Krankheiten. Die Erschaffung von psychischen Doppelgängern war angeblich damit ebenso möglich, wie der Transport schwerster Materialien zur Fertigung eigentlich unmöglicher Bauwerke.

Und wir sollten dabei nicht vergessen, dass viele der Bauwerke des Altertums heutzutage bestenfalls in der Theorie nachvollziehbar sind, während die Verwirklichung, also die Praxis (und damit auch die heutigen Möglichkeiten zu einer derartigen Realisation), immer gerne vernachlässigt wird. Deshalb sprechen wir auch von „primitiven“ Hochkulturen. Und das, obwohl wir viele derer Leistungen , selbst mit den heute besten technischen Gerätschaften und dem Einsatz unbegrenzter Geldmittel, gar nicht nachvollziehen könnten. Oder welchen Zweck manche dieser gigantischen Gebäude eigentlich hatten ...

Während in der Psychosomatik die Geister sich noch immer darüber zerstreiten was eigentlich 'normal' sei, oder was doch besser als 'psychisch krank' etikettiert werden sollte, haben andere Wissenschaftler darauf himgewiesen,  dass nicht nur vielen physischen Krankheiten ein Schwächeln der „Seele“ vorausgeht, sondern dass (auch hinsichtlich der Placebo-Forschung, die erstaunliche Resultate liefert) der Zustand des Patienten selbst über eine Krankheit und damit auch über eine Heilung bestimmen kann. Was natürlich die Frage aufkommen lässt, welche Krankheiten gar nicht psychisch beeinflussbar wären?

Ich möchte hier noch einmal auf den ersten Teil verweisen, denn dieser enthält unmöglich anmutende, ja auch eigentlich absolut tödliche Fälle, die einige Menschen weitestgehend unbeschadet überstanden haben. Zumindest scheint für manche Menschen, vielleicht nur in besonderen Augenblicken oder vielleicht nur an bestimmten Orten oder beides, keine „für alle allgemein gültige Realität“ zu existieren.

Und was ist nun eigentlich die sogenannte Wirklichkeit? Und - definiert sie sich durch uns, oder wir uns durch sie?
Oder wurden wir beide schon durch etwas bisher vielleicht Unbeachtetes definiert?
Und welchen Sinn sollte so ein Unterfangen überhaupt haben?



„Ich bin der Ansicht, dass unsere Existenz eine intermediäre ist, die gleichsam zwischen zwei nicht endgültig zu verwirklichenden Extremen schwebt oder pendelt, die man Positivität und Negativität nennen kann. Es ist ein Bindestrich-Zustand zwischen Gut-Schlecht, Kälte-Wärme, Gleichgewicht-Ungleichgewicht, Sicherheit-Unsicherheit. Ich stelle mir unsere Existenz als einen Organismus vor, in dem positivierende und negativierende Manifestationen oder Konflikte verarbeitet werden. Gewissheit oder Regelmäßigkeit existiert in hohem Maße in den Bewegungen der Planeten, wenn auch nicht absolut, weil es kleine, mit Formeln nicht fassbare Abweichungen gibt. Negativität existiert in hohem Maße in den Launen eines Zyklons, wenn auch nicht absolut, weil man sich immer noch wildere Ausgelassenheiten vorstellen kann.

Ich bin der Ansicht, dass es Dinge, Wesen und Ereignisse gibt, die auf verblüffende Weise mit regelhaften Verallgemeinerungen in Übereinstimmung sind, dass es aber auch ungeheuerliche, alberne, teuflische, bizarre, idiotische und monströse Dinge, Wesen und Ereignisse gibt, die genauso eingängig die Allgegenwärtigkeit von Schwachsinn, Verbrechen, Unbestimmbarkeit oder Phantasie beweisen.“


Da ist diese Geschichte von dem Frosch, der in einem sich erhitzenden Wassertopf sitzt und angeblich nur darauf wartet gekocht zu werden und damit zu sterben.
Das ist nur eine Geschichte.
Der Frosch versucht zu entkommen.

















... in Fortsetzung ...

Mi

16

Aug

2017

Immer wieder Frösche und nicht nur in den Baumkronen

Auch Bedeutsamkeit mag erst im Auge des Betrachters entstehen

Eine
vielleicht nützliche Einleitung


Dies ist der dritte Teil einer Serie über seltsame Manifestationen oder manifestierte Phantome, wie immer man das auch
(nach dem Studium der vorherigen beiden Teile) beurteilen mag.

Im
ersten Teil wurde auf Veränderungen in der menschlichen Psyche, die gewandelte Wahrnehmung der vorgefundenen Realität, aber auch auf die unerwartete und überraschende, Entwicklung bisher scheinbar brachliegender (bzw. latenter) Fähigkeiten hingewiesen. Einige, der geschilderten Ereignisse, bewirkten, dem Anschein nach, nur momentane (oder zeitlich begrenzte) Veränderungen, andere hingegen schienen sogar das psychische Erleben lebenslang zu erweitern; und jeweils beeinflussten sie das eigene und das soziale Erleben und Geschehen. Im Hintergrund zeigten sich dabei oft traumatische Erlebnisse, aber auch wieder eine völlig unbeteiligte Unschuld (wenn so etwas überhaupt möglich ist). Ausgelöst wurde diese Begebenheiten, interessanterweise, größtenteils oft durch (so genannte) glückliche oder unglückliche Umstände, die, wie zu-fällig, auch gewalttätigen Charakter haben konnten; - nichtsdestotrotz damit irgendwie das weitere Schicksal der Betroffenen „formten“.

Im zweiten Teil fanden sich dann, neben wunderlichen Ansichten über Zahlensysteme, ebenfalls phantastische Ereignisse, die anscheinend „in gleicher oder ähnlicher Weise“ oft auch wieder durch traumatische „Erlebnisse“ ausgelöst wurden. Wir konnten auch sehen, dass Mathematik, um zu besonderen Ergebnissen zu gelangen, abgesprochene Grundlagen verwendet. Und zwar solche, die nicht im gesamten Universum Allgemeingültigkeit besitzen müssen. So schlau sie sich auch anhören mögen.

Es fanden sich auch Hinweise auf besondere“ Orte und auf bestimmte psychische (bzw. psychoaktive) Zustände, die sich bestenfalls noch mit (Massen-) Suggestionen oder Halluzinationen „erklären“ ließen .., würde man eine „rationale“ Erklärung anstreben.
Ich halte das für ein Vorgreifen, da sich
niemand über die Mechanismen im Klaren ist, die derartige Vorgänge auslösen. Ein solcher Vorgang (also die Präsentation einer doch eiligen Auslegung) ließe sich auch als Augenwischerei bezeichnen. - Oder schlimmer: als bewusste Täuschung!
Ich finde den Umgang mit jeder Art von 'Erklärungen' zugegebenerweise ... schwierig. Ich komme später noch einmal ausführlicher hierauf zurück.

Im zweiten Teil fanden sich auch weitere Indizien, die möglicherweise dafür argumentierten, dass der beobachtende Mensch (ob nun direkt betroffen oder nicht), also der Zeuge solcher Geschehnisse, sich mit einem (bisher ausgeblendetem) neuen Aspekt unserer Wirklichkeit konfrontiert sah: dem beabsichtigten/unbeabsichtigten „Spiel“ wildgewordener anormaler, vielleicht übersinnlicher Kräfte. - Kräfte, deren Realität und Ursprung womöglich allein in der unwirklichen Welt des Vermutbaren zu verorten scheint ... - Zumindest strikt von der, die Deutungshoheit beanspruchenden, als „Normalität“ herrschenden, Sichtweise mehr oder minder vollständig ausgeblendet wird.
Allerdings zumindest nur so lange die auftretenden Phänomene sich nicht vielleicht auch irgendwie als ein Medienereignis „ausschlachten“ lassen. - Und auch dann nur unter dem Beistand offiziell abgesegneter, psychologisch schubladengetreuer Gemeintäter, die im günstigsten Fall vielleicht gerade einmal über statistische Second-Hand Kenntnisse derartiger Erscheinungen verfügten und trotzdem meinten darüber formulieren und auch urteilen zu können.

Wir haben etwa über Gerichtsprozesse gehört oder fantasievolle „beruht auf Tatsachen“-Filme ...
Aber es fanden sich auch unabhängigere Zeugnisse.


Unsere, eine ganz andere oder eine erweiterte Wirklichkeit?

Wo-wer-auch-immer vermeint die Wirklichkeit derartiger Ereignisse
aus zweiter Hand ermitteln und bewerten zu können, - für die betroffenen Personen bilden sie (zeitlich begrenzt) einen „neuen“, bisher so nicht erlebten, Aspekt der Realität! Das gilt es zu berücksichtigen.

Was uns, als zusätzliche Beobachter, die Dinge in ein Vorher, ein Nachher und in den Zeitraum der „Heimsuchungen“ unterscheiden lässt.
Was jedoch ihren „Ursprung“ angeht, sind wir nicht nur auf menschliche Zeugnisse, bzw. fototechnisches Licht- oder Audiomaterial, angewiesen, sondern auch auf eigene oder fremde Spekulationen hierüber. - Diesen Umstand werde ich mir einen Augenblick selbstgefällig zunutze machen. Also noch einmal gefragt, was geschieht denn:
Wenn ein Baum im Wald umfällt, aber niemand da ist um das zu hören?

Der normalen Logik folgend gehen wir davon aus, dass der umstürzende Baum dabei ein Geräusch machte, gemacht haben „muss“ … Aber wirklich sicher“ können wir uns jedoch erst dann wähnen, wenn wir dafür auch ein Zeugnis (in welcher Form auch immer) auftreiben können ... So funktioniert es eben.
Dabei sollte es uns natürlich noch zu Bedenken geben inwieweit die gemachten Zeugnisse überhaupt vertrauensvoll und verwertbar sein können? Denn auch hier sind wir wieder nur auf Vermutungen oder Spekulationen, letztlich auf das Vertrauen der Quelle gegenüber, angewiesen.


Spekulationen, noch mehr Fragen und ein Haufen Klügelei

Wir „
wissen“, dass viele Dinge einem bestimmten Lauf zu folgen scheinen, - wenn sie dabei beobachtet werden. Mit dieser „Kenntnis“ bewaffnet lassen sich viele Geschehnisse einordnen, abgrenzen oder ausschließen. Außer sie „berühren“ Ereignisse, die der gängigen Logik mit der Unmittelbarkeit von Beziehungen außerhalb der erfassbaren (und meist sowieso nicht verifizierbaren) Vorfälle ihre Grenzen aufzeigt: Das Glück des folgenden Tages, nach dem zu-fälligen Fund eines vierblättrigen Kleeblattes, kann, beispielsweise, durch die (ebenso zu-fällig) günstige Entwicklung beeinflussbarer Umstände (außerhalb der eigenen Grenzziehungen) beschrieben werden. Und manchmal fallen die Würfel einfach „richtig“, nicht wahr?

Doch was hat bestimmte Dinge an diesem,
eben irgendwie „erfolgreichen“, Tag denn beeinflusst? Und was kann so eine Beeinflussung ausgelöst haben? Das „gefundene“ Kleeblatt?

Mal angenommen
man kam nun an eben diesem Tag an einem ganz bestimmten Geschäft vorbei, welches jedoch an eben diesem Tag „normalerweise“ geschlossen hat, nur um zu entdecken, dass sich nicht nur jemand Verantwortliches darin aufhält, sondern man vielleicht sogar dort das bisher nur „ersehnte Gut tatsächlich käuflich erlangen kann; was bisher ziemlich „unmöglich“ war, denn der Zeitpunkt des Aufenthaltes in diesem Teil der Stadt fiel bislang immer in eine (für den Erwerb der speziellen Sache) ungünstige Zeit ... Reines Glück, nicht wahr?
Doch um solche „Glücksmomente nun irgendwie zu beeinflussen, müssten die Dinge schon vor dem zu-fälligen Fund des Kleeblattes angestoßen worden sein. Und ebenso sicher war das auch nur ein höchst hypothetisches Beispiel – und doch kennt wohl jeder von uns solche „unglaublichen“ Momente.

„Nothing is like anything/everything else“

- Peter Hammill; White Dot


Und wie-auch-immer man zu solchen Momenten stehen mag, sie
geben dem (doch eigentlich belanglosen) Zu-fall ein weitere Eigenschaft, nämlich die der Bedeutsamkeit!
Eine solche Eigenschaft muss nicht zwangsläufig auch eine persönliche Komponente beinhalten, kann uns aber einen Hinweis auf die unsichtbaren (oder nicht beachteten) Verstrickungen einer möglicherweise fatalistischen, aber Natürlich gesetzmäßig geordneten und doch absolut chaotischen Realitäten unserer uns umgebenden Wirklichkeitsmuster oder Strukturen geben.
Etwas zu „
geben“ geschieht zumeist in einem Willensakt. Verwirrend? Das hat (auch) mit der Anwendung „unserer“ Sprache zu tun. Aber vielleicht auch nicht nur ...

Was ich damit ersichtlich zu machen versuche ist, dass die Suche nach dem Ursprung so mancher „Vorfälle“ wohl im Dunkel von Zeit und Raum zu finden sein mag. Unsere Unkenntnis um das Auftreten derartiger (und auch paranormaler) Erscheinungen (oder deren funktionale Gesetzmäßigkeiten) dürfte es uns schwer machen die „Bedeutung“ des niedergekommenen Augenblickes festzumachen. Weil wir eben nicht wissen wie es „funktioniert“.
Ist es nicht irgendwie auch fatalistisch alles mit dem Hinweis auf seinen mechanischen Charakter abzutun? Doch es finden sich allenthalben „
Experten“ für jeden Hinweis ...
Und noch einmal: Jedes Zeugnis wird von Menschen gemacht!


Auf der Suche nach festem Grund

Anscheinend sicher gab es Dinosaurier, die Eier legten. „
Wir“ haben solche gefunden.
Was nun vermutlich den Ursprung eines Huhns „erklären“ könnte. Aber wo ist dieser Moment fixiert? Wo und wann wurde aus einer Form eine andere Form? Und wie konnte sie als Übergang zu einer weiteren Form überleben? Letzteres ist eine Frage, die nicht den Funden (oder der Aufmerksamkeit) der heutigen Wissenschaft entspricht. Es ist wie mit der Behauptung, dass die Pyramiden Grabkammern seien, - denn noch niemals ist eine Zwischenform entdeckt worden!

Man könnte jetzt auch
über die möglicherweise geänderte Ernährung, der möglichen Partnerbindung zum Erhalt der neuen Form, der Möglichkeit als unfertige Form zu überleben oder die (daraus resultierende) Opferbereitschaft spekulieren. Und doch (sagt uns die Beobachtung) produziert die Natur allein zur Arterhaltung und Verbreitung immer massenhaft.
Verschwenderisch, so scheint es …
Zwischenformen sollten also ebenso massenhaft gefunden werden. -

Aber sie
existieren bestenfalls in den Sumerischen, den Ägyptischen oder den Griechischen Sagen und den meist schon vergessenen Geschichten anderer Völker, sie existierten in der Vorstellungswelt der „Alten“. Und diese Zwischenformen, … nun ja, die Sphinx oder die Zentauren sollten den meisten geläufig sein … Und das ist nichts was die „Wissenschaft als Hinweis interessieren würde. Es wurden zwar (in wirklichen Ägyptischen Gräbern) massenhaft tierische Knochen gefunden, aber die waren (seltsamerweise) mit anderen Arten vermischt. Zusätzlich waren sie bis zur Unkenntlichkeit geschreddert oder auf andere Art und Weise unkenntlich gemacht worden. Man könnte meinen, dass die an Wiedergeburt glaubenden Ägypter darin sichergehen wollten, dass diesen Lebewesen jedenfals ein solches niemals widerfährt
Reine Spekulation, aber ich glaube niemand hat das wirklich mal dahingehend untersucht.

Fakten hören nicht zu existieren auf, nur weil man sie ignoriert.“

- Aldous Huxley


Und entgegen allen wissenschaftlichen Behauptungen (der Darwin-Gläubigen), fanden sich bislang stets nur „fertige“ Formen. Zumindest unter den komplizierter gestalteten Lebensformen. -
So, als wenn das erste Huhn schon fertig als Huhn auf die Welt kam …
Natürlich wird das „
Schnabeltier“ jetzt gerne aus der Argumentationskiste gekramt, …, aber auch dieses Tier pflanzt sich nur unter Schnabeltieren fort und ändert (durch Reproduktion) nichts an seiner (in seiner evolutionären Nische erfolgreichen?) vorgefundenen Form.

Erwartungsgemäß (und wenig überzeugend) kramen die Evolutions-Jünger nun die Mikro- und die Makroevolution hervor, und ebenso erwartungsgemäß damit die ungeheuren Zeitspannen einer ebenso möglichen Veränderung oder einer schlussendlichen Mutation
Doch die Frage bleibt:
Wenn es denn so stattfand - wo sind all die „unfertigen“ Zwischenformen?
Bislang existieren sie
nirgendwo als Beweis einer Hundert Jahre alten Evolutions-Annahme.
Ebenso wenig wie eventuelle (
aber nach menschlicher Logik durchaus logische) Bindeglieder.

Da gibt es diese märchenhafte Geschichte von den riesigen Wasserreptilien, die aus unbekannten Gründen an Land „gingen“, um sich dann dort, wunderbarerweise, irgendwie in eine kleine „Spitzmaus“ zu „verwandeln“, und das auch nur um daraufhin wieder in das Wasser zurückzukehren, um dann heute (evolutionär gesprochen: schlussendlich) als gewaltiger heutiger Wal in den Ozeanen zu leben …
Das scheint jetzt fast zu einfach, oder? - Und diese Spitzmaus gilt dazu (im Umkreis der Gläubigen) sogar noch als gemeinsamer Vorfahre nahezu aller heutigen Säugetiere.


Bekenntnisse

Das,
was man findet, das, worüber man Zeugnis ablegt und das, was man letztlich daraus macht. Und zwar solange, bis irgendwann mal wieder etwas scheinbar Passenderes“ gefunden wird und eine neue Geschichte dazu gesponnen wird. Solange bis …
Aber jede dieser Geschichten wird uns als „absolut“ und begründet präsentiert, so, als spiegele sie tatsächlich die Objektivität aller Erscheinungen und zugestandener Logik zurück.

Absolut bemerkenswert scheint mir, an eben diesem Narrativ, dass man zwar viele komplette Arten findet, innerhalb dieser Geschichte, aber eben keine wirklichen Bindeglieder. Und trotzdem scheint sich niemand auch wirklich daran zu stören. Gute soziale Konditionierung eben.
Also wird auch nicht verifiziert oder grundsätzlich in Frage gestellt.

Übrigens, - woran die
Wissenserschaffer die obige Geschichte „festmachen“ ist, dass diese „Maus“ und ein heutiger Wal scheinbar den selben Knochen besitzen sollen. Die physischen Dimensionen werden jetzt mal einfach und schlicht, für den Erhalt dieser „Theorie“, ignoriert. Und, - diese Maus“ nutzte diesen speziellen Knochen halt in ihrer Mauskonstruktion und der Wal eben als Wal.

Aber da ist doch diese (für menschliche Augen) doch scheinbar so auffällige Ähnlichkeit dieser beiden Knochen, …, - das muss doch etwas bedeuten … - Und - muss es das wirklich?
Auch
das ist nur eine anthropomorphe Interpretation aufgrund eines Zeugnisses.


Auf was für Ähnlichkeiten würde ein außerirdischer Betrachter wohl schauen? Wonach würde der suchen, um Ähnlichkeiten festzumachen?

Vom äußeren Eindruck einmal abgesehen, - wissen
manche Forscher anscheinend tatsächlich nicht, dass wir (wohl) alle von einem Planeten stammen (zumindest hier geboren wurden und uns in und zu diesen äußeren Formen entwickelt haben) und der Ideen-Topf der Natur oft nicht nur zu einer doppelten oder dreifachen Verwendung der gleichen scheinbaren Form benutzt wurde?
Oder sie blenden diesen Fakt einfach aus? -

Und selbst die Ideen-Ressourcen der (irdischen) Natur mögen irgendwann einmal erschöpft sein. - Zumindest unter immer wieder kehrenden Bedingungen in den schon abgesteckten Territorien; wobei die Natur so etwas (vermutlich) nicht einmal als Wiederholungen wahrnimmt, sondern schlicht die Programme der Formenvielfalt nutzt und munter weiter drauflos produziert.

Und das kann dann wohl ebenso auch für die Farbgestaltung, die Oberflächenbeschichtung, die Verhaltensmuster oder die Genetischen Strukturen gelten, die scheinbar „allem“ auf diesem Planeten zugrunde liegen. Damit ist auch (oder gerade) die organische Schicht unseres Planeten gemeint, von der wir, zugehörig, nur einen relativ kleinen Teil ausmachen. (1)


Whatever next? They will be telling us the Moon Landings were real?!?

Im Gegensatz dazu ist die „
Evolutionstheorie“ (mit all ihren Prinzipien und Einschränkungen) aber immerhin doch von einem Menschen erdacht worden (!), der glaubte damit den „Schlüssel“ für die Veränderung (NICHT den Ursprung! - aber vielleicht glaubte er DAS auch?) der vorgefundenen Arten „gefunden“ zu haben. Was für ein „Glück“, nicht wahr? …

In dieser Zeit gab es in den verschiedensten Wissenschaftsabzweigungen eifrige Goldsucher auf den Spuren des Absoluten. Zumindest, was man sich damals so darunter vorgestellt hat. Nur wenige sind dabei auch tatsächlich fündig geworden. Und manche auf „seltsame“ und höchst hinterfragenswürdige Art und Weise: Die Struktur des DNS-Codes (die Doppel-Helix) wurde, beispielsweise, erst unter LSD-Einfluss „erkannt“. Und das Atom-Modell ist dem „Entdecker“ in einem Traum erschienen. Die Reihe ließe sich sich fast unendlich fortsetzen.
Ähnliche Erscheinungen sind
auch aus der Religion bekannt, führten sogar zur Bildung der heute größten Kirche (In diesem Zeichen wirst du siegen) ...
Worin genau denn unterscheiden sich solcherart gemachte "Offenbarungen" von (vieleicht ebenso manipulierten?) "Eingebungen" ... ? Ich glaube bisher kommt niemand auf die Idee die Quellen für jede Art von erlebter Inspiration einmal genauer zu untersuchen. Ich vermute, dieses Feld wird weitestgehend der "Philosophie" überlassen, mit der Annahme, dass der Urheber dafür ganz bestimmt in unserem eigenen Hirn zu vermuten ist ... Und? - Ist er das wirklich? Wir wissen auch das nicht. - Wir können auch hier wieder nur spekulieren ... Aber zurück.

Andere Suchen hingegen liefen ins völlige Leere oder genießen Heutzutage eine Art Scheinexistenz, auch aufgrund ihrer ständigen Reklame (auch in Schulen) für Fördergelder und na klar der finanzkräftigen Lobby, die sich für einen beträchtlichen Teil der schon fast überall wahrgenommenen Korruption verantwortlich zeichnen kann.
So etwas wird dann gern als „Wettbewerb“ bezeichnet. Und frei genannt
Und genügend Leute fallen darauf rein!
Genug jedenfalls, um diese Machtstrukturen weiter zu unterstützen.


Mit der „empirischen menschlichen Logik und der verzweifelten Suche nach Zusammenhängen jedoch scheint es (wie schon im letzten Teil ausführlich angemerkt) nicht so wirklich zu klappen: Doch falls an einigen Punkten die Präzision (bzw. die Vorhersage) auffällig abweicht, muss diese eben der Verallgemeinerung weichen. - Wenn es denn der besonderen, der unterstützten und deshalb hervorgehobenen Theorie dienlich sein mag, und vice versa.
Man könnte sich jetzt fragen, warum denn wohl bei „Empire“ und „empirisch“ der gleiche Wortstamm zugrunde gelegt wurde, obwohl „Empirie“ doch nur auf den geistigen Schatz der Erfahrungen deutet?

Vielleicht auch deshalb wirken so viele „Erklärungen“ so künstlich kreiert und unfertig? Und das sind sie auch, wie uns eine Wissenschaft aus dem Jahr 3000 eindringlich klarmachen würde. Jedoch ist damit sicher auch noch nicht das endgültige Ende erreicht worden. - Dann kommt nämlich noch die Wissenschaft des Jahres 4000 und so weiter und so fort ...

Doch, wie-auch-immer …
wer weiß denn schon ob wir alle nicht (und alles und immer!) nur Zwischenformen auf dem Weg von irgendwo nach irgendwann sind? - Ich zumindest möchte das nicht bestreiten.

Aber ich persönlich glaube bis Heute nicht, dass unsere Vorfahren Affen gewesen sein sollen, so nett das auch in einigen Ohren klingen mag. Es spricht auch vieles gegen diese Annahme.
Eins davon ist die Existenz der heutigen Affen.
Und s
chaut man dann noch in die Vermächtnisse der „Alten“, so erklingen dort ganz andere Töne aus dem Nebel des Vergangenen. Und vielleicht sind es auch nicht nur fantasievolle und phantastische Kindergeschichten“? Immerhin überliefern einige dieser Erzählungen uns sogar einen Grund, weshalb es Menschen (in dieser Form) auf diesem Planeten überhaupt gibt.

Eines Tages werden wir vielleicht sogar das Ausblenden, die Dummheit oder auch die aufgesetzte Arroganz messen können.
Doch manchmal sind Geschichten eben nur Geschichten.
Diesen Schuh kann sich nun jeder anziehen


Why is it that the so called "experts" state that there were no advanced civilizations before 5000 BC when evidence is discovered to support there was?

Was aber
hat das jetzt mit dem eigentlichen Thema, den „übernatürlichen“ Erscheinungen, Geschehnissen und den manifestierten Phantomen zu tun? Nun, abgesehen von dem Zweifel, den derartige Interpretationen und die optierten Vorkommnisse begleiten, kommt auch die (beobachtbare) Tatsache, dass alles im Laufe der Zeit nur als eine temporäre Erscheinung ausgemacht werden kann.
Und viele der bisher geschilderten (übernatürlichen) Begebenheiten scheinen auch irgendwie auffällig „unfertig zu sein. -

Aber damit wollte ich auch auf einen anderen Aspekt von Zeugnissen und deren Einordnungen hinweisen: Den von Interessen gestützten Betrug! Was ich kurz erläutern möchte:

Als einprägsames Beispiel
für einen solchen Betrug kann uns hier der „Piltdown Man“ dienen, der verknüpft ist mit so großen“ wissenschaftlichen Namen, wie Charles Dawson, Teilhard de Chardin, Julian Huxley (der Bruder von Aldous), u.a.

Und natürlich war
auch diese „Entdeckung“ eng verbunden mit den ideologischen Ansichten der dabei beteiligten Verschwörer. Chardin etwa hoffte so, die (von ihn unterstützte) Dawin'sche Evolutionstheorie mit der (offensichtlich widersprüchlichen) Kirchlichen Anschauung zu befrieden. Huxley hatte da ganz andere Dinge im Kopf, was vermutlich auch etwas mit den Machenschaften seines Vaters zu tun haben könnte. Zumindest boten Huxley Juniors Ideen einen ähnlichen Nährboden für rassistische Handlanger, wie gewisse Ansichten, die im angehenden 20. Jahrhundert sehr populär waren, und einen hohen Blutzoll einforderten. Und was „festgeschriebene“ Geschichte angeht, erfahren wir auch nicht alles in unseren Schulen. Und das sicher auch nicht grundlos ...

Doch wo beginnt nun der Betrug? Vielleicht schon allein in einer Behauptung, die sich auf (aus der Zeit herausgegriffene) Indizien (also: flüchtige Beweise) stützt? Oder erst in einer auf bestimmte Zeugnisse folgenden Erklärung bestimmter Spielarten von vermeintlich gesehenen Zusammenhängen?


Ein Zwischenspiel: Antworten machen dich unfrei, Fragen belasten die anderen!" (2)
Doch was ist diese Wirklichkeit" denn? Ist sie objektiv zu erfassen? Oder besteht sie gänzlich nur aus subjektiven Erscheinungen? Vielleicht ist sie ja tatsächlich so, wie sie uns in den MSM oder in augenscheinlich klug gemachten TV-Sendungen präsentiert wird?
Ich vermute jeder würde diese letzte Frage mit gewisse Einschränkungen (für die meist auch nur Second-Hand
Beweise" vorliegen) verneinen. Was soll das alles" denn ansonsten auch?

Was würde beispielsweise denn passieren, wenn (jetzt mal politisch gedacht) Kiew damit aufhören würde den Donbass und die verbündeten Stadtstaaten anzugreifen? - Der
Krieg" (von dem "unsere Leitmedien" schwadronieren) wäre damit sofort beendet! Komisch oder?
Was wird uns darüber in den MSM erzählt? Wer ist nochmal der wirkliche Aggressor?
Und bislang werden auch immer noch bestimmte Kräfte, die dort immer noch aktiv sind, fast gänzlich (für den Zuschauer, Zuhörer, Leser) ausgeblendet oder wissentlich verschwiegen! - Das lässt an Willkür senken ...
Aber kein Thema für die MSM, denn da ist anscheinend noch das offiziell scheinbar gewünschte Narrativ; und die USA liefern dann auch noch ein wenig Munition für ... ja, für WAS eigentlich?!? Um Bruder (Schwestern) Kriege zu schüren? Für die Schwarze Erde oder andere Resourcen? Für
strategische" Positionen? Ja, dürfen die denn sowas überhaupt? Wer hat sie dazu legitimiert? Doch wen interessiert das schon, und das seit Jahrzehnten ...
Oder, wenn die ungewolt (?)
geschleusten" Afrikaner damit mal aufhörten sich selber in Seenot zu begeben?
Ist dann nicht jede
Rettung" ein eigentlich abgekartetes Spiel? Was sagt die Asyl Industrie dazu?
Warum scheinen Menschenrechte immer  nur für eine Seite zu gelten?
Oder Russland hat angeblich doch die Wahl in den USA gehackt, dabei aber wohl gleichzeitig die "Foundation" der "Pay for Play"-Gegnerin des heutigen US-Präsidenten mit Millionen von Dollars gesponsert; - mit welchem zu erwarteten Ergebnis noch gleich?
Oder die unumstrittene Tatsache, dass unser Planet (auch ohne die Einwirkung von Menschen) alle Tausend Jahre (oder so) mal wärmer oder kälter wird. Warum gab es noch den Namen
Grönland"? Aber Heute ist ja alles ganz, ganz anders, nicht wahr. Wir müssen da nur den CO2-Zertifikat Verkäufern zuhören ...
Oder ist da jeder Zusammenhang nur keiert? Falls ja, zu welchem Zweck denn?
Ist die Erde ein in sich geschlossenes System? Sicherlich nicht.
Doch man sagt, dass es das jetzt vorhandene Wasser schon seit Äonen auf diesem Planeten gibt.
Die Wissenschaft (oder genauer – Teile von ihr) behaupten, dass dass das heutige Wasser schon von den Dinosauriern getrunken und ausgeschieden wurde. Man spricht sogar von einer Intelligenz des Wassers oder nennt es einen Informationsträger. Vielleicht alles richtig. Vielleicht auch nicht. Oder vielleicht nicht so.
Doch
wo war das ganze Wasser denn eigentlich, das uns heute, durch die Erwärmung, das Schmelzen der Polkappen und das Steigen der Meere, angeblich bedroht, vor Tausend Jahren?
In der Zeit, in der die Wikinger Grönland besiedelten …
Gab es damals die Niederlande und andere Länder, die unter oder auf dem Meeresspiegel liegen etwa gar nicht?
Oder warum müssen bestimmte Dinge immer nur auf bestimmte Weise ausgelegt werden?
Scheinbar gibt es da doch genug Spielräume …
Ich glaube ernsthaft, dass neben den ganzen subjektiven Narrativen und Computersimulationen tatsächlich etwas existiert, dass sich (ohne irgendeine Deutung!) als objektive Wirklichkeit bezeichnen lässt. Das ist das – was wirklich passiert!
Und dann kommt völlig unschuldig der
Bundestrojaner" daher und versucht sich im Ozean der Meinungen als Rettungsschwimmer" zu postulieren. Oh, nicht? Kein Retter? - Ein Anker?
Beliebt auch der Konflikt" zwischen Alt-Rechts und Ctrl-Links .. Oder ist doch beides alt?.
Oder überhaupt das Konfliktpotential zwischen angeblich verfeindeten Lagern.
Und alle wollen doch immer nur
das Beste" für Menschheit und Planet? Und jeder es besser.
Nicht anders. Besser! Welcher Einfallsreichtum ...
Man könnte auch durchaus einmal darüber nachdenken, ob da nicht jemand von profitiert, die Seiten (meist sogar öffentlich) so gegeneinander auszuspielen. (?)


Es gäbe, gerade heutzutage, noch eine Menge solcher, doch fragwürdiger,
Erscheinungen" zu beobachten. (3)
Und man kann es drehen und wenden wie man will:


"Wenn "Verantwortung" gleichbedeutend mit "Haftung" wäre, gäbe es kaum einen Politiker auf dieser Welt. Deshalb wurde auch der irreführende Begriff "politische Verantwortung" kreiert."

Doch das ist hier kein politischer Text, auch wenn manche Zusammenhänge (von verschiedenen Spielarten der Manipulation in Wissenschaft, wie in der Politik) scheinbar unübersehbar sind. Manche der Narrative werden scheinbar auf
Teufel-komm-raus!" unterstützt, was noch zu (bislang) unabsehbaren Folgen führen wird.

Und müssen also Dinge so wahrgenommen werden, wie das derzeit
vorherrschende" Diktat der Meinungen (das Dogma, die Doktrin, das unterstützte Narrativ, etc.) es uns weismachen will? Sicher nicht.
Oder gibt es so eine Manipulation gar nicht? Alles nur Humbug oder noch Dämlicheres?
Warum dann werden bestimmte Alternativen zumeist ausgeblendet oder einfach übergangen?
Vielleicht nur weil bestimmte Dinge eben so zu sein haben wie „man sie haben will?
Oder weil es oft bequemer erscheint; weil man die Dinge eben so kennt?

Wie unabhängig sind von der Industrie (und Interessenverbänden) bezahlte Wissenschaftler?

Doch, wie-auch-immer:

Man sollte jedenfals versuchen auch hier immer skeptisch zu bleiben, und auch nach der möglich zugrunde liegenden Absicht der Mitwirkenden zu schauen. (!!!)
Ende des Zwischenspiels und jetzt bloß keine Störung verursachen, denn ...


Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom (und treiben meist auch nur an der Oberfläche)

Unsicherheit scheint das wesentlichste Merkmal der angenommenen Sicherheit zu sein. -
Gerade im Dunstkreis von wissenschaftlich in Zweifeln gezogenen Phänomenen.
Aber,
das ignoriere ich jetzt auch mal einfach, und wende mich stattdessen völlig spekulativ den Phantomen und damit wieder dem Problem des Ursächlichkeit mancher, der beobachteten (oder erlebten) Phänomene zu:

So scheinen wir, in den wenigsten Fällen bestimmte Erscheinungen absolut sicher bestimmten Auslösern zuordnen zu können. Während in einigen Fällen die Ereignisse in alten Häusern „spielten, wo die Phantome sogar an den Ort „gebunden“ zu sein schienen, wurden sie in anderen Fällen wohl eher durch die menschliche Komponente (oft verbunden mit einem vorausgegangenen traumatischen Geschehen) erst ausgelöst. Sogar Ortswechsel waren den Betroffenen nun zum Teil möglich. Auch schien es manchmal einfach der falsche Ort zur falschen Zeit zu sein. Doch der direkte Urheber dieser (oft eskalierenden) Phänomene bleibt im Dunkeln. Das einzige Verbindungsglied in all diesen Ereignissen ist und bleibt der Mensch! -
Als Betroffener oder als Beteiligter, sowie als außenstehender Zeuge.


Manche der Vorfälle wirkten wie zentriert um einen (oder mehrere, zumeist jüngere) Menschen.
Junge Menschen
nun, bis zur körperlichen Reife, bieten für eine etwaige Beeinflussung (von was-oder-wem-auch-immer) oft die besten Voraussetzungen: Die gesellschaftliche Hypnose ist in ihnen noch nicht verfestigt, hrend diese in älteren Menschen hingegen zumeist schon (gewissermaßen) wie ein Schutzwall gegen jedwege Art unbekannter und verfremdender Ansprüche funktioniert.
Dazu kommt die Gesellschaftlich erzogene (zumeist westliche) Zentrierung auf die eigene Person, die gezielte Ablenkung und die (gewünschte?) Unachtsamkeit, sowie das Heraushalten, bestimmten Geschehnissen gegenüber.

Jegliche Verifizierbarkeit der gesellschaftlichen Behauptungen und Erscheinungen geht auch mit den Glaubensvorstellungen der beinhaltenden Kultur konform. - Und wird über weitere Behauptungen gelehrt. - Siehe hierzu: Der hypnotisierte Hypnotiseur

Die womöglich gesunde Ungewissheit der Jüngeren gegenüber der Gewissheit“ der sie umgebenden „Welt, und gegenüber den bestimmenden sozialen Strukturen, sowie dem Deutungsanspruch der jeweiligen Kultur, in die sie (vielleicht nur) zu-fällig hinein geboren wurden ...
Vieles ist
für junge Menschen noch „offen“ und weniges ist wirklich erprobt und verstanden.


Wie ein Frosch im heißen Wasser

Die Gefühle, Gedanken und Empfindungen junger Menschen sind, im Gegensatz von Langzeitrezipienten dieser Einflüsse, noch in kaum eine „Schablone“ gepresst worden, um, beispielsweise, die totale gesellschaftliche Anpassung zu erzwingen. Und wenn doch, verfügen junge Menschen meist auch über eine gute Portion Widerstand gegen „Gebote“, soziale Konzessionen und weit verbreitete „allgemein gültige Lehrmeinungen.

Ein Widerstand, der vielleicht
schon bald der Konformität weichen muss, wenn die „Abenteuer“ des Lebens sich auf den Feierabend, die Wochenenden und den jährlichen Urlaub reduzieren werden. Gerade die Fantasie (und die sich daraus ergebenen Möglichkeiten) bietet sich wie ein Einfallstor jeglichen Vorstellungen (aber leider auch interessensgesteuerten Einflüssen) an …

Obwohl die heutige Politik (
und damit die diese unterstützende Gesellschaft) eine Menge tut, um dieser Unschuld einen Riegel vorzuschieben: Technische Geräte, frühsexuelle Erfahrungen und andere Abhängigkeiten bieten wiederum der finanziellen Unmoral einen schier unerschöpflichen Vorrat an fantasielosen Ablenkungen und Beschränkungen. Doch das ist ein anderes Thema für eine vielleicht andere Zeit.

Durch die Hinführung an eine konforme Wirklichkeit und deren künstliche Wichtigkeiten könnten aber viele paranormale Talente damit auch einfach schon im Absatz vernichtet werden. - Oder die Chance zu ihrer Entwicklung, durch die unfreiwillige Annahme einer künstlich produzierten Kontinuität, drastisch einschränken …

Doch
wie wir lernen konnten widersetzt sich das Phänomenale und „Übersinnliche“ immer wieder dem fantasielosen, theoretisch indoktrinierten wissenschaftlichen Beschauer!
Aber was ist
dahingehend schon wirklich wünschenswert? -
Auch im Hinblick auf eine scheinbar „funktionierende“ Gesellschaft.
Wir sollten skeptisch bleiben.

Vielleicht zum Glück (und ebenso velleicht - im Namen eines Vierblättrigen Kleeblattes gesprochen) werden jedoch manche der Phänomene von Menschen aller Altersgruppen wahrgenommen, auch wenn sie im Beisein von Kindern und Jugendlichen vermehrt aufzutreten scheinen
Und was uns hier generell interessiert sind die eigentlichen Vorkommen.

Und einmal „ausgelöst“ scheinen sich manche der Phänomene auch noch zu verändern, sich sogar noch zu entwickeln - oft bis zu einer bedauerlichen Eskalation der Geschehnisse. Es scheint so, als würden sie von einer psychischen Energie der beteiligten Menschen, wie auch dem Ort des Geschehens, irgendwie gefüttert oder genährt werden.

Die Nativen Bewohner der heutigen VSA sprachen von
Orten, wo die Geister ihrer Vorfahren wohnten. Viele Paranormale Berichte, Europäischen Sagen und Fabeln erzählen von Spukgeschehen auf Friedhöfen (Plätzen ihrer Verstorbenen), aber auch von einsamen gespenstischen Orten ...
Immer wieder auch finden sich auch in den Erzählungen heilige Stellen und das Sakrileg der Entweihung. Aber auch gewaltsames, vergangenes Treiben, was die möglicherweise unbefriedeten Seelen nicht loslassen kann, wie immer das auch zu verstehen ist …


Ausgesuchte Ankerplätze an den Gestaden der Zeit

Worum mag es sich dabei tatsächlich handeln? Um eine besondere Qualität von Gedanken, Gefühlen und Empfindungen? Sind es gar natürliche Energien, die sich stets von den Fantasien der Menschen nährten und weiterhin ernähren? Oder eher willentlich gebündelte und kanalisierte Energien, wie wir sie bei Gebeten, exklusiven Wünschen oder besonderen Formen der Hingabe vermuten können? Oder handelt es sich doch um unbefriedete Erlebnisse, die über Jahrhunderte bestimmten Energien als eine Art Anker dienen? - Eine Vorstellung, die oft über Geistergeschichten transportiert wird: Emanationen, die noch Jahrhunderte später irgendwie einen Eingang in „ausgesuchte (oder für ein solches Erlebnis irgendwie bereite) Gemüter finden, um dort (und damit!) ihr gespenstisches Treiben veranstalten zu können.

Aber auch wenn es sich vielleicht nur um Auswirkungen unserer eigenen Psyche handeln sollte, sind solche Fragen keineswegs irrelevant, denn die Erscheinungen berühren auch die Wahrnehmung außenstehender Personen ….

Interessanterweise gelingt es mancher Erscheinung dabei oft eine erstaunliche Auswahl von Formen oder Personen zu produzieren, manchmal damit auch Brücken in eine (oft unbekanntere) Vergangenheit zu schlagen. Um dann jede Rolle zu spielen, derer sie (an diesem Ort? Zu dieser Zeit?) habhaft werden kann. -
So scheinen
einige fast vergessene Geschichten und Personen der Vergangenheit, für wenigstens einer kurze Zeitspanne, eben dadurch dem allgemeinen Vergessen zu entgehen. - Auch wenn sich eigentlich niemand wirklich an sie erinnert


Doch ein Anker muss auch befestigt werden

Was auch immer dahinter steckt, - es benötigt offenkundig Menschen zur Umsetzung (oder Manifestation) des oft (für uns weitgehend) unverständlichen Geschehens. Wobei anfangs der betroffene Mensch eventuell nur als ein Rezipient zur Energieumwandlung benötigt wird; als eine Art Energie-übersetzender Generator oder Transformator; später jedoch auch als Akteur, als Zeuge oder sogar als Opfer.

Sind diese Kräfte (worin immer sie nun begründet sind) intelligent, in dem Sinne wie wir Intelligenz verstehen können, als unabhängige Entitäten, die (auf eine ihnen allein eigene Art und Weise) vernünftig und verständig zu handeln fähig sind? Die Wissenschaft verneint so etwas - also wäre es denn überhaupt möglich?
Oder sind es im Gegenteil eher (
sozusagen) paranormale Tretminen, die an den verschiedensten Orten „schlummern“, um bei erfolgreichem Kontakt zu „erwachen“ und mit der Hilfe menschlicher Medien zu eskalieren?
Und weshalb finden solche Ereignisse überhaupt statt? Was löst diese angenommenen Kräfte ursprünglich aus?
Fragen, über deren Beantwortung wir auch nur wieder spekulieren können.

Jede Berührung
mit solchen Themen kann an sich schon eine Täuschung sein.
Aber solche Fragen geben uns vielleicht einen Eindruck, mit was wir es hier zu tun haben könnten ...

Ein weiterer interessanter Punkt bei diesen Phänomenen ist der Umgang mit
angeblich gesicherten physikalischen Gesetzen. Beispielsweise, wenn Gegenstände sich durch geschlossene Fenster bewegen oder Dinge von der Zimmerdecke „regnen“. Oder wenn Dinge, bei Beachtung, plötzlich Feuer „fingen“ ...

Wofür werden, mit Informationen überfütterte, aber irgendwie doch immer bedeutungsloser gemachte, Menschen mit diesen scheinbar unerklärlichen Bedeutsamkeiten konfrontiert? Ist es ein Ausgleich? Oder gar eine Hilfestellung? Ein Überlebensinstinkt? Oder ein Hinweis?
Aber diese Ereignisse geschahen auch schon in Zeiten, wo der Mensch noch nicht so belanglos der Welt gegenüber stand. - Sie sind also kein spezielles Merkmal der Psyche eines heutigen, „zivilisatorisch bearbeiteten“ Menschen.
Und diese Ereignisse zeichnen sich aber durch eine fast gänzliche „Unkontrollierbarkeit“ aus.

Also, falls es sie gibt, sind diese Kräfte dem Menschen an sich gegenüber wohlgesonnen oder stehen sie ihm eher gleichgültig oder sogar feindlich gegenüber? Wenn sie einerseits unkontrollierbar sind, andererseits aber doch irgendwie existieren, wirft das zwangsläufig die Frage auf: Sind wir denn mehr als nur Nutzvieh“ für derartige Emanationen? - Ob von „Außen“ produziert, oder von uns selbst?

Und wenn wir die Urheber sind, handelt es sich dabei möglicherweise um bislang ungenutzte und vielleicht sogar schöpferische Kräfte, die bei derartigen gefühls- und fantasiebelasteten Situationen manchmal einfach ausrasten bzw. sich zu manifestieren suchen? Das mag nicht auf alle geschilderten Ereignisse zutreffen. - Und doch ähneln sich die beobachtbaren Phänomene und ihre Beschreibungen weltweit.

Schildern die Zeugnisse solcher Geschehnisse zum Teil vielleicht (oft gewalttätige) Ausdrucksformen unserer (im sozialen Leben) nicht-beachteten Fantasien, die anderweitig nicht ausgelebt werden können?

Doch warum richten sich dann manche der Phänomene auch gegen ihre ihre möglichen Verursacher oder Medien? Handelt sich dabei vielleicht einfach um latente Kräfte, deren Beherrschung wir schon lange verloren glaubten, - so lange, bis wir ihre Nutzung (und ihre Existenz) schließlich vergessen haben.

Darauf könnte die „Unkontrollierbarkeit“ hindeuten.

Aber vielleicht
sind es ja doch NUR psychische Täuschungen, Halluzinationen und Suggestionen?
Oder gelogen, aus welchen Gründen auch immer? Dagegen sprechen allerdings die gesellschaftlichen Konsequezen, die unabhängigeren Zeugen solcher Vorfälle und die Ablehnung, die diesen Phänomenen schon seit der Kindheit zuteil wird.

Wir wissen
das alles nicht! Wir können tatsächlich nur spekulieren ...!
Und skeptisch beobachten:

Greta Alexander aus Illinois, USA, verstarb 1998 mit 66 Jahren. Sie war Jahre vorher von einem Blitz getroffen worden. Dieses Erlebnis entwickelte scheinbar paranormale (psychische) Fähigkeiten in ihr. Sie wurde bekannt, als sie der Polizei dabei half vermisste Personen erfolgreich aufzufinden. Nach ihren eigenen Angaben konnte sie Ereignisse verfolgen, die 100 Meilen (ca. 160 km) entfernt geschahen. Auch vermochte sie einige Geschehnisse in der Vergangenheit und in der Zukunft verfolgen.

- AP


Eine hölzerne Maria-Statue „überlebte“ den ansonsten vollständigen Brand der Corpus Christi Kirche in Limerick, Irland. Heutzutage kann die Statue als 'schwarze Madonna von Moyross', geschützt in einem Glaskasten, besichtigt werden.

- Ireland on Sunday


„Unerklärliche Ereignisse sind nur das – unerklärlich – und in ihrer Natur auch nicht um jeden Preis paranormal.“

- The Anomalist


Warum Hochtemperatur-Supraleiter funktionieren, wissen wir selbst nicht.”

- Johannes Georg Bednorz, deutscher Physiker erhielt 1987 den Nobelpreis für Physik



Etwas ist auf jeden Fall solange unerklärt, bis es irgendwann erklärt ist.
Welchen Wert einige heutige Erklärungen tatsächlich haben, werden spätere Generationen zu überdenken haben. Auch den Kontext, in dem sie gemacht wurden.


Schauen Sie, wofür die zivilisierte Menschheit unserer Tage ihre Zeit und ihre Möglichkeiten aufwendet, und Sie sehen, dass sie nichts anderes verdient, als sie hat.“

- G.I. Gurdjieff


Was unsere Interpretationen angeht, so halte ich sie freilich auch selbst eher für Vorschläge, für ein unsicheres Tasten und vor allem für Denkanstöße.

- Charles Fort

 

Vieles, dass wir oftmals als selbstverständlich lernen, - hinnehmen, annehmen und weitergeben, scheint zwar im Lauf der Jahrhunderte irgendwie erfolgreich hingebogen, reduziert, spezialisiert, verallgemeinert, mechanisiert und automatisiert geworden zu sein, nichtsdestotrotz lässt mich die Ähnlichkeit der beschriebenen Phänomene und die Zeugnisse der erlebten Erfahrungen darüber tatsächlich an ein gemeinsames menschliches Potential denken …



Wenn der Weise auf den Mond zeigt, dann sieht der Narr nur den Finger

Bedeutet der Himmel vielleicht doch irgendetwas?

Da ich, im Rahmen dieser Texte, oft schon auf persönliche Erinnerungen, Erlebnisse und Stellungnahmen zugegriffen habe, folgt hier eine weitere autobiographische Geschichte.
Diese bewegt sich an der Grenze zu einer möglichen Täuschung. Aber diese Täuschung nahm eine beachtliche Zeit für sich in Anspruch und der Raum, den sie einnahm, war von mir auch nicht freiwillig gewählt worden Weiter existiert weder ein physikalischer „Beweis“ für mein folgendes Erlebnis, noch die zugesprochene Möglichkeit, dass es „auf irgendeine reale Art und Weise auch tatsächlich „wahr“ sein könnte. Das Erlebte, oder die Geschichte, existierte“ bislang lediglich in meiner Erinnerung ...
Ist sie lediglich“ eine Projektion meiner Fantasie? Falls ja, zu welchem Zweck?
Aber
lest selbst und bildet euch eine eigene Meinung darüber:

Es
geschah um das Jahr 2000. Ich habe in dieser Zeit noch in Hamburg gewohnt. In dem Außenbezirk Fuhlsbüttel, um genauer zu sein. Hamburg verfügt zwar über eine recht beachtliche Infrastruktur, ich habe trotzdem vieles einfacher mit dem Fahrrad erledigt. Oft war etwa der Weg aus der Innenstadt mit dem Fahrrad schneller und leichter zu bewältigen als der mit Bahn, Bus und Wartezeiten. Speziell nachts.
Sicher gab es auch Autos. Aber ich mag Autos nicht sonderlich.

Ich war
an diesem Tag mit dem Fahrrad in Eppendorf gewesen, wo ich dann den Abend mit einem Freund verbrachte. Da ich am nächsten Tag arbeiten musste (meine Firma war auch in Fuhlsbüttel) machte ich mich irgendwann spät auf, um nicht noch die ganze Nacht zu vertrödeln. So nett es auch war.
Also
fuhr ich los.

Und natürlich benutzte ich auch so gut es ging den Alsterwanderweg, fernab der Autos, aber manchmal muss man zwangsläufig wieder zurück auf die mit Autos befahrenen Straße wechseln. Doch Nachts sind hier kaum Autos unterwegs. Der Weg nach Fuhlsbüttel führt durch Alsterdorf.
Und auf diesem Weg geschah
dann etwas Seltsames … -

Ich radelte auf der
Bebelallee durch Alsterdorf, als ich in der Höhe Alsterdorfer Straße plötzlich das dringende Gefühl“ bekam, es wäre absolut „nötig jetzt und hier anzuhalten …
Dieser „Ruf“ kam von einem älteren Haus, auf der linken Straßenseite, dass, wie die meisten Häuser in dieser Gegend von einem Zaun und wenigen Metern Garten, mit einer Menge hoher Bäume, umgeben war. Mittlerweile war es sicherlich auch schon nach Mitternacht und es gab für mich keinen vernünftigen Grund gerade hier und jetzt anzuhalten. -
Doch d
ieses keinen Aufschub duldende Gefühl“ zog mich zu eben diesem Haus hin ...

Ich kämpfte einen Augenblick mit dieser Vorstellung, denn der nächste Morgen war auch dringlich, aber endlich blieb ich dann (auch neugierig) vor der Einfahrt des Hauses stehen.
Von hier hatte ich einen guten Blick auf den Hinterhof des Hauses. Auf der linken Seite vom Haus befand sich eine Garage, die
geschlossen war. Davor ein kleiner Platz, eine kleine Steintreppe, die vermutlich zur Küche des Hauses führte. Zumindest ein kleinerer Hinterausgang. Der offizielle Eingang war von meiner Position nicht zu sehen. Das Haus hatte zwei Stockwerke, einen Keller und einen Boden. Wie alt das Haus war vermag ich nicht zu schätzen, aber es war eines dieser Villen-Häuser, die man oft in der Nähe der Alster, aber auch vermehrt außerhalb von Hamburg, finden kann.

Es war kein Licht zu sehen.
Das Haus selber war, umgeben von großen Tannen, im typischen „Hamburg-Stil“ mit rotem Backstein erbaut worden. Dieser Backstein wird seit Jahrhunderten von Hamburg importiert und verbaut. Speziell in den 1920er Jahren gab es eine erneute Renaissance dieses Baumaterials, bei dem sich eine Menge Architekten und Künstler beim Bau verschiedenster Gebäude austoben konnten. Doch jetzt und hier verstärkte der rote Backstein nur den Schatten und den Eindruck von Dunkelheit.

Ich stand bestimmt 5 Minuten verwirrt da und starrte auf das Haus und fragte mich,
was mich eigentlich dazu gebracht hatte mitten in der Nacht vor einem wildfremden Haus herumzulungern.
Und dann, als mein Blick zurück zur Treppe kam, „
geschah“ etwas …
Und was nun geschah war in keinster Weise unheimlich oder irgendwie erschreckend, es war … überraschend und plötzlich. - Es kam einfach völlig unerwartet ...

Zuerst sah ich Schatten,
wie Kinder, die Treppe hoch huschen und gleich darauf wieder hinunter. Ich konnte anfangs keine klaren Konturen ausmachen. Aber die Tür wurde sichtbar geöffnet und sofort schon wieder geschlossen. Das „Geschehen wirkte anfangs noch abwegig komisch“ und irgendwie auch „falsch“ auf mich. Und Alles geschah in einer beachtlichen Geschwindigkeit.
Immer mehr Schattenmenschen bewegten sich nun auf der kleinen Treppe, aber auch im Garten. Dann „sah“ ich dass einige der Personen ältliche Kleidung trugen. Ich konnte sogar Anzüge und Freizeitkleidung unterscheiden. Es war, als wenn ich irgendwie durch die Zeit sehen konnte. Klingt sicher albern. Und alles schien so rasend schnell zu geschehen. Ich konnte kaum Einzelheiten ausmachen.
Meine Gefühle wurden in keinster Form von all dem Unwirklichen um mich herum „berührt“.
Es geschah ganz einfach.


Zeit verging spürbar, und immer noch ging es hektisch die Treppe auf und nieder. Und dann war plötzlich keine Garage mehr da. Und der Platz war jetzt ein Beet. Ich sah Sträucher, Blumen und Erde. Und dann war da ein Rasen und ich „sah darauf spielende Kinder. Schattenkinder. Und auch die Steintreppe war jetzt verschwunden, trotzdem huschten weiter Schatten, wie eilig, um das Haus herum. Ich „sah große Pferdekutschen kommen um wieder zu verschwinden. Alles ging nun in einer Schnelligkeit vor sich, dass ich kaum die einzelnen Veränderungen mehr festhalten konnte.
Es war als ob ein Sturm aus
zeitlicher Bewegung um mich herum (bzw. vor meinen Augen) toste, ohne mich jedoch darin mit einzubeziehen. Ich war nur ein Beobachter dieses weiter rasenden Geschehens. Und es war überhaupt kein Laut zu vernehmen, das ganze Geschehen spielte sich in einer unglaublichen Lautlosigkeit ab. Und plötzlich war da nur noch ein großes Feld mit einigen Bäumen und dann stand ich wieder an der Einfahrt des dunklen Hauses und alles war wie zuvor. Die Garage, die Steintreppe, der gepflasterte Platz.

Irgendwie „
wusste“ ich, dass es nun Zeit war wieder zu gehen. Das „es“, was immer „es“ auch war, jetzt beendet und vorbei war ...
Angeschlagen und absolut verwirrt ging ich zu meinem Fahrrad, dass ich auf der anderen Straßenseite an einer Straßenlaterne angeschlossen hatte. Wie in einem tranigen Traum fuhr ich dann nach Hause.
Es war
nach Zwei als ich dort ankam. Natürlich schliefen alle schon.

Ich bin gegen Mitternacht aus Eppendorf losgefahren, eher vorher, - der Weg braucht vielleicht eine halbe Stunde, eher weniger, - dann war ich mehr als eine Stunde bei diesem Haus gewesen! Subjektiv eingeschätzt hätte ich die beim Haus verbrachte Zeit mit höchstens einer Viertelstunde Alles dort geschah so rasend schnell …

Ich habe häufig an dieses Erlebnis
zurück denken müssen. Auffällig für mich war dieser unpersönliche Charakter des unwirklichen Geschehens. Es geschah einfach. Ohne Angst, ohne Schrecken und ohne irgendeine Moral.

Ich fragte mich ebenso häufig welcher Art d
ieser „Ruf eigentlich gewesen war, der mich zum sofortigen Anhalten nötigte, - aber ich habe überhaupt keine Antwort darauf.
Ich erinnere mich nur an eine
besondere Dringlichkeit.

Und ich glaube mir
wurde Zeit“ gezeigt. Und damit einhergehende Veränderung.
Klingt schon wieder albern, aber so war es.
Ich war einen kurzen Moment
außerhalb einer Zeit, die aber nicht einmal die meine war!
Wie ich schon sagte, auf diesem Weg geschah etwas
Seltsames



Oder wird solange das Blau vom Himmel gelogen bis alles einheitlich Grau ist?

In dieser Zeit lernte ich einige (für mich) erstaunliche Dinge. Neben all meinen Hobbys beschäftigte ich mich seit langer Zeit ernsthaft mit den Möglichkeiten, dem Grund des Da-Seins und den (materiellen, religiösen und spirituellen) Ausdrücken des Menschen an sich.
Ich lernte viel über Spaltungen, Gewahrsein, Wahrnehmungsbereitschaft und -bekundungen. Das Sehen in Drei Dimensionen, etwa, aber auch vieles andere mehr, dessen ich mir seltenst gewahr war. - Fähigkeiten, die zumeist ungenutzt brach in uns herumliegen und so am Prozess des eigentlichen Lebens kaum mehr teilhaben können; ja, immer mehr in Vergessenheit geraten.

Und drei Dinge haben mich richtig beeindruckt: Zuerst die Tatsache jeden winzigen, vielleicht nur reflektierenden oder sogar automatisch reagierenden Impuls mit dem Wert der Gesamtheit „Ich“ zu bezeichnen, was (wenn man tatsächlich mal nicht aufpasst!) zu absolut katastrophalen Situationen führen kann.
Dann die späte Einsicht, dass ich, obzwar offenkundig ein Mensch voller Fragezeichen, viel zu oft Antworten erhielt,
speziell solche, wo ich einsehen musste, dass ich allein für die Frage selber noch lange nicht reif genug oder bereit war.
Und schließlich noch die Erkenntnis, dass kaum ein Mensch wirklich selber zu denken scheint; zumeist präsentiert sich das
gewöhnliche" Denken als eine mechanische Reaktion, die als eigene" Bibliotheken die zeitlebens angesammelten Vorurteile und Second-Hand Fantasien (oder das Gerede anderer) nutzt und eigentlich mehr über das Gefühl funktioniert als auf der Fähigkeit unabhängigerer Überlegungen (was dann auch einen gewissen Abstand vorraussetzt) zu strukturieren ...

Nicht mehr als intellektuelle Klügelei für den Moment der Beifallsklatscher. - Eine Art "sich-selbst" präsentierende Verstandeshurerei, - denke ich ...
Eine Freundin nannte es mal: "Den Augenblick zu überzeugen" ...
Sinnlos
es Geschnatter, solange kein wirkliches Verständnis für den Gehalt einer (infragegestellten, zu untersuchenden und möglicherweise auch zu beurteilenden) Sache an sich aufgebaut wurde (bzw. überhaupt ein Versuch hierzu begonnen wurde). - Aber für einen kurzen Moment steht man in so einer Art "Rampenlicht"! -
Und man erlebt das scheinbar ewig währende Problem des "goldenen Kalbs" und der ach so wandelbaren Beifallklatscherei und der kurzlebigen Anhängerschaft. -  ... Eine Falle, in der sich gerade heute noch viele Menschen verfangen!

Menschen, die sich zunehmend mehr oder minder freiwillig der Apathie des Konsums hingeben oder gleich unterwerfen, unter dem Deckmantel (
oder der Rechtfertigung) des alternativlosen Diktats des angeblichen Wettbewerbs …
Irgendwo lauert dann (Zufriedenheit hervorrufend und Verantwortlichkeit abgebend) der Machtanspruch eines alles-regelnden imaginären Marktes. Oder aber auch gar nicht.
Wen so etwas interessiert; einige meiner eigenen Gedanken dazu könnt ihr hier nachlesen.
Doch da ist noch etwas:

Kein Wissen wird irgendwie nützlich sein, wenn man es nicht versteht, in einen Kontext einzuordnen weiß oder meistbietend verkaufen kann!

Denkt mal darüber nach, was wir mit all dem in uns eingeführten „Wissen“ eigentlich wirklich anfangen sollen? Zu vieles davon ist eine reine Täuschung!


Und wem oder was kann man dann eigentlich überhaupt noch trauen?

Alle Menschen sind Täuscher und können getäuscht werden!
Alle Menschen haben den Drang sich (auf wessen Kosten auch immer) zu profilieren!
Alle Menschen wollen Macht ausüben, wobei der Zweck die Mittel heiligt!

Und so weiter und so fort ...

Aber das sind nur platte Unterstellungen, die zumeist von Personen getätigt werden, die versuchen damit ein bestimmtes Narrativ zu beweisen (oder sich selber zu profilieren). Doch alle diese Behauptungen sind zu bestimmten Zeiten auch durchaus berechtigt, - zu anderen Zeiten jedoch nur teilweise und zu ganz anderen Zeiten überhaupt nicht.

Also alles Quatsch?
Sicher auch nicht. Würden wir etwa das Attribut '
potentiell' (oder 'denkbar') in die gemachten Behauptungen einführen, würden wir uns den Aussagen einer vermutlichen, aber relativen, Wahrheit sicher leichter annähern können.

Genauer betrachtet könnte sich eine jede Behauptung (wie am Beispiel der „Evolutionstheorie“) durchaus relativieren lassen: Alle Menschen sind Lügner! - Also auch die, die Jahrhunderte oder Tausende von Kilometern voneinander entfernt leben und lebten und trotzdem ähnliche oder gleiche Erfahrungen machten!
Da gibt es kein Problem damit. - Zumindest nicht solange ihre Aussagen mit der „offiziellen“ Anschauung und Deutung konform gehen … Aber wer sagt uns jetzt eigentlich, dass das nicht auch alles Lügner sind?

Bei einem Verkehrsunfall, der von Zehn verschiedenen Personen beobachtet wurde kommt es manchmal zu 11 verschiedenen Zeugenaussagen. Und dabei spielt die Lüge sogar eine eher untergeordnete Rolle … Und wir alle haben auf die eine oder andere Art schon Erfahrungen mit Lügen und Lügnern machen müssen. Es lohnt sich sicher für jeden Leser an dieser Stelle hier sich einige eigene Gedanken über das eigentliche grundsätzliche Wesen der Lüge zu machen ...

Doch wie nun weiter? Hier stehen wir vielleicht, vor dem gewaltigen Abgrund der getäuschten Wahrnehmungen, der Grundsätzlichkeiten und der Zweckmäßigkeiten, während der Wind der automatisch erzeugten Ungewissheit uns die inneren Ohren mit analog oder digital produziertem Mediengeschnatter lautstark umbrausen mag. Oder doch fast hilflos vor sich hin treibende Opfer im gewaltigen Sog der gemachten Realitätsstrudel , eingestrickt in die Netze der Selbstgefälligkeit und der ewigen Lüge ...
Oder auch nicht. Denn da ist auch Land in der Ferne: Lo!

Wir wissen, dass alle Erfahrungen (aufgezeichnet oder nicht) in irgendeiner Form von Menschen gemacht worden sind; auch (oder gerade) als beschreibende und beurteilende Beobachter. Jedes Zeugnis, ob mit der Zuhilfenahme technischer oder anderer Ressourcen ist von menschlichen Sinnen abhängig.
Ebenso von deren Interpretationen.
Und diesen mag durchaus eine Agenda zugrunde liegen oder eine Ablenkung (oder eine mögliche Gefahr, ein Geschäft oder vielleicht ein Theaterspiel) ... - Eine objektivere Einordnung des Beschriebenen kann später durchaus auch in einem gänzlich anderen und bedingt unvoreingenommenen Kontext geschehen.
Wenn man sich Zeit zu einer Reflexion des Geschehenen nimmt.
Und doch kann auch vieles (
unabhängig von einer Vorverurteilung oder Agenda) schon im Vorfeld an dem einfachen Verstehen einer bestimmten Beobachtung so scheitern, dass man unfähig wird das Beobachtete in Worten auszudrücken.
Vielleicht auch einfach, weil es dafür
noch keine Worte gibt?

Denn in erster Linie ist der Beobachter von seinem eigenen Verständnis (was aus dem gesammelten und verarbeitenden Wissen, aber auch dem Leben selber, erwächst) abhängig.
Und natürlich dem „gewachsenen“ gemeinsamen Zeichenvorrat des schulischen, beruflichen und sozialen Umfeldes.

Was würde zum Beispiel geschehen, wenn ein Ägyptischer Pharao mit einem metallenen Fluggerät konfrontiert wird und dieses Erlebnis auch beschreiben soll?
Klingt phantastisch? Das ist aber so (
oder so ähnlich) tatsächlich geschehen und wurde im sogenannten Tulli-Papyrus für die Nachwelt erhalten. -
Wir können uns heutzutage seine damaligen Schwierigkeiten vorstellen, wenn wir zugrundelegen, dass er keine Fluggeräte kannte und
solch eine Beobachtung ihm, seinem Verstehen nach, allein mit seinen Göttern zu verbinden möglich war. - Mit der klitzekleinen Schwierigkeit, nämlich, dass er ja auch irgendwie dazu gehörte

Aber all das führt zu der Annahme, dass:
Nicht jeder auch ein Lügner ist, und manchmal fehlen einem schlicht die Worte ... !

Natürlich berührt eine solche Annahme die verschiedensten Bereiche, wie die Ethnologie, die Soziologie, die Metaphysik, die Spiritualität und besonders die Religionen.
Und natürlich den einzelnen Menschen und sein spezielles Verständnis der Wirklichkeit.

D
enn anstatt dieses Nicht-Verstehen (im Falle der Sichtung des Pharaos aber eigentlich auch jeder Religion) nur als „vergeistigte“ Sammelpunkte oder Rechtfertigungen gegenüber „unverstandenen“ Erscheinungen verallgemeinernd zu propagieren (wie es heutzutage immer wieder gern gemacht wird), sollte vielleicht auch einmal einfach bedacht sein, dass bestimmtes Wissen auch nicht jedem (und zu jeder Zeit) zugänglich sein sollte, darf und konnte. Punkt.
Manches Wissen wurde (und wird) wie ein Schatz gehütet, denn man wusste (und weiß), dass andere damit eine Menge anzufangen wüssten ...
Und das galt
es (und gilt es bis heute noch) zu verhindern!
Glücklicherweise“ betrifft so eine Vorsicht jedoch nur wenige Personen.


Manchmal war
beispielsweise (für die verständigen Wissenden, aber ebenso auch für korrupte Unrechtssysteme) jede Umschreibung oder Unkenntlichmachung bestimmter Informationen oder einer direkten Deutung auch ein Schutz vor unerwünschten Zugriffen.
Einer der Vorgänger unserer heutigen Verschlüsselung.

Im „Osten“ wurden solche Dinge anscheinend ganz anders geregelt. Beispielsweise wurde dafür Sorge getragen, dass eine bestimmte Person auch erst über eine bestimmte Auffassungsgabe und genug eigenes Verständnis verfügte, damit sie präsentiertes Wissen (praktischer, theoretischer oder emotionaler Natur) einzuordnen wusste, auch um es dem eigenen Verstehen hinzufügen zu können.
Der Unterschied? Im „
Westen“ übergibt man bestenfalls einen Schlüssel, im „Osten“ jedoch letztendlich (soweit es auch funktioniert hat, also auch bestenfalls) den gesamten Inhalt des Safes ...
Und das
hängt auch (aber nicht nur, wie unschwer einzusehen sein sollte) mit dem weiter oben schon angesprochenen ungleichen Verhältnis von Wissen und Verstehen zusammen.

"Was wir zu mühelos erringen, achten wir zu niedrig."

- Orpheus


Da gibt es die nette Geschichte von dem Mullah und dem sprechenden Papagei.
Sie ist eine gute Demonstration für dieses Ungleichgewicht.


Ich persönlich glaube, dass Menschen grundsätzlich keine Lügner sind, aber von ihrem Rollenverhalten (und äußeren Einflüssen) zu oft in einen Anschein gezwungen werden, den sie wiederum, wie ihr eigenes Sein (oder Bild) immerzu glauben vor anderen Personen rechtfertigen zu müssen, damit das gewünschte Bild korrekt übertragen wird ... Reines Wunschdenken, aber keine Lüge. Und gute Konditionierung.

Doch wie-auch-immer, ob als
Zeugnis eines Unfalls, als Zeugnis einer phantastischen Begegnung oder sogar als Zeugnis einer vertrauten, alltäglichen Beschäftigung; – wir haben jeden Grund hier skeptisch zu sein!

Besonders
in dem ungewöhnlichen und ungewohnten Umfeld der Phänomene, da das Paranormale nicht unbedingt zu den Dingen gehört, mit denen wir uns täglich umgeben. Problematischer ist es da für Menschen, die damit direkt, offen und persönlich konfrontiert werden und gar keine Möglichkeit zum Ausweichen haben.
Solche Fälle sind selten, aber zum Teil bestens von unabhängigen Zeugen dokumentiert.
Problematisch (
für mich) wird es erst dort, wo man sich an einer Erklärung des Unerklärlichen versucht. Nicht, dass ich eine solche Forschung ablehne, im Gegenteil.

Doch jede Erklärung scheint (ob sie eine Lüge ist oder eine Vermutung oder sogar eine Indizien-belastete wissenschaftlich unterstützte Theorie) im Grunde doch nicht mehr zu sein, als der Aufruf zu einer momentanen Gedanklichen Verschwörung gegen den vermeintlichen Status Quo
Manchmal durchaus hilfreich, doch viel zu oft auch nur intellektuell produzierter Mist, der im ungünstigsten Fall aus jedem Kontext gerissen wurde, nur um den allgemeinen Anschein formen zu können … Ich persönlich nehme jedenfalls den Hinweis als gegeben an, dass auf diesem, unserem Planeten seit etwa 500 Jahren einfach zu viel intellektuell anmutender Mist angehäuft wurde und immer noch wird!

Jeder noch so richtige, aber auch selbstgerechte, überheblich absolute Deutungsanspruch auf die Endlichkeit der Wirklichkeit (oder der Teile) hat sich letztendlich dem Laufe der Zeit ergeben müssen. Wo sind die sicher blutig umkämpften „Wahrheiten“ der Menschen von vor 10 000 Jahren heute? Wahrheiten, die, würden sie heute gefunden werden, sicherlich schwierig zu verstehen wären. - Wie auch ihr Wert für einige der Menschen der damaligen Zeit. Falls wir dieses überhaupt noch nachvollziehen könnten. Aber für einen kurzen Moment mögen diese Wahrheiten unter einigen Menschen, vielleicht sogar Gruppen oder Reichen triumphiert haben. - Mit ihren Erklärungen des Seienden, mit ihren Deutungen des Universums. Und, wo sind sie nun?

Eines der unwandelbarsten Geheimnisse des Universums ist möglicherweise, dass alles nur im beständigen Wandel begriffen werden kann!
Aber Erklärungen sollten auch nicht mehr als Vorschläge sein.

Vielleicht sollte man deswegen jede Erklärung, die vermeint absolute Deutungshoheit für sich zu beanspruchen, die von sich selber behauptet zeitlos zu formulieren oder Allgemeingültigkeit zu besitzen, eher doch der Lüge zurechnen?
Solche "Erklärungen" finden sich in "Bauernweisheiten" ebenso, wie in wissenschaftlichen Elaboraten.
Immer wieder ist Skeptik das Gebot des Augenblicks.
Doch nicht alles davon ist auch grundsätzlich falsch, aber auch nicht ales ist richtig oder irgendwie nützlich ... (!)

„How can I tell that the road signed to hell doesn't lead up to heaven?“

- Peter Hammill, The Comet, The Course And The Tail


Wir sollten das Vertrauen dahingehend nicht verlieren. Denn auch nicht alles ist auch Lüge. -
Obgleich das derzeitige Mediengeschreibsel und Getröte uns hier möglicherweise immer unsicherer darüber werden lässt. Vertrauen in den eigenen Skeptizismus ist unbedingt angebracht!

Und Heute, denn wir leben nur im Heute!

Und nicht jeder ist ein ständiger Lügner. Und auch nicht jeder sagt immer die Wahrheit.
Und oftmals fehlt einfach die Sprache zu einer konstruktiven Beschreibung.
Wie bei unserem Pharao.
Doch das Alles kann in einem entsprechenden Kontext bewertet werden.
Alle Dinge können überhaupt erst in einem Kontext bewertet werden, auch um Zusamenhänge erst sichtbar machen zu können. - Und hier gilt es viele Anschauungen zu betrachten und Handlungen zu verfolgen: historische, ethnologische, soziologische, ethologische, physikalische, chemische, psychologische und viele andere mehr. Sogar zukünftige.

Und jetzt,
zumindest, sollte jeder für sich selbst entscheiden können auch für was ein beliebiges Zeugnis wert sein kann. - In nahezu jeder „Beweiskette“ - (speziell im Bereich der ungeklärten und verleugneten Phantome) ist die Zeugenaussage bislang das angreifbarste und damit schwächste Glied!

Es kann sich also durchaus als vorteilhaft erweisen auch hier sehr skeptisch zu sein ...


Wirkung, Gegenwirkung und Gleichgewicht

Bedeutung ist wie vieles andere ein Konstrukt
Man kann damit nicht sagen, dass bestimmte Dinge in unserer Vergangenheit „wahrer“ oder „unwahrer“ (gerade durch die Verlinkung alternativer Sichtweisen!) sind oder werden könnten; aber man kann damit die Feststellung treffen, dass viele Dinge als gebräuchliche Wahrheiten (Annahmen über die Wirklichkeit) verkauft werden, je nach derzeitiger Einschätzung, Gesinnung, Verbundenheit und (oftmals leider) Ideologie, und dass diese, zumindest, in Zweifel gezogen werden könnten und oft auch sollten. Das gilt natürlich ebenso für jede hier geäußerte „Meinung“ oder „Tatsachenbeschreibung“. Oder sagen wir es mit einem „Menschenfeind“:
„Warum sollte man Menschen aus (meist temporären) sexuellen, gesellschaftlichen, politischen, rassistischen, geschlechtsspezifischen oder anderen Mainstream-Gründen ablehnen? - Wenn man sie erst einmal persönlich kennen lernt, dann finden sich bestimmt noch ganz andere Gründe dafür.“

Schließlich sind wir nicht nur der Mittelpunkt unserer eigenen Verbindung zur Wahrnehmung der Wirklichkeit ... -
Alles sollte hinterfragt werden und (falls möglich irgendwie auch) verifizierbar sein! -
Kochen“ wir im Endeffekt „alle“ nicht nur „mit Wasser“?
Und damit braucht man das Vorhandensein einer endgültigen Wahrheit auch gar nicht in Frage zu stellen, - im Gegenteil.(!)
So eine „Wahrheit“ könnte oder vielleicht würde (und nicht nur nach fernöstlichen Vorstellungen) den Sucher direkt mit der Wirklichkeit in Kontakt bringen.


Doch was hilft es da die zeitlebens angestarrten Mauern und Poster, die Vorhänge und aufgesetzten Wichtigkeiten anzustarren, anstatt sie nach ihrem Grund und ihrem Zweck (!) zu hinterfragen, bzw. Wichtiges von Banalem und Banales von Interessen zu unterscheiden!
Das sind, wie so oft, leider nur Schlagworte; es lässt sich aber nicht ausschließen, dass diese etwas mit Notwendigkeit, Täuschung und Beeinflussung zu tun haben könnten ...

Was ist eine „Verschwörungstheorie“ letztlich mehr als eine irgendwie gestaltete Behauptung, im Grunde eine begründete Spekulation?
Und gilt das denn nicht für jede herkömmliche Betrachtungsweise, an der mehrere Personen Anteil haben?
Erscheinungen und ihre (meist temporären) Auslegungen, die immer wieder als Eindeutigkeiten oder Wahrheiten uns (in dicken Büchern oder von sogenannten Experten) als verbindlich, ja unabänderlich angepriesen werden?
Immer verknüpft mit dem Hinweis auf die derzeitige Deutungshoheit ...

 


Zurück im „Absoluten Anderswo"


Die folgenden Geschichten richten sich auf eine bestimmte und häufig beobachtete Komponente bei „Poltergeist“-Erscheinungen, - dem Angriff auf Personen!
Die folgende Geschichte „bewegt" sich teilweise auch an der metaphysischen Grenze zwischen den von „Außen“ und von „Innen“ ausgelösten Vorfällen. Und wirft auch eine Menge neuer Fragen auf. Deshalb nenne ich sie:


Alles Ciryl Penny, oder was? - Mayanub oder Der erste Schauer

Die erste dieser Geschichten spielt im Jahr 1955. Auf einer Australischen Farm in Mayanup, die einem Bill Hack gehörte und von ihm und seiner Frau bewohnt und geleitet wurde, begannen sonderbare Dinge zu geschehen. Alles begann in einem, von der Aboriginalen Familie Smith bewohnten Nebengebäude. Die Smiths, das waren Gilbert Smith, seine Frau Jean und ihre Sieben Kinder. -
Acht Nächte hindurch fielen Ei-große Steine auf das Gebäude und seine umittelbare Umgebung herunter. Diese Ereignisse wurden von 30 Nachbarn bezeugt. Es gab keine Erklärung. Niemand konnte den „Schuldigen“ für die Steine ausfindig machen. Auch der Aborigin Cyril Penny war in diesen Acht Tagen auf der Farm.

In dem Versuch dem „unsichtbaren Steinewerfer“ auf die Spur zu kommen, wurde um das Grundstück eine Absperrkette gezogen. Das erwies sich als ergebnislos. Die Steinschauer wurden, davon unbeeindruckt, fortgesetzt und betrafen nun (aber nicht Hauptsächlich) die ganze Farm. Die Hacks pflügten nun eine Sperrzone, als beobachtbare Grenzlinie, um das gesamte Farmhaus herum, doch es konnte, während die Schauer das Nachts trotzdem weiter andauerten, absolut kein fremder oder nicht-zugehöriger Fußabdruck darauf gefunden werden.

Auch die „geworfenen“ Steine waren merkwürdig: Einige waren so heiß, dass man sie überhaupt nicht berühren konnte, während andere Steine unnatürlich langsam durch die Luft „flogen“, wieder andere fielen in den Räumen des Hauses selber, sie schienen sich (nach Zeugenaussagen) direkt unter den Zimmerdecken zu „materialisieren“, Frau Hack beobachtete ein kleines, rundes, hell leuchtendes „Etwas“, dass sich, dabei eineinhalb Meter über dem Boden schwebend, aus den Hügeln kommend auf das Farmhaus zu bewegte. (3)
Hack war nun überzeugt, dass ihm (und der Farm) kein menschlicher Scherzbold diesen „Streich“ spielte.

Er konsultierte einen "Geisterseher", namens Sammy Miller, einen anderen Eingeborenen.
Dieser „fand nun heraus“, dass die Angriffe (oder „Störungen“, wie er es ausdrückte) von dem derzeit kranken Vater von Jean Smith verursacht wurden. Ihr Vater befand sich nach einem Herzanfall, den er auf dem Grundstück der Hacks erlitt, in einem Krankenhaus. Miller prognostizierte das mit dem ungewissen Ausgang dieser Krankheit auch das Ende der „Störungen“ in Verbindung stehen würde.
Mir ist nicht bekannt, wie der sich der Verlauf der Krankengeschichte entwickelt, aber nach Acht Tagen (oder besser: Nächten) endete das Phänomen schließlich wieder. (...)


Pumphrey oder Der wandernde Geist

Nur um sich Zwei Jahre später, 1957, in Pumphrey, fast 140 km entfernt, zu wiederholen.

Dieses Mal geschahen die Vorfälle auf dem Grundbesitz von Alan Donaldson, einem anderen Australischen Farmer. Doch diesmal schienen sich die Phänomene auf den jetzt dort lebenden Arbeiter Cyril Penny direkter zu fokussieren, gerade so, als sei ihm der Spuk dorthin gefolgt.

Über 70 Personen bezeugten die erneuten Steinschauer, die Sechs Tage und Nächte anhielten.
Die Schauer, die generell alle 20 Minuten stattfanden und etwa 2 Minuten anhielten, konzentrierten sich wieder auf von die von Einheimischen bewohnten Gebäude. Auch hier war das „Verhalten“ der Steine ähnlich merkwürdig. Doch dieses Mal wurden auch Personen getroffen und verletzt. Die Größe der Steine wird zwischen Kieselsteinen und 5 kg schweren Brocken bezeugt. Manche schienen dem Boden entgegen zu schweben, andere fielen „normal“ und mit dumpfen Geräuschen. Wenige rollten noch fort, nachdem auf sie den Boden trafen.

Wie schon in Mayanup fielen sie auch innerhalb der Gebäude. Donalsdons Söhne bauten mit Vier weiteren Zeugen ein Zelt auf, in dem sie beobachten konnten, wie die Steine „durch“ das Zeltdach hindurch fielen und den, extra mit weißen Tüchern ausgelegten, Boden bald schon bedeckten. Das Zeltdach, welches man später sorgfältig untersuchte, erwies sich als makellos.

Nach Sechs Tagen beschlossen die, scheinbar im Mittelpunkt der Geschehens stehenden Zwei Aboriginalen Familien (eine davon war Ciryl Pennys), in ein 16 km entferntes Camp umzuziehen, doch der Spuk folgte ihnen auch dorthin. Also kehrten sie wieder nach Pumphrey zurück. Nach einem Gespräch mit den Stammesältesten entschied sich Penny mit seiner Familie diesen Distrikt endgültig zu verlassen.
Das war auch das Ende des Spukgeschehens in Pumphrey. (...)

Nun scheint es so, dass wir Ciryl Penny als den irgendwie Schuldigen dieser Ereignisse ausmachen können.
Aber ist er das auch wirklich? - Waren es tatsächlich seine (wie auch immer gearteten) Kräfte, die zum Auslöser dieser Geschehnisse wurden?
Vieles mag darauf hindeuten. - Doch vielleicht wäre das, in diesem Fall, etwas zu einfach.
Die Geschichte ist nämlich noch nicht zu ende …


Boyup Brook oder Ein neues Familienmitglied

Ebenfalls 1957 begannen ähnliche Spukphänomene, diesmal in Boyup Brook, welches nur 14 km von Mayanup entfernt liegt, auf der Dickson Farm.

Dickson, ein Nachbar der Hacks, war selbst ein Zeuge der Ereignisse von Mayanup gewesen Er hatte die Hack Farm in der vom Spuk betroffenen Zeit wiederholt besucht und die unerklärlichen Steinschauer mit eigenen Augen gesehen. Doch nun, 2 Jahre später schien es, als hätte er damit auch dieses „Etwas“ auf sich und seine Familie aufmerksam gemacht …
Die nun auftretenden Phänomene fokussierten sich nicht auf Einheimische, sondern auf seinen 11jährigen Sohn Harvey und auf den Kuhstall der Farm.

Und wieder gab es Schauer von Steinen, außerhalb des Hauses und auch innerhalb. Doch diesmal blieben die Steine nicht einfach „ruhig“ liegen, sondern sie erhoben sich wieder vom Erdboden, vor den erstaunten Augen von Zeugen, um bis zum Dach des Hauses hoch zu schweben, wo sie erneut herab fielen.
Auch Hocker erhoben sich und Schaufeln sprangen auf dem Grundstück umher. Ein 20-Liter Fass (samt Inhalt) wurde in die Luft gehoben, umkreiste drei Mal das Farmhaus bevor es schließlich zu Boden stürzte und zerbarst.
Besucher (oder andere Zeugen) sahen Ziegelsteine, Flaschen, Kartoffeln, Spaten, Besen und Steine „aus dem Nichts“ herabfallen.

Auffallend, in diesem Poltergeist-artigen Geschehen war das seltsame Verhalten des jungen Harvey.
Obwohl er oft im Mittelpunkt der Phänomene stand, schien ihn das Geschehen selber kaum zu berühren. -
So saß er während eines Steinschauers im Wagen, bei geöffneten Fenstern und erklärte, dass ihn das alles gar nichts anginge. Und: „Mir egal, wenn es endet.“ oder „Das alles kümmert mich nicht.“
Vielleicht weil er „wusste“ das niemand dabei wirklich zu schaden kam?

Und kommt. Denn der „Spuk“ dauert bis heute an.
Ein Schild mit der Aufschrift „Haunted House“ oder „Spukhaus“ ziert heute die Einfahrt des Farmgeländes, damit Besucher wissen, was sie möglicherweise dort erwartet.
Vierzig Jahre später sagte Harvey Dickson in einem Interview, dass sich die „Tätigkeiten“ von „Onkel Bobby“ (das ist der Name, den die Familie dem Spuk gab) im Lauf der Zeit geändert hatten. Während Gegenstände immer noch durch die Luft flogen sei nun manchmal das Geräusch ankommender „Phantomautos“ zu hören, zusammen mit knirschenden Kies und dem Schlagen von Autotüren.
Schritte in den Korridoren, sich „selbst“ entzündende Feuerstellen und unsichtbare Personen sind nun die Begleiter dieser Familie, die das Geschehen eher locker nimmt.
Es wurde auch die Gestalt einer Frau beobachtet, die Kleidung aus den 1940er Jahren trug.
Und vielleicht ist dies auch ein Hinweis?


„Wir“, das klingt so nach Pluralis Majestatis


Hat nicht jeden von uns irgendwann einmal der Zweifel „gepackt“: - Ob das schon ALLES ist? Ob da nicht noch mehr zu finden ist? Und was existiert eigentlich hinter den Erscheinungen? Und – gibt es (für uns derzeit nicht wahrnehmbare) unsichtbare Verbindungen, die von der heute vorherrschenden Wissenschaft gar nicht entdeckt werden will oder kann? - Letztlich, gibt es Magie oder Gott oder höhere Wesen? - Ist da eine Bedeutung im Leben, existiert ein freier Wille oder folgt alles einem unabdingbaren Plan? Und manchmal glauben wir auch, vielleicht berauscht vom Kuss unseres Liebsten oder erfüllt von der Berg- und Talfahrt des Lebens, dass es eine Antwort darauf gibt. Fernab jeglichem Fatalismus ...

Aber im „realen, “ den Arbeitstag und die Lebenszeit beanspruchenden, „Leben“ findet sich dafür kaum oder gar keine Zeit mehr. Flüchtige Spuren am Strand oder Träume, erfüllt mit dem lustvollen Erleben der Kindheitsversprechungen und des unbändigen Verlangens zu Entdecken und zu Verstehen.
Verloren auf immer?


Doch gelegentlich kehren diese Augenblicke oder Verbindungen zurück. Wenn der Künstler für einen kurzen Moment eins wird mit seiner Schöpfung; wenn der Fahrtwind und die Geschwindigkeit für eine Zeit das Fahrzeug und den Fahrer vereint, oder den Geschmack mit dem Probierenden, die Kleidung mit dem sie Tragenden, den Jäger mit seinem Opfer oder den Suchenden mit einer Antwort …

Augenblicke innerer Offenbarungen“, so beschrieb Algernon Blackwood diese Zustände, die uns an eine Wirklichkeit ermahnen, die diese auch hätte sein können, wenn nur nicht …

Doch angepasste und „integrierte“ Erwachsene sollten solche Verbindungen oder auch nur solche „unproduktiven“ Gedanken wohl tunlichst vermeiden. Warum? Weil die wenigsten gelernt haben hier noch die Kontrolle zu behalten. Und weil eigentlich niemand ein Interesse an zweifelnden, die Umstände hinterfragenden und womöglich widersprechenden Menschen hat. -
Zumindest niemand, der dem Bestreben und den Träumen einer (scheinbar doch unbegrenzten und temporären) Nützlichkeit dient. So scheinen viele der „Träume“ heutzutage eine materielle Grundlage besitzen zu müssen, um als Träume (und nicht als Spinnerei) überhaupt erlaubt und gültig zu sein. - Ein Kind würde dies wahrscheinlich völlig anders beurteilen.

Diese Texte (wie auch die angeführten längeren Geschichten) beschreiben den Ein-Bruch des Ungewöhnlichen in das angeblich funktionierende und kaum mehr zu überraschende Leben, dass (die eigene Verantwortung ablehnend) vertrauensvoll (oder Gott-ergeben) in die Hände von Wissenschaft, Politik und anderen Entscheidern gelegt wurde.
Und oft kommen die Ereignisse dieser Texte aus völlig unerwarteten Richtungen und es kommt vielleicht noch seltsamerweise auch immer wieder zu Verbindungen. Denn scheinbar handelt es sich dabei doch um völlig unterschiedliche Erscheinungen. - Auch wenn wir glauben von Zeit zu Zeit Muster ausmachen zu können. Und was wäre, wenn alle diese Ereignisse nicht zu-fällig entstehen bzw. entstanden sind?
Ich behaupte, dass sie nicht nur mit „uns“, sondern auch untereinander verlinkt sind!

Die Westliche Zivilisation war immer so außergewöhnlich klug, dass sie stets nur sich selbst geglaubt hat; dementsprechend sind sämtliche „ungewöhnlichen“ bzw. dem Glauben des Westens nicht gefällige oder angepasste Geschichtsschreibungen (und die religiös gefärbten Erzählungen der Völker, von einer Zeit lange vor unserer jetzigen), sofern sie nicht angepasst oder assimiliert werden konnten, stets in den abstrakten Raum der „menschlichen“ Fantasie verwiesen worden. Teilweise sicherlich auch durchaus zurecht, - aber alle? - Indus-Talische „Träumereien“ etwa, die von interplanetarischen Reisen erzählten, von Bomben, die ganze Städte vernichteten und deren „Echo“ den Menschen und den Tieren (lange Zeit später noch) das Fleisch am eigenen Körper abtötete und abfallen ließ, auch die Pflanzenwelt (im Wirkspektrum der Bombe) völlig auslöschte, oder von fliegenden Schiffen, die sich mit harten Lichtstrahlen bekämpften ... Tausende von Jahren vor „unseren“ Entdeckungen, beziehungsweise vor den Zeiten, wo wir uns so etwas überhaupt vorzustellen fähig waren ...

Und eben dieses winzige Problem begegnet uns heutzutage mit fast allen unüblichen und außergewöhnlichen Berichten, oder den Zeugenaussagen davon, ebenso.
Denn der, an den Glauben des Westens angepasste, also der „westlich orientierte“, Mensch wird brav alles in Frage stellen, nur nicht die, ihm von Kindesbeinen indoktrinierten Glaubensvorstellungen. - Die Manipulation durch eine „gesellschaftlich induzierte Hypnose“.(5)
Denn wo unterscheidet sich noch eine längst nicht mehr überprüfbare „Wissenschaft“ von den Behauptungen „religiöser“ oder „metaphysischer“ Priester und anderer Schwätzer?

Doch mittlerweile hat nun die Wissenschaft ihre eigene Mystik geschaffen: Den „neuen Okkultismus“ der möglichen und kaum vorhersehbaren Wahrscheinlichkeiten! - Das verwirrende Spiel der sich gleichzeitig produzierenden Elektronen, die Wiederkehr der Unregelmäßigkeiten und Unwägbarkeiten und natürlich die unkontrollierbaren Erscheinungen einer geistlosen, mechanischen und zu-fälligen Wirklichkeit, was sie uns Jahrhundertelang als Status Quo verkaufen wollten.
Aber ein Gutes findet sich (quantentechnisch gesprochen) in all dem: Das neue Okkulte ist letztlich so unsicher, dass dabei so gut wie alles möglich wird. Wartet es ab. Auch die Wissenschaft wird sich dieser Erkenntnis irgendwann stellen müssen.

Doch, dass solche neuen „Erkenntnisse“ nun auch auf potentielle „Außerirdische“ (die ja irgendwie auch den Weltraum durchqueren müssten), Spukphänomene (mit all den beobachteten und der heutigen Physik widersprechenden Materialisationen) oder eine (von technischer Seite bis heute) unerklärliche Vergangenheit von, praktisch aus dem Nichts entstandenen, Hochzivilisationen (oder auf was-auch-immer) angewendet werden würde, … ???

So findet sich im (oben schon angedeuteten) Sanskrit-Epos Mahabharata die Beschreibung des außergewöhnlichen Unterganges und die Zerstörung von Städten und Menschen (durch streitende Götter) in Worten, die uns an die Effekte und die Folgen von heutigen Atombombenexplosionen denken lassen können ...
Aber alles „nur“ archaische Fantasien?
Es werden Explosionen beschrieben, die „heller als tausende Sonnen“ waren. Es wird von Körpern berichtet, die von der Gewalt dieser Entladungen bis zur Unkenntlichkeit verbrannt waren. Und es wird berichtet, dass diejenigen, die die Katastrophen unmittelbar überlebten, schon nach kurzer Zeit ihre Haare und ihre Fingernägel verloren, die sich vom Körper lösten. Auch war jegliche Nahrung in den betroffenen Gebieten kontaminiert („vergiftet“) und ungenießbar geworden. Heute würden wir wahrscheinlich von den Folgen einer Atombombe und der späteren radioaktiven Verseuchung sprechen. Vergleichsfälle finden sich, außer in den ältesten Überlieferungen (oder Fantasien) der Menschheit sonst nirgendwo. - Und die „Fantasie“ der Schreiber dieser Epen wusste auch noch von im Weltraum fliegenden Schiffen (Mutter- und Zubringerschiffen) der Götter zu erzählen. Von schwebenden Wolkenstädten. Oder von den erstaunlichen Strahlenwaffen dieser Wesen, die Menschen und Tiere über gewaltige Entfernungen töten konnten.

Bei Ausgrabungen in Mohenjo-Daro (Pakistan) wurden verglaste Gebäude und Gegenstände entdeckt, aber auch Skelette und Bodenproben, die (bis heute noch) radioaktiv belastet sind.
Und immer finden sich auch „Wissenschaftler“, die derartige Funde verharmlosen und sogar rundheraus als nicht-existent ablehnen. Und ebenso sicher ist, dass all das wieder nur Fantasie und letztlich reiner „Zu-Fall“ ist!?

„Es ist sinnlos, irgend etwas beweisen zu wollen, wenn alle Dinge dergestalt ineinander übergehen, daß es außer dem alles Einschließenden nichts gibt, was etwas wäre. Aber ästhetisch, wenn nicht gar wissenschaftlich gesprochen, könnten Ansichten ihren Wert haben, und wir werden Variationen unseres Themas betrachten."

Und wie steht es dann mit all den anderen „gängigen“ Wahrheiten und „empirischen“ Beweisen? Was ist „Falsifikation“ oder sogar ein nicht zu widerlegender Gegenbeweis wert, wenn es keine genügend starke Lobby gibt oder der zu benennende Punkt keine Unterstützung erfährt?
Eine ungeschriebene (aber angeblich offizielle) Doktrin, welche die Beurteilung unserer eigenen Wahrnehmung auf das „Erlaubte“ einschränkt und reduziert, und (trotz mehr oder minder verlässlich funktionierenden Menschenverstandes) diese SOGAR unwidersprochen in Frage stellen kann.
Und wie steht es denn im Grunde mit ALLEM, was die Aufrechterhaltung eines bestimmten, abgesonderten Weltbildes unterstützt und predigt?

Ich meine, dass nicht nur solche „archaischen Fantasien“ unbedingt überdenkenswert sind, sondern alles bis heute erlebte. Und dies nicht nur aber gerade im Hinblick auf unsere, doch, ungewisse und bedeutungsvoll einseitig konstruierte Vergangenheit und unsere angeblich darauf aufbauenden Gesellschaften, deren Erfahrungsmöglichkeiten, deren Verständnis- und Verantwortungsregelungen …
Wir sollten die Zeit finden „uns“ selbst und „unsere Wahrheiten“ zu hinterfragen.

Wir leben gewissermaßen in einer „uns vorgesetzten Wirklichkeit“, in der wir jede direkt Teilnahme ablehnen oder sie uns (meist Parlamentarisch oder anderweitig lobbyistisch-demokratisch indoktriniert) schon fort genommen wurde.
Unstimmigkeiten und Absprachen wohin man auch schaut. In den Wissenschaften, in den Religionen, der Politik, den offiziell unterstützten Philosophien, den Neo-liberalismus praktizierenden Psychologien und dem seltsam fordernden Anspruch von (oft einfach ungenannten) Interessen …

Was würde geschehen, wenn „die Wissenschaft“ eine Möglichkeit bekäme das Potenzial des Menschen (und damit meine ich auch oder gerade das Paranormal Mögliche) tatsächlich zu entwickeln?
Ich spreche jetzt nicht von genetischen „Verbesserungen“, sondern von einer absolut anderen Gestaltung und Interpretation der vorhandenen Erscheinungen, über Prozesse, die in einer völlig anders gearteten und gestalteten Erziehung gipfeln könnten, über scheinbar verloren gegangene Fähigkeiten, die nicht länger unterdrückt, sondern gezielt wieder beachtet, entwickelt und gefördert werden, wo Worte wie Freiheit und Verantwortung durchaus auch wieder einen Sinn bekommen …

Doch ist nicht schon alles (irgendwie von irgendwem und irgendwann einmal) geregelt worden?
Das ist es. Und um es humorvoll mit Charles Fort zu sagen:

Fast alle Menschen sind Hypnotiseure. Die richtige („proper“) Autorität hat dafür zu sorgen, dass der richtige Glaube übernommen wird, so dass die Leute auch das Richtige glauben."

So eine „Richtigkeit“ hat aber immer auch etwas von Vorgaben oder Erwartungen, also von Einschränkungen:

„Jede Wissenschaft ist ein verstümmelter Tintenfisch. Wenn die Tentakel (von Zeit zu Zeit) nicht gestutzt werden, könnten sie sich vortasten und mit beunruhigenden Dingen in Berührung kommen. Dem Gläubigen ist die Kontemplation einer Wissenschaft gleichbedeutend mit dem Verweilen in der Gegenwart des Guten, Wahren und Schönen. Aber was echte Ehrfurcht in ihm weckt, das ist die Verstümmelung. Für unseren verkrüppelten Intellekt ist nur das Gestutzte verständlich, weil das Ungestutzte zu allen möglichen Dingen Fühler ausstreckt.“

Ein bisher kaum beachtetes Problem. Ich denke, dass vielleicht auch Gurdjieff's Ideen dazu ein wenig erhellend wirken können:

„Freiheit ist eine Million Mal mehr wert als [politische] Befreiung. Der freie Mensch ist selbst in Sklaverei der Meister seiner Selbst.“
„Vom Zeitpunkt unserer Zeugung an leben wir von geborgter Zeit.“

Also, - echte Veränderungen sind heute sicher noch nicht in Vorbereitung, dafür schlafen wir noch zu tief, - aber vielleicht schon Übermorgen …?
Wann immer das auch sein soll.


Wo sind Geister eigentlich, wenn sie mal nicht da sind?

Eine Freundin sagte mir mal, dass sie (sie arbeitete als Arbeitstherapeut in Krankenhäusern und auch privat) den nahenden Tod einer Person riechen konnte. Ich habe keinen Grund daran zu zweifeln, erstens vertraue ich ihr, zweitens wurde mir diese „Seltsamkeit“ auch von anderen bestätigt und ich hörte über eine Menge Fälle und auch zukünftige. Klingt ein wenig gruselig, aber vielleicht ist diese Fähigkeit nicht einmal sonderlich außergewöhnlich oder aufregend, wenn man genau weiß, worauf man zu achten hat. Wir bevorzugen scheinbare Sicherheit, nicht wahr?

Eine andere Merkwürdigkeit findet sich in außergewöhnlichen Situationen: Von Zeit zu Zeit erleben wir eigentümliche oder komische Momente, in denen uns diese befremdlichen Augenblicke direkt „anzuspringen“ scheinen … Ja, es scheint gerade so, als wenn diese Momente nur auf einen „gewartet“ haben; - oder jedenfalls auf eine Person, die an diesem Ort zu dieser Zeit eine passende Rolle einzunehmen fähig ist. Oft Situationen, die uns mit dem Gefühl von Unsicherheit zurücklassen, aber auch mit der Ahnung von etwas größerem, was außerhalb von uns existieren mag.
Manchmal mag der Auslöser hierfür eine bestimmte Situation sein oder eine getroffene Entscheidung, ein anderes Mal eine vielleicht nicht übersehbare Lage, eine unerwünscht aufgedeckte „Wahrheit“, eine Erinnerung an eine nie stattgefundene Zukunft oder auch ein 4-blättriges Kleeblatt - oder eben der scheinbare Zu-Fall ,,, oder was-auch-immer.
Die Beschreibungen sind schier endlos.

„Wenn alles zusammenhängt, dann lässt sich bestenfalls etwas fiktiv aus der Verkettung aller Phänomene herausgreifen.“

Doch was hier „ins Spiel“ kommt scheinen (gezielte?) Prozesse zu sein, die sich mit schon bestehenden Ereignissen verbinden. Wobei jeder Prozess auch ein Ereignis ist und vice versa.
Und mehr: Es scheint sich um parallel stattfindende Geschehnisse zu handeln, die (aufgrund der nun entstandenen Verbindung) zeitweise gemeinsame Erscheinungen hervorrufen und die Geschichte der verknüpften Personen und/oder Phänomene beeinflussen:

Da gab es den Süd-Afrikanischen Astronomen Daniel du Toit, der in einem Vortrag erklärte, dass das Leben nur eine Folgerung zulässt, nämlich, dass der Tod uns jederzeit und überall erwischen kann („strike at any time“). - Nach dem Vortrag setzte er sich und lutschte ein Pfefferminzbonbon, an dem er sich verschluckte und erstickte …

Im Jahre 1883 verließ Henry Ziegland seine langjährige Freundin. Sie nahm das sehr schwer – sie erhängte sich. Ihr Bruder schwor Ziegland für ihren Tod zur Rechenschaft zu ziehen. Er fand ihn und erschoss ihn, dachte er zumindest. Im Glauben jemanden kaltblütig umgebracht zu haben, nahm er sich selber das Leben.
Doch seine „rächende“ Kugel hatte Ziegland nur an der Wange gestriffen und sich dann in einen nahen Baum hinein gebohrt.
Jahre später beschloss Ziegland eben diesen Baum zu beseitigen. Und er hatte die brilliante Idee dies mit Dynamit zu bewerkstelligen. Die Explosion zerriss nicht nur den Baum, auch die Kugel wurde herausgeschleudert. - Sie bohrte sich in den Kopf, der Jahre vorher von dem Bruder der unglücklichen Freundin als Ziel auserkoren war. Und die Rache war doch vollendet worden …

König Umberto der Erste von Italien beschloss am 28. Juli des Jahres 1900 in einem Restaurant in der Stadt Monza zu speisen. Zu seiner Verwunderung stellte sich der Besitzer des Restaurants als sein genaues Ebenbild heraus, und auch sein Name war Umberto. Auch die Frauen der beiden Männer hatten dieselben Namen. Das Restaurant eröffnete an dem Tag an dem Umberto zum König gekrönt wurde. Am nächsten Tag waren beide tot, - erschossen in zu-fälligen Schießereien …

Das letzte Beispiel wurde auch von Charles Fort humorvoll dokumentiert:
Am 26. November 1911 wurden Drei Männer an dem Mord an Sir Edmund Berry für schuldig befunden und zum Tode durch den Strang verurteilt. Man erhängte sie auf dem Greenberry Hill in London. Die Namen der Drei Männer waren Green, Berry und Hill …

Daraus ergeben sich neue Fragen an die (dem Menschen mögliche) Fantasie: denn inwieweit sind diese Geschehnisse möglicherweise doch nur Interpretationen unserer Vorstellungen? Sind es gemeinsame Halluzinationen vom Prozess und dem Ereignis? - Also mechanische bedeutungslose Begebenheiten, die erst in einer späteren Bewertung Sinn ergeben mögen? Was ist dann dieser „Sinn“?

Solche Phänomene nennt man Synchronizitäten, Koinzidenzen, Parallelitäten oder „seltsame Gleichzeitigkeiten“.

Das beschreibt zeitlich und/oder räumlich zusammen fallende Ereignisse, die scheinbar in keiner direkten Verbindung zueinander stehen oder standen, nun aber beginnen sich zu verknüpfen, zu vermischen und dann gemeinsam (meist für nur eine kurze Zeitspanne) zu entwickeln. Der Unterschied zu einem bloßen, quantitativen oder mechanisch auftretenden Zu-Fall ist die hervorgehobene Qualität der dabei neu entstehenden Bedeutsamkeit. Und diese Bedeutsamkeit kann nicht nur ungewöhnliche Sichtweisen und Veränderungen hervorbringen, sie kann in Bereiche vorstoßen, die der gewöhnlichen Schau meist vorenthalten bleiben.

Doch was genau hat sie zu so einem (bedeutungsschwangeren) Moment zusammengeführt? Und was kann eigentlich einen solchen Moment auslösen?
Eine Antwort darauf mag aus einer eher unerwarteten Richtung kommen:

Es gibt eine Geschichte in der CG Jung und S Freud, in einer Bibliothek sich treffend, in einen Streit verfallen. (6)
Beide saßen in dieser Bibliothek und stritten lautstark, als auf einem der emotionalen Höhepunkte des Streits „etwas“ in der Bibliothek („in einem Bücherschaft“) explosionsartig knallte. Jung sagte daraufhin triumphierend: „Und dies bestätigt meine Theorie und deshalb sage ich voraus, dass dieses Phänomen sich in den nächsten Minuten wiederholen wird!“ Was (zur Verblüffung Freuds) tatsächlich auch geschah.

Was wusste Jung? Und was ist diese Substanz dieser Fantasie, wenn man damit auf die (scheinbar) doch angeblich beständige Wirklichkeit sogar physisch einwirken kann?
Solche Geschehnisse, die uns im zweiten Teil (Poltergeister) öfters begegneten.

Um die Eingangsfrage dieses Kapitels aufzugreifen, wage ich jetzt die Behauptung, dass während bestimmter Zeiten anscheinend nicht nur unsere Fähigkeiten ab und zu „schlafen“ müssen …
Aber zu vieles ist schon im Dunkel des Vergessens versunken.

Dementsprechend kann ein Großteil der heutigen Menschheit sein Potential nur noch bedingt ausschöpfen. Von einigen Erfahrungen sind die meisten (speziell die „zivilisierten“) Menschen gnadenlos abgeschnitten worden!

„Es ist leichter die Menschen zu täuschen, als sie davon zu überzeugen, dass sie getäuscht worden sind.“

- Mark Twain, US-Schriftsteller


Mama, da sind Monster unter meinem Bett


Schon seit langer Zeit „spukt“ die Idee herum, das bestimmte Erscheinungen mit Gegenständen oder den von „Unerklärlichkeit“ betroffenen Orten verbunden sind. Viele Literaten und andere Künstler haben sich diese Thematik zunutze gemacht, um solche Ideen unter ihren Lesern und Kritikern zu verbreiten.

„Die Mehrheit der gewöhnlichen Bevölkerung versteht nicht, was wirklich geschieht. Und sie versteht nicht einmal, daß sie es nicht versteht“ 

- Noam Chomsky, Kommunikationswissenschaftler


Und scheinbar existieren solche Gegenstände und Orte tatsächlich. Oder aber auch nicht. -
Doch möglicherweise existieren Zeiten, Dinge und Räume (bzw. die Kombination davon), die es erleichtern könnten bestimmte „Fähigkeiten“ in bestimmten Menschen zu aktivieren ...

Beispiele dafür fanden sich im ersten Teil. Dort wird das faszinierende Geschehen um das Phänomen des Fremdsprachen-Akzent-Syndroms (FAS, Foreign Accent Syndrome) berichtet.

Doch was wäre, wenn das FAS nun gar keine brachliegenden oder bislang unbekannten Begabungen im Menschen aktiviert, sondern nichts anderes ist, als ein Rückfall in die Fähigkeiten vorheriger Leben? Ich glaube ein solcher Gedankengang ist bisher (meines Wissens nach) noch nirgendwo bisher formuliert (*) oder erforscht worden. Und es wäre für Regressionsforscher, die dem Vorhandensein vorheriger Reinkarnationen nicht ablehnend gegenüber stehen, bestimmt spannend ihre Aktivitäten auf das FAS auszuweiten. Und wenn „frühere Leben“ (und damit bestimmte Fähigkeiten) teilweise re-aktiviert werden könnten, wie steht es dann mit anderen Dingen? Gedanken oder „Geist“? Das angehende 20. Jahrhundert (das war kurz nach dem Mittelalter) stand solchen Mutmaßungen teilweise noch offen gegenüber …

(*) Was so auch nicht ganz richtig ist, denn im Rahmen der Forschung an der MPD (Multiple Personality Disorder) oder auch der DID (Dissiociative Identity Disorder) kamen durchaus auch solche Gedanken zur Sprache. Aber der mögliche Zuammenhang zwischen Reinkarnation und FAS, ist niemals erforscht worden. Ok, wie eigentlich auch?
Nun umfassen die MPD und die DID wesentliche Abweichungen der „normalen“ Erlebenserfahrungen. Diese beinhalten Post-traumatische (Stress) Erlebnisse, Poriomanie (eine Art von Fluchtverhalten, das die Körperfunktionen beeinträchtigen kann), Schizophrenie (eine ganze Gruppe von Krankheitsbildern, die hauptsächlich Persönlichkeits- und Charakterstörungen aufzeichnen), Dissioziativen Gedächtnisverlust, aber auch Schlafwandeln, hypnotische Induktionen, Channeling und vieles mehr. Und hier werden/wurden alle möglichen Gedanken gewälzt ...

Dissoziative Erlebnisse haben etwas mit Unterbrechung, Spaltung, Ablösung, aber auch mit Zerfall und Auflösung schon bestehender geistiger Strukturen zu tun.
Eine künstliche Dissoziation wäre für den gesunden Menschen, beispielsweise, das Erlernen von „Channeling“ oder Selbst-Hypnose. Ebenso künstlich wäre hier die „eingepflanzte“ Überzeugung, dass ein Waschmittel tatsächlich weißer wäscht als ein anderes – und dabei der Struktur der damit behandelten Stoffe auch keinen Schaden zufügt. Da unsere Zivilisation auf künstlichen Produkten aufbaut, von künstlicher Nahrung unterhalten, von künstlichen Werten gestützt, in künstlichen Umgebungen praktiziert und allgemein von künstlichen Programmen stimuliert wird, dürfte es schwer fallen, an dieser Stelle noch den natürlichen Menschen und seine Fähigkeiten unbeeinflusst zu bestimmen …
Wobei immer auch zu berücksichtigen sein sollte, was von diesen Erfahrungen tatsächlich „erfahren“ wurde, was in bestimmten sozialen Feldern wie gewichtet wurde und eben, ob es sich dabei nicht vielleicht nur um Erlebnisse handelt, die aufgrund gesellschaftlicher Einschränkungen sich so und nicht anders haben entwickeln können; was die Idee betrifft, dass auf künstlichen Orientierungen auch nur künstliche Produkte entstehen können. Wie weit so etwas auch gefasst werden müsste …


Allerdings könnte auch die Idee, dass sich Menschen selbst für die Phänomene auf irgendeine Art und Weise verantwortlich „zeichnen“, sich als ziemlich unzulänglich herausstellen, möglicherweise aber auch als nicht völlig falsch. Das mag solange gelten, solange bis wir (eines Tages vielleicht) den Kontext der wirklichen Erscheinungen verstehen können. Und zu vieles mag tatsächlich nur in der Vorstellungswelt der (immer noch) kindlichen Fantasie „angesiedelt“ sein …
Wir werden sehen. Noch können wir fragen.

Wo bekommen frisch gezeugte „Lebewesen“ ihren „Seelenstoff“ her?
Und wohin verschwindet der, nach dem physischen Tod?
Warum kann das „Ich“ in einigen speziellen Momenten, wie bei Nah-Tod Erfahrungen, scheinbar losgelöst vom physischen Körper existieren und trotzdem Wahrnehmungen sammeln, über Ereignisse, die doch unmöglich zu erlangen waren (Koma, Operation, NDE,etc,)?
Wie können Wirklichkeits-Teilchen an zwei verschiedenen Orten zur selben Zeit existent sein?

Und warum können materielle Objekt andere materielle Objekt scheinbar, unter bestimmten Bedingungen, widerstandslos durchdringen?

Eigentlich erzählt uns die sogenannte etablierte Physik doch immer wieder, dass in einem abgeschlossenen System nichts „verloren gehen“ kann, - und man verweist uns dann auf die, von Griechischen Klüglern erfunden, vier sichtbaren „Elemente“: Feuer, Luft, Erde und Wasser. Wer sich davon noch nicht recht überzeugen lässt, dem werden dann noch die „Aggregatzustände“: fest, flüssig und gasförmig präsentiert. Und um letzte Zweifel zu beseitigen wird dann noch Einstein herausgekramt, nämlich das die sichtbare Materie doch letztendlich nichts anderes ist, als die eine oder andere Form von Energie. Und wem das immer noch ungenügend ist, der bekommt es mit dem (unergründlichen) Wirken der Quantenmechanik, dem „neuen Okkulten“ zu tun, und hier ist nun noch so gut wie alles möglich.
Und, wie „Gottes Wege“, ebenso unüberschaubar …

Doch ursprünglich waren solche Vorstellungen (und späteren „Theorien“), wie jede ausgedachte oder praktische Erfindung auch, ganz am Anfang - doch auch nichts anderes als nur reine Idee, - Gedankengänge, also „Geist“ …


Jede Idee, Erfindung oder Realisation von Irgendetwas war zu Beginn ihrer „Schöpfung“ nichts als eine virtuelle, aber geistige Imagination. Nur wenige Forscher haben die materielle Existenz von ALLEM so bedingungslos vertreten, wie GI Gurdjieff. Und Gurdjieff „erdachte“ sich (obwohl er stets darauf verwies, dass es sich nicht um eigene Erfindungen, sondern um Teile eines uralten und überlieferten Wissens der Menschheit handelte) eine Kosmologie, die sich in ihren Gesetzmäßigkeiten, ihren Äußerungen, ihrer Physik, Chemie, Biologie, Psychologie, etc. streng von den Glaubensmodellen der heutigen Wissenschaften unterschied, und trotzdem genauso gut erklärte und funktionierte. In einigen Dingen vermutlich sogar deutlich präziser und, entwicklungstechnisch gesprochen, auch wesentlich vernünftiger wirkte. Aber, wer will (oder KANN) hier schon urteilen?

Tatsächlich aber ist eine Alternative erst dann als Gegenvorschlag überhaupt präsent, wenn diese auch die gleiche Behandlung, die unbeeinflusste Aufmerksamkeit und den scheinbaren Widerspruch, erfährt, wie die als bisher angenommene.

Doch ist so etwas heutzutage (außer in kleinen Gruppen) wohl gar nicht mehr möglich, dafür ist die Arroganz, das Blendwerk und die Hypnose von fehlender Grundlagenforschung meiner Meinung nach schon viel zu weit fortgeschritten. Ich werde im Vierten Teil das oben Gesagte (oder diese Festellung) noch präzisieren. Bis dahin: Für Gurdjieff waren Gedanken ebenso materiell wie eine Karotte oder ein Stern - und dahingehend zeitlich und räumlich einzustufen, mess- und sogar wiegbar … Bisher haben wir noch keine Möglichkeit solche Behauptungen anders als im Geist nachzuprüfen. Sokrates wäre sicher höchst erfreut darüber. Aber, wie so oft, - der Beobachter beeinflusst mal wieder hier.

Und manchmal scheint es, wenn man sich all das Ungesagte, Unbekannte und hypothetisch Formuliert vor Augen führt, dass das „gängige“ Weltbild, was uns angeblich von der „objektiven Wissenschaft“ präsentiert wird, nicht mehr ist, als ein Sammelsurium von (Macht und Ideologien geleiteten) Interessen. Kurz, sich uns als eine Art dogmatischer Rechthaberei präsentiert, als eine Doktrin voller Behauptungen, Unwahrheiten, nicht-Assimilierbarem und unfähig mit dem Ballast und dem Abfall der Jahrhunderte umzugehen. Und mit dem grundsätzlichen Widerspruch!

Wir sollten den reinen Wissenschaftsglauben niemals mit der praktischen Nutzung der Natur (und ihren Eigenschaften) verwechseln. Das eine ist einfach abgeschaut und (vergleichend) nachgebaut, das andere ist nur ein höchst theokratisches Konzept. Das Problem mit der Wirklichkeit.

Aber was ist diese Wirklichkeit?
So „weiß“, beispielsweise, die New York Times in ihrer Ausgabe vom 7. Februar 1961:

„Wenn die Wahrheit über die fliegenden Scheiben Allgemeingut wird – und sie wird es eines Tages – dann wird die Wirkung auf die, die sie bisher als Unsinn erklärten, wahrhaft schockierend sein. Dieser Schock kann so groß sein, dass er die Regierungen auf unserer Welt stürzt und sie ein Chaos hinterlassen, bis neue Führer gefunden werden, die imstande sind, die Welt mit einer vollkommen neuen Lebensaufgabe zu leiten.“

Das letztliche Problem ist, wie eigentlich immer: - Wer weiß?
Und Gedanken sind irgendwann letztlich messbar, - denn es ist Geist! - Was ist mit Gedanken unter dem Eindruck der eigenen Präsenz? Sind das vielleicht Geister? Zumindest sind es Emanationen.

Und wer ahnt auch nur, wie lange solcherart Emanationen getrennt von „physischen“ Körpern und unabhängig existieren könnten? Und ob und überhaupt? Bis zum heutigen Tag scheint „die Wissenschaft“ kein gängiges Konzept zu finden, was eigentlich unter „Leben“ verstanden werden kann. Im Gegenteil.
Immer neue Funde in „Grenzbereichen“ verkomplizieren den doch so einfachen Blick des angehenden 20. Jahrhunderts weiter und weiter. Und verschieben dankbar die Grenzen des physischen Todes.

Doch bislang wird die mathematische Teilmenge des „Lebens, so wie wir es ausdrücken“ als hinlänglich gegeben angesehen, und immer seltener lässt sich diese theoretische Ansicht in der Praxis halten.

Eines Tages werden wir, vielleicht, die Natur, die scheinbar leblosen Gesteine, die Berge oder den Sand der Wüsten, mit ganz anderen Augen schauen. Und wir kurzlebige Geschöpfe werden unsere Aufmerksamkeit den Sternen zuwenden und möglicherweise sogar unseren eigenen Planeten mit ganz anderen Augen betrachten lernen …


Befremdliche, sonderbare Angreifer


Von der Willkür von Grenzziehungen


Schon als Kind haben dunkle, fremde Orte, unbekannte Personen oder schlicht: von eigenen (oder anderen) produzierte Fantasien Schattenspiele in uns Ängste und Unsicherheiten hervorgerufen.
Was geschieht am Rande unseres Blickfeldes? Versteckt sich dort etwas im Dunkel? Lauert irgendwo etwas, dass nur auf einen unbedachten Augenblick wartet, um sich an uns heranzumachen? Wo ist nur der beruhigende Lichtschalter?

Doch die, mit solchen Vorstellungen erfahreneren, „Erwachsenen“ wussten immer wieder uns uns zu beruhigen und uns auf den wild gewordenen Fluss erschrockener Gefühle und auf das Geschwätz sich-selbst-verlorener Gedanken hinzuweisen. - Auf den ängstlichen „Geist“, der auf vielleicht eine Lange Zeitspanne der (scheinbar) unnütz gewordenen Überlebensinstinkte zurück schaut und diese (wie die verschwenderischen Äpfel im Herbst) vielleicht trotzdem einfach weiterhin produziert?

Und danach finden wir uns auch in den Räumen des „Bekannten“ und „Erforschten“, des Ungefährlichen, wieder, - und schon ist alles (meistens) dann auch wieder gut. Der scheinbare Albdruck ist dem Traum der Beruhigung gewichen und wir „erwachen“ wieder zu einer uns bekannten Wirklichkeit ...
Und tatsächlich tauchen solche „unwirklichen“ Schattengestalten, die uns im Traum oder bis nach Hause verfolgen oder sich dort schon eingeschlichen haben, in der bekannten und „etablierten“ Welt doch auch fast gar nicht auf. - Gefahren für den Menschen kommen hier meist vom Menschen selber!

Hier finden sich „Tyrannen“, „Räuber“, „Mörder“ und etliche andere Begriffe, die im Hirn spezieller „Menschen“ entstanden und bis zum heutigen Tag um ihre Existenzberechtigung streiten. - Aber allen diesen sind wohl die wenig erstrebenswerten Attribute „Gier“, „Gewalt“, „Unmäßigkeit“ und „Selbstsucht“ zuzuordnen.

So, wie die Überlebensinstinkte sich behaupten, so behauptet sich auch die vor-zivilisatorische Seite des Menschen, die vermeint mit genügendem Druck oder mit ausreichend Gewalt ließe sich die Wirklichkeit ihren (kurzfristigen) Wünschen gemäß unterordnen und sogar formen.
Ist Politik heute wirklich mehr, als der Streit um Grenzlinien?

"In dem Augenblick, als Assad die Katar-Pipeline ablehnte, unterzeichnete er sein eigenes Todesurteil."

- Robert F. Kennedy (Neffe von John F. Kennedy)

Doch fanden sich auch (wenig beachtet) im Laufe der Geschichte wiederholt seltsame Phantome, unerklärliche Schatten, die den Weg der Menschen zu ihrem Zuhause verfolgten, oder sich dort schon eingeschlichen hatten.
Und einige dieser „Schatten“ begannen sogar, diese so verfolgten, Menschen zu attackieren.
Phantome, die uns zeigen könnten, dass unsere Angst vor der Dunkelheit nicht immer ein Produkt der Fantasie – oder des fiebrigen „Geistes“ ist, sondern, dass manchmal wirklich gefährliche Mächte in den Schatten lauern können …

Die Grenze zwischen Genie und Wahnsinn wird als „schmal“ beschrieben (7), wie steht es dann eigentlich mit der Grenze zwischen der angenommenen Wirklichkeit und dem Übernatürlichen?
Und als wie „stabil“ wird sich diese Grenzlinie erweisen im Ränkespiel der Schatten, der Vernunft und der erklärten Wirklichkeit?
Und was ist das dann für eine Wirklichkeit, in der sich solche Erscheinungen einfach miteinander vermischen können?
Schatten mögen „verschwinden“ wenn Licht auf sie gerichtet wird, aber um den Blick auf das nun Schattenlose zu klären bedarf es vermutlich einer gänzlich anderen Sichtweise.


Träume sind … manchmal auch Hinweise


Im Jahr 1830 lebte und arbeitete ein Pfarrer, namens Perring, in einer dörflichen Pfarrgemeinde, die heute ein Teil von London ist. In dieser Zeit war es nur ein kleines Randdorf.
Perring hatte seinen ältesten Sohn verloren und er bestattete den Jungen (der starb mit 17 Jahren) in den Gewölben seiner Kirche. Alles ging seinen Gang. Doch schon kurze Zeit später begann das Merkwürdige. Zwei Nächte nach dem Begräbnis hatte der Pfarrer einen merkwürdigen Traum.

In diesem Traum sah er seinen Sohn im nun blutbefleckten Leichentuch, mit einem Gesicht von unsagbaren Schmerzen erfüllt. Er hörte ihn bitten, er möge kommen und ihn verteidigen, denn etwas – oder jemand – wollte ihn nicht in Frieden ruhen lassen!

Der Pfarrer schob diesen Traum, aus dem er schweißgebadet erwachte, dem plötzlichen Verlust seines Sohnes und seiner eigenen Niedergeschlagenheit zu und ignorierte ihn. Vergrub sich stattdessen in sein Tagewerk und vertraute auf Gott, dass er das richtige tat.

Doch der Traum wiederholte sich. Wieder bat ihn „sein Sohn“ eindringlich seinen Körper vor der Entweihung zu schützen, - denn etwas war gerade dabei seinen Körper zu entweihen, ihm Gewalt anzutun …
Und der Pfarrer begann zu zweifeln. - Seinen eigenen Zustand, in den er geriet, beschrieb er als irgendwo zwischen „Wahnsinn und der Weisheit der Offenbarung“. Das Traumgeschehen, die scheinbare Stimme seines Sohnes aus dem Grab heraus, ließ ihn jedoch nicht wieder los. Also traf er die Entscheidung dem merkwürdigen Traum nachzuspüren ...

Früh am nächsten Morgen machte er sich auf den Weg zum Haus eines Angestellten, des Verwalters, der die Kirchen- und Gewölbeschlüssel verwahrte, nur um zu erfahren, dass gerade der Hauptschlüssel für das Gewölbe zu-fällig zerbrochen war und zum Schmied zur Reparatur gebracht werden musste. Der Verwalter gab den Hinweis, dass es nur einige Tage dauern würde, doch der Pfarrer, immer unsicherer über die mögliche Gefahr hinter dem Traumgebilde, besorgte sich bei dem Schmied, zum Schrecken des Vikars, eine Brechstange. Der Verwalter bestand nun darauf die weiteren Handlungen des Pfarrers zu begleiten.

Mit einem schweren Hammer wurden die Schrauben, die Scharniere und die restlichen Befestigungen der Gewölbetür beseitigt und die beiden Männer gingen in das Innere des Raumes hinein. Dieser Augenblick wurde als „feierlich“ beschrieben, eine „Feierlichkeit, die mit Ehrfurcht vermischt war“ …
Der „von Schrecken geplagte“ Vater eilte sofort zum Sarg seines Sohnes.

Der Sarg war aus der Aussparung der Wand, in die die Särge gebettet wurden, herausgerissen worden. Er lag nun auf dem Ziegelboden und der Sargdeckel lag lose darauf, doch war jede Schraube der Halterung entfernt worden. Der Körper des Sohnes lag im Sarg, eingehüllt in das Leichentuch, dass aber im Kopfbereich dunkle Blutflecken aufwies.
Sofort begannen die Männer den Leichnam zu untersuchen. - Der Kopf war nach hinten gekippt worden, der Kiefer war ausgerenkt worden und hing „mit dem grässlichsten Ausdruck von Grauen“ schlaff auf der Brust. Alle seine Zähne waren verschwunden! - Dem Blut nach waren sie, kurz nach der Bestattung schon, mit Gewalt herausgezogen worden.

Der Übeltäter wurde schnell gefunden. Es handelte sich um den Sohn des Verwalters, der der Zahnarzt und Barbier des Dorfes war, aber wohl auch als Leichenbestatter arbeitete, denn er besaß die Zweitschlüssel zu dem Gewölbe. Der Sohn des Pfarrers hatte zeitlebens außergewöhnlich schöne Zähne gehabt und der Sohn des Verwalters hoffte mit diesen Zähnen einen beträchtlichen Gewinn in seinem Geschäft erzielen zu können.
Das Geschehen wurde in der Öffentlichkeit heruntergespielt. Der Pfarrer, gezeichnet von dem Erlebten beschloss die Pfarrgemeinde zu verlassen. Er ließ sich als Soldat anwerben.
Der Verwalter wurde umgehend versetzt, verstarb jedoch rasch danach.

Verwirrend? Warum hatte der Zahnarzt den Ort seiner Machenschaften nicht wieder hergerichtet? War der Sarg zu schwer für den einzelnen Mann? Und wer schickte dem Vater diese Träume? Oder waren dies „unbewusste“ Warnungen über Geschehnisse, von denen er doch überhaupt nichts wissen konnte? Und so seltsam geht es weiter …


Hexerei und Heiligkeit sind die einzigen Realitäten (8)

Marie Mesmin, eine arme Haushälterin und Pförtnerin, machte im Jahr 1907, mit 52 Jahren, eine erneute Wallfahrt nach Lourdes. Von dort brachte sie eine der dort verkauften, also nicht ungewöhnlichen, Gipsstatuetten mit zurück. Diese Statuetten werden dort, im Andenken der „Heiligen Jungfrau der Grotte“, verkauft. - Diese war der 14-jährigen Bernadette Soubirous am 11. Februar 1858 in dieser Grotte unweit von Lourdes erschienen. Durch spontane Wunderheilungen wurde diese Stätte weltberühmt.

Und Marie Mesmin war auch nicht irgendwer. 1905 war sie (ebenfalls in Lourdes) schon von einer schweren Krankheit geheilt worden, worin sie allein Gottes Macht und Wirken sah. Sie hatte auch Visionen und erlangte durch ihre Hellsichtigkeit eine gewisse Berühmtheit. Bis heute.
Im Jahr 1902 sagte sie:

„Wenn ihr wüsstet, was geschehen wird, wäret ihr in Angst und Schrecken. Es kommt ein Krieg, wie man einen solchen noch nie erlebt hat. Bis zu fünfzig Jahren werden alle Männer in den Krieg ziehen müssen. Ich sehe, wie große Vögel Feuer auf die Städte fallen lassen. Es wird außer Krieg auch Pest und andere, gänzlich unbekannte Krankheiten geben, von denen die Ärzte nichts wissen. Es kommen große Erdbeben, und Berge werden sich bewegen. Es kommt Hungersnot und Revolution; man wird sich verstecken müssen. Es kommt der Tag, wo die Reichen ebenso leiden wie die Armen, wo das Geld nichts mehr wert sein wird.“

Und unmittelbar nach dem ersten Weltkrieg wusste sie:


„Es kommt noch eine Prüfungszeit, die schrecklich sein wird. Gott wird die Menschen sieben, und jene, die nichts hören und nichts verstehen wollen, werden inmitten dieser Plagen zugrunde gehen. Es gibt Leute, die auf einen von Gott gesandten König hoffen, der die Ordnung wieder herstellen soll. Ist das möglich bei der schlechten Gesinnung, die überall herrscht? Bevor ein König kommen kann, muss die Welt vollständig anders geworden sein, und nur große Strafen werden diese vollständige Umwandlung zustande bringen.“

Madame Mesmin erwarb also dieses Bildnis der „Jungfrau“ und stellte es in ihrer Küche auf. Während ihrer täglichen Gebete bemerkte sie plotzlich, dass Tränen aus den Gipsaugen der Statuette kamen und ihre Gipswangen herunter rollten ...
Doch der Priester, dem sie das Wunder umgehend meldete, war nicht davon überzeugt und riet ihr mit niemandem darüber zu sprechen. Trotzdem (oder gerade deswegen) verbreitete sich diese Nachricht unter den Gläubigen, und Pilger kamen aus ganz Frankreich und sogar aus fremden Ländern, um das Wunder zu erleben.

Das führte zu seltsamen Vorwürfen und Angriffen. - 1920 wurde das folgende Geschehen ein Fall für das Strafgericht von Bordeaux, in dem die Verteidigung den Vorwurf der Hexerei (oder vielleicht besser: des psychischen Angriffs unter dem Namen der Hexerei) vorbrachte.

Als bekannt wurde, dass diese Tränen sogar Kranke heilten, erhöhte sich, sehr zum Unwillen der Kirche, der Zustrom der Pilgernden. Diese „Tränen“ konnten von jedem eingesammelt werden. Ein Kassierer der Nationalen Versicherungsgesellschaft gab vor Gericht zu Protokoll, dass er selbst ein kleines Glas voll der Tränen gesammelt hatte. Er sagte auch, dass, wenn ein größeres Glas gebracht wurde, auch das neue Glas bis an den Rand mit Tränenflüssigkeit gefüllt wurde.

Eine Flasche, voll dieser angeblichen Tränenflüssigkeit, wurde in das örtliche Kloster geschickt; dort von der skeptischen Vorgesetzten „Mutter“ an einen Chemiker weitergeleitet, der die Flüssigkeit untersuchte.
Es stellte sich (für ihn und seine Prüfmethoden) als einfaches Wasser ohne Salz- und Schleimanteile heraus. Das aber sind beides Dinge, die man (zumindest) in menschlichen Tränen findet und erwartet.
Das führte zum Verdacht der Hochstapelei.

Die Statuette wurde daraufhin, auf Befehl des Erzbischofs, in das Kloster gebracht, womit das Phänomen der Tränen auch unmittelbar wieder aufhörte.
Marie Mesmin ersetzte nun die fehlende Statuette mit einer Reproduktion der „Santissima Maria Bambina“ von Mailand, die sie ebenfalls in ihrer Küche aufstellte. - Und das Wunder begann sich alsbald zu wiederholen: Tränen flossen erneut, diesmal aus emaillierten Augen ...

Es wurden Vermutungen gemacht, dass die Feuchtigkeit der Küche (die sich im Keller des Hauses befand) eine Kondensation auf den jeweiligen Standbildern hervorrief, aber das allein konnte den üppigen Wasserfluss nicht ausmachen oder erklären. Und letztlich hätten auch andere Gegenstände in der Küche betroffen sein müssen. Dem war aber nicht so.

Die Besitzer des Hauses, verärgert über den ständigen (und wachsenden) Pilgerandrang kündigten Marie Mesmin das Mietverhältnis. Sie kam woanders unter, ihre „Wunder“-Reproduktion aber wurde von gläubigen Anhängern in einer extra eingerichteten Hauskapelle ausgestellt.
Doch die Tränen blieben diesmal aus. -
Allerdings hatte sich nur die „Natur“ des Wunders geändert: statt Tränen zu „weinen“ umgab das Bildnis nun ein „seltsamer und entzückender Duft“, der sich, wie ein Parfum, im herangereichten Stoff verfing.

Während des folgenden 1. Weltkrieges waren Bilder und Tücher, die diesen „himmlischen Duft“ trugen, unter den Soldaten und an der Front sehr gefragt. Sogar ein umfangreicher Handel mit diesen „frommen Objekten“ begann sich zu entwickeln. Das wiederum geschah unter der Leitung eines syrischen Priesters (Archimandrit Saboungi, Generalvikar der Diözese Sidon, Doktor der Philosophie und Theologie von Rom), der in Frankreich durch den Krieg gestrandet war.

Drei Jahre später überwarf sich Marie Mesmin mit dem Priester. Sie beschuldigte ihn sogar mit den Luciferianern (einer Sekte Satans, die diesen als Lichtgestalt verehrt) zu paktieren, sie geistig zu attackieren und zu quälen. Saboungi begab sich, aufgrund dieser Anschuldigungen, daraufhin in das 200km entfernte Nantes.
Marie Mesmin behauptete nun weiter, dass sie (aufgrund ihrer hellseherischen Fähigkeiten) des Nachts seine blutigen Riten und Schwarzen Messen verfolgen könnte, ja auch Silhouetten seiner möglichen Opfer sah …

"Von Nantes aus verfolgte Sapounghi mich ständig. Er hat versucht, mich verrückt zu machen. Er schickte mir mörderische Gedanken gegen jeden. Er produzierte eine magnetische Kraft in mir. Ich weiß, dass er, als er in meinem Haus war, schwarze Magie praktizierte. Er tat das Blut von Kröten und anderen Tieren in einen Kelch, und er stellte diesen Kelch zwischen die Brüste einer Wachspuppe, die eine nackte Frau repräsentierte."

Hilfe bekam sie von einem Kleriker aus Bordeaux, der vermeinte ihre Anfälle seien einem, von Saboungi gesandten, mit Hexerei erzeugten Dämon zuzuschreiben. Mit der Erlaubnis des Kardinal-Erzbischofs begann er mit einem Exorzimus. Er bezeugte, dass der Dämon, gefoltert von heiligem Wasser, durch ihren Mund, um den Tod des Mannes bat, der ihn geschickt hatte.

Das machte die Runde!

Im Kreis der Gläubigen verbreitete sich die Ansicht, dass Saboungi Leid und Tod (speziell auf seine Feinde) brachte. Aufgestachelt davon entschlossen sich vier Männer (M.de Floris; Makler, M.Cardon; Polizeiinspektor, M.Berton; Dirigent und M.Parantel: Bankkassierer), im Glauben keine Hilfe von der ungläubigen Justiz zu erhalten, den „bösen“ Praktiken des Syrischen Priesters ein Ende zu setzen. Sie gingen heimlich nach Nantes, überfielen Saboungi, fesselten ihn an sein Bett und verprügelten ihn mit einem Holzpaddel, einer Hundepeitsche und einem Autoreifenschlauch, der mit Blei gefüllt war.
Dann durchsuchten sie das Zimmer nach Beweisen seiner nächtlichen Hexerei und fanden, neben einem menschlichen Schädel, eine Wachsfigur, die „alle Anzeichen des satanischen Umgangs“ trug, mit dem Marie Mesmin gefoltert worden war …

Mme. Mesmin, die nichts von den Machenschaften der Männer ahnte, wurde, genau in dem Augenblick, als man den Priester zerschlagen und blutend in seinem Zimmer fand, Hunderte Kilometer von Bordeaux entfernt, unerklärlicherweise von ihrem Leiden erlöst.
Man kann nun alles Mögliche spekulieren ...

Damit begann auch der Gerichtsprozess. Der Priester klagte gegen seine „ungerechtfertigten“ Angreifer.
Die Verteidigung brachte viele Zeugen vor, neben Marie Mesmin, die die Verletzungen durch Saboungis Hexerei bestätigten. Auch wurden Dr. Rochas und dessen überzeugenswerte Experimente (9) zitiert, was das Gericht aber wohl nicht sonderlich beeindruckte. Zumindest nicht hinsichtlich des gewalttätigen Übergriffs: Die vier Männer wurden zu jeweils drei Monaten Gefängnis, wegen „unprovoziertem Angriff“ auf den Priester, verurteilt. - Letztlich wurde das Urteil aber so formuliert, um das Hexenproblem (der damaligen Wissenschaft gegenüber) doch eher unbestimmt zu lassen:

„Dass es beim derzeitigen Stand der Wissenschaft nicht sicher ist, ob die Verletzungen, über die Marie Mesmin klagt, tatsächlich durch die Missetaten des Abbe Saboungi verursacht wurden und ob ihr Leben wirklich in Gefahr war.“

In den Protokollen wurde jedoch festgehalten, dass Mme. Mesmin von „unsichtbaren Angreifern“ gebissen wurde, die gut dokumentierte Zahnabdrücke in ihrem Gesicht hinterließen.
Das Gericht fuhr fort:

Dass es andererseits nicht sicher ist, dass die von den Angeklagten angewandten Mittel von der Natur waren, dem Leiden, das sie fühlte, ein Ende zu machen. -
Wir haben also in der Rechtssache Bordeaux keine gerichtliche Entscheidung über die Validierung (rechtsgültige Entscheidung) der Wirklichkeit der Hexerei zu treffen, sondern die respektvolle Anhörung, die ihr gegeben wurde, und das unverbindliche Urteil führt uns zu der Erwartung, dass dies in der Zukunft entschieden werden wird.“



(…) - Bislang wird Hexerei eher offiziell ignoriert, totgeschwiegen, lächerlich gemacht oder als Grund für psychische Unangepasstheit genommen. Von einer gerechten Aufarbeitung habe ich noch niemals etwas gehört, im Gegenteil. Ständig werden die Schubladen mit angeblich bekannten Namen beschrieben; und in diesen verschwindet das Unbekannte, Ungewollte oder nicht-Assimilierbare eben.
Aber so eine Zukunft kann auch eine lange Zeit noch entfernt sein, nicht wahr? Und was ist nicht verhältnismäßig? Relativität etwa?

Legt man nun Marie Mesmins eigene paranormale Fähigkeiten zugrunde, die sich bislang eher im hellseherischen Bereich manifestierten, aber vielleicht auch bei den tränenden Statuetten, addiert dazu eine gehörige Portion psychoaktiver Ablehnung, die sie dem Syrischen Priester entgegen brachte, und ruft man sich die Manifestationen und Materialisationen früherer Berichte hier, wie etwa der der Anneliese Michel oder des Cideville Poltergeistes noch einmal in Erinnerung, dann wäre es auch durchaus denkbar, dass Marie Mesmin diesen Angriffen durch „sie selbst“ ausgesetzt war ...
Und der Priester, der vielleicht nur als eine Art persönlicher Katalysator wirkte, wirklich unschuldig war ...
Rein hypothetisch gesprochen.

Was aber, wenn der persönliche Grund wegfällt?
Was, wenn solcherart Attacken unpersönlicher Natur sind?


Terror aus dem Nichts oder Alles in Ordnung, Louie

Anfang November 1927 geschah auf der Camdenbrücke (Federal Street Bridge) in New Jersey etwas Rätselhaftes, ja Gespenstisches … - Fünf Personenwagen und ein Bus der Stadt wurden von unsichtbaren Angreifern „beschossen“. Glücklicherweise wurden dabei (anfangs) keine Menschen verletzt.
Windschutzscheiben wurden zerschmettert und Karosserien beschädigt.

Das rief die Polizei auf den Plan, die sofort einen Amokläufer vermutete, der mit einer Waffe auf die vorbeifahrenden Autos schoss. … Das Problem, das sich nach der Untersuchung der Autos ergab war, dass nicht nur keine Kugeln (oder andere Projektile) gefunden werden konnten, auch die Beschädigungen der Karosserien wiesen keine, für Schusswaffen typische, Einschläge (Geometrien und Gehäuse) auf. - Und auch der Standort des Angreifers konnte einfach nicht ermittelt werden …

Es wurde eine größere Untersuchung eingeleitet, um dem „Schützen“ auf die Spur zu kommen, vermutlich da eines der Opfer, der ehemalige Staatssekretär Albert S. Woodruff, immer noch prominent genug war und deshalb genügend Einfluss dahingehend gelten machen konnte.

Bei der folgenden Untersuchung der Behörden wurde der Polizeiinspektor John J. Rodgers, auf dem Weg die Brücke zu inspizieren, zweimal von dem unsichtbaren Angreifer getroffen und schwer im Rücken verletzt. Ein Schuss verfehlte sein „Ziel“. Doch dieses Mal wurden die Inspektoren fündig: Keine Kugel, sondern ein seltsamer, blauer Marmor war in den Körper des Beamten eingedrungen.
Allerdings stellte sich nun die Frage, wie ein solches Geschoss so beschleunigt werden konnte, in einen menschlichen Körper so tief einzudringen und ihn derartig zu verletzen …, vor allem – aus was für einer Entfernung? - Denn es war wieder kein Angreifer auszumachen …
Bei der Untersuchung des dritten Schusses stellte man eine beachtliche Delle im Stahlgeländer der Brücke fest, und das, obwohl der Schuss den Stahl offensichtlich nur gestreift hatte.

Eine erweiterte Suche, die diesmal auch die Häuser der Umgebung einschloss, brachte auch keinen Hinweis auf den Täter. Was also tun?

Offiziell gab die Polizei bekannt, trotz der nachweisbaren Verletzung des Polizeiinspektors durch ein Marmor-Projektil, dass die Beschädigungen der Fahrzeuge und die Verletzung des Polizisten durch Pistolenkugeln entstanden waren, und zwar mit einem Kaliber 22 oder 25. - Und dies, obwohl (außer dem Marmor) keine weiteren Geschosse gefunden werden konnten. Eine gängige Praxis mit dem nicht-Erklärbaren und nicht-Assimilierbaren umzugehen. Die Reduktion auf angeblich Bekanntes. Die Lüge der Behauptung.

Doch die Angriffe hörten deswegen nicht auf. Das betroffene Gebiet wurde sogar größer.

Personenwagen, Taxis und Busse wurden weiter zur Zielscheibe des unbekannten Angreifers, aber auch Straßenlaternen. Insgesamt wurden diesmal 11 Fahrzeuge angegriffen. Zeugen sagten übereinstimmend aus, dass überhaupt keine Schüsse zu hören waren. Und wieder wurden keine Kugeln gefunden. Und ebenso keine Spur des Angreifers. Verwirrender war, dass man nicht einmal einen Ort finden konnte, von dem die (angeblich gezielten) Attacken ausgingen.

Während die Behörden noch versuchten Erklärungen zu finden, wurde das attackierte Gebiet schon wieder ausgedehnt. Dieses Mal fanden die Angriffe an den verschiedensten Orten statt, doch immer innerhalb der Umgebung von Camden. In Cramer Hill wurde ein Geschäft (Gottlob Mayers) angegriffen: Das unauffindbare Projektil zersprengte die Tafelglastür des Ladens. Man einigte sich zwar darauf das der Angriff von außerhalb des Geschäftes geschehen sein musste, fand aber auch nach gründlichster Inspektion im Inneren kein Geschoss. Es sah aus, als hätte sich das Geschoss einfach in „dünne Luft“ aufgelöst. Zeugenaussagen bestätigten auch hier, dass kein Schuss zu hören gewesen war, geschweige davon, dass ein Angreifer gesichtet werden konnte.

Kein Angreifer, keine Geräusche und auch keine Kugeln. Und auch scheinbar keine persönliche Absicht. - Die Attacken wirkten wie zufällig ausgewählt. Man sprach von der bewussten Verbreitung von Terror und von Chaos. Doch auch hierfür gab es keine Beweise …
War es der selbe Angreifer? Oder war es nun ein Nachahmer? Das ganze Geschehen war rätselhaft.
Es konnten einfach keine Schuldigen und auch keine zufriedenstellenden Erklärungen für die Angriffe gefunden werden.

Ähnlich Attacken gab es in Collingswood und in Lindenwood. Und auch hier das gleiche Bild: Keine Geräusche und keine Kugeln. - Doch nach einigen der vielen Angriffe wurden merkwürdige andere Geschosse gefunden: vernickelte Schrauben … und wieder blauer Marmor.

Nun vermutete man, dass der Angreifer entweder mit einer Art Hochleistungs-Luftpistole oder mit einer großen Schleuder die Attacken ausführte. Doch um was es sich dabei handeln könnte war nicht bekannt, denn so eine Luftpistole oder eine, eine derartige Kraft über große Distanzen entwickelnde, Schleuder gab es (nach Meinung der Behörden) nicht. Und die bloße Menge an Zerstörung widersprach dem auch. Oder die unbekannte Waffe verfügte über einen besonders entwickelten Schalldämpfer. Doch da war immer noch das Problem mit der Entfernung.

Man verhaftete einen kleinen Jungen, der das Pech hatte in der Nähe (zumindest) der Brücke zu wohnen, doch scheiterten die Behörden an der Frage: Wie denn dies alles anzurichten dem Jungen überhaupt möglich gewesen sein könnte? …  Man war verzweifelt. - Der gespenstische Schütze konnte jeden und jederzeit angreifen.
Niemand war mehr sicher.
Und es breitete sich Panik in der Bevölkerung aus. Zwar gab es keine Todesopfer, doch manche glaubten, dass dies nur noch eine Frage der Zeit war. Die Menschen hatten Angst ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen. Die Brücke wurde nun gänzlich gemieden. Jedem Hinweis wurde nachgegangen.
War es noch der ursprüngliche Angreifer oder doch ein Nachahmer?
Und wie konnte ein Nachahmer die Kugeln und Geschosse auch so einfach verschwinden lassen?
Wie war es dem Täter überhaupt möglich den Nachforschungen der Polizei immer wieder auszuweichen?
War es ein Einzelgänger oder waren es mehrere Täter?
Was man sich auch ausdachte, - jede „Spur“ verlief ins Nirgendwo.

Dann kam ein Hinweis von zwei jungen Frauen, deren Schlafzimmerfenster frühmorgens von von einer Kugel durchbohrt worden war. Diesmal war es wirklich eine Kugel, denn sie wurde am Tatort gefunden. Und sie hatte das Kaliber 32 …
Beide Frauen bezeugten einen sehr hochgewachsenen fremden Mann mit einer Pistole gesehen zu haben, der auf der Straße vor ihrem Haus lauerte und zu ihrem Fenster hoch starrte. Als er ihrer gewahr wurde lief er mit außergewöhnlicher Geschwindigkeit davon. Und als er die Ecke des Hauses erreichte, hörten sie ihn sagen:
„Es ist alles in Ordnung, Louie.“
Nachforschungen über „Louie“ oder den hochgewachsenen Fremden blieben ergebnislos, ebenso über die Waffe. Man konnte nicht einmal die Richtung bestimmen, von wo aus der Schuss auf das Fenster abgegeben worden war.
Ich nehme an, es herrschte eine allgemeine emotional geladene Unsicherheit und Verwirrung.
Die Wut und die Panik unter der hiesigen Bevölkerung jedenfalls wuchs. Jetzt hatte man auch ein (mögliches, aber meiner Meinung nach wenig wahrscheinliches) Bild des Angreifers. Und er hatte einen Komplizen bekommen ... Man glaubte an etwas Fassbares.

1928 hörten die Angriffe so plötzlich auf, wie sie begonnen hatten.
Bis heute sind die Geschehnisse von 1927 in der Umgebung von Camden ein ungelöstes Rätsel.


Ein unwirklich kurzer Besuch
oder Ich weiß, dass du das bist

1937. Acht, sichtbar erschütterte Eisenbahner stiegen aus dem Fahrerhaus des Mitternachts-Güterzuges und erzählten eine seltsame Geschichte über diese Fahrt aus dem ca. 30 km entfernten Sandspruit nach Standerton …

Sandspruit selber war in diesem Jahre der Schauplatz eines mörderischen Geschehens gewesen; - ein Ladenbesitzer namens Berman, sein Assistent Liebowitz und die Ehefrau von Liebowitz waren dort ermordet wurden. Man befand den 20jährigen Andries de Plessis für schuldig und so wurde er für diese Verbrechen gehängt. Man befand ihn auch für schuldig zwei griechische Café-Besitzer in Brakpan (eine Stadt in einer anderen Provinz) ermordet zu haben.
Doch hier ist die Geschichte der Eisenbahner:

Es begann, noch während der wartende Zug in Sandspruit stand, als Steine auf den Motorwagen des Zuges fielen. Dabei wurde der Heizer (Vrey) so heftig am Hals getroffen, dass er umfiel. Der Maschinist kam ihm sofort zu Hilfe. Als sie Deckung fanden wollte der Maschinist Vrey zur Beruhigung eine Tasse Wasser anbieten, doch wurde diese ihm heftig „von unsichtbaren Kräften“ aus der Hand geschlagen. Zwei andere Eisenbahner, einer davon der Zugführer, sahen diesen merkwürdigen Vorfall. - Vrey jedoch glaubte an einen bösen Schabernack und beschuldigte einen ihm Bekannten laut auf Afrikaans:
Alles klar, Plessis, ich weiß, dass du das bist!


Der Zug verließ Sandspruit ohne weitere Vorfälle. Da Vrey immer noch benommen von dem Angriff war bot der Wachmann des Zuges an seinen Job als Heizer vorübergehend zu übernehmen, währenddessen Vrey sich noch etwas erholen könnte. Vrey ging darauf ein und wurde von zwei Bediensteten der Eisenbahn, die ebenfalls nach Standerton unterwegs waren, zum Wagen des Wachmannes gebracht, während des Wachmann sich zum Zugführer gesellte.

Im Waggon des Wachmannes angekommen boten die beiden Vrey einen Kaffee an. Umgehend begann ein erneuter Hagel von Steinen auf das Dach des Wagens. Die ihm gereichte Tasse mit Kaffee wurde dem Eisenbahnbediensteten „von einer unsichtbaren Hand“ zu Boden geschlagen, bevor Vrey sie auch nur berühren konnte.
Als sie die Station in Beechwick erreichten, wurde ein weiterer Versuch gemacht, Vrey etwas Kaffee zu geben. Doch abermals wurde die Tasse aus der Hand des Bediensteten geschlagen.
Das wurde zu unheimlich und die Männer beschlossen den Waggon gemeinsam wieder zu verlassen. In einer Kabine waren drei andere Männer, Bedienstete eines anderen Zuges zugestiegen, die von Beechwick nach Standerton reien wollten. Zu ihnen gesellten sich Vrey und seine beiden Begleiter.
Sie erreichten Standerton ohne weitere Vorfälle. Vrey wurde im Bezirkskrankenhaus auf Grund von Schock und den Verletzungen an Hals behandelt. Er war zwei Tage im Krankenhaus.
Das geschah am Freitag.

Am Montag morgens wurde ein Tankwart der Eisenbahn (Van der Westhuizen) in Sandspruit, als er neben einem stationären Zug stand, von einer „unsichtbaren Kraft“ erfasst und zu Boden geschleudert.
Als er später seinen Körper betrachtete, war dieser voller schwarzer Flecken.
In der folgenden Nacht wurde noch ein ankommender Zug in Sandspruit mit einem Hagel aus Steinen „begrüßt“. Es entstand kein Schaden dabei und niemand wurde verletzt. Wo sich Vrey an diesem Montag aufhielt ist mir nicht bekannt.
Danach schienen die „Vorfälle“ wieder aufgehört zu haben.


Der unheimliche Schleicher oder Die unerklärlichen Gasangriffe von Mattoon

Im Jahre 1944 wirft der Zweite Weltkrieg Spannungen, Besorgnis und seine beunruhigenden Schatten auch in Gegenden, die gar nicht direkt von dem blutigen Geschehen betroffen waren, so auch in die USA. Pearl Harbour, U-Boot Blockaden und Gerüchte über mögliche Massenangriffe der Achsenmächte alarmierten und sensibilisierten die Bevölkerung, eine Atmosphäre von Paranoia und Angst, so auch in Mattoon, einer kleinen Stadt in Bundesstaat Illinois …

Am Abend des 31. August 1944 berichtete ein Mann, namens Urban Raef, dass er in der Nacht durch einen schädlichen Geruch in seinem Zimmer geweckt worden sei. Dieser Geruch rief Atemnot und ein schweres Erbrechen hervor. Eine körperliche Schwäche erfasste ihn und seine Frau, die von dem scharfen Geruch gelähmt wurde. Sie waren unfähig den Grund des Geruches zu finden.
An dem selben Abend wurde ein anderes Ereignis bekannt: Ein kleines Mädchen wurde von einem seltsamen Geruch so krank, dass es von schweren Hustenanfällen geschüttelt wurde. Ihre Mutter fand sie gelähmt im Bett liegend vor. Sie war nicht in der Lage das Bett aus eigener Kraft zu verlassen.

Am darauf folgenden Tag, am 1. September 1944, Frau Kearney schlief in der Nähe eines Fensters, mit ihrer jüngsten Tochter (ihre beiden anderen Töchter, ihre Schwester, und ihr Neffe schliefen in anderen Räumen), als sie einen starken, süßen Geruch wahrnahm. Sie vermutete anfangs den Duft von Sommerblumen, doch der Geruch intensivierte sich stetig. Bald schon war er so überwältigend, dass, bei dem Versuch das Fenster zu erreichen, ihre Beine unter der Last ihres Körpers nachgaben.
Frau Kearney rief ihre Schwester zu Hilfe, die, als sie in den Raum kam, sofort von dem starken, süßen Geruch, der die Luft durchdrang, betroffen wurde.
Aus Furcht, dass es sich um irgendeine Art von Gasangriff handelte, lief die Schwester zu einem Nachbarn. Dort unterrichtete sie telefonisch die Polizei. Doch als diese endlich das Haus erreichte war der Gasgeruch „verschwunden“. Auch kein Herumtreiber oder ein möglicher Angreifer konnte ermittelt werden. Frau Kearney selbst konnte sich schnell von dem seltsamen Erlebnis erholen, lediglich ein „brennender Schmerz“ in ihrem Hals verblieb noch eine Zeitlang.

Als dann Herr Kearney nicht lange danach, von seinem Job als Taxifahrer, nach Hause zurückkehrte, sah er eine seltsame Gestalt, die vor dem Schlafzimmerfenster seiner Frau lauerte.
Er beschrieb die Gestalt als einen großen, dünnen Mann, der dunkel gekleidet war und "eine eng anliegende Kappe" oder Mütze trug. Herr Kearney's Versuche den Eindringling zu stellen oder zu fangen erwiesen sich als erfolglos, er verschwand in der Nacht.
Wieder wurde die Polizei gerufen, wieder ergebnislos.
Die Polizei teilte ihre eigene Vermutung mit, dass der Fremde vielleicht ein Räuber war und Kearney's Eingreifen den möglichen Raub vereitelt hätte.

Das war Futter für die Presse.
Schlagzeilen, wie: „Narkotisierender Spanner immer noch auf freiem Fuß“ heizten die ohnehin schon angespannte Atmosphäre noch weiter an. Die Unsicherheit der Bevölkerung stieg und immer neue Berichte erschienen mit Zeugnissen von Menschen, die diesem angeblichen Eindringling auch begegnet sein wollten; dunkel gekleidet und eine eng anliegende Kappe …

Viele der Opfer begaben sich in ärztliche Behandlung. Einige der Berichte erwähnten eine Sprühflasche, die der Angreifer mit sich führte, wie sie zu dieser Zeit zum Versprühen von Pestiziden benutzt wurde. Beschreibungen des wahrgenommenen Geruches reichten von blumigen süßen Düften über Parfum bis zu unangenehmen, moschusartigen Gestank. Auch die Symptome der Betroffenen Opfer variierten. Sie berichteten von Übelkeit und von Schwäche, von Krämpfen, Schwellungen und teilweisen körperlichen Lähmungen. Besonders betroffen waren der Rachenraum, die Lippen und die Augen nach den Attacken des Unbekannten. Trotz fortgesetzter intensivierter Suche konnten die Behörden jedoch keinen Beweis auf den Angreifer finden. Nirgendwo war eingebrochen worden, niemand vermisste etwas ...


Am 5. September gegen 10 Uhr, als Carl und Beulah Cordes nach Hause zurück kehrten, sahen sie ein fremdes, weißes Tuch auf ihrer Veranda liegen, das in der Nähe einer Schirmtür lag. Frau Cordes nahm das Tuch auf. Sie bemerkte sie den seltsamen Geruch, der davon ausging.
Sie roch daran, was sie besser gelassen hätten, denn sie musste sich umgehend erbrechen. Ihr Gesicht begann anzuschwellen und ihre Kehle zu brennen. Sie verlor die Kontrolle über ihre Gliedmaßen und musste in ein Krankenhaus gebracht werden, wo die Symptome noch stundenlang andauerten.
Bei ihrer Untersuchung des Falls fand die Polizei einen stark abgenutzten Schlüssel auf dem Gehweg, sowie einen fast aufgebrauchten Lippenstift. Auch das Tuch wurde gefunden und (soweit man damals dachte) chemisch untersucht. Doch die Analyse stellte sich als absolut ergebnislos heraus; da waren keine Anzeichen von (damals erkennbaren, auch flüchtigen) Chemikalien. Frau Cordes gab sich damit nicht zufrieden, hatte sie die Wirkung schließlich am eigenen Leib erfahren müssen. Sie war davon überzeugt, dass das Mittel auf dem Tuch benutzt worden war um den Haushund zu betäuben und sich so, auf weniger gefahrvolle Weise, Zutritt zum Haus zu verschaffen. Aber es wurde auch nichts vermisst.

An diesem Abend wurde ein Mann beobachtet, der in der Nähe des Hauses, und zwar zur Zeit des Vorfalls, herumgewandert war. Er wurde zwar verhaftet, aber schon bald als potenzieller Verdächtiger ausgeschlossen und wieder freigelassen. Er wusste der Polizei glaubhaft zu versichern, dass er sich nur in der Gegend verirrt hatte. Auch als Zeuge schien er nicht in Frage zu kommen, zumindest habe ich keine dementsprechenden Hinweise gefunden.

In der folgenden Woche mehrten sich die Berichte von weiteren Attacken des unfassbaren, dunkel gekleideten Phantoms. Er wurde überall gesehen, oder zumindest vermutet. Eine Frau Leonard Burrell bezeugte, dass der Angreifer in ihr Zimmer eingebrochen war und sie mit einem scharfen Gas besprühte. Panik hatte die Bevölkerung von Mattoon ergriffen.
Die Behörden, die selbst langsam verzweifelten, riefen nun die Staatspolizei und das FBI zur Unterstützung der örtlichen Polizei zu Hilfe.
Und trotz nochmaliger Intensivierung der Untersuchungen konnte man niemanden finden, der verdächtig war diese Attacken auszuführen.
Was man fand waren Fußabdrücken vor den Fenstern von Zeugen, aber keine wirklichen konkreten Beweise für den Täter oder sein geheimnisvolles chemisches Mittel, was er zum Angriff benutzte. Auch war man sich des Motives der Attacken im Unklaren. Nichts war gestohlen worden und niemand war getötet worden.
Das einzige, was alle Zeugen übereinstimmend berichteten, war die seltsame Fähigkeit des Angreifers aus dem Dunkel zu erscheinen, den geheimnisvollen Gasangriff auszuführen, um dann wieder mit dem Dunkel zu verschmelzen, ohne eine Spur zu hinterlassen …

Mittlerweile patrouillierten, zusätzlich zu den Staatsbediensteten, Scharen von bewaffneten Jägern und Amateur-Vigilanten die Straßen der kleinen Stadt. Aber nirgendwo fanden sie ein Zeichen des Phantom-Angreifers. Zugerufene Ärzte, die die Angegriffenen untersuchten, waren nicht in der Lage einen konkreten Grund für deren physische Symptome zu finden. Die geheimnisvolle chemische Substanz war genauso gespenstisch, wie der Angreifer selbst. Der bekam den Namen: The Wild Gasser, so in etwa: Der bösartige Vergaser.
Bis zu diesem Zeitpunkt waren ungefähr zwei Dutzend Attacken gemeldet worden.
Und am 12. September hörten die Angriffe wieder auf. So plötzlich, wie sie begonnen hatten.

Die Leute der Stadt glaubten, dass ihre Stadt entweder einem Gasangriff ausgesetzt war, der Wahnsinn grassierte oder, dass sie in dieser Zeit von einem Gespenst belagert worden waren.

Die Behörden glaubten, dass die Leute nervlich stark unter dem Druck des fortgesetzten Krieges litten und, dass die angeblichen Angriffe, nichts als „Massenhysterie“ waren.
Tatsächlich wurden auch die gefundenen Fußabdrücke niemals zufriedenstellend erklärt …


Ich kenne dich doch gar nicht
oder Aus einer völlig unerwarteten Richtung


In den Anfängen der MPD-Forschung (s.o.), genauer im Jahr 1889, untersuchte der Bostoner Psychologe Dr. Morton Prince einen seltsamen Fall. Eine Patientin, die ihm unter dem Decknamen Christine Beauchamp vorgestellt wurde (ihr richtiger Name war Clara Fowler), offenbarte unter Hypnose zwei weitere „Persönlichkeiten, die gänzlich von der Hauptpersönlichkeit getrennt in ihr existierten. Die erste davon, von Prince BII genannt, existierte scheinbar in einer eigenen Trance und war nichts gewahr – außer Dr. Prince.
Die zweite, genannt BIII – später „Sally“, war zu seinem Erstaunen eine vollständig und allein existierende Persönlichkeit, die allerdings nur unter Hypnose zum Vorschein kam.
Bislang.

Nun erweckt, herbeigerufen, zelebriert oder beschworen – Sally begann einen Ausgang aus dem Leben mit „Christine“ zu suchen.  - Sie begann Christines Leben zu übernehmen, erst in kurzen Augenblicken des Abgelenktseins, dann für ganze Tage …

Dr. Prince formulierte das in etwa so: Christine ist eine sehr ernste Person, sie mag das Studium von Büchern, sie hat eine sehr religiöse Geisteshaltung und besitzt eine morbide Gewissenhaftigkeit im Umgang mit den Dingen.
Sally, hingegen, ist voller Spaß, macht sich keine Sorgen um irgendwas; das Leben erscheint ihr wie ein großer Witz, sie hasst Bücher, liebt Spaß und das Vergnügen. Sie mag keine ernsten Sachen, sie hasst Kirchen – sie ist wie ein (ungezügeltes) Kind.
Bei weiteren Sitzungen erfuhr Dr. Prince, dass Sally das Vorhandensein (oder die Anwesenheit) der anderen Persönlichkeiten voll gewahr war. Christine und BII merkten gerade einmal das, was sie selber taten. Wenn Sally den Körper übernommen hatte war Christine praktisch wie ausgeschaltet.

Eine Situation, die die nun „erwachte“ Sally ausnutzte. Sie begann der „schlafenden“ Christine üble Streiche zu spielen. Beispielsweise hatte Christine eine Todesangst vor Schlangen und Spinnen. Sally begann alle Insekten zu sammeln, derer sie habhaft werden konnte, packte diese in eine Schachtel und schickte sie an sich selber. Christine, jetzt in Kontrolle über den Körper, bekam die Schachtel mit der Post, öffnete sie verwundert und erlebte den Schreck und das blanke Entsetzen, als die Insekten sich, befreit, über ihren Körper und die ganze Wohnung zu verteilen begannen.
Christine erlebte so manches schwere Trauma in dieser Zeit …
Sally liebte es weit aufs Land hinaus zu fahren, die Kontrolle an die überraschte Christine zu übergeben, die jetzt wieder einen Weg nach Hause finden musste.
Auch liebte Sally es unwahre Gerüchte über Christine unter Freunden, Bekannten und Nachbarn zu streuen oder einfach Christines persönliche Besitztümer zu zerstören.
Das ging über eine lange Zeit so.

Licht ins Dunkel brachte 1899 schließlich eine vierte Persönlichkeit (BIV), die sich an einer sexuellen Misshandlung orientierte, die Christine im Alter von 6 Jahren in einem Krankenhaus erfahren hatte. Dr. Prince glaubte, dass diese Erfahrung Christines Persönlichkeit gewissermaßen „fragmentiert“ hatte, - um das Unschuldige in ihr vor dem erlebten Trauma zu schützen ...


Das Monster von London

Einhundert Jahre früher, im London des Jahres 1788. Die zwei Schwestern, Sarah und Anne Porter , waren auf dem Heimweg zu dem Hotel ihres Vaters, als sie von einem Fremden angesprochen wurden …
Der Fremde starrte die beiden Frauen an, und schrie plötzlich: "Oh ho! Bist du das?"
Dann begann er Sarah auf den Kopf zu schlagen. Die Schwestern liefen davon, zum Hotel.
Dort angekommen begannen sie panisch an die verschlossene Tür zu klopfen, als der Fremde abermals auftauchte. Jetzt hatte er ein Messer mit dem er Sarah an der Hüfte attackierte.
Dabei grinste er diabolisch und ließ erst ab, als die Frauen so einen Lärm machten, dass die Tür endlich  aufgeschlossen wurde und sie eingelassen wurden.
Der Bruder der beiden, John Porter, begann umgehend die Umgebung nach dem Angreifer abzusuchen, konnte jedoch keine Spur von ihm entdecken …

In derselben Nacht griff der geheimnisvolle, grinsende Fremde vier weitere Frauen an.
Das Szenario war in jedem dieser Fälle ähnlich. Der Fremde starrte erst diese attraktiven und gut gekleideten junge Frauen an, dann sagte er grobe oder vulgäre Sachen, und stach sie in die Hüften, die Oberschenkel oder das Gesäß. Erst als die Frauen schrien und flüchteten zog er sich in die Nacht zurück.

In den folgenden Tagen wurden die Angriffe fortgesetzt. Manchmal änderte der geheimnisvolle Angreifer seine Routine. Beispielsweise ließ er die Frauen vorher an künstlichen Blumensträußen  riechen, in denen er eine scharfe Waffe versteckte mit denen er dann ihr Gesicht attackierte. Andere Zeugen berichteten davon, dass er seine Schuhe mit Rasierklingen versetzt hatte, mit denen er sie mit Tritten angriff.

Obwohl die Methoden unterschiedlich waren, folgten die Attacken einem ähnlichen Schema: Zuerst Ansprache, dann geschriene Obszönitäten, begleitet von grobem, sexuellen Gerede. Dem Fremden schien es nicht darum zu gehen die so attackierten Frauen zu töten. Eher sie einzuschüchtern, sie zu verletzen und zu terrorisieren. Er wurde übereinstimmend (sofern das im Dunklen überhaupt möglich war) als hochgewachsen mit einem schmalen, blassen Gesicht beschrieben. Er war dunkel gekleidet. Er war extrem wendig und flink.
Zwischen Mai 1788 und April 1790 wurden über 30 Angriffe gemeldet.

Der Fremde bekam von den Medien die Bezeichnung: Das Monster von London!
Panik breitete sich in der Londoner Bevölkerung aus, Polizeitrruppen patrouillierten die nächtlichen Straßen, Belohnungen wurden ausgesetzt. Nichts half. Die Medien schürten die Ängste immer stärker, bis sich viele Frauen nach der Abenddämmerung weigerten ihre Häuser zu verlassen …
Bewaffnete Bürgerwehren begannen nun ebenfalls in der Stadt zu patrouillieren. Die Frauen, die Abends die Häuser verlassen mussten, begannen Kupferpfannen über ihren Unterröcken zu tragen.
Falsche Anschuldigungen gegen irgenwie verdächtige Personen ...

Die Angriffe jedoch hörten in dieser Zeit nicht auf, vielmehr hatte der Angreifer seine Zielpersonen gewechselt; - nun wurden auch unattraktivere und ältere Frauen attackiert. Das Schema der Angriffe blieb stets das gleiche.

Die verwirrten Behörden verhafteten 1790 schließlich einen 23jährigen Mann, namens Rhynwick Williams. Aber eigentlich nur deswegen, weil er künstliche Blumengestecke herstellte.
Und immerhin waren künstliche Blumen ja ein Teil der „Arbeitsweise“ (M.O.) des Londoner Monsters …
Andere Quellen verweisen darauf, dass er zu dieser Zeit arbeitslos war und nur aufgrund der Zeugenaussage von Anne Porter verhaftet wurde. Dieselben Quellen wiederum verweisen aber auch auf die späteren Zeugenaussagen seines Chefs und der Mitarbeiter (?). Vielleicht war er so eine Art arbeitsloser Gelegenheitsarbeiter? - Doch weiter.

Und obgleich Williams nicht nur Alibis für die Nächte der Angriffe hatte, obwohl sein Arbeitgeber und viele seiner Mitarbeiter sich für ihn verbürgten, wurde er dennoch beschuldigt, das Monster von London zu sein und vor Gericht gestellt. Er wurde zwar nicht des Mordes angeklagt, aber der Zerstörung von Kleidung (ein ziemlich schweres Verbrechen damals → Bloody Code) und zu Sechs Jahren Haft verurteilt.
Weitere Prozesse wurden geführt und die gegen Williams erhobenen Vorwürfe wurden fallen gelassen (sein Verteidiger war der Irische Dichter Theophilus Swift) . Allerdings wurde er nun beschuldigt Menschen in Tötungsabsicht Frauen zu schneiden (was befremdlicherweise ein geringerer Verstoß war).

Die seltsame Geschichte des Londoner Ungeheuers ist natürlich wieder nur auf eine Massenhysterie zurückgeführt worden, die in der Zeit der wachsenden Kriminalitätsrate in den Straßen von London verwurzelt war. Aber der Fall wurde auch nie wirklich gelöst.


Leuchtend war ihre Kleidung und Tödlich der Umgang

In den Achtziger Jahren des letztes Jahrhunderts geschahen merkwürdige Dinge im Grenzgebiet von Chile und Bolivien, genauer in dem kleinen Dorf Aymara. In den sternenklaren Nächten der Anden waren immer wieder bewegende Lichter beobachtet worden. Auch in dieser Nacht. Allerdings war ein Licht in dieser Nacht so hell, dass es das gesamte Dorf für eine Zeitlang illuminierte.

Und während die meisten der dortigen Einheimischen in dieser speziellen Nacht schliefen, geschah etwas sonderbares. Wie aus dem Nichts gekommen wimmelten die Straßen ihres Dorfes plötzlich von fremden menschlichen Gestalten, die begannen dort scheinbar ziellos in der Dunkelheit umher zuwandern.
Beunruhigt von diesem Anblick (und der Unmöglichkeit mit den Fremden Kontakt aufzunehmen, aber auch um eine möglicherweise kriegerische Konfrontation zu vermeiden) verschanzten sich die Bewohner des Dorfes in ihren Häusern, verriegelten die Türen und die Fenster.
So warteten sie auf das Tageslicht um zu entscheiden wie weiter vorgegangen werden soll ...

Mit der Morgendämmerung machte die alarmierende Nachricht die Runde, dass die Fremden versucht hatten ein junges Mädchen (Teenager), das als Schäferin auf dem Anden-Plateau arbeitete, zu entführen. Ihre „Möchtegern“-Entführer wurden als hochgewachsene Personen mit langen, blonden Haaren in leuchtender Kleidung beschrieben. Allerdings war der Schock der versuchten Verschleppung für das Mädchen so überwältigend, dass sie einen Herzinfarkt erlitt, an dem sie verstarb. (Ich nehme an, dass diese Diagnose erst viel später gemacht wurde; und auch aufgrund mangelnder sichtbarer Fremdeinwirkung)

Die Dorfbewohner, weiterhin friedlich, beschlossen, dass eine Verteidigung gegen diese Eindringlinge von wesentlicher und existenzieller Bedeutung war, denn weiterhin belagerten diese die Straßen des Dorfes. In den nun folgenden Nächten versuchten die Fremden sich gewaltsam Eintritt in die verriegelten Häuser zu verschaffen. Sie begannen damit Fenster zu zerschlagen und versuchten Türen aufzubrechen.

Die Dorfbewohner, die zumeist ihren Lebensunterhalt im Bergbau verdienten, hatten, neben Arbeitsgeräten, auch Dynamit. Und das nutzten sie. Sie bastelten sich Wurfstöcke mit Dynamit (tiros de dinamita), um den fremden Angreifern zu zeigen, dass sie durchaus in der Lage waren, sich und ihr Dorf gegen diese zu verteidigen. Tatsächlich wurde diese Drohung verstanden; - Die Eindringlinge zogen sich zurück und beendeten damit die Belagerung des Dorfes, die sich über mehr als eine Woche hingezogen hatte.
Die Bolivianische Presse, das Radio und das Fernsehen verbreiteten nun die seltsame Geschichte. Eine Delegation der Dorfbewohner ging nach La Paz, der Hauptstadt der Nation, um den Fall zu schildern und forderte die Beteiligung der Regierung in dieser Angelegenheit.

Wie schon oben erwähnt, waren diese „Lichter“, aber auch diese Entitäten, nichts wirklich neues in dieser Gegend. Oft wurden glühende „Kugeln“ gesichtet, die auf den Gipfeln der umgebenden Berge landeten oder sich von diesen fortbewegten. Auch diese „bizarren“ Wesen waren schon beobachtet worden, beispielsweise, wie sie durch die staubigen Ebenen wanderten, oder in den Wäldern. Man war ihnen immer ausgewichen, so fern dies möglich war. Gerade in den Monaten von April und Juli waren solche Sichtungen dort mehr als nur häufig.

Diese „Wesen“ werden immer gleich beschrieben: Sie sind (im Gegensatz zu den Eindringlingen des Dorfes) ganz anders als die dortigen Eingeborenen; sie sind dünn, klein, haben (im Vergleich zum Restkörper – durch menschliche Augen betrachtet) gewaltig große Köpfe mit großen, glänzenden, schwarzen Augen, wie „Pflaumen“. Die Leute, die dort leben, wissen wohl über diese Wesen. Deshalb vermeiden sie jeden Kontakt und versuchen nicht einmal über diese Erscheinungen zu reden. Es ist ein offenkundig bekanntes Geheimnis dieser Menschen dort.

(...)
Hiermit „berühre“ ich ein Gebiet der Phänomene, dass ich bislang bewusst ausgespart habe: Gibt es Flugschiffe, die uns aus dem Raum der Welten erreichen, kontaktieren und vielleicht sogar einen Zweck damit verfolgen, der uns weitestgehend unbekannt bleibt?
Oder gibt es vielleicht unterirdische Zivilisationen, hier auf der Erde, die uns allgemein unbekannt sind und setzen diese Wesen, aufgrund ihrer fortentwickelten Technik/Magie Flugschiffe ein, um ihre Anwesenheit zu demonstrieren?
Kommen sie gar aus Alternativ-Erden oder anderen Zeiten, die uns aufgrund unseres bisherigen Lebensstiles, der damit verbundenen Beschränkungen und der überall betriebenen Propaganda den „Menschen“ (und seine derzeitige Technik immer) als am „höchsten“ entwickelte Form im „bekannten“ Universum zu deklarieren, bisher unbekannt geblieben ist?

All das ist bislang nichts als Spekulation und unbekannt. Sicher gibt es für die eine oder andere Idee Befürworter, Indizien und sogar seltsam anmutende „Beweise“. Diese reichen von Geheimgesellschaften, seltsamen Gegenden (wie die Antarktis), Kornkreisen (die intelligente Botschaften zu vermitteln scheinen) über Eingeweihte und spiritistische Medien, über „Kontaktler“ und Channeling, gewaltsamen Entführungen und merkwürdigen Ereignissen (Beispielweise: Die Erlebnisse der Kelly Familie), von Legenden und alten „heiligen“ Schriften, bis zu den allgemeinen Sichtungen dieser (und anderer) unerklärlichen Phänomene. Und sicher noch vieles mehr. Auch deshalb soll dieses Themengebiet hier (in diesem Text!) nicht weiter vertieft werden. Aber es ist auch ein Hinweis, dass phänomenale Attacken sich nicht wirklich nur auf sexuelle (oder anderweitig produzierte) erschütternde menschliche Beobachtungen und Erlebnisse reduzieren. Hier scheint das Vorhandensein unbekannter Entitäten mehr als deutlich in den Vordergrund zu treten, währenddessen Poltergeist-Attacken oder „normale“ Geistererscheinungen eher im psychischen „Milieu“ der Rezipienten angesiedelt sein könnten. Wobei immer wieder darauf hingewiesen werden muss, dass durch die sogenannte Zivilisation, in der wir uns seit Jahrtausenden bewegen, immer mehr der möglichen Fähigkeiten des Menschen entarteten, verdeckt wurden und schließlich allgemein einfach nicht mehr zugänglich waren. Derselbe Effekt der Verklärung uralten Wissens, die Teilung der Sichtweise, weg vom einheitlichen Ganzen (und all den Beeinflussungen, Verknüpfungen und Verbindungen: dem Selbstverständnis eines jeden Dings, dass außerhalb seiner eingebetteten Umstände gar nicht existenzfähig ist!) – hin zu den immer kleiner gesetzten Teilen und weiteren anthropomorph erdachten Grenzlinien. - Als wenn DAS jetzt irgendwas erklären könnte, nahm es uns das auch das Verständnis vielen derartigen Phänomenen gegenüber.

Und allgemein gesprochen hinterlässt das Auftreten solcher unkontrolliert auftretender Geschehnisse uns immer mit dem „Geschmack“ von Unwissenheit und Furcht, und führt uns schnell an die Grenzen „unseres“ wissenschaftlich abgesegneten Realitätsverständnisses, dem wir uns größtenteils, unwissentlich und in den Träumen des „Erklärbaren“ tief vor uns hin schlafend, indoktriniert, unterordnen. Ernüchternd muss hinzugefügt werden, dass die uns, seit langer, langer Zeit verabreichte, Pille (der angeblich erklärbaren Fassbarkeit) bei den meisten Betroffenen zu wirken scheint … Man glaubt nicht einmal den eigenen Augen mehr, wenn es doch der scheinbaren und erlaubten Wahrnehmung und Deutung der jeweilig orientierten Zivilisation zu widersprechen scheint.
(...)


Und noch eine irgendwie auch ähnliche Geschichte …

Während Bolivien auf eine umfangreiche Geschichte von U.F.O.-Erfahrungen zurückblicken kann (die zumeist folgenlos blieben), oder besser: Für Süd-Amerika, ist das, was fast zehn Jahre früher, im Jahre 1977, in der Gemeinschaft von Colares, in Brasilien, geschah bis heute ein Unikum.

In diesem Jahr wurden weltweit 233 Berichte über U.F.O. Begegnungen gemeldet. Und zwar Meldungen der Stufen CE3 und CE4 (10). Alleine 23 davon stammten auch aus Brasilien.
In diesem Jahr kam es im Amazonasgebiet zu einer „Sichtungswelle“. Das Brasilianische Militär war allein aufgrund der Meldungen gezwungen eine Untersuchung („Operação Prato“ → „Operation Saucer“) einzuleiten. Diese dauerte von September bis Dezember.


Die Chupa-Angreifer

Es begann 1977 in Colares, nahe der Stadt Belem, gegenüber der Insel Marajó, die Teil des Amazonas-Deltas ist. Es fand eine „Invasion“ durch fliegende unbekannte Angreifer statt.
Die Brasilianische Insel Colares bekam für kurze Zeit der Mittelpunkt für einige der aussergewöhnlichsten Nahbegegnungen, die jemals aufgezeichnet wurden. Nur wenige, der 2000 Bewohner der Insel, konnten den Lichtstrahlen der Angreifer entkommen. Es gab viele Fotographien der angreifenden Todesmaschinen, die von den Einheimischen „Chupa-Chupa“ genannt wurden.

Chupa-Chupa“ leitet sich von dem Portugiesischen bzw. Brasilianischen Wort ‚chupar’ ab, was ‚saugen’ bedeutet. Die Angegriffenen spekulierten, hinsichtlich der eingesetzten Lichtwaffen, dass ihnen auf diese Weise Blut abgesaugt wurde. Denn diese Waffen verbrannten nicht nur, sie bewirkten auch Müdigkeit und Blackouts bei den Angegriffenen.
Diese seltsamen Todesstrahlen hatten verschiedenen Farben von Licht und Intensität (und dahingehend verschiedene Wirkungen?). Sie waren immer direkt auf die verängstigten und fliehenden Bewohner gerichtet. Menschen, die von diesen Strahlen getroffen wurden, entwickelten die verschiedensten medizinischen Beschwerden, vor allem eine Art von Anämie.
Die Medien wussten hinterher von „Kosmischen Vampiren“ zu berichten …

Niemals vorher (und auch nachher) in der bekannten Geschichte wurden so viele unterschiedliche U.F.O. Typen bezeugt, die sich in Form und Größe derart unterschieden. Kleine, große, Zigarrenförmige, Diskusförmige und viele mehr. Einige leuchteten, andere wieder nicht. Aber alle waren tödlich.

Hier nun die Geschichte:
Es war spät in der Nacht, als Claudomira Paixao, die in ihrer Hängematte auf ihrer Veranda schlief, durch ein starkes Licht geweckt wurde. Dieses Licht veränderte seine Farben, anfänglich grün wechselte es dann zu rot. Auch die Temperatur änderte sich, es wurde immer heißer um sie herum. Verwirrt davon sah sie nun auch noch eine Gestalt auf sie zukommen. Das Wesen hielt etwas in ihrer Hand, was sie an eine Pistole denken lies. Damit zielte sie auf Claudomiras Brust und „schoss“.
Doch anstatt einer Kugel strömte Licht aus dieser „Pistole“ heraus, dass sie dreimal hintereinander immer wieder an der gleichen Stelle traf.
Claudomira war daraufhin paralysiert und vermochte sich nicht mehr zu bewegen.
Nun nahm das Wesen etwas Nadelartiges und entnahm ihr an drei verschiedenen Körperstellen Blut.
Zwar bewegungslos gelang es ihr trotzdem laut zu schreien, was den Angreifer vertrieb, und ihren Cousin alarmierte. Natürlich fand sich keine Spur des Angreifers mehr.
Ihr Cousin brachte sie anschließend ins Krankenhaus, wo man Verbrennungen an ihrem Körper feststellte.

Das war nur die erste Begegnung - nun begann der Wahnsinn!

Unerklärliche fliegende und maschinenähnliche Angreifer begannen, aus dem Norden kommend, die Bevölkerung mit Feuerstrahlen aus Licht zu attackieren. Die Bewohner Colares konnten sich dem nicht zu Wehr setzen. Sie flüchteten in ihre Häuser, denn täglich, nach Sonnenuntergang begannen die Attacken erneut. Colares wurde belagert!

Während der Belagerung verließen viele Frauen mit ihren Kindern Colares. Die Männer blieben, um ihre Häuser und Besitztümer zu bewachen und (falls möglich auch zu) schützen.
Oft machten sie große Feuer, um die Nacht zu erleuchten.
Oft benutzten sie Feuerwerkskörper und schlugen auf Metallgegenstände, in der Hoffnung, die Eindringlinge zu vertreiben.
Doch all das wurde bald wieder aufgegeben, denn es erzielte keinerlei Wirkung. Auch die Hoffnung die Angreifer mit konventionellen Waffen zu verscheuchen erwies sich als völlig nutzlos. - Der Terror dauerte fort und die Angst vor dem unbekannten Schrecken und die Aussichtslosigkeit ihrer Lage lähmte die Menschen.

Dr. Wellaide Cecim Carvalho, einer der behandelnden Ärzte, schrieb:
„Alle von ihnen hatten Läsionen im Gesicht oder im Thoraxbereich erlitten. Diese Läsionen, die wie Strahlenverletzungen aussehen, begannen mit intensiver Rötung der Haut im betroffenen Bereich. Später fielen die Haare aus und die Haut wurde schwarz. Es gab keine Schmerzen, nur eine leichte Wärme. Man bemerkte auch kleine Einstichstellen in der Haut. Die Opfer waren Männer und Frauen unterschiedlichen Alters, ohne Muster.“

Die brasilianische Luftwaffe, die in das Geschehen eingriff, wurde ebenso attackiert, wie die Einheimischen. Aber immerhin schafften es, vier Videofilme der Objekte und viele Fotos zu machen, aber es wurde nie eine Erklärung gegeben, die die Leute von Colares zufrieden stellte.

Angeblich wurde (laut Wiki) die Operation Prato eingestellt, nachdem das Militär keine Anzeichen für ungewöhnliche Phänomene hat ausmachen können.
Die in Colares gemachten Aufnahmen wurden bis in die 90iger Jahre als Geheim klassifiziert.
Vieles dieses Materials kann heute hier (und hier) eingesehen werden.
Die Angriffe mit Lichtstrahlen dauerten über mehrere Monate an und versetzten in dieser Zeit die Insel Colares und ihre Umgebung in Angst und Schrecken.



Der „ungleichste Kampf des Jahrhunderts“


Eine weitere Geschichte aus Süd-Amerika. Es werden keine Namen angegeben oder auch kaum irgendwelche  Angaben zur örtlichen Bestimmung gemacht. Der einzige Hinweis ist die „Quebrada de las Bandurrias“, aber davon gibt es mehreret. Es war wahrscheinlich „irgendwann an der Chilenischen, Bolivianischen oder vielleicht Peruanischen Grenze“. …

Eine Gruppe von fünf berittenen Polizisten patrouillierte eine einsame, gebirgige Grenzlandschaft. Wie alle Gegenden, in denen sich Welten treffen und abgrenzen, finden sich dort auch immer Sammelpunkte für Leute, die entweder gern an einem solchen Rand wandeln, die Gesetzlosigkeit vorziehen oder die günstigen Gelegenheiten solcher Gebiete auszunutzen versuchen.
Diese Polizisten hielten Ausschau nach derartigen Grenzgängern. Man wusste, beispielsweise, über eine Gruppe von Pelzschmugglern, die von dieser Gegend aus operierten und von dort aus die wertvollen Vicuña-Häute vertrieben.

Solche Patrouillen gingen oft über Wochen oder sogar Monate.
Müde, durstig und abgespannt erreichten die Reiter die nächste Schlucht, als sie etwas sahen, was einem „Silbernen Haus“ ähnelte …

In der Gewissheit einen Stützpunkt der Schmuggler ausfindig gemacht zu haben ließ der Leutnant, der für die kleine Abteilung verantwortlich war, sie schweigend absitzen und die Polizisten leise eine Angriffsposition rund den Eingang zum Gebäude einnehmen.
Dann schleuderte einer der Polizisten, als alle Deckung gefunden hatten, einen Stein auf die Silberne Struktur. Umgehend kamen Personen heraus, worauf der Leutnant den Angriff befahl. - Die Polizisten eröffneten das Feuer auf die vermeintlichen Schmuggler. So weit so normal.

Doch dann war nichts mehr normal: Die Kugeln der Polizisten wurden mit harten Lichtstrahlen beantwortet.
Strahlen, die „ihre Ziele durchstechen und wie Blumenkohl aufreißen konnten“ …

Die Pferde, die größeren Ziele, wurden zuerst von diesen Strahlen niedergemacht. Eines der Pferde platzte von innen heraus. Ein Polizist wurde ebenfalls getroffen, was eine verheerende Wunde auf seiner Brust hinterließ. Die Polizisten waren chancenlos diesen fremdartigen Waffen gegenüber; - der Leutnant befahl den Rückzug.

Ohne Pferde kämpften sie sich zwei Tage durch das Gebirge, bis sie ihr Hauptquartier erreichten, wo sie einen vollständigen Bericht über die erlebte Situation abgaben. Und sie wurden ernst genommen. Es wurde eine größere und besser ausgerüstete Mannschaft zusammengestellt und in diese Andenschlucht geschickt. Doch es gab kein Anzeichen eines Silbernen Gebäudes, die Leichen der toten Polizisten, wie auch der Pferde, waren verschwunden. Jedes Anzeichen des Kampfes, selbst das Blut der Opfer war verschwunden …


Zwischenspiel oder Den Schuss nicht gehört?
Im Bereich der heutigen Quanten-“Physik“ wird immer wieder darauf verwiesen, dass wir (also unsere Realität) möglicherweise nur einen subjektiven Wirklichkeit-Teil einer umfassenden (und vermutlich nicht enden wollenden) Anzahl von (möglichen) Wirklichkeit-Gruppen oder -Schwärmen ausmachen. Wenn überhaupt. - Auch da sind sich solche „Forscher“ nicht wirklich einig. Könnte doch sogar die Illusion nur eine Illusion sein, solange sich jemand findet, der das beschreibt ...
Immerhin theoretisieren solche „Modelle“ Realitätsebenen oder sogar eigenständige Welten, die unbeeinflusst vom menschlichen Vorstellungsvermögen existieren. Könnten.
Das sind die Was-wäre-wenn-Welten.

Den Einschlag nicht gespürt?
Natürlich wird jedem, ohne sonderlich großes Nachdenken, schnell klar, dass durchaus ein Unterschied zwischen einer Behauptung, der Deutung eines Phänomens und der erreichbaren Wirklichkeit besteht.
Oder anders formuliert – zwischen Möglichkeit, Wahrscheinlichkeit und Wirklichkeit.

Doch müssen wir uns auch die Frage gefallen lassen, ob bislang unberücksichtigte Gesetzmäßigkeiten auch außerhalb der heute angewendeten menschlichen Vorstellungskraft existieren könnten? Und – inwieweit ALLES tatsächlich miteinander verwoben und vereinigt ist, kann also das eine wirklich unabhängig von dem anderen bestehen?
Und – können vielleicht ALLE Phänomene vielleicht deshalb NUR in bestimmten Umgebungen und unter bestimmten Voraussetzungen existieren? - Das ist eine Idee der angewendeten Magie.
Aber auch der heutigen Physik, Biologie, Chemie, und so weiter …
Es soll eine Zeit gegeben haben, in der die Psychologie unter dem Namen der Religion, der Philosophie, geherrscht hat. Mit all deren Möglichkeiten.
Wie heute als Mittel und Zweck der Politik.


Solche Gedanken führen uns zur letzten Geschichte in diesem Abschnitt. Eine Geschichte, die demonstriert wie nahe manche Erzählungen, aber auch Zeugnisse, der bedingten Fantasie, bzw. einer Kondition, unterworfen sein können. Gerade im Hinblick auf unverständliche Zuhörer, die solcherart Vorstellungen schon aufgrund ihrer eigenen Kultur (und der dort herrschenden Konditionierung) als Spinnerei ablehnen müssen ...


Angriff der „beseelten“ Natur

Boko Haram ist eine extrem gewalttätige Islamistische Gruppierung, die in Teilen Afrikas „aktiv“ ist und dort Terror, - Schrecken, Gewalt, Folter und Tod, verbreitet. Übersetzt bedeute der Name so etwas, wie: „Buch all dessen, was in der Scharia verboten ist“. Doch hierüber sind die verschiedensten Leute unterschiedlichster Meinung.
Solche extrem-religiösen Gruppierungen haben eines gemeinsam: Alle setzen sich für die Einführung der Scharia als oberste Rechtshoheit ein. Sie alle lehnen Westliche Bildung bis zum Verbot ab. Eine ganz ähnliche Auffassung wurde früher auch schon von der Katholischen Kirche vorgelebt.

Und obwohl diese Gruppen Westliches Gedankengut ablehnen, nutzen sie natürlich und selbstverständlich die damit verbundenen Erfindungen gerne und immer weiter …

Mit Menschen, die ihre Gesinnung oder ihr religiöses Verständnis nicht teilen, oder dem gar zu Widersprechen wagen, sind sie nicht sonderlich zimperlich.
Allgemein behandeln solche Leute die Welt, als sei sie zu ihrem persönlichen Spielfeld erschaffen worden. Die Menschen im reichen Norden (oder Westen, wie immer man will) handeln nur nicht so offensichtlich und meistens auch nicht einmal selbst.
Boko Haram hat Verbindungen zu anderen (ach ja, auch so bestimmt und ach so und sicher nur) moderaten Terrorvereinigungen wie Al-Qaida oder Al-Shabaab und sieht sich selbst in Beziehung zu den Afghanischen Taliban.

Im April 2014 entführte Boko Haram  220 Schulmädchen aus der Stadt Chibok, die im Bundesstaat Borno liegt. Einige der Mädchen wurden angeblich nach Kamerun und in den Tschad geschmuggelt und dort für wenig Geld (*) als Bräute an andere militante Organisationen verkauft. Andere der Mädchen wurden gezwungen, ihre Entführer zu heiraten.
Im März 2015 bekannte sich Boko Haram öffentlich zum Islamischen Staat (IS, ISIL, Daesh).

(*)
2000 Naira <=> 7 Englische Pfund, was am heutigen Tag 7 Euro und 80 Cent entspricht

Genug der langen Vorrede, hier ist die kurze Geschichte:

Im Jahr 2017 wurden zahlreiche verängstigte Mitglieder der Terrorgruppe Boko Haram in Nigeria verhaftet. Sie kamen panisch aus einem Wald hervor gerannt und konnten daher leicht festgenommen werden.
Die gefangengenommenen Terroristen waren völlig verängstigt und erzählten, dass sie vor den ständigen Angriffen aus der Natur geflüchtet seien. Und das viele ihrer Mitstreiter davon sogar getötet worden waren:

"Wir haben uns entschieden zu fliehen, als fast alle unsere Kameraden den Sambisa (Wald) wegen der ständigen Angriffe von Schlangen und Bienen verlassen mussten.“

Sie führten aus, dass diese Angriffe keine natürliche Ursache hatten und schrieben sie den Geistern, der aus Chibok entführten Schülerinnen, zu. Diese Geister übernahmen die Körper von Schlangen und Bienen und diese „besessenen Kreaturen“ führten unermüdlich Angriff auf Angriff auf die Boko Haram Gruppe aus. Dabei sind viele ihrer Mitglieder getötet worden.

„Uns wurde gesagt, dass die verletzten Menschen, die unter unserer tödlichen Mission gelitten haben - einschließlich der Geister von einigen von denen, die wir getötet haben - diejenigen sind, die sich in Schlangen und Bienen verwandeln. Unsere Führer sind auch geflohen.“

Einige Boko Haram Mitglieder glauben, dass die Insekten und Reptilien die Aufständischen jagen, um sie für die Massenentführungen zu bestrafen.


Ist es nicht faszinierend, wie „mittelalterlich“ dieses Gedankengut daherkommt?
Wie schnell wir bereit sind, außerhalb unserer eigenen Kultur die Zeugnisfähigkeit und die Urteilskraft derartiger Zeugnisse in Frage zu stellen?
Tatsache scheint – für diese Menschen geschah etwas unerklärliches. Teile der Natur richteten sich zielorientiert auf diese Eindringlinge.
Ihre eigenen „Erklärungen“ sind ihrer Kultur und ihrem Glauben entnommen.
Das heisst nicht, dass sie falsch sein müssen. Ich gebe das zu bedenken.

Und das ist eine wunderbare Einleitung zu dem letzten Thema dieses Textes.



Geisterhafte Angriffe


Flüche und Bestrafungen

Die erste dieser Geschichte stammt von Johannes Aventinus aus dem Jahr 1534. (11)
Für das Geschehen selber wurde kein Datum angegeben.

In dem alten gebirgigen Römerdorf Cement (Caput Montium), nah am Rhein gelegen, geschah etwas seltsames. Irgendetwas – oder irgendjemand noch Unsichtbares begann an die Türen des Dorfes zu klopfen und Steine auf die Bewohner zu schmeißen. So begann es.

Vorher unsichtbar, bekam der Spuk nun eine menschliche Gestalt. Sie wird als „pestizider und bösartiger Genius“ beschrieben, der Diebstähle aufdeckte, Bewohner dieses Diebstahls bezichtigte, und danach ein „Zeichen der Schande auf sie“ setzte. (12)
Man konnte mit dieser Gestalt kommunizieren, aber sie brachte nur „Böswilligkeit und Disharmonien“ hervor.

Dann begann der Terror: Er zündete Scheunen und kleinere Häuser an, die oft niederbrannten und viele Menschen mittellos machte. Er wiegelte Nachbarn und Bekannte gegen von ihm ausgewählte Menschen auf und zerstörte damit manche Existenz. Auf die Frage, warum er dies tat, machte er klar, dass auf diesem Ort ein Fluch lag. Er machte auch klar, dass die Bewohner ihre Türen vor ihm nicht verriegeln durften, denn das war ein Zeichen für die bösen Geister und forderte unbedingte Bestrafung.
Hatte er ein „Opfer“ auserkoren, musste dieser ein glühendes Eisen mit der bloßen Hand tragen, was, wenn er unverletzt blieb, seine Unschuld beweisen würde. Trotzdem verbrannte die Gestalt jedes mal dessen Ernte. Mehr und mehr Menschen wurden vom Terror dieser Erscheinung in Mitleidenschaft gezogen.

Eine unerträgliche Situation, die dem Erzbischof von Mainz gemeldet wurde.
Dieser schickte umgehend einige Priester, um das Dorf und die Felder der Bauern von dieser Plage zu reinigen und damit zu befreien ...

Während die Priester aktiv mit feierlichen Gebeten, geweihtem Wasser und jeder Menge Salz die Reinigungsprozedur durchführten, versuchte die Gestalt sie mit Steinen anzugreifen, musste aber letztlich dem Exorzismus weichen. Er stoppte daraufhin jegliche Aktion gegen die Priester oder die Bewohner und verschwand. Zumindest solange sich die Priester im Dorf aufhielten …

Kaum hatten sie das Dorf verlassen, kehrte er zurück. Er sagte (moderner übersetzt):
„Während diese kahlköpfigen Priester murmelten, ich weiß nicht was, lag ich verborgen unter dem Gewand des einen, der (er nannte einen Namen) die Nacht davor  mit der Tochter seines Gastgebers verbracht hatte.“

Nachdem er dies gesagt hatte, verschwand der „böse Geist“ in einem mächtigen, tosenden Lärm.
Er wurde nie wieder gesehen.


Hör mir doch zu

Diese kurze Geschichte ist verfilmt worden und zwar in der US-Serie „Wenn Geister angreifen“.
Es wird wiederum kein Datum, aber auch kein Ort genannt.

Eines Nachts wurde eine junge Frau, namens Aliszabeth, unsanft geweckt, als sie einen heftigen Schlag, wie mit der offenen Handfläche, ins Gesicht bekam. Sie dachte zuerst an einen bösen Streich ihrer Schwester. Aliszabeth schaute zur Uhr. Es war halb Zwei am Morgen und sie hörte deutlich die tiefen Schlafgeräusche ihrer Schwester aus dem Nebenzimmer.

Und die Attacke war noch nicht vorbei.

Plötzlich wurde sie an den Haaren gezogen, und zwar so heftig, dass es ihren Kopf herum riss. Dann wurde ihre Bettdecke weggezogen.
Aliszabeth wollte schreien, aber sie war wie gelähmt.
Und dann vernahm sie eine Frauenstimme:
„Hör mir zu ... Hör mir zu ...“

Doch die Stimme wurde immer leiser und verschwand dann ganz in der umgebenden Dunkelheit ...


Aufgebauschte Sensationen in Schlagzeilen

2008 – Frauen sexuell von Geistern belästigt!

(Zwei Frauen aus Washington berichteten dem Federal Way Police Department, dass etwas Übersinnliches Sensoren auf ihrem Körper angebracht hat und sie regelmäßig zum Geschlechtsverkehr zwinge.)

Polizei lehnt jeden Kommentar zum Sex-Geist ab!

(Die Polizei nahm einen Bericht über die von den beiden Frauen angegebenen Geschehnisse auf, verweigerte aber jegliche Stellungnahme dazu gegenüber den immer zahlreicheren Reportern.)

Geisterjäger Ross Allison nimmt den Kampf gegen die Geistervergewaltiger auf!

(Der, nach eigenen Angaben, Paranormale Ermittler, Autor, Dozent, Lehrer, Reiseleiter und eben auch Geisterjäger Ross Allison zeigte sich an dem Fall interessiert. Er übernahm im Namen seiner selbst gegründeten Organisation A.G.H.O.S.T. (Advanced Ghost Hunters of Seattle-Tacoma) die privaten Nachforschungen in diesem Fall. Allison verfügt über gute Kontakte im Medien- aber auch im Sozialwesen. Beispielsweise ist er bis heute über die Universität von Bridgeport erreichbar, wo er ein Büro hält. Bekannt wurde er auch durch zahlreiche Auftritte und Reportagen in Magazinen, Funk, Fernsehen und im Internet https://rossallisondotcom.wordpress.com/about/. Eine solche Person sorgte verständlicherweise schlagartig für noch mehr Aufmerksamkeit und weitere Popularität dieses Falles.)

Frauen seit zwei Jahren sexuelle Opfer des Geisterangreifers!

(Allison interviewte die beiden Frauen an dem Ort, wo die Attacken stattfinden sollen, und erfuhr, dass diese Übergriffe schon seit zwei Jahren mehr oder minder regelmäßig geschahen. Die Frage, warum die Frauen dann so lange mit der Anzeige des Falles warteten, wurde, meines Wissens nach, überhaupt nicht gestellt.)

Ghost Hunters schaltet sich in den Fall ein!

(Der Sci-Fi-Kanal (Syfy) hatte einen ziemlichen Erfolg (11 Staffeln) mit der „Reality“ Soap Opera „Ghost Hunters“. Dieses „Wirklichkeits-Spektakel“ war gewissermaßen der Vorreiter für ähnlich „investigative“ Geister „Shows“, die bald schon wie Pilze aus dem Boden schossen. Verständlicherweise sind solche Sendungen auf Zuschauerzahlen angewiesen und nicht nur darauf die paranormale Popularität zu steigern oder gar wirklich investigativ zu arbeiten. So sind diese „Geisterjäger“ eben auch Quotenjäger und sind oft gezwungen alles das zu nehmen, was „seltsam“ anmutet, daherkommt und sich vielleicht auch verkaufen lässt. Und dieser Fall wurde immer populärer.)

Experte erklärt den Fall der Sex-Geister!

(In einem Interview wies Allison darauf hin, dass mit der Anzahl von Gespenstershows auch die Sichtungen von übernatürlichen Erscheinungen oder Geistern wachsen. Und er meinte noch, dass offene Fragen in solchen Fällen immer angebracht sind, denn sie würden helfen das wirklich Unheimliche von (menschlich?) instabilen Geistern zu unterscheiden.)

Der Wachmann war von den sexuellen Geisterattacken informiert!

(Der Wachhabende Dienstmann, der für die Einheiten des Wohngebäudes verantwortlich war, wurde von den Frauen über das geisterhafte Geschehen üblicherweise in Kenntnis gesetzt. Er sagte aus, dass diese Vergewaltigungen an den Wochenenden stattfinden würden. Er empfahl ihnen sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen, was sie daann auch taten. Die Frage, warum er persönlich nicht eingeschritten ist, wurde gar nicht gestellt.)

Polizei verweigert Ermittlung!

(Nach Angaben der zuständigen Polizeiabteilung sind niemals  Anordnungen zur Untersuchung dieses Falles erlassen worden.)

Allison sucht Hellseher für Geister-Attacker!

(Ross Allison sah ein, dass er mit gewöhnlichen Untersuchungsmethoden nicht weiterkam. Er glaubte, dass „psychisch begabte“ Menschen den Fall voran bringen könnten.)

Das große Schweigen!

(Plötzlich verschwanden die beiden Frauen. Und damit nicht nur der Geist, sondern sogar der ganze Fall. Aus den Augen aus dem Sinn.)

(...)
Die Überschriften habe ich natürlich selbst erfunden. Die Angaben zu diesem Geschehen sind sehr spärlich. Eine Schlagzeile auf CBS lautete: Ghosts Attack Women?

Das in der Schlagzeile benutzte Fragezeichen ist ein guter Ratgeber, nicht nur in diesem, auch in den schon geschilderten Fällen.
Und natürlich ebenso in den noch folgenden …


Zerstörerisches Tohuwabohu

Im selben Jahr schloss die Rumänische Polizei eine Untersuchung über Vandalismus ab. Ihre einzige Erklärung war, dass zahlreiche Häuser und deren Bewohner wirklich destruktiven Geisterangriffen ausgesetzt gewesen waren. Diese Angriffe waren teilweise so heftig, dass einige der Häuser danach nur noch Ruinen waren ...

In Lilieci, einem Dorf in Rumänien, geschah etwas Unglaubliches. Die hilflosen und mit der Situation völlig überforderten Einwohner wandten sich an die örtliche Polizei.
Als die alarmierten Beamten diese Geschichten hörten, lachten sie noch über die Fantasie der Erzähler, aber als die Beamten den Spuk dann mit eigenen Augen sahen, war ihnen das Lachen schnell wieder vergangen.

Was war geschehen? Alles begann ohne Ankündigung.
Mircea Hadimbu, 68, dessen Haus bei diesen Attacken völlig zerstört wurde, beschreibt es so:
„Die Fenster begannen, eins nach dem anderen zu zerbrechen. Ich sah zwei Fahrräder, die sich allein durch die Luft bewegten.“


Melentina Bocancea, 78, die in der Nähe wohnt, fügte hinzu:
„Es gab Tassen, die um das Haus flogen, und alle Kerzen, die ich anzündete, wurden ausgeblasen, sobald ich ein Streichholz an sie legte, obwohl kein Windhauch im Haus war.“


Teile der Inneneinrichtungen, Geschirr wurde durch die Räume geschleudert.

Ein Polizeisprecher sagte:
„Da waren Flaschen und Dinge, die einfach herumflogen. Ich wusste nicht, wem ich zuerst ausweichen sollte.“


Und:
„Wir können nichts finden, was andeutet, dass es sich um etwas anderes handelt, als das, was die Leute behaupten.“


Und da man böse Geister nicht bestrafen kann, wurde der Fall, ergebnisoffen, abgeschlossen.
Letztendlich wurde dann ein Priester konsultiert, einen großen Exorzismus durchzuführen, der die Bewohner und die Häuser der Stadt vor den Angriffen schützen und die „bösen Geister“ wieder vertreiben sollte.
 
Ob und wann diese Angriffe aufhörten und ob die Menschen dort wieder ihren Frieden fanden ist mir, trotz weiterer Recherche, unbekannt geblieben.


Nicht mal fünf Minuten

Im Jahr darauf, 2009, wurde ein 13jähriger Junge, Daniel Wilkins, der sich allein Zuhause aufhielt das Opfer eines unerklärlichen Angriffs.

Die völlig aufgebrachte und verängstigte, alleinerziehende und hochschwangere Mutter, Beverley Wilkins, alarmierte sofort ihre örtliche Kirche von dem Vorfall, als sie erfuhr, dass ihr Sohn von einem Geist im Haus der Familie attackiert worden war. Das Haus befand sich in der York Road in Hartlepool (eine Hafenstadt im Nordosten Englands).

Daniel war an diesem Tag, einem Montag, von der Schule gekommen und befand sich allein im Haus. Er saß im Wohnzimmer der Familie, als es geschah. - Plötzlich spürte er, wie „etwas“ ihn aufrichtete, packte und durch das Wohnzimmer hindurch zur Küche hob und schleifte, was aber misslang. Dann öffnete sich irgendwie die Haustür und Daniel wurde von dieser unsichtbaren Gewalt einfach auf die Straße hinausgeworfen. Der erschrockene Junge floh in das Haus eines Nachbarn, dem er, vor Angst zitternd, das unheimliche Erlebnis schilderte. Ein Erlebnis, dass nicht mal 5 Minuten andauerte ...

Seine zurückkehrende Mutter, die, zusammen mit der zweijährigen Tochter, ihren anderen Sohn, den fünfjährigen Ethan, gerade von der Barnard Grove Grundschule abgeholt hatte, fand den völlig aufgelösten Daniel, umringt von einer Gruppe Nachbarn vor ihrer verschlossenen Wohnungstür.

Nachdem sie, nun vorsichtig, ihr eigenes Haus betraten, hörten sie deutlich das Geräusch von Schritten aus dem Obergeschoss.
Die Familie floh ängstlich in die nahe St. Paul's Church und sie schilderten aufgeregt dem Pfarrer Pater Richard Masshedar was geschehen war.

Die Mutter, die ihren Sohn befragte, berichtete:
„Daniel erzählte mir, dass er auf dem Sofa gesessen und Musik gehört hatte, als er spürte, wie ihn jemand packte und mitschleifte. Er wurde hochgehoben, seine Füße berührten kaum den Boden. Doch als er wieder stand wurde er weiter zur Wohnzimmertür geschubst. Was auch immer es war, es versuchte ihn in die Küche zu schieben.“
Er sagte, dass die Haustür dann aufflog und er wieder an den Armen gepackt und auf die Straße geworfen wurde.“

„Er hat niemanden sehen können, aber er hat gesagt, dass, wegen des schweren Atmens, das er klar hörte, es wie ein Mann klang.“

Diese Nacht kehrte die Familie nicht in das Haus zurück. Sie übernachteten bei ihrer Großmutter, Kathleen Galloway. Doch die junge Mutter fand in dieser Nacht kaum Schlaf.
In diesem Raum, indem sie schlafen sollten, gab es einen Rauchmelder. In dieser Nacht löste der Rauchmelder, scheinbar völlig grundlos, jede Stunde einen Alarm aus.

Pater Masshedar besuchte die Familie an einem der nächsten Tage und bot Unterstützung durch die Kirche und den Kirchenvorsteher an. Als erstes sollten gemeinsam Gebete für die Familie gesprochen werden.

Der Vermieter des Hauses sagte, dass es das erste Mal sei, dass er von einem solchen Ereignis (in seinen Häusern?) hörte. Er sagte, er würde verstehen, dass dieses Erlebnis die Familie so aus der Fassung gebracht hat, dass sie das Mietobjekt wechseln wollten. Er sagte weiter, dass er das unterstützen wird, sobald ein anderes, passendes Objekt verfügbar sei.


Über Hilflosigkeit und über Vergewaltigungen


In den Jahren 2005 bis 2009 fanden in Manitoba, in Bolivien, unerklärliche Sex-Attacken statt. Die Bewohner der Manitoba Kolonie, gläubige Mennoniten (13), waren der Ansicht, dass nächtliche Dämonen die Frauen der Stadt vergewaltigten. Es gab keine andere Erklärung für die in der Dunkelheit der Nacht verübten Geschehnisse. - Frauen erwachten am Morgen (oft neben ihren Ehemännern) nackt, die Bettlaken beschmiert mit Blut- und Samenflecken, ihre Körper übersät mit schmutzigen Fingerabdrücken.

Den Frauen fehlte jegliche Erinnerung an die vergangene Nacht.
Doch einige der Frauen hatten Träume, die diese Begebenheiten begleiteten. Beispielsweise träumte eine Frau von einem Mann, der sie auf einem sexuell Feld bedrängt, - um am nächsten Morgen mit Gras in ihren Haaren zu erwachen …
Wer konnte so etwas verstehen? Wie kann ein Traum derartig Einfluss auf die Wirklichkeit nehmen? Die Bewohner Manitobas waren ratlos.
Das Problem waren die fehlenden Verdächtigen und die unheimlichen Umstände dieser Ereignisse.
Es existiert eine Dokumentation dazu, die man sich hier und hier ansehen kann.


Eine dieser Betroffenen war Sara Guenter. Sie erwachte manchmal in ihrem Bett, festgebunden an ihren Handgelenken oder an ihren Knöcheln. Und zwar so fest, dass die Haut an diesen Punkten oft schon blau anlief. Zusätzlich zu dem unheimlichen Seil an den Morgen nach ihrer Vergewaltigung, den fleckigen Betttüchern, erwachte sie oft mit „donnernden“ Kopfschmerzen und einer lähmenden Lethargie. Sie glaubte, dass „das Böse“ in die Kolonie eingedrungen war.
Auch ihre Töchter wurden sexuell attackiert. Auch hier schmutzige Laken und starke Schmerzen.

Die Familie verriegelte Fenster und Türen. Ergebnislos.
Sara versuchte alles, um in dieser Zeit Nachts nicht zu schlafen. Ergebnislos.
Ein befreundeter Arbeiter aus der Nachbarstadt Santa Cruz kam manchmal, um die Nacht in dem Haus zu verbringen und Wache zu halten. Wieder ergebnislos.
Die unerklärlichen Vergewaltigungen in dieser Familie gingen scheinbar ungehindert weiter.
Zusätzlich erschwehrend war der Umstand, dass Manitoba nicht an das Bolivianische Stromnetz angeschlossen war, und daher die Gemeinschaft in der Nacht in völliger Dunkelheit versank.

Anfangs wusste die Familie nicht, dass auch andere Bewohner von diesen Angriffen betroffen waren, also schwiegen sie anfangs. Dann vertraute sich Sara ihren Schwestern an. Und schon verbreiteten sich die wildesten Gerüchte. Niemand wollte ihnen glauben schenken. Im Gegenteil vermeinten die Bewohner scheinbar „eine Affäre verbergen“ zu müssen. Selbst die Bitte der Familie an den Rat der Kirchenminister, eine Gruppe von Männern, die die 2500-köpfige Kolonie regierten, um Hilfe, war fruchtlos.
Doch dann trauten sich auch andere Frauen ihre Geschichten zu erzählen. In der ganzen Gemeinde wachten Frauen mit den gleichen verräterischen Anzeichen auf: zerrissene Pyjamas, Blut und Sperma auf dem Bett und diese lähmende Benommenheit …

Manche der Frauen erinnerten sich an kurze Momente des nächtlichen Schreckens: Für einen kurzen Augenblick sahen sie einen Mann oder sogar mehrere Männer, die ihnen Gewalt antaten, aber sie hatten keine Kraft um Hilfe zu rufen, um zu schreien oder gar sich zu wehren.
Dann war alles wieder dunkel.

Manche der Bewohner nannten es "wilde weibliche Vorstellungskraft".
Andere sagten, es sei eine Plage von Gott.
Wir wussten nur, dass in der Nacht etwas Seltsames passierte", sagte Abraham Wall Enns, damaliger Bürgermeister von Manitoba Colony. Aber wir wussten nicht wer es tat: - also wie konnten wir es aufhalten?"
Niemand wusste, was zu tun war, und also tat niemand etwas.

Einige der Betroffenen begannen, wie teilnahmslos, diese Nächte als schreckliche Tatsache ihres Lebens zu akzeptieren.
Das Leben ging weiter, trotz Schmerzen und Blut.

Und dann kam die unerwartete Erlösung. - Zwei Männer der Gemeinde wurden bei dem Versuch erwischt, in das Haus eines Nachbarn einzudringen. Das führte zu Prügeleien, aber auch zu Geständnissen:
Eine Gruppe von neun Manitoba-Männern im Alter von 19 bis 43 gab zu, dass sie seit 2005 Koloniefamilien vergewaltigt hatten. Um ihre Opfer (und mögliche Zeugen) auszuschalten bzw. deren Gegenwehr unmöglich zu machen, besorgten sie sich ein Spray, das von einem Tierarzt aus einer benachbarten Mennonitengemeinde hergestellt wurde. Dieses Spray wurde zur Anästhesie von Kühen verwendet.
Anästhesie meint das Verfahren zur Erzielung der Empfindungslosigkeit des Nervensystems.

In ihren anfänglichen Geständnissen (die zum Teil später widerrufen wurden), gaben die Vergewaltiger zu - manchmal in Gruppen, manchmal allein -, nachts vor den Fenstern der Schlafzimmer versteckt, die Substanz durch die Fenster versprüht zu haben, um ganze Familien damit zu betäuben. Dann krochen sie in die Wohnungen und begannen ihre blutigen Taten.
Das ganze Ausmaß dieser Verbrechen kam erst in ihrem Gerichtsprozess 2011 an das Tageslicht. Die Opfer waren Kleinkinder und Frauen zwischen drei (3!) und 65 Jahren. Es wurden zwar vorher die kaputten Junfernhäute der Kinder registriert, dies wurde aber auf das Spiel ihrer eigenen Finger zurückgeführt. Die älteren Opfer waren ledig, verheiratet, behindert, all das spielte für die Täter keine Rolle. Auch Männer und Jungen waren unter den Opfern.


Inkubus

Ein Ehepaar aus Malaysia kam im Jahr 2011 zur örtlichen Polizei und erzählte eine absolut unglaubliche Geschichte. Der Mann erzählte den Beamten, dass seine Frau nächtlich von einem "unsichtbaren Mann" vergewaltigt werden würde. (14) Diese geisterhafte Erscheinung entfernte zuerst die Kleider seiner Frau im Schlaf, um sich dann an ihr zu vergehen, während er hilflos daneben lag, wenn sie lustvoll zu stöhnen und sich entsprechend zu bewegen begann. Als sie dies zu Protokoll gaben, ging der „Spuk“ schon länger als einen Monat. Die Frau selber hatte keine Erinnerung an diese Ereignisse.

Das Ehepaar aus Bintulu, Sarawak, reichte einen Polizeibericht ein, aber die Polizei konnte nichts tun, um diesen
unsichtbaren Mann" zu verhaften.
Da die „Obrigkeit“ ihnen hier nicht weiterhelfen konnte (oder wollte?), beschlossen sie sich an ein „Medium“ zu wenden. Dieses versicherte ihnen, dass irgend jemand „schwarze Magie“ benutzt hatte, um die
Seele" der Frau unter seine Gewalt zu zwingen. Und dies geschah durch die nächtlichen Vergewaltigungen.


Vermischte Wirklichkeiten

Im Jahre 2013 suchte etwas ein Haus in Melbourne, Victoria, Australien auf. Am Morgen eines Tages im Juli oder August dieses Jahres, genauer um 3 Uhr 30 erwachte Daniel W. nach einem Albtraum, der ihn mit Atemnot, verschwitzt und mit Herzklopfen bedrängte.
Er versuchte wieder zu Atem zu kommen, als sich in der nächsten Minute der Türgriff seiner Schlafzimmertür zu drehen begann, und die Tür sich knarrend einen Spalt öffnete.
Erschreckt sprang Daniel aus dem Bett. Erschreckt, aber unfähig zu handeln, starrte er auf die sich geöffnete Tür. Und dann sah er „etwas“, - eine dunkle Gestalt mit unangenehmen roten Augen versuchte ihren Kopf in den Spalt zu schieben. Auf ihrem Gesicht war ein unverkennbar spöttisches Grinsen.

Daniel beschrieb diese Gestalt als seltsam „bekannt“, aber anders, als alles was er je zuvor gesehen hatte … Er vermutete, dass sie in seinem Albtraum aufgetaucht war.
Als er sich der Tür näherte verschwand die mysteriöse Gestalt.
Mutiger geworden schaute er sich im ganzen Haus um, seine Eltern schliefen noch hörbar, - aber niemand anderes war dort …

An diesem Morgen befragte er aufgeregt seine Eltern. Aber niemand wusste etwas. Niemand hatte etwas Ungewöhnliches bemerkt. Vielleicht nur ein Fiebertraum?

An diesem Tag musste Daniel zur Schule. Und wieder geschah etwas sonderbares.
Im Mathematikunterricht, alle auf ihre Arbeit konzentriert, schwang plötzlich die Tür des Klassenzimmers auf. - Aber niemand war zu sehen. - Was sonderbar war, denn die Tür war durch Fenster von beiden Seiten einsichtig. Man hätte sehen müssen wer die Tür geöffnet hatte.
Ein Windstoß? Da war kein Wind. Ein dummer Zu-Fall, der einen bedeutsamen Charakter hatte? Gerade aufgrund des heftigen Traumerlebnisses?

Zu allem Überfluss traf er auf eine Freundin, die ihm von ihrem seltsamen Traum erzählte, den sie diese Nacht hatte: Sie sah ihn in diesem Traum, das Haus in dem er lebte. wo er von einer dunklen und mysteriösen Gestalt angegriffen wurde …


I know how Gods begin, Roger. We start as Dreams. Then we walk out of Dreams into the Land. We are worshiped and loved, and take power to ourselves.
And then, one day, there's no one left to worship us.
And in the end, each little God and Goddess takes its last journey back into Dreams... and what comes after, not even WE know.
I'm going to dance now, I'm afraid.”

- Neil Gaiman, The Sandman #45: Brief Lives Part 5


Gott, Dämon, Ruhm, Misserfolg oder Mensch, - wer zieht hier die Grenzen?


Ein Mörder aus dem Grab

Das zumindest ist der Titel der Fassung, wie sie 2014 im TV angeboten wurde. Genauer „Animal Planet“. Und die Show hieß (oder heißt immer noch) „The Haunted“. Ich bin sehr skeptisch dem folgenden Text gegenüber, nicht, weil ich am Wahrheitsgehalt der Zeugen zweifle … Mich stört es einfach, wenn etwas werbetechnisch vermarktet wird. Will diese Familie Hilfe? Oder will sie Aufmerksamkeit? Ich weiss es ehrlich nicht. Trotzdem bitte ich den ironischen Ton zu entschuldigen, der diesen Bericht deutlich einfärbt.


Im Jahr 2007 zog Deanna Simpson mit ihrem Mann zusammen in ein Haus in Hanover, im New York County, Pennsylvania. Sie steckten alles, was sie hatten, in den Kauf dieses Hauses.
Es sollte etwas besonderes sein.
Und das war es auch. In diesen 7 Jahren wurden sie, und auch zufällige Besucher, Bekannte oder Freunde gleichermaßen von den angeblichen Geistern dieses Hauses angegriffen.

Sieben Jahre wurde das Ehepaar, nach eigener Aussage, ständig belästigt. Stimmen im Haus, Kinderlachen oder Hundebellen. Niemals wurde ein Grund dafür gefunden. Und irgendwann begannen sie diese gespenstischen Laute auf dem Tonband aufzunehmen. Doch mit dem Lärmen gaben sich diese „Entitäten“ nicht zufrieden. Leute, die das Haus aufsuchten wurden „wie aus dem Nichts heraus“ angegriffen. Deutliche Kratzspuren auf ihren Körpern hinterlassend.

Deanna Simpson vermutet das Vorhandensein von mehreren Geistern, wobei einige dem Ehepaar auch freundlich gesinnt seien. Aber da seien noch die anderen; böse, dunkle Mächte, mit unmenschlichem Charakter …
Das Ehepaar selber glaubt an einen Dämon. Sie konnten sogar ein Foto von ihm aufnehmen: Eine 7-Fuß-große Schattenfigur. Andere (oder dasselbe?) Schattenwesen wurden gefilmt. Und wie an vielen einsamen, aber auch mit Glauben versetzten Orten (wie manche Kirchen) finden sich Lichtkugeln (Orbs (4)) auf vielen der Bilder.

Priester und paranormale Forscher untersuchten das Haus. Dementsprechend wurde es alsbald eine kleine städtische Sensation und schnell auch über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus bekannt.
Und natürlich begannen sich die Medien (sensationsgeifernd) dafür zu interessieren. So schickte der Sender FOX43 ein Kamerateam zum Ort der Begierde.
Als der Kameramann, Nick Petrillo, begann das Haus zu filmen, spürte er, unerwartet und schlagartig, einen stechenden Schmerz auf seiner Hand . - Sein Handgelenk war zerkratzt und seine Hand wies Verbrennungen auf.

Deanna Simpson reagierte sofort mit Weihwasser darauf.
Weil du die Geschichte erzählst", sagt sie. "Weil du es da draußen tust, weil sie es nicht wollen - das ist -, ich sage dir nur, das ist gerade ihre Art von Warnung.“

Nach dem Auftritt des Hauses in diversen TV-Veranstaltungen wurde das Haus einer „spirituellen“ Reinigung unterzogen und auch noch mit dem Segen eines Priesters versehen.
Und das soll eine Zeitlang auch gewirkt haben …

P.S. Warum ich auf diese Geschichte so skeptisch reagiere ist, weil es sich (zumindest an der Oberfläche) in den USA fast nur um Aufmerksamkeit in den Medien, Beifallklatscherei, Reklame, Geschäftemacherei, also letztlich, um Geld dreht.
Und ich denke ernsthaft, - so, wie dieses Haus bisher in den verschiedensten Medien verheizt wurde, ließ sich dieses Ehepaar sicherlich (und sicher nicht als Warnung oder aus Altruismus) jeden Brennstab vergüten. Das ist halt Teil des US-amerikanischen „Way of Life“, der leider auch hierzulande immer mehr an Zuspruch erfährt. Aber wie-auch-immer, - sollte meine Vermutung richtig sein, und dieses Ehepaar hat aus diesem „Spukhaus“ auch noch ein Geschäft gemacht, dann ist deren ganze Jammerei über  „Dämonen“ oder „Geister“ ein Teil eben dieses Geschäftes.
So etwas sollte immer bedacht werden.
Vermutlich können sie sich nun schon drei neue Häuser davon leisten.
Die wiederum aber vermutlich nicht so einträglich sind, wie dieses alte ....

Man muss manchmal halt kooperieren …, und wenn nötig, - auch mit Dämonen.


Der geschockte Professor oder Alles nur Aberglaube?

Prof. Chandra Prakash Trivedi, 66, wohnhaft in Indore, einer Großstadt in Indien, und der Autor von 10 Büchern über vedische Wissenschaft. 2014 ging er zur Polizei. Er hatte eine Beschwerde vorzubringen. Das gestaltete sich ein wenig kompliziert.

Zuerst die Reaktion der Polizei auf diese Beschwerde:
„Nur weil es keine routinemäßige Beschwerde war, können wir es nicht ablehnen eine Beschwerde anzunehmen. Lassen Sie die Beschwerde untersuchen.“

Hier die Beschwerde. Es ist eine Beschwerde über ungebetenen Sex:
„Diese Frau benutzt Luftdruck-Magneto-Therapie, um Sex mit mir zu haben. In der Nacht. In der Nacht fühle ich eine 'Präsenz', die mir niemand glauben will. Ich bin oft um Mitternacht aus meinem Haus gerannt. - Ich bin ein Wissenschaftler, die Leute denken vielleicht, ich bin geistesgestört, aber ich bin es nicht.“

Die Beamten fragten sich (erfolgreich Westlich konditioniert), ob hinter dieser bizarren Klage vielleicht eher folgende Dinge stecken könnten:
„Es kann alles Mögliche sein; von einer überaktiven Phantasie bis hin zu Drogen, die Halluzinationen oder auch eine legitime Beschwerde auslösen."
Was auch immer es ist, wir haben alle Beschwerden, sei es gegen Zombies oder Werwölfe.“ wandte ein anderer Polizist beschwichtigend ein.

Doch Trivedi ließ nicht locker. Er reichte nun Kopien von E-Mails ein, die von der „verdächtigen Frau“ an ihn gesendet wurden. Diese Frau, behauptete er weiter, hätten böse Geister auf ihn losgelassen. Und:
„Sie lebt in Orrisa und benutzt eine Luftdruck-Magneto-Therapie, um mich zu verführen.“

Die Polizei begann mit ihrer Unyersuchung, allerdings nicht bei der ominösen Frau, sondern beim Geisteszustand des Professors. Doch seine Familie behauptete, dass er medizinisch fit und geistig stabil sei.

„Spuk in unheimlichen Beschwerden könnte die Polizei bald dazu zwingen, eine Anti-Geisterzelle einzurichten oder die Dienste eines Okkult-Praktizierenden oder sogar die eines Psychiaters in Anspruch zu nehmen.“
Aber es gab so viele andere Fälle von Beschwerden gegen "Geister", dass auch die höchsten Polizeibeamten davon Kenntnis nehmen mussten.

Während einer öffentlichen Anhörung in Bhopal im Jahr 2011 hatte der ehemalige DGP (Director General of Police) S.K. Rout Ermittlungen zu einer Beschwerde von Ram Chandra (50) aus Indore angeordnet, der behauptete, er werde von Geistern verfolgt, die ihn nicht schlafen ließen. Geister, die nachts auf ihn losgelassen wurden, um seinen Schlaf zu stören.
Bis er es zu einer öffentlichen Anhörung gebracht hatte, verweigerten ihm selbst hochrangige Polizeibeamte seine Beschwerde.
Ich vermute mal, dass ihm einfach nicht geglaubt wurde. Und dass schien den DGP wiederum zu verblüffen.
Der DGP versicherte ihm daraufhin eine gründliche Untersuchung.

Die Polizei behauptet, die meisten Klagen über paranormale Aktivitäten seien aus der Region Malwa gemeldet worden.
Die Malwa-Region erlangte am 7. April 2005, nach dem Tod von Hunderten von Dorfbewohnern, die in der Narmada von Dharaji starben, weltweite Aufmerksamkeit. Dort wurde Hexerei praktiziert, um die Geister von Bhootdi Amavasya zu exorzieren.


Wir untersuchen es

Im Jahr 2015 wurde der Fall einer angehenden Polizistin publik, die behauptete von einem Geist angegriffen worden zu sein. Dies geschah während ihrer Nachtschicht. Das Schattenwesen packte sie und zerkratzte ihren Oberkörper und ihr Gesicht.
Der Angriff fand in einem Raum statt, in dem auch andere Kadetten gespenstische Begegnungen gemeldet hatten. In diesem Raum wurden, beispielsweise, die blutigen Gestalten einer Frau und eines jungen Mädchens gesehen …

Maria Fernanda, 25, war im mitternächtlichen Wachdienst der Polizeitrainingsakademie in Buenos Aires, Argentinien, als sie deutlich ein Kratzgeräusch aus einem der Hörsäle vernahm.
Sofort informierte sie den zuständigen Wachhabenden darüber, der entschied der Sache persönlich nachzugehen. Während sie außerhalb des Hörsaales wartete, sah sich der Wachhabende um, kehrte aber bald zurück, als er nichts Ungewöhnliches wahrnehmen konnte.
Er sagte ihr, dass sie sich keine Sorgen machen solle und ging zurück in sein Büro.

„Kaum war mein Chef weg, hörte ich das Geräusch wieder.“

„Ich zog meinen Service-Revolver heraus und ging in den Saal hinein - und dann sah ich diesen schwarzen Schatten durch den Raum auf mich zukommen! Bevor ich reagieren konnte, packte es mich und ich schrie. Und rannte geradezu in den Waschraum, wo ich mich einschloss.“

„Dann bemerkte ich, dass Blut in meinem Gesicht, auf meinen Armen und auf meiner Brust war und ich merkte erst jetzt, dass es mich gekratzt hat.“
























Fernanda meldete den Vorfall sofort ihren Vorgesetzten, die daraufhin eine Untersuchung einleiteten.


"Dies ist nicht der erste Bericht über seltsame Sichtungen in diesem Teil des Gebäudes. Ein weiterer Kadett berichtete auch, einen schwarzen Schatten gesehen zu haben, während ein anderer sagte, sie habe eine Frau und ein Mädchen gesehen, die mit Blut bedeckt waren,“ gab ein Polizeisprecher der Akademie zu.

„Aber dies ist das erste Mal, dass einer unserer Kadetten körperlich angegriffen wurde.“

Bei der folgenden Untersuchung wurden in einem der Etagenbetten der Kadetten Blut- und Krallenspuren gefunden. Auch über schattenhafte Geisterfiguren, die bei Sichtkontakt zu verschwinden schienen, wurde berichtet..

„Wir untersuchen es.“


Geister treiben Bauern zu Selbstmorden oder Keine Entschuldigung nötig?


2016 gab der Innenminister von Madhya Pradesh, einem Staat in Zentralindien, eine unglaubliche Erklärung ab. Vorausgegangen war, dass sich über 400 Bauern im Distrikt Sehore im Laufe von zweieinhalb Jahren das Leben nahmen, und zwar zwischen dem 1. Januar 2014 und dem 30. Juni 2016.
Und seltsamerweise (oder auch natürlich) wurde nicht die Politik (oder die Machenschaften von den Kredite vergebenden Banken und Personen, wie Bill und Melinda Gates, die einen derartigen Raubbau (im Namen des Kapitalismus und der Menschlichkeit) unterstützen) für die Tode verantwortlich gemacht, sondern die unbewiesenen und „erbosten“ Geister ihrer Vorfahren.

Der Innenminister des Landes, Bhupendra Singh, vertrat in seiner schriftlichen Antwort an Shailendra Patel, einem Mitglied der Legislativversammlung, die Ansicht, dass nicht hohe Rückzahlraten, enge Kredit Termine oder gar Ernteverluste und mangelder Absatz, oder die von Konzernen, wie Monsanto, auferlegtem Samenbeschränkungen, die Bauern in den Selbstmord trieben, sondern die "Bhoot aur pret" (die Geister und Phantome der Vorfahren).

Die Angelegenheit kam am Mittwoch während der Fragestunde der Versammlung zur Sprache, als offiziell verlautet wurde, dass dies die „bizarre Antwort vom Home Department“ auf die Toten im Sehore Distrikt sei …
Dementsprechend wurde auch keiner der toten Bauern als ein Opfer anerkannt.

„Als Antwort auf die Frage des Gesetzgebers haben wir die Zahl der Opfer und den von den Familienmitgliedern angegebenen Grund für den Selbstmord angegeben. Neben dem Namen jedes Opfers haben wir nur das erwähnt, was die Familie gesagt hat“, erklärte der Innenminister seine Antwort bei der Sitzung.
Diese Geschichte scheint klar und offenbar. Jemand lügt willentlich. Und jemand vertuscht willentlich. Und jemand beschützt damit bestimmte Machenschaften.

Aber was wäre, wenn in der Behauptung von Bhupendra Singh doch ein Stück Wahrheit stecken würde? Wenn bestimmte Vorzeichen, unter bestimmten Bedingungen, erst die Auslöser für bestimmte, aber weitgehend unkontrollierte Kräfte werden können?
Doch das ist schier unvorstellbar, gerade unter diesen offensichtlichen Vorzeichen.
Zumindest für unsere Westlich-indoktrinierten Gedanken ...


Wieder ein Feuerteufel

Im selben Jahr, 2016, wurde die Stadt Gweru, Simbabwe, Opfer zahlreicher geheimnisvoller Brände.
Besonders betroffen war auch die Familie von Philip Hlabati. Er sagte, dass der erste Vorfall bereits im Jahr 2013 stattgefunden hatte, aber dass in den letzten drei Jahren der Zustand unkontrollierbar wurde. Zahlreiche ungeklärte Feuer entstanden scheinbar grundlos irgendwo im Haus und wurden oft nur zufällig entdeckt. Das beobachtete Feuer ging von normalen Haushaltsgegenständen aus.

Und das letzte, durch dieses mysteriöse und bizarre Feuer ausgelöste Inferno war besonders verwirrend, weil es auf ein ungeklärtes Ei zurückzuführen ist.
Die Familie entdeckte das Ei am Morgen unter einem der Betten. Sie konnten sich seinen Ursprung nicht erklären, da die Familie selbst weder Eier noch ein Huhn besitzt.
Verwundert ließen sie es dort liegen. (Um eventuelle Nachbarn, Freunde oder Bekannte darüber zu befragen? Ausdruck einer abergläubischen Furcht vor dem Unbekannten? Was-auch-immer, der Grund hierfür wird nicht benannt)
Doch kurz darauf ging das Bett (unter dem das Ei gefunden wurde) in Flammen auf und zerstörte nicht nur diesen Raum vollständig, sondern auch weite Teile des übrigen Hauses.

„Nachdem das Feuer begann, sagten einige Leute, sie hätten ein Ei vom Dach fallen sehen, begleitet von einem Zettel mit der Aufschrift „Hausati watanga“ (Du wirst leiden)“, gab die Familie zu Protokoll.
Eine anschließende Suche konnte weder die Botschaft noch das ominöse Ei hervorbringen.
„Ich weiß nicht, was passiert", beklagte Hlabati die Medien, das ist alles ein Rätsel für uns und wir brauchen dringend Hilfe.“

Die Beamten der Feuerwehr in Gweru sind gleichermaßen von dem, was mit der Familie Hlabati passiert ist, verwirrt.
„Wir haben versucht, das Feuer mit Elektrizität oder einer anderen Nachlässigkeit zu verbinden, aber konnten dafür keinen Beweis finden. Es ist kein elektrischer Fehler. Die Ursache für die fortdauernden Brände (speziell den letzten untersuchten) ist uns unbekannt“, räumte ein Beamter ein, „wir erlebten merkwürdige Dinge in diesem Haus und mit diesen mysteriösen Feuern.“

Niemand in der Gegend kann die Ursprünge der zahlreichen Feuer, die auch andere Häuser betraf, erklären. Die Hlibatis sind nun gezwungen in dem einzigen verbliebenen Raum des Hauses zu wohnen, der von den Bränden verschont geblieben ist.
Doch sie glauben, dass die Angriffe fortgesetzt werden, und es nur eine Frage der Zeit sei, bis sie von hier fliehen werden. Vor der Ursache, der unheimlichen Quelle, aus der die ungeklärten und zerstörerischen Flammen entstammen mögen ...


Teuflischer Schrecken

Ebenfalls im Jahr 2016 wurden die Bewohner des kleinen Dorfes La Chiriza, in Nicaragua, nach einem seltsamen Zwischenfall mit einem jungen Mädchen, in einem Zustand der Angst versetzt.
Angst vor unheimlichen dämonischen Aktivitäten.

Mitten in der Nacht wurde ein 13jähriges Mädchen aufgegriffen, dass, in einem Trance-ähnlichen Zustand, durch die Straßen des Dorfes irrte. Ihr Körper (speziell die oberen Extremitäten) war mit „satanischen Symbolen“ versehen worden, die in ihren Körper „geschnitzt“ bzw. hineingeschnitten worden waren.

Das Mädchen war nicht imstande ihren Zustand oder auch ihre Anwesenheit in diesem Dorf zu erklären. Sie wirkte desorientiert und instabil auf die Dorfbewohner. Das Mädchen trug eine blau-weiße Schuluniform und alles, was die Bewohner wussten, war, dass sie keine Einheimische war.


Also brachte man zu den Behörden der nächsten Stadt. Und diese konnten dann die Eltern des Mädchens ausfindig machen; kubanische Immigranten, die aber auch keine Erklärung zu diesem Ereignis hatten.
Es wurde gemunkelt, dass das Mädchen an irgendeiner Art von Teufelsanbetung teilgenommen hat und glaubten, dass sie nun besessen sein könnte. Unterstützt wurden diese Vermutungen dadurch, dass ihre Hände und Arme mit Pentagrammen und anderen „teuflischen“ Symbolen übersät waren. - Symbole, die auf äußerst schmerzhafte Weise in ihre Extremitäten geschnitten worden sein mussten.
Solche Symbole werden oft mit satanischen Praktiken in Verbindung gebracht.

Das interessiert natürlich. Der lokale Fernsehsender, Canal 10 Nachrichten, begann die beteiligten Dorfbewohner zu interviewen:
„Wir hielten sie auf, aber es war sehr seltsam. Sie schien ein seltsames Spiel gespielt zu haben. Ich glaube, sie kommt aus Kuba, sie kommt nicht aus diesem Dorf. Es liegt an den Eltern, auf die Kinder zu achten. Das ist wirklich die Schuld die Eltern.“

Nicaragua ist streng römisch-katholisch und das mittelamerikanische Land hat in den letzten Jahren einen großen Zustrom an illegalen kubanischen Einwanderern gehabt, die ihre eigenen afro-karibischen Traditionen mit sich gebracht haben. Was zu Spannungen führte. Die Katholiken, die in der Region leben, glauben, dass es dadurch im Land regelmäßig satanische Aktivitäten gibt.

Kurz vor dem unerklärlichen Auftauchen der 13jährigen war ein Video aufgetaucht, welches einen Exorzismus in der Nicaraguanischen Stadt San Rafael del Sur zeigte. aufgetaucht. Hier wird ein anderes junges Mädchen gezeigt, das herumschreit und sich erbricht, als ein Dämon angeblich aus ihr vertrieben wird.

Die Geschichte ist bis heute nicht erklärt worden.


Die Frau, die einen Geist erstach

Eine weitere und ebenso bizarre Geschichte trug sich 2016 in Maplewood, in den USA, zu. Es hat etwas mit der 3M Hauptzentrale zu tun und auch mit zwei Geistern, die dort einhergehen sollen.
Aber es ist die Geschichte einer seltsamen Attacke, die dort stattgefunden haben soll.

In dem 3M Komplex gibt es Wohneinheiten, die von den Familien der Mitarbeiter bewohnt werden. Als eine Familie spät nach Hause zurückkehrte, stellte sie verwundert fest, dass die Frau, die in der Wohnung verblieben war, nicht auf die Ankommenden reagierte.
Sofort machten sie sich auf die Suche nach ihr und wurden auch fündig: Die Frau stand hinter einer verschlossenen Tür, ein großes Küchenmesser in ihrer Hand und ihr Körper war blutüberströmt. Sie selber schien sich in einer eigenartigen Trance zu befinden.

Aufgeregt und besorgt wurden Ärzte herbeigerufen, die aber nur feststellen konnten, dass der blutbedeckte Körper der Frau keinerlei Wunden aufwies. - Es handelte sich nicht um ihr eigenes Blut! Die Polizei wurde geholt.
Die Frau, die langsam wieder zu Bewusstsein kam, erzählte, dass sie von zwei „Geistern“ angegriffen wurde. Und jetzt wurde es wirklich bizarr:
„Sie behauptete, dass sie von zwei Geistern angegriffen wurde“, sagte einer der untersuchenden Kriminalisten, „und sie stach einen von ihnen mit dem Messer in die Brust, bevor sie bewusstlos wurde.“

Abgesehen von dem Blut, das den Körper und die Kleidung der Frau bedeckten, gab es auch eine Blutspur, die durch das ganze Haus führte - aber nicht darüber hinaus. Mindestens einer der Angreifer, derjenige der verletzt wurde, hatte das Haus bisher nicht verlassen.
Aber niemand war zu finden …
Weder innerhalb, noch außerhalb des Hauses.
Und es wurde auch kein Schwerverletzer angezeigt. Das ganze war ein Rätsel.
Man könnte meinen, dass in einem ziemlich kleinen, friedlichen Vorort der Anblick einer blutenden Person die Aufmerksamkeit von jemandem erregt hätte.
Die Polizei hoffte ergebnislos auf weitere Hinweise oder Zeugen.

Tatsächlich gab es nur eine Aussage, die der Frau nämlich, die behauptete, dass der so „gemesserte“ Angreifer vorher schon längst tot gewesen war ….


Weiblicher Geist attackiert nur Männer

Die letzte Geschichte dieses Textes spielte 2017 in einem winzigen Dorf in Telangana, Indien. Der Name des Dorfes ist Kasiguda. Eigentlich ein normales kleines Dorf in Indien, Mit einer Besonderheit: Nur Frauen leben hier. Und der Rest von Familien.

Es begann, nachdem drei Männer, darunter zwei Brüder, innerhalb von drei Monaten getötet worden. Schuldige konnten nicht gefunden werden, aber es machte das Gerücht die Runde, dass die Männer von einem rachsüchtigen weiblichen Geist erwürgt worden seien.
Weitere Attacken folgten.
Tatsächlich aber, sind niemals Frauen angegriffen worden.

Die Männer flüchteten aus diesem verwunschenem Ort.
Heute sind die meisten Häuser im Dorf verlassen und die Menschen, die zurückgeblieben sind, gehen mit der Sonne schlafen und stehen mit ihr auf.
Die Frauen sagen, dass keine Frau je von dem Geist angegriffen wurde. Aber die Männer und ganze Familien weigern sich dorthin zurückzukehren, bis das Dorf wieder frei von der Präsenz des aggressiven weiblichen Geistes ist ...



Und das wars.
Und ein Fazit?

Seltsame Vorfälle, Begebenheiten und Ereignisse, die in den verschiedensten Teilen der Welt geschehen, lösen oft abergläubische Vorstellungen, Überzeugungen und Gerüchte zwischen den Menschen aus. Aber ebenso den Reflex Erklärungen zu schaffen. Doch jede Erklärung bietet letztlich nicht mehr als eine Vorstellung an. Man kann sich auf sie einigen, aber man kann sie ebenso in Frage stellen.
Man kann sie hinnehmen, man kann an sie glauben oder eben auch nicht.

Und in Ermangelung einer solchen Erklärung wird es schwieriger für unsere Phantasie. Gerade dann, wenn man es mit Vorstellungen zu tun bekommt, von denen unsere Lehrer uns schon allemal gewarnt haben. Viel zu nah seien wir angeblich dem Primitiven, dem Affen-ähnlichem Vorfahr. Und da war die Warnung, dass die Schale der Zivilisation nur dünn sei, und die Natur jeden unbedachten Augenblick daraus wieder hervorbrechen könne … Auf jeden Fall werden Zeugnisse davon beeinflusst sein.

Doch gänzlich ohne Erklärungen oder Glaubenssysteme ist es kaum möglich Dinge einzuordnen oder zu bewerten. -
Oder die Wirklichkeit von der Wahrheit und von der Fiktion zu trennen.
Für jeden Zeugen eine vertrackte Situation.

Behaltet wir im Hinterkopf, dass "Erklärungen", so logisch sie in der jeweiligen Kultur auch erscheinen mögen, so richtig sie dem Moment oder dem Zeitgeist auch erscheinen mögen, nichts als Versuche darstellen das indoktrinierte Schubladensystem des „eigenen“ Denkens in beruhigendere (weniger emotionale, falls möglich) Bereiche zu verweisen und irgendwo unterzuordnen. -
Kurz - man hat keine Ahnung ob eine herangezogene Erklärung auch tatsächlich der wirklichen Situation entspricht, entsprach oder auch entsprechen wird. Aber sie beruhigt durchaus. Manchmal.
Und sie kann die ungezügelte Phantasie eingrenzen. Mit scheinbar schon bekannten Bildern.
Für jeden Zeugen eine vertrackte Situation.

Aber vielleicht ist es an der Zeit unseren Blickwinkel zu ändern?

„Mit Erklären meine ich Organisieren. Es gibt im Leben mehr als Materie und Bewegung: Es gibt auch die Organisation von Materie und Bewegung.“

Ein weiterer Fall für quantenbezogene Statistiker befürchte ich …

„Aber es gab noch nie eine Erklärung, die nicht auch selbst einer Erklärung bedurft hätte.“

und

„Wird das, was heute konventionell gelehrt wird, in der Zukunft so schwachsinnig erscheinen wie den heutigen Orthodoxien die Ausdünstungen vergangener Systeme?“

Eine gute Frage.
Und damit wars das dann wirklich.

 

 

 


Einige zusätzliche Anmerkungen oder Ergänzungen, auf die im Text hingewiesen wurde

Alle Zitate, die nicht gesondert bezeichnet wurden, stammen von Charles Hoy Fort.

(1)
Anhänger der Freud'schen Unterdrückungslehre für vielschichtige Ausdrucksformen im Reizverhalten zum späteren, möglichen Paarungsgeschehen dürften beim Anblick der Form einer Kirsche (ebenso vermutlich) unter Schamesröte erblassen. Es ist für den eingeschränkten Sucher einfach Formen in ihrem Zweck zu entfremden, wenn er sich dabei den Versuchungen seiner eigenen Fantasie ausgesetzt sieht. Behaupte ich jetzt einfach mal so. Und das meine ich auch mit einem anthropomorphen Weltbild.


(2)
Ein Zitat aus der TV-Serie „Prisoner", die eine fiktive Welt der absoluten Kontrolle präsentieren soll.
Aber davon ist unsere Wirklichkeit bestimmt noch weit entfernt.


(3)
Nicht nur Deutsche schauen weg. Alle Europäer, alle Hedonisten, die hoffen, daß es irgendwie weitergeht, ohne selbst einen Finger dafür zu rühren, ohne sich korrekt zu informieren, die einfach die Verantwortung an unfähige, sich dem Verrat an Europa und an anderen Regionen verpflichteten Politikern deligieren! Mittäter durch pure Passivität. Und wenn sie irgendein Boulevardblatt durchgeblättert haben, fühlen sie sich ausreichend informiert und das genügt ihnen."

- „Loup" im Contra-Magazin (zwar ein Kommentar zu Syrien, aber passt schon, irgendwie ...)



(4)
Wir sprechen heutzutage bei derartigen Erscheinungen von „Orbs“. Diese Erscheinungen sind oft für die Beobachter unsichtbar, finden sich aber auf gemachten Fotos in erstaunlicher Anzahl wieder. Oft können sie auch direkt beobachtet werden. In einigen Gegenden ist von Irrlichtern die Rede, wenn es zu solchen Erscheinungen kommt, gerade in sumpfigen oder morastigen Umgebungen. Auch die interessante Frage, ob, und in wie weit, das Phänomen der Kugelblitze mit dem Orb-Phänomen in Beziehung steht, kann nicht hinreichend geklärt werden. Das liegt auch an der unterschiedlichen Bewertung dieser beiden (vielleicht nicht einmal so unterschiedlichen) Phänomene in den Augen der heutigen Wissenschaft. Orbs können hell leuchtend, aber auch durchsichtig beobachtet werden, in verschieden Größen. Wie auch Kugelblitzen scheint dem Orb-Phänomen etwas „intelligentes“ anzuhaften. Das erklärt sich aus dem sonderbaren Verhalten dieser beiden Phänomene, das weltweit bezeugt wurde.


(5)
Charles Tart, US-Professor für Psychologie in Waking Up: Overcoming the Obstacles to Human Potential (1986)



(6)
Diese Geschichte findet sich in vielen Büchern (Colin Wilson, Pauwels & Bergier, Illuminatus! und mehr) über sogenannte Paranormale Geschehnisse. Ich glaube die Geschichte wurde von CG Jung überliefert.


(7)
Von wem eigentlich? Von „Spezialisten“ und „Experten“, die diese Grenze selber beschritten und vielleicht auch überschritten haben, um wieder umzukehren und uns davon zu berichten? Oder wieder nur eine „selbstgefällige“, alte Geschichte zur Wahrung der derzeitigen Ansichten und der "gegebenen" gesellschaftlichen Ordnung?



(8)
Hexerei und Heiligkeit sind die einzigen Realitäten. Die Magie rechtfertigt sich durch ihre Kinder; sie essen Brotkrusten und trinken Wasser mit einem tieferen Genuss, als ein Epikureer in je empfinden kann.

- Arthur Machen; Der große Gott Pan (1890)


→ Epikur, griechischer Philosoph. Lehrte von dem Ziel des Glücks durch ein Leben der materiellen Freuden und der Lust des Daseins,    sowie der Freiheit von Schmerz und Unruhe.
→ Heute: Genussmensch


(9)
Albert de Rochas hatte in einem (damals) bekannten Buch über "Die Exteriorisation der Sensibilität" Experimente vorgelegt hatte, die zeigen, dass das Ankleben von Stiften an ein Wachsbild einer Person ähnliche Wunden auf dem Individuum selbst hervorbringen kann


(10)
CE = Close Encounters
Wird vorwiegend bei U.F.O. Nahbegegnungen verwendet. Was ich aber persönlich nicht für sonderlich sinnvoll halte, gelten für andere Phänomene doch teilweise ähnliche Begleitumstände und sogar ähnliche Voraussetzungen. Aus diesem Grund halte ich es für legitim „Außerirdische“ mit Poltergeistern/Geistern/etc., - also allgemein unerklärlichen Phänomenen, gleichzusetzen.
Hyneks Klassifizierung von U.F.O.Sichtungen:
CE-1 Begegnung der ersten Art → Eine Sichtung von etwas Unbekanntem aus naher Entfernung.
CE-2 Begegnung der zweiten Art → Eine Sichtung, bei der etwas in irgendeiner Weise mit der Umgebung interagiert und dabei greifbare Spuren wie, beispielsweise, einen Abdruck im Boden, verbrannte Erde oder auch einen Kornkreis hinterlässt.
CE-3 Begegnung der dritten Art → Das Erscheinen oder die Sichtung von etwas Unbekanntem aus naher Entfernung.
CE-4 Begegnung der vierten Art → Die Entführung (Abduction) von Menschen oder anderen Lebewesen durch Außerirdische.
CE-5 (neu) Begegnung der fünften Art → Kontaktaufnahme mit Außerirdischen (friedlich?)

 

(11)
Eigentlich Johannes Turmair, Aber gemäß der Sitte dieser Zeit wurde der Name, nach der lateinischen Namensform seiner Heimatstadt (Abensberg an der Donau in Niederbayern), in Aventinus geändert.


(12)
Schwer zu sagen, was hiermit genau gemeint ist. Der Text geht nicht näher darauf ein.
Die Idee des „Zeichens der Schande“ wird dem „Buch der Bücher“ entnommen worden sein, wo der zweitgeborene Sohn, aufgrund seines Vergehens – dem Mord an seinem Bruder, ein sichtbares „Kainsmal“ tragen musste. Die Idee dazu stammte angeblich von ganz Oben.
Ein solches „Schandmal“ konnte im Mittelater von einer bestimmten Kleidung über Stigmata (Narben, Wundmale, Verbrennungen) bis zur Amputation von Körperteilen (Finger, Nase, Ohren, Zunge, etc.) oder gleich ganzer Gliedmaßen reichen. Dies sollte ein deutliches und sichtbares Zeichen setzen, abschreckend und schon verurteilend wirkend, indem es die so Gezeichneten als Verbrecher (Andersartige) kennzeichnete und damit ihre Rückkehr in die vertraute Gemeinschaft erschwerte oder sogar verhinderte.


(13)
Die Mennoniten entstammen der Evangelischen Freikirche. Ihr Name ist von dem niederländischen Reformator Menno Simons abgeleitet.
Die Mennoniten leben zurückgezogen und lehnen in ihrem Glauben die Modernität und Technologie der „modernen“ ungläubigen Welt ab.
Früher verfolgt, haben sie sich heute über die ganze Welt verbreitet.

In dieser speziellen Kolonie Manitoba, in Mittel-Amerika, umgeben von Brasilien, Peru, Chile und Argentinien, wird bis zum heutigen Tag noch Nieder-Deutsch gesprochen.


(14)
Heutzutage werden derartige Phänomene gern belächelt und bestenfalls mit der „Schlaf Paralyse“ in einen Zusammenhang gezwängt. Außerkörperliche Erscheinungen haben im streng messbar-materiellen Gedankengut althergebrachter Gedankenmodelle selten einen Platz. Solche Annahmen oder Überlegungen bleiben bislang nur Spinnern, mutigen Außenseitern, Grenzgängern und Quantentheoretikern vorbehalten.
Im Mittelalter jedoch kannte man derartige Erscheinungen unter den Namen „Sukkubus“ und auch „Inkubus“. Wobei „Sukkuba“ die pluralistische weibliche Komponente nächtlicher Sex-Attacker benennt, und „Inkkuba“ die männliche.
Natürlich werden solche Erscheinungen, die mitunter unerklärliche „Beweise“ für ihre Anwesenheit hinterlassen, gerade heute, in unserer, ach so „aufgeklärten Zeit“ belächelt, ignoriert, verleumdet und verleugnet, und dienen doch gerne zur Schaustellung in Literatur und Film.

Auch hier finden sich, wie bei allen „unerklärlichen“ Auftritten „unerklärter“ Phänomene (und dies meint Fliegende Untertassen ebenso wie auch Poltergeister oder was-auch-sonst-noch), die Betroffenen  am Rand einer Gesellschaftlich induzierten Lächerlichkeit. So etwas schreckt etwaige Zeugen derartiger Erlebnisse verständlicherweise ab.

Die „Psychologie“ gibt sich alle Mühe für Erscheinungen und Geschehnisse vernünftig klingende Namen zu erfinden, die aber nur „beweisen“ sollen, dass derartige Spuk-Ereignisse „nur“ im Hirn der Betroffenen (also auch anderer Personen oder der jeweiligen Partner) stattfinden oder stattgefunden haben. "Massensuggestion" ist dann hierfür ein beliebtes Wort. Und zeugt von der Faulheit weitere Untersuchungen einzuleiten oder einfach weitere Anstrengungen zu machen. Dazu kommt natürlich noch ein eingeschränktes (oder bedingt erlaubtes) Denksystem. Kurz, - das Vorhandensein deartiger Wesen wird abgestritten. Dazu kommt:
Der Christliche und Jüdische Begriff der „Sünde“ (oder der „Sündhaftigkeit“) war für verklemmte Seelenklempner und Grenzformulierer in noch verklemmteren Gesellschaften und Zeiten, sicher ein deutlicher Hinweis auf ihre eigenen, reflektierten, Fantasien, Vorstellungen und Betrachtungsweisen (siehe (1)), und ebenso sicher auch ein Spiegelbild des Verständnisses der jeweiligen sozialen Umstände und derer Reflexionen auf alle „Schichten“ der „dort“ anzutreffenden Bevölkerung.

Doch wer weiß, wie nah die Psychologie mit dem Hinweis, derartige Erscheinungen seien erst im „eigenen“ Geist entstanden, an den wirklichen Geschehnissen liegt?

„Sie ernähren sich von der Lebensenergie schlafender Menschen, mit denen sie sich nachts paaren. Wenn sich ein Incubus oder Succubus mit einem Menschen paart, wacht dieser während des Aktes nicht auf und kann sich höchstens in Form eines Traumes an den nächtlichen Besuch erinnern.“

- Wikipedia (Incubus)


Oder wie weit entfernt?

Mi

31

Mai

2017

Von Fröschen und von Prinzen

„Even the wolf can learn, 
even the sheep can turn, 
even the frog become at last the prince.“

- Peter Hammill, Lost and Found (Over 1976)


Von Verwandlungen und Mutationen


Die unwirklich Kranke

Es war mitten in einem Familienstreit. Unsere Familie lebte verstreut in Deutschland, aber teilweise auch in den Vereinigten Staaten von Amerika. Und natürlich ging es um Geld; oder es ging um Erbschaften, präziser ausgedrückt. Jeder, der so etwas, direkt beteiligt oder nicht, erlebt hat, weiß vielleicht um die Ungerechtigkeiten und die Hilflosigkeit solch temporären Exzessen gegenüber. In dieser Zeit habe ich, als Jugendlicher, meine Aufgabe darin gesehen Schlichtung voranzutreiben. Seltsam, wenn man jetzt daran zurückdenkt …

Mir ging es hauptsächlich um meine Großmutter, die, aufgrund dieser Entwicklungen, fernab meines Teils der Familie in ein Altersheim verfrachtet worden war. Ungerechterweise, wie ich mir sicher war. Ich besuchte sie so oft es mir möglich war. Da ich zu dieser Zeit zwar ziemlich mittellos war, Bahnverbindungen aber noch erschwinglich und das „Trampen“ ein fester Bestandteil unserer Jugend-„Kultur“ war, gelang mir das auch relativ häufig. Und eben in diesem Altersheim geschah dann etwas für mich Außergewöhnliches:

Die älteren Leute (zumeist Frauen) fanden sich, neben dem obligatorischen Fernsehgerät, in kleinen Gruppen zusammen. Als Jugendlicher erlebt man sich unter „alten“ Menschen als ziemlich deplatziert, gewissermaßen sogar als Eindringling oder Außenseiter, aber das ist nur ein eingeschränktes und subjektives Erleben. Denn, legt man erst einmal diese Vorurteile beiseite und öffnet sich dem ein wenig, hört man vielleicht erstaunliche Dinge und Sichtweisen über Erlebnisse von der nicht aufgezeichnetenoffiziellen“ Vergangenheit. So erging es mir. Und Vergangenheit war für diese Damen ein bedeutsames und folgenschweres Thema mir damals unbegreiflicher Wichtigkeit.

Und da war eine bestimmte Frau. Ich weiß ihren Namen heute nicht mehr, aber sie schien wesentlich jünger zu sein als die anderen. Und sie beteiligte sich jedes Mal an diesen Gesprächen, sofern ich mich korrekt erinnere. Diese Gespräche handelten (für mein Verständnis) grundsätzlich nur von drei Hauptthematiken: Der Deutsche Kaiser und ihre Jugend, ... die (schon gelebte, also bewältigte, und daher wohl auch schon bessere) Vergangenheit im Allgemeinen und … Krankheiten ...
Dieser letzte Punkt war mir durchaus verständlich, denn alte Menschen leiden häufiger und hingebungsvoller unter dem fortschreitenden Verfall der inneren Organisation des eigenen Körpers.
Und da war diese Frau

Von den älteren wurde sie gern belächelt, und irgendwie nicht für „voll“ genommen. Ich konnte mir anfangs keinen Reim darauf machen. Bis es zu einer Erklärung kam: Eines Tages, während der zahllosen Gespräche über Krankheiten, beklagte sich diese Frau über Hautausschläge. Aber niemand ging auf sie ein. Normalerweise wurden Krankheiten lang und breit diskutiert, ausgebreitet, über mögliche Ursachen gerätselt und Ratschläge gegeben. Doch nichts dergleichen geschah. Eine andere Frau beklagte, dass sich Wasser in ihrem Bein sammele und sie nun mit Medikamenten „vollgestopft“ werden würde. Und Ärzte. Ärzte, sowieso

Aber die Reaktion dieser jüngeren Frau gegenüber erschien mir absolut unrichtig, also konfrontierte ich meine Großmutter und die anderen Frauen mit ihrem (meiner Meinung nach falschem) Verhalten, als diese (kurz) nicht gegenwärtig war. Ich weiß es noch wie Heute, denn die Reaktion der alten Damen war (für mich) absolut seltsam: Sie erklärten mir ernsthaft, dass diese Person keine „echten“ Krankheiten hätte und sie jede Woche mit einer neuen Geschichte ankäme. Lustigerweise (oder auch nicht) mit einer Krankheit, mit der sich eine der anwesenden Damen kurz vorher selbst zu plagen hatte. Und ja, es gäbe ein Wort für derartige Leute, nämlich „Hypochonder“. Das müsse man alles nicht so ernst nehmen, beruhigten sie mich, mit einer Weisheit, die Jahrzehnte umfasste und mir absolut unbegreiflich war. Zumindest, bis ich meine Großmutter zwei Wochen später dann wieder besuchte …

Dieselben Gespräche über Vergangenes und Krankheiten. Kaffee, Tee und Kekse wurden herumgereicht. Und dann begann die jüngere Frau (deren Hautausschlag sich wieder zurückgebildet hatte) über ihre Beine zu klagen, in denen sich nun Wasser ansammele, und sie nun vom Arzt deswegen behandelt werden würde … Diese Bemerkung brachte mir nickende, wissende und lächelnde Gesichter ein. Was ich anfangs gar nicht verstand, bis ich mich an die Gespräche von vor zwei Wochen erinnerte. Ich fragte meine Großmutter dann, wie lange diese, wohl eingebildeten, Krankheitenfunktionieren“ würden? Und sie sagte, aber so sind alte Leute manchmal eben, dass sie „alle Naselang“ mit neuen Krankheiten ankäme. So, als wollte sie (wie die anderen) ebenso krank sein, um mitreden zu können. Oder suchte sie einfach nur Akzeptanz? Und dann kam etwas biblisches, so mit Glauben und Wünschen und so. Aber bei der geschähe halt alles im Kopf.
Für mich jedoch hatte sich die Sicht auf eine völlig andere Seite der Wirklichkeit geöffnet …

Ich kann nicht behaupten, dass es sich hierbei um ein „Schlüsselerlebnis“ gehandelt hat; vielleicht schon irgendwie, denn ich verstand, dass auch andere, diesmal auch echte, Menschen (also nicht nur die, in irgendwelchen Geschichten) mit dem Unheimlichen und Unerklärlichen konfrontiert werden können.
Es war auch so etwas wie: Ich war irgendwie nicht mehr alleine!

Bis zur Reife geschieht im Leben des Heranwachsenden viel im eigenen Erleben. Erlebtes scheint sich kompromissloser, direkter und konkreter auszudrücken, von Mitleid bis zum eigenen Schmerz. Dazu kommen streitende Gedanken und Gefühle und dann die Anpassung an gewünschte Konditionen, und auch der Widerstand dagegen; … was alles sicherlich auch zur späteren, möglichen Reifung beiträgt.
Und möglicherweise ist man gerade deshalb auch in dieser Zeit so offen für Manipulationen jeder Art ... (?)
Schule und Straße sind oft die wichtigsten äußeren Begleiter, neben dem Schutz des Elternhauses, sofern man das Glück eines irgendwie funktionierenden Elternhauses besitzt oder besaß. Für viele, die ich kannte, war es nur die Straße ...

Nun lässt sich sicherlich eine Menge über die willentlich, gewünschten oder nur neugierigen „Tastversuche“ schreiben, sich der Wirklichkeit anzunähern, ein jeder auf seine/ihre individuell vorgegebene Art und Weise. Ebenso über Zwang oder Zu-Fall, oder was noch immer. Oder über Verwandlungen. Aber das führt zu weit fort. Oder auch nicht. Wir werden sehen …

Das Thema „Hypochonder“ war sehr faszinierend. Fanden sich doch hier Menschen, die Kraft ihrer Vorstellung (Wunsch? Willen?) metamorphe Veränderungen ihres Körpers bewirken konnten.
Was für eine Macht?!
Und was wäre, wenn diese Menschen diese Macht nutzen würden, um sie nicht länger destruktiv gegen den eigenen Körper zu richten und damit temporären Schaden zu bewirken?
Was wäre ihnen möglich?
Und was war das überhaupt für eine Macht?
Ich beschloss weiterzuforschen.

 

Parapsychologie“ war etwas, was mich seit jeher anzog. Denn diese schien, neben absonderlichen Geschichten, auch den vertrauten Abdruck von wissenschaftlicher Forschung (und damit schon irgendwie auch Legitimation) zu besitzen. Aber, was wusste ich damals schon? Auch Verständnis ist etwas, das erst reifen muss.


Ein erster Kontakt

Und, - Unerklärliches hatte mich mein ganzes Leben schon begleitet. Das erste, an das ich mich erinnere, geschah, als ich 6 Jahre alt war. Wir waren gerade umgezogen und ich lag einschläfernd in meinem abgedunkelten, aber eigenen, Zimmer. Als plötzlich Lichter an der Wand erschienen. Taghell, von innen heraus leuchtend und grün! Laser waren in dieser Zeit bestenfalls Teil irgendwelcher Raumfahrt-Geschichten. Und für so etwas hatte ich zu dieser Zeit überhaupt kein Interesse. Und auch gesehen hatte ich nie zuvor derartiges. - Und es machte mir Angst! Eingeschaltetes Licht „vertrieb“ diese grünen Lichter, doch nur bis zum wieder-ausschalten. Und ich rannte zu meiner Mutter. Ich wollte hier nicht schlafen. Etwas war in „meine“ Welt eingedrungen, etwas, was meine Mutter nur meiner lebhaften Kinderphantasie zuschrieb. Doch ich tauschte sofort das Zimmer mit meinem älteren Bruder, den so etwas offenkundig überhaupt nicht beeindruckte.
Aber ich hatte so entsetzliche Angst vor diesen Lichtern, die eigentlich einfach (und völlig harmlos) nur an der Wand der Mansarde erschienen waren. Und die sich (auch noch) von "anderem" Licht ebenso einfach wieder „verscheuchen“ ließen ...

Und vermutlich würde ich meiner Mutter durchaus recht geben, was meine Phantasie angeht, hätte ich solche Phantome niemals wieder gesehen. (!) Doch traten solche Phänomene (in den verschiedensten Gestalten und Ausdrucksformen) immer wieder in mein Leben ein. Oft auch beobachtet von anderen, die darüber Zeugnis ablegen konnten … Dazu später mehr.

Eier, die immer kompliziertere Eier herstellen, um ihren Fortbestand zu sichern“

Paraspychologische Schriften waren immer schon „seltsam“ anziehend und interessant für mich. Es war fesselnde, coole Literatur, auch weil sie behauptete sich auf real stattgefundene Fälle zu stützen. Und ich vermute, neben der Spannung hoffte ich auch dadurch Erklärungen und nicht nur für meine eigenen Erlebnisse zu bekommen.
Stattdessen aber vertieften die Rätsel sich nur mehr und mehr.

Hier, eine kleine Auswahl: Von Verstorbenen, die zuletzt noch Kontakt mit den Lebenden suchten. Von Gliedmaßen, die einem nicht gehören. Oder von Gliedmaßen, die man verlor, und trotzdem weiterhin spürt. Photomethoden, die eben diese Gliedmaßen zeigen, obwohl sie (in unserer Wirklichkeit) scheinbar definitiv nicht mehr nachweisbar sind. Geschichten über Heiler, die Menschen von fern oder durch einfache Handauflegung gesunden lassen konnten. Eindrücke, die nach dem Verlassen bestimmter Orte, sich nicht verflüchtigen. Tabletten, mit Gar-Nichts drin, die zur Heilung benutzt werden. Wo nur der Wunsch „der Vater des Gedankens“ zu sein scheint. Wo der Berg zum Propheten kommt. Menschen, die sich verirrten und denen ein Weg „gezeigt“ wurde. Gedankenübertragungen, speziell unter Zwillingen, aber auch unter sich nahe stehenden Menschen. „Heilige“ Orte, die aber an unsichtbaren Geraden verlaufend, Europa von Norden nach Süden durchziehen. Emanationen, die den Geruch der Jahrhunderte schwängern. Orte, an denen „Dinge“ geschehen. Tunnelsysteme, die mehrere Stockwerke umfassend, scheinbar von und für Kindergrößen geschaffen wurden. Dinge, am Himmel und auf oder unter der Erde. Und immer sind wohl Menschen an diesen Erscheinungen beteiligt. Oftmals nur als Zeugen. - Wundersames und Unerklärtes. Eine neue Welt, gefüllt mit seltenen Absonderlichkeiten. Und das war auch nur eine kleine Auswahl.
Sind es alles nur Lügen oder „alte Geschichten“ oder aber vielleicht durch die Zeit tropfende Geschehnisse?

Ist es die menschliche Phantasie, die hier (manchmal durchaus überraschende) Zusammenhänge kreiert, oder kommen wir irgendwie in Kontakt mit dem bisher Unbekannten unseres möglichen Erfahrungsraumes? Und warum passiert so etwas oft nur innerhalb bestimmter Zeiten, nur bestimmten Menschen und scheint (auch Aufgrund der Unvorhersehbarkeit) jegliche „normale“ Überprüfung schlichtweg damit abzulehnen?
Und ich habe bisher noch nichts gelesen, was Hypochonder, Heiler, den uns eigenen „inneren Doktor“ oder die Wirkung von Placebos erklären könnte ...
Was wissen wir wirklich, was nicht nur auf Behauptungen, Anpassungen oder Theorien balanciert?

Wir „wissen“ (oder glauben zu wissen) das es im Weltraum eiskalt und größtenteils völlig leer ist. Wir „wissen“ aber auch, dass Licht und Wärme Trägerstoffe benötigen, um sich selbst zu transportieren. Trotzdem scheint und wärmt die Sonne. Oder Meteoriten, die auf einer sich drehenden fortbewegenden Erde, innerhalb eines sich ebenfalls fortbewegenden Sonnensystems, wie gezielt bestimmte wiederkehrende Orte in bestimmten Ländern bombardieren. Ist so etwas, mit unserem heutigen „Wissen“, überhaupt möglich?
Oder sind es letztlich die Erscheinungen, die Phantome, die unsere echte Wirklichkeit bestimmen?

Und könnten wir es „sehen", wäre die Wahrnehmung solcher Erscheinungen auch nur auf den Apparat bzw. die gegenwärtige Achtsamkeit, sowie die derzeitige Konstruktion unserer Augen beschränkt.
Heutige Wissenschaft glaubt zu wissen, dass der menschliche Körper zur einen Hälfte aus Kleinstorganismen besteht, ein weiteres Viertel ist der (leere) Raum zwischen den Atomen, und das letzte Viertel bekommt dann einen Namen und einen Pass, mit dem es seine individuelle Lebenszeit, je nach Sozialisation und Geburtsort, bestreitet. Und wenn wir wirklich aus dem Meer gekommen sind, warum nur sind wir denn nicht lieber einfach dort geblieben? Haben sich unsere Voraussetzungen damit tatsächlich irgendwie verbessert? Im Hinlick auf was?!?

Eigentlich doch ganz passabel, dass unsere Augen oftmals nicht mehr als die äußere Erscheinung als grundsätzliche Realitätserfahrung annehmen … So können schon oberflächliche Betrachtungen und Vermutungen spielerisch Zufriedenheiten herstellen.

Doch was, wenn solche Grenzen sich verflüchtigen, wenn Erscheinungen in den alltäglichen Erfahrungsbereich eindringen, für die die „normale“ Wahrheit (oder auch Logik) bisher noch keinen Platz hat?
Ist eine solche Wahrheit mehr als ein bestimmter Blick auf die verschiedenen Aspekte der Wirklichkeiten, und auch mehr als nur eine Prognose augenblicklicher Wahrscheinlichkeiten?

Mehr als nur … Phantome?


Dann musste ich pinkeln, doch als ich wieder zurück kam, da lag ich immer noch schlafend im Bett

Etwas, was wir uns als Menschheit fragen sollten … Etwas, dem wir nicht nur in technischer Hinsicht gegenüberstehen: Wo beginnen unsere Grenzen und wie viel davon beruht auf wissentlicher oder unwissentlicher Täuschung?
Oder auf, durch bestimmte Einflüsse, gesetzte (und dadurch reduzierte) Wachsamkeit?
Wie viel davon ist durch Manipulation bestimmter Daten, durch einseitiges Verständnis oder durch hypnotisch anmutende Vorgaben sichtbar geworden oder verloren gegangen?
Konfrontiert mit einer „objektiven“ Realität sind wir bislang scheinbar immer nur auf „subjektive“ Annahmen angewiesen.
Oder auf „zeitgemäße“ Behauptungen und Auslegungen.
Letztlich aber auf Zeugenaussagen.!
Auch deshalb noch etwas mehr „Autobiographie“ ...


Im freien Fall

Ein anderes, mir unerklärliches, Ereignis geschah in meinen frühen Jugendjahren.
Da war ein Mädchen. Nicht die Liebe des Lebens möglicherweise, aber ich war doch schwer verliebt. Also nutzte ich jede Gelegenheit (nach der Schule) irgendwie Zeit mit ihr zu verbringen. Und eines Tages, wir waren am Nachmittag mal wieder mit ihrem Hund unterwegs, zeigte sie mir einen komischen Ort, gleich hinter dem Haus ihrer Eltern, aber schon im anreichenden Industriegebiet. Es war ein, von einer hohen Hecke umschlossener, Rasenplatz. Klein und, über den eigentlichen Verwendungszweck bin ich bis heute im Unklaren ... Man musste sich durch den Zaun zwängen, um diesen Ort zu erreichen. Aber hier wurde sogar irgendwie gemäht, das war auch auffällig

Doch es ist lange her, und die Zeit trübt so manches Detail.
Dieser Ort erschien mir auch, wie eine kleine geschützte Oase inmitten der hektischen Großstadt. Und es war ein warmer, sonniger Tag. Wir legten uns auf das Gras und beobachteten wie die Wolken vorüberzogen ...

Und plötzlich geschah etwas! Ich wurde (wie soll ich das beschreiben?) in den Himmel „gezogen“ ... -
Die Wolken näherten sich erstaunlich schnell und ich konnte immer mehr Einzelheiten erkennen. Ich spürte nichts körperliches, konnte aber trotzdem irgendwie „sehen“ …

Alles ging sehr schnell. Und in einer schon großen Höhe wendete sich dann die Sicht.

Ich konnte nach unten „blicken“ und sah all die bekannten Häuser von oben, die Autos, die großen Straßen, aber auch uns, ich sah mich dort liegend, diesen Ort, sie, den Hund, die Hecke, und es „riss“ mich immer weiter nach oben. Alles wurde rasend schnell immer kleiner. - Und dann diese Angst! Denn da war nichts, wo man sich mehr festhalten konnte. Oder steuern, oder irgendwie irgendeine Einwirkung auf diesen reißenden „Sog“ haben konnte.
Und die Angst wurde so entsetzlich und gewaltig, dass ich nur Augenblicke später in meinen Körper zurück „gerissen“ wurde. Der restliche Tag verging wie in einem zähflüssigen Tran. Ich war so benommen von diesem Geschehen, dass meine Freunde, die ich an diesem Tag noch sah, behaupteten, ich hätte wie ein „Roboter“ gewirkt …

Wieder nur „blühende“ Phantasie? Ich habe gesehen, was ich gesehen habe, das kann ich beschwören!  -
Aber was nutzt das schon?

In dieser Zeit hatte ich nichts mit übernatürlichen Dingen „am Hut“. Ich war ein großer Sciencefiction-Fan und las begierig alles, was ich davon in die Finger bekommen konnte. Mein Bruder und ich hatten nämlich auf dem damals noch vorhandenen Sperrmüll, über 500 Perry Rhodan Romane gefunden. Von Nr.1 ab … und alles in der Erstauflage! Was seinerzeit aber überhaupt keine Bedeutung hatte.
Und der SciFi-„Stoff“ war absolut faszinierend, hatte ich so etwas bestenfalls bisher im Fernsehen gesehen: Die neugierige Menschheit auf dem Weg zu den Sternen! Darin waren sicherlich auch viele Kinderträume verstrickt und all diese Möglichkeiten für eine wünschenswerte Zukunft …

Ich glaube ich trug einige dieser Romane immer mit mir herum, wie kleine Kinder ihre Puppen oder Teddybären. Und zu meinem Erstaunen wurde die Literatur auch von Schulkameraden gelesen, mit denen ich mich dann sehr schnell befreundete.
Dann gab es da noch die Musik (die immer irgendwie wichtig schien), die Schule, andere Freunde und … Mädchen.
Ein ganz normaler Teenager, vermute ich.
Aber was ist eigentlich schon wirklich normal?

Viele Jahre später dann hatte ich ein „ähnliches“ Erleben. In dieser Zeit begann ich mich aber schon für U.F.O.s, Mystik und Magie zu interessieren, und, modischerweise, dann natürlich auch für Meditation.

 

Ich bin ein sehr lebhafter Mensch, der sich zu allem möglichen gern äußert, war dort „wo der Bär tanzte“, hatte viele Freunde, - aber mit „Stille“ hatte ich nicht wirklich viel zu schaffen. Ehrlich gesagt, ich verstand so etwas einfach nicht. Für mich, der zwar mit sich selbst gern diskutierte, war es, eher vielleicht, wie Kurt Tucholsky Herrn Wendriner sagen ließ: „Wenn ich in mich selbst hineinhorche, ist da niemand da, der antwortet. Und das macht mir Angst.“
So, oder so ähnlich ...

Und ich war gerne allein mit dem „Außen“ verbunden, das war „die ganze Welt“, so glaubte ich damals. Doch, wie schon gesagt, manches Verständnis muss erst reifen …
Auf Drängen einiger Freunde besuchte ich also dann auch einen Kurs für Meditation, wo uns gleich zu Beginn angeraten wurde uns, bei jeder der folgenden Übungen, doch einfach „fallen zu lassen“.

Und das passierte – ich „fiel“ - tatsächlich; - mit der gleichen Hilflosigkeit, in der gleichen Schutzlosigkeit, mit der gleichen Angst; ich fiel einfach … körperlos - in das so erschreckend wirkende Dunkle ...
Und musste, sehr zum Erschrecken des Meditation-Leiters, in meinen Körper zurück „genötigt“ werden. Zumindest wurde es mir so erzählt.

Ich werde im folgenden Text (noch) keine möglichen Berührungspunkte meiner Erlebnisse mit, beispielsweise, Nah-Tod-Erfahrungen suchen. Ich denke auch, dass so etwas, erst einmal, so gar nicht möglich ist. Auch wäre der Versuch „Erklärungen“ hierfür anzubieten schon im Ansatz zum Scheitern verurteilt. Sicher lassen sich – irgendwie – immer mathematische „Schnittmengen“ aus dem, von scheinbarer Logik und 10 Fingern gefertigten, Zauberhut hervorziehen, doch könnte „irgendetwas“ als Erklärung herangezogen werden, wenn letztlich ALLE Phänomene (beobachtbar oder auch nicht!) aus der gleichen Quelle resultieren mögen? Bei einer (jeweiligen) Erklärung kommt es auf den (abgegrenzten) Bereich an, in dem sie wirksam werden soll. Und existiert denn wirklich irgendetwas absolut unabhängig von „äußeren“ Einflüssen? Ist so etwas möglich? Oder anders gefragt: Wo ist die Realität bei einer beliebigen Grenzziehung?

Das Feld der scheinbaren „Objektivität“ haben wir mit solchen Fragen sicher schon mit „Sieben-Meilen-Stiefeln“ und auch nicht sonderlich erfolgreich hinter uns zurück gelassen. Deshalb konzentriert sich der folgende Text auf das „Subjektive“ und Unbekannte. Das, was bislang von der Forschung meist nur „im Dunklen“ betrieben wurde (wenn überhaupt, und wenn dann auch Abseits des Mainstreams) und uns nicht nur an der bisherigen Wahrnehmung unserer „Welt“ (und die Darlegung bzw. die Interpretation derselben) zweifeln lassen könnte, sondern uns auch durchaus phantastische Möglichkeiten zubilligt.

Doch, - wo sind diese Möglichkeiten heutzutage?
War es Vernachlässigung (wie Gurdjieff vermeint), die zu unserer heutigen Situation geführt hat?
Oder die, immer wieder unterdrückte, Furcht vor dem Unbekannten?
Oder sind wir (die Menschheit) hier (auf diesem Planeten) einfach nicht mehr erwünscht, wie Charles Fort (in einigen seiner Texte) durchblicken lässt?
Sind wir gar Besitz?
Wo ist eigentlich der „kosmisch reale“ Unterschied zwischen Mikro- und Makro-Evolution, im Bezug zu zeitlich unbegrenzter Neu-Ordnung?
Verfügen wir denn heutzutage noch über die „evolutionären“ Möglichkeiten unserer (längst im Nebel der Zeit oder in Spukgeschichten verschwundenen) Vorfahren?
Oder sind wir von unseren Gewohnheiten (gerade scheinbarer Autorität gegenüber) so eingenommen, dass wir grundsätzlich eingrenzen, aussperren und vernachlässigen müssen?

Sicher scheint jedoch, dass bestimmte Entwicklungen (gerade in den Augen der herrschenden „Klasse“) einfach nicht erwünscht sein können. Außer, - zu deren eigenem Machterhalt, sowie hinsichtlich ihres zukünftigen „Spielraums“.
Und ebenso sicher wird das folgende Material, gerade hinsichtlich der bisher „offiziell“ getroffenen und „etabliert“ angenommenen Grenzen des Mensch-Seins, für die Beantwortung dieser Fragen keine Antworten bereithalten, ausgenommen, vielleicht nur, die der eigenen Phantasie

Zumindest haben wir mit solchen Fragen etwas berührt, was der heutigen Psychologie einen gänzlich anderen Ansatz erlaubt. Der folgende Autor gibt dazu einige nachdenkenswerte Überlegungen ...

 

Hier muss unbedingt festgehalten werden, dass alle psychologischen Systeme oder Lehren, sowohl jene, welche offen existieren, als auch jene, welche versteckt oder hinter einem Deckmantel bestanden, sich in zwei Hauptkategorien einteilen lassen:

Erstens: in die Systeme, welche den Menschen studieren, so wie er ist – so wie sie ihn antreffen – oder so wie sie annehmen oder sich einbilden, dass er sei. Die moderne „wissenschaftliche“ Psychologie oder was unter diesem Namen bekannt ist, gehört zu dieser Kategorie.

 

Zweitens: in die Systeme, welche den Menschen studieren – nicht vom Standpunkt dessen, was er ist oder zu sein scheint, sondern im Hinblick darauf, was er werden kann, das heisst, vom Standpunkt seiner möglichen Evolution.“

- P.D.Ouspensky, Autor und Lehrer des 4.Weges; The Psychology of Man's Possible Evolution (1951); dtsch. Edition Plejaden

 

Und sicherlich leben wir unter künstlich geschaffenen Bedingungen, die uns auch den Blick versperren mögen auf eine Welt der natürlichen, aber vielleicht auch übersinnlichen, Ursachen. Es ist eine bemerkenswerte Tatsache, dass wir anstatt unserem eigenen Verstand (oder unseren eigenen Augen) zu vertrauen, uns stattdessen bequemerweise lieber auf Erklärungen oder ebenso künstlich geschaffene Autoritäten verlassen. - Wir sollten akzeptieren, dass ein Erklärungsmodell ebenso gut wie ein anderes ist, wenn man sich die dafür benötigten Indizien und Beweise zurecht schaufelt ...
Dieses Manuskript ist auch ein Plädoyer für Unvoreingenommenheit.

Und während sich dieser Text noch mit dem parallelen Zusammentreffen ungewöhnlicher Ereignisse befasste, mit bedeutsamen, aber unerklärlichen Überlebenden, mit Ereignissen, die zu seltsamen Veränderungen von Gewohnheiten führten und mit dem zu-fälligen Ausbruch spontaner („wilder“) Talente, erwünschter oder auch nicht, versucht nun das Folgende diese Verwirrung noch zu vergrößern. Letztlich werden wir tatsächlich unfähig sein, den Mensch auf eine imaginäre „Menschlichkeit“ zu reduzieren, denn die Grenzlinien zwischen dem Möglichen, dem Tatsächlichen und dem Zukünftigen müssten dann generell neu gezogen werden. Und die eben genutzten Begriffe werden ein Synonym für ungenutzte, bislang latente Möglichkeiten, über die vielleicht jeder von uns verfügen kann. Und es eventuell auch schon tut, und zwar ohne sich dessen gewahr zu sein? Dies ist gewissermaßen eine Fortsetzung ...


Warum kann Gott dem Menschen vergeben, dem Teufel aber nicht?

Warum
nur haben die, vielleicht, meisten Menschen solche Schwierigkeiten mit dem Unbekannten?


Wenn ich ... (etwas) ... aufgrund meiner akzeptierten Fälle beharrlich ablehne, dann stimme ich einerseits mit etwas überein; und es hat ja andererseits auch jeder Mensch das Bedürfnis, irgend etwas abzulehnen - jeder, der etwas glaubt oder irgend etwas akzeptiert, hat das Bedürfnis, etwas anderes als albern, übertrieben, falsch, böse, unmoralisch oder kurz als Tabu zu sehen.“

 

Viele Menschen lehnen das Paranormale, das Unerklärliche, das bislang Unbekannte energisch ab, wenn es sie irgendwie selbst betreffen könnte, und zwar solange sie sich nicht auf „sicherem Boden“ diesen Phänomenen gegenüber wähnen. Nur wenige unter uns sind tatsächlich so abgebrüht, abgestumpft oder aber mutig genug, sich dem „Paranormalen“ alleine entgegen zu stellen. Doch warum nur erfüllt uns, schon oder gerade, als Kinder allein die Vorstellung den Raum mit einem (möglichen) Geist zu teilen mit nackter Furcht?
Ist das auch ein Teil der Zivilisation, also unserer Erziehung?
Und solange solche Geschichten nur anderen passieren, scheinen sie im Roman, im TV oder im Kino auch eine recht große Anziehungskraft und Faszination auszuüben.

Geistererzählungen oder Spukgeschichten sollte man sicherlich nicht in der mit vielen Menschen besetzten U-Bahn lesen,dann eher schon unter „geeigneteren“ Begebenheiten, allein um deren „Wirkung“ ein wenig auszureizen
Das hat sicher auch etwas mit Achtung dieser Literaturgattung gegenüber zu tun.

Da gab es etwa mal eine nette Gruselgeschichte von Ambrose Bierce. Sie handelte von einer Wette darüber, eine bestimmte Spukgeschichte ganz alleine zu lesen. Die bedachten Voraussetzungen hierfür waren 3 einsame Tagesmärsche durch einen dunklen Wald bis hin zu einer völlig abgelegenen Hütte ohne elektrischen Strom, und nur ein Kerzenstummel, der gerade für eine halbe Nacht, zum Lesen des Dokuments, ausreichen konnte
Prima Voraussetzungen um der Phantasie ein wenig mehr „freien Lauf" zu lassen.  :)

Aber, das ist ja auch nur eine Geschichte, nicht wahr?
Aber was ist denn keine Geschichte?!?

Wie-auch-immer, heutzutage sind wir ja schlauer. Statistisch „passieren“ die meisten Geistererscheinungen nämlich nicht in der Nacht, und schon gar nicht zur „Geisterstunde", sondern zwischen drei und vier Uhr am Nachmittag ...
Also, bloß die Augen auf beim Einkauf!, - denn vielleicht ist das betreffende Kaufhaus gar nicht mit „richtigen" Menschen gefüllt …
Aber auch schon die Statistische Chance einem Geist überhaupt zu begegnen ist schon als äußerst gering einzuschätzen.


Der seltsame Besucher

Die nun folgende Geschichte handelt in einer Zeit vor dem gezwungenen Auszug meiner Großmutter.
Sie enthält eine scheinbare „Begegnung“ ist dabei aber auch irgendwie enttäuschend kurz.
Ich war zu diesem Zeitpunkt 15 Jahre alt.
Meine Mutter hatte, auch aufgrund des frühen Todes meines Vaters, die Gewohnheit entwickelt meinen Bruder und mich, bei jeder sich bietenden Gelegenheit (das bedeutet neben Schulferien und längeren Feiertagen auch manches Wochenende) zu unseren Großeltern auszuquartieren. Dies ging aber nur solange gut, bis mein Bruder, als er 10 oder 11 wurde, begann ein recht unberechenbares Verhalten uns und der „Welt" im Allgemeinen gegenüber zu demonstrieren. Ab da war es dann halt nur noch ich allein.

Unsere Großeltern hatten sich an der Küste Nordfrieslands ein altes Bauernhaus passabel renoviert, was nicht nur ausreichend Platz für Besuche bot, zusätzlich auch als Stützpunkt für die Ferien (es lag nahe Dagebüll und damit den Nordfriesischen Inseln, wenige Kilometer von Dänemark und nahe einer größeren Deutschen Kleinstadt, die gute Einkaufsmöglichkeiten bot. Und auch Westerland war nur eine Bahnstation entfernt) hervorragend geeignet.
Das Haus selber lag nur wenige Hundert Meter von den Ruinen des 'kleinen Bommelhofes' entfernt,
von dem die „Einheimischen“ wilde Geschichten über den kleinen Kobold 'Nis Puk' zu berichten wussten, der dort seine Streiche trieb.
Das Haus der Großeltern bestand zur einen Hälfte nur aus Scheune. Der andere, bewohnte, Teil bestand aus zwei Etagen. Die Beschreibung der Räume dient zum Verständnis des folgenden Geschehens.

Das Erdgeschoss hatte vier größere Räume, von denen drei als Schlafräume genutzt wurden. Diese befanden sich im hinteren Teil des Hauses. Es ist dort ein Brauch, dass, obwohl es einen Haupteingang gibt, die Häuser zumeist über die Küche betreten werden. Hier war es nicht anders. Darauf folgte das riesige Wohnzimmer, dahinter ein Flur, durch welchen (außer man nutzte den Haupteingang) die Schlafräume erreichbar waren. Der Gästeraum befand sich außen, die inneren beiden Räume wurden von den Großeltern genutzt.
Es gab eine Küche mit Speisekammer und ein Bad, wo sich auch der Aufstieg zum „Dachboden“ befand. Dieser hatte nur drei Räume. Es gab einen kleinen, weiteren Schlafraum und zwei größere Räume. Im ersten lagerte sich all das Zeugs, was meine Großeltern über die Jahre mitschleppten und wohl einen Teil ihres früheren Lebens ausmachte. Jeder, vermute ich, kennt so etwas. Es „roch“ nach Alter und … Zeit, … sofern so etwas möglich ist …
Der hintere, kleinere Raum war nur bedingt zu begehen. Das lag auch an der Zeit.
Stockwerke werden durch Stützbalken und Bohlen gehalten, ebenso Böden. Und der Boden dieses Raumes war nur noch an den Seiten zugängig, wo meine Großmutter ihr Eingekochtes und Eingelegtes bunkerte. Wir wurden immer wieder vor dem leichtfertigen Zutritt zu diesem Raum gewarnt.
Und dieser Raum befand sich direkt über dem Gästezimmer.

Meine Großeltern besaßen zwei Hunde, unzählige Katzen, das nächste Haus war vielleicht 500 Meter entfernt und ansonsten gab es Kühe, Jungbullen, Gräben (die man endlos entlang wandern konnte), Schilf, Reet und Felder. In der Ferne konnte man die Deiche ausmachen, die zum Schutz vor Fluten errichtet waren. Die so „umdeichten“ Gebiete wurden Kooge genannt. Vielleicht ist jemand noch 'Der Schimmelreiter' ein Begriff?
Der spielte in einem Nachbars-Koog …
Mein Großvater war seit Jahren bettlägerig. Seine Tage (bis zu seinem Tod) verbrachte er mit dem Lesen immer derselben Western- und Soldatenromane. Aber es schien im nie langweilig zu sein.
Also kümmerte sich meine Großmutter um alles. Von den Tieren bis zum Besuch. Vom Einkauf bis zur Reinigung. Von den Ernten (wo auch gerne der Besuch öfter mal dran glauben musste) bis zur Verarbeitung und dem Essen machen. Sie war eine starke Frau. Sie regelte alles.

Ich bin praktisch zur Hälfte auch dort aufgewachsen.
Es war nett dort, wenn es nicht fast immer so furchtbar langweilig war …
Zur nächsten „großen“ Ferienzeit beschloss ich einen Freund dorthin mitzunehmen. Mit 15 ist man ja schon so erwachsen. Wir wurden im obligatorischen Gästezimmer einquartiert.
Wir verbrachten sehr angenehme Tage, radelten nach Dänemark, gingen Schwimmen, spielten mit den Hunden und was man so als 15jähriger so macht, damit es nicht langweilig ist.
Bis zu seiner verfrühten Abreise. Und das ist die Geschichte:

Wir lagen des Nachts lange wach und erzählten uns Geschichten der Großstadt und all der uns bewegenden Dinge, als (es war gegen 1 Uhr) seltsame Geräusche zu vernehmen waren. Anfangs achteten wir nicht weiter darauf, denn alte Häuser haben die „Angewohnheit“ zu knarren und zu ächzen. Das hat mich schon zu leicht als Kind getäuscht. Und was ist schon ein Uhr Nachts auf dem Lande, wo die Leute mit der Abenddämmerung den Tag beschließen? Wir hatten Ferien und das ging uns alles nichts an.

Doch dann hörten wir Schritte über uns. Schwere, lang anhaltende Schritte! - Just aus diesem Raum, dessen Zugang uns, mehr oder minder, untersagt war! Das war eigentlich gar nicht möglich!
Mein Großvater pendelte bestenfalls zwischen Bett, Waschbecken (welches sich in seinem Schlafraum befand; er und meine Großmutter schliefen in getrennten Räumen) und dem angrenzenden Badezimmer. - Und meine Großmutter schlief. Wir konnten ihre Atemgeräusche hören, denn alle drei hinteren Zimmer waren nur durch doppelseitige Zugangstüren verbunden.
Und ein Fremder konnte es auch nicht sein, denn dann hätten die Hunde sofort angeschlagen. Einer der beiden Hunde schlief im Raum meiner Großmutter, gewissermaßen also direkt an unserer Tür; der andere im Wohnzimmer, welches Verbindung zum Eingang durch die Küche hatte, aber auch zur Scheune. Die Küche war der einzige Ort, von dem man die Scheune vom Haus aus betreten konnte. Alle anderen Zugänge waren draußen. Und dieser andere Hund hatte sogar ein Polizeitraining gehabt, denn sie war ein ehemaliger Polizeihund, den sich meine Großeltern extra gekauft hatten.
Aber keiner der Hunde regte sich! Und dann diese (recht lauten) Schritte!

Ich habe niemals zuvor und auch nicht später etwas „Unheimliches“ in diesem Haus erlebt, in dem ich eine große Zeit meines Lebens verbrachte. Aber, da ging jemand in diesem Raum!
Hin und her.
Wir machten das Licht an. - Jetzt konnte man sogar sehen, wie sich die Decke unter dem Gewicht des Gehers eindrückte. Es war absolut unheimlich. Aber wir gestanden uns natürlich die Angst nicht zu, denn es musste ja schließlich eine logische Erklärung dafür geben, nicht wahr? Wir beide hatten „die Hosen gestrichen voll“, wie man so sagt. Aber das hätten wir niemals zugegeben.
Ein Dieb konnte es nicht sein, gerade wegen der Hunde. Und auch wegen diesem Raum. - Diese „Person“ schien es nur darauf angelegt zu haben in diesem Raum, dort wo es keine tragenden Dielenbretter mehr gab, wie sinnlos einfach nur hin und her zu marschieren ...

Ich weiß nicht mehr, wie wir den Rest der Nacht verbrachten oder wann es aufhörte, aber am nächsten Morgen fragten wir sofort meine Großeltern danach. Doch die wussten von nichts. -
Das typische „Phantasie“ Geschwätz und die Vermutung, dass wir sicherlich nur einen Marder gehört hatten, der sich auf den Dachboden „verirrt“ hatte …
Aber wir hatten die schweren Schritte nicht nur gehört, wir hatten sie auch gesehen! Und das war kein Marder, - das war ein Mensch gewesen! Oder zumindest etwas, dessen Gangart mit der eines Menschen zum Verwechseln ähnlich war. Am nächsten Wochenende reiste mein Freund schon ab, denn seine Eltern sagten, dass sie den Rest der Ferien anderweitig verplant hätten. Das kam sehr überraschend, und so verbrachte ich den Rest der Ferien allein, mit meinen Großeltern, den Hunden, den Katzen und … diesem Haus. Und natürlich mit meiner „blühenden“ Phantasie …
Aber, wie schon geschrieben, dies war das einzige Mal, wo dort etwas derartiges geschah.
Doch der Schrecken und die Angst vor dem Nicht-fassbaren blieben noch eine lange Zeit.
Und das war es.

Und es war, wie bei vielen „Kontakten“ mit dem Unbekannten: Angst beherrschte das Denken und Handeln. Wir hätten nachschauen können, nicht wahr? Wir hätten unseren Mut zusammennehmen können und und überzeugen was da wirklich vorging. Doch - immer wieder diese lähmenden Ängste ... Und sie finden sich auch schon bei kleinen Kindern, die sich einer möglichen Bedeutung derartiger Geschehnisse noch gar nicht „bewusst“ sind: Dann, wenn etwas „Fremdes“ ungefragt und uneingeladen in die eigene Sphäre eindringt!

Wir sollten uns fragen, ob diese Ängste vor dem Unerklärlichen völlig irrational sind?
Und ob da tatsächlich nichts anderes zu finden ist, außer Täuschung, - Illusionen und Halluzinationen?
Könnten es Erinnerungen (an Erinnerungen) sein, die an einst reale, schreckliche Vorkommnisse gemahnen, die Menschen vor langer, langer Zeit zugestoßen sind? Gewissermaßen Geschehnisse deren Schrecken nun als Spukgeschichten, Ungewissheiten und unsichtbare Mahnungen immer noch „durch die Zeit tropfen“?
Und dass diese Schrecken eigentlich niemals ein Ende fanden?

Es gibt viele Belege darüber, dass diese „Entitäten“ (was immer man sich jetzt auch darunter vorstellen mag) seit langer Zeit mit uns existieren. Räume und Zeiten wechselten, aber die, uns oft unverständliche, Ausdrucksform schien häufig Muster aufzuweisen.
Wobei der Gedanke nicht unberücksichtigt werden kann, dass es sich bei ALLEN diesen anscheinend doch verschiedenen Manifestationen, vom Incubus über die Vorhersagen der Astrologie, von Spontaner Selbstentzündung bis zum U.F.O.-Phänomen, um Materialisationen oder Funktionen des Menschlichen Geistes handeln mag.

Dem steht die Vermutung entgegen, dass wir auf diesem Planeten (oder im Weltall) vielleicht doch nicht so alleine sind, wie es uns Politik, Wissenschaft und Kirche seit undenklichen Zeiten suggerieren.

Eine andere, auch mögliche Spekulation vermeint zwischen diesen beiden Darstellungen sogar Verbindungen auszumachen. Dementsprechend wären Religion oder Magie (aber auch Wissenschaft!) so etwas wie Mittler zwischen den Kräften des Unsichtbaren und der (bislang) fassbaren Wirklichkeit. Und alles würde sich damit von Menschlichen Wünschen und Vorstellungen ableiten lassen. Agnostiker, Atheisten, Positivisten und Materialisten müssen bei solchen Überlegungen allerdings noch eine Weile zurückstehen, denn sie alle werden, notwendigerweise, darauf warten müssen, dass die eingeschränkte und schwerfällige Wissenschaft ihre freundliche Aufmerksamkeit (und ihre immer neu zu kreierenden Sensoren und Theorien) auch auf das (heute noch abgelehnte und) bislang Unfassbare auszurichten gedenkt.

Doch wo kann schon eine solche Grenzlinie gezogen werden und womit lässt sie sich rechtfertigen?
Bestenfalls am gegenwärtigen Verständnis und der Zustimmung bzw. Annahme oder der Ablehnung bzw. Ausgrenzung, jedenfalls der Verarbeitung „erklärerischer“ Denkmodelle. Gurdjieff nannte so etwas treffend „Herumklügeln“ und wer kann sich davon schon ausschließen? Ich sicher nicht.
Die „Subjektivität“ kann sich damit, so oft sie möchte, unter dem Deckmantel der „Objektivität“ präsentieren, letztlich wird auch hier nur ein wenig Licht helfen können ...
Deshalb wenden wir uns nun einem Phänomen zu, das weltweit beobachtet und zu ausreichend Bestürzung, Angst und Schrecken führte und immer noch führt, Ein Phänomen, für das es bis heute keine „erfolgreicheErklärung gibt: Poltergeister!

Lösungsvorschläge, die über eine Behandlung von Wahnsinn, Täuschung und Manipulationen hinaus reichen, sind „irgendwie“ produzierte „natürliche“ Wirkungen, Exorzisten und letzten Endes dann Abbruchunternehmen ...
Fort wies darauf hin, dass in den (von ihm untersuchten Fällen) immer Heranwachsende in das Geschehen involviert waren. Das kann ich aus eigener Erfahrung nur unterstreichen. - Also auch hier vermögen wir eine Verbindung zum Menschlichen Geist zu sehen. Dieses Phänomen ist meist zeitlich und räumlich begrenzt und scheinbar Personengebunden ...


Die neue Wohnung

Die folgende Geschichte ereignete sich allerdings nachdem ich schon den Schritt zum Erwachsensein mehr oder minder erfolgreich absolviert hatte…
Und ich berichte auch nur Bruchstücke. Denn eine Gesamtdarstellung würde vermutlich ein eigenes Buch benötigen. Auch handelt diese Geschichte nicht von Poltergeistern im „Klassischen Sinne“, - oder aber vielleicht doch. Vielleicht ein wenig. Oder von eskalierenden Hirngespinsten.
Entscheidet am besten doch selbst.

Ich war zu dieser Zeit zumindest schon alt genug um meinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, und dies schon seit mehreren Jahren. Und dann zog ich in eine neue Wohnung ein. Es war eine Neubau-Wohnung. Und sie war in der Nähe meiner engsten Freunde, das traf sich gut. - Eigentlich waren wir nur durch einen kurzen Fußweg und eine große Straße voneinander getrennt.
Die neue Wohnung hatte zwar nur ein Zimmer, war aber sehr geräumig, zumindest was den Wohnbereich anging. Küche und Badezimmer waren zweckdienlich komprimiert worden. Der Wohnraum, der auch als Schlafzimmer fungierte, war quadratisch. Eine Seite war reine Fensterfront, die mir auch den Zugang zur Terrasse gab.
Da ich sehr gerne (und sehr laut) Musik hören mag, hatte ich das Klingelsystem dahingehend verändert, dass, wenn jemand klingelte, im Raum ein Fahrradlicht hell zu leuchten begann. Funktioniert tadellos, da so ein Licht auch nur mit schwachem Strom angetrieben wird. Die Tür zwischen dem Wohnraum und dem Flur hatte ein großes Wellglas-Fenster. Zwischen Wohnraum und Küche befand sich nur ein Vorhang.

Ich erinnere mich noch gut, wie es begann …
Das Schreiben (aber auch das Zeichnen) war mir schon immer ein hilfreiches Werkzeug, nicht nur um Geschehenes irgendwie festzuhalten oder es zu beschreiben, auch um meine Gedanken zu ordnen und zu disziplinieren. Und an diesem Nachmittag schrieb ich. Auf einer alten Schreibmaschine, die ich von einer Freundin bekommen hatte.
Der Wohnraum, in dem ich mich befand, war durch ein großes Regal geteilt. Auf der linken Seite das Bett, der Teiler, rechts die Sessel und die Couch und dann die gewaltige Fensterfront.
Ich saß auf der Couch (die Fensterfront befindet sich nun links), hatte mir laut Musik angemacht, aber Kopfhörer aufgesetzt. Von hier aus konnte man nun direkt in die kleine Küche schauen.
Was ich aber nicht tat, denn ich schrieb.

Und während ich meine Gedanken vorantrieb, um nicht den Rahmen des Ausgedachten zu „sprengen“, was viel zu oft geschieht, nahm ich eine Bewegung in der Küche wahr …
Aus den Augenwinkel sah ich eine große. grau-braune Katze vom geöffneten Küchenfenster auf die Spüle springen. Ich nahm den Kopfhörer ab, stand unmittelbar darauf auf, um nachzusehen. Doch zu meinem Erstaunen war dort gar nichts. Nur eine Täuschung, sagte ich mir. Schulterzucken, irgendwelche Entschuldigungen, Ablenkungen, und das war es. Eigentlich.
Später am Tag berichtete ich dann meiner Nachbarin von diesem „Vorfall“. Und sie sagte, das sei wirklich komisch, denn sie hatte schon seit mehreren Tagen eine große grau-braune Katze auf ihrer Terrasse (direkt neben meinem Küchenfenster) beobachtet. Also, sei sie vielleicht doch da gewesen, aber wieder herausgesprungen? Doch das war nicht möglich, denn ich hatte die Küche daraufhin im Auge behalten. War einfach eine seltsame Situation, so etwas passiert doch.

Meine Nachbarin war älter als ich, um die 30, und das, was man als normal, spießig oder gut angepasst wahrnehmen könnte. Sie hatte einen guten Job und war mit einem Mann verlobt, der sich, aufgrund seiner Arbeit zurzeit, in der Schweiz aufhielt. Ich habe ihn nie kennengelernt. Und sie hielt sich selber für so eine Art „Medium“. Und sie glaubte auch, dass solcherart „Kontakte“ in ihrer Familie von Generation zu Generation „weitergereicht“ würden. Ich selber, schon gelehrsamer Anhänger jeder Art von Absonderlichkeit und Magie, war absolut fasziniert von ihren Geschichten. Obwohl, man ist ja modischerweise, auch immer skeptisch. Dafür gibt es einfach zu viele Dummbratzen und Wichtigtuer, und viel zu viele Geschichten. Aber es war faszinierend. Sie legte Karten und schaute einem auf die Hände, was sie wiederum zu vielen neuen Geschichten anregte. Und – sie glaubte, dass etwas mit ihrer Wohnung nicht „stimmte“ …

Das einzige, was ich bisher „bemerkte“ war, dass meine Wohnung es mir auf irgendeine Weise schwer erträglich machte ganz allein zu sein. Manchmal war es fast kaum zu ertragen allein dort die Nacht zu verbringen. Eine Gefühl, das ich dem Umstand meiner Trennung von meiner vorigen Partnerin zuschrieb und deshalb auch weitestgehend ignorierte. Aber immer wurde dieser Zustand begleitet von einer Stille, die sich "auf das Zimmer legte", was jedes noch so leise Geräusch unnatürlich laut hervorzuheben schien.
Das war zwar komisch, konnte andererseits aber auch "sonstwas" sein ...
Von einer anderen Nachbarin bekam ich dann einen Vogel, einen Wellensittich, geschenkt. Mitsamt dem Käfig. Sie selber hatte eine ganze Handvoll von denen und glaubte wohl, dass ich damit auch gut klar käme. Und fast gleichzeitig brachte mir meine Ex auch meine Katze (die sie vorher nicht rausrücken wollte) zurück. Jetzt hatte ich also einen Vogel und eine Katze. Und dann überschlugen sich die Ereignisse.

Meine Nachbarin kam völlig verängstigt eines Morgens, irgendwann in den folgenden Tagen, zu mir und berichtete von seltsamen Lichtern, die die ganze Nacht ihre zugezogenen schweren Vorhänge beleuchteten. Drei tanzende Lichter. Und ihr Kühlschrank hatte sich ebenfalls abgeschaltet und sie war völlig verzweifelt. In gerade dieser Nacht war ich nicht zuhause gewesen. Und ich wusste ehrlich auch nicht, wie ich darauf reagieren sollte. Aber sie war so stark mitgenommen, dass sie an diesem Tag nicht zur Arbeit ging. Was sehr ungewöhnlich für sie war.

Und dann „spürte“ auch ich eine „Veränderung“ … es war, als ob sich die Grundstimmung des Hauses irgendwie, aber schlagartig, verändert hatte. Und nicht nur die des Hauses. Der Vogel und die Katze begannen sich so komisch zu verhalten, dass sogar Besuch darauf aufmerksam wurde. Ich wurde sogar darauf angesprochen, dass Freunde, die mich besuchten, oft das Gefühl hätten, sie würden beim Verlassen des Hauses verfolgt werden. Eine Furcht, die sich erst in den für sie vertrauten Umgebungen wieder legte. Was sie verfolgte vermochten sie nicht zu bestimmen, aber es war, als wäre eine weitere Präsenz anwesend, die (irgendwie) einen persönlichen Zweck zu verfolgen schien …
Mittlerweile war das Gefühl des „Alleinseins“ (nicht der Einsamkeit!) so extrem, das ich manchmal Nachts (oder Morgens) um Vier auf die große Straße „flüchtete“, nur, um etwas Lebendiges um mich herum zu haben. Es klingt sicher dämlich und es ist schwer dieses Gefühl von Allein-Sein zu beschreiben. Denn ich war ja nicht wirklich allein. Neben meinen Tieren war ich auch nur eine Wand von, dieser, meiner Nachbarin getrennt. Aber dieses Gefühl war – wieder – vermischt mit einer unsäglichen Hilflosigkeit und Schutzlosigkeit und – mit Angst. Solche Gefühle stellen sich seltsamerweise schnell bei bestimmten Vorstellungen oder bezeichneten Erlebnissen ein ...

Man könnte jetzt einfach annehmen, dass sich die Situation immer weiter „hochgeschaukelt“ hatte und alles nun nicht mehr als bedeutungslose Ereignisse waren, die allein in der Phantasie zu bedeutsamenZeichen“ mutierten …
Nehmen wir den Vogel und die Katze als Beispiel. Katzen schlafen lange und gerne. Das ist in ihrer Natur. Aber was, wenn ein Pfiff des Vogels die Katze (aus dem Schlaf heraus!) blitzartig dazu animierte meine Nachbarin aggressiv anzufallen und ein weiterer Pfiff sie dann nicht nur einfach wieder stoppte, sondern sie sich friedlich zusammenrollte und weiterschlief? Als wäre nichts vorgefallen. Und alles absolut ruckartig. Das Verhalten dieser beiden Tiere hatte etwas „Abgesprochenes“, ich weiß nicht, wie ich das anders beschreiben sollte ... Und es geschahen immer komischere Dinge, manche albern, manche absolut unwirklich. Und ich kann das nicht alles erzählen. Vermutlich ist das Geschehen, welches sich unablässig abspulte, von ausgeräumten Schubladen bis zum verwüsteten Bett, für einen Außenstehenden so gar nicht richtig nachvollziehbar. Aber irgendwann beginnt man selber in solchen fragwürdigen Momenten am eigenen Verstand zu verzweifeln. Man beginnt (nicht nur) sich und seine eigenen Handlungen mehr und mehr in Frage zu stellen. Nicht vorhandene Grenzen verschoben sich ständig ... Und es gab nichts, wie es irgendwie wieder zum Anhalten gebracht werden konnte! Diese Hilflosigkeit potenzierte nur die Angst.

Es war mittlerweile Winter. Eines Morgens klingelte meine Nachbarin völlig aufgelöst und bat mich mit in ihre Wohnung zu kommen. Sie sagte sie sei morgens von der ungewöhnlichen Kälte (nicht von den Geräuschen!) aufgewacht und habe ihre Wohnung so vorgefunden: Die Terrassentür stand sperrangelweit auf, auch der Kühlschrank, das Eisfach war völlig abgetaut und die Küche „schwamm“. Ihre Vorhänge waren zur Hälfte heruntergerissen. Nichts fehlte. Sie selbst war völlig abgedreht und meinte nur immerzu, dass etwas passieren würde. Und sie bat mich in der nächsten Nacht mit ihr zu sein. Aber sie verschloss alles und ging zur Arbeit.
In dieser Woche starb ihr Vater. Ebenfalls in dieser Woche beobachtete ich zweimal fremde Menschen, die von der Terrasse in meine Wohnung hinein starrten. Den einen konnte ich stellen. Ich drohte ihm mit der Polizei, wenn ich ihn nochmals erwischen würde. Was sollte ich sonst tun? Ich bin kein Schläger. Und doch. - Das weitere Geschehen nahm immer mehr Traumartige Züge an. Alles schwebte wie unwirklich an mir vorbei. Ich war zwar mitten im Geschehen, aber seltsamerweise auch irgendwie in einer passiven Beobachterrolle gefangen. Und - es wurde einfach zu viel für mich, schätze ich. Alle meine Sinne waren auf - GEFAHR!!! - eingestellt worden, extrem "überwach" und stetig auf der Suche nach dem, auch nur kleinsten, Vermerk, was endlich auch den entgültigen Beweis (für diese Überreizung) liefern würde.

Meine Nachbarin verbrachte die Woche bei ihrer Mutter. Währenddessen entschied ich mich den Vogel wieder zurückzugeben, denn ich hielt dieses merkwürdige „Zusammenspiel“ der beiden Tiere einfach nicht mehr aus. Längst hatte sich die Stimmung in ein ständiges Aneinanderreiben, in manchmal offene Gereiztheit verändert. Auch schon kleine, nebensächlich entstandene Geräusche konnten ganze Bedeutungssymphonien komponieren. Meine Nerven lagen immer mehr „blank“.
An dieser Stelle im Leben angekommen hätte ich als „Zeuge der Wirklichkeit“ sicherlich rein nichts mehr getaugt. Koinzidenzen, Parallelitäten oder Synchronisationen, was immer das Wort wäre, geschahen so häufig, dass ich mir bald vorkam, wie ein unfreiwilliger Teilnehmer an einem Spiel, dessen Regeln so etwas wie maßlose unsichtbare Diktate waren, die nur bestraften und verunsicherten, niemals aber bestätigten. Und das "Spiel" laugte mich einfach aus. Allerdings war die Katze nun davon nicht mehr betroffen. Alles schien sich auf mich, oder auf diesen räumlichen Punkt, dieses Haus, in dem wir uns befanden, zu konzentrieren. Oft fürchtete ich allein den Gedanken in diese Wohnung zurückzukehren. Nicht wissend, was mich diesmal wieder erwarten würde ...

Ein anderes Mal, es war mitten in der Nacht, als ich von Geräuschen aufgeschreckt wurde. Es war Winter, wie schon gesagt, und alle Fenster waren verschlossen. Doch meine Vorhänge bewegten sich heftig und wie von selbst! Da war kein Zug, kein Wind, - aber sich ruckartig bewegende Vorhänge … Angst ist nicht mehr das Wort der Wahl, was ich hier erlebte. Ich war in innerer Panik! Und da war nichts, kein Knopf, kein Irgendwas, mit dem ich all das wieder einfach ausschalten konnte!
Ich war nicht mehr vor oder hinter dieser „Welle“, die dabei war mich zu „verschlingen“, ich war ein Teil von ihr und damit scheinbar völlig ihren verrückten Richtungen ausgeliefert. Ich rannte fast hysterisch aus der Wohnung hinaus.

Aber das „Leben“ ging weiter, so oder so. Doch die merkwürdigen Zu-Fälle ebenso.
Meine Nachbarin hatte nun einen weiblichen Mitbewohner, weil sie es einfach nicht mehr allein dort aushielt. Und sie sagte, dass sie in wenigen Wochen schon in die Schweiz ziehen würde. Und dann konnte sie alles hinter sich lassen und neu beginnen.

Eines anderen Tages, ich hatte Freunde zu Besuch, fiel das Gespräch (das immer öfter sich nur noch um Merkwürdiges drehte) auf ein bestimmtes Bild, das ich an der Wand hatte. Dieses Bild war von einer Freundin gemalt worden, die zu dieser Zeit unter einer heftigen Situation (psychischer Natur) zu leiden hatte. Ein Freund fragte, ob er sich das Bild mal genauer anschauen konnte, doch bevor er es berührte fiel, genau dieses Bild, von der Wand, ihm vor die verdutzten Füße, und der Rahmen zerbrach dabei. Verlöschende Kerzen und Personen, die sich hinter der Well-Glas Tür bewegten, schufen an diesem Abend eine sehr unangenehm angespannte Atmosphäre. Mir wurde sogar vorgeworfen dafür verantwortlich zu sein.

Am darauf folgenden Tag erhielt ich wieder Besuch, diesmal von einem Freund, der die Geschichten des vorigen Tages gehört hatte und meine Version kennenlernen wollte, denn er konnte das alles nicht so recht glauben. Kann ich gut verstehen. Und so setzten wir uns auf die Sessel, die vor dem Sofa standen, die Fensterfront ist auf der rechten Seite, und ich erzählte ihm, so ehrlich und umfassend wie möglich, von dem Irrsinn, der mich in dieser Wohnung, seit mehreren Monaten, im „Griff“ hielt. Es gab einige unheimliche Momente, doch am Schluss lockerte sich das Gespräch. Tatsächlich war es so: als unser Gespräch die Ebene von unheimlich zu interessant, und von dort zu lustig interessant zu wechseln schien, gerade in dem Augenblick, als man glaubte wieder ein wenig tiefer durchatmen zu können, da schlug etwas mit solch gewaltiger Wucht und einem unglaublichen Krachen zweimal gegen die Fensterfront, so, dass wir beide augenblicklich völlig panisch in Deckung gingen ...
Ich habe meinen Freund noch niemals vorher so bleich gesehen.

Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt. Ich zog dann auch aus. Aber bevor das geschah gingen meine Nachbarin und ich zum lokalen Grundbuchamt, um herauszufinden wo wir da eigentlich gewohnt haben. Nun, das Haus, das wir beide kurzzeitig unser Zuhause nannten, war einige Jahre vor unserem Einzug auf einem plattgemachten Judenfriedhof gebaut worden.
Und das war es.

Wenn diese Ereignisse (und das war nur eine Auswahl) tatsächlich so geschehen sind, stellen sich damit auch einige neue Fragen:
Trifft es möglicherweise nur bestimmte Menschen, weil sie für derartige Einflüsse „empfänglicher“ sind als als andere?
Ist diese „Empfänglichkeit“ eine besondere Eigenschaft oder ist sie latent in jedem Menschen vorhanden, bedarf aber „besonderer Momente?
Könnte es dann sein, dass unsere „Verwicklung“ in die „äußere“ Welt und all ihre Anforderungen uns den Blick für derartige „innere“ Ereignisse versperrt?
Dass wir uns, gewissermaßen damit selber aussperren?
Oder sogar instinktiv schützen?


Der Frosch und der Rand des Brunnens

Ich habe in früheren Texten des öfteren die Vermutung geäußert, dass unsere gemeinsame Realität nur deswegen so „existiert“, weil wir diese in unserer vergessenen „Gott -ähnlichkeit“, aufgrund unserer, wie auch immer entstandenen, Gewohnheiten, täglich (oder auch in jedem Augenblick) auf die fast-gleiche Art und Weise reproduzieren. Dahingehend liegt die Vermutung nahe, dass sich überlappende Gewohnheiten auf ähnliche oder entsprechende Weise formulieren würden, und augenblicklich auftretende, einschneidend radikale Veränderungen ziemlich unmöglich machen würden … Auch Unfälle und andere scheinbar „plötzlich“ auftretende Katastrophen sind dabei beachtenswert. Soweit eine mögliche Logik.

Neil Gaiman, ein britischer Autor, schrieb in seinem 'Sandman-Zyklus' einmal eine Geschichte, die in diesem Zusammenhang zu denken geben könnte. Aber unsere Welt ist ja schon so voller Geschichten, und doch, - Geschichten bestimmen den „Gang der Dinge“, ob sie sich auf „wahre“ Begebenheiten stützen oder auf Erzählungen aus zweiter oder dritter Hand, ob sie fiktiv sind, einer Agenda dienen, ob es sich dabei um verifizierbares Material oder eben nicht handelt … Letztlich bleibt es uns selbst überlassen ihre „Richtigkeit“ und auch ihre „Echtheit“ zu bewerten; diese hinzunehmen, anzuzweifeln oder gar abzulehnen. Wir haben oft die Möglichkeit einen Blick vom Brunnenrand zu tun, manchmal sogar aus eigener Erfahrung. Doch solche Erfahrungen sind immer auch subjektiv getrübt, von Wunschdenken, inneren Sammlungen von Vorurteilen bzw. Wertzensuren, von Ungenauigkeiten und Täuschungen; ebenso von Erwartungen und dem „Regelmaß“, aber, vielleicht in der dichtesten Fülle: von Zusammenhängen und Geschichten konstruierender Phantasie! - Also sollten wir auch entscheiden, ob uns ein solcher Blick diese Mühe wert sein kann.
Hier eine Geschichte, die diese „Grau-Zonen“ verdeutlicht:


Irrwitz in der U-Bahn

Es war an einem lauen Sommerabend, und ich befand mich in der Bahn, um Freunde zu besuchen. Diese wohnten nur wenige Stationen entfernt, aber die Fahrt umfasste eine lange Strecke. Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht einen Fensterplatz aufzusuchen, da ich solche Zeit gerne mit Lesen verbringe. Es war, wie es eben in der Bahn ist, Leute schwatzten miteinander, andere saßen alleine da, einige standen herum. Doch dann, nach dem nächsten Umsteigepunkt (auf andere Bahnen und Busse), geschah etwas sehr „Merkwürdiges“, - die Temperatur im Abteil fiel rapide runter. Es wurde richtig „kalt“, so dass ich meine Jackenärmel (mechanisch) herunter krempelte. Dabei fiel mein Blick auf das Abteil. Die Türen waren verschlossen und nirgendwo war ein Fenster geöffnet worden. Aber die Mitreisenden, - und das war wirklich seltsam, hatten alle Aktivitäten, wie das Reden miteinander oder das ständige Schauen auf andere Gesichter, völlig eingestellt. Ja, einige schienen sogar jetzt zu schlafen. Andere starrten nur vor sich hin. Und mir war so kalt, dass meine Zähne klapperten! Wieder andere schienen hiervon überhaupt nicht betroffen zu sein, und ich sagte mir, dass hier etwas an meiner Phantasie „drehte“ und dass, das alles irgendwie ja auch normal sein konnte, - und solange diese anderen nicht davon „betroffen“ waren …. Es dauerte keine zwei weitere Haltestellen, bis auch der Mensch mir direkt gegenüber (als letzter der Mitreisenden im Abteil) seine Augen zumachte und entspannt in sich zusammensackte. Da sprang ich auf und, an der nächsten Haltestelle, verließ ich so schnell es ging diese Bahn. Ich war zwar einige Stationen vor meinem eigentlichen Ziel ausgestiegen, beschloss aber den Restweg (auch hinsichtlich der jetzt wieder warmen Sommernacht) zu Fuß zu gehen. Das „erlebte“ Ereignis lässt sich (subjektiv für mich) am Besten mit einem „Saugen“ vergleichen. Ich „fühlte“ mich, als ob irgendetwas mir, in diesem Abteil, sämtliche Wärme aus dem Körper gesaugt hätte.

Aber
was davon war wirklich und nicht nur Teil eines vielleicht überspannten Gemüts?
Was wieder zurück zu der Frage führt, wie bloße Vorstellungen eine derartige Einwirkung auf die wahrgenommene Wirklichkeit haben können?
Und inwieweit unsere Wahrnehmungen dann noch tatsächlich etwas mit der (nicht überein gekommenen) Wirklichkeit zu tun haben?
Wie viel davon befindet sich, beginnt oder endet, im reinen subjektiven Erleben?

Die sicherste und einfachste und faulste alle Erklärungen ist der Vorwurf der Hochstapelei.“

Hiermit endet vorerst einmal der autobiographische Teil.
Es finden sich noch genügend andere Geschichten ...
Und damit treten wir nun einen Schritt weiter hinein, in den unbegrenzten Bereich des Wunderlichen, des „Wunders“. In die Welt des Paranormalen ...
Dieser Bereich, in dem (bisher entsprechende) Naturgesetze scheinbar einfach durchbrochen oder ignoriert werden oder (bislang) unwandelbare Realitäten sich zu anderen (vielleicht sogar neuen) Strukturen und Ereignissen formen. Unter Einwirkung des Menschen oder auch gar nicht.
Das sei dahingestellt.

Vielleicht mag es ja auch genügen, sich zu einer gewissen Zeit an einem bestimmten Ort aufzuhalten?

Vor fast 2000 Jahren lebte der Anwalt und Senator Gaius Plinius Caecilius Secundus, auch Plinius der Jüngere genannt, in Oberitalien. Bekannt wurde er durch die 'Plinius-Briefe', ein Zeugnis für das damalige Leben und Denken in führenden Kreisen Roms. Und natürlich wegen seiner Schilderung des Ausbruchs des Vesuvs im Jahr 79. Und bestimmt noch viel viel mehr.
Zwar war er bekannt für die
Exaktheit seiner Historischen Schriften, allerdings wird die folgende Geschichte nur seiner Phantasie zugeschrieben:


Die vermutlich erste überlieferte Geistergeschichte der Welt

In Athen gab es ein großes Haus, in dem man in der Nacht Eisen klirren und Ketten rasseln hörte. Es erschien ein Gespenst, ein alter Mann, abgemagert, mit langem Bart und struppigen Haaren. An den Beinen trug er Fußfesseln, an den Händen Ketten, die er schüttelte. Die Bewohner des Hauses durchwachten grausige Nächte; die Schlaflosigkeit führte zu Krankheiten und bei zunehmender Angst zum Tod. Schließlich wurde das Haus zur Vermietung ausgeschrieben, falls es jemand in Unkenntnis jener Schrecknisse kaufen oder mieten wollte.
Es kam der Philosoph Athenodorus nach Athen, las das Angebot und nachdem er den Preis gehört hatte, erkundigte er sich, da er ihm verdächtig niedrig vorkam, erfuhr alles und mietete es trotzdem, ja umso mehr. Sobald es zu dämmern begonnen hatte, ließ er sich im vorderen Teil des Hauses ein Lager bereiten, verlangte Schreibtafeln, Griffel, eine Lampe; seinen Geist, die Augen und seine Hand konzentrierte er aufs Schreiben, damit ihm sein unbeschäftigtes Hirn nicht Trugbilder, von denen er gehört hatte, und unwirkliche Schreckbilder vorgaukle.

Am Anfang herrschte Stille der Nacht wie überall, hierauf wurde Eisen zusammengeschlagen und Ketten bewegt; jener hob die Augen nicht, sondern fasste sich ein Herz und ließ den Geist stärker sein als die Ohren. Dann wuchs das Getöse, kam näher und wurde schon wie auf der Schwelle und schon wie innerhalb des Hauses gehört. Er blickte auf, sah und erkannte das ihm beschriebene Gespenst. Es stand da und winkte mit dem Finger gleich einem Rufenden. Dieser dagegen deutet ihm mit der Hand, ein wenig zu warten und wandte sich wieder den Wachstafeln und dem Griffel zu. Jenes klirrte mit den Ketten über dem Haupt des Schreibenden. Er sah es wieder auf dieselbe Weise, wie vorher, winken, ohne zu verweilen hob er das Licht auf und folgte. jenes ging mit langsamen Schritt gleichsam von Ketten beschwert. Nachdem es in den Hof des Hauses abgebogen war, verschwand es plötzlich und verließ den Begleiter. Nachdem er allein gelassen worden war, legte er Pflanzen und zusammengeraffte Blätter als Kennzeichen auf den Platz.

Am nächsten Tag wandte er sich an die Behörde und ersuchte, dass man jenen Platz aufgraben lasse. Es wurden in Ketten gelegte und umwundene Gebeine gefunden, die der von der Zeit und der Erde verweste Leichnam nackt und zerfressen in den Ketten zurückgelassen hatte. Die Gebeine wurden gesammelt und auf Staatskosten bestattet. Nachdem die Totengeister in feierlicher Form bestattet worden war, war das Haus fortan frei von Geistererscheinungen.



Dämonen und das gespielte Böse

Im Januar 1949 führten Katholische Priester in Cottage City, in Maryland, USA, einen Exorzismus an einem Jungen durch. Der Junge wurde unter den Pseudonymen „
Roland Mannheim“ oder „Roland Doe“ bekannt. Es wird erzählt, dass der Junge im Schlafzimmer seiner Großmutter tropfende Geräusche hörte, worauf das Bild „Christus“ an der Wand erschien. Als er seinen Eltern davon berichtete, hörten auch sie weitere Geräusche. Ein Kratzen drang durch die Bodenbretter. -
Ein Phänomen, dass sich über längere Zeit jeden Abend zwischen Sieben und Mitternacht wiederholte. Ob der Junge v
on „boshaften Geistern“ besessen war, ob er an einer Geisteskrankheit litt oder an sexuellem Missbrauch ist bis heute „logischerweise“ umstritten. Auch besteht der Verdacht (wie in eigentlich ALLEN solchen Vorfällen), dass er die Vorgänge selbst fabriziert hatte. Die Ereignisse wurden dokumentiert, als Buch veröffentlicht und letztlich auch als Film: The Haunted Boy: The Secret Diary of the Exorcist.

Die „
Vorfälle“ begannen nach dem Tod seiner Tante, einer „Spiritistin“, die ihn im Gebrauch des Ouija-Brettes unterwies. Die Vorfälle selber wurden von vielen Menschen bezeugt. Haushaltsgegenstände und Möbel sollen sich „von selbst“ bewegt haben. Etwas, dem wir in späteren Geschichten über 'Poltergeist' Ereignisse immer wieder begegnen werden. Ein wesentlicher Punkt ist, dass dieser Fall genügend Spielraum für bestimmte Überlegungen lässt, denn er ist nicht an einem bestimmten Ort gebunden und das Geschehen manifestiert sich um die Person des Jungen. Während der Exorzismen, die im Alexian Brothers Krankenhaus im Süden von St. Louis stattgefunden haben, soll der Junge Bettfedern (die aus Stahl) aus dem Bett, auf das er fixiert wurde, herausgerissen und den exorzierenden Priester damit angegriffen haben. Die Exorzismen mussten, wegen derartigen Situationen, mehrmals wiederholt werden. Auch wird berichtet das die Matratze, auf der er lag, dabei heftig durchgeschüttelt wurde und sich Worte und Zeichen auf seiner Haut materialisierten. Die Exorzismen wurden von insgesamt 48 Menschen beobachtet.

„Obwohl sie nicht häufig sind, sind Exorzismen notwendig, um die Dämonen auszutreiben." und „Fälle von echtem "Besitz" können nicht durch die Psychiatrie erklärt werden."


Das zumindest meinen die Christlichen Akademiker Terry D. Cooper, Professor für Psychologie, und Cindy K. Epperson, Professor für Soziologie ...

Und obwohl das
tatsächliche Geschehen bis heute im Dunklen liegt und von vielen eher skeptisch betrachtet wird, hat dieser Junge bis heute eine Menge von Geschichten, Büchern und Filmen inspiriert …
Doch hat dieser Fall einen Umstand, den ich bisher bewusst ausgelassen habe:
Die Existenz des Bösen! Existieren wirklich solche destruktiven Kräfte, unabhängig von rein anthropomorphen Blickpunkten und fernab jeder religiösen Bewegung und Romantik?
Das würde nämlich bedeuten, dass, wenn es sich hierbei nicht um „
psychische“ Manipulationen und Ausdrucksformen der einen eigentlichen Welt handelt, ebenso auch gegensätzliche und vergleichende Kräfte existieren können.

Wobei wir berücksichtigen sollten, dass wir eines Tages vielleicht tatsächlich auf eine
völlig andersartig ausgerichtete Intelligenz stoßen mögen, die eine solche Argumentation komplett gegenstandslos werden lassen kann …


Der Feuerteufel

Im bisher ruhigen
La Corneuve, einem Vorort von Paris, brachen im Jahr 1907 nacheinander dreißig mysteriöse Brände aus. Mehrere Häuser und Nebengebäude, aber auch abseits stehende Scheunen, wurden dabei vollständig zerstört. Die Serie der Brände begann mit einem Blitzeinschlag auf der Rue de I'Abreuvoir. Trotz des sich schnell ausbreitenden Flammen konnte das Feuer rasch wieder gelöscht werden.
Für alle darauf folgenden Brände konnte keine Erklärung gefunden werden.

Einen Tag später traf es zwei freistehende Schuppen und ein Nachbarhaus, das über 100 Meter entfernt lag. Die Gebäuden verbrannten vollständig.
Den Tag darauf brannte der Keller des ersten Hauses.
Am nächsten Tag wurde es seltsam. Ein Nachbar, Monsieur Scillier, der sein Brot aus dem Esszimmer holen wollte, stand plötzlich einem brennenden Tisch gegenüber. Danach schossen wiederholt Flammen aus einem nahen Schrank.
In den nächsten zwei Tagen wurden Flammen beobachtet, die zwischen Häusern hin und her sprangen. Dabei wurde eine Schachtel mit Messern so verbrannt, dass nichts als die Klingen übrig blieben. Fünfundzwanzig Zeugen beobachteten wie ein Regenschirm plötzlich und grundlos in Flammen aufging.

Feuer war in dieser Zeit sehr gefürchtet, richtete es, erst einmal
außer Kontrolle geraten, großen Schaden an und sorgte für gewaltige Verluste. Zufälliges und unerklärliches Feuer erfüllte die Menschen mit purem Entsetzen. Feuerwehrbeamte reagierten dementsprechend schnell, wenn irgendwo ein Brand gemeldet wurde.
Während eines solchen Brandes war einer der Feuerwehrmänner dabei mögliche brennbare Gegenstände vom Brandort zu entfernen. Als er einen alten Hut aus dem Fenster schleudern wollte ging dieser, noch im Flug, in Flammen auf, berührte dabei die Vorhänge , die sofort Feuer fingen und auch verbrannten.

 

Erst eine Woche später beruhigte sich die Lage wieder. Das letzte gemeldete Feuer entstand im Garten zwischen den zwei hauptsächlich betroffenen Gebäuden. Diese beiden Gebäude waren fast gänzlich von den immer wieder auftretenden Feuern zerstört worden.

„Die Treppen in beiden Häusern zerfallen zu Staub. Bei der geringsten Berührung verwandeln sie sich in einen hellen kristallinen Staub.“

- liest es sich in einem Zeitungsbericht in der Pariser Matin

 

Während man das erste Feuer dem Blitzeinschlag zuschreiben konnte, blieben die folgenden neunundzwanzig Brände ein Rätsel. Viele glaubten, dass hier ein böser Poltergeist sein Unwesen getrieben hatte …

Warum es sich hierbei um einen 'Poltergeist' gehandelt haben soll, ist mir nicht einleuchtend. Weder wurden „
typische“ Geräusche beschrieben, noch wurden ähnliche Phänomene gemeldet, die mit einem Einwirken eines solchen „Wesens“ für „gewöhnlich“ zusammentreffen, abgesehen von den spontan auftretenden Bränden. Aber vielleicht sprechen wir dabei auch nur von einem gefährlichen und teuren Schabernack? Tun wir das?


Der Esther Cox Poltergeist

Das Jahr ist 1878. Die Geschichte geschah in Amherst, Nova Scotia, eine der drei Seeprovinzen Kanadas. Es ist die Geschichte der damals 19-jährigen Esther Cox. Das folgende Geschehen ist von vielen Menschen bezeugt worden, die teilweise auch direkt darin involviert waren.
Es begann mit einer versuchten Vergewaltigung.

Esther Cox lebte mit ihren zwei Zwillingsgeschwistern, ihrer verheirateten Schwester mitsamt Ehemann, deren zwei Kindern, sowie dem Bruder des Ehemanns ihrer Schwester friedlich in einem kleinen Landhaus in der Princess Street in Amherst.
Zusätzlich zu den Familienmitgliedern wurde gelegentlich ein Zimmer im Haus vermietet.

Zu der Zeit, als die Poltergeist-Phänomene begannen, wohnte dort ein Mann namens Walter Hubbell. Er dokumentierte die Geschehnisse täglich und veröffentlichte später das Buch '
The Great Amherst Mystery', in dem er die Geschichte des Esther Cox Poltergeists ausführlich erzählt.

Der Friede wurde abrupt gebrochen, als ein Schuster, namens Bob MacNeal, über Esther herfiel und versuchte sie zu vergewaltigten. Esther entkam. Und obwohl sie nur einige kleinere Verletzungen davontrug, schien die Gewalttätigkeit, die ihr entgegengebracht wurde, nun
irgendwie weitere Gewalt zu produzieren. Diesmal aber nicht von Menschlichen Wesen …

Der Schrecken begann, als die Schwestern Esther und Jennie, die ein gemeinsames Bett teilten, in der Nacht panisch schrien, dass „
etwas“ oder „jemand“ unter ihrer Bettdecke war. Wobei Esther nur an eine Maus dachte. Die Suche danach war erfolglos und der Rest der Nacht verging friedlich. Bis zur nächsten Nacht. Wieder weckten Esther und Jennie die anderen durch ihr Geschrei. Dieses Mal glaubten sie Geräusche zu hören, die aus einer verschlossenen Schachtel unter ihrem Bett kamen. Die Schachtel wurde hervorgeholt, doch beim Versuch sie zu öffnen „sprang“ diese von selbst im Raum umher, um an einer Wand zu zerschellen. - Was das Geschrei und die Panik der beiden Schwestern nur noch vergrößerte.

In der dritten Nacht, nach der versuchten Vergewaltigung, ging Esther früh zu Bett, da sie über Fieber klagte. Ihre später zu Bett gehende Schwester fand sie in einem erbärmlichen Zustand vor. Esther selber glaubte, dass sie im Sterben lag. Ihre Haut war am ganzen Körper hellrot und sichtlich aufgequollen. Ihre herbeigerufene ältere Schwester versuchte sie zu beruhigen, aber Esther begann nun Atemnot und Erstickungsanfälle zu bekommen. Die anderen Mitbewohner, die sich auch im Zimmer versammelt hatten, beobachteten ungläubig, wie Esthers Körper sich rötete, dabei mehr und mehr anschwoll und immer heißer wurde. Sie zitterte dabei, als ob sie fror. Ihre Augen wölbten sich hervor und sie hatte das „
Gefühl“ sie würde aus ihrer immer stärker gedehnten Haut herausplatzen. Plötzlich gab es einen ohrenbetäubender Donner, der den ganzen Raum erschütterte. Danach noch drei weitere „Explosionen“ direkt unter ihrem Bett, woraufhin Esthers Schwellung umgehend zurückging und sie in einen tiefen Schlaf fiel.
Doch die Erholung war nur kurz. Vier Nächte später wiederholten sich diese schrecklichen Ereignisse - Esthers unerklärliche Schwellung und Folter endeten wieder nur durch die donnernden Geräusche vom Bett. Um diesen unheimlichen Geschehnissen etwas entgegenzusetzen, bat Daniel, der Ehemann ihrer Schwester, den Arzt des Dorfes, Dr. Carritte, um Hilfe. Bei seinen Untersuchungen wurde auch er Zeuge einiger der erschreckendsten Ereignisse.

Dr. Carritte, wohl anfangs mehr an dem medizinischen Symptomen interessiert, saß an Esters Bett, als er bemerkte, wie das Kissen unter ihrem Kopf hervorgezogen wurde, ohne dass jemand dabei sichtbar war! Er sah, wie ihre Bettwäsche durch unsichtbare Hände durch das Zimmer geworfen wurde, während gleichzeitig laute Klopfgeräusche unter dem Bett ertönten. Er konnte aber keine Ursache dafür ermitteln. Auch seine Versuche den „
Unsichtbaren“ die Kissen oder das Bettzeug wieder zu entreißen waren ergebnislos ... Und dann hörte der Arzt ein kratzendes Geräusch, wie ein Metallwerkzeug, das in Gips schabt ... Auf die Wand über Esthers Bett war die Botschaft „geschrieben“ worden:
ESTHER COX, DU WIRST DURCH MICH STERBEN!
(„you are mine to kill!“)

Just dann zerbarst der Putz an der Wand. Teile fielen dem Arzt vor die Füße. Nach zwei Stunden war das Haus dann still.
Dr. Carritte, sichtlich erschüttert, kehrte am nächsten Tag zurück und wurde abermals Zeuge weiterer Spuk-Attacken bzw. unerklärter Manifestationen. Esther berichtete dem Arzt über einen Angriff durch einen Holzscheit im Keller. Als beide daraufhin den Keller untersuchen wollten, wurden sie von durch die Luft fliegenden Kartoffeln bombardiert.
Wieder in ihrem Zimmer verabreichte der Arzt der geplagten Esther ein Beruhigungsmittel. Doch kaum hatte er dies getan, fingen die explosionsartigen Donnerschläge wieder an. Nur schienen sie nun vom Haus aus auf das Dach hinauf gewandert zu sein. Und obwohl absolut keine Ursache für diese Geräusche feststellbar war, konnte man den Lärm noch in ein paar hundert Metern Entfernung hören.

Tage später erkrankte Esther an Diphtherie. Während ihrer Genesung zog sie zu einer anderen Schwester. In dieser Zeit gab es keine ungewöhnlichen Vorkommnisse, keine Angriffe oder sonst irgendetwas …
Doch gleich nach ihrer Rückkehr in das Haus ihrer Schwester, begann alles wieder von vorne.

Oder es wurde sogar noch viel schlimmer:
Gegenstände flogen umher. Unerklärliche Feuer entstanden um das Haus herum. Messer und Gabeln wurden durch das Haus geschleudert speziell auf aus Holz gearbeitete Gegenstände, Türen und Fenster ebenso. Brennende Streichhölzer fielen von „
irgendwoher“ auf die Betten hinab und entzündeten dort kleinere Feuer. Möbel bewegten sich von selbst, drehten sich um sich selbst oder krachten lautstark in die Wände. Esther wurde mit unsichtbaren Tritten und Schlägen attackiert, wobei Abdrücke von Fingern auf ihrem Gesicht erschienen. Stecknadeln erschienen aus dem Nichts und wurden in Esthers Gesicht gedrückt. Ein Taschenmesser wurde einem Nachbarjungen aus der Hand gerissen und in den Rücken von Esther gestochen.

In der Hoffnung dem Spuk abermals entgehen zu können zog Esther zu verschiedenen Bekannten und Nachbarn, doch diesmal folgte der „
Geist“ ihr.

Eines Sonntags besuchte Esther einen Baptisten Gottesdienst. Dort saß sie in einer der hinteren Bänke. - Sobald der Gottesdienst begann hallten lautes Klopfen und lautes Gelärme durch die ganze Kirche. Die Geräusche, die aus der Vorderseite der Kirche zu kommen schienen wurden sogar noch lauter und intensiver, als die Predigt begann. Der Prediger musste die Predigt letztlich abbrechen.
Erst als Esther die Kirche verließ verstummten die Laute …
Esther hatte mehrmals versucht dem unsichtbaren Verfolger zu entkommen, ergebnislos, denn er folgte ihr fortan, wohin sie auch ging.

Und so kam sie schließlich wieder nach Hause zurück. Nichts hatte sich verbessert.

In dem Versuch wenigstens ihre Familie vor dem böswilligen und destruktiven Einfluss zu schützen, versuchte sie Arbeit bei einem nahe gelegenen Bauernhof zu finden. Doch als die Scheune des Hofes niederbrannte, wurde sie vom Bauern, der von den Geschichten um Ester Cox gehört hatte, der Brandstiftung bezichtigt. Sie wurde zu einer viermonatigen Haft verurteilt, obwohl mehrere Zeugen aussagten, dass sie mit dem Feuer nichts zu tun hatte. Doch schon nach einem Monat wurde sie, aufgrund öffentlicher Unterstützung, wieder freigelassen.
Und das war der Wendepunkt!
Nachdem sie aus dem Gefängnis frei kam, schien die Poltergeist Aktivität einfach zu vergehen.
Es gab zwar noch kleinere Vorfälle, und auch nur für eine kurze Zeit, und dann hörte das unheimliche Geschehen völlig auf.

Dr. Carritte schrieb an einen Kollegen:
„Ehrlich skeptische Personen wären bei all diesen Geschehnissen bald überzeugt, dass es in diesem Fall keinen Betrug oder irgendwelche Täuschungen gab. Würde ich den Fall in den medizinischen Zeitschriften veröffentlichen, wie Sie vorschlagen, würde mir niemand glauben. Ich vermute, dass ich selbst solche scheinbaren Wunder niemals geglaubt hätte, wenn ich sie nicht mit eigenen Augen gesehen hätte.“

Esther Cox heiratete später zwei Mal und hatte zwei Söhne. Sie starb erst im Jahr 1912 im Alter von 53 Jahren.
Das Buch '
The Great Amherst Mystery' wurde nach ihrem Tod veröffentlicht.
Es beinhaltete eine eidesstattliche Erklärung von 16 Zeugen der schrecklichen Ereignisse von Amherst.



Im diesem „Fall“ war der Ausgangspunkt zwar mit dem Wohnhaus der Familie verbunden, doch der Spuk konzentrierte sich später mehr und mehr auf die Person der Esther Cox, deren schreckliches „Erlebnis“ ja auch den Ausgangspunkt für die späteren Erscheinungen, die sich um sie herum manifestierten, zu bilden schien. Ein Phänomen, dem wir noch öfter begegnen werden.
Ein weiteres Beispiel für solche Personenbezogenen Ereignisse. Dieses Mal eines, das zeitlich und räumlich näher lokalisiert ist. - Und ebenfalls eine weitreichend dokumentierte Geschichte. Weil eben diese Geschichte aber (
von offizieller Seite: Es kann nicht sein, was nicht sein darf!) als völlig strittig dar- und hingestellt wird, habe ich hierzu einige (wie ich glaube weiterführende) Links gesetzt. Das mag jedem Interessierten helfen, sich eine eigene Meinung über das recht seltsame Geschehen zu bilden.

Einige,
nicht an diesem Fall beteiligte Zweifler, vermuten bis heute nur eine Überreaktion der, bei Anneliese Michel möglicherweise gar nicht diagnostizierten, Epilepsie. Hierüber gibt es verschiedene Behauptungen und Darstellungen.
Ob (
eine mögliche) Epilepsie allerdings zu einem Verständnis fremder Sprachen oder der Unterscheidung zwischen geweihtem und ungeweihtem Wasser führen kann, bleibt dabei (von Seiten der Wissenschaft natürlich wieder einmal) völlig offen.
Außer man legt dem Geschehen eine andere mögliche Annahme zugrunde: das Vorhandensein nichtkörperlicher dämonischer Existenzen, die sich in menschlichen Körpern manifestieren können. -
Während der Exorzismen sprachen verschiedene „
Dämonen“ durch Anneliese. Einer, namens Valentin Fleischmann war ein, bis zu dem Zeitpunkt dieses Exorzismus, (mehr oder minder)ein völlig unbekannter Pfarrer, der aber wohl tatsächlich im 16. Jahrhundert in Ettleben gewirkt hatte.
Oder aber es existiert ebenso die weitere Möglichkeit, dass der
wirkliche Erfahrungsraum (und damit auch die Möglichkeiten) des Menschen noch nicht einmal ansatzweise erfasst worden sind.
Und vielleicht widersprechen sich diese beiden Möglichkeiten gar nicht.
Vielleicht kann das eine erst durch das andere bedingt werden ...?

Das Geschehen um Anneliese Michel lässt einen zweifeln:
Ist das „
Böse“ nur eine Metapher oder ist es eine immanente Präsenz?
Oder sind der Teufel und seine Dämonenbrut
wirklich vorhandene Entitäten – oder - sind sie wieder nur eine weitere Entschuldigung für Fehlverhalten und Unwissenheit?
Doch, wie-auch-immer ...
Das Verstehen und Sprechen häufig
kulturfremder Sprachen ist ein Phänomen, dass möglicherweise im Zusammenhang mit dem „Foreign Accent Syndrome“ wiederzufinden ist.
Dieses Phänomen tritt zumeist nach Unfällen auf, kann aber durchaus auch andere Ursachen haben. Auch die Folgen solcher Geschehnisse begrenzen sich nicht auf den plötzlichen „
Erwerb“ und das Verständnis einer fremden Sprache. Anschauliche Beispiele sind hier zu finden.
Und es gibt, soweit mir bekannt ist, auch keine „
offizielle“ und vergleichende Forschung dahingehend.


Anneliese Michel soll schließlich an Unterernährung gestorben sein. Bei ihrem Tod wog sie nur noch 31 Kilogramm. Der Umstand, dass, neben den Priestern, kein Arzt konsultiert wurde, hat zu heftigen Vorwürfen geführt, so dass die Eltern und auch einige der beteiligten Priester verklagt und verurteilt worden sind.
Die folgenden Geschehnisse wurden, mit dem Aufmacher „
Nach einer wahren Geschichte“, ebenfalls verfilmt. Obwohl die im Film dargestellten Ereignisse sich nur oberflächlich an das tatsächlich dokumentierte Geschehen anlehnen, wurde „Der Exorzismus der Emily Rose“ ein weltweiter Kinoerfolg. Doch wen interessiert an Hollywood schon mehr als die reine Unterhaltung?
Ein weiterer Film, diesmal aus Deutscher Produktion, „
Requiem“, nahm sich ein Jahr darauf den Ereignissen an. Dieser Film orientierte sich näher am dokumentierten Geschehen.

Und dies ist die, diesen Filmen zugrunde liegende, Geschichte.


Gott setze ich an die erste Stelle meines Lebens (Anna Elisabeth Michel)

Anna Elisabeth (Anneliese) Michel wurde als viertes Kind der Familie Michel geboren und wuchs in dem Weinort Klingenberg am Bayerisch-Fänkischen Main, streng Katholisch-gläubig, auf. Sie wird als ein freundliches, intelligentes und sehr hilfreiches Mädchen beschrieben, das sehr fromm und auch sehr direkt war. Aber nicht viel über sich selbst sprach. Deshalb auch galt sie als introvertiert.
Andere beschrieben sie als lebenslustig und bemerkten, dass sie gerne gesellschaftlich mit Mitschülern, Freunden und Bekannten verkehrte … - Aber
ein Moment ist ... oder sind nicht alle Momente!
Sie wird oft als Verteidiger der Schwächeren beschrieben.
Wenig bekannt ist, dass Anneliese, neben den Heimsuchungen, auch teilweise
stigmatisiert war, dass heißt, dass sie die Wundmale Christi an ihrem Leibe trug. Bis zu ihrem Tod, mit 23 Jahren, hatte sie 67 mal den „großen Exorzismus“ der Katholischen Kirche durchlebt.
Sie wird heute noch von vielen als Heilige verehrt.

 

Pater Ernst Alt und Anneliese Michel

 

Im Herbst 1968, kurz vor ihrem 16. Geburtstag, begannen, während des familiären Mittagessens, Annelieses Hände sichtbar anzuschwellen. Und sie rief:
„Ich habe schwarze Hände! Erlöser, vergib mir! Ich sehe teuflische Gesichter an den Wänden. Sie haben jeweils sieben Kronen und sieben Hörner. Sie springen hier auf dem Boden herum. Könnt ihr sie nicht sehen?!?“

 

Nach einer schweren Lungenerkrankung und Rippenfellentzündung erholte sich Anneliese in einem Sanatorium für Tuberkulose-Patienten in Mittelberg. Dort hat sie viel gebetet. Ihr späteres Ziel war Religionslehrerin zu werden. Nach ihrer Genesung kehrte sie zu ihrer Ausbildung am Gymnasium in Aschaffenburg zurück, wo es am Ende ihrer Abiturs zu einem weiteren (epileptischen?) Anfall kam, aufgrund dessen sich ihr Sprechen und Gehen stark einschränkte. Ihre Mutter glaubte, dass Anneliese damals begann sich vor irgend etwas zu fürchten, und beschreibt diese Erfahrung, als den Anfang des Leidensweges.

Bei einer Pilgerung zum Wallfahrtsort Engelberg erschien ihr die Gottesmutter. Diese fragte Anneliese, ob sie dazu bereit sei, sich für die deutsche Jugend, aber auch für Deutschland aufzuopfern. Die Gottesmutter gab ihr eine Bedenkzeit, dann sollte Anneliese nach Engelberg zurückkehren, um der Gottesmutter ihre Entscheidung mitteilen. Anneliese willigte bei der zweiten Erscheinung in Engelberg, gegen den Rat ihrer Mutter, in freier Entscheidung ein, die kommenden Leiden für die Jugend Deutschlands und für ihr deutsches Vaterland anzunehmen und sich als Sühne aufzuopfern.
In welche Richtung solch ein Opfer zielen sollte, was dessen Wirkung war und ob es in „
heiligen“ Augen auch ausreichen sollte, ist angesichts der heutigen Zustände in Deutschland schwer nachzuvollziehen. Aber über den sorgsam gepflegten Schuldkult und ähnliches habe ich mich schon hier ausgelassen.

Anneliese „
begegnete“ scheinbar auch Christus selbst, der den Auftrag seiner Mutter bestätigte:
„Der Erlöser sagte: Du wirst viel an der Stelle der Anderen leiden und dieses Leid wirst du jetzt tragen. Dein Leiden und deine Trauer dienen mir dazu, die Seele zu retten.“

- Aus dem Tagebuch von Anneliese Michel

 

Während eines Anfalls, der von Freundinnen bezeugt wurde, veränderten die blauen Augen Annelieses sich zu tiefem Schwarz, wieder schwollen die Hände beachtlich an und ihr Körper verfiel in heftige Zuckungen. Als dies wurde ärztlich beobachtet. Vermutlich wurde in dieser Zeit auch die Diagnose der Epilepsie gemacht.
Sie schloss das Abitur schon ein Jahr früher erfolgreich ab.
Während ihrer Studienzeit beklagte sie sich über ein „Klopfen“, dass ohne scheinbare Ursache, immer wieder in ihrem Zimmer erklang. Schon bald begann auch der Rest der Familie von dem Klopfen belästigt zu werden. Es kam mal vom Boden, mal aus dem Schrank oder auch von der Zimmerdecke. Als die fromme Familie darauf zu beten begann, begann Annelieses Veränderung. Mit hasserfüllten Augen reagierte sie auf die Gebete und ihr Gesicht verzog sich zu den schrecklichsten Grimassen. Gemeinsame Gebete erwiesen sich mehr und mehr als unmöglich und ihr körperlicher Zustand verschlechterte sich zusehends. Und nun begann sie zusätzlich auch über angstauslösende Erscheinungen zu klagen. Doch nicht nur (
für andere) Unsichtbares jagte ihr Furcht ein, auch das Zusammensein mit ihrem Priester, und späteren Exorzisten, Arnold Renz.
Im September 1973 schilderte sie diese Eindrücke einem Arzt, der dies als beginnende paranoide Psychose deutete.

Die Hilflosigkeit der Familie Annelieses Zustand gegenüber wuchs, und sie wurde nicht nur immer wieder zu häufig wechselnden Ärzten geschickt, die Familie öffnete sich jedem, der Hilfe anbot. Und das waren auch „Experten“ in spirituellen Dingen oder in Besessenheit. Einer dieser beschrieb Anneliese als ein nettes , streng religiösen Mädchen, das beklagte ihr eigenes „ich“ verloren zu haben. Und immer wieder berichtete sie von teuflische Gesichtern …
Und i
rgendwann begann Anneliese geweihte Gegenstände heftig von sich wegzustoßen.
Ihr Zimmer füllte sich mit dem Geruch von Verbranntem und von Gülle.
Trotzdem studierte sie erfolgreich weiter. Ein Teil von ihr ignorierte das unerklärliche Geschehen, dessen Mittelpunkt sie war. Ihre Freunde beschrieben sie als fröhlich und sie suchte stets die Gesellschaft anderer Leute. Sie hatte sogar einen festen Freund, namens Peter.
Peter nun glaubte daran, dass es eine Erklärung für all diese Geschehnisse gab und hoffte, dass irgendwann ein Arzt diese seltsame Krankheit heilen könnte. Er blieb bis zu ihrem Tod bei Anneliese, obwohl auch er später häufig ein Opfer ihrer feindseligen Attacken wurde.

Im November 1973 begab sich Anneliese dann in Behandlung an der Universitäts-Nerven- und Poliklinik. Hier wurde ihr die Diagnose einer „neurotischen Depression mit Entwicklungscharakter“ gestellt. Ein EEG-Befund gab einen Hinweis auf eine Hirnschädigung im linken Schläfenlappenbereich, was, obwohl nicht bewiesen, medizinisch gesehen, der wahrscheinliche Ausgangspunkt ihrer Anfälle war. Diese Annahme stellte sich später als falsch heraus, wurde aber, auch auf Grund der Unwissenheit der Ärzte solchen Phänomenen gegenüber medikamentös weiter verfolgt.

Und Annelieses Zustand verschlimmerte sich nun rapide. Neben den Teufelsgrimassen begann sie Urteile zu hören, Richtersprüche über ihr eigenes Leben. Oft bedrohten diese Stimmen sie oder zwangen sie zu scheinbar konfusen Handlungen oder auch in unmenschliche Rollenspiele.

Zwar beruhigten sich solche „Phasen“ auch wieder, jedoch wurde sie auch immer wieder erneut attackiert.
In den ruhigeren Zeiten konnte Anneliese dann wieder zu „sich“ kommen und studierte (eine Zeitlang immerhin) erfolgreich weiter.
In dieser Zeit war sie in Behandlung bei verschiedenen Psychiatern, doch niemand verstand, was hier eigentlich passierte. Und weil der Verdacht auf Epilepsie bestand, wurde sie auch dahingehend mit Medikamenten behandelt, was aber (den Phänomen gegenüber völlig) wirkungslos blieb.
Einige Ärzte wiesen darauf hin, dass „Besessenheit“ nicht mit Medikamenten bekämpft werden könne, was die Hilflosigkeit und Verzweiflung der Familie nur noch mehr steigerte.
Im Jahr 1973 wandten sich die Eltern dann an den örtlichen Bischof mit der Bitte um einen Exorzismus, um die „
dämonische Besessenheit“ zu vertreiben.
Dies wurde zwar abgelehnt, mit dem Hinweis auf weitere ärztliche Betreuung, dennoch war Anneliese unter ständiger Fürsorge von Priestern, die sich des Falles annahmen.

Ernst Alt, Pfarrer in Ettleben, hatte, nach eigenem Bekunden, Anneliese eine Einweisung in eine Nervenklinik angeraten, was aber für ihre Eltern völlig inakzeptabel war, da sie befürchteten, dass ihr dadurch die Karriere als Lehrerin verschlossen bleibt.

Im Juli 1975 wurde dann trotzdem ein Exorzismus zur „Probe“ durchgeführt (
Exorzismus probativus), um kirchliche „Gewissheit“ in diesem Fall zu erlangen, wie weiter vorgegangen werden kann. Dabei werden vom Exorzisten keine Gesten oder Geräusche gemacht. Der ganze Vorgang spielt sich nur im Geist (bzw. der Vorstellung) des Exorzisten ab. Von hier aus gibt er unhörbar Befehle an den unerwünschten Geist oder Dämon. In diesem Fall „sagte“ der Pater: Wende dich ab von dieser Person und sag mir wer du bist.
Darauf reagierte Anneliese umgehend und mehrere „
Dämonen“ gaben sich zu erkennen.
Sie selbst sprang wütend auf und zerriss den Rosenkranz, was die Überzeugung des Paters bestärkte es hier mit einem destruktiven Geist zu tun zu haben.

Und sie entwickelte zeitweise so starke Körperkräfte, dass sie ihre Schwester „
wie eine Strohpuppe“ umher warf.
Oder sie zerquetschte einen Apfel mit einer Hand.
Sie sprang stundenlang ohne Erschöpfung an den Wänden oder auf der Treppe herum.
Dann begann sie ihren eigenen Urin zu trinken, vom Boden oder aus der Toilette, sich nackt im Kies zu rollen, Kälte zu suchen, um „
die Erwärmung ihres Körpers zu verhindern“. Sie verfluchte Priester in deren Gegenwart.
Sie verlor ihre Vorderzähne beim Versuch sich durch eine Wand hindurch zu beißen.
Sie biss toten Vögeln den Kopf ab, verspeiste Fliegen und Spinnen und kaute Kohlestücke.
Oft „
verwandelte“ sie sich auch in einen Hund, der tagelang unter den Tischen kroch und nur heulte und knurrte. Manchmal war sie so verkrampft, dass sie weder trinken, noch atmen konnte. An anderen Tagen wurde sie (nach Ansicht ihrer Mutter) vom Teufel verprügelt, auf den Bauch oder auf den Rücken geworfen, und zwar so heftig, dass Annelieses Körper mit blauen Flecken und Narben übersät war. Ihr Kopf war fast schwarz, ihre Augen zugeschwollen und kaum mehr sichtbar.
Wenn sie mal schlief, sah sie aus als wäre sie tot.
Versuche ihrer Mutter den Boden mit Kissen und Bettdecken zu belegen waren wirkungslos. Sie konnten nicht verhindern dass Anneliese von da an auf die ungeschützten Stellen geschleudert wurde. All dies schrieben Ärzte Annelieses erkrankter Psyche zu.

 

Annelieses Veränderung

 

Im Herbst 1975 gab dann der Bischof von Würzburg, Josef Stangl, die Genehmigung einen umfassenden Exorzismus durchzuführen. Diese Genehmigung kam mit einer ausdrücklichen Empfehlung dies auch zu tun. Die folgenden Exorzismen wurden von zwei Priestern, Ernst Alt und Arnold Renz, durchgeführt. Das meiste, was in diesen Sitzungen geschah, wurde auf Tonkassetten dokumentiert. Dies geschah mit der Einwilligung von Anneliese, damit die dort getroffenen Aussagen veröffentlicht und auf der ganzen Welt verbreitet werden konnten.
Ein weiterer Pater, Adolf Rodewyk, stand den Exorzisten mit Rat zur Seite.
Die Exorzismen wurden im Haus der Familie in Klingenberg durchgeführt.

Um welche Geister oder Dämonen es sich handelte, ihre Verwünschungen und Ausbrüche, ihre Aussagen und Behauptungen können in den oben angegebenen Quellen gefunden werden. Neben Abschriften des Gesagten, sind auch Ausschnitte der Tonband-Aufnahmen dort zu finden.
Ziemlich bedrückende und gruselige Dinge ...

Hier seien nur noch einige der Eindrücke der Beteiligten und einige Geschehnisse erwähnt.
Annelieses Stimme veränderte sich in diesen Sitzungen auf eine unangenehme Art und Weise. Sie verstärkte den Eindruck hier diabolischen Wesenheiten gegenüber zu stehen. Zischend, gurgelnd, schreiend, brüllend, anklagend, drohend kamen Worte aus ihrem Mund, die keiner „
normalen“ Person mehr zuzuordnen waren. Doch das war nicht alles. Sich von „allein“ bewegende Stühle, in der Luft „verharrende“ Kanister mit Weihwasser. Einmal trat Anneliese mit voller Kraft gegen ein mit Wasser gefülltes Glas, doch kein Wasser spritzte heraus. Möbel wurden verschoben und weitere Rosenkränze zerrissen. In einem gewalttätigen Ausbruch schlug Anneliese, mit ihrem Kopf, das Glas ihrer Zimmertürscheibe kaputt, doch zog sich dabei nicht die kleinste Verletzung zu.

„Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde …“

- betete Anneliese in der Nacht vor dem Fest der Himmelfahrt der Jungfrau Maria die ganze Nacht hindurch

Freunde wurden körperlich von ihr bedroht. Und wenn ihr Freund Peter zu Besuch kam, konnte Sie kaum sprechen. Sie tobte nur herum und wiederholte nur immer wieder: Ich habe so ein Herz aus Stein…
Trotz all der Umstände hielt Peter zu Anneliese. Er nahm sie sogar mit auf eine Reise, wo sie abermals eine Marienerscheinung hatte. Und wieder fragte die Erscheinung: „Es fügt meinem Herzen großes Leid zu, dass zu dieser Zeit sehr viele Seelen in die Hölle gehen. Man muss Buße tun für die Priester tun, die Jugend, und für dein Vaterland. Willst du die Buße tun für all die Seelen, damit so viele Menschen nicht in der Hölle sterben müssen? Oder willst du Buße tun für die Seelen, welche für die Ewigkeit verdammt sein werden?“
Obwohl diese Fragen Annelieses Familie entsetzte, vermutlich gerade im Hinblick auf die Ereignisse, die sich unaufhaltsam um sie herum abspielten, die Exorzismen und ihre leidende Tochter im Mittelpunkt des unwirklichen Geschehens, sagte Anneliese: „Wenn ich jetzt nicht tun werde, worum mich die Mutter Gottes bat, dann werde ich die Schuld dafür tragen, dass so viele Seelen in die Hölle kommen und für Ewig verdammt sein werden.“

„Manche haben keinen Funken des Glaubens mehr; die gehören mir!“
„Einige gibt es, die glauben nicht einmal, dass es mich gibt. Das sind meine Liebsten.“

- Luzifer, einer der Dämonen in Anneliese (20.10.1975)

 

So gingen die Exorzismen weiter. Es bedurfte der Kraft von drei Männern sie festzuhalten, wenn sie einen weiteren Tobsuchtsanfall bekam. Am stärksten reagierte Anneliese auf geweihtes Wasser.
Pater Renz, einer der Exorzisten, der als Missionar in China arbeitete, sprach sie auf chinesisch an, was sie einwandfrei verstand und darauf antwortete. Und noch etwas merkwürdiges, - die, von verschiedenen Dämonen (oder Persönlichkeiten), Besessene hatte offenbar eine Kenntnis von geheimen und verborgenen Dinge, auch Gedanken erlangt. So sagte Pater Renz des öfteren:
„Man konnte nichts vor ihr geheim halten, sie wusste einfach alles."

Und auch während der Exorzismen kam es wieder zu Marienerscheinungen.
Dieses Mal bei dem Versuch die Dämonen aus dem Körper des Mädchens zu vertreiben.
Sie kommt, sie kommt! Die große Dame!
Die Exorzisten zwangen die Dämonen, einer nach dem anderen, den Körper zu verlassen; doch letztlich scheiterte das Vorhaben an einem, vielleicht seltsamen, Umstand:
Während des Exorzismus vom 30. Dezember 1975 sagten die Dämonen, dass sie Annelieses Körper nicht verlassen können, weil es ihnen der Heiland nicht ermöglicht. Also ging es weiter …

Am 3. März 1976 (Aschermittwoch und Beginn der Fastenzeit) stellte Anneliese dann auch noch die Nahrungsaufnahme gänzlich ein, denn Stimmen hätten ihr das Essen verboten.
Ihr Zustand verschlechterte sich drastisch.
Sie begann stundenlang zu knien oder den Kopf auf den Boden zu schlagen.
Buße tun. Und was trieb sie noch an?

Doch Anneliese fühlte ein Ende des Leidens nahen. Sie sagte zu Pater Renz, dass der kommende Juli eine Veränderung bringen wird. Und sie sollte recht behalten.
Während ihres letzten Exorzismus, am 30. Juni 1976, bat Anneliese den Pater um Absolution, der Lossprechung ihrer Sünden. Um dem Mädchen ein wenig Schlaf zu geben befahl Pater Arnold den Dämonen zu nun Schweigen, und das geschah auch so.
Am 1. Juli schlief Anneliese ruhig im Bett ein und wachte nicht mehr auf.

Vielleicht starb sie an der Erschöpfung, dem unsäglichen Leid, der Auszehrung?
Vielleicht war sie schlicht verhungert?
Vielleicht wurde sie ein Opfer ihrer Teuflischen Visionen?
Der herbeigerufene Hausarzt war nicht in der Lage die Todesursache festzustellen.
Und nicht der „Teufel“ geriet ins Visier der Strafverfolger, sondern die, die ihn austreiben wollten.

Kurz darauf wurde eine Anklage gegen die Eltern und die beteiligten Priester ausgesprochen.
Und es begann ein Showmäßiger Strafprozess. Laut der Anklage war Anneliese verhungert, Zwar wies ihr Körper, der zwar ausgezehrt war, keine der charakteristischen Merkmale des Verhungerns auf, trotzdem war ihre Verweigerung der Nahrung „amtlich“ dokumentiert.
Und Anneliese war ja auch tot.
Ihre Eltern und die beiden Exorzisten wurden der fahrlässigen Tötung für schuldig befunden. Die Strafe war sechs Monate Haft auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.
Die offizielle medizinische Diagnose im Fall Anneliese Michel lautet:
„Paranoid-halluzinatorische Psychose bei Epilepsie auf dem Hintergrund besonderer psychosozialer Faktoren, wobei eine psychogene Identifizierung krankhafter Art mit der Rolle einer Besessenen gegeben war.“

Auch eine, von der Deutschen Bischofskonferenz eingesetzte, Kommission kam hinterher einhellig zu dem Schluss: „Anneliese Michel war nicht besessen!“

Spätere Untersuchungen, wie die des Schweizer Wissenschaftlers Dr. Theo Weber-Arma, zeigten jedoch auch auf, dass ein Großteil der Fakten (zumindest) im Gerichtsprozess verschwiegen bzw. gar nicht berücksichtigt wurde:

So wurde Anneliese Michel zwar drei Mal EEG-Tests unterzogen, aber bei allen Malen wurde eine Epilepsie ausgeschlossen, auch wenn später „offiziell“ das Gegenteil behauptet wurde.
Trotzdem wurde sie auf Epilepsie behandelt und bekam über Jahre die Medikamente, welche speziell nur für Epileptiker gedacht sind (Zentropil und Tegretol).
Eventuelle Nebenwirkungen wurden ebenso wenig berücksichtigt, wie die mögliche Tatsache, dass die hohe Konzentrationen dieser Medikamente und deren langfristige Einnahme (Langzeitwirkung und Summierungseffekt) schließlich zur Zerstörung des Körpers und dem Tod von Anneliese geführt haben könnten. Die Ärzte, die eine Fehldiagnose auf Epilepsie stellten und darauf das Mädchen falsch behandelten, wurden niemals zur Rechenschaft gezogen. Eine pathologische Veränderung im Schläfenlappenbereich ließ sich auch nicht feststellen.
Auch von den Tonband-Aufnahmen, die während der Exorzismen gemacht wurden, wurde natürlich keines als Beweismittel anerkannt oder öffentlich gemacht. All das kam viel später.

Dr. Weber-Arma sagte:
„Es ist kein Epilepsie-Symptom den Kopf mit einer solchen Geschwindigkeit nach links und nach rechts zu schütteln, dass alle den Eindruck haben, einen Film in beschleunigter Geschwindigkeit zu sehen.“

Im folgenden Jahr wurde, aufgrund einer „himmlischen“ Botschaft über die Unversehrtheit ihres Körpers (an die Leiterin des Allgäuer Kinderheims), der Leichnam von Anneliese Michel wieder ausgegraben. Der Körper soll jedoch alle normalen Erscheinungen von Verwesung gezeigt haben …, - sagen die einen. Andere wiederum bestreiten das. - Einer der damaligen Bestatter soll sich kurz vor seinem Tod zu Frau Michel begeben haben, um ihr mitzuteilen, dass er diese Lüge nicht mehr länger ertragen könne. Die Staatsanwaltschaft habe ihn dazu gezwungen, die Unwahrheit zu sagen! - Annelieses Körper sei unverwest!


Auch in diesem Fall verbleibt, wie bei etlichen anderen auch, vieles im Dunkel des Wunschdenkens, der Linienförmigkeit und der Spekulationen. Und alles darin bewegt sich irgendwo zwischen dem religiösen Glauben, dem Übernatürlichen, dem Erkrankten und den Ketten der Konvention …

„Für den 'Besessenen' selbst ist die Deutung seiner Symptome als 'Besessenheit' eine einfache Antwort auf komplexe Probleme. Sie müssen sich nicht mit den komplexen Ursachen von Ängsten, Befindlichkeitsstörungen oder Süchten auseinandersetzen. Stattdessen schieben sie die Verantwortung für das eigene Leben und die eigene Gesundheit auf dunkle Mächte, gegen die man selbst nichts ausrichten kann.“

- Bernd Harder, Sprecher der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung der Parawissenschaften (Gwup)

 

Was nun auch immer hier die Wahrheit gewesen sein mag; von offizieller Seite gab es stets das Bemühen den Eindruck zu erwecken, dass es sich bei den geschilderten Ereignissen um nur Folgen überschaubarer und kontrollierbarer Geschehnisse gehandelt hätte. Gerade in einer Zeit, wo Derartiges mediale Unruhe erwecken konnte, war man bemüht den Rahmen des Natürlichen und Normalen (zwar mit einigen Fragezeichen, aber „etablierter“ Anschauung gemäß) präsentieren zu können.
Das Übersinnliche hatte, weitestgehend, darin keinen Platz.

Spekulationen - Von Exorzismen, Psychokineten, Quanten und Dämonen

Es muss uns klar sein, dass die heutige Wissenschaft nicht nur kaum Interesse an diesen Phänomenen hat, sondern, dass die Untersuchung derselben auch kaum unterstützt wird. Über neunzig Prozent der Wissenschaftler werden von der Industrie gesponsert, will heißen, dass es sich dabei um subventionsgestützte Forschung dreht, die praktische Anwendungsziele verfolgt. Wobei natürlich Rahmenbedingungen gesetzt und Vorgaben gemacht wurden. Die verbliebenen „
freien“ Forscher teilen sich die Gebiete, die sich von der philosophischen Metaphysik bis zur quantenmechanischen Elementarphysik erstrecken. Parapsychologie, Spiritualität oder Grundsatzforschung (und damit meine ich das Infragestellen der bisherigen wissenschaftlichen Sichtweise) sind, außer sie sind interessehalber privat finanziert, eher Randerscheinungen.

Als ein ernstzunehmender Ansprechpartner für „
übernatürliche“ Erscheinungen sieht sich die Katholische Kirche. Allerdings kann dieser Kirche, - und nicht nur aus dem Blick der etablierten Wissenschaften oder dem Rauch der Scheiterhaufen, auch (oder gerade) eine selbstschützende voreingenommene Sichtweise derartigen Phänomenen gegenüber unterstellt bzw. (freundlich ausgedrückt) nicht abgesprochen werden.
Der Tod der Studentin Anneliese Michel
, die nach einer Serie von Kirchlich orchstrierten Exorzismen starb, trägt bis heute sicher auch nicht zu einem aufgeschlossenen Umgang damit bei.

Das weltliche und abschliessende Urteil einer „
Fahrlässigen Tötung“ kann sicherlich auf eine krasse Falscheinschätzung hindeuten, - zumindest in einer, von tatsächlichen paranormalen Erscheinungen heimgesuchten und letztlich tödlichen Situation; offenbart jedoch sichtbar auch die Institutionelle Hilflosigkeit einem (für den Außenstehenden meist unerklärlichen) Spukgeschehen gegenüber. -

Verurteilungen und eine unangenehme Medienaktivität, Teufelsaustreibungen und Hokuspokus, Infragestellungen, Abschätzungen und der Glaube an sich; - und was gilt dann als
objektiver" Beweis?
Und was kann nicht in Frage gestellt werden, allemal, wenn die darüber urteilenden Personen bestenfalls Material aus zweiter oder dritter Hand in ihre Überlegungen einbeziehen können?
Und dann noch das, „
was-die-Leute-so-reden“ …
Verständlich, dass die Kirche in Deutschland, seit diesem Richterspruch, versucht sich seitdem verstärkt diesen Phänomenen mit Abstand und Vorsicht (
wenn überhaupt noch) anzunähern.

Allerdings musste das
Erzbistum Paderborn zugeben, dass es noch in den Jahren 2000 bis 2008 drei Fälle von „kirchlich begleitetem“ Exorzismus gegeben habe. Scheinbar wurden 200 Anfragen gestellt, von denen 18 ernsthaft geprüft wurden. Angeblich mit Zustimmung von Bischof Walter Mixa, dem früheren Bischof von Eichstätt und Bischof von Augsburg. Die Bistümer Eichstätt, Würzburg und München beeilten sich klarzustellen, dass immerhin sie in den vergangenen Jahren keine „großen Exorzismen“ genehmigt hätten. Und es wurde gezielt auf die Hilfe von Psychologen verwiesen.

„Es handelt sich lediglich um eine Abfolge von Gebeten, mit denen der Exorzist Gott um Hilfe und um Befreiung vom Bösen bittet.“
Das weiß Ägidius Engel, der Paderborner Bistumssprecher. Er nennt die von Spukphänomenen betroffenen „seelisch höchst notleidende Menschen“, denen "unter Umständen mit einem Exorzismus geholfen werden kann".

Exorzismus wird nicht nur seit über 2000 Jahren von der Kirche praktiziert, sogar deren Gründer Jesus hat schon (
laut den Evangelien) Dämonen ausgetrieben. Und schließlich könne ja auch nur Gott vom (selbstgeschaffenen?) Teufel befreien, denn alles andere wäre „Aberglaube und Schamanismus“.
Zusätzlich konsultiert die Kirche heutzutage Ärzte und Psychologen konsultiert, die den Verdacht auf eine psychische Störung enthärten müssen. Folgende Exorzismen werden dann unter ärztlicher Aufsicht und Kontrolle durchgeführt.

„99 Prozent derjenigen, die meinen, vom Teufel besessen zu sein, sind psychisch krank.“
Das weiß Jörg Müller, Psychotherapeut und Pater aus Freising, der dem „Münchner Kreis“ angehört, einer Deutschlandweit ziemlich einmaligen Anlaufstelle von Theologen, Psychologen und Ärzten. Hier können, von übersinnlichen Erscheinungen, betroffene Menschen „fachkundigen Rat“ suchen. Immerhin.

In vielen der aufgenommenen Fälle war es angeblich zum sexuellen Missbrauch in der Kindheit gekommen, daraus resultierende Angstzustände, Stimmungsumschwünge und Stress. Inwiefern diese Angaben der Realität entsprachen bzw. Freudschen Wunschvorstellungen, Behauptungen oder sogar Unterstellungen, lässt sich für mich nicht verifizieren. Es klingt auf-jeden-Fall immer annehmbar und im Fall der Anneliese Michel war tatsächlich ein sexueller Übergriff erfolgt.

Müller schildert den Fall einer Witwe, die glaubte dass ihr verstorbener Mann im Haus herumspukt.
Gegenstände fielen von den Wänden und im Haus waren laute Poltergeräusche zu hören.
Nun hat dieser Müller eine eigene Ansicht über diese Erscheinungen. Er war sich nämlich sicher, dass nicht ihr Mann dahintersteckt, sondern die Psyche (
was immer das jetzt auch sein soll) der betroffenen Frau selbst.

„Unsere Psyche ist zu unglaublichen Leistungen fähig."

wusste Müller wieder - und zwar habe sich später dann herausgestellt, dass die Witwe, „
Kraft ihrer geistigen Energie“ diese paranormalen Erscheinungen selbst hervor gerufen habe
Nach einer Psychotherapie wurde die Energie auf eine „normale“ Ebene umgelenkt, vermutlich wurden ebenfalls ihre Wahrnehmungen beeinflusst, aber letztendlich hat der Spuk im Haus nachgelassen.

Ich denke, wir haben hier einen ähnlichen Fall, wie den zum Beginn dieses Textes beschriebenen Hypochonders. Allerdings bleibt offen ob und wie diese Phänomene tatsächlich „
erschaffen“ wurden. War sie wirklich fähig (wie auch Anneliese Michel) kurzzeitig paranormale Erscheinungen innerhalb der doch von physikalischen Gesetzen bestimmten Wirklichkeit zu erzeugen? Falls ja, - wäre es doch hochinteressant WIE das geschah! Und verfügen wir möglicherweise ALLE (bislang meist latent) über solche Fähigkeiten? Was könnte DAS für die menschliche Evolution bedeuten?
Und was würde DAS für die Medizin und alle anderen (
scheinbar gesicherten) Wissenschaften bedeuten?

Könnte man sich jetzt sicher fragen ...
Doch stattdessen wird das Verhalten und Erleben der Frau von den behandelnden Ärzten auf eine „
normale Stufe“ zurück gebracht ...

Und die Fähigkeit, die für einige sinnlos und nicht kanalisierbar scheint, versiegt wieder.
Hier erheben sich die Fragen: Was ist der Mensch mehr, als durch soziale Anpassung erworbenes Verständnis, ein Name und ein durch Reproduktion erworbener Körper?
Was ist der Mensch mehr, als ein zumeist unbewusst funktionierender Spiegel der Puzzleartig die irgendwie bearbeiteten Geschehnisse der umgebenden Welt reflektiert?

Wenn der Begriff „
Normalität“ auftaucht, gerade im sozialen Bereich, dann meint er nicht die Möglichkeiten des Menschen, die sich aus dem Training seiner ungenutzten Ressourcen entwickeln können, sondern er meint schlicht „Unauffälligkeit“. Menschen werden solange „therapiert“, bis sie wieder unauffällig genug sind, um einfach in der Menge zu verschwimmen. - Stagnation, Anpassung und Regeln bestimmen den Dienst am Staat. Treiben, Unabhängigkeit und Freiheit vermutlich den an der Menschheit ...

Und bestimmt hat jeder schon von Quantenphysik gehört. Mathematisch (anhand 10-14 Fingern) gesehen sprechen wir hier von Wahrscheinlichkeiten, die sich aus rechnerischen Möglichkeiten ergeben, - oder für uns damit sichtbar werden. Diese „Welt der Quanten“ erschließt sich uns alleine durch vergleichende Beobachtungen und durch mathematische Operationen. Quanten- und Elementarphysiker stellten bei aufwendigen Rechenkunstücken fest, dass innerhalb bestimmter Ergebnisse in den langen Nachkommazahlen immer wieder sich wiederholende Zahlenfolgen zu finden waren, die, wie gesetzmäßig, regelmäßig in den Gleichungsergebnissen auftauchten. Sogenannte Itterationen. Konzentriert man sich nun nur auf diese und versucht sie graphisch darzustellen, kommen verdammt hübsche Bilder, sogenannte Fraktale, heraus, die wiederum „realen“ Erscheinungsformen ähneln.

Warum beispielsweise nicht den gefundenen Wert einer mathematischen Gleichung immer wieder durch durch die anfängliche Gleichung teilen? Ergibt wunderbare Itterationen und ebenso wunderbare, sich immer wiederholende, Bildchen. Ein Ketzer, der hierbei an Willkür denkt ...


Man glaubte also „hier“ einer weiteren Spur zu den unsichtbaren Gesetzen des Universums folgen zu können. Tatsächlich können solche „Ordnungen“ oder Muster praktisch fast überall beobachtet werden. Aber sie sind halt nicht so leicht zu erfassen, wie die bisher unformulierbare Schwerkraft, und sie verhalten sich auch nicht unbedingt empirisch.
Und da gibt es dann die Mathematik, die Ähnlichkeit mit Genauigkeit verwechselt, aber immerhin zur künstlichen Annäherung zu genügen scheint. Zumindest für die Befürworter derartiger Taschenspieler-Tricks. Aber ist sie doch bisher die genaueste Beschreibungsform, die uns zur Verfügung steht, mag man einwenden. Sie, und der Glaube, dass irgendwo zwei völlig identische Einheiten existieren mögen, die man getrost zusammenzählen kann, um endlich einmal ein stimmiges Ergebnis zu erreichen …

„Das Gegenteil von schlecht muss nicht gut sein – es kann noch schlechter sein.“

-Paul Watzlawick, österreichisch-amerikanischer Kommunikationswissenschaftler, Psychotherapeut, Soziologe, Philosoph und Autor

 

Zu Bedenken dabei ist, dass wir uns hier wieder nur im, vom heutigen Menschen beobachteten und interpretierten, „Raum“ bewegen. Und „richtig“, „informiert“ oder „falsch“ ist, wie so oft, nur abzählbar an Hand der Stier-Tänzer. - Und wer, wenn er/sie ehrlich argumentiert, kann man sich davon ausschließen?
Und wir bewegen uns in einem kompliziert anmutenden Bereich der möglichen Wahrscheinlichkeiten, die vermutete Gesetzmäßigkeiten in dem (
hungrig geöffneten) Rachen der Unsicherheit produziert. Bis heute gibt es keine „Erklärung“ über, zum Beispiel, das gleichzeitige Auftreten von „Photonen“ oder das endgültige Schicksal der gebeutelten Katze Schrödingers.
Aber darauf zielt das Spiel der möglichen Beschreibung des bislang Unsichtbaren auch gar nicht ab. Hingegen öffnet man damit virtuelle Tore zur Phantasie …

Ob diese Itterationen und der Raum zwischen den speziell hervorgehobenen Zahlen tatsächlich eine hilfreiche Ergänzung zur Formulierung des Unsichtbaren sein können, oder ob man dabei völlig „
auf dem Holzweg“ ist, und nur als Entschuldigung für das Außer-Acht-lassen bestimmter Offensichtlichkeiten (bzw. alternativer Sichtweisen, die schon lange vorher auf andere grundlegende Dinge hingewiesen haben, aber generell von der „offiziellen“ Sichtweise ausgeschlossen wurden; und ja, ich spreche hier von spiritueller Forschung) genutzt wird, um im günstigsten Fall auch noch die Unsicherheit zu relativieren, bleibt dahingestellt.

Jeder, der sich solchen Themen widmet, und versucht nicht sklavisch den, bisher bestenfalls hypothetisch formulierten, Gedankengängen als „
Weisheit aller Dinge“ zu folgen (was ja auch viel zu unsicher wäre), ist hiermit aufgerufen die Beziehung des Irrealen mit dem Möglichen (und damit meine ich nicht das praktisch Mögliche) zu untersuchen. Vielleicht ist ein angestrebtes Resultat dann wirklich mit der Realität übereinstimmend? Fragt sich nur – welcher eigentlich?

Was wäre, beispielsweise, wenn jede Erscheinung (
oder „reale“ Wahrnehmung) im Grunde immer aus drei Grundkräften „rekrutiert“ werden würde? Wenn 'Schwarz-Weiß' kein Gegensatz mehr darstellt, sondern nur eine Verbindung, mithilfe einer noch unbekannten Kraft, die diesen beiden scheinbaren Extremen genauso konträr gegenübersteht?
Und ich vermute mal, das „Grau“, ebenso wenig wie „Bunt“ oder "Leer" hier die Antwort ist …

Triaden anzunehmen, anstatt Dualitäten, könnten den Erfahrungsbereich (
gerade auch im sozialen Sichtbereich) beträchtlich erweitern. Und wenn man dann noch die Möglichkeit anerkennt, das jede „Aktion“ im sichtbaren (oder im unsichtbaren) Bereich von Schwingungen getragen wird, die sich im Ausdruck, aber nicht in der Mechanik verändern … Und es tatsächlich Möglichkeiten gibt in diesen Schwingungsprozess einzugreifen, ohne die Hauptschwingung zu zerstören oder destruktiv zu regulieren, und den Überblick über die Folgeprozesse zu verlieren. - Wenn man erkennt, dass jede Schwingung schon natürlich vorhandene „Brüche“ beinhaltet, die scheinbar bislang unserer Wahrnehmung und den dicken Büchern der Wissenschaftlern entgangen sind, dann sind wir schon mitten im Bereich der Häretiker, der spirituellen Spinner und der Doktrinen.
Trotzdem scheinen immer mehr Menschen zu begreifen, dass man die Welt nicht einfach zwischen nur zwei Extremen einordnen und diskutieren kann.

Es kommt sicher nicht ungefähr, dass auch unsere Computer zu Beginn nur binäre Prozesse verstanden und verarbeiteten. Der nächste Schritt waren Bedingungen, die Prozesse auswählten, einschränkten, erweiterten und (
unter neuen Bedingungen) abbrachen, fortführten oder ausbauten.
Mittlerweile gibt es Maschinen, die hypothetische Strukturen anhand
vorgegebener Daten und Spielräume erfassen, darzustellen und zu entwickeln vermögen. Hier spielen quantenmechanische Resultate (aber auch prognostizierte Gesetzmäßigkeiten) den Ratgeber für die verschiedensten Auslegungs-Modelle, - so etwas, wie, wissenschaftliches Herumgerate (Indikatoren), Prophezeiungen (Prognosen) und ein ordentlicher Hauch Schamanismus (Theorien).
Aber, wie sagte schon Charles Fort so treffend:

„Wer könnte nicht ein preisgekrönter Schütze werden, wenn immer nur die Treffer notiert werden?“

Und wir alle wissen wie weit solcherart geschaffene „
Erklärungsmodelle“ über prognostizierte zukünftige Entwicklungen mit der „realen“ Wirklichkeit konfliktiv kollidieren können.
Eine vielleicht bald lebensnotwendige Frage ist hier, ob der Quanten-Schmetterling den Sturm auslösen wird, bevor er davon träumte ein Mensch zu sein, oder bevor der Mensch, der den Schmetterling träumte, den Weg aus der Traumwelt wieder heraus finden kann?
Doch zurück zum Thema.

Bis hierher erschien es, als wäre der menschliche Geist (
oder die „paranormale Komponente“) als Verursacher der weiter oben geschilderten Phänomene verantwortlich zu machen.
Wie-auch-immer diese über- (
oder unter- , oder was ganz anderes?) sinnlichen Phänomene in die reale Welt hinein produziert werden können …
Doch was wäre, wenn solche Energien von „
Außen“ in den Geschehnissen erzeugt werden?
Wenn also der menschliche Geist im wahrscheinlichsten Fall als Aufhänger und womöglich als Tongeber funktioniert, aber nicht dafür verantwortlich ist?
Dies stellt die Frage nach bisher zumeist unsichtbaren Entitäten, die irgendwie gemeinsam (
vielleicht (s.o.) nur zeitweilig?) mit uns zusammen eine Koexistenz auf diesem Planeten führen.
Geister? Dämonen? Dimensionsgänger? Zeitreisende? Außerirdische? Und was nicht noch alles hier als ungesicherte Möglichkeit dafür herhalten könnte...

Ernstzunehmende (?) Wissenschaftler spekulieren derweil ebenso ernsthaft darüber, ob solche Erscheinungen möglicherweise vielleicht nicht alle aus derselben Quelle kommen könnten?
Ich gebe zu, ich habe so etwas ähnliches auch gedacht, aber eine der möglichen Konsequenzen wäre zwangsläufig unsere universelle Isolation aufgeben zu müssen, und wer hat daran schon ein Interesse?

Aber gerade die Quantenphysik, mit allen ihren „
Prinzipien“ von Unsicherheit und mathematischen Un- aber Regelmäßigkeiten, malt uns hier die Bilder offener Pforten zu gedachten anderen (vielleicht nur durch eine winzige Schwingung getrennten) „Dimensionen“, in denen schier alles möglich wäre. (…) Aber funktioniert das auch hier, auf dieser Erde?

„Als Physiker, also als Mann, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, nämlich der Erforschung der Materie diente, bin ich sicher frei davon, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden.
Und so sage ich Ihnen nach meiner Erforschung des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich!
Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Atoms zusammenhält.
Da es aber im ganzen Weltall weder eine intelligente, noch eine ewige Kraft gibt, so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewussten, intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund der Materie! Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre!
Da es aber Geist an sich allein ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen angehört, müssen wir zwingend Geistwesen annehmen."


Das sagte Max Planck im Jahre 1929, während einer Rede im Harnack-Haus. Nun sollte noch angefügt werden, dass die Westliche Denkweise die Begriffe „
Bewusstsein“ und „Wahrnehmung“ ziemlich austauschbar benutzt, da unsere „aufgeklärte“ Zivilisation, in ihrer „Entwicklung“ immer nur den Blick auf die äußere und sichtbare Welt gerichtet hat, die sie für den Verursacher aller Erscheinungen hält. Gut, teilweise wissen wir es heutzutage besser (oder anders); trotzdem „begründen“ sich die maßgeblichen und etablierten Wissenschaften auf solcherart Wahrnehmung und Interpretation der Wirklichkeit. Die Wissenschaft der „Seele“, also die "Psychologie", lehnt die Existenz derselben vehement ab, und glaubt in ihren Untersuchungen, Beobachtungen und Schlussfolgerungen sich allein auf die mechanische Abläufe (Erleben und Verhalten unter künstlichen Bedingungen) von (bislang angenommenen) Funktionsprinzipien stützen zu können. Oder die Funktionsmedizin im Allgemeinen. Das Interesse an einem wirklich normal entwickelten Menschen, und das schließt ebenso vergangene, heutige und zukünftige Möglichkeiten mit ein, ist mehr und mehr in den Hintergrund getreten; hat einer, zumeist zweckdienlichen "Spezialisierung" ihren Platz geräumt und wird bestenfalls noch von religiösen oder spirituellen Bestrebungen heimgesucht.

So wird, von der etablierten Studiengemeinschaft der Wissenschaft, die Existenz von einem „
Etwas“, dass ein Interesse an der Aufrechterhaltung und Gesundung des Körpergeschehens hat, zwar zwangsläufig unterstützt (da man keine Erklärung für eine "göttliche" Agenda unterstützt und eigentlich nur theoretische DNS-Programme und unverständlicherweise wirkende Pacebos anzubieten hat) , aber als unabhängige Idee schlicht abgelehnt.
Und trotzdem arbeiten unsere inneren Regulatoren, produzieren, sortieren und heilen, ohne äussere Anstöße oder äussere Vorbereitungen. Mit einer Regelmäßigkeit, einer Sorgfalt und einer Genauigkeit (
und einer Selbstverständlichkeit), die sich jedem noch so erfahrenen Menschen-Doktor entzieht. Es scheint, als wäre ein zweiter Körper im Menschen aktiv, dessen Wirkungsfeld (und Spielraum) die "physische Ebene" darstellt.

Menschen in tiefen Meditationen, aber auch in psychokinetischen Experimenten, beschreiben sogar eine Trennung solcher verschiedener „Körper“ ... Was natürlich (auch bislang) völlig unbewiesen und unbeobachtbar ist. Deswegen wählt die derartig ausgerichtete „Forschung“ auch den „Weg des geringsten Widerstandes“, - und der ist Unglaube, Verleugnung und Abgrenzung.
Wenn dieses unsichtbare Wesen in unserer Existenz aber nun doch (und vielleicht sogar eigenständig) existiert, und ich spreche hier nicht von Empfindungen, Gefühlen oder Gedanken, denn das sind wahrscheinlich nur Produkte des physischen Körpers, wäre die Existenz immaterieller Lebensformen (die wir nur unter „günstigen“ Umständen und Momenten überhaupt wahrnehmen können) so abwegig? "Geisterscheinungen"?
Die Quantenphysik, die mittlerweile schon den Status des Mittelalterlichen Okkultismus erreicht hat, lässt hier viele Möglichkeiten für zukünftigen Spielraum offen ..., aber auch noch mehr Platz für noch mehr Fragen.

Ähnlichkeiten ersetzen empirische Wiederholungen, genau ...

Eine Theorie (
in der „modernen“ Wissenschaft), um damit mal anzufangen, hat solange eine (oder ihre spezielle) Berechtigung, so lange sie nicht (auf eine akzeptierte Weise) widerlegt ist. Nennt sich "Falsifizierungs"-Methode und ist unter anderem mit dem Namen des Wissenschaftstheoretikers Karl Popper verbunden.
Natürlich gilt so etwas nur bedingt (
oder überhaupt nicht) auf dem weiten Forschungsfeld der Spiritualität, der Paranormalen Phänomene, der Religiösen Erscheinungen, wiederholter Sichtungen (bislang) unbewiesener oder (bislang) erfolgreich abgestrittener Vorkommnisse, seien es Geistererscheinungen, lebendige Frösche, nicht identifizierte andere fliegende Objekte oder prähistorisch anmutende Monster ... Aus irgendeinem Grund werden derartige „Phantome“ ausgeschwiegen, mit Lächerlichkeiten überzogen, Zeugen werden ignoriert oder mit Drohungen zum Schweigen gebracht. Es herrscht eine Lobby des Stillschweigens hierüber. Man glaubt sich einer großen Verschwörung gegenüber zu sehen; - Wissenschaft, die einerseits predigt für alles offen zu sein, verschließt bei diesen Phänomenen ganz schnell und artig (?) die Augen. Die Folge ist, dass solcherart Phänomene dann auch aus der „offiziellen“ Geschichtsschreibung getilgt bzw. nur am Rande als Kuriositäten erwähnt werden.

Und das betrifft viele Bereiche der Wissenschaften. Dinge haben, auf die eine oder andere Weise, heutzutage materiell pragmatisch zu sein.
Nützlich ist, beispielsweise, das Verhalten (
und Erleben) von Menschen unter künstlichen Bedingungen zu studieren und daraus Regeln abzuleiten und Muster zu erstellen, die unterstützen andere Menschen unter späterer Zuhilfenahme dieser „Logik“ in ihrem Verhalten zu beeinflussen.
Die Auseinandersetzung mit
Achtsamkeit und Bewusstheit sind einige der vielen Probleme der heutigen „nützlichen“ Psychologie, die von einigen (extrem materiell messbar ausgerichteten) Wissenschaften zwar immer noch als unsichtbarer „Hokus Pokus“ abgelehnt, nichtsdestotrotz gerne und wiederholt genutzt, wird.

Dementsprechend unnütz ist, den Raum des menschlichen (
oder tierischen) Bewusstseins zu ermessen, brachliegende, bisher sporadisch auftretende und unkontrollierbare Fähigkeiten zu aktivieren und dem Einzelnen damit die Möglichkeit zu geben einen neuen Platz in einer neuen Welt zu gestalten, wo die alten Werte (auf Grund und als Ergebnis einer solchen Forschung) schließlich gänzlich neu überdacht und interpretiert werden müssten.
Die Möglichkeiten solch einer Forschung wären schier grenzenlos für das Individuum.
Leider treten solche Phänomene räumlich oder zeitlich begrenzt auf. Das bedeutet auch, dass sie scheinbar meist im Unsichtbaren operieren ...

Doch was für eine Offenbarung für die heutige Physik, die auf der Jagd nach immer kleineren Materiepartikeln, nun mit den verschiedenen Auslegungen der Quanten“
mechanik“ jetzt auch im Unsichtbaren offenbar mal wieder ein paar Punkte sammeln kann.
Denn was solche quantentheoretischen Denkmodelle noch alles für zukünftige Voraussagen, Statistiken oder Hypothesen bedeuten mögen, ist bisher kaum bis in die Vorstellungswelt der Rezipienten eines solchen Denkens vorgedrungen. Wenn was
dran ist ...
Denn eines Tages stellt man vielleicht fest, dass diese spezielle Katze niemals vorher existiert hat oder zumindest nun einfach verschwunden ist …

Wir sollten immer bedenken, dass die reine Wissenschaftsidee an sich so gut wie NICHTS mit der praktisch anwendbaren Wissenschaft zu tun hat, - und wenn dann nur, wenn deren Nützlichkeit bezeugt und bewiesen werden kann. Finanziell gesehen hilft da schon die Wahrscheinlichkeit einer solchen Beurteilung. Und - so etwas kann, anhand von möglich beeinflussenden Faktoren, die im künstlichen Wechselspiel zu-, mit- oder gegeneinander stehen, ja
mathematisch ausgedrückt werden.

Doch Mathematik ist bestenfalls auch NUR eine Repräsentation der sichtbaren Wirklichkeit.
Das betrifft natürlich auch das zu erwartende Ergebnis, wie immer es auch ausfallen mag …, - unsere chaotisch anmutende Welt bietet hier fast endlose unerwünschte Einflussmöglichkeiten.
Mathematik ist eine übersetzende Sprache, ein Hilfsmittel und NICHT die Wirklichkeit, die sie nur repräsentiert bzw. darzustellen versucht.
Mathematik ist eine künstliche geschaffene „
Brücke“ für den menschlichen Geist immaterielle Ausdrücke tatsächlichen Begebenheiten zuzuordnen. Wo im Raum auch immer diese Ausdrücke in der relativen Zeit festgemacht werden können - und von wem auch immer. - Mathematik hat keine andere Korrelation mit der Wirklichkeit bzw. der Tatsächlichkeit.

In der „
funktionierenden“ theoretischen Mathematik müssen Bezüge schon in der scheinbar einfachsten Rechnung relativierbar sein: 1+1=2 Jeder glaubt das zu wissen.
Aber das Ergebnis kann falsch sein. Warum?
Nun, die Wirklichkeit (
mit der wir bis jetzt konfrontiert sind) lässt keine zwei völlig identischen Erscheinungsformen zu, - es gibt sie, - nach unserem bisherigen Wissensstand, einfach nicht.
Also gibt es auch keine zwei identischen Äpfel, Menschen, Tiger oder Planeten oder was-auch-immer.
Das „
korrekte“ Ergebnis wäre dann 1,xxx bzw. 2,xxx. (!)
Und so etwas funktioniert auch nur unter der
Voraussetzung, dass man die Grösse, das Gewicht, die Schale, die Kerne, das Partikelvolumen, etc. eines (1) Apfels bestimmen kann. Ansonsten arbeitet man mit ungefähren Mengen.
Das bedeutet, dass in der (uns umgebenden) Wirklichkeit Eins (1) und Eins (1) niemals Zwei (2) ergeben kann und wird.
Außer, man relativiert eben großzügig …

 

Als ein anderes Beispiel nehmen wir einen Staubsauger. Ohne Strom.
Oder eine Tasse. Ohne Flüssigkeit.
Oder ein Lebewesen. Ohne Leben.
Nun würde 1+1 ein grundsätzlich neues 1 erschaffen keine 2. -
Dies wäre eine „reale“ Funktion ….

Doch würden wir nun zugrundelegen, dass das gesamte Universum letztlich durch die Zahl „1“ repräsentiert werden kann (
alles ist Eins), dann muss zwangsläufig auch jede mathematische Zahl (bzw. der Wert jedes Operators) kleiner sein, als diese „1“ …
Verwirrend? Doch, wo soll die Mathematik denn ansetzen um wenigstens den pragmatischen Schein zu wahren?
Dinge funktionieren. Doch das
WIE ist höchst theoretisch.
Aber Mathematik hat irgendwie doch immer recht, nicht wahr?
Es kommt nur auf den vorausgesetzten Ausgangspunkt an ...

Also wurden (
TPTB) in der Vermittlung solcher Logik strenge Auflagen geschaffen, um gleich die „Spreu vom Weizen“ zu trennen. Was nicht immer gelingt, offensichtlich.
Deswegen werden hier eine Menge Subventionen, Geldmittel, Überzeugungen, aber auch Einseitigkeit, Verbohrtheit, Ignoranz, Suggestion, Anlagen und Versprechen auf zukünftige Macht (
in Form von Positionen, Jobs, sozialen Stellungen, etc.) investiert oder auch Drohungen ausgesprochen, eben um nur etablierte“ Weltbilder zu fördern, zumindest sie im Ursprung nicht in Frage zu stellen. Und Macht korrumpiert den Korrupten. Und wir lernen die „Spezialisten“ zu bejubeln.

Man kann mit Recht sagen, dass die heutigen Schulen nicht mehr lehren zu lernen, sondern schlicht einseitig indoktrinieren. Dargestellt (
bzw. „gelehrt“) werden meist nur noch „offiziell unterstützte“ oder „politisch“ gewünschte Meinungen und Ansichten über die Wirklichkeit. So gab mir meine Geschichtsdozentin den Ratschlag (im Hinblick auf die fragwürdige Geschichte Ägyptens) mich lieber auf das zu konzentrieren, was man glaubt zu wissen, und nicht auf das, was man eben nicht weiß, … gerade im Hinblick auf etwaige Prüfungen auch ein durchaus pragmatischer Gedankengang. Vor der Abschlussprüfung in Psychologie hatten wir (einige Studenten und ich) eine angeregte Diskussion über die persönliche pädagogische und psychologische Ausrichtung der uns unterrichtenden Lehranstalt, speziell auch die der Prüferin. Diese Diskussion brachte uns Einsichten, die uns letztlich allen halfen die Prüfung erfolgreich zu absolvieren.
Wie frei ist ein Wissenschaftler in seiner Arbeit, wenn diese durch ein (staatliches oder privates) Unternehmen finanziert wird?

Wissenschaft, also das, was sich selber dahingehend als „
legitim“ bezeichnet, lehnt, beispielsweise, das spirituelle Vorhandensein von Nah-Tod-Erfahrungen (mit all den möglichen Folgen) grundsätzlich ab, und „erklärt“ diese als materielle Reflexion der Vorstellungen, als Halluzinationen. Vielleicht dann so eine Art von „Scrying“ …?  Oder eben

simple Missinterpretationen bzw. missverstandene eigene Einschätzung von Sinn-, Gefühl- oder Denkstrukturen oder projizierenden Erinnerungsinhalten; - „Falsch“-Beurteilungen einer. doch eigentlich, ordinären Realität ...

 

Ebenso abgelehnt wird die Vorstellung des Vorhandenseins unsichtbarer (bislang) nicht erfassbarer Mächte, die Einfluss auf die (akzeptierte) materielle Welt nehmen können. Im Gegenteil zu einer wirklichen Forschung, die derartige Phänomene vorurteilsfrei zumindest offenlässt und auf weitere zukünftige Erkenntnisse hoffen mag, bis eine Forschung dahingehend einsetzt und weitere Sichtweisen zulässt, werden solche Erscheinungen prinzipiell abgestritten, ignoriert, ausgeschlossen und die Verkünder derselben bis zur Lächerlichkeit verdammt. Oder Schlimmeres.
Es gibt die Ansicht, das Erkenntnisse ohne Bewusst-Sein gar nicht möglich sind ...

Generell wird versucht „
nicht zu erklärendes“ dem „allgemein akzeptierten“, aber auch nur angenommenen Weltbild unterzuordnen. - Angenommen in einer Zeit, wo die Vordenker der heutigen Akzeptanz noch alles in materiellen Begriffen zu erklären suchten; sicher auch, um damit dem jahrhundertelang einengenden Griff und der Bevormundung der westlichen Religionen zu entkommen.
Bis heute wird rational jede Forschung solchen Gedanken untergeordnet.
Doch das ist keine Wissenschaft – das ist Ideologie!

„Our scientific power has outrun our spiritual power. We have guided missiles and misguided men.“

- Martin Luther King, Jr.


„Subjectivity is the only thing that we know is objectively real.“