Ein paar Gedanken zu mosaisch inspirierten Religionen (2)

Das Problem vom Ober-Gott mit dem Fleischverzehr

 

 

Der Genuss des Tierfleisches war bis zur Sintflut unbekannt; aber seit der Sintflut hat man uns die Fasern und die stinkenden Säfte des Tierfleisches in den Mund gestopft; wie man in der Wüste dem murrenden, sinnlichen Volk Wachteln vorwarf. Jesus Christus, welcher erschien, als die Zeit erfüllt war, hat das Ende wieder mit dem Anfang verknüpft, so dass es uns jetzt nicht mehr erlaubt ist, Tierfleisch zu essen.
Dieses Zitat stammt von dem „ heiligen Kirchenlehrer“ Hieronimus und findet sich im Adversus Jovinianum I, 18

Schauen wir uns einfach mal ein paar deutlich ältere Aussagen dazu an:
Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbringe, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt. - Lev 1.9
Weiß der Schreiber dieser Zeilen es wirklich? Und woher? -
Denn der Ober-Gott sprach doch noch früher zu den Menschen:

Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so. Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. - Mose 1:29-31


Es scheint nun so gewesen zu sein, dass die Israeliten vor der Zeitenwende (also den Jahrhunderten vor Jesus) nur wenig Fleisch verzehrten. So ist im ursprünglichen Schöpfungsbericht der Bibel eindeutig festgelegt, dass der Fleischkonsum gar nicht nicht zur Ordnung der Schöpfung gehörte (siehe Mose 1:29-34). Tatsächlich waren es doch die alten Priester, die solcherart Schriften bearbeitet und womöglich auch erst geschaffen hatten. Ihnen Sinn und Zweck eingaben …

Aber schon nach der Sintflut (siehe unten) folgte dann prompt (neue Zeiten – neue Wege?) die offizielle Erlaubnis zum Fleischverzehr und zwar angeblich vom Ober-Gott persönlich …
Nun sollte man aber auch wissen, dass der Fleischverzehr traditionell nur ein Bestandteil des priesterlichen Schlacht- und Opferkults war …


Die Verwirrung wächst, wenn der „Prophet“ Jeremia dann folgendes verkündet:
Ich aber habe euren Vätern an dem Tage, als ich sie aus Ägyptenland führte, nichts gesagt noch geboten von Brandopfern und Schlachtopfern; sondern dies habe ich ihnen geboten: ´Gehorcht meinem Wort, so will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein … - Jeremiah, 7:22


Diese Priester nun aber hatten ein Interesse am Fleischverzehr, nicht nur, weil sie sich so die besten Stücke zuschanzen konnten, und es war bequem so, sondern weil Tieropfer Teil ihres grausamen Herrschafts-Kultes im "alten" Israel waren.
Dazu kommt, dass es auch eine Machtdemonstration darstellt, - die Regentschaft des Menschen über das versklavte, geknechtete und niedere Tier! Natürlich standen viele recht-schaffende Leute und „Propheten“ gegen solche grausame Gewaltherrschaft auf. Jeremiah ist da nur einer von vielen, wie wir noch sehen werden …


Alles in allem können wir jetzt nur festhalten, dass der Ober-Gott bei seinen Entscheidungen und Aussagen scheinbar auch immer darauf bedacht war, diese späterhin auch widerrufen zu können. Oft das Gegenteil von dem zu behaupten, was er erst vorher von den Menschen forderte oder ihnen gebot.
Oder dass, was seine "Propheten" sagten ...

Es ist jetzt nur verwirrend, wenn man annimmt, dass hier keine Absicht dahintersteckt.
Und zwar menschliche, nicht göttliche ...

Die Sintflut war ein weltweites und zentrales Ereignis

 


Wer glaubt, dass sich Berichte über die Sintflut nur auf den Mittelmeerraum beschränken, oder auf die Geschichten in der Thora, irrt gewaltig. Solche Geschichten einer globalen Katastrophe wurden sowohl von den Chinesen, den Indern, den Azteken und auch den Skandinavier erzählt.

Am bekanntesten dürften, neben der Bibel, die sumerischen und babylonischen Überlieferungen gewesen sein (speziell das Gilgamesh-Epos), die zeitlich lange schon vor der mosaischen Version oder Darstellung entstanden. Nichtsdestotrotz waren sie sehr populär, und den Verfassern der Thora sicher auch bekannt. Und ob der Held nun Ut-Napishtim oder Ziusudra hiess … oder Noah, oder wie-auch-immer spielt dabei überhaupt keine Rolle.
Immer erhielt er den „göttlichen“ Auftrag bestimmte Dinge zu tun und zu veranlassen. Natürlich unterscheiden sich die Darstellungen der handelnden Personen und Gegebenheiten von Kultur zu Kultur.

Die Menschen, die aus Holz erschaffen wurden, werden durch eine Sitflut vernichtet. - Popol Vuh (ebd.)

 

Überlieferungen einer solchen Flutkatastrophe finden sich auch bei den Chinesischen Lolo, den Russischen Vogul, den Mexikanischen Huichol, den Neuseeländischen Mauri, den See-Dajak aus Borneo, den Kanadischen Cree, den Ost-afrikanischen Massai, den Indischen Andamen, den Peruanischen Huaro-chiri, den Französisch-Polynesischen Raiatea und bei den Vietnamesischen Bahnat. Ebenso auf der Osterinsel, den Fidschi-Inseln und sogar in Wales, England. Vermutlich ist aber auch das nur ein ungefährer Überblick.

Im folgenden soll es dabei nur um die biblische Version gehen.


So beauftragte der Ober-Gott den Noah verschiedene Tiere mit auf die, in kürzester Zeit hergestellte, Arche mitzunehmen, - denn er wollte "dass sie leben bleiben", wenn die große Sintflut kommt ...
Er führt den den Zweck des Auftrages auch noch genauer aus:
Und du sollst in die Arche bringen von allen Tieren, von allem Fleisch, je ein Paar, Männchen und Weibchen, dass sie leben bleiben mit dir. - Mose 6:19
Und er wird noch spezifischer:

Von allen reinen Tieren nimm zu dir je sieben, das Männchen und sein Weibchen, von den unreinen Tieren aber je ein Paar, das Männchen und sein Weibchen. Desgleichen von den Vögeln unter dem Himmel je sieben, das Männchen und sein Weibchen, um das Leben zu erhalten auf dem ganzen Erdboden. - Mose 7:2-3


Zwischendrin (zur Auflockerung) mal ein paar „Propheten“-Worte zu diesem Thema:
Ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer.
- Hosea 6:6

Ich habe keinen Gefallen am Blut der Stiere, Lämmer und Böcke ... Das Räucherwerk ist mir ein Gräuel.
- Jesaja 1:11:13

Ich aber habe euren Vätern an dem Tage, als ich sie aus Ägyptenland führte, nichts gesagt noch geboten von Brandopfern und Schlachtopfern, sondern dies habe ich ihnen geboten: Gehorcht meinem Wort, so will ich euer Gott sein und ihr sollt mein Volk sein.
- Jeremia 7:21-23

Ich bin euren Feiertagen gram und verachte sie und mag eure Versammlungen nicht riechen. Und wenn ihr mir auch Brandopfer und Speiseopfer opfert, so habe ich keinen Gefallen daran und mag auch eure fetten Dankopfer nicht ansehen. Tu weg von mir das Geplärr deiner Lieder; denn ich mag dein Harfenspiel nicht hören.
- Amos 5:21-23

Wer einen Ochsen schlachtet, gleicht dem, der einen Mann erschlägt. - Jesaja 66:3


Doch nach der Sintflut waren die eben erretteten Tiere mit einemal nur noch ein Mittel zum Zweck, denn plötzlich muss Noah (die überlebenden und aufwendig geretteten) Tiere für den Ober-Gott) verbrennen: "Und der HERR roch den lieblichen Geruch" … der verbrennenden Kadaver und soll Noah dafür sogar gesegnet haben. (Mose 8:21; 9:1)
Und er weiß nun folgendes zu verkünden:
Furcht und Schrecken vor euch sei über allen Tieren auf Erden und über allen Vögeln unter dem Himmel, über allem, was auf dem Erdboden wimmelt, und über allen Fischen im Meer; in eure Hände seien sie gegeben. Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich euch alles gegeben. Allein esst das Fleisch nicht mit seinem Blut, in dem sein Leben ist. - Mose 9:2-4
Schon irgendwie seltsam, nicht wahr? - Denn Gewalt erschafft auch immer neue Gewalt!
Kein Grund also, sich über die später folgenden Ereignisse aufzuregen. Aber das wusste er ja schon alles ...

Doch es gab auch eine Liste „privilegierter“ Tiere, welche weder geschlachtet, noch gegessen werden durften: Das Kamel, der Klippdachs, der Hase, das Schwein, Wassertiere ohne Flossen und ohne Schuppen, Adler, Habicht, Fischaar, Geier, Weihe, Rabe, Strauß, Nachteule, Kuckuck, Sperber, Kauz, Schwan, Uhu, Rohrdommel, Storch, Reiher, Häher, Wiedehopf, Schwalbe, geflügelte Tiere mit vier Füßen - mit Ausnahme von Arbe-, Solam-, Hargol- und Hagab-Heuschrecken, alle Tatzentiere wie Katzen oder Bären, Wiesel, Maus, Kröte, Gecko, Molch, Eidechse, Blindschleiche und Maulwurf - Mose 3:11:1-30


Tja, - wie soll sich der Gläubige nun verhalten?!?
Tatsächlich sind derart widersprüchliche Aussagen und zwiespältige Darstellungen wenig fördernd und überzeugend für den all-liebenden Ober-Gott …


Weil du gehorcht hast der Stimme deines Weibes und gegessen von dem Baum,
von dem ich dir gebot und sprach:
Du sollst nicht davon essen -, verflucht sei der Acker um deinetwillen!
Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang.
Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen.
Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist.
Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden. - Moses 3:17-19

"Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren (dem Acker!) dein Leben lang ...
und du sollst das Kraut auf dem Felde essen ..."



Eine schwierige Situation jetzt, - doch die „Lösung“ dafür kam schließlich dann zum „Christentum“, - in Form von Visionen des selbst-ernannten „Apostels“ und dessen An-hängern. Nämlich des Saulus, der dann angeblich zu irgendeinem "Paulus" wurde.
Ich werde versuchen das mal zu umschreiben:

Da gab es einen römischen Steuereintreiber namens Saulus, der aber jüdischer Abstammung war. Speziell die „Christen“ hatten es ihm angetan, und er verfolgte sie mit einer ihm eigenen Hartnäckigkeit …
Da sollte es nämlich einen Mann gegeben haben, dem man nicht nur Wunderdinge zusprach, sondern der nach seinem Tod sogar wieder auf Erden wandelte ... - Wer's denn glaubte?!?
Das war zumindest nichts für den kleinen jüdischen Steuereintreiber der doch nur versuchte das Recht der imperialen römischen Besatzermacht unter seinen Zeitgenossen durchzusetzen. (Allerdings soll dieser Saulus auch über gewisse magische Kräfte verfügt haben, will man den Schriften des „Neuen“ Testaments Glauben schenken) Und dass diese „Christen“, die Anhänger dieses Wundermannes, nicht sonderlich kooperativ mit einem Volksverräter umsprangen, fand er wohl auch nicht so wirklich prickelnd.


Und ob ihm dieser Umstand (so zwischen dem eigenen Volk zu stehen und der Besatzermacht) gewissensmäßig zu schaffen machte, ist nicht überliefert. Muss nicht schön gewesen sein überall (außer bei seinen Kollegen, und vielleicht auch von diesen?) angefeindet worden zu sein …
Wie-auch-immer … – auf einer seiner obligatorischen Reisen „traf“ er dann auf den jüngst zum „Himmel“ aufgefahrenen Jesus, der ihm nicht nur einen eigenen himmlichen „Telefon-Draht“ offerierte, sondern ihn auch noch zusätzlich zum einzig ausgesuchten „Apostel“ erklärte ...

Nun muss man aber wissen, dass dieser Jesus schon eine ganze Menge von „Aposteln“ und Verehrern hatte, und auf die Auswahl und Ausbildung der Erstgenannten auch schon eine ganze Menge von Lebenszeit verwendet hatte. Die Folge war dann natürlich auch eine Menge Stress mit diesen. Die wollten nämlich nicht so einfach die urplötzlich aufgetauchte Version des „einzigen“ Apostels schlucken.


Auch die „Christliche“ Gemeinde (die sogenannten Ur-Christen) stellten sich gegen Saulus und seine Behauptungen. Überhaupt machte dieser Saulus Dinge, die kein gläubiger Jude machte, - Jesus selber nicht getan hatte. Und klar, Saulus ist ja auch römisch erzogen worden, war kein jüdischer, sondern ein römischer Staatsbürger.
Aber Saulus, der sich jetzt Paulus nannte, war wohl nur mittelschwer beeindruckt von dem Widerstand, der sich ihm entgegenstellte, denn er hatte auf seinen Reisen schon eine eigene Anhängerschaft gesammelt, die er mit seiner Auslegung des Lebens und Todes Jesus' beeindrucken und bewegen konnte.

Doch als die Geschichte um diesen selbst-ernannten „Apostel“ der Ur-christlichen Gemeinschaft zu viel wurde, und sie beschlossen sich dieses offensichtlichen Falsch-Spielers zu entledigen, ging Saulus nun nicht los und telefonierte über seinen heißen Draht, sondern besann sich auf seine Position als römischer Staatsbürger und rief die Besatzermacht um seinen leiblichen Schutz an. Was auch hervorragend funktionierte.

Ich nehme mal an, dies war die Geburtsstunde der heutigen katholischen Kirche (und aller daraus folgenden), denn diese Kirche (wie auch andere, aber diese war die zweite und heute wohl die wichtigste) setzte die Irrlehren des Saulus (ohne den Konflikt mit den Lehren ihres angeblichen Gründers Jesus überhaupt zu registrieren!) einfach um.


So ist das Lamm Jesus (seit Saulus!) für uns alle denn am Kreuz gestorben für irgendwelche Sünden irgendeiner Menschheit, wir haben wieder Tempel und Priester bekommen und so weiter und so fort … Dinge, gegen die Jesus Zeit seines irdischen Lebens anstritt …
Die katholische Kirche tat, nicht nur in ihren Gründerjahren, dann noch ein paar Dinge hinzu, wie, das Jesus' Mutter Maria plötzlich ganz heilig wäre und sogar unbefleckt empfangen wurde, und noch vieles vieles mehr.
Spannend sich damit mal zu beschäftigen. - Primär- und Sekundärliteratur gibt es dazu mehr als überreichlich.


Und solche offensichtlich erfundenen Behauptungen, - wie die plötzliche Heiligkeit Marias, sind zurückblickend auch leicht zu begreifen, denn der angebliche Stammbaum ihres (vorher schon prophezeiten!) Sohnes bezog sich ja in Wirklichkeit auf den Stammbaum seines Ziehvaters. Dieser Stammbaum nun ließ sich zwar bis in die fernste jüdische Vergangenheit zurück verfolgen, aber Josef hatte ja nun wirklich nix mit Jesus' Zeugung zu tun …, also musste da was geschehen ... Doch dazu später mehr.
Auf jeden Fall war der Widerstand der Ur-Christen und der meisten anderen „Apostel“ mit der Zerstörung Jerusalems um das Jahr 70 vorbei. Und Saulus war in Rom. Und hieß nun überall Paulus.



Und eben dieser fachkundige Ex-Steuereintreiber und seine Verehrer wussten zum Thema Fleischverzehr:
Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird, das esst und forscht nicht nach, damit ihr das Gewissen nicht beschwert. Denn die Erde ist des HERRN und was darinnen ist. - Korinther 10:25-26
Das gefällt ganz bestimmt der GMO-Industrie, der Pharma-Industrie, der Gift- und Düngemittelindustrie, - oder anderen, einfach billig und blind-kaufenden Konsum-Anbetern …

Doch hier kam dann der Freifahrtsschein:

Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird; denn es wird geheiligt durch das Wort Gottes und Gebet. - Timotheus 4:4-5


Aber auch Petrus, einer der Original-“Apostel“ kam unter den Zwang des 'neuen Zeitgeistes' und „erhielt“ eine völlig neue Darstellung der Gebote Jesus' als Vision gereicht:
Ich "erblickte vierfüßige Tiere der Erde und wilde Tiere und kriechende Tiere und Vögel des Himmels. Ich hörte aber auch eine Stimme, die sprach zu mir: ´Steh auf, Petrus, schlachte und iss! ... Was Gott rein gemacht hat, das nenne du nicht verboten. - Apostelgeschichte 11:7-9

Tja, ob sein „Lehrer“ das auch so gesehen hätte? In den gnostischen Schriften, wie auch in den offiziellen Evangelien ist zumindest nichts davon erwähnt.
Damit werden viele heutige mosaisch interpretierte Kirchen statt zu Christlichen zu Saulianischen Kirchen. Denn sie folgen dessen Ideen und nicht denen ihres Gründers.


Und da Petrus von Jesus doch das „weltliche“ Reich übersprochen bekommen hatte, - und Petrus die Dinge jetzt auch so völlig anders sah, - und die katholische Kirche sich irgendwie als rechtsgültige „Erbin“ von Petrus ansieht …

Und zum Dank für dieses „Erbe“ haben sie ihn dann auch noch (verkehrt herum) gekreuzigt – ein Fakt, der jedem angehenden Satanisten zu denken geben sollte …


Und es erklärt uns zumindest, warum die katholische Kirche, bis auf den heutigen Tag, Schlachtereibetriebe im Süden Deutschlands segnet …

Wenn Gott befiehlt gehorcht das Böse

 


Es war die Zeit der großen Zählung …

Das Volk war aufgerufen, sich in die größeren Ortschaften zu begeben, um sich zählen und schätzen zu lassen.
Und viele folgten dem Ruf. - So auch ein schon deutlich älterer Mann mit seiner noch sehr jungen Frau (damals war das noch überhaupt kein Problem).

Der Mann hieß Josef und seine Frau Maria.
Gemeinsam, mit einem Esel als Transportmittel machten sie sich auf die beschwerliche Reise in die Ortschaft Bethlehem. Ihre Ehe war bislang kinderlos geblieben, doch nun erwartete seine Frau ein Kind. Es war zwar nicht von ihm, doch flüsterten seltsame Stimmen in ihm, die ihm erklärten, dass es das Kind seines Gottes war; ja, mit der Hilfe des heiligen Geistes in den jungfräulichen Leib seiner Frau gepflanzt worden war. Maria trug ein also heiliges Kind in ihrem Bauch. Eine nette Vorstellung.
Aber Josef war auch nur ein Mann …

Und als der Abend nahte und die kühlen Winde der Wüste immer spürbarer wurden, besannen die beiden sich darauf ein Lager für die Nacht zu suchen.
Doch sie mussten betroffen feststellen, dass auch viel zu viele andere dem Ruf gefolgt waren, und so war in ganz Bethlehem keine Unterkunft mehr zu finden.
Schlussendlich irrten sie von Rasthof zu Rasthof. Doch überall wurden sie immer nur aufs neue wieder abgewiesen.
Und dann ging es Josef zu weit.
„Jetzt werde ich es anders machen“, dachte er bei sich. Er fühlte in sich schon den Zorn brodeln, über die ständigen Abweisungen von sich und seiner Familie. Und als die nächste Ablehnung kam, platzte es aus ihm heraus:
„Warum nur weist auch ihr uns ab? Überall haben wir um Herberge angesucht ...“
„Tut mir auch leid“, sagte der so angesprochene, „aber seht – aufgrund der Zählungen ist hier nun mal alles voll. Jeder will die Nacht irgendwo bleiben, - tja, - und ihr seid ein wenig spät dran ...“
Das machte Josef nur zorniger.
„Und meine Familie? Seht ihr denn nicht, dass meine Frau hochschwanger ist?“
Der Mann schaute ihn verständnislos an. „Und? Kann ich was dafür?“
„Ich etwa?!?“ murmelte Josef verlegen.
Und dann schaute er sich auch endlich nach einer Scheune um …

Mythen sind in Wirklichkeit weder primitiv noch unwahr.
Sie sind vielmehr eine Art von Dichtung, die uns hilft die Welt sinnvoll zu machen, und unseren Platz in ihr zu bestimmen.
- Stephen Furrer, Unitarian Universalist



Sind Jesus und Ober-Gott ein und dasselbe Wesen?
Ich meine die Frage nicht metaphorisch, denn dann wären wir doch alle irgendwie Eins, - sondern so, wie die „christlichen“ Kirchen diese verstehen, nämlich, dass Jesus, der Mensch, nur die irdische Inkarnation eines allmächtigen Gottes ist …?
Und der sich, sozusagen damit (zumindest teilweise), selbst neu-geboren hat? -
Oder, dass Jesus gewissermaßen nur einen irdischen Aspekt des vorher noch Göttlichen darstellt?
Wie soll das aber zugehen, wenn doch die ganze Schöpfung vom Ober-Gott selber auch schon „geboren“ worden ist? Und damit wohl auch einen Aspekt des Göttlichen darstellt? - Dann ist Jesus vermutlich ein "neuer" göttlicher Aspekt, dieser doch irgendwie nicht-göttlichen, aber bestimmt göttlich erschaffenen, Welt …
Oder war Jesus nun ein Mensch? Obwohl er den göttlichen Funken (oder Aspekt) in sich trug? - War er gar der Papa selbst, ... in menschlicher Bekleidung? Oder war er vielleicht bloß eine "Laune" der Natur?!?

Ein manifestierter Ober-Gott, ein positiver Mutant oder doch „nur“ ein Mensch?
 
Die „Theologen“ und Religionsphilosophen, nicht nur der etablierten Kirchen, haben an diesem Punkt auch so ihre Schwierigkeiten, nicht nur ihr oder ich,  - verständlicherweise, wie man hier sehen kann ...

Ober-Gott hatte sich übrigens, nach dieser Annahme, schon einmal vorher aufgespalten und zwar ziemlich am Anfang der Geschichte, denn der Narrativ benötigte etwas halb-physikalisches, das auch schon über Wassern schweben konnte (die Erde war übrigens zu diesem Zeitpunk noch „wüst und leer“, was immer uns das jetzt auch sagen soll?). - Und das nämlich war der immer wieder nützliche „Heilige Geist“, der ja zu vielen Gelegenheiten auftauchte, und heutzutage sonderbarerweise einen gleichberechtigten Anteil an der „geheiligten“ Drei-Ein-Faltigkeit erlangt hat. Zu Recht?
Wer weiß? Immerhin war er (oder es?) scheinbar sogar mit an der Zeugung des irdisch-göttlichen „Sohnes“ beteiligt, vielleicht sogar als ausführbares Werkzeug (oder Kraft) direkt daran beteiligt …
Heute würden wir eine solche Handlung wohl  eine „künstliche Befruchtung“ nennen. Aber ich schätze es kommt immer darauf an welche „Techniken“, magischer, heiliger oder biologischer Natur oder Art, dem zugrunde liegen mögen, damit so etwas späterhin auch ordentlich Eindruck unter den Leuten schinden kann.
Und da wir damals nicht über solcherart technische Fähigkeiten verfügten, muss es den beteiligten Personen natürlich wie ein Wunder vorgekommen sein. Aber wer verfügte damals denn über solche Techniken? Vermutlich nur die „Götter“ … und na klar der Ober-Gott ... Aber ich schweife ab.


Jesus war geboren, der Heiland, der Heilsbringer, der Wundertäter, der König der Welt, der All-Liebende Sohn, das Lamm, der Alles-Verzeihende, der Gnadenbringer und Sündenwegnehmer, die Wundertüte, - das Licht der Welt … Doch was war da eigentlich vor ihm? ...
 
Wenn Christus sich als Weg des Heils, als Gnade und Wahrheit bezeichnet und behauptet, in ihm allein sei Zuflucht für die gläubigen Seelen, was haben dann die Menschen so vieler Jahrhunderte vor Christus getan? - Augustinus, Epist. 102:8

Weshalb war es notwendig, dass er erst in jüngster Zeit gekommen ist und nicht, bevor eine zahllose Menge von Menschen zugrunde ging? - Hieronymus, Epist. 133:9

Aber hierauf weiß das Matthäus-Evangelium zu sagen:
Jesus sagt: Ich preise dich, Vater und Herr des Himmels und der Erde, daß du solches den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart. - Matthäus 11:25

Tatsächlich?!?


Wenn die geheimen Wahrheiten also vor den Weisen verborgen, dafür aber den Unmündigen und Säuglingen ohne alle Beteiligung der Vernunft erschlossen sind, dann ist es besser, sich eifrig um Unvernunft und Unwissenheit zu bemühen. Und das ist die große Errungenschaft der Weisheit dessen, der auf Erden gewandelt ist: das Licht der Erkenntnis vor den Weisen verborgen und es den Unverständigen und den kleinen Kindern enthüllt zu haben. -  Makarios IV, 9)

Einer der vielen Gründe, die darauf hinzielten uns immer abgelenkter, unproduktiver und dümmer zu machen?!?
Und ob ihr es nun bewusst realisiert habt oder nicht – die Hypnose ist am Wirken!


Jesus', beispielsweise, legte großen Wert auf die Feststellung, dass alle Menschen einen Wert haben und dass keiner „geringer sei als ein anderer“ …
Natürlich hat es der Geschichtsschreibung nicht sonderlich geholfen, denn noch immer „überfiel Hitler alleine Polen“ oder „die Bushs den Irak“, aber es hat den Wert (und den Namen) der Darstellungsmöglichkeiten (Zurschaustellungen) des einzelnen, bisher in der Masse verschluckten, Individuums nicht nur unterstützt, sondern auch enorm erweitert.

Aber natürlich ist diese Idee dann, wie auch alles was nicht gehegt und gepflegt wird, negativ mutiert; und ihre Geschwüre präsentieren sich uns heute als Raubtier-Kapitalismus oder in Form eines Egoismus', der selbstzerstörend, sich nur noch um sich selber zu bemühen scheint. - Sondert sich damit auch immer mehr ab, - sich vom „Nächsten“ immer weiter entfernend, - schließlich und endlich irgendwann selbst-isoliert …

Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag ... Und also vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhete am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er machte - Mose 1:1-2
Wie wir nun sehen können, trägt auch das Nicht-Handeln Früchte. Und warum (zum Teufel!) ist dieses Gestrüpp (oder diese Wucherung!) nicht jetzt einfach auch verboten worden?!?


Ein weiterer bemerkenswerter, und viel zu oft auch unerwähnter, Fakt ist, dass in KEINEM Evangelium die Zerstörung Jerusalems (die ja von Jesus persönlich orakelt worden war) überhaupt Erwähnung findet.
„Experten“ sehen darin nun die Bestätigung, dass diese Schriften davor entstanden sein müssen.
Aber muss das so sein? -

Die erste christliche Kirche, die koptische Kirche, wurde schon um das Jahr 40 (im Vergleich dazu beispielsweise die katholische, - erst fast 300 Jahre später!) gegründet. Und wie man annimmt von einem „Apostel“, dem Markus, dem Evangelisten.
Es wird gesagt, Markus war der erste, der nach Ägypten ging, um die heilige Botschaft zu verkünden, die er schon niedergeschrieben hatte, und er war auch der erste, der die erste Kirche in Alexandria organisierte. - Eusebius, HE 2.16.1

In den Chroniken von Eusebius wird die Ankunft Markus' in Ägypten in das dritte Jahr der Regentschaft des römischen Imperators Claudius (41 – 54 n. Chr.) datiert. Tiberius Claudius Caesar Augustus Germanicus regierte als vierter römischer Kaiser und als (zwar nicht unmittelbarer, aber doch) Nachfolger von Tiberius Julius Caesar Augustus, der auch schon keine Verfolgungen gegen Christen unternahm, was die Verbreitung des Frühchristentums natürlich extrem begünstigte. Und in dessen Regentschaft der Tod Jesus' gefallen sein soll. Traditionell wird das Todesjahr Jesus' mit dem Jahr 33 (nach ihm selbst) angegeben. Auch die Geschichte der frühen koptischen Kirche siedelt ihre Begründung in diese Zeit, so schreibt Sawirus ibn al-Muqaffa (koptischer Bischof von Aschmunain in 'The History of the Patriarchs') über Markus' Ankunft in Alexandria:

Im fünfzehnten Jahr nach der Himmelfahrt Christi (ca. im Jahr 48), sandte der heilige Petrus den Markus, den Vater und Evangelisten, in die Stadt Alexandria, die frohe Botschaft (oder das Evangelium) zu bekennen.

Markus, den der Stress mit dem selbst-ernannten „Apostel“ Saulus vermutlich selbst einfach genervt hat ... Oder Petrus, der lange Zeit selber als offizieller Gegner von Saulus auftrat (und wahrscheinlich von dessen angeblichen Missions-Reisen auch schon gehört hatte) schickte Markus in ein noch von Saulus' Machenschaften weniger berührtes Gebiet …

Wie-nun-auch-immer - gehört damit das Evangelium des Markus (neben anderen „gnostischen“ Schriften) zum ältesten Zeugnis der christlichen Gemeinschaften.
Lange vor dem Fall Jerusalems!
Das gleiche gilt vermutlich auch für seine Schreiber-Kollegen Lukas und Matthäus, alleine das Machwerk von Johannes ist hier (angeblich erwiesenermaßen) auf ein wesentlich späteres Datum zu verweisen. Die drei erstgenannten Schriftdarsteller ähneln sich in ihrer dargelegten Überlieferung der Geschichten (wie auch viele der „gnostischen“ Schriften) um Jesus enorm. Natürlich kommt es auch immer wieder zu Anders- oder Besserwissereien. Schaut euch nur mal die handelnden Personen nach der „Auferstehung“ des „Messias“ an …   :)

Die „Ideen“ eines Saulus lassen sich in diesen drei Evangelien nicht ausmachen (außer man müht sich wirklich an der Semantik ab), im Gegensatz eben zum Johannes-Evangelium.
Dies zeigt nicht nur deutliche Einflüsse der Ansichten Saulus', sondern regelt (wie auch später der Koran) viele angebliche Begebenheiten nach einer eigenen Logik, und scheinbar mit einem gänzlich anderen Wissen um diese.
Selbst der Beginn der Schöpfungsgeschichte wird neu dargelegt:

Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott,  und das Wort war Gott.
Im Anfang war es bei Gott.  Alles ist durch das Wort geworden
und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. - Johannes 1:1–18
Nun ratet doch einmal, was das denn für ein Wort gewesen sein soll? - 'Kracks' vielleicht?
Oder 'Boooom'??? ...

Doch warum nun ist, zumindest wenigstens in diesem Evangelium, der Fall Jerusalems nicht dokumentiert?

Meine eigene Vermutung ist, dass am Ende des ersten Jahrhunderts (n. Chr.) Jerusalem (bzw. die Geschichte des jüdischen „Volkes“, von dem man sich ja zunehmend distanzierte) keine ernstzunehmende Rolle mehr spielte. Jerusalem war (wie vorausgesagt!) in Trümmern, die Ur-Christen größtenteils entweder vernichtet, oder in „alle-Winde-versprengt“, ebenso ihre "gnostischen" Ansichten - und überhaupt - das Leben spielte sich jetzt in Rom ab, fern des eigentlichen Ursprungsortes, den viele wohl auch nur noch aus den „alten“ Erzählungen kannten. Und, man musste sich „heutzutage“ doch mit ganz anderen Problemen herumschlagen, denn die ehemalige Besatzermacht war jetzt auch der, nicht immer wohlgesonnene, Ernährer und Erzeuger der „neuen“ Christen. Die Ideen des Saulus hatten schon sämtliche Facetten der Botschaft ihres ehemaligen Gründers infiltriert und okkupiert, und bei vielen auch Vergessen gemacht. Was hatte man also noch mit dem jüdischen Jerusalem zu schaffen?
Es war nun nicht mehr, als der Todesort ihres nun „für die Sünden der Menschheit“ gestorbenen legendären „Gründers“, und der Ort, an dem das (grausame, unwissende und nicht belehrbare) Volk der Juden geherrscht hatte. Mit dieser Vergangenheit wollte man nun scheinbar auch nichts mehr zu tun haben …

Diese Annahme erscheint mir durchaus gegeben, denn sieht man sich heutzutage einmal an, was, allein in Deutschland, nur 20 Jahre US-“Kultur“ und -Anspruch, nach dem zweiten „Welt“-Krieg, angerichtet haben: Vom „Zweiter-Hand“-Erleben bis zum demütigen Kniefall vor irgendwelchen Schaustellern, Barden, Kunstfiguren oder anderen Wichtigtuern. Hypnosen wirken eben - und ihre Wirklichkeit ist die beständige Wiederholung ….

Andererseits wurde - entsprechend den grausamen "Gesetzen" des eigentlich doch jüdischen Ober-Gottes - bis in spätere, nicht beteiligte, Generationen hinein, von der neu-gegründeten "christlichen" Katholischen Kirche scheinbar allzugern auch Sündenbockpolitik betrieben und damit die Distanz zum Judentum beständig vergößert. So rechtfertigte man sich mit der Neu-Belegung des Sonntags (anstatt des bei den Juden gebräuchlichen Samstags) als "heiliger Ruhetag" beim Konzil 321 n.Chr. folgendermaßen:

Zunächst schien es unwürdig zu sein, jenes hochheilige Fest nach dem Gebrauch der Juden zu feiern, die ihre Hände durch ihr gottloses Verbrechen befleckt haben und darum mit Recht als Menschen, auf denen Blutschuld lastet, mit Blindheit des Geistes geschlagen sind. Nichts soll uns also gemein sein mit dem verhassten Volke der Juden! - Eusebius von Cäsara (Vita Constantini et Oratio ad coetum sanctorum – Buch III


Ein derartiges Vorgehen, nun legalisiert durch die Katholische Kirche, sollte uns nicht nur die anti-semitischen Schriften eines Martin Luther erklären können, sondern auch den "christlichen" Hass, der die Juden Jahrtausendelang verfolgte - Die Kritiker, gefangen im jeweiligen Zeitgeist - aber auch handelnd in der (hypnotisch deduzierten) Annahme das Richtige zu tun und sich damit auf der gerechten (und damit auch der sicheren) Seite positioniert zu wissen. 

Das Judentum war (nun offiziell) mit einem Makel behaftet - es war "gebrandmakt" - für Taten, die einerseits nicht einmal beweisbar waren, außer durch bestimmte Behauptungen, aber auch nichts mit späteren folgenden Generationen zu tun hatten. Deutschland sollte in eine ähnliche Situation geraten, für die Schuld der Vorfahren Rechtfertigung zu suchen - oder dafür zu büßen - bis zum "jüngsten Tag" ...

Diese Schandtaten - Eure Schuld! Wer ist der Adressat dieser Anklage? Alle Deutschen? Auch der Knabe? Auch die Kinder und die noch nicht Geborenen eingeschlossen? Auch die Gegner Hitlers? Auch die von Hitler verfolgten Nichtjuden...?
Niemand bestreite die furchtbaren Verbrechen des Nationalsozialismus. Und unbestritten sei auch, dass Hunderttausende von Deutschen an diesen Verbrechen beteiligt waren und schwerste Schuld auf sich geladen haben. Aber genügt dieser Sachverhalt, um alle Glieder dieses Volkes .... rechtmäßig zu stigmatisieren, mit dem Vorwurf der Komplizenschaft an dem entsetzlichsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte zu entehren? ..
Wer aus Zuschauern ohne Weiteres Schuldige macht und von Zuschauerstaaten spricht, klagt letztlich alle Welt an. Der Finger von außen zeigt noch immer auf die Deutschen schlechthin. Und innen sprechen auch noch allzu viele Deutsche, als hätten sie eine kollektive Schuld mitzutragen, so dass alles, was sich der Verallgemeinerung widersetzt, als störend empfunden wird
- Konrad Löw,
Deutsche Schuld 1933 – 1945? Die ignorierten Antworten der Zeitzeugen (Olzog-Verlag)

Schuld scheint immer abhängig von dem Standpunkt, den man, aus welchen Gründen auch immer, einnimmt:

Man kann die Weltgeschichte nicht einseitig, nicht nur aus einem Blickwinkel heraus betrachten:
Kann ein Mann wirklich für alles verantwortlich gemacht werden, was Politiker anderer Länder in rund 30 Jahren für sich und ihre Nation entschieden haben, obwohl andererseits auch die ganze Welt Einfluss auf die Geschehnisse in Deutschland nahm?
Es gibt aber Beweise dafür, dass ausländische Unternehmen die Nationalsozialisten unterstützten, obwohl sich diese bereits im Krieg mit ihren eigenen Regierungen befanden, und dafür, was sie über den Holocaust gewusst, wie sie zugesehen, geschwiegen und davon profitiert haben.

Wieso wurde Hitlers Aufstieg nicht verhindert? Sein Buch Mein Kampf wurde schon Mitte der 1920er Jahre vertrieben, jeder der lesen konnte, wusste über seine Pläne Bescheid. Wieso wurde er toleriert? Wieso brachten ihn die Konservativen an die Macht?
Wieso schlossen die katholische Kirche und der Papst ein Konkordat mit Hitler? Wieso unterstützten viele ausländische Unternehmen Adolf Hitler mit Geld? Wieso wurde der deutsche Widerstand von den Alliierten nicht unterstützt? Wieso wurde Hitler durch die alliierte Außenpolitik gar noch ermuntert? Er hätte durch eine energische Reaktion bereits 1936 bei der Besetzung des Rheinlands gestoppt werden können und bei einer Kriegserklärung im Jahre 1938 wären die Alliierten zweifellos in einer militärisch günstigeren Lage als das Deutsche Reich gewesen. Das Ausland wusste bereits sehr früh über den Holocaust Bescheid. Wieso wurde er nicht verhindert? Wieso wurden die Gleise nach Auschwitz nicht bombardiert? Wieso verbot Stalin 1943 das von Pawel Sudoplatow geplante Attentat auf Hitler? Wieso geschah all dieses nicht?
- Michael Grandt, Zeitgeschichte sott.net (Interview)


"Gerechtigkeit", "Schuld", "Schande", "Verrat", etc. - immer wierder gern benutzte Behauptungen, um gewisse Bedeutungen zu induzieren - oder späterhin die Realität bestimmten Vorstellungen entsprechend zu formulieren und damit anzupassen.
Wahnvorstellungen? Wirklichkeit? Oder schlicht interessen-gesteuerte Hypnose?


Als nächstes wird der Staatsmann billige Lügen erfinden, die die Schuld der angegriffenen Nation zuschieben, und jeder Mensch wird glücklich sein über diese Täuschungen, die das Gewissen beruhigen.
Er wird sie eingehend studieren und sich weigern, Argumente der anderen Seite zu prüfen.
So wird er sich Schritt für Schritt selbst davon überzeugen, dass der Krieg gerecht ist und Gott dafür danken, dass er nach diesem Prozess grotesker Selbsttäuschung besser schlafen kann
. – Mark Twain (Der Geheimnisvolle Fremde)


Massenmedien wirken hier beispielsweise sehr überzeugend hinein, meist ohne gezielt besondere Dinge zu hinterfragen oder um diese einfach auszublenden, damit keine Ungereimtheiten ein scheinbar erwünschtes Bild aus dem extra fabrizierten Rahmen fallen lassen ...

Doch wer oder was verschafft sich nun tatsächlich Vorteile durch solcherart getätitgte Suggestionen?
Ist es die Politik, die um jeden Preis nach Machterhalt giert? Mit politischen Worten werden nachdrücklich Ansichten produziert, verneint oder unterstützt. Oder die Religionen? Hier passiert genau das Gleiche. - Aber geschieht so etwas nicht jederzeit und zwar weltweit - mit allen "durchsetzbaren" Interessen ...!

Sind der "Staatmann" oder der "Gottesmann" vielleicht auch nur Opfer? Dann sind es sicherlich die Massenmedien oder es finden sich andere Schuldige? -
Wir erleben schließlich ja jeden Tag auf's neue, wie Dinge "erklärt" oder zurechtgerückt werden ...
Aber gibt es wirklich "Schuldige"?!?

Und ist denn ein solcher "Hypnotiseur" auch tatsächlich irgendwie verantwortlich für seine Taten, - oder liegen dem auch nur scheinbar Überzeugungen, Vorstellungen, Wünsche oder Anweisungen zugrunde? - Ist ein solcher "Hypnotiseur" nicht selbst schon überzeugt worden, von seinen/ihren späteren Handlungen, und dementsprechend auch schon beeinflußt und damit unfrei?
Möglicherweise reagiert auch er/sie somit nur auf den "Druck" politischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, religiöser oder wie auch immer gearteter Interessen? - Und er/sie lässt sich drücken. -
Immer gemäß vorgegebener Möglichkeiten?
Oder ist es stets der 'Weg der geringsten Widerstandes', der eine "richtige" Seite produziert?

Number Two: Society...
Number Six: Yes, sir?
Number Two: Society is a place where people exist together.
Number Six: Yes, sir.
Number Two: That is civilization.
Number Six: Yes, sir.
NumberTwo: The lone wolf belongs to the wilderness!
Number Six: Yes, sir.
Number Two: You must not grow up to be a lone wolf!
Number Six: No, sir.
Number Two: It is my sworn duty to see that you do conform.  - The Prisoner, TV BBC


Tatsächlich findet ein solcher "hypnotischer" Prozess schon seit Menschengedenken statt - mögen sich auch die Umstände und Interessen geändert haben - der einzelne Mensch wird damit letztlich seiner eigenen Verantwortung (und damit seiner Möglichkeiten für diese, und dem Leben im Allgemeinen gegenüber, einzutreten) beraubt!
Ersatzweise werden ihm dann, angepasst an die jeweilige Zeitepoche oder dem vorherrschenden Zeitgeist, (meist schon bestehende) Gruppierungen, austauschbare Vorstellungen und gesellschaftliche Rollen oder weitere "Wichtigkeiten" zugewiesen, - mit der Einflüsterung, dass alles hier mit "rechten Dingen" zugeht und Zufriedenheit, Anstand und Anpassung das Maß aller Möglichkeiten sein soll, - und dann noch natürlich das unweigerlich folgende Paradies. :)
Wer entscheidet hier? -
Gesellschaft als Glaubenskonstrukt, das die Stimme des Einzelnen, außer unter extrem günstigen Bedingungen, fast unhörbar macht. Um damit nicht nur zeitlich unerwünschtes Gedankengut perfekt zu unterdrücken weiß, sondern auch mögliche Unwilligkeit oder Unerwartetes ...

Revierstreitigkeiten fördern allzuschnell Gewaltbereitschaft. Hörigkeit schafft sklavische Bedingungen.
Eigene Zufriedenheit macht blind für die Not der anderen. Austauschbarkeit reduziert das Selbstbewußtsein.
Schweigen unterstützt viel zu oft auch Unrecht. Und Zustimmung produziert und festigt Abhängigkeiten ...
Das mögen nun alles Allgemeinplätze sein, sicher ist das vielleicht so, -
aber der "menschliche" Aspekt scheint einer ungezügelten unsichtbaren Kontrolle gewichen zu sein!
Hypnotisieren hier nicht letztlich ebenfalls Hypnotisierte und schaffen eben damit "Fakten" und Realitäten?

Es scheint immer gut ein wenig Abstand von solch vorgeschriebenen und unfehlbaren "Überzeugungen" zu halten ...
Was richtig für den einen Standpunkt scheint, kann für einen anderen absolut falsch sein, nicht wahr?
Und für einen dritten wiederum völlig egal und ohne Bedeutung ...


Hier ein Beispiel, wie sich Interessen Jahrhundertelang behaupten können, obwohl es jedem offenstand sich von der Korrektheit derselben zu überzeugen:.
Das Johannes-Evangelium nämlich weiß Erstaunliches über den „Verrat“ an Jesus zu berichten …

Nun sollte man vorher wissen, dass das ganze „Ding“ eine möglicherweise schon lange vorher geplante Sache gewesen sein soll. Oder - mosaisch gesprochen war sie schon - vorherbestimmt! - Hinweise auf das spätere Geschehen durchziehen viele Anekdoten des „alten Testamentes“, aus denen man glaubt genau dies auch heraus zu lesen:

Denn nicht mein Feind beschimpft mich, dass würde ich ertragen. Nicht ein Mann, der mich hasst, tritt frech gegen mich auf; vor ihm könnte ich mich verbergen.
Nein, du bist es, ein Mensch aus meiner Umgebung, mein Freund und mein Vertrauter, mit dem ich, in Freundschaft verbunden, zum Haus Gottes inmitten der Menge gepilgert bin.
Der Feind legte Hand an Gottes Freunde. Er entweiht Gottes Bund. Glatt wie Butter sind seine Reden. Doch in seinem Herzen sinnt er auf Streit. Seine Worte sind linder als Öl und sind doch gezückte Schwerter. - Davids Psalm 55:13-15,21,22

Meine Feinde reden böse über mich: Wann stirbt er endlich, und wann vergeht sein Name? Besucht mich jemand, so kommen seine Worte aus falschem Herzen. Er häuft in sich Bosheit an, dann geht er hinaus und redet. Im Hass gegen mich sind sich alle einig.
Sie tuscheln über mich und sinnen auf Unheil: Verderben hat sich über ihn ergossen. Wer einmal daliegt, steht nicht mehr auf. Auch mein Freund, dem ich vertraute, der mein Brot aß, hat gegen mich geprahlt. Du aber, Herr, sei mir gnädig. Richte mich auf, damit ich ihnen vergelten kann. Daran erkenne ich, dass du an mir Gefallen hast, wenn mein Feind nicht über mich triumphieren darf. Weil ich aufrichtig bin, hältst du mich fest, und stellst mich vor dein Antlitz für immer. - Davids Psalm 41:6-13
Nun, schon seltsam, wenn ein Jesus (immerhin der Sohn, bzw. ein Aspekt des Ober-Gottes oder sogar Eins mit demselben) hier um Anerkennung und Gefallen betteln muss, nicht wahr?

Und das hier sind „kanonisierte“ Beispiele, also irgendwie auch „offizielle“ … - Doch, wie-auch-immer –
diese Texte handeln von einem, die zukünftige Situation beanstandenden Jesus, oder könnten von ihm handeln, - der sich darüber beschwert, dass ein ihm nahestehender Mensch, ein Vertrauter gar, vom Feind Ober-Gottes (den dieser ja selber erschaffen hatte!) „übernommen“ wird, einer, der gegen ihn „prahlte“ - und Ober-Gott soll ihm nun helfen, nach diesen vielen Schmähungen für Vergeltung zu sorgen …

Abstrakt, abstrakt …"Der Feind legte Hand an Gottes Freunde." ...?
Doch tatsächlich findet sich Jahrhunderte später bei Johannes die folgende Passage:

Es war aber einer unter seinen Jüngern, der zu Tische saß an der Brust Jesu, welchen Jesus liebhatte. Dem winkte Simon Petrus, dass er forschen sollte, wer es wäre, von dem er sagte. Denn derselbe lag an der Brust Jesu, und er sprach zu ihm: HERR, wer ist's?
Jesus antwortete: Der ist's, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er tauchte den Bissen ein und gab ihn Judas, Simons Sohn, dem Ischariot. Und nach dem Bissen fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was du tust, das tue bald!  
Das aber wusste niemand am Tische, wozu er's ihm sagte … - Johannes 13:24-27

"
Und nach dem Bissen fuhr der Satan in ihn." - Als ein Bonus für Saulus könnte man jetzt bedenken, dass diese Jünger (und späteren „Apostel“) vermutlich vielleicht wirklich nicht die hellsten Köpfe waren (so werden sie schließlich oft in der Bibel dargestellt, wofür nur?), - aber sie müssen in der römisch kontollierten, sowie der jüdischen Gemeinschaft über irgendeinen Status, bzw. über irgendwelche Sonderrechte verfügt haben, denn wie konnte sonst Petrus, später dann, einem römischen Soldaten der Besatzermacht einfach mal ein Ohr abschlagen, wenn auch das erst einmal Folgenlos für ihn blieb? -
Von seiner - Jahre später - erfolgten Kreuzigung abgesehen …

Andererseits wird uns in diesen „kanonisierten“ Texten verdeutlicht, dass das Ganze ein vorgeplantes Verbrechen, eine gewollte Angelegenheit – ein Schauspiel zum Zweck war!
Und jeder Mitwirkende musste seine ihm zugewiesene Rolle dabei erfüllen, sonst hätte es ja auch nicht so geklappt. Jesus also (der zugleich ja auch der Ober-Gott war) kannte damit auch schon den Ausgang des Geschehens und eigentlich wusste er auch genau, was er hier eigentlich tat!
Und was auf ihn zukam!

Warum (oder Wofür?) dann dieses alt- und neutestamentarische Gejammer? Und, folgt man dem Johannes-Evangelium, war es nicht Jesus selber, der dafür sorgte, dass, der, vorher vielleicht eher unwillige, Judas, nun mit der Hilfe „Satans“ soweit beeinflusst werden konnte, um „die Schrift zu erfüllen“?!?

Was ist jetzt „böse“? Jemanden zu Taten zu zwingen, die dieser vielleicht niemals aus eigenem Antrieb getan hätte? Oder jemand, der unter „Drogen- oder Satans-Einfluss“ (kann man jetzt sehen wie man will) Taten begeht, für die er letztlich nicht einmal selbst zur Verantwortung gezogen werden kann?
Denn wurde er hier doch nur auf ein gewolltes Ziel hin gesteuert!

Judas selber, sein bisheriges Leben oder seine noch mögliche Zukunft finden in dieser von Jesus begangenen Tat keinen Ausdruck. Heute würde man vermutlich von einem kriminellen Delikt sprechen, auch wenn die erfolgte Tat im Endeffekt zum Schaden des Angeklagten erfolgte. Aber der war ja auch jemand, der andere zu seinem eigenen Mord anstiftete!
Selbstmord aber ist, nach der Kirche, ein höchst sträfliches Vergehen, welches jemandem mit Sicherheit keinen Platz im Paradies garantiert.


Und nachdem alle Würfel scheinbar so fielen, wie sie fallen sollten, und aus den Trümmern des Erlebten sich die ersten Köpfe heraus streckten … Was tat der nun wieder erwachte Judas?

Nein, er ging mit seinen Silberlingen, die er im Rausch zugesteckt bekam, nicht etwa shoppen, - er gab sie auf dramatische Weise an die Geber zurück und brachte sich dann selber um!
Vielleicht ist die Geschichte des „Verräters“ Judas selber ein Verrat?
Vielleicht ist es die Geschichte vom treuesten Jünger, der mit so einer Liebe seinem „Herrn“ gegenüber erfüllt war, dass er dessen Leben und Leid am Ende über sein eigenes stellte?


Ist unsere Wirklichkeit im Grunde wahrlich vielleicht nichts anderes als eine hypnotisch induzierte Anschauung und Spiegelung jeweilig vorherrschender Macht-Strukturen? Und wird - je nach menschlichem Typus - entsprechend reflektiert?




Klopf Klopf..
Wer ist da?
Ich bin's, Jesus, lass mich rein...
Warum?
Ich bin gekommen, um dich zu retten
Vor was?
Vor dem, was ich dir antun werde,
wenn du mich nicht rein lässt

Noch mehr kirchlich verstandenes Chaos

 

 

Spielt es jetzt überhaupt eine Rolle, ob Judas ein Verräter war oder nicht?!?
Für die meisten, irgendwie europäisch beeinflussten, Menschen sicher längst nicht mehr. Für die Vergangenheit und die offiziellen Sichtweisen der Gläubigen hingegen schon. -
Denn so wirkt die suggestive Kraft der Vorformulierungen … Jahrtausendelang wurde Judas beschimpft, ausgegrenzt und verdammt, obwohl sich aus den gleichen kanonisiert „heiligen“ Büchern herauslesen lässt, dass er nur ein Opfer der Machenschaften Jesus' bzw. eines weitaus älteren Komplotts gewesen war.
Deshalb ist es gut, solche scheinbar archaischen Gedanken wieder neu zu beleben ...


Aber ich möchte auch noch einmal auf die im letzten Kapitel aufgeworfene Frage, nach der Identität des Jesus eingehen. War er, ob Aspekt oder Sohn, ein Teil des Ober-Gottes?
Oder ist er gar dasselbe Wesen, wie es uns in der „heiligen“ Drei-Ein-Faltigkeit suggeriert wird?

Wenn nämlich letzteres zutrifft, dann ist der Nächstenliebe-predigende Sohn (
der ja auch der Vater ist) genauso verantwortlich für das im alten Testament so genüsslich dargestellte Gemetzel an eigentlich Unschuldigen (manchmal brauchten sie wirklich nur temporär etwas anderes zu glauben …), sowie an allen Gewalttätigkeiten und Grausamkeiten, die in seinem Namen in den darauf folgenden Jahrtausenden begangen wurden und werden!

Muss ein ganz schön harter Kerl sein, wenn er bis zum heutigen Tag keine Veranlassung sieht wieder aufzutauchen … Es existiert nämlich der „Glaube“ (und auch Voraussagen!), dass er wieder erscheinen wird. Und viele Konflikte, gerade im Mittleren Osten, scheinen darauf eher zu spekulieren …

Doch wo kommt dieser „Glaube“ her?
Ich habe schon die auf die Tradition der sogenannten Propheten hingewiesen, angefangen bei Mose, durch Direkt-Kontakt göttliche Schwingungen in irdische Klänge umzuwandeln und zu übersetzen. Obwohl das oft nicht einmal nötig war. Häufiger konnten sogar Unbeteiligte solche Signallaute (in Form von sinnvollen Sätzen!) vernehmen. Aber die „Propheten“ bekamen halt öfter solche Mitteilungen (
die sie immerhin auch von ihrem normalen Denken zu unterscheiden gewusst haben müssen!), und diese handelten nicht nur von der Vergangenheit oder der Gegenwart, sondern auch von einer möglichen Zukunft. So wurden bestimmte Dinge als Warnungen gesagt, andere wiederum in ziemlich verwirrenden Bildern oder auch Visionen. Und diese anderen kündigten beispielsweise auch die Parusie, oder die Wiederkunft von Jesus an.

Diese Visionen möglicher Zukünfte wurden „Apokalypsen“ genannt. Eigentlich 'Enthüllungen' oder 'Offenbarungen' übersetzt, beschäftigten sich diese Schriften vornehmlich mit dem „Ende der Welt“.
Zumeist wurde in großartigen Bildern beschrieben, wie die Ungläubigen theatralisch zugrunde gerichtet werden, - ein vorher ausgewählter Haufen jedoch bedenkenlos dieses Drama überlebt.
Und wie bei vielen anderen Religionen wird, nach einer solchen Säuberung, nun eine, von unerwünschter Fremdverunreinigung bereinigte Welt angeboten, wo „Schokolade auf den Bäumen wächst“ und „bunte Smarties durch die Luft fliegen“ … Na ja, zumindest wo ab nun „Milch und Honig fließen“ soll ... :)


Und schon wieder Leiden, Gewalt, Grausamkeiten und Chancenlosigkeit. Doch immerhin sollte der Ober-Gott (
und auch damit sein Sohnemann) jetzt schon wissen, wie es dabei ausgehen wird ...
Und man kann mal überlegen, ob es denn tatsächlich diese Opfer geben muss, oder ob man nicht nur einen anderen Weg, eine andere Sprache, ein anderes Verständnis hätte wählen können, um diese Ungläubigen letztendlich doch noch zu missionieren? - Unterschiedliche Menschen begreifen nun mal eben auch Dinge unterschiedlich. Manche brauchen vielleicht einfach mehr Zeit als andere. Andere mögen auf Grund von sozialen Blickpunkten gar keine Chance gehabt haben.
Aber es wird gerichtet!

Aber wo ist hier das Problem, wenn doch „die Schrift erfüllt“ werden muss?
Vielleicht existiert ja auch bloß ein Zwang, - ein Gleichgewicht spiritueller Natur, – so, Himmel hier und Hölle da – herzustellen? Vielleicht ist es aber auch nur das Resultat priesterlicher (
und gesellschaftlicher) Indoktrination, dass so manchem (gerade als unschuldiges Kind) einen solchen Schrecken verpasst, dass der Wunsch einer allgemeinen Reinigung überhaupt erst entstehen kann?!?


Wie-auch-immer, - solche „Apokalypsen“ existieren bis heute. Und der Trend solche Geschichten voraus zu orakeln ebenso. Vermutlich gab es diesen Trend seit der Mensch anfing sich mit dem Wetter des morgigen Tages zu beschäftigen. Allerdings wurden solche Erzählungen in den Religionen sehr ernst genommen, auch da sie sie sich damit in der Lage sah beständigen Druck auf fremdländische, aber auch auf ihre eigenen Bürger aufzubauen. Denn wer will schon in irgendeine Hölle irgendeiner Religion verbannt sein? Es dürfte sich, in jedem Fall, um keine sonderlich begehrenswerte Situation handeln.

Und das wussten die Kirchen. Von Eiseskälte bis zu Feuerschlünden, von Folterungen, Verdammnis und Finsternis, von Heulen und Zähneklappern – das angebotene Programm war sehr umfangreich. Und es gab willige, ausführbare Dämonen, die unter der Herrschaft des gefallenen Engels Lucifero angeblich, jede Chance auf Qual und Misshandlung gerne an hilflose Opfer weitergaben. Und die, die da reinkamen, hatten es ja schließlich dann auch verdient! Oder nicht?


Also, diese „Apokalypsen“, … davon gab es eine ganze Menge um die Zeitenwende herum. Ich denke mal, sie waren irgendwie ziemlich populär. Heute kann man sie in Büchern über Apokryphe Schriften nachlesen. Apokryph bedeutet 'unecht'; - ich vermute aber eher, dass es sich hierbei um damals unerwünschtes Schriftgut handelte. Ich mein, was wäre wenn die Bibel erst im Jahre 2015 zusammengefasst worden wäre? Vermutlich hätten wir viele der unechten Schriften eben doch als echt aufgenommen ... So existieren, heute noch, sogenannte apokryphe (oder gnostische) Bekenntnisse in, beispielsweise, der koptischen Bibel.
Wichtig ist doch immer, wer die Deutungshoheit besitzt – und die Macht hat diese durchzusetzen!
Ein flüchtiger Blick in unsere heutige Welt dürfte da viele Entsprechungen finden ...


So ging es denn mit der gesamten „Bibel“ zu …
„Bibel“ nun heißt übersetzt so etwas, wie 'Papyrusrolle oder -staude“. - Oder 'Schriftrolle', wie wir heute sagen würden – und wird als das Buch der Bücher bezeichnet, weil diese Bibel angeblich die
Gesamtheit der von den christlichen Kirchen als offenbartes Wort Gottes betrachteten Schriften des Alten, sowie des Neuen Testamentes enthält.


Die so gut klingende Sache hat nur einen kleinen Schönheitsfehler – es existieren zur Zeit nämlich 4 verschiedene solche „Buchs der Bücher“. Als da wären die Hebräische Ausgabe, mit der alles anfing, dann, die griechische, in der das Neue Testament hinzukam, die lateinische Vulgata des Hieronymus, deren Altes Testament wieder aus dem hebräischen Original übersetzt ist, und schließlich die Bibel der Reformatoren. Wobei man die koptischen bzw. orthodoxen Bibeln dabei offiziell einfach unberücksichtigt lässt … und und und …

Also, ich persönlich finde es jetzt schon nicht leichr, mit einer solchen Auswahl, zwischen echt oder unecht zu unterscheiden …

Schauen wir uns das mal ein wenig genauer an: Die Hebräische, oder der Tanach, ist die Bibel des Judentums, im Grunde das alte Testament. Diese Schriften entstanden um das Jahr Tausend vor der Zeitenwende und wurden etwa 900 Jahre später kanonisiert.
Kanonisieren nun bedeutet etwas zu 'normen' oder anzugleichen, - „Richtmaß“ oder „Richtschnur“, aber auch etwas 'heilig zu sprechen'.
Das Christentum übernahm die Bücher des Tanachs und fügte eigene Schriften hinzu, die bis ins 3. Jahrhundert (n. Chr.) kanonisiert wurden. Diese Bücher sind heute als das Alte und das Neue Testament bekannt. Spätere Kirchen (oder Religionen) bauten dann auf diesen Büchern auf, auch wenn sie Übersetzungen „modernisierten“, oder Schwerpunkte oft anders verlagerten.

Im Grunde handelte es sich in allen Fällen, um Sammlungen herumgereichter oder irgendwie damals populärer Schriften, die dann zusammengefasst und abgesegnet wurden. Und das betraf längst nicht alle Schriften! Denn auch hier waren Interessen am Werk, die auf eine bestimmte Darstellung der Darlegungen viel Zeit und Aufwand verwendeten ...
Die wohl bekannteste und meistverbreiteste Version dieser so gesammelten Gedanken und Abenteuer entstand im Jahr 367 n. Chr. - die katholische Bibel!


Aber Schriften nun, die einen anderen Blick auf das Geschehen gestatteten, oder sogar andersgeartete Einblicke zuließen, wurden kurzerhand ausgeschlossen.
So waren viele davon auch bis zu den Funden der Essenischen Schriftrollen vom Toten Meer und auch danach noch ziemlich unbekannt. Mag es noch einige wenige („gnostische“) Gruppen gegeben haben, die solche Schriften über die folgenden Jahrtausende für wichtig genug erachteten, bekannter wurden sie erst mit der Entdeckung und Verbreitung nach 1947 bzw. 1956. Doch warum wurden (und werden) solche Schriften immer noch ausgeschlossen?

Das kann man an zwei Beispielen festmachen. Da kam nämlich auch ein Evangelium ans Tageslicht, welches die Lehren von Jesus in einem spirituellen Licht beleuchtete. - Spiritualität aber ist so etwas wie Mystik, - und von den Buchstabengetreuen Verfechtern kirchlicher Dogmen so gar nicht erwünscht – denn hier herrschte die Deutungshoheit!
Also wurden Evangelien, die derartige Unartigkeiten von sich gaben, wie in diesem Fall das Thomas-Evangelium, ausgeklammert und den apokryphen Schriften zugeordnet.
Und dies, obwohl manche dieser Schriften sogar älteren Datums sind, als die kanonisierten. Aber der Zweck heiligt nun mal die Mittel!

Ebenso verfahren wurde mit Evangelien, die das Bild eines ganz anderen Jesus zeigten …

 

Nun sollte man wissen, dass, vermutlich seit der Babylonischen Zeit, die Rolle der Frau als Frau heruntergesetzt und standardisiert worden war. Die Frau konnte nicht mehr als Sippenführer auftreten oder sogar als Prophet – diese Rollen waren allein Männern vorbehalten. Frauen wurden in die Rollen von Mitspielern oder Zuschauern verdrängt, und in den Helden-Rollen fanden sich nur die Männer.
Klar, wenn dann auch noch ein Männer-Klub über potentiell zugehörige Schriften zu entscheiden hat, dass bestimmte Dinge keine öffentliche Erwähnung finden sollten ... Es lebe die Deutungshoheit!

Wenn dann ein Evangelium auch noch behauptet, es wären der Jünger weitaus mehr (als die mystische Zahl 12) gewesen … und einige davon waren auch noch Frauen … speziell eine, die nun mit dem Helden der Saga, nämlich Jesus, auch noch verheiratet gewesen sein soll …
Nun, - so etwas bedarf wohl keiner weiteren Erläuterung.
Und so fand sich auch das Evangelium der Maria Magdalena, zusammen mit einem ganzen Haufen anderer Evangelien, - und vielen Apokalypsen, auf dem Haufen der unwichtigen-und-nicht relevanten Apokryphen Schriften wieder. - Vielleicht ganz gut davon mal gehört zu haben, - aber keinesfalls irgendwie bedeutend, für das, was man glauben soll bzw. … zu glauben hat!

Denn seit Babylon (und bis in die frühe Zeit des 20. Jahrhunderts) regelten allein die Männer, oder das Patriarchat, den Gang der Geschehnisse. Wenn euch beispielsweise mal jemand fragt, warum denn Männer so viele Erfindungen machten, fragt zurück: Welche Chance hatten die Frauen denn?
Und gerade in den Religionen hat das zu hässlichen Blüten geführt. Koran-Gläubige (obwohl darin davon nichts zu lesen ist) sorgen in einigen Ländern bis heute für eine Ganzkörper-Verkleidung ihrer Frauen. - Und wundern sich möglicherweise gleichzeitig über den Vitamin D-Mangel derselben …? So ganz grundlos ist die Sonne vielleicht doch nicht von ihrem Gott erschaffen worden?!?


Zu solchen Themen über die Rolle der Weiblichkeit wusste schon der christliche Heilige und Kirchenlehrer Thomas von Aquin (1225-1274) folgendes klarzustellen:
Die Frau ist ein Missgriff der Natur ... mit ihrem Feuchtigkeits-Überschuss und ihrer Untertemperatur körperlich und geistig minderwertiger ...eine Art verstümmelter, verfehlter, misslungener Mann ...die volle Verwirklichung der menschlichen Art ist nur der Mann.


Tja, was will man zu so einer „Weisheit“ noch sagen?
So etwas verdient 'heilig gesprochen' zu werden, nicht wahr?
Aber vielleicht war etwas anderes dafür viel entscheidender. - Dieser Thomas von Aquin machte sich nämlich eines Tages auch mal Gedanken über die „Freunde Gottes“ …

Das bedarf einer einleitenden Erklärung:
Um diese Zeit herum hatten die Tempel-Ritter, - ein Orden, der, wie heutzutage (nicht nur!) noch einige Moslems glauben, - auch glaubte, dass die Welt ein besserer und sicherer Ort wäre, wenn man alle Ungläubige aus ihr verbannt. So etwas glaubten damals viele Leute. Und diese, die das „Richtige“ glaubten bezeichnete man als Rechts-Gläubige. Alle anderen waren so etwas wie Untermenschen ... (Nur ein toter Indianer ist eben auch ein guter Indianer ...)


Und die erste Bastion war Jerusalem, das „heilige Land“, was auch sehr populär war, denn es wurde in dieser Zeit Krieg auf Krieg und Kreuzzug um Kreuzzug dafür geführt, - und viel Blut musste dafür fließen!

Und eines Tages hatten diese Tempel-Ritter es dann auch geschafft – Jerusalem war "befreit", - die Muselmannen vertrieben und die noch verbliebenen Juden geknechtet.

(Überhaupt waren Juden kein sehr populäres Volk, aber das mag auch an den Khazaren gelegen haben, die sich bis heute als Juden ausgeben, aber das ist eine andere Geschichte und führt zu weit weg. Vielleicht ein andermal?)

Diese Tempel-Ritter verwalteten eine ziemliche Zeit den Reichtum Jerusalems, und als der derzeitige (katholische!) Papst, weil ein neuer Krieg gegen Anders-Gläubige anstand, Geld brauchte, fragte er einfach mal bei den Tempel-Rittern nach. Diese jedoch, inspiriert von jüdischen Geschäftemachern und Traditionen, wollten dafür was haben, - nämlich eine zusätzliche Summe für das Leihen, oder Zinsen.
Zinsen für das Leihen von Geld? Das war in der christlichen Welt verpönt!
Warum? -
Hier galten seit Jahrhunderten andere Spielregeln:

So konnte ein christlicher Mann sich durchaus Geld (von einem, der es hatte) leihen, hatte dieses aber spätestens nach 7 Jahren wieder zurück zu zahlen. Gelang ihm dies nicht, so musste er zum Ausgleich dem Verleiher sein Gut, seine Familie, Knechte, Mägde, Tiere, etc. für 7 Jahre zur Verfügung stellen, wobei dieser nun versuchen konnte, in dieser Zeit, seine verliehenen Gelder wieder zu erwirtschaften. Gelang ihm das in einer kürzeren Zeit, auch gut.

Während dieser gesamten Sieben Jahre hatte der Geldgeber sich um das Wohl der angesprochenen Personen zu kümmern.
Spätestens nach diesen Sieben Jahren fiel der Besitz wieder zurück an den ursprünglichen Besitzer und zwar – unabhängig vom Ergebnis!

Zinsen waren also so gar nicht vorgesehen, - und nicht mal erlaubt. Denn dieses machten nur … die Juden oder Falsch-Gläubige.
Doch der Papst war in Bedrängnis. Vermutlich musste er mal wieder Macht demonstrieren oder auch nur andere Auslegungen geheiligter Darstellungen aus dem Lauf der Geschichte entfernt wissen … Wie-auch-immer, - er entschloss sich, dass 5% Zins eigentlich doch völlig in Ordnung waren. Und schon bald wurde es auch Gesetz. Das war die Stunde der Geldverleiher! Die Stunde des heutigen Banksystems!

Und Thomas von Aquin?
Nun, der dachte über die „Freunde Gottes“ nach … Also nahm er sich die Bibel zu Hilfe und stöberte darin herum, um diese zu finden. - Dabei fand er etwas Erstaunliches – es waren nämlich nicht nur alles auch Männer, nein, - es waren zumeist auch bedeutende Männer! Könige, Führer oder irgendwie (vor dem Normal-Volk) ausgezeichnete Männer, die einen Rang und einen Namen besaßen.
Wo also nach solchen Ausschau halten?
Die Idee von Thomas von Aquin war – bei denen zu schauen, die etwas besaßen, mächtigen Personen … Und der Mittler war - Geld! Also, - je mehr Geld (oder gekaufte Macht) jemand hatte, desto klarer war, - er musste (!) ein „Freund Gottes“ sein …

Schließlich war ja alles von Gottes Gnade abhängig oder wurde durch diese erst erwirkt ...
Schlaues Kerlchen, was?
Er war ja auch einer dieser „Freunde“, und wer will sich schon unter Wert verkaufen?


Und noch abschließend hier einige Momentaufnahmen solcherart Wert-Sichtigkeit:

1. Ökumenischer Konzil zu Nicäa 325 n. Chr.
(Unter Konstantin (288-337), Mithrasgläubiger, auf dem Sterbebett getauft)

Byzanz wird hier offiziell in Konstantinopel umbenannt.
Sklaven, die man beim Mundraub erwischt hatte sollte man ab jetzt glühendes Blei in die Mundhöhlen gießen.
Eltern wird es erlaubt, dass sie ihre Kinder in Notzeiten verkaufen dürfen.

Und -
die Wesenseinheit von Gottvater und Jesus!

2. Ökumenischer Konzil zu Konstantinopel 380 n. Chr.
(Unter Theodosius (347-395), Gewaltherrscher, einer von denen, weswegen der Zirkus in Rom so beliebt und gefürchtet war - und die damaligen Löwen so satt waren)

Die christliche Religion wird zur römischen Staatsreligion erhoben.
Alle „heidnischen Heiligtümer“ sollten jetzt gewaltsam zerstört werden.

Und - die Wesensgleichheit von Vater, Sohn und heiliger Geist!

(Nizänisch-konstantinopolinsches Glaubensbekenntnis = Dreieinigkeitslehre = Drei-Ein-Faltigkeit!)


3. Ökumenischer Konzil zu Ephesus 431 n. Chr.

(Unter Theodosius II. (408-450, Ost-Rom) und Valentianus (425-455, West-Rom) - Der als schwächlich geltenden Gewaltherrscher Theodosius II., hatte eine Schwester – die als „Jungfrau“ geltende Pulcheria (399-453). Aufwendiges Leben und Unterdrückungen prägten diese Zeiten.)

Das Konzil beschloss dass - die Verehrung der Maria als Mutter Gottes Reichsgesetz wurde!
(Theodosianischer Kodex
)

 


4. Ökumenischer Konzil zu Chalkedon 451 n.Chr.

(Offiziell einberufen von dem Byzantischen Kaiser Marcianus, wahrscheinlicher aber (so vermuten einige Theologen) geleitet von Pulcheria, der "Jungfräulichen", seiner Frau.)

Dieses Konzil verkündete - In der Person Jesu vereinigen sich die göttliche und menschliche Natur unvermischt und unzertrennlich!

(Chalzedonische Glaubensformel)

Und - die Wahrung der Einheit der Lehre wird, durch jederzeit mögliches Eingreifen, allein dem Papst übertragen!


(… - damit war der Papst jetzt letztlich auch der Chef über alles Weltliche …!)

5. Ökumenischer Konzil zu Konstantinopel 553 n.Chr.

Die „Ketzergesetze“ entstanden - Ketzer ist ein jeder, der christliche Dogmen leugnet!

 

Dies führte zu Zusammentreibungen Anders-Gläubiger und zu Zwangs-Taufungen.
Konstantin und Theodosius wurden heilig gesprochen.

Das Konzil beschloss - was rechtgläubig ist bestimmt ausschließlich, die vom heiligen Geist inspirierte, Kirchenführung!


Bis zum heutigen Tag tragen kirchliche Bischöfe einen Ring, der diese „Vermählung“ des Weltlichen mit der Kirche symbolisiert …
Dies war der Beginn der Verfolgung von Anders-, Un-, oder Falschgläubigen!



So, und das war dabei gerade mal nur ein kurzer Überblick ... da gibt es noch viel viel mehr!
Und wer jetzt immer noch Freude an weiteren solchen Geschichten hat, - eine interessante und wirklich gut recherchierte Site zu solchen Dingen (und weitere Gedanken!) findet ihr hier.

Und vielleicht gibt dieses Kapitel nun auch einigen Gläubigen die Möglichkeit zu sehen, dass ihr „Glaube“ letztlich - doch nicht so göttlich inspiriert wurde? ...

Bedenkt dieses -
Egal, was-auch-immer zum Beispiel Saulus und seine Spießgesellen über Heiligkeit schrieben. - Als sie das schrieben, da gab es die Bibel in der heutigen Form noch gar nicht!
Sie schrieben diese "Heiligkeit" nur ihren eigenen Worten und Schriften zu!

Einmal mehr in die Vergangenheit

 

 

Nehmen wir mal an, dass Jesus zurück zur Erde kommt. Die Parusie, die Wiederkunft ...
Dann wird es, laut gewisser Prophezeiungen, zur 'Auferstehung der Toten' kommen ... Doch, wie soll das gehen?
Die meisten sind nämlich schon längst eins geworden mit der Erde, von wilden Tieren und Vögeln gefressen, von Fischen oder von Würmern.
Was kann da wieder auferstehen?
Und w
elcher Jesus wird wiederkommen?

Der von Saulus oder doch ein anderer? Der, der Evangelien? Der, der Apokryphen?

Wenn Saulus recht hatte, und Jesus tatsächlich keinen Wert für seine schon extra ausgebildeten Apostel hatte, warum hat er dann bloß soviel Zeit mit ihnen verschwendet?

Statt solcher (wohl niemals beantworteter) Fragen kann man jetzt auch versuchen einfach mal herzhaft durch die Nase zu gähnen …


Was lehrt uns eigentlich Saulus über den Umgang mit Autoritäten? →

Jeder soll sich den bestehenden staatlichen Gewalten unterordnen.
Denn es gibt keine staatliche Macht, die nicht von Gott kommt; jede ist von Gott eingesetzt.
Wer sich also den Regierenden widersetzt, handelt gegen die von Gott eingesetzte Ordnung und wird dafür von ihm verurteilt werden.

Wer gut und richtig handelt, braucht die staatliche Macht ohnehin nicht zu fürchten; das muss nur, wer Böses tut.
Wollt ihr also ohne Angst vor Bestrafung leben, dann tut, was richtig und gut ist, und euer Verhalten wird Anerkennung finden.
Die öffentliche Gewalt steht im Dienst Gottes zum Nutzen jedes Einzelnen.
Wer aber Unrecht tut, muss sie fürchten, denn Gott hat ihr nicht ohne Grund die Macht übertragen, Strafen zu verhängen. Sie handelt im Auftrag Gottes, wenn sie alle bestraft, die Böses tun.
Es sind also zwei Gründe, weshalb ihr euch der staatlichen Macht unterordnen müsst: Zum einen ist es das drohende Urteil Gottes, zum anderen aber auch euer Gewissen.
Und weil die Vertreter des Staates ihren Dienst im Auftrag Gottes ausüben, zahlt ihr Steuern.
- Römer 13:1-6; und dies schrieb der gute Ex-Steuereintreiber im römischen Knast, während er auf seine Hinrichtung durch die römischen Autoritäten wartete; wer nun auch immer Ironie in dem hier zu erkennen vermag … :)

Also?

Unbedingte und nicht zu hinterfragende Gehorsamkeit! - Denn jedwede Herrschaftlichen sind ja schließlich vom Ober-Gott selbst eingesetzt worden – und macht diese daraufhin auf eine seltsame Art – bis heute - unantastbar …

Solcherart „geistige Errungenschaften“ oder Ideen, jahrhundertelang gepredigt, hinterlassen in fast jedem „Gläubigen“ (
ob schon offiziell abgesegnetes Gesetz oder auch nicht) einen bleibenden Ein-Druck. Ich nenne dies Hypnose.
Und es ist eine Hypnose, die von schon-Hypnotisierten betrieben wurde – und wird.
Und sie erschafft ein Konsensus-Streben das scheinbar „Richtige“ zu tun, - eine Art 'Trance', aus der das Ausbrechen immer schwerer und auch (
je nach Sozialisation) immer gefährlicher wird.
Und das Aufbegehren dagegen galt und gilt als Sünde, Verfehlung oder Vergehen.
Derartiges Für-wahr-halten hatte sicher auch einst die Ideen eines Thomas von Aquin inspiriert.

Aber Jesus ist doch für 'unsere Sünden' gestorben … ? Laut Saulus.
Klingt doch jetzt irgendwie auch nach einem Freifahrtschein für die Zukunft, nicht wahr?
Was ist so eine Sünde überhaupt?

Erklärungsmodelle sind hier so zahlreich, wie Felsbrocken im Asteroiden-Gürtel zwischen dem Mars und dem Jupiter ...
In erster Linie handelt es sich hierbei wohl um eine
Verfehlung oder um einen Verstoß gegenüber dem derzeit etablierten Glaubensmodell und dessen normativ festgelegten Glaubensansichten, Dogmas oder Geboten.
Also gegenüber temporär existierenden Autoritäten!
Und erinnert euch – in der kanonisierten Version der Bibel gibt es über 600 (!) solcher Gebote, auch wenn „Christen“ diese Tatsache gerne unerwähnt lassen ...

Verfehlung deutet andererseits aber auch auf ein Ziel hin, was für den so-Gläubigen wohl den schlussendlichen und erfolgreichen Einzug in das Paradies bedeutet …

Theologisch betrachtet handelt es sich bei der Sünde um eine persönliche Schuld, resultierend aus der (
möglicherweise) freien Entscheidung sich gegen den in der „Schöpfungsordnung und in der Wortoffenbarung erkannten Willen Gottes“ zu stellen.
Allerdings ist Sünde nicht nur persönliche Schuld, sondern, fatalistischerweise, auch persönliches Schicksal. Und das wiederum liegt an der „Ur-Sünde“ - jener so tragische Moment, in dem Adam und Eva zu sorglos mit einem Verbotshinweis umgegangen sind – und der (
nun von Generation auf Generation) vererbten Schuld dahingehend. Hier vermeint der kundige Theologe unsere Unwissenheit, unsere Sterblichkeit und den Ursprung unserer Begierden zu verorten. Allgemein hatten wir in diesem ungnädigen Moment die Gnade vom Ober-Gott verloren und damit das Anrecht auf den Zugang zum Paradies …

Dies nun wird von den verschiedenen mosaisch-inspirierten Religionen unterschiedlich gesehen, oder sogar total ignoriert.

Wie-auch-immer – es erklärt nicht für welche 'Sünden' Jesus (
nach Saulus Ansicht) denn nun eigentlich gestorben sein soll. Die Katholische Kirche schlägt im letztgenannten Fall jedoch ein kurzfristiges Untergluckern unter bzw. Nassmachen mit Wasser zur Heilung vor. -
Aber, das ist wie mit allen Wunder-Mitteln, die von irgendwelchen selbst-ernannten „Spezialisten“ verabreicht werden, - man überlegt sich später ernsthaft, ob das Wasser der dürstenden Zimmerpflanze nicht besser getan hätte …

Und Jesus selber lehrte nichts über eine angebliche Original-Sünde – so, warum (
oder zu welchem Zweck) existiert etwas derartiges dann in „christlichen“ Religionen?
Oder – was hat das Gefasel von Saulus eigentlich mit der Lehre von Jesus zu tun?


Aber, - der größte Sünden-Macher und Sündenbock ist ja nicht der Mensch, sondern der Satan!
Und der will ... ja … ja, was will der nun eigentlich?!?

Doch, ... wenn der Satan existiert, - warum verweigert er sich dann nicht einfach, beispielsweise, der Idee des Anti-Christen?!? - Denn, - wenn er (
wie so viele aufmerksame Bibel-Leser auch) schon über den Ausgang der „Schlacht zwischen Gut und Böse“ Bescheid weiß, und nur noch nicht realisiert hat, dass dies die effektivste Maßnahme wäre auf den ganzen (angeblich) folgenden Bullshit zu verzichten? -
Denn, -
wenn es keinen Anti-Christen gibt, gibt es auch keine Schlacht. Gibt es keine Schlacht, wird sich auch keine „göttliche“ Prophezeiung erfüllen, ergo … könnte dies sicherlich ein wesentlich leichterer Weg sein, um bestimmte Interessen durchzusetzen … ?
Warum hat er eigentlich noch rebelliert? Schweigen …

Wenn der Satan jedoch nun keine eigene unabhängige Willensbekundung in dieser Sache hat, dann muss er, wohl oder übel, hier dem Willen seines Schöpfers folgen. Und dann gab es vielleicht auch niemals eine echte Rebellion von Engeln? Und er war stets ein hilfreiches Werkzeug, so wie auch der „Heilige Geist“? -
Dann ist allein der Ober-Gott (
und damit auch jeder Aspekt von ihm!) für Jahrtausende währende Grausamkeiten, Vergewaltigungen, Raub, Mord und Totschlag, sowie für den irgendwie herbeigesehnten „Tag des Jüngsten Gerichts“ verantwortlich.
Aber, könnte man sich jetzt fragen, was soll das dann alles? -
Wenn der Ausgang der „Schlacht“ doch sowieso schon feststeht …


Und warum (
zum Teufel) ist der Ober-Gott eigentlich so besorgt, dass wir nicht an ihn glauben könnten? -
Warum (
oder zu welchem Zweck) will er uns so dringend im Himmel haben?

Ungläubigkeit ist ja das Programm für die Hölle - Was also ist so wichtig am mosaischen Himmel?
Geschehen dort Dinge, die wir einerseits nicht wissen können/sollen, für die er andererseits aber ständig frischen Nachschub benötigt? Und was geschieht mit der 'Freiheit' im Paradies, wenn er doch eine beträchtliche Anpassung hierfür verlangt?

Kann man nun sich dort den Kopf mit irgendwelchen Drogen zumachen?
Was ist mit Sex mit wildfremden anderen Seelen?
Kann man dort den ganzen Tag faulenzen?
Kann man mal eben auch auf anderen Ebenen herumschauen?
Oder einfach mal ein bisschen 'abspinnen'?
Kann man dort wirklich noch Spaß haben?
Was bedeutet ein Wort wie 'Spaß' dort überhaupt noch?

Dabei sollte (
gerade im Hinblick auf 'Spaß') zusätzlich noch bedacht werden, dass unser physischer Körper und dessen Interessen den physikalischen Bereich der Erde ja nicht verlassen, also, - was von „uns selber“ kommt letztlich eigentlich noch im Paradies an?
Und warum haben wir sterbliche Körper, wenn wir doch unsterbliche Seelen haben?
Wegen dem benötigten schnellen Nachschub vielleicht? Aber für was?!? -


Und was macht dieses Paradies eigentlich so attraktiv? - ...
Immerhin ist man dann nicht in der Hölle, um von irgendwelchen Dämonen gequält zu werden!
Das ist doch jetzt nur dumm.
Und wenn nun jemand da ist, so wie ich, der das alles auch nicht versteht, dann ist er/sie ein perfekter Kandidat für das „höllisch-reinigende“ Fegefeuer …
Ich meine, schaut euch doch nur mal in der Welt um – entweder wir leben schon mitten in der Hölle (bzw. auch im Himmel ...) – oder solche Geschichten sind nur nützlich für die Aufrechterhaltung irgendwelcher temporären Autoritäten und deren Interessen! -
Für Unterdrückung und Gehirnwäsche: Spukgeschichten und 'Lügen für Kinder' ... -

Fürchtet euch!!!


Im Jahre 1095 n. Chr. entschied der damalige Papst Urban II. (-
nun auch weltlicher Richter) den Beginn der Kreuzzüge. In dem von ihm verfassten Erlass, der päpstlichen Bulle: 'Terra Nullius', gab er den weltlichen Herrschern Europas das Recht Land in nicht-christlichen Gebieten zu beanspruchen!

Diese Richtlinie wurde 1452 von Papst Nikolaus V. noch einmal beträchtlich erweitert, und zwar in der Bulle: 'Romanus Pontifex', mit welcher nun, päpstlich völlig legal,
Krieg gegen alle Nicht-Christen ausgerufen werden konnte! -

„Nicht-Christen“ oder Menschen mit einem anderen Glauben waren jetzt so etwas, wie ungläubige, unzivilisierte Wilde, überflüssige primitive Untermenschen oder schlicht .. unerwünschtes Menschenmaterial.
Die „christlichen“ Herrscher behaupteten jetzt einfach, dass sich jedes Land diesem (
göttlich genehmigten) päpstlichen Erlass zu unterwerfen hatte ... - Andernfalls wurde es angefeindet, bedroht, angegriffen und (im günstigsten „christlichen“ Fall) besiegt und unterworfen!
Dieser Erlass begünstigte nun nicht nur den Krieg, sondern ebenfalls Plünderungen, Fremd-Kolonisationen, Folterungen und Sklaverei! - "Im Namen Gottes!"


Und was macht schon so ein bißchen Gemetzel denn auch aus?!? - Denn ...

Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.- Moses 5:5

Eifersüchtig? Auf was eigentlich oder auf wen?
Falsche (oder irgendwie andersgeartete) Götter existieren bestenfalls doch nur als Teil-Aspekt des einen Ober-Gottes, nicht wahr? Also sind es stets nur Interpretationen der unendlichen Vielfalt, - was also kann wirklich falsch an ihnen sein, wenn sie auch nur ein Teil der "göttlichen" Schöpfung sind?
Und – geschichtlich betrachtet – kommen die meisten von ihnen nicht einmal über längere Zeit in den zweifelhaften Genuss der Anbetung … Also, was soll das denn jetzt eigentlich? -
Und wer war nochmal der Schöpfer?!?


Doch wenden wir uns nun dem Beginn der römischen „Christenheit“ zu.
Obwohl dieser meiner Meinung nach mit der 'verfehlten' Beseitigung des ehemaligen römischen Steuereintreibers Saulus (
und seiner Flucht in römische Autorität) begann, denken Theologen heutzutage lieber dabei an den ebenso-römischen Kaiser Konstantin …
Und an eine Schlacht.
Konstantin wurde am Ende des zweiten Jahrhunderts n. Chr. geboren und er hatte Probleme. -
Das römische Reich wurde nämlich (
gemäß den Reformen des Vor-Kaisers Diokletian) unter vier Teilkaisern aufgeteilt, und Konstantin war nur einer von ihnen. Glücklicherweise hatte er in West-Rom nur einen Konkurrenten: Maxentius, den es zu bekämpfen galt, wollte er seine Macht ausdehnen. Und er wollte.
Und so kam es zur Schlacht - an der Milvischen Brücke vor den Toren Roms prallten die Heere der beiden Herrscher der weströmischen Reichshälfte aufeinander. Und es gab ein schlimmes Gemetzel, und Konstantin gewann. -
Maxentius war erfolgreich aus dem Weg geräumt worden!

Dieser Tag war der 29. Oktober des Jahres 312 n. Chr. ...
Und mit diesem Tag wurde eine christlich kirchliche Legende geboren:

An dem Nachmittag des Tages vor dieser Schlacht sah Konstantin plötzlich - ein Kreuz am Himmel.
Und er hörte diese Worte:
"In diesem Zeichen wirst du siegen!"

Und in dieser Nacht hatte Konstantin einen Traum. Ihm erschienen die griechischen Buchstaben Rho und Chi (P und X) – das sind die griechischen Anfangsbuchstaben des Namens "Christos" oder "Christus". Sofort befahl er seinen Soldaten diese Zeichen auf ihre Schilder zu malen und so gewappnet zogen sie in die siegreiche Schlacht.
Und als er sich dann noch geweigert haben soll den Sieg auf traditionelle Weise mit Opferungen an die römischen Götter zu feiern, wurde das als eine Bekehrung zum Christentum gesehen.

Historisch betrachtet hatte sich Konstantin, mit der Schlacht gegen Maxentius 312 in West-Rom, und bis 324 auch im Gesamtreich, als Alleinherrscher durchgesetzt. Schon im Jahr 313 garantierte die 'Mailänder Vereinbarung' im gesamten römischen Reich die Religionsfreiheit. - Damit war auch das noch einige Jahre zuvor verfolgte Christentum nun offiziell erlaubt.
Dieser (
von Konstantin angetriebene) Prozess wird die 'konstantinische Wende' genannt, denn das Christentum begann sich jetzt mehr und mehr zu etablieren und wurde 380 sogar zur römischen Staatsreligion. Unter Konstantin begann der Bau des ersten Petersdomes, sowie der der Lateranbasilika in Rom, der Bau der Grabeskirche in Jerusalem und des Trier Doms in Deutschland.
Das erste Konzil von Nicäa wurde von ihm 325 einberufen, um innerchristliche Streitigkeiten beizulegen. Dabei ging es hauptsächlich um die Frage, ob ob der in Jesus Christus verkörperte Logos (
der fleischgewordene Jesus) nun eher göttlich, gottähnlich oder anders als Gott, nämlich mehr Mensch sei …, aber es gab auch noch andere Gründe dafür …

Und, - es war der Siegeszug des Kreuzsymbols, dass sich heute in fast sämtlichen „christlichen“ Kirchen findet. Zumeist zusammen mit einer halbnackten, bedauernswerten, dort festgenagelten Menschengestalt, - und das war der Siegeszug des Saulus!

Nebenbei möglicherweise interessant ist, dass heutige Geschichtswissenschaftler annehmen, das Kreuzigungen mit Nägeln eher nicht zur römischen Gewohnheit gehörten, denn die Verurteilten wurden bevorzugt an freistehenden Stämmen festgebunden und dort den Vögeln überlassen, die dafür meist nur wenige Tage benötigten. Es gab nach dieser Ansicht auch nicht genug Holz für eine derartige Verschwendung von Baumaterialien. -
Und dass das 'Kreuz' eben nicht mehr war, - als ein aufrecht gestellter höherer Stamm … -
Auch das (
mal echt mal nicht) 'Grabtuch von Turin' zeigt einen eindeutig an einen einzelnen Stamm gebundenen Mann – Kein Konstantin-Kreuz.

 

Bis heute wird Konstantin von mehreren „christlichen“ Konfessionen (der orthodoxen, der armenischen und der koptischen Kirche), als "Heiliger" verehrt.
So gilt der 21. Mai als sein Gedenktag. Es ist nämlich der Tag seiner Taufe, - just einen Tag vor seinem Tod am Pfingstfest 337 …
Und seine Mutter (
die „heilige“ Helena, 249-330), kirchlich getauft, - will dann sogar noch die Reste des Kreuzes von Jesus gefunden haben … Irgendwie passend, nicht wahr?


Während der Zeit des römischen Imperiums war das erst spät entstandene Christentum eher eine Minorität. Allerdings war Göttervielfalt ein Teil der römischen Kultur. Polytheismus und Paganismus bestimmten das Gott-Bild der Römer. Der am weitesten verbreitete Kult in dieser Zeit war der Mithras-Kult, ein Sonnen-Kult.

Doch ein einzelner, alles für sich beanspruchender, Ober-Gott (
samt seiner Familie) wirkte auf die Römer wohl etwas befremdlich … und produzierte, logischerweise, Konflikte.
Um dem entgegenzuwirken befahl Konstantin die Grundprinzipien der römischen Religionen mit denen des Christentums zu verschmelzen – ein anderer Grund für das Konzil von Nicäa …

So wurden bestimmte biblische Ereignisse zu Feiertagen erklärt, und diese wurden dann auf bestimmte Kalendertage festgelegt, - am bekanntesten: Ostern oder Weihnachten.
Dies waren ursprünglich Pagan-Festlichkeiten. Der 25. Dezember, beispielsweise, ist der erste Tag des Frühlings; der Tag, an dem die Sonne aus ihrem 'Winterschlaf' erwacht und die Tage wieder länger werden. Aber nun auch der Geburtstag von Jesus ...
Die gesamte „christliche“ Religion hat ihre Wurzeln in Pagan- (
oder heidnischem) Kulturgut.

Und Jesus wird mit oft mit dem Licht, als Retter der Welt – der Sonne gleichgesetzt.
Genau wie Mithras.
Oder wie Horus, lange vor ihnen.
All diese „Personen“ taten Wunder, sind gekreuzigt worden, gestorben und nach 3 Tagen wieder auferstanden und alle hatten 12 Schüler. Warum immer wieder diese Zahlen? Warum die Kreuzigung, Tod und folgende Auferstehung?


Wenn man Bronze- oder Eisenstücke im Schutt findet, fragt man: Was waren das in alter Zeit für Werkzeuge? Wozu dienten sie? Aus den Waffen schließt man auf Kämpfe; aus den Verzierungen auf Handel. Man ersieht Verlegenheiten und Möglichkeiten aller Art.

Warum macht man es mit den Gedanken aus alten Zeiten nicht auch so?- Bertolt Brecht; Me-ti. Buch der Wendungen


Nun, es gibt die Vorstellung, dass bestimmte Ereignisse letztlich nur astronomische Erkenntnisse oder Begebenheiten symbolisieren. Und im Mittelpunkt steht immer die lebensspendende Sonne, die jeden Tag wiederaufersteht und jede Nacht erneut stirbt. Und sie zieht durch die 12 Sternzeichen, und ungefähr alle 2000 Jahre wechseln diese Zeichen sich ab …
Um den 21. Dezember jeden Jahres hat die Sonne ihren südlichsten Punkt erreicht und scheint für 3 Tage stillzustehen, um dann 'wiedergeboren' zu werden. Dieser Tag wird 'Wintersonnenwende' genannt. Drei Tage später - der Beginn des Frühlings eines neuen Jahres. Der 25. Dezember.
Der traditionelle Geburtstag gekreuzigter „Personen“ und Sonnengötter ...

In einigen Kulturen begann der Kalender in der Konstellation der 'Jungfrau' – also wurde die Sonne von einer Jungfrau geboren.
Die Sonne ist 'das Licht der Welt'.
Die Sonne erhebt sich am Morgen als 'Retter der Menschheit'.
Die Sonne trägt eine Korona oder Halo – eine 'Dornenkrone'.
Die Sonne kann 'auf dem Wasser gehen'.
Die Helfer, Anhänger, Jünger oder Schüler der Sonne sind die 12 Monate und die 12 Sternzeichen, welche die Sonne auf ihrem Weg passieren muss.
Das Symbol für diesen Weg ist das Kreuz.


Nun ist Mythos selber ein sehr vieldeutiges Wort, eigentlich heißt es ja nur eben dieses, nämlich 'Wort'. Es ist dann, genauer gesagt: 'Erzählung', 'Geschichte'; und in der Sprache, in der es aufgeladen worden ist – übrigens recht spät erst aufgeladen, keine selber archaische Angelegenheit –, heißt es dann: die Geschichten, die man erzählt von Göttern und Halbgöttern und den Unterirdischen.
Und das sind Geschichten, in denen nicht nur das Verhalten der Beteiligten festgelegt wird, sondern das aller ihrer Nachfahren und Nachfolger mit. Es wird geprägt in ‘jener’ Zeit, in der sich die Geschichten abgespielt haben, und später kann, ja muss man immer wieder hineinspringen in diese Muster.
So weit der Zwangscharakter der Sache. Aber das hat nicht nur Zwangscharakter. Denn Mythen werden nicht in einer verbindlichen und normativen Form erzählt, sondern in zahlreichen, zuletzt die Unendlichkeit erreichenden Formen; sie variieren, und sie versuchen, die Geschichten, die sie erzählen – durch die sie Geschichte blockieren –, auch zugleich, gemäß ihrer Variationen, wieder von diesem Zwang freizumachen.
- Klaus Heinrich, Das Floß der Medusa


Die gekreuzigte Sonne auf ihrem Weg durch die Equinoxen (
Tag- und Nachtgleichen) – in das Frühlingsequinox 'Ostern', wo sie letztlich vollständig wiedergeboren wird.
Ägyptische Pharaonen identifizierten sich im Leben mit dem Sonnengott Horus und im Tod mit dessen Vater Osiris. Der Falke Horus, der über seine Feinde triumphierte und den Thron, nach dem Tode Osiris', in Besitz nahm. Horus herrschte nun über die Lebenden, während sein Vater Osiris über das Totenreich herrschte. Beide galten als Aspekte einer einzigen Entität: „Ich und der Vater sind eins.“


Und damit wären wir beim 'Totenbuch der Ägypter' (oder auch „Papyrus des Ani“ genannt), der wahrscheinlichen Quelle der 10 'Gebote' des „jüdischen“ Volkes und vielem mehr.
Vor allem aber ist es die Geschichte des Horus …

Und wir sprechen hier über eine Zeit, die 3000 (!) Jahre vor der "Geburt" Jesus' anzusetzen ist ...

Horus, oder „
Iusa/Iao/Iesu/Iusha“ bzw. der „KRST“, wurde am 25. Dezember von der Jungfrau Isis-Meri (Maria?) geboren. Seine Geburt wurde durch einen Stern angekündigt und durch das Auftauchen von drei weisen Männern. Er war von königlicher Blutlinie.

Mit 12 lehrte er im Tempel, verschwand für 18 Jahre und wurde mit 30 getauft.
Und zwar von Anup, dem Täufer (Johannes?), im Fluss Eridanus bzw. Iarutana, dem heutigen Jordan.
Er hatte 12 Schüler, von denen 2 als „Zeugen“ bezeichnet wurden. Analog zu den 2 Johannes' des neuen Testaments. Ihre Namen waren Aan und Anup.
Er tat Wunder, trieb Dämonen aus und erweckte El-Azarus bzw. El-Osiris von den Toten.
Er ging auf dem Wasser.
Sein Beiname „Iusa“ bedeutete der 'immerwährende Sohn' des „Ptah“, des Vaters.
So wurde er das 'heilige Kind' genannt.
Er hielt eine „Bergpredigt“ und seine Anhänger schrieben diese nieder als „die Sprüche des Iusa“. Seine Verklärung geschah auf einem anderen Berg.
Er wurde zwischen 2 Dieben gekreuzigt, 3 Tage in einer Gruft beerdigt, und wiedergeboren.

Er wurde auch der „Weg“ genannt, die „Wahrheit“, das „Licht der Welt“, der „Messiah“, der „auserwählte Sohn des Gottes“, der „Sohn des Menschen“, der „gute Hirte“, das „Lamm des Gottes“, das „Wort, das zu Fleisch wurde“, etc.
Er war der „Fischer“. Seine Zeichen waren Fische, Löwe und das Lamm.
Er war gekommen „das Gesetz zu erfüllen“.
Ein anderer Beiname war „der KRST“ bzw. der „Gesalbte“.
Er war der Beginn eines „Tausendjährigen Reiches“.
Es steht geschrieben, dass er viele Inkarnationen vorher hatte.
Er entkam als Kind der Wut des Typhon, so wie Jesus der Wut des Herodes entkam.

Sein Haupt-Gegner war „Set“ (Seth) oder „Sata“ (Satan).
Set repräsentierte die 'Schlange der Nacht'.
Horus hingegen repräsentierte die 'goldene Sonne des Tages'.
Und so kämpften beide den immerwährenden Kampf um die Vorherrschaft des ewigen Tages oder der ewigen Nacht.
Licht gegen das Dunkel. (Gut gegen das Böse?)


Wem das jetzt ein wenig unheimlich vorkommt, dem sei angeraten sich einmal selbst in diese Materie zu vertiefen. Noch heute kann man in den Katakomben von Rom die Bilder von Horus und seiner jungfräulichen Mutter Isis bewundern ...
Isis, zusammen mit Osiris und Horus bildeten die 'Heilige Drei-Einigkeit' der Ägypter.
Was den Schluss nahelegt, dass zumindest einige der Wurzeln des „Christentums“ im alten Ägypten zu suchen sind.


Und nicht nur für das „Christentum“, sondern auch für sein Vorgänger-Modell.
Allerdings sind die folgenden Überlegungen bzw. Anweisungen im mosaischen Text (wie üblich) als Verbotsschilder deklariert, natürlich (im Kontext) unter Androhung härtester Sanktionen:

Ich habe kein Unrecht gegen Menschen begangen.

Ich habe keinen Gott gelästert.

Ich habe nicht getötet.

Ich habe niemandem ein Leid zugefügt.

Ich habe keine Unzucht getrieben.

Ich habe nicht gestohlen.

Ich war nicht habgierig

Ich habe nicht die Unwahrheit gesagt

Ich bin nicht aggressiv gewesen

Ich habe mich nicht aufgeblasen, .. - (frei nach) Sprüche 125; Das ägyptische Totenbuch

Das ägyptische Totenbuch ist eine Sammlung von „magischen“ Sprüchen, Beschwörungsformeln und Hymnen und bezieht sich, im Gegensatz zur mosaischen Darlegung, nicht auf das 'Hier-und-Jetzt', sondern auf das 'Leben nach dem Tod' und auf die Überwindung jenseitiger Gefahren. Gewissermaßen liefert es damit die Argumente für den Verbleib im Jenseits. Allerdings auch nur in einigen Teilen davon ...
Seit dem ' Neuen Reich' wurde es den Toten mit in das Grab gelegt.
Die Sprüche 125 (
um 1500 v. Chr.) werden heutzutage als „Negatives Sündenbekenntnis“ bezeichnet. Das Totenbuch war fundamental für den altägyptischen Totenglauben.


Ich persönlich halte es für unerheblich, ob diese Sprüche (
oder was-auch-immer) jetzt doch möglicherweise aus noch älteren Quellen entliehen wurden oder auch eben nicht. - Tatsächlich wurden viele der „göttlich inspirierten“ Abenteuer des "jüdischen" Volks direkt aus der sumerischen bzw. der babylonischen Literatur entnommen – abgeschrieben und mit neuen und „jüdischen“ Namen ersetzt - , so zumindest die allgemein „landläufige“ Ansicht von Geschichtswissenschaftlern und anderen „Experten“ …
Aber – Hey! - ihr könnt dies alles selbst nachprüfen und damit versuchen euch ein unabhängiges Bild – eine unbeeinflusste eigene Meinung – hiervon zu machen!
Sehr empfehlenswert ist natürlich das 'Gilgamesh Epos', denn schon hier kommt der „Gläubige“ schnell ins Staunen und Grübeln, was denn wohl jetzt eigentlich die Grundlage für so manches, alt-testamentarische biblische Ereigniss gewesen sein mag …


Doch nicht nur der Ursprung der biblischen Erzählungen des 'alten Testaments' wird von „offizieller Seite“ angezweifelt, sondern auch viele der darin enthaltenen Geschehnisse selber.
„Erfunden!“ ist eines der Wörter, mit dem viele Forscher und Archäologen den 'Exodus' der „Juden“ unter dem Massenmörder Mose aus Ägypten beschreiben.
Laut Auffassung der Universität von Tel Aviv würden 90 Prozent aller „Gelehrten“ damit konform gehen, und weshalb? Weil Grabungen in der Wüste Sinai, in welcher das „Volk Israels“ 40 (!) Jahre herumgeirrt sein soll, absolut ergebnislos verliefen!
Bis heute kein Beweis für ein derartiges Geschehen!
Und es existieren auch keine
schriftlichen oder archäologischen Belege, die auf die Existenz einer Gruppe von staatlichen Zwangsarbeitern schließen lassen könnten, die zur fraglichen Zeit im östlichen Nildelta beheimatet waren.



Allerdings, wie hier schon kurz erwähnt, mag dieser Geschichte ein historisches Vorbild zugrunde liegen, nämlich die Rebellion des Prinzen Mase-sa-ja, aus der Provinz Kusch, gegen den amtierenden Pharao Sethos II …
Abgespielt hätte sich das dann um das Jahr 1200 v. Chr.

"Gewaltig ist der Sieg. Leichen häufen sich. Auf die Heerführer der Gegner fallen Feuer. Und die Sieger schneiden vielen Besiegten Hände und Ohren ab und reißen ihnen die Augen heraus. Wer überlebt, fristet fortan ein Leben als Sklave." - Tempelinschrift über den Sieg des Mase-sa-ja über rebellische Aufrührer gegen den vorherigen Pharao Mer-ne-ptah (1213-1203)

Doch der dann darauf folgende, neue Pharao Sethos II. (1203-1198) schien dem Mase-sa-ja aber wohl nicht so richtig zu behagen, denn er organisierte einen Aufstand gegen ihn und beanspruchte als Gegenkönig (unter dem neuen Namen Amun-mase-sa) den Thron für sich selber.

Und seltsamerweise (oder auch nicht) berichten jüdische Sagen (aus dieser Zeitepoche), dass Mose in Äthiopien (oder Kusch) gelebt habe. Dort hatte er dann eine Kuschitin geheiratet, Krieg geführt und einen Streit mit dem Pharao gehabt, der einen Bruch beidseitiger Beziehungen zur Folge hatte.
Sowohl Sethos, wie auch Mase-sa-ja waren Prinzen mit Thronanspruch.
Beide lebten zeitweilig in Kusch, führten dort Kriege und beide erhoben sich gegen den Pharao.
So liegt es nahe anzunehmen, dass die Schreiber der biblischen Abenteuer sich auf tatsächliche Ereignisse stützten – einfach um eine solche Geschichte glaubwürdiger erscheinen zu lassen.

Die Haupt-Informationsquelle in dieser Zeit war wohl noch das Hörensagen, und – gewürzt mit ein paar verstreuten tatsächlichen Geschehnissen – trug dies sicherlich zur allgemeinen oder speziellen Verbreitung dieser fiktiven (oder auch nicht -) Geschichten bei.

Der Umsturz misslang. Der aufrührerische Prinz wurde, mitsamt seiner Anhänger, aus dem Land vertrieben. Viele wurden dabei getötet.
Das „jüdische Volk“ entstand?!?

Angeblich wurde der Pharao selbst, bei dessen Verfolgung, mitsamt seinem Heer im 'Roten Meer' vernichtet. -
Nach den 'Plagen', nun ein erneutes Fiasko für das ägyptische Volk.
Und natürlich lassen sich auch keine Aufzeichnungen hierüber finden ...
Die ägyptischen Pharaos begannen schon sehr früh Kanäle zu bauen – und Schleusen. Belege dafür finden sich hier.

Nichts ins Leere gießen

 

 

Dies aber wisse, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden; denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam, grausam, das Gute nicht liebend, Verräter, unbesonnen, aufgeblasen, mehr das Vergnügen liebend als Gott, die eine Form der Gottseligkeit haben, deren Kraft aber verleugnen. Und von diesen wende dich weg!
Denn von diesen sind die, die sich in die Häuser schleichen und lose Frauen verführen - die mit Sünden beladen sind, von mancherlei Begierden getrieben werden, immer lernen und niemals zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können.
- Timotheus 3:2


Der unverkennbar moralische Aspekt von Sünde - wer soll damit eigentlich angesprochen werden? …

Und solche sind euer etliche gewesen; aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesu und durch den Geist unseres Gottes. - 1. Korinther 6:11

Denn schon wirkt das „göttliche“ Management: – Freispruch durch den Beichtvater!
Oder durch die nachträgliche „christliche“ Taufe …


Im Jahr 1054 erlebten die „christlichen“ Kirchen eine traumatische Spaltung. Dies wird in der Kirchengeschichte als das „Große Schisma“ bezeichnet. Der theologische Streitpunkt, der zu der Aufspaltung der Kirchen führte, war die Verweigerung einer (der später östlich orthodoxen) Kirche, die katholische Doktrin der Erbsünde anzuerkennen und zu übernehmen.
Wie auch die Islamische, so lehnt die Orthodoxe Kirche die Vorstellung ab, dass der Mensch schuldig an den Sünden seiner Vorfahren geboren wurde.

Nach katholischer Doktrin eine Schuld, für die dann auch immer gebüßt werden muss.
Wir erinnern uns, dass so etwas nicht zur Lehre von Jesus gehörte.
So etwas ist dem Gedankengut von Saulus und seinen Anhängern entnommen.


„Sie haben nicht für das Fahrrad bezahlt.“, stellte der Sicherheitsmann fest.
„Das ist richtig und das werde ich auch nicht tun!“, antwortete die angesprochene Frau.
Der verwirrte Sicherheitsmann darauf: „ Aber Sie haben das Fahrrad zu bezahlen!“
Die Frau fragte: „Falls ich nicht für das Fahrrad zahle, ist das Stehlen?“
Der Sicherheitsmann antwortete: „Ja“.
Die Frau fragte weiter: „Und ist Stehlen eine Sünde?“
Der Sicherheitsmann antwortete: „Ja“.
Die Frau darauf: „Dann hat Jesus schon dafür bezahlt!“


Es sei noch betont, dass das Wort für Sünde und Schuld in allen großen Religionen dasselbe ist.
Und ob es sich dabei nur um einen Zu-Fall handelt?
Die obenstehende Geschichte zeigt uns beipielhaft, dass man nun praktisch jedes „Vergehen“ mit der Hilfe einer beliebigen Religion rechtfertigen kann. Oder durch einen „Glauben“ … Es kommt letztendlich nur auf die Darlegung an, und natürlich auf die bestehenden Machtverhältnisse.
Da fällt es mir leicht mich somit von allen moralischen Implikationen freizusprechen. :)

So wusste Johannes (ganz im Sinne von Saulus) zu berichten:
Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. - Johannes 3:16
Und wer würde, so nach seinem Tod, nicht schon ewig leben wollen?

Was jedoch auch nur diejenigen auf der „Rechten“ Seite meint, - denn:
Dann wird er seinerseits zu denen zu seiner Linken sagen: ‚Geht weg von mir, ihr, die ihr verflucht worden seid, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bereitet ist.' - Matthäus 25:41

Den Teufel und seine (gefallenen) Engel? - Gestalten, die vom Ober-Gott neben dem Schöpfungswunder Mensch platziert wurden, und durch üble Taten damit dann Jahrtausendelang auf den unschuldig herumirrenden Menschen haben Einfluss nehmen können, klingt jetzt nicht sehr schlau, ist aber vermutlich wieder eine dieser Unergründlichkeiten.
Aber natürlich waren sie ebenso sicher auch eine Herausforderung des „reinen“ Glaubens.
Insbesondere zu der Zeit, als von den mosaisch inspirierten Religionen noch gar nichts zu erkennen war ...
Aber die Bibel ist, wie vorher schon darlegt, auch kein wirklich „christliches“ Buch.

Aber da war ein Mann – Jesus – oder vielleicht war da ein Mann – Jesus – und der redete über das Ende der Welt, wie die damaligen Menschen, besonders die Mächtigen, es kannten – und das war denen bestimmt nicht sehr gefällig … Ein Aufwiegler, ein wirrer Kopf, der sich mit der bestehenden Religion auseinandersetzte, diese zu verändern suchte oder sogar teilweise verleugnete, - einer, der sich König nannte und zugleich einer, der jeglichen Machtanspruch von sich wies …
Klingt für mich nach einem klugen Kopf.
Klingt nach jemandem, der seine Position nutzte, um bestehendes in Frage zu stellen und dadurch auf Missstände aufmerksam zu machen suchte, – aber da war vielleicht etwas viel gefährlicheres in seinen Reden:

Und Jesus sagte zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder?

Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die erwarteten Früchte bringt.

Und wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschellen; auf wen der Stein aber fällt, den wird er zermalmen.

Als die Hohepriester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten, merkten sie, dass er von ihnen sprach. Sie hätten ihn gern verhaften lassen; aber sie fürchteten sich vor den Leuten, weil alle ihn für einen Propheten hielten.- Matthäus 21:42-46
Etwas Entsetzlicheres kann es für das „auserwählte“ Volk wohl kaum gegeben haben – den Alleinanspruch auf „ihren Gott“ zu verlieren … Allein schon ein solcher Gedanke …
Dieser Mann, und damit sein Denken, musste weg, egal wie... !

Übrigens glaubt die größte europäische Kolonie heutzutage von sich selber, dass dieser Kelch an sie weitergereicht wurde. So etwas nennt man gemeinhin 'Manifest Destiny' ... aber das ist eine eigene Geschichte ...


So, - was immer jetzt auch Saulus aus dieser Geschichte gemacht hat – heutzutage hängt dieser Mann – angenagelt – an einem scheinbar symbolischen Kreuz – und niemand – NIEMAND – kommt auf die Idee ihn da wieder herunterzunehmen. Warum eigentlich?

War das größte christliche Wunder nicht seine Auferstehung?
Warum wurde durch Saulus sein Leiden mehr in den Mittelpunkt gerückt als seine Befreiung?
Warum, wenn er doch (nach Saulus Ansicht) zusätzlich sogar auch noch für die Befreiung unserer Sünden gestorben ist?
Warum wird diesem Teil der Geschichte nicht mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit entgegengebracht wie dem Leiden?
Vielleicht … weil wir uns nicht wirklich befreit vorkommen? ...

Aber natürlich ist heute bestreitbar, dass es eine solche Person, namens Jesus, überhaupt gegeben hat, aber spielt das denn tatsächlich eine Rolle ...? 


Da hoben die Juden abermals Steine auf, um ihn zu steinigen.

Jesus sprach zu ihnen: Viele gute Werke habe ich euch gezeigt vom Vater; um welches dieser Werke willen wollt ihr mich steinigen?

Die Juden antworteten ihm und sprachen: Um eines guten Werkes willen steinigen wir dich nicht, sondern um der Gotteslästerung willen, denn du bist ein Mensch und machst dich selbst zu Gott.

Jesus antwortete ihnen: Steht nicht geschrieben in eurem Gesetz: »Ich habe gesagt: Ihr seid Götter«?

Wenn er die Götter nennt, zu denen das Wort Gottes geschah – und die Schrift kann doch nicht gebrochen werden –,

wie sagt ihr dann zu dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst Gott –, weil ich sage: Ich bin Gottes Sohn? - Matthäus 10:31-36


Der Name 'Jesus' kommt aus dem Lateinischen 'Jesu' – und der wiederum aus dem Griechischen 'Iēsous' – und der kommt aus dem Hebräischen 'Yeshua'. Und der aus dem Aramäischen, der eigentlichen Sprache, die Jesus seinerzeit gesprochen haben soll, … und das ist Jeschua oder Jeschu (ישוע ).
Das Wort 'Christus' (Χριστός - Christos) kommt aus dem Griechischen und bedeutet 'gesalbt', also der 'Gesalbte'. Es wurde für “höhergestellte” Personen, wie Könige oder Hohepriester, verwendet.
Das urprüngliche hebräische Wort war 'Messiah' (
im Aramäischen: Meschiah) -
Es handelt sich dabei nicht um einen Namen, sondern um einen Titel.
'Christus' ist die lateinische Version von 'Messiah'.

Aber da im “neuen Testament” Jesus oft genug als
"Christus" bezeichnet wird, wurde aus dem früheren Titel alsbald ein Eigenname für Jesus selber …
Er wird auch als
„Jesus von Nazaret(h)“ bezeichnet. - Die heutige Stadt Nazareth entstand vielleicht aber erst mehr als dreihundert Jahre nach dem Wirken Jesus in Palästina. Zur Zeit von Jesus war es scheinbar weniger als ein kleines Dorf.


Und es ist schon ein Kreuz mit diesem „heiligen“ Land, das eigentlich doch gar kein eigenes Land war.
Zumindest heißt es heutzutage wieder Israel.
Und die ehemaligen Palästinenser, vermutlich die einzigen echten Semiten dort, werden, nach dem Vorbild der US-amerikanischen Urbevölkerung, nun in Reservaten gehalten.
Aber auch das ist ein eigenes Thema.
Merke:

Es gibt im Konkreten nur ein Verbrechen, und das besteht darin, nicht blau zu werden, wenn die Götter blau sind: aber universell gesehen, besteht das einzige Verbrechen darin, die Götter nicht grün zu färben, wenn man selbst grün ist. - Charles Fort, Das Buch der Verdammten, Kap. 12


Und dann gab es auch noch seltsame Erscheinungen … -
Immer wieder gab es Erscheinungen von Maria, der Mutter von Jesus.
Die wohl bekannteste ist Fatima und das darauf folgende Sonnenwunder.
Und oft „erscheint“ sie nicht allein, sondern mit einem Kind im Arm.
Nicht mit einem Jugendlichen oder mit einem Erwachsenen -, auch wenn das vielleicht nicht sonderlich wichtig ist, es ist aber möglicherweise beachtenswert.

Nun soll es erstmal keine Rolle spielen, ob sich um Halluzinationen, Visionen oder echte Manifestationen gehandelt hat. Ich persönlich denke, dass die Berichte über das Phänomen des Sonnenwunders allein schon sehr faszinierend sind. Und ob Jesus oder Maria reale Personen waren?
Eine Erscheinung der Mutter Jesus wird Marienerscheinung genannt.
Sie selber stellte sich bei vielen solcher Gelegenheiten als die 'heilige Jungfrau' vor …

Nun „weiß“ die katholische Kirche, dass die 'Jungfrau Maria' ihr ganzes Leben auch 'jungfräulich' gelebt hat. In der Lateransynode 649 n. Chr. wurde, unter Papst Martin I., die „heilige, immer jungfräuliche und makellose Maria“ in den Stand versetzt, dass sie mit Jesus schwanger war, jedoch ohne den Samen vom Heiligen Geist empfangen zu haben ...
Also - ohne Verletzung ihrer Jungfräulichkeit - und das selbst noch nach der Geburt!
Das katholische Dogma lautet: „Maria war Jungfrau vor, in und nach der Geburt“.
Demzufolge lehrt die katholische Kirche, dass Maria stets eine „jungfräuliche Gesinnung“ (virginitas mentis) hatte, frei war von „ungeordneten Regungen des geschlechtlichen Begehrens“ (virginitas sensus) und schließlich körperlich ganz unberührt blieb - die „leibliche Unversehrtheit“ (virginitas corporis).


Und jetzt wird es seltsam, denn wir lesen im 'heiligen Buch' nicht nur der Katholiken:

Darnach über drei Jahre kam ich nach Jerusalem, Petrus zu schauen, und blieb fünfzehn Tage bei ihm. Der andern Apostel aber sah ich keinen außer Jakobus, des Herrn Bruder.
Was ich euch aber schreibe, siehe, Gott weiß, ich lüge nicht!
- Galater 1:18-20

Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. - Lukas 2:6-7

Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simon? Leben nicht seine Schwestern hier unter uns? Und sie nahmen Anstoß an ihm und lehnten ihn ab.

Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie. - Markus 6:3-4

Erstgeborener? Brüder und Schwestern? Und trotzdem noch Jungfrau?
Nun, wenn man bedenkt, dass in der Bibel, der Grundlage der katholischen Personenforschung, von den Geschwistern Jesus' berichtet wird ist es schon irgendwie auch seltsam, wenn sie sich bei Erscheinungen selber noch als 'Jungfrau' vorstellt …

Der in den Texten angesprochene Jakobus war nicht nur der Bruder von Jesus, sondern auch der Führer der Ur-Christen, der sich vehement gegen die Ideen des römischen Ex-Steuereintreibers Saulus aussprach. Er warf diesem eine Verfälschung der Lehre Jesus' vor – warum auch nicht? In Jerusalem lebten vermutlich damals noch eine ganze Menge Leute, die das Wirken, die Lehren und die Wunder mit eigenen Augen sehen konnten. Es regte sich massiver Widerstand gegen Saulus, der aber spätestens um 70 n. Chr. gänzlich zusammenbrach. Aber ich wiederhole mich.

Anders herum ist Wiederholung auch das beste Mittel Dinge im Gehirn des Rezipienten zu verankern. So funktioniert z.B. Politik heutzutage. Werbung ist ohne diese Repetition hinfällig. Ständige Wiederholungen können einen sogar, mit dem nötigen Ernst vorgetragen, an der Zurechnungsfähigkeit der eigenen Wahrnehmung zweifeln lassen. (beliebtes Spiel bei U.F.O. Sichtungen) Und natürlich vordergründige Hypothesen, wie:

Wir haben eine Mauer um das Dorf gebaut, um dich vor den wilden Tigern dort draußen zu schützen!


So scheint es durchaus und allemal sinnvoller, sich in den schon „sicheren“ und ausgetretenen Pfaden zu bewegen, als irgendein vielleicht unnötiges Risiko einzugehen; - zum Beispiel nachzuschauen, ob es diese Tiger wirklich gibt und falls ja, ob sie wirklich wild sind?
Oder ob die Mauer einem ganz anderen Zweck dienen mag?

Und immer wieder repetiert, gewinnt eine solche Behauptung alsbald schon eine besondere Art von Wirklichkeitscharakter. - Hypnose hat auch viel mit Vertrauen zu tun …

Also, warum dann immer noch die keusche 'Jungfrau', wenn aus den „heiligen“ Texten doch klar ersichtlich hervorgeht, dass Maria bestimmt nicht zeitlebens keusch und jungfräulich war?


Oder was wäre, ... wenn derartigen Phänomen ganz andere „Wirklichkeiten“ zugrunde lägen?

Wenn man einen Stein ins Wasser wirft, sieht man, wie die Wassertiere, die Nymphen, Krebse, Elritzen und Wasserinsekten – voll Schreck auseinander stieben. Doch noch bevor sich das Wasser wieder geglättet hat, kommen sie zurück und untersuchen voll Neugier, was geschehen ist.
Vielleicht haben Ereignisse auf der Erde – Nuklearexplosionen, Raketenflüge in die Stratosphäre und so weiter – dieselbe Wirkung, wie ein Stein, der ins Wasser geworfen wird. Sie stören die Stratosphäre, vielleicht entsteht sogar eine Bewegung im All.
Und die atmosphärischen Wesen, die das All bevölkern, kommen voll Neugier, um festzustellen, was geschehen ist.
- Karl P.N. Shuker, Weltatlas der rätselhaften Phänomene, Kap. 4, Gondrom


Kann eine „Marien“erscheinung angelockt werden? Wie? Durch Gedanken? Durch Glauben?

Nehmen wir einmal an, dass ein U.F.O.-Gläubiger jetzt eine völlig andersartige Erfahrung gemacht hätte, - oder eben auch nicht – je nachdem welche Konditionierung übergewichtig ist.
Nehmen wir, darauf aufbauend, einmal an, dass es gar keine U.F.O.s, Marienerscheinungen, verborgene und ungewöhnliche Lebewesen oder gar Poltergeister gibt.
Dass, alle diese Erscheinungen aus ein und derselben Quelle stammen mögen ...
Nehmen wir einmal an, dass wir möglicherweise gar nicht allein auf diesem Planeten sind und diese „anderen“ Wesen keine andere Möglichkeit einer Kommunikation besitzen, als durch unsere Ängste oder allgemein durch unsere Phantasie materialisierte Bilder zu produzieren. -
Und vielleicht sind 'heilige' Orte nur deren Zufluchtsstätten …?

Oder nehmen wir einmal an, dass die „Wirklichkeit“, die wir täglich vorfinden, nur Ausdruck unserer gottähnlichen Phantasie ist, und durch dieses para-“normale“ Phänomen überhaupt existiert.

Oder - nehmen wir jetzt einfach einmal an, dass das alles nur sinnloser Bullshit ist!
Und irgendwo krümmt sich „jemand“ oder „etwas“ vor Lachen, über unseren Versuch der materiellen Welt auch noch Bedeutungen und Zusammenhänge zuzusprechen …

Wer vermag hier wirklich objektiv zu urteilen?
Und wo beginnt die 'materielle Welt' und was sind ihre Begrenzungen oder Übergänge?
Und welches sind dann die anderen Welten?

Denn was auch immer wir jetzt tatsächlich annehmen, es sind wieder die Stimmen jahrhundertelang eingetrichterter „Wahrheiten“, die uns auch immer wieder zum Zweifel führen.
Ständig wurde irgendwann und irgendwo „entschieden“ was „richtig“ zu sein hat und was „falsch“ - bis wir nicht mehr hinterfragen konnten, weil uns die „Dinge“ schon „aus der Hand“ glitten.
Oder als Realität akzeptierten.
Erinnert sich noch jemand an das 3 Ökumenische Konzil von 431?
Oder weiß jemand heute noch, dass die theologischen Schriften eines Martin Luther nur etwa 10 Prozent seines Gesamtwerkes ausmachten? Weiß jemand, wovon diese anderen Schriften eigentlich gehandelt haben?
Ich vermute, dass es nur einige wenige sind. Aber warum ist das so?
Oder warum ist Maria eine Jungfrau?

Die Seifenopern der modernen Zeitweisen weisen eine ähnliche Tendenz auf, indem sie ihre Charaktere überzeichnet darstellen und die Komplexität des Geschehens vereinfachen, damit wir diese (und auch uns selbst) klarer erkennen und somit vielleicht besser mit dem Leben zurechtkommen können.
Mythen und Legenden schildern zum Teil ausgesprochen erschütternde Begebenheiten, die das tatsächliche Geschehen auf der Erde in ihrer Weise widerspiegeln. - UFOs, Kap.7, Orbit Publishing


Die Antwort findet sich vielleicht schon in den ältesten Texten der Welt – Heldenverehrung!
Immer wieder finden sich besondere Menschen, oft Abkömmlinge der Götter, die stellvertretend für uns Schlachten schlugen oder Weisheiten bewahrten oder spezielle Eigenschaften verkörperten.
Und solche Kunst-Wesen sind auf eine eigentümliche Weise „besser“ oder „unnahbarer“ in ihrer Darstellung als der gewöhnliche Mensch, der jeden Vergleich scheuen wird.
So hat Maria – auch nach Sieben (7!) Kindern - eben noch Jungfrau zu sein!
Das Besondere wird hervor gehoben, das Gewöhnliche versteckt.
Es wird ein Ideal kreiert, das sich nicht mehr mit „normalen“ Maßstäben messen lässt. -
Vorausgesetzt, dass irgendjemand es schafft eines fernen Tages tatsächlich eine solche Messlatte für derlei Gelegenheiten zu erschaffen ...

Heldenverehrung ist ein Konstrukt, dem nicht nur, beispielsweise, Priester, Sportler, Filmschauspieler, Musiker und Politiker, allgemein der Unterhaltungsindustrie zuzuordnend, und nicht nur heutzutage ihr Da-Sein verdanken.
(Das Spezielle lässt sich eben immer noch leichter verallgemeinern, als das Allgemeine sich spezialisieren lässt.)
Und das gibt dem Konkreten den Hauch des Unberührbaren und Besonderen – und hebt das so geschaffene Ideal aus der Masse des Gewöhnlichen hervor!

Nun scheinen Politiker allerdings ein Sonderfall zu sein, denn sie sind eher zweckbedingt als außergewöhnlich, in einigen Fällen sogar aus dem gewöhnlichen Volk gewählt, - verkörpern sie jedoch hervorragend das 'Brot und Spiele'-Konzept: Ihr gebt uns Brot, damit wir mit euch spielen dürfen! Der Unterschied mag sich hier an der Zahl des darauf folgenden Wachpersonals messen lassen.
Und ebenso oft nimmt dieses künstliche Konzept auch abstruse und sogar tragische Züge an. Nichtsdestotrotz werden derartige Gestalten eher nicht mit den wilden Tigern in Verbindung gebracht … eher mit Helden …

Aus einem unerfindlichen Grund, der sicher auch etwas mit monetären bzw. Macht-Perspektiven zu tun hat, wird die Heldenverehrung heutzutage fast gänzlich der Unterhaltungsindustrie überlassen, und alle Versuche der Buch-Religionen etwas vom „Glanz“ der Vergangenheit zurückzugewinnen, sind, außer bei den jeweiligen Basis-Gläubigen, bislang zum Scheitern verurteilt.
Auch das Herumgeeiere von „Seligkeit“ und „Heiligkeit“ hat bisher zu keinem wirklichen Zuspruch seitens der verlorenen Massen geführt.
Unterhaltung lässt sich gut vermarkten, aber zu vieles, auch oder gerade die kirchliche Vergangenheit, lässt immer mehr Menschen an solchen Organisationen zweifeln – und überhaupt - wo ist da die Unterhaltung? Ist Religion also letztendlich ein Fehlschlag?


In der katholischen Kirche wurden Stimmen laut, die – modernerweise – nun anzunehmen bereit sind, dass mögliche Außerirdische gar ohne „Original-Sünde“ geboren wurden …
Der erste Zweifel am eigenen Konzept? Ist so etwas denn, kirchlich gesprochen, überhaupt möglich?
Und was verbleibt von den Warnungen einer Marienerscheinung hinsichtlich dem Entwurf einer „Rettung der Menschheit“, wenn letztendlich die nötige Aufmerksamkeit abhängig gemacht wird von dem Verkauf an irgendwelchen Kino-Kassen?
Sind solche Erscheinungen vielleicht nichts als unbewusste Mahner an einer, jeglicher Kontrolle entglittenen, Welt? Sind sie der visionäre oder manifestierte Versuch dem allgemein ausbrechenden Chaos eine Ordnung entgegenzustellen? -
Dass Glaube mehr ist, als reines Dafür-Halten?

Die bisherige Aufmerksamkeit solcherart Phänomenen gegenüber hat uns dann neue Glaubensrichtungen, wie den Agnostiker oder den Atheisten beschert. Leute, die glauben, dass sie nichts mehr zu glauben haben, außer den temporär bestehenden Unglaubenskonstrukten, die sie allerdings, jeweils aufs neue überzeugen muss von ihrem derzeitigen bisherigen Unglauben abzulassen, um daraufhin, wieder mal, bestimmte, ausgesuchte neue Geistesprodukte zu kreieren, - die ihnen dann, als ein neues Unglaubenskonstrukt, wiederum neue Annahmen oder Zweifel daran abfordert. Ich mein, warum sollte man auch noch selbst denken wollen, wenn sich scheinbar so leicht alles in Zweifel ziehen lässt? Issjasoomodärn ...

Und das Denken dafür übernehmen ja andere.
Hat jetzt scheinbar wieder irgendwie den Charakter eines Freispruches ...

Das bildete vermutlich dann einen neuen Glauben – die Wissenschaftsgläubigkeit.
Die Behauptung des Paradieses wäre somit, nach der bisherigen, also der neuen wissenschaftlichen Forschung, nicht mehr, als nur eine zweckgebundene Ansicht. Nichts was hier mehr als temporären Bestand hätte.
Und diese Wissenschaft kann nun, auch wenn jedes ihrer „Gesetze“ lediglich auf ebenso zweckgebundene Behauptungen, hinsichtlich abgesprochener Zielvorgaben, aufbaut, immerhin auch auf praktische „Erfindungen“ und sogenannte Beweisführungen verweisen.
Doch sollten wir immer dabei auch bedenken, ob solcherart formulierte „Gesetzmäßigkeiten“ auch jenseits dieses Planeten noch dieselbe Gültigkeit haben können? Oder ob statt der vielgepriesenen Entropie nicht vielleicht eher ein Zustand der Ausgewogenheit oder der Balance angestrebt wird?
Es sich vielleicht nur um eine Phantasie der derzeitigen Wissenschaft handelt, und nicht um ein elftes Gebot.


Und ob sich bestimmte „Dinge“ tatsächlich formulierten „Gesetzen“ entsprechend verhalten, oder ob dies nicht nur der Wunschvorstellung eines Wissenschaftlers über einen angenommenen Idealzustandes der Materie entspricht und dementsprechend angepasst und formuliert wurde?
Im letztgenannten wird der Abweichler zur Norm werden, denn nirgends auf diesem Planeten finden sich exakt die gleichen Bedingungen vor. Man spricht jetzt von Annäherungswerten. - Ja, es gibt nicht einmal zwei identische Äpfel, die man zusammenrechnen könnte. - Es ist eine Theoretische Mutmaßung von hier auf das Ergebnis zweier Äpfel schließen zu wollen: Aber das „wissen“ wir ja im Grunde schon, dank Heisenbergs „Unschärferelation“. -

Aber, ergeben sich daraus denn nicht Konsequenzen für jede bestehende oder folgende Gleichung?
Die einfachste Zeitberechnung, ausgeführt auf einem beliebigen anderen Planeten, sollte jeden überzeugen können. Nicht darüber, wie variabel oder relativ nun ein Zeitsystem ist – denn auf einem anderen Planeten mag es ausgesprochen speziell anders sein, sondern wie abhängig bestimmte Überlegungen von Vorgaben oder Denk-Konstruktionen - oder wie in diesem Fall von dem gewählten Ort - sein können ...

So scheint es immer gut zu sein die Dinge auch zu hinterfragen, denn diese Wissenschaft scheint nur ein System von Ausnahmen, Irregularitäten und Regelverstößen, und vor allen Dingen von Annahmen, Behauptungen und von Glauben zu sein ...
Und Captain Kirk würde sich vielleicht auch darüber wundern, das 'Lichtjahre' jetzt nicht nur eine räumliche Angabe ist … Vorausgesetzt 'Jahre' hätten dort überhaupt noch irgendeine Gültigkeit und Licht tatsächlich eine Geschwindigkeit.

Aber bedauerlicherweise wird er keinen, von der Erde aus anvisierten, Stern an seinem errechneten Ort vorfinden können …

Aber Wissenschaft funktioniert scheinbar – auch wenn man in vielen Dingen eben ein wenig großzügiger sein muss: Wasser beispielsweise besteht niemals aus nur 2 Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom (H2O) – dementsprechende Versuche haben explosionsartig ihren Unwillen über diese Annahme verkündet. Wenn es solche Atome überhaupt gibt. - Oder, warum muss in Einsteins berühmtester Formel die Lichtgeschwindigkeit (in einem Vakuum) zum Quadrat erhoben werden, wenn doch angeblich nichts die einfache Lichtgeschwindigkeit übersteigen kann? Aber wir sehen schon, das ist eine Laienfrage, die sich nicht mit der „Existenz“ der speziellen Relativitätstheorie und der Annahme von Tachyonen auseinander gesetzt hat. - Aber bedingt eine angenommene quadrierte Lichtgeschwindigkeit multipliziert mit einer ebenfalls angenommenen Masse denn das Vorhandensein von irgendeiner Energieform? Oder handelt es sich hier nur um Variable, und die Gleichung e=m*c² sagt eigentlich überhaupt nichts Schlüssiges aus?
In der uns bekannten Wirklichkeit muss jede, scheinbar noch so gelungene und stichhaltige, Gleichung letztendlich doch relativiert werden. - Das Beste, was wir schaffen können, ist eine Annäherung an ein vorgestelltes Ideal!
Und so etwas haben sich die Erbauer von Atombomben sicher in ähnlicher Form überlegt … :)

Und doch sind solche Formeln oder Hypothesen längst schon ein fester Bestandteil des Volksglaubens geworden, und sie in Frage zu stellen scheint, auch Formel getreu, der modernen Häresie gleichzukommen.

Jahrhundertelang eingetrichterte Wahrheiten … - Die Existenz von wilden Tigern und gezogenen Mauern wird nicht mehr hinterfragt – sie wird nun einfach angenommen.
Und wildeste Theorien werden zur Beweisführung oder Bestätigung dieser „Tatsachen“ verbreitet, die nun mit „göttlicher“ Mathematik ihre „menschliche“ Logik verkünden ...

Das Außergewöhnliche: die fließenden Übergänge zwischen allen Dingen und ihre Unbestimmtheit.

(...)

Die Pseudo-Formeln der Astronomen beschreiben die Gravitation natürlich als unveränderliche Größe. Sobald wir annehmen, dass die Gravitation eine veränderliche Kraft ist, verlieren die Astronomen ihre Aufgeblasenheit und fallen mit vernehmlichem Zischen in sich zusammen wie die Ökonomen, die Biologen, die Meteorologen und alle anderen niederen Gottheiten, die zugegebenermaßen nur mit ungesicherten Näherungswerten aufwarten können.

(...)

Wenn alles - das Licht von den Sternen, die Wärme der Sonne, die Winde und die Gezeiten, die Formen, die Farben und die Größe der Tiere, die Nachfrage und das Angebot, politische Meinungen und chemische Reaktionen, religiöse Doktrinen und magnetische Feldstärken und das Ticken der Uhren, das Kommen und Gehen der Jahreszeiten - wenn all dies variabel ist, dann ist die Annahme, ausgerechnet die Schwerkraft sei eine unveränderliche Größe, nur ein zum Scheitern verurteilter Versuch, Eindeutigkeit zu erlangen - vergleichbar mit allen anderen Illusionen des Realen in der Quasi-Existenz.
Wir Intermediaristen nehmen also an, dass die Schwerkraft zwar der Unveränderlichkeit besser angenähert ist als etwa der Wind, aber dennoch irgendwo zwischen den absoluten Werten der Stabilität und Instabilität angesiedelt ist.
- Charles Fort, Das Buch der Verdammten, Kap. 13


Je tiefer Menschen aber in solche absolute Glaubenskonstrukte, wie das der Wissenschaft, eingebunden sind, desto eher scheinen diese Konstrukte zum Selbstgänger zu werden. Dicke Bücher und Jährlich selbst-verliehene Titel – hübsch medienwirksam untermalt – lassen schnell all die trägen Augenblicke der Gewöhnlichkeit mit hellem, ja, überirdischem Schein verblassen. Und gibt zugleich den Anschein einer weltweiten Verschwörung - und das „gute“ Gefühl ein Teil von ihr zu sein, und damit auch auf der „richtigen“ Seite zu stehen. -
Ich nehme mal an, dass es zu den Zeiten der kirchlichen Dominanz ganz genauso war.
Medien und ihre Macht über uns, Gewaltverteilung, Heldenverehrung, Zu-Ordnungen, Ignoranz und Blindes Hinterherlaufen, Opfer und Täter … - Heute, eine Welt, auf der alles käuflich scheint ...
Und es sind Erscheinungen, die man auf jeder Gesellschaftsebene wieder trifft!


"Die wissenschaftliche Methode ist der einzige zuverlässige Weg zur Erkenntnis."
Was immer man jetzt auch von der Wissenschaft halten mag, aber ...

2013 wurde eine wissenschaftliche Studie im 'Journal of Experimental Social Psychology' veröffentlicht, die zeigte, dass Personen, die unter Stress stehen bzw. die vermuten auf kritischen Druck reagieren zu müssen, leichter dazu neigen wissenschaftlichen Behauptungen, Erklärungen oder Feststellungen zuzustimmen, als nicht beanspruchte Personen.
Festgestellt wurde auch, dass, wie schon vorhergehende Versuche aufgezeigten, dies ebenso der Fall bei religiösen Idealen ist.
Glaube wird also jetzt einfach durch Glaube ersetzt ...?
Oder Annahmen durch Annahmen.

Und dann gibt es doch tatsächlich Leute, die behaupten, dass unser Universum nichts als der holographische Ausdruck eines einzigen, gewaltigen Bewusstseins sei – dass das, was wir meinen wahrzunehmen nur unsere eigenen Manifestationen darin sind. -
Das würde jetzt also nicht nur für Marienerscheinungen oder andere seltsame Apparationen gelten, sondern ebenso für unsere Umwelt, unsere Gesellschaftsnormen, unsere Helden, unsere Sündenböcke und unsere Rechthaberei. Ebenso natürlich für jedwede Waffentechnik, derer wir uns bedienen, unsere eigenen Ansichten über „was-auch-immer“, sogar für unsere inneren Zustände, unsere „Launen“ ...
Und so gesehen – ist die Welt das, was wir uns von ihr gewünscht haben?


Damit tritt nun ein anderer Aspekt in den Vordergrund: Verantwortung.

Ist Glauben – oder Religion - nun mehr als eine Mauer, die mit Hinweisschildern und Postern behängt wurde? - Kann sie denn mehr sein?
Mehr als ein Mittel für soziale Kontrolle – oder „Opium für die Massen“?
Mehr als imperativer Machtanspruch und mehr als eine Entschuldigung?
Ich kann mir das vorstellen.
Denn Religionen verkünden etwas, das in vielen Fällen heutzutage einfach vorausgesetzt wird:
Werte, Wertschätzungen, aber auch Achtung und sie zeigen Ideale.
Ob diese nun für uns annehmbar sein sollten oder müssen? - Wer kann das für jeden einzelnen von uns schon vorhersagen? Aber sie zeigen uns damit auf welchen immateriellen Werten Gesellschaften oder Gemeinschaften begründet sind. Und das nur der Einzelne, der bereit ist Veränderungen wahrzunehmen, diese auch beurteilen und leben, oder sie hinterfragen kann.

Statt 'immateriell' hätte ich auch 'spirituell' schreiben können. Klingt aber ein wenig zu abgehoben, nicht wahr? Und doch ist das Spirituelle ein weiterer Aspekt verschiedenster Religionen.
Die Ansicht, dass unsere Welt mehr zu bieten hat, als das endlose Eingehen und Treiben in körperlichen Sehnsüchten. Das hinter den materiellen Erscheinungen – die nur Schattenbilder des Vergänglichen darstellen – eine andere, eine „wirklichere“ Welt liegen mag. Träume und Sehnsüchte.
Der Gesang eines Vogels am Morgen eines unbeschwerten Frühlingstages. Tiefe und Schönheit, die sich mit keinem Geld der Welt kaufen lässt. Liebe. Heimat. Intuitionen.
Manches Gedicht und manche Geschichte scheint fähig diese Gefühle, Empfindungen oder dieses doch so einfach scheinende Denken wieder in uns hervorzurufen. - Wieder? Ja, denn es sind flüchtige Bilder, die wir fast alle aus unserer Kindheit her kannten, aus einer Zeit, die noch mit Versprechungen, Ahnungen und mit Phantasie erfüllt war … Mit Geborgenheit und unbedingtem Vertrauen …

Ich vermute, dass uns ein naiveres Blickfeld oft dienlicher sein kann, als manches komplizierte Elaborat.
Aber es ist auch nicht richtig Naivität mit Infantilität zu verwechseln.
Denn letztlich kann jeder von uns zu einer anderen Welt beitragen, allerdings müssten bestehende Religionen, Worte wie 'Ungerechtigkeit' oder 'Rechtmäßigkeit', wie so vieles andere, neu bedacht und ebenso sicher auch neu bewertet werden.
Was soll es uns denn auch nutzen, wenn der Kaiser nun wirklich nackt dasteht?
Wo ist der Sinn in einem Sündenerlass? - Ermahnungen und weitere Ungehemmtheit?
Was wäre also der Sinn und Zweck in einem „Tod für unsere Sünden“? -
Erneute Ignoranz?
Oder vielleicht müssen wir nur auf jemand neues warten, der uns dann alle erneut „rettet“? ...

"Ihr wollt, saß Gott zu euch spricht? – Jegliches Menschen Mund wird zum Munde Gottes, wenn ihr glaubt, dass es Gottes Mund ist.

 

Der Glaube macht es allein, dass sich des Menschen Mund in Gottes Mund verwandelt. Jedes Ding wird Gott, sobald ihr glaubt, dass es Gott ist!

 

Und wenn irgendwo Gottes Mund zu euch spräche und ihr glaubtet, dass es Menschenmund sei: – so ist auch schon Gottes Mund zum Menschenmund erniedrigt. Warum glaubt ihr nicht, dass euer eigener Mund Gottes Mund sein kann? Warum sagt ihr nicht zu euch selber: 'Ich bin Gott, ich bin Gott, ich bin Gott?'

 

Wenn ihr es sagtet und glaubtet, so hätte euch der Glaube geholfen in der selbigen Stunde.

 

So aber wollt ihr, dass Gottes Stimme dort spricht, wo kein Mund ist – dass seine Hand eingreift, wo kein Arm ist. – In jedem Arm, der euern Willen hemmt, seht ihr: Menschenarm – in jedem Mund, der euch widerspricht: Menschenmund. In eurem eigenen Arm seht ihr nur: Menschenarm – in eurem eigenen Mund: nur Menschenmund, nicht Gottes Arm und nicht Gottes Mund! Wie soll Gott sich euch denn offenbaren, wenn ihr nicht an ihn glaubt, und: dass er überall ist?

 

Viele sind unter euch, die da glauben: Gott verhänge das Schicksal, und zur gleichen Zeit glauben sie: sie könnten Herr über ihr Schicksal werden. – Also glaubt ihr: ihr könntet Herr über Gott werden und dennoch Menschen bleiben? –

 

Ja, ihr könnt Herr über das Schicksal werden, aber nur wenn ihr wisst, dass ihr Gott seid; denn nur Gott kann Herr über das Schicksal sein.

 

Wenn ihr glaubtet, dass ihr nur Menschen seid und von Gott getrennt und von Gott geschieden und ein anderes als Gott, so bleibet ihr unverwandelt, und das Schicksal steht über euch.

 

Ihr fragt: Warum hat Gott den Krieg entstehen lassen? – Fragt euch selbst: Warum habt ihr ihn entstehen lassen? Seid ihr denn nicht Gott?

 

Ihr fragt: Warum enthüllt uns Gott nicht die Zukunft? – Fragt euch selbst: Warum glaubt ihr nicht, dass ihr Gott seid: dann wüsstet ihr um die Zukunft, denn ihr schaffet sie euch selbst – jeder den Teil, der ihm obliegt, und aus dem Teil, den er selbst schüfe, könnte jeder das Ganze erkennen und vorher wissen.

 

So aber bleibet ihr Sklaven des Schicksals; und das Schicksal rollt wie ein fallender Stein, und der Stein seid ihr: ein Stein aus Sandkörnern gefügt und gekittet, und ihr rollet mit ihm und fallet mit ihm.

 

Und wie er rollt und wie er fällt, so ändert er seine Form in immer neue und neue Formen gemäß den unwandelbaren Gesetzen der ewigen Natur. - Gustav Meyrink, Walpurgisnacht,Kap. 7

Ist das vielleicht das Geheimnis?
War es Jahrtausendelang einfacher die Einflussmöglichkeiten und die Verantwortung Kunst-Wesen zu übergeben, um niemals persönlich Position beziehen zu müssen in diesen aberwitzigen und viel zu oft auch grausamen Spielen? Um uns selber aus der Verantwortung zu ziehen? Oder als Entschuldigung für Egoismus und Nichteinmischung? Die Zurschaustellung der angeblich eigenen Hilflosigkeit gegenüber der scheinbaren Macht unkontrollierbarer Entwicklungen?
Letztlich fällt aber doch alles auf uns selbst zurück. Ob wir Anteil hatten, an einer oder der anderen Seite, oder ob wir nur möglichst unauffällig geschwiegen haben. Aber so ist der Mensch, ja?

Beachtenswert ist, dass innerhalb von bestimmten Gemeinschaften scheinbares menschliches Fehlverhalten (oder störende Auffälligkeiten) mit dem Attribut gekennzeichnet ist – es sei ja eben 'menschlich' … oder „wir seien ja nur Menschen“ …

Wohlan! - Was ist denn dann „nur“ ein Mensch? Ein Tier? Sicherlich auch, aber vielleicht auch ein Pflanze? Oder ein Stein? Gibt es da überhaupt einen Unterschied? Ein Stern, vielleicht? Energie? Ein Hologramm? Etwas Lebendiges? Eine Maschine? Ein konditioniertes Produkt jahrtausendealter Wertvorstellungen? Ein Werkzeug? Ein Dieb und Mörder? Ein Lügner? Ein Geschworener? Ein Richter? Ein Priester vielleicht oder ein Missionar? Ein Eroberer? Ein Materialist? Ein Sozialist? Eine Wahlstimme? Ein politisches Instrument? Lebendiger Sternenstaub? Ein Name? Ein Körper? Eine Sammlung von Verhaltensweisen? Ein Krebsgeschwür? Ein nichtssagendes, unnützes, zufälliges, willenloses, aber möglicherweise auch intelligentes Staubkorn irgendwo in der scheinbaren Unendlichkeit des Universums? Ein empfindungsfähiges, fühlendes und denkendes Lebewesen? Ein Künstler, vielleicht? Ein Schöpfer? Ein zur Liebe und Hilfsbereitschaft fähiges Geschöpf? Ein Träumer? Ein Planer? Ein Beobachter? Ein Beschützer? Ein Heiler? Ein Entdecker? Ein Sinngeber? Ein bedeutungsvolles Wesen? Ein Wunder? Eine Naturkraft? Ein Gott?
Vermutlich könnte ich jetzt Stunden so weitermachen, ohne mich dem Attribut 'menschlich' auch nur ansatzweise anzunähern ... -

Was sind denn die Eigenschaften dieses 'menschlich' -seins? Was macht Menschlichkeit aus?

Was macht einen Menschen menschlich?
Und, - unterscheidet uns dieses Attribut denn tatsächlich von Tieren, Pflanzen, Steinen oder von Maschinen?
Sind wir tatsächlich mehr als psychoaktive, sinnsuchende Maschinen, die unter ihrer Gottähnlichkeit ächzen, und von Verantwortungen so gar nichts wissen wollen?
Können wir denn mehr sein?
Sollten wir uns wirklich nur durch unsere Unzulänglichkeiten definieren lassen oder durch zu-fällig entstandene Akte der Hilfsbereitschaft? -
Oder eher durch unsere jetzigen und zukünftigen Möglichkeiten?
Das Tumo der Buddhisten, die Wachträume der Senoi, das Lung-gom der Lamas, die Levitationen der „Heiligen“ oder eines Daniel Dunglas Home, oder das immerhin schon viel bekanntere Feuergehen, bieten hier u.a. hervorragende Forschungsbeispiele … Sind menschliche Grenzen tatsächlich „physischer“ Natur? Und was sind dann die Gesetze dieser „Physik“?
Sicher nicht das, was wir in den Schulbüchern vorfinden.

Oder - wir können jetzt weiterhin so tun, als ob es so etwas gar nicht gäbe …
Doch sollten wir uns auch gleichzeitig vor Augen halten, dass die Wissenschaft, auch wenn sie Göttliches oder Übersinnliches derzeit noch verneint, nicht aus dieser Ablehnung schließen kann, dass etwas derartiges nicht existiert.
Allerdings sollte auch ebenso klar sein, dass, wenn ein Gott dieses Universum, mit all den für menschliche Wissenschaftler erklärbaren Erscheinungen und einsehbaren Gesetzen, gemäß menschlicher Logik, zufriedenstellend geschaffen hat, er darin nun völlig überflüssig ist. - Funktioniert doch jetzt alles entsprechend der geschaffenen Zufriedenheit ...
Wo wäre da noch die Herausforderung?


Wir erleben das Leben auf unserem Planeten, als eine äußerst komplizierte Verflechtung von scheinbar schon vorher durchdachten oder zumindest durchexperimentierten Abhängigkeiten. Zumindest offenbart sich uns eine intelligent anmutende Vielfalt von Erscheinungen, die, solange wir nicht versuchen mit unserem temporären Verständnis darauf einzuwirken, alles miteinander verbindet und einschließt.
Wir können nun versuchen Taktiken bzw. Spielarten auszusondern und zu beschreiben, wie Imitation oder das Kopieren von Gestalt oder Eigenschaften, Symbiose oder das zweckvolle Miteinander verschiedenster Gattungen oder einfach die Macht der Gewalt, und was nicht noch alles. - Die vorgefunden Spielarten der Gattungen untereinander, miteinander, gegeneinander, nebeneinander sind so zahlreich, dass allein deren Vorhandensein unwahrscheinlicherweise vom Zu-Fall abhängig sein muss. Aber kann. Doch etwas viel Erstaunlicheres ist da zu Bestaunen: Dinge entwickeln sich, und zwar in immer komplizierteren Ausdrücken. Und mit dieser Entwicklung werden schon vorhandene Spielarten nicht nur ständig verändert - es werden ebenso ständig neue Spielarten kultiviert. Und neue Ausdrucksweisen gefunden, die den Spielraum der körperlichen Sinne, aber auch der Gefühlswahrnehmung oder des Denkens verändern und damit auch beträchtlich erweitern können.
Von potentiell neuen Gefahrensimulationen hin zu effektiveren Überlebensstrategien.
Ständig werden Grenzen neu gesetzt.


Es ist unsere Ansicht, dass alles, was existiert, seine Existenz nur dadurch zu sichern vermag, dass es andere Dinge ausschließt: dass das, was wir gewöhnlich als "Sein" bezeichnen, ein Zustand ist, der sich mehr oder weniger proportional an vermeintlich eindeutigen Unterschieden zwischen dem Eingeschlossenen und dem Ausgeschlossenen orientiert. Es ist jedoch auch unsere Überzeugung, dass es keine eindeutigen Unterschiede gibt: dass alle Dinge wie eine Maus und ein Wurm im Käselaib sind.
Eine Maus und ein Wurm - zwei Wesen, wie sie ungleicher nicht sein könnten. Sie bleiben eine Woche oder einen Monat im Käse. Beide sind vorübergehende Phänomene im Käse.
Ich glaube, wir sind alle Würmer und Mäuse in einem alles umfassenden Käse.
- Charles Fort, Das Buch der Verdammten, Kap. 1


Was eigentlich zwingt dem (schon vorhandenen) Leben diese Art Veränderungen auf? - Wofür eine immer komplizierter anmutende Entwicklung? Ist hier ein Prozess in Gang gesetzt worden, der mechanisch bzw. ziellos nur immer weitere Faktoren in seinen Überlebensplan einbauen muss? Faktoren wie, Vorausschau und Waffentechniken. Dinge, die in dieser Form Wahrnehmung, Überlegung und Partizipation voraussetzen. Immaterielle Faktoren, wie Simulation und Rückschluss werden ohne großen Aufwand (aber zum Teil unter großem Opfer) systematisiert, bewertet und benutzt.
Das gleiche ließe sich auch beispielsweise auf die Bildung von Bedürfnissen anwenden, denn wer bestimmt was appetitlicher ist, als etwas anderes? Oder wertvoller? Oder richtiger?

Doch macht so ein Prozess überhaupt einen Sinn, wenn doch alles nur eine Frage der Betrachtungsweise scheint, und damit doch eigentlich wiederum sinnlos ist?
Es scheint kein endgültiges Ziel zu geben, soweit wir es bislang überblicken und erfassen können.
Aber Richtungen.

Und wofür ist dann dieser Prozess ursprünglich erst begonnen worden?
Finden sich Bau- und Entwicklungspläne latent im Stoff unseres Universums, die erst mit dem Entstehen bestimmter Lebewesen, und deren zukünftiger Möglichkeiten, sichtbar werden, aufblühen, zur Reife gelangen – um dann wieder nur Platz für neue Gelegenheiten zu schaffen?
Wenn es solche Pläne gibt, dann sind Entwicklungsphasen vorhersagbar.
Falls nicht, bleibt die Frage nach dem Zweck einer solchen Entwicklung an sich bestehen.

Eine Entwicklung ist dann immer auch ziel-gerichteter Zu-Fall!
Und wenigstens das sollte uns zu denken geben, denn möglicherweise sind wir gar nicht so orientierungslos, wie wir vermeinen zu sein zu glauben ...

„Steht auf ihr Löwen, und schüttelt die Täuschung ab, dass ihr Schafe seid: ihr seid nicht Materie. Ihr seid nicht Körper; die Materie ist euer Diener, ihr seid nicht die Diener der Materie!“ - Vivekananda (1863-1902), hinduistischer Gelehrter

Und das kann man jetzt so sehen, wie immer man muss ..




Nachwort:

Im alten Ägypten fehlte es ebenfalls nicht an Wesen aus anderen Welten. Sie standen in großen Ehren, ihnen wurden eigene Tempel errichtet, und sie besaßen eigene Priester.
Historiker und Archäologen sagen, sie hatten den Rang von Göttern. Doch mag das irreführen.

Die Vokabel Gott hatte nicht immer und überall die gleiche Bedeutung wie heute.
Und es ist fraglich, ob manche als polytheistisch betrachtete Kulturen nicht im Grunde eher monotheistischen Charakter besaßen, dass ihre Anhänger neben einer obersten Schöpfergottheit, aber zahlreiche Hilfsgeister verehrten, die von späteren Generationen als Götter interpretiert wurden.
Es ist durchaus denkbar, dass ein Archäologe des fünften nachchristlichen Jahrtausends im Katholizismus angesichts der zahlreichen Heiligenbilder und der Heiligen geweihten Seitenaltäre in den Kirchen eine polytheistische Religion vermuten würde. - Felix R. Paturi, Phänomene des Übersinnlichen, Kap. 6, Orbis

Und noch ein Nachwort: Sicher habt ihr bemerkt, dass ich einige Dinge nur umreißen konnte, oftmals nicht mehr als die Oberfläche angekratzt habe, oder manchmal Dinge aus scheinbaren Zusammenhängen heraus gerissen habe … Nun, das war zum Teil beabsichtigt, um dem Leser die Möglichkeit eigener Verifikation zu geben, andererseits ist das eine Thematik, die spielerisch leicht viele gewaltige Buchregale füllen könnte. Wichtig für mich ist, dass nichts so stehen bleibt, wie es dargestellt wurde, und das der Einzelne den Ursprung, den Sinn und Zweck seiner eigenen Ansichten dazu prüft. Wem Religion wichtig ist, und das betrifft meines Erachtens nach jedes, auch wissenschaftliche, Glaubensmodell, sollte seine Überzeugungen vielleicht anhand ihres scheinbaren Absolutismus hinterfragen. Zu vieles geschieht heutzutage in angeblicher Übereinstimmung (einem Konsens) mit irgendwelchen angeblich „realen“ Gesetzen, Vorschriften und Annahmen.
Doch das heutige zivilisierte Denken wird größtenteils mit Nebensächlichkeiten und Informationen aus zweiter oder dritter Hand gefüttert. Schulbücherinhalte überdauern heute nicht mal mehr eine Generation. Meinungsmache hilft Verantwortungen zu verdrängen und Spezialisierung (oder angebliche Expertise) raubt den letzten Rest Orientierung.

Eine (wie auch immer geartete) 'Macht' mag keine Personen, die sie in Frage stellen könnte, deshalb ist es nicht nur zufriedenstellender diese Personen, zum Eigenerhalt, durch Trugbilder zu verwirren oder sogar gegeneinander aufzuhetzen, sondern solche Erscheinungen erst gar nicht zu fördern bzw. sie von Anbeginn zu unterbinden. Und was wäre erfolgreicher, als die suggestive Annahme, alles läge in der Hand von einem selbst und eine Wahl könnte tatsächlich etwas verändern?
(Der Papagei ist irgendwie das zufriedenstellendste Tier, nicht wahr?)
Ein Prozess, der in „Demokratien“ schon einen Trance-ähnlichen Zustand angenommen hat.
Was für ein Sinn steckt beispielsweise in der „Tatsache“, dass die Reichen immer reicher werden, wenn die Armen (die immer mehr werden) so gar nichts davon haben? - Aber immerhin verdienen sich politische (und andere) Mittler daran dumm und dämlich!???
Und so etwas wird - Wahl um Wahl - immer wieder vom Wahlvolk abgenickt, weil Jahrtausendealte alte Wertvorstellungen, wie Obrigkeitshörigkeit und Unterwerfung, sich schon so tief in das Leben der Menschen einmischten, dass sie wie eine flächendeckende Hypnose den letzten Rest von Widerstand einfach auszuhebeln wissen? Aber schließlich ist es ja auch eine Sache der Überzeugung. Oder der stillen Übereinkunft …?

Und Hypnose ist eine mächtige Kraft. - So können z. B. nicht erhitzte Gegenstände in den Händen Hypnotisierter Brandblasen oder andere Erscheinungen hervorrufen. Das bedeutet aber auch, dass sich psychische Annahmen durchaus auf physischer Ebene manifestieren können, wenn die Trance und das Vertrauen tief genug dafür sind! Möglicherweise trifft das eben gesagte auch auf Stigmatisierte zu. Hypnose kann ebenso verhindern, dass tatsächlich vorhandene Dinge überhaupt noch wahrgenommen werden. Andererseits scheint Hypnose nur durch Beschränkung zu funktionieren. Und da ist sie wieder, die Mauer, die uns von den wilden Tigern beschützen soll …

So kann es einem gehen, bleibt fröhlich!

Wer hier  nun auf konkrete Antworten oder Erklärungen hoffte, war definitiv hier falsch!

Wie jede x-beliebige andere Person versuche auch ich nur die Wirklichkeit meinem sich ständig wandelnden Verständnis entsprechend zu erfassen, allerdings bin ich, was die Phänomene einer solchen Wirklichkeit angeht, sehr großzügig und offen.
Und was nutzen jemand anderem schon meine Überzeugungen? - Die bestenfalls ständig im Wandel begriffen sind.
Jeder glaubt an irgendwas. Jeder hört auf irgendwen. Ist das jetzt schon ein Grund andere Möglichkeiten auszuschließen? Aber es ist immer vorteilhafter den eigenen Kopf zum Denken zu benutzen!
Deshalb sollten solche Texte, wie dieser hier, bestenfalls als Anregungen verstanden werden.
Ich meine jedoch, dass zu viele unserer Möglichkeiten im Getriebe und der beständigen Simulation unserer Sozialisationen bzw. unseres größtenteils nutzlosen Experten-, TV- bzw. Buch-Glaubens verkommen. Beständige Wiederholungen derselben Unterstellungen, Entbehrlichkeiten und Erniedrigungen … und - irgendwann ist auch der härteste Kopf weich geknetet worden – und schließlich werden damit bestimmte „Wahrheiten“ auch zum Konsensus erhoben – und nicht mehr hinterfragt, - denn man kann ja jetzt vorgeben angeblich gelernt zu haben, zu welchem Zweck eine Mauer oder eine andere (vielleicht auch nur mathematische) Grenzlinie errichtet wurde ...
Sicher oft genug, damit schon angeblich Erklärtes nicht noch einmal erklärt wird, - gerade dann, wenn man möglicherweise damit in Gefahr läuft auch anderes "Erklärtes" mit in Frage zu stellen. - Oder - wer hat noch einmal die Pyramiden gebaut - und gibt es dafür tatsächlich auch einen Beweis? Oder die Sphinx? Oder Göpekli Tebe?
Oder - wird hier immer nur passend konstruiert?


Und noch ein letztes Wort zum Fleischverzehr. Denn es gibt ja auch die „Pflanzenwelt“. Und wir haben, mithilfe elektronischer Messungen und anderen Experimenten schlüssig darlegen können, dass auch Pflanzen zu Empfindungen, ja Gefühlen und sogar zu Erinnerungen fähig sind. Ich nehme jedoch an, dass diese in einer anderen Klasse „spielen“, als höher organisierte Einzelindividuen mit schon komplexeren Nervenanbahnungen und einer viel beziehungsreicheren Nervenzellenstruktur.
Die Forschungen von Clive Backster mögen bei diesen Überlegungen durchaus hilfreich gewesen sein. - Aber letztlich sollte dies jeder für sich selber entscheiden!
Auch das ist Teil unserer Verantwortung. Und ob es sich bei Pflanzen oft vielleicht nur um eine Art von Schwarm-Intelligenz handelt, oder ob es sich doch um Individuen, in dem Sinne, wie wir so etwas verstehen, handelt ist bislang un“bewiesen“. -
So mögen für Pflanzen dieselben oder aber ähnliche Vorbehalte geltend gemacht werden können, wie für den Tierverzehr …

Und was hat das jetzt nochmal alles mit Religion und Glauben zu tun?

Ihr seid Götter und allzumal Kinder des Höchsten – Psalm 82:6

Oder wir sind das bisherige Endresultat einer wie-auch-immer gearteten fortschreitenden Entwicklung, - es ist an der Zeit dieses Erbe anzutreten und verantwortungsvoll damit zu leben!

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